Ich habe meinen Körper verloren (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #17]

Titel: Ich habe meinen Körper verloren
Originaltitel: J’ai perdu mon corps
Regie: Jérémy Clapin
Laufzeit: 81 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Animationsfilme aus Frankreich versprechen im Regelfall immer ein interessantes Erlebnis zu sein und Ich habe meinen Körper verloren ist genau das!


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Die Handlung wird auf drei Ebenen erzählt. Im Zentrum steht die abgetrennte Hand von Protagonist Naoufel, die ihren Weg zurück zum Besitzer finden will. In Rückblenden wird das Leben des Protagonisten erzählt, sowohl des jungen Naoufel, als auch des Erwachsenen und wie es schließlich dazu kam, dass er seine Hand verloren hat. Was jetzt nicht übermäßig spektakulär klingt, entwickelt sich zu einer emotionalen und tiefgreifenden Reise ins eigentlich ziemlich miese Leben unseres Protagonisten, der viele Schicksalsschläge einstecken muss, aber trotz allem weitermacht.

Nicht nur erzählerisch, sondern auch auf optischer Ebene gefällt Ich habe meinen Körper verloren. Der Film weißt diese bestimmten Merkmale auf, die man gern bei europäischen (besonders bei französischen & belgischen) Animationsfilmen findet. Weniger fröhlich, etwas düsterer, aber nich bedrückend, sondern lebensnah, so wirkt Ich habe meinen Körper verloren. Dies merkt man auch in der deutschen Synchronisation. Die Sprecher wirken so, als ob sie völlig normal miteinander sprechen, mal emotional, mal neutral und manchmal total gelangweilt.

Zusammengefasst ist Ich habe meinen Körper verloren ein interessanter Genremix, der den Zuseher auf eine emotionale Reise mitnimmt, die total seltsam anfängt, sich aber langsam zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügt. Wer auf der Suche nach einem Animationsfilm, abseits der amerikanischen und asiatischen Produktionen, ist, sollte bei Ich habe meinen Körper verloren einen Blick riskieren. Ich vergebe für den Film ein verdientes sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi, JamesVermont

Die rote Schildkröte | Review

Was passiert, wenn Franzosen, Belgier & Japaner unter der Regie eines holländischen Trickfilmregiesseurs, einen Animationsfilm produzieren? Richtig, man bekommt einen der seltsamsten aber auch interessantesten Trickfilme der letzten Jahre präsentiert. Damit heiße ich euch zu meiner Review zum Animationsfilm die rote Schildkröte, aus dem Jahr 2016, willkommen!


Ein Schiffbrüchiger wird an einer verlassenen Insel angeschwemmt. Diese ist, bis auf Schildkröten, Krabben & Möwen völlig, unbewohnt.

Um von der Insel zu entkommen, baut der Mann ein Floß, welches bei mehreren Fluchtversuchen, von einer roten Schildkröte zerstört.

 

Der Schiffbrüchige tötet die Schildkröte, als jene an den Strand kommt. Diese Tat verändert das Leben & das Schicksal des Mannes für immer.


Die rote Schildkröte kommt komplett ohne Dialog aus und zeigt eine wunderschöne Geschichte, ohne wirklich etwas zu erzählen. Die atemberaubenden Bilder sprechen für sich selbst und führen den Zuseher langsam durch das Geschehen. Der Zeichenstil birgt viele kleine Details und wartet mit kräftigen Farben auf. Dazu kommt eine sehr hohe Animationsqualität.


Der Soundtrack ist ebenfalls gelungen. Außerhalb des Films würde ich ihn mir wahrscheinlich nicht anhören, aber im Film untermalt er perfekt die Ereignisse.

Alles in allem ist die Schildkröte ein sehr schöner & sehenswerter Trickfilm. Die japanisch-belgisch-französische Zusammenarbeit mit einem niederländischen Regisseur ist eine wunderbare Mischung und verleiht dem Film eine eigene Identität, bestehend aus diversen Merkmalen der landestypischen Trickfilme.
Leider war diese Review doch sehr kurz, aber so viel Material gibt dieser schöne Film nicht her. Das wars von meiner Seite, wir lesen uns beim nächsten Mal!