5 Videospielverfilmungen kurz reviewt #1 | Review

Videospielverfilmungen sind ja so eine Sache. Es gibt Filme, die die Atmosphäre der Vorlage hervorragend einfangen und eine spannende Handlung erzählen, dann gibt es Vertreter, die nur eines von beiden schaffen und dann gibt es die Abteilung Bullshit (Postal, Doom), bei der der filmische Wert irgendwo bei Minus 9 liegt.

 

Heute stelle ich euch in Kurzform 5 Videospielverfilmungen vor und bewert diese auf einer Skala von 0 (mies) bis 5 (sehr gut).

 

Viel Spaß!


Silent Hill (2006/125 Minuten/Can.-Fr.)

 

Silent Hill ist in Bezug auf die Handlung, die Besetzung und die Atmosphäre eine der solidesten Videospielverfilmungen. Als Basis wird Silent Hill 1 genommen, allerdings liegt der Fokus auf weiblichen Figuren, was durch die Prämisse sehr gut ist. Allerdings wäre der Film auch ohne das Präfix Silent Hill ein interessantes Horror-Drama.

 

Wertung: 5/5


Lara Craft: Tomb Raider (2001/100 Minuten/USA-D-UK-J)

 

Oh boy. Ich fand die alten Tomb Raider Verfilmungen schon als Kind langweilig, finde sie heute noch langweilig und dieser Film wird mich auch in Zukunft anöden. Schwach inszeniert, spannungslos und Angelina Jolie als Lara Croft ist ungefähr so interessant  wie Sienna Guillory als Jill Valentine (Resident Evil Apocalypse). Zumindest die Schauplätze sind vorlagentreu umgesetzt worden.

 

Wertung: 2/5


 Angry Birds (2016, 97 Minuten, USA-Finnland)

Wie auch der erste Silent Hill Film gehört Angry Birds zu den solidesten und vorlagentreusten Videospielverfilmungen. Das Kernelement des Spiels wird ebenso ausgiebig thematisiert wie Emotion und der Umstand, dass es okay ist, wenn man mal schlecht drauf ist, oder zornig. Dazu kommt viel Humor & eine starke Animationstechnik, jedoch fehlt der Tiefgang, den andere Animationsfilme (Alles steht Kopf, Wall-E) aufweisen.

 

Wertung: 4/5


Warcraft: The Beginning (2016, 124 Minuten, USA)

Bei der Erstsichtung hat mich Warcraft: The Beginning sehr beeindruck. Bei der zweiten Sichtung war der Film zwar technisch immer noch beeindruckend, aber handlungsmäßig extrem langatmig. Viele der Handlungsstränge wirken belanglos und bis zur großen Entscheidungsschlacht zieht vieles in diesem Film einfach nur hin.

 

Wertung: 3/5


 Silent Hill: Revelation 3D (2012, 94 Minuten, FR-Kan.)

Sechs Jahre nach dem ersten Silent Hill Film wurde ein zweiter nachgeschoben, der wie die modernen Silent Hill Spiele, nichts mehr mit dem ursprünglichen Werk zu tun hat. Die Handlung ist kompletter Bockmist und auch die Technik bzw. das CGI äußerst lächerlich. Die Macher haben wohl noch nie ein Silent Hill Spiel in den Händen gehalten. War Teil 1 noch hervorragend, so ist diese Videospielverfilmung bei niemandem, den ich kenne, beliebt.

Wertung: 1/5


 

Das waren fünf Videospielverfilmungen, über die ich gern schreiben, aber keine komplette Review darüber verfassen wollte. Wie steht ihr zum Thema Videospielverfilmungen? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Super – Shut Up, Crime! | Review

Titel: Super, Shut Up Crime!
Originaltitel: Super
Laufzeit: 92 Minuten
Erscheinungsjahr: 2010
Produktionsland: USA

Im Jahr 2018 sind Superheldenfilme aus dem modernen Kino nicht mehr wegzudenken. Das sah im Jahr 2010, als die X-Men strauchelten, das MCU gerade im entstehen war und DC mit Batman glänzte, noch etwas anders aus.

Mit Super – Shut Up, Crime! hat James Gunn (Guardians of the Galaxy Vol. 1 & Vol. 2) einen ersten Schritt ins Superheldengenre gewagt und einen Film mit Humor & Herz erschaffen. Auf einen Vergleich mit Kick-Ass werde ich verzichten weil ich diese Filme nie komplett gesehen habe.


Frank ist ein Außenseiter dessen bisheriges Leben von Spott, Ernidriegungen, Mobbing und fehlendem Selbstwertgefühl geprägt war. Es gibt jedoch zwei perfekte Momente in seinem Leben. Zum einen die Hochzeit mit der schönen Sarah und zum anderen als er einem Polizisten half einen Verbrecher zu schnappen.

Eines Tages verlässt Sarah jedoch Frank für den charismatischen Strip-Club Besitzer Jacques, der nebenbei auch noch mit Drogen handelt wodurch er die ehemalige Drogensüchtige Sarah leicht unter seinen Einfluss bringen kann.

Frank verfällt in eine tiefe Deprission und kann diese erst durch eine Vision von Gott sowie dem heiligen Rächer (einr Serienfigur innerhalb des Films) ablegen. Er beschließt ein Held zu werden und erhält dabei, zu beginn ungewollt, Hilfe von der Comic-Verkäuferin Libby, die schließlich sein Side-Kick wird. Unter den Codenamen der blutrote Blitz (Frank) und Blitzie (Libby) nehmen die beiden den Kampf gegen das Verbrechen auf, mit dem Endziel Sarah aus den Fängen des bösen Jacques zu befreien.


Super – Shut Up, Crime! verwendet alle Elemente einer Comicverfilmung und garniert diese mit sehr schwarzem Humor. Frank benutzt, inspiriert durch Helden ohne Superkräfte (Iron Man, Batman, …), eine Rohrzange als Waffe, was jedoch eher an den Punisher erinnert da Frank äußerst brutal vorgeht. Die Gewalt ist jedoch massiv überspitzt und wird als Stilmittel eingesetzt, da ein Hieb mit einer Rohrzange eher selten unblutig endet.

Abseits der Gewalt hat der Film sehr viel Herz, was an den faszinierenden Figuren liegt, die eine gewisse Sympathie erzeugen. Selbst wenn sie wie im Fall von Michael Rooker (Schläger Abe) kaum Text haben. Man erfährt viel über Franks (Rainn Wilson) Gefühlswelt und er will ein Held sein, rächt sich aber gleichzeitig an Verbrechern für sein schlechtes Leben. Besonders Jacques, gespielt von Kevin Bacon, macht als Bösewicht eine große Figur und wird schnell zur Nemesis von Frank. Ellen Page schlüpft in die Rolle von Libby und möchte Frank unterstützung, vermutlich teils aus Bewunderung, teils als Fluchtversuch aus ihrem Leben.

Interessant ist auch der Wandel der beiden Hauptfiguren. Frank entwickelt sich von einem Loser zu einem Helden, gewinnt trotz Rückschlägen selbstvertrauen und gibt alles um seine geliebte Sarah zu befreien. Dabei werden keine Gefagenen gemacht und sein Hass auf das Verbrechen würde den Punisher (alias Frank Castle) stolz machen. Hier muss auch Rainn Wilsons grandiose Darbietung gelobt werden, die von viel Menschlichkeit geprägt ist.

Libby wird von einer grauen Maus, schnell zu einer psychpatischen Kämpferin für das Gute und muss dementsprechend von Frank in ihre Schranken verwiesen werden. Das erinnert mich am Jason Todd aka Robin aka Red Hood der ebenfalls brutal agierte und von Batman ermahnt wurde. Dabei schafft es Ellen Page glaubhaft die graue Maus aus dem Comicbuchladen und die manische Kämpferin der Gerechtigkeit zu spielen.

Unterlegt wird dieses bitterböse, humoristische Drama von einem stimmigen Soundtrack des großartigen Komponisten Tyler Bates.


Zusammengefasst ist Super – Shut Up, Crime! kein Meilenstein der Kinogeschichte und will es auch garnicht sein. Dieser Idipendentfilm ist mehr eine bitterböse Satire auf das Genre der Superhelden an sich, hat jedoch eine eigene Identität und dank der starken Besetzung viel Charme. Ich vergebe für Super – Shut Up, Crime! das Prädikat sehenswert, wer Kick-Ass nicht kennt schaut halt diesen Film.

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One-Punch Man 06 | Review

Name: One-Punch Man 06
Verlag: Kaze Manga
Erscheinungstermin: 1. Juni 2017

Mehr Helden, mehr Action und eine gigantische Bedrohung. Das alles erwartet den Leser im sechsten Band des Seinen Mangas One-Punch Man.

 


J-Stadt hat sich in ein Schlachtfeld zwischen den Helden und dem König der Tiefsee verwandelt. Nach einer harten Schlacht, in der selbst S-Klasse Helden wie Genos klein beigeben mussten, tritt Saitama, der J-Stadt und die verletzten Helden mit einem beherzten Schlag rettet, auf den Plan. Zur Belohnung wird er in die B-Klasse befördert, doch eine Bedrohung von gigantischem Ausmaß steht ins Haus…

Die Wahrsagerin Miss Shibawa ist verstorben, hat jedoch eine letzte Prophezeiung hinterlassen: Die Erde ist in Gefahr!

Aus diesem Grund ruft die Heldenvereinigung alle S-Klasse Helden zu einer Besprechung ins Hauptquartier in A-Stadt zusammen. Saitama kommt mit, da er momentan nichts Besseres zu tun hat. Die Besprechung wird jedoch unterbrochen, als ein Raumschiff über A-Stadt erscheint und die Metropole pulverisiert.

Die S-Klasse Helden rüsten sich zur Schlacht um die Erde. Während Saitama das Raumschiff stürmt, liefern sich die restlichen Helden einen erbitterten Kampf mit einem Außerirdischen, der sich verfielfältigen kann. Im Raumschiff räumt Saitama das Fußvolk aus dem Weg und trifft auf den Oberschurken, der mehr als einen Schlag aushält. Die Schlacht um die Erde beginnt.


Im Endeffekt setzt der sechste Band 6 des Mangas auf gleichen Stärken, wie bereits beim Handlungstrang mit dem Clan der Tiefsee, nur lernen wir hier die Macht der S-Klasse Helden kennen, wobei ich die Vermutung hege, dass kaum einer der Helden wirklich 100% gab.

Während sich die Helden auf dem Weg Boden einen harten Kampf mit dem Elitekrieger der Invasoren liefern, bekommt es Saitama erstmals mit einem Gegner zu tun, der seinen Hieben standhält.


Alles in Allem baut Band 6, um den Held Saitama die Stärken des Vorgängerbandes weiter aus und wirkt durch den Oberschurken Lord Boros, der sich mit Saitama durchaus messen kann, frischer als zuvor. Langsam wird es fast zur Gewohnheit, aber auch dieser Band erhält das Prädikat lesenswert, da alle Zutaten für einen unterhaltsamen Band gegeben sind.

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Bright (Netflix Original) | Review

Titel: Bright
Originaltitel: Bright
Laufzeit: 117 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Action/Fantasyfilm

Bright ist ein exklusiv für Netflix produzierter Hybrid aus Action & Fantasyfilm, auf den ich mich schon sehr lange gefreut habe. Ob sich diese Vorfreude ausgezahlt hat, erfahrt ihr jetzt.


In einer alternativen Welt leben Menschen, Elfen & Orks in zwar oberflächlicher, jedoch friedlicher Gesellschaft zusammen. Probleme wie Rassismus und Diskriminierung stehen jedoch an der Tagesordnung. Besonders die Orks haben es aufgrund einer 2000 Jahre alten Tragödie nicht leicht. Ward, ein afroamerikanischer Polizist, muss zusammen mit seinem Partner Jakoby, dem ersten Ork-Cop, Schichten absolvieren, obwohl er Vorurteile hat.

Bei einem scheinbaren Routineeinsatz nimmt das ungleiche Duo eine junge Elfin namens Tikka in Gewahrsam, die einen unglaublich mächtigen Zauberstab in ihren Besitz hat. Da dieser Stab Wünsche erfüllt, geraten die Polizisten und Tikka ins Kreuzfeuer diverser Gruppierungen, die alle den Stab haben wollen.


Bright spielt sehr effektiv mit dem Thema Rassismus, wobei dieses Thema nur im ersten Drittel des Films wirklich zum Tragen kommt. Die Darstellung der Armenviertel, bevölkert von Orks und der Elfenstadt, mit goldenen Leitplanken und himmelschreiender Dekadenz geben viel Spielraum zur Spekulation, was den Zustand dieser Gesellschaft angeht. Ein interessanter Punkt ist der Rollentausch von Afroamerikanern, den Opfern des Rassismus und den Orks, die nun diese Stellung innehaben. Hier muss ich Will Smith loben, der einen Afroamerikaner mit rassistischem Einschlag spielt.

Die Besetzung ist im Allgemeinen sehr gut, wobei Will Smith als Ward und Jodel Edgerton als Ork Jakoby ganz klar das glänzende Team des Films sind. Ebenso muss ich die Maske loben, besonders die Orks sehen wirklich cool aus.


Alles in allem ist Bright ein interessanter Genremix mit starken Ansätzen, die jedoch im Laufe des Films nicht weiter verfolgt werden. Besonders die Themen Rassismus & Polizeibrutalität hätten meiner Meinung nach noch stärker hervorgehoben werden können. Da inzwischen Bright 2 angekündigt wurde, hoffe ich im kommenden Film auf eine Vertiefung der Themen. Ich vergebe für Bright das Prädikat sehenswert, da der Film sehr solide ist und dank starken Hauptdarstellern, eingängiger Musik und wertigen Effekten ein gelungenes Gesamtpaket ist.

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Weitere Reviews zu Bright

Escape from New York/Die Klapperschlange | Review [Texte aus dem Archiv]

Es wird wieder Zeit, einen unveröffentlichten Beitrag aus meinen großen Archiv ans Tageslicht zu befördern. Heute geht es um die Review zum Klassiker Escape from New York, oder auch die Klapperschlange. Viel Spaß!

Ich liebe dystopische Zukunftsvisionen, egal ob in Litertaur, Film oder in Videospielen. Eine düstere Zukunft kann mich immer begeistern. Somit hat John Carpenters „Die Klapperschlange“ von 1981 gute Chancen, um mir zu gefallen, oder? Finden wir es heraus!


Wir schreiben das futuristische Jahr 1997. In den 1980er Jahren nahm die Kriminalität immer weiter zu. 1988 wurde schließlich ganz Manhatten aufgegeben und in ein Hochsicherheitsgefängnis verwandelt.

Irgendwie ist es ulkig, im Jahr 2017 alte Zukunftsvisionen zu sehen, die nie eingetroffen sind. Zumindest die Alien Filme haben noch eine Chance, wahr zu werden.

Nun zurück ins Jahr 1997. Die Airforce One wurde mitsamt dem Präsidenten entführt. Das Staatsoberhaupt der USA kann sich mit einer Rettungskapsel absetzen, tut dies jedoch über dem Hochsicherheitsgefängnis.

Zur gleichen Zeit erhält der Sträfling & Ex-Elite Soldat Snake Plissken (Kurt Russel) folgendes Angebot:

Wenn er den Präsidenten mitsamt einer Audiokasette rettet, bekommt er seine Freiheit zurück. Widerwillig nimmt Snake den Auftrag an und begibt sich ins Gefängnis.

Um das Ganze noch spannender zu machen, bleiben Snake nur 22 Stunden, um den Präsidenten zu retten. Um die Geschichte auf die Spitze zu treiben, bekam er zwei kleine Bomben eingesetzt, was seine Loyalität garantieren sollte.

Die Geschichte ist im Kern simpel, wird aber spannend erzählt, lebt von seiner Atmosphäre und wird von den grandiosen Schauspielern perfekt inszeniert. Neben Kurt Russel, der wieder mal bewiesen hat, dass er ein hervorragender Schauspieler ist, sind Lee Van Cleef, Donald Pleasence, Harold Dean Stanton und Ernest Borgnine in gut geschriebenen Rollen zu sehen.


Die düstere & äußerst bedrückende Atmosphäre ensteht einerseits durch die hervorragende Kulisse, alles wirkt dreckig, wild & bedrohlich und andererseits durch den Soundtrack. John Carpenter weiß immer einen guten ikonischen Soundtrack zu schreiben und dunkle elektronische Musik geht immer.

Die wortkargen Schauspieler tragen ebenfalls viel zur Stimmung bei. Viel wird durch Mimik & Gestik gemacht. Dialoge sind selten und wenn dann äußerst zweckdienlich. Mit Snake wurde ein ernster Held, der jedoch, im Vergleich zu seinen Genrekollegen, nicht 2 Millionen Menschen tötet, sondern leidet, schwitzt & dreckig wird. Kurzum er ist ein glaubhafter Held, der nicht unbesiegbar ist.

Zur deutschen Lokalisierung kann man nur sagen, dass sie dem Standard der damaligen Zeit entspricht. Die Sprecher machen eine gute Arbeit, aber niemand besonders herausragend.


Zusammengefasst ist Escape from New York ein unterhaltsamer Actionfilm, der gerade Fans des 80er Jahre Kinos anspricht. Ein Held mit stoischer Miene, Action, die dennoch auf dem Boden bleibt und ein hervorragender Soundtrack sorgen für vergnügliche 99 Minuten. Altmeister John Carpenter hat mal wieder gute Arbeit geleistet.

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Hellblade: Senuas Sacrifice | Review [PS4]

Am 8.8.2017, erschien mit Hellblade: Senuas Sacrifice, eines meiner meist erwarteten Spiele 2017 für Windows & PS4. Das Spiel wurde vom britischen Studio Ninja Theory (DmC, Heavenly Sword) entwickelt & selbst vermarktet.


 

Hellblade ist in einer, von der nordischen & keltischen Mythologie inspirierten, Welt angesiedelt. Der Spieler begleitet Senua, eine an Psychosen leidende Frau, auf ihrer emotionalen Reise nach Helheim, dem nordischen Reich der Toten. Dabei wird der Spieler immer wieder mit dem Wahnsinn, der in Senua brennt, konfrontiert. Dieser Wahnsinn macht sich sowohl physisch wie psychisch bemerkbar und erzeugt eine der intensivsten Atmosphären, die ich jemals in einem Videospiel erlebt habe. Kurz gesagt, das Spiel ist ein Trip in die Hölle.

 


Die dichte Atmosphäre wird sowohl durch die optische als auch durch die akustische Präsentation gestaltet. Dank der Unreal Engine 4, sieht Hellblade hervorragend aus, viele Details, eine realistische Mimik Senuas (man merkt ihren Wahnsinn permanent) sowie malerische aber unheimlich Gebiete, überzeugen. Wie bereits angemerkt ist Senua wahnsinnig, was bedeutet, dass sie in ihrem Kopf Stimmen hört.

Diese Stimmen machen einen wichtigen Teil der Atmosphäre aus und erfüllen mehrere Zwecke. Nicht nur geben sie nützliche Tipps im Kampf (zb, wenn einem ein Gegner in den Rücken fallen will) sondern sie geben mal beleidigende, mal interessante Kommentare zum Geschehen oder zum aktuellen Rätsel ab. Eine weitere Funktion ist eine Erzählstimme, die neben Senua selbst, einen Einblick in die Gedankenwelt unserer tragischen Heldin gibt.


Hellblade bietet eine gelungene Mischung aus Kämpfen & Rätseln. Die Kämpfe haben eine taktische Note. Angriffe, Blocken, kontern & ausweichen will gelernt sein, um den schlagkräftigen Gegner etwas entgegenzusetzen.

An dieser Stelle müssen die Kämpfe gegen die ersten Bosse Surt & Valravn erwähnt werden. In beiden Kämpfen, gilt es den jeweiligen Gott zu töten aber der Weg zum Ziel variiert. Bei Surt steht brachiale Gewalt auf der Tagesordnung. Man muss zwar blocken & ausweichen aber durch Surts starke Angriffe wird die Verteidigung relativ leicht gebrochen.

Im krassen Gegensatz dazu steht Valvran, wo Geschwindigkeit & Verteidigung der Schlüssel ist. Wer bis dahin das Kontern gemeistert hat & die Verteidigung oben hält geht als Sieger hervor. Natürlich waren dies nur zwei Beispiele für ein gelungenes & taktisches Kampfsystem. Die Anzahl an Feinden ist überschaubar aber jeder braucht seine eigene Taktik, um erschlagen zu werden.

Abseits des Kampfes gilt es Rätsel zu lösen. Das beliebteste Rätsel ist das Suchen von Runen in der Umgebung, um Tore zu öffnen. Mitunter wird diese Sucherei sehr anspruchsvoll aber nie frustrierend. Positiv fällt das fehlen eines HUD auf. Es gibt einen Indikator, in Form eines roten Bildschirms, wenn Senuas Gesundheit fällt. Ansonsten ist der Bildschirm frei von Anzeigen, die den Spieler nur ablenken würden.


Zusammengefasst ist Hellblade: Senuas Sacrifice eine atmosphärisches Dark-Fantasy Abenteuer in einer faszinierenden & verstörenden Welt. Das Gameplay bietet eine gelungene Mischung aus taktischem Kampf & Rätseleinlagen. Die Grafik ist fantastisch & die Reise in Senuas Hölle sowie Wahnsinn gehört zu den interessantesten Trips, in Videospielform, die ich dieses Jahr erlebt habe.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

 

Weitere Beiträge zu Hellblade:

[Review] Hellblade: Senua’s Sacrifice – Wie Senua mich von meinen Ängsten befreite von Goldfuchs

Hellblade: Senua’s Sacrifice von What’s Best in Life

Inferno von Indieflock

Exkurs: Uncharted 1 – 4 | Gedankenspiel

In einer Zeit, als Lara Croft, Protagonistin der Tomb Raider Serie, aufgrund der sinkenden Qualität ihrer Spiele, niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockte, wurde es still um die Spiele mit Grabräuber, Schatzsucher & Forscher.


Dies änderte sich im Jahr 2007 als Naughty Dog (The last of us, Jak & Daxter) für Sonys Playstation 3 eine neue Marke etablierten. Mit Uncharted: Drakes Fortune wurde dem Genre der Action-Adventure der alte Glanz zurückgegeben. In der Rolle des Schatzsuchers Nathan Drake, Nachfahre des Entdeckers Sir Francis Drake, begibt man sich auf die Suche nach dem Schatz El Dorado.

Das Spielprinzip besteht aus Feuergefechten mit feindlichen NPC’s, sowie Kletterpassagen, um Abgründe zu überwinden. Ab & an wollen auch ein paar Rätsel, deren Schwierigkeitsgrad variiert, gelöst werden.
Die Umgebungen haben im Laufe der Jahre, 10 Jahre seit Release, etwas Staub angesetzt, aber die Charaktermodelle wie Gesichtsanimationen sind immer noch sehenswert. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die hochwertigen Charaktermodelle & Gesichtsanimationen ein Markenzeichen der Reihe sind.

Zwischen den Klettereinlagen und Feuergefechten besteht die Möglichkeit, in den weiträumigen und abwechslungsreichen Gebieten Schätze zu finden. Mit den Schätzen kann man Bonusinhalte wie Cheats & Konzeptzeichnungen freischalten.
Uncharted: Drakes Fortune ist ein bis heute spielenswertes Action-Adventure, das die neue Ära des Genres einleitete. Die Grafik hat zwar etwas Staub angesetzt, aber das Gameplay funktioniert immer noch wunderbar.


Zwei Jahre später erschien Uncharted 2: Among Thieves für die PS3 und übertraf seinen Vorgänger in allen Punkten. Die Grafik ist noch eindrucksvoller geworden und das Gameplay noch weiter verfeinert. Die Mischung aus schießen, klettern & Rätsel lösen ist ausgewogener als im Vorgänger und bietet mehr Abwechslung.

In seinem zweiten Abenteuer sucht Nathan Drake nach Shambala & dem Cintamani-Stein. Seine Suche führt ihn von der Türkei über Borneo bis ins verschneite Nepal. Zur Seite steht ihm sein Mentor Victor Sullivan (bekannt aus Teil 1) und seine alte Freundin Chloe. Als Antagonist tritt der Söldner und Kriegsverbrecher Lazarevic auf den Plan. Dieser finstere Geselle ist wie besessen von der Suche nach Shambala.
Entgegen meiner persönlichen Erwartung, bin ich mit Uncharted 2 nie warm geworden. Das Spiel ist eine rundum verbesserte Version des Erstlings aber meine Euphorie, wie bei Teil 1, blieb aus.


Aus persönlicher & langjähriger Erfahrung, gefallen mir die dritten Teile von Serien (Filme, Spiele, Romane) immer am wenigsten. Entgegen aller Erfahrung war ich von Uncharted 3: Drakes Deception begeistert. Das Spiel erschien im Jahr 2011 und war für mich eine Offenbarung, was Grafik & Technik anging. Das Spiel sah so unfassbar schön aus. Hochdetailliert, kräftige Farben & so nahe Gesichts- & Charaktermodelle, wie man sie nur mit Beyond Two Souls (zumindest für die PS3 Generation) vergleichen konnte. Dazu kommt eine realistische Physikberechnung, mit der beispielweise die Wellen eines Ozeans, ein Kreuzfahrtschiff & die darauf stehenden Figuren korrekt dargestellt werden können.
In seinem dritten Abenteuer sucht Nathan nach der verschollenen Stadt Iram. Das Team unseres Helden bestehend aus Sully, Chloe & Elena bekommt mit Cutter Zuwachs und stellt sich dem sinisteren Duo Marlowe & Talbot, die ebenfalls nach Iram suchen, entgegen. Das Abenteuer führt von London nach Frankreich, Syrien bis in den Jemen. Außerdem spielt man kurz Drake als Jugendlichen in einer kurzen Episode in Südamerika.
Uncharted 3 ist angesichts von Story, Gameplay & Grafik ein echtes Brett, das alles aus der PS3 rausholt, was möglich ist. Ich habe mir gedacht, noch besser kann die Serie nicht mehr werden, bis Naughty Dog mit Uncharted 4: A Thief’s End das Finale des Zyklus um Nathan Drake veröffentlichte.


Uncharted 4: A Thief’s End erschien 2016 und bevor ich erneut in gruseliges Geschwärme verfalle, fasse ich mich kurz. Mit Uncharted 4 vereint Naughty Dog alle Stärken der Vorgänger und führt diese in die neue Konsolengeneration. Das Spiel ist wunderschön, hat eine realistische Physik und erinnert teilweise an einen spannenden Actionfilm. Die Inszenierung ist sehr gelungen & die Geschichte zeigt auch Gefühl.
In ihrem letzten Abenteuer suchen Nathan, der sich eigentlich zur Ruhe gesetzt hat, sein alter Freund Sully & sein Bruder Sam die legendäre Republik der Piraten, Libertalia. Wie üblich führt diese Abenteuerreise unseren Helden über die verschiedensten Teile der Welt (Italien & Madagaskar als Beispiel) und ebenfalls wie üblich stellen sich sinistere Schurken in den Weg. In diesem Fall sind es Rafe Adler, ein alter Freund der beiden & die Söldnerin Nadine Ross (die Protagonistin des kommenden Uncharted Lost Legacy).

Mein Highlight an Uncharted 4 ist das Ende, es folgen keine Spoiler! Ich habe bisher in keinem Videospiel ein so gut geschriebenes & perfektes Ende erlebt. Die Geschichte wird in Würde beendet und hinterlässt einen guten Nachgeschmack. Ich würde weitere Uncharted Spiele begrüßen, aber man muss nicht unbedingt Nathan Drake & seine Frau Elena wieder aus der Mottenkiste holen.


Zusammengefasst ist Uncharted eine wunderbare & hochwertige Spieleserie, die sich konsequent weiterentwickelt hat & zeigt, was technisch, erzählerisch, sowie spielmechanisch alles möglich ist. Was einst Tomb Raider war, ist heute Uncharted. Schließlich funktionieren die neuen Spiele mit Lara Croft nach einem ähnlichen Prinzip, aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.

Ich freue mich schon sehr auf Uncharted – The lost Legacy & kann mir gut vorstellen, weitere Ableger aus diesem Franchise zu spielen, bis vielleicht ein Uncharted 5 erneut alles verändert.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns beim nächsten Mal!

Attack on Titan Part 2 | Review 

Herzlich willkommen zu meiner Review zum zweiten Attack on Titan Realfilm aus Japan. Wer mehr zum ersten Film lesen will, folgt diesem & diesem Link! Kommen wir jetzt zum Film.


Die Handlung setzt nach dem Ende des ersten Films an. Eren hat sich in einen Titanen verwandelt und seine Freunde gerettet. Anstatt Dank zu erhalten, wird Eren von Kommandant Kubal (Militärpolizei) verhaftet und soll hingerichtet werden. Bevor es dazu kommt, wird Eren vom gepanzerten Titan gerettet und verschleppt.

Das restliche Team um Mikasa & Armin plant, das Loch in der Mauer mit einer Bombe zu schließen. Dazu soll der obere Teil der Mauer gesprengt werden und das Loch gestopft werden.

Eren erwacht in einem mysteriösen Bunker, wo Kommandant Shikishima (der Erwin & Lewi Hybrid) ihn über die Herkunft der Titanen aufklärt. Aus Spoilergründen werde ich dieses Detail aussparen.

Zusammen mit Shikishima & seinen Männern, der Aufklärungstruppe, die als vernichtet galt, schließt sich Eren mit Mikasa & ihrem Team zusammen. Das letzte Gefecht um die Zukunft der Menschheit beginnt.

 


Wie bereits im ersten Film weichen die Realfilme in punkto Handlung & Darstellung der Welt vom Manga bzw. vom Anime ab. Mich stört dieser Umstand weniger, da die beiden Realfilme eine neue Interpretation von Attack on Titan sind. So sind der gepanzerte Titan & der kolossale Titan vertreten, übernehmen aber eine andere Rolle und verbergen sich hinter anderen Figuren.

Die schauspielerische Leistung ist wie im Vorgänger sehr gelungen. Keiner nimmt die Rolle zu ernst, aber es wird glaubhaft genug gespielt, damit der Streifen nicht, wie ein Klamauk Film rüberkommt. Mein Highlight ist die Schauspielerin Satomi Ishihara und ihr wunderbares „over acting“. In der deutschen Version ist sie ein fast schon hysterisches Mitglied der Armee, die fanatisch die Titanen erforschen will. Im Endeffekt kommt die Schauspielerin ihrem Manga Vorbild damit recht nahe.


Die Technik ist ebenfalls solide. Das unheimliche & monströse Aussehen der Titanen wurden erneut tadellos als Realfilm umgesetzt. Der Kolossale & der gepanzerte Titan waren dabei ein echtes Highlight.

 


Zusammengefasst ist Attack on Titan Part 2 ein sehr unterhaltsamer Film, der geschickt Elemente des Monster, Action & Science Fiction Films mischt. In Kombination mit Part 1 wird der Manga interessant neu erzählt und sorgt für zwei sehenswerte Filme.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Wem ich nun diesen Film schmackhaft gemacht habe kann diesem & diesem Link folgen und die Filme bei Interesse kaufen. In Kooperation mit dem Amazon Partnerprogramm.

Attack on Titan Part 1 – Unterschiede zwischen Film & Manga | Gedankenspiel

Wie beim letzten Mal angekündigt geht es heute um die Unterschiede zwischen dem ersten Attack on Titan Film und dem Manga. Den Link zur Review findet ihr hier! An dieser Stelle gibt es eine Spoilerwarnung, da ich gewisse Aspekte des Films für diesen Beitrag verraten muss. Ihr wurdet gewarnt.

Aus, wahrscheinlich, dramaturgischen Gründen wurden einige Änderungen an der Handlung des Films, den Charakteren sowie deren Beziehungen zueinander und dem technologischen Stand der Welt vorgenommen. Ich sehe das bei Weitem weniger kritisch als Hardcore Fans die den Film von Haus aus verurteilen. Es steht einer filmischen Umsetzung (das gilt natürlich auch für andere Adaptionen) immer frei gewisse Änderungen vorzunehmen, sofern das Grundwerk dadurch nicht entfremdet wird.


Bei den Figuren, wurden z.b. Kommandant Erwin Smith und der Obergefreite Levi gestrichen. Den Ersatz bildet die neue Figur Shikishima, welcher eine Mischung aus beiden Figuren darstellt. Mikasa dient, anders als im Manga, dem Kommandanten als rechte Hand.

Von vielen Fans wurde kritisiert, dass Levi, eine wichtigsten Figuren für die Handlung ist und ihn zu streichen alles Ruinieren würde. Nun das tut es nicht, alles was Levi macht (cool sein & Titanen töten) wird nun von zwei anderen Figuren übernommen.
Weiters werden viele neue Figuren eingeführt, die aber bis auf den Namen keinerlei Erkennungsmerkmal haben. HALT! Das stimmt nicht ganz, es gibt einen Typen mit Axt & eine Bogenschützin. Ich weiß nicht wie die heißen aber
Axtmann & Bogenfrau sind auch tolle Namen.


Im Manga beschützt die Armee die Mauer vor den Titanen außerhalb, im Film ist es genau umgekehrt. Wer die Mauer berührt wird sofort erschossen. Dieser Umstand erzeugt eine düstere Atmosphäre und verstärkt die Käfig-Thematik der Mangavorlage.
Sind im Manga Pferde ein beliebtes Transportmittel, werden im Film Autos eingesetzt. Außerdem verfügt die Menschheit noch über Raketenwerfer und scheint technologisch höher entwickelt zu sein als im Manga.


Die Titanen sind im Manga vom Aussehen her männlich oder zumindest scheinen sie männlich zu sein. Der Film zeigt sowohl eindeutig männliche als auch eindeutig weibliche Titanen. Sogar ein Titanenbaby sieht man, was echt grotesk ist.


Eren & Mikasa sind im Manga zusammen aufgewachsen, nachdem Mikasas Familie ermordet wurde. Diesen Umstand scheint es im Film nicht zu geben. Weiters fehlen Erens Vater, Dr. Jäger, viele Mitglieder der 104en Trainingseinheit (die gibt es im Film offenbar nicht), der gepanzerte Titan und Kommandant Pixis.

Das klingt jedoch viel schlimmer, als es am Ende ist, da der Film auch so gut funktioniert.

Meine Vermutung, warum so viele Figuren fehlen, liegt A, an den Namen & B, an der Abstammung. Im Manga gibt es Figuren verschiedenster ethnischer Herkünfte (wobei die Europäer scheinbar dominieren?). Da der Film nur japanische Schauspieler hat, ist es nicht stimmig diese Reiner, Conny & co zu nennen.


Das waren soweit die wichtigsten Unterschiede zwischen Film & Vorlage. Es gibt mit Sicherheit noch mehr Unterschiede aber irgendwann muss man auch einen Schlussstrich zu ziehen.

Ich freue mich auf jeden Fall, wenn im Sommer der zweite Film bei uns erscheint und hoffe, dass dann bald Shin Godzilla zu uns kommt.

Filmdaten

Orginaltitel

Shingeki no Kyojin

Deutscher Titel

Attack on Titan

Produktionsland

Japan

Orginalsprache

japanisch

Laufzeit

98 Min.

Regie

2015

Nachtrag vom 02.04.2017

Ich habe nun weitere Bände des Mangas gelesen und die Figur Sasha verwendet tatsächlich im Kampf einen Bogen. Außerdem wurde inzwischen bekannt, dass Shin Godzilla zumindest in ausgewählten Kinos dieses Jahr gezeigt wird. Ein erscheinen auf Blu-Ray rückt somit etwas näher.

 

Ghost in the Shell (2017) | Review

Ghost in the Shell ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm aus dem Jahr 2017 und eine Umsetzung des Mangas von Masamune Shirow sowie eine Neuverfilmung des Animefilms von 1995. Wir haben es hier also mit einem Remake und einer Mangaverfilmung zugleich zu tun. Im Vorfeld habe ich gemischte Kritiken über diesen Film gehört, bin jedoch komplett unvoreingenommen an diesen Film herangegangen und muss nun eine Lanze für diesen Film brechen. Viel Spaß also mit meiner Review zu Ghost in the Shell von 2017.


In naher Zukunft ist es den Menschen möglich sich mit kybernetischen Implantaten zu verbessern, ähnlich wie die Augmentierungen aus Deus Ex. Protagonistin ist Major Mira Killian (Scarlett Johansan), deren Körper durch einen terroristischen Angriff schwer verletzt wird. Ihr Gehirn, im Film als Ghost bezeichnet, wird in einen eigens für sie erschaffenen Körper, genannt Shell, implantiert. Der Titel Ghost in the Shell lässt übrigens sehr viel Platz für Interpretationen zu. So kann dies bei einer künstlichen Intelligenz bedeuten: Der digitalisierte Geist, in einer künstlich erschaffenen Hülle.

Mira wird der Sektion 9, einer Eliteeinheit zur Bekämpfung des Terrorismus, zugeteilt und arbeitet dort im Rang eines Majors. Der Major und die Sektion 9 bekämpfen einen Hacker namens Kuze (Michael Pitt), der die hochrangigen Mitglieder des Konzerns Hanka Robotics ermordet und scheinbar die Technologien des Konzerns vernichten will.

Dies ist jedoch nur ein Teil der Handlung des Films. Ghost in the Shell beschäftigt sich auch mit der zentralen Frage ob Mira überhaupt ein richtiger Mensch ist. Sie sieht zwar aus wie ein Mensch, hat ein menschliches Gehirn aber eine künstliche Hülle (Shell), die ihr als Körper dient. Dr. Ouelet (Juliette Boniche), quasi ihre Schöpferin, kann all ihre Gedanken bei den Routineuntersuchungen sehen und scheint sich sehr um Mira zu sorgen. Ob das daran liegt, dass Mira so viel wert ist, immerhin ist sie die einzige ihrer Art und eine perfekte Waffe oder, ob tatsächlich persönliche Gefühle im Spiel sind, bleibt, aus Spoilergründen, an dieser Stelle unausgeführt.


Was positiv auffällt, sind einige Ähnlichkeiten zwischen Manga/Anime und Realfilm. So sieht die Protagonistin Mira, dargestellt von Scarlett Johansan, ihrem Vorbild sehr ähnlich. Auch der Charakter Batou, gespielt von Pilou Aspaek, sieht aus, wie sein Vorbild im Anime was Statur, Haarfarbe und die kybernetischen Augen angeht. Generell ähneln sehr viele Schauspieler ihren Vorbildern aus der Vorlage, was für einen hohen Wiedererkennungswert sorgt und positiv auffällt, wenn man die Vorlage kennt.

An dieser Stelle muss auch die Leistung der Schauspieler gelobt werden. Hier wurde zum einen darauf geachtet, dass die Schauspieler wie oben erwähnt, ihren Vorbildern ähneln. Zum anderen wurden auch die verschiedenen Eigenheiten der Figuren bedacht. So ist Batou ein Hundefan, was im Film ein paar Mal angesprochen und gezeigt wird. Ein anderes Beispiel wäre die Figur des Togusa, gespielt von Chin Han, welcher als einziges Mitglied der Sektion 9 kaum Implantate besitzt und eine Familie hat. Zusammengefasst wurde der Film sehr gut besetzt mit Schauspielern die authentisch spielen und denen man auch abkauft, dass sie mindestens die Grundzüge der Vorlage kennen.


Ein Aspekt, der besonders bei Science-Fiction Filmen erwähnt werden muss, sind die Effekte.

Der Film sieht großartig aus. Das eingesetzte CGI sieht sehr realistisch aus und fügt sich wunderbar in die verschiedenen Schauplätze des Films ein. Man kann fast meinen, dass die verschiedenen Hologramme, welche als moderne Werbetafeln zu dienen scheinen, auch so in der realen Welt existieren können. Wobei ich es im Straßenverkehr als untauglich halte überall Hologramme herumschwirren zu lassen.

Ich habe den Film in Imax 3D gesehen und war schwer begeistert. Dieser Film hat meine Lust auf Filme im Imax Format wieder geweckt, wobei ich sagen muss, dass die Eröffnungssequenz mit der Kamerafahrt durch die Großstadt, ich vermute, es ist Tokio oder Kobe, in welcher der Film spielt, eine etwas zu heftige Reizüberflutung darstellt.

Bevor mir jedoch wirklich schlecht wurde, war die Fahrt auch schon vorbei.

Die Actionszenen sind sehr schnell, wobei hier viel mit Slow-Motion gearbeitet wurde, um die Inszenierung zu fördern. Hier sei besonders eine Stelle erwähnt, als Mira einen mutmaßlichen Komplizen des Terroristen Kuze verfolgt und in der Nähe des Hafens stellt. Der Boden des Areals ist, etwa knöcheltief, mit Wasser bedeckt und dient als Kampfplatz. Diese Szene wurde fast 1:1 aus dem Anime übernommen und beeindruckt zum einen durch einen guten Schnitt, für die Dynamik, und zum anderen durch den häufigen Einsatz von Slow-Motion. So erhält dieser kleine Kampf eine eigene Ästhetik.

Generell setzt Ghost in the Shell, mit seinem Soundtrack und der Kameraarbeit mehr auf Inszenierung als auf plumpe Action. So wird der Geist der Vorlage, mit seinen Agenten die einen Fall lösen, sehr gut eingefangen.


Zusammengefasst ist Ghost in the Shell eine äußerst interessante Neuverfilmung bzw. Neuinterpretation des Animefilms von 1995. Die Schauspieler machen einen guten Job, die Effekte sehen grandios aus und allgemein wurde darauf geachtet den Film so nah an der Vorlage zu halten, wie es möglich ist. Die komplexe Handlung der Vorlage wurde ideal umgesetzt, um sowohl Kennern als auch Neulingen zu gefallen. Wer noch nie etwas mit Ghost in the Shell zu tun hatte wird in diesem Film wohl nur einen weiteren Sci-fi Film vom Fließband sehen. Wenn man sich jedoch auf die Themen die im Film behandelt werden einlässt, erkennt man, dass mehr dahinter steckt, und ein Blick in den Manga/Anime durchaus eine Bereicherung darstellen könnte.

Mir hat dieser Film sehr gut gefallen und ich kann ihn weiterempfehlen. Es ist ein sehr mutiger Schritt dieses komplexe Franchise als Realfilm umzusetzen und das verdient allein schon Lob. Mein einziger Kritikpunkt an diesem Film sind die leichten Längen während der Mitte der Handlung.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal wieder!

Filmdaten

Orginaltitel

Ghost in the Shell

Deutscher Titel

Ghost in the Shell

Produktionsland

USA

Orginalsprache

Englisch, Japanisch

Laufzeit

107 Min.

Regie

2017

 

Das beste Nintendo Spiel der letzten Jahre? Die Review zu The Legend of Zelda Breath of the Wild [Autor: Felix Neumaier] | Review

Lange haben wir auf dieses Spiel gewartet, nun ist es endlich hier! Viel Spaß, mit meiner Review zu “The Legend of Zelda: Breath of the Wild”.

 

Handlung – Was geschah vor 100 Jahren in Hyrule:

Zu Beginn des Spiels verschläft Link (wie fast immer) beinahe sein eigenes Abenteuer. In einem Schrein tief unter der Erde erwacht er völlig ohne Erinnerungen aus einem tiefen Schlummer. Eine geheimnisvolle Stimme in seinem Kopf drängt ihn nach draußen zu gehen und die geheimnisvolle Höhle zu verlassen. Unsere erste Aufgabe besteht also daraus, von diesem mystischen Ort zu fliehen. Da der Held nur mit ein paar Unterhosen ausgestattet ist, holen wir uns aus den ersten Schatztruhen ein paar Klamotten, kleiden uns, nehmen den Sheikah-Stein aus seinen Sockel und gelangen ans Tageslicht. Hier sehen wir zum ersten Mal diese gigantische neue Welt. Auf dem sogenannten „Vergessenen Plateau“ gibt’s nur einen kleinen Vorgeschmack auf die gigantischen Ausmaße der faszinierenden Open World, mit der Nintendo neue Maßstäbe setzen will.

Ein riesiger, gefährlicher Vulkan, zieht Blicke an wie ein Magnet. Doch auch am Horizont bemerkt man verlassene Tempel sowie grüne Wälder und schneebedeckte Berge. Innerhalb von nur einer Minute wird der Entdeckerdrang erweckt. Man möchte sofort losziehen und jeden einzelnen Ort, dieser fremden Welt, erforschen. Doch zuvor stoßen wir hier noch auf einen alten Mann am Lagerfeuer. Von genau diesem Mann erfahren wir, dass Ganon vor über hundert Jahren die Welt von Hyrule überfiel und ins Chaos stürzte. Einige, der wenigen Überlebenden, flohen und haben sich in den letzten Städten angesiedelt. Seitdem herrscht die sogenannte Verheerung Ganon über das Schloss von Hyrule, nun liegt es an Link, der Verheerung ein Ende zu setzen und den Frieden zurückzubringen.

Dies war jetzt nur die Hintergrundgeschichte, jedoch hat Breath of the Wild so viel mehr zu erzählen. Allerdings wäre jedes weitere Wort ein Spoiler. Daher nur so viel: Die Geschichte wird über weite Strecken hauptsächlich in Rückblenden, also Erinnerungen, erzählt wir erfahren mehr über Prinzessin Zelda und Ganon, wie das Königreich Hyrule in die Dunkelheit versank und was es mit dem alten Mann und den gefährlichen und immer wachsamen Wächtern auf sich hat, deren Trümmerteile über das ganze Land verteilt sind. Dabei ist die eigentliche Story optional. Die schönen und genial inszenierten Zwischensequenzen reichen um dem roten Faden folgen zu können. Wer aber die gesamte gänsehauterzeugende Story erleben will, muss alle 16 versteckten Erinnerungen sammeln. Doch es lohnt sich! The Legend of Zelda Breath of the Wild erzählt nicht nur die am besten inszenierte, sondern auch die spannendste Geschichte der Zelda-Historie.

Gameplay – Neuerungen wo man hinsieht:

 

Zu aller erst möchte ich hier den Sheikah-Stein erwähnen, von dem wir alle möglichen Techniken bekommen um die Spielwelt überhaupt ohne Probleme durchqueren zu können. Diese möchte ich noch erläutern bevor wir zu den großen Änderungen kommen.

 

Der Sheikah-Stein ist eine antike Tafel mit einer Karte der Spielwelt, auf der man bis zu 100 Stempel setzen kann. Außerdem erhält man recht früh im Spiel fünf Module für den Sheikah-Stein, die euch jeweils die besonderen Techniken spendieren:

 

·      das Bomben-Modul (rund): Ermöglicht es euch, eine Runde Bombe zu werfen. Diese kann länger rollen und weiter entfernte Ziele eliminieren.

 

·      Bomben-Modul (viereckig): Ermöglicht es euch, eine viereckige Bombe zu werfen. Diese rollen nach dem Wurf nicht weg und lassen sich leichter platzieren.

 

·      Das Magnet-Modul: Damit lassen sich sämtliche metallische Objekte an sich heranziehen. Wie zum Beispiel: Truhen oder Fässer.

 

·      Das Stasis-Modul: Mit diesem Modul kann man Objekte für eine gewisse Zeitspanne einfrieren. Wenn man auf gewisse Objekte mit einem Schwert einschlägt können diese über weite Strecken geschleudert werden.

 

·      Das Cryo-Modul: Dieses Modul ermöglicht es, Eissäulen aus Gewässern steigen zu lassen, was vergleichbar ist mit dem Sandstab aus „The Legend of Zelda A Link between Worlds“.

 

Nach jedem Einsatz eines Moduls muss es sich neu aufladen. Später im Spiel ist es dann möglich diese Module zu Upgraden, dadurch verkürzt sich die Wartezeit und die Bomben richten, beispielsweise, mehr Schaden an.

 

Kommen wir nun zu den anderen Neuerungen. In diesem Spiel hat man nicht nur eine Waffe. Man kann mehrere auf einmal besitzen. Wer jetzt aber glaubt, dass es das Master Schwert in diesem Spiel nicht mehr gibt der irrt sich. Wie dem auch sei, die Waffen haben alle verschiedene Stärken. Die schwächste hat Stärke 1 und die stärkste die ich bis jetzt gefunden habe hat Stärke 101. Diese Waffen halten aber nicht ewig und wenn sie kaputt gehen muss man sich neue besorgen sonst geht man ganz einfach Game Over.

 

Wie kommt man eigentlich an Herzen? Dafür muss man die verschiedenen Schreine finden in denen der Held, verschiedene Prüfungen meistern muss. Als Zeichen der Bewährung erhält man Herzteile. Um sich in Zelda BotW heilen zu können, muss man sich verschiedene Gerichte kochen, welche die Herzen wieder auffüllen. Dazu stehen hunderte Zutaten, welche man erst in der Welt finden muss, bereit.

 

Um schnell von A nach B zu kommen, kann man sich ein wildes Pferd schnappen. Das muss man jedoch vorher fangen, was nicht immer einfach ist, da man entweder entdeckt oder gehört wird. Man kann aber auch einfach die Link Amiibo Scannen und hoffen, dass man dabei Epona bekommt.

 

Was muss man eigentlich alles machen um die 100% zu erreichen?

 

Es ist nötig alle 900 Krogs zu finden, welche jeweils einen Krogsamen für dich bereithalten. Diese Krogsamen übergibt man dann Maronus einem dicken, liebenswürdigen Riesen-Krog welcher dann deine Waffentasche, Schildtasche oder Bogentasche vergrößert. Doch nicht nur das muss man erledigen um 100% zu erreichen, sondern man muss sämtliche Orte besuchen, alle Schreine lösen und die Hauptstory abschließen. Das frisst alles sehr viel Zeit. Ich habe nun 27,79% abgeschlossen und bereits über 100 Stunden Spielzeit auf der Uhr.

 

Abschließend zu diesem Thema möchte ich nun sagen, dass das Gameplay sehr gut ist und frischen Wind ins Zelda Universum bringt. Moment, die wichtigste Neuigkeit habe ich jetzt fast vergessen, und zwar, dass es jetzt eine Sprachausgabe gibt, welche in Deutsch sehr gut gelungen ist. Link selber bleibt aber ohne Stimme.

 

Grafik & Technik – Schöne Grafik und stabilere Framerate:

 

Die Grafik in diesem Spiel ist wunderschön. Sie ähnelt etwas der Grafik von „The Wind Waker“, was ich aber nicht schlimm finde. In Sachen Technik, nun ja, war das Spiel bis gestern nur Mittelmaß. Die Framerate stürzte aufs niedrigste herab, und besonders in schnellen Kämpfen hat es meist gestört, was allerdings nur im TV-Modus der Fall war. Doch wurde alles von Nintendo gepatched und das Spiel läuft flüssiger als vorher. Was ich noch nicht erwähnt habe ist, dass ich, Breath of the Wild auf der kürzlich erschienenen Nintendo Switch spiele. Dort läuft das Spiel in 900p und 30 FPS im TV-Modus und im Handheld- bzw. Tabletop-Modus läuft es in 720p und ebenfalls 30 FPS. Es ist eben alles „typisch Nintendo“, nicht am höchsten Stand aber trotzdem überzeugend.

Soundtrack – Die Natur spielt die Musik:

In „The Legend of Zelda Breath of the Wild“ gibt es nicht viel Musik. Das ist aber auch nicht nötig. Es herrscht eine vollkommen angenehme Atmosphäre. Das wird einem bewusst, wenn man einfach durch die gigantische Welt läuft und im Hintergrund verschiedene Tiergeräusche hört oder wie das Meer rauscht. Es gibt allerdings auch richtige Musik und wenn diese anfängt zu spielen bekommt man einfach nur Gänsehaut. Mein persönlicher Lieblingstrack ist jener der in Schloss Hyrule spielt.

Fazit:

 

Wie ich in einem meiner letzten Beiträge erwähnt habe, steht mein Game of the Year schon fest und jetzt gibt’s die Auflösung. Es ist: “The Legend of Zelda Breath of the Wild”.

 

Die Handlung fesselt und die Zwischensequenzen sind extrem gut inszeniert. In Sachen Gameplay wurde The Legend of Zelda neu erfunden und das wurde langsam auch mal Zeit, und wie man sieht ist es sehr gelungen. Die Grafik sowie der Soundtrack sind wunderschön.

 

Mit „The Legend of Zelda Breath of the Wild“ hat Nintendo großes vollbracht. Das Spiel ist der Hammer!

 

Danke Nintendo!

 

 

 

Wertung:

 

Handlung:  • • • • •

 

Gameplay: • • • • •

 

Grafik & Technik: • • • • •

 

Soundtrack: • • • • •

 

Wertung: 20 von 20 Punkten.

 

Note: Top!

 

 

 

Release: 03.03.2017

 

Plattformen: Nintendo Switch, Wii U

 

Genre: Action Adventure

 

Entwickler: Nintendo

 

Publisher: Nintendo

 

USK: ab 12 Jahre

 

Die Welt gehört den Maschinen? Die Horizon Zero Dawn | Review

Horizon Zero Dawn ist ein Open-World-Action-RPG aus dem Hause Guerilla Games, bekannt für die Killzone-Reihe und erschien am 1. 3. 2017 exklusiv für die Playstation 4.

Das Setting lässt sich einer dystopischen Zukunft zuordnen in der die Welt von Maschinen bewohnt wird welche ein eigenes Ökosystem entwickelt haben. So werden alle Klimazonen, das Wasser & der Himmel von diesen Wesen dominiert. Die Menschen haben sich in 4 Stämmen (Nora, Carja, Schatten-Carja & Oseram) zusammengeschlossen um in dieser harten Welt zu überleben.

Protagonistin ist die Mutterlose Aloy, eine Ausgestoßene des Nora-Stammes die bei ihrem Ziehvater Rost aufwächst. Bei einer Prüfung, die ihr die Aufnahme in den Stamm ermöglicht, werden die Nora von Kultisten attackiert und müssen schwere Verluste hinnehmen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, drehen die Maschinen überall im Land durch und werden, durch die Verderbnis, noch gefährlicher

Aloy wird zur Sucherin der Nora ernannt. Ihr Ziel ist es herauszufinden, wer ihr Volk angegriffen hat und was es mit der Verderbnis auf sich hat. Ihr Weg führt sie dabei sowohl in das riesige Reich der Carja als auch in das Raue Land der Oseram, welche entgegen meiner Vermutung leider keine Seefahrer sind.
Die Geschichte entfaltet sich langsam und lässt den Spieler Schritt für Schritt diese Welt erforschen. Es gibt zwei Handlungsstränge, die jedoch miteinander zusammenhängen. Ein Strang beschäftigt sich mit dem Kampf gegen die
Eklipse (Kultisten), die Wahrheit hinter dem Untergang der alten Welt & Aloys Herkunft. Der zweite Strang behandelt die internen Konflikte des Carja-Reiches und wie dieses zu kippen droht. Auch wenn beide Stränge im Spannungsbogen schwanken gefallen mir beide sehr gut und ergeben eine gelungene Geschichte

Wie man sich bereits denken kann, ist Horizon sehr actionlastig. Gekämpft wird mit Speeren, Schleudern, Bögen & Bolzenwaffen. Die Distanzwaffen verfügen über verschiedene Arten von Munitionstypen. So gibt es Flammenpfeile, Schockpfeile, Sprengkugeln & mehr. Freunde von Taktik & Strategie dürfen sich über verschiedene Fallen freuen, mit denen das Schlachtfeld präpariert werden kann oder, sofern die Brutstätten gefunden wurden,besteht die Möglichkeit Maschinen zu überbrücken, damit diese kurzzeitig für den Spieler kämpfen.

Abseits des Kampfes gibt es für abenteuerlustige Forscher genügend Aktivitäten. So kann man sich in Jagdgebieten diversen Prüfungen stellen, verschiedene Gegenstände sammeln, Langhälse (das Äquivalent zu den Aussichtstürmen aus Far Cry) überbrücken, Panoramen sammeln, Banditenlager räumen und einiges mehr. Natürlich warten auch massig Sidequests & Aufträge auf die Hüterin, schließlich brauchen in der Postapokalypse viele Menschen Hilfe.
Die Nebenaufgaben fühlen sich meist wichtig an und weisen eine gewisse Persistenz auf. Bestes Beispiel sind die Banditenlager. Sobald man eines jener Lager geräumt hat, entsteht dort ein Schnellreisepunkt und ein Händler erscheint

Optisch kann Horizon Zero Dawn auf jeden Fall überzeugen. Die Charaktermodelle sind äußerst detailliert und sehen sehr realistisch aus. Besonders die Gesichter & Haare sind unglaublich schön. Einzig die Mimik wirkt manchmal etwas hölzern

Das Design der Maschinen ist sehr kreativ. Manche erinnern an reale Tiere wie riesige Krokodile, Raubvögel (Habichte & Adler), Bisons & Hirsche, während andere an Dinosaurier erinnern (Wächter, Donnerkeile) und wieder andere an prähistorische Prädatoren (aus der Spezies der Säugetiere) erinnern. Oh und die Raketenwürmer aus Tremors haben auch eine mechanische Variante erhalten.

Die Spielwelt an sich sieht bombastisch aus. Es gibt verschiedene Klimazonen. Von schneebedeckten Bergen über weite, grüne Ebenen bis hin zu trockenen Wüsten ist alles dabei. Es gibt viele nette Details und der Übergang zwischen den einzelnen Gebieten ist angenehm fließend.

Natürlich ist auch Horizon Zero Dawn, wie jedes Open-World Spiel, nicht zu 100% frei von Bugs, auch wenn diese relativ selten auftreten. Was mir bisher am meisten aufgefallen ist, dass Gegenstände manchmal im Boden versinken und somit nicht mehr zum aufsammeln sind. Das ist jedoch meckern auf hohem Niveau.

Zusammengefasst ist
Horizon Zero Dawn ein hervorragendes Spiel mit einer schönen Optik, einer spannenden Geschichte, gespickt mit interessanten Figuren und einem motivierenden Gameplay. Soundtechnisch weiß das Spiel zwar auch zu gefallen sticht aber nicht besonders heraus. Jeder der eine PS4 besitzt MUSS sich dieses Spiel kaufen. Hier wurde so ziemlich alles richtig gemacht um den Spieler/die Spielerin mindestens 30 – 45 Stunden zu beschäftigen.

Das wars von meiner Seite! Wir lesen uns beim nächsten Mal.

Infos zum Spiel

Entwickler: Guerilla Games

Publisher: Sony Interactive Entertainment

Plattformen: Playstation 4
Genre: Open-World-Action-RPG

Thematik: Postapokalypse

Release: 01.03.2017

Hier geht es zu weiteren Beiträgen die sich mit Horizon Zero Dawn beschäftigen, danke an Stargamer für die informativen Beiträge:

Horizon Zero Dawn – Panoramas & die Apoka-shit-storm-tour

Hilfreiche Tipps zu Horizon Zero Dawn [Nützliche Game-Informationen]

Kurzes Review zu Horizon Zero Dawn

Freuen wir uns auf Horizon: Zero Dawn

 

Imperium | Review

Imperium ist ein Thriller aus dem Jahr 2016, der unter der Regie von Daniel Ragussis entstand, welcher auch das Drehbuch schrieb. Der Film basiert im Wesentlichen auf den Erlebnissen von Michael German, einem EX-FBI Agenten, welcher 16 Jahre lange für das FBI tätig wahr bevor er seinen Dienst quittierte.


Protagonist ist der junge FBI Agent Nate Foster (Daniel Radcliffe) welcher noch Ideale hat und sein Heimatland zu einem besseren Ort machen will. Er erhält von seiner Chefin Angela Zamparo (Toni Collete) einen gefährlichen Auftrag. Nate soll undercover in ein Netzwerk von radikalen White-Supremacy-Terroristen eingeschleust werden.

Dieses Netzwerk steht unter dem Verdacht radioaktives Material für eine schmutzige Bombe entwendet zu haben. Eine schmutzige Bombe ist ein Sprengsatz, der bei seiner Detonation radioaktives Material freisetzt. Somit gilt eine schmutzige Bombe als Massenvernichtungswaffe.

Für Nate wird es im Laufe des Films immer schwieriger den weißen Rechtsextremisten zu spielen und dabei seinen eigenen Prinzipien treu zu bleiben. Je tiefer er in dieses Netzwerk eindringt, umso mehr wird Nate die Grenzen seiner Moral & Psyche getrieben.

 

Dabei scheinen im Laufe seiner Ermittlungen alle Spuren zum extremen Paramilitär Andrew Blackwell (Chris Sullivan), welcher die Trinkwasserversorgung von Washington DC verschmutzen will und dem, ich nenn ihn mal Hassprediger, Dallas Wolf (Tracy Letts), zu führen.

Die Handlung ist sehr spannend, wartet mit einigen Wendungen auf und bietet auch den einen oder anderen roten Hering.


Die Handlung eines Films kann noch so spannend sein, wenn die Leistung der Schauspieler nicht hinhaut, wird nur schwer Spannung aufkommen. Dies ist bei Imperium nicht der Fall. Der Cast ist hervorragend gewählt und weiß sehr zu gefallen.

Besonders sticht hier Daniel Radcliffe hervor. Der ehemalige Harry Potter Star muss, in diesem Film nicht nur einen FBI Agenten spielen der sich beweisen will und die Welt zu einem besseren Ort machen möchte, sondern auch einen weißen Neonazi der an den Sieg und die Überlegenheit der weißen Rasse glaubt. Dabei muss er sich das Vertrauen der Rechtsextremen verdienen aber auch darauf achten sich keine Feinde zu machen.

 

Auf der Seite der Rechtsextremen haben wir unter anderem Tracy Letts, der einen überzeugten „Hassprediger“ spielt und eine eigene Radiosendung betreibt, Chris Sullivan verkörpert den Anführer einer paramilitärischen Organisation die sich als christliche Organisation tarnt. Weiters sieht man Pawel Szajda in der Rolle des Neonazis und Sam Trammel als Sympathisanten des Netzwerks.

Auf der Seiten des FBI’s sieht man Toni Collete als Nates Chefin Angela Zamparo und Nestor Carbonell als weiteren FBI Agenten der zu beginn islamische Terroristen als die Diebe des radioaktiven Materials verdächtigt.

Die Leistung der Schauspieler ist sehr überzeugend und besonders Daniel Radcliff sticht mit seiner Leistung aus dem Pool an guten Schauspielern hervor.


Ebenfalls überzeugend ist die deutsche Lokalisierung. Alle Schauspieler, die ich zuvor in anderen Filmen gesehen habe wurden von ihren Standardsprechern gesprochen.

Der Soundtrack von Will Bates ist sehr hörenswert. Meist nur leise im Hintergrund zu hören bauscht sich die Musik immer weiter auf wenn es Gefährlich wird. Besonders in Situationen, wenn es scheint, als ob Nates Tarnung aufgeflogen ist, lagen bei mir die Nerven blank.

In Kombination mit den hervorragenden Schauspielern und der gelungenen deutschen Synchronisation ergibt das eine sehr dichte & spannende Atmosphäre.


Was darf neben super Schauspielern, gut geschriebenen Dialogen, einer gelungenen Übersetzung & einem eindringlichen Soundtrack nicht fehlen? Richtig eine gute Arbeit bei der Kameraführung.

Auch auf dieser Ebene punktet Imperium. Der Film verfügt über mehrere harte Schnitte und Anlehnungen an die italienische Einstellung, sprich das Fokussieren auf Gesichter um die Emotionen der Figuren besser verstehen zu können. Besonders fällt dies hier bei Daniel Radcliffe auf der über sehr ausdrucksstarke Augen verfügt. In ihnen spiegeln sich so viele Emotionen das es schwer ist alles auf einmal zu erfassen.

 

Der Film schafft es sehr gut Unwohlsein zu erzeugen. Es gibt immer wieder Szenen in denen in schneller Abfolge rechtsradikale Elemente eingeblendet. Jedoch werden diese nicht glorifiziert, sondern dienen in erster Linie dem Zuschauer zu zeigen auf was sich unser Held bei seiner Mission einlässt.


Es gibt selten Filme die mich so sehr fesseln wie Imperium. Hier stimmt alles. Von der spannenden Handlung, den gut geschriebenen Dialogen über die überzeugende Leistung der Schauspieler bis zur technischen Seite. Für mich Imperium die Überraschung des Jahres und spannendste Thriller seit „Das Schweigen der Lämmer“.

Ich kann den Film jedem empfehlen der einen sehr spannenden Thriller sucht der unter die Haut geht.

Wir lesen uns beim nächsten mal!

Wertung

 

Handlung: • • • • •

Cast: • • • • •

Effekte & Technik: • • • • •

Soundtrack & Synchronisation: • • • • •

Wertung: 20 von 20 Punkten

Note: Empfehlenswert

Filmdaten:
Originaltitel: Imperium
Deutscher Titel: Imperium
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Laufzeit: 109 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016

Unter diesem Link findet ihr noch eine Review zu Imperium:

Kinogucker – Ein Filmblog: Imperium

Lass mal lesen!

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