Undone (Amazon Original) Staffel 1 | Review

Ich bin ja ziemlich heikel, was Serien angeht. Es gibt viele Produktionen, die ich beginne, von den ersten zwei bis drei Folgen begeistert bin, aber dann abbreche, weil mir die Langzeitmotivation bis zum Staffelfinale fehlt. Eine Serie die dieses Problem definitiv nicht ist die Amazon Original Serie Undone!

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Im Zentrum der Handlung steht Alma, welche zu Beginn der Serie einen Autounfall hat und diesen knapp überlebt. Durch dieses Ereignis erhält sie die Fähigkeit die Zeitachse zu manipulieren und somit durch die Zeit zu reisen. Weiters sieht sie ihren toten Vater, der an einem Halloween Abend vor vielen Jahren verstarb. Sie trainiert ihre Fähigkeit, um den Tod ihres Vaters rückgängig zu machen. Gleichzeitig muss sie mit ihrem kaputten sozialen Umfeld zurechtkommen …

Die Prämisse und die Thematik von Undone erinnern mich an Life is Strange, was definitiv als Lob angesehen werden kann. Generell ist die Handlung sehr stark und wird durch den Cast sowie die tollen deutschen Sprecher noch weiter intensiviert. Es ist diese Mischung aus Drama, Familiengeschichte, Liebe und Herzschmerz die den großen Reiz von Undone ausmacht.

Ein anderes Merkmal ist der Look von Undone, der mithilfe des Rotoskopie Verfahrens erstellt wurde. Dank dieser Animationstechnik wirkt die Serie wie eine Aquarellzeichnung, was zu Beginn etwas befremdlich wirken mag aber, sobald man sich daran gewöhnt hat, ist der Stil äußerst angehmen für das Auge. Ein Vorteil, der sich aus diesem Stil ergibt, ist die Wirkung mancher Szenen. Wenn Alma ihre Fähigkeiten einsetzt wirken die Zeitreisen wegen der Rotoskopie wesentlich stärker und bildgewaltiger.

Undone ist eine hervorragende Serie die verschiedene Elemente harmonisch miteinander kombiniert. Die Geschichte gefällt ebenso wie die tiefgründigen Figuren, welche dank der Nutzung verschiedener Zeitebenen sehr viel Persönlichkeit aber auch Vielschichtigkeit erhalten. Auch der Animationsstil gefällt und gibt der Serie auch einen künstlerischen Mehrwert neben einer erfrischenden Optik für die Augen.

Ich vergebe für Undone Staffel 1 die Wertung absolut sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der tiefe Fall von Lore (Amazon Original) | Gedankenspiel

Name: Lore
Originaltitel: Lore
Staffeln: 2
Episoden: 12 in 2 Staffeln
Sender: Amazon
Genre: Mystery

Die erste Staffel von Lore gehörte für mich zu den besten Serien des letzten Jahres und war für mich der perfekte geistige Nachfolger zu X-Faktor: Das Unfassbare. Geschickt wurden hier Sagen, mit unheimlichen realen Begebenheiten und urbanen Legenden vermischt, was zu einem spannenden wenngleich auch kurzem Mix geführt hat. Dazu wurde die Serie mit Viktor Neumann von einem sehr sympathischen Sprecher begleitet. Wer mehr lesen will, kann diesem Link folgen: Lore Staffel 1


Kernfakten zur Serie:

Name: Lore

Originaltitel: Lore

Staffeln: 2

Episoden: 12 in 2 Staffeln

Sender: Amazon

Genre: Mystery


Heute geht es mir um den tiefen Fall der zweiten Staffel von Lore, die leider alles was die erste Staffel gut gemacht hat, verloren hat.

Klären wir aber zuerst die Frage was Lore eigentlich ist?

Lore ist eine Mystery Serie die, zumindest in der ersten Staffel, als Dokumentation aufgebaut ist und neben einem Hauptthema mehrere kleine Themen behandelt. Dabei ist die Serie einerseits sehr lehrreich und andererseits etwas unheimlich, besonders in der letzten Folge. Dank des Sprechers wird der Eindruck einer Dokumentation noch weiter verstärkt während dazwischen kleinere Einspieler mit Schauspielern den Mystery-Faktor erhöhen.

In der zweiten Staffel setzt man auf „Kurzfilme“ mit einer Laufzeit von 30 bis 60 Minuten, die an überlange X-Faktor Episoden erinnern aber jeglichen Flair einer Dokumentation vermissen lassen. Es gibt zwar eine Geschichte die erzählt wird, jedoch gehen sämtliche Informationen, die in Staffel 1 vom Erzähler vermittelt wurden, verloren.

Kurioserweise sorgt die neue Ausrichtung für einen Abfall der Spannungskurve pro Episode, was deshalb verwundert, was deshalb verwundert da Dokumentation, auch Mystery-Dokus, nicht als garantierte Spannungserzeuger bekannt sind.

Ebenso fallen die wechselnden Stile der ersten Staffel weg und Staffel 2 ist eine reine Live-Action Serie. Dies ist deshalb schade, weil die animierten Sequenzen durch einen sehr schönen Zeichenstil glänzten.

Zusammengefasst ist die zweite Staffel von Lore ein Paradebeispiel dafür, wie eine veränderte Struktur das Konzept einer Serie nachhaltig schädigen kann und somit auch die Qualität darunter leidet. Als Fan der ersten Staffel finde ich diese Entwicklung außerordentlich betrüblich und freue mich zwar etwas auf eine mögliche Season 3, schraube meine Erwartungen jedoch bewusst herab.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Lore Staffel 1 (Amazon Original) | Review

Name: Lore
Staffeln: 1
Episoden: 6
Sender: Amazon Video
Genre: Horror, Doku

Achja, das Horrorgenre lebt meiner Meinung nach im Serienformat richtig auf. Die Geschichten sind spannender, die Charakter feiner ausgearbeitet und die Themen interessanter inszeniert.

Bei Lore handelt es sich um eine von Amazon produzierte Serie, die auf dem gleichnamigen Podcast von Aaron Mahnke fußt. Das Konzept der Serie ist als Anthologie aufgebaut, was im Klartext bedeutet, dass die einzelnen Folgen nicht zusammenhängen und unabhängig voneinander gesehen werden können.


Lore umfasst 6 Episoden und diese thematisieren urbane Legenden, mythische Wesen (Geister, Wechselbälger, …), aber auch wahre Geschichten, oder Tatsachen wie die Lobotomie. Die einzelnen Folgen sind ähnlich wie eine Dokumentation aufgebaut und verwenden verschiedene Stilmittel. Diese Stilmischung beinhaltet Animationssequenzen, Archivaufnahmen und geschauspielerte Szenen.

Ich muss sagen, diese Darstellung der behandelten Themen ist sehr ansprechend und die Besetzung ziemlich gut. So sieht man beispielsweise Robert Patrick als einen Pfarrer, was lustig ist, da man ihn bereits als Geistlichen in der From Dusk Till Dawn Serie gesehen hat.

Was ebenfalls lobend erwähnt werden muss, ist der deutsche Erzähler, der durch die einzelnen Episoden führt. Viktor Neumann macht einen großartigen Job und führt den Zuseher durch die einzelnen Folgen.


Alles in allem ist Lore eine Serie mit interessantem Konzept, spannenden Geschichten, starker Besetzung und gelungener Inszenierung, aber leider viel zu wenigen Folgen. Ich gebe Lore das Prädikat sehenswertund hoffe, dass irgendwann eine zweite Staffel kommen wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!