Immortals – Krieg der Götter | Review

Titel: Immortals
Originaltitel: Krieg der Götter
Regie: Tarsem Singh
Laufzeit: 110 Minuten
Release: 2011

Nach Kampf der Titanen (2010) kommt nicht Zorn der Titanen, sondern Immortals aka Krieg der Götter. Der Film hat durch seine Thematik (ein kruder Mix aus mehreren griechischen Mythen) mein Interesse geweckt und Netflix sei Dank habe ich ihn nun gesehen.

Ähnlich wie bei Kampf der Titanen (2010) habe ich keinen guten Film erwartet und auch nicht bekommen aber trotzdem hat Immortals einige Stärken, die man nicht von der Hand weisen kann. Dafür muss ich aber etwas ausholen!


Kernfakten aus der Antike

Titel: Immortals
Originaltitel: Krieg der Götter
Regie: Tarsem Singh
Laufzeit: 110 Minuten
Release: 2011


Wir schreiben das Jahr 1228 vor Christus. Hyperion, der grausame König von Heraklion, will sich an den Göttern für eine unterlassene Hilfe in der Vergangenheit rächen und die Titanen entfesseln. Dazu sucht er nach dem Epeiros-Bogen, mit dem er die Titanen aus deren Gefängnis im Berg Tartaros befreien kann.

Die Olympianer wissen von Hyperions Plan aber laut einem alten Gesetz dürfen sich die Götter nicht in die Geschicke der Menschen einmischen. Zeus wählt den jungen Mensch Theseus aus, um als sein Champion die Welt zu retten. In Gestalt eines alten Mannes bildet Zeus somit unerkannt den angehenden Helden aus.

Als Hyperion die Heimat von Theseus attackiert und dessen Mutter tötet, schwört der junge Held bittere Rache am grausamen König. Zusammen mit einem Orakel und einem Krieger flieht er aus der Sklaverei Hyperions, um sich auf eine schwere Quest zu geben deren Ziel die Rettung der Welt ist …


Immortals (ich bevorzuge den englischen Titel) ist kein guter Film. Die Charaktere sind zu platt und persönlichkeitslos, die Handlung zu klischeebeladen und die Stärken des Films werden einfach nicht genug genutzt. Was Immortals wirklich gut macht ist die Action!

Wenn Theseus gegen die Schergen von Hyperion kämpft oder die Olympianer in Zeitlupe gegen die Titanen kämpft schöpft der Film sein Potential aus und liefert geniale Schlachten ab. Dabei wird sehr viel Wert auf die Inszenierung gesetzt und eine gewisse Ästhetik geschaffen, die stark an 300 erinnert. Ergänzend dazu muss man gewisse Designentscheidungen loben. Die Olympianer sehen in ihren goldenen Rüstungen imposant aus, wenngleich die Schauspieler etwas zu „schmächtig“ wirken für Götter aber auch die Titanen sehen echt creepy aus, wenngleich mein Bild von der griechischen Titanen etwas imposanter ist.

Was den Cast angeht stiehlt Hauptdarsteller Henry Cavill allen anderen die Show und glänzt neben seiner Performance durch das markante Spiel mit der Mimik. Auch wenn er 2011 noch nicht so ein Monster war wie heute wirkt Cavill schon imposant.

Über die Nähe zur griechischen Mythologie möchte ich ehrlich gesagt nicht viele Worte verlieren, ausser das der Film sich verschiedene Mythen nimmt und einen wilden Mix macht, welcher der Handlung absolut nicht gut tut und viele Details eher überflüssig macht. Da wäre ein Fokus auf die Action, ähnlich wie in Kampf der Titanen (2010) besser gewesen und man hätte mehr Monster aus der griechischen Mythologie verheizen können.


Am Ende des Tages ist Immortals aka Krieg der Götter ein stumpfer Action-Fantasy-Film mit einem kruden Mic aus diversen griechischen Mythen, der in vielen Punkten nicht überzeugt aber dafür Action bietet, von der man zu wenig sieht, und hat einen tollen Hauptdarsteller hat.

Dem Film hätte ein Fokus auf die Action und die Äthsetik der Kämpf gut getan aber dies wurde leider versäumt und das schmälert den Gesamteindruck. Somit vergebe ich für Immortals aka Krieg der Götter ein bedingt sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrat!

Kampf der Titanen (2010) | Review

Titel: Kampf der Titanen
Originaltitel: Clash of the Titans
Regie: Louis Leterrier
Laufzeit: 102 Minuten
Release: 2010

Ich hatte letztens wieder Lust auf stumpfe Unterhaltung und was bietet sich da besser an als ein US-amerikanischer Fantasyfilm, der auf der griechischen Mythologie basiert. Also hat sich Kampf der Titanen auf meinen Bildschirm geschlichen und mich erstaunlich gut unterhalten, trotz seiner Schwächen!


Kernfakten vom Olymp

Titel: Kampf der Titanen
Originaltitel: Clash of the Titans
Regie: Louis Leterrier
Laufzeit: 102 Minuten
Release: 2010


Das Königshaus von Argos stellt sich gegen den Glauben an die Götter und ruft die Ära der Menschen aus. Als eine Truppe Soldaten aus Argos eine Statue des Zeus zerstört, werden sie von Hades getötet. Bei diesem Ereignis stirbt die Ziehfamilie des Halbgottes Perseus. Jener wird gerettet und nach Argos gebracht. Dort erscheint Hades im Auftrag des Zeus und stellt dem Königshaus von Argos ein Ultimatum wegen ihrer Blasphemie und Hybris. In zehn Tagen wird der Kraken (war das nicht ein nordisches Monster?) die Stadt Argos vernichten, sofern die Menschen der Stadt nicht ihre Prinzessin opfern. Dabei wird Perseus als Halbgott entlarvt, der nach einigen Problemen auf eine Quest geschickt wird, den Untergang von Argos zu verhindern. Dabei wird er von einigen erfahrenen Soldaten aus Argos begleitet, ebenso wie von der Halbgöttin Io.


Kampf der Titanen war bereits 2010 kein übermäßig guter Film und im Jahr 2021 hat sich dieser Umstand nicht geändert. Trotzdem muss man dem Streifen eine interessante Prämisse zugutehalten und auch die Handlung hat durchaus ihre Stärken. Dazu kommt das Setting in Antiken Griechenland, was einfach immer (okay fast immer) cool ist.

Die Figuren sind ebenfalls interessant geschrieben, wenngleich so manches Schauspiel etwas hölzern wirkt. Faszinierend ist aber der Umstand, wie viele heute bekannte Gesichter man in diesem Film versammelt sieht. Egal ob Mads Mikkelsen (Polar), Luke Evans (Die Schöne und das Biest) oder Liam Cunningham (Game of Thrones) und viele mehr. An einem guten Cast mangelt es Kampf der Titanen von 2010 nicht!

Über die Nähe zur griechischen Mythologie lasse ich mich nicht aus, da diverse kreative Freiheiten mit dem Medium Film einhergehen. Was mich bis heute aber irritiert, ist der Kraken, den ich eher in die nordische Sagenwelt verfrachtet hätte, und das Design der Götter. Klar sie sehen imposant aus in ihren funkelnden Rüstungen, aber wirklich passend wirken sie nicht. Dies ist aber wohlgemerkt das Gemäkel eines God of War Fans, der das Design dieser Serie liebt.

Effekttechnisch ist Kampf der Titanen für sein Alter immer noch ansehnlich und besonders die Monster wissen zu gefallen. Dazu kommen äußerst sehenswerte Kämpfe!


Alles in allem ist Kanpf der Titanen kein überragender Film und will es auch nicht sein. Die verschiedenen Aspekte des Films harmonieren überraschend gut miteinander und ergeben ein solides Komplettpaket, was aus dem Film keinen Meilenstein macht, aber stumpfe Unterhaltung, der man sich gedankenlos hingeben kann. Wer sich mit Filmen, basierend auf der griechischen Mythologie, anfreunden kann und keinen Meilenstein der Filmgeschichte erwartet, kann bei Kampf der Titanen von 2010 bedenkenlos reinschauen!

Ich vergebe ein sehenswert- !

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Rückblick: Filmjahr 2020 (Kurzfassung)

Eigentlich sollte ein Podcast mit Felix zum Filmjahr 2020 kommen, aber der aktuelle Lockdown hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb gibt es hier einen kleinen kompakten Rückblick, in der Hoffnung, dass wir doch noch einen umfassenden Rückblick aufnehmen können.

Ich werde den Beitrag in drei Kategorien (Kino, Netlifx & Heimkino) gliedern und dort jeweils einen kurzen Kommentar dazu abgeben, inklusive Links zu den Rezensionen und einer kleinen Auflistung meiner Highlights.


Kino

Das Kinojahr 2020 war nicht so umfassend wie das von 2019, aber auch nicht enttäuschend. Ich hab überraschend viele Filme gesehen, von denen Titel wie 1917, Jojo Rabbit & Weathering with you extrem stark waren. Nachträge aus dem Kinojahr waren Bad Boys for Life, Ruf der Wildnis & der Spion von Nebenan. Manche dieser Filme haben bereits einen Beitrag bekommen und andere werden dazu noch einen erhalten.

Ebenso war das Kinjojahr 2020 sehr horrorlastig und ein Vertreter des Horrorgenres hat sogar den Platz meines Film des Jahres ergattet.

Meine Top 5 Kinofilme 2020 sind:

Der Unsichtbare

Guns Akimbo

Sonic the Hedgehog

⁃ 1917

Peninsula

2020 war auch das Jahr in dem Filme, die keine Blockbuster sind, bei mir sehr hoch im Kurs standen.


Netflix

Netflix bekommt auch im Rückblick einen eigenen Rückblick, da dieser Streamingdienst auch eine zwei Rubriken auf dem Blog inne hat und eine Säule von DerStigler geworden ist.

Ich habe 2020 mehr Serien als Filme von Netflix gesehen aber dafür waren die Filme fast durchgehend sehr stark und hochwertig. Dabei gab es eine angenehme Mischung aus westlichen & östlichen Filmen.

Meine Top 5 Netflix Originals 2020 sind:

The Irishman

Ich habe meinen Körper verloren

Telekinese

⁃ #amLeben

The Old Guard

Mit der schwarze Diamant & The Babysitter: Killer Queen gab es noch zwei Filme, die ich sehr mochte!


Heimkino

Abseits von aktuellen Filmen habe ich auch ältere Filme im Heimkino konsumiert. Neben ein paar großartigen Rewatches, wie Three Billboards und Outside Ebbing Missouri habe ich Filme entdeckt, die mir vorher entgangen sind.

Meine Top 5 Filme im Heimkino 2020 sind:

Whiplash

⁃ Der Marsianer

Midway

Parasite

Der Leuchtturm

The Sisters Brothers, Life of Pi, Passengers, The Hunt & Crawl gehören ebenfalls zu den Heimkinoerlebnissen, die mir sehr gefielen.

Das war soweit mein kompakter Rückblick auf das Filmjahr 2020. Ich hoffe er hat euch unterhalten und welche Filme euch begeistert haben, könnt ihr mir gern in die Kommentare schreiben.

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Ruf der Wildnis (Film) | Review

Titel: Ruf der Wildnis
Originaltitel: The Call of the Wild
Regie: Chris Sanders
Laufzeit: 100 Minuten
Release: 2020

Das Kinojahr 2020 ist nun (leider) endgültig vorbei. Inzwischen habe ich, dank den diversen großen Streamingdiensten, einige Kinofilme des aktuellen Jahres nachholen können. Neben der Spion von nebenan und Bad Boys for Life habe ich auch Ruf der Wildnis gesehen dessen weniger vorteilhafter Trailer davon ablenkt, wie schön dieser Film ist!


Wilde Kernfakten

Titel: Ruf der Wildnis
Originaltitel: The Call of the Wild
Regie: Chris Sanders
Laufzeit: 100 Minuten
Release: 2020


Zur Zeit des Goldrauschs im späten 19. Jahrhundert lebt Buck, ein großer Bernard/Scotch Collie, zufrieden mit seinem Herrchen im Bundesstaat Kalifornien. Eines Nachts wird Buck entführt und nach Yukon verschifft, wo er als Schlittenhund arbeiten soll. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verdient sich Buck den Respekt der anderen Schlittenhunde, sowie seines neuen Besitzers Perrault.

Das Leben als Schlittenhund währt nicht lange, da die Postroute durch einen Telegraphen ersetzt werden soll. Nach einem unschönen Besitzerwechsel kommt Buck zu John Thornton. Beide beschließen in die Wildnis zu gehen und über den Rand der Yukon-Karte zu reisen …


Was definitiv für Ruf der Wildnis spricht, sind die gewaltigen Landschaftsaufnahmen, die etwas durch den teils übertriebenen Einsatz von CGI getrübt werden. Dennoch hat der Look des Films einen gewissen Charme, der sich nicht von der Hand weisen lässt. Besonders der Hund Buck sieht großartig aus und harmoniert mit Hauptdarsteller Harrison Ford ähnlich gut wie der Velociraptor Blue mit Chris Pratt in Jurassic World (wow das ist mal ein Vergleich).

Erzählerisch macht Ruf der Wildnis einiges her und lässt sich grob in drei Akte unterteilen, die ein tolles Gesamtbild ergeben. In Akt 1 lernen wir Buck kennen und begleiten ihn bei seinen ersten Abenteuern. Akt 2 behandelt das Zusammenleben von Buck & Thornton und der finale Akt ist schließlich die finale Annahme des Rufs der Wildnis.

Ich mag die Handlung und Erzählweise von Ruf der Wildnis sehr. Der Film erinnert mich etwas an Alpha. Im Zentrum der Geschichte steht einerseits die Beziehung von Menschen und Hund aber auch andererseits wilde Wesen im Inneren, dass sich in der Natur Yukons frei entfalten kann. Dazu kommt eine starke emotionale Komponente, die den Film auch Tiefgang bei den Figuren verleiht.


Alles in allem mag Ruf der Wildnis nicht die beste Romanverfilmung aller Zeiten sein, ist aber ein sehr schöner Abenteuerfilm mit einer liebevollen Handlung, starken Bildern, guten Schauspielern und manchmal zu viel CGI. Mich hat der Film äußerst positiv überrascht und wer sich mit Abenteuerfilmen in der ungezähmten Natur anfreunden kann, sollte bei Ruf der Wildnis einen Blick riskieren. Ich vergebe die Wertung sehenswert- !

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Red Heat | Review

Titel: Red Heat
Originaltitel: Red Heat
Regie: Walter Hill
Laufzeit: FSK 18: 104 Minuten / FSK 16: 99 Minuten
Release: 1988

Manchmal braucht man echt nicht viel um mich zu unterhalten. Man nehme eine moderate Laufzeit, ein paar bekannte Schauspieler, eine relativ klischeebeladene Handlung und ein paar Schießereien. Fertig ist die Action(-Komödie) Red Heat aus dem fernen Jahr 1988!


Sowjetisch-amerikanische Kernfakten

Titel: Red Heat
Originaltitel: Red Heat
Regie: Walter Hill
Laufzeit: FSK 18: 104 Minuten / FSK 16: 99 Minuten
Release: 1988


Nachdem er seiner Verhaftung, durch den sowjetischen Polizisten Ivan Danko, entronnen ist, flüchtet der georgische Drogendealer Viktor Rosta in die USA, nachdem er dessen Partner Yuri erschossen hat. Danko reist in die USA, um Rosta zurück in die Sowjetunion zu bringen und arbeitet dabei mit den Großstadtpolizisten Tom Gallagher und Art Ridzik zusammen.

Die Übergabe scheitert jedoch und Rosta kann, mithilfe einer Verbrechergang, fliehen. Danko und Art arbeiten nun, als konträres Team zusammen um Viktor Rosta endlich unschädlich zu machen …


Ich mag Red Heat. Erzählerisch nicht der anspruchsvollste Film aber ein spannender Actionfilm der zwischen der klassischen Polizeiarbeit und brachialen Schusswechseln springt, was dem Tempo guttut!

Aufgelockert werden die Handlung und das Setting durch den angewendeten Humor, welcher passend zur Zeit des Kalten Krieges, auf stichelnden Witzen gegenüber Amerikanerin oder Sowjets aufbaut aber auch Wortspiele, Anspielungen und die klassischen „One Liner“ des Genres nutzt.

Mein Highlight war jedoch das Zusammenspiel von Arnold Schwarzenegger und James Belushi. Es sind die völlig gegensätzlichen Charaktere, welche die zwei verkörpern, die den großen Reiz von Red Heat ausmachen. Ähnlich wie in Twins zeigt Schwarzenegger auch hier sein Talent für Buddy-Filme und besonders die markante, starre Mimik passt perfekt zum sowjetischen Polizisten, während Belushi einen eher lockeren Polizisten spielt, der die Regeln manchmal etwas biegt.


Zusammengefasst ist Red Heat nicht der große Klassiker des 80er Jahre Actionkinos aber ein durchaus solider Film der durch seine Mischung aus Action und Humor die bis zu 104 Minuten Laufzeit zu unterhalten weiß. Ebenso weiß der Cast, auch abseits der beiden Hauptrollen, zu überzeugen und wer auf der Suche nach einem Film für einen Film-und-Bier-Abend ist oder sich einfach gut unterhalten lassen will, sollte bei Red Heat einen Blick riskieren. Ich vergebe ein verdientes sehenswert!

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Guns Akimbo | Review

Titel: Guns Akimbo
Originaltitel: Guns Akimbo
Regie: Jason Lei Howden
Laufzeit: 97 Minuten
Release: 2019

Daniel Radcliff hat sich für mich seit Jahren als Schauspieler etabliert, der eine große Performance abliefert, sofern er in etwas „extravagante“ Rollen gesteckt wird. Horns, Swiss Army Man, Imperium und Die Frau in Schwarz sind ein paar Beispiele für Filme mit ihm, die ich für großartig erachte.

Umso mehr habe ich mich auf Guns Akimbo gefreut, den zweiten Film, den ich seit COVID-19 im Kino gesehen habe. Der erste Film war Tenet, aber da folgt die Rezension noch!


Schrille Kernfakten

Titel: Guns Akimbo
Originaltitel: Guns Akimbo
Regie: Jason Lei Howden
Laufzeit: 97 Minuten
Release: 2019


Der Spieleentwickler, Nerd, Loser und SJW Miles gerät mit der Organisation SKIZM aneinander, nachdem er in deren Live-Chat getrollt hat. Er wird von SKIZM dazu gezwungen, an deren „Gladiatorenkämpfen“ teilzunehmen, die hochgradig illegal sind und per Livestream übertragen werden. Ihm werden zwei Pistolen an seine Hände geschraubt und der Deal ist simpel. Miles muss in 24 Stunden die beste SKIZM Spielerin Nix ermorden, sonst stirbt er. Als zusätzliche Motivation wird seine Ex-Freundin Nova entführt. Die Uhr tickt und die SKIZM Zuseher wollen Blut sehen …


Guns Akimbo ist laut, bunt, schrill und anstrengend, aber verdammt unterhaltsam. In der Tradition von Filmen wie Crank setzt Guns Akimbo auf ein extrem hohes Tempo und einen höheren Gewaltgrad, dessen überstilisierte Darstellung perfekt zum Setting passt.

Allgemein weist Guns Akimbo einige satirische Elemente auf, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert und den Versuch darstellt einem Film etwas Tiefgang zu verleihen, der gar nicht benötigt wird.

Was man dem Film definitiv zugute halten muss, ist die hervorragende Performance von Daniel Radcliff, der perfekt den nerdigen Charakter Miles verkörpert und dabei angenehm an Michael Cera als Scott Pilgrim erinnert, nur charismatischer. Leider merkt man dabei umso stärker, dass die restliche Besetzung im Direktvergleich etwas abfällt. Es gibt keine Totalausfälle in der Besetzung, aber man merkt klar, dass Radcliff den Film dominiert.

Wie eingangs erwähnt, hat Guns Akimbo ein hohes Tempo und schlägt einen etwas schrillen Ton an. Dies merkt man in den teils gnadenlos übertriebenen Actionszenen, deren größter Kontrast der Humor ist. Dieser ist mal vulgär, mal zynisch und mal sehr simpel gestrickt, aber äußerst passend zum Film, was gar nichts Schlechtes ist. Auch die offensichtlichen Vorbilder nutzen gern diese Art von Humor. Immer wieder wird mit Zeitlupen gearbeitet, was durchaus eine gewisse Ästhetik in die Actionszenen bringt und dem Film etwas Abwechslung verschafft.


Alles in allem mag Guns Akimbo nicht der große Actionkracher der zweiten Jahreshälfte 2020 sein, ist aber ein lauter, schriller, bunter und teils anstrengender Actionfilm, welcher über seine knackige Laufzeit von 97 Minuten zu unterhalten weiß. Selbstredend muss man für diese Spielart des Actionfilms empfänglich sein und ich gehöre definitiv zur Zielgruppe, aber auch nüchtern betrachtet ist Guns Akimbo durchaus ein solider Film. Zweifelsohne ist Daniel Radcliff und sein Schauspiel das Highlight des Films, aber, wie bei anderen Filmen mit ihm, ist das beinah schon eine konstante Eigenschaft.

Wer also schrille Actionfilme mag, sich für Daniel Radcliff begeistern kann, oder sehen will, was passiert, wenn man Hotline Miami mit Watch_Dogs mischt, sollte Guns Akimbo auf jeden Fall eine Chance geben. Ich vergebe ein verdientes sehenswert.

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Central Intelligence | Review

Titel: Central Intelligence
Originaltitel: Central Intelligence
Regie: Rawson Marshall Thurber
Laufzeit: 107 Minuten
Release: 2016

Ich bin ein riesiger Fan von Dwayne Johnson, aber erst seit knapp drei Jahren begeistert mich dieser Schauspieler mit jeder seiner Rollen. Von Felix habe ich den Film Central Intelligence empfohlen bekommen und der schlug in die gleiche Kerbe, wie die anderen Filme mit meinem liebsten Eierkopf!


Die actionlastigen Kernfakten

Titel: Central Intelligence
Originaltitel: Central Intelligence
Regie: Rawson Marshall Thurber
Laufzeit: 107 Minuten
Release: 2016


Mehr Filme mit Dwayne Johnson


Calvin Joyner führt ein normales Leben als Buchhalter und ist mit seiner High-School-Liebe verheiratet, aber er ist nicht wirklich zufrieden mit seinem Leben, weil ihm einst eine große Karriere vorausgesagt wurde. Das war vor 20 Jahren. Im Zuge eines Klassentreffens wird Calvin von seinem ehemaligen Mitschüler Robbie kontaktiert, der nun Bob Stone heißt und die letzten 20 Jahre trainiert hat. Als sich herausstellt, dass Bob ein flüchtiger CIA Agent ist, wird Calvin in eine irrsinnige Mission gezogen, in der nicht nur Bobs Ehrlichkeit und Calvins Loyalität getestet wird.


Central Intelligence ist eine recht simple Action-Komödie, deren größte Stärke ganz klar die Performance von Dwayne Johnson und Kevin Hart ist. Beide haben eine großartige Chemie miteinander und es ist extrem zu sehen, wie sich ihre konträren Rollen ergänzen. Dazu kommt eine schöne Botschaft, die der Film zum Schluss hin vermittelt.

Über die meiste Laufzeit hinweg bleibt Central Intelligence aber recht kompromislos und bedient sich bei klassischen Elementen des Action-Films aber auch der Buddy-Komödie, ohne irgendwelche nennenswerten Experimente. Das funktioniert soweit sehr gut, macht es für den Film aber schwer, sich aus der breiten Masse des Genres hervorzuheben. Somit entsteht der Eindruck einer gewissen Ambitionslosigkeit, die in den starken Momenten des Films von beiden Hauptdarstellern ausgehebelt wird.

Somit lässt sich zusammenfassen, dass Central Intelligence kein schlechter Film ist, aber sich über bereits etablierte Konventionen des Genres nicht hinauswagt und das sowohl erzählerisch wie inszenatorisch. Was den Film aber rettet und letztendlich gut macht, ist das grandiose Schauspiel von Kevin Hart & Dwayne Johnson, die mit ihrer großartigen Chemie zu begeistern wissen. Dazu kommt eine schöne Botschaft im Finale des Films. Von mir bekommt Central Intelligence die Wertung sehenswert!

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Blade of the Immortal (Film) | Review

Titel: Blade of the Immortal
Originaltitel: 無限の住人
Regie: Takashi Miike
Laufzeit: 141 Minuten
Release: 2017

Im Zuge der Anime-Offensive 2020 möchte ich den aktuellen Blade of the Immortal sehen. Bevor es soweit ist, habe ich mir den Live-Action Film mit dem gleichen Namen angesehen und er hat mich, trotz seiner Länge, sehr gut unterhalten!


Manji ist ein talentierter Schwertkämpfer, dem das Schicksal übel mitgespielt hat. Er kann nicht sterben, möchte aber seiner Schwester in den Tod folgen, die er nicht beschützen konnte. Durch Würmer in seinem Körper werden alle Wunden geheilt und selbst abgetrennte Gliedmaßen wachsen wieder an. 50 Jahre nach dem Tod seiner Schwester lernt er das Mädchen Rin kennen, die ihn für ihren Rachefeldzug rekrutieren will. Der mächtige Schwertkämpfer Anotsu und dessen Gefolge haben Rins Vater ermordert, als er sich weigerte, sich Anotsu anzuschließen.

Da Rin die Erinnerung an Manji‘s Schwester wieder erwachen lässt, willigt der Unsterbliche ein, ihr Leibwächter zu werden und ihr bei der Rache zu helfen …


Blade of the Immortal ist der 100te Film von Regisseur Takashi Miike, der ein Händchen dafür besitzt, Manga zu verfilmen. Man kennt Blade of the Immortal die episodenhafte Struktur der Mangavorlage an und diese stellt auch die Grundlage für den Spannungsbogen des Films dar. Jeder Schritt auf dem Pfad der Rache führt die Hauptfiguren ihrem Ziel näher, fügt aber auch dem Gesamtplot weitere Details hinzu.

Spannungsspitzen in Form der hervorragend choreografierten Duelle, sorgen dabei für den Kontrast zwischen den Dialogen. Obwohl Blade of the Immortal ein brutaler Film ist, dient die Gewalt als Stilmittel zur Intensivierung der Atmosphäre, statt bloße Massaker zu zelebrieren.

Der Film nimmt sich auch Zeit für seine beiden Hauptfiguren, um diese einzeln zu entwickeln, aber auch die Beziehung zwischen ihnen wird über die gesamte Laufzeit immer weiter ausgebaut.

Was mich bei Blade of the Immortal positiv überrascht hat, ist die hochwertige deutsche Synchronisation, bei der die Sprecher passend zu den Rollen gecastet wurden und diese den Figuren zum Teil ihre Identität verleihen.


Am Ende des Tages ist Blade of the Immortal ein sehr guter Film, der jedoch eher für eine bestimmte Zielgruppe ausgelegt ist. Fans von Takashi Miike kommen bei diesem Film auf ihre Kosten, aber auch Liebhaber von Mangaverfilmungen werden ihren Spaß mit diesem Werk haben. Wer jedoch mit dieser Art des Actionfilms nichts anfangen kann, sollte von Blade of the Immortal die Finger lassen.

Von mir bekommt der Film ein verdientes sehenswert!

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Aller guten Dinge sind drei? | John Wick: Kapitel 3 | Review

Titel: John Wick: Kapitel 3
Originaltitel: John Wick – Chapter 3 – Parbellum
Regie: Chad Stahelski
Laufzeit: 132 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Seit geraumer Zeit gehöre ich auch zu den coolen Leuten, die alle drei John Wick Filme gesehen haben. Meine anfängliche Befürchtung gegenüber dem dritten Teil, meist die Schwächsten einer Filmreihe, hat sich bereits als unbegründet herausgestellt, als der Abspann lief, aber lasst mich weiter ausholen …


Weiterführende Beiträge zu den Vorgängern

John Wick

John Wick Kapitel 2


Nachdem John der russischen Mafia massive Personalprobleme (siehe Joh Wick 1) bereitet hat und ein Mitlglied der Hohen Kammer im Continental Hotel ermorderte, ist er auf der Flucht. Wegen seines Verbrechens exkommuniziert, mit einem Kopfgeld von 14 Millionen Dollar und ohne Unterstützung versucht sich John von seinen Verletzungen zu erholen und aus New York zu fliehen. In Marokko versucht er den Ältesten, der über der Hohen Kammer steht, zu finden und sein Leben ein wenig zu verlängern, um sich die Liebe an seine verstorbene Frau zu bewahren.

Zur gleichen Zeit ist in New York eine Richterin der Kammer eingetroffen, welche über Winston (Besitzer des Continental Hotels), der Direktorin eines Musikteathers und den Bowery King richtet, da alle drei John unterstützt haben …


John Wick Kapitel 3 baut nicht nur die etablierte Welt der beiden Vorgängerfilme weiter aus, sondern bildet eine nahtlose Fortsetzung an Kapitel 2. Die Handlung des Films an sich ist wesentlich simpler als im Vorgänger, erreicht jedoch ein ähnliches hohes Tempo, wie im ersten Teil der Reihe. Tempo ist auch das Stichwort, da sich Expositionsmassaker mit den zahlreichen Actionszenen, die hervoragend sind, abwechseln.

Generell lebt der dritte John Wick Film von seiner Action und der simplen Frage, wie man die vorangegange Szene noch überbieten will. Nun der Film schafft es mit Bravur, sich mit jedem Schlagabtausch/Schusswechsel zu steigern und dabei verdammt cool zu sein!

Interessant ist auch die Ästhetik der Actionszenen, die durch eine große Varianz glänzen, sei es nun beim Schauplatz, den verwendeten Waffen, oder den räumlichen Gegebenheiten. Nichts wirkt recycelt, sondern immer auf die Situatuon von John zugeschnitten. Je weiter die Handlung voranschreitet, umso roher werden die Kämpfe, verlieren sich jedoch nie in stupider Gewaltdarstellung. Dazu kommt ein gewisser Unterhaltungswert durch die hervorragende Choreografie und die teils genutzte Überinszenierung.

Abseits der Action ist auch die Besetzung gewohnt stark und besonders Keanu Reeves trägt den Film durch seine Rolle als Titel-Anti-Held John Wick. Auch Halle Berry als Neuzugang Sofia weiß als Gegenpart zu John zu überzeugen. Weiters kehren Laurence Fishburne als Bowery King, Ian McShane als Winston und Lance Reddick in ihre altbekannten Rollen zurück, welche stark ausgebaut wurden.


Zusammengefasst ist John Wick: Kapitel 3 eine äußerst solide Fortsetzung der Reihe und ein hervorragender vorläufiger Höhepunkt. Die Action funktioniert tadellos, ist manchmal überstilisiert, aber immer unterhaltsam und der Cast weiß ebenso zu überzeugen, wie die Handlung, welche grundlegend simpel, aber spanned ist.

Ich vergebe für John Wick: Kapitel 3 die Wertung sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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6 Underground (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #14]

Titel: 6 Underground
Originaltitel: 6 Underground
Regie: Miachael Bay
Laufzeit: 128 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Auf 6 Underground war ich ehrlich gesagt neugierig und habe den Film vollkommen unvoreingenommen gesehen, obwohl Michael Bay im Regiestuhl saß … das Ergebnis war ebenso nichtssagend wie laut.

Die Netflixers Übersichtsseite

Sechs Menschen, die offiziell als verstorben gelten und Experten auf einem Gebiet sind, bilden ein Team, um einen Diktator zu stürzen, welcher sein Land mit eiserner Hand beherrscht. Damit die Mission erfolgreich sein kann, müssen alle Teammitglieder ihr altes Leben hinter sich lassen und zu Nummern werden …

6 Underground beginnt mit einer rasanten Verfolgungsjagd durch Florenz. Die sieht super aus, alles explodiert und die Kamerafahrten sorgen für eine hohe Dynamik, aber die Einleitung dauert zu lange für‘s eigene Wohl und bietet eigentlich kaum bis keinen Mehrwert. Generell krankt der Film an unfassbar miesem Storytelling und selbst nach einer Stunde Laufzeit hat man kaum bis keine Ahnung, worum es eigentlich geht. Irgendwann bekommt man dann etwas Exposition, aber die Handlung von 6 Underground interessiert sowieso niemanden, weil sie so oberflächlich und plakativ ist, wie nur irgendwie möglich. „Die Welt ist schlecht, also töten wir einen Diktator weil … dann ist sie weniger schlecht.“ Ohne Bindung an den fiktiven Staat bleibt es dem Zuseher selbst überlassen, einen tieferen Grund hinter der geplanten Mission zu suchen.

Trotz einer vielversprechenden Besetzung weiß keiner aus dem Cast von 6 Underground zu überzeugen. Das liegt weniger an den Schauspielern selbst, sondern an den lustlos geschriebenen Rollen. Ryan Reynolds, in der Hauptrolle „Eins“, macht nichts weiter, als Deadpool aufzugreifen … nur ohne Humor. Man wünscht sich fast den zugenähten Mund zurück.

Lior Raz verkörpert den Diktator Rovach Alimov, der zwar eine dezente Backstory bekommt, aber eigentlich nur böse ist, weil er halt böse ist.

Zusammengefasst ist 6 Underground laut, explosiv und ganz schön leer, wenn man hinter die Fasade blickt. Der Film hat keine tiefere Botschaft und bietet nichts Herausragendes ausser einen großen Haufen Actionszenen mit etwas Plot dazwischen geklemmt. Für den Film sprechen die teils starken Bilder und dynamischen Kamerafahrten, beispielsweise in Florenz. Leider ist dies auch die einzige Stärke an einem Film, der sich zu sehr auf seine Action verlässt und am Ende alles hinten anstellt. Die Laufzeit von über 2 Stunden ist definitiv zu lange und eine 90 Minuten Laufzeit hätte diesem Film besser getan.

Ich vergebe für 6 Underground ein bedingt sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Jojo Rabbit | Review

Titel: Jojo Rabbit
Originaltitel: Jojo Rabbit
Regie: Taika Waititi
Laufzeit: 108 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Bevor ich den ersten Trailer zu Jojo Rabbit gesehen habe, hatte mich der Film kaum interessiert, aber nach Sichtung des Trailers und anschließend des Films war mein Hype schier grenzenlos.

Ob sich eine Sichtung des Films lohnt, erfahrt ihr jetzt!


Das dritte Reich in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs.

Der zehnjährige Johannes „Jojo“ Betzler ist ein begeistertes Mitglied der Hitlerjugend. Sein Vater kämpft in Italien und seine Schwester ist erst kürzlich verstorben. Er lebt mit seiner Mutter zusammen und wird von dieser nach einem Unfall in einem Trainingscamp gepflegt. Als Jojo schließlich herausfindet, dass seine Mutter eine Jüdin in ihrem Haus versteckt, ist die Welt von Johannes auf den Kopf gestellt. Zu dumm, dass ihm bei seinem Dilemma nur sein imaginärer Freund Adolf Hitler zu Seite steht. Als er sich mit Elsa, so der Name des jüdischen Mädchens, langsam anfreundet, verzwickt sich seine Lage immer mehr …


Okay, räumen wir das Offensichtliche gleich aus dem Weg. Jojo Rabbit ist ein satirischer Anti-Kriegsfilm, der allerdings zur klugen Art Satire gehört. Die Themen Nationalsozialismus, Extremismus und Antisemitismus werden geschickt auf die Schippe genommen, aber ohne infantil, beleidigend, oder herunterspielend zu wirken. Viel mehr zeichnet der Film ein völlig überstiliertes Bild der lähmenden Massenkultur der Nazis, was man alleine schon in der Eröffnungssequenz merkt, welche zwar den Führerkult behandelt, aber gleichzeitig völlig übertrieben wirkt. Dies ist in Anbetracht der historischen Ereignisse ein beinah bizarrer Kontrast.

Dem Humor des Films selbst merkt man auch die Handschrift Taika Waititis an, der selbst jüdische Wurzeln hat, und versatzstücke des jüdischen Humors in Jojo Rabbit verbaut hat. Auch wenn der Film gern mal eine etwas härtere Gangart bei den Witzen einlegt sind diese niemals beleidigend oder schlagen gar über die Stränge. Allein die Beschreibungen der diversen Figuren von Juden triefen vor Zynismus und sind gleichzeitig heillos überzogen.

Abseits des Humors, der das prägende Element des Films ist, sind Besetzung und Inszenierung hervorragend. Besonders Letztgenannte verleiht dem Film sehr viel Abwechslung im Grundton. Neben den humoristischen Einlagen ist Jojo Rabbit immer noch ein Anti-Kriegsfilm und dies merkt man besonders in der zweiten Hälfte, wenn sich Drama & Humor abwechseln.

Der Cast des Films lässt sich mit großartig am besten beschreiben. Sei es nun Taika Waititi als Adolf Hitler, Roman Griffin Davis als Jojo Betzler, oder Thomason McKenzie als Elsa. Jeder spielt glaubhaft und mit einer gewissen Prise Überzogenheit, während die Figuren auch ernst gemimt werden, sofern es die Situation erfordert.


Zusammengefasst, Jojo Rabbit ist eine bösartige Satire, die jedoch davon absieht, jemanden zu beleidigen, aber auch gleichzeitig nicht davor zurückschreckt, eine etwas härtere Gangart von Humor zu schalten. Abseits des Humors, den man allerdings mögen muss, ist Jojo Rabbit ein hervorragender Anti-Kriegsfilm, der durch viele Faktoren glänzt und ein harmonisches Gesamtbild abgibt. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt wären gewisse Witze, die ein paar Mal zu oft verwendet wurden und somit den Film manchmal etwas zu repetitiv wirken lassen.

Dennoch ist Jojo Rabbit ein wirklich gelungener Film, dessen Humor zwar nicht jedermanns Geschmack trifft, trotzdem kann ich für selbigen eine Empfehlung aussprechen, was die Wertung sehenswert+ rechtfertigt!

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Eine gelungene Fortsetzung! | John Wick: Kapitel 2 | Review

Titel: John Wick – Kapitel 2
Originaltitel: John Wick – Chapter 2
Regie: Chad Stahelski
Laufzeit: 123 Minuten
Genre: Action
Erscheinungsjahr: 2017

Wie wir wissen hat mich John Wick (Teil 1) äußerst gut unterhalten und schwer beeindruckt. Erst kürzlich habe ich den zweiten Teil gesehen und der hat mich ebenfalls zu begeistern gewusst!

Recap Teil 1

John Wick, ein ehemaliger Auftragskiller, verliert seine Frau durch eine nicht genannte Krankheit. Post hinterlässt sie ihm einen Hund, damit er etwas lieben kann neben seinem Auto. Eines Nachts wird er von Iosef, dem Sohn seines ehemaligen Bosses, überfallen und brutal zusammengeschlagen. Dazu wird sein Auto gestohlen und seine Hündin so schwer misshandelt, dass sie stirbt. Am Boden entschließt sich John in sein altes Leben zurückzukehren und Rache zu nehmen. Der schwarze Mann ist zurück und niemand stellt sich ihm in den Weg …

John Wick Kapitel 1 Review

Ein paar Tage nachdem John Wick den russischen Mafiaboos Viggo Tarasov, seinen Iosef und so ziemlich dessen gesamte Organisation ausgeschaltet hat, erfährt John vom Aufenthaltsort seines gestohlenen Ford Mustang. Nach einer kurzen aber brutalen Auseinandersetzung mit Abram Tarasov‘s Männern in dessen Werkstatt schließt John mit ihm Frieden und erhält sein Auto zurück.

Zurück in seinem Ruhestand bekommt John besuch von Santino D‘Antonio, einem italienischen Mafioso sowie ehemaligen Boss von John. Er überreicht dem „pensionierten“ Auftragsmörder seine Schuldmünze und fordert von ihm die Begleichung einer Schuld. Als John ablehnt, brennt Santonio dessen Haus nieder, was erstgenannten zur Begleichung zwingt. John soll Santonio‘s Schwester Gianna in Rom töten. Nach zahlreichen Kämpfen kann John seinen Auftrag erfüllen und damit seine Schuld begleichen. Allerdings sinnt John auf Rache an Santonio wegen der Zerstörung seines Hauses. Er tötet den Mafiaboss in einem Continental Hotel trotz der Tatsache, dass auf John bereits ein Tötungsauftrag über 7 Millionen Dollar ausgestellt worden ist. Durch den Mord in einem Continental Hotel verliert John jeglichen Schutz, bekommt, aber eine Stunde Vorsprung bevor die gesamte Unterwelt jagt, auf ihn machen wird …

John Wick: Kapitel 2 macht im Kern alles richtig, was eine Fortsetzung richtig machen kann. Die Handlung ist sehr spannend und vertieft alles was der erste Film so gut gemacht. Man erfährt etwas mehr über das Leben des titelgebenden Attentäter und auch das world building wird weitergeführt, was mehr Einblicke in die komplexe Unterwelt gewährt, aber genug Raum für eigene Interpretationen bietet.

Für den Film spricht eine hervorragende Besetzung, die durchgehend zu überzeugen aber auch zu gefallen weiß. Keanu Reeves brilliert erneut als gnadenloser Killer, der eigentlich ein friedliches Leben führen will aber immer wieder in sein altes Leben zurückgebracht.

Abseits von Reeves sieht man Laurance Fishborne als Unterweltboss, der die Stadt mit einer Armee aus Bettlern auskundschaftet aber auch Schauspieler aus dem ersten Film wie Ian McShane als Winston oder Lance Reddick als Charon kehren in ihre Rollen zurück.

Zusammengefasst ist John Wick: Kapitel 2 ein sehr guter Actionfilm und eine hervorragende Fortsetzung, die alle Stärken des Films ausbaut aber seinen Fokus, die phänomenal choreografierte Action, nicht aus den Augen verliert. Die Handlung überzeugt ebenso wie die Charaktere und somit hat sich John Wick: Kapitel 2 ein klares sehenswert+ verdient!

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Fast & Furious: Hobbs & Shaw | Review

Titel: Fast & Furious: Hobbs & Shaw
Originaltitel: Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw
Regie: David Leitch
Laufzeit: 137 Minuten
Genre: Action
Erscheinungsjahr: 2019

Ach ja Fast & Furious, eine Reihe mit der ich aufgrund von Desinteresse null Berührungspunkte habe. Zumindest solange bis ich das Spin-off Hobbs & Shaw zusammen mit Felix im Imax genossen habe. Hat der Film mein Interesse Franchise geweckt? Nein definitiv nicht aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen hat mir dieser Actionfilm so gefallen!


Kernfakten zum Film

Titel: Fast & Furious: Hobbs & Shaw

Originaltitel: Fast & Furious Presents: Hobbs & Shaw

Regie: David Leitch

Laufzeit: 137 Minuten

Genre: Action

Erscheinungsjahr: 2019


Die Handlung startet mit dem Einsatz eines MI6-Black Ops Teams, dass ein gefährliches Virus namens Schneeflocke sicherstellen soll. Brixton, ein ehemaliger Agent, lässt die Mission jedoch scheitern in dem er das Team ausradiert. Einzig MI 6 Agentin Hattie Shaw kann entkommen und sich das Virus injizieren, allerdings wird sie von Eteon, eine Organisation für die Brixton arbeitet, weltweit als Verräterin gebrandmarkt. Hattie bleibt nicht viel Zeit bis sich das Virus in ihr ausbreitet und durch ihre Kontamination eine Pandemie entsteht.

Deckard Shaw (Jason Statham) und Luke Hobbs (Dwayne Johnson) werden angeheuert, um das Virus sicherzustellen und die offenkundige Verräterin in Gewahrsam zu nehmen. Da beide absolut nicht als Team agieren können und Brixton sowie Eteon übermächtige Feinde sind, wird die Rettung der Welt noch schwerer, als sie ohnehin schon ist …


Fast & Furious: Hobbs & Shaw erzählt eine Geschichte voller Klischees aber das ist bei weitem weniger schlimm als es klingen mag, da sich Cyber-Terroristen, extreme Transhumanisten, muskelbepackte Geheimagenten und die Kultur des Staates Samoa zu einem interessanten Mix kombinieren lassen.

Der Fokus liegt klar auf dem Zusammenspiel von Hobbs (Dwayne Johnson) und Shaw (Jason Statham), allerdings wirkt diese Kombi weniger harmonisch als in anderen Buddy-Actionfilmen, da beide Figuren dominante Alphamännchen sind mit grundlegend sehr ähnlichen Vorgehensweisen, selbst wenn Hobbs eindeutig der muskelbepackte Haudrauf und Shaw der etwas „gewitztere“ Agent ist. Ich muss den beiden aber einen gewissen Charme zusprechen und die zahlreichen infantilen Wortgefechte erinnerten mich etwas an Killers Bodyguard nur bedeutend weniger blumig. Neben diesen beiden Figuren muss Vanessa Kirby als MI 6 Agentin Hattie Shaw erwähnt werden. Diese Figur erinnert angenehm an Lorraine aus Atomic Blonde, nur bedeutend weniger kaltblütig aber dafür menschlicher und eine Abwechslung zum Testosteron der beiden Protagonisten.

Als Bösewicht steigt Idris Elba (Der dunkle Thor, Thor 1 bis 3) als kybernetisch verbesserter Superman Brixton in den Ring und ach gut meine Güte, was für ein genialer Bösewicht! Man merkt Elba wirklich an, wie viel Spaß er dabei hat den Bösewicht zu spielen und mit viel Elan er den beiden Hauptfiguren regelmäßig aufs Fressbrett gibt. Dieser Charakter gibt dem Film auch einen gewissen Tiefgang in der Handlung. Okay keine unauslotbaren Tiefen aber zumindest ein kleiner Hauch Philosophie.

Neben den Figuren muss auch die Action erwähnt werden, die gnadenlos übertrieben ist und vom Film wie eine Trophäe stolz präsentiert wird. Gerne hängen sich Autos an Helikopter, wilde Verfolgungsjagden durch die Londoner Innenstadt sind quasi an der Tagesordnung und Faustkämpfe sind ohnehin die Norm. Das alles gipfelt schließlich in einen durchaus epischen Endkampf mit netten Kamerawinkeln und Slow-Motion Effekten, um die rohe Kraft von Hobbs, Shaw und Brixton zu zelebrieren. Kombiniert man dies mit der Sympathie, die durch die beiden „Helden“ ausgestrahlt wird, fiebert man bei jedem Gefecht mit!


Alles in allem ist Fast & Furious: Hobbs & Shaw ein unterhaltsamer, actiongeladener Film mit toller Besetzung, simpler aber trotzdem interessanter Handlung und einem hervorragenden Soundtrack. Eine gewisse Epik kann ich dem Film nicht absprechen, besonders da die Action sowohl bildgewaltig inszeniert als auch gnadenlosen übertrieben ist. Für das Zusammenspiel der titelgebenden Protagonisten hätte ich mich etwas mehr Tiefgang gewünscht aber dies wird von den Figuren um die beiden herum erledigt. Für mich als nicht Fan/Kenner des Franchise war der Film definitiv ein Highlight und gerade, weil ich die restliche Filmreihe nicht kenne ging recht unvoreingenommen in den Film.

Ich vergebe für Fast & Furious: Hobbs & Shaw die Wertung sehenswert und habe irgendwie das Gefühl, dass dieses Franchise nicht zum letzten mal auf DerStigler thematisiert wurde …

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Polar (Netflix Original) | Review | Die Netflixers – A Superbros Original #8

Titel: Polar
Originaltitel: Polar
Regie: Jonas Åkerlund
Laufzeit: 118 Minuten
Genre: Action, Thriller
Erscheinungsjahr: 2019

Beim letzten Mal war es in diesem Format recht liebevoll und emotional aber heute wird es Zeit sich wieder der Männlichkeit des Action-Films hinzugeben. Bei Polar handelt es sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Comics und eine Art überzeichneter John Wick. Klingt also nach guten Voraussetzungen, um mich zu begeistern.


Kernfakten zum Film

Titel: Polar

Originaltitel: Polar

Regie: Jonas Åkerlund

Laufzeit: 118 Minuten

Genre: Action, Thriller

Erscheinungsjahr: 2019


Mehr Netflixer Beiträge

#1: Open House

#2: Sabrina

#3: The Highwaymen

#4: Errementari

#5: Die Wandernde Erde

#6: Aurora

#7: Unicorn Store


Handlung: 14 Tage bis zum Ruhestand …

Duncan Vizla ist ein Auftragskiller im Auftrag der Organisation Damokles. An seinem 50. Geburtstag soll er in den Ruhestand gehen, wie es die Regeln der Organisation vorschreiben. Da Damokles jedoch Geldsorgen hat und das Geld seiner pensionierten Agenten einbehalten will, sollen ebenjene Mitarbeiter ausgeschaltet werden.

Duncan zieht sich in die Einsamkeit von Montana zurück, um die letzten Tage auf seinen Ruhestand zu warten. In dieser Einsamkeit lernt er seine Nachbarin Camille kennen und entwickelt eine gewisse Sympathie für sie. Um das Geld für Duncans Ruhestand einzubehalten entsendet Mr. Blut, der Chef von Damokles, das elitäre A-Team, die tatsächlich Duncan finden und sich eine blutige Schlacht mit dem Black Kaiser (so der Codename von Duncan) liefern aber unterliegen. Als auch noch Camille von Damokles entführt wird macht sich Duncan auf den Weg, um seine Nachbarin zu retten und die Organisation zu zerschlagen …


Polar schwankt zwischen ernstem, beinah melancholischem Thriller, und knallbuntem überzeichnetem Action-Film was aber keine Schwäche ist, sondern dem Film eine gewisse Wechselwirkung beschert.

Die Handlung des Films mag zwar nur bedingt frisch wirken wird aber interessant genug inszeniert, um mit dem Helden mitzufiebern. Gleiches gilt auch für Figuren, die viele Klischees vereinen aber auch etwas Vertiefung bekommen. Dies gilt besonders für Duncan und Camille, die tiefgreifendere Verbindung haben als man denken mag. Loben muss ich den Bösewicht Mr. Blut, gespielt von Matt Lucas, der es schafft, einen ebenso bösen wie abartigen Gegenspieler zu mimen.

Am besten wirkt Polar, wenn die Action einsetzt und, ähnlich wie in John Wick, der Body Count nach oben getrieben wird. Dabei wird auch mit Blut nicht gegeizt, was aber so überzeichnet ist, dass der Unterhaltungsfaktor entsprechend hoch ist. Außerdem ist die Figur Duncan ähnlich wie John Wick eine schier unbesiegbare Maschine, der selbst nach einer gepflegten Folter unaufhaltsam seine Feinde in Särge verfrachtet.


Zusammengefasst mag Polar kein Meilenstein sein der das Genre neu definiert aber das muss der Film auch nicht sein. Vielmehr haben wir es hier mit einem soliden Actionfilm zu tun, der zwei Stilmittel vereinen will und dies recht gut schafft. Die Besetzung gefällt ebenso wie die Atmosphäre der erzählten Geschichte und die zahlreichen Actionszenen.

Wer also einen soliden Actionkracher sucht der für knapp 2 Stunden unterhält und bereits alle John Wick Filme kennt, sollte bei Polar reinschauen!

Ich vergebe die Wertung sehenswert!

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Aquaman (DCEU) | Gedankenspiel

Titel: Aquaman (DCEU)
Originaltitel: Aquaman (DCEU)
Regie: James Wan
Laufzeit: 139 Minuten
Genre: Comicverfilmung
Erscheinungsjahr: 2018

Aquaman ist inzwischen ein fester Bestandteil des DCEU Filmuniversums. Nach einem ersten Auftritt in Dawn of Justice sowie einer prominenteren Rolle in Justice League, dem gescheiterten Crossover, hat der „Wassermann“ endlich seinen lang erwarteten Solofilm bekommen. Regie führte Horrormeister James Wan und der gute Mann hat gezeigt, dass er mehr kann als nur Horrorfime zu inszenieren.

Für diesen Film und alle kommenden Comicverfilmungen werde ich von klassischen Rezensionsformat absehen und mich eher auf die einzelnen Aspekte in Kombination mit meinem Comicwissen konzentrieren.

An dieser Stelle gilt eine kleine Spoilerwarnung!

Kernfakten zum Film

Titel: Aquaman (DCEU)

Originaltitel: Aquaman (DCEU)

Regie: James Wan

Laufzeit: 139 Minuten

Genre: Comicverfilmung

Erscheinungsjahr: 2018


Weitere Beiträge zum DCEU

Filme


Handlung & Figuren/Schauspieler

Aquaman erzählt mehrere Handlungsstränge und orientiert sich erzählerisch an Wonder Woman und Dawn of Justice wobei erstgenannter Film klar das primäre Vorbild ist. Der Zuseher erlebt sowohl den Streit um Atlantis Thron, den Werdegang von Arthur Curry zum richtigen Thron und den Aufstieg von Black Manta, der Nemesis von Aquaman. Wirkt der Film zu Beginn etwas gehetzt und übertrieben nimmt man sich in der Mitte mehr Zeit für die Charakterentwicklung sowohl aufseiten der Helden als auch der Schurken.

Jason Momoa verkörpert zwar einen kampferprobten Helden, der aber noch seinen Platz finden muss und eine Bestimmung zu erfüllen hat. Zuerst unfreiwillig in die Handlung hineingezogen entwickelt sich Arthur Curry/Aquaman im weiteren Verlauf zu einem richtigen Helden, weil er keine Wahl hat, aber genau das macht ihn heroisch. Als Sohn des Meeres und des Landes muss er, ganz wie in den Comics, die Brücke zwischen beiden Welten sein und den drohenden Krieg verhindern.

Als Gegenstück dient Patrick Wilson als Aquamans Halbbruder König Orm, der seine Welt (die Meere) retten möchte und sich vom tragischen König zum grausamen Eroberer entwickelt. Dazu kommt der Zwist mit Arthur und die Furcht vor dem Verlust des Throns. Orm sieht sich als der rechtmäßige Ocean Master und somit Herrscher der Weltmeere. Um alle Völker unter Wasser zu vereinen und der Oberwelt den Krieg zu bringen, geht er über Leichen.

Der „wahre“ Schurke des Films wird jedoch von Yahya Abdul-Mateen II verkörpert. David Kane ist zu Beginn ein Pirat entwickelt nach einer wenig erfreulichen Begegnung mit Aquaman einen brennenden Zorn auf den Helden und sinnt auf Rache. Seine „Motivation“ Black Manta zu werden ist die gleiche wie in den Comics und absolut nachvollziehbar. Ich vermute und hoffe auf einen weiteren Auftritt Black Mantas in kommenden Aquaman Filmen.

Den Abschluss im Kreis der relevanten Figuren bilden Mera (Amber Hear), Atlanna (Nicole Kidman) und Vulko (William Dafoe) die Aquaman in seiner Mission unterstützen beziehungsweise Atlanna ist als Aquamans Mutter dessen wichtigster Anker.

Stilmittel, CGI und Soundtrack

Aquaman baut unterschiedlichste Genreelemente in seinen Handlungssträngen, wirkt dabei jedoch nicht überladen, was mich ehrlich gesagt überrascht. So haben wir Elemente aus dem Drama sowie dem Fantasy, Science-Fiction, Action und Horrorfilm. Besonders die Horrorelemente von Aquaman sind eines der Highlights des Films und unterstreichen die Fähigkeiten von James Wan. Ein weiteres Stilmittel sind drehende Kameraaufnahme und eher längere Shots, die besonders in den teils überraschend brutalen Kämpfen eingesetzt werden. Dabei gewinnen die Gefechte eine dynamische Note und die Szenen wirken umfangreicher in der Inszenierung.

Eine positive Überraschung ist das CGI von Aquaman. Da der Film über weite Strecken unter Wasser spielt, müssen die Effekte hochwertig sein und dieser Fall tritt ein. In Kombination mit hervorragend platzierten Kamerawinkeln entstehen nicht nur beeindruckende Bilder, sondern auch eine überraschend realistische Darstellung der Völker unter Wasser. So sind auch die Bewegungen nicht mehr so lächerlich wie zu Zeiten von Aquaman. Die schnelle Fortbewegung der atlantischen Bewohner wirkt realistisch und erinnert an die hohe Geschwindigkeit der Amazonen oder der Kryptonier. Ebenso wirken die Kämpfe unter Wasser, dank dem CGI realistisch, weisen aber eine gewisse Trägheit, auf die durch das Wasser bedingt ist. Was ebenfalls positiv zu erwähnen wäre ist der Einsatz eines Filters über der Stimme, wenn die Figuren unter Wasser sprechen.

Der Soundtrack aus der Feder von Rupert Gregson-Williams passt perfekt zum Film und unterstreicht diese mysteriöse, gefährliche Welt unter Wasser.

Fazit

Zusammengefasst ist Aquaman der Beweis für DC/Warners Fähigkeit qualitativ hochwertige Solofilme, um ihre Helden zu produzieren. Im Kern behandelt der Film mehrere Handlungsstränge mit ernster Thematik, die durch etwas Humor und Augenzwinkern aufgelockert werden. Trotz mehrere Stränge sowie Genreelemente wirkt Aquaman nicht überladen und fügt sich zu einem befriedigenden Film zusammen. Aquaman schafft es gekonnt den Mikrokosmos der Comicvorlage zu etablieren und viele Elemente ins DCEU einzufügen die die Basis für kommende Filme legen. Ich kann diesen Film definitiv weiterempfehlen und bedanke mich für eure Aufmerksamkeit.

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Cops | Review

Titel: Cops
Originaltitel: Cops
Regie: Stefan A. Lukacs
Laufzeit: 91 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Thriller, Drama

Ich mag Filme aus Österreich sehr gern. Neben einem breiten Spektrum an Genres haben diese Filme eine eigene Atmosphäre. Heute geht es mir um Cops, ein Werk welches sich mit der Sondereinheit Wega beschäftigt.

Kernfakten zum Film

Titel: Cops

Originaltitel: Cops

Regie: Stefan A. Lukacs

Laufzeit: 91 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Thriller, Drama


Handlung

Christoph Horn, genannt Burschi, ein Mitglied der Wega, eine Sondereinheit der Wiener Polizei, in Ausbildung. Während eines Einsatzes erschießt er in vermeintlicher Notwehr einen psychisch kranken Mann, der seinen Vorgesetzten „Konsti“ attackiert. Burschi wird für seine Tat als Held innerhalb der Wega gefeiert, leider aber bald unter Panikattacken und Trauma-Symptomen. Nach außen hin mimt er weiterhin den starken Mann, aber im inneren droht Burschi zu brechen, wodurch er sich in Gewaltexzesse flüchtet.

Meine Meinung

Cops ist hart, brutal und emotionslos aber gleichzeitig einfühlsam, menschlich und emotional. Die beiden Seiten der Medaille, der knallharte Wega-Beamte sowie der Mensch in der Uniform werden ausführlich beleuchtet und besonders im Protagonisten Burschi, gespielt von Laurence Rupp, glaubhaft vereint. Während er von der Wega felsenfest überzeugt ist, bröckelt seine Welt nur die Gewalt immer weiter, bis die Menschlichkeit hinter der Uniform zum Vorschein kommt. Gleiches trifft auch auf seine Mentor Konstantin „Konsti“ Blago zu, der bereits zu lange Teil der Einheit ist.

Wien als Schauplatz funktioniert sehr gut und wenn man den österreichischen Dialekt weglässt könnte Cops überall auf der Welt spielen. Die Szene wirkt so vertraut und gleichzeitig international fremd, was noch verstärkt wird, wenn man als Zuseher gewisse Gebäude oder Straßen wiedererkennt.

Fazit

Zusammengefasst ist Cops ein spannender Thriller, der auch den großen Blockbustern aus den USA durchaus das Wasser reichen kann. Die Besetzung liefert eine starke Performance ab, der Schauplatz Wien ist passen und die Spannungskurve steigt stetig an, bis der Film in einem emotionalen Finale endet.

Wer einen spannenden, deutschsprachigen Film sucht oder einfach einen abendfüllenden Thriller sehen möchte, wird mit Cops viel Freude haben.

Von mir bekommt der Film die Wertung sehenswert!

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Venom | Review

Titel: Venom
Originaltitel: Venom
Regie: Ruben Fleischer
Laufzeit: 113 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Comicverfilmung

Venom ist eine Comicverfilmung, basierend auf dem gleichnamigen Anti-Helden aus den Marvel Comics und der erste Film von Sony’s eigenem Filmuniversum, basierend auf die Figuren um Spider-Man. Wie immer bei aktuellen Kinofilmen werde ich große Spoiler vermeiden und an dieser Stelle gibt es noch eine kleine Ankündigung. Die liebe Mara aka Ainu89 hat mich zu einem Exkurs über Venom gebeten. Dieser Beitrag folgt in den nächsten Tagen. Kommen wir zurück zum Film!


Kernfakten zum Film

Titel: Venom

Originaltitel: Venom

Regie: Ruben Fleischer

Laufzeit: 113 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Comicverfilmung


Handlung: Die Origin-Story, die zu spät kam

Der Film eröffnet mit dem Absturz einer Rakete der Life Foundation, die während einer Mission im All vier fremde Lebensformen, sogenannte Symbionten, gefunden hat. Drei der vier Symbionten können nach dem Absturz in die Obhut der Life Foundation gebracht werden. Ein Außerirdischer verschwindet jedoch …

Eddie Brock (Tom Hardy), ein in San Francisco lebender Enthüllungsjournalist gerät mit dem Vorsitzenden der Life Foundation, Dr. Carlten Drake (Riz Ahmned), aneinander als Eddie während eines Interviews Dr. Drake mit den Gerüchten über Menschenversuche, die sein Konzern betreibt, konfrontiert. Diese Konfrontation stellt sich als Untergang für Eddies Karriere heraus jedoch erhält er Unterstützung von Dr. Dora Skirth (Jenny Slate) um der Welt das wahre Gesicht ihres Chefs zu zeigen. Eddie bricht in die Labore der Life Foundation ein, wird dort aber mit dem Symbionten Venom infiziert. Das ungleiche Duo muss zusammenarbeiten sich vor der Privatarmee der Life Foundation zu wehren und gleichzeitig Carlton Drake aufhalten, der sinistere Pläne verfolgt.

Meine Meinung zum Film

Venom ist definitiv kein kompletter Reinfall, allerdings fehlt mir der „Wow Effekt“ den Deadpool vor einigen Jahren ausgelöst hat. Was ich dem Film zugutehalten muss, ist die Beziehung zwischen Eddie Brock und dem Symbionten Venom, die klar das Highlight des Films ist und diese beiden Figuren am besten ausbaut. Beide Figuren beeinflussen sich gegenseitig in ihrem Verhalten, was auch die Grundlage für den Humor des Films begründet.

Die Handlung orientiert sich teilweise an den Geschichten  „Venom: Tödlicher Beschützer“ und „Planet der Symbionten“ und das spiegelt sich auch der Darstellung des Titelgebenden Anti-Helden wider. In diesem Film ist Venom kein Superschurke, der der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft das Leben schwer macht, sondern ein zunächst bösartiges Alien, dass zum Anti-Helden und Beschützer von San Francisco avanciert. Leider werden die Beweggründe für Venoms Wandel nur rudimentär etabliert aber das ist nichts im Vergleich zum Klischeebeladenen Bösewicht Dr. Carlten Drake, der durchaus edle Ziele verfolgt, aber diese mit derart abgedroschenen Mitteln umsetzt, dass jeder andere böse Wissenschaftler die Augen verdrehen würde. Der Film an sich fühlt sich an einigen Stellen stark geschnitten an und gewisse Szenen und Ereignisse würden logischer wirken, wenn die jeweiligen Szenen länger wären. Aus Spoilergründen werde auf die genannten Szenen nicht genauer eingehen.

Was ich allerdings loben muss, ist die Darstellung von Venom an sich. Der Charakter erinnert mich gerade zu Beginn des Films an die Finsternis aus der Image Comicserie „The Darkness“ und in seinem vollen Ausmaß wirkt das Alien sehr imposant. Ein Detail, was mir gefällt ist, die offenkundig leicht flüssige Konsistenz seiner Haut wodurch Venom sehr lebendig wirkt. Wie ein außerirdischer Organismus, der seine Gestalt verändern kann.

Fazit

Zusammengefasst ist Venom eine solide Comicverfilmung dessen größte Stärke die Beziehung zwischen Eddie und Venom ist, während die größte Schwäche in der Handlung liegt. Der Plot braucht einige Zeit um in Fahrt zu kommen und sobald Venom zum ersten mal richtig in Erscheinung ist, wird der Film wirklich gut! Außerdem etabliert der Film gleich noch ein paar Figuren um Eddie Brock/Venom wie Carnage oder She-Venom, was definitiv Potenzial für weitere Filme bietet. Tom Hardy’s Darstellung als Venom hat mir sehr gut gefallen und die Rolle als düsterer Anti-Held, der das Recht trotzdem am rechten Fleck hat, passt zum Schauspieler.

Ich vergebe für Venom die Wertung bedingt sehenswert, da der Film zwar durchaus Spaß macht, aber das Genre sich seit Venoms ersten Auftritt stark weiterentwickelt hat.

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Meg | Review

Titel: Meg
Originaltitel: The Meg
Regie: Jon Turteltaub
Laufzeit: 113 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Horror

Auf Meg (oder auch The Meg) habe ich mich im Vorfeld sehr gefreut und noch mehr hat es mich gefreut, dass ich 113 Minuten lang sehr gut unterhalten wurde! Damit heiße ich euch herzlich willkommen zu meiner Review zu Meg oder auch The Meg.

Kernfakten zum Film

Titel: Meg

Originaltitel: The Meg

Regie: Jon Turteltaub

Laufzeit: 113 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Horror

Weitere Horrorfilme mit Haien:


Der Film beginnt mit Jonas Taylor (Jason Statham), der eine Gruppe Wissenschaftler von einem schwerbeschädigten Atom-U-Boot retten muss. Während der Rettungsmission wird das beschädigte U-Boot von einem unbekannten Tier attackiert, in dessen Folge zwei Rettungstaucher sterben. Jonas verlässt daraufhin das Team während ihm Dr. Heller, der Teamarzt, die Schuld für den Tod der beiden Taucher gibt und die Geschichte von der riesigen Meereskreatur als Psychose abtut.

5 Jahre später setzt die eigentliche Handlung ein. Der Milliardär Jack Morris (Rainn Wilson) hat den Bau einer Meeresforschungsstation namens Mana One finanziert. Morris arbeitet mit dem Wissenschaftler Minway Zhang und dessen Tochter Suyin zusammen, um eine noch tiefere Stelle im Mariannengraben zu erforschen. Ein kleines Team reist mit einem U-Boot zum Grund des Grabens und findet heraus das der Meeresboden nur eine dichte Wolke ist, die eine Thermokline bildet. Der Tauchgang entpuppt sich als ein folgenschwerer Fehler, da der Megalodon, eine als ausgestorben geltende Haiart in den Tiefen überlebt hat und das U-Boot attackiert. In ihrer Verzweiflung holt das Team in der Forschungsstation den Rettungstaucher Jonas Taylor aus dem Ruhestand zurück um eine Rettungsmission zu starten. Die Mission gelingt knapp, aber ein Megalodon kommt bei der Flucht ebenfalls mit in die höheren Meeresebenen. Um den Fehler auszubügeln, nimmt die Besatzung von Mana One den Kampf gegen den Megalodon auf!


Ich bin ehrlich gesagt sehr positiv überrascht, wie stark die Handlung des Films ist. Meg schafft es Spannung zu erzeugen aber diese gleichzeitig durch gezielt eingestreute Witze wieder aufzulockern. Die Spannungskurve steigt konstant an und die Erwartungshaltung des Zusehers wird durch das Andeuten des Megalodon immer wieder angefacht. Der Auftritt der Kreatur selbst ist sehr gelungen, indem der Hai einfach einen anderen großen Meeresbewohner tötet.

Neben der spannenden Handlung und der wirklich gelungenen Inszenierung des Hais verdient die Besetzung ein großes Lob!

Jason Statham dominiert ganz klar die Besetzung und zeigt, was er drauf hat als Actionheld und eher unfreiwilliger Hai Jäger. Ergänzt wird die Besetzung unter anderem von Li Bingbing (Transformers 4) als Suyin Zhang, Rainn Wilson (Shut up! – Super Crime) als Milliardär Jack Morris und Cliff Curtis (Fear the Walking Dead) als James „Mac“ Mackreides.

Die Menschen arbeiten sinnvoll zusammen um die Gefahr einzudämmen während auch erfrischenderweise nach einer Möglichkeit gesucht wird um die Gefahr ohne die zwangsläufige Tötung des Megalodon zu lösen.


Zusammengefasst funktioniert Meg sehr gut als Hai-Horrorfilm, der trotz seiner fiktionalen Prämisse realistischer wirkt als die meisten Genrekollegen, die immer noch existierende Hai-Arten verwenden. Ist Meg die große Hoffnung für den Tierhorrorfilm? Zum Teil ja aber hauptsächlich ist der Film ein äußerst unterhaltsamer Sommerblockbuster, der erneut das Talent von Warner Bros. im Horrorgenre zeigt!

Von mir bekommt Meg (oder auch The Meg) die Wertung und sehenswert und ich hoffe inständig auf eine ebenso unterhaltsame Fortsetzung!

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Sicario 2 | Review

Titel: Sicario 2
Originaltitel: Sicario 2
Regie: Stefano Sollima
Laufzeit: 123 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Thriller

Da mir der erste Sicario sehr gut gefallen hat, ist eine Rezension zum zweiten Teil nur logisch. Viel Spaß also mit meiner kurzen Rezension zu Sicario 2!

Kernfakten zum Film

Titel: Sicario 2

Originaltitel: Sicario 2

Regie: Stefano Sollima

Laufzeit: 123 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Thriller


Zwei Jahre sind seit den Ereignissen des ersten Films vergangen. Der Drogenkrieg an der Grenze zwischen den USA und Mexiko eskaliert immer weiter und erreicht einen Höhepunkt als die Kartelle beginnen Terroristen über die Grenze zu schmuggeln.

Um einen Krieg zwischen den Kartellen zu entfachen, wird der CIA-Paramilitär-Offizier Matt Graver damit beauftragt, die Tochter des Kartellbosses und Terroristenschleuser Carlos Reyes zu entführen. Graver holt sich den Auftragsmörder Alejandro Gillick, wie schon zwei Jahre zuvor, zur Unterstützung. Der Auftrag entpuppt sich jedoch als alles andere als leicht und droht zu eskalieren.


Sicario 2 setzt auf viele Stärken des Vorgängers, nimmt sich jedoch noch mehr Zeit persönliche Konflikte zu thematisieren und sich dabei auf den Auftragsmörder Alejandro zu konzentrieren. Wie im Vorgänger baut Sicario 2 kontinuierlich Spannung auf, die sich in regelmäßigen Höhepunkten entlädt, welche wiederum hart, brutal und absolut gnadenlos sind. Ein cleverer Zug ist der Aufbau eines Nebenstrangs zu Beginn des Films, der aus Sicht eines Mexikaners spielt und schließlich mit dem Hauptstrang verschmilzt, wenn die Nebenfigur auf die Protagonisten trifft.

Die Gefahr der Mission ist allgegenwärtig spürbar, was auch durch einen Soundtrack unterstrichen wird, der nur einen einzigen Zweck hat; die Spannung weiter aufzubauschen.

Einen Punkt den Sicario 2 wesentlich besser macht ist die Wahl der Hauptfiguren, da ich in Sicario 1 keine Figur hatte an der ich mich festhalten konnte während des Films. Im Fokus stehen Josh Brolin als Matt Graver, Benicio del Toro sowie Isabela Moner als Isabela Reyes. Trotz der immer wieder durchscheinenden Menschlichkeit gibt es in diesem Film keinen klaren Helden, da dieser Krieg keine Helden erlaubt und Ideale fehl am Platz sind.


Alles in allem ist Sicario 2 eine würdige Fortsetzung, die dem Erstlingswerk in nichts nachsteht und bestimmte Punkte, wie die Grausamkeit des Drogenkrieges und die Figuren, weiter ausbaut. Wer einen spannenden Thriller sucht, der von seiner Atmosphäre und seinen Figuren lebt, kann gern einen lohnenden Blick riskieren.

Ich vergebe für Sicario 2 die Wertung sehenswert und sage danke Taylor Sheridan für das inzwischen dritte gelungene Filmerlebnis in Folge!

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Super – Shut Up, Crime! | Review

Titel: Super, Shut Up Crime!
Originaltitel: Super
Laufzeit: 92 Minuten
Erscheinungsjahr: 2010
Produktionsland: USA

Im Jahr 2018 sind Superheldenfilme aus dem modernen Kino nicht mehr wegzudenken. Das sah im Jahr 2010, als die X-Men strauchelten, das MCU gerade im entstehen war und DC mit Batman glänzte, noch etwas anders aus.

Mit Super – Shut Up, Crime! hat James Gunn (Guardians of the Galaxy Vol. 1 & Vol. 2) einen ersten Schritt ins Superheldengenre gewagt und einen Film mit Humor & Herz erschaffen. Auf einen Vergleich mit Kick-Ass werde ich verzichten weil ich diese Filme nie komplett gesehen habe.


Frank ist ein Außenseiter dessen bisheriges Leben von Spott, Ernidriegungen, Mobbing und fehlendem Selbstwertgefühl geprägt war. Es gibt jedoch zwei perfekte Momente in seinem Leben. Zum einen die Hochzeit mit der schönen Sarah und zum anderen als er einem Polizisten half einen Verbrecher zu schnappen.

Eines Tages verlässt Sarah jedoch Frank für den charismatischen Strip-Club Besitzer Jacques, der nebenbei auch noch mit Drogen handelt wodurch er die ehemalige Drogensüchtige Sarah leicht unter seinen Einfluss bringen kann.

Frank verfällt in eine tiefe Deprission und kann diese erst durch eine Vision von Gott sowie dem heiligen Rächer (einr Serienfigur innerhalb des Films) ablegen. Er beschließt ein Held zu werden und erhält dabei, zu beginn ungewollt, Hilfe von der Comic-Verkäuferin Libby, die schließlich sein Side-Kick wird. Unter den Codenamen der blutrote Blitz (Frank) und Blitzie (Libby) nehmen die beiden den Kampf gegen das Verbrechen auf, mit dem Endziel Sarah aus den Fängen des bösen Jacques zu befreien.


Super – Shut Up, Crime! verwendet alle Elemente einer Comicverfilmung und garniert diese mit sehr schwarzem Humor. Frank benutzt, inspiriert durch Helden ohne Superkräfte (Iron Man, Batman, …), eine Rohrzange als Waffe, was jedoch eher an den Punisher erinnert da Frank äußerst brutal vorgeht. Die Gewalt ist jedoch massiv überspitzt und wird als Stilmittel eingesetzt, da ein Hieb mit einer Rohrzange eher selten unblutig endet.

Abseits der Gewalt hat der Film sehr viel Herz, was an den faszinierenden Figuren liegt, die eine gewisse Sympathie erzeugen. Selbst wenn sie wie im Fall von Michael Rooker (Schläger Abe) kaum Text haben. Man erfährt viel über Franks (Rainn Wilson) Gefühlswelt und er will ein Held sein, rächt sich aber gleichzeitig an Verbrechern für sein schlechtes Leben. Besonders Jacques, gespielt von Kevin Bacon, macht als Bösewicht eine große Figur und wird schnell zur Nemesis von Frank. Ellen Page schlüpft in die Rolle von Libby und möchte Frank unterstützung, vermutlich teils aus Bewunderung, teils als Fluchtversuch aus ihrem Leben.

Interessant ist auch der Wandel der beiden Hauptfiguren. Frank entwickelt sich von einem Loser zu einem Helden, gewinnt trotz Rückschlägen selbstvertrauen und gibt alles um seine geliebte Sarah zu befreien. Dabei werden keine Gefagenen gemacht und sein Hass auf das Verbrechen würde den Punisher (alias Frank Castle) stolz machen. Hier muss auch Rainn Wilsons grandiose Darbietung gelobt werden, die von viel Menschlichkeit geprägt ist.

Libby wird von einer grauen Maus, schnell zu einer psychpatischen Kämpferin für das Gute und muss dementsprechend von Frank in ihre Schranken verwiesen werden. Das erinnert mich am Jason Todd aka Robin aka Red Hood der ebenfalls brutal agierte und von Batman ermahnt wurde. Dabei schafft es Ellen Page glaubhaft die graue Maus aus dem Comicbuchladen und die manische Kämpferin der Gerechtigkeit zu spielen.

Unterlegt wird dieses bitterböse, humoristische Drama von einem stimmigen Soundtrack des großartigen Komponisten Tyler Bates.


Zusammengefasst ist Super – Shut Up, Crime! kein Meilenstein der Kinogeschichte und will es auch garnicht sein. Dieser Idipendentfilm ist mehr eine bitterböse Satire auf das Genre der Superhelden an sich, hat jedoch eine eigene Identität und dank der starken Besetzung viel Charme. Ich vergebe für Super – Shut Up, Crime! das Prädikat sehenswert, wer Kick-Ass nicht kennt schaut halt diesen Film.

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Tomb Raider (Verfilmung 2018) | Review

Titel: Tomb Raider
Originaltitel: Tomb Raider
Laufzeit: 118 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA/UK

Videospielverfilmungen sind ein eher wenig ruhmreiches Genre. Das liegt an mehreren Aspekten, am gravierendsten finde ich jedoch den Mangel an einer vorlagennahen Umsetzung der Geschichte. Es gibt natürlich Ausnahmen, wie den Angry Birds Film, oder den ersten Mortal Kombat Film. Bei Tomb Raider von 2018, nicht zu verwechseln mit dem 2018 erscheinenden Videospiel (Shadow of the Tomb Raider) ist allerdings der Publisher Square Enix beteiligt, was bereits ein positiver Punkt ist. Ob Tomb Raider (2018) was kann, will ich euch nun mitteilen.


Die junge Lara Croft arbeitet als Fahrradkurier im Londoner East End. Sie vernachlässigt ihr Studium und weigert sich, ihr Erbe anzutreten, da sie nicht an den Tod ihres seit Jahren verschwundenen Vaters Richard Croft glaubt. Als sie auf dem Stammsitz ihrer Familie einen geheimen Raum entdeckt, erfährt sie mehr über die Mission ihres Vaters. Richard war auf der Suche nach Himiko, einer legendären japanischen Königin mit übersinnlichen Kräften. Ihre letzte Ruhestätte wird auf Yamatai, einer Insel mitten im Teufelsmeer, vermutet. Mithilfe des Kapitäns Lu Ren begibt sich Lara auf die Suche nach Yamatai, jedoch erleiden beide bei der Entdeckung der Insel Schiffbruch und geraten in die Hände des zwielichtigen Mathias Vogel. Dieser kaltblütige Kerl sucht ebenfalls nach Himikos Grab und scheint für den militanten Trinity-Orden, der über das Übernatürliche herrschen will, zu arbeiten.

Lara muss ihr Potential nutzen und den gnadenlosen Überlebenskampf auf Yamatai überleben, um Trinity das Handwerk zu legen.

Die Handlung von Tomb Raider entspricht im Großen & Ganzen dem Videospiel von 2013, nutzt allerdings bereits Elemente aus der Fortsetzung, wie den Trinity-Orden oder Laras Stiefmutter Ana. Durch diesen Umstand wirkt die Handlung etwas schlüssiger, als im Videospiel. Was mir ebenfalls gefällt, ist die Nutzung des Titels Tomb Raider, zu Deutsch Grabräuber und Lara schleicht besonders im Finale des Films durch ein altes Grab, was sehr gefällt.


Der Film ist sehr actionlastig und nutzt auch in diesem Punkt seine moderne Vorlage. Das Tempo des Films ist konstant hoch, vernachlässigt dabei jedoch nicht die Handlung. Besonders gefällt die Darstellung von Alicia Vikander. Sie schafft es, die unerfahrene Abenteurerin, aber auch die knallharte Überlebenskämpferin zu verkörpern und ist dabei immer noch menschlich. Lara frisst Dreck, wird mehr als einmal verletzt und dominiert nicht jeden Kampf, aber genau darin liegt etwas Heldenhaftes. Die junge Lara muss über sich hinausgehen und Gegner bezwingen, die körperlich überlegen sind und wesentlich kaltblütiger agieren.

Walton Goggins schlüpft in die Rolle des Mathias Vogel, der auf Yamatai gefangen ist, bis er seine Aufgabe, das Grab von Himiko finden, erfüllt hat. Der „Schurke“ wirkt beinahe tragisch da er, wie alle anderen Personen auf Yamatai, ein Gefangener ist und es keine Möglichkeit gibt, die Insel zu verlassen. Der dritte im Bunde ist Dominic West als Richard Croft, der Lara erst nach seinem Verschwinden über seine Mission aufklärt, aber nicht den Wunsch hegt, seine Tochter in diesen Kampf hineinzuziehen.

Wie bereits erwähnt ist der Film sehr actionlastig, was an vielen Verfolgungsjagden und äußerst rohen Kämpfen liegt. Dabei vernachlässigt der Film allerdings nicht die Interaktion zwischen den Figuren und die Etablierung des Tomb Raider Universums.


Alles in allem merkt man Tomb Raider (2018) an, dass man es hier mit einem ersten Teil einer Reihe zu tun hat, was allerdings nichts Negatives nicht. Der Film funktioniert sehr gut und fängt den Geist der modernen Vorlage hervorragend ein. Ich vergebe für Tomb Raider (2018) das Prädikat sehenswert!

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Weitere Beiträge zu Tomb Raider:

Red Sparrow | Review

Titel: Red Sparrow
Originaltitel: Red Sparrow
Laufzeit: 141 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

2018 ist ein hervorragendes Jahr für Thriller, Dramen & Biographien. Red Sparrow fällt in die erstgenannte Kategorie und basiert auf dem Roman Operation Red Sparrow. Ob mich der Film begeistern konnte, erfahrt ihr jetzt.

SPOILER: Er tat es nicht…


Dominika Egorova (Jennifer Lawrence), ihres Zeichens russische Primaballerina, kann ihren Beruf aufgrund einer Verletzung nicht mehr ausüben. Aufgrund der plötzlichen Geldnot und ihrer kranken Mutter geht Dominika auf ein lukratives Angebot der Regierung ein und lässt sich zu einer Agentin, einem Sparrow, ausbilden.

Nach einer harten Ausbildung, die Dominika, sowohl psychisch als auch physisch, an ihre Grenzen treibt, erhält sie ihren ersten Auftrag. Sie soll den jungen CIA-Agenten Nathaniel Nash überwachen. Der Auftrag verläuft aber anders gedacht und ein Fehltritt ist in der Welt der Agenten unverzeihlich.

Red Sparrow punktet mit einem spannend klingenden Plot und interessantem Setting, krankt aber an einer stark abfallenden Spannungskurve im zweiten Drittel des Films. Beginnt die Handlung düster, gnadenlos und spannend, verfliegt der positive Ersteindruck schnell wieder.

Daran ändert auch die eigentlich sehr starke Besetzung nichts. Besonders schade finde ich die Rolle von Jennifer Lawrence als gebrochene Primaballerina, die als Agentin großes Potential hat, sich dann aber im zweiten Drittel durch die Handlung vögelt. Mir ist klar, dass dieses Vorgehen ihrer Ausbildung, Manipulation & ergründen von Bedürfnissen ist, aber wirklich spannend war dieses Vorgehen auch nicht.

Der restliche Cast kann, leider, fast nur als Lückenfüller bezeichnet werden, wobei Jeremy Irons als General Vladimir Korchnoi und Joel Edgerton als Nathaniel Nash größere Rollen bekommen.

Was wiederum sehr gut funktioniert war die Action, welche sich mit roh am besten beschreiben lässt. Keine Kinkerlizchen, keine Musik. Nur das Ausüben der Gewalt an sich passt sehr gut zu den sonst recht imposanten Szenen, die mit klassischer Musik unterlegt sind.


Zusammengefasst hat Red Sparrow seine Probleme. Der Film hat durchaus Potential, macht daraus jedoch nichts, da sowohl Spannung, als auch Tempo massiv unter der langen Laufzeit (141 Minuten) leiden. Trotz der vorhanden Stärken, wie dem interessanten Setting oder der rohen Darstellung der Action, vergebe ich ein bedingt sehenswert!

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Weitere Beiträge zu Red Sparrow

Fullmetal Alchemist (Ein Netflix-Film) | Review

Titel: Fullmetal Alchemist
Originaltitel: Fullmetal Alchemist
Laufzeit: 135 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: Japan

Fullmetal Alchemist ist ein populärer Manga aus Japan, der bereits mehrmals als Anime-Serie & -Film umgesetzt wurde. 2017 wurde in Zusammenarbeit zwischen Square Enix & Oxybot Inc. der Fullmetal Alchemist Realfilm produziert. Dieser Dark-Fantasy-Science-Fiction-Abenteuer Hybrid umfasst jedoch „nur“ die ersten vier Bände der originalen Haupthandlung, was jedoch bei einem so umfangreichen Werk kein Fehler ist.


Als die Brüder Ed & Al als Kinder mit der Alchemie experimentieren, um ihre verstorbene Mutter ins Leben zurückzuholen, verlor Ed seinen kompletten Körper während Al einen Arm & ein Bein verlor.

Viele Jahre später haben die beiden, inzwischen erwachsenen Brüder eine Ausbildung zu staatlichen Alchemisten absolviert und suchen den Stein der Weisen, um ihre Körper wiederherzustellen. Dabei gerät das Duo nicht nur in eine Verschwörung des Militärs, sondern auch ins Visier der Humunculi, künstlich geschaffener Menschen.

Der Fullmetal Alchemist verfolgt eine recht überschaubare Geschichte, die jedoch mit einem angenehmen Tempo erzählt. Humor, Action und Drama wechseln sich als erzählerische Elemente ab, was der Geschichte Charme verleiht.

Charme hat ebenfalls die Besetzung wobei ich die Nebenfiguren, wie die Homunculi Lust, oder den Soldaten Though Marcoh, irgendwie mehr mag, als die eigentlichen Hauptfiguren. Dabei ist Al ein faszinierender und sehr tragischer Charakter, schließlich fehlt ihm der komplette Körper und seine Seele muss in einer leeren Rüstung leben. Von ihm hätte ich gern viel mehr gesehen, wobei auch von Ed und seiner, fast schon fanatischen Suche nach dem Stein der Weisen, eine gewisse Faszination ausgeht.

Die Effekte sind für eine japanische Produktion sehr solide und zeitweise sehr bildgewaltige. So sieht das Finale äußerst imposant und die anfängliche Verfolgungsjagd dank der eingesetzten Alchemie sehr bildgewaltig aus. Dazu kommt ein hörenswerter Soundtrack und eine überraschend hochwertige deutsche & englische Lokalisierung. Klar der O-Ton ist immer autenthischer, aber dennoch funktionieren die anderen Sprachen sehr gut, auch wenn nicht alles optimal übersetzt wurde.


Ich mag den Fullmetal Alchemist Realfilm, was nicht überrascht, da ich viele Mangaverfilmung mag. Natürlich wäre handlungstechnisch viel mehr drinnen gewesen, aber wie jeder andere Film ist auch Fullmetal Alchemist an seine Laufzeit gebunden. Daher bleibt ein Blick in den Manga/Anime oder in Wikipedia nicht erspart, um alles zu verstehen, was die Welt betrifft. Ich halte den Film für sehenswert, muss jedoch ein bedingt sehenswert vergeben, wenn man noch nie in Kontakt mit der Vorlage gekommen ist.

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Weitere Beiträge zum Fullmetal Alchemist Realfilm

Fullmetal Alchemist Live Action Movie von LukeRainbowCreativ
HAGANE NO RENKINJUTSUSHI (Fullmetal Alchemist) von Le Füm Blog
„Dieser Film versucht so viel, und doch wieder nichts“ Fullmetal Alchemist Live Action Movie Review von Sunset-Law

Bright (Netflix Original) | Review

Titel: Bright
Originaltitel: Bright
Laufzeit: 117 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Action/Fantasyfilm

Bright ist ein exklusiv für Netflix produzierter Hybrid aus Action & Fantasyfilm, auf den ich mich schon sehr lange gefreut habe. Ob sich diese Vorfreude ausgezahlt hat, erfahrt ihr jetzt.


In einer alternativen Welt leben Menschen, Elfen & Orks in zwar oberflächlicher, jedoch friedlicher Gesellschaft zusammen. Probleme wie Rassismus und Diskriminierung stehen jedoch an der Tagesordnung. Besonders die Orks haben es aufgrund einer 2000 Jahre alten Tragödie nicht leicht. Ward, ein afroamerikanischer Polizist, muss zusammen mit seinem Partner Jakoby, dem ersten Ork-Cop, Schichten absolvieren, obwohl er Vorurteile hat.

Bei einem scheinbaren Routineeinsatz nimmt das ungleiche Duo eine junge Elfin namens Tikka in Gewahrsam, die einen unglaublich mächtigen Zauberstab in ihren Besitz hat. Da dieser Stab Wünsche erfüllt, geraten die Polizisten und Tikka ins Kreuzfeuer diverser Gruppierungen, die alle den Stab haben wollen.


Bright spielt sehr effektiv mit dem Thema Rassismus, wobei dieses Thema nur im ersten Drittel des Films wirklich zum Tragen kommt. Die Darstellung der Armenviertel, bevölkert von Orks und der Elfenstadt, mit goldenen Leitplanken und himmelschreiender Dekadenz geben viel Spielraum zur Spekulation, was den Zustand dieser Gesellschaft angeht. Ein interessanter Punkt ist der Rollentausch von Afroamerikanern, den Opfern des Rassismus und den Orks, die nun diese Stellung innehaben. Hier muss ich Will Smith loben, der einen Afroamerikaner mit rassistischem Einschlag spielt.

Die Besetzung ist im Allgemeinen sehr gut, wobei Will Smith als Ward und Jodel Edgerton als Ork Jakoby ganz klar das glänzende Team des Films sind. Ebenso muss ich die Maske loben, besonders die Orks sehen wirklich cool aus.


Alles in allem ist Bright ein interessanter Genremix mit starken Ansätzen, die jedoch im Laufe des Films nicht weiter verfolgt werden. Besonders die Themen Rassismus & Polizeibrutalität hätten meiner Meinung nach noch stärker hervorgehoben werden können. Da inzwischen Bright 2 angekündigt wurde, hoffe ich im kommenden Film auf eine Vertiefung der Themen. Ich vergebe für Bright das Prädikat sehenswert, da der Film sehr solide ist und dank starken Hauptdarstellern, eingängiger Musik und wertigen Effekten ein gelungenes Gesamtpaket ist.

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Weitere Reviews zu Bright

Escape from New York/Die Klapperschlange | Review [Texte aus dem Archiv]

Es wird wieder Zeit, einen unveröffentlichten Beitrag aus meinen großen Archiv ans Tageslicht zu befördern. Heute geht es um die Review zum Klassiker Escape from New York, oder auch die Klapperschlange. Viel Spaß!

Ich liebe dystopische Zukunftsvisionen, egal ob in Litertaur, Film oder in Videospielen. Eine düstere Zukunft kann mich immer begeistern. Somit hat John Carpenters „Die Klapperschlange“ von 1981 gute Chancen, um mir zu gefallen, oder? Finden wir es heraus!


Wir schreiben das futuristische Jahr 1997. In den 1980er Jahren nahm die Kriminalität immer weiter zu. 1988 wurde schließlich ganz Manhatten aufgegeben und in ein Hochsicherheitsgefängnis verwandelt.

Irgendwie ist es ulkig, im Jahr 2017 alte Zukunftsvisionen zu sehen, die nie eingetroffen sind. Zumindest die Alien Filme haben noch eine Chance, wahr zu werden.

Nun zurück ins Jahr 1997. Die Airforce One wurde mitsamt dem Präsidenten entführt. Das Staatsoberhaupt der USA kann sich mit einer Rettungskapsel absetzen, tut dies jedoch über dem Hochsicherheitsgefängnis.

Zur gleichen Zeit erhält der Sträfling & Ex-Elite Soldat Snake Plissken (Kurt Russel) folgendes Angebot:

Wenn er den Präsidenten mitsamt einer Audiokasette rettet, bekommt er seine Freiheit zurück. Widerwillig nimmt Snake den Auftrag an und begibt sich ins Gefängnis.

Um das Ganze noch spannender zu machen, bleiben Snake nur 22 Stunden, um den Präsidenten zu retten. Um die Geschichte auf die Spitze zu treiben, bekam er zwei kleine Bomben eingesetzt, was seine Loyalität garantieren sollte.

Die Geschichte ist im Kern simpel, wird aber spannend erzählt, lebt von seiner Atmosphäre und wird von den grandiosen Schauspielern perfekt inszeniert. Neben Kurt Russel, der wieder mal bewiesen hat, dass er ein hervorragender Schauspieler ist, sind Lee Van Cleef, Donald Pleasence, Harold Dean Stanton und Ernest Borgnine in gut geschriebenen Rollen zu sehen.


Die düstere & äußerst bedrückende Atmosphäre ensteht einerseits durch die hervorragende Kulisse, alles wirkt dreckig, wild & bedrohlich und andererseits durch den Soundtrack. John Carpenter weiß immer einen guten ikonischen Soundtrack zu schreiben und dunkle elektronische Musik geht immer.

Die wortkargen Schauspieler tragen ebenfalls viel zur Stimmung bei. Viel wird durch Mimik & Gestik gemacht. Dialoge sind selten und wenn dann äußerst zweckdienlich. Mit Snake wurde ein ernster Held, der jedoch, im Vergleich zu seinen Genrekollegen, nicht 2 Millionen Menschen tötet, sondern leidet, schwitzt & dreckig wird. Kurzum er ist ein glaubhafter Held, der nicht unbesiegbar ist.

Zur deutschen Lokalisierung kann man nur sagen, dass sie dem Standard der damaligen Zeit entspricht. Die Sprecher machen eine gute Arbeit, aber niemand besonders herausragend.


Zusammengefasst ist Escape from New York ein unterhaltsamer Actionfilm, der gerade Fans des 80er Jahre Kinos anspricht. Ein Held mit stoischer Miene, Action, die dennoch auf dem Boden bleibt und ein hervorragender Soundtrack sorgen für vergnügliche 99 Minuten. Altmeister John Carpenter hat mal wieder gute Arbeit geleistet.

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Jumanji: Willkommen im Dschungel| Review

Titel: Jumanji: Willkommen im Dschungel
Originaltitel: Jumanji: Welcome to the Jungle
Laufzeit: 119 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Abenteuer/Fantasyfilm

Ich habe den ersten Jumanji Film nicht gesehen, kenne jedoch den Roman, aber dennoch habe ich mir Jumanji: Willkommen im Dschungel Ende Dezember angesehen und hier ist meine Meinung dazu!


Vier Schüler, die unterschiedlicher nicht sein könnten & gängige Klischees (Streberin, Sportler, Nerd & It-Girl) bedienen, werden zum Nachsitzen verdonnert. Im Zuge ihrer Strafe soll die Gruppe im Keller der Schule aufräumen. Dabei stolpern die 4 über ein mysteriöses Videospiel. Nachdem jeder eine Spielfigur ausgewählt hat, landet die Gruppe im Spiel. Um zurück in die reale Welt zu gelangen, muss die Gruppe das Spiel durchspielen und lernen, was Teamwork und Freundschaft bedeuten.

Die Handlung von Jumanji mag recht simpel gestrickt sein, aber für einen Abenteuerfilm geht sie vollkommen in Ordnung.


Die Besetzung ist ebenso charmant wie klischeehaft. Während die Persönlichkeiten der jungen Schauspieler mit ins Spiel transferiert werden, verfügen die ausgewählten Figuren über individuelle Stärken & Schwächen, außer Dwayne Johnson, der den unbesiegbaren Helden mimt, aber ohne seine Kameraden auch nicht gewinnen könnte. Auf die Figuren und ihre Eigenschaften möchte ich, aus Spoilergründen, nicht zu sehr ins Detail gehen, da sonst ein großer Teil des Humors verloren gehen würde.

Was ich jedoch erwähnen muss, ist die Chemie zwischen den Figuren, die zuerst nicht miteinander klarkommen, aber immer mehr zu einem Team werden. Außerdem wird viel Elementen aus Videospielen & Referenzen auf Sony (die den Film produziert haben) gespielt. Alleine schon im Zimmer von Hauptcharakter Spencer sind mehr Easter Eggs versteckt, als man auf den ersten Blick sehen kann.


Zusammengefasst ist Jumanji: Willkommen im Dschungel typisches Popcornkino für zwischendurch. Hirn ausschalten, lachen & in knapp 2 Stunden ist das Abenteuer auch schon wieder vorbei. Ich gebe Jumanji: Welcome to the Jungle das Prädikat bedingt sehenswert,da der Film unterhält, aber nicht im Gedächtnis bleiben wird.

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Weitere Beiträge zum Jumanji: Welcome to the Jungle:

Captain America: The First Avenger | Review

Titel: Captain America: The First Avenger
Originaltitel: Captain America: The First Avenger
Laufzeit: 124 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Langsam aber sich nähern wir uns dem großen Infinity War. In dieser kommenden Comicverfilmung betritt Thanos endlich die Bühne aber bevor es soweit möchte ich noch auf die MCU Filme eingehen die ich bisher nicht reviewt habe. Captain America: The Frist Avenger ist der fünfte Film des Marvel Cinematic Universe und erzählt die Herkunftsgeschichte von Steve Rogers aka Captain America.


Wir schreiben das Jahr 1942. Soldaten der Organisation Hydra, Teil des Dritten Reiches, dringen in die Stadt Tønsberg ein. In einen Kloster findet Johann Schmidt (Red Skull), der Oberbefehlshaber von Hydra, den Teserakt, eine Waffe der Götter. Der Wissenschaftler Armin Zola schafft es die Energie des wüfelförmigen Teserakts zu bändigen und für die Entwicklung mächtiger Waffen zu nutzen.

Im Jahr 1943 möchte Steve Rogers, seines Zeichens Patriot aber leider Schwächlich, wie sein bester Freund Bucky, der spätere Winter Soldier, der U.S. Armee beitreten um gegen die Tyrannei in Europa zu kämpfen. Leider wird er wegen seiner körperlichen Verfassung immer wieder abgewiesen jedoch wird so der aus Deutschland emigrierte Professor Erskin auf ihn Aufmerksam. Er ermöglicht Steve den Eintritt in die Armee, sucht jedoch heimlich eine Testperson für ein geheimes Regierungsexperiment. Steve qualifiziert sich durch seinen Mut & seinen für jenes Experiment welches aus ihm den Supersoldaten macht der später als Captain America bekannt sein sollte. Professor Erskin verstirbt durch ein Attentat des Experiments was Steve zum einzigen seiner Art werden lässt.< strong>Während Steve anfangs noch als Werbemaskottchen für die Army benutzt wird etabliert er sich nach einem unerlaubten Kampfeinsatz als die Geheimwaffe gegen Hydra & den Red Skull.

Um die Welt vor der letzten Geheimwaffe Hydras zu retten ist Steve sich zu opfern um den Red Skull, die Waffe & den Teserakt zu eliminieren. Diese Aktion sollte sich jedoch als langer Kälteschlaf für Steve Rogers erweisen.


Ich stehe Captain America: The First Avenger gespalten gegenüber. Positiv muss die Wahl der Schauspieler erwähnen, die alle einen hervorragenden Job und ihre Figuren glaubhaft verkörpern. Besonders Chris Evans passt perfekt für die Rolle des Captain America. Steve Rogers ist patriotisch wie sonst was aber er steht auch für Mut, Treue & Hartnäckigkeit ein. Es sind diese Eigenschaften, zusammen mit seiner geradlinigkeit, die Steve zu einem idealen Teamführer machen. Man folgt ihm gern & freiwillig in jede Schlacht.

Was mir sauer aufstößt ist die Darstellung des Weltkrieges. Ich kaufe es dem Film nicht dass wir uns im größten Krieg der Menschheitsgeschichte befinden. Mir kommt es eher wie die Marvel-Version von Call of Duty vor, in der die Amerikaner jede Schlacht gewinnen. Selbst der scheinbare Tod von Bucky weckt kaum Emotionen weil die Figur etwas im Vordergrund stehen müssen um an der Seite von Captain America zu glänzen. Gleiches gilt für die gesamte Spezialeinheit von Captain America. Der Wonder Woman Film von 2017 zeigt wesentlich wie eine Comicverfilmung in einem Weltkrieg auszusehen hat.

Wo Helden sind, sind auch Schurken und in diesem Film miemt Hugo Weaving (Matrix, Herr der Ringe) den Oberschurken Red Skull. An sich ist die Figur der typische böse Nazi der die Welt erobern möchte weil er böse ist. Interessant ist jedoch der Umstand, dass Red Skull als erster MCU Charakter einen Infinitystein benutzt. Hinter dem Teserakt verbirgt sich der Raum-Stein mit dem Portale geöffnet werden können. Red Skull weiß das der Teserakt unglaublich mächtig ist jedoch verkennt er dessen Potential und baut bloß Waffen damit. Ein Fehler den auch S.H.I.E.L.D. viele Jahrzehnte später machen sollte.


Alles in allem ist Captain America: The First Avenger ein klassischer Origins-Film in der Held etabliert sowie der Charakter vorgestellt wird. Wir lernen Steve Rogers Ideal, Wünsche & Hoffnungen kennen. Außerdem wird in diesem Film ein junger Howard Stark vorgestellt der maßgeblich an der Entwicklung von Captain Americas Schild beteiligt ist. Die Genretypische Romanze wird von einer starken Frau, Peggy Carter (Haley Atwell), verkörpert die auf sich selbst aufpassen kann und nicht gerettet werden muss. Mein wirklicher Kritikpunkt ist die etwas zu heitere Atmosphäre. Filme wie Wonder Woman oder Dunkirk haben hier klar die Nase vorn. Dennoch ist Captain America: The First Avenger unterhaltsames Popcornkino.

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Captain America: Civil War | Review

Titel: The First Avenger: Civil War
Originaltitel: Captain America: Civil War
Laufzeit: 148 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Die MCU Filme um Captain America hatten es nie leicht, wenn es um den Titel geht und ich weigere mich, „The first Avenger“ als Titel zu nehmen, außer im ersten Film. Da wir das nun geklärt haben, heiße ich euch zu meiner Review zu Captain America: Civil War, oder „könnte doch fast ein Avengers-Film sein“, willkommen.

Der Film erschien 2016, stellt den dritten Teil der Captain America Filme dar und ist wichtig für die weitere Entwicklung des Marvel Cinematic Universe.


Die Avengers sind die mächtigsten Helden der Erde und haben bereits mehrmals die Welt gerettet. Bei einer Mission, um den Terroristen & Schurken Crossbones unschädlich zu machen, werden durch einen unglücklichen Zwischenfall mehrere Zivilisten getötet. Scarlett Witch, die für den Zwischenfall verantwortlich ist, macht sich schwere Vorwürfe und löst eine weltweite Debatte über die Konsequenzen der letzten Ereignisse (Avengers 1, Avengers 2 & Captain America 2) aus. General Ross, inzwischen Außenminister der USA, legt dem Team unter Captain America eine UN Vereinbarung dar, die es nicht mehr als Privatorganisation agieren lässt, sondern unter die Kontrolle eines Gremiums bringt.

Tony Stark aka Iron Man ist für dieses „Gesetz“, während Captain America dagegen ist. Die Spannungen innerhalb der Avengers steigen. Als dem Winter Soldier aka Bucky Barnes (Captain Americas bester Freund) ein Attentat auf die UNO City in Wien nachgewiesen wird, eskaliert die Situation völlig. Captain America, Steve Rogers, ist von Buckys Unschuld überzeugt und stellt sich gegen das UN Gesetz. Zusammen mit seiner Truppe(Ant-Man, Hawkeye, Falcon, Winter Soldier & Scarlett Witch) stellt sich Captain America seinem ehemaligen Gefährten Iron Man und dessen Team (War Machine, Vision, Spider-Man, Black Panther & Black Widow) entgegen.

Nebenbei gibt es einen Nebenplot mit Oberschurke Zemo, der den Konflikt immer weiter anheizt, um Rache für den Tod seiner Familie, auf Grund der Schlacht in Avengers 2, zu nehmen.


Civil War fühlt sich mehr wie ein Avengers Film statt wie ein Solofilm an. Das liegt zum einen an der umfassenden Handlung und zum anderen an der gewaltigen Anzahl an Helden. Neben bereits bekannten Figuren wie Ant-Man, Winter Soldier, Hawkeye, Falcon & Black Widow bekommt das MCU mit Zemo, Spider-Man & Black Panther Zuwachs.

Crossbones taucht zwar auch auf, wird aber zu schnell verheizt. Ich halte Captain America: Civil War für den bisher wichtigsten Film des MCU, da zwei sehr wichtige Fragen gestellt werden. Wer übernimmt die Verantwortung für die Taten der Superhelden? Wer kontrolliert diese Überwesen? Vision & Scarlett Witch sind die besten Beispiele. Ersterer verfügt über schier grenzenlose Macht und stellt sich auf Iron Mans Seite, denn die Metawesen müssen kontrolliert werden. Die Gefahr einer privaten Organisation mit solcher Macht ist nicht abzuschätzen. Scarlett Witch verfügt ebenso über gewaltige Kräfte, lässt sich jedoch nicht erneut einsperren & kontrollieren wie damals von Hydra. Daher kämpft sie an der Seite von Captain America der in dem UNO Aufsichtsrat der Avengers die gleiche Bedrohung erkennt wie in S.H.I.E.L.D. als es von Hydra kontrolliert wurde. Was ist, wenn die Avengers helfen wollen, aber nicht dürfen, oder wenn die Avengers Missionen bekommen, die sie nicht wollen?

Neben der sehr spannenden Thematik, ist auch die Stimmung des Films sehenswert. Fängt alles noch „heroisch“ mit dem Kampf gegen Crossbones an, wird der Film später immer düsterer. Die Spaltung des Teams wird immer tiefgreifender. Aus Freunden werden Feinde. Die Avengers zerbrechen und der einzige Sieger ist der rachsüchtige Zemo. Er kann die Avengers nicht töten, aber die Helden können sich gegenseitig töten.

Das Highlight des Films ist ganz klar der Showdown der Avengers-Teams auf dem Flughafen von Leipzig. Diese Stelle markiert den endgültigen Bruch zwischen den ehemaligen Freunden Tony Stark & Steve Rogers. In dieser Szene steckt sehr viel Symbolkraft, da das alte Marvel Cinematic Universe hiermit zu Ende ist. Alle haben sich für eine Seite entschieden und sind bereit zu kämpfen.
An dieser Stelle muss ich rückwirkend den Auftritt, sowie die Einführung von Spider-Man loben. Tony Stark dient als sein Mentor und erklärt ihm, dass es seine Aufgabe sei, seine Macht dafür einzusetzen, schlimme Dinge zu verhindern. Somit wird auf Onkel Ben verzichtet, aber ein neuer Ansatz gewählt.


Es muss nun aber auch Platz für Kritik sein. Captain America: Civil War ist zu lang. Dies merkt man ganz simpel an der Spannungskurve des Films. Bis zum Showdown auf dem Flughafen baut sich die Spannung langsam auf und der Film funktioniert hervorragend. Danach kommen jedoch noch knapp 30 Minuten, die man nicht gebraucht hätte. Der Handlungsstrang um Zemo muss abgeschlossen werden, aber der Schurke hat sein Ziel erreicht. Die Avengers sind zersplittert und geschwächt. Mir ist jedoch klar, dass diese 30 Minuten nötig waren, um die Unschuld des Winter Soldiers am Tod von Black Panthers zu belegen. Allgemein muss ich anmerken, dass Civil War eigentlich keinen Bösewicht gebraucht hätte, denn der Konflikt zwischen den Helden wäre auch von allein ausgebrochen. Es ist jedoch interessant, dass Zemo kein Verbündeter von Hydra ist, sondern ein Feind dieser Organisation.


Zusammengefasst ist Captain America: Civil War der definierende Film für das Marvel Cinematic Universe. Durch die Schuldfrage in Bezug auf die Taten der Avengers wird dieses Film-Universum nachhaltig verändert. Ein großes Lob geht an die Handlung, die Kamerarbeit, die Tricktechnik sowie die hervorragende Leistung der Schauspieler die alle zur Höchstform auflaufen! Meinen wesentlichen Kritikpunkt habe ich bereits genannt. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, denn jeder Marvel-Fan muss diesen Film sehen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Captain America: Civil War Reviews:

Captain America: Civil War [2016] von 11ersFilmkritiken

 

 

Imperium | Review

Imperium ist ein Thriller aus dem Jahr 2016, der unter der Regie von Daniel Ragussis entstand, welcher auch das Drehbuch schrieb. Der Film basiert im Wesentlichen auf den Erlebnissen von Michael German, einem EX-FBI Agenten, welcher 16 Jahre lange für das FBI tätig wahr bevor er seinen Dienst quittierte.


Protagonist ist der junge FBI Agent Nate Foster (Daniel Radcliffe) welcher noch Ideale hat und sein Heimatland zu einem besseren Ort machen will. Er erhält von seiner Chefin Angela Zamparo (Toni Collete) einen gefährlichen Auftrag. Nate soll undercover in ein Netzwerk von radikalen White-Supremacy-Terroristen eingeschleust werden.

Dieses Netzwerk steht unter dem Verdacht radioaktives Material für eine schmutzige Bombe entwendet zu haben. Eine schmutzige Bombe ist ein Sprengsatz, der bei seiner Detonation radioaktives Material freisetzt. Somit gilt eine schmutzige Bombe als Massenvernichtungswaffe.

Für Nate wird es im Laufe des Films immer schwieriger den weißen Rechtsextremisten zu spielen und dabei seinen eigenen Prinzipien treu zu bleiben. Je tiefer er in dieses Netzwerk eindringt, umso mehr wird Nate die Grenzen seiner Moral & Psyche getrieben.

 

Dabei scheinen im Laufe seiner Ermittlungen alle Spuren zum extremen Paramilitär Andrew Blackwell (Chris Sullivan), welcher die Trinkwasserversorgung von Washington DC verschmutzen will und dem, ich nenn ihn mal Hassprediger, Dallas Wolf (Tracy Letts), zu führen.

Die Handlung ist sehr spannend, wartet mit einigen Wendungen auf und bietet auch den einen oder anderen roten Hering.


Die Handlung eines Films kann noch so spannend sein, wenn die Leistung der Schauspieler nicht hinhaut, wird nur schwer Spannung aufkommen. Dies ist bei Imperium nicht der Fall. Der Cast ist hervorragend gewählt und weiß sehr zu gefallen.

Besonders sticht hier Daniel Radcliffe hervor. Der ehemalige Harry Potter Star muss, in diesem Film nicht nur einen FBI Agenten spielen der sich beweisen will und die Welt zu einem besseren Ort machen möchte, sondern auch einen weißen Neonazi der an den Sieg und die Überlegenheit der weißen Rasse glaubt. Dabei muss er sich das Vertrauen der Rechtsextremen verdienen aber auch darauf achten sich keine Feinde zu machen.

 

Auf der Seite der Rechtsextremen haben wir unter anderem Tracy Letts, der einen überzeugten „Hassprediger“ spielt und eine eigene Radiosendung betreibt, Chris Sullivan verkörpert den Anführer einer paramilitärischen Organisation die sich als christliche Organisation tarnt. Weiters sieht man Pawel Szajda in der Rolle des Neonazis und Sam Trammel als Sympathisanten des Netzwerks.

Auf der Seiten des FBI’s sieht man Toni Collete als Nates Chefin Angela Zamparo und Nestor Carbonell als weiteren FBI Agenten der zu beginn islamische Terroristen als die Diebe des radioaktiven Materials verdächtigt.

Die Leistung der Schauspieler ist sehr überzeugend und besonders Daniel Radcliff sticht mit seiner Leistung aus dem Pool an guten Schauspielern hervor.


Ebenfalls überzeugend ist die deutsche Lokalisierung. Alle Schauspieler, die ich zuvor in anderen Filmen gesehen habe wurden von ihren Standardsprechern gesprochen.

Der Soundtrack von Will Bates ist sehr hörenswert. Meist nur leise im Hintergrund zu hören bauscht sich die Musik immer weiter auf wenn es Gefährlich wird. Besonders in Situationen, wenn es scheint, als ob Nates Tarnung aufgeflogen ist, lagen bei mir die Nerven blank.

In Kombination mit den hervorragenden Schauspielern und der gelungenen deutschen Synchronisation ergibt das eine sehr dichte & spannende Atmosphäre.


Was darf neben super Schauspielern, gut geschriebenen Dialogen, einer gelungenen Übersetzung & einem eindringlichen Soundtrack nicht fehlen? Richtig eine gute Arbeit bei der Kameraführung.

Auch auf dieser Ebene punktet Imperium. Der Film verfügt über mehrere harte Schnitte und Anlehnungen an die italienische Einstellung, sprich das Fokussieren auf Gesichter um die Emotionen der Figuren besser verstehen zu können. Besonders fällt dies hier bei Daniel Radcliffe auf der über sehr ausdrucksstarke Augen verfügt. In ihnen spiegeln sich so viele Emotionen das es schwer ist alles auf einmal zu erfassen.

 

Der Film schafft es sehr gut Unwohlsein zu erzeugen. Es gibt immer wieder Szenen in denen in schneller Abfolge rechtsradikale Elemente eingeblendet. Jedoch werden diese nicht glorifiziert, sondern dienen in erster Linie dem Zuschauer zu zeigen auf was sich unser Held bei seiner Mission einlässt.


Es gibt selten Filme die mich so sehr fesseln wie Imperium. Hier stimmt alles. Von der spannenden Handlung, den gut geschriebenen Dialogen über die überzeugende Leistung der Schauspieler bis zur technischen Seite. Für mich Imperium die Überraschung des Jahres und spannendste Thriller seit „Das Schweigen der Lämmer“.

Ich kann den Film jedem empfehlen der einen sehr spannenden Thriller sucht der unter die Haut geht.

Wir lesen uns beim nächsten mal!

Wertung

 

Handlung: • • • • •

Cast: • • • • •

Effekte & Technik: • • • • •

Soundtrack & Synchronisation: • • • • •

Wertung: 20 von 20 Punkten

Note: Empfehlenswert

Filmdaten:
Originaltitel: Imperium
Deutscher Titel: Imperium
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Laufzeit: 109 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016

Unter diesem Link findet ihr noch eine Review zu Imperium:

Kinogucker – Ein Filmblog: Imperium

Die glorreichen Sieben | Review

Die glorreichen Sieben ist ein Western von Atoine Fuqua aus dem Jahr 2016. Der Film ist die Neuverfilmung des gleichnamigen Klassikers von John Sturges aus dem Jahr 1960. Ich bin zwar kein großer Western-Fan, jedoch habe ich mir den Film komplett unvoreingenommen angesehen.

Handlung: Simple Story die jedoch funktioniert

Der Film spielt im Jahr 1879. Die Bewohner des kleinen Ortes „Rose Creek“ werden vom Geschäftsmann Bartholomew Bogue (Peter Sarsgaard) und seinen Söldnern tyrannisiert. Dieser betreibt, in der nähe, eine Goldmine, will expandieren und bietet den Siedlern ein lächerliches Angebot für ihr Land.

Er gibt den Siedlern drei Wochen „Bedenkzeit“ und verleiht seinem Angebot Nachdruck, in dem er ein Massaker unter den Siedlern anrichtet.

Die junge Emma (Haley Bennet) und ihr Begleiter Teddy Q (Luke Grimes) machen sich auf den Weg um Kämpfer anzuheuern. Nach kurzer Zeit treffen sie auf den Kopfgeldjäger Sam Chislom (Denzel Washington). Dieser lehnt zu Beginn jedoch beeindruckt ihn das Angebot der beiden Siedler. Sie bieten ihm alles, an was sie haben. Sam beschließt, den beiden zu helfen. Jedoch brauchen sie dazu mehr Unterstützung.

Kurze Zeit später schließt sich ihnen, eher notgedrungen, der Spieler Josh Faraday (Chris Pratt) an. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte des Films schließen sich der Scharfschütze Goodnight Robicheaux (Ethan Hawke), welcher ein düsteres Geheimnis hat, sein Partner Billy Rocks (Byung-hun Lee), der Outlaw Vasquez (Manuel Garcia-Rulfo), der gottesfürchtige Jack Horne (Vincent D’Onofrio) und der Indianer Red Harvest (Martin Sensmeier).

Interessant ist jedoch das sich die beiden letzten „Helden“ Jack Horne & Red Harvest eher zufällig anschließen, da deren Motivationen eher weniger nachvollziehbar sind.

Wegen möglicher Spoiler werde ich jedoch nicht weiter darauf eingehen.

Die zweite Hälfte des Films beschäftigt sich dann vorrangig mit der Schlacht um Rose Creek und dem Showdown zwischen Sam & Bartholomew.

Cast: Top Schauspieler vom Helden bis zum Schurken

Die Leistung der Schauspieler ist hervorragend. Vom Helden Sam bis zum Oberfiesling Bogue hat jeder eine gute Performance. Sogar diejenigen, die weniger Text bzw. Screentime haben, ich schaue in eure Richtung Red Harvest, John Harris & Denali (der „böse“ Indianer gespielt von Jonathan Joss), spielen sehr gut in dem sie einfach viel mit Mimik & Gestik arbeiten.

Meine persönlichen Highlights waren neben Chris Pratt als der Spieler Josh Faraday, was einfach daran liegt, dass ich ein großer Pratt-Fan bin, der Kopfgeldjäger Sam Chislom, welcher das Herz am rechten Fleck hat und der Böse Bartholomew Bogue welcher mir vor allem durch seine Mimik im Gedächtnis blieb. Außerdem ist Bogue der typische Bösewicht für einen Western. Er hat viel Geld, eine eigene Armee (in diesem Fall bezahlte Söldner) und erreicht mit Gewalt sein Ziel. Simpel aber sehr wirkungsvoll.

Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen habe ich hier am Cast nichts auszusetzen, obwohl keiner der Schauspieler bisher in einem Western mitwirkte. Zumindest wäre mir dies nicht bekannt.

Effekte: Viel Peng, Peng & Bum

Die glorreichen Sieben ist ein Western der härteren Gangart. Das bedeutet, es wird geschossen und das nicht zu knapp. Die Schießereien sind sehr dynamisch und werden dadurch aufgelockert das drei der sieben Helden nicht nur mit Revolvern, sondern auch mit Messern, Tomahawks sowie Pfeil & Bogen kämpfen. Das lockert die Kämpfe angenehm auf.

Was ist das Ergebnis von so vielen Schießereien? Tote. Sehr viele Tote. Wer sich an vielen Leichen stört, sollte die Finger von diesem Film lassen jedoch muss man auch sagen, dass ein Western ohne tote eher langweilig ist. Zumindest solange nicht Bud Spencer & Terrence Hill mitspielen.

Der Film verwendet Elemente eines modernen Actionfilms und kombiniert diese mit denen eines klassischen Western. Neben den großen Massenkämpfen gibt es auch immer wieder kleinere Duelle zwischen zwei Personen.

Besonders das kurze aber brutale Duell zwischen den beiden Exil-Indianern Red Harvest & Denali ist sehenswert.

Soundtrack & Synchronisation: Es gibt ordentlich was auf die Ohren

Der Soundtrack ist von James Horner, welcher leider verstorben ist, und von Simon Franglen. Was soll ich sagen, der Soundtrack ist großartig, wie jede Arbeit von James Horner. Die Themen wechseln von abenteuerlich über dramatisch bis hin zu episch.

Besonders das Thema wenn die Helden durch Prärie reiten erinnert mich so stark an die klassischen Western aus den 60er Jahren.

Die Synchronisation ist ebenfalls sehr gut gelungen. Nur die deutsche Stimme des gottesfürchtigen Indianer-Jägers John Harris brachte mich zum schmunzeln. Es ist immer so seltsam, einen großen Mann mit sehr hoher Stimme sprechen zu hören.

Fazit

Ich war von „die glorreichen Sieben“ positiv beeindruckt. Es war sehr erfrischend mal wieder einen Western zu sehen, da dieses Genres in den letzten Jahren eher selten wurde.

Die Handlung ist simpel aber gut erzählt, die Schauspieler liefern eine klasse Leistung ab, der Soundtrack weiß zu gefallen und auch die Effekte können sich sehen lassen.

Wenn ich dem Film eine Schwäche zuschieben, muss dann sind es die gelegentlichen Längen, die der Film hat, wobei das kaum ins Gewicht fällt.

Ich kann „die glorreichen Sieben“ auf jeden Fall weiterempfehlen. Wer Western mag, kann ihn sich beruhigt ansehen. Wer Action-Filme mag ebenfalls. Nur wer sich an sehr vielen toten stört, sollte die Finger von diesem Streifen lassen, doch solche Leute sind auch nicht die Zielgruppe von dieser Art Film.

Das war’s von meiner Seite. Bis zum nächsten Beitrag!

Wertung
Handlung: • • •
Cast: • • • • •
Effekte & Technik: • • • • •
Soundtrack & Synchronisation: • • • • •
18/20 Punkten – Note: Empfehlenswert

 

Filmdaten:
Orginaltitel: The Magnificent Seven
Deutscher Titel: Die glorreichen Sieben
Produktionsland: USA
Orginalsprache: Englisch
Laufzeit: 133 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016

 

Hardcore | Review

Hardcore ist ein russisch-amerikansicher Actionfilm aus dem Jahr 2015. Der Film ist das Regiedebüt des russischen Drehbuchautors/Musikers/Filmemachers Ilja Naischuller. Die größte Besonderheit des Films, neben seinem verdammt guten Soundtrack, ist die Kameraperspektive. Hardcore wurde komplett aus der subjektiven Sicht des Protagonisten gedreht.


Handlung

Henry ist vor Kurzem verstorben. Dennoch erwacht er eines Tages in Moskau als Cyborg, ein ganz normaler Tag also. Ihm fehlt ein Arm, ein Bein, sprechen kann er nicht und er hat keine Erinnerungen an sein früheres Leben.

Eine Frau namens Estelle, sie ist Henrys Ehefrau, bringt an Henry übermenschlich starke Prothesen an und führt ihn in einen Raum wo zwei Wissenschaftler Henrys Fähigkeit zu sprechen wieder aktivieren sollen.

Jedoch ertönt ein Alarm und schwer bewaffnete Männer stürmen den Raum. Angeführt werden sie vom bösen, weißhaarigen Telepathen Akan. Hier muss ich den Film schon mal loben. Akan ist ein toller Bösewicht. Okay weißhaarige Bösewichte sind zwar ein Klischee aber böse weißhaarige Telepathen sind dafür relativ selten.

Akan tötet einen der Forscher im Raum und Estelle nutzt die Chance, um einen Alarm auszulösen. Sie flüchtet gemeinsam mit Henry. Die Flucht endet in einem Unfall und Estelle wird von Akans Männern entführt.

Was nun folgt, ist eine lange Folge von Actionszenen in denen Herny nicht nur die Truppen von Akan scharenweise erschlägt, sondern sich auch mit der Polizei und anderen Cyborgs anlegt.

Die Handlung mag zweckmäßig sein, aber dennoch gibt es so manch spannende Wendung.


Cast

Die Leistung der Schauspieler ist solide. Jeder spielt seine Rolle recht gut, aber mein Highlight war Danila Kozlovsky als der weißhaarige Telepath Akan. Man merkt das Kozlovsky wie geschaffen für die Rolle ist.

Zum Protagonisten Herny kann ich nichts sagen außer das er eine stumme Killermaschine ist. Seine Frau Estelle, gespielt von Haley Bennett, spielt ihre Rolle auch recht gut. Besonders ihr Plotttwist am Ende war sehr gut inszeniert.

Wer jedoch auch erwähnt werden muss, ist Jimmy, der Sidekick des Films. Dieser taucht in verschiedenen Inkarnationen auf mal als Obdachloser oder als Sniper und hilft Henry immer wieder aus der Klemme. Gespielt wird Jimmy von Sharlto Copley, den man z.B. aus Elysium kennt.


 Effekte & Technik

Die Besonderheit an Hardcore ist die Kameraperspektive. Der gesamte Film wurde aus der subjektiven Sicht, sprich der Ego-Perspektive, des Protagonisten gedreht. Mir kam Hardcore die gesamte Laufzeit über wie ein Ego-Shooter vor, nur kann man halt nicht spielen, sondern nur zusehen. Also wie in einem modernen Shooter voller Skripte.

Die Effekte gehen in Ordnung. Okay der Film besteht eigentlich nur aus einer riesigen Schießerei und was sieht man da am meisten? Richtig man sieht Blut. Sehr viel Blut und jede Menge Leichen. Aber dafür sehen dafür das Blut und die Leichen sehr realistisch und teilweise echt ekelhaft aus.

Die Actionszenen wirken durch die Ego-Perspektive recht dynamisch und nicht so statisch wie in anderen Actionfilmen.

Einzig der Sound hat manchmal Aussetzer bzw. Geräusche wie eine abgefeuerte Pistole erklingen mit einigen Sekunden Verzögerung. Ob das normal ist, kann ich jedoch nicht sagen.


Synchronisation & Soundtrack

Die deutsche Synchronisation klingt sehr gut und wechselt sich mit dem russischen Originalton, zum Glück mit Untertiteln, ab. Besonders Akan, der Typ ist einfach toll, hat eine klasse Synchronstimme, die seinen Wahn nur noch weiter steigert.

Mein größtes Lob an diesen Film geht jedoch an den Soundtrack. Dieser ist sehr abwechslungsreich, von schnellen Stücken über eher langsame bis hin zu bekannten Songs ist für jede Situation etwas dabei.


Fazit

Hardcore ist ein kurzweiliger und guter Actionfilm, bei dem man super das Hirn ausschalten und sich 92 Minuten lang berieseln lassen kann. Die Handlung ist etwas mau, aber dafür reißt der Bösewicht, der Soundtrack & die ungewöhnliche Kameraperspektive einiges raus.

Ich hatte meinen Spaß mit diesem Film und kann ihn weiterempfehlen. Für einen Filmabend ist er auf jeden Fall zu gebrauchen.

Wertung
Handlung: • •
Cast: • • •
Effekte & Technik: • • • •
Soundtrack & Synchronisation: • • •
12/20 Punkten – Note: Gut

 

Filmdaten:
Orginaltitel: Hardcore Henry
Deutscher Titel: Hardcore
Produktionsland: USA, Russland
Orginalsprache: Englisch
Laufzeit: 92 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015

 

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