Final Fantasy Type 0 HD | Review

Ich habe mich sehr lange auf Final Fantasy Type-0 HD gefreut. Schließlich hat dieses Spiel Japan nie verlassen, zumindest bis zum März 2015 als Square Enix dieses Spiel endlich bei uns veröffentlichte. Meine Freude war groß jedoch wich sie relativ schnell einer gewissen Enttäuschung und warum das so war erfahrt ihr jetzt.

Ein Weltkrieg aber keine Kriegshelden

Bevor ich zu der eigentlichen Geschichte komme, gibt es noch ein paar Worte zur Fabula Nova Crystallis. Das ist ein Sammelbegriff für mehrere Spiele, die zwar nicht in der gleichen Welt sich aber denselben mythologischen Hintergrund teilen. So spielt der Mythos um die Kristalle immer eine zentrale Rolle. Weitere wiederkehrende Personen sind die Götterwesen Etro & Bhunivelze sowie die Fal’Cie (übernatürliche Wesen) und die L’Cie (Auserwählte der Fal’Cie).

Ich halte die Fabula Nova Crystallis für eine recht gute Idee jedoch wurde diese leider nie wirklich konsequent umgesetzt.

FF Type 0 HD spielt in der Orience. Die vier großen Nationen dieser Welt führen einen erbitterten Krieg um die Herrschaft über die alles bestimmenden Kristalle zu erlangen. Inmitten dieser Kriegswirren rückt eine Klasse einer Militärakademie in den Vordergrund.

Die sogenannte Klasse 0 ist eine Ansammlung von 12, später 14, Kadetten, die bedingt durch ihre synthetische Herkunft und ihre spezielle Ausbildung nicht nur im Kampf Großartiges leisten kann, sondern auch immun gegen die vom Feind eingesetzten Magierstörer sind.

 

Die Handlung behandelt empfindliche Themen wie die Vergänglichkeit des Lebens, der Tod und seine Auswirkungen auf die Hinterbliebenen sowie die Folgen des Krieges für Jugendliche und die Suche nach der eigenen Identität. Was ich positiv anmerken muss ist, dass Square schonungslos mit diesen Themen umgeht und den Krieg in seiner ganzen Härte zeigt. Dabei fließt auch Blut und sogar ein süßer Chocobo stirbt qualvoll. Dies ist für Final Fantasy sehr ungewöhnlich aber erfrischend für die Reihe.

Jetzt kommt mein großer Kritikpunkt. Das Spiel besitzt 14 Hauptfiguren und mir ist jede davon egal. Ich konnte im Laufe des Spiels zu keinem Charakter eine emotionale Bindung aufbauen. Ein ähnliches Problem hatte ich auch mit Halo 5. Zu keiner der acht Hauptfiguren konnte ich eine emotionale Bindung aufbauen, weil einfach keine Figur einen wirklichen Charakter hat. Das Gleiche gilt auch für die Kadetten der Klasse 0. Da können die Junges & Mädels noch so viel Philosophieren und darüber sprechen dass sie sich nicht an die Gefallenen erinnern dürfen weil sie für den Krieg eine klaren Kopf bewahren müssen.

Ja es ist tragisch aber für mich wirkt es nur wie ein Mittel zu Zweck um zu kaschieren das eigentlich keiner der Kadetten eine wirkliche Persönlichkeit besitzt.

Die grundlegende Geschichte ist sehr spannend und man spürt die globalen Auswirkungen des Krieges tatsächlich. Auch die Erzählstruktur ist gelungen. Jedoch fallen die Charaktere komplett aus der Reihe und tragen kaum etwas zur Entwicklung der Geschichte bei. Das Gleiche gilt auch für die Nebencharaktere, die finde ich eigentlich alle unsympathisch und nicht gerade hilfreich um das Spiel zu mögen. Geschichte & Inszenierung TOP – Charaktere FLOP.

Schnelles und erfrischend neues Gameplay

Das Spiel verwendet ein Echtzeit-Kampfsystem, eine richtige Seltenheit in der Reihe. Dabei fällt positiv, auf dass, sich die Charaktere sehr unterschiedlich spielen, was Durchschlagskraft, Dynamik & Effektivität gegen bestimmte Gegnertypen angeht. Wenn unsere „Helden“ schon so keine wirkliche Persönlichkeit haben so unterscheiden sie sich durch ihre Waffen, passend zur Kriegsthematik.

Gekämpft wird in einer Dreiergruppe, welche man sich vor jeder Mission frei zusammenstellen kann. Dabei sind einige Dingen zu beachten. Zum einen sollte auf eine ausgewogene Gruppe geachtet werden, was Nah- und Fernkämpfer angeht, um so auf die verschiedenen Gegnertypen vorbereitet zu sein. Zum anderen fällt, auf das Charaktere mit Katana, Speer, Kettenpreische & Langschwert gerade auf höheren Stufen um einiges mächtiger wirken als ihre Kollegen mit Fernkampfwaffen. Dieser Schnitzer im Balancing sorgt dafür, dass man im späteren Spielverlauf irgendwann nur mehr die Nahkämpfer nutzen wird.

 

Jedoch kann man die zur Verfügung stehenden Angriffsmöglichkeiten nach eigenen Vorlieben anpassen. Neben dem Standardangriff, der zu einer längeren Kombo aufgebaut werden kann, gibt es ein reichhaltiges Arsenal an offensiven & defensiven Fähigkeiten, Spezialangriffen & Zaubern. Euer bester Freund wird jedoch die Ausweichrolle sein, um feindlichen Attacken auszuweichen. Neben dieser Rolle sind Timing & dass beobachten von Angriffsmustern im Kampf äußerst wichtig.

In bestimmten Momenten sind Feinde entweder besonders empfindlich oder können mit einem kritischen Treffer sofort erledigt werden, egal wie viele Lebenspunkte sie noch haben.

Das Ausnutzen dieses kleinen Fensters macht einen großen Reiz des Kampfes aus, jedoch sind damit zwei kleine Probleme verbunden.

Zum einen nutzten die KI-Gefährten dieses Zeitfenster selten bis gar nicht, obwohl die KI im Spiel sehr gut funktioniert und zum anderen werden so ein großteil der Kämpfe zur reinen Routine und sind oftmals in wenigen Sekunden gewonnen. Einzige Ausnahme bilden die Bossgegner, die zeitweise echt knackig sein können. Jedoch werden vor jedem Boss in fairen Abständen manuelle Speicherpunkte platziert. Allgemein ist Type 0 HD jedoch eines der leichteren Final Fantasy Spiele.

Wem der Kampf dennoch zu schwer ist, nutzt die Spezialattacke des Teams, zb die Beschwörung einer Ester, jedoch fordert dies das Leben des Beschwörers. Im Kampf kann man sich außerdem noch speziellen Herausforderungen stellen welche einem Boni im Kampf bieten oder das Leben fordern, wenn man scheitert. Dies sorgt für zusätzliche Spannung.

Abseits der schier endlosen Schlachten kann man sich die Freizeit (sowas gibt’s im Krieg auch) mit Gesprächen, Shoppingtouren, Nebenquests, der Chocobo-Zucht und Ausflügen ins wirklich karge Umland vertreiben. Fast all diese Aktionen verkürzen eure Freizeit, bis man wieder zur nächsten Mission ausrücken muss. Das halte ich für eine gute Idee, da man sich so genau überlegt was man noch machen will.

Altlasten der Handheld-Vergangenheit

Die Akademie als Knotenpunkt des Spiels und die vierzehn Kadetten haben den Sprung auf die große Konsole recht gut geschafft sind jedoch auf einem Stand stehen geblieben, der dem Ende der PS3/Xbox 360-Ära sehr nahe kommt.

Der Rest des Spiels hat das eher weniger gut geschafft. Fangen wir mit den Nebenfiguren an. Mit schwacher bis nicht vorhandener Mimik ausgestattet und sehr groben Kleidungstexturen werden hier die Wurzeln als PSP-Spiel deutlich sichtbar. Die Oberwelt setzt dem Ganzen jedoch die Krone auf. Irgendwo zwischen Final Fantasy VIII & IX sieht die Oberwelt sehr trist aus und es tötet den Spielspaß ziemlich schnell ab, durch diese langweilige Ödnis zu laufen.

Was ich positiv Erwähnen muss, sind die Videosequenzen. Diese sehen zwar nicht sehr zeitgemäß aus, es gibt definitiv Luft nach oben, sind aber sehr gut inszeniert. Gerade was gewisse Filtereffekte angeht, wirken die Szenen oft etwas überladen. So ist die Introsequenz phasenweise in einen Goldton gehaucht.

Ich muss Square dennoch loben, dass sie dieses Spiel von einem Handheld auf eine große Konsole gebracht haben. Ja das ist nicht zu hundert Prozent ideal gelungen aber in einigen Aspekten sieht das Spiel recht gut aus.

Auch die akustische Seite hat ihre Probleme

Der Soundtrack ist sehr gut. Die verschiedenen Musikstücke passen sehr gut zu den einzelnen Momenten im Spiel. Besonders die Themen welche in den Kämpfen verwendet sind sehr episch und geben den Schlachten die richtige Atmosphäre, wenn es schon die Grafik nicht, so wirklich schafft.

Mein Highlight ist jedoch das Oberweltthema. Dieses Musikstück weiß sehr zu gefallen und verspricht einem ein großes Abenteuer auch wenn dieses oft etwas auf sich warten lässt.

Die Synchronisation ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits mag ich die englische Synchronisation jedoch wirken manche Dialoge im englische etwas lächerlich. Da bin ich froh, dass man das Spiel auch in japanischer Sprache spielen kann. In den großen Reden des Spiels, zb im Intro, bevorzuge ich zwar englisch aber im Allgemeinen wirkt die Originalsprache runder.

Fazit

Leider ist Final Fantasy Type-0 HD nicht der Kracher geworden, den ich mir erhofft habe. Jedoch muss ich sagen, dass ich mit dem Spiel durchaus Spaß hatte auch wenn die in der erwähnten Review Probleme den Spielspaß durchaus trüben. Ich kann diesen Teil nicht wirklich weiterempfehlen, außer wenn man ein eher kurzes Rollenspiel mit schnellem Gameplay sucht wo man auch super Achievments sammeln kann. Um sich jedoch die Zeit bis Final Fantasy XV zu vertreiben, kann man dieses Spiel jedoch nutzen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung:
Handlung:  • •
Gameplay: • • • •
Grafik & Technik: • • •
Soundtrack: • • • •
Wertung: 13 von 20 Punkten.
Note: Gut!
Release: 20.03.2015
Plattformen: Playstation 4, Xbox One
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Square Enix, Hexa Drive
Publisher: Square Enix
USK: ab 12 Jahre

 

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind | Review [Autor: Felix Neumaier]

Ich bin ein großer Harry Potter Fan, seit ich denken kann und deshalb war meine Freude groß, als ich erfahren habe, dass wir 2016 in die Welt der Zauberer zurückkehren. Und in dieser Review erfahrt ihr warum Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, für mich der beste Film in diesem Jahr ist.

Mit einem Koffer durch New York

Wir schreiben das Jahr 1926 in dem Newt Scamander (Eddie Redmayne) mit einem Koffer voller magischer Geschöpfe um die er sich liebevoll kümmert mit einem Schiff in New York ankommt. Doch schon nach dem Verlassen des Hafens geschieht schon das erste Missgeschick er und ein No-Maj (so werden die nicht Zauberer in Amerika genannt) namens Jakob Kowalsky (Dan Fogler) vertauschen versehentlich Ihre Koffer, und als Jakob Kowalsky den Koffer dann auch noch öffnete, nimmt das Chaos seinen Lauf er lässt versehentlich ein paar von Newt Scamanders Tierwesen frei. Newt und der No-Maj werden festgenommen von Porpentina Goldstein (Katherine Waterstone) wegen des Verstoßes gegen das Geheimhaltungsstatut. Doch das hält sie nicht auf und sie begeben sich in die Stadt um Newts verloren gegangene Tierwesen wieder zu finden und in den Koffer zurück zu bringen. Doch nicht nur die Stimmung in der Stadt ist angespannt, auch in Europa herrscht Unruhe, denn der mächtige, finstere Zauberer Gellert Grindelwald (Johnny Depp) ist verschwunden.

Was man bei Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden auf jeden Fall merkt ist, dass er hauptsächlich einmal nur die Hauptdarsteller und die Tierwesen vorstellen möchte, klar es ist der erste von 5 Filmen also herrscht hier noch etwas Luft nach oben was die Handlung angeht.

Aber alles in allem hat es richtig viel Spaß gemacht Newt und Jakob bei der Jagd nach den Tierwesen zuzusehen.

Phantastischer Cast!

Eddie Redmayne als eher ruhiger und etwas schüchterner Newt Scamander macht seinen Job richtig gut.

Wer mir aber etwas besser gefallen hat, war Dan Fogler als tollpatschiger aber liebenswerter No-Maj Jakob Kowalsky der den Charakter mit so viel Witz spielt, dass man sich im Kinosaal halbtot lachen kann.

Dann haben wir noch Katherine Waterstone als Porpentina Goldstein sie spielt eine eher ernstere Rolle, welche sie mit Bravour meistert.

Aber auch der restliche Cast macht absolut alles richtig, was man richtig machen kann.

Zum Beispiel Alison Sudol als die süße Queenie Goldstein die Schwester von Porpentina Goldstein und Collin Farrell als geheimnisvoller Percival Graves.

Sowie Ezra Miller als Credence und Ron Perlman im englischen Voicecast als Gnarlack.

Doch es gibt noch jemanden, der aber erst in den späteren Filmen mehr thematisiert wird ich ihn euch aber nicht vorenthalten will Johnny Depp als Gellert Grindelwald, welcher in dem Film nur einen äußerst überraschenden Cameo hat.

Starkes 3D und gutes CGI

Ich habe den Film in Imax 3D gesehen und ich muss sagen, der Film hat ein genauso gutes 3D wie Doctor Strange aber um ehrlich zu sein finde ich das 3D von Phantastische Tierwesen sogar noch ein bisschen besser, weil es mehr tiefe und coole Pop Outs hat.

Was für viele sicher ein Minus Punkt ist finde ich Positiv, und zwar das CGI. Es stammt alles aus dem Computer, es ist auf jeden Fall nicht so wie in manchen Harry Potter Filmen das echte 3D Modelle für eine Szene verwendet wurden, sondern ja es stammt alles aus dem Computer, was mir aber eigentlich nicht auffällt, weil hinter den Kulissen sauber gearbeitet wurde.

Soundtrack vom feinsten!

Die deutsche Synchronisation im Film ist recht gut gelungen. Eddie Redmayne und Collin Farrell haben jeweils ihre Standard Synchronstimme. Aber auch der restliche Voicecast hat saubere Arbeit geleistet.

Und nun zum Soundtrack er wurde komponiert von James Newton Howard und was soll man dazu noch sagen er geht sofort ins Ohr genauso wie der Harry Potter Soundtrack, apropos Harry Potter Soundtrack der wird in dem Film nur am Anfang vielleicht für 5 Sekunden zu hören sein wie wir ihn kennen dennoch wurden einzelne Strophen des HP Soundtracks in den neuen Songs teilweise eingesetzt, was man aber als eingefleischter Harry Potter Fan sofort heraushört.

Fazit

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, ist für mich der beste Film 2016 und das zurecht die Handlung weiß zu gefallen, obwohl noch etwas Luft nach oben herrscht. Ein brillanter Cast, starkes 3D und ein Soundtrack, den man nicht so schnell aus seinen Kopf bekommt. Ich liebe den Film und kann es kaum abwarten den zweiten zu sehen wo auch ein alter bekannter Namens Albus Dumbledore zurückkehrt.

Wertung:
Handlung: • • •
Cast: • • • • •
Effekte & Technik: • • • • •
Soundtrack & Synchronisation: • • • • •
19/20 Punkten – Note: Empfehlenswert

 

Filmdaten:
Orginaltitel: Fantastic Beasts and where to find them
Deutscher Titel: Phantastische Tiere und wo sie zu finden sind
Produktionsland: USA
Orginalsprache: Englisch
Laufzeit: 133 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016

Hier geht es zu einer weiteren guten Filmkritik über Phantastische Tierwesen:

Filmexe: Phantastische Tierwesen & wo sie zu finden sind

 

 

 

Dr. Strange (von Felix Neumaier) | Review

Doctor Strange ist eine Comicverfilmung, aus dem Hause Marvel, auf den ich schon seit der Ankündigung warte, und wurde mehr als positiv überrascht!

Aber dennoch hat der Film einige Schwächen in der Handlung, ohne die es für mich eine der besten Comicverfilmungen 2016 geworden wäre.

Handlung: Die typische Superheldengeschichte

Doctor Strange erzählt von dem egozentrischen Neurochirurgen Dr. Stephen Strange, der nach einem Autounfall nicht mehr operieren kann, da seine Hände massiv verletzt wurden. Verzweifelt begibt er sich nach Tibet zur Ältesten, The Ancient One, von der er sich Heilung verspricht. Die Älteste ist die magische Verteidigerin der Welt.

Sie verwehrt ihm zunächst seinen Wunsch. Doch sie unterrichtet Doctor Strange mit Unterstützung von Baron Mordo in den mythischen Zauberkräften und bildet ihn zum Obersten Zauberer, zum Sorcerer Supreme, aus. Aber ein sehr begabter ehemaliger Schützling der Ältesten, Kaecilius, könnte für Doctor Strange zu einer großen Gefahr werden. Er hat sich von der Ältesten abgewandt und hat sich der dunklen Macht verschrieben, was verheerende Konsequenzen nach sich zieht. Kann Doctor Strange ihn auf seinem Vernichtungsfeldzug aufhalten?

Das einzige Problem von Doctor Strange ist, dass er ein paar Jahre zu spät kommt und man so die Marvel-Formel schon zu oft gesehen hat, um von der Story selbst überrascht zu werden. Ein bisschen mehr Mut wäre hier vielleicht gut gewesen.

Cast: Eine gute Auswahl

Was habe ich mich gefreut auf diesen Film! Und das aus mehreren Gründen:

1. Grund: Benedict Cumberbatch!

2. Grund: Benedict Cumberbatch!

9999. Grund: …Benedict Cumberbatch!

Und was soll man in der Hinsicht noch sagen? Ich denke, einen Besseren hätte man für die Rolle des Mr. Dr. ähm ich meine Mr. Strange ähm ich meine Dr. (!) Strange nicht casten können.

Die übrigen Darsteller spulten ihr Standardprogramm ohne besondere Höhen oder Tiefen ab. Tilda Swinton (richtig gut), Rachel McAdams (süß), der unaussprechliche Chiwetel Ejiofor (war wie Sgt. Roades halt da, wird aber in Zukunft auch noch eine wichtige Rolle übernehmen, vermutlich im Sequel) und Benedict Wong (eine Mischung aus Drax und dem Gefängniswärter aus Guardians of the Galaxy– meist zum todlachen witzig).

Effekte & Technik: 3D Bilder & Top!

Ich habe den Film in Imax 3D gesehen und kann dazu nur sagen Top.

Die Effekte finde ich klasse und die sind ja nicht nur dazu da, um schön auszusehen, sondern viel mehr um diese verzehrte Realität darzustellen. Es ist der psychedelische, visuelle Wirbelsturm, den Regisseur Scott Derrickson und sein Team von Effektspezialisten hier auf die Leinwand zaubert, der die Comicverfilmung zu einem unvergesslichen Kinoerlebnis macht und dem ersten MCU-Film, bei dem ich guten Gewissens die 3D-Fassung ans Herz legen kann.

Hat man außerdem noch die Gelegenheit, den Film in einem IMAX-Kino zu sehen, sollte man diese auf jeden Fall nutzen, denn die grandiosen Bilder, die hier geschaffen werden, verleihen dem Film einen einzigartigen Look unter allen bisherigen Marvel Streifen und sorgen für die bislang innovativsten Actionszenen des Comic-Universums.

Synchronisation & Sound: Musik die ins Ohr geht & Stimmen wie gewohnt

Egal ob Benedict Cumberbatch, Mads Mikkelsen & Rachel McAdams alle Charaktere haben ihre bekannten Synchronstimmen, natürlich sticht, da die von Benedict Cumberbatch am meisten heraus da sie für mich etwas Mystisches hat und mich irgendwie in den Bann zieht.

Der Soundtrack von Oscarträger Michael Giacchino ist richtig gut gelungen, er passt sich jeweils an die Situation an, egal ob bei wilden Kämpfen mit schneller Musik oder in ruhigen Momenten wo man einfach von einen, Gitarren Solo begleitet wird.#

Fazit

Abgesehen von der typischen Handlung ist Doctor Strange in allen Aspekten richtig klasse geworden. Starker Cast, mystische Effekte und ein guter Soundtrack das macht den zweiten Film in Phase 3 des MCU zu einem der besten Filme 2016.

Wertung
Handlung: • •
Cast: • • • • •
Effekte & Technik: • • • • •
Soundtrack & Synchronisation: • • • • •
18/20 Punkten – Note: Empfehlenswert

 

Filmdaten:
Orginaltitel: Doctor Strange
Deutscher Titel: Doctor Strange
Produktionsland: USA
Orginalsprache: Englisch
Laufzeit: 115 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016

 

Dr. Strange (von Patrick Stigler) | Review

Doctor Strange ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2016 und basiert auf der gleichnamigen Comicserie. Weiters ist dies der vierzehnte Film des Marvel Cinetmatic Universe (einer Reihe von Comicverfilmungen) und nach dem Film von 1978 die zweite filmische Umsetzung dieses Superhelden. Zu diesem Film wird es zwei Reviews geben, einmal von mir & einmal von Felix, der schon einige Beiträge für meinen Blog verfasst hat. Viel Spaß mit der Review.

Handlung: Die Standard Superhelden-Story

Der Film beginnt mit dem bösen Magier Kaecilius (Mads Mikkelsen), welcher in einer geheimen Enklave der Magier in Nepal, verschiedene Seiten eines Buches entwendet. Er und seine Anhänger werden von der Ältesten verfolgt, können aber fliehen.

Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist anerkannter aber sehr arroganter (eigentlich ein ziemlicher Arsch) Neurochirurg. Er erleidet einen schweren Autounfall, dabei werden seine Hände so schwer verletzt, dass er seine Arbeit nicht mehr fortführen kann. Auf der Suche nach Heilung erfährt Strange von einem Patienten namens Jonathan Pangborn (Benjamin Bratt) welcher nach einer Querschnittlähmung auf wundersame Weise geheilt wurde. Durch ein Gespräch mit Pangborn erfährt Stephen von einem Ort namens Kamar-Taj, wo man Pangborn lehrte mithilfe der Kraft seines Geistes wieder laufen zu können.

Begierig auf Genesung begibt sich Stephen nach Kathmandu und wird dort von Mordo (Chiwetel Ejiofor) zur Ältesten gebracht. Nach einigem Hin und Her wird Stephen schließlich in den Orden der Magier aufgenommen und beginnt seine Ausbildung.

Der Rest des Films behandelt das Training von Stephen Strange und seinen Kampf gegen Kaecilius, seine Anhänger und das böse Wesen Dormammu (Benedict Cumberbatch).

Auch wenn das Setting mit den Magiern sehr erfrischend ist, muss man dennoch sagen, dass die Handlung eher nach dem Standard-Schema einer Comicverfilmung abläuft.

Der Held wird etabliert ebenso wie der Schurke. Der Held erleidet einen Schicksalschlag und entdeckt/erhält kurz darauf seine Kräfte. Nach einigem Training beginnt der epische Endkampf und der Held siegt über den Schurken.

Leider ist das ein Problem, was viele Comicverfilmungen haben. Klar jeder Superheld braucht seinen Origin-Film, jedoch haben Filme wie Dawn of Justice, Suicide Squad & Captain America 2 gezeigt, wie man neue Figuren in einer Filmreihe etablieren kann.

Cast: Starke Besetzung vom Helden bis zum Schurken

Eine Tradition der modernen Marvel-Filme ist die gute Leistung der Schauspieler. Mit Benedict Cumberbatch haben wir einen sehr gelungenen Doctor Strange, welcher in diesem Film seinen Weg von einem arroganten & ungläubigen Chirurgen zu einem Magier gehen muss.

Unterstützt wird er dabei von Chiwetel Ejiofor als der Magier Mordo welchen wir hoffentlich in Zukunft als Feind sehen werden und Tilda Swinton als die Älteste welche unserem Helden zwar hilft aber ein dunkles Geheimnis hat.

Mads Mikkelsen spielt einen soliden Bösewicht, da Kaecilius im Vergleich zu anderen Schurken ein relativ interessantes Motiv hat. In seiner Verblendung will er die böse Macht Dormammu beschwören, damit diese die Erde mit der dunklen Dimension verschmelzen lässt und somit ewiges Leben schenkt.

Auch der Rest des Casts weiß zu gefallen. Was noch zu erwähnen ist die Liebesgeschichte des Films. Jeder Superheldenfilm braucht so eine Geschichte aber dieses mal wird diesem Strang weniger Gewicht beigemessen als üblich. Es gibt zwar jemanden in den Stephen verliebt ist aber dies wird nur am Rande behandelt. Jedoch ist die Ärztin Christine Palmer (Rachel McAdams) für unseren Helden eine wichtige Stütze.

Effekte & Technik: Starke Technik & imposante Bilder

Also was die Technik angeht, braucht sich Doctor Strange definitiv nicht verstecken. Ich habe den Film im Imax gesehen und bei diesem Film hat mir das 3D, im Vergleich zu anderen Filmen, die ich dieses Jahr gesehen habe, am besten Gefallen. Besonders in jenen Szenen, wo die Magier mithilfe ihrer Kraft die Perspektive des Schauplatzes ändern. So wird aus unten schon mal oben & umgekehrt.

Generell ist die gesamte visuelle Präsentation sehr beeindrucken. So ist der Film um ein Vielfaches berauschender als seine Vorgänger oder andere Genrekollegen. Bestes Beispiel ist hierfür Stephens erste (ungewollte) spirituelle Reise durch das Multiversum. Im ersten Moment war ich beeindruckt, dann war ich etwas übersättigt und gerade als es fast zu viel wurde, kam die Erleichterung, als die Reise endete.

Die Actionsequenzen sind sehr dynamisch gestaltet und haben ein sehr hohes Tempo. Gerade in solchen Szenen wischt Doctor Strange mit vielen seiner Genrekollegen den Boden auf. Besonderes Lob verdient hierbei der Endkampf. Dieser hat einen sehr kreativen Twist und ist auf jeden Fall ungewöhnlich.

Synchronisation & Sound: Auf akustischer Ebene gibt es nichts zu meckern

Die Synchronisation wurde von der Film- & Fernseh-Synchron Gmbh aus Berlin übernommen und die Jungs & Mädels dieser Firma haben echt gute Arbeit geleistet. Benedict Cumberbatch, Mads Mikkelsen & Rachel McAdams haben ihre Stammsprecher erhalten aber auch die anderen Schauspieler wurden sehr gut synchronisiert.

Der Soundtrack stammt aus der Feder des Oscarträgers Michael Giacchino und der Mann hat gute Arbeit geleistet. Besonders das Hauptthema ist sehr episch und stimmt perfekt auf ein Abenteuer ein und entlässt einen am Ende des Films mit der Vorfreude auf die Rückkehr des größten Magiers der Erde.

Aber auch die restlichen Stücke im Film sind sehr gut und unterstreichen viele Szenen auf die richtige Art.

Fazit

Doctor Strange erfindet den Superheldenfilm auf jeden Fall nicht neu. Besonders die Handlung bleibt zumindest relativ weit hinter meinen Erwartungen zurück. Nach dreizehn Filmen sollte man zumindest meinen, dass die Nummer vierzehn etwas frischen Wind ins MCU bringt. Etwas mehr als „nur“ die Magier.

Aber abseits der Handlung weiß der Film in allen Aspekten zu gefallen. Fans von Comicverfilmungen sollten ihn sich auf jeden Fall ansehen da er besonders in 3D äußerst beeindruckend ist. Ich hoffe jedoch, dass der nächste Superheldenfilm der ins Kino kommt, eine etwas kreativere Geschichte erzählt. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung
Handlung: • •
Cast: • • • • •
Effekte & Technik: • • • • •
Soundtrack & Synchronisation: • • • • •
17/20 Punkten – Note: Empfehlenswert

 

Filmdaten:
Orginaltitel: Doctor Strange
Deutscher Titel: Doctor Strange
Produktionsland: USA
Orginalsprache: Englisch
Laufzeit: 115 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016

 

 

World of Final Fantasy | Review

World of Final Fantasy ist ein Rollenspiel, entwickelt von Tose Software (die an sehr vielen Spielen der letzten Jahre beteiligt waren) & Square Enix, die das Spiel auch auf den Markt gebracht haben. Das Spiel erschien am 28.10.2016 für PS4 & Playstation Vita. Eines vorweg ich bin von diesem Spiel schwer beeindruckt, dass es mehr Final Fantasy ist als die letzten 4 Titel aus diesem Franchise zusammen. Warum das so ist, erfahrt ihr nun in der kommenden Review.

Handlung: 2 Geschwister und eine Welt die es zu retten gilt

Die Handlung von World of Final Fantasy spielt in der Grymoire, wo Figuren & Kreaturen aus dem ganzen Final Fantasy Universum zusammenleben. Protagonisten sind die Geschwister Lann & Reynn. Diese beiden erwachen, mit einer Amnesie, an einem Ort, an dem die Zeit stillsteht. Sie erfahren von Enna Kros, einer Person, die man mit einer Gottheit vergleichen kann, dass die beiden sogenannte Mirage-Hüter sind. Von Enna Kros erhalten sie weiters den Auftrag in die Welt Grymoire zurückzukehren und sowohl die Miragen (welche sie zu einer unbestimmten Zeit vor der Handlung verloren haben) als auch ihre fehlenden Erinnerungen wiederzuerlangen.

Also machen sich die Geschwister in die magische Welt von Grymoire auf um ihren Auftrag zu erfüllen. Dabei treffen sie auf die verschiedensten Figuren aus vielen Final Fantasy-Spielen, z.b. Vivi (FF9), Cloud (FF7), Squall (FF8) und viele mehr. Um das Abenteuer zu komplettieren, darf natürlich auch ein Bösewicht nicht fehlen. Die sinistere Bahamut-Armee muss aufgehalten werden, dass sie die Welt von Grymoire ins Chaos zu stürzen droht.

 

Die Geschichte wird, Square Enix typisch, spannend erzählt und wartet mit ein paar interessanten Wendungen auf. Was mich positiv überrascht hat, ist der Humor, mit dem die Erzählung immer wieder aufgelockert wird. Es ist inzwischen sehr ungewohnt Humor in einem Final Fantasy Spiel zu haben aber davon bitte mehr in Zukunft!

Gameplay: Gute Ideen mit ein paar eigenen Elementen

Das Spielprinzip lässt sich einfach gesagt so beschreiben: Eine Mischung aus Pokemon & Digimon Story Cybersluth mit ein paar guten eigenen Ideen und das ist etwas Positives.

Der Kern des Spiels ist das Fangen und aufziehen von Miragen. Wie kann man diese Monster fangen? Mit sogenannten Prismen. Damit man jedoch eine Mirage fangen kann, muss eine bestimmte Bedingung erfüllt werden, beispielsweise muss ein Monster mit einem bestimmten Element oder der richtigen Zustandsveränderung verletzt werden.

Ein Prisma, mit dem eine Mirage gefangen wurde, nennt man Prismarium. Insgesamt kann die Gruppe 10 Prismarien mit sich herumtragen. Weitere Miragen können jedoch in Serafies Tresor (ähnlich dem PC System aus Pokemon) aufbewahrt werden.

 

Nach einem gewonnenen Kampf erhält man Erfahrungspunkte. Dadurch werden die Miragen stärker und erhalten FP (Fähigkeitspunkte). Diese Punkte kann man auf dem Miraboard ausgeben, um neue Fähigkeiten & Attributsboni freizuschalten.

Jede Mirage hat eine bestimmte Größe: klein (S), mittelgroß (M) oder groß (L). Natürlich können sich Miragen auch weiterentwickeln. Dies kann man auf dem Miraboard freischalten. Jedoch sind diese Metamorphosen, so nennt man die Entwicklung, an Bedingungen geknüpft, beispielsweise an eine Erfahrungsstufe oder man benötigt einen bestimmten Gegenstand.

Noch ein paar Worte zum Kampfsystem. Gott sei Dank bringt Square das ATB-Kampfsystem zurück. Die Partie besteht grundlegend aus den beiden Protagonisten. Jedoch werden auch die Miragen im Kampf eingesetzt. Dabei wird ein sogenannter Kampfstapel benutzt und das funktioniert wie folgt:

Unsere Helden Lann & Reynn besitzten 2 Erscheinungsformen. Einmal ihre „normale“ Menschengröße und einmal ihre putzige Chibiform (diese Formen heißen im Spiel anders aber das ignoriere ich jetzt mal). Mit diesen Formen lässt sich je ein anderer Kampfstapel erstellen. Nutzen wir hierfür Lann als Beispiel.

In seiner normalen Form bildet Lann die Basis und eine Mirage sowohl mittlerer als auch kleiner Größe stehen auf seinem Kopf (autsch). In seiner Chibiform kann Lann auf einer Mirage der Größe L reiten und eine kleine Mirage auf seinen Kopf stapeln.

Was hat man nun davon? Die Vorteile eines Kampfstapels sind unter anderem, das die HP zusammengezählt werden, die Attribute zusammengezählt werden und man mächtige Attacken vom Zaun brechen kann wenn die Miragen das gleiche Element besitzen und die gleichen Zauber erlernt haben.

Ein Stapel kann jedoch auch aufgelöst werden. Entweder durch den Spieler selbst oder durch eine mächtige Attacke des Feindes. Auch Feinde können Stapel bilden.

Es mag zwar selbsterklärend sein aber jede Fertigkeit, die im Kampf eingesetzt wird, kostet Aktionspunkte, die sich im Kampf jedoch wieder von selbst auffüllen.

Abseits des Kampfes bietet das Spiel viele Nebenaktivitäten wie ein Kolosseum und sogar einen Multiplayer gibt es der auch Spaß macht.

Noch ein paar Worte zum Schwierigkeitsgrad, dieser ist genau richtig. Es ist leicht in das Spiel reinzukommen und die einzelnen Mechaniken zu erlernen. Wenn es jedoch darauf ankommt, das Spiel komplett zu meistern steigt die Schwierigkeit im richtigen Maß an ohne zu frustrieren.

Grafik & Technik: Schöne Optik & funktionierende Technik

Kurz um: Die Optik ist fantastisch und sehr detailverliebt.

Die verschiedenen Areale sind sehr detailliert gestaltet. Das gleiche gilt auch die für die Modelle der Protagonisten. Anfangs hat mich das Aussehen von Lann & Reynn gestört, weil mich die beiden an Kingdom Hearts Figuren erinnert haben und ich kein übermäßig großer Fan von Kingdom Hearts bin (außer Birth to Sleep), jedoch legte sich das bereits nach ein paar Stunden Spielzeit.

Besonders putzig finde ich die Chibiformen der beiden Geschwister und der restlichen Final Fantasy Helden. Es ist zwar etwas befremdlich aber auch äußerst erfrischend, wenn man Helden wie Lightning, Squall & Cloud als Chibifiguren kämpfen, & agieren sieht.

Die Miragen sind ebenfalls sehr abwechslungsreich gestaltet. Von süß bis zu beeindrucken ist alles dabei jedoch haben alle Monster & Figuren diesen bestimmten Final Fantasy-Look, welchen ich seit Teil 9 schmerzlich vermisse. Selbst wenn sie bedrohlich wirken, sind sie immer noch putzig. An vielen Stellen wurde ich an die alten Teile erinnert. So ist die Burgstadt Cornelia ebenjene Stadt, welche in welcher das Abenteuer von Final Fantasy 1 startet.

Auf technischer Ebene gibt es kaum was zu meckern. Das Spiel läuft sehr flüssig und auch die Onlinefunktionen laufen problemlos. Im Gegensatz zum Desaster von Just Cause 3 wurde hier ganze Arbeit geleistet und darauf geachtet, dass ein technisch funktionierendes Gesamtpaket veröffentlicht wird. Einzig das Speichern dauert mir einen Tick zu lange, jedoch fällt dieser Kritikpunkt kaum ins Gewicht.

Soundtrack & Synchronisation: Die alte Stärke des Entwicklers

Also wenn Square eines kann, dann ist es eine stimmige Klanguntermalung zu bieten. Seit dem ersten Final Fantasy gehört ein wunderbarer Soundtrack zur Reihe. Dabei ist es, egal ob das Titelthema läuft oder die neue Interpretation des Chocobothemas. Der gesamte Soundtrack weiß zu gefallen. Was, zumindest für mich, sehr wichtig ist das Kampfthema. Bei Rollenspielen, mit Zufallskämpfen, ist es immer wichtig, dass das Kampfthema nicht irgendwann nervig wird. Zum Glück ist das bei World of Final Fantasy nicht der Fall. Selbst nach dem hundertsten Kampf kann man das Battletheme immer noch anhören.

Neben dem Soundtrack wartet World of Final Fantasy mit einer herausragenden Synchronisation auf. Sowohl die englische als auch die japanische Fassung wissen zu gefallen, wobei mir die englische Sprachausgabe ein bisschen besser gefällt.

Dass das Spiel über einen eher abgedrehten Humor verfügt, habe ich bereits erwähnt. Nun die Sprecher tun ihr übriges. Besonders die englischen Sprecher unterstreichen den schrägen Humor und teilweise echt abgefahrenen Sprüche & Dialoge der Protagonisten nur noch mehr. Wer wollte nicht schon immer einen Dialog voller Eiswortspiele hören, während die Gruppe von Wölfen attackiert wird. Fehlt nur mehr Arnold Schwarzenegger.

Eine Empfehlung von mir ist es die Untertitel auszuschalten, zumindest wenn man auf Englisch spielt, da leider nicht alle Witze ideal übersetzt werden, konnten aber dass ist bei fast allen Übersetzungen von Englisch auf Deutsch der Fall.

Fazit

Wie fasse ich das Spiel am besten zusammen, ohne mich in endlosen Lobhymnen zu verlieren?

World of Final Fantasy ist ein hervorragendes Rollenspiel mit vielen guten Ideen, sowohl geliehenen als auch eigenen, einer soliden Technik, sehr schöner und vor allem niedlicher Optik, die den Charme der alten Episoden wieder aufleben lässt. Das Gameplay ist leicht zu erlernen erfordert jedoch Geschick je weiter man im Spiel voranschreitet, genau, wie es sein soll. Auch die grafische & akustische Präsentation wissen zu gefallen jedoch ist das bereits eine alte Tradition von Square Enix.

Dieses Spiel ist mehr Final Fantasy als die letzten 4 Episoden zusammen. Entwickler Square Enix hat gezeigt wie man ein richtiges Final Fantasy, mit dem alten Charme macht, und mein Glauben, an das Franchise ist wieder da. Ich gebe dem Spiel die Höchstwertung von 20 Punkten für diese Leistung und weil es einfach ein sehr gutes Spiel ist.

Jetzt stellt sich nur mehr die Frage, ob Final Fantasy XV ebenfalls so gut wird und World of FF übertreffen kann. Wir werden es sehen und wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung:
Handlung:  • • • • •
Gameplay: • • • • •
Grafik & Technik: • • • • •
Soundtrack: • • • • •
Wertung: 20 von 20 Punkten.
Note: Empfehlenswert!
Release: 28.10.2016
Plattformen: Playstation 4 & PS Vita
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Square Enix & Tose
Publisher: Square Enix
USK: ab 12 Jahre

 

 

 

Emily wants to Play – Ersteindruck | Gedankenspiel

Ich bin ein großer Fan von Horror- bzw. Gruselspielen, das dürfte niemanden wundern, wenn man meine letzten Reviews betrachtet. Leider ist das Genre der Horrorspiele vom klassischen Überlebenshorror in den Actionhorror gerückt. Spiele wie Dead Space 1, Dyling Light, Resident Evil 4 & 5 funktionieren sehr gut aber dafür geht oftmals der Gruselfaktor verloren.

Dafür gibt es wieder Spiele wie Layers of Fear, White Night und Emily wants to play, um welches es heute geht, die einem zeigen, wie man ohne Action & Splatter richtig gruseln kann.

Also wie bereits erwähnt geht es heute um Emily wants to play & im Titel steht es auch. Ich hab mir dieses kleine Spiel um 5,99€ im PSN gekauft und habe nicht wirklich was erwartet. Nach den ersten paar Spielsitzungen war ich auch etwas enttäuscht bis ich das Haus, in dem man sich befindet, etwas genauer unter die Lupe genommen habe und den Sinn hinter dem „Spiel“ verstanden habe oder es zumindest glaube.

In Emily wants to play gelangt ihr als Pizzabote in ein gruseliges Haus (ich glaube, es steht nicht im Wald) und erlebt dort den wahren Horror. Ab Mitternacht beginnt das Spiel und man wird von Emily & ihren 3 Spielgefährten gejagt. Diese sind im Einzelnen: Kiki die schwarz-weiße Puppe, die man so lange anstarren muss, bis sie verschwindet, Mr. Tatter der Clown, bei dem man stehen bleiben sollte und Chester, vor dem man davonlaufen sollte, solange man die Chance hat.

Das Spiel ist dabei so aufgebaut, dass man durchhalten muss, bis die Sonne aufgeht. Jede Stunde ist dabei eine Runde und dauert 6 bis 7 Minuten. Während dieser Zeit sollte man nach Möglichkeit immer im Licht und in Bewegung bleiben. Im Internet gibt es Anleitungen wie man die Nacht am besten übersteht jedoch ist meine Empfehlungen die ersten Runden ohne Anleitung zu spielen um sich die Überraschung nicht zu versauen.

Die Jump-Scares sind von gut gesetzt über bösartig bis zu heftig weit gefächert. Der Horror des Spiels basiert jedoch nicht nur auf den Jump-Scares, die Atmosphäre im Haus ist sehr unheimlich und man die Puppen gleich zu Beginn jedoch machen diese nichts. Puppen eben.

Grafisch & Soundtechnisch gibt’s für so ein kleines Spiel nichts zu meckern. Wer ein Heimkinosystem hat, kann sich auf einige heftige Schockmomente gefasst machen. Gameplay ist relativ wenig vorhanden, jedoch braucht man nicht viel um sich dem Horror zu stellen.

Ich kann Emily wants to play weiterempfehlen. Es ist ein spaßiges kleines Spiel für wenig Geld und wer sich gern vor Puppen gruselt ist hier gut aufgehoben.

Titanfall 2 (Single- & Mutliplayer) Ersteindruck | Gedankenspiel

Am Freitag, dem 28.10.16, ist Titanfall 2 erschienen. Nach zwei langen Sessions im Single- und im Multiplayer kommen nun meine ersten Eindrücke zum Spiel. Viel Spaß!

Titanfall 2 – Singeplayer

In der Singeplayer-Kampagne übernimmt man die Rolle von Jack Cooper, einem Schützen der Miliz, welcher davon träumt, eines Tages ein Pilot, seines eigenen Titans zu werden.

Auf der ersten Mission im Spiel geht natürlich einiges schief und die Flotte der Miliz wird überraschend aufgerieben. Kurze Zeit später erhält man seinen eigenen Titan und muss sich mit den übrigen Truppen der Miliz treffen dazwischen. Jedoch ist man mitten im Feindesland und bis auf den Titan gibt es kaum Unterstützung.

Die Inszenierung ist wirklich gut gelungen. Das Gefühl alleine hinter den feindlichen Linien und nur seinen Titan als Partner zu haben kommt sehr gut und glaubwürdig rüber. Das liegt unter anderem daran, dass Protagonist Cooper kein überaus erfahrener Soldat ist.

 

Das Movement ist hervorragend. Titanfall 1 war ein schneller Shooter und Titanfall 2 steht seinem Vorgänger in nichts nach. In der Singleplayer-Kampagne lernt man in den ersten Missionen die verschiedenen Elemente des Spiels kennen. Doppelsprung, Wandlauf- & Sprung, Nutzung des Titan & die verschiedenen Waffentypen. Wo wir gerade bei den Waffen sind. Diese fühlen sich sehr gut an.

Grafisch sieht das Spiel sehr ansprechend aus. Klar es gibt da draußen Spiele, die um einiges hübscher sind, aber im großen & ganzen weiß Titanfall 2 zu gefallen. Der Dschungel sieht sehr hübsch aus und ist detailliert. Der Titanfall sieht sehr stylish (so ein furchtbares Wort) aus und die verschiedenen Gegnertypen wissen zu gefallen. Nur die Wassereffekte sehen nicht so optimal aus, wie ich sie gern hätte.

Die Soundkulisse ist ebenfalls weitestgehend gut gelungen aber nicht weltbewegend. Die Synchronsprecher gehen in Ordnung wobei mir der Sprecher des Titan BT am besten gefällt.

Titanfall 2 – Multiplayer

Der Multiplayer ist das Kernstück von Titanfall 2 und ist wie im Vorgänger äußerst unterhaltsam. Meine ersten Eindrücke des Movements waren, das es sich gleich anfühlt wie im Vorgänger und doch wieder erfrischend anders. Liegt wohl daran, dass ich Titanfall bisher nur auf der Xbox One gespielt habe und nun zur PS4 gewechselt bin und mich erst umgewöhnen muss.

Ich habe einige Runden gespielt. Mal gewonnen und mal verloren aber nach den ersten zwei bis drei Runden war ich wieder im alten Titanfall-Modus und konnte trotz PS4 Gamepad sehr gut spielen.

Wie bereits erwähnt bin ich ein großer Fan des Movements in diesem Spiel. Titanfall spielt sich um einiges schneller und viel dynamischer als andere moderne Shooter. Ich kann es höchstens mit Halo vergleichen welches ebenfalls eine grandiose Steuerung hat.

Titanfall 2 verfügt über eine große Palette an Spielmodi, 11 an der Zahl, wobei mir der Modus Materialschlacht (6 vs. 6) am meisten Spaß gemacht hat und ich mit diesem bereits im Vorgänger viel Zeit verbracht habe.

 

Was ebenfalls neu ist das Design des Titan/Piloten Loadouts. So stehen einem nun 2 Waffen (im Vorgänger 3) zur Verfügung. Das erlaubt zwar etwas weniger Variation bei den einzelnen Loadouts jedoch kann man sich nun mehrere eigene Piloten erstellen, die man bei jedem Respawn wechseln kann. Zu den Waffen gesellen sich noch einzelne Fähigkeiten, sowohl aktiv als auch passiv, und Granaten zur Verfügung.

Eine Kleinigkeit, die sehr positiv auffällt, ist die Häufigkeit, mit der Titans gerufen werden. Ein Problem des Vorgängers war es das im Laufe der Zeit gleich zu beginn der Partie mehrere Titans auf dem Schlachtfeld waren. Dieses Problem ist mir in Titanfall 2 bisher nicht aufgefallen.

Ich bin positiv überrascht, wie gut sowohl der Singeplayer als auch der Mutliplayer funktionieren. Beides steht in einem guten Gleichgewicht und würde für sich alleine auch gut funktionieren. Der Singleplayer vermittelt einem das Gefühl eines einzelnen Kriegers gegen die feindliche Übermacht während der Multiplayer ein richtiges Schlachtgefühl vermittelt. So was ist immer schwer in einem Text oder einem Video zu beschreiben. Am besten man probiert es selbst aus.

Leider wird Titanfall 2 etwas untergehen da diese Woche das neue Call of Duty und vor 2 Wochen Battlefield 1 erschienen ist. Ich kann weder was mit CoD noch mit Battlefield anfangen, auch wenn mir die CoD Beta Spaß gemacht hat, was ich von BF 1 nicht behauptet kann.

Ich hoffe, mir wird Titanfall 2 weiterhin so viel Spaß machen und es werden Nachträge sowohl zum Single- als auch zum Multiplayer erscheinen, sobald ich unter beidem ein Fazit ziehen kann. Das wars von meiner Seite, ich muss nun weiter World of Final Fantasy spielen.

Project Zero | Review

In meiner Review zu Resident Evil 1 HD waren wir in einem alten Herrenhaus im Wald, dann mit Forbidden Siren in einem kleinen Dorf in Japan und mit Resident Evil 0 begaben wir uns, nach einer Zugfahrt, in ein weiteres Herrenhaus. Der Overkill kommt jedoch mit Project Zero, aus dem Hause Tecmo. Hier begeben wir uns in ein Herrenhaus in einem Wald in Japan.

Man sieht ich bin mit meiner Spieleauswahl wie mit meinen Reviews, immer das gleiche nur jedes mal etwas anders geschrieben.

Miku, die Protagonistin, vermisst seit einigen Tagen ihren Bruder Mafuyu. Dieser verschwand als er den Schriftsteller Junsei Takamine, welcher bei Recherchen für seinen neuen Roman spurlos verschwand, suchte. Alle Spuren führen Miku zu einer alten Villa im Wald (eine Weltneuheit) welche ein dunkles Geheimnis birgt.

In der Villa angekommen findet Miku nach kurzer Zeit eine alte Kamera, die den Namen Kamera Obskura trägt. Mithilfe dieses Fotoapparates ist unserer Protagonistin möglich die verfluchten Seelen zu erlösen. Dabei wird zwischen guten Seelen & bösen Seelen unterschieden.

 

Project Zero ist, das erste Survival-Horror Spiel welches gänzlich ohne Waffen und ohne explizite Gewalt auskommt. Daher wird auf eine andere Art zum besiegen der Feinde gesetzt. Außerdem wird statt drastischer Gewalt auf eine bedrückende Atmosphäre & subtilen Horror gesetzt. Das hebt Project Zero & seine Nachfolger bis heute im Genre hervor.

Als Feinde dienen im Spiel nur umherirrende Seelen, auch Geister genannt. Dabei wird, wie oben bereits erwähnt, zwischen guten Geistern, die es zu erlösen gilt, und bösen Geistern, mit einer grausamen Vergangenheit unterschieden. Um das Unleben der Geister zu beenden, nutzt man die Kamera Obskura. Man macht Fotos von Geistern, um ihnen die spirituelle Energie abzuziehen und sie somit zu erlösen bzw. zu vernichten. Dabei kann man Geisterpunkte sammeln, mit denen man die Kamera verbessern kann. Natürlich dürfen auch die genretypischen Rätsel nicht fehlen, um im Spiel voranzukommen.

 

Meine größten Kritikpunkte an Project Zero sind die Steuerung & die Kameraführung. Während sich Miku noch relativ gut steuert (Resident Evil 1 Niveau) ist die Kamera sehr schwerfällig und oft ungünstig platziert. Das ist besonders bei schnellen Gegner ein Problem, wenn man nicht weglaufen und/oder ausweichen kann.

Project Zero gehört für mich zu den interessantesten Vertretern des Horror-Genres. Die Atmosphäre ist sehr dicht und das innovative Gameplay machen großen Spaß. Es ist einfach mal was anderes das Unleben aus den Geistern zu knipsen anstatt mit einer Schrotflinte drauf zuschießen. Leider stehen diese stärken die träge Steuerung und die schwerfällige Positionierung der Kamera gegenüber. Außerdem ist das Spiel etwas zu kurz.

Ich kann Project Zero weiterempfehlen wer jedoch keine PS2 mehr hat braucht nicht verzweifeln. Für Nintendos Wii U gibt es ebenfalls einen Ableger, der viele Stärken seiner Vorgänger übernimmt. Stellt sich nur die Frage, wie viele Leute eine Wii U besitzen.

Das war’s wiedermal von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Deadpool (Film) | Review

Ich bin ein großer Fan von Deadpool – dem Merc with the Mouth. Egal ob Comics oder das Videospiel aus dem Jahr 2013. Mir gefallen die abgedrehten Geschichten um Wade Wilson aka Deadpool. Als ich erfuhr, dass ein Deadpool Realfilm erscheint, war ich skeptisch. Einerseits gibt es gute Filme aus dem X-Men Universum andererseits sind die Geschichten um Deadpool teilweise sehr brutal. Kurz um; ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich war mehr als begeistert.


Handlung: Die etwas andere Superheldengeschichte

Die Handlung beginnt nach einer Kampfszene und einer anschließenden Rückblende.

Wade Wilson ist ein Söldner, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Eines Tages lernt er in seiner Lieblingsbar die Escortdame Vanessa kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und werden ein Paar. Kurz, nachdem Wade ihr einen Heiratsantrag macht, wird bei ihm unheilbarer Krebs diagnostiziert.

Wade flüchtet sich daraufhin in ein geheimes (und extrem heruntergekommenes) Versuchslabor. Der dortige Leiter Francis, aka Ajax, verspricht ihm Heilung. Diese „Heilung“ sieht jedoch wie folgt aus: Francis foltert, Wade so lange, bis sich seine Mutagene aktivieren. Dadurch erhält Wade unglaubliche Selbstheilungskräfte, welche sein Leben retten, ihn jedoch am ganzen Körper extrem entstellen. Hier liegt jedoch mein größter Kritikpunkt an der Handlung, Deadpool erhielt in den Comics seine Kräfte durch Genexperimente und ist somit wie Mr. Sinister ein „Mutierter“ während er im Film die Veranlagung für diese Kräfte bereits hat und sie nur noch aktiviert werden müssen. Ein Unterschied, der nicht zu unterschätzen ist. So weiter im Text.

 

Da Wade sich wegen seinem jetzigen Aussehen nicht mehr an Vanessa rantraut, verschreibt er sich voll und ganz seiner Vendetta. Er nennt sich Deadpool und macht sich auf die Jagd nach Francis um diesen zu Zwingen die Entstellungen rückgängig zu machen. Was nun folgt, ist viel Gewalt, viele Tote, viel bissiger & vulgärer Humor sowie Gastauftritte von anderen X-Men wie Colossus.


Cast: So muss ein Heldenfilm besetzt sein

Die Leistung der Schauspieler ist überraschend gut gelungen. Ryan Reynolds ist der perfekte Deadpool. Es gibt wohl keinen Schauspieler, der die Rolle besser spielen könnte. Man merkt das Reynolds viel Freude mit seiner Rolle, als der Söldner mit der großen Klappe hatte.

Der Bösewicht Francis alias Ajax, gespielt von Ed Skrein (Game of Thrones), ist der Standardbösewicht eines Superheldenfilms. Sein eigentliches Ziel ist der illegale Verkauf von Waffen jedoch verfolgt er dieses Ziel nicht wirklich und widmet sich nach kurzer Zeit seinem alten Patienten Deadpool. Seine Fähigkeit ist seine übermenschliche Stärke und sein fehlendes Schmerzempfinden. Was ich noch anmerken muss, bei Ajax denke ich immer an ein Reinigungsmittel.

Die weiteren Figuren im Film gliedern sich alle sehr gut in die Handlung ein. Neben Deadpools Gefährten Weasel, T. J. Miller, und Blind Al, Leslie Uggams, sind Wades Freundin Vanessa, Morena Baccarin, sehr gut besetzt und verleihen dem Film einen Teil seines Charmes.

Ebenfalls müssen die X-Men des Films erwähnt werden. Im gesamten Film haben jedoch nur 2 Mitglieder des Mutantenteams einen Auftritt. Zum einen haben wir Colossus, gespielt von Andre Tricoteux, und Negasonic Teenage Warhead, gespielt von Brianna Hildebrand.

 

Während Colossus in diesem Film ein Comedy-Charakter und rechtschaffener Trottel ist (was immer noch mehr Persönlichkeit ist, als er in den anderen Filmen hatte) wird NTW als extrem cooler Newcomer bei den X-Men dargestellt. Die Leistung von beiden weiß auf jeden Fall zu gefallen.

Im Allgemeinen muss ich sagen das alle Rollen des Films ideal besetzt sind. Dadurch entsteht ein ganz eigener Charme, welcher diesen Film aus seinem Genre heraushebt. Deadpool ist einfach ein Film der etwas härteren Gangart.


Effekte & Technik: Weniger ist mehr

Trotz seines relativ geringen Budgets von 50 Millionen Dollar (gering für einen Film des Superheldengenres) sieht Deadpool sehr gut aus. Die Effekte können sich durchaus sehen lassen. Colossus ist sehr gut animiert und auch die Zeitlupenszene am Anfang des Films weiß zu gefallen.

Die Kämpfe sind schnell, brutal & sehr gut in Szene gesetzt. Dabei kommt auch Deadpools schräger Humor nicht zu knapp, welcher in fast jeder Szene einen seiner Sprüche reißt.

Ich muss auch die Maske loben. Deadpool sieht nach der Aktivierung seiner Kräfte extrem hässlich aus und man könnte fast Mitleid mit ihm haben. Aber nur fast.

Wovon ich angenehm überrascht war, ist die Tatsache das bei Deadpool relativ wenig CGI zum Einsatz kam, dafür sieht der Film jedoch realistischer aus und wirkt auch nicht so extrem übertrieben wie andere Kollegen seines Genres.


Soundtrack & Synchronisation: In 2 Sprachen gelungen

Die Synchronisation ist sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch hervorragend, Diese Mischung aus bitterböse, vulgär & ernst, wenn es sein muss, ist sehr gut und verleiht dem Film wieder einen ganz eigenen Charme. Dabei sprüht der Witz voller Anspielungen auf andere Filme, Comics, Comicautoren und Schauspieler wie Hugh Jackman (Wolverine) über.

Der Soundtrack gehört zu den besten die ich jemals in einem Superhelden-Film gehört habe. Durch die Bank weg hat der Film gute Stücke die die Atmosphäre tragen. Aufgewertet wird der Soundtrack noch mit bekannten Liedern die „Angels of the Morning“.


Fazit

Deadpool gehört für mich den besten Filmen dieses Jahres und ist eine der besten Comicverfilmungen überhaupt. Der ganze ernstere, brutale und dennoch humoristische Ton stehen im Kontrast zum Rest des Genres. Der Anti-Held Deadpool hebt sich durch seine schillernde Art von seinen Kollegen ab und wirkt geradezu exotisch. Klar mit Wolverine gibt es bereits einen Ant-Helden im X-Men Universum. Während dieser jedoch sehr ernst ist, nimmt Deadpool selten eine Situation ernst, es sei denn, er hat die Möglichkeit seiner Nemesis Francis eins auszuwischen.

Mein einziger richtiger Kritikpunkt an diesem Film ist Art wie Wade seine Fähigkeit erhält. Das habe ich jedoch bereits weiter oben ausgeführt.

Ich kann diesen Film jedem empfehlen. Selbst Leuten, die noch nie etwas mit den X-Men oder Superheldenfilmen an sich zu tun hatten. Deadpool ist eine komplett andere Art von Comicverfilmung und ich wünsche mir mehr Film in dieser Art.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal!

Wertung
Handlung: • • •
Cast: • • • • •
Effekte & Technik: • • • • •
Soundtrack & Synchronisation: • • • • •
19/20 Punkten – Note: Empfehlenswert

 

Filmdaten:
Orginaltitel: Deadpool
Deutscher Titel: Deadpool
Produktionsland: USA
Orginalsprache: Englisch
Laufzeit: 109 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016