Ultraman Band 10 | Review

Der Stern der Finsternis geht zum Angriff über und die Ultramen eilen nach New York, um den Terroristen zu Begegnen!

Der Stern der Finsternis geht zum Angriff über und die Ultramen eilen nach New York, um den Terroristen zu Begegnen!

Ultraman Band 01 bis 09 Review

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Shinjiro ist der Sohn von Shin Hayata, der einst mit Ultraman verschmolz und die Erde beschützte, aber diese Zeiten liegen lange zurück. Als jedoch ein Alien die Erde angreift, muss Shinjiro sein Erbe antreten und trotz seiner moralischen Bedenken die Erde sowie seine Bewohner vor extraterrestrischen Wesen beschützen. Im Laufe seiner vielen Kämpfe lernt Shinjiro mehr über die komplexe Welt im Schatten der „normalen“ Erde und erkennt, dass es mehr als einen Ultraman gibt. Während in New York ein neuer Held erwacht, rüstet die Terrrororganisation Stern der Finsternis zum Angriff. Die japanischen Ultramen sammeln sich zum Kampf in Manhatten …

Der Stern der Finsternis droht New York mit dem Einsatz einer biologischen Waffe, was jedoch eigentlich dem Ziel dient, aufzuzeigen, was für wilde Wesen die Menschen eigentlich sind und was passiert, wenn sie in Panik geraten. In all dem Chaos wird Rena (die aus Japan nach Amerika ging wegen ihrer Karriere) von einer Gruppe Plünderer überfallen. Bevor jedoch etwas passiert, tauchen die amerikanischen Ultramen, unter der Führung des Aliens Jack, auf. Gleichzeitig begeben sich Shinjiro und seine Verbündeten nach New York. Anstatt selbst zu kämpfen schickt der Stern der Finsternis einen Kampfroboter namens Goldene Festung in den Kampf. Ultraman Taro, Jack und deren Verbündete stellen sich der Festung, sind jedoch unterlegen. In Form von Shinjiro, Shin, Moroboshi, Ace und Bemular trifft jedoch massig Unterstützung ein. Sechs Ultramen gegen die Elite vom Stern der Finsternis …

Wie in jedem Band schafft es Mangaka Shimizu erneut, die Handlung auf eine weitere Ebene zu heben. Der Konflikt mit dem Stern der Finsternis spitzt sich langsam zu und einige Twists stellen die Weichen für die kommende Schlacht. Auch der Einsatz aller bisher genutzten Ultraman überlastet den Manga nicht, sondern etabliert eine schlagkräftige Heldentruppe, mit unterschiedlichen Moralvorstellungen.

Der Band gefällt jedoch nicht nur auf erzählerischer Ebene, sondern bietet auch viele stark inszenierte Panels. Grundlegend alles was mindestens einen Ultraman zeigt sieht außerordentlich episch aus und fechert die Vorfreude auf die Action nur noch mehr an.

Alles in allem ist Ultraman Band 10 einer der besten Bände des Manga und gefällt auf gesamter Linie. Die Bedrohung durch den Stern der Finstenis erreicht einen vorläufigen Höhepunkt und durch die epische Inszenierung bekommt man Lust auf mehr. Ich kann für Ultraman Band 10 nur ein lesenswert+ geben und warte voller Vorfreude auf den nächsten Band!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

In eigener Sache: „Personalwechsel“ und ein Weihnachtsprojekt!

Es freut mich sehr, euch mitteilen zu dürfen, dass DerStigler wieder ein richtiges Team hat. Neben Felix, der nun seit geraumer Zeit wieder mitwirkt, darf ich Christian wieder willkommen heißen. Beide werden mich in den Bereichen Beiträgen, Korrektur und Podcasts unterstützten. Ich freu mich darauf, mit den beiden wieder zusammenzuarbeiten.

Außerdem darf ich euch den Adventskalender ankündigen. Ein kleines Projekt vom 1.12 bis zum 24.12, an dem wir euch jeden Tag einen kurzen Beitrag bieten werden. Das grundlegende Thema sind Kurzrezensionen und Gedankenspiele. Außerdem gibt es auch etwas für euch, aber das seht ihr dann, wenn es soweit.

Alle großen Projekte, wie die The Evil Within Gedankenspiele, oder diverse Beiträge zu Nintendo, werden im neuen Jahr nachgereicht. Für Nachschub ist also massig gesorgt!

Das wars auch schon wieder von unserer Seite. Wir lesen uns am 1.12 wieder!

The End of the F***ing World (Netflix Original) Staffel 2 | Review

In letzter Zeit habe ich wieder meine Leidenschaft für dramatische Serien, welche unter die Haut gehen, entdeckt.

In letzter Zeit habe ich wieder meine Leidenschaft für dramatische Serien, welche unter die Haut gehen, entdeckt. The End of the F***ing World hat mir bereits in der ersten Staffel außerordentlich gut gefallen und nun wird es Zeit, mich der zweiten Staffel anzunehmen!

Weitere Netflix Original Reviews

Bright

Atypical Staffel 1

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Samurai Gourmet Staffel 1

Kingdom Staffel 1 Review

Was bisher geschah …

In Staffel 1 lernten wir James kennen, der glaubt ein Psychopath zu sein. Das ohnehin schon seltsame Leben von James wird auf den Kopf gestellt als er die rebellische Alyssa kennenlernt, die er umbringen möchte. Als die beiden von Zuhause ausreissen und sich auf eine eigentümliche Odyssey begeben, kommen sie sich näher. Als die beiden in Notwehr jedoch einen Mord begehen, eskaliert alles und James wird sogar von der Polizei angeschossen … [Staffel 1 Review]

Zwei Jahre sind vergangen. James & Alyssa wurden voneinander getrennt. Während James das Laufen wieder lernt und notgedrungen einen Abschiedsbrief an Alyssa schreiben musste, ist ebenjene mit ihrer Mutter fortgezogen. Alyssa lebt mit ihrer Mutter nun bei ihrer Schwester und arbeitet in einem Diner. Als James und Alyssa jedoch beide eine Patrone mit ihren Namen zugeschickt bekommen, kreuzen sich ihre Wege erneut. Der Mord, den die beiden aus Notwehr begingen, hat weitreichendere Konsequenzen als gedacht und ein Schatten aus der Vergangenheit holt die beiden ein …

Die größte Stärke der zweiten The End of the F***ing World Staffel ist die kompromisslose Unbarmherzigkeit, mit der die Hauptfiguren auf die eigene Existenz bitten. In The End of the F***ing World wird nichts beschönigt oder verschleiert. Probleme, Dramen und Krisen prasseln völlig unbarmherzig auf die Hauptfiguren ein, wie es auch so oft im realen Leben passiert. Dazu kommt eine Brise bitterböser schwarzer Humor, der das ernste Szenarion manchmal etwas auflockert aber in erster Linie unterstreicht. Hier muss ich auch ein Lob an die drei Hauptdarateller Alex Lawther (James), Jessica Barden (Alyssa) & Neuzugang Naomi Ackie (Bonnie) aussprechen, deren Performance sowie Zusammenspiel einfach nur großartig ist. Alle drei harmonieren perfekt miteinander und verkörpern glaubhaft tiefgründige, verlorene und teilweise auch gebrochene Charaktere durch zahlreiche Schicksalsschläge.

Zusammengefasst ist The End of the F***ing World Staffel eine grandiose Fortsetzung und ein tiefgreifendes Erlebnis, das alte Wunden schließt und den Weg in eine (hoffentlich) positive Zukunft eröffnet. Es kommt selten vor, dass mich eine Serie emotional so mitnimmt (außer man ist Atypical) wie The End of the F***ing World. Wenn man ein Fan von britischen Dramedies ist, kommt man um The End of the F***ing World nicht herum. Die Serie besticht durch viele Stärken und hat dank der kurzen Laufzeit der einzelnen Folgen ein angenehm hohes Tempo. Ich vergebe für The End of the F***ing World Staffel 2 die Wertung absolut sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wer ist … Guts? | Gedankenspiel [Wer ist … ? #11]

Nach den drei Berserk Filmen wird es Zeit für mehr Berserk Content auf diesem Blog. 2019 scheint ohnehin ein sehr gutes Jahr für mein Berserk Fandom zu sein. Zu Beginn des Jahres habe ich das geniale Berserk Musou Spiel durchgespielt und in der zweiten Jahreshälfte gabs die drei Animationsfilme. Heute geht es mir darum, die Frage zu klären, wer Guts ist und damit herzlich willkommen zur elften Ausgabe von Wer ist … ?

Die Wer ist … ? Übersichtsseite

Berserk the Gold Age Arc I

Berserk the Gold Age Arc II

Berserk the Gold Age Arc III

Guts ist der Protagonist des Manga Berserk und hatte seinen ersten Auftritt in Kapitel 1 aus dem Jahr 1989. Charakterisch für diese Figur ist die stilisierung als Anti-Held, seine äußerst imposante Statur und seine kaltschnäuzige Art.

Besonders letztere Eigenschaft ist nicht überraschend, wenn die Hintergrundgeschichte von Guts betrachtet. Von einem grausamen Söldner als Kind einer Leiche (die Mutter verstarb bei der Geburt) gefunden, ohne Zuneigung zum Krieger erzogen, von einem Söldner misshandelt worden und eine Kindheit voller Gewalt erlebt, ist es kein Wunder, dass er so eiskalt ist, aber auch seinen Ziehvater in Notwehr ermordet hat.

Dies ist aber nur eine Seite der Medaille, da Guts alles andere als nur ein eiskalter Killer ist. Während seiner Zeit bei der Söldnertruppe „die Falken“ lernt er zum ersten Mal, was Kameradschaft, Freundschaft und Familie bedeutet. Besonders zu seiner Waffenschwester Kjaska und seinem Anführer Griffith entwickelt Guts eine enge Bindung. Als jedoch die Eclipse stattfindet, ändert sich das Leben von Guts erneut.

Ein schwer gefolterter Griffith opfert all seine Kameraden, um ein Mitglied der God Hand, den fünf dämonischen Erzengeln Gottes zu werden und vergewaltigt Kjaska vor Guts Augen, der im Zuge dieses Ereignisses ein Auge und einen Arm verliert, sowie ein Brandmal erhält, welches ihn zum Magneten von Dämonen, den Aposteln, macht.

Guts neues Ziel ist klar, Kjaska in Sicherheit bringen und von ihrem Trauma heilen, sowie die God Hand erschlagen. Dazu reist Guts durch die Gegend und jagt die Apostel der God Hand, was ihm einen Ruf als gefürchteter, mächtiger Krieger einbringt. Im Zuge seines Kreuzzugs wird Guts nicht nur als Bote der Apokalypse betrachtet, sondern gerät mit seinen Gefährten in den Krieg um Midland. Dabei trifft er immer mehr auf Apostel und misst sich einmal erfolgreich mit einem Mitglied der God Hand …

Ich glaube, es überrascht niemanden, wenn ich Guts als einen der tiefgründigsten und spannendsten Charaktere bezeichne, die ich jemals in einem Manga gesehen habe. So gut wie nichts an diesem Charakter ist simpel, was sich besonders in seinem Wesen als „Einzelgänger“ bemerkbar macht. Auch wenn er oft kaltschnäuzig und abweisend wirkt, liegt ihm etwas an seinen Kameraden. Ihm sind auch Gefühle nicht fremd, was man als Leser merkt, wenn er nach seinem ersten großen Kampf im Manga weint.

Kampf ist das Stichwort, denn Guts ist wahrlich ein Berserker und ich kenne keinen anderen Charakter aus einem Manga, der einen so stoischen Kampfgeist besitzt, wie der Söldner mit dem längsten Schwert. Egal wie oft man ihn in dem Boden rammt, einen Arm abreißt oder Knochen bricht, Guts steht immer wieder auf, bis sein Gegner in seinem eigenen Blut liegt.

Am Ende kann ich Kentarō Miura für seine Schöpfung nur loben. Berserk an sich ist ein genialer Manga und Guts gehört zu den besten Protagonisten eines Manga, die es gibt. Egal ob es um seinen komplexen Charakter, oder seinen stoischen Kampfwillen geht. Guts ist und bleibt einer der Inbegriffe für den coolen Anti-Helden, der quasi dazu erschaffen wurde, um populär zu sein.

Das wars soweit von meiner Seite und ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen Lust auf Berserk machen. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Iron Man Band 2: Identitätskrise (Marvel Neustart) | Review

Das Leben von Tony Stark ist nicht leicht und sein visionäres Projekt steht am Abgrund …

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Was bisher geschah …

Tony Stark befand sich für lange Zeit im Koma, hat sich jedoch selbst neu erfunden und ist in einem neuen Körper zurückgekehrt. Mit seiner neuen Firma Stark Unlimited will er die Welt verbessern. Sein Herzensprojekt ist die virtuelle Realität eSCAPE. Allerdings ist ein Maulwurf seiner Firma und auch die Konkurrenz schläft nicht. Zu allem Überfluss ist Tonys Bruder Arno auch wieder aktiv [Iron Man Band 1 Review]

Endlich ist es soweit! Das neue Projekt von Stark Unlimited eSCAPE geht an den Start und schlägt ein wie eine Bombe. Allerdings wird das virtuelle Wunderland von vielen Problemen geplagt und zu allem Überfluss setzt der sinistre Controller seinen finsteren Plan in die Tat um. Er infiziert eSCAPE und absobiert die Energie der „korrumpierten“ User. Iron Man und seine Verbündeten müssen sowohl in der realen als auch in der virtuellen Welt kämpfen, während sich Controllers Chaos global ausbreitet …

Iron Man Band 2 ist Fanservice in reinform! Die Geschichte, erzählt als überspitzter Techno-Thriller, steckt voller herrlicher Klischees, bleibt aber bodenständig trotz der globalen Gefahr durch den nerdigen Controller. Ergänzt wird die Handlung durch zahlreiche Referenzen auf die Gamingszene und die klassischen Iron Man Comics, als der eiserne Held noch gegen Kommunisten und Industriespione gekämpft hat.

Dies schlägt sich auch im Zeichenstil nieder, der zwischen dem Modern Age und dem Silver/Bronze Age schwankt, was äußerst angenehm für das Auge ist und zum Thema der virtuellen Realität passt, da so dem Zeichner ohnehin keine Grenzen gesetzt sind.

Zusammengefasst ist Iron Man Band 2 eine tolle Fortsetzung, die Tony Starks Einstieg in sein neues Leben gelungen abschließt, aber gleichzeitig viele Fragen und diverse Probleme für die Zukunft aufwirft. Der Zeichenstil ist eine harmonische Kombination aus Modern Age und Silver/Bronze Age Comics, was den Band durchgehend frisch hält und für Abwechslung sorgt. Das Highlight bilden jedoch die zahllosen Referenzen auf klassische Iron Man Comics und Videospiele im allgemeinen.

Ich vergeben für Iron Man Band 2: Identitätskrise die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Berserk: Golden Age Arc III – The Advent | Review

Die Eclipse steht kurz bevor …

Berserk: Golden Age Arc III: The Advent ist ein großartiger Film. Damit ist eigentlich alles wichtige gesagt und die Rezension ist vorbei. Ich vermute allerdings, dass ich etwas ins Detail gehen sollte, warum der dritte Golden Age Film so gut ist.

Mehr zu Berserk:

Berserk: Golden Age Arc I Review

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Was bisher geschah …

Der junge Söldner Guts zieht von einer Schlacht zur nächsten und lebt als Söldner in den ewigen Kämpfen im hundertjährigen Krieg der Midlands. Sein ganzes Leben ist von Gewalt und Leid bestimmt, allerdings ändert sich dies als er Teil der Kompanie der Falken unter Griffith wird und zum ersten mal Freunde hat. Die Falken erringen immer mehr Ruhm im Krieg um Midland und bekommen sogar die Chance, in den Adel erhoben zu werden. Um in den Augen von Griffith gleichwertig zu werden, entschließt sich Guts dazu, die Falken zu verlassen. In seiner anschließenden Trauer beginnt Griffith, eine verbotene Affäre mit der Kronprinzessin von Midland, was den Zorn des Königs erweckt. Die Falken werden als Verbrecher gejagt und Griffith schwer gefoltert …

Knapp ein Jahr nach dem Fall der Falken sind Kjaska und ihre Männer auf der Flucht. Als sie von Attentätern attackiert werden greift Guts ins Gefecht ein und rettet seine ehemaligen Kameraden. Sie beschließen Griffith zu befreien und dringen dafür ins Gefängnis von Midland ein. Die Mission glückt und die Falken können den Klauen des Königs entkommen. Griffith ist schwer geschunden und gebrochen. Dazu kommt seine Begierde für Kjaska und der Hass auf Guts, weil er ihn verlassen hat. Eines schicksalhaften Tages flüchtet Griffith aus dem Lager der Falken und findet seinen verlorenen roten Behelith wieder, den er aktiviert. Die Eclipse bricht an. Griffith, Guts, Kjaska und fast alle Mitglieder der Falken werden in eine andere Dimension gebracht, in der das Opferfest stattfinden soll. Im Austausch für die Opferung all seiner Kameraden erhält Griffith die Chance, ein Teil der God Hand, den fünf dämonischen Erzengeln Gottes, zu werden. Er nimmt das Angebot an und ein Massaker beginnt, das nur ein schwer verletzter Guts, sowie eine geistig gebrochene Kjaska überleben. Eine neue Ära bricht an …

Golden Age Arc III ist der Climax der Filmreihe und führt die Handlung zu einem irrsinnig epischen Höhepunkt, der optisch nicht nur das Highlight des Films, sondern auch der Filmreihe ist. Man merkt, wie die Handlung mit jedem Film düsterer wurde und auch die Atmosphäre erreicht einen schaurigen Höhepunkt. Das Highlight des Films ist klar die Eclipse und diese nimmt auch fast zwei Drittel des Films ein. Hier zeigt auch das Animationsteam was es wirklich auf dem Kasten hat und präsentiert eine groteske Hölle, in der, neben zahllosen Dämonen, auch die Erzengel der God Hand ihr Unwesen treiben.

Es ist auch dieser Film der die bekannte Dualität von Berserk einführt. Es gibt fünf Erzengel, die von Gott gesandt werden, jedoch sind dies fünf Dämonen. Man kann sich nun fragen, was für ein Gott in der Welt von Berserk existiert und was seine Intension sein soll. Das Design der God Hand und deren gesamte Inszenierung ist ebenfalls ein Highlight von Berserk, da hier auch erneut das Seinen Genre in seiner ganzen Pracht zelebriert wird. Was ebenfalls neue Höhen erreicht ist der Gewaltgrad. Berserk Golden Age Arc III ist einer der blutigsten Anime, die ich jemals gesehen habe und hier beweist man erneut Vorlagentreue, aber auch eine enorm hohe Qualität in puncto Animation, Inszenierung und Farbgestaltung. Dazu kommt ein gemeiner Cliffhanger, der durchaus den nächsten Arc anteast.

Berserk: Golden Age Arc III – The Advent ist ein hervorragender Anime und ein würdiges Finale für den Golden Age Arc, der alle Stärken der beiden Vorgängerfilme zu einem würdigen Höhepunkt führt. Erzählerisch wie Inszenatorisch gibt es nichts zu meckern. Auch die deutsche Lokalisierung bleibt hochwertig und der Soundtrack ist stimmig. Nun bleibt mir nur ein verdientes sehenswert+ zu vergeben und mich für die Aufmerksamkeit zu bedanken. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der seltsame Fall des Benjamin Button (Kurzgeschichte)| Review

Ich bin ein großer Fan von Kurzgeschichten. Das dürfte niemanden überraschend, da ich mich bereits mehr als einmal als H.P. Lovecraft Fan geoutet habe, der ja für seine Kurzgeschichten bekannt ist. Mit dem Autor F. Scott Fitzgerald verbinde ich ehrlich gesagt nur den Roman „Der große Gatsby“ aber auch seine Kurzgeschichte „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ steht schon länger auf meiner Leseliste und ich habe es nicht bereut dieses kleine Werk gelesen zu haben.

Als das Kind von Roger Button auf die Welt kommt, ist der Schock groß, denn anstatt eines Babys findet Roger einen alten Mann vor, der sich als sein vorstellt. Zuerst wenig angetan von seinem „Nachwuchs“ entwickelt Roger ein besseres Verhältnis zu seinem Sohn Benjamin der umgekehrt altert und das Leben vom Greis zum Baby erlebt. Ein langes Leben voller Abenteuer …

Es kommt selten vor, dass ich eine Kurzgeschichte mit über 60 Seiten in weniger als 30 Minuten beende, aber der seltsame Fall des Benjamin Button hat ein hervorragendes Tempo und glänzt mit einer Mischung aus Coming of Age, Drama und Humor, zeichnet dabei aber ein glaubhaftes Bild der damaligen Zeit, welches Bilder im Kopf erzeugt und den Leser in die 1860er bis 1910er Jahre eintauchen lässt. Die Erzählform durch einen externen, namentlich nicht genannten Erzähler trägt ebenfalls viel zum Tempo bei, da so viele Details etabliert werden können, aber die Geschichte trotzdem nicht langatmig wird.

Die Atmosphäre der Kurzgeschichte schwankt auch sehr stark, aber die grundlegend abstrakte Prämisse wird durch leichten Humor wieder aufgehoben, ist jedoch nicht Klamauk Haft, sondern ernst, wenn es sein muss und es macht grundlegend viel Spaß dem Leben von Benjamin Button zu folgen.

Zusammengefasst ist der seltsame Fall des Benjamin Button eine schöne Geschichte über das Erwachsenwerden, die viel Spaß macht zu lesen und eine interessante Prämisse bietet, die man zwar auch in anderen Geschichten haben kann, jedoch macht den großen Reiz das wunderbare Bild der vergangenen Epochen des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts aus. Wer eine kurze Geschichte für zwischendurch sucht, die zum Staunen, grübeln aber auch zum Schmunzeln einlädt wird hier gut unterhalten werden. Ich vergebe für der seltsame Fall des Benjamin Button die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Pokemon Schild Ersteindruck | Gedankenspiel

Seit mehr als zehn Stunden bin ich nun bereits in der Galar Region unterwegs, was bereits ein Indiz dafür ist wie mir das Spiel gefällt.

Seit mehr als zehn Stunden bin ich nun bereits in der Galar Region unterwegs, was bereits ein Indiz dafür ist wie mir das Spiel gefällt. Kurz gesagt; Pokemon Schild ist eine hervorragende Fortführung der Reihe, die es gekonnt schafft klassische Elemente mit sinnvollen Neuerungen zu verbinden!

Um Ehrlich zu sein hat sich mein Hype für Pokemon Schwert & Schild eher in Grenzen gehalten, was auch an meinem nach wie vor geschädigten Fandom zu Pokemon liegt. Let’s Go Evoli hat es geschafft dieses Fandom etwas zu reparieren aber so wie früher war es trotzdem nicht. An dieser Stelle auch ein RIESIGES danke an Felix, der mir seine Schild Edition geliehen hat. Hab dich lieb Bro!

Also fangen wir an mit meinem Ersteindruck zu Pokemon Schild. Das erste Lob muss ich gleich für das epische Intro und die charmante Präsentation der Garlar Region aussprechen. Während das Intro gleich zu den Neuerungen gehört und optisch wie inszenatorisch überzeugt, ist der Blick auf die Garlar Region sehr nostalgisch mit viel Natur aber auch gleichzeitig frisch, weil man einen starken westlichen Einschlag erkennt.

Generell ist der Einstieg in Pokemon Schild (und sicher auch Schwert) bedeutend weniger zäh als zu Sonne/Mond Zeiten. Ja der Rivale Hop nervt etwas, weil er den Spieler gern und häufig mal ausbremst aber dafür kann so manches Tutorial gern übersprungen werden. Das Gameplay ist das Herzstück eines jeden Pokemon Spiels und ganz traditionell ist dieses sehr sauber umgesetzt!

Wie ein Pokemon Spiel grundlegend funktioniert werde ich jetzt nicht detailliert erklären aber das Fangen sowie großziehen der Taschenmonster funktioniert hervorragend, weiß zu motivieren und wird durch den Umstand, dass alle Pokemon im Team nach einem Kampf Erfahrungspunkte erhalten. Eine Kleinigkeit, die jedoch das Spieltempo massiv erhöht, da so mühsames Einzeltraining wegfällt.

Viel interessanter sind die diversen Neuerungen an Pokemon Schwert/Schild. Sehr erwähnenswert ist der neue Aufbau der Arenen. Der Spieler/Spielerin läuft nun nicht mehr stupid durch die Arena, besiegt die diversen Trainer und den Arenaleiter, sondern muss Aufgaben lösen, die zum Thema der Arena passen. Sprich Wasserstandsrätsel oder das „hüten“ von Schafen. Das mag nach nicht viel klingen, ist aber äußerst unterhaltsam und lockert ein klassisches Spielkonzept massiv auf!

Im Kampf kommt immer wieder die Dynamax-Form zum Einsatz, wodurch Pokemon zu einem Kaiju-Film und riesige Pokemon gegeneinander kämpfen. Einen wirklichen Sinn hinter diesem System habe ich noch nicht gesehen, es ist jedoch sehr unterhaltsam. Mein Highlight sind jedoch bisher die Naturzonen, in denen man viele verschiedene Pokemon fangen kann, super trainieren kann und mit CPU bzw. Onlinespielern gegen diverse Riesenpokemon kämpfen kann.

Optisch gefällt das Spiel sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus wobei ich eher ein Fan des Handheld-Modus bin, wie bei fast jedem Spiel der Nintendo Switch. Der Soundtrack gefällt gehört jedoch serientypisch nicht zu den Kernstärken des Spiels. Was ich mir gewünscht hätte wäre eine Synchronisation für die Zwischenszenen, die dem Spiel eine neue inszenatorische Größe verleihen.

Alles in allem gefällt mir Pokemon Schild zum aktuellen Stand (ca 13 Stunden) sehr gut und ich bin von diesem Spiel äußerst positiv angetan. Seit Omega Rubin ist dieses Pokemon Spiel, das Erste, welches mich die Zeit komplett vergessen lässt & einfach unterhält. Ich hoffe, dieser Umstand hält bis zum Ende an aber das wissen wir dann im kommenden Podcast!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Undone (Amazon Original) Staffel 1 | Review

Ich bin ja ziemlich heikel, was Serien angeht. Es gibt viele Produktionen, die ich beginne, von den ersten zwei bis drei Folgen begeistert bin, aber dann abbreche, weil mir die Langzeitmotivation bis zum Staffelfinale fehlt. Eine Serie die dieses Problem definitiv nicht ist die Amazon Original Serie Undone!

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Im Zentrum der Handlung steht Alma, welche zu Beginn der Serie einen Autounfall hat und diesen knapp überlebt. Durch dieses Ereignis erhält sie die Fähigkeit die Zeitachse zu manipulieren und somit durch die Zeit zu reisen. Weiters sieht sie ihren toten Vater, der an einem Halloween Abend vor vielen Jahren verstarb. Sie trainiert ihre Fähigkeit, um den Tod ihres Vaters rückgängig zu machen. Gleichzeitig muss sie mit ihrem kaputten sozialen Umfeld zurechtkommen …

Die Prämisse und die Thematik von Undone erinnern mich an Life is Strange, was definitiv als Lob angesehen werden kann. Generell ist die Handlung sehr stark und wird durch den Cast sowie die tollen deutschen Sprecher noch weiter intensiviert. Es ist diese Mischung aus Drama, Familiengeschichte, Liebe und Herzschmerz die den großen Reiz von Undone ausmacht.

Ein anderes Merkmal ist der Look von Undone, der mithilfe des Rotoskopie Verfahrens erstellt wurde. Dank dieser Animationstechnik wirkt die Serie wie eine Aquarellzeichnung, was zu Beginn etwas befremdlich wirken mag aber, sobald man sich daran gewöhnt hat, ist der Stil äußerst angehmen für das Auge. Ein Vorteil, der sich aus diesem Stil ergibt, ist die Wirkung mancher Szenen. Wenn Alma ihre Fähigkeiten einsetzt wirken die Zeitreisen wegen der Rotoskopie wesentlich stärker und bildgewaltiger.

Undone ist eine hervorragende Serie die verschiedene Elemente harmonisch miteinander kombiniert. Die Geschichte gefällt ebenso wie die tiefgründigen Figuren, welche dank der Nutzung verschiedener Zeitebenen sehr viel Persönlichkeit aber auch Vielschichtigkeit erhalten. Auch der Animationsstil gefällt und gibt der Serie auch einen künstlerischen Mehrwert neben einer erfrischenden Optik für die Augen.

Ich vergebe für Undone Staffel 1 die Wertung absolut sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Mr. & Mrs. X Band 1 | Review

Man nehme ein Traumpaar (Rogue & Gambit), etwas Romantik, eine Prise Space Opera & garniert das Ganze mit etwas Deadpool. Fertig ist eine verdammt witzige Story über Liebe, Wahnsinn, Action & Deadpool!

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Das (wahrscheinlich) süßeste Paar der X-Men hat sich endlich getraut! Rogue, eine ehemalige Avenger, und Gambit der charmante (Ex)Dieb, sind frisch verheiratet und wie verbringt man die Flitterwochen besser als in einem Raumschiff mitten im All. Der Frieden währt jedoch nur kurz als die Turteltauben von Kitty Pride auf eine brenzlige Mission geschickt werden, welche ins Gebiet des Shi’ar-Imperiums führt. Als auch noch Deadpool auftaucht, wird klar, dass die Mission, einen Kristall sicherstellen, nicht ganz so simpel ist. Nicht nur Deadpool tritt auf den Plan, sondern auch die elitäre Garde des Shi‘ar Imperiums will den Kristall haben …

Wenn man Mr. & Mrs. X Band 1 in ein Genre einteilen müsste, wäre das „romantische Space-Opera mit humoristischen Elementen“ wohl am passensten. Der Band versprüht neben einer lockeren Atmosphäre einen ähnlichen Charme, wie der erste Uncanny X-Men Band aber auch Abwechslung kommt nicht zu knapp. In erster Linie erzählt der Band eine Liebesgeschichte, verfällt jedoch nicht in Kitsch, sondern ergänzt die Handlung mit Action, Humor und etwas Drama.

Dank dem Auftritt von Deadpool erhält der Band einen dezent versauten Humor, der erfrischend konträr zur Chemie von Rogue und Gambit ist. Außerdem wird so eine Brücke zum Avengers Unity Squad, deren Mitglieder einst Rogue und Deadpool waren, geschlagen aber auch ein Schatten der Vergangenheit, in Form eines Kindes von Charles Xavier, findet seinen Weg in die Handlung.

Abseits der Handlung und vielen verbauten Storyelementen/Stilmittel glänzt Mr. & Mrs. X durch einen äußerst ansprechenden Zeichenstil. Besonders Rogue sogt für ordentlichen Fanservice, was jedoch nichts Schlechtes ist, da der Comic ohnehin sehr viel Fanservice auf der optischer wie erzählerischer Ebene bietet.

Zusammengefasst ist Mr. & Mrs. X Band 1 ein hervorragender Einstieg ins Eheleben von zwei der populärsten X-Men aller Zeiten, der sowohl erzählerisch als auch Optisch die Latte hoch ansetzt und ein spannendes, unterhaltsames, actionreiches aber auch romantisches Abenteuer bietet, welches sich aus einem kreativen Genremix zusammensetzt!

Somit hat sich Mr. & Mrs. X Band 1 die Wertung lesenswert+ verdient und ich freue mich auf die nächsten Ausgaben dieser irren, romantischen Komödie.

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Berserk: Golden Age Arc II – The Battle for Doldrey | Review

Die Berserk Animationsfilme verfolgen scheinbar das gleiche System wie der Manga. Mit fortlaufender Handlung wird das Ganze immer besser & besser!

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Was bisher geschah …

Der Söldner Guts lebt auf den Schlachtfeldern Midlands. Sein Leben ist seit seiner Kindheit von Gewalt beherrscht. Erst als er sich den Falken und deren ehrgeizigen Anführer Griffith anschließt, erfährt Guts was Freundschaft, Kameradschaft und Familie bedeuten. Schnell erlangen die Falken immer mehr Ruhm und Guts wird der beste Kämpfer des Söldnertrupps. Doch der Adel sieht Emporkömmlinge nicht gern … [Berserk Arc 1 Review]

Guts und die Falken erringen einen Sieg nach dem anderen für den König von Midland, was ihnen schließlich eine Erhebung in den Adel einbringt. Somit rückt auch Griffiths Ziel in greifbare Nähe, da er einmal über sein eigenes Reich herrschen will. Um in Griffiths Augen gleichwertig zu werden, verlässt Guts die Falken. Dieses Ereignis wirft Griffith völlig aus der Bahn und bricht seinen Willen. Als auch noch seine Affäre mit der Königstochter bekannt wird, bricht alles zusammen. Griffith wird grausam gefoltert und die Falken zu Abtrünnigen erklärt …

Der zweite Golden Age Film steht dem Erstling in nichts nach, sondern baut die bereits vorhandenen Stärken weiter aus. Während die Animationsqualität gleichbleibend hoch ist, wurde die Inszenierung epischer und auch der Soundtrack wesentlich atmosphärischer. Die deutsch Lokalisierung bleibt ebenfalls gewohnt hochwertig und die Figuren werden so viel stärker charakterisiert, egal ob Haupt- oder Nebenfigur.

Erzählerisch wird die Handlung wesentlich komplexer und besonders die komplizierte Dreiecks-Beziehung zwischen Guts, Griffith & Kjaska rückt stärker in den Mittelpunkt. Inzwischen schwankt die Handlung zwischen Pulp, mittelalterlicher Romantik sowie leicht philosophischer High-Fantasy, was der Vorlage nahe kommt. Wo sich der Anime nun nicht mehr zurückhält, ist das Thema Gewalt & Sex, was den Film noch näher an den Manga bringt und gleichzeitig das Seinen Genre zelebriert.

Alles in allem ist Berserk: Golden Age Arc II – The Battle for Doldrey ein grundsolider Anime, der seine Vorlage mit Respekt behandelt, aber auch für sich genommen ein guter Film ist. Die Qualität der Animation ist wertig, die Soundkulisse (Soundtrack wie Synchronisation) gefällt und dank einiger stark inszenierter Szenen macht auch dieser Film lust mehr, was Berserk: Golden Age Arc II – The Battle for Doldrey ein verdientes sehenswert einbringt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Exkurs: Einstieg in Marvel Neustart| Gedankenspiel

Eine Zentrale Frage, die jeden beschäftigt der Comics lesen will, ist: Wo fange ich an?

Bei der Konkurrenz DC habe ich bereits etwas Ähnliches gemacht und auf Anraten der lieben Ainu89 will ich euch nun einen Exkurs geben, wie man am besten die „Neustart“-Ära der Marvel Comics einsteigt.

Mein persönlicher Einstieg in die Marvel Comics war das Auswählen von ein paar aktuellen Comics, um festzustellen, was die aktuellen kreativen Teams taugen. Hierbei kann ich keine direkte Empfehlung abgeben, weil jeder Leser andere Präferenzen hat. Was jedoch möglich ist der Einstieg mit einem Event.

An dieser Stelle kann ich Secret Empire empfehlen, da so ziemlich jeder Neustart Comic auf diesem Event basiert. Ähnlich wie bei DC Rebirth oder New 52 ist es immer am sinnvollsten mit einem Event zu beginnen welches, als Katalysator für die kommende Ära dient. Secret Empire kann man entweder in Einzelheften oder als Paperback erwerben.

An dieser Stelle die Secret Empire Rezensionen für mehr Details:

Secret Empire Heft 1

Secret Empire Heft 2

Secret Empire Heft 3

Secret Empire Heft 4

Secret Empire Heft 5

Secret Empire Heft 6

Ergänzend zu Secret Empire kann man die Miniserie Generations und den One-Shot Marvel Legacy #1 lesen, was das Wissen für die Neustart Comics vertieft. Allerdings ist es nicht zwingend nötig diese Comics zu lesen.

Sobald man den Einstieg gefunden hat wird es Zeit für die Comics und wie bereits erwähnt kann ich keine allgemeinen Empfehlungen aussprechen allerdings habe ich mit Venom by Donnie Cates und The Immortal Hulk begonnen, wobei sich beide Serie als absolute Glücksgriffe erwiesen haben, aber mehr Details dazu gibt es in den jeweiligen Reviews.

Venom by Donny Cates Vol. 1 Review

Venom by Donny Cates Vol. 2 Review

The Immortal Hulk Vol. 1

The Immortal Hulk Vol. 2

The Immortal Hulk Vol. 3

Was ebenfalls naheliegt, ist die Wahl einer klassischen Marvel-Serie und das ist meistens eine oder gleich alle drei Serien von Marvels Trinity Captain America, Thor & Iron Man, welche teils direkt auf Secret Empire aufbauen, was jedoch auch für The Immortal Hulk gilt. Ich würde ohnehin zur einem Comic raten dessen Held/Heldin bereits durch Filme oder eine Serie bekannt ist.

Thor Band 1 Review

Iron Man Band 1 Review

Der Einstieg in die Marvel Comics ist allgemein wesentlich leichter als in das viel komplexere DC Multiversum, da man sich bei Marvel meistens auf eine Dimension konzentriert und das Konzept von Parallelwelten selten exzessiv nutzt. Was bei Marvel, ebenso wie meistens bei DC, von Vorteil ist, ist die Eigenständigkeit der meisten Serien, welche zwar Querverweise auf andere Titel enthalten aber gut für sich allein stehen können. Wenn es um Team-up Serien geht, kann ich eigentlich nur zwei große Comics jedem ans Herz legen. Dies wären zum einen Avengers by Jason Aaron und andererseits die Uncanny X-Men, welche ein klassisches Mutanten-Team zurückbringen.

Avengers Heft 1 Review

Avengers Heft 2 Review

Uncanny X-Men Band 1 Review

Ich hoffe mit diesem groben Überblick dem einen oder der anderen LeserIn eine Hilfestellung für den Einstieg in die aktuellen Marvel Comics geben. Es ist oftmals nicht leicht in ein Comicuniversum reinzufinden, aber mit ein paar Anhaltspunkten wird es definitiv leichter!

Jetzt würde mich interessieren welche eure liebsten Marvel Helden sind und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Uncanny X-Men Band 1: Schöne neue Welt | Review

Immer noch gefürchtet. Immer noch gehasst. Immer noch am Rand der Gesellschaft. Immer noch episch! ❤️

Nach knapp vier Jahren kehre ich zu den X-Men zurück. Als sich das Team in so viele Serien (Red, Gold, Blue, uvm.) aufteilte, verlor ich den Überblick aber mit den Uncanny X-Men macht man grundlegend nichts falsch, da diese Serie an die goldene Ära der Mutanten anknüpft!

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Kitty Pride ist verschwunden und ein verwirrter Multiple Man sorgt mit seinen Doppelgängern für Chaos. Die X-Men unter Jean Grey haben mehr als genug zu tun, um die Doppelgänger sowie zahllose Phänomene auf der ganzen Welt zu untersuchen, die jedes Superhelden-Team ans Limit bringen. Als dann auch noch X-Man und Legion auftauchen gerät die Situation völlig aus den Fugen. Eine neue Ära für die Welt bricht an. Mit oder ohne den X-Men …

Die Handlung des ersten Uncanny X-Men Bandes wird nicht nur spannend erzählt, sondern bietet genug Platz für eine große Anzahl an Figuren wirkt jedoch nicht überladen. Während die unerklärlichen Naturereignisse überall auf der Welt im Vordergrund stehen, finden der Hass gegen Mutanten aber auch kleinere Coming of Age Elemente in der Handlung, um so für viel Dynamik zu sorgen. Mit Legion & X-Man werden gleich zwei schier allmächtige Mutanten als Gegenspieler etabliert, wobei letzterer auch noch vier Verbündete ins Spiel bringt die ebenfalls wahre „Power-Monster„ sind. Rein von einem dramaturgischen Standpunkt aus ist es löblich wie viele Handlungspunkte in diesem Band verwoben werden und die gleichzeitig auch noch harmonisch funktionieren. Seien es nun junge X-Men die mehr Verantwortung übernehmen wollen, die „alten“ X-Men mit ihren harten Kämpfen oder ein philosophierender Nate Grey/X-Man, der die Welt reinigen will und dabei vor nichts zurückschreckt.

Nicht nur erzählerisch, sondern auch auf künstlerischer Ebene weiß der erste Uncanny X-Men Band zu gefallen. Der Band ist nicht nur schön gezeichnet, sondern auch an den richtigen Stellen episch inszeniert. Besonders der Auftritt der Reiter der Erlösung von X-Man ist gewaltig, aber auch der entfesselte Wahnsinn von Legion ist sehenswert.

Abschließend kann man sagen, dass Uncanny X-Men Band 1 ein idealer Band für Neulinge und Veteranen ist. Der Comic orientiert sich angenehm stark an der goldenen X-Men Ära, nutzt aber gleichzeitig moderne Elemente und beschäftigt sich sowohl mit klassischen als auch mit modernen Elementen der X-Men/Marvel Comics. Auf erzählerischer aber auch optischer Ebene weiß der Comic zu gefallen und macht Lust auf mehr. Die neue Ära der Mutanten ist und epische Ereignisse stehen an.

Somit vergebe ich für Uncanny X-Men Band 1: Schöne neue Welt ein verdientes sehenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

MediEvil (2019) Ersteindruck | Gedankenspiel

Mit MediEvil verbinde ich, im Vergleich zu vielen anderen langjährigen Playstation Nutzern, keine nennenswerten Erinnerungen. Ich habe weder die Teile für die großen Konsolen, noch den PSP Ableger gespielt oder besessen. Trotzdem habe ich mich auf das PS4 Remake gefreut, auch wenn ich meines Umzugs erst knapp 2 Stunden zum Spielen gekommen bin. In dieser ersten Session sind mir einige positive aber auch negative Aspekte aufgefallen die einen ersten Eindruck mit gemischten Gefühlen erzeugt haben …

Zuerst ein großes Lob an die Grafik. Das Spiel sieht hervorragend aus und ist der Playstation 4 definitiv würdig!

Der comic-artige Stil erinnert an Ratchet & Clank, hat auch etwas passend schauriges aber auch gleichzeitig humoristisches. Für die Augen bietet MediEvil (2019) definitiv genug Details. Erzählerisch macht das Spiel auch alles richtig, die Handlung wird so erzählt, dass sie dem Spieler nicht im Weg steht, sondern nur als simpler Antrieb dient.

Allerdings sind das Gameplay & die Technin gelinde gesagt ein Graus. Obwohl MediEvil von 2019 neu aussieht, spielt es sich sehr altbacken und hacklig. Der Markt für Third-Person-Action-Adventures ist so riesig, dass man sich hier ein paar modernere Gameplay Elemente hätte ausborgen können. Ein Problem ist die oftmals fragwürdige Kollisionsabfrage, da es schwer ist viele Gegner zu treffen, ohne selbst Schaden zu kassieren, der dann gern als Loop zum Game Over führen mag. Dazu kommen technische Probleme wie Glitches, durch die man gern der Umgebung stecken bleibt, was genauso lustig klingt, wie es dann ist. Generell ist das Überwinden von Hindernissen gern schwer, was einem flüssigen Spielverlauf, in Kombination mit dem Gameplay, sehr im Weg steht …

Somit lässt für den Moment zusammenfassen, dass das MediEvil Remake optisch der Wahnsinn ist aber spielerisch wie technisch leider zu wünschen übrig lässt und einen bitteren Nachgeschmack hat. Ich hoffe, dass sich dieser Eindruck bessert aber das sehen wir dann in der kommenden Rezension!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Shazam! und die sieben Lande der Magie (Shazam! Band 1) | Review

Shazam! ist nicht nur eine tolle Comicverfilmung aus dem Jahr 2019, sondern auch der Auftakt zu einer neuen Comicreihe, geschrieben vom großartigen Geoff Johns!

Shazam! ist nicht nur eine tolle Comicverfilmung aus dem Jahr 2019, sondern auch der Auftakt zu einer neuen Comicreihe, geschrieben vom großartigen Geoff Johns!

Einst erhielt Billy Batson von Zauberer Shazam die Rolle als Champion der Magie. Diese Macht teilte er mit seinen fünf „Geschwistern“, die alle Pflegekinder eine Patchwork-Familie bilden. Im Fels der Ewigkeit, dem Hauptquartier von Shazam, entdecken Billy und seine Geschwister einen Bahnhof der die Welt der Menschen mit den restlichen sechs der sieben Lande der Magie miteinander verbindet. Durch die Verheerung der sieben Todsünden liegen die magischen Länder teils in Trümmern und es bedarf die Champions der Magie um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Als die Gruppe während ihres Aufenthalts im „Spaßland“ getrennt wird, müssen sie auf sich gestellt wieder zueinander finden und die Länder retten …

Es ist definitiv nicht von der Hand zu weiß, dass sich der erste Shazam! Band in puncto Atmosphäre drastisch von anderen DC Comics abhebt, da diese wesentlich fröhlicher ausfällt, aber auch etwas Mysteriöses mitbringt, dank der allgegenwärtigen Magie. Die Handlung ist simpel spannend genug, um durchgehend zu unterhalten und baut etwas Großes auf von dem ich allerdings noch nicht sagen was passieren wird. Die Rückkehr von Black Adam, Dr. Sivana und Mister Mind lässt jedoch eine gewaltige Schlacht erwarten.

Optisch lässt sich der Band, bis auf ein arg hässliche Panels (siehe unten), auch nicht lumpen und sobald die Shazam Family die magischen Lande betritt gibt es einiges für die Augen. Besonders das Land der Tiere sieht hervorragend aus.

Alles in allem Shazam! Band 1: Die sieben Lande der Magie ein grundsolider Comic, der einen gekonnt in die magische Sphäre der DC Comics führt und dabei auf Humor, Charme sowie etwas Action setzt. Erzählerisch wie Optisch ein toller Comic für neue wie alte Fans. So klopft man Staub von einer alten Figur!

Ich vergebe für Shazam! und die sieben Lande der Magie die Wertung lesenswert+!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Berserk: Golden Age Arc I – The Egg of the King | Review 

Ich liebe Berserk. Das liegt an der Handlung, der Welt, den Figuren, den verwendeten Thematiken und dem genialen Setting. Dank Netflix ist man nun in der Lage den dreiteiligen Anime The Golden Age genießen zu können.

Ich liebe Berserk. Das liegt an der Handlung, der Welt, den Figuren, den verwendeten Thematiken und dem genialen Setting. Dank Netflix ist man nun in der Lage den dreiteiligen Anime The Golden Age genießen zu können.

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Guts, ein junger Söldner, dessen Leben seit seiner Geburt von Elend, Mord und Gewalt geprägt ist, lebt auf den Schlachtfeldern Midlands. Kampf ist sein Geschäft und er ist verdammt gut in seinem Handwerk. Eines Tages gerät er, wegen seines herausragenden Einsatzes während einer Belagerung, ins Visier des Söldners Griffith und seiner Bande, den Falken. Nach einem Duell gegen Griffith, welches Guts schwer verletzt verliert und einer weiteren verlorenen Revanche wird Guts ein Teil der Falken. Während der kommenden drei Jahre erringen die Falken immer mehr Ruhm und Griffith steigt langsam im Rang auf, muss jedoch auch mit den Intrigen am königlichen Hof zurechtkommen, da ein Emporkömmling selten toleriert wird. Griffith besitzt jedoch das Ei des Herrschers, den Behelith, vor dem sich sogar Dämonen fürchten …

The Egg of the King erzählt in gestraffter Version den ersten Teil des Golden Age Arcs, der wohl der bekannteste Handlungsbogen von Berserk ist. Dazu werden die wichtigsten Figuren eingeführt und mit Zod sieht man auch den ersten Apostel, sprich einen mächtigen Dämon. Auch wenn die Handlung für Berserk-Fans nichts Neues bietet, wird sie mit einem angenehmen Tempo erzählt und die wichtigsten Handlungspunkte werden abgearbeitet, für Neueinsteiger ideal ist. Clever gelöst wurde der Abschnitt mit Guts Kindheit, die von Leid und Gewalt geprägt war. Anstatt ausführlicher Szenen, die definitiv zu einer Beschneidung im Westen geführt hätten, erhält man einen surrealen Alptraum der im groben die Leiden von Guts widerspiegelt.

Nicht nur Guts, sondern auch die beiden anderen Hauptfiguren, Griffith & Kjaska, erhalten genug Screentime, damit man die Figuren besser kennenlernen kann und in Grundzügen ihre Persönlichkeiten kennt.

Für einen Anime von 2012 ist die Animationsqualität verdammt hoch und äußerst ansprechend. Das Studio 4•C schafft es hervorragend die Dynamik, welche die Panels des Manga vermitteln, als Bewegtbild umzusetzen und besonders Guts wird perfekt als der Berserker dargestellt, der er im Kampf ist.

Was mich positiv überrascht hat, war die relativ zahme Zensur des Anime. Ja der Gewaltgrad der Vorlage wurde etwas zurückgeschraubt und diverse heftige Szenen wurde ausgelassen aber im Großen und Ganzen bleibt der Anime der Seinen Genre treu, was auch notwendig ist.

Alles in allem bildet The Egg of the King einen soliden Einstieg in die Berserk-Filmreihe und hält sich nah an der Vorlage, mit Ausnahme der ausgelassen/abgeänderten Szenen. Die Synchronisation, die Animationsqualität und die Inszenierung an sich wissen zu gefallen, was dem Film ein sehenswert einbringt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Lucifer Band 1 | Review

Wie bereits im Sandman Universe Beitrag erwähnt, ist Lucifer der Comic, auf den ich mich am meisten freue und die Vorfreude hat sich echt gelohnt, denn der Ausflug in die seltsame Welt des (Ex)Herrn der Hölle war interessant!

Einst rebellierte Lucifer gegen Gott und wurde in die Hölle verbannt, die er fortan beherrschte. Diese „glorreichen“ Tage liegen jedoch lange zurück. Blind und geschwächt fristet Lucifer nun sein Dasein an einem bizarren Ort, von dem es scheinbar kein entkommen gibt. Während der (Ex)Herr der Verdammnis selbst in einer Hölle gefangen ist, gerät das Leben von Detective John Decker immer weiter aus den Fugen und die Pfade der beiden sind miteinander verbunden, obwohl sie es (noch) nicht wissen …

Den großen Reiz von Lucifer macht der Genremix aus Horror und Dark-Fantasy aus. Dank zwei Schauplätzen, der bizarren Hölle Lucifers und der realen Welt, entsteht ein ganz eines world building, dass perfekt zum Fantasy Fokus des Sandman Universums passt. Weiters die Handlung grundlegend spannend, wird aber manchmal etwas zu kryptisch erzählt für das eigene Wohl.

Über jeden Zweifel erhoben ist jedoch der Zeichenstil, welcher angenehm an die Werke von Mike Mignola erinnert, aber genug Persönlichkeit besitzt, um für sich selbst zu stehen. Der Genremix spiegelt sich auch im Zeichenstil wider der zwischen Dark Fantasy und Horror schwankt, was nicht nur Abwechslung bietet, sondern auch eine gewisse Dynamik in den Comic bringt.

Somit lässt sich zusammenfassen, dass der erste Lucifer Band ein solider Einstieg in die neue Serie um den ehemaligen Herren der Hölle ist, aber auch gleichzeitig einen soliden Einstieg in das Sandman Universe bietet. Die teils kryptische Handlung gefällt, trotz einer gelegentlichen Unübersicht, und der Zeichenstil ist klar das Highlight des Bandes. Wer auf der Suche nach einem DC/Vertigo Comic ist, der sich eher außerhalb der Norm bewegt wird mit Lucifer Band 1 sehr gut unterhalten.

Somit vergebe ich die Wertung lesenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Brightburn | Review

Also auf Brightburn (Son of Darkness) habe ich mich bereits seit dem ersten Trailer gesehen und passend zum Halloween habe ich den Film endlich gesehen!

Eins vorweg; man merkt deutlich das James Gunn an diesem Film mitgewirkt hat, da er bereits öfters bewiesen hat wie man „Superheldenfilme“ außerhalb des Mainstreams machen kann!

Das Ehepaar Tori & Kyle Breyers wünscht sich ein Kind aber bisher blieb den beiden dies verwehrt. Eines Nachts stürzt ein Raumschiff in der Nähe ihres Farmhauses ab. Die beiden nehmen das dort gefundene Baby auf und nennen es Brandon. Er wird wie ihr leiblicher Sohn erzogen.

Zehn Jahre später sendet das Raumschiff, welches vom Ehepaar Breyers in der Scheune versteckt wird, Signale aus die Brandon wahrnimmt und anziehen. Dabei wird irgendwas in Brandon verändert und er entdeckt übermenschliche Fähigkeiten an sich, was ihn psychisch immer weiter abdriften lässt. Brandon will gutes tun, aber er ist unberechenbar …

Klären wir gleich das Offensichtlichste zu Beginn. Brightburn (Son of Darkness) orientiert sich stark an der Superman Origin, wandelt diese jedoch in einen Horrorfilm um und nutzt logischerweise keine Querverweise zum Mann aus Stahl von DC. Diese Grundidee, einen Horrorfilm der lose auf einem weltbekannten Superhelden basiert, finde ich seit der ersten Ankündigung äußerst erfrischend. Allerdings würde Brightburn auch ohne diese Inspiration ein solider Supernatural-Science-Fiction-Horrorfilm sein.

Eine der Stärken von Brightburn ist die fehlende Exposition warum Brandon auf der Erde ist und was seine Mission beziehungsweise, ob er überhaupt eine hat. In Bezug auf die Prämisse wäre zu viel Exposition auch kontraproduktiv.

Auch wenn der Film nicht sein volles Potenzial an Horror/Terror ausschöpft wird eine unheimliche Atmosphäre erschaffen, was in erster Linie am Brandon Darsteller Jackson A. Dunn liegt, der einen völlig kalten sowie unnahbaren Metamenschen spielt, aus dem man nur schwer bis überhaupt nicht schlau wird. Auch der Rest des Casts gefällt wobei der Fokus des Films klar auf der Familie Breyer liegt, was jedoch am sinnvollsten ist.

Dank einer überschaubaren Laufzeit von 90 Minuten hat Brightburn ein angenehm hohes Tempo, allerdings hätte auch eine längere Laufzeit nicht geschadet, da dies die Atmosphäre und Charakterentwicklung weiter gefördert hätte. Besonders Brandon/Brightburn hätte gern noch mehr Einblicke in seine Gedankenwelt erhalten können und somit eine tiefere Entwicklung zum Monster durchleben können.

Zusammengefasst ist Brightburn ein äußerst solider Supernatural-Science-Fiction-Horrorfilm, der eine interessante Interpretation einer bekannten Geschichte bietet und dabei den Weg zum Horrorfilm einschlägt. Der Film hat ein angenehm hohes Tempo und weiß grundlegend zu unterhalten, schafft es allerdings nicht sein volles Potenzial auszuschöpfen. Ich vergebe für Brightburn (Son of Darkness) die Wertung sehenswert, da wir hier einen ebenso unterhaltsamen wie erfrischenden Horrorfilm bekommen, der sich traut zumindest teilweise vom Mainstream abzuweichen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ich bin eine Spinne, na und? 04| Review

Titel: Ich bin eine Spinne, na und?

Autor: Okina Baba

Zeichnerin: Asahiro Kakashi

Genre: Fantasy

Verlag: Manga Cult

Seiten: 192

Erschienen: 04. Oktober 2019

Der beste Manga 2019 (neben Ultraman) geht in die vierte Runde und nimmt an Komplexität zu!

Die vorigen Bände:

Ich bin eine Spinne, na und? 01

Ich bin eine Spinne, na und? 02

Ich bin eine Spinne, na und? 03

Was bisher geschah …

Aus bisher unbekannten Gründen kam unsere (namentlich nicht genannte) Protagonistin und ihre gesamte Klasse bei einer Explosion ums Leben. Sie wurde in einer Fantasywelt wiedergeboren allerdings als Spinne und muss sich nun in dieser fremden, gefährlichen Welt durchsetzten, um nicht als Monsterfutter zu enden. Dabei entwickelt sie sich spürbar weiter und vertieft ihr Wissen über das Skillsystem in dieser Welt, die stark an ein Videospiel erinnert. Nach vielen Kämpfen in der obersten & untersten Ebene ist die kleine Spinne schließlich in der feurigen mittleren Ebene des großen Labyrinths, in dem sie sich seit ihrer Geburt aufhält, angelangt …

Die kleine Spinne ist immer noch in der mittleren Ebene, die von Seen und Flüssen aus Lava durchzogen ist. Unter härtesten Bedingungen muss sie sich anpassen, um gegen die dortigen Monster bestehen zu können. Dabei entwickelt sie sich stetig weiter und entwickelt zwei weitere Persönlichkeiten, um den weitverzweigten Fähigkeitsbaum beherrschen zu können. Mit einer neuen Entwicklungsstufe, verbesserten Werten und vielen neuen Skills gewappnet macht sie sich daran die mittlere Ebene zu verlassen, aber dann taucht ein Feuerdrache auf, der in einem Element schier unbesiegbar erscheint …

Der vierte Ich bin eine Spinne, na und? Band verfolgt im Kern die Erfolgsformel der vorigen Bände, setzt aber auf eine vertiefende Komplexität und das System mit den Fähigkeiten nimmt eine wirklich umfangreiche Verzweigtheit an, die mich durchaus an Dark Souls erinnert, aber ist sehr unterhaltsam die Protagonistin dabei zu verfolgen wie sie sich immer weiter in dieses System reinfuchst.

Optisch setzt der Band erneut auf die mittlere Ebene und hat somit einen Fokus auf Feuer, Lava sowie dazupassende Monster. Ich bin eine Spinne, na und? gehört zu den wenigen Manga, deren Zeichenstil einfach nicht langweilig wird obwohl es nicht sehr häufig Abwechslung gibt.

Zusammengefasst ist Ich bin eine Spinne, na und? Band 4 ein toller Manga der die Stärken seiner Vorgänger erneut ausbaut und die Komplexität der Welt sowie des Fähigkeitensystems weiter vertieft. Dazu kommt die Etablierung einer multiplen Persönlichkeit der Protagonistin, was sinnvoll erscheint, da so mehr Interaktion besteht.

Aus diesen Gründen vergebe ich für Ich bin eine Spinne, na und? Band 4 die Wertung lesenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Fortnite (Battle Royal Modus) | Gedankenspiel

Manchmal passieren Dinge, von denen man nie geglaubt hat, dass sie jemals passieren werden. Jahrelang habe ich mich gegen das Battle Royal Genre gewehrt, weil sich mir der Sinn und Reiz des Spiels nicht erschlossen hat. Vor einigen Wochen habe ich dann zum ersten mal Tetris 99 gespielt und wurde recht gut unterhalten.

Fortnite war schon länger zwischen mir und meinem Bruder sowie Felix im Gespräch. Vor etwas mehr als einer Woche habe ich dann Fortnite heruntergeladen und ein paar Runden gespielt und was soll ich sagen? Das Spiel übt einen primitiven aber unterhaltsamen Reiz aus.

Zuerst muss ich den Entwickler Epic Games loben. Fortnite kann man komplett kostenfrei spielen und wenn man Geld ausgibt erhält man nur (zugegeben) äußerst schicke kosmetische Gegenstände wie Skins, Gesten, Lackierungen oder besondere Gleiter.

Was macht jetzt den Reiz des Battle Royal Modus in Fortnite aus? Nun das Ganze ist quasi ein jeder gegen jeden Deathmatch mit 100 Spielern. Die Map (Karte) auf der gespielt wird, ist sehr groß und bietet diverse geografische Gegebenheiten wie Städte, Berge, Wälder, Sümpfe oder Flusslandschaften. Auf der Map kann (muss) man Ausrüstung finden, um sich im Überlebenskampf mit den anderen Spielern zu messen. Dabei besitzen die Waffen (Pistolen, Maschinenpistolen, Schrotflinten, usw.) verschiedene Seltenheitsgrade, welche die Effektivität beeinflussen. Zumindest bilde ich mir diesen Zustand ein.

Ergänzend dazu gibt es ein Crafting-System, das auch genutzt werden sollte, um die Runden siegreich bestehen zu können. Man drei verschiedene Materialien (Holz, Stahl, Stein) sammeln und daraus Mauern, Hütten oder kleine Festungen bauen. Ebenso ist der Bau eines Turms möglich, um sich einen strategischen Vorteil zu verschaffen. So ziemlich jedes Bauwerk im Spiel kann zerstört werden, was Kämpfe äußerst dynamisch werden lässt oder zur simplen Todesfalle wird.

Der Überlebenskampf hat jedoch einen weiteren Kniff. Alle paar Minuten verringert sich der effektiv spielbare Bereich, genannt Auge des Sturms, da der erwähnte Sturm immer mehr von der Karte bedeckt und somit der sichere Bereich immer kleiner wird. Was passiert, wenn man sich im Sturm aufhält? Man nimmt permanent Schaden, bis man Game Over geht.

Ich habe Fortnite bisher in zwei Versionen gespielt. Die Nintendo Switch Version glänzt durch eine wenig ansehnlich Grafik, während die PS4 Version wesentlich ansprechender aussieht, aber das Spiel läuft auf beiden Konsolen flüssig und Bugs sind eher selten.

Kann ich Fortnite also empfehlen? Schwer zu sagen, ich kann nicht abstreiten, dass das Spiel durchaus Spaß machen kann und das Entdecken der Map in Kombination mit dem Überlebenskampf sehr unterhaltsam ist, aber wirklichen Spielspaß wird man nur im Coop mit anderen Spielern haben. Am besten natürlich mit Personen, die man kennt und mit denen man auch per Voicechat sprechen kann. Dies erhöht auch die taktische Komponente von Fortnite ungemein und ein harmonierendes Team erhöht die Chancen auf den Sieg ungemein.

Es schadet sich nicht, das Spiel anzutesten, aber wenn man das Spiel auslässt hat man auch nicht wirklich was verpasst. Schließlich ist es free to play.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Eine gelungene Fortsetzung! | John Wick: Kapitel 2 | Review

Titel: John Wick – Kapitel 2
Originaltitel: John Wick – Chapter 2
Regie: Chad Stahelski
Laufzeit: 123 Minuten
Genre: Action
Erscheinungsjahr: 2017

Wie wir wissen hat mich John Wick (Teil 1) äußerst gut unterhalten und schwer beeindruckt. Erst kürzlich habe ich den zweiten Teil gesehen und der hat mich ebenfalls zu begeistern gewusst!

Recap Teil 1

John Wick, ein ehemaliger Auftragskiller, verliert seine Frau durch eine nicht genannte Krankheit. Post hinterlässt sie ihm einen Hund, damit er etwas lieben kann neben seinem Auto. Eines Nachts wird er von Iosef, dem Sohn seines ehemaligen Bosses, überfallen und brutal zusammengeschlagen. Dazu wird sein Auto gestohlen und seine Hündin so schwer misshandelt, dass sie stirbt. Am Boden entschließt sich John in sein altes Leben zurückzukehren und Rache zu nehmen. Der schwarze Mann ist zurück und niemand stellt sich ihm in den Weg …

John Wick Kapitel 1 Review

Ein paar Tage nachdem John Wick den russischen Mafiaboos Viggo Tarasov, seinen Iosef und so ziemlich dessen gesamte Organisation ausgeschaltet hat, erfährt John vom Aufenthaltsort seines gestohlenen Ford Mustang. Nach einer kurzen aber brutalen Auseinandersetzung mit Abram Tarasov‘s Männern in dessen Werkstatt schließt John mit ihm Frieden und erhält sein Auto zurück.

Zurück in seinem Ruhestand bekommt John besuch von Santino D‘Antonio, einem italienischen Mafioso sowie ehemaligen Boss von John. Er überreicht dem „pensionierten“ Auftragsmörder seine Schuldmünze und fordert von ihm die Begleichung einer Schuld. Als John ablehnt, brennt Santonio dessen Haus nieder, was erstgenannten zur Begleichung zwingt. John soll Santonio‘s Schwester Gianna in Rom töten. Nach zahlreichen Kämpfen kann John seinen Auftrag erfüllen und damit seine Schuld begleichen. Allerdings sinnt John auf Rache an Santonio wegen der Zerstörung seines Hauses. Er tötet den Mafiaboss in einem Continental Hotel trotz der Tatsache, dass auf John bereits ein Tötungsauftrag über 7 Millionen Dollar ausgestellt worden ist. Durch den Mord in einem Continental Hotel verliert John jeglichen Schutz, bekommt, aber eine Stunde Vorsprung bevor die gesamte Unterwelt jagt, auf ihn machen wird …

John Wick: Kapitel 2 macht im Kern alles richtig, was eine Fortsetzung richtig machen kann. Die Handlung ist sehr spannend und vertieft alles was der erste Film so gut gemacht. Man erfährt etwas mehr über das Leben des titelgebenden Attentäter und auch das world building wird weitergeführt, was mehr Einblicke in die komplexe Unterwelt gewährt, aber genug Raum für eigene Interpretationen bietet.

Für den Film spricht eine hervorragende Besetzung, die durchgehend zu überzeugen aber auch zu gefallen weiß. Keanu Reeves brilliert erneut als gnadenloser Killer, der eigentlich ein friedliches Leben führen will aber immer wieder in sein altes Leben zurückgebracht.

Abseits von Reeves sieht man Laurance Fishborne als Unterweltboss, der die Stadt mit einer Armee aus Bettlern auskundschaftet aber auch Schauspieler aus dem ersten Film wie Ian McShane als Winston oder Lance Reddick als Charon kehren in ihre Rollen zurück.

Zusammengefasst ist John Wick: Kapitel 2 ein sehr guter Actionfilm und eine hervorragende Fortsetzung, die alle Stärken des Films ausbaut aber seinen Fokus, die phänomenal choreografierte Action, nicht aus den Augen verliert. Die Handlung überzeugt ebenso wie die Charaktere und somit hat sich John Wick: Kapitel 2 ein klares sehenswert+ verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

The Evil Within & The Legend of Zelda: Links Awakening Ersteindrücke | Gedankenspiel

Momentan spiele ich The Evil Within auf der Playstation 4 und The Legend of Zelda Links Awakening auf der Nintendo Switch. Das ist ebenso kontrastreich wie unterhaltsam und beide Spiele gefallen mir bisher außerordentlich gut.

The Evil Within

Das erste mal habe ich The Evil Within zum Release im Jahr 2014 gespielt allerdings hat mich das Spiel damals nicht überzeugen können und mein Resident Evil 6 Trauma war wohl immer noch zu frisch. Eigentlich wollte ich The Evil Within zusammen mit Teil 2 für das Halloween Special durchspielen aber zeitlich war dies leider nicht möglich.

Hat mich The Evil Within im ersten Durchlauf nicht überzeugen können so ist mein Eindruck nun wesentlich positiver. Das Spiel kombiniert Elemente des klassischen Survival-Horrors mit modernen Action-Horror Elementen, was eine überraschend harmonische Fusion ist. Die beinah permanente Munitionsknappheit trägt ebenso zur Atmosphäre bei wie die surrealen Schauplätze und grotesk deformierten Monster (Hallo Body-Horror).

Das Gameplay ist etwas träge aber bedeutend flüssiger als in vielen anderen Horrorspielen und die Nutzung einer Ausdaueranzeige vertieft das Ressourcenmanagment des Spiels ungemein. Was ich bisher (aktueller Stand Kapitel 6) vermisse sind Rätsel wie man sie aus den alten Resident Evil Spielen kennt.

Optisch gefällt mir das Spiel ebenfalls sehr gut und auch die deutsche Synchronisation wissen zu gefallen. Einzig die Handlung und das Storytelling sind etwas arg kryptisch.

The Legend of Zelda Links Awakening

Links Awakening ist ein Remake des gleichnamigen Spiels und erschien im September 2019 für die Nintendo Switch. An das Game Boy Spiel erinnere ich mich nur noch dunkel aber das Remake gefällt mir außerordentlich gut!

Die Geschichte ist so simpel wie man es von der Serie gewohnt ist. Link erleidet auf der Insel Cocolint Schriffbruch und kann das Eiland erst wieder verlassen wenn er den Windfisch aus seinem Schlaf erweckt. Eine simple Prämisse aber gut genug um den Spieler direkt zu motivieren die überraschend große Spielwelt zu erkunden.

Auch das Gameplay ist simpel aber sehr unterhaltsam. Ganz in der Tradition anderer 2D Zelda Spiele bewegt man Links aus der Vogelperspektive über die Insel, besiegt Gegner, meistert Dungeons, sammelt Gegenstände und absolviert Nebenaufgaben.

Optisch ist das Remake eine wahre Augenweide und begeistert durch kräftige Farben und einen ganz eigenen Stil, der ebenso wie die klassischen Game Boy Spiele, hervorragend altern wird. Es gibt auch einiges auf die Ohren dank eines neu aufbereiteten Soundtracks.

Nach etwas mehr als drei Stunden Spielzeit muss ich ein Lob für das Spiel aussprechen und ich bin sicher, dass mich das Spiel auch weiterhin begeistern wird.


Man merkt also es tut sich einiges und ich hoffe euch bald wieder mit Spielerezensionen unterhalten zu können. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!