Christine (1983) | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #4

Die Faustregel, das die Horrorfilme, welche auf Stephen Kings Werk basieren, nicht wirklich gut sind, hat sich bisher fast immer bestätigt. Diese Behauptung wird durch die Reviews zu Friedhof der Kuscheltiere (obwohl ich den irgendwie mag) und Rhea M gestützt. Gegen diese Behauptung spricht der Beitrag zu Thinner. Doch was passiert, wenn wir den Filmemacher John Carpenter (Halloween, The Fog & seine Filme mit Kurt Russel) auf Stephen Kings Werk loslassen? Das finden wir jetzt mit meinem Beitrag zu Christine aus dem Jahr 1983 heraus!


Arnie Cunningman ist ein schwächlicher Kerl, der kein Glück bei den Frauen hat und ein prominentes Opfer der Schläger um Buddy Repperton ist. Einzig sein bester Freund, Dennis Guilder, steht ihm treu zur Seite.

Arnies Leben ändert sich schlagartig, als er eines Tages einen stark ramponierten 1958er Plymouth Fury in roter Speziallackierung sieht. Er verliebt sich schlagartig in dieses Auto, welches auf den Namen Christine hört wie uns der Verkäufer des Wagens erzählt.
Im Laufe der Zeit entwickelt Arnie eine Beziehung zu seinem Auto die fast schon an Besessenheit grenzt. Dafür bekommt Arnie Selbstbewusstsein & hat Glück bei den Frauen.

Der Horror beginnt jedoch, als die Schläger um Buddy auf Christine losgehen und den Wagen beschädigen. Christine ist ein rachsüchtiges Auto & lässt sich nicht beschädigen oder beleidigen.


Das Herzstück der Besetzung ist das Zusammenspiel von Keith Gordon (Arnie), John Stockwell (Dennis) & Alexandra Paul (Leigh, Pauls Freundin). Diese drei Schauspieler haben eine sehr gute Chemie miteinander und liefern eine äußerst solide Performance ab.
Die restliche Besetzung ist auch eine Erwähnung wert, da es keinen Ausreißer nach unten gibt. Leider ist die deutsche Synchronisation etwas durchwachsen. Dadurch wirken, zum Beispiel, Arnies Eltern etwas hölzern.
Ein großes Lob geht an die Tricktechnik & den Soundtrack. Szenen ohne wie die Explosion einer Tankstelle oder wenn Christine sich selbst repariert, sehen immer noch eindrucksvoll aus und zeigen, was ohne CGI möglich ist.

Der Soundtrack wechselt sich mit klassischem Rock ’n Roll der 1950er Jahre und John Carpenters selbst komponierten Musikstücken ab. Beide tragen viel zur Atmosphäre bei und es ist Carpenters Musik die Stimmung erzeugt!


Zusammengefasst ist Christine ein solider & kreativer Horrorfilm, der auf Splatter/Slasher/Gore verzichtet aber auf Spannung/Handlung & die Schauspieler selbst setzt. Wenn man das Werk von King in die Hände eines fähigen Filmemachers legt, wird man nicht enttäuscht. Wer einen Horrorfilm der 80er Jahre sucht, der kein Schlachtfest ist, kann bedenkenlos zugreifen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wie üblich könnt ihr diesem Link folgen um die Beiträge von Ainu89 lesen!

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Autor: DerStigler

Zwischen Videospielen, Filmen, Büchern, Katzen und einem aufregenden Leben.

10 Kommentare zu „Christine (1983) | Review | All Hail to the King! Stephen King Verfilmungen #4“

    1. Für mich war der Film eine Erstsichtung und es war ein gewohnt guter Carpenter Film. Leider ist sein Spätwerk nicht mehr so gut aber das wohl bei jedem altgedienten Filmemacher so. 🙂

      Seine Soundtracks habens aber echt in sich. 🙂

      Gefällt 1 Person

      1. Ja, aber Carpenter ist echt Thelma und Louise-Style von der Klippe gefahren, qualitätsmäßig.

        Naja, inzwischen gönne ich ihm seinen Ruhestand mit Musikmachen, Videospielen und gelegentlichem über-Rob-Zombie-Herziehen. 😉

        Gefällt 1 Person

  1. Oh Mann der Auto-Film… Den fand ich furchtbar langweilig. Allerdings habe ich den auch schon lange nicht mehr gesehen. Vielleicht finde ich ihn ja heute besser? Eher nicht 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Ich liebe Carpenters Christine. Für mich trifft er den Kern der Geschichte wirklich gut (geht ja auch mal etwas unblutiger :)) ). Wie alle Carpenter aus der Epoche, lebt er natürlich auch von Carpenters Musik.
    Ja – gucke ich immer wieder gerne.

    Gefällt 1 Person

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