Flavors of Youth: International Version (Netflix Original) | Review [Netflixers goes Asia #3]

Titel: Flavors of Youth
Originaltitel: 肆式青春 / 詩季織々
Regie: Li Haoling, Jiaoshou Yi Xiaoxing, Yoshitaka Takeuch
Laufzeit: 75 Minuten
Release: 2018

Letztes Mal waren wir in Indien und heute besuchen wir sowohl China, als auch Japan in der Gemeinschaftsproduktion Flavors of Youth, welcher erneut ein Anthologiefilm ist und ebenso die Netflixers mit der Anime-Offensive 2020 kombiniert!


Kernfakten aus der Erinnerung

Titel: Flavors of Youth
Originaltitel: 肆式青春 / 詩季織々
Regie: Li Haoling, Jiaoshou Yi Xiaoxing, Yoshitaka Takeuch
Laufzeit: 75 Minuten
Release: 2018


Die Netflixers

Anime-Offensive 2020


Flavors of Youth erzählt drei Geschichten aus drei verschiedenen Städten, was im Vergleich zu Ghost Stories ein höheres Tempo erlaubt und sich dank der relativ kurzen Laufzeit des Films, 75 Minuten, auf das wesentliche konzentriert.

The Rice Noodles (Geschichte Nr. 1) handelt von den Erinnerungen eines jungen Mannes an die Zeit mit seiner Großmutter auf dem Land, wo die beiden regelmäßig San Xian Nudeln gegessen haben und diese perfekt waren, weil sie von Hand zubereitet wurden. Das zentrale Thema der Geschichte ist die Erinnerung an vergangene und allen voran unbeschwerte Zeiten, aber auch die zwangsläufige Veränderung von Dingen, dargestellt durch die Nudeln, wird thematisiert. Was man der Geschichte definitiv zugute halten muss, ist die Regung von nostalgischen Gefühlen, ohne zu sehr in Kitsch zu verfallen. Kurzum, ein starker Einstieg in den Film.

A Little Fashion Show erzählt die Geschichte von Yi Lin, die mit ihrer Schwester Lulu zusammenlebt. Yi Lin arbeitet als Modell und Lulu ist eine Studentin an einer Modeschule. Im Zentrum der Geschichte steht neben der Beziehung zwischen den Schwestern, die langsam bröckelnde Karriere von Yi Lin und ihr selbstauferlegter Leistungsdruck, der ihre Situation nur noch weiter verschlimmert. Dank ihrer Schwester und ihrem Manager bekommt Yi Lin eine zweite Chance und das Leben der beiden Schwestern wendet sich zum besseren. Auch die zweite Geschichte besticht durch Emotionen und bringt auch eine sehr schöne Botschaft mit, die sich klar gegen den permanenten Leistungsdruck ausspricht und daran erinnert, die wichtigen Dinge im Kopf zu behalten.

Love in Shanghai erzählt die Geschichte von Li Mo und dessen anfangs freundschaftlicher Beziehung zu Xiao Yu, die nach deren Schulabschluss in die Brüche ging. Viele Jahre später will Li Mo wissen, was sich auf der letzten Kassette von Xiao Yu befindet und begibt sich auf die Suche nach einem Kassettenrekorder im mordernen Shanghai. Die dritte und abschließende Geschichte empfand ich, trotz des Ansatzes als bitter-süße Liebesgeschichte, als die Schwächste. Das Grundthema ist sehr interessant, aber dennoch hat es dieser Kurzfilm nicht geschafft, mich vollends abzuholen.


Alles in allem ist Flavors of Youth ein sehr schöner Animationsfilm, der drei grundlegend tolle Geschichten erzählt und dabei wertvolle Botschaften vermittelt. Japanische Animationstechniken und chinesische Erzählweisen harmonieren großartig miteinander, was Flavors of Youth zu einer sehr interessanten Erfahrung macht, die sich angenehm von anderen Animes abhebt. Wer sich für Anthologiefilme begeistern kann und/oder Anime mag, kann bei Flavors of Youth gern einen Blick riskieren.

Ich vergebe für Flavors of Youth die Wertung sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Um ein Schnurrhaar (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #26]

Titel: Um ein Schnurrhaar
Originaltitel: Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu
Regie: Junichi Sato & Tomotaka Shibayama
Laufzeit: 104 Minuten
Release: 2020

Nach einer kleinen Pause meldet sich das Netflixers Format zurück. Katzen und Anime sind zwei Dinge, die ich sehr mag, ABER die Kombination konnte mich bisher wenig überzeugen. Dennoch habe ich mich auf um ein Schnurrhaar oder auch Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu gefreut, der zwar nicht perfekt ist, aber ein paar nette Ideen bietet.


Katzenartige Kernfakten

Titel: Um ein Schnurrhaar
Originaltitel: Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu
Regie: Junichi Sato & Tomotaka Shibayama
Laufzeit: 104 Minuten
Release: 2020


Netflixers Übersichtsseite

Anime Offensive 2020


Für die extrovertierte Miyo ist das Leben nicht leicht. Ihre Eltern befinden sich in der Scheidung und sie soll entscheiden bei wem sie leben soll, ihre große Liebe Hinode erwidert ihre Gefühle nicht und da sie sich auch noch in eine Katze verwandeln kann hängt ihr eine mysteriöse Nekomata im Nacken. Der Deal der dicken Katze ist simpel. In ihrer Katzenform bekommt Miyo die Zuneigung von Hinode, die sie so dringend will, und wenn sie dafür ihre Menschenform dauerhaft aufgibt ist sie mit ihrem Geliebten vereint. Als die Grenzen zwischen den Daseinsformen immer weiter verschwimmen entwickeln sich für Miyo ungeahnte Folgen …

Die Prämisse von um ein Schnurrhaar mit dem Wechsel zwischen zwei Daseinsformen ist sehr spannend und gehört zu den großen Stärken des Films. Besonders die Begegnungen mit der „großen Katze“ inszenieren eine ebenso mysteriöse wie unheimliche Atmosphäre, welche auch einen Teil des Spannungsbogens ausmacht, der aber leider erst im letzten Drittel wirklich Fahrt aufnimmt. Über weite Strecken der Handlung plätschert der Film nur so vor sich hin, baut zwar den Charakter von Miyo konsequent aus, bietet aber keine nennenswerten Plotpunkte, die es nicht schon in anderen Genrekollegen gab.

Was man dem Film zugutehalten muss, sind eine wunderschöne optische Präsentation und hochwertiger Zeichenstil. Beides macht den Film äußerst wohltuend für das Auge und bessert den Gesamteindruck deutlich auf.


Somit lässt sich zusammenfassend sagen, dass um ein Schnurrhaar kein Totalausfall ist und durchaus Stärken bietet, die eine Sichtung lohnenswert machen, können aber dem Film fehlt das gewisse Etwas um sich aus der großen Masse an modernen Anime hervorheben zu können. Stilistisch ist der Film definitiv gelungen, bietet einen etwas wirren aber interessanten Genremix aus Romance, Coming of Age & Mystery, sowie einige nette Plotpunkte aber erzählerisch bleibt der Film leider etwas auf der Strecke, wobei das letzte Drittel wieder einiges rausholt.

Somit bekommt um ein Schnurrhaar oder auch Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu die Wertung sehenswert– !

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Vampire Hunter D: Bloodlust | Review

Titel: Vampire Hunter D: Bloodlust
Originaltitel: Banpaia Hantā Dī: Buraddorasuto
Regie: Yoshiaki Kawajiri
Laufzeit: 105 Minuten
Release: 2000

Eigentlich wollte ich die Anime-Offensive 2020 mit einem Netflix Anime zurückkehren lassen, habe mich dann aber für den großartigen Vampire Hunter D: Bloodlust entschieden, der auf dem dritten Roman der Vampire Hunter D Reihe basiert.


Blutsaugende Kernfakten

Titel: Vampire Hunter D: Bloodlust
Originaltitel: Banpaia Hantā Dī: Buraddorasuto
Regie: Yoshiaki Kawajiri
Laufzeit: 105 Minuten
Release: 2000


In einer dystopischen Zukunft stehen die Vampire, nach einer langen Herrschaft, am Rande der Vernichtung. Baron Meier Link, ein als wenig blutdürstig geltender Vampir, entführt die junge Charlotte. Während ihr Vater den Dhampir D mit der Rettung seiner Tochter beauftragt heuert ihr Bruder weitere Söldner an. Schließlich stellt sich heraus, dass Charlotte garnicht entführt wurde, sondern freiwillig mit ihrem Geliebten fortging. D und Leila schließen einen Pakt, dass derjenige der länger, lebt Blumen auf das Grab des Anderen legen soll. Als das Liebespaar die Burg Chaythe erreicht läuft den Söldnern die Zeit davon und eine weitere Partei schaltet sich ein …


Ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht, dass der Genremix aus Western, viktorianischer Vampirgeschichte und Endzeitszenario so gut funktioniert. Der Film wirkt durch diese Mischung aus verschiedenen Genres weder abstrus noch überladen, sondern bietet eine stimmige Welt, die man auch für ihre Kreativität loben muss. Die Handlung selbst setzt im Genre des Vampir-Horrors zwar keine neuen Akzente, funktioniert aber gut genug um über die gesamte Laufzeit hinweg bei Laune zu halten.

Für das Jahr 2000 ist Vampire Hunter D: Bloodlust erstaunlich gut animiert aber auch inszeniert, selbst im Vergleich mit der Konkurrenz aus der Zeit. Die Atmosphäre schwankt von schaurigem Grusel über brachiale Action bis hin zum bildgewaltigen Abenteuer in einer düsteren Welt. Besonders zum Schluss hin nimmt der Horroranteil zu und erinnert beinah an eine alternative Variante von Castlevania.

Ebenfalls überraschend ist die hochwertige deutsche Synchronisation des Films, welche durch bekannte Sprecher wie Oliver Stritzel oder Christine Stichler glänzt. Grad für das Jahr 2000 ist eine hochwertige deutsche Synchronisation für einen Anime, der nicht vom Studio Ghibli ist, nicht selbstverständlich und äußerst löblich.

Auch der Stil von Vampire Hunter D: Bloodlust verdient eine Erwähnung, da der Film im Look alter Anime der 80er Jahre gehalten ist, diesen aber mit modernen Elementen vermischt, was für eine optische Abwechslung sorgt.


Zusammengefasst ist Vampire Hunter D: Bloodlust kein Meilenstein des Anime und keine Revolution im Vampirhorror ABER dafür ein solider Film, der verschiedene Genres nimmt und aus diesen einen spannenden Mix macht. Die Handlung wirkt manchmal nicht rund aber das Setting, die Synchro sowie die gesamte optische Präsentation wissen zu gefallen und der Genremix rundet das Komplettpaket ab. Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen Anime der frühen 2000er ist und Vampire mag, kann bei Vampire Hunter D: Bloodlust bedenkenlos reinschaun. Ich vergebe ein verdientes sehenswert!

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Das Königreich der Katzen | Review

Titel: Das Königreich der Katzen
Originaltitel: 猫の恩返し
Regie: Hiroyuki Morita
Laufzeit: 75 Minuten
Erscheinungsjahr: 2002

Mit Das Königreich der Katzen habe ich zum ersten Mal einen Ghibli Film gesehen, der mich nicht überzeugen konnte. Man merkt also, dass die Anime Offensive 2020 voller Überraschungen steckt!


Die Anime Offensive 2020


Als die siebzehnjährige Haru eine Katze vor dem Tod rettet, ändert sich ihr Leben grundlegend. Zum Dank für die Rettung des Prinzen beschließt der König des Katzenreichs, dass Haru dessen Frau werden soll. Der Teenagerin passt es natürlich gar nicht, mit einer Katze verheiratet zu werden. Um sich aus diesem Dilemma zu ziehen, soll sie sich an das Katzenbüro helfen, da der dortige „Baron“ ihr helfen kann. Als sie jedoch ins Reich der Katzen verschleppt wird, beginnt ihr Abenteuer erst richtig …


Ich muss sagen, dass mir die Prämisse vom Königreich der Katzen sehr gut gefällt und auch der Hang zum Surrealen ist äußerst unterhaltsam, aber dennoch fehlt dem Film der Reiz, sowie der Charme der großen Klassiker des Studio Ghibli. Die Handlung wirkt selbst im Vergleich zu den anderen Fantasyfilmen des Studios etwas arg absurd und entwickelt sich weniger spannend, als Genrekollegen, wie das wandelnde Schloss, oder Das Schloss im Himmel.

Optisch verfügt das Königreich der Katzen über einen etwas eigenwilligen Stil, der perfekt zum Hang zum Surrealen passt und mit der Atmosphäre des Films harmoniert. Für den Soundtrack zeichnet sich (leider) nicht Joe Hisaishi, sondern Yuji Nomi, der einen recht soliden Job abliefert, verantwortlich. Erhaben über jede Kritik ist die gewohnt hochwertige deutsche Synchronisation.


Trotz einiger Stärken mochte der Funke bei mir nicht überspringen, was unter anderem an der absurden Handlung und der sich nur sehr langsam entwickelnden Spannungskurve liegt. Die Thematik und Prämisse sind interessant, aber weder die Handlung, noch die Charaktere schaffen es, den Charme, sowie die hohe Qualität anderer großer Ghibli Produktionen zu erreichen.

Somit vergebe ich für das Königreich der Katzen, schweren Herzens, die Wertung bedingt sehenswert!

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Flüstern des Meeres – Ocean Waves | Review

Titel: Flüstern des Meeres – Ocean Waves
Originaltitel: 海がきこえる
Regie: Tomomi Mochizuki
Laufzeit: 72 Minuten
Erscheinungsjahr: 1993

Mit Flüstern des Meeres – Ocean Waves habe ich aktiv meinen ersten Ghibli Film gesehen, an dem sowohl Hayao Miyazaki, als auch Joe Hisaishi nicht beteiligt waren, aber dennoch war Flüstern des Meeres – Ocean Waves trotz der daraus resultierenden Andersartigkeit keineswegs schlecht!


Die Anime Offensive 2020


Als die attraktive siebzehnjährige Rikako Mutō von ihrer Schule in Tokio nach Kōchi, auf die Insel Shikoku, wechselt, lernt sie die beiden langjährigen Freunde Taku Morisaki und Yutaka Matsuno kennen. Schnell wird die Freundschaft von Taku und Yukata auf die Probe gestellt, da sich eine Dreiecksbeziehung mit Rikako bildet, die durch ihre unnahbare Art das Leben der beiden alles andere als einfach macht. Während Rikako immer verschlossener wird, leidet die alte Freundschaft von Taku und Yutaka immer weiter. Dies führt schließlich zum Bruch …


Flüstern des Meeres – Ocean Waves kommt, im Gegensatz zu vielen anderen Ghibli Filmen, gänzlich ohne Fantasy Elemente aus und erzählt stattdessen ein Liebesdrama mit Coming of Age Elementen, dessen Handlung sehr bodenständig und wesentlich geerdeter ist, als in den meisten anderen Filmen dieses Genres. Das Herzstück des Films sind die drei Hauptfiguren und deren schwierige Beziehung zueinander, wobei sich der Film die Zeit nimmt, sowohl den Sympathieträger Taku, als auch die Unsympathieträgerin Rikako auszubauen.

Trotz seiner recht knappen Laufzeit, ebenfalls im Vergleich zu anderen Ghibli Filmen, kommt Flüstern des Meeres – Ocean Waves mit relativ detaillierten Figuren des Weges und verfügt über ein relativ hohes Tempo, wenngleich der erzählerische Tiefgang aus anderen Werken des Studios fehlt. Dies geht allerdings auch mit der kürzeren Laufzeit einher, oder simpler ausgedrückt: Der Film hat ein relativ hohes Tempo, ist aber bei weitem weniger spannend, als andere Werke des Studios.

Auch wenn der Film erzählerisch nicht so stark ist, verdient der Zeichenstil eine lobende Erwähnung. Dieser wirkt erfrischend anders, als die Werke von Meister Miyazaki, aber der Stil gibt Flüstern des Meeres eine ganz eigene Atmosphäre und wirkt auch recht erfrischend, wenngleich etwas weniger zeitlos. Der Soundtrack ist in diesem weniger stark, als in anderen Werken, unterstreicht jedoch das Drama um die Dreiecksbeziehung sehr gut und fügt sich angenehm in den Hintergrund ein. Auch die deutsche Lokalisierung ist gewohnt hochwertig und auch für die damalige Zeit herausragend, da gerade die 90er nicht die optimalste Zeit für deutsche Lokalisierungen im Bereich Anime waren.


Alles in allem ist Flüstern des Meeres – Ocean Waves kein Meisterwerk der jüngeren Mitarbeiter des Studio Ghibli, aber dafür ein solides Drama, um eine relativ komplexe Dreiecksbeziehung. Die Themen Liebe und Freundschaft werden geerdet vermittelt und der Film erzählt ohne Mätzchen seine bewegende Jugendgeschichte, deren Ende nochmal einiges herausholt. Selbst wenn der Film nicht den Kultstatus anderer Ghibli Filme erreicht, so weiß das Jugenddrama zu unterhalten und stellt einen angenehmen Kontrast zum restlichen Werk des Studio Ghibli dar. Somit bekommt Flüstern des Meeres – Ocean Waves von mir die Wertung sehenswert- !

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Kikis kleiner Lieferservice | Review

Titel: Kikis kleiner Lieferservice
Originaltitel: 魔女の宅急便
Regie: Hayao Miyazaki
Laufzeit: 103 Minuten
Erscheinungsjahr: 1989

Die Anime Offensive 2020 meldet sich zurück und diese Folge, sowie die beiden Nächsten werden sich erneut mit den Ghibli Filmen beschäftigen. Eine gute Gelegenheit also, Filme nachzuholen, die ich noch nicht kenne, wie Kikis kleiner Lieferservice aus dem fernen Jahr 1989, basierend auf dem gleichnamigen Kinderbuch!


Die Anime Offensive 2020


Die junge Hexe Kiki verlässt mit 13 Jahren das Haus ihrer Eltern, um in der fremden Stadt ihr Hexenjahr zu absolvieren, damit sie ihre Hexenkräfte vervollständigen kann und somit die Tradition der Hexen erfüllt. Begleitet wird sie von ihrem Kater Jiji, der ihr helfend zur Seite steht und für jede Situation den passenden trockenen Spruch parat hat!

In ihrer Stadt der Wahl angekommen, versinkt Kiki anfangs in Verzweiflung, wie sie dort Fuß fassen und wo sie leben soll. Schnell findet sie jedoch Freunde und Unterkunft in einer Bäckerei. Ermutigt von der Besitzerin, beschließt Kiki einen eigenen Lieferservice zu eröffnen. Dabei kreuzt Tombo immer wieder ihren Weg, der die Welt von Kiki kräftig durcheinbar bringen wird.


Kikis kleiner Lieferservice ist ein liebevoller Animationsfilm, der es durchgehend schafft, eine gute Laune zu erschaffen und diese geschaffene Sympathie auch in den dunklen Phasen der Hauptfigur nicht verliert. Im Endeffekt erzählt der Film eine Geschichte über Selbstständigkeit, das Erwachsen werden, die erste Liebe und dem Finden von Freunden, bleibt dabei jedoch sehr bodenständig und wirkt zu keinem Moment überladen. Dies liegt daran, dass die einzelnen Themen der Geschichte harmonisch ineinander greifen und wie ein Uhrwerk als Gesamtheit hervorragend funktionieren. Ähnlich wie andere Filme, an denen Hayao Miazaki mitgewirkt hat, kombiniert auch Kikis kleiner Lieferservice Fantasy Elemente mit technischen Errungenschaften und zeigt eine Welt, in der Hexen ebenso natürlich sind wie Flugzeuge.

Trotz seines beachtlichen Alters verfügt Kikis kleiner Lieferservice über diesen bestimmten Ghibli Stil, wie ihn auch Das Schloss im Himmel, Das wandelnde Schloss, oder auch Prinzessin Mononoke haben, der einfach zeitlos wirkt und den Film zu jeder Zeit frisch wirken lässt, ohne erkennbare Spuren des Alters. Ebenso ist der Soundtrack, erneut aus der Feder des großartigen Joe Hisaishi, äußerst hörenswert und auch die deutsche Synchronisation zeugt wieder von hoher Qualität!


Zusammengefasst ist Kikis kleiner Lieferservice ein wunderbarer Animationsfilm mit vielen wertvollen Themen, einem tollen Soundtrack und einem zeitlosen Animationsstil, der auch nach all den Jahren immer noch zu gefallen weiß. Für jung und alt geeignet ist dieser Film zurecht ein kleiner Klassiker des Studio Ghibli und eine klare Empfehlung meinerseits. Mit diesem Film macht man grundlegend nichts falsch. Damit hat sich Kikis kleiner Lieferservice ein sehenswert+ total verdient!

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Dragon Ball Super Vol. 1: EP.: 01 – 13 | Review

Titel: Dragon Ball Super
Folgen: 131
Staffeln/Vol.: 12

Ich bin ein großer Dragon Ball Fan. Klar es gibt einiges, dass ich an diesem Franchise kritisieren kann, aber im Großen und Ganzen hänge ich sehr am Franchise. Im Zuge der Anime Offensive 2020 habe ich mir 3 Boxen des Dragon Ball Super Anime aus dem UK geholt, um diese Bildungslücke endlich zu schließen!


Anime Offensive 2020

Dragon Ball: Kampf der Götter

Dragon Ball Z: Ressurection F

Dragon Ball Super: Broly

Dragon Ball FighterZ

Dragon Ball und der Spannungsbogen


Seit dem Sieg über den Dämon Boo ist Frieden auf der Erde eingekehrt. Während Son Goku endlich einer richtigen Arbeit nachgeht, Son Gohan Bücher wälzt, Mister Satan sich in falschem Ruhm sonnt und Vegeta trainiert, um der allerbeste zu werden, sowie einen Familienausflug macht, erwacht in den Tiefen des Universums eine uralte Macht. Beerus, der Gott der Zerstörung, ist erwacht und begibt sich auf die Suche nach dem Super Saiyajin Gott, der unter anderem in Son Goku vermutet wird. Als Beerus auf der Geburtstagsfeier von Bulma keinen Pudding bekommt, droht die Situation zu eskalieren. Kein Super Saiyajin Gott und kein Pudding. Beerus droht die Erde zu zerstören allerdings schaffen es Son Goku, Son Gohan, Son Goten, Trunks, Vegeta und die schwangere Videl den Gott zu erschaffen. Son Goku stellt sich mit der Macht eines Gottes dem mächtigen Beerus entgegen mit dem Deal; wenn Goku gewinnt, wird die Erde nicht zerstört …


Die Handlung der ersten dreizehn Episoden ist im groben eine erweiterte, sowie etwas abgewandelte Form des Films Kampf der Götter und schafft die Besonderheiten des Films gelungen als Serie umzusetzen. Im Fokus steht der Humor, der sich besonders auf der Feier von Bulma bemerkbar macht, wenn Beerus und sein Assistent Whis die Köstlichkeiten der Erde kennenlernen und Vegeta sich regelmäßig zum Affen macht, damit Beerus nicht zu flippen anfängt.

Trotz mancher Streckungen in den Kämpfen ist das Tempo der Handlung angenehm hoch und die kleinen Ergänzungen, wie Vegeta Familienausflug, sind nette Zusätze.

Die Serie ist grundlegend recht hochwertig animiert, aber dennoch schwankt die Qualität mitunter sehr stark. Besonders der erste Kampf zwischen Goku & Beerus ist alles andere als schön anzusehen. Zum Ende hin wird die Qualität allerdings wieder wesentlich hochwertiger!

Auf die Ohren gibt es einiges, da sowohl die englische als auch die japanische Synchronisation sehr wohlklingend sind.


Zusammengefasst ist Dragon Ball Super Vol. 1 ein toller Einstieg in die Serie und knüpft harmonisch an Dragon Ball Z aber auch an Dragon Ball Classic an, was den Humor angeht. Auch wenn die ersten 13 Folgen nicht immer die hohe Animationskunst sind, ist der Look der Serie ansprechend und ein paar Kämpfe sehr wertig animiert.

Für Fans von Dragon Ball ist die Serie definitiv ein Fest, aber auch Neueinsteiger können mit der Serie durchaus Freude haben. Ich vergebe für Dragon Ball Super Vol. 1 die Wertung sehenswert- !

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Death Note (Anime) | Review

Titel: Death Note
Folgen: 37
Staffeln: 1

Die Anime Offensive geht in die siebte Runde und bevor wir uns wieder den Ghibli Filmen zuwenden, machen wir einen Schlenker zum modernen Kultanime Death Note, dessen Vorlage bereits unfassbar populär war!


Anime Offensive 2020


Light Yagami, ein hochintelligenter Schüler mit starken moralischen Werten, findet eines Tages das Death Note. Dabei handelt es sich um ein Notizbuch der Todesgötter. Wenn der Name einer Person in dieses Buch geschrieben wird und der Nutzer sich das Gesicht des „Opfers“ dabei vorstellt, stirbt er. Anfangs zweifelnd fasst Light nach der Gewissheit, dass das Death Note echt ist, den Entschluss, eine perfekte Welt ohne Verbrecher zu erschaffen. Dabei muss sich Light mit der japanischen Polizei, deren Teil auch sein Vater ist, sowie den beiden Meisterdetektiven L und Near auseinandersetzen. Unterstützung erhält er vom Todesgott Ryuk, sowie fanatischen Kira Anhängern …


Death Note ist einer der, wenn nicht sogar der komplexeste Anime, den ich jemals gesehen habe. Das Katz & Maus Spiel von L & Light fängt langsam an, baut sich aber zu einer intensiven Hatz auf, in der sich zwei Genies gegenseitig ausstechen müssen, da es um das Leben des anderen geht.

Obwohl der Anime sehr spannend und erzählerisch äußerst gelungen ist, wird der Bogen, wie leider so oft im Medium Manga, etwas überspannt. Nach dem Showdown mit L baut die Serie etwas ab, da weder Near, noch Mellow das Charisma ihres Vorbilds erreichen können und die Twist über Twist Methode langsam an Dynamik verliert. Besonders in den letzten 5 bis 6 Folgen stellt sich eine gewisse Müdigkeit ein.

Für einen Anime aus der Mitte der 2000er ist Death Note sehr hochwertig animiert und produziert, wodurch eine gewisse Zeitlosigkeit erreicht wird, die sich besonders im Stil, der Farbgebung, sowie der Darstellung von Emotionen widerspiegelt.

Die Inszenierung von Death Note ist überragend und spielt perfekt mit dem Soundtrack zusammen. Sobald eine der Spannungsspitzen erreicht wird, wird ein epischer Soundtrack genutzt, bei dem selbst simple Handlungen mit genialen Geistesblitzen kombiniert, sowie zelebriert werden.

Auch die deutsche Lokalisierung ist sehr hochwertig und die Sprecher liefern durchgehend eine tolle Performance ab.


Zusammengefasst ist Death Note ein großartiger Anime, der durch seine Figuren und die weitestgehend großartige Handlung zu überzeugen, aber auch technisch durchgehend zu gefallen weiß. Mein einziger Kritikpunkt ist der Durchhänger im letzten Akt des Anime, aber trotzdem hat Death Note die Wertung sehenswert definitiv verdient!

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Das wandelnde Schloss | (Audio) Review

Titel: Das wandelnde Schloss
Originaltitel: ハウルの動く城
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 119 Minuten
Release: 2004

Kernfakten:

Titel: Das wandelnde Schloss
Originaltitel: ハウルの動く城
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 119 Minuten


Anime Offensive 2020



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Das Schloss im Himmel | Review

Titel: Das Schloss im Himmel
Originaltitel: 天空の城ラピュタ
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 124 Minuten
Release: 1986

Die große Anime-Offensive geht weiter und heute stelle ich euch einen Ghibli-Film vor, den ich seit meiner Kindheit zu schätzen weiß. Das Schloss im Himmel erschien im Jahr 1986 und ist der erste offizielle Film des Studio Ghibli!


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Ni No Kuni

Chihiros Reise ins Zauberland

In this Corner of the World


Sheeta ist ein Waisenkind, die allein in einer Hütte in den Bergen lebt. Von ihrer verstorbenen Mutter hat sie eine Halskette mit einem mysteriösen Edelstein als Erbe erhalten. Vom geheimnisvollen Regierungsbeamten Musca wird Sheeta in einem Luftschiff entführt, welches wiederum von Luftpiraten angegriffen wird. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Pazu, der auf der Suche nach Laputa, einer fliegenden Stadt im Himmel ist. Das Leben der beiden ändert sich auf Grund dieses Treffens für immer …


Eines der hervorstechensten Merkmale von das Schloss im Himmel ist der Zeichenstil und die optische Präsentation im Allgemeinen. Dies fängt bereits beim Intro an, welches in dunklen Sepia-Tönen gehalten ist und somit einen völligen, wenngleich nicht unangenehmen, Kontrast zum restlichen Film bildet. Dank des Einsatzes der dunklen Töne wirkt die Eröffnungsszene beinah wie ein alter Holzschnitt. Neben dem farblichen Kontrast in der Eröffnungsszene wirkt die Welt von das Schloss im Himmel äußerst lebendig, was an den detaillierten Hintergründen liegt, welche viel Leben beherbergen und somit die Welt auch glaubhaft wirken lassen.

Ebenso wird die traditionelle japanische Leserichtung, von rechts nach links, gern im Film genutzt, da viele handlungsrelevante Dinge oft in der rechten Bildschirmhälfte ablaufen, aber auch besondere Kameraeinstellungen, die Schuss-Gegenschuss Technik, oder die Paralellmontage verleihen dem Film mehr Dynmaik und bieten viele nette Details zum Entdecken.

Das Schloss im Himmel lässt sich erzählerisch dem Fantasygenre zuordnen mit Ausschlägen ins Abenteuer- und Steam-Punk-Genre, wobei das Abenteuer, sprich die Suche nach der fliegenden Stadt, immer im Fokus steht. Der Titel selbst in eine Anspielung an den Roman Gullivers Reisen, aber auch der Edelstein von Sheeta, ist eine Anspielung an den Manga Sabaku no Mao.

Das größte Lob an diesen Film, der voller Dinge steckt, die ein Lob verdienen, geht an den Soundtrack, der von Joe Hisaishi komponiert wurde. Erneut schafft es Altmeister Hisaishi der Atmosphäre des Films so viele Emotionen durch seine Musik hinzuzufügen, dass in Kombination mit der opulenten Optik eine ganz eigene Harmonie entsteht. Besonders das Titelthema der Introsequenz erzeugt auch ohne den Film bereits Bilder im Kopf und lädt dazu ein, in diese fremde Welt einzutauchen!

Für die deutsche Lokalisierung zeichnete sich FFS (Film- und Fernseh-Synchron) aus, was bereits für eine hohe Qualität spricht, da dieses Studio auf dem Gebiet der deutschen Synchronisation bereits sehr viel Expertise mitbringt.


Zusammengefasst ist das Schloss im Himmel ein grandioser Animationsfilm des Studio Ghibli, der qualitativ auch nach über 30 Jahren immer noch zu überzeugen weiß und selbst nach heutigen Maßstäben mit der Konkurrenz den Boden aufzuwischen weiß. Wer auf der Suche nach einem Abenteuerfilm für Jung und Alt ist, der einen emotional, wie optisch, wie akustisch auf eine Abenteuerreise mitnimmt, sollte bei das Schloss im Himmel definitiv einen Blick riskieren, aber auch jeder, der nur entfernt was mit Animationsfilmen anfangen kann, darf einen Blick riskieren. Dies bringt das Schloss im Himmel die verdiente Wertung absolut sehenswert ein und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

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Chihiros Reise ins Zauberland | Gedankenspiel [Kultfilm #5]

Titel: Chihiros Reise ins Zauberland
Originaltitel: 千と千尋の神隠し
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 125 Minuten
Release: 2001

Nach einer (erneuten) viel zu langen Pause meldet sich das Format Kultfilm zurück, dafür aber mit einigen Kandidaten in Planung. Heute geht es um den wohl besten Anime aller Zeiten und eines der Aushängeschilder des legendendären Studio Ghibli.

Chihiros Reise ins Zauberland erschien im Jahr 2001 und gilt bis heute als einer der besten Animes aller Zeiten. Zugleich ist er der am höchsten ausgezeichnete Anime aller Zeiten, sowie auf Platz 2 der japanischen Animationsfilme nach Your Name.


Kultfilm Übersichtsseite!

Anime Offensive 2020


Im Zentrum der Handlung steht die 10 jährige Chihiro, welche mit ihren Eltern in eine andere Stadt zieht. Auf dem Weg verfahren sie sich und entdecken einen alten, verlassenen Vergnügungspark. Sie beginnen den Ort zu Dritt zu erkunden und während Chihiros Eltern unerlaubterweise in einem Restaurant wie Schweine essen, trifft unsere Protagonistin auf den mysteriösen Haku, der sie dazu antreibt, den Ort vor Einbruch der Dunkelheit zu verlassen. Chihiros Eltern haben sich jedoch in Schweine verwandelt und auf ihrer Flucht kommt sie ins Badehaus der Hexe Yubaba, welche selbiges für die Götter und Wesen des Shinto betreibt. Mit Hilfe der beiden Mitarbeiter Kamaji und Lin erhält Chihiro eine Anstellung im Badehaus, verliert jedoch ihren Namen an die Hexe. Unter dem neuen Namen Sen muss Chihiro einen Weg finden, die Macht der Hexe über sie zu brechen, ihre Eltern zu retten, Haku zu befreien und gleichzeitig ihren eigenen Namen nicht zu vergessen …


Chihiros Reise ins Zauberland ist ein wunderschönes Märchen, das den Zuseher tief in die Welt der japanischen Phantastik entführt und dabei stark mit der japanischen Mythologie spielt, was aber nicht befremdlich für westliche Sehgewohnheiten wirkt. Der Film hat sogar diverse Anleihen an Alice im Wunderland. Ein junges Mädchen gerät durch einen Tunnel (Hasenbau) in ein Wunderland und muss sich mit den dortigen Bewohnern auseinandersetzen, die sowohl freundlich, als auch bösartig sein können.

Neben den japanischen Fabelwesen werden auch Elemente etabliert, die man gern in westlichen Märchen findet, wie gute Feen (Hexe), eine böse Hexe, einen „verwunschenen“ Prinzen (Haku) oder Naturgeister, wobei letztere in Form der Rußmännchen absoluten Kultstatus erreicht haben und unter anderem meine Brust als Tattoo zieren.

Auf der optischen Ebene beeindruckt Chihiros Reise ins Zauberland durch den zeitlosen Stil der Ghilbi Filme, wie ihn auch Prinzessin Mononoke, das Schloss im Himmel, das wandelnde Schloss oder mein Nachbar Totoro haben. Es ist dieser bestimmte Look, der Chihiros Reise ins Zauberland klar als Anime auszeichnet, sich aber keinem festen Genre zuschreiben lässt und auch nicht altert, ähnlich wie es bei anderen großen Anime Klassikern, beispielsweise Akira, der Fall ist. Die fehlende Nutzung von CGI tut dem Film sehr gut und zeigt, wie viel Detailliebe man in ein Werk stecken kann, das völlig per Hand gezeichnet wurde und solche Filme wesentlich langsamer altern, als die Genrekollegen mit CGI Techniken.

In diesem Zusammenhang imponieren auch viele der groß inszenierten Szenen, wie der Auftritt des Flussgottes, oder Hakus Kampf mit den Papiermännchen. Auch die Darstellung von Leben im Hintergrund, wie die Arbeiter des Badehauses, welche ihrer Arbeit nachgehen, oder die im Heizraum herumhuschenden Rußmännchen sind nur ein paar Beispiele für den gigantischen Detailreichtum des Films.

Aber nicht nur erzählerisch und optisch, sondern auch akustisch gefällt Chihiros Reise ins Zauberland. Der Soundtrack, komponiert von Joe Hisaishi, unterstreicht die unterschiedlichen Stimmungen des Films perfekt und fügt sich immer äußerst wohltuhend in jede Szene ein, was die Einprägsamkeit vieler Szenen nur noch weiter intensiviert. Man kann die hohe Qualität des Soundtracks auch damit beschreiben, dass man ihn ohne den Film hören kann und er trotz allem Bilder im Kopf erzeugt, seien es nun Erinnerungen zum Film, oder anderer Art.

Eine kleine Randnotiz ist die hochwertige deutsche Synchronisation von Chihiros Reise ins Zauberland, was bei den Produktionen dieses Studios jedoch absolut normal ist und quasi zur Standardausführung gehört.


Am Ende des Tages ist Chihiros Reise ins Zauberland ein zeitloser Anime und ein wunderschönes Märchen, welches von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen genossen werden kann, da der Film eine für alle Altersgruppen taugliche Geschichte über Liebe, Selbstfindung, Familie und den Glauben an sich selbst erzählt, diese jedoch mit zahlreichen Fantasy/Märchen/Mythologischen Elementen kombiniert, was schlussendlich zu einem harmonischen Gesamtbild führt. Ich kann diesen uneingeschränkt jedem empfehlen, der/die auch nur das leiseste Interesse an Zeichentrickfilmen hat.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und hoffe, euch hat dieser Beitrag aus der Kultfilm-Reihe gefallen, welche nun (wirklich!) regelmäßiger folgen werden!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi, JamesVermont

Tokyo Ghoul Staffel 1 | Review

Titel: Tokyo Ghoul
Episoden: 12 (Staffel 1) – 48
Staffeln: 4
Studio: Studio Pierrot

Wie bereits in der Rezension zu In this Corner of the World angekündigt, startet auf DerStigler und Patreon eine Anime Offensive. Während auf unserem Patreon ein Talk über Weathering with you erscheinen wird, geht es auf dem Blog heute um die erste Staffel von Tokyo Ghoul während NiNoKuni vor kurzem Thema war. Viel Spaß!


In einem Tokyo, das neben Menschen auch von Ghulen, die verborgen leben, bevölkert wird, lebt Ken Kaneki, der sich in die schöne Liz verliebt. Nach einem ihrer Dates offenbart sich Liz als Ghul und will Ken fressen. Auf seiner Flucht auf eine Baustelle geraten er und Liz in einen schlimmen Unfall, bei dem Liz stirbt und Ken äußerst schwer verletzt wird. Um zu überleben, werden ihm im Krankenhaus Organe von Liz transplantiert, wodurch er zu einem Halb-Ghul wird. Ohne festen Platz in der Gesellschaft der Menschen und jener der Ghule findet Ken einen Platz im Cafe Antik, wo ihm der Besitzer beibringt, wie man die Brücke zwischen beiden Spezies sein kann. Ken muss sich mit seinem neuen Leben zurechtfinden, seine Vorbehalte aufgeben, aber auch mit den Gefahren für die Ghule leben …


Die Hauptgeschichte von Tokyo Ghoul, Kens Leben in beiden Gesellschaften, wird spannend erzählt und thematisiert stark die Themen Moral, Ethik, Rassismus und Menschlichkeit aus, was dazu führt, dass die Serie aus dem offenkundigen Horrorgenre ausbricht und tiefer gehen will. Als bestes Beispiel dienen hier die Vorbehalte Kens, Menschenfleisch zu essen, was er jedoch tun muss, um zu überleben. Ebenso wird der Hass zwischen Menschen und Ghule behandelt, was jedoch bedeutend weniger tiefgreifend ist.

Ein Problem des Anime, in Puncto Erzählung, sind die offenkundigen Schwächen im Ausbauen der eigenen Welt. Tokyo Ghoul etabliert im Laufe der zwölf Folgen umfassenden ersten Staffel viele Elemente, um die Welt lebendiger zu machen, versäumt es jedoch, diese weitestgehend auszubauen, oder gar zu erklären. Dies betrifft zum einen die Gesellschaft der Ghule selbst, aber auch das CCG, die Organisation, die mit der Jagd auf Ghule betraut ist. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, setzt die Serie gern auf einen höheren Gewaltgrad, der spätestens im Finale völlig absurd wird und auch nicht an die eigentümliche Ästhetik von Elfenlied oder Hellsing heranreicht.

Abseits der Handlung und den Problemen des World Buildings, punktet Tokyo Ghoul mit einem hervorragenden Soundtrack, sowie einer hochwertigen deutschen Synchronisation, bekannten Sprechern, wie Ricardo Richter (Ken), Sarah Alles (Toka) oder Joachim Kaps (Yakumo).

Ein weiteres Lob verdient der Stil der Serie, sowie die hochwertigen Animationen. Beides bildet eine harmonische Einheit, die auch perfekt zum Dark-Fantasy-Horror Setting passt und emotional zwischen hell & fröhlich, sowie düster und brutal schwankt.

Alles in allem ist Tokyo Ghoul keineswegs ein schlechter Anime. Man merkt der Serie die hohe Qualität an, allerdings sind die Schwächen in der um die Handlung herum erschaffenen Handlung nur sehr schwer zu übersehen, was den positiven Eindruck leider trübt. Dagegen gefällt die Serie in den Punkten Soundtrack, Synchronisation und Stilismus sehr. Trotz der Schwächen, vergebe ich für die erste Tokyo Ghoul Staffel die Wertung sehenswert, da die Haupthandlung genug Motivation bietet, um sich zum Schluss dranzubleiben.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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In this Corner of the World (Netflix Original) | Review [Netflixers #11]

Eine junge Frau heiratet in eine Familie außerhalb Hiroshimas ein und erlebt die Wirren des Zweiten Weltkriegs.

Heute quatschen wir ganz frei über In this Corner of the World, basierend auf dem Manga von Fumiyo Kono. Die Geräusche zu Beginn des Podcasts sind übrigens unser geklatsche.

Netflixers Übersichtsseite

Netflixers #11: In this Corner of the World

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Falls euch diese Rezension gefallen hat und ihr den Blog etwas unter die Arme greifen wollt beziehungsweise den Film erwerben wollt könnt ihr ihn über den unten angeführten Amazon Link kaufen oder etwas anderes erwerben. Für euch entstehen keine weiteren kosten aber ich erhalte eine kleine Provision.

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Berserk: Golden Age Arc III – The Advent | Review

Die Eclipse steht kurz bevor …

Berserk: Golden Age Arc III: The Advent ist ein großartiger Film. Damit ist eigentlich alles wichtige gesagt und die Rezension ist vorbei. Ich vermute allerdings, dass ich etwas ins Detail gehen sollte, warum der dritte Golden Age Film so gut ist.

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Was bisher geschah …

Der junge Söldner Guts zieht von einer Schlacht zur nächsten und lebt als Söldner in den ewigen Kämpfen im hundertjährigen Krieg der Midlands. Sein ganzes Leben ist von Gewalt und Leid bestimmt, allerdings ändert sich dies als er Teil der Kompanie der Falken unter Griffith wird und zum ersten mal Freunde hat. Die Falken erringen immer mehr Ruhm im Krieg um Midland und bekommen sogar die Chance, in den Adel erhoben zu werden. Um in den Augen von Griffith gleichwertig zu werden, entschließt sich Guts dazu, die Falken zu verlassen. In seiner anschließenden Trauer beginnt Griffith, eine verbotene Affäre mit der Kronprinzessin von Midland, was den Zorn des Königs erweckt. Die Falken werden als Verbrecher gejagt und Griffith schwer gefoltert …

Knapp ein Jahr nach dem Fall der Falken sind Kjaska und ihre Männer auf der Flucht. Als sie von Attentätern attackiert werden greift Guts ins Gefecht ein und rettet seine ehemaligen Kameraden. Sie beschließen Griffith zu befreien und dringen dafür ins Gefängnis von Midland ein. Die Mission glückt und die Falken können den Klauen des Königs entkommen. Griffith ist schwer geschunden und gebrochen. Dazu kommt seine Begierde für Kjaska und der Hass auf Guts, weil er ihn verlassen hat. Eines schicksalhaften Tages flüchtet Griffith aus dem Lager der Falken und findet seinen verlorenen roten Behelith wieder, den er aktiviert. Die Eclipse bricht an. Griffith, Guts, Kjaska und fast alle Mitglieder der Falken werden in eine andere Dimension gebracht, in der das Opferfest stattfinden soll. Im Austausch für die Opferung all seiner Kameraden erhält Griffith die Chance, ein Teil der God Hand, den fünf dämonischen Erzengeln Gottes, zu werden. Er nimmt das Angebot an und ein Massaker beginnt, das nur ein schwer verletzter Guts, sowie eine geistig gebrochene Kjaska überleben. Eine neue Ära bricht an …

Golden Age Arc III ist der Climax der Filmreihe und führt die Handlung zu einem irrsinnig epischen Höhepunkt, der optisch nicht nur das Highlight des Films, sondern auch der Filmreihe ist. Man merkt, wie die Handlung mit jedem Film düsterer wurde und auch die Atmosphäre erreicht einen schaurigen Höhepunkt. Das Highlight des Films ist klar die Eclipse und diese nimmt auch fast zwei Drittel des Films ein. Hier zeigt auch das Animationsteam was es wirklich auf dem Kasten hat und präsentiert eine groteske Hölle, in der, neben zahllosen Dämonen, auch die Erzengel der God Hand ihr Unwesen treiben.

Es ist auch dieser Film der die bekannte Dualität von Berserk einführt. Es gibt fünf Erzengel, die von Gott gesandt werden, jedoch sind dies fünf Dämonen. Man kann sich nun fragen, was für ein Gott in der Welt von Berserk existiert und was seine Intension sein soll. Das Design der God Hand und deren gesamte Inszenierung ist ebenfalls ein Highlight von Berserk, da hier auch erneut das Seinen Genre in seiner ganzen Pracht zelebriert wird. Was ebenfalls neue Höhen erreicht ist der Gewaltgrad. Berserk Golden Age Arc III ist einer der blutigsten Anime, die ich jemals gesehen habe und hier beweist man erneut Vorlagentreue, aber auch eine enorm hohe Qualität in puncto Animation, Inszenierung und Farbgestaltung. Dazu kommt ein gemeiner Cliffhanger, der durchaus den nächsten Arc anteast.

Berserk: Golden Age Arc III – The Advent ist ein hervorragender Anime und ein würdiges Finale für den Golden Age Arc, der alle Stärken der beiden Vorgängerfilme zu einem würdigen Höhepunkt führt. Erzählerisch wie Inszenatorisch gibt es nichts zu meckern. Auch die deutsche Lokalisierung bleibt hochwertig und der Soundtrack ist stimmig. Nun bleibt mir nur ein verdientes sehenswert+ zu vergeben und mich für die Aufmerksamkeit zu bedanken. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Berserk: Golden Age Arc II – The Battle for Doldrey | Review

Die Berserk Animationsfilme verfolgen scheinbar das gleiche System wie der Manga. Mit fortlaufender Handlung wird das Ganze immer besser & besser!

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Was bisher geschah …

Der Söldner Guts lebt auf den Schlachtfeldern Midlands. Sein Leben ist seit seiner Kindheit von Gewalt beherrscht. Erst als er sich den Falken und deren ehrgeizigen Anführer Griffith anschließt, erfährt Guts was Freundschaft, Kameradschaft und Familie bedeuten. Schnell erlangen die Falken immer mehr Ruhm und Guts wird der beste Kämpfer des Söldnertrupps. Doch der Adel sieht Emporkömmlinge nicht gern … [Berserk Arc 1 Review]

Guts und die Falken erringen einen Sieg nach dem anderen für den König von Midland, was ihnen schließlich eine Erhebung in den Adel einbringt. Somit rückt auch Griffiths Ziel in greifbare Nähe, da er einmal über sein eigenes Reich herrschen will. Um in Griffiths Augen gleichwertig zu werden, verlässt Guts die Falken. Dieses Ereignis wirft Griffith völlig aus der Bahn und bricht seinen Willen. Als auch noch seine Affäre mit der Königstochter bekannt wird, bricht alles zusammen. Griffith wird grausam gefoltert und die Falken zu Abtrünnigen erklärt …

Der zweite Golden Age Film steht dem Erstling in nichts nach, sondern baut die bereits vorhandenen Stärken weiter aus. Während die Animationsqualität gleichbleibend hoch ist, wurde die Inszenierung epischer und auch der Soundtrack wesentlich atmosphärischer. Die deutsch Lokalisierung bleibt ebenfalls gewohnt hochwertig und die Figuren werden so viel stärker charakterisiert, egal ob Haupt- oder Nebenfigur.

Erzählerisch wird die Handlung wesentlich komplexer und besonders die komplizierte Dreiecks-Beziehung zwischen Guts, Griffith & Kjaska rückt stärker in den Mittelpunkt. Inzwischen schwankt die Handlung zwischen Pulp, mittelalterlicher Romantik sowie leicht philosophischer High-Fantasy, was der Vorlage nahe kommt. Wo sich der Anime nun nicht mehr zurückhält, ist das Thema Gewalt & Sex, was den Film noch näher an den Manga bringt und gleichzeitig das Seinen Genre zelebriert.

Alles in allem ist Berserk: Golden Age Arc II – The Battle for Doldrey ein grundsolider Anime, der seine Vorlage mit Respekt behandelt, aber auch für sich genommen ein guter Film ist. Die Qualität der Animation ist wertig, die Soundkulisse (Soundtrack wie Synchronisation) gefällt und dank einiger stark inszenierter Szenen macht auch dieser Film lust mehr, was Berserk: Golden Age Arc II – The Battle for Doldrey ein verdientes sehenswert einbringt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Berserk: Golden Age Arc I – The Egg of the King | Review 

Ich liebe Berserk. Das liegt an der Handlung, der Welt, den Figuren, den verwendeten Thematiken und dem genialen Setting. Dank Netflix ist man nun in der Lage den dreiteiligen Anime The Golden Age genießen zu können.

Ich liebe Berserk. Das liegt an der Handlung, der Welt, den Figuren, den verwendeten Thematiken und dem genialen Setting. Dank Netflix ist man nun in der Lage den dreiteiligen Anime The Golden Age genießen zu können.

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Guts, ein junger Söldner, dessen Leben seit seiner Geburt von Elend, Mord und Gewalt geprägt ist, lebt auf den Schlachtfeldern Midlands. Kampf ist sein Geschäft und er ist verdammt gut in seinem Handwerk. Eines Tages gerät er, wegen seines herausragenden Einsatzes während einer Belagerung, ins Visier des Söldners Griffith und seiner Bande, den Falken. Nach einem Duell gegen Griffith, welches Guts schwer verletzt verliert und einer weiteren verlorenen Revanche wird Guts ein Teil der Falken. Während der kommenden drei Jahre erringen die Falken immer mehr Ruhm und Griffith steigt langsam im Rang auf, muss jedoch auch mit den Intrigen am königlichen Hof zurechtkommen, da ein Emporkömmling selten toleriert wird. Griffith besitzt jedoch das Ei des Herrschers, den Behelith, vor dem sich sogar Dämonen fürchten …

The Egg of the King erzählt in gestraffter Version den ersten Teil des Golden Age Arcs, der wohl der bekannteste Handlungsbogen von Berserk ist. Dazu werden die wichtigsten Figuren eingeführt und mit Zod sieht man auch den ersten Apostel, sprich einen mächtigen Dämon. Auch wenn die Handlung für Berserk-Fans nichts Neues bietet, wird sie mit einem angenehmen Tempo erzählt und die wichtigsten Handlungspunkte werden abgearbeitet, für Neueinsteiger ideal ist. Clever gelöst wurde der Abschnitt mit Guts Kindheit, die von Leid und Gewalt geprägt war. Anstatt ausführlicher Szenen, die definitiv zu einer Beschneidung im Westen geführt hätten, erhält man einen surrealen Alptraum der im groben die Leiden von Guts widerspiegelt.

Nicht nur Guts, sondern auch die beiden anderen Hauptfiguren, Griffith & Kjaska, erhalten genug Screentime, damit man die Figuren besser kennenlernen kann und in Grundzügen ihre Persönlichkeiten kennt.

Für einen Anime von 2012 ist die Animationsqualität verdammt hoch und äußerst ansprechend. Das Studio 4•C schafft es hervorragend die Dynamik, welche die Panels des Manga vermitteln, als Bewegtbild umzusetzen und besonders Guts wird perfekt als der Berserker dargestellt, der er im Kampf ist.

Was mich positiv überrascht hat, war die relativ zahme Zensur des Anime. Ja der Gewaltgrad der Vorlage wurde etwas zurückgeschraubt und diverse heftige Szenen wurde ausgelassen aber im Großen und Ganzen bleibt der Anime der Seinen Genre treu, was auch notwendig ist.

Alles in allem bildet The Egg of the King einen soliden Einstieg in die Berserk-Filmreihe und hält sich nah an der Vorlage, mit Ausnahme der ausgelassen/abgeänderten Szenen. Die Synchronisation, die Animationsqualität und die Inszenierung an sich wissen zu gefallen, was dem Film ein sehenswert einbringt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Big Fish und Begonia | Review

Titel: Big Fish und Begonia
Originaltitel: 大鱼海棠
Regie: Liang Xuan & Zhang Chun
Laufzeit: 105 Minuten
Genre: Anime
Erscheinungsjahr: 2016

Von Big Fish und Begonia habe ich im Vorfeld wenig gehalten und selbst als der Trailer ein gewisses Interesse weckte, war ich etwas Skeptisch. Nach der Sichtung war die Skepsis verflogen und durch Erstaunen ersetzt worden. Warum das so war, erfahrt ihr jetzt!

Kernfakten zum Film

Titel: Big Fish und Begonia

Originaltitel: 大鱼海棠

Regie: Liang Xuan & Zhang Chun

Laufzeit: 105 Minuten

Genre: Anime

Erscheinungsjahr: 2016


Handlung: Eine Liebesgeschichte und eine Welt jenseits der Ozeans

In einer Welt, jenseits des Meeresbodens, die von magisch begabten Wesen bewohnt wird, lebt das Mädchen Chun, die an ihrem siebzehnten Geburtstag einen Initiationsritus vollzieht der den Übergang zum Erwachsen sein darstellt.

Im Zuge dieses Rituals muss Chun, als roter Delfin, eine Woche in der Menschenwelt leben, um diese besser kennenzulernen. Kurz vor ihrer Rückkehr in ihre eigene Welt gerät Chun in einen Sturm und verfängt sich in einem Fischernetz. Sie wird von einem jungen Mann gerettet, der jedoch für seine heldenhafte Tat stirbt. Von Schuldgefühlen geplagt bittet Chun den Hüter der Seelen darum den Mann wieder ins Leben zurückzuholen. Als Preis gibt Chun dafür ihre Seele her, muss jedoch den Mann, den sie Kun nennt, großziehen damit er eines Tages in seine Welt zurückkehren kann.

Da Chuns Tat ein schweres Verbrechen in ihrer Welt darstellt, muss sie Kun vor den anderen Bewohnern verstecken aber ihre Welt an sich zürnt über Chuns Verbrechen …

Meine Meinung zum Film

Big Fish und Begonia ist eine Art Mischung aus Arielle die Meerjungfrau und Chihiros Reise ins Zauberland, wobei der Film nur grobe Elemente der Vorlagen nutzt und dank des chinesischen Einflusses (der Film kommt ja aus dem Reich der Mitte) eine eigene Identität hat. So werden keine Elemente des Buddhismus, sondern Elemente aus dem Konfuzianismus und Taoismus verarbeitet.

Die Handlung entwickelt sich langsam aber stetig und erzählt innerhalb von 105 Minuten eine Liebesgeschichte, ein Drama und ein Fantasyabenteuer, dass sehr spannend ist, aber an manchen Stellen etwas gehetzt wirkt wegen kleinerer Zeitsprünge. Es ist jedoch großteils problemlos möglich der Geschichte zu folgen und die Beweggründe der Figuren zu verstehen.

Ein großes Lob muss für den Zeichenstil und die Animation aussprechen, die der Konkurrenz aus Japan in nichts nachstehen. Besonders auf optischer Ebene punktet Big Fish und Begonia mit starken Bildern, die besonders im letzten Akt eine epische Note erhalten, um die Gefahr für die mystische Welt zu verdeutlichen aber auch dazu dient, um besser in diese Welt einzutauchen.

Überraschend hochwertig fällt auch die deutsche Synchronisation aus, wobei ich mich frage, ob ein Übersetzungsfehler aus den Delphinen und Walen im Film Fische statt Säugetiere macht oder ob die marinen Kreaturen nur an Wale/Delphine angelehnt sind. Abseits dieses „Mysteriums“ machen die Sprecher durch die Bank weg einen guten Job und wissen, wen beziehungsweise worüber sie sprechen.

Fazit

Zusammengefasst ist Big Fish und Begonia ein hervorragender Animationsfilm aus dem der Reich der Mitte, dessen Stärken klar in der etablierten Welt, dem Soundtrack und der Präsentation liegt. Die Handlung weiß zu gefallen und wird mit sehr viel Gefühl erzählt. Wer einen asiatischen Animationsfilm sucht, der der Konkurrenz aus Japan nichts nachsteht darf gern einen Blick riskieren. Ich vergebe für Big Fish und Begonia die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Dragon Ball Super: Broly | Review

Titel: Dragon Ball Super: Broly
Originaltitel: ドラゴンボール ブロリー
Regie: Tatsuya Nagamine, Naohiro Shintani, Kazuo Ogura
Laufzeit: 100 Minuten
Genre: Anime
Erscheinungsjahr: 2018

Ich liebe Dragon Ball, trotz seiner massiven Schwächen in der zweiten Hälfte, auch als Dragon Ball Z bekannt. Mit Dragon Ball Super hat Akira Toriyama bewiesen, dass er mehr aus seinem Universum machen als nur Kämpfer die sich zur nächsten Stufe schreiben. Meine beiden Rezensionen zu den anderen modernen Dragon Ball Filmen verlinke ich euch unter den Kernfakten!

Kernfakten zum Film

Titel: Dragon Ball Super: Broly

Originaltitel: ドラゴンボール ブロリー

Regie: Tatsuya Nagamine, Naohiro Shintani, Kazuo Ogura

Laufzeit: 100 Minuten

Genre: Anime

Erscheinungsjahr: 2018


Die restlichen Dragon Ball Film Rezensionen:

Weitere Dragon Ball Beiträge:


Handlung: Drei Krieger, ein Schicksal

41 Jahre vor dem Beginn des Films wird Freezer als neuer Großkönig im Weltall vorgestellt, dem sich auch das Kriegervolk der Sayajins unterwirft. Jahrelang verläuft das Bündnis zwischen den Sayajin und Freezer gut bis der Tyrann eines Tages den Entschluss fasst alle Sayajin und ihren Planeten zu vernichten. Diesen Genozid überleben nur Son Goku, der auf die Erde geschickt wird, Broly und sein Vater Paragus, ersterer wurde auf einen fernen Planeten verbannt sowie Prinz Vegeta mit seinen getreuen, unter ihnen Nappa und Radditz.

Die eigentliche Handlung setzt nach dem Tournament of Power an und behandelt Freezers perfiden Plan die Dragonballs zu sammeln, um sich einen Wunsch zu erfüllen, auf diesen Punkt gehe ich später etwas genauer ein. Nebenbei möchte er sich an Son Goku für die Niederlagen gegen ihn rächen. Um seine stark dezimierte Armee wiederaufzubauen schickt Freezer seine Anhänger auf die Suche nach mächtigen Kriegern. So werden Broly und Paragus von einem lebensfeindlichen Planeten gerettet auf dem sie fast 40 Jahre gelebt haben. Paragus hasst Vegeta für die Verbannung seines Sohns, daher schließen sie sich Freezer an dessen Plan eigentlich ganz simpel ist: Zur Erde reisen. Die Dragonballs holen. Broly auf Vegeta und Son Goku loslassen und beide Sayajin töten.

So simpel ist es, dann doch nicht wie man in der anschließenden Schlacht sieht. Broly entpuppt sich als schier unbesiegbarer Berserker, der immer stärker und stärker wird …

Meine Meinung zum Film

Eine Tugend des Films, die mit Kampf der Götter und Resurrection ‚F‘ eingeführt wurde, ist die Rückbesinnung auf das klassische Dragon Ball. Somit steht das Training der eigenen Fähigkeiten, das Erkennen des in einem schlummernden Potenzial und richtig skurrile Motivationen für die Bösewichte im Vordergrund. Sowohl Freezer als auch Bulma wollen die Dragonballs aus so bescheuerten Gründen sammeln, dass es schon wieder unterhaltsam ist.

Abseits dieses Aspekts tut einiges, um seine Figuren zu entwickeln. Besonders Broly bekommt mehr Persönlichkeit spendiert als er in seinen alten drei Filmen zusammen bekommen hat. Im Endeffekt ist er der brutale Berserker aus den alten Filmen, aber seine grundlegende Persönlichkeit ist anders und der schwachsinnige Grund „Er hasst Son Goku, weil dieser als Kind so viel geweint hat“ wurde zum Glück gestrichen. Paragus wurde ebenfalls etwas umgeschrieben und auch Bardock zeigt sich wesentlich menschlicher als in seinen alten Filmen.

Neben des ganzen erzählerischen Aspekten und Kniffen verfügt Dragon Ball Super: Broly über eine gigantische Inszenierung, die dem Franchise absolut gerecht wird. CGI und Zeichentrick gehen fast fließend ineinander über und Broly ist eine einzige Effektschlacht der mit seiner grünen Aura dem Film Shape of Warer in puncto Farbgebung Konkurrenz macht. Die Animationsqualität ist äußerst hochwertig, aber ca. in der Mitte des Films bricht die Qualität etwas ein aber das bessert sich schnell wieder.

Worin der Film allerdings all seine Vorgänger, mit Ausnahme des Freezer Themas aus Resurrection ‚F‘, überbietet, ist der Soundtrack. Passend zu imposanten Inszenierung kommt der Soundtrack ebenso epochal des Weges und passt sich perfekt den einzelnen Situationen an.

Fazit

Alles in allem ist Dragon Ball Super: Broly ein sehr guter Film die Stärken der beiden direkten Vorgänger ausbaut und mit Broly einen neuen Rivalen für Goku & Vegeta etabliert. In seinen 100 Minuten Laufzeit balanciert der Film hervorragend zwischen der Handlung und der Action aber ohne einen dieser Aspekte zu vernachlässigen. Wer Dragon Ball mag, kommt an diesem Film sowieso nicht vorbei aber auch Einsteiger können einen Blick werfen, da zu Beginn sehr Information für Neulinge etabliert wird.

Von mir bekommt Dragon Ball Super: Broly die Wertung sehenswert und gemessen am Dragon Ball Standard die Wertung absolut sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Godzilla 3: The Planet Eater (Netflix Original) | Review

Titel: Godzilla 3: The Planet Eater
Originaltitel: GODZILLA 星を喰う者
Regie: Kobun Shizuno, Hiroyuki Seshita
Laufzeit: 90 Minuten
Genre: Anime, Kaiju, Science-Fiction
Erscheinungsjahr: 2019

Ein neues Jahr und ein neuer Film mit der kultigsten Echse aller Zeiten ist erschienen. Godzilla: The Planet Eater bildet den Abschluss der animierten Godzilla-Trilogie und etabliert King Gidorah, den (wahrscheinlich) schlimmsten Feind von Godzilla.

Kernfakten zum Film

Titel: Godzilla 3: The Planet Eater

Originaltitel: GODZILLA 星を喰う者

Regie: Kobun Shizuno, Hiroyuki Seshita

Laufzeit: 90 Minuten

Genre: Anime, Kaiju, Science-Fiction

Erscheinungsjahr: 2019


Um die Handlung von The Planet Eater besser zu verstehen ist es ratsam die beiden Vorgänger gesehen zu haben. Die entsprechenden Rezensionen findet ihr hier:

Godzilla: Planet der Monster | Review | Die Filmreise Challenge #3

Godzilla: Eine Stadt am Rande der Schlacht | Review


Handlung: Das emotionale Finale

Nach der Schlacht zwischen der Erd-Allianz und Mecha Godzilla gegen den originalen Godzilla sind die Rückkehrer massiv geschwächt. Ohne Mecha Godzilla fehlt den ehemaligen Bewohnern der Erde eine effektive Waffe gegen den König der Monster. In ihrer Verzweiflung schließen die Menschen ein Bündnis mit den Exif und deren Gott des Todes, King Gidorah. Die letzte Schlacht bahnt sich an und Protagonist Hauro steht erneut an vorderster Front …

Meine Meinung zum Film

Auf Godzilla: The Planet Eater habe ich mich sehr gefreut aber als der Abspann einsetzte, wurde ich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits ist die Inszenierung bombastisch und King Gidorah als metaphysische Bestie sieht, ähnlich wie Godzilla, gigantisch aus, was den Namen „Planet Eater“ wirklich rechtfertigt. Andererseits fehlt dem Film die Schlacht zwischen Godzilla & King Gidorah, vielmehr stehen Hauros Zorn, seine Emotionen und methaphysische Fragen wie Religion im Fokus. Somit erhält dieser Film eine tiefe, die man im Genre eher selten sieht, aber die Action sollte trotz allem im Fokus stehen.

Abseits des tiefgründigen Protagonisten, der religiösen Themen und der interessanten Darstellung King Gidorahs überzeugt der Film auf visueller Ebene.

Neben der äußerst gigantischen Darstellung King Gidorahs und Godzillas ist die Animationsqualität sehr hoch. Vom Look her wurde ich erneut an die modernen Fire Emblem Spiele erinnert. Im Klartext heißt, dass das Godzilla 3 wie ein Anime aussieht, aber gleichzeitig computeranimiert ist, wodurch eine gewisse Sterilität entsteht.

In einem Punkt überbietet Godzilla 3: The Planet Eater alle anderen japanischen Godzilla Filme und das ist die hochwertige deutsche Synchronisation. Bei den Sprechern hatte ich durchgehend das Gefühl sie wissen, wen beziehungsweise worüber sie sprechen. Besonders Jesse Grimm als Hauro Sakaki legt so viel Gefühl in seine Stimme, wie man es selten im Genre sieht.

Fazit

Zusammengefasst ist Godzilla 3: The Planet Eater ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Inszenierung hervorragend, die Animationsqualität ist hoch und die Sprecher machen einen guten Job. Andererseits fehlt es dem Film an der genreüblichen Action, was wie ein krasser Bruch mit dem restlichen Genre wirkt. Kann ich den Film weiterempfehlen? Einerseits ja, weil viele Aspekte sehr gut sind und andererseits nein, weil der richtige Endkampf um die Erde fehlt.

Wer sich am Kaiju Genre erfreuen kann, darf bei Godzilla: The Planet Eater einen oder zwei Blicke riskieren. Alle anderen sollten diesen Film lieber auslassen.

Das führt mich zur Wertung bedingt sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Attack on Titan Staffel 1 | Review

Name: Attack on Titan
Folgen: 49+
Staffeln: 3+
Studio: WIT Studio, Production I.G
Genre: Action, Horror, Fantasy

Mit Attack on Titan verbinde ich äußerst positive Erfahrungen. Der Manga, inklusive Spin-offs, hat mir sehr gut gefallen, die beiden PS4 Spiele stehen auf meinem Pile of Shame und auch die Realfilme konnten mich überzeugen.

Heute geht es mir um den Anime, dessen erste Staffel zurzeit auf Netflix läuft!

Kernfakten zu Serie:

Name: Attack on Titan

Folgen: 49+

Staffeln: 3+

Studio: WIT Studio, Production I.G

Genre: Action, Horror, Fantasy

Weitere AoT Beiträge:

Attack on Titan Part 1 | Review

Attack on Titan Part 2 | Review

Attack on Titan Part 1 – Unterschiede zwischen Film & Manga | Gedankenspiel


Spoilerwarnung!

Handlung: Die Welt gehört den Titanen

107 Jahre vor Beginn der Rahmenhandlung erschienen die Titanen auf der Erde und brachten die Menschen an den Rand der Vernichtung. Die letzten Menschen bauten die drei großen Mauern Rose, Maria und Sina dank derer ein Jahrhundert des trügerischen Friedens anbrach. Als eines Tages ein kolossaler Titan auftauche und das Tor des Mauerbezirks Shiganshina einriss fielen die Titanen erneut ins Gebieten der Menschen ein und erinnerten sie erneut an die Gefahr durch diese Monster.

Die Geschichte dreht sich um Eren Jäger, seine Adoptivschwester Mikasa Ackermann und Armin Arlert, die den Angriff der Titanen auf Shiganshina er- sowie überlebt haben. Bei diesem Angriff starb Erens Mutter worauf dieser schwor alle Titanen auszulöschen. Zusammen mit seinen beiden Freunden schließt er sich dem Militär an, um seinem Ziel näher zu kommen. Kurz nach dem Ende ihrer Ausbildung wird der Bezirk Trost, der Außenbezirk der zweiten Mauer, angegriffen. Zusammen mit anderen Mitgliedern der 104. Trainingseinheit, von denen viele den erweiterten Kreis an Hauptfiguren bilden, beteiligen sich die drei Freunde an der Schlacht um Trost. Eren fällt, während des Kampfes allerdings taucht, als alle Hoffnung verloren scheint, ein monströser Titan auf der seine Artgenossen frisst. Als sich herausstellt, dass es sich bei diesem Titanen um Eren handelt, kann die Menschheit unter schweren Verlusten den Bezirk Trost zurückerobern. Trotz Misstrauen & Vorbehalten wird Eren zur größten Hoffnung, wenn es darum geht die Mauer Maria zurückerobern. Er wird unter Aufsicht des Obergrefreiten Levi dem Aufklärungstrupp zugeteilt, der ins Titanengebiet vorrückt, um die Rückeroberung zu planen. Auf einer Expedition in ebenjenes Gebiet stellt sich heraus, dass es noch mehr Titanenwandler wie Eren gibt …

Die Menschheit holt zum Rückschlag aus und die Flügel der Freiheit des Aufklärungstrupps stehen an vorderster Front.

Meine Meinung zur Serie

Wie auch die Mangavorlage schafft es der Anime sehr viel Handlung in kleinen, ineinandergreifenden Handlungsbögen zu erzählen und dabei seine Figuren stellenweise sogar besser zu charakterisieren als die Vorlage. Dies geschieht durch den simplen Kniff manche Szenen zu erweitern, die im Manga sehr kurz sind oder gar neue Szenen einzuführen. Bestes Beispiel ist die Einführung von Kommandant Pixies, die so im Manga nicht vorkommt.

Abseits der Handlung punktet Attack on Titan mit zwei weiteren Stärken. Zum einen ist die Animationsqualität einfach nur hervorragend und zum anderen ist die Inszenierung perfekt gelungen. Besonders die Kämpfe mit den Titanen sind dank des handlungsinternen 3D Manövers und der hochwertigen Animation so dynamisch wie nur möglich. Unterlegt werden alle epischen Szenen mit richtig epischer Schlachtmusik, die den Zuseher mitreißt und mitfiebern lässt, da Tode in Attack on Titan keine Seltenheit sind.

Doch nun komme ich zu dem Punkt der in jedem Anime angesprochen werden muss, und zwar die deutsche Synchronisation die, wie so ziemliches alles an diesem Anime, sehr gelungen ist. Es sind so großartige Sprecher wie Max Felder (Eren Jäger), Josephine Schmidt (Hanji Zoe) und Florian Halm (Levi Ackermann) die den Figuren nicht nur Persönlichkeit, sondern auch Tiefgang verleihen.

Fazit

Zusammengefasst ist Attack on Titan eine äußerst hochwertige Adaption des Mangas, die in allen Belangen durch Qualität glänzt und an gewissen Punkten die Vorlage etwas überbietet. Für Fans von actionlastigen Animes ist Attack on Titan ohnehin ein Pflichttitel und wer nach einem starken Einstieg sucht, sollte auch einen Blick riskieren. Ich vergebe die wohlverdiente Sonderwertung absolut sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Drifters Staffel 1 | Review

Name: Drifters
Folgen: 12
Staffeln: 1
Studio: Hoods Drifters Studio

In letzter Zeit habe ich vermehrt Lust auf Animes und dank den Streamingdiensten Amazon Prime, Wakanim und Netflix habe ich eine große Auswahl an Animes. Mit Drifters liebäugle ich schon länger und jetzt kommt die Review dazu!

Kernfakten zur Serie

Name: Drifters

Folgen: 12

Staffeln: 1

Studio: Hoods Drifters Studio


Handlung: Ein toter Krieger und eine neue Welt

Shimazu Toyohia kämpft tapfer auf dem Schlachtfeld von Sekigahara. Kurz vor seinem Tod steht er plötzlich in einem Gang voller Türen und in eine davon wird er eingesaugt. Er landet in einer fremden Fantasywelt und wird dort als Drifter bezeichnet. Bei diesen „Driftern“ handelt es sich um herausragende Krieger der Menschheitsgeschichte, die in dieser neuen Welt gegen den mysteriösen schwarzen König kämpfen. Zusammen mit Oda Nobunaga, Nasu no Yoichi und anderen Kriegern wie Hannibal nimmt Shimazu den Kampf gegen die Mächte des Bösen auf. Unterstützung erhalten die Drifter durch die Organisation Octobrist. Doch nicht nur der schwarze König, sondern auch das Imperium Orte erweist sich als Feind der Drifter …

Meine Meinung zum Anime

Eins vorweg, der Zeichenstil sowie die Animationsqualität gehören ganz klar zu den größten Stärken von Drifters. Dank moderner Technik wird der Manga äußerst hochwertig umgesetzt und die deutsche Synchronisation verleiht den Figuren viel Tiefgang, was besonders bei Animes außergewöhnlich ist. Ein großes Lob geht an Frank Schaff der den Samurai Shimazu spricht.

Der Gewaltgrad ist im Vergleich zu Hellsing, beide Werke stammen aus der Feder des Mangaka Kōta Hirano, drastisch zurückgefahren worden aber der flotte Erzählstil und die dezent sadistischen Figuren, ich euch an Shimazu & Oda, sind geblieben. Leider endet der Anime nach einer großen Schlacht mit einem Cliffhanger, der bis zum jetzigen Zeitpunkt(?) nicht fortgeführt wurde. Ein weiteres Manko ist die große Anzahl an eingeführten Driftern und Ends (die Bösen), welche zwar großteils coole Auftritte bekommen aber danach sehr unterentwickelt bleiben. Als Ausnahme, die allerdings nur die Regel bestätigt, müssen Oda, Shimazu und Nasu genannt werden.

Abseits der Handlung werden ernste Themen wie Rassismus behandelt und auf beinah groteske Art mit dem typischen Humor der Hirano Werke kombiniert.

Fazit

Alles in allem ist Drifters ein hochwertiger Anime, mit interessanter Thematik, wertiger Animationsqualität und starker deutscher Synchronisation. Leider hinterlassen die vielen oberflächlichen Figuren und der Cliffhanger einen bitteren Geschmack. Wer dennoch einen Anime sucht, der Hellsing ähnelt aber auf die gnadenlos übertriebene Gewalt verzichtet wird mit Drifters genauso viel Spaß wie ich. Daher vergebe ich für Drifters die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Pokemon – Der Film: Du bist dran! | Review

Titel: Pokemon – Der Film: Du bist dran!
Originaltitel: 
劇場版
げきじょうばん
ポケットモンスター キミにきめた!
Regie: Kunihiko Yuyama
Laufzeit: 97 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017 (J) / 2018 (EU)
Genre: Anime

Pokemon gehörte jahrelang zu meinen liebsten Spieleserien. Mit Omega Rubin hat die Serie für mich den absoluten Höhepunkt erreicht und mit der Edition Mond endete meine Liebe zu dieser Reihe leider sehr unrühmlich. Trotzdem gebe ich dem aktuellsten Pokemonfilm eine faire Chance!

Kernfakten zum Film

Titel: Pokemon – Der Film: Du bist dran!

Originaltitel:

劇場版

げきじょうばん

ポケットモンスター キミにきめた!

Regie: Kunihiko Yuyama

Laufzeit: 97 Minuten

Erscheinungsjahr: 2017 (J) / 2018 (EU)

Genre: Anime


Die Handlung von Pokemon – Der Film: Du bist dran! erzählt die erste Begegnung von Ash Ketchum, den Protagonisten des Animes sowie Pikachu, seinem Signaturpokemon, neu und verfolgt die Suche des Duo‘s nach dem legendären Pokemon Ho-Oh. Begleitet werden die beiden von den Trainern Verena und Konstantin während ein äußerst arroganter Kerl namens Axel als Rivale fungiert und Gary, ein Rivale des Animes beziehungsweise der Spiele, nur einen kurzen Cameo absolviert.

Unterwegs trifft das Trio um Ash immer wieder auf das mysteriöse Pokemon Marshadow, welches Ash folgt, seit er von Ho-Oh eine sogenannte Buntschwinge erhalten hat, die wiederum benötigt wird, um Ho-Oh zu treffen.

Die Geschichte des Films ist im Kern simpel erzählt, trägt aber mit der Wichtigkeit der Freundschaft eine sinnvolle Botschaft mit sich. Ohnehin wird die Freundschaft von Ash und Pikachu äußerst emotional inszeniert, was sie sehr glaubhaft macht.


Technisch ist der aktuelle Pokemon Film sehenswert und braucht sich auch nicht vor der Konkurrenz, in Form von Digimon, Yu-Gi-Oh und Dragon Ball, verstecken. Gezeichnete Szenen und CGI wechseln sich harmonisch ab, was besonders die Kämpfe äußerst wertig sowie sehr dynamisch aussehen lässt.

Die Kombination der verschiedenen Pokemon aus unterschiedlichen Generationen lässt den Film auch wesentlich „internationaler“ wirken und so manches Signaturpokemon von Ash wie Pickachu, Glurak und Smettbo bekommt einen Auftritt. Ebenso tritt das schurkische Team Rocket auf, allerdings lassen sich die Drei als größerer Cameo abstempeln. Allerdings setzt der Film ohnehin sehr stark auf Nostalgie und nostalgische Gefühle werden definitiv geweckt!

Sowohl die deutsche Synchronisation als auch der Soundtrack wissen ebenfalls zu gefallen, was mich besonders bei Animes immer freut, da gerade dieses Genre jahrelang stiefmütterlich behandelt wurde, was die Synchronisation angeht.


Zusammengefasst ist Pokemon – Der Film: Du bist dran! ein solider Anime, der zwar meine Liebe für Pokemon nicht wieder entfachen aber so manches nostalgisches Gefühl wecken kann. Abseits davon ist die Handlung simpel aber interessant um über 90 Minuten zu unterhalten. Besonders die Freundschaft von Ash & Pikachu ist glaubhaft und Herzstück des Films. Ebenso gefällt die technische Seite des Films.

Wer sich für Pokemon begeistern wird mit Pokemon – Der Film: Du bist dran! viel Freude haben. Alle anderen bekommen einen soliden Anime serviert. Daher vergebe ich die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Akira | Gedankenspiel [Kultfilm #2]

Herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe meines Formats Kultfilm, in dem ich mich mit einem analytischen Blick auf Kultfilme stürze. Heute geht es um Akira. An dieser Stelle spreche ich eine Spoilerwarnung aus.

Die bisherigen Kultfilme:


Akira ist ein Animefilm aus dem Jahr 1988. Die Regie übernahm Katsuhiro Otomo, der auch für die Mangavorlage verantwortlich war. Der Film gilt weithin als Klassiker des Animes und hatte viel zur steigenden Popularität von Animes sowie Mangas in der westlichen Welt beigetragen.

Es gibt einige Aspekte, in denen der Film aus den Animes der heutigen Zeit heraussticht und bis heute erwähnenswert ist. Da hätten wir die Handlung die auf drei Ebenen erzählt welche im Laufe des Films zusammenlaufen aber unterschiedlich stark ausgeprägt werden. Man kann den Film in zwei Hälften teilen, wo alle drei Stränge präsent sind.

In der ersten Filmhälfte kommt das sogenannte „world building“ zum tragen. Dabei werden Szenen gezeigt, die mit der eigentlichen kaum etwas zu tun haben aber aufzeigen, wie diese dystopische Welt funktioniert. Daneben laufen die Stränge um Tetsuo und Kaneda, die beide Mitlgieder der gleichen Motoradgang sind. Tetsuo trifft beim Kampf mit einer rivalisierenden Gang einen kleinen sowie altaussehenden Mann der wiederum aus einem Militärlabor geflohen ist. Tetsuo und der Mann (Takashi) werden vom anrückenden Militär gefangen genommen, während Kaneda seinen Freund retten will.

In der zweiten Hälfte des Films wird das „world building“ nach hinten gerückt und die Tetsuo/Kaneda Stränge vertieft. Hier wird der Fokus besonders auf Tetsuo gelegt, der übermenschliche Fähigkeiten entwickelt, dabei jedoch seine Menschlichkeit nach und nach verliert. Sein Werdegang zum Superschurken wird immer wieder von Visionen und Albträumen begleitet, die den Verlust des Körpers beziehungsweise dessen groteske Veränderung thematisieren. Der Body-Horror wird als effektives Stilmittel genutzt und nimmt zum Schluss gigantische Ausmaße an!

Ein weiterer interessanter Handlungspunkt ist Akira. Es wird nie ganz klar wer oder was Akira ist, allerdings scheint Tetsuo zum nächsten Akira werden zu können. Ich vermute, dass Akira eine Art metaphysische Macht ist, denn Akira war für die Explosion in Tokyo 1988 (31 Jahre vor der Filmhandlung) verantwortlich, was wiederum zum dritten Weltkrieg und der Wiedergeburt von Tokio als Neo-Tokyo geführt hat. Das Erscheinen von Tetsuo, der seine Mächte entwickelt, deuten auf eine Rückkehr Akiras und der erneuten Zerstörung sowie Wiederauferstehung Neo-Tokios hin.

Schließlich sieht ein Teil der Bevölkerung des Molochs Neo-Tokyo in Akira eine Art Gott beziehungsweise Heilsbringer, während die großteils korrupte Regierung in Akira (Tetsuo) ein gescheitertes Experiment sieht. Diese Gegensätzlichkeit und Vielschichtigkeit lädt zu reichhalten Spekulationen sowie Diskussionen über die Handlung des Films ein.

Abseits des komplexen Konstrukts der Handlung zeichnet sich Akira durch eine hochwertige Qualität in puncto Animation aus. Statt dem günstigeren Light Animation Verfahrens, wo nur wenige Teile des Bildes animiert sind und Animationsfolien wiederverwendet werden, fanden bei der Produktion von Akira knapp 160 000 Folien Verwendung. Das macht sich in einer deutlich höheren Animationsqualität, als bei anderen zeitgenössischen Werken, bemerkbar.

Ebenso ist der Soundtrack sehr faszinierend und besonders prägend für diesen Film. Neben der Nutzung klassischer Stücke arbeitet Akira mit einem Chor, was bildgewaltige Szenen besonders episch und imposant unterlegt. Der Soundtrack macht sich selbst noch eindrucksvoller, da an gewissen Punkten sämtliche Geräusche verstummen und die dann einsetzende Musik den Zuseher fast erschlägt.

Nutzen Science-Fiction-Filme in der Regel elektronische Musik um actionreiche Szenen zu unterstreichen kommen in Akira neben den Chören und einer Mischung aus europäischer, asiatischer sowie afrikanischer Musik eine markante Trommelmelodie zu Einsatz. Dieses Thema, bestehend aus einem schnellen Trommelrhythmus wird extrem eigentümlich im Kontext des Films, unterstreicht aber auch gleichzeitig die Besonderheit von Akira.


Lasst mich zusammenfassen. Akira gehört zu den wohl wichtigsten Animationsfilmen, die es gibt und besticht durch eine Vielzahl an Themen, Interpretationsmöglichkeiten und Stilmitteln. Wer ein Fan von Animes beziehungsweise Animationsfilmen ist, muss Akira definitiv gesehen haben, gleiches gilt auch für Fans von dystopischen Zukunftsvisionen. Dieser Beitrag soll auch nur als grober Überblick dienen, da dieser Film bedeutend mehr zu bieten hat als nur die Aspekte, die ihn für mich so besonders machen.

Ich werde mir wohl in den nächsten Monaten den Manga Akira zu Gemüte führen, da die Vorlage noch um ein vielfaches komplexer ausfallen soll.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Digimon Adventure tri. Chapter 2: Determination | Review

Titel: Digimon Adventure tri. Chapter 2: Determination
Originaltitel: Dai 2-shō Ketsui
Regie: Keitarō Motonaga
Laufzeit: 88 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015 (J) / 2017 (EU)
Genre: Anime

Eigentlich wollte ich Glacé weitersehen aber irgendwie werde ich mit der Serie nicht wirklich warm. Daher nutze ich die Gelegenheit um den zweiten Film der Digimon Adventure tri. Serie zu sehen!

Kernfakten zum Film

Titel: Digimon Adventure tri. Chapter 2: Determination

Originaltitel: Dai 2-shō Ketsui

Regie: Keitarō Motonaga

Laufzeit: 88 Minuten

Erscheinungsjahr: 2015 (J) / 2017 (EU)

Genre: Anime

Weitere Digimon Adventure tri. Rezensionen:


Was bisher geschah …

Nach ihrem Abenteuer im Sommercamp vor 6 Jahren sind aus Tai und seinen Freunden normale Highschoolschüler geworden. Als eines Tages plötzlich bösartige Kuwagamon in Odaiba auftauchen und Chaos stiften, finden die DigiRitter und ihre Digimon wieder zusammen um die Gefahr einzudämmen. Kaum ist diese Gefahr gebannt, wartet eine noch größere Herausforderung, in Form von Alphamon, auf die DigiRitter. Am Ende des Kampfes schließt sich ein neuer DigiRitter der Gruppe an und Tai wird von Selbstzweifeln geplagt, ob der Kampf gerechtfertigt ist da die Kollateralschäden verheerend sind. Der Kampf hat aber erst begonnen …

Nach den Ereignissen des ersten Films bekommen die DigiRitter um Tai Zuwachs, in Form von Meiko und ihrem Partner Meicoomon. Während die DigiRitter und ihre Partner, unter der Aufsicht der Agenten Nishijima und Himekawa, ein Gasthaus besuchen, taucht ein böses Ogremon in Odaiba auf. Allerdings wird das Ogremon von Leomon zurück in die Digiwelt gebracht.

Während eines Schulfestes, an dem die DigiRitter Mimi und Meiko mitwirken, während sich die Partner-Digimon einschleichen um kostenloses Essen abzustauben, wird Meikuumon von Kai, dem Digimonkaiser, entführt. In der Digiwelt kommt es zur Schlacht zwischen Imperialdramon und Leomon, Palmon und Gomamon. Dank ihrer Partner gelingt Palmon (Mimi) und Gomamon (Joe) die Megadigitation um Imperialdramon zu bezwingen. Allerdings verändert sich Meikuumon, tötet Leomon und verschwindet …


Wie bereits sein Vorgänger benötigt auch der zweite Digimon Adventure tri. Film etwas Zeit um in Fahrt zu kommen. Anders als sein Vorgänger kommt die Handlung schneller in die Gänge und schafft einen Spagat aus Erfrischung und Nostalgie. Die neue DigiRitterin Meiko wirkt liebenswert und integriert sich sehr gut in die Truppe. Nostalgisch wirken die Auftritte von Leomon und Ogremon, die bereits in der ersten Staffel des Animes (Digimon Adventure 1) eine größere Rolle gespielt haben und dank dem Auftauchen des Digimonkaisers wird eine weitere Brücke zu Digimon Adventure 2 geschlagen.

Inszenatorisch kommt der zweite Film nicht ganz an seinen Vorgänger ran, was auch für die Animation an sich gilt. Zumindest bis zum Endkampf mit Imperialdramon, der schnell, brutal und äußerst bildgewaltig ist. Die Digitationen von Gomamon & Palmon sehen super aus und werden perfekt mit einem der klassischen Digimon Adventure 1 Musikthemen unterlegt.

An der deutschen Synchronisation gibt es, wie auch im ersten Film, nichts auszusetzen, da die klassischen Sprecher dem Film erneut viel Wiedererkennungswert verleihen.


Alles in allem steht Digimon Adventure tri. Chapter 2: Determination seinem Vorgänger kaum in etwas nach und weiß ebenso zu unterhalten. Was mir gefällt und was eher schwächer an diesen Film ist, habe ich bereits weiter oben erwähnt, was mich zur Wertung sehenswert führt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Digimon Adventure tri. Chapter 1: Reunion | Review

Titel: Digimon Adventure tri. Chapter 1: Reunion
Originaltitel: Dai 1-shō Saikai
Regie: Keitarō Motonaga
Laufzeit: 96 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015 (J) / 2017 (EU)
Genre: Anime

Ich habe mal wieder richtig Lust auf einen Anime und Digimon Adventure tri. sticht mir schon länger ins Auge. Bei dieser Filmreihe handelt es sich um die siebte Staffel des Animes, die aus 26 Folgen besteht und in 6 Filmen zusammengefasst wird!

Kernfakten zum Film

Titel: Digimon Adventure tri. Chapter 1: Reunion

Originaltitel: Dai 1-shō Saikai

Regie: Keitarō Motonaga

Laufzeit: 96 Minuten

Erscheinungsjahr: 2015 (J) / 2017 (EU)

Genre: Anime


Sechs Jahre beziehungsweise drei Jahre sind seit den Ereignissen von Digimon Adventure 1 und 2 vergangen. Die DigiRitter um Tai sind älter geworden und haben sich etwas auseinander gelebt, was Tai sehr betrübt und die Tore zur Digiwelt sind fest verschlossen.

Als eines Tages plötzlich mehrere Kuawagamon in Odaiba auftauchen und für Chaos sorgen, finden die Digiritter der ersten Generation und ihre Partner wieder zusammen. Nach der ersten Schlacht taucht kurze Zeit später einer weiterer übermächtiger Feind namens Alphamon auf. Den DigiRittern wird klar, dass dies erst der Anfang eines viel größeren Abenteuers ist, dessen Ausmaß noch gar nicht greifbar ist und erneut zwei Welten gerettet werden müssen.

Die Handlung braucht etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen, gefällt dann aber durch den emotionalen Konflikt von Tai, der sieht welche Schäden die Digimon anrichten und fürchtet eines Tages für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein. Andererseits lassen sich die Konflikte in Chapter 1 mit Kuwagamon und Alphamon nicht friedlich lösen, was unweigerlich zu kämpfen führt. Allerdings finden auch „Coming of Age“ Elemente in der Handlung platz, die besonders Tai und seinen besten Freund/Rivalen Matt betreffen.

Ein anderes lobendswertes Detail ist die Inszenierung der Kämpfe, die mich angenehm an Godzilla und Pacific Rim erinnern. Der Kampf zwischen Greymon & Kuwagamon wirkt wuchtig während die Schlacht zwischen den guten Digimon und Alphamon knallhart sowie überraschend brutal ist. Selbstverständlicherweise kommt der Film ohne Blut aus!

Die Animationsqualität ist sehr hochwertig und löst bei mir einen ähnlichen Effekt aus wie damals bei Dragon Ball: Kampf der Götter. Eine Serie aus meiner Kindheit mit aktueller Technik neu zu erleben wirkt einfach sehr erfrischend!

Was mir auch gefallen hat, waren die originalen Sprecher der deutschen Fassung, was die Nostalgie gleich noch weiter verstärkt hat und abgewandelte Version des Titelsongs „Leb deinen Traum“, welcher hervorragend in den Anfang des Films eingearbeitet wurde.


Alles in allem ist Digimon Adventure tri. Chapter 1: Reunion ein solider Einstieg in die siebte Staffel, auch wenn der Einstieg in die Handlung etwas zäh vonstattengeht aber spätestens ab der Hälfte an Fahrt aufnimmt. Technisch ist der Film sehr hochwertig, was auch auf die Klanguntermalung und die Synchronisation sowie die Inszenierung zutrifft. Ich vergebe für Digimon Adventure tri. Chapter 1: Reunion die Wertung sehenswert ABER wer noch nie etwas mit Digimon zu tun hatte, sollte unbedingt die erste & zweite Staffel gesehen haben!

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Yu-Gi-Oh! Staffel 1 | Review

Name: Yu-Gi-Oh!
Staffeln: 5
Episoden: 224 in 5 Staffeln
Sender: RTL 2 (deutscher Raum)
Genre: Anime, Shōnen

Dank Netflix und dem Videospiel Legacy of the Duellist ist mein Interesse an Yu-Gi-Oh! wieder erwacht, wobei ich nie mehr Geld in das Sammelkartenspiel investieren werde.

Heute geht es mir um die erste Staffel der ersten Yu-Gi-Oh! Serie. Viel Spaß!


Die erste Staffel von Yu-Gi-Oh! beschäftigt sich mit dem Königreich der Duellanten, einem von Maximillian Pegasus (dem Erfinder des Kartenspiels Duel Monsters) veranstalteten großen Turnier. Um die beiden Erzrivalen Yugi Muto & Seto Kaiba zur Teilnahme zu bewegen, stiehlt der sinistre Pegasus mithilfe des mysteriösen Millenniumauges die Seelen von Yugi‘s Großvater und Kaibas kleinem Bruder Mokuba. Allerdings ist das Turnier nur ein Vorwand, um an Yugi‘s Millenniumspuzzle zu kommen. Von diesen Millenniumsgegenständen gibt es insgesamt sieben Stück und wer alle besitzt, soll große Macht erlangen. Pegasus will so seine verstorbene Frau zum Leben erwecken.

Neben diesem großen Handlungsstrang gibt es noch drei Anhänge. Zwei dieser Anhänge greifen offene Handlungsfäden der ersten Staffel auf und das dritte Anhängsel beschäftigt sich mit dem Würfelspiel Dungeon Dice Monsters.


Trotz des Alters von über 10 Jahren ist die erste Yu-Gi-Oh! Staffel erstaunlich gut gealtert. Die Animationsqualität kann zwar mit aktuellen Serien nicht mithalten, ist aber immer noch anschaubar ohne Augenbluten zu bekommen.

Die unterschiedlichen Kreaturen & Figuren schwanken manchmal im Design, aber das liegt am persönlichen Geschmack. Besonders Yugi‘s Frisur und seine komische Halskette, die wie ein Gürtel aussieht, haben mich irgendwie irritiert.

Interessant ist die Zensur des Animes in Bezug auf Waffen & sexuelle Anspielungen, wobei gerade zweiteres für den damaligen westlichen Markt wohl zu viel gewesen wäre.

Die deutsche Synchronisation schwankt zwischen solide und sehr abenteuerlich. Besonders die Bezeichnungen von Kartentypen und Effekten einzelner Karten wird etwas frei behandelt.


Zusammengefasst ist die erste Staffel von Yu-Gi-Oh! trotz des Alters und seltsamer Übersetzungen sowie Zensurmaßnahmen ein solider Anime, der neben Unterhaltungswert auch eine relativ geerdete Handlung aufweist, die im Vergleich zu späteren Staffeln weniger übertrieben ausfällt. Dazu werden die Themen Freundschaft & Teamwork stark fokussiert. Ich vergebe für Yu-Gi-Oh! Staffel 1 die Wertung sehenswert!

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Devilman Crybaby (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Name: Devilman Crybaby
Staffeln: 1
Episoden: 10 in 1 Staffeln
Sender: Netflix
Genre: Horror

Devilman ist ein Kultmanga von Go Nagai, habe ich mir zumindest sagen lassen. Bevor ich den Trailer und das Plakat auf Netflix gesehen war mir dieses Werk gänzlich unbekannt. Naja seis drum, heute geht’s um den Netflix Original Anime Devilman Crybaby, der etwas abgedreht ist.


Der sensible Akira Fudo wird von seinem besten Freund Ryo Asuka über eine bevorstehende Bedrohung informiert. Eine alte Dämonenrasse ist zurückgekehrt, um die Erde von den Menschen zu säubern. Ryo ist der Meinung, dass man die Dämonen nur mit ihren eigenen Waffen schlagen. Akira verbindet sich deshalb mit einem Dämon, wird zu Devilman und kämpft fortan gegen die dämonischen Horden.

Neben dieser Rahmenhandlung behandelt die Serie persönliche Konflikte der Figuren sowie das Thema Freundschaft.


Devilman Crybaby hat eine sehr hohe Animationsqualität, punktet jedoch mit dem äußerst speziellen Design. Man merkt deutlich, dass die Vorlage aus den 70er Jahren stammt. Die Figuren wirken irgendwie schlaksig aber dann wieder muskulös und die Dämonen sind ohnehin jenseits von gut & böse.

Im Bereich der Optik wechseln sich absurde Sex/Drogen/Gewaltfantasien mit Rapeinlagen über die Grausamkeit des Lebens und völlig normalen Gesprächen ab. Was völlig abgedreht klingt, ist genau dass aber es wirkt nicht fehlplatziert, sondern erfrischend. Da die Folgen ein recht hohes Tempo haben, passt der abgefahrene Stil sehr gut und ich war jedes mal gespannt, welche kranken Ideen die Macher nun präsentieren.

Dazu kommt eine äußerst wertige deutsche Synchronisation und dunkle Elektromusik als Soundtrack.


Ich muss mich korregieren. Etwas abgedreht ist untertrieben. Devilman Crybaby ist mit großem Abstand der verrückteste Anime den ich bisher gesehen habe aber genau dieses Setting, in Kombination mit der Bedrohung durch die Dämonen, macht den großen Reiz aus. Jede Folge bietet dem Zuseher etwas, um dranzubleiben. Wer mal einen etwas ausgefallenern Anime sucht, wird hier fündig werden. Ich vergebe ein wohlverdientes sehenswert, da alleine der rustikalere Stil einen Blick rechtfertigt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Gyo – Der Tod aus dem Meer | Review | Die Filmreise Challenge #64

Titel: Gyo – Der Tod aus dem Meer
Originaltitel: Gyo
Laufzeit: 70 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Produktionsland: Japan

Es wird Zeit mich erneut der Filmreise Challenge (weitere Infos hier) zu widmen. Heute geht es mir um die Aufgabe 64: Schaue die Verfilmung eines Mangas. Die Auswahl in diesem Bereich ist sehr groß, dennoch habe ich mich für Gyo – Der Tod aus dem Meer entschieden.

Den gleichnamigen Manga habe ich bereits vor einiger Zeit vorgestellt. Wer mehr wissen will folgt diesem Link: Gyo | Review


Die drei Freundinnen Kaori, Aki & Erika (seltsamer Name für eine Japanerin) machen Urlaub am Meer. Eines Tages erhebt sich die maritime Fauna und erklärt mit einer grotesken Armee auf Stelzenbeinen der Menschheit den Krieg. Als sich die Meeresbewohner auch Tokio nähern, macht sich Kaori auf die Suche nach ihrem Verlobten.

Die Geschichte bleibt im Kern die gleiche wie im Manga, jedoch wurden einige Figuren und deren Rollen abgeändert. War es im Manga die Rolle des Mannes seine Freundin zu suchen, so ist es im Film genau umgekehrt. Außerdem sind die beiden Figuren Aki & Erika neu. Ich finde diese neuen Figuren interessant, da beide Damen je ein Klischee des Horrorgenres bedienen. Während Aki das etwas übergewichtige Mauerblümchen ist, fällt Erika ganz klar in die Kategorie Schlampe aber beide Figuren ergänzen die Handlung sinnvoll als Protagonisten eines zweiten Handlungsstrangs.


Was die Animation angeht, gehört Gyo zur Gruppe der wertigeren Animes. Das Tempo ist recht hoch und Langeweile kommt eher selten auf, was auch an der gestrafften Laufzeit liegt.

Negativ fällt das CGI auf, welches sich mit dem Zeichenstil des Films beißt und die meiner Meinung nach fehlende groteske Note, wie sie im Manga vorhanden war. Ja der Film hat einige Ekelszenen aber so abartige Ausmaße wie der Manga erreicht die Verfilmung leider nie.

Positiv hat mich die deutsche Übersetzung überrascht. Es ist nicht Selbtverständlich dass Animes hochwertig in deutscher Sprache lokalisiert werden aber in Gyo hauchen die Sprecher den Figuren ideal Leben ein und geben ihnen Persönlichkeit.


Alles in allem ist Gyo ein solider Anime, der besonders für die Leute geeignet ist, denen der Manga zu grotesk ist. Die Geschichte geht als alternative Erzählung durch und sowohl Animation als auch Synchronisation gehen in Ordnung oder einfach gesagt; Gyo ist ein sehenswerter Anime sowohl für Fans des Mangas als auch Personen, die dieses Werk noch nicht kennen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Anime Exzess vom 28.10 bis 29.10.17 | Storytime/Gedankenspiel

Ich habe mich letztes Wochenende mal zuhause wieder eingesperrt um endlich ein paar Animes sehen zu können. Diese werde ich euch nun in Kurzform vorstellen.
Was mich überrascht hat, ist der Zeitaufwand, den so eine Serie benötigt. Zwischen 2 & 4 Stunden musste ich pro Anime einrechnen. Natürlich habe ich noch mehr Animes auf meiner Liste und über Empfehlungen freue ich mich immer. Jetzt aber viel Spaß!


Norigami Staffel 1 (2014)

Den Anfang macht Norigami, der auf dem gleichnamigen Manga basiert. Der Anime erschien im Jahr 2014 und umfasst bisher 2 Staffeln, wobei ich bisher nur Staffel 1 kenne. Norigami fällt in die Genres Fantasy, Romance & Shōnen.
Yato ist einer von acht Millionen japanischen Göttern. Sein Problem ist jedoch, dass niemand an ihn glaubt. Auf einem seiner Aufträge, um Gläubiger zu erhalten, wird er vom Schulmädchen Hiyori Iki vor dem Überfahren bewahrt. Dabei wird Hiyori von einem Bus angefahren. Aufgrund dieses Ereignisses wird Hiyori zu einem halben Ayakashi (Dämon).
Als sie wieder auf Yato trifft und erfährt, dass er ein Gott ist, bittet Hiyori ihn um Hilfe. Yato ist jedoch schwach & hat seine heilige Waffe (Shiki) vor kurzem verloren. Während eines Kampfes zwischen einem Ayakashi & Yato erwählt der Gott einen Jungen zu seiner neuen Waffe. Er gibt ihm den Namen Yukine.
Die Handlung dreht sich um das Zusammenspiel von Yato, Yukine & Hiyori, sowie deren Abenteuern. Dazu gehören der Kampf gegen andere Götter, persönliche Konflikte und kleinere Jobs für Menschen.
Norigami ist in erst Linie eher auf Humor getrimmt, jedoch wird die Handlung im Laufe der Staffel ernster. Dabei vergisst der Anime seine Wurzeln nicht und lockert das Geschehen auf. Der Humor ist eher zahm, hat aber dieser leichten japanischen Touch, sprich der Humor besteht aus Situationskomik, sowie sexuellen Anspielungen. Was mich sehr überrascht hat, war die hohe Qualität der deutschen Lokalisierung. Dies ist besonders bei Animes nicht selbstverständlich.
Zusammengefasst ist Norigami ein hervorragender Anime, der gekonnt Humor & Action kombiniert. Leider gibt es auf Netflix nur die erste Staffel, aber diese ist sehr sehenswert. Neben der spannenden Geschichte bietet der Anime gute Sprecher, sowie eine hohe Animationsqualität. Prädikat: sehenswert!


Deadman Wonderland (2011)

Meinen ersten Kontakt zu Deadman Wonderland hatte ich über meine Ex-Freundin, die den Manga dazu gelesen hat. Der Anime selbst stammt aus dem Jahr 2011 und umfasst 12 Folgen. Auf Deutsch erschien der Anime erstmals 2014.
Ganta Igarashi lebt in Tokio, das durch ein Erdbeben weitestgehend zerstört. Um ein normales Leben zu führen, geht Ganta mit seinen Freunden zur Schule. Eines Tages taucht ein seltsamer, rot gekleideter Mann auf, der Gantas gesamte Klasse abschlachtet. Als Ganta Igarashi im Krankenhaus aufwacht, wird er wegen Massenmordes ins Deadman Wonderland, einem Privatgefängnis und gewinnorientierten Vergnügungspark, gebracht.
Ganta muss in diesem Gefängnis den rauen Alltag überstehen, an grausamen Wettkämpfen teilnehmen und den Mann in rot finden. Dazu muss Ganta alle drei Tage ein Gegengift einnehmen, da er sonst stirbt. Dieses Gift wird den Häftlingen durch eine Halskrause in den Körper injiziert.
Deadman Wonderland lässt sich dem Genre Shōnen zuordnen und legt den Fokus auf Science-Fiction. Die Prämisse ist sehr kreativ, wobei ich es belustigend finde, wie oft Tokio in japanischen Werken (Godzilla, Akira, Tokyo Magnitude) zerstört wird.
Für Deadman Wonderland spricht die hohe Animationsqualität, die gelungene Inszenierung und die sehr guten Sprecher mit Namen wie Rieke Werner, Maximilian Belle und Dirk Meyer. Gegen den Anime spricht die zeitweilige Zensur von Schimpfwörtern durch einen Piep-Ton.
Ich mochte Deadman Wonderland sehr gern. Die düstere Inszenierung und spannende Atmosphäre gefällt vom Anfang bis zum Ende. Dazu kommt eine gelungene Mischung aus Action, Drama & Verrat.

Prädikat: sehenswert!


Afro Samurai (2007)

Bei Afro Samurai handelt es sich um eine fünfteilige OVA vom Studio Gonzo. Die OVA basiert auf dem gleichnamigen Manga der von 1999 – 2000 veröffentlicht wurde. Mit Produktionskosten von 1 Million Dollar pro Episode ist dies die teuerste Produktion des Studios Gonzo.
Als Kind musste Afro mit ansehen wie sein Vater Rokutaro, die Nummer 1 der Kämpfer, von Justice getötet wurde. Bei diesem Kampf ging es um das Stirnband Nummer 1, welches dem Träger gottgleiche Kräfte verleiht. Die Nummer 1 darf nur von der Nummer 2 herausgefordert werden, während Nummer 2 von jedem herausgefordert werden kann.
Die OVA‘s erzählen Afros Weg der Rache, um wieder die Nummer 1 zu werden. Dabei stellen sich mit dem Afro Samurai zahlreiche Feinde in den Weg.
Im Grund bietet diese Miniserie nicht sehr viel Handlung, aber neben einprägsamen Figuren liegt der Fokus auf den dynamischen Kämpfen. Diese sehen sehr beeindruckend aus und sprechen für die hochwertige Qualität der Serie, was bei den Produktionskosten aber sein muss.
Afro Samurai verfügt über einen ganz eigenen und sehr markanten Stil. Ich wurde ein wenig an Hellsing erinnert, aber das hat wohl auch mit der Gewaltdarstellung zu tun. Im Vergleich zu Hellsing ist sie jedoch stilbildend und beschreibt das Prinzip der Gegengewalt. Afros Weg zur Nummer 1 ist mit Leichen gepflastert und auch nach seinem Sieg wird es nicht enden.
Alles in allem ist Afro Samurai eine Serie mit der perfekten Länge. In den fünf Folgen wird die Rachestory von Afro spannend garniert und bevor das Gemetzel öde wird, ist die Serie auch schon vorbei. Zu erwähnen sei noch der Soundtrack von RZA. Dieser passt perfekt zur Serie.

Prädikat: sehenswert!


Hellsing (2001)

Zum Abschluss widme ich mich dem ersten Hellsing Anime von 2001. Dieser umfasst 13 Episoden und wurde wie Afro Samurai von Studio Gonzo produziert. Meines Wissens nach weicht der Anime ab Folge 3 stark vom Manga ab. Da ich den Anime (noch) nicht gesehen habe, kann ich die Hellsing Serie nur als eigenständiges Werk bewerten.
Die Handlung der Hellsing-Serie beschäftigt sich mit den Operationen des protestantischen Ritter-Ordens, angeführt von Lady Hellsing sowie ihrer ausführenden Hand Alucard (ein Akronym für Dracula) und seiner Partnerin Seras. Als Gegenspieler dienen der Vatikan, sowie mächtige Vampire.
Hellsing mag ein Anime sein, der Kultstatus hat, aber dennoch ist es nicht ganz klar ersichtlich, wo die Geschichte hin möchte. Es geht um einen Chip, der Menschen in künstliche Vampire verwandelt und dieser Faden zieht sich durch die gesamte Serie, aber es fehlt ein klarer Gegenspieler. Pater Anderson führt seinen Auftrag als Vampirjäger aus und die Vampir-Brüder Valentine verteidigen ihr Revier. So geraten beide Gruppen mit der Hellsing-Organisation aneinander, aber ein clever aufgebauter Plot bleibt dennoch aus.
Was ich ebenfalls durchwachsen finde, ist die Atmosphäre. Für eine Serie, die sich mit Vampire und deren Gefahr für die Menschen beschäftigt, hätte ich mir mehr Horror erwartet. Ob dies der Mangavorlage geschuldet ist, kann ich nicht sagen. Positiv muss ich jedoch die Charakter erwähnen. Besonders Seras mit ihrer anfänglichen Abneigung gegen ihr neues Leben als Vampir und Alucard als schier unschlagbare Bestie haben mir sehr gefallen. Der Rest der Hauptcharakter bringt etwas Tiefgang mit, verblasst jedoch im Vergleich zu den beiden erstgenannten.
Alles in allem hat mich Hellsing zwar unterhalten, wusste mich jedoch nicht zu begeistern, wie es die vorigen Animes taten. Dennoch gehört dieser Anime zu den Kultserien des alten Viva Animeprogramms.

Prädikat: bedingt sehenswert!
Ich hoffe, dass mich der Manga mehr begeistern kann. An dieser Stelle noch etwas Schleichwerbung. Auf dem von Ainu89 gibt es ebenfalls einen tollen Beitrag zum Thema Hellsing:


Das waren meine Eindrücke & Meinungen zu den Animes, die ich vergangenes Wochenende gesehen habe. Ich hatte ehrlich gesagt viel Spaß und meine Lust auf Animes ist wieder geweckt. Zum Glück haben Netflix & Amazon Prime ein großes Programm zu diesem Thema. Ich wollte eigentlich noch die OVA Devilman vs Cyborg 009 aber das war mir dann doch zu trashig.
Bevor ich euch entlasse, möchte ich die gesehenen Animes ordnen und zwar, wie gut mir das Intro gefallen hat. Platz 1 hat mir am besten gefallen & Platz 4 war bemüht.
1. Deadman Wonderland

2. Norigami

3. Afro Samurai

4. Hellsing
Ein zweiter „Anime Exzess“ wird definitiv kommen und weitere Anime Reviews, Serien wie Filme werden ein fixer Bestandteil meines Portfolios.
Wenn ihr Vorschläge habt, was Animes angeht, lasst es mich bitte wissen. Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

 

Dragonball Z: Resurrection ‚F‘ | Review

Nachdem mir Kampf der Götter so gut gefallen hat war es nur eine Frage der Zeit bis ich mir den aktuellsten Film um unseren liebsten Affenalien ansehen werde. Heute geht es also um Dragonball Z: Resurrection ‚F‘ und ich frage mich langsam ob man Dragon Ball oder Dragonball schreibt. Die Welt ist sich offenbar nicht einig. Naja, viel Spaß auf jeden Fall mit der Review!


Der Film setzt viele Jahre nach der Namek Saga und einige Zeit nach den Ereignissen von Kampf der Götter an. Auf der Erde suchen Prinz Pilaf und sein Gefolge nach den Dragonballs während der ehemalige Oberteufel Piccolo, für Son-Gohans Tochter Pan, als Babysitter fungiert.
In den tiefen des Alls fasst Sobert, der neue Oberbefehlshaber der Freezer Armee, den Entschluss seinen Meister mithilfe der Dragonballs ins Leben zurückzuholen. Gesagt, getan. Dank der unfreiwilligen Hilfe von Prinz Pilaf, lebt der alte Tyrann wieder und beschließt erst mal zu trainieren.

Nach vier Monaten & einer Stunde kehrt Freezer mit einer 1000 Mann starken Truppe zur Erde zurück um sich zu rächen. Son-Goku & Vegeta trainieren zu dieser Zeit bei Whis, dem Lehrmeister von Beerus.

Die erste Verteidigungslinie der Erde besteht also aus Son-Gohan, Piccolo, Muten-Roshi (ja der darf auch wieder mitspielen), Tenshinhan, Krillin & dem Weltraumpolizisten Jaco. Die Z-Kämpfer schlagen sich wacker haben aber am Ende keine Chance gegen Freezer. Schließlich erscheinen Son-Goku & Vegeta. Die Schlacht um die Erde beginnt also richtig.


Wie bereits bei Kampf der Götter ist auch in diesem Film die Geschichte hervorragend geschrieben & nachvollziehbar. Dazu kommen viele kleine Auflockerungen wie Piccolo als Babysitter, der Auftritt von Prinz Pilaf und die weiterhin bestehende Liebe von Whis & Beerus zum Essen der Erde. Übrigens vergisst der Film nicht auf seinen Vorgänger hinzuweisen.

Auch der Humor kommt nicht zu knapp. In erster Linie wird viel auf Slapstick gesetzt, sprich voll auf die Zwölf. Dazu kommen gut geschriebene Dialoge mit Beleidigungen, wenn Bulma Freezer als Oberarsch beschimpft oder aber Situationskomik. Wenn Beerus & Whis genüsslich ein Eis essen während Son-Goku kämpft scheint die Gefahr gar nicht so groß zu sein.


Die Animationsqualität ist hervorragend und übertrifft Kampf der Götter bei weitem. Die CGI Szenen stechen weniger heraus und die Optik ist noch hochwertiger als im Vorgängerfilm. Die Farben sind kräftig, die Verwandlungen beeindruckend und insgesamt wirkt der Film viel bombastischer. Es ist sehr erfreulich wenn man die technische Steigerung sieht.

Die deutsche Lokalisierung gefällt ebenso wie der abwechslungsreiche Soundtrack. Von J-Rock über Metal bis zu orchestralen Klängen


Das klingt alles so als ob mir dieser Film noch besser gefallen hätte als sein Vorgänger. Nun in vielen Punkten ist Resurrection ‚F‘ seinem Vorgänger überlegen aber an den großartigen Humor von Kampf der Götter kommt dieser Film nicht heran.

Trotzdem kann ich den aktuellsten Dragonball Z Film empfehlen und ich freue mich umso mehr auf Dragon Ball Super. Der Manga ist schon sehr vielversprechend.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!