Serienrückblick 2020: Das durchwachsene Jahr

Achja … ich und Serien. Ein Thema, das 2020 ziemlich leidig geworden ist, aber in erster Linie an meinen veränderten Sehgewohnheiten und Ansprüchen liegt.

Ich habe dieses Jahr viele Serien angefangen, aber nur wenige beendet und viele irgendwann abgebrochen, weil sie mich langfristig nicht begeistern konnten. Anbei eine kleine Liste an Serien, die ich begonnen aber nie beendet habe aus unterschiedlichen Gründen:

  • Doom Patrol
  • Spuk in Bly Manor
  • Locke & Key

Warum habe ich diese Serien abgebrochen? Nun die häufigsten Gründe waren die Länge der Folgen, das zähe Tempo, oder schlichtweg aufkommendes Desinteresse. Ich bevorzuge inzwischen Serien, die ein hohes Tempo bieten, sprich 25 bis 30 Minuten Laufzeit pro Folge.

Wenn eine Serie mit Folgen, deren Laufzeit über 30 Minuten beträgt, daherkommt müssen diese schon wirklich spannend sein. Beispiele für Serien mit „langen“ Folgen wären Dracula, The Witcher (Staffel 1), Kingdom (Staffel 2) und Frontier (Staffel 1). Diese Serien konnten mich definitiv überzeugen und waren über ihre gesamte Laufzeit hinweg spannend (Anm.: Frontier muss ich unbedingt fortsetzen und endlich mal was dazu schreiben!).

Es gibt allerdings ein paar Serien, neben den oben genannten Beispielen, die mich überragend gut unterhalten haben und diese wären:

  • Ash vs Evil Dead Staffel 1 – 3: Diese Serie verkörpert alles, was ich an Evil Dead liebe!
  • Japan Sinkt: 2020: Ein Anime, von dem ich anfangs nicht viel erwartet habe, aber der mich dann hin sehr gut unterhalten hat!
  • Goedam: Eine interessante Ansammlung von Horror-Kurzfilmen, die viele Subgenres abdecken und äußerst kurzweiligen Horrorspaß bieten.
  • Castlevania Staffel 3: Ja diese Staffel ist nur eine Art für die (hoffentlich) kommende vierte Staffel, aber mir hat sie sehr gut gefallen. Mehr Castlevania bekommen wir wohl in nächster Zeit nicht mehr, neben der Collection der 2D Spiele.
  • Atypical Staffel 3: Wie man weiß, zerstört mich Atypical emotional und ich liebe diese Serie!
  • The Boys Staffel 2: Pures Fandom!

Auch wenn ich erzählerisch so meine Probleme mit der Serie habe und das Tempo meist arg langsam ist, so hat mir auch Titans Staffel 2 gefallen. Was mich persönlich überrascht hat, sind The Mandalorian und The Clone Wars. Mein Star Wars Fandom hat 2020 relativ viel positives Erfahren und diese beiden Serien gehören (trotz ihrer Schwächen) dazu.

Zwei Serien die ich gegen Ende des Jahres gesehen habe sind Space Force & Blood of Zeus aber dazu folgen noch eigene Beiträge im Jänner!

Das war mein kleiner und relativ unstrukturierter Rückblick auf mein Serienjahr 2020. Es war recht durchwachsen, hatte einige Hits aber auch Flops und ich bin gespannt was 2021 bieten wird!

Wie war euer Serienjahr 2020? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Monatsrückblick: Jänner 2020

Der erste Monat im neuen Jahr ist vorbei und es wird Zeit für die Rückkehr der Monatsrückblicke!

Für mich fing das neue Jahr eher mau an, da ich 2x die Grippe hat und somit knappe zwei Wochen ausser Gefecht gesetzt war. Zum Glück haben wir (ich, Chris & Felix) bereits im Dezember mit der Vorproduktion begonnen, damit der Ablauf auf dem Blog reibungslos vonstatten ging. Allgemein war der Jänner ein hervorragender Monat für den Blog, aber auch für Patreon, da wir nicht nur unsere ersten Unterstützer gefunden haben, sondern auch ein paar wirklich erfolgreiche Beiträge veröffentlicht haben, sei es nun die Rezension zu Der Batman, der lacht Kapitel 2 , oder die Tatsache, dass der Exkurs über Reboots, Remakes und Remastered’s wieder einmal durch die Decke ging. Die Superbros Podcasts kehrten mit Staffel 3.2 zurück und ein Netflixers Beitrag erhielt einen Podcast!

Außerdem haben wir einen weiteren Blogpartner für uns gewonnen, mit dem in Kürze eine tolle Kooperation startet!

Superbros Staffel 3.2 – E.1, E.2, E.3


Was Videospiele angeht, war ich im Jänner relativ fleißig und habe zwei Spiele durchgespielt. Zum einen das Concrete Genie und zum anderen The awesome Adventures of Captain Spirit. Erstgenanntes habe ich rezensiert und das Zweitgenannte wird in einer kommenden Superbros Folge behandelt.

Ich habe mit Death Stranding begonnen, was eine Beitragsserie erhalten wird und Deadly Premonition Origins für die Switch angespielt. Sniper Elite 4, sowie The Evil Within habe ich weitergeführt. Mein Ziel wäre es, diese Spiele relativ zeitnah im Februar, zusammen mit Doom (2016) durchspielen zu können, damit ich noch ein paar kleinere Atlasten abarbeiten kann, bevor ab März das Spielejahr so richtig beginnt.


Was viele Filme betrifft, war ich, bedingt durch die Grippe, recht fleißig und habe im Heimkino The Irish Man, Angriff der Weltraumvampire, Yu Gi Oh! – Bonds Beyond Time, Wounds, Ghost Stories und The Sisters Brothers gesehen. All diese Filme werden zeitnah auf dem Blog, oder Patreon erscheinen!

Mein Kinojahr fing relativ spät Mitte Jänner an, dafür habe ich aber mit 1917 einen bombastischen Start hingelegt. Dann kam Weathering with you, welcher mir ebenfalls sehr gut gefallen hat und Jojo Rabbid bildet einen hervorragenden Abschluss für den Kinomonat Jänner 2020. Alle drei Filme sind auf ihre Art hervorragend und haben mich sehr begeistert!


Bei den Serien war ich etwas fauler, als bei den Filmen, allerdings habe ich mit The Witcher Staffel 1, Dracula und der dritten Atypical Staffel drei tolle Serien auf Netflix gesehen. Aktuell bin ich mit Titans Staffel 2, Tokyo Ghoul Staffel 1, Sex Education Staffel 2, Diablero Staffel 2 und Blades of the Immortal sehr ausgelastet. Der Urlaub kann also kommen!

Auch bei den Serien gilt, dass alles rezensiert wird, auf dem Blog und/oder Patreon!


Literarisch habe ich das Jahr mit ein paar Comics begonnen, bin dann aber zu normalen Bücher gewechselt, mit Resident Evil Band 1 & 2. Ich hoffe, dieses Jahr wieder eine Balance zwischen Büchern, Comics und Manga zu finden, damit auch diese Kategorie sehr umfassend behandelt werden kann!


Alles in allem war der Jänner ein toller Monat und ein toller Einstieg ins Jahr 2020, mal abgesehen von der mittelschweren Grippe, und ich bin top motiviert zusammen mit Chris und Felix, den Blog auch im Februar stetig zu bearbeiten!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Superbros Staffel 3.2/E3: Rückblick Serienjahr 2019 | Podcast

Anm.: Beim schneiden/bearbeiten des Beitrags ist mir aufgefallen, dass viele Serien ausgelassen wurden (aus Versehen oder Blödheit) aber ich werde die entsprechenden Links hier einfügen!

Weiterführende Rezensionen

Amazon

Undone Staffel 1

Lore Staffel 2

Jack Ryan Staffel 2

The Boys Staffel 1

Netflix

The end of the f****ing World Staffel 2

Marianne Staffel 1

Kingdom Staffel 1

Norsemen Staffel 1 & 2 (nicht erwähnt)

Love, Death + Robots Staffel 1

Dark Staffel 1

The Rain Staffel 2

Z Nation Staffel 4

Z Nation Staffel 5

Black Summer Staffel 1

Van Hesling Staffel 3 (nicht erwähnt)

Diablero Staffel 1 (nicht erwähnt)

Sex Education Staffel 1

Shudder

True Horror Staffel 1 (nicht erwähnt)

Beyond the Walls Staffel 1

Sonstiges

Made in Abyss Staffel 1 (nicht erwähnt)

The Exorcist Staffel 1 (nicht erwähnt)

One Punch Man Staffel 1 (nicht erwähnt)

Game of Thrones Beitrag 1

Game of Thrones Beitrag 2

Was The Boys Staffel 1 so gut macht! | Gedankenspiel

Vor kurzem habe ich die erste Staffel von The Boys auf Amazon Prime Video beendet und ich bin ehrlich gesagt sehr begeistert von dieser Serie. Sei es nun die Handlung, die Figuren oder die angesprochenen Themen. The Boys hat durchaus das Potenzial den Blickwinkel auf Comicverfilmungen zu verändern wie es beispielsweise Deadpool 1 & 2, Logan getan oder Dredd und Hellboy versucht haben.

Heute möchte ich die Serie allerdings nicht rezensieren, das hebe ich mir für einen Podcast (Spoiler Ende) auf. Viel mehr möchte ich auf drei Punkte eingehen, die die Serie so besonders und mitunter anders macht als andere Comicverfilmungen. Zuerst jedoch ein paar trockene Fakten.

The Boys ist eine Comicverfilmung (1 Staffel mit 8 Folgen) die exklusiv auf Amazons Streamingplattform (Prime Video) zu sehen ist. Die Serie ist basiert auf den gleichnamigen Comics von Garth Ennis, der besonders für seine langen Arbeiten an The Punisher bekannt ist und diese Figur wohl am meisten geprägt hat.

Das SETTING & das HELDENBILD

The Boys ist unserer realen Welt angesiedelt aber mit dem Unterschied, dass es Superhelden gibt die Menschen beschützen, Verbrecher jagen und teil einer gigantischen Vermarktungsmaschine des Konzerns Vought. Die Helden haben Werbeverträge, enorm viel Merchandise, treten in Filmen/Serien/TV Shows auf und sind allgemein Top-Stars sondergleichen. Doch hinter der Fassade der strahlenden Helden und Promis verbirgt sich etwas Dunkleres. Viele Helden sind von ihrer Macht korrumpiert worden. Es fehlt ihnen an Empathie und der Fähigkeit zum Krisenmanagment.

Stattdessen sind viele von ihnen Arrogant, grausam, überheblich und scheren sich kaum um die Sicherheit der normal sterblichen. Kollateralschäden oder gar verstümmelte Zivilisten sind für einen Großteil der Superwesen eher lästig als tragisch. Außerdem frönen viele von ihnen teils obskuren Perversionen. Auf der anderen Seite sind viele Helden innerlich ebenso gebrochen, wie sie korrumpiert sind. Desillusionierung, Leistungsdruck, Drogensucht und ein gebrochenes soziales Leben begleiten die Helden ebenso wie ihre eigenen Laster. The Boys erschafft ein sehr interessantes Bild von Superhelden, die nach Außen hin strahlend sind aber innerlich fast vollständig verdorben oder gebrochen. Die Serie nimmt auch mehr als genug Zeit, um in die Abgründe der Helden einzutauchen und aufzuzeigen, was eigentlich alles schiefläuft.

Die GESELLSCHAFTSKRTIK

The Boys ist eine ziemlich schonungslose Serie und ebenso schonungslos wird das maßlose feiern und huldigen von Celebrities in unserer realen Welt kritisiert. Auch wenn erzählerisch mehr dahintersteckt so sind die Superwesen in erster Linie ein Produkt ihrer Umwelt. Sie sind mit unglaublicher Macht ausgestattet und werden wie Götter verehrt. Somit ist es nicht überraschend, dass so viel Macht & Einfluss zwangsläufig zur Korrumpierung führt.

Interessant ist auch der Einfluss der Helden in den diversen Bereichen. Es gibt Helden, die strenggläubige Menschen ansprechen, da sie von „Gott“ gesendet wurden oder auch Umweltaktivisten sowie sportliebende. Eigeninitiativen der Superwesen gibt es dabei kaum und werden auch nicht gern vom Superkonzern Vought.

Ein anderes Thema ist der Terrorismus und indirekt wie sich die USA ihre Feinde selbst heranzüchten. Nein die Superhelden werden keine Terroristen! Dies gehört zu den interessantesten Twists in der Staffel und zeigt, wie Vought langsam Gefahr läuft die Kontrolle über die Superwesen zu verlieren.

Die Persiflage

The Boys steckt voller bitterbösen Persiflierungen. Bestes Beispiel sind die Seven, das The Boys Äquivalent zur Justice League, nur in einer überzogenen, korrumpierten Form. Homelander, der Anführer, ist eine menschenverachtende Version von Superman, bei dem man sich gern die Frage stellt, wer ihn aufhalten sollte? Er ist quasi Gott im The Boys Universum und einmal von der Kette gelassen kann ihn niemand mehr aufhalten.

Besondere Erwähnung findet The Deep aka Kevin, eine Persiflage auf Aquaman, da dieser Held auch als erster die Verdorbenheit der Heldengemeinschaft aber im Verlauf der Staffel die meiste Tiefgründigkeit zeigt.

Ein weiteres Beispiel für die bösartigen Persiflierungen ist der Konzern Vought, der offensichtlich auf den Disney-Konzern anspielt und man merkt schon gewisse Parallelen, besonders in Bezug auf die Vermarktung der Helden.

Ich erachte The Boys für eine hervorragende und wichtige Serie, da die Herangehensweise an das Thema Superhelden äußerst interessant ist, die Figuren vielschichtig sind und ähnlich wie in Deadpool/Logan der Gewaltgrad überzeichnet hoch ist. Das Werk als Serie umzusetzen macht sich auf jeden Fall bezahlt und gerade das Genre der Comicverfilmungen braucht mehr Varianz als „nur“ die klassischen Superheldengeschichten.

Ich freue mich jetzt schon die Serie in einem kommenden Podcast genauer zu besprechen, kann aber zu diesem Zeitpunkt bereits eine klare Empfehlung aussprechen!

Das wars von meiner Seite. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Six (Prime Exclusive) Staffel 1 | Review

Name: Six
Staffeln: 2
Episoden: 17 in 2 Staffeln
Sender: History, Amazon Video
Genre: Drama

Six habe ich schon lange auf meiner Watchlist stehen und endlich habe ich Staffel 1 sehen können. Ob sich der Ausflug in die Welt der NAVY-Seals gelohnt hat, erfahrt ihr in meiner Rezension.

Kernfakten zur Serie:

Name: Six

Staffeln: 2

Episoden: 17 in 2 Staffeln

Sender: History, Amazon Video

Genre: Drama


Die Handlung beginnt im Jahr 2014 in Afghanistan. Das Seal Team 6 soll Hatim Al-Muttaqi festnehmen, den Anführer eines großen Terrornetzwerkes. Allerdings geht die Mission schief und Richard „Rip“ Taggert, der Chief Troop des Teams, erschießt einen unschuldigen Zivilisten. Dieses Ereignis führt zu einem Konflikt innerhalb des Teams, in dessen Konsequenz Rip das Team verlässt und Sicherheitsberater einer Ölfirma wird.

Zwei Jahre später setzt die Rahmenhandlung in Nigeria ein. Bei der Eröffnung einer Mädchenschule fallen Rip, die Lehrerin Na‘omi, ihre Schülerinnen und zwei Mitarbeiter einer Ölfirma in die Hände der terroristischen Gruppe Boko Haram. Die Entführung kommt in die Medien, wodurch die USA und ein anderes Terrornetzwerk auf Rip aufmerksam werden. Das Seal Team 6 wird damit beauftragt ihren ehmaligen Kollegen zu retten, während das Terrornetzwerk Rip aus persönlichen Motiven in die Hände bekommen will.

Loben muss ich die Art der Präsentation. Six wird in drei Handlungssträngen und zwei Sichtweisen erzählt. Zum einen wird die Mission aus Sicht der Terroristen und dem US-Militär erzählt, während die persönlichen Probleme der Six Teammitglieder mit ihrer Mission kollidieren. Ein Gut-Böse Schema ist erkennbar, allerdings wird auf Stereotypen weitestgehend verzichtet und die Beweggründe der Figuren, besonders einiger Terroristen, werden interessant geschildert. Man merkt allerdings amerikanischen Patriotismus durchschimmern (Seals sind gut, weil sie für uns kämpfen, während Terroristen böse sind), was aber nachvollziehbar ist.

Was mir ebenfalls seht gut gefallen hat, ist die große Abwechslung an Schauplätzen. Die Serie spielt unter anderem in den USA, im Tschad, Nigeria und Lagos, wodurch die globale Bedrohung glaubhafter dargestellt wird.

Die Besetzung wartet mit einigen größeren Namen wie Walton Goggins (Tomb Raider, The Hateful Eight) als Richard „Rip“ Taggert oder Edwin Hoge (The Purge 1 – 3) als Robert Chase auf. So ziemlich alle Schauspieler des Seal Teams schaffen es glaubhaft sowohl die Soldaten als auch die Menschen hinter den Waffen zu verkörpern, was sich auch auf die Familien niederschlägt.

Technisch nutzt Six neben den zahlreichen Schauplätzen einige interessante Kniffe wie schnelle Schnitte oder das Einsetzen der Nachtsicht, was mir bereits in Sicario positiv aufgefallen ist. In regelmäßigen Abständen erreicht die Handlung einen Höhepunkt in der langsam aber stetig steigenden Spannungskurve, der dann mit einem passenden Soundtrack unterlegt wird, den ich allerdings abseits der Serie nicht hören würde.


Zusammengefasst gehört Six zu den interessanteren Serien im Exclusiv Angebot von Amazon. Die Rahmenhandlung wird spannend erzählt, nimmt sich Zeit um die Figuren zu entwickeln verfällt aber nicht in Langatmigkeit. Wer sich für Thriller mit Dramaelementen begeistern kann, darf gern einen Blick riskieren und wer Militärgeschichten mag, die angenehm an Tom Clancy erinnern, darf ebenso bedenkenlos reinschauen. Daher vergebe ich für Six Staffel 1 die Wertung sehenswert und hoffe auf ebenso starke zweite Staffel!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Philip K. Dick‘s Electric Dreams (Amazon Exclusive) S01/E01: Das wahre Leben | Review

Name: Philip K. Dick‘s Electric Dreams
Staffeln: 1
Episoden: 10 in 1 Staffel
Sender: Amazon
Genre: Science-Fiction

Nach den ganzen Netflix Originals wird es Zeit für eine Amazon Exclusive Serie. Bei Philip K. Dick‘s Electric Dreams handelt es sich um eine britische Science-Fiction-Anthologie-Serie, mit 10 eigenständigen Folgen, die alle auf den Kurzgeschichten des Autors Philip K. Dick basieren. Das Konzept ist also ähnlich wie in Lore, nur mit Science-Fiction statt Mystery. Im Gegensatz zu Lore möchte ich jedoch jede Folge von Electric Dreams einzeln beleuchten. Daher spreche ich jetzt eine kleine Spoilerwarnung aus auch wenn ich nach Möglichkeit nichts Gravierendes verraten will.

Ich beziehe mich übrigens auf deutsche Episodenliste, da Folgen im UK in einer anderen Reihenfolge gelistet wurden.


Das wahre Leben (Real Life) spielt sich auf 2 Erzählebenen ab. Die angehende Polizistin Sarah (Anna Paquin) und der geniale Spieleentwickler George (Terrence Howard) sind telepathisch durch ein Gerät (eine Art VR Brille) miteiander verbunden. Während Sarah in der Zukunft lebt, ist George in der Gegenwart.

Beide verfolgen jeweils für sich gewalttätige Killer, deren Taten schreckliche Konsequenzen haben könnten. Im Laufe der Geschichte erlangen beide eine schreckliche Erkenntnis über die sie verknüpfende Vorrichtung, die ein Leben vernichten könnte.


Das Konzept der telepathischen Verbindung durch die Zeit ist sehr interessant und wird auch entsprechend umgesetzt. Sarah‘s Schuldgefühle werden durch Anna Paquin glaubhaft dargestellt und die Grenzen zwischen zwei Leben verschwimmen immer weiter.

Im Allgemeinen ist die Besetzung sehr stark, was laut der Darstellerliste und der Eigenwerbung einer der großen Vorzüge von Electroc Dreams ist. Mit Anna Paquin wurde gleich zu Beginn eine Oscar-Preisträgerin in einer Hauptrolle besetzt und die gute Dame spielt in der knapp 50 Minuten langen Folge besser als in ihrer Rolle als Rogue (X-Men Filmreihe).

Das liegt am gut geschriebenen Drehbuch aus der Feder von Ronald D. Moore (Outlander, Battlestar Galactica, Stark Trek). Ergänzt wird die Rolle der Sarah durch ihren Gegenpart George, gespielt von Terrence Howard, den man aus Iron Man 1 kennt.


Zusammengefasst ist „Das wahre Leben“ eine interessante Mischung aus Science-Fiction & Drama die Themen wie Schuld & Sühne, die Suche nach Bestrafung/Erlösung aber auch Homosexualität geschickt kombiniert wobei das letztgenannte Thema nur angekratzt wird. Die Besetzung ist mehr als gelungen und der Sprung zwischen den Zeitebenen wird simpel aber trotzdem ansehnlich dargestellt. Ich bin gespannt wie es weitergeht und vergebe für diese Folge das Prädikat sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!