Die besten Horrorfilme meines Filmjahres 2022! | Halloween Special

Dieses Jahr gab es ein eher ungewöhnliches Halloween Special in Form von Rezensionen über Rezensionsexemplare (Sensor & MPD Psycho), einem MCU Gedankenspiel und einem Beitrag über Metro 2033 Redux.

Ich habe aber auch einige Horrorfilme in diesem Jahr gesehen und auch wenn einige Gurken dabei waren, gab es auch Perlen. Die besten Horrorfilme, welche ich mit Stand 31.10.2022, im aktuellen Filmjahr gesehen habe stelle ich euch heute vor und beschreibe sie kurz.


Halloween III: Season of the Witch

Ich bin kein großer Fan des Halloween Franchise, da diese Serie für mich wie eine reine Fließbandproduktion wirkt, trotz einiger netter Ideen. Die Ausnahme bildet für mich Halloween III, den ich Anfang dieses Jahres genießen durfte.

Ohne Michael Myers und ohne Verbindungen zum restlichen Franchise macht dieser Film sein eigenes Ding und macht verdammt viel Spaß. Auch wenn diese Meinung unpopulär ist, aber Halloween III: Season of the Witch ist der meiner Meinung nach beste Ableger des Franchise!


The Texas Chainsaw Massacre (2022)

Diesem Film bin ich mit Bauchweh entgegengetreten, weil alles im Vorfeld nach Halloween (2018) Abklatsch schrie, aber dann hat sich gezeigt, dass dieses Sequel sein eigenes Ding durchzieht. Damit meine ich, dass die „Tugenden“ der Texas Chainsaw Filme zelebriert werden und ENDLICH bekommt man auch ein Kettenmassaker zu sehen.

Kurz um, kein Meisterwerk aber ein kurzweiliger und unterhaltsamer Horrorfilm für zwischendurch. Ich bin gespannt ob das geplante Sequel erscheint …


The Vigil

The Vigil ist ein netter kleiner Horrorfilm, der die jüdische Mythologie nutzt und dabei einen interessanten Einblick in die Folklore dieser Religion gewährt. Mir hat der Film grundlegend sehr viel Spaß gemacht, auch wenn er das Rad nicht neu erfindet, aber das tun nur die wenigsten Horrorfilme.


The Sadness

Auch wenn er als der brutalste Horrorfilm aller Zeiten angepriesen wird blendet The Sadness bei den brisantesten Stellen rechtzeitig weg und überlässt dem Zuseher seiner eigenen Fantasie. Ich mag den Film, aber leider leidet er an einer starken Abnutzung seiner eigenen Gewalt. Trotzdem bietet The Sadness genug Details, die eine Sichtung rechtfertigen und wenn man die Werbekampagne im Vorfeld beachtet bleibt eine Sichtung für Fans des Horrorgenres kaum aus!

Man sollte trotzdem einen stärkeren Magen mitbringen, da gewisse Kills sehr pikant ausfallen und es dem Film an ausgefallenen Tötungen auch nicht mangelt.


Saw: Spiral

Eine weitere unpopuläre Meinung. Ich mag das Saw Franchise nicht, da die Filme nach Teil 1 wie eine reine Fließbandproduktion wirken (siehe Halloween) und dieser künstlich aufgeblasene Plot für die Komplexität nicht darüber hinwegtäuscht, dass es eigentlich nur um kreative Fallen geht und das ist auch völlig in Ordnung aber mir persönlich zu wenig.

Saw: Spiral hingegen verbindet eine spannende Handlung mit kreativen Tötungsarten und begeistert die gesamte Laufzeit über bis zum Ende. Ich hoffe sehr, dass dieses Saw Spin-off fortgesetzt wird. Hier hat wie bei Teil 1 alles gepasst!


Wrong Turn (2021)

Manchmal braucht man einen radikalen Neustart für eine Filmreihe und der ist mit Wrong Turn von 2021 definitiv geglückt. Weg von den Mutanten aus den Vorgängern und hin zu einer völlig neuen Handlung um Wanderer, die in die Fänge einer isolierten Gemeinschaft geraten. Weniger ein reiner Horrorfilm, sondern mehr ein Horror-Thriller mit gesellschaftskritischen Elementen macht Wrong Turn von 2021 verdammt viel Spaß. Definitiv eine der besten Horror-Erfahrungen dieses Jahr!


X

Mein Höhepunkt dieses Jahr was Horrorfilme angeht ist X von Tie West, der kongeniale Zeitreise in die späten 70er/frühen 80er des Horrorfilms erschaffen hat, welche man auf keinen Fall verpassen darf als Fan des Genres.

An diesem Film passt absolut alles. Von Handlung über die Inszenierung bis zum Look, der Musik und dem Cast. Mich hat X vollends überzeugt und meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um einen absoluten Pflichtfilm, da hier einfach so viel Liebe zum Detail drinnensteckt!


Ich hoffe ich habe mit diesem Beitrag euer Gruselween etwas bereichern können und ihr habt ein paar Filme für eure Playlist aufnehmen können. Zum Abschluss folgen noch ein paar lobenswerte Erwähnungen, die keine reinen Horrorfilme sind oder Ableger sind, welche sich vom ursprünglichen Genre entfernt haben. Ich wünsche euch ein schönes Halloween und wir lesen uns beim nächsten Mal!

Lobenswerte Erwähnungen mit ein bisschen Horror:

  • Nope
  • Doctor Strange in the Multiverse of Madness
  • Werewolf by Night
  • The Forever Purge

Sensor | Manga Review [Rezensionsexemplar]

Titel: Sensor
Autor: Junji Ito
Zeichner: Junj Ito
Verlag: Carlsen
Seiten: 242
Release: Oktober 2022

Kein Gruselmonat Oktober ohne H. P. Lovecraft oder sein japanisches Gegenstück Junji Ito. Der japanische Meister des Horrors begeistert seit Jahren mit seinen skurrilen Geschichten, dem ansprechenden, wie absurden Zeichenstil und der enormen Kreativität im Bezug auf die benutzten Themen.

Nach Uzumaki, Gyo und Frankenstein habe ich nun Sensor gelesen, welche es ebenfalls in sich hat. Bevor ich zur Rezension komme ein großes Danke an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!



Einstmals wurde der Priester Miguel in den Vulkan Sengoku geworfen. Seitdem speit dieser Vulkan goldene Fäden vulkanischen Glases. Die Bewohner des Dorfes am Fuße des Vulkans verehren das Vulkanglas als „goldenes Himmelshaar“. Eines Tages erreicht die schöne Kyoko das Dorf, wird Zeuge eines Wunders im Zusammenhang mit dem Engelshaar und gerät so in eine Verkettung von Ereignissen deren Zentrum sie ist …

Im Gegensatz zu anderen Ito Geschichten setzt Sensor weniger auf abstrakten Horror, sondern mehr auf kosmischen Horror und anleihen aus dem Mysterygenre. Selbstverständlich gibt es auch altbekannten Body-Horror von Meister Ito und dieser gliedert sich perfekt in die Spitzen der Spannungsbögen ein, welche in den sieben Kapiteln perfekt platziert sind.


Erzählerisch nimmt sich Sensor sehr viel Zeit für seine Geschichte und kombiniert folklorische Elemente mit dem kosmischen Horror, wie man ihn von H. P. Lovecraft kennt, aber die Geschichte wirkt nicht abgekupfert, sondern macht sein eigenes Ding. Somit wirkt Sensor frisch und hebt sich angenehm von den anderen Geschichten Juni Ito’s ab.

Optisch begeistert Meister Ito mit seinem bekannten Zeichenstil, der perfekt mit dem Kontrast aus ruhigen Szenen, in denen die Handlung vorangetrieben wird, und den langsam, eskalierenden Szenen arbeitet, in den sich der Horror zuspitzt bevor sich alles bildgewaltig entlädt. Ein besonderes Lob verdienen hier die Zeichnungen der Gesichter. Sowohl in ruhigen Momenten als auch in spannenden Momenten fängt Ito absolut souverän die Emotionen seiner Figuren ein und vermittelt somit die Handlung auch glaubhaft.


Zusammenfasst ist Sensor ein spannendes Werk von Junji Ito, dass sich thematisch von seinen anderen Werk abhebt und somit sehr erfrischend wirkt. Die Kombination aus folklorischer Mystery mit kosmischen Schrecken aus den Tiefen des Alls wirkt sehr Lovecraft-artig, ist aber eigenständig genug, um als optimale Alternative zu den Werken des amerikanischen Altmeisters des Horror dazustehen. Mich hat Sensor von Anfang an gefesselt und erst wieder losgelassen als das Ende der Geschichte erreicht wurde.

Wer sich für Horrormanga oder Junji Ito oder bestenfalls beides begeistern kann sollte hier einen Blick riskieren. Man wird es definitiv nicht bereuen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Metro 2033 Redux | Review [PS4]

Titel: Metro 2033 Redux
Entwickler: 4A Games
Publisher: Deep Silver
Release: 2014
Konsole: PC, PS4, Xbox One, Nintenso Switch

Ich bin ein großer Fan des Romans Metro 2033 und des Metro-Universums im allgemeinen. Vor vielen Jahre habe ich das erste Mal den Ego-Shooter Metro 2033 auf dem PC gespielt, vor einiger Zeit habe ich mich wieder an dieses Universum herangewagt und vor ein paar Tagen die Redux Version von Metro 2033 im Überlebensmodus durchgespielt. Der Überlebensmodus stellt hierbei die originale Erfahrung von Metro 2033 dar, sprich man muss mehr mit seinen Ressourcen haushalten, die Gegner nur bedingt in großen Gefechten bekämpfen und eher darauf achten sich vorsichtig zu bewegen.

Nun stellt sich die Frage; macht das im Jahr 2022 überhaupt noch Spaß? Ja absolut, da das Spiel nicht nur auf die klassischen Survival-Horror Aspekte setzt, sondern verschiedene Szenarien bietet um diverse Spielstile zu erlauben. Je nach Spielmodus und dazu ausgewähltem Schwierigkeitsgrad wird ein anderer Spielstil präferiert, aber grundlegend kann jeder Typus Gamer durchkommen. Man macht sich das Spiel nur selbst schwerer oder leichter. Somit erhält man trotz der sehr linearen Spielstruktur eine gewisse Freiheit.

Worum geht es überhaupt in Metro 2033? Nach einem Atomkrieg leben die Menschen Moskaus in den U-Bahn Tunnels der Metro. Anstatt für eine gemeinsame Zukunft zu kämpfen haben sich verschiedene Fraktionen gebildet, die um die Macht streiten. Die Heimatstation von Artjom wird von den sogenannten Schwarzen bedroht, einer übermächtigen Art von Mutant. Es liegt nun an Artjom zur mächtigen Hanse zu reisen, um Unterstützung zu erhalten und dabei erlebt er eine Reise quer durch die Metro sowie die verstrahlte Oberfläche …

Die Geschichte basiert auf dem Roman Metro 2033, weicht ein paar mal von der Romanvorlage ab und macht somit eher sein eigenes Ding. Erzählerisch ist das Spiel spannend genug, um bis zum Finale zu unterhalten.

Viel wichtiger ist allerdings das Gameplay von Metro 2033 Redux und dieses nutzt im Überlebensmodus viele Elemente des klassischen Survival-Horrors. So wird das Thema Ressourcenmanagment ganz groß geschrieben und auf folgende Dinge darf man als Spieler während der Reise durch die Metro achten: Munition, Medipacks, Filter für die Gasmaske sowie ihr Zustand, Sekundärwaffen und die Akkuladung der Ausrüstung wie der Taschenlampe oder dem Nachtsichtgerät. Besonders das Thema Munition ist interessant, da es nicht nur verschiedene Arten von Munition gibt, sondern auch „Mun“. Dabei handelt es sich um die Währung des Spiels aber auch um verstärkte Munition für das Maschinengewehr. Somit kann man diese Munitionsart für schwierige Situationen verwenden aber auch für neue Waffen, Upgrades für jene Waffen und Ressourcen ausgeben.

Wie oben erwähnt lockert Metro 2033 sein eigenes Spielprinzip durch verschiedene Szenarien auf. Mal muss eine Station gegen Horden von Feinden verteidigt werden und dann darf man mit einem gepanzerten Waggon vor Feinden flüchten. Mein Highlight sind aber jene Missionen in denen man entweder in offenen Gebieten oder in verwinkelten Gebieten den Weg zum Ziel finden muss und dabei gegen die unterschiedlichen Gegnertypen ankommen muss. Besonders die „Stealth“-Passagen in denen man sich hinter feindlichen Linien bewegt und die Gegner leise ausschalten soll, sind mein absolutes Highlight. Es fühlt sich aber auch großartig an mit einer gut gefüllten Munitionstasche gegen große Horden von Mutanten anzutreten und sie zu bekämpfen.

Ein Manko von Metro 2033 Redux sind die gelegentlichen Bugs des Spiels oder sehr unvorteilhaft gesetzte Checkpoints, die ein weiterspielen nur schwer möglich machen. Mein negatives Highlight war ein Checkpoint der so gesetzt wurde, dass ich jedes Mal starb sobald ich den Spielstand geladen habe. Ärgerlich, aber nach einmal Neuladen des Kapitels war das Problem gelöst.

Optisch wie akustisch ist Metro 2033 Redux trotz seines Alters immer noch sehr ansehnlich und besonders die Abschnitte auf der Oberfläche sehen äußerst ansprechend aus. Hier fängt das Spiel perfekt die dystopische Atmosphäre der Vorlage ein, aber auch die Tunnel der Metro bieten viel Abwechslung trotz ihrer Eigenheit als eintönige U-Bahnschächte. Ergänzend dazu gibt es einen angenehm unaufdringlichen Soundtrack, von dem besonders das Hauptthema im Gedächtnis bleibt.


Abschließend lässt sich sagen, dass sich Metro 2033 Redux verdammt gut gehalten hat und auch im Jahr 2022 immer noch Spaß macht. Es ist gerade die Mixtur im Gameplay, welche in der aktuellen Zeit so frisch wirkt. Metro 2033 Redux ist nicht unbedingt massentauglich im Überlebensmodus aber mit einer gesunden Portion Geduld und einer Liebe für den klassischen Survival-Horror wird man im postapokalyptischen Moskau eine gute Zeit verbringen oder auch nicht, je nach Art des Spielstils.

Ich habe nun auf jeden Fall wieder Lust mich mit den Metro Spielen und deren Spielmodi zu beschäftigen. Man kann sich also in Zukunft wohl auf mehrere Beiträge über diese Trilogie gefasst machen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

The Pawn‘s Revenge BD 1 | Review [Rezensionsexemplar]

Titel: The Pawn‘s Revenge
Autor: Evy
Zeichner: Evy
Verlag: Hayabusa
Seiten: 224
Release: Oktober 2022
Altersfreigabe: ab 18

Boy‘s Love ist nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre und das Medium Manhwa, ein koreanischer Comic, ebensowenig, aber trotzdem sind Ausflüge in diesen Bereich der Comic-kultur immer wieder interessant.

Somit herzlichen willkommen zu meiner Rezension über The Pawn‘s Revenge Band 1 aus der Feder von Evy und vielen Dank an den Carlsen/Hayabusa Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Wie bei MPD Psycho spreche ich für diesen Band eine Empfehlung ab 18 Jahren aus, da hier im Zuge der Handlung schonungslos mit Gewalt und sexueller Gewalt umgegangen wird.



Je-oh arbeitet als Prostituierter und fristet ein mieses Leben. Eines Tages wird er während einer Vergewaltigung entführt und zusammen mit seinem Peiniger an einem unbekannten Ort festgehalten. Um aus seinem Gefängnis auszubrechen ist Je-oh jedes Mittel recht und somit beginnt ein gefährliches Spiel bei dem nicht nur er um sein Leben bangen muss

Erzählerisch bietet der erste Band noch nicht viel Material, ist aber trotzdem spannend genug um die Geschichte bis zum Ende des Bands zu verfolgen. Loben muss man das hohe Tempo von The Pawn’s Revenge, dass durch den wenigen Text begünstigt wird. Aber dafür wird viel mit Bildsprache gearbeitet und diese ist auch recht schonungslos. Man sollte sich definitiv bewusst sein, dass der Band mit Sex und sexueller Gewalt arbeitet im Kontext der Handlung und somit auch das Thema Vergewaltigung eine Rolle spielt. Diese wird aber nicht wie im Rape & Revenge Genre zelebriert, sondern mit Respekt behandelt und nicht absolut in den Mittelpunkt gestellt.

In erster Linie ist The Pawn’s Revenge ein Genremix aus Thriller, (Gesellschafts-)Drama und Boy’s Love, wobei sich Letzteres in der Sexualität des Hauptcharakters niederschlägt. Die oben beschriebenen Thematiken sind dem Setting der Geschichte, dem Rotlicht-Milieu, geschuldet. Im Kontext, dass die Geschichte in Südkorea angesiedelt ist ergibt sich so eine interessante Form der Gesellschaftskritik, wie man sie beispielsweise aus Seoul Station kennt.

Nach diesem ausschweifenden Schlenker kommen noch ein paar Worte zum Zeichenstil. The Pawn’s Revenge ist ein Webtoon und anders als ein Manga in Farbe gehalten. Mich erinnert der Stil an Killing Stalking und ich finde ihn sehr erfrischend im Vergleich zu den japanischen Stilen oder den westlichen Comics.


Zusammengefasst ist der erste Band von The Pawn’s Revenge ein interessanter Einstieg in die Handlung und auch wenn ich mit diesem Genre eher selten was anfangen kann war dieser Vertreter spannend genug, um ihn bis zum Ende der fünf enthaltenen Kapitel zu verfolgen. Dies lag einerseits am ernsten Ton des Settings bzw. der Geschichte, aber auch am hohen Tempo und dem erfrischenden Zeichenstil. Wer sich also für dieses Genre begeistert, kann bedenkenlos zugreifen und alle anderen sollten zumindest mal probelesen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Zuletzt gesehen #1: Rock N Rolla, Luck, Samaritan & King Richard

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgaben von zuletzt gesehen, dem Format in dem ich pro Beitrag eine kleine Auswahl von meist 3 – 5 Filmen vorstelle, die sich für keinen eigenen Beitrag, egal in welchem Format, eignen. Damit vermeide ich „Fließband-Beiträge“ und gebe euch trotzdem in knackiger Form einen Einblick in mein Filmjahr!


Rock N Rolla

Regie: Guy Ritchie

Laufzeit: 110 Minuten

Release: 2008


Ich hatte keine Ahnung was ich von Rock N Rolla halten sollte, aber Regisseur Guy Ritchie und sein hochkarätiger Cast mit Größen wie Idris Elba, Tom Wilkinson oder Mark Strong haben es mir gezeigt. Der Film ist eine großartige Mischung aus Komödie, Gangster- und Actionfilm, der die gesamte Laufzeit über Spaß macht.

Wer also Ensamblefilme mag kann hier bedenkenlos reinschauen und wie ich auf die Fortsetzung hoffen, die wohl nie mehr kommen wird …


Luck

Regie: Peggy Holmes

Laufzeit: 97 Minuten

Release: 2022


Leider kommt AppleTV+ auf dem Blog viel zu selten dran, aber dafür bietet dieser Streaminganbieter gern Perlen, die unter dem Radar schwimmen.

Luck ist ein Animationsfilm, dessen Thematik sich mit Glück & Unglück beschäftigt. Man verfolgt einen notorischen Pechvogel und wird dabei in eine für uns unsichtbare Welt geworfen, ähnlich wie bei Disney, Pixar, …

Grundlegend mag ich den Film, auch wenn ihm etwas der Zauber des Mäusekonzerns fehlt, aber grundlegend kann man ihn sichten. Für einen gemütlichen Nachmittag ist der Film perfekt und es gibt eine plotrelevante Katze, was will man mehr?


Samaritan

Regie: Julius Avery

Laufzeit: 99 Minuten

Release: 2022


Zeit für Superhelden! Auf Samaritan habe ich mich tatsächlich irgendwie gefreut und ja der Film hat mich überrascht. Sowohl positiv als auch negativ.

Der Film erzählt zu Beginn vom heroischen Samaritans gegen seinen bösen Bruder Nemesis. Beide lieferten sich einen epischen Kampf auf Leben und Tod, an dessen Ende beide als verstorben gelten.

Viele Jahre später entdeckt ein Junge den vermeintlich lebendigen Samaritan und will diesen zurückholen, als ein Nemesis Nachamer für Chaos sorgt …

Samaritan macht bis zu dem Punkt Spaß, an dem man den Twist erraten kann und ab dann verliert leider viel von seiner Spannung, dümpelt vor sich und mündet in einem relativ unspektakulären Finale. Trotzdem ist Samaritan eine Sichtung wert!


King Richard

Regie: Reinaldo Marcus Green

Laufzeit: 145 Minuten

Release: 2022


Ich habe keine Ahnung von Tennis aber ich mag Will Smith und verdammt, das Biopic King Richard war eine großartige Sichtung!

In 145 Minuten erzählt der Film die Geschichte von Richard Williams, der seine Töchter Serena & Selena Williams dazu bringt, weil er daran glaubt, die Weltspitze im Tennis zu erklimmen.

Der Film bietet den typischen Charme eines Sportfilms, verfolgt dabei einen eher ungewöhnlichen Blickwinkel und erzählt abseits davon ein wunderschönes Märchen über den American Dream. Somit hebt sich King Richard selbst über den Klee und macht seine gesamte Laufzeit durchgehend Spaß!

Ich kann diesen Film definitiv empfehlen. So ein schönes Biopic habe ich schon länger nicht mehr gesehen!


Damit sind wir am Ende dieses Beitrags angelangt. Ich hoffe euch hat dieser Einstieg ins Format gefallen und wenn ihr einen der besprochenen Filme gesehen habt, könnt ihr mir gern eure Meinung dazu in die Kommentare posten!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Werewolf by Night | MCU Gedankenspiel

Titel: Werewolf by Night
Originaltitel: Werewolf by Night
Regie: Michael Giacchino
Laufzeit: 53 Minuten
Release: 2022

Der Oktober ist der Monat des Gruselns und passend dazu hat Marvel-Disney ihr Special Werewolf by Night veröffentlicht. Es ist außerdem die perfekte Gelegenheit die MCU Gedankenspiele wieder aufleben zu lassen!

Eins vorweg; ich werde diesen Beitrag möglichst spoilerfrei gestalten damit jeder, egal ob man das Special gesehen hat oder nicht, einen guten Eindruck bekommt. Bühne frei für Werewolf by Night!


Ulysses Bloodstone, der Träger des Blutsteins, ist verstorben. Fünf Monsterjäger versammeln sich um ihm zu Gedenken und an einer Jagd teilzunehmen, welche den neuen Träger des Steins bestimmen soll.

Unter den Jägern befinden sich Jack Russel und Elsa Bloodstone, die andere Pläne haben. Die Jagd beginnt und wird schnell klar, dass es um mehr geht als nur die Nachfolge …

Erzählerisch mag Werewolf by Night nicht viel hermachen, aber das ist bei einer Laufzeit von 54 Minuten in Ordnung. Trotz seiner überschaubaren Länge etabliert das Special einen interessanten Aspekt des Marvel-Kosmos im MCU, nämlich den der Monster. Das umfasst neben „regulären“ Monstern auch Vampire und Werwölfe, sowie jene die sie jagen.

Ob dieser Part im MCU einen größeren Teil einnehmen wird, wird die Zukunft zeigen, aber ein MCU Dark wäre definitiv reizvoll und würde perfekt zu düsteren Helden wie Ghost Rider, Blade, Black Knight oder Moon Knight passen. Selbstverständlich wäre es auch optimal so passende Schurken einzuführen.


Weg vom Fangeschwurbel und zurück zu den qualitativen Aspekten von Werewolf by Night.

Die absoluten Highlights des MCU Halloweenspecials sind die Optik und damit einhergehend die Inszenierung. Regisseur Michael Giacchino präsentiert uns keine standard Comicverfilmung, sondern einen Horrorfilm im Stile der klassischen Horrorfilm-Ära 1940 – 1950.

Sprich Werewolf by Night wurde komplett in schwarz-weiß gedreht, was besonders der Atmosphäre zu Gute kommt und dieses Projekt deutlich im MCU hervorhebt. Schwarz-weiß Filme haben immer eine ganz bestimmte Wirkung, da das Spiel mit Licht und Schatten viel intensiver ist, als man es von Farbfilmen gewohnt sein mag.

Auch beim Cast wurde auf Schauspieler geachtet, die sehr viel mit ihrer Gesichts/Körpersprache machen, um zum einen für die Inszenierung stimmig zu sein und andererseits die Atmosphäre nutzen zu können. Einzig bei der Sprache merkt man Werewolf by Night seine moderne Erscheinungszeit an, wobei selbst dieser „Bruch“ als ein angenehmer Kontrast durchgeht.

Es gibt aber nicht nur was auf die Augen, sondern auch auf die Ohren. Akustisch bietet Werewolf by Night einerseits einen stimmigen Score und arbeitet andererseits mit einer intensiven Soundkulisse, was perfekt zu den oben erwähten optischen Stilmitteln passt.


Abschließend mag Werewolf by Night kein MCU Horrorschocker sein, ist aber ein ebenso unterhaltsames, wie künstlerisch wertvolles Projekt, welches einen interessanten Part ins MCU einfügt und somit für etwas frischen Wind sorgt.

Wer sich für Comicverfilmungen oder Filme die auf Comics basieren begeistern kann, sollte hier definitiv einen Blick riskieren. Man braucht auch keinerlei Vorkenntnisse und kann mit frischem Blick an das Special herangehen.

Mir hat Werewolf by Night außerordentlich gut gefallen und ich hoffe wir sehen die „neuen“ Figuren dieses dunklen MCU Teils bald wieder!

Das war‘s soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Auftakt des Grauens! | MPD Psycho Band 1 Review [Rezensionsexemplar]

Titel: MPD Psycho BD 1
Autor: Eiji Otsuka
Zeichner: Sho-u Tajima
Verlag: Hayabusa
Release: September 2022
Altersfreigabe: ab 18 Jahren

Da glaubt man durch Junji Ito die Spitze des Horror-Manga zu kennen, aber dann kommen Eiji Ōtsuka (Autor) und Sho-U (Zeichner) mit MPD Psycho um die Ecke, nur um zu beweisen, dass es nicht nur mit abstraktem Horror, sondern auch mit den menschlichen Abgründen sehr gut funktioniert den Leser zu schockieren.

Vielen Dank an Carlsen und den Hayabusa Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von MPD Psycho BD 1. Bevor die eigentliche Rezension startet spreche ich eine Warnung für alle Leser unter 18 Jahren und für Alle aus, welche nicht mit Darstellungen von Gewalt klarkommen.

Nun denn, Vorhang auf für MPD Psycho BD 1.



Im Zentrum der Handlung von BD 1 steht der Detektiv Yōsuke Kobayashi, der in den Ermittlungen gegen einen Serienmörder aktiv ist, welcher seine Opfer zerstückelt. Als seine Freundin Teil dieser Mordserie wird, zerspringt etwas in Kobayashi und er stellt den Serienmörder. Diesen tötet er im Laufe der Konfrontation, aber die Ermittlungen und die Involvierung einer von ihm geliebten Person haben bei Kobayashi massive Spuren hinterlassen.

Hauptcharakter Kobayashi/Amamiya

Yōsuke Kobayashi hat eine dissoziative Identitätsstörung entwickelt und dabei „starb(?)“ die Kernpersönlichkeit um Kobayashi. An seine Stelle traten der gelassene Detektiv Kazuhiko Amamiya und der Psychopath Shinji Nishizono, wobei ersterer den Körper zu kontrollieren scheint. Nachdem Amamiya zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, diese abgesessen hat und entlassen wurde arbeitet er für ein privates Ermittlungsinstitut als Profiler.

Seine Fähigkeiten werden aber auch dringend gebraucht, denn überall in der Stadt tauchen abscheuliche Serienmörder auf …


MPD Psycho BD 1 ist definitiv keine leichte Kost, lebt aber anders als man denken mag nicht rein von der Gewaltdarstellung, sondern auch durch seine spannende Geschichte mit wohlplatzierten Twists und einer gewissen Prise Humor. Dieser fällt mal kohlrabenschwarz und dann wieder etwas seicht aus.

Erzählerisch nimmt sich die Handlung viel Zeit für seine Figuren, baut diese aus und entwickelt dabei die übergeordnete Handlung stetig weiter wodurch man AHA-Momente beim lesen bekommt, sobald weitere Aspekte aufgedeckt werden und gleichzeitig neue Frage auftauchen.

Weiters funktioniert das world building hervorragend, da eine simple Prämisse etabliert wird und diese suksesziv erweitert wird, um ein großes Handlungsnetz zu stricken in dem man sich gern verliert.

Etwas schreckliches erwacht im Protagonisten …

Genug von der Handlung, schließlich ist ein Manga auch ein optisches Medium.

Sho-U‘s Zeichenstil ist klar dem Realisimus zuzuordnen und diese Stilform passt perfekt, um den Horror von MPD Psycho zu inszenieren. Sowohl was Personen als auch Tatorte und die Verbrechen angeht wirkt alles gerade harmonisch mit der erzählten Geschichte.

Auch wenn man die Gewaltdarstellung als geschmacklos empfinden kann, so schätze ich als morbid-ästhetisch ein, denn Gewalt im Horrorgenre kann als Stilmittel oder gar als Kunstmittel genutzt werden, um die eigene Geschichte stärker zu inszenieren.

Genau dies wird hier beinah perfekt genutzt und mit jedem Kapitel kann man sich fragen, was man entgegengworfen bekommt.

Ein Beispiel für die besprochene Darstellung von Gewalt!

Abschließend kann ich für MPD Psycho Band 1 nur eine absolute Empfehlung aussprechen. Mich hat der Band von Seite 1 an gefesselt und je tiefer man in die Geschichte eintaucht, umso spannender wird das Werk. Optisch wie Erzählerisch ein absolutes Highlight und für jeden Fan von Horror-Manga ein absoluter must read Band!

Von mir erhält MPD Psycho Band 1 eine klare Leseempfehlung und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ich melde mich zurück!

Die Blogpause hat wirklich gut getan und war länger als erwartet. Warum gab es wieder eine Pause? Ganz simpel, mir fehlte einfach der Antrieb für Beiträge und das „echte Leben“ hat mich sehr beansprucht.

In dieser Zeit habe ich aber über den Blog nachgedacht und beschlossen ihn wieder zu reaktiveren, aber in einem kleineren Umfang.

Das Format Netflixers bleibt vermutlich bestehen, da ich mich einfach nicht davon trennen kann. Ergänzend kommen drei weitere Formate, die dann die Bereiche Filme, Serien & Videospiele abdecken, mehr dazu in den jeweiligen ersten Beiträgen. Das Thema Comics möchte ich Großteils auf den Podcast verlagern ebenso wie Manga, was aber nicht heißt, dass es nicht immer wieder Ausflüge in diese Medien geben wird.

Mein Vorsatz mich auf hochwertigere und größere Beiträge zu konzentrieren bleibt bestehen, wobei ich mich bemühen werde mich selbst nicht zu stressen wie in der Vergangenheit. Die Beiträge kommen wenn sie fertig sind und somit muss ich selbst auch mit Phasen Leben, in denen weniger auf dem Blog erscheint.

Somit bleibt mir nur zu sagen, dass ich mich freue wieder da zu sein und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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