Nerds mit Akzent: Doomsday Clock | Podcast

Im finalen Beitrag des Doomsday Clock – Watchmen Specials reden wir über das Event und das drumherum!

Link zum Podcast: Doomsday Clock Talk

Gedanken zu Doomsday Clock Band 4

Die Uhr steht auf zwölf und die Welt hält den Atem an. Das Ende ist da?

Die Uhr steht auf zwölf und die Welt hält den Atem an. Das Ende ist da?


Band 4 geht erzählerisch in eine völlig andere Richtung und erzählt die Geschichte aus der Sicht von Dr. Manhatten, der nach seiner Ankunft im regulären Multiversum die Geschichte von Superman immer wieder neu verändert hat. Dabei wird auch das Metaversum aufgedeckt, was dem DC Pantheon eine weitere Ebene an Tiefgang mitbringt.

Die Entstehungen der Parallelwelten werden thematisiert und es kommt schlussendlich zur Konfrontation von Superman und Dr. Manhatten, der es schafft den blauen Gott in einem langen Dialog davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, die Welt zu retten.

Alles endet und alles beginnt mit dem letzten Sohn Kryptons. Das Metaversum bildet sich um Superman und dessen Epochen bilden das Multiversum. Rebirth, Flashpoint, die Crisis Events … das Metaversum wie das Multiversum und das Watchmen-Universum sind gewachsen. Alles ist gut …?

Der vierte Doomsday Clock Band bringt nur das Ende dieses Events, sondern auch gleichzeitig den Auftakt zu schier unendlichen Möglichkeiten im DC Universum aber auch im DC Multiversum und dem Kosmos der Watchmen. Vieles endet, vieles beginnt und schließlich stellt sich eine Frage: Was kommt jetzt? Doomsday Clock blickt auf mögliche Events in der Zukunft das große 5G von DC, über das ich jetzt noch den Mantel des Schweigens werfe.

Ich hoffe, euch hat diese Beitragsserie zu Watchmen-Doomsday Clock gefallen und ich bedanke mich bei allen, die daran mitgewirkt haben!

Am Ende bleibt nur noch ein Podcast über das Event und die Folgen davon sowie eine Kultfilm Beitrag zum Ultimate Cut aber darüber werde ich euch zeitnah informieren!


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Gedanken zu Doomsday Clock Band 3

Unerbittlich rückt der Zeiger vor. Drei vor Zwölf und das Chaos breitet sich aus …!

Unerbittlich rückt der Zeiger vor. Drei vor Zwölf und das Chaos breitet sich aus …!


Die „Watchmen“ unter Ozymandias kommen auf ihrer Suche nach Dr. Manhatten, dank weiteren Verbündeten, immer weiter voran und der blaue Gott rückt in greifbare Nähe. Lügen und Offenbarungen drohen die Unternehmung jedoch an den Rand des Scheiterns zu bringen …

Gleichzeitig heizt sich die internationale Stimmung immer weiter auf. Russland, Israel, Kandhaq, Australien, China und viele mehr stellen ihre eigenen Metawesen-Teams auf, nachdem die USA beschuldigt werden im verborgenen künstliche Metawesen zu erschaffen. In Moskau kommt es zu einer fatalen Konfrontation. Firestorm stellt sich auf dem Roten Platz in Moskau seinem russischen Gegenstück und dessen Team, was in einer fatalen Konfrontation endet, in der zahlreiche Menschen verglast werden.

Als Superman vermitteln will, gerät er selbst ins Kreuzfeuer. In Kandhaq ist er nicht willkommen, in Russland hält man ihn für einen Kollaborateur von Firestorm, der nichts Böses will, und die USA wenden sich von ihm ab. Zeitgleich macht sich eine große Armee Metawesen auf den Weg zum Mars um Dr. Manhatten (dessen Präsenz dort festgestellt wurde) zu stellen und Wonder Woman hält eine Rede vor der UNO.


Der dritte Band von Doomsday Clock dient nicht nur als zweiter Akt im Event, sondern auch gleichzeitig als Vorbereitung für das große Finale. Je weiter die Handlung voranschreitet, umso schwieriger wird die Situation für die Helden sowie für die Welt, da sie beinah hilflos zusehen müssen wie alles dem Abgrund entgegen schlittert. Auch interessant ist Batmans Rolle, der quasi hilflos dabei zusieht wie sich die Situation immer weiter verschlimmert.

Erneut weiß der Comic auch auf einer optischen Ebene sehr zu gefallen, da es das kreative Team erneut schafft die Handlung sowie die düstere Atmosphäre perfekt in Bildern zu bannen. Auch die Schlacht zwischen den Helden und Dr. Manhatten ist sehr imposant, wenngleich man merkt, wie gering die Siegeschance gegen dieses Metawesen ist.

Im letzten Band wird dieses Drama aufgelöst werden aber zuerst noch ein paar Worte zur Supermen-Theorie. Dieses besagt nämlich, dass die USA über einen langen Zeitraum im geheimen Metawesen erschaffen haben, die dann für sie arbeiten. Wie viel an der Theorie dran ist, bleibt offen, da viele Metawesen ihre Kräfte durch Unfälle erhalten haben.


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Gedanken zu Doomsday Clock Band 2

Die Uhr steht auf sechs vor zwölf … das Ende(?) von allem rückt näher!


Ozymandias, Rohrschach II, Marionette & Mime sind auf der Erde von Batman, Superman und Co gelandet, um dort nach dem mächtigen Dr. Manhatten zu suchen, der ihre Welt retten könnte.

Das Team löst sich relativ schnell auf. Während Ozymandias bei einer Attacke des Watchmen Comedian schwere Verletzungen davontrug, ist Rohrschach II in Arkham Asylum gelandet und muss sich dort seinen Dämonen stellen. Gleichzeitig hinterlassen Mime und Marionette eine blutige Spur in Gotham, auf der Suche nach dem Joker …

Zwischen all den Flashbacks über Rohrschach II und dem tödliche Paar M & M spitzt sich die globale Lage gegen die Metawesen immer weiter zu. Die Superschurken Gothams versammeln sich, um über die nächsten Schritte zu verhandeln. Es gibt einen sicheren Hafen für alle. Kandhaq. Das Reich von Black Adam.


War der erste Doomsday Clock Band die Ouvertüre, dient Band 2 als erster Akt, um die generelle Situation sowie einige der Figuren weiter auszubauen. Atmosphärisch geht der Band genau in die richtige Richtung, um den ernst der Lage für alle Metawesen zu verdeutlichen. Niemand kann der kommenden Katastrophe entkommen und das Misstrauen gegen die Helden wächst immer weiter heran, durch die Supermen-Theorie, auf die wir in Band 3 zu sprechen kommen.

Nicht nur erzählerisch, inszenatorisch und atmosphärisch, sondern auch optisch gefällt der Band sehr gut, dank der großartigen Arbeit von Zeichner Gary Frank.

Ein paar Fragen werden geklärt, neue poppen auf und man fragt sich nur eines … wird Superman die Welt retten oder wird alles, was wir kennen, untergehen? Man kann gespannt bleiben!


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Gedanken zu Doomsday Clock Band 1

Die Uhr steht auf neun vor zwölf … das Ende naht!


Zwei Erden. Zwei Metawesen. Zwei Gruppen mit Superhelden. Einmal die Erde Prime mit Batman, Superman und der Justice League und dann die Welt der Watchmen mit dem klügsten Menschen der Welt, Ozymandias, und dem brutalen Rohrschach. Die Welten sterben und es wird Zeit, dass die Helden aufeinandertreffen!

Ich hatte bereits seit der ersten Ankündigung auf dieses Event das Gefühl, hier etwas Großes zu bekommen. Nachdem ich den ersten Band gelesen habe, war ich einerseits begeistert und andererseits positiv überrascht, wie hoch das Tempo der Handlung ist. Nach einer kurzen Einleitung geht das Event sofort zur Sache und wirft den Leser in die Handlung, deren Prämisse überraschend simpel ausgefallen ist. Da die Welt der Watchmen stirbt, reisen Ozymandias, Rohrschach II und zwei weitere Handlanger auf die Erde Prime, um dort Dr. Manhattan zu finden. Als sich die Suche schwieriger als erwartet herausstellt, werden Lex Luthor & Bruce Wayne, die beiden klügsten Menschen der Welt, aufgesucht.

Ich mag die simple Prämisse der Geschichte, die trotzdem Tiefgang bietet und vom üblichen „Superschurke bedroht die Welt/das Universum/das Multiversum“ Szenario erzählt.

Auf der optischen Ebene sieht Doomsday Clock hervorragend aus und der moderne Stil tut den Figuren wirklich gut. Dank den dunklen Farben wird auch das Szenario stärker hervorgehoben.

Der erste Band bildet einen starken Einstieg in das Doomsday Clock Event und es überrascht nicht wirklich, dass die Charaktere aus Watchmen so harmonisch zu den Figuren aus dem DC Universum passen. Besonders Rohrschach & Batman, oder Ozymandias & Lex Luthor ergeben sehr interessante Teams. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weitergehen wird!


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Filmvergleich: Watchmen Kinofassung vs Ultimate Cut | Gastbeitrag von Ainu89

Nachdem DerStigler so nett war und mich gebeten hatte für sein Special zum Thema „Watchmen“ etwas beizusteuern, fiel die Überlegung zunächst auf die neue Sky-Serie.

Danke an Ainu89 für diesen tollen Vergleich!


Nachdem DerStigler so nett war und mich gebeten hatte für sein Special zum Thema „Watchmen“ etwas beizusteuern, fiel die Überlegung zunächst auf die neue Sky-Serie. Nachdem ich aber nun einmal kein Sky habe (und auch keines möchte), wurde aus der Idee nichts. Zum Glück war schnell die nächste gefunden, denn ich hatte meinem Mann erst zu Weihnachten den, endlich auch auf Deutsch erschienenen, „Ultimate Cut“ der Verfilmung geschenkt. Nach einer kurzen Rücksprache war also klar, es wird ein Filmvergleich zwischen der Kinoversion und dem Ultimate Cut. Mit dem Thema für den Artikel ging dann aber die nächste Überlegung einher: Wie sollte ich den Artikel gestalten? So ähnlich wie bei einem Wettkampf, wo ich die beiden Kontrahenten in unterschiedlichen Kategorien gegeneinander antreten lasse? Oder doch lieber etwas sachlicher, indem ich all die Unterschiede tabellarische anführe? Entschieden habe ich mich schließlich weder für das eine, noch für das andere, sondern einen dritten Weg gewählt, indem ich euch im Folgenden darlegen will, wieso ich die Ergänzungen und Erweiterungen des Ultimate Cut als sinnvoll erachte, für eine aller erste Sichtung aber dennoch immer die Kinoversion vorziehen und empfehlen würde.

Starten möchte ich aber erst einmal mit ein paar einleitenden Worten zu der Verfilmung an sich. 2009 war es soweit. Comicfans weltweit saßen gespannt in ihren Kinositzen, immerhin hatte sich ein Regisseur namens Zack Snyder, damals vor allem durch seine letzte Regiearbeit, die filmische Adaption des Comics „300“ bekannt, an die Verfilmung des unter Kennern äußerst beliebten Watchmen-Comic gewagt. Zu diesem Comic gibt es hier auf diesem Blog übrigens schon einen sehr spannenden Beitrag, den ich euch hiermit ans Herz legen möchte. Aber zurück zum Thema, die Erwartungen waren also groß, denn Snyder hatte mit besagter 300-Verfimung bewiesen, dass er ein unfehlbares Auge für Style und Coolness besaß. Und tatsächlich wurde „Watchmen“ zum Erfolg und zählt heute, ganz zu Recht, für viele zu den besten Comicverfilmungen aller Zeiten. Das war auch möglich, weil bereits die Kinoversion eine respektable Laufzeit von 163 Minuten vorweist, wodurch der Komplexität der Geschichte und Figuren genügend Rechnung getragen werden kann. Doch, wie bei jedem anderen Film auch, musste vieles auf dem Boden des Schneideraumes zurückgelassen werden. Kein Wunder also, dass, auch dank der anhaltenden Begeisterung für das Werk, es nicht lange dauerte, bis ein „Director’s Cut“ auf dem Markt erschien, der noch einmal zwanzig Minuten an Material drauflegte und so auf eine Laufzeit von knapp über zwei Stunden kommt. Doch das war den Verantwortlichen offenbar immer noch nicht genug, denn einige Zeit später entschieden sie sich, den Fans besagten „Ultimate Cut“ zu präsentieren. Dieser trumpft mit ganzen 215 Minuten Laufzeit auf und beweist damit eindrücklich, wer hier der Platzhirsch ist.

Natürlich sind auch hier die erweiterten und ergänzten Szenen des Director’s Cut enthalten, ein schönes Zuckerl, sicherlich, aber nichts was das Kraut wirklich fett machen würde. Manche Dialoge werden erweitert, einige ganz neue Szenen kommen hinzu, aber für das Verständnis der Geschichte wäre nichts davon wirklich dringend nötig gewesen – was wahrscheinlich mit ein Grund ist, wieso diese Ergänzungen zuerst dem Schnitt zum Opfer gefallen waren. Der größte und offensichtlichste Unterschied zwischen der Kinoversion und dem Ultimate Cut ist allerdings die Einfügung der Zeichentrickgeschichte „Tales of the Black Freighter“. Diese ist im Ultimate Cut in die Handlung eingewoben, sodass zwischendurch immer wieder Ausschnitte der gezeichneten Piratengeschichte eingeschoben werden. Diese Geschichte ist es, die dem Film eine neue Ebene verleiht, die sich einem zunächst nicht so recht erschließen möchte, im Nachhall allerdings ihr volles Potenzial offenlegt. Denn die düstere Mär von einem Seefahrer, der aufgrund eines Überfalls durch Piraten Schiffbruch erleidet, auf einer einsamen Insel anspült wird, feststellen muss, dass all seine Freunde gestorben sind und über dem unstillbaren Wunsch, seine Familie wieder sicher in die Arme schließen zu können, wahnsinnig wird, ist nichts weniger als eine Analogie auf die Haupthandlung und einige Charaktere. An dieser Stelle eine kurze Spoilerwarnung, denn es ist unmöglich darzulegen, worin die Ähnlichkeiten bestehen, ohne gewisse Handlungselemente zu verraten – ich werde mich allerdings bemühen, diese so vage wie möglich zu halten. Am offensichtlichsten kommt das verbindende Element der beiden Geschichten in der Figur der Ozymandias zum Vorschein. Ein Mann, der, von seinem eigenen Wahn getrieben, bis zum Schluss nicht einzusehen vermag, dass ihn sein eigener Verstand getäuscht hat und seine Taten keine Erlösung, sondern ein abscheuliches Verbrechen sind. Aber auch wenn wir uns die Figur des Dr Manhattan genauer anschauen, finden wir Gemeinsamkeiten, denn hier haben wir einen Mann, der sich quasi wie eine einsame Insel fühlt und seine Verbindung zu den Menschen, und dem Menschsein als solches, immer weiter zu verlieren droht, bis er schließlich zum scheinbaren Bösewicht der Geschichte mutiert. Und selbst Rorschach, als von Dämonen getriebene Seele, die so verbissen dem eigenen Moralkodex folgt, dass es ihm schließlich das Leben kostet, lässt sich ein Stück weit in „Tales of the Black Freighter“ wiederfinden. Nötig wäre diese zusätzliche Geschichte sicher nicht, immerhin bietet der Film auch ohne diesen Zeichentrick genügend Material, um einem all die beschriebenen Dilemma vor Augen zu führen. Unterhaltsam, und ein bisschen frischer Wind für alle, die den Film bereits mehrere Male gesehen hat, ist es aber auf jeden Fall – auch weil „Tales of the Black Freighter“ schon für sich genommen eine wirklich gelungene Zeichentrick-Kurzgeschichte ist.

Wie man sicher aus der obigen Beschreibung herauslesen kann, bin ich von dem Laufzeit-Biest namens Ultimate Cut durchaus angetan, und doch muss ich, wie in der Einleitung bereits angekündigt, sagen, dass ich niemandem, der den Film noch nicht kennt, diese Version empfehlen würde. Denn so spannend das Grübeln über die Verbindungen zwischen den beiden Geschichten auch sein kann, das Einfügen der einen in die anderen nimmt doch recht viel Tempo aus der eigentlichen Geschichte um die Watchmen und führt zu deutlich spürbaren, auf den ersten Blick recht willkürlichen und nutzlosen Unterbrechungen. Das mag für jemanden, der bereits weiß, wohin die Reise geht, nicht wirklich störend sein, wer allerdings die Geschichte zum aller ersten Mal in filmischer Form erleben möchte, dem würde ich zu der deutlich homogeneren, temporeicheren Kinoversion raten.

Das war es von meiner Seite aus, ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen und wir lesen uns bald wieder – entweder hier oder auf meinem eigenen Blog 🙂 .


Mehr zu Watchmen – Doomsday Clock


Watchmen | Gedankenspiel [Gastbeitrag von Comic_Neuling]

Warum Watchmen ?
„Ganz schön harter Tobak“
„Interessante Wahl für jemanden, der noch so neu im Thema ist“

Vorwort von DerStigler

Dieser Beitrag stellt den Beginn eines umfassenden und plattformübergreifenden Specials zum Thema Watchmen & Doomsday Clock dar. Ich, Comic_Neuling, Comic_Nerd92 und Ainu89 werden zu diesem gigantischen Thema Beiträge verfassen, aber auch Podcasts aufnehmen, in denen wir versuchen werden, die Komplexität dieses Kolosses zu erfassen, zu erklären und verständlich darzulegen, warum, sowohl der Comic, der Film, als auch das Doomsday Clock Event wegweisend für die Branche sind.

Auf dieser Übersichtsseite werdet ihr in Zukunft alle Beiträge von WordPress, Instagram & dem Nerds mit Akzent Podcast über dieses Special finden. Nun heißt es Bühne frei für Comic_Neuling und seinen Watchmen Beitrag!


Warum Watchmen ?


„Ganz schön harter Tobak“


„Interessante Wahl für jemanden, der noch so neu im Thema ist“


„Ein absoluter Klassiker, aber ob es das Richtige für einen Neueinsteiger ist?“


Das waren mitunter Aussagen, die ich mir anhören durfte, als ich als kompletter Neueinsteiger im Thema Comics als Erstes zu Watchmen griff. Es war nicht ganz mein erster Comic, aber ich griff recht schnell zu Watchmen. Ohne wirkliches Vorwissen und nur durch den großen Namen angelockt, stürzte ich mich recht naiv in die dystopische Welt der Watchmen.

Alles, was ich über die Watchmen wusste, kannte ich aus der Film-Umsetzung von Zack Snyder. Doch dann fand der Comic bei mir ein neues Zuhause. Ich merkte sofort, selbst mit meinem begrenzten Comic-Horizont, dass ich hier etwas Besonderes in Händen hielt.


Schon das Cover von Dave Gibbons hat mich sehr beeindruckt. Die gelb-schwarze Farbgebung, die von einem roten Blutflecken geradezu beschmutzt wird und dem Einband somit direkt den düsteren Tonus des gesamten Werkes verpasst, hat mich direkt in die passende Stimmung versetzt.


Als ich den Comic zum ersten Mal aufschlug, fiel mir sofort das 9-Panel-Raster ins Auge. Dieses mag auf den ersten Blick recht einfach wirken, bietet dem Künstler jedoch eine besondere Möglichkeit und tolle Ebene für kreative Ideen. Zum Beispiel bietet die Aufteilung verschiedenste Möglichkeiten, um mit Farben und Bildern auf diversen Ebenen visuell beeindruckende Effekte zu schaffen.

Dieses Stilmittel wissen die beiden Künstler bis zum letzten Quäntchen auszuschöpfen und benutzten es für verschiedenste Ideen. Von einer überkreuz farblich abgestimmten Seite, bis zu einer halb unterteilten Splashpage ist hier wirklich alles an kreativem Wahnsinn zu finden.

Doch nicht nur optisch konnte mich dieses Meisterwerk begeistern. Die Erzählstruktur hat mich nach nur kurzer Zeit von sich überzeugen können. Ihre Art und Weise, die Story manchmal schnell voranzutreiben und dann doch wieder abrupt zu entschleunigen, ist wirklich einzigartig. Die immer wieder nach jedem Kapitel eingestreuten Tagebücher, Zeitungsartikel und Briefe schaffen es, der Welt eine ungemeine Tiefe zu verleihen. Nach einigen Seiten eröffnete sich dann in Form eines im Comic gelesenen Comic eine zweite Ebene, die mich anfangs doch etwas verwirrte.

Mit „Tales of the Black Freighter“ wurde jedoch bei genauerer Betrachtung eine schöne Reflektion des Geschehens im Comic eingebaut, die sich meistens auf das Handeln von Ozymandias bezieht.
Dies alles umrahmt eine Story, die kaum dramatischer und düsterer sein könnte.
Durch den Hintergrund, dass Sie quasi im kalten Krieg stattfindet und dieser auch das Kernstück der Problematik ist, hat die Geschichte sich für mich nochmals um einiges realitätsnäher angefühlt. Doch hier ergänzt sich die in unserer Welt stattgefundene Krise noch um einen weiteren Faktor, nämlich Dr. Manhattan, der durch seine Fähigkeiten sowohl Erlöser, als auch Verdammnis der Welt sein kann.
Das alles ist manchmal wirklich „schwerer Tobak“ und so hat sich der Comic auch teilweise wie ein Stück Arbeit angefühlt. Jedoch ist die Story einfach zu genial, um sie zur Seite zulegen und weiß einen immer wieder zu überraschen und auch zu schocken.
Doch war es nun ein Fehler, diesen Comic schön als Einsteiger zu lesen?
Mitnichten! Er ist ein Meisterwerk und das nicht nur in der Welt der Comics, sondern auch im gesamten Bereich der Literatur und Kunst.

Watchmen ist mehr als die Summe seiner Teile. Es ist eine abgerundete Erzählung, die unsere jüngere Geschichte nimmt und ad absurdum führt. Es ist eine Reise die jeder erlebt haben sollte, der sich auch nur ansatzweise für Literatur und Popkultur interessiert.


Autor des Beitrags: Comic_Neuling

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Das Death Stranding Tagebuch, Kapitel 1: Bridges

Titel: Death Stranding
Entwickler: Kojima Productions
Publisher: Sony
Plattform: Playstation 4

Herzlich willkommen zurück zum Death Stranding Tagebuch. Im vorigen Beitrag haben wir den Protagonisten Sam Porter Bridges kennengelernt und unsere ersten Schritte in dieser neuen Welt gemacht.

Wer Kapitel 0 noch nich gelesen hat, findet hier den Link!

An dieser Stelle auch eine Spoilerwarnung. Ab Kapitel 1 wird es nicht mehr möglich, Teile der Handlung nicht zu rekapitulieren, aber ich werde mich bemühen, nicht zu viele grobe Spoiler zu verraten. Da dies geklärt ist, starten wir mit Kapitel 1: Bridges!

(c) Kojima Productions DEATH STRANDING™

Sam erwacht in einem Raum aus seinem Alptraum und hat keine Ahnung wie er dort hin gekommen ist. Ein gewisser Deadman, der als Gerichtsmediziner arbeitet, stellt sich dem Hauptcharakter vor und klärt ihn über vergangene Ereignisse auf. Durch die Nekrotisierung der Leiche und dem Erscheinen der DG’s entstand ein sogenannter Leeresturz, wodurch vom Verbrennungsofen nur mehr ein Krater zurückblieb.

Von Deadman wird Sam über seinen Aufenthaltsort, sein neues „Armband“, sowie die aktuellsten Ereignisse aufgeklärt. Anschließend erhält er den Auftrag, eine Sendung Morphium zur Präsidentin der Vereinigten Staaten zu bringen, welche trotz der schlimmen Ereignisse der letzten Jahre immer noch existieren.

Sam trifft also auf die Präsidentin Bridget Strand, die sich als seine Mutter entpuppt und Sam um Hilfe anfleht, ihr sowie ihrer Mission zu helfen. Das Gespräch verläuft alles andere als positiv und da die Präsidentin an Krebs leidet, wird die Anstrengung schließlich zu viel für sie. Sie stirbt in Sam‘s Armen, schließt jedoch einen Vertrag mit ihm und rekrutiert ihn indirekt für Bridges, deren Ziel die Wiedervereinung der USA ist.

Nach einem langen Dialog mit Die-Hard Man & Deadman nimmt Sam die Aufgabe an, die Leiche der Präsidentin zu einem Verbrennungsofen zu schaffen.

(c) Kojima Productions DEATH STRANDING™

Der Fußmarsch ist beschwerlich, aber Sam erreicht den Ofen und erweist seiner Mutter die letzte Ehre, bevor er sie dem Feuer übergibt. Auch BB 22 soll verbrannt werden, was Sam jedoch verweigert. Durch den plötzlich einsetzenden Zeitregen wird das Gelände des Ofens von GD‘s attackiert, denen Sam nur knapp entkommt.

Zurück in Central Knot City endet das Kapitel mit einem Flashback …

(c) Kojima Productions DEATH STRANDING™

Kapitel 1 bietet eine harmonischere Mischung aus Zwischensequenzen und Gameplay, was den Spielfluss wesentlich angenehmer gestaltet. Der Weg von Central Knot City zum Verbrennungsofen, sowie die Konfrontation mit den GD’s, dient quasi als erweitertes Tutorial für die Basisgrundlagen und lehrt die Wichtigkeit von Ressourcenmanagment, was aufzeigt, wie sich der Schwierigkeitsgrad von der Spielweise beeinflussen lässt. Man kann sich den Weg zum Ziel entweder leicht, oder schwer machen, was auch die Freiheit im Gameplay aufzeigt.

Ebenso wird die Inszenierung aus dem Prolog nochmal überboten und dank diverser totalen Einstellungen aufgezeigt, wie riesig die Welt ist. Der hervorragende Einsatz des Soundtracks tut dabei sein Übriges.


Das war der zweite Eintrag in meinem Death Stranding Tagebuchs. Ich hoffe, es war für euch interessant und ihr seid auch hoffentlich im nächsten Eintrag dabei, wenn wir uns das erste Kapitel vornehmen!


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Das Death Stranding Tagebuch, Kapitel 0: Der Prolog

Titel: Death Stranding
Entwickler: Kojima Productions
Publisher: Sony
Plattform: Playstation 4

Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe des Death Stranding Tagebuchs. Ähnlich wie bei Shenmue, oder den Yakuza Spielen ist eine normale Rezension nicht zielführend und ich habe eine andere Herangehensweise für dieses Spiel gewählt. In insgesamt 15 Kapiteln werde ich meine Gedanken, Eindrücke und Meinungen zu Death Stranding mit euch teilen, wobei jedes Kapitel des Tagebuchs für ein Kapitel des Spiels, sowie den Prolog steht. Sobald ich das Spiel abgeschlossen habe, wird auch ein abschließender Beitrag zu Death Stranding folgen. Da wir dies nun geklärt haben, starten wir direkt mit dem Prolog des Spiels.

(c)DEATH STRANDING™

Der Prolog erzählt noch nicht viel über die Handlung, aber in mehreren langen Einstellungen wird eine scheinbar dystopische Welt etabliert und unser Protagonist Sam Porter Bridges erleidet einen Unfall mit seinem Motorrad. Er sucht Schutz vor dem scheinbar gefährlichen Regen in einer Höhle und trifft auf die Frau Fragile. Wir erfahren hierbei auch, dass Sam als Bote arbeitet und Pakete abliefert. Die beiden werden von einer unsichtbaren Kreatur(?) bedroht und können Schlimmerem knapp entkommen. Nachdem sich die Wege der beiden getrennt haben, begibt sich Sam in die Stadt, um die Lieferung abzugeben. Kurz darauf wird er beauftragt, eine Leiche zu einem Verbrennungsofen außerhalb der Stadt zu bringen. Zusammen mit zwei Helfern endet die Mission im Chaos, als die Drei von den unsichtbaren Wesen, genannt DG’s, attackiert werden. Das Kapitel endet nach Sams Wiedergeburt und dem Erblicken eines gigantischen Kraters …

(c) Kojima Productions DEATH STRANDING™

Wie einleitend erwähnt, erzählt der Prolog noch nicht viel über die Handlungen, gibt dem Spieler aber ein paar kleine Handlungsbrocken, welche viele Fragen im Kopf aufploppen lassen, die vermutlich im Laufe des Abenteuers geklärt werden. Mich hat der Einstieg in erzählerischer Form an Dark Souls erinnert, da auch dort nur ein Grundgerüst erschaffen wurde und der Spieler sich den Rest selbst erarbeiten musste. Ich hoffe auf eine ähnliche Struktur in diesem Spiel beziehungsweise würde es begrüßen, nicht alles mit der Expositionskeule ins Gesicht zu bekommen.

(c) Kojima Productions DEATH STRANDING™

Komplett umgehauen hat mich der erste optische Eindruck des Spiels, da Death Stranding selbst für Playstation 4 Verhältnisse grandios aussieht und die Spielwelt zwischen Fotorealismus, sowie Ingame-Grafik in den ersten Zwischensequenzen zu wechseln schien. Auch die Inszenierung der surrealen Science-Fiction-Horror Elemente ist großartig und gibt Death Stranding eine komplett eigene Identität.

Abschließend muss ich noch ein paar Worte zur Balance von Gameplay und Zwischensequenzen verlieren. Hier merkt man am stärksten die Handschrift von Hideo Kojima, da der Prolog eine gigantische Zwischensequenz mit kleinen spielerischen Einlagen war. Das ist nur bedingt etwas Schlechtes, aber ich hoffe auf etwas mehr Gleichgewicht in den kommenden Kapiteln, da beides bei Kojima immer eine gelungene Mischung bildet …

(c) Kojima Productions DEATH STRANDING™

Das war der erste Eintrag in meinem Death Stranding Tagebuchs. Ich hoffe, es war für euch interessant und ihr seid auch hoffentlich im nächsten Eintrag dabei, wenn wir uns das erste Kapitel vornehmen!


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Ein zweiter Blick auf Lights Out | Gedankenspiel

Manchmal ändern sich Meinungen. Suicide Squad hielt ich bei Erscheinen für einen soliden Film aber inzwischen finde ich dieses Werk bestenfalls bemüht. Lights Out gehörte zu den ersten Filmen, die ich rezensiert habe und dieser Beitrag ist inzwischen fast zwei Jahre alt. Damals hat mir der Film nicht wirklich gefallen ABER vor kurzen habe ich Lights Out erneut gesehen und was ich jetzt von diesem Machwerk halte erfahrt ihr in den kommenden Absätzen …

Manchmal ändern sich Meinungen. Suicide Squad hielt ich bei Erscheinen für einen soliden Film aber inzwischen finde ich dieses Werk bestenfalls bemüht. Lights Out gehörte zu den ersten Filmen, die ich rezensiert habe und dieser Beitrag ist inzwischen fast zwei Jahre alt. Damals hat mir der Film nicht wirklich gefallen ABER vor kurzen habe ich Lights Out erneut gesehen und was ich jetzt von diesem Machwerk halte erfahrt ihr in den kommenden Absätzen. An dieser Stelle spreche ich zur Sicherheit eine Spoilerwarnung aus!

Bevor ich zum Film selbst komme gibt es noch ein paar allgemeine Infos! Lights Out erschien im Jahr 2016 unter der Regie von David F. Sandberg (Annabelle Creation), während James Wan (Conjuring & Conjuring 2) als Produzent fungierte.

Worum geht es in Lights Out? Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Geschwister Rebecca und Martin. Um ihre Schlafstörungen und Kindheitsängste zu überwinden hat Rebecca ir Elternhaus verlassen. Als ihr kleiner Bruder (Martin) die gleichen Ängste durchlebt wird klar das an dem Schreckgespenst Diana, das erscheint, wenn das Licht erlischt, mehr dran ist als nur bloße Einbildung. Schnell wird klar das zwischen der psychisch kranken Sophie (die Mutter von Rebecca und Martin) und Diana eine Verbindung bestehen muss.

Was Lights Outs gut macht ist die Etablierung von Diana, die bereits in den Momenten des Films auftaucht und fast immer unheimlich wirkt wenn sie Auftritt. Leider entsteht so auch das Problem von Lights Out. Da das Unheil von Anfang an bekannt ist, verliert der Film seine Spannungskurve, denn jedes unheimliche Ereignis wird sofort auf Diana zurückgeführt. Somit verdient Lights Out für die Etablierung des Monsters und dessen Auftritte ein Lob aber die fehlende Spannungskurve (wie man sie von Annabelle: Creation kennt) hemmt das Filmvergnügen.

Mein Highlight des Films war ganz klar das Filmmonster Diana. Ihre volle Macht entfesselt sie in der Dunkelheit während sie im Licht komplett machtlos ist aber sich offenkundig bewegen kann. Ihre Beziehung zu Sophie ist ebenfalls sehr interessant und trotz einer relativ umfangreichen Erklärung verliert der Horror kaum an Wirkung, was mich sehr überrascht hat, da eine übermäßige Erklärung eigentlich Gift für jeden Horrorfilm mit übernatürlichem Setting ist.

Was ich auch loben muss, ist die deutsche Lokalisierung. Ich mag es sehr wenn deutsche Sprecher richtig viel Emotion in ihre Arbeit legen und auch mal schreien, wenn es angebracht ist.

Was halte ich also jetzt von Lights Outs? Der Film ist sehr atmosphärisch und wartet mit einem coolen Filmmonster/Böswicht auf das über weite Strecken des Films sehr gruselig ist, aber leider fehlt es dem Film an einem wachsenden Spannungsbogen bedingt durch die frühe Etablierung des Unheils. Der Film ist dennoch durchaus sehenswert und bietet kurzweilige Horrorkost für Genrefans!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!