Resident Evil und die Kettensägen | Gedankenspiel

Ist euch schon mal aufgefallen, dass es in den modernen Resident Evil Spielen, sprich ab Teil 4, einen Running Gag gibt der sich mit Kettensägen, in meiner Heimat liebevoll Fichtenmoped genannt, beschäftigt?

Heute möchte ich euch von den Gegnern mit Kettensägen erzählen, die seit Teil 4 durch die Spiele wuseln und jagt auf die Spielfiguren machen. Viel Spaß!


Resident Evil 4 – Dr. Salvador & die Bella Schwestern

Der Kettensägenmann ist der wahrscheinlich ikonischste reguläre Gegner in Resident Evil 4, immerhin ist auch auf einem der Cover Artworks zu sehen. Mit „richtigem“ Namen heißt dieser Feind Dr. Salvador und man kann bis zu 5 mal auf diesen Feind in Resident Evil 4 treffen, je nach Schwierigkeitsgrad. Neben einer enormen Sturheit, was das Sterben durch Kugeln sowie Granaten angeht, ist Dr. Salvador durch seine markante Kettensäge eine Gefahr, die einen One-Hit-Kill ausführt und das Leben von Leon S. Kennedy äußerst schnell beenden kann. Dr. Salvador ist ein Ganados, sprich ein Mensch der mit dem Las Plagas Typ 1 Parasiten infiziert wurde.

Neben Dr. Salvador gibt es zwei Dorffrauen, ebenfalls Ganados, die als Bella Schwestern bekannt sind. Diese „Damen“ sind wesentlich aggressiver und schneller als Salvador, was sie auch so brandgefährlich macht. Bedingt durch ihr Geschrei, wenn sie Leon entdecken sind sie wesentlich furchteinflößender als der tödliche Doktor. Man auf diese Gegner in Resident Evil 4 relativ kurz vor dem Bosskampf mit dem Bürgermeister treffen.


Resident Evil 5 – Kettensägen-Majini

In Resident Evil 5 trifft man auf insgesamt drei Kettensägen-Majini, die quasi gewöhnliche Majini sind aber dank ihres „Fichtenmopeds“ einen One-Hit-Kill ausführen können. Ein Majini ist ein Mensch, der mit Las Plagas Typ 2 infiziert wurde und die in der afrikanischen Stadt Kijuju auftauchen.

Wir haben es hier also mit der afrikanischen Variante von Dr. Salvador beziehungsweise den Bella Schwestern zu tun und besonders die zweite Begegnung kann für einige Stressmomente sorgen.


Resident Evil 6 – Ubistvo

Okay jetzt wirds abgedreht, weil Resident Evil 6 äußerst gern eskaliert, was die Mutationen angeht und wie ich zu Resident Evil 6 stehe, könnt ihr hier nachlesen.

In Resident Evil 6 wird der C-Virus eingeführt, der äußerst stark mutiert und mit Genen von Insekten sowie Eidechsen kombiniert wurde. Jetzt stellt euch einen Menschen vor der mit dem C-Virus inifizert wurde und richtig abgefahren mutiert ist. Die Erscheinungsform ist humanoid, allerdings sind Herz, Wirbelsäule und Brustkorb im rechten Arm, wodurch dieser zu einer Art organischer Kettensäge mutiert. Die Kettensäge wird vom Herz angetrieben, was auch die essenzielle Schwachstelle dieses Mutanten ist.

Kurzer Fun-Fact am Rande: Ubistvo bedeutet Mord auf Deutsch.


Resident Evil 7: Biohazard – Das Duell

Weg von den abgedrehten Mutationen und dem Kampf um das Schicksal der gesamten Welt und hin zum Anwesen der dezent mutierten Familie Baker. Dies ist der Schauplatz von Resident Evil 7 und auf seiner Flucht aus diesem Haus muss ich Protagonist Ethan Winters mit den Mitgliedern der Familie Baker messen. Besonders Familienoberhaupt Jack macht unserem Helden das Leben schwer. Neben einigen vorherigen Begegnungen entwickelt sich Resident Evil 7 zur Vollendung des Kettensägenmassakers und ein ebenso episches wie grausiges Duell steht ins Haus.

Bewaffnet mit Kettensägen gehen Ethan und Jack aufeinander los, was in einer unterhaltsamen aber auch blutigen Auseinandersetzung mündet.

Dieser Bosskampf sticht allgemein aus den Bosskämpfen der Resident Evil heraus, ist aber auch ein hervorragender Beweis für den neu gewählten Ansatz der Reihe.


Das wars soweit zu dieser Thematik. Ich finde diesen Running Gag seit Teil 4 eigentlich sehr interessant und er passt auch sehr gut zum edlen Trash der Resident Evil Spiele. Ich bin gespannt ob das Thema Kettensäge im kommenden Resident Evil 8 nochmal aufgegriffen wird und wie es dann umgesetzt wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Tattoo Sleeve Phase 1 | Storytime

Nach langer Zeit gibt es mal wieder einen Beitrag zum Thema Tattoos. Am 5.4.2019 habe ich mit einem Projekt an mir beginnen lassen und zwar mit einem Sleeve, der am Ende meinen kompletten linken Arm, außer der Hand, ,bedecken soll.

Das Thema des Sleeves sind Tiere & Natur, was meine Liebe zur Tier- und Pflanzenwelt perfekt repräsentiert!

Auf dem Bild ersten Bild seht ihr das Ergebnis der ersten Sitzung kurz nach dem Stechen und auf dem zweiten Bild sehr ihr den Sleeve knapp 3 Wochen nach der Sitzung.

Uhu, Roter Panda und etwas Grünzeug

Dragon Ball und die Last des Spannungsbogens | Gedankenspiel

Ich glaube wir sind uns alle einig, wenn ich den Manga Dragon Ball zu Recht einen Kultstatus verleihe und seine Relevanz für das Medium Manga sowohl im Westen als auch im Shonen Genre lobend hervorhebe. So sehr ich die Geschichte, Welt und Figuren von Dragon Ball mag, so gibt es auch ein paar gravierende Probleme innerhalb der Handlung, die im zweiten Drittel wirklich zum tragen kommen.

Um mein Problem zu erläutern müssen wir zuerst klären worum es in Dragon Ball primär geht und wie die Geschichte erzählt wird! Ich werde allerdings nur einen groben Überblick geben, da das Behandeln der einzelnen Sagas den Rahmen sprengen würde.

In Dragon Ball reist der junge Son-Goku um die Welt, wodurch er an seinen Fähigkeiten in den Kampfkünsten feilt und immer stärker wird. Am Ende einer Saga (Story Arc) nimmt Son-Goku am großen Kampfsportturnier Tenkaichi Budokai teil, wird jedoch von einem stärkeren Rivalen besiegt. Im großen Finale der ersten Hälfte von Dragon Ball besiegt Son-Goku seine Rivalen Tenchinhan und Piccolo wodurch er zum stärksten Kämpfer der Erde.

Die zweite Hälfte der Handlung wird im Anime mit „Z“ betitelt, was im Manga jedoch wegfällt. An dieser Stelle ist der beinah radikale Wechsel der Ausrichtung anzumerken. Während die erste Hälfte eine überdrehte Martial Arts Komödie in einer Welt war, die sich kaum ernst genommen hat, ist die zweite Hälfte eine Aneinanderreihung gigantischer Schlachten mit immer weiter ausufernden Kraftstufen und Transformationen.

Zurück zur Handlung. Am Ende von Dragon Ball ist Son-Goku also der stärkste Kämpfer der Erde. Daher ist es logisch Feinde aus dem Weltall zu etablieren. Zuerst kommen die Aliens (Radditz, Vegeta & Nappa) auf die Erde während die Z-Kämpfer (so der Name der Gruppe um Son-Goku) zur Erde reist, um sich dem schrecklichen Tyrannen Freezer zu stellen und die Gefallenen nach der Schlacht gegen Vegeta und Nappa wiederzubeleben. Am Ende der Namek-Saga besiegt Son-Goku den Weltraumtyrannen und opfert sich dabei. Ein klassischer Heldentod aber Son-Goku hat es allen bewiesen. Er ist der stärkste Krieger im Universum. Hier wäre ein perfekter Punkt gewesen die Handlung zu beenden aber nein. Die Show muss weitergehen. Was kann man also als nächsten Feind etablieren? Selbstverständlich Cyborgs und Cell der Wunderkäfer.

Son-Goku ist auf einem Level, auf dem er Planeten zerstören kann. Wie sollen also Cyborgs eine Chance gegen ihn haben? Die Problematik liegt nicht im wie oder warum, sondern an der krampfhaften Fortsetzung der Reihe. Mit der Namek-Saga wurde der Höhepunkt der Handlung  und Spannung erreicht. Alles was danach kommt, wirkt fast schon erzwungen und es tut sich ein weiteres Problem auf. Mit der Cyborg/Cell-Saga sollte Son-Goku als Held von seinem Sohn Son-Gohan abgelöst werden, was allerdings nur semi-konsequent durchgezogen wurde. Ja Son-Gohan hat Cell besiegt, aber in der finalen Saga gegen den Dämon Boo musste erneut Son Goku den Tag retten.

Zusammengefasst ist Dragon Ball zu Recht ein Kultmanga, der allerdings an einige Probleme in puncto Spannungskurve und Storytelling aufweist. Dennoch darf man die Relevanz dieses Werks nicht unterschätzen und die Nostalgie von Dragon Ball lässt über viele aber nicht alle Schwächen hinwegsehen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Prager Zoo (Prag Urlaub) | Storytime

Im Zuge meines Urlaubs in Prag haben ich und mein auch den Zoo besucht, der gigantisch war! Es folgen einiges Impressionen von diesem wunderschönen zooologisch Garten! ❤️

Es war echt schwer aus fast 200 Bildern ein paar auszuwählen. Viel Spaß! :3

Prag vom 19.4 bis 22.4 | Storytime

Über Ostern habe ich Prag, die goldene Stadt, mit meinem Bruder besucht und ich war ebenso beeindruckt von dieser Stadt wie von Warschau! ❤️


Das Biermuseum, inklusive Verkostung, war ein hervorragender Einstieg für den ersten Tag!


Dann wurde ordentlich gegessen!


Dann haben wir die Innenstadt und das Apple Museum erkundet!


Der zweite Tag gehörte dem Zoo, den ich einem eigenen Beitrag vorstelle, sowie einer interessanten Nachtführung zum Thema Geister von Prag!


Am letzten Tag haben wir die imposante Prager Burg besucht und noch etwas die Innenstadt erkundet!


Das Hotel war auch toll!

Alles in allem hat mir Prag sehr gut gefallen! Ich freue mich auf meinen nächsten Besuch!

Friedhof der Kuscheltiere (2019) | Review [All hail to the King! #10]

Titel: Friedhof der Kuscheltiere 
Originaltitel: Pet Sematary
Regie: Kevin Kölsch, Dennis Widmyer
Laufzeit: 101 Minuten
Genre: Horror, Romanverfilmung
Erscheinungsjahr: 2019

Wow das Stephen King Special hat eine wirklich lange Pause eingelegt, aber nun wird auch dieses Herzensprojekt von mir endlich fortgesetzt und passend zum Release von Friedhof der Kuscheltiere widme ich mich der aktuellsten Adaption von Stephen Kings Roman über Untote Katzen und gruselige Katzen!

An dieser Stelle eine kleine Spoilerwarnung wobei ich mich nur auf Infos beziehen werde, die auch in den Trailern gezeigt wurden!


Kernfakten zum Film

Titel: Friedhof der Kuscheltiere

Originaltitel: Pet Sematary

Regie: Kevin Kölsch, Dennis Widmyer

Laufzeit: 101 Minuten

Genre: Horror, Romanverfilmung

Erscheinungsjahr: 2019


Die Übsersicht zum Stephen King Special:


Handlung: Manchmal ist der Tod besser …

Um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können hat Louis Creed seinen Job als Arzt in der Notaufnahme an den Nagel gehängt, um mit seiner Familie mehr Zeit verbringen zu können. Dazu hat er ein Haus in Ludlow, im tiefsten Mains, gekauft und dabei auch noch einen Hektar Wald inklusive Haustierfriedhof erworben.

Als eines Tages die Katze der Familie Creed, ein Kater namens Church, überfahren wird, erfährt Louis durch seinen Nachbarn Jud von einem mysteriösen Ort jenseits des Friedhofs. Jud und Louis begraben Church auf einem alten Indianerfriedhof. Als jedoch der Kater kurze Zeit später zurückkehrt, wenngleich auch wesentlich aggressiver als vorher und Louis Frau Rachel alptraumhafte Visionen von ihrer toten Schwester hat, hält das Grauen einzug in das Leben der Familie Creed …

Meine Meinung zum Film

Im Vergleich zum Roman und zum alten Film aus den 80er Jahren nimmt die 2019er Adaption einige Änderungen vor, die jedoch nicht störend, sondern eher logisch und frisch wirken. So ist die Wahl des Wiedergängers vom kleinen Jungen auf ein etwas älteres Mädchen clever gewählt, weil man so mehr Möglichkeiten für den Horror und die Handlungen des Untoten hat.

Der Film baut eine sehr dichte Atmosphäre auf, die sich bereits in Minute 1 etabliert und dann danach kontinuierlich ansteigt. Dem Zuseher wird durch den geschickten Einsatz von Jump Scares, welche die Grenzen zwischen Realität und Surrealismus immer weiter verschwimmen lassen, kaum Zeit zum atmen gelassen. Jede neue Szene kann einen weiteren Schrecken parat halten, was perfekt zum Grundthema einer Stephen King Geschichte passt. Das Böse kann sich hinter allem verstecken, auch hinter unscheinbaren Dingen. Mit diesem Hintergedanken wirken die Figuren Louis Creed und Jud umso tragischer, da sie eigentlich gute Intensionen haben aber die Tür zum Grauen aufstoßen …

Die Besetzung wird klar von Jason Clark als Louis Creed und John Lithgow als Jud Crandall getragen. Besonders zweitgenannter verleiht seiner Rolle sehr viel Gewicht und Persönlichkeit, was aus einer simplen Nebenrolle eine tragende Figur macht.

Fazit

Alles in allem ist die 2019er Verfilmung von Friedhof der Kuscheltiere eine interessante Neuverfilmung, die einige Änderungen in der Handlung vornimmt, was jedoch nicht störend, sondern erfrischend wirkt. Dazu kommt eine dichte Atmosphäre, die perfekt zum Setting passt und das Grauen hervorragend einfängt!

Was moderne Stephen King Verfilmungen angeht gehört dieser Vertreter definitiv zu den besten! Ich vergebe für Friedhof der Kuscheltiere (2019) die Wertung sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

DerStigler auf Urlaub!

Hallo Freunde, liebe Leserinnern & Leser!

Vom 15.4 bis 22.4 wird es auf dem Blog keine Beiträge geben, weil ich auf Urlaub bin. Ab dem 23.4 wird es dann mit einigen strukturellen Änderungen weitergehen!

Machts gut, wir sehen/hören/lesen uns nach meinem Urlaub.

Falls ihr allerdings wissen wollt was ich in meinem Urlaub so treibe und auch abseits des Blogs mache könnt ihr mir gern auf Instagram folgen:

https://www.instagram.com/derstigler/

Superbros #9: Iron Sky & Iron Sky 2 – Kult oder Trash?| Podcast

Superbros Übersicht

Superbros #9

Aquaman/Suicide Squad: Sink Atlantis! | Review

Titel: Aquaman
Autor: Dan Abnett, Rob Williams
Zeichner: Jose Luis, Joe Bennet
Verlag: DC
Sprache: Englisch
Seiten: 104
Erschienen: 06. Februar 2019

Auf das Crossover Sink Atlantis! in dem Aquaman auf das Suicide Squad aka Task Force X trifft, habe ich mich schon länger gefreut. Über Instagram habe ich bereits eine kompakte Rezensionen veröffentlicht, aber nun möchte ich etwas detaillierter werden!


Kernfakten zum Comic

Titel: Aquaman
Autor: Dan Abnett, Rob Williams
Zeichner: Jose Luis, Joe Bennet
Verlag: DC
Sprache: Englisch
Seiten: 104
Erschienen: 06. Februar 2019


Handlung: Atlantis erhebt sich

Atlantis ist aus den Tiefen des Meeres an die Oberfläche gestiegen und liegt als neue Nation zwischen den USA und Europa. Arthur Curry aka Aquaman hat seine Krone abgelegt und Mera regiert nun über Atlantis, dass einer ungewissen Zukunft entgegenblickt. Die Narben des Bürgerkriegs (Aquman Vol. 5/6) sind noch frisch und das Verhältnis zur US-Regierung ist äußerst angespannt, aufgrund Aqumans vergangener Taten.

Als Amanda Waller das Suicide Squad (bestehend aus Killer Croc, Deadshot, Harley Quinn sowie den Neuzugängen Lord Satanis und Master Jailer) entsendet um Atlantis wieder zu versenken muss Aquaman alles daran um seine Heimat und seine Geliebte Mera zu schützen. Selbstverständlich verfolgt Waller einen geheimen Plan, wie sie es immer tut. Das Suicide Squad und Aquaman befinden sich auf Kollisionskurs …

Meine Meinung zum Comic

Die Geschichte des Crossovers ist im Kern simpel, wird aber spannend erzählt, da hier zwei kreative Teams die Handlung aus zwei Sichtweisen erzählen.

Gleiches gilt auch für die beiden Zeichenstile des Comics, die sich äußerst stimmig ergänzen. Besonders die Figuren sehen hervorragend aus und Aqauman mit Bart und langen Haaren hat etwas leicht animalisches an sich.

Dank Querverweisen zu anderen Ausgaben der Aquaman Rebirth beziehungsweise Suicide Squad Rebirth Serie und Dark Nights: Metal fügt sich Sink Atlantis! harmonisch den Verlauf der DC Comics ein und bleibt dem Kanon treu.

Fazit

Alles in allem ist Sink Atlantis! ein gelungenes Crossover, dass gleich mehrere Aufgaben erfüllt. Einerseits fühlt sich der Comic wie das nächste Kapitel in den Serien Aquaman und Suicide Squad an. Andererseits baut der Comic genug Querverweise ein, um treue Leser beide Serien zu belohnen und neue Leser an eine der beiden Reihen heranzuführen. Das Crossover ist ohnehin so aufgebaut, dass man mit wenig bis keinem Vorwissen auch seinen Spaß damit haben kann.

Ich vergebe für Aquaman / Sucice Squad: Sink Atlantis die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Mein Assassins Creed Fandom | Storytime

Im Zuge des Release von Assassins Creed 3 & Liberation Remastered habe ich mich erneut auf mehreren Ebenen mit dem Assassins Creed Franchise auseinandergesetzt. Dabei habe festgestellt, dass ich eine äußerst emotionale Bindung zu dieser Spielereihe habe. Im Zuge dieser erfreulichen Erkenntnis habe ich mir Gedanken über meine Liebe zu diesen Spielen gemacht und genau darum soll es heute gehen!


Die Geschichte beginnt vor vielen, vielen Jahren als ich noch ein überzeugter Anhänger der Xbox war und eine Xbox 360 mein Eigen nannte. Das muss vor mindestens 10 Jahren gewesen sein. Wie damals, zu Xbox 360 Zeiten, üblich war auch das erste Assassins Creed Teil meiner Sammlung, aber bis heute bin ich mit diesem Spiel, trotz des erfrischenden Settings zur Zeit der Kreuzzüge nie wirklich warm geworden und auch Assassins Creed 2 konnte mich nur bedingt fesseln. Beide Spiele habe ich damals nach etwas mehr als einem Drittel abgebrochen. Ich wusste um die Existenz der Spiele, hatte aber kaum Interesse an der Reihe.

Als ich dann schließlich wieder zu Sony zurückkehrte und mir eine PS3 zulegte, habe ich mir im Vorfeld des Releases von Assassins Crees IV: Black Flag die sogenannte Assassins Creed Anthology gekauft. In dieser Sammlungen waren die Teile 1, 2, 3, Brotherhood und Revelations. Ab dann wurde alles anders. Ich hatte in meiner PS3 Zeit eine Phase, in der ich ein Spiel nach dem anderen konsequent durchgespielt habe und das übermäßig schnell. Diese Phase dauerte ca. ein Jahr und in dieser Zeit habe ich bis auf den Erstling alle anderen AC Teile durchgespielt. Meine Fanliebe entflammte wie ein Leuchtfeuer und ich versank in der Welt von Assassins Creed. Dank den kreativen und unterschiedlichen Settings, den Rachegeschichten, den etwas generischen Hauptfiguren und der lebendigen Spielwelt lernte ich diese Reihe lieben.

Black Flag festigte trotz der zähen Handlung die Liebe dank des hervorragenden Gameplays. Mein absoluter Höhepunkt der Reihe bildet allerdings Assassins Creed Rogue. Erstmals lernte man die andere Seite kennen und spielte einen Templer, sprich einen vermeintlich Bösen. Dank der interessanten Geschichte und dem neuen Blickwinkel wurde frischer Wind in die Reihe gebracht, was dringend nötig war.

Die Nachfolger Unity und Syndicate überzeugten zwar mit dem Setting aber das Gameplay wurde immer generischer während der technische Zustand zu wünschen übrig ließ. Fairerweise muss man sagen, dass Unity wesentlich maroder war als Syndicate.

Mit Assassins Creed Origins hat sich die Serie zum Teil selbst neu erfunden. Weg vom Action Adventure und hin zum Action-RPG mit Open World, was definitiv erfrischend war und der Reihe neue Möglichkeiten bot. Auch wenn ich zu Beginn einige Probleme mit dem Spiel hatte, sind die Erinnerungen daran grundlegend sehr positiv. Der aktuellste Teil Odyssey konnte mich allerdings nicht überzeugen dank eines äußerst zähen Gameplays und mitlevendeln Gegnern. Besonders zweiteres empfinde ich als große Sünde im Spieledesign, da die Belohnung für das stundenlange aufleveln sowie das Gefühl von Macht fast komplett verloren geht.

Neben den Spielen habe ich auch den Assassins Creed Kinofilm gesehen, der Großteils sein eigenes Ding macht aber kein kompletter Reinfall ist. Vielmehr ist der Versuch das komplexe Assassins Creed Universum zu verfilmen bereits lobenswert.

Alles in allem verhält sich mein Assassins Creed Fandom wie meine Liebe zu Resident Evil. Auch wenn ich viel an diesem Franchise auszusetzen habe, so halte ich der Reihe trotzdem die Stange und warte gespannt auf jeden neuen Teil. Ich bin gespannt, wie sich Assassins Creed in Zukunft entwickeln wird und ob es der Reihe ähnlich wie Resident Evil gelingt sich immer wieder neu zu erfinden.

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Shazam! (DCEU)| Gedankenspiel

Titel: Shazam!
Originaltitel: Shazam!
Regie: David F. Sandberg
Laufzeit: 132 Minuten
Genre: Comicverfilmung
Erscheinungsjahr: 2019

Letzte Woche habe ich die Frage geklärt wer Shazam! ist und heute beschäftige ich mich mit dem aktuellsten Ableger des qualitativ eher fragwürdigen DC Extended Universe!


Kernfakten zum Film

Titel: Shazam!

Originaltitel: Shazam!

Regie: David F. Sandberg

Laufzeit: 132 Minuten

Genre: Comicverfilmung

Erscheinungsjahr: 2019


Weitere Beiträge zum DCEU


Billy Batson ist ein vierzehnjähriger Junge, der ohne Eltern aufwächst und regelmäßig bei Pflegefamilien unterkommt. Eines Tages wird er vom Zauberer Shazam als Champion ausgewählt und erhält dessen Kräfte. Als frisch gebackener Held muss Billy lernen, was es heißt über immense Kräfte zu verfügen und dabei muss er sich dem sinistren Sivana entgegenstellen, der über ähnliche Kräfte verfügt. Außerdem wird Sivana von sieben Dämonen begleitet welche die sieben Todsünden repräsentieren.

Okay das war nur eine rudimentäre Zusammenfassung, da Shazam! über einige Nebenstränge verfügt die sich mit den Figuren an sich beschäftigen. Allgemein nimmt sich der Film sehr viel Zeit für seine Figuren, besonders Billy Batson/Shazam und „Superschurke“ Sivana werden stark in den Fokus gerückt. Dabei wird während des ganzen Films aber nie vergessen, dass Billy ein vierzehnjähriger Teenager ist und seine Kräfte nicht so recht zu schätzen weiß.

Die Entwicklung zum Helden nimmt fast die gesamte Laufzeit des Films, wird aber immer wieder durch humoristische Einlagen aufgelockert.Besonders wenn Billy seine Kräfte kennenlernt entfaltet der Film sein volles humoristisches Potenzial und zeigt dabei auch gleichzeitig den jugendlichen Leichtsinn des Charakters, der schon beinah in Rücksichtslosigkeit beziehungsweise Überheblichkeit ausartet.

Ein nettes Detail ist die Einführung der Captain Marvel Family (Captain Marvel ist der alte Name von Shazam), die sowohl an die klassischen Comics als auch etwas an den New 52 Reboot erinnern. Weiters quillt der Film über vor Anspielungen auf andere DC Superhelden, besonders auf Batman, Superman, Wonder Woman und Aquaman wird sehr oft angespielt. Ich halte das jedoch für eine sehr gute Idee, da die „Welt“ von Shazam! wesentlich lebendiger wirkt und Superhelden dort einen ganz anderen Stellenwert haben. Zumindest gibt es Merchandise von ihnen, was sehr nett ist.

Obwohl der Film eine starke humoristische Note aufweist, gibt es dennoch Szenen in denen man deutlich die Wurzeln von Regisseur David F. Sandberg (Annabelle: Creation & Lights Out) merkt. Obwohl im Film kaum Blut fließt, schwingt in einigen Szenen eine äußerst unheimlich Atmosphäre mit und besonders die sieben Todsünden könnten mit dem Design entweder in Devil May Cry, The Darkness oder einen Horrorfilm passen.

Was die Besetzung angeht tragen vier Schauspieler den Film. Zachary Levi als erwachsener Billy Batson (Shazam), Asher Angel als Billy Batson (Teenager), Jack Dylan Grazer als Freddie und Mark Strong als Dr. Thaddeus Sivana. Diese vier Rollen haben eine hervorragende Dynamik untereinander und besonders Dr. Sivana mag ein relativ simpler aber äußerst wirkungsvoller Superschurke sein, da bei ihm besonders viel durch sowohl die Mimik als auch die Gestik funktioniert.

Stilistisch ist Shazam! eine deutlich erkennbare Comicverfilmungen nutzt jedoch Elemente der Buddy-Komödie, einer rührenden Familiengeschichte und einer klassischen Superheldengeschichte als Billy seine Kräfte nutzen muss um sich einem plötzlich auftauchenden Superschurken entgegenzustellen, der ihm im Kern sehr ähnlich ist. An dieser Stelle eine kleine Anmerkung zum CGI, dieses sah stellenweise ein bisschen trashig aus aber dies fällt für mich in die Kategorie jammern auf hohen Niveau.

Alles in allem mag Shazam! nicht die Revolution im Genre Comicverfilmung sein ABER der Film bringt den dringend benötigten Humor ins Genre zurück. Dabei nimmt sich der Film gerade so ernst wie nötig, was bei der Thematik ohnehin eher schwer ist. Stilstisch, storytechnisch und inszenatorisch weiß der Film definitiv zu gefallen und etabliert gelungen die magische Seite des DC Universums, was weitere Möglichkeiten für die Zukunft eröffnet. Dank einer ähnlichen Mischung an unterschiedlichen Stilen wie bei Aquaman ist Shazam! für eine breitere Masse zugänglich als andere Comicverfilmungen und ich bin gespannt, was da in Zukunft noch alles passieren wird. Langsam aber sicher ist das DCEU auf dem richtigen Weg!

Von mir erhält Shazam! die Wertung sehenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wer ist … Shazam? | Wer ist … ? #9 | Gedankenspiel

Shazam! aka Captain Marvel aka Billy Batson ist weltweit in den Kinokassen aufgeschlagen, aber bevor ich mich auf den Film stürze möchte ich eine wichtige Frage beantworten, wer ist Shazam? Damit herzlich willkommen zur neunten Ausgabe von Wer ist … ?


Wer ist … ? Übersicht:


Captain Marvel aka Billy Batson aka Shazam ist ein Superheld, der seinen ersten Auftritt in Whiz Comics #2 (1939/1940) hatte. In den Jahren 1939 bis 1953 war dieser Held das Eigentum des Fawcett Comics Verlag. 1941 kam es zu einem Rechtsstreit zwischen DC Comics und Fawcett Comcis, da der erstgenannte Verlag in Shazam eine Kopie von Superman sah. Nach langen Jahren des Streits endete die erste Ära von Captain Marvel mit Ausgabe 155 der Whiz Comics (1953) und die Serie The Marvel Family endete 1954 mit Ausgabe 89 (1954).

Machen wir einen Zeitsprung in das Silver Age der Comics. Ein neuer Hype um die kostümierten Helden entbrannte. Fawcett Comics durfte allerdings als Ergebnis des Rechtsstreits ihren Captain Marvel nicht mehr veröffentlichen. DC Comics, inzwischen einer der mächtigsten Verlage, lizenzierte schließlich Captain Marvel in den 1970er Jahren. Da Marvel Comics inzwischen ihren eigenen Captain Marvel veröffentlicht haben wollte DC einem Rechtsstreit entgehen umd benannte ihren Helden in Shazam! um.

Das Wort Shazam bezeichnet übrigen die Fähigkeiten von Captain Marvel/Shazam! und ist ein Acronym:

S für die Weisheit von Salomon

H für die Stärke von Hercules

A für die Ausdauer von Altas

Z für die Stärke von Zeus

A für den Mut von Achilles

M für die Schnelligkeit von Merkur.

Mit der „Neuauflage“ von Captain Marvel/Shazam! wurde der Charakter fest in den DC Kosmos etabliert und spendierte ihm Auftritte in seinen eigenen Miniserien (z.B. Shazam!: The New Beginning) aber auch größeren Serien wie 52 oder JSA. Mit dem großen New 52 Relaunch wurden sowohl Shazam! als auch sein Erzfeind Black Addam „neu“ erschaffen. So rufen Billy Batson und fünf weitere Kind das Wort Shazam um so zu Captain Thunder zu werden.

Weiters war Shazam in dieser Ära Teil der Justice League und tauchte danach als Kumpel von Victor Stone aka Cyborg in der gleichnamigen Serie auf. Während den New 52 Just Events Trinity War und Forever Evil tauchte Shazam ebenso auf wie in The Multiversity.

Im Zuge des Rebirth Softreebots tauchten Shazam und sein Gegenspieler Black Adam lange Zeit nicht auf bis auf einen Aufritt in Superman (Shazam) und Dark Nights: Metal (Black Adam).

Allgemein finde ich die Konzeption von Captain Marvel/Shazam! sehr interessant und der Ansatz eines Magiers, der seine Kraft (eine Kombination aus den Eigenschaften mächtiger Unsterblicher) an einen Teenager weitergibt, ist sehr kreativ. Leider habe ich das Gefühl, dass der DC Verlag nie wirklich wusste, wo er Shazam hinstecken sollte, da mit Superman & Wonder Woman bereits zwei mächtige Metawesen im DC Kosmos -auf der Seite der Helden existieren. Trotzdem gerät der Charakter nicht in Vergessenheit und hat regelmäßig Auftritte außerhalb der Comics wie in Injustice: Gods Among us, Justice League Unlimited und Mortkal Kombat vs DC Universe. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie sich Shazam! in seinem großen Solofilm machen wird und hoffe euch mit diesem Beitrag ein paar allgemeine Infos zum Charakter gegeben zu haben!

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Beyond the Walls – Hinter den Mauern (Shudder Exclusive) Staffel 1 | Review

Name: Beyond the Walls – Hinter den Mauern
Originaltitel: Au-delá des Murs
Staffeln: 1
Episoden: 3 in 1 Staffel
Sender: Shudder, Amazon
Genre: Horror

Vor kurzem habe ich den digitalen Sender Shudder entdeckt, den man gegen eine kleine Gebühr über den Amazon Streamingdienst abonnieren kann [unbezahlte Werbung Ende]. Beyond the Walls ist eine französische Miniserie, die über Shudder verfügbar ist. Ob mich die Serie begeistern konnte, erfahrt ihr jetzt!


Kernfakten zur Serie:

Name: Beyond the Walls – Hinter den Mauern

Originaltitel: Au-delá des Murs

Staffeln: 1

Episoden: 3 in 1 Staffel

Sender: Shudder, Amazon

Genre: Horror


Handlung: Ein mysteriöses Haus

Lisa, eine junge, einsame Ärztin, lebt gegenüber einem alten Haus. Eines Tages wird dort die Leiche des Besitzers gefunden, der offenbar die letzten dreißig Jahre in seinem Sessel saß. Obwohl Lisa keinerlei Beziehung zum alten Mann hatte, hinterlässt er ihr sein Haus und nennt sie explizit als Erbin. Kurz nach ihrem Einzug hört sie Schreie hinter den Mauern des Hauses. Als Lisa den Geräuschen auf den Grund gehen will entdeckt sie einen Flur hinter der Wand, der sie in eine seltsame Parallelwelt führt. Lisa ist in einem gigantischen, surrealen Anwesen gefangen, aus dem es offenbar kein Entkommen gibt. Kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf Julien, der ebenfalls in dieser kruden Welt gefangen ist. Zusammen möchten die beiden aus dem „Haus“ entkommen und müssen sich gegen die monströsen Bewohner zur Wehr setzen …

Meine Meinung zur Serie

Beyond the Walls ist im Kern eine „Haunted House“ – Gruselgeschichte, allerdings wird das Thema auf interessante Art neu aufgerollt. Die fremdartige Parallelwelt ist im Endeffekt ein gigantisches Herrenhaus mit einem Waldstück, dass auf den ersten Blick friedlich wirkt, aber von grausamen menschenartigen Wesen bewohnt wird.

Dazu kommt ein cleverer Plottwist am Ende der Serie, der der gesamten Geschichte noch einmal einen anderen Anstrich gibt. Eine große Stärke der Serie ist die Atmosphäre, die von der Parallelwelt ausgeht. Obwohl die Welt ruhig und friedlich, beinah melancholisch wirkt, schwingt auch etwas mysteriöses, in Form der gruseligen Bewohner des Hauses, mit. Unterstrichen wird die Atmosphäre den stimmigen Soundtrack und der nachvollziehbaren Darstellung der Schauspieler.

Fazit

Alles in allem ist Beyond the Walls eine erfrischende Umsetzung des „Haunted House“ Genres und gefällt die drei Folgen durchgehend mit einer dichten Atmosphäre sowie einem dramatischen Finale. Wer eine kurze Miniserie im Horror/Gruselgenre sucht, darf bei Beyond the Walls gern einen Blick riskieren. Von mir bekommt die Serie die Wertung sehenswert!

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Unterschied: Reboot, Remake und Remastered | Gedankenspiel [Exkurs]

Auch wenn ich keinen wirklichen Bildungsauftrag habe möchte ich euch heute was beibringen, und zwar die Definitionen der Begriffe Reboot, Remake und Remastered, die in der Gamingszene gern verwendet werden aber leider nur selten richtig. Im heutigen Beitrag möchte ich euch erklären was es mit den drei Begriffen auf sich und worin nun genau die Unterschiede bestehen.

Reboot

Ein Reboot verhält sich ähnlich wie ein Remake, sprich es handelt sich um die Neuauflage eines fiktiven Werkes. Im Gegensatz zum Remake, das die Gültigkeit des Originals anerkennt, etabliert ein Reboot eine völlig neue Kontinuität und ignoriert somit die Erzählung des Originals. Simpel ausgedrückt dient ein Reboot zur Neuinterpretation einer bekannten Geschichte, die sich jedoch nur in den Grundzügen am Original hält.

Remake

Beim Remake wird der umgekehrte Ansatz genutzt. Das Original wird mit maximal marginalen Änderungen in der Geschichte übernommen und an zeitgemäßen Standard angepasst. Ein gutes Beispiel ist das Remake von Resident Evil 1 für den Nintendo Gamecube. Das Spiel wurde im Grundgerüst 1:1 übernommen aber die Grafik an die damaligen Standards angepasst und sowohl Gameplay als auch Umfang wurden etwas überarbeitet. So können sich Kenner des Originals sofort heimisch fühlen aber auch kleine Neuerungen entdecken.

Remastered

Ein Remastered ist kein richtiges Remake aber umfangreicher als eine bloße Portierung. Im Endeffekt dient ein Remastered dazu ein älteres Spiel optisch aufzupolieren und mit etwas angepasstem Gameplay auf eine aktuelle Konsole oder den PC zu bringen. Sehr gute Beispiele wären in diesem Fall die Remakes von Patapon , Parappa the Rapper, Gravity Rush und LocoRoco. Bei diesen Spielen handelt es sich um ursprünglich um Spiele der PS1, Playstation Portable oder Playstation Vita, die jedoch optisch massiv überarbeitet wurden und mit etwas an die PS4 angepasstem Gameplay auf eben jener Konsole veröffentlicht wurden.

Worin liegt jetzt Unterschied zwischen den Aufarbeitungen?

Das Reboot dient als Neuinterpretation einer bekannten Geschichte, ohne Rücksicht auf die bestehende Kontinuität. Das Remake setzt das Original 1:1 mit aktuellen Standards um und das Remastered erfüllt in erster Linie einen kosmetischen Zweck.

Ich hoffe dieser Beitrag war für euch interessant und jetzt würde mich eure Meinung zu diesem Thema interessieren. Wie steht ihr zu Remakes/Reboots/Remastered? Mögt ihr sowas oder seid ihr eher der Meinung man muss kreativ sein und etwas neues erschaffen bevor man alte Geschichten wieder aufwärmt?

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Outlaw King (Netflix Original) | Review

Titel: Outlaw King 
Originaltitel: Outlaw King
Regie: David Mackenzie
Laufzeit: 117 Minuten
Genre: Historiendrama
Erscheinungsjahr: 2018

Einer der Netflixfilme, die ganz oben auf meiner Watchlist stehen, ist Outlaw King, ein Historiendrama, dass sich mit dem Kampf von Robert the Bruce (König von Schottland) gegen den englischen König Edward I. beschäftigt. Da es sich hierbei um einen Spielfilm und keine Dokumentation handelt, ist die historische Genauigkeit des Films nicht Gegenstand der Rezension. Somit wünsche ich euch viel Spaß!

Kernfakten zum Film

Titel: Outlaw King

Originaltitel: Outlaw King

Regie: David Mackenzie

Laufzeit: 117 Minuten

Genre: Historiendrama

Erscheinungsjahr: 2018


Handlung: Ein geächteter König, ein Tyrann und ein besiegtes Reich

Nach der Niederlage der schottischen Clans im Krieg gegen König Edward I. von England wird Schottland erneut unter die Regierungsgewalt von England gestellt und die Clanführer zur Erneuerung ihrer Eide gezwungen. Robert Bruce/Robert the Bruce kann die Schmach durch die Engländer nicht hinnehmen und nutzt seine Abstammung um sich als König der Schotten legitimieren zu lassen. Im Zuge dieser „Dreistigkeit“ und eines von ihm begangenen Mordes wird Robert the Bruce, nun Robert I. vom englischen König zum Gesetzlosen und Geächteten erklärt. Englische Heerscharen durchforsten Schottland nach Robert, der mit seinen wenigen Getreuen einen blutige Guerillakrieg startet, um Burg für Burg zurückzuerobern. Robert ist jedoch klar, dass eine Entscheidungsschlacht auf offenem Feld unabdingbar ist um seine Herrschaft zu festigen und seine Heimat zu befreien.

Meine Meinung zum Film

Outlaw King erzählt eine spannende Geschichte, die trotz des bekannten Ausgangs wie es in Historienfilmen immer der Fall ist, die sowohl Höhen als auch Tiefen von Roberts blutigem Kampf um die Freiheit seines Volkes und seiner Heimat zeigt. Dabei wird viel mit der Mimik und Gestik der Schauspieler gearbeitet, besonders Chris Pine kann die innerliche Wut von Robert hervorragend durch das Gesicht darstellen, wenngleich ich mir etwas mehr Dialog gewünscht hätte um die Beweggründe und Gedanken aller Figuren noch besser erfahren zu können.

Ein weiteres Merkmal des Films ist der, im weiteren Handlungsverlauf, ansteigende Gewaltgrad. Während zu Beginn noch Ritterlichkeit vermittelt wird, tritt diese immer weiter in den Hintergrund und gipfelt schließlich, in einer brutalen Schlacht in der weder Platz für Glorifizierung noch für Menschlichkeit ist. Die finale Konfrontation von Schotten und Engländern ist ohnehin der visuelle Höhepunkt von Outlaw King, da sich hier rein auf die Schlacht und die damit verbundene Gewalt fokussiert wird, jedoch verliert sich der Film nicht in einem hirnlosen Gemetzel, sondern erhebt die Gewalt und Rohheit zum Stilmittel, wie es ähnlich beim Kampf der Bastarde in Game of Thrones der Fall war.

Inszenatorisch ist der Film ein wahrer Augenschmaus und lädt quasi zu einem Besuch nach Schottland ein, da das Land in seinen unterschiedlichen Facetten gezeigt wird. Dabei wird besonders die Wildheit des Landes und die damit verbundene Sturheit/Eigensinnigkeit seiner Bewohner symbolisiert. Diese Eigenschaft wird auch durch die Schauspieler symbolisiert und auch wenn die Besetzung eines schottischen Königs mit einem US-Amerikaner etwas seltsam ist, so spielt Chris Pine seine Rolle hervorragend und da ich den Film auf Deutsch gesehen habe sind mir auch mögliche Unterschiede in der Aussprache unbekannt!

Fazit

Outlaw King ist am Ende des Tages ein hervorragendes Historiendrama, dessen Thematik noch nicht zu sehr im Medium Film ausgeschlachtet wurde. Die Handlung wird im Vergleich zu anderen Werken, die das gleiche Thema behandelten, wenig glorifiziert und die Figur des Robert wird nicht als Figur ohne Ecken und Kanten dargestellt. Gleichwohl der Film im Kino wahrscheinlich untergegangen wäre bei der starken Konkurrenz ist Outlaw King kein schlechter Film, sondern ein unterhaltsames Mittelalter Epos mit so ziemlich allem was dazugehört. Ein tyrannischer König, ein mutiger Rebell, Intrigen und Kämpfe, die hervorragend inszeniert sind. Garniert wird das Ganze dann mit tollen Schauspielern und wunderschönen Landschaften. Somit erhält Outlaw King von mir die Wertung sehenswert. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!