Die Nachzügler #1: September 2017 | Gedankenspiel

Im September konnte ich endlich einige Spiele nachholen, die schon seit Ewigkeiten in meinem PS4 Backlog vergammeln. Im heutigen Beitrag möchte ich meine Meinung zu diesen Spielen äußern. Viel Spaß!


Deadpool (PS3/PS4/Xbox 360/Xbox One/PC)

Ich mag die Figur des Deadpool. Das Videospiel um den Söldner mit der großen Klappe ist ein stumpfes Hack ’n Slay mit viel Humor. Man muss den High Moon Studios (ein Vasall von Activision) einiges an Kreativität zusprechen, da dieses Spiel immer wieder Abschnitte enthält, die von der Hack ’n Slay Norm abweichen. Außerdem gibt es immer wieder Auftritte von anderen „X-Men“ wie Cable oder Rogue. Das X-Men Team aus diesem Spiel besteht aus Wolverine, Rogue, Psylocke & Domino, was mich aber eher an die X-Force (Black Ops Team der X-Men) erinnert.

Als Oberschurke wurde Sinister ausgewählt, was mich sehr freut, da man so von den üblichen Schurken wie Magneto & Apokalypse wegkommt.
Zusammengefasst ist Deadpool ein stumpfes, kurzweiliges aber äußerst unterhaltsames Hack ’n Slay. Bis auf den letzten Kampf, der ist nämlich beschissen.


Late Shift (PS4)

Das Genre der FMV Spiele gehört in die Kategorie „Tod geglaubte leben länger“. Zu PS1 & Dreamcast Zeiten waren spielbare Filme der letzte Schrei. Da diese Spiele jedoch fast ausnahmslos von mieser Qualität sind, verschwand das Genre so schnell, wie es gekommen ist.

Es gibt jedoch eine Spieleschmiede aus Wales, namens Wales Interactive, die dieses Genre teilweise wiederbelebt haben. Zum einen gibt es den FMV/Point & Click Hybrid The Bunker (eine Geschichte für ein anderes mal) und den Film Late Shift, dessen Handlung man beeinflussen kann. Ich bin ehrlich, da dieses „Spiel“(ja Late Shift ist ein Videospiel) kaum Gameplay besitzt, ist die Handlung der Kern des Spiels. Da viele von euch das Spiel nicht kennen, werde ich mich kurz halten: Der Student Matt gerät durch Zufall an eine Diebesbande und muss mit ihnen eine kleine Schüssel aus Porzellan stehlen. Das ist jedoch erst der Anfang.

Ein herausragendes Merkmal für Late Shift ist die Entscheidungsgewalt auf den weiteren Verlauf. Dazu kommen 7 mögliche Enden, was das Spiel zum Beispiel bereits nach der ersten Hälfte enden lässt.
Wer eine besondere Spielerfahrung haben möchte und sich an Thrillern erfreut, sollte Late Shift unbedingt eine Chance geben.


Darksiders Warmastered Edition (PS4/Xbox One/Wii U)

Als Darksiders im fernen Jahr 2010 erschienen ist, hat es mich absolut nicht interessiert. Gleiches gilt für den Nachfolger. Mir wurden beide Spiele zwar immer wieder nahegelegt, aber mein Interesse wurde erst letztes Jahr geweckt, als ich das Spiel um knapp 10 € für die, von mir geliebte, PS4 erhalten habe.

Ich würde Darksiders als einen Mix aus God of War, The Legend of Zelda & diversen religiösen Motiven bezeichnen. Das Hack ’n Slay Spielprinzip erinnert sehr stark an God of War, inklusive Gewaltdarstellung auch wenn diese weniger drastisch ist. Was die Levelarchitektur & der zu bereisenden Oberwelt angeht, hat man sich klar an The Legend of Zelda orientiert. Darksiders ist jedoch keine zusammengeklaute Mixtur. Es orientiert sich an den Vorlagen und macht sein eigenes Ding. Dieses Zusammenspiel von Dämonen, Engeln, apokalyptischen Reitern & Monstern, die teilweise nach Göttern (Tiamat) benannt wurden, ist sehr erfrischend.

Die Handlung beschäftigt sich mit dem apokalyptischen Reiter Krieg, der durch ein scheinbares Fehlverhalten die Apokalypse entfesselt hat. Um seine Unschuld zu beweisen und die Verschwörung aufzudecken, kehrt Krieg nach einem Zeitsprung von 100 Jahren auf die Erde zurück. Im zerstörten New York beginnt seine Mission.
Ich war überrascht, wie gut mir das erste Darksiders gefallen hat. Kriegs Rachefeldzug ist gelungen inszeniert und wartet mit einigen plot twists auf. Dazu kommt eine überraschend komplexe Spielstruktur. Es ist diese ausgewogene Mischung aus Kämpfen, Rätsel lösen & Erkunden, die den Reiz ausmacht.


Leider habe ich diesen Monat „nur“ drei Spiele aus meinem Backlog nachholen können. Dafür waren es drei gute Erfahrungen & ich will versuchen, nun jeden Monat zumindest zwei Spiele aus dem Backlog durchzuspielen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Zuletzt gesehen #1: Good Will Hunting, Scary Movie | Gedankenspiel 

Endlich habe ich auch meine eigene „zuletzt gesehen“ Reihe. Einmal (maximal zwei mal) pro Monat, am Ende, werde ich jene Filme besprechen, die ich, zum Beispiel im September, gesehen habe, aber in keinem anderen Beitrag verarbeitet habe. Diese erste Ausgabe ist auch eine besondere weil ich beide Filme mit meinem geschätzten Freund & Lektoren Christian Bauer gelesen habe. Nun also viel Spaß!


Good Will Hunting (1997, Filmdrama, Länge: 122 Minuten)

Bei Good Will Hunting handelt es sich um ein US-amerikanisches Filmdrama, dass vor 20 Jahren erschienen ist. Regie führte Gus Van Sant, der auch für das grausige Remake von Psycho (1998) bekannt ist.
Der Film ist sehr stark besetzt mit Matt Damon, Ben Affleck, Robin Williams & Stellan Skarsgåry. Dazu kommt ein hörenswerter Soundtrack von Altmeister Danni Elfman.
Will Hunting lebt in einem heruntergekommenen Stadtteil von Boston. Seine Freizeit verbringt er mit seinen Freunden Chuckie, Billy & Morgan mit Baseballspielen, Trinkgelagen in Bars und gelegentlichen Schlägereien. Seinen Lebensunterhalt verdient er mit diversen Aushilfsjobs, aktuell arbeitet er am renomierten Massachusetts Institute of Technology, wo er die Böden wischt. In Will schlummert jedoch ein unglaubliches Talent für Mathematik. Dieses Talent entdeckt Professor Gerald Lambeau, als Will äußerst komplizierte Aufgaben ohne größere Probleme löst.
Als Will jedoch auf Grund einer Schlägerei ins Gefängnis muss, tritt Professor Lambeau an ihn heran. Will muss nicht ins Gefängnis, jedoch hat er zwei mal pro Woche ein Treffen mit dem Professor und muss in Therapie gehen. Nachdem Will bereits fünf Psychologen vergrault hat, wird der Psychologe Sean Maguire hinzu gezogen. Da Sean aus dem gleichen Viertel wie Will stammt, findet er einen Zugang zu unserem Protagonisten. So schafft es Sean, dass sich Will Herausforderungen stellt und ihnen nicht ausweicht.
Good Will Huntung brilliert durch seine grandiosen Schauspieler die, trotz einiger Klischees, sehr überzeugend spielen und ihr Rollen glaubhaft verkörpern. Es sind auch die Schauspieler & die Dialoge, die meiner Meinung nach den Zuseher an diesen Film binden. Abgerundet wird dieses Paket durch den Soundtrack.
Kurz zusammengefasst ist Good Will Hunting, trotz einiger Klischees, ein sehenswerter Film. Wer ein hervorragendes Filmdrama sucht, ist hier genau richtig!


Scary Movie (2000, Horror-Persiflage, Länge: 88 Minuten)

Bei Scary Movie handelt es sich um eine kultige Persiflage auf berühmte Horrorfilme wie Scream & Ich weiß was du letzten Sommer getan hast. Dabei werden im Film Sätze & ganze Szenen aus obengenannten Filmen parodiert.
Das merkt man schon an der Anfangsszene, in der Drew Decker von „Ghost Face“ getötet wird und die ganze Handlung ins Rollen bringt. Die Handlung dreht sich um eine Gruppe von Teenagern, die sich gegen den Killer erwehren müssen. Hier sei angemerkt, dass ein Witz den anderen jagt und mir ist klar, dass Humor subjektiv ist, aber trotz eines Alters von 17 Jahren wirken viele Witze immer noch.
Von allen Scary Movie Filmen halten ich den ersten Teil, neben dem dritten, für den besten Film der gesamten Reihe. Scary Movie nimmt sich nur selten ernst und so gut wie jede Szene wird sinnvoll genutzt, um einen Gag vom Stapel zu lassen.
Ob Scary Movie den persönlichen Geschmack trifft, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bei Komödien und besonders bei Pardodien ist eine Empfehlung oftmals schwierig. Ich fand den Film ganz unterhaltsam und für mich ist es auch ein Film meiner Kindheit.


Das war die erste Ausgabe von „zuletzt gesehen„. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns beim nächsten Mal!

Wem ich die beiden Filme nun schmackhaft machen konnte, kann den untenstehenden Links folgen um die Filme zu erwerben. In freundlicher Kooperation mit dem Amazon Partnerprogramm!

Good Will Hunting (Blu-Ray)

Scary Movie (Blu-Ray)

Der Nebel | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #5

Aktuell läuft ja auf Netflix eine TV-Serie, die auf der Stephen Kings Geschichte „Der Nebel“ basiert aber um diese geht, es heute nicht. Heute geht es mir um den 2007 veröffentlichten Horror-Thriller „Der Nebel“ und eins vorweg, ich mag den Film sehr. Viel Spaß also!


Der Film beginnt mit einem Sturm der die Gemeinde Castle Rock, in Maine, heimsucht. Da das Haus des Künstlers David beschädigt wird, fahren er, sein Nachbar Brent & Davids Sohn Billy in die Stadt um Einkäufe zu tätigen und Material für die Reparatur zu besorgen.

Ein mysteriöser Nebel breitet sich jedoch in der Gegend aus. Im Inneren des Nebels verbergen monströse Kreaturen, die auf Beute warten. Das Trio um David verbarrikadiert sich im örtlichen Supermarkt mit einigen weiteren Bewohnern.

Als die religiöse Fanatikerin Mrs. Carmody den Nebel als Strafe Gottes proklamiert, spalten sich die Anwesenden in zwei Gruppen. Einmal die Fanatiker um Mrs. Carmody und dann die praktisch denken Menschen um David. Schließlich kochen die Emotionen immer weiter hoch und als es einen Toten gibt eskaliert die Situation endgültig. Schließlich tötet der Angestellte Ollie, Mrs. Carmody mit einem gut platzierten Kopfschuss, jedoch ist die sichere Bastion gefallen.

David, Billy und drei andere entkommen in einem Wagen. Der Nebel ist überall und als dem Wagen der Sprit ausgeht, scheint alle Hoffnung verloren. David hat einen Revolver dabei. Vier Patronen für fünf Leute. Welch grausames Ende.


Der Nebel besticht durch hervorragende Schauspieler und einer gelungenen deutschen Synchronisation. Dazu kommen starke Szenen, wie das Menschenopfer um Gott zu beschwichtigen oder das Ende, mit der Frage über Leben & Tod.
Für einen FSK 16 Film ist der Nebel ungewöhnlich brutal und allen voran eklig. Es wird kaum mit Blut & verätzten Körper gegeizt. Die Gewalt ist jedoch nicht überzogen, sondern ein Stilmittel angesichts der unbekannten Gefahr. Was mich verwundert ist das Thema des religiösen Fanatismus. Es wird ohne Schonung gezeigt, was der Glaube bewirken kann und wie weit die Überlebenden in ihrem theologischen Wahn gehen.


Alles in allem ist der Nebel ein starker Horror-Thriller mit eindrucksvollen Szenen, gelungenen Effekten & hervorragenden Schauspielern. Es ist bemerkenswert, wie vielschichtig dieser Film ist aber nicht den moralischen Zeigefinger schwingt. Ich kann diesen Film auf jeden Fall weiterempfehlen!

Das wars von meiner Seite. Wer mehr über Stephen King lesen möchte, folgt den untenstehenden Links und lesen wir uns im nächsten Beitrag wieder!

DerStigler

Ainu89

Filmlichtung

 

Harry Potter & der Stein der Weisen (Roman) | Review

Ich liebe die Harry Potter Romanreihe. DSelbige begleitet mich bereits seit mehr als 14 Jahren und hat Anteil an meiner persönlichen & emotionalen Entwicklung genommen. In den kommenden Reviews über die Bücher möchte ich diese Werke nicht nur vorstellen, sondern auch meine Gedanken dazu einfließen lassen. Spoiler möchte ich, trotz der Bekanntheit dieser Bücher, immer noch vermeiden. Schließlich können sie dem einen oder anderen Leser noch unbekannt sein.


In der Nacht von 1. auf den 2. November legt eine seltsame Ansammlung von Personen, in Form von Albus Dumbledore, Minerva McGonagall & Rubeus Hagrid, ein Baby auf der Türschwelle des Lingusterwegs 12 in Little Whinging, Surrey ab. Bei diesem Baby handelt es sich um Harry Potter, dem Jungen, der überlebt und die Herrschaft des bösen Zauberers Voldemort gebrochen hat.
Einige Stunden vor dem „Treffen“ beim Lingusterweg hat Voldemort die Eltern von Harry, Lily & James Potter ermordet. Als der dunkle Magier auch das Baby ermorden wollte, wurde sein Todesfluch auf ihn zurückgeschleudert. Das hat es zuvor noch nie gegeben. Harry ist in der Welt der Zauberer ein großer Held, doch es ist besser, weit weg von alle dem aufzuwachsen, meint Dumbledore.
So wächst er also die nächsten Jahre bei seiner spießigen Verwandschaft, bestehend aus Onkel Vernon, Tante Petunia & Cousin Dudley Dursley, auf. Er sieht sich den Schikanen durch seinen Cousin Dudley schutzlos ausgeliefert & bekommt keine Zuneigung von den Dursley. Im Laufe der Zeit zeigt sich bei Harry eine seltsame Begabung. Als er an seinem elften Geburtstag einen Brief von Hogwarts erhält, wird er von Rubeus Hagrid in die Welt der Zauberer eingeführt, um an der vorhin erwähnten Hogwarts Schule für Hexerei & Zauberei die arkanen Künste zu studieren. Doch eine Gefahr braut sich am Horizont zusammen und sucht nach dem legendären Stein der Weisen, mit dem man sein Leben verlängern kann.


Harry Potter und der Stein des Weisen bildet einen idealen Einstieg in das Harry Potter Universum und ist bei weitem weniger holprig geschrieben, als andere Erstlingswerke. Die Figuren werden alle, soweit sie Relevanz haben, fein ausgearbeitet, wobei dies in den folgenden Bänden noch verfeinert wird.
So ist der Halbriese Hagrid eine Vaterfigur für Harry. Er rettet Harry aus seiner deprimierenden Welt und bringt ihn in seine richtige Heimat, die Zaubererwelt. Hatte Harry in der nichtmagischen Welt kein Geld, keine Freunde, keine Familie & keine Besitztümer, so erhält er all dies in seinem „neuen“ Leben. Der Preis dafür ist jedoch, dass Harry in den Sommerferien zu den Dursleys zurückkehrt. Warum das so ist, wird erst in den späteren Büchern klar.
Ein paar Worte zu Harry’s Freundeskreis. Dieser besteht im Kern aus Hermine Granger, eine Hexe aus einer nichtmagischen Familie (Muggelgeborene oder abwertend Schlammblut genannt), Ron Weasley aus einer alten Magierfamilie (Reinblüter genannt) und Hagrid (Halbriese & Ersatz für den Vater). Ein Thema, das im Harry Potter Universum sehr stark vertreten ist, wenn im ersten Buch noch etwas unterschwellig, ist Rassismus. Viele alte Magierfamilien sehen mit Abscheu auf die Halbblüter (Harry), Muggelgeborenen (Hermine), Blutsverräter (Familie Weasly, da diese sich mit Muggeln anfreunden) und niedere Wesen (Kobolde, Hauselfen, Riesen, Zentauren, Werwölfe) herab.
Ein gutes Beispiel für eine Familie mit solchen Ansichten sind die Malfoys. Diese Familie war nicht nur in der Anhängerschaft von Lord Voldemort, sondern auch im Haus Slytherin und das führt mich kurz zu den Schulhäusern von Hogwarts. In Hogwarts gibt es vier Häuser, denen die Schüler im ersten Jahr zugeteilt werden. Diese Häuser, Gryffindor, Huffelpuff, Ravenclaw & Slytherin, wurden von den vier Gründern Hofwarts installiert und vertreten gewisse Eigenschaften wie Mut, Hilfsbereitschaft, Intelligenz & Hinterlistigkeit. Das Klischee, alle Magier aus Slytherin sind böse, wird in den späteren Bänden hinterfragt.
Bevor ich mich jedoch weiter in Details verliere, komme ich zum Fazit, einige grundlegende Informationen mussten jedoch einfach erörtert werden.


Alles in allem ist Harry Potter und der Stein der Weisen das „kindlichste“ Buch der Reihe und jenes mit der fröhlichsten Grundstimmung. Es werden alle wichtigen Elemente & Figuren etabliert, um den Leser in dieses Universum zu ziehen. Der Feinschliff erfolgt in den Fortsetzungsromanen, was clever ist, da die Figuren mit den kommenden Romanen altern. Wer sich noch nie mit den Romanen um Harry Potter beschäftigt hat, bekommt hier ein klasse Kinderbuch, mit dem auch Erwachsene ihre Freude haben werden, zu lesen.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag.

Christine (1983) | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #4

Die Faustregel, das die Horrorfilme, welche auf Stephen Kings Werk basieren, nicht wirklich gut sind, hat sich bisher fast immer bestätigt. Diese Behauptung wird durch die Reviews zu Friedhof der Kuscheltiere (obwohl ich den irgendwie mag) und Rhea M gestützt. Gegen diese Behauptung spricht der Beitrag zu Thinner. Doch was passiert, wenn wir den Filmemacher John Carpenter (Halloween, The Fog & seine Filme mit Kurt Russel) auf Stephen Kings Werk loslassen? Das finden wir jetzt mit meinem Beitrag zu Christine aus dem Jahr 1983 heraus!


Arnie Cunningman ist ein schwächlicher Kerl, der kein Glück bei den Frauen hat und ein prominentes Opfer der Schläger um Buddy Repperton ist. Einzig sein bester Freund, Dennis Guilder, steht ihm treu zur Seite.

Arnies Leben ändert sich schlagartig, als er eines Tages einen stark ramponierten 1958er Plymouth Fury in roter Speziallackierung sieht. Er verliebt sich schlagartig in dieses Auto, welches auf den Namen Christine hört wie uns der Verkäufer des Wagens erzählt.
Im Laufe der Zeit entwickelt Arnie eine Beziehung zu seinem Auto die fast schon an Besessenheit grenzt. Dafür bekommt Arnie Selbstbewusstsein & hat Glück bei den Frauen.

Der Horror beginnt jedoch, als die Schläger um Buddy auf Christine losgehen und den Wagen beschädigen. Christine ist ein rachsüchtiges Auto & lässt sich nicht beschädigen oder beleidigen.


Das Herzstück der Besetzung ist das Zusammenspiel von Keith Gordon (Arnie), John Stockwell (Dennis) & Alexandra Paul (Leigh, Pauls Freundin). Diese drei Schauspieler haben eine sehr gute Chemie miteinander und liefern eine äußerst solide Performance ab.
Die restliche Besetzung ist auch eine Erwähnung wert, da es keinen Ausreißer nach unten gibt. Leider ist die deutsche Synchronisation etwas durchwachsen. Dadurch wirken, zum Beispiel, Arnies Eltern etwas hölzern.
Ein großes Lob geht an die Tricktechnik & den Soundtrack. Szenen ohne wie die Explosion einer Tankstelle oder wenn Christine sich selbst repariert, sehen immer noch eindrucksvoll aus und zeigen, was ohne CGI möglich ist.

Der Soundtrack wechselt sich mit klassischem Rock ’n Roll der 1950er Jahre und John Carpenters selbst komponierten Musikstücken ab. Beide tragen viel zur Atmosphäre bei und es ist Carpenters Musik die Stimmung erzeugt!


Zusammengefasst ist Christine ein solider & kreativer Horrorfilm, der auf Splatter/Slasher/Gore verzichtet aber auf Spannung/Handlung & die Schauspieler selbst setzt. Wenn man das Werk von King in die Hände eines fähigen Filmemachers legt, wird man nicht enttäuscht. Wer einen Horrorfilm der 80er Jahre sucht, der kein Schlachtfest ist, kann bedenkenlos zugreifen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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Ubisoft und die Nintendo Switch | Gedankenspiel

Ich behaupte mal das Ubisoft der wichtigste Partner für Nintendo im Westen ist. Schließlich hat dieser Entwickler/Publisher noch Spiele für die Wii U gemacht als alle anderen (bis auf Koei Tecmo) sie bereits aufgegeben haben.
Aktuell hat Ubisoft bisher folgende Spiele für Nintendos neue Konsole veröffentlicht:
– Mario + Rabbids: Kingdom Battle (Review in Arbeit)
– Rayman Legends Definitive Edition (Review in Arbeit)

Das Interessante an diesen beiden Spielen sind einige Gemeinsamkeiten. Beide Spiele wurden von Ubisoft entwickelt & veröffentlicht. Nintendo vergab „bloß“ die Lizenz. Die Rabbids gehören zum Franchise um Rayman, ergo sind beide Spiele teil einer großen Reihe.
Weitere Spiele sind von Ubisoft in Arbeit:
– Steep (Switch Port)

– Just Dance 2018

– Cloudlink: Battle for Atlas (Exklusivtitel)
Ich würde mir folgende Spiele von Ubisoft für die Switch wünschen:
– Ein eigenes Assassins Creed, entsprechend der Herkunft des Konsolenherstellers, mit Setting in Japan.

– Ein Remake des Shooters XIII, den kaum einer kennt, der aber mehr beachtung verdient.

– Portierungen von Spielen wie Child of Light & Valiant Hearts. Beide Titel eignen sich perfekt zum zwischendurch zocken. Gleiches gilt auch für die 2,5D Assassins Creed Spiele China, India & Russia.
Ich bin gespannt was Ubisoft noch die Nintendo Switch veröffentlichen wird und was für die anderen Plattformen kommt. Die bisher angekündigten Titel schauen bereits vielversprechend aus.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Talisman | Review

Der Talisman ist ein Fantasyroman aus der Feser der beiden amerikanischen Schriftsteller Stephen King & Peter Straub aus dem Jahr 1984.


Der zwölfjährige Jack Sawyer hat ein gewaltiges Problem, das ihn zur Verzweiflung treibt. Seine Mutter, Schauspielerin & B-Movie Königin der 1960er Jahre, ist an Krebs erkrankt und liegt im sterben. Auf der Flucht vor Morgan Sloat, einem ehemaligen Geschäftspartner von Jacks verstorbenem Vater, sind die beiden in einem kleinen Hotel an der Ostküste untergetaucht.

In einem heruntergekommenen Vergnügungspark begegnet Jack dem mysteriösen Speedy Parker. Dieser erzählt Jack von den Territorien, einer magischen Welt die parallel zu unserer existiert. Weiters erfährt er, dass die Königin der Territorien an der gleichen Krankheit wie seine Mutter leidet. Durch Speedys Aufklärung & einem mysteriösen Zaubertrank, nur echt in einer Plastikflasche, erlangt Jack die bewusste Fähigkeit des Flippens. So kann er zwischen beiden Welten wechseln. Jacks bekommt den Auftrag, den Talisman zu finden, durch den alles & jeder wieder gut wird. So können auch die Territorien vor dem Doppelgänger von Jack’s bösem „Onkel“ Morgan Sloat gerettet werden, da viele Menschen in unserer Welt einen Twinner, Doppelgänger, in den Territorien haben.

Jack muss also quer durch die USA & die Territorien reisen, um am Ende den Talisman zu finden, mit dem er seine Mutter & ihren Twinner, die Königin der Territorien, retten kann. Dabei stellen sich ihm viele Gefahren in den Weg, aber er findet auch Freunde.
Der Talisman hat mich an vielen Stellen sehr bewegt. Themen wie Freundschaft, Treue, Verlust von geliebten Menschen, Opferbereitschaft & Angst werden glaubhaft und allen voran behutsam behandelt. Dabei scheut sich dieses Werk nicht davor, Gewalt & Sadismus zu thematisieren wenn es nötig ist. Die Hauptfiguren sind alle sehr gut ausgearbeitet und es schmerzt, wenn sie auf die eine oder andere Art die Geschichte verlassen.

Der Talisman vermittelt die gesamte Geschichte durch eine düstere Grundstimmung. Diese verdunkelt sich immer mehr, je weiter die Handlung voranschreitet.
Zusammengefasst hat mir der Talisman sehr gefallen. Die Zusammenarbeit von Stephen King & Peter Straub hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Wer einen Fantasyroman sucht der sich außerhalb der üblichen Genre-Normen befindet und dieses gewisse Etwas von Stephen King besitzt, bekommt eine spannende und emotionale Reise durch zwei Welten.
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Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Red Hood and the Outlaws Vol. 1: Dark Trinity | Review

Eine meiner liebsten DC Comicreihen aus dem New 52 Universum ist Red Hood & the Outlaws. Zum einen mag ich Red Hood (Jason Todd/Robin 2), eine düstere Version von Batman und zum anderen das raue Team bestehend aus Red Hood, Arsenal & Starfire.
Im Zuge des Rebirth Events wurde ein neues Team bestehend aus Red Hood, Bizarro & Artemis ins Leben gerufen. Kein Batman, kein Superman & keine Wonder Woman, sondern DC’s dunkle Trinity.
Das kreative Team besteht aus Autor Scott Lobdell (Red Hood an the Outlaws New 52, Generation X) sowie den Illustratoren Dexter Soy & Veronica Gandini.


Die Geschichte startet mit Jason Todd aka Red Hood und einem Attentat auf den Bürgermeister von Gotham. Nach einem kurzen Kampf mit Batman, den der Anti-Held mit der roten Maske gewinnt, ist Red Hood eine gefragte Größe in Gothams Unterwelt. Er wird schließlich von Verbrecherboss Black Mask angeworben, um für ihn zu arbeiten. Red Hood stimmt zu, wer jedoch die Figur des Red Hood kennt weiß, dass hier etwas nicht stimmt.
Bei einem Auftrag trifft er die Amazone Artemis (Wonder Woman nur mit ägyptischen Göttern) und er findet den Superman Klon Bizarro. Es ist klar, dass diese drei Anti-Helden ein Team werden und wie beginnt eine gute Zusammenarbeit? Richtig, man will sich zuerst gegenseitig umbringen.
Neben dem Hauptstrang um das ungleiche Trio und Black Mask, gibt es immer wieder Rückblenden in Red Hoods Zeit als Robin. Diese Sequenzen ergänzen die Geschichte sehr gut und verleihen unserem Anti-Helden mit dem roten Helm einiges an Tiefgang.
Den Zeichenstil empfinde ich als gelungen, besonders Black Masks neue SM Maske sieht echt cool aus. Ich würde sowas nicht tragen, wenn mein Kopf ein schwarzer Totenschädel wäre aber das Design gefällt mir. Ergänzt wird das Paket mit einem kantigen Stil, der die Figuren abgehärtet und rau darstellt.


Zusammengefasst legt Red Hood & the Outlaws Vol. 1 einen besseren Start hin als so ziemlich alles, was die New 52 Serie geboten hat. Natürlich ist eine halb nackte Starfire ganz reizvoll aber dieses Aushängeschild nutzt sich schnell ab. Es gibt bereits genügend Helden bei DC. Ich denke, es wird Zeit für einige Outlaws und wer eine dunkle Trinity will, bekommt sie hier serviert.
Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!
Wer sich diesen Comic nun zulegen möchte, kann folgenden Links folgen um die englische Ausgabe zu erwerben. In Kooperation mit dem Amazon Partnerprogramm.

Red Hood and the Outlaws Vol. 1: Dark Trinity (Rebirth)


Hier geht es zu weiteren Comic Reviews:
Batman Vol. 1

Batman DC Vol. 1

Thinner – Der Fluch | Review | All Hail to the King – Die Stephen King Verfilmungen #3

Nach meiner Review zu Die Verurteilten hat es automatisch jeder Film schwer. Dennoch möchte ich Thinner – Der Fluch eine faire Chance geben aber es ist allgemein bekannt, dass die Horrorfilme des King Werkes eher schwach sind. Ich bin gespannt, ob mich dieser Film aus dem Jahr 1996 begeistern wird!


Billy Halleck ist ein übergewichtiger Anwalt. Nach einem Abendessen, einer Autofahrt, inklusive Blowjob, überfährt Billy eine alte Zigeunerin. Mithilfe des befreundeten Richters und des ebenfalls befreundeten Polizeichefs wird Billy im anschließenden Prozess freigesprochen. Die Strafe erfolgt jedoch in Form des Vaters der toten, dem Zigeuner Tadzu Lempke. Dieser seltsame alte Mann belegt Billy, Richter Carry & Polizeichef Duncan je mit einem Fluch, der sich unterschiedlich auswirkt.
Billy verliert von diesem Ereignis an jeden Tag mehr und mehr Gewicht. Da unser „Held“ stark übergewichtig ist, ist die Freude groß. Die Freude schwenkt jedoch bald in Sorge um, als Billy immer weiter abmagert. Als schließlich Richter Carry verschwindet & Duncan Selbstmord begeht, wird eines klar. Billy muss den Fluch loswerden, bevor ihm die Zeit abläuft.


Thinner – Der Fluch ist eindeutig dem Horrorgenre zuzuordnen, wobei Elemente des Thrillers & des Bodyhorrors (Veränderung des Körpers) Einzug halten. Die Leistung der Schauspieler ist sehr durchwachsen. Bis auf den Hauptdarsteller Robert John Burke (Billy), der als einziger wirklich Charisma in den Film bringt, wirkt der Rest des Casts fast schon hölzern. Die deutsche Synchronisation tut ihr Übriges. Positiv anzumerken sind die Effekte, die einen gewissen Ekel erzeugen und der Soundtrack von Daniel Licht.


Das wars soweit meiner Seite. Wer mehr zum Thema Stephen King lesen möchte schaut auf den Blog von Ainu89  vorbei oder klickt auf diesen Link um alle Beiträge aus unserem Special in einer schicken Übersicht zu haben!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Das Bild | Review

Das Bild ist ein Roman von Stephen King, welche Überraschung, der im Jahr 1995 erschienen ist. Laut Stephen King ist dieses Buch ein „am Reißbrett entworfener Roman“ und ein „bemühter Versuch“. Ob das stimmt, wird jetzt geklärt.


Rose McClandon lebt seit ihrem achtzehnten Lebensjahr mit ihrem Ehemann Norman Daniels zusammen. Er ist ein Cop und äußerst gewalttätig. In ihrer Hochzeitsnacht biss er sie in ihre Schulter, bis sie blutete und auch sonst ist ihre Ehe von Gewalt geprägt. Norman nennt diese Gewaltattacken & Misshandlungsakte auf Rose „aus der Nähe reden“. Als Polizist weiß Norman, die Prellungen & andere Verletzungen von Rose als Folge von Unfällen auszugeben. Außerdem würde niemals einer seiner Kollegen gegen ihm ermitteln, was ihm ein Gefühl von Sicherheit gibt.

Nach vierzehn Jahren Ehehölle findet Rose spontan die Kraft zur Flucht, ausgelöst durch einen kleinen Blutstropfen. Sie flieht in eine über tausend Meilen entfernte Stadt und beginnt ein neues Leben, findet Freunde, einen Job und sogar eine neue Liebe. Doch als Norman ihr auf die Spur kommt, droht ihr neues Leben ein jähes Ende zu nehmen. Norman will mit ihr reden, ganz aus der Nähe.

Bis auf das Finale ist Das Bild ein hervorragender und allen voran erfrischender Roman von Stephen King. Das Thema der unterdrückten Frau, die aus ihrer Hölle flüchtet und ein neues Leben beginnt, wird glaubwürdig vermittelt. Dazu kommt die spürbare Entwicklung von Rose, die in ihrem neuen Leben richtig aufgeht. Übernatürliches kommt in Form eines Bildes ins Spiel. Der Titel des Bildes ist Rose Madder und unsere Protagonistin baut eine Beziehung zu diesem Gegenstand, ihr erster Besitz seit Jahren, auf. Ich möchte nicht zu viel über dieses Gemälde verraten, da ein gewichtiger Teil der Handlung hiervon abhängt.

Noch kurz zum Finale. Im großen Showdown treffen Rose & Norman aufeinander, was in einer Raserei von Norman mündet, als dieser endgültig dem Wahnsinn verfällt. Was spannend beginnt, flacht jedoch zum Ende hin etwas ab, da der Spannungsbogen überstrapaziert wurde.
Bis auf das etwas zähe Finale hat mir Das Bild jedoch sehr gut gefallen, da Rose eine interessante Person ist und ihre Charakterentwicklung nachvollziehbar beschrieben wird. Neben Rose und ihrem Peiniger Norman gibt es noch eine Wagenladung an interessanten Nebenfiguren. Diese dürft ihr jedoch selbst entdecken.

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The Binding of Isaac: Afterbirth+ | Review [Nintendo Switch]

Okay die heutige Einleitung könnte etwas kompliziert werden aber ich es so simpel wie möglich machen. Im Jahr 2011 erschien auf Steam ein Spiel namens The Binding of Isaac. Das Spiel wurde ein großer Erfolg und kam 2014 als Remake, mit dem Namen The Binding of Isaac: Rebirth, für eine Vielzahl Anzahl von Konsolen. Im Jahr 2017 erschien die erweiterte Version The Binding of Isaac: Afterbirth+ und um diese Version geht es heute!


Der Spieler übernimmt die Rolle eines nackten kleinen Jungen namens Isaac. Dieser flüchtet in den Keller seines Wohnhauses, nachdem seine Mutter von Gott den Befehl erhalten ihren Sohn zu opfern. Man merkt eine Anspielung an die Bibel, siehe Opferung von Isaak.

The Binding of Isaac: Afterbirth+ zeichnet sich durch eine düstere Inszenierung und dem behandeln von brisanten Themen aus, die in Videospielen so nicht besprochen werden. Neben Selbstmord werden auch Abtreibung, Krankheit & Geschlechtsidentität behandelt. Gewürzt wird das Spiel mit viel schwarzem Humor.


Afterbirth+ ist ein 2D Action-Adventure mit Elementen der Genres Rogue-like & Dungeon Crawl. Der Spieler übernimmt die Rolle von Isaac, weitere Figuren sind freischaltbar und kämpft sich durch die diversen Ebenen des Kellers um sich am Ende Isaacs Mutter zu stellen. Unterwegs findet man Gegenstände um die Attribute zu verbessern oder die Attacken verbessern. Mit über 500 Gegenständen & zufallsgenerierten Leveln ist der Wiederspielwert enorm hoch.


Optisch sticht The Binding of Isaac: Afterbirth+ durch das abgefahrene & abstrakte Monsterdesign auf. Die grotesken Monster scheinen aus den Alpträumen der Entwickler zu kommen. Im krassen Gegensatz dazu steht die Gestaltung der Level in Braun, Grau-braun & Braun-grau mit den dazu passenden Farbtönen.


Alles in allem ist The Binding of Isaac: Aferbirth+ ein äußerst unterhaltsames Spiel. Der Reiz liegt im hohen Wiederspielwert & dem erforschen der immer zufällig generierten Ebenen des Kellers. Dazu kommt das oben erwähnte Monsterdesign. Bei jedem Durchlauf bin ich gespannt, welche Monster mir die Entwickler dieses mal auf den Hals hetzen. Der relativ hohe Schwierigkeitsgrad fordert, ohne zu frustrieren. Afterbirth+ passt perfekt zur Nintendo Switch, wenn man den mobilen Aspekt bedenkt. Wer eine Switch besitzt sollte sich überlegen dieses Spiel zu kaufen!

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Der Nintendo 3DS, mein Sorgenkind | Gedankenspiel

Nintendo begleitet mich, wie wohl viele andere aus meiner Generation, schon seit meiner Kindheit. Meine ersten Kontakte waren Pokemon auf dem Game Boy Classic & der Nintendo 64 mit seinen zeitlosen Klassikern. Auch wenn Nintendos Monopolstellung im Heimkonsolenbereich durch Sony & Microsoft zerschlagen wurde, hat sich der Konzern auf dem Sektor der mobilen Konsolen etablieren können.
Zuerst mit der Game Boy Familie & anschließend mit der Nintendo DS Familie. Diese Ära scheint jedoch mit der Nintendo Switch, als Hybrid zwischen stationärer & mobiler Konsole, vorbei zu sein.

Ich halte diesen Schritt für logisch, finde es jedoch schade um die letzten „großen“ 3DS Spiele. Es wurde viel Potential verschenkt, um das Line-Up der Switch zu verstärken und stattdessen eine Konsole am Leben zu erhalten, deren Lebenszyklus sich dem Ende nähert. Auslöser für diesen Beitrag war/ist der Release von Metroid: Samus Returns. Ich habe mich auf dieses Spiel gefreut, werde es vermutlich aber nie spielen, sofern ich es mir nicht ausleihen kann.

Seit wann keimt dieser Gedanke in mir? Nun alles begann mit dem Erscheinen von Pokemon Omega Rubin. Ich habe dieses Spiel geliebt. Seit zwei Jahren bezeichne ich es als das beste Pokemon Spiel aller Zeiten und als die Editionen Sonne & Mond angekündigt wurden, platzte ich fast vor Vorfreude. Die Erwartungen waren extrem und als ich es endlich spielen konnte, war nach 5 (!!!) Stunden die Luft draußen. Dem folgend fühlte es sich wie ein Rückschritt und nicht wie der erhoffte Fortschritt an. Zum einen wird man mit schier endlosen Tutorials bombardiert, zum anderen sind die „Rüpel“ von Team Skull, die Bösen, mit ihrem Gangster-Gehabe mehr als peinlich .

Seitdem geht es mit meiner Begeisterung für den 3DS immer weiter bergab. Hey Pikmin! konnte mich nur für eine Stunde begeistern, Ever Oasis hat mich sofort abgeschreckt & so konnte mich fast kein 3DS Spiel mehr wirklich fesseln. Als die Switch erschien, fiel der 3DS fast komplett aus meinem Radar.

Da ich diesen Beitrag jedoch nicht mit einer negativen Stimmung beenden will, kommen nun noch ein paar 3DS Spiele, die ich sehr mochte. Spoiler, fast alle sind zwei oder mehr Jahre alt. Neben Pokemon Omega Rubin mochte ich die beiden Kirby Spiele, Triple Deluxe & Planet Robobot, sehr. Diese erfüllten ihren Zweck als kurzweilige Plattformer einer mobilen Plattform perfekt. Die beiden Bravely Spiele, Default & Second, von Square Enix begeisterten mich in Optik, Handlung und Gameplay. Natürlich darf auch The Legend of Zelda nicht fehlen. Für den 3DS erschienen 3 Titel aus dieser Serie, von denen ich nur zwei gespielt habe. Majoras Mask 3D stand der N64 Version in nichts nach & A Link between Worlds überzeugte durch das kreative Gameplay!

Das waren soweit meine Gedanken zum Nintendo 3DS, meinem Sorgenkind. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Agents of Mayhem | Review

Agents of Mayhem ist ein Third-Person-Shooter, mit offener Spielwelt, der von Volition entwickelt und von Deep Silver, am 18.8.17, für PS4, Xbox One & PC veröffentlicht wurde. Das Spiel ist ein Spin-Off der populären Saints-Row Reihe und verweist immer wieder auf diese. Außerdem spielt AoM im gleichen Universum wie die Red Faction Spiele.


Die Handlung ist der wohl simpelste aber auch am besten funktionierende Aspekt des gesamten Spiels. Eine Organisation, geleitet von den finstersten Schurken der Welt, möchte die Nationen der Erde zerstören. Die Organisation Mayhem, gegründet von Persephone (Saints Row 2) und unterstützt von der Ultor Corporation (Saints Row 2, 3 & Red Faction), tritt mit ihren Agenten gegen die Schurken an. Schauplatz der Geschichte ist Seoul, die Stadt der Zukunft, in Süd-Korea. An dieser Stelle sei angemerkt das Agents of Mayhem nach dem „recreate Earth“ Ende von Saints Row 4 & dem Ableger Saints Row: Gat out of Hell spielt.
Neben dieser Hauptstory, die etwas dürftig ist, aber charmant erzählt wird, gibt es noch ein paar Nebenhandlungen, die die anderen Agenten behandeln. Diese sind im besten Fall jedoch eher bemüht.


Von diesen Agenten gibts es insgesamt zwölf an der Zahl und sie teilen sich in vier verschiedene Trios auf. Jeder dieser Agenten besitzt unterschiedliche Fähigkeiten und spielt sich anders. Auf den Missionen kann/muss man sich ein Team aus drei Agenten zusammen stellen und kann diese dann hochleveln, mit Ausrüstungen & mit Fähigkeiten verbessern, wenn sie eine Stufe aufsteigen. Stufenanstiege werden durch das Sammeln von EXP erreicht. Diese erhält man, z. B. durch das besiegen von Feinden. Von den zwölf Agenten müssen neun im Laufe des Spiels, durch Nebenmissionen, frei geschalten werden während Johnny Gat (Saints Row) ein Bonuscharakter ist.
Die Missionen sind mit Verfolgungsjagden, Bosskämpfen, dem Einnehmen von L.E.G.I.O.N. Basen/Verstecken/Kontrollpunkten und dem ablaufen von Checkpoints, um z. B. zu erfahren, wie ein Reaktor deaktiviert wird, relativ abwechslungsreich. Die Spielwelt an sich ist jedoch eher steril & langweilig. Es gibt Nebenaktivitäten, jedoch liegt dort der Fokus meistens, wie in den Hauptmissionen, auf dem Kampf.

Ich habe kein Problem mit Action, aber etwas mehr Abwechslung hätte ruhig drinnen sein können.


Optisch ist Agents of Mayhem sehr solide. Seoul mag steril sein, was Nebenaufgaben angeht, aber die Stadt sieht verdammt gut aus. Die Farben sind kräftig, überall gibt es kleine Details und was zumindest mich freut, sind die Querks. Das bedeutet in der Spielwelt passiert immer wieder Quatsch, der nicht passieren sollte, wie ein Verkehrsunfall, NPC’s die wie Irre durch die Straßen fahren oder Passanten die plötzlich überfahren werden. Mir ist klar, dass dies ungewollt ist aber es macht die Spielwelt irgendwie glaubhafter, als wenn alles perfekt abläuft.


Zusammengefasst funktioniert Agents of Mayhem, bis auf die Eintönigkeit im Gameplay, sehr gut. Das Spiel ist ein solider Shooter, der als Saints Row Titel gefloppt wäre, jedoch trägt dieses Spin-Off den Namen „Saints Row“ nicht im Titel. Wer ein kurzweiliges, knallbuntes Actionspektakel sucht und die Welt vor dem Bösen retten will, ist hier genau richtig. Die Brücke zwischen Saints Row & Red Faction wurde endgültig geschlagen und ich bin gespannt, was da in Zukunft noch kommen wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Die Verurteilten | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #2

Die Verurteilten ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1994 (zehn Jahre vor dem erscheinen des Films Das geheime Fenster) und einer meiner liebsten Filme aller Zeiten. An dieser Stelle ein großes DANKE an Ainu89, das ich diesen Film übernehmen durfte.


Zu Beginn des Films, 1947, wird der Bankangestellte Andy Dufresne (Tim Robbins) wegen Doppelmord zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt. Seine Strafe soll er in der gefürchteten Shawshank Strafanstalt absitzen. Von beginn passt Andy überhaupt nicht in die Szenerie der Strafgefangenen. Sein Leben wird durch die brutalen Wärter & sexuelle Übergriffe durch andere Insassen weiter erschwert.
Im Laufe der Zeit lernt er einige Mithäftlinge kennen und schließt Freundschaften. Sein bester Freund wird jedoch Red (Morgan Freeman), der wegen Mord schon zwanzig Jahre im Gefängnis ist. Dieser hat den Ruf alles zu besorgen, wenn der Gegenwert stimmt. Aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten steigt Andys Ruf bei den Gefangenen, den Wärtern & schließlich auch beim Direktor. Doch wer möchte schon sein ganzes Leben im Gefängnis leben, egal wie komfortabel es ist?


Die Verurteilten erzählt eine spannende, emotionale & fesselnde Geschichte. Der Film punktet mit einer hervorragenden Inszenierung, einer sehr starken Besetzung und einprägsamen Szenen. So hat sich die Szene als Andy im Gegenzug für einen Gefallen, dem er dem Oberwärter erwiesen hat, nur ein paar Bier für sich & seine Freunde gewünscht hat, eingeprägt. In dieser Szene war alles perfekt. Das Licht, die Stimmung und alles unterlegt mit Red’s Erzählstimme (Morgan Freemans deutsche Stimme), dass sie auf dem Dach sitzen und Bier trinken wie freie Männer.

Abgesehen von dieser Szene gibt es noch viele weitere starke Szenen, die dem Film zwei Eigenschaften verleihen: Glaubhaftigkeit & Emotion. Die Schauspieler tun ihr Übriges. Es gibt niemanden im Cast von dem ich behaupten könnte, er würde nicht glaubhaft oder gut spielen. Man nimmt Clancy Brown die Rolle als brutalen Captain Byron Hadley, Chef der Wachen, ab. Gleiches gilt für all jene die die Insassen, des Gefängnisses, spielen.

Der heimliche Star ist jedoch der Charakter Red. Auch wenn Andy Dufresne der Protagonist ist, fungiert Red als Erzähler & großer Sympathieträger.


Alles in allem ist Die Verurteilten ein bewegendes Filmdrama und eine der besten Stephen King Verfilmungen aller Zeiten. Es steckt so viel Mühe & Liebe in diesem Film wie in kaum einer anderen Kingverfilmung. Dazu kommt das erfrischende Genre zwischen Thrillern, Horrorfilmen & Horror-Thrillern. Mich wundert es nicht dass dieser Film an keiner Stelle langweilig wird bei diesem grandiosen & harmonierenden Darstellerensemble. Besonders Morgan Freeman & Tim Robbins sind ein perfektes Team.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag und bis dahin könnt ihr die tollen Beiträge von Ainu89 lesen!

Batman Detective Comics Vol. 1: Rise of the Batmen | Review

Es wird Zeit für eine neue Comic Review und wer eignet sich besser als Gothams dunkler Ritter, Batman. Der heutige Comic umfasst sechs Ausgaben der Detective Comics, einer der ältesten durchgehenden Comicserien der Welt. Als Autor ist James Tynion IV (Batman New 52, Constantine: The Hellblazer & Batwoman) tätig während Eddy Barrows (Birds of Prey, 52) und Alvaro Martinez (Batman & Robin: Eternal) als Illustratoren fungieren.


Batmans Schatten liegt über Gotham. In den dunklen Ecken erhebt sich jedoch eine neue Bedrohung für den dunklen Ritter. Eine Armee aus Vigilanten erscheint in Gotham und attackiert als erste Amtshandlung den Racheengel Jean Paul Valley aka Azrael. Nachdem Azrael in Sicherheit gebracht wurde und Batman eine mysteriöse Spionagedrohne gefunden, fasst dieser einen Entschluss. Um gegen eine Armee bestehen zu können, braucht Batman seine eigene Armee, bestehend aus Red Robin, Orphan, Spoiler & Batwoman.


Die Geschichte ist sehr spannend und wartet mit einigen cleveren Wendungen auf. So wollen die Vigilanten, genannt Colony, gegen die League of Shadows (Liga der Schatten) kämpfen, da diese eine globale Bedrohung darstellen. Zu diesem Zweck sollen Schläferzellen in Gotham ausgeräuchert werden, was Batman, im Glauben, dass es die League of Shadows nicht gibt, verhindern will.
Neben den hochwertigen Geschichten ist auch der Zeichenstil immer ein Highlight der Batman Comics. Das dynamische Duo um Barrows & Martinez hat hervorragende Arbeit geleistet. Mir gefallen die Kostüme sehr, besonders der Anzug von Batman, mit dem hervorgehobenen Emblem, sieht hervorragend aus.


Zusammengefasst ist Rise of the Batmen ein gelungener Einstieg in das neue DC Universum nach dem Rebirth Event. Eine spannende & wendungsreiche Geschichte trifft auf einen großartigen Zeichenstil. Ich freue mich schon auf den zweiten Band, wo man hoffentlich mehr über die League of Shadows erfährt.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal!

The Darkness 2 (Singleplayer) | Review [PS3]

The Darkness II ist ein Ego-Shooter von Digital Extremes (Bioshock & Unreal Tournament), der 2012 für PS3, Xbox 360 & PC erschienen ist. Das Spiel basiert auf den gleichnamigen Comics von Garth Ennis, die beim Image Verlag erschienen sind.


Jackie Estacado, der Träger der Finsternis (manifestierte Dunkelheit), ist in den zwei Jahren nach den Ereignissen des ersten Teils zum Don der Franchetti Familie aufgestiegen. Eine mysteriöse Gruppierung, genannt die Bruderschaft, unter der Führung eines Mannes namens Victor, macht Jagd auf Jackie & die Finsternis.
Dabei schreckt die Bruderschaft auch nicht davor seine Verwandten zu töten und das Hauptquartier seiner Familie zu attackieren. Jackie schwört grausame Rache, entfesselt seine Macht und macht Jagd auf die Bruderschaft.
Aufgelockert wird das Gemetzel durch ruhige Szenen in einer Irrenanstalt, in Jackies Geist führt er Dialoge mit den Mitstreitern unseres Anti-Helden.

 


The Darkness II ist ein klassischer Ego-Shooter. Das bedeutet, man hat ein überschaubares Arsenal an Schusswaffen zur Verfügung um die zahlreichen Feinde in ein frühes Grab zu schicken. Aufgewertet wird das Gameplay durch die Fähigkeiten der Finsternis. So kann man die eigene Feuerkraft verstärken, einen Schwarm bissiger Insekten beschwören oder brutale Hinrichtungen mit den Tentakeln der Finsternis ausführen. Für jeden Kill und für jedes gesammelte Relikt (Artefakte mit coolen Hintergrundgeschichten) erhält man Erfahrungspunkte. Diese kann man im Skillbaum ausgeben, um neue Fertigkeiten zu lernen beziehungsweise zu verbessern.


Das Spiel nutzt eine Comicoptik, genannt cel shading, die ich sehr mag, aber auch furchtbar altert. The Darkness 2 ist nicht hässlich, im Vergleich zum Vorgänger sieht es immer noch sehr gut aus, aber im Laufe der Jahre hat sich dennoch Staub angesammelt.
Ein Vorteil der Comicgrafik ist die detailliertere Darstellung von Gewalt, was in Bezug auf die Comicvorlage ein benötigtes Stilmittel ist.

 


Zusammengefasst, ist The Darkness 2 ein kurzweiliger aber solider Shooter mit einer simplen Geschichte, einem gelungenen Gameplay, einer leicht angestaubten Grafik & guter deutscher Vertonung. Auch wenn mein Fazit nicht so übermäßig positiv klingt, hatte ich mit The Darkness 2 sehr viel Spaß und würde es jederzeit weiterempfehlen, wenn mal jemand einen kurzweiligen Shooter sucht.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag

Das geheime Fenster | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen – eine Beitragsreihe von Ainu89 & DerStigler #1

Das geheime Fenster ist ein Thriller aus dem Jahr 2004, der zwei Personen kombiniert die ich sehr mag. Zum einen sieht man Johnny Depp in der Hauptrolle und zum anderen basiert die Handlung auf einer Novelle von Stephen King. Ob das für einen guten Film reicht, stellt sich nun heraus!


Nach der Trennung von seiner Frau lebt der an einer Schreibblockade leidende Schriftsteller Mort Rainey in einer abgelegenen Hütte. Als ob er nicht schon genügend Probleme hat, taucht ein seltsamer Kerl namens John Shooter auf. Dieser bezichtigt Rainey des Plagiats bei seiner Erzählung Das geheime Fenster. Shooter behauptet diese Geschichte 1997 verfasst zu haben. Rainey hat die Erzählung jedoch bereits 1995 in einem Magazin veröffentlicht. Shooter gibt Rainey drei Tage Zeit um besagtes Magazin als Beweis vorzulegen. Er warnt ihn, davor nicht die Polizei einzuschalten.
Ab dann spitzen sich die Ereignisse zu und die Grenze zwischen Realität & Fiktion verschwimmt immer mehr. Raineys Hund wird ermordet und das Haus seiner Ex-Frau brennt nieder. Als auch noch Personen aus seinem Umfeld ermordet werden, gipfelt dieses Drama in einem Höhepunkt mit schrecklicher Enthüllung.
Die Spannungskurve von Das geheime Fenster baut sich langsam aber kontinuierlich auf, bis sich dieses Drama komplett auflöst.


Mein Highlight des Films war das Zusammenspiel der Schauspieler Johnny Depp als Mort Rainey & John Turturro als John Shooter. Während Rainey eher weichlich ist, entpuppt sich Shooter als kalt, stark und äußerst gefährlich. Diese beiden Darsteller spielen den Rest der Besetzung mit Leichtigkeit an die Wand in punkto Charisma & Intension der Rolle. Besonders Johnny Depp nehme ich die Rolle als problembehafteten Schriftsteller ab.

Dazu kommt Effekte die entsprechend ihres Alters zwar altbacken aussehen aber ich mag Greenscreen. Besonders in älteren Filmen hat das einen eigenen Charme.


Alles in allem ist Das geheime Fenster ein spannender Thriller, der sich Zeit lässt, manchmal etwas zu viel Zeit aber mit dem Finale das verlorene Tempo wieder aufholt. Dazu kommt ein starker Cast und eine solide Technik. Wer eine Stephen King-Adaption sucht die nicht als Horrorfilm umgesetzt wurde, ist hier genau richtig.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Meine Kinowoche mit Felix Neumaier | Review/Gedankenspiel

Ich war diese Woche mehrmals im Kino mit Felix, meinem besten Freund und ihr kennt ihn von einigen Beiträgen, meist zum Thema Nintendo, aus der Vergangenheit. Da wir aufgrund unserer Arbeit jedoch nicht 7 Tage hintereinander ins Kino gehen können, haben wir uns 3 Filme ausgewählt und um diese geht es heute, damit ihr nicht drei generische Reviews bekommt. Viel Spaß!


Atomic Blonde

Den Anfang macht Atomic Blonde, ein Agenten-Action-Thriller von John Wick Regisseur David Leitch. Die MI6 Topagentin Lorraine Broughton (Charlize Theron) muss in Ost-Berlin eine Kontaktperson mit einer brisanten Agentenliste sicherstellen soll. Dabei sind ihr von Anfang an Killer des KGB auf den Fersen. Ihr einziger “ Verbündeter“ ist ein anderer MI6 Agent namens David Percival (James McAvoy). Lorraine bekam jedoch einen wichtigen Tipp für ihren Einsatz. Sie soll niemanden in Berlin vertrauen!

Die größten Stärken des Films sind der stimmige Soundtrack, der einfach so 80er Jahre ist, die grandiose Inszenierung der Action, schnell, brutal & schonungslos sowie die Leistung der Schauspieler. Mein Problem mit Atomic Blonde ist jedoch die etwas wirre Geschichte, wer nun wer ist & für wen arbeitet. Gut 10 – 15 Minuten weniger hätten dem Film mehr Dynamik verliehen. Ich hatte jedoch meine Freude mit dem Film und wurde die meiste Zeit gut unterhalten.


Barry Seal: Only in America/American Made

Barry Seal ist ein Action-Thriller der auf dem Leben des Drogenschmugglers Barry Seal basiert. Den Film konnten wir bereits einen Tag vor der Premiere im Rahmen eines Gewinnspiels von T-Mobile sehen.

Barry Seal ist ein Pilot für die zivile TWA-Fluggesellschaft. Er wird jedoch von der CIA rekrutiert, um an verdeckten Operationen in Mittelamerika teilzunehmen. Dabei kommen ihm seine Fähigkeiten als Pilot zu gute. In den 1980ern wird aus dem ehrenwerten Barry Seal ein Waffen- & Drogenschmuggler, der mit den Drogenbossen Nicaraguas zusammenarbeitet. Das Geschäft läuft immer besser & besser. Berry Seals Leben wird immer besser, da er ein gewaltiges Vermögen anhäuft. Es wäre jedoch besser gewesen, wenn Seal noch ein paar Fragen über seine neue Arbeit gestellt hätte.

Ich mag Barry Seal: Only in America. Der Film hat ein hohes Tempo und die Handlung wird mit einer gelungen Mischung aus Spannung, Action & Humor kombiniert. Felix hat diesen Film als „Action-Thriller mit Stimmungsschwankungen“ bezeichnet, was das auf & ab von Barry Seals Leben perfekt beschreibt.
Obwohl ich kein großer Tom Cruise Fan bin muss ich sagen, dass er in diesem Film hervorragend ist und den restlichen Cast an die Wand spielt. Er verkörpert den typischen Anti-Helden, der mit Charme & Draufgängertum nach dem großen Geld greift. Dabei fühlt sich die Rolle von Cruise weniger nach einem Kampf ums Überleben sondern mehr nach einem lockeren Abenteuer an.

Ich war überrascht, dass sich Barry Seal: Only in America nicht davor scheut den Finger auf die Lügen & Einmischungen der US-Regierung legen. Der Film fühlt sich jedoch locker an und politisiert nicht lange herum. Die Fakten werden auf den Tisch gelegt und im nächsten Moment wird Barry Seal von Geld überschwemmt.

Zusammengefasst hat mir Barry Seal: Only in America sehr gut gefallen. Mit seinem gelungenen Tempo, der starken Hauptrolle, dem Soundtrack und seiner Optik, die oftmals einer Dokumentation oder einem „Videotagebuch“ ähnelt, überzeugt dieser Film mehr als Atomic Blonde. Ich kann Barry Seal weiterempfehlen.


Killers Bodyguard

Zum Abschluss haben wir uns noch eine Action-Komödie mit Ryan Reynolds, Samuel L. Jackson & Garry Oldman gegönnt.

Michael Bryce (Ryan Reynolds) ist ein ehemaliger „1 A“ Personenschützer und einet der besten seines Fachs. Sein Erfolg liegt in dem bedenken aller Eventualitäten und einer umfassenden Vorbereitung. Nach einem missglückten Auftrag verliert er nicht nur seine Stellung, sondern auch seine Beziehung mit der Interpol Agentin Amerlia Ryder (Élodie Young).

Zwei Jahre später ist Bryce immer noch ein Profi, muss sich jedoch mit minderwertigen Jobs zufriedengeben. Dies ändert sich jedoch, als er den inhaftierten Auftragsmörder Darius Kincaid (Samuel L. Jackson) nach Den Haag eskortieren soll damit dieser gegen den weißrussischen Diktator Vladislav Dukhovic (Gary Oldman) aussagen kann. Letzterer steht wegen Verletzung der Menschenrechte & Kriegsverbrechen vor Gericht.
Killers Bodyguard hat ein angenehm hohes Tempo und eine langsame aber stetig ansteigende Spannungskurve. Diese entlädt sich in einem visuell beeindruckenden Finale mit einer Verfolgungsjagd in Den Haag. Um den Zuseher nicht nur mit Action zu berieseln, gibt es ruhigere Szenen, in denen wir mehr über die beiden Protagonisten und die Frauen in deren Leben erfahren. Das macht die Figuren nicht nur menschlicher sondern auch sympathischer, wobei letzteres nicht nötig wäre. Ryan Reynolds & Samuel L. Jackson haben eine wunderbare Chemie miteinander und bilden ein grandioses Team. Der planende Bodyguard & der impulsive Attentäter.

Alles in allem lässt sich Killers Bodyguard wie folgt zusammenfassen: Actionlastig, schnell, etwas stumpf aber sehr lustig & stark Besetzt. Ich wurde 118 Minuten lang sehr gut unterhalten!


Wie fasse ich diese „Kinowoche“ zusammen? In Atomic Blonde habe ich große Hoffnungen gesetzt, die jedoch nur zum Teil erfüllt wurden wegen der verworrenen Handlung. Barry Seal – Only in America hat mir sehr gut gefallen und war ein rundes Komplettpaket, wo alles stimmte und Killers Bodyguard hat mich einfach wunderbar Unterhalten mit seiner Action & dem Humor.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Beiträge von anderen Usern:

Atomic Blonde:

„Atomic Blonde“ – Filmrezension von Ainu89

Kritik: „Atomic Blonde“ von christianneffe – audio\visuell

KRITIK: Atomic Blonde von Derplappergott

Film: Atomic Blonde – Über die Kunst der stylischen Belanglosigkeit von Ma-Go Filmtipps

Barry Seal – Only in America:

„Barry Seal: Only in America“ – Filmrezension von Ainu89

Barry Seal: Only in America von David McAllan von Komm&Sieh

Barry Seal – Only in America (American Made)/Waffen,KoksUndZuVielMoneten von Misscharlesdexterward

Barry Seal – Only in America von Wessels Filmkritik

Killers Bodyguard:

Killers Bodyguard von ShalimasFilmweltenKritik

 

 

All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen – eine Beitragsreihe von Ainu89 & DerStigler | Einleitung 

Stephen King. Einer der wohl aktivsten & populärsten Autoren unserer Zeit. Bekannt als Meister des Horrors sind seine Werke Carrie, Brennen muss Salem & Es weltbekannt aber auch sein restliches Werk, bestehend aus Science-Fiction, Fantasy, Thrillern, Dramen, Dark-Fantasy sowie vielen weiteren Genres verdient & bekommt entsprechende Beachtung.


Welches Schicksal ereilt jedes literarische Werk, wenn es genug Popularität bekommen hat? Richtig, es wird verfilmt sowie die Werke Kings verfilmt wurden.

In dieser Beitragsreihe, bei der ich mich mit der grandiosen Ainu89 zusammengetan habe, werden wir vorläufig, 52 Verfilmungen des King-Werkes vorstellen & bewerten. Es gibt natürlich noch viel mehr King-Filme aber die Fortsetzungen und TV Serien werden vorläufig außen vor gelassen um uns nicht zu verzetteln.

Pro Woche werden wir (versuchen) je 2 Beiträge auf unseren Blogs zu veröffentlichen und es wird auf beiden Blogs eigene Übersichtsseiten geben wo alle Artikel verlinkt sind.

Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Meinung zu Life is Strange & Life is Strange: Before the Storm Ersteindruck | Gedankenspiel

Life is Strange ist ein Episode-Adventure, dass von Dontnod Entertainment entwickelt und von Square Enix veröffentlicht wurde. Die fünf Episoden erschienen, in digitaler Form, von Januar 2015 bis Oktober 2015 und als Disk-Version im Januar 2016.


Die Geschichte spielt im fiktiven Örtchen Arcadia Bay, Bundesstaat Oregon. Die 18 jährige Maxine „Max“ Caulfield ist in Arcadia Bay aufgewachsen, jedoch zog sie mit ihren Eltern, 5 Jahre vor der Handlung, nach Seattle. Dabei verlor sie den Kontakt zu ihrer damals besten Freundin namens Chloe. Im Jahr 2013 kehrt Max alleine nach Arcadia Bay zurück, um an der renommierten Blackwell Acadamy Fotografie zu studieren. Das aktuelle Top Thema an der Schule, bei Lehrern wie Schülern, ist das mysteriöse Verschwinden von Rachel Amber.

Durch eine Reihe von Ereignissen in der ersten Episode, entdeckt Max ihre Fähigkeit die Zeit kurz zurückzudrehen, ihre Freundschaft mit Chloe wird erneuert und ihre Feindschaft mit dem Mitschüler & Arschloch aus Leidenschaft, Nathan Prescout wird vertieft

Es liegt also an Max und Chloe, das Verschwinden von Rachel aufzudecken und das dunkle Geheimnis von Blackwell zu lüften. Dabei wird Max immer wieder von Albträumen, in denen ein Hurrican Arcadia zerstört, geplagt.
Ich möchte nicht zu viel von der Handlung verraten, da diese sehr gut geschrieben ist und zumindest mich sehr bewegt hat. Im Kern erzählt Life is Strange eine „coming of age“ Geschichte. Max sehnt sich nach ihrer unbeschwerten Kindheit & Freundschaft mit Chloe zurück. Wohl wissend, dass dieser Umstand nie mehr eintreten wird, trotz der erneuerten Freundschaft mit Chloe.

Neben der „coming of age“ Thematik werden auch Elemente des Dramas, des Thrillers und leichte Science-Fiction Elemente (die Zeitmanipulation) eingebaut. Während der erzählerische Bogen, mit einer angenehm steigenden Spannungskurve & dramatischen Höhepunkten aufwartet, bleiben die Figuren etwas blass bzw. klischeehaft (zb die populäre & mobbende Zicke Victoria oder der Nerd Warren).

Über diesen Punkt kann man jedoch hinwegsehen weil jede Figur, egal ob Protagonist, Antagonist oder Nebencharakter, eine gewisse Sympathie ausstrahlt und trotz der Klischees glaubhaft wirkt. Ich habe mich selbst in der Figur des liebenswerten Geeks Warren wiedergefunden. Belesen in popkulturellen Themen aber auch ein großes Allgemeinwissen ist die beste Beschreibung für ihn.

 

Spielerisch erinnert Life is Strange sehr an die Telltale Spiele bietet aber mehr Interaktion mit der Spielwelt und so manches Rätsel. Ich würde LiS als die verbesserte Form eines Telltale Spiels bezeichnen, da die Handlung sehr gut ist aber das Gameplay einen größeren Fokus einnimmt.  Optisch ist Life is Strange etwas durchwachsen. Die Grafik ist sehr solide & farbenfroh, während die Mimik der Figuren eher steif wirkt.
Zusammengefasst erzählt Life is Strange eine emotionale & bewegende Geschichte, hat spannende Charaktere aber eine schwächere Technik.


Kommen wir nun zur Vorgeschichte Life is Strange: Before the Storm. Die erste von drei Episoden erschien am 31. August 2017 und nach den drei Episoden soll noch eine Zusatzepisode erscheinen, in der man zum letzten mal Protagonistin Max spielt


Wir begleiten Chloe Price, bekannt aus Life is Strange, auf ihrem Weg durch ihr Gefühlschaos. Chloe ist ein schlagfertiges Mädchen, dass sich nichts gefallen lässt, Schwierigkeiten mit Vertrauen/Bindungen hat und eine „Leck mich am Arsch“ Einstellung an den Tag legt, die ihresgleichen sucht. In ihrem Inneren ist sie jedoch zutiefst verletzt. Vor fünf Jahren verstarb ihr Vater und ihre beste Freundin Max zog mit ihren Eltern nach Seattle. In ihrer dunkelsten Stunde wurde sie, ihrer Meinung nach, von ihrer besten Freundin verlassen. Der Kontakt zwischen den beiden ist kaum mehr vorhanden und ihren Kummer schreibt sie in ihr Tagebuch. Ihr tristes Leben ändert sich jedoch, als sie auf einem Konzert von ihrer Mitschülerin Rachel Amber vor zwei zwielichtigen Kerlen gerettet wird. Zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich eine tief greifende Freundschaft, die jedoch viel mehr zu sein scheint als nur freundschaftlich. Man merkt eine Spannung zwischen den beiden, die romantischer Natur zu sein scheint.

Neben Chloe & Rachel gibt es noch eine ganze Reihe von gut geschriebenen Figuren. Einige, wie Joyce, David oder Direktor Wells, sind bereits bekannt und haben sich kaum verändert. Andere, wie zb der spätere Oberfiesling Nathan, sind noch anders als in Life is Strange.  Zusammengefasst sind alle Figuren sehr gut geschrieben und wirken bei weitem weniger überzeichnet als im Erstling.


Genug von den Figuren und hin zum Gameplay. LiS Before the Storm weißt wesentlich stärkere Elemente des Point & Click Adventures auf als so ziemlich jedes andere Adventure im Episodenformat, das ich kenne. Man sammelt Gegenstände, setzt diese richtig ein & führt Dialoge. Dabei sind die Widerwortduelle eine witzige Neuerung. In hitzigen Diskussionen müssen die richtigen Argumente ausgewählt werden, um verbal zu gewinnen. Ich mag diese Neuerung, da das Spiel dadurch etwas dynamischer wird.
Wie im Vorgänger gibt es auch in Before the Storm eine Sammelaufgabe. 30 Graffitis wollen an vielen Orten erstellt werden.


Technisch hat sich im Vergleich zum Erstling kaum was verändert. Die Mimik ist immer noch eher hölzern aber Tränen sind nun besser sichtbar. Was mir gefällt, sind detailliertere Areale. Es gibt nun noch mehr Hotspots zum Betrachten. Die englische Synchronisation & der Soundtrack sind immer noch hervorragend. Auch die Untertitel machen, bis auf ein paar kleine Ausnahmen, einen guten Job!


Alles in allem hat mir die erste Episode sehr gut gefallen und ich will unbedingt wissen wie es weitergeht. Das Gefühlschaos um Chloe & Rachel ist sehr bewegend und eine willkommene Abwechslung zur restlichen Videospiellandschaft!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Death Note (Netflix Original Film) | Review

Death Note ist einer der besten & komplexesten Mangas, die ich jemals lesen durfte. Die Auseinandersetzung zwischen „Schurke“ Kira & den größten Detektiven der Welt mag etwas verwirrend sein, unterhält jedoch bis zum großen Finale. Netflix hat im Sommer 2017 eine Realverfilmung veröffentlicht und diese schauen wir uns heute an!


Der intelligente Schüler Light Turner findet eines Tages ein seltsames Notizbuch, genannt Death Note. Wenn er in dieses Buch einen Namen schreibt und sich dabei das Gesicht der Person vorstellt, stirbt selbige innerhalb von 30 Sekunden, sofern der Todeszeitpunkt (maximal 2 Tage nach dem Eintrag) nicht geändert wird. Außerdem kann die Art des Todes manipuliert werden.

 

Zusammen mit dem Todesgott Ryuk, der das Death Note verteilt und scheinbar eigene Pläne verfolgt und Lights Mitschülerin Mia will das Trio eine bessere Welt ohne Verbrechen erschaffen. Dazu wird das Pseudonym Kira erschaffen, um unerkannt zu bleiben. Kira findet zahlreiche Anhänger, trifft aber auch auf Widerstand seitens der Polizei und dem Privatdetektiv L. Die einen sehen in Kira einen Gott, die anderen einen gewissenlosen Mörder.
Die Handlung des Films hat nur in Grundzügen mit der Mangavorlage zu tun. Dieser Umstand fällt jedoch nur in den ersten 10 bis 20 Minuten negativ auf, da der Death Note Realfilm sein eigenes Ding macht und die Geschichte in 100 Minuten sehr spannend erzählt.


Death Note scheut sich nicht davor, Gewalt zu zeigen. Der im Manga populäre Tod durch Herzversagen kommt im Film eher selten vor. Es ist jedoch kein Splatter. Mein Highlight war das Design von Todesgott Ryuk. Er sieht sehr furchteinflößend aus und kommt seiner Mangavorlage schon recht nahe. Was ebenfalls erwähnt werden muss, sind diverse markante Szenen, besonders der Tod der FBI-Agenten sei erwähnt.

 


Alles in allem ist Death Note ein überraschend guter Thriller mit Fantasy & Horrorelementen. Die Schauspieler spielen sehr gut, besonders William Defoe als Todesgott Ryuk überzeugt auf ganzer Linie. Wie bereits gesagt, hat die Handlung des Films kaum etwas mit der Mangavorlage zu tun, aber die westliche Adaption stellt eine interessante und gelungene Alternative zum Manga/Anime dar. Man muss nur aufgeschlossen sein und sich durch die ersten etwas eigentümlichen 15 Minuten quälen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Todesmarsch | Review

Eine weitere Rezension zu einem Buch und wieder einmal geht es um den großartigen Stephen King. Todesmarsch gehört zu den Büchern, die King unter dem Pseudonym Richard Bachmann veröffentlicht hat. Das bedeutet, wir tauchen erneut in die Psyche des Protagonisten ein und lassen Übernatürliches außen vor.


Amerika zu einer unbestimmten Zeit. Eine Militärregierung beherrscht mit eiserner Faust das Gebiet der Vereinigten Staaten. Jedes Jahr am ersten Mai brechen einhundert siebzehnjährige zum sogenannten Todesmarsch auf. Für 99 Teilnehmer endet der Marsch mit dem Tod. Der Gewinner erhält alles, was er sich wünscht. Protagonist ist Ray Garraty aus Maine, wo der Marsch beginnt.

Die Rahmenhandlung von Todesmarsch ist relativ simpel, wie oben beschrieben. Würze & Spannung erhält die Geschichte durch die Teilnehmer des Marsches. Jeder hat seine Geschichte und wir erfahren viel über eine kleine Gruppe von Gehern, genannt Musketiere, um den Protagonisten Ray. Diese Gruppe wird Musketiere genannt und sie sind der Grund, warum Todesmarsch so lesenswert ist. Im Laufe des Buches erfährt man viel über ihre Ansichten, ihre Träume, Wünsche, Hoffnungen & Ängste und es schmerzt jedes Mal ein klein wenig, wenn ein Musketier ausscheidet.
Neben den interessanten Figuren ist auch das „Weltbild“ von Todesmarsch durchaus spannend. Die USA werden von einer Militärregierung, angeführt vom mysteriösen Major, geleitet. Es wird nie klar, wie die USA zu diesem System gekommen ist, oder gar, in welchem Jahr die Geschichte spielt. Daraus ergibt sich der Vorteil einer zeitlosen Geschichte, die man faktisch in jedes Jahrzehnt 20. & 21. Jahrhunderts adaptieren könnte.

Vor meinem Fazit noch ein paar Worte zum Marsch selbst. Im Buch wird nie gesagt, wie diese Tradition entstanden ist, jedoch muss es sie bereits seit mindestens 17 Jahren geben. Dazu kommt der scheinbare Irrsinn, jedes Jahr 99 zu opfern. Dem gegenüber steht die Bejubelung, fast schon Vergötterung, der Geher durch das Volk. Es gibt unzählige Unterstützer, es ist gegen die Regeln, dem Geher externe Ressourcen wie Limonade zu geben, oder Fanclubs dieser und „Volksfeste“ um die tapferen Teilnehmer des langen Marsches anzufeuern. Umso mehr erfreut sich die Masse, wenn einer der Geher strauchelt, fällt, oder stirbt. Diese fast schon perverse Gier nach Tod & Blut beziehungsweise kranken Souvenirs, wie verlorene Schuhe, sind sowohl schockierend und abstoßend, als auch faszinierend.


Zusammengefasst ist Todesmarsch ein gelungener Roman über eine düstere Utopie der USA. Die Konzeption der Figuren ist glaubhaft, die Welt interessant und Stephen King schafft es mal wieder, den Leser in seine eigene Welt zu ziehen. Ich freue mich bereits auf das Buch von Stephen King und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Marvels The Inhumans Folge 1 & 2 | Review/Gedankenspiel

Ich war gestern mit meinem besten Freund Felix im Kino und wir haben uns das Imax exklusive Event zu Marvels The Inhumans. Bei diesem Event werden die Ersten beiden der neuesten Serie von Marvel als Premiere zwei Wochen lang in ausgewählten Kinos gezeigt. Gefilmt wurde die Serie mit Alexa Imax 65 mm Kameras. Der Start dieser Premiere am 01.09.2017.


Wer oder was sind die Inhumans? Simpel gesagt sind die Inhumans eine Rasse von Metawesen im Marvel-Universum. Diese Rasse wird von ihrem König, Black Bolt & dessen Familie beherrscht. Ähnlich wie die X-Men zeichnen sich die Inhumans durch ihre vielfältigen Fähigkeiten aus. Ihre Fähigkeiten brandmarken sie jedoch, ebenso wie die Mutanten, als Außenseiter. Dies hält die Inhumans um Black Bolt jedoch nicht davon ab, gegen das Böse zu kämpfen!


Da diese Serie sehr neu ist, möchte ich so wenig wie möglich über die Handlung verraten. Daher gibt es nur eine kurze Zusammenfassung und dann teile ich meine Eindrücke von diesem Kinobesuch mit euch.

Nach einem Militärputsch muss die Königsfamilie um Black Bolt & Medusa von ihrer Heimat, auf dem Mond der Erde, fliehen. Ihre Zuflucht ist Hawaii auf der Erde. Von dort aus stellen sich die Inhumans den Mächten des Bösen.

Als „Film“ taugt Inhumans eher wenig, was aber daran liegt, dass die beiden gezeigten Folgen nicht als Film, sondern als Premiere einer kommenden TV Serie zu verstehen sind. In dieser Rolle funktioniert Inhumans sehr gut. Es wird die Stadt Attilan, die Familie um Black Bolt sowie der Hauptschurke etabliert.

Mein Highlight war Anson Mount (The Evil Within) als Black Bolt, der König des Inhumans Volkes. Da dieser, aufgrund seiner Fähigkeiten, niemals spricht, muss Anson Mont viel Mimik & Gestik arbeiten und dieses Kunststück wurde mit Bravour geschafft.

Serinda Swan als Medusa & Iwan Rheon als Maximus wussten ebenfalls als Hauptfiguren zu gefallen. Vom Rest des Casts möchte ich noch mehr sehen, um wirklich eine Meinung zu haben


Technisch hat mich das Imax wie üblich beeindruckt, auch wenn seit Dunkirk alles wie ein kleiner Rückschritt in diesem Format wirkt. Besonders hat mir die Abmischung des Klangs gefallen. Inhumans war weder zu Laut noch zu leise. Es wurde genau die richtige Mischung gefunden.

Eine witzige Notiz am Rande. Als Felix & ich in den Saal gingen, wurde das Thema von Wonder Woman aus dem gleichnamigen Film & Dawn of Justice gespielt, was etwas out of place wirkt, wenn ein DC Musikstück vor einem Werk von Marvel gespielt wird.
Als der Abspann lief und somit die Vorstellung zu Ende war, hörte man im Kinosaal diverse Aussagen wie „was für ein mieser Film“ oder Ähnliches. Mich hat das belustigt, weil manche Leute, nicht Sinn erfassend, die Filmbeschreibung des Kinoprogramms gelesen haben. Dort stand nie etwas vom Inhumans Film, dieser wurde vor einiger Zeit von Marvel eingestellt. Die Serie ersetzt, vermutlich vorläufig, den Film.

Zusammengefasst hat sich dieser Besuch im Imax gelohnt. Wer die Erwartung, einen typischen Marvel Film zu sehen, über Bord wirft, bekommt einen Einstieg in eine sehr solide Serie serviert. Wer man diese Erwartung, trotz der verbreiteten Informationen was Inhumans ist und was im Kino gezeigt, nicht ablegen kann, wird enttäuscht sein. Ich hab die 10 € gern in diese 77 Minuten Unterhaltung gesteckt und freue mich auf den Rest von Marvels The Inhumans.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Annabelle: Creation | Review

Eigentlich wollte ich bis zum Erscheinen von Annabelle: Creation die restlichen Conjuring Filme besprochen haben. Leider, oder besser gesagt zum Glück, wurde daraus nichts, denn so bin ich nun in der glücklichen Lage, mit der Vorgeschichte zu beginnen. Viel Spaß also mit meiner Review zum 2017 erschienenen Annabelle: Creation, welcher unter der Regie von David F. Sandburg (Lights Out) entstanden ist.


Im Jahr 1943 verlieren der streng gläubige Puppenmacher Samuel Mullins (Anthony LaPaglia) und seine Ehefrau Esther (Miranda Otto) ihre geliebte Tochter Annabelle, genannt Bee, bei einem Autounfall. In ihrer Verzweiflung beten sie zu jeder Macht, um ihr kleines Mädchen, bzw. zumindest einen Teil von ihr, wieder zu erlangen, ohne zu wissen, was sie eigentlich in ihr Haus & die Puppe Annabelle (benannt nach der Tochter) eingeladen haben.

12 Jahre später, sprich 1955, laden die Mullins die Nonne Schwester Charlotte und Waisenmädchen, die durch die Schließung ihres alten Waisenheims auf der Straße gelandet sind, in ihr Haus ein. Die Kinder leben sich schnell im Haus ein aber eines der Mädchen, Janice, die an den Folgen der Kinderlähmung leidet, wird durch Textnachrichten in Bee’s Zimmer gelockt, befreit aus Versehen die Puppe Annabelle und entfesselt somit das Böse.

Annabelle: Creation erzählt eine spannende Geschichte und bringt in 109 Minuten eine Menge an Exposition über die Bühne, wirkt aber nicht überladen. Neben der spannenden und sehr atmosphärischen Geschichte wartet Annabelle: Creation mit einer starken Besetzung auf. Überraschenderweise spielen die Kinder wesentlich glaubhafter & besser als die erwachsenen Schauspieler.

 


Positiv fallen die Effekte & die dichte Atmosphäre auf. Annabelle Creation in Punkto Horror, Atmosphäre & Effekte dem ersten Annabelle Film in nichts nach. Die Spannung baut sich langsam auf und steigert sich langsam bis zu einem grausigen Höhepunkt, an dem der psychologische Terror des Dämons fast schon absurde Züge annimmt. Hier sei angemerkt, dass man die Kreatur fast nie sieht. So wird der subtile Horror gestärkt, denn das, was man nicht sieht, ist wesentlich gruseliger als das, was man sieht.


Zusammengefasst ist Annabelle Creation ein gruseliger & atmosphärischer Horrorfilm. Mich verblüfft es immer wieder, dass die Annabelle Filme wesentlich unheimlicher sind als die Conjuring Filme. Was mir am Film gefällt, habe ich bereits in der Review genannt und muss nicht wiederholt werden. Für Annabelle Creation spreche ich eine klare Empfehlung aus und aufmerksame Fans werden so manches Easter Egg finden.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Monatsrückblick: August 2017 | Storytime

Schon wieder ist ein Monat vorbei. Die Zeit vergeht wie im Flug. Was ist im August passiert? Mein Highlight ist das massive Wachstum des Blogs, was bereits Ende Juli angefangen hat. Ich habe in den letzten Wochen so viele interessante Blogs & Menschen gefunden/kennengelernt und kann nur sagen, dass ihr die beste und faszinierendste Community seid, die man haben kann. Ein großer Dank geht an Keya’s World, Ainu89 & Tempest für viel Feedback, Vorschläge & eine gute Zusammenarbeit.


Mit etwas Verspätung kommt nun mein Beitrag zur Blogparade „Geborgte Erinnerungen“ und der Beitrag der alles losgetreten hat, ist hier!

Kopffüßler im Haus des Meeres - Wien
Dieses kleine Kerlchen habe ich vor einigen Jahren im Haus des Meeres, in Wien, fotografiert. Ich bin ein Fan von Kopffüßlern und dieser Bewohner im Haus des Meeres war so freundlich sich perfekt zu posieren. Ideal für ein Foto oder ein sehr schönes Aquarell! 🙂
Spaziergang am Pichlinger See
Auf diesem Bild wurde ein Sonnenuntergang festgehalten den ich und eine (inzwischen ehemalige) Freundin bei einem gemeinsamen Spaziergang um den Pichlinger See, im Süden meiner Heimatstadt, festgehalten haben. Das Bild von Sabrina fasst die Stimmung dieses Abends wunderbar zusammen. Danke dafür! 🙂

Den restlichen Monat August habe ich so verbracht wie immer, sprich mit arbeiten, zocken, Filme sehen & sozialen Kontakte pflegen.

Im August war ich drei mal im Lichtspielhaus und habe folgende Filme gesehen:


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Der dunkle Turm: Eine eher mäßige Adaption eines Buches von Stephen King.


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Bullyparade – Der Film: Eine eher stumpfe aber sehr unterhaltsame Komödie und ein würdiger Abschluss(?) der gesamten Bullyparade Thematik.


220px-Annabelle_CreationAnnabelle Creation: Ein gelungenes Prequel mit düsterer Atmosphäre und starker Besetzung.


Was Videospiele angeht, so gab es im August einige positive Überraschungen. Den Anfang macht White Day, ein Horrorspiel aus der Ego-Perspektive, welches offiziell erst Ende August erscheinen soll. Durch meinen Stammhändler habe ich dieses Spiel bereits einige Wochen früher erhalten. White Day gehört zu den Spielen die auf dem ersten Blick nach wenig aussehen aber eine äußerst unheimliche Atmosphäre erzeugen.

Als Nächstes kamen Sonic Mania & City Skylines. Ersteres habe ich mit Spannung erwartet und wurde nicht enttäuscht. Das Spiel ist ein kleiner, spaßiger Plattformer für zwischendurch während City Skylines sehr gut auf der Konsole mit dem Gamepad, Städtesimulatoren sind eher Maus & Tastatur lastig, spielbar ist.

Genug von den Überraschungen und hin zu den Spielen, von denen ich mir viel erwartet habe. Den Anfang macht das am 9.8 erschienene Hellblade: Senuas Sacrifice für PS4 & PC. In diesem düsteren Actionspiel begibt man sich in das Reich der Toten & Senuas Wahnsinn, um die Seele ihres geliebten zu holen. Packend, verstörend, episch, dreckig & gnadenlos. So beschreibt man Hellblade am besten. Als nächstes kommt Uncharted: The Lost Legacy, was ein grandioses Spiel ist und seinen Vorgängern, bis auf die etwas kurze Spielzeit, in nichts nachsteht.
Als Fan der Saints Row Spiele, ist es logisch, dass ich Agents of Mayhem sehnsüchtig entgegen gefiebert habe und bis auf die zeitweiligen Bugs macht das Spiel echt Spaß. Eine Review folgt in kürze.


Literarisch habe ich mich im August auf DC Comics, mit Fokus auf Batman und seine Gefährten, sowie Stephen King konzentriert. Zwei Reviews über King-Romane sind bereits erschienen und eine dritte folgt im September. Das gleiche gilt auch für die Comic Reviews.
Das wars soweit mit Monatsrückblick. Wir lesen uns beim nächsten Mal und ich bedanke mich für die Treue & das positive Feedback!