Mein Nachbar Totoro | Gedankenspiel [Kultfilm #6]

Titel: Mein Nachbar Totoro
Originaltitel: となりのトトロ
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 86 Minuten
Release: 1988

Eigentlich könnte ich fast alle Filme von Studio Ghibli in dieses Format packen aber ich will mich im Endeffekt, auf die drei beschränken, die wohl den größten Impakt ausgelöst haben. Dies wären Chihiros Reise ins Zauberland, Nausicaä aus dem Tal der Winde und der heute thematisierte Mein Nachbar Totoro aus dem fernen Jahr 1988.


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Professor Tatsuo Kusabake zieht im Jahr 1958 mit seinen beiden Töchtern, Satsuki und Mei, aufs Land damit die Familie bei der Mutter der Kinder sein kann, die sich in einem Krankenhaus erholt. Nachdem sich die Familie eingelebt hat lernen die beiden Geschwister nacheinander den Waldgeist Totoro kennen und entdecken Rußmännchen (kleine Kamingeister) im Haus. Als die Familie nach einiger Zeit ein Telegramm erreicht, dass die Mutter doch nicht wie geplant das Krankenhaus verlassen darf, bricht für die Geschwister ihre Welt zusammen und Mei möchte ihre Mutter mit besonderem Gemüse, dass jeden der es isst, schnell wieder gesund werden lässt, besuchen. Alleine macht sie sich auf dem Weg ins Krankenhaus und Satsuki bittet Totoro um Hilfe, damit sie ihre Schwester wieder finden kann …


Vor seiner Veröffentlichung als finanzielles Risiko angesehen erwies sich Mein Nachbar Totoro kurz nach seiner Premiere bereits als sehr erfolgreich und hat sich bis heute einen sehr guten Ruf aufgebaut, dem der viel mehr als gerecht wird. Mein Nachbar Totoro ist der klassische japanische Kinderfilm schlecht hin und hat, wie so viele andere Werke von Studio Ghibli einen zeitlosen Stil, der ihn für so ziemlich jede Generation von Zusehern zugänglich macht. Durch seine geradlinige Erzählung, seiner gefühlvollen Schilderung der kindlichen Erlebniswelt und den herzerweichenden Figuren ist Mein Nachbar Totoro nicht nur für Kinder, sondern für Leute jeder Altersgruppe geeignet die entwaffnende, liebevolle Atmosphäre des Films die eigenen Kindheitstage wieder aufleben lässt.

Mein Nachbar Totoro schafft es gekonnt eine reale und eine fantastische Welt zu kombinieren und dabei japanische Traditionen einfließen zu lassen, was ein tiefgreifenderes Verständnis für die japanische Kultur ermöglicht aber auch das ländliche Leben in Japan beleuchtet.

Diese liebevolle und gleichzeitig friedliche Atmosphäre wird durch einen ebenso liebevollen, wie wunderschönen Soundtrack unterstrichen für den sich der großartige Joe Hisaishi auszeichnet, dessen vielfältiges Werk prägend ist für eine lange Ära in der Studio Ghibli Filmografie.


Am Ende des Tages Mein Nachbar Totoro vielleicht etwas untergehen im Vergleich zu den großen, epischen Werken wie Chihiros Reise ins Zauberland, Prinzession Mononoke, Das wandelnde Schloss oder das Schloss im Himmel aber manchmal reicht es bereits aus, wenn man keine epische, aber dafür eine herzerweichende Geschichte über zwei Geschwister erzählt, deren größter Wunsch es ist, dass ihre Mutter bald wieder gesund wird und sie von einem freundlichen Waldgeist Hilfe bekommen. Die Stärken von Mein Nachbar Totoro liegen klar auf der Hand und man merkt sehr deutlich, wie viel Liebe in diesem Film steckt der, wie auch seine „Kollegen“, generations- und altersübergreifend für jede Zielgruppe geeignet ist. Mein Nachbar Totoro ist das perfekte Beispiel dafür wie zeitlos ein Kinderfilm sein kann, der auch gleichermaßen eine lehrreiche Funktion einnimmt und spielerisch die japanische Kultur, Lebensweise und die Shinto-Religion näher bringt.

Ich kann diesen Film jedem empfehlen der oder die Interesse an einem klassischen japanischen Kinderfilm hat, der zwar Zuckerguss bietet, aber dabei gleichzeitig so unfassbar liebenswert ist.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Das wandelnde Schloss | (Audio) Review

Titel: Das wandelnde Schloss
Originaltitel: ハウルの動く城
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 119 Minuten
Release: 2004

Kernfakten:

Titel: Das wandelnde Schloss
Originaltitel: ハウルの動く城
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 119 Minuten


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Chihiros Reise ins Zauberland | Gedankenspiel [Kultfilm #5]

Titel: Chihiros Reise ins Zauberland
Originaltitel: 千と千尋の神隠し
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 125 Minuten
Release: 2001

Nach einer (erneuten) viel zu langen Pause meldet sich das Format Kultfilm zurück, dafür aber mit einigen Kandidaten in Planung. Heute geht es um den wohl besten Anime aller Zeiten und eines der Aushängeschilder des legendendären Studio Ghibli.

Chihiros Reise ins Zauberland erschien im Jahr 2001 und gilt bis heute als einer der besten Animes aller Zeiten. Zugleich ist er der am höchsten ausgezeichnete Anime aller Zeiten, sowie auf Platz 2 der japanischen Animationsfilme nach Your Name.


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Im Zentrum der Handlung steht die 10 jährige Chihiro, welche mit ihren Eltern in eine andere Stadt zieht. Auf dem Weg verfahren sie sich und entdecken einen alten, verlassenen Vergnügungspark. Sie beginnen den Ort zu Dritt zu erkunden und während Chihiros Eltern unerlaubterweise in einem Restaurant wie Schweine essen, trifft unsere Protagonistin auf den mysteriösen Haku, der sie dazu antreibt, den Ort vor Einbruch der Dunkelheit zu verlassen. Chihiros Eltern haben sich jedoch in Schweine verwandelt und auf ihrer Flucht kommt sie ins Badehaus der Hexe Yubaba, welche selbiges für die Götter und Wesen des Shinto betreibt. Mit Hilfe der beiden Mitarbeiter Kamaji und Lin erhält Chihiro eine Anstellung im Badehaus, verliert jedoch ihren Namen an die Hexe. Unter dem neuen Namen Sen muss Chihiro einen Weg finden, die Macht der Hexe über sie zu brechen, ihre Eltern zu retten, Haku zu befreien und gleichzeitig ihren eigenen Namen nicht zu vergessen …


Chihiros Reise ins Zauberland ist ein wunderschönes Märchen, das den Zuseher tief in die Welt der japanischen Phantastik entführt und dabei stark mit der japanischen Mythologie spielt, was aber nicht befremdlich für westliche Sehgewohnheiten wirkt. Der Film hat sogar diverse Anleihen an Alice im Wunderland. Ein junges Mädchen gerät durch einen Tunnel (Hasenbau) in ein Wunderland und muss sich mit den dortigen Bewohnern auseinandersetzen, die sowohl freundlich, als auch bösartig sein können.

Neben den japanischen Fabelwesen werden auch Elemente etabliert, die man gern in westlichen Märchen findet, wie gute Feen (Hexe), eine böse Hexe, einen „verwunschenen“ Prinzen (Haku) oder Naturgeister, wobei letztere in Form der Rußmännchen absoluten Kultstatus erreicht haben und unter anderem meine Brust als Tattoo zieren.

Auf der optischen Ebene beeindruckt Chihiros Reise ins Zauberland durch den zeitlosen Stil der Ghilbi Filme, wie ihn auch Prinzessin Mononoke, das Schloss im Himmel, das wandelnde Schloss oder mein Nachbar Totoro haben. Es ist dieser bestimmte Look, der Chihiros Reise ins Zauberland klar als Anime auszeichnet, sich aber keinem festen Genre zuschreiben lässt und auch nicht altert, ähnlich wie es bei anderen großen Anime Klassikern, beispielsweise Akira, der Fall ist. Die fehlende Nutzung von CGI tut dem Film sehr gut und zeigt, wie viel Detailliebe man in ein Werk stecken kann, das völlig per Hand gezeichnet wurde und solche Filme wesentlich langsamer altern, als die Genrekollegen mit CGI Techniken.

In diesem Zusammenhang imponieren auch viele der groß inszenierten Szenen, wie der Auftritt des Flussgottes, oder Hakus Kampf mit den Papiermännchen. Auch die Darstellung von Leben im Hintergrund, wie die Arbeiter des Badehauses, welche ihrer Arbeit nachgehen, oder die im Heizraum herumhuschenden Rußmännchen sind nur ein paar Beispiele für den gigantischen Detailreichtum des Films.

Aber nicht nur erzählerisch und optisch, sondern auch akustisch gefällt Chihiros Reise ins Zauberland. Der Soundtrack, komponiert von Joe Hisaishi, unterstreicht die unterschiedlichen Stimmungen des Films perfekt und fügt sich immer äußerst wohltuhend in jede Szene ein, was die Einprägsamkeit vieler Szenen nur noch weiter intensiviert. Man kann die hohe Qualität des Soundtracks auch damit beschreiben, dass man ihn ohne den Film hören kann und er trotz allem Bilder im Kopf erzeugt, seien es nun Erinnerungen zum Film, oder anderer Art.

Eine kleine Randnotiz ist die hochwertige deutsche Synchronisation von Chihiros Reise ins Zauberland, was bei den Produktionen dieses Studios jedoch absolut normal ist und quasi zur Standardausführung gehört.


Am Ende des Tages ist Chihiros Reise ins Zauberland ein zeitloser Anime und ein wunderschönes Märchen, welches von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen genossen werden kann, da der Film eine für alle Altersgruppen taugliche Geschichte über Liebe, Selbstfindung, Familie und den Glauben an sich selbst erzählt, diese jedoch mit zahlreichen Fantasy/Märchen/Mythologischen Elementen kombiniert, was schlussendlich zu einem harmonischen Gesamtbild führt. Ich kann diesen uneingeschränkt jedem empfehlen, der/die auch nur das leiseste Interesse an Zeichentrickfilmen hat.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und hoffe, euch hat dieser Beitrag aus der Kultfilm-Reihe gefallen, welche nun (wirklich!) regelmäßiger folgen werden!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Der Anime Exzess vom 28.10 bis 29.10.17 | Storytime/Gedankenspiel

Ich habe mich letztes Wochenende mal zuhause wieder eingesperrt um endlich ein paar Animes sehen zu können. Diese werde ich euch nun in Kurzform vorstellen.
Was mich überrascht hat, ist der Zeitaufwand, den so eine Serie benötigt. Zwischen 2 & 4 Stunden musste ich pro Anime einrechnen. Natürlich habe ich noch mehr Animes auf meiner Liste und über Empfehlungen freue ich mich immer. Jetzt aber viel Spaß!


Norigami Staffel 1 (2014)

Den Anfang macht Norigami, der auf dem gleichnamigen Manga basiert. Der Anime erschien im Jahr 2014 und umfasst bisher 2 Staffeln, wobei ich bisher nur Staffel 1 kenne. Norigami fällt in die Genres Fantasy, Romance & Shōnen.
Yato ist einer von acht Millionen japanischen Göttern. Sein Problem ist jedoch, dass niemand an ihn glaubt. Auf einem seiner Aufträge, um Gläubiger zu erhalten, wird er vom Schulmädchen Hiyori Iki vor dem Überfahren bewahrt. Dabei wird Hiyori von einem Bus angefahren. Aufgrund dieses Ereignisses wird Hiyori zu einem halben Ayakashi (Dämon).
Als sie wieder auf Yato trifft und erfährt, dass er ein Gott ist, bittet Hiyori ihn um Hilfe. Yato ist jedoch schwach & hat seine heilige Waffe (Shiki) vor kurzem verloren. Während eines Kampfes zwischen einem Ayakashi & Yato erwählt der Gott einen Jungen zu seiner neuen Waffe. Er gibt ihm den Namen Yukine.
Die Handlung dreht sich um das Zusammenspiel von Yato, Yukine & Hiyori, sowie deren Abenteuern. Dazu gehören der Kampf gegen andere Götter, persönliche Konflikte und kleinere Jobs für Menschen.
Norigami ist in erst Linie eher auf Humor getrimmt, jedoch wird die Handlung im Laufe der Staffel ernster. Dabei vergisst der Anime seine Wurzeln nicht und lockert das Geschehen auf. Der Humor ist eher zahm, hat aber dieser leichten japanischen Touch, sprich der Humor besteht aus Situationskomik, sowie sexuellen Anspielungen. Was mich sehr überrascht hat, war die hohe Qualität der deutschen Lokalisierung. Dies ist besonders bei Animes nicht selbstverständlich.
Zusammengefasst ist Norigami ein hervorragender Anime, der gekonnt Humor & Action kombiniert. Leider gibt es auf Netflix nur die erste Staffel, aber diese ist sehr sehenswert. Neben der spannenden Geschichte bietet der Anime gute Sprecher, sowie eine hohe Animationsqualität. Prädikat: sehenswert!


Deadman Wonderland (2011)

Meinen ersten Kontakt zu Deadman Wonderland hatte ich über meine Ex-Freundin, die den Manga dazu gelesen hat. Der Anime selbst stammt aus dem Jahr 2011 und umfasst 12 Folgen. Auf Deutsch erschien der Anime erstmals 2014.
Ganta Igarashi lebt in Tokio, das durch ein Erdbeben weitestgehend zerstört. Um ein normales Leben zu führen, geht Ganta mit seinen Freunden zur Schule. Eines Tages taucht ein seltsamer, rot gekleideter Mann auf, der Gantas gesamte Klasse abschlachtet. Als Ganta Igarashi im Krankenhaus aufwacht, wird er wegen Massenmordes ins Deadman Wonderland, einem Privatgefängnis und gewinnorientierten Vergnügungspark, gebracht.
Ganta muss in diesem Gefängnis den rauen Alltag überstehen, an grausamen Wettkämpfen teilnehmen und den Mann in rot finden. Dazu muss Ganta alle drei Tage ein Gegengift einnehmen, da er sonst stirbt. Dieses Gift wird den Häftlingen durch eine Halskrause in den Körper injiziert.
Deadman Wonderland lässt sich dem Genre Shōnen zuordnen und legt den Fokus auf Science-Fiction. Die Prämisse ist sehr kreativ, wobei ich es belustigend finde, wie oft Tokio in japanischen Werken (Godzilla, Akira, Tokyo Magnitude) zerstört wird.
Für Deadman Wonderland spricht die hohe Animationsqualität, die gelungene Inszenierung und die sehr guten Sprecher mit Namen wie Rieke Werner, Maximilian Belle und Dirk Meyer. Gegen den Anime spricht die zeitweilige Zensur von Schimpfwörtern durch einen Piep-Ton.
Ich mochte Deadman Wonderland sehr gern. Die düstere Inszenierung und spannende Atmosphäre gefällt vom Anfang bis zum Ende. Dazu kommt eine gelungene Mischung aus Action, Drama & Verrat.

Prädikat: sehenswert!


Afro Samurai (2007)

Bei Afro Samurai handelt es sich um eine fünfteilige OVA vom Studio Gonzo. Die OVA basiert auf dem gleichnamigen Manga der von 1999 – 2000 veröffentlicht wurde. Mit Produktionskosten von 1 Million Dollar pro Episode ist dies die teuerste Produktion des Studios Gonzo.
Als Kind musste Afro mit ansehen wie sein Vater Rokutaro, die Nummer 1 der Kämpfer, von Justice getötet wurde. Bei diesem Kampf ging es um das Stirnband Nummer 1, welches dem Träger gottgleiche Kräfte verleiht. Die Nummer 1 darf nur von der Nummer 2 herausgefordert werden, während Nummer 2 von jedem herausgefordert werden kann.
Die OVA‘s erzählen Afros Weg der Rache, um wieder die Nummer 1 zu werden. Dabei stellen sich mit dem Afro Samurai zahlreiche Feinde in den Weg.
Im Grund bietet diese Miniserie nicht sehr viel Handlung, aber neben einprägsamen Figuren liegt der Fokus auf den dynamischen Kämpfen. Diese sehen sehr beeindruckend aus und sprechen für die hochwertige Qualität der Serie, was bei den Produktionskosten aber sein muss.
Afro Samurai verfügt über einen ganz eigenen und sehr markanten Stil. Ich wurde ein wenig an Hellsing erinnert, aber das hat wohl auch mit der Gewaltdarstellung zu tun. Im Vergleich zu Hellsing ist sie jedoch stilbildend und beschreibt das Prinzip der Gegengewalt. Afros Weg zur Nummer 1 ist mit Leichen gepflastert und auch nach seinem Sieg wird es nicht enden.
Alles in allem ist Afro Samurai eine Serie mit der perfekten Länge. In den fünf Folgen wird die Rachestory von Afro spannend garniert und bevor das Gemetzel öde wird, ist die Serie auch schon vorbei. Zu erwähnen sei noch der Soundtrack von RZA. Dieser passt perfekt zur Serie.

Prädikat: sehenswert!


Hellsing (2001)

Zum Abschluss widme ich mich dem ersten Hellsing Anime von 2001. Dieser umfasst 13 Episoden und wurde wie Afro Samurai von Studio Gonzo produziert. Meines Wissens nach weicht der Anime ab Folge 3 stark vom Manga ab. Da ich den Anime (noch) nicht gesehen habe, kann ich die Hellsing Serie nur als eigenständiges Werk bewerten.
Die Handlung der Hellsing-Serie beschäftigt sich mit den Operationen des protestantischen Ritter-Ordens, angeführt von Lady Hellsing sowie ihrer ausführenden Hand Alucard (ein Akronym für Dracula) und seiner Partnerin Seras. Als Gegenspieler dienen der Vatikan, sowie mächtige Vampire.
Hellsing mag ein Anime sein, der Kultstatus hat, aber dennoch ist es nicht ganz klar ersichtlich, wo die Geschichte hin möchte. Es geht um einen Chip, der Menschen in künstliche Vampire verwandelt und dieser Faden zieht sich durch die gesamte Serie, aber es fehlt ein klarer Gegenspieler. Pater Anderson führt seinen Auftrag als Vampirjäger aus und die Vampir-Brüder Valentine verteidigen ihr Revier. So geraten beide Gruppen mit der Hellsing-Organisation aneinander, aber ein clever aufgebauter Plot bleibt dennoch aus.
Was ich ebenfalls durchwachsen finde, ist die Atmosphäre. Für eine Serie, die sich mit Vampire und deren Gefahr für die Menschen beschäftigt, hätte ich mir mehr Horror erwartet. Ob dies der Mangavorlage geschuldet ist, kann ich nicht sagen. Positiv muss ich jedoch die Charakter erwähnen. Besonders Seras mit ihrer anfänglichen Abneigung gegen ihr neues Leben als Vampir und Alucard als schier unschlagbare Bestie haben mir sehr gefallen. Der Rest der Hauptcharakter bringt etwas Tiefgang mit, verblasst jedoch im Vergleich zu den beiden erstgenannten.
Alles in allem hat mich Hellsing zwar unterhalten, wusste mich jedoch nicht zu begeistern, wie es die vorigen Animes taten. Dennoch gehört dieser Anime zu den Kultserien des alten Viva Animeprogramms.

Prädikat: bedingt sehenswert!
Ich hoffe, dass mich der Manga mehr begeistern kann. An dieser Stelle noch etwas Schleichwerbung. Auf dem von Ainu89 gibt es ebenfalls einen tollen Beitrag zum Thema Hellsing:


Das waren meine Eindrücke & Meinungen zu den Animes, die ich vergangenes Wochenende gesehen habe. Ich hatte ehrlich gesagt viel Spaß und meine Lust auf Animes ist wieder geweckt. Zum Glück haben Netflix & Amazon Prime ein großes Programm zu diesem Thema. Ich wollte eigentlich noch die OVA Devilman vs Cyborg 009 aber das war mir dann doch zu trashig.
Bevor ich euch entlasse, möchte ich die gesehenen Animes ordnen und zwar, wie gut mir das Intro gefallen hat. Platz 1 hat mir am besten gefallen & Platz 4 war bemüht.
1. Deadman Wonderland

2. Norigami

3. Afro Samurai

4. Hellsing
Ein zweiter „Anime Exzess“ wird definitiv kommen und weitere Anime Reviews, Serien wie Filme werden ein fixer Bestandteil meines Portfolios.
Wenn ihr Vorschläge habt, was Animes angeht, lasst es mich bitte wissen. Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!