Flavors of Youth: International Version (Netflix Original) | Review [Netflixers goes Asia #3]

Titel: Flavors of Youth
Originaltitel: 肆式青春 / 詩季織々
Regie: Li Haoling, Jiaoshou Yi Xiaoxing, Yoshitaka Takeuch
Laufzeit: 75 Minuten
Release: 2018

Letztes Mal waren wir in Indien und heute besuchen wir sowohl China, als auch Japan in der Gemeinschaftsproduktion Flavors of Youth, welcher erneut ein Anthologiefilm ist und ebenso die Netflixers mit der Anime-Offensive 2020 kombiniert!


Kernfakten aus der Erinnerung

Titel: Flavors of Youth
Originaltitel: 肆式青春 / 詩季織々
Regie: Li Haoling, Jiaoshou Yi Xiaoxing, Yoshitaka Takeuch
Laufzeit: 75 Minuten
Release: 2018


Die Netflixers

Anime-Offensive 2020


Flavors of Youth erzählt drei Geschichten aus drei verschiedenen Städten, was im Vergleich zu Ghost Stories ein höheres Tempo erlaubt und sich dank der relativ kurzen Laufzeit des Films, 75 Minuten, auf das wesentliche konzentriert.

The Rice Noodles (Geschichte Nr. 1) handelt von den Erinnerungen eines jungen Mannes an die Zeit mit seiner Großmutter auf dem Land, wo die beiden regelmäßig San Xian Nudeln gegessen haben und diese perfekt waren, weil sie von Hand zubereitet wurden. Das zentrale Thema der Geschichte ist die Erinnerung an vergangene und allen voran unbeschwerte Zeiten, aber auch die zwangsläufige Veränderung von Dingen, dargestellt durch die Nudeln, wird thematisiert. Was man der Geschichte definitiv zugute halten muss, ist die Regung von nostalgischen Gefühlen, ohne zu sehr in Kitsch zu verfallen. Kurzum, ein starker Einstieg in den Film.

A Little Fashion Show erzählt die Geschichte von Yi Lin, die mit ihrer Schwester Lulu zusammenlebt. Yi Lin arbeitet als Modell und Lulu ist eine Studentin an einer Modeschule. Im Zentrum der Geschichte steht neben der Beziehung zwischen den Schwestern, die langsam bröckelnde Karriere von Yi Lin und ihr selbstauferlegter Leistungsdruck, der ihre Situation nur noch weiter verschlimmert. Dank ihrer Schwester und ihrem Manager bekommt Yi Lin eine zweite Chance und das Leben der beiden Schwestern wendet sich zum besseren. Auch die zweite Geschichte besticht durch Emotionen und bringt auch eine sehr schöne Botschaft mit, die sich klar gegen den permanenten Leistungsdruck ausspricht und daran erinnert, die wichtigen Dinge im Kopf zu behalten.

Love in Shanghai erzählt die Geschichte von Li Mo und dessen anfangs freundschaftlicher Beziehung zu Xiao Yu, die nach deren Schulabschluss in die Brüche ging. Viele Jahre später will Li Mo wissen, was sich auf der letzten Kassette von Xiao Yu befindet und begibt sich auf die Suche nach einem Kassettenrekorder im mordernen Shanghai. Die dritte und abschließende Geschichte empfand ich, trotz des Ansatzes als bitter-süße Liebesgeschichte, als die Schwächste. Das Grundthema ist sehr interessant, aber dennoch hat es dieser Kurzfilm nicht geschafft, mich vollends abzuholen.


Alles in allem ist Flavors of Youth ein sehr schöner Animationsfilm, der drei grundlegend tolle Geschichten erzählt und dabei wertvolle Botschaften vermittelt. Japanische Animationstechniken und chinesische Erzählweisen harmonieren großartig miteinander, was Flavors of Youth zu einer sehr interessanten Erfahrung macht, die sich angenehm von anderen Animes abhebt. Wer sich für Anthologiefilme begeistern kann und/oder Anime mag, kann bei Flavors of Youth gern einen Blick riskieren.

Ich vergebe für Flavors of Youth die Wertung sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Um ein Schnurrhaar (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #26]

Titel: Um ein Schnurrhaar
Originaltitel: Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu
Regie: Junichi Sato & Tomotaka Shibayama
Laufzeit: 104 Minuten
Release: 2020

Nach einer kleinen Pause meldet sich das Netflixers Format zurück. Katzen und Anime sind zwei Dinge, die ich sehr mag, ABER die Kombination konnte mich bisher wenig überzeugen. Dennoch habe ich mich auf um ein Schnurrhaar oder auch Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu gefreut, der zwar nicht perfekt ist, aber ein paar nette Ideen bietet.


Katzenartige Kernfakten

Titel: Um ein Schnurrhaar
Originaltitel: Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu
Regie: Junichi Sato & Tomotaka Shibayama
Laufzeit: 104 Minuten
Release: 2020


Netflixers Übersichtsseite

Anime Offensive 2020


Für die extrovertierte Miyo ist das Leben nicht leicht. Ihre Eltern befinden sich in der Scheidung und sie soll entscheiden bei wem sie leben soll, ihre große Liebe Hinode erwidert ihre Gefühle nicht und da sie sich auch noch in eine Katze verwandeln kann hängt ihr eine mysteriöse Nekomata im Nacken. Der Deal der dicken Katze ist simpel. In ihrer Katzenform bekommt Miyo die Zuneigung von Hinode, die sie so dringend will, und wenn sie dafür ihre Menschenform dauerhaft aufgibt ist sie mit ihrem Geliebten vereint. Als die Grenzen zwischen den Daseinsformen immer weiter verschwimmen entwickeln sich für Miyo ungeahnte Folgen …

Die Prämisse von um ein Schnurrhaar mit dem Wechsel zwischen zwei Daseinsformen ist sehr spannend und gehört zu den großen Stärken des Films. Besonders die Begegnungen mit der „großen Katze“ inszenieren eine ebenso mysteriöse wie unheimliche Atmosphäre, welche auch einen Teil des Spannungsbogens ausmacht, der aber leider erst im letzten Drittel wirklich Fahrt aufnimmt. Über weite Strecken der Handlung plätschert der Film nur so vor sich hin, baut zwar den Charakter von Miyo konsequent aus, bietet aber keine nennenswerten Plotpunkte, die es nicht schon in anderen Genrekollegen gab.

Was man dem Film zugutehalten muss, sind eine wunderschöne optische Präsentation und hochwertiger Zeichenstil. Beides macht den Film äußerst wohltuend für das Auge und bessert den Gesamteindruck deutlich auf.


Somit lässt sich zusammenfassend sagen, dass um ein Schnurrhaar kein Totalausfall ist und durchaus Stärken bietet, die eine Sichtung lohnenswert machen, können aber dem Film fehlt das gewisse Etwas um sich aus der großen Masse an modernen Anime hervorheben zu können. Stilistisch ist der Film definitiv gelungen, bietet einen etwas wirren aber interessanten Genremix aus Romance, Coming of Age & Mystery, sowie einige nette Plotpunkte aber erzählerisch bleibt der Film leider etwas auf der Strecke, wobei das letzte Drittel wieder einiges rausholt.

Somit bekommt um ein Schnurrhaar oder auch Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu die Wertung sehenswert– !

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Das Königreich der Katzen | Review

Titel: Das Königreich der Katzen
Originaltitel: 猫の恩返し
Regie: Hiroyuki Morita
Laufzeit: 75 Minuten
Erscheinungsjahr: 2002

Mit Das Königreich der Katzen habe ich zum ersten Mal einen Ghibli Film gesehen, der mich nicht überzeugen konnte. Man merkt also, dass die Anime Offensive 2020 voller Überraschungen steckt!


Die Anime Offensive 2020


Als die siebzehnjährige Haru eine Katze vor dem Tod rettet, ändert sich ihr Leben grundlegend. Zum Dank für die Rettung des Prinzen beschließt der König des Katzenreichs, dass Haru dessen Frau werden soll. Der Teenagerin passt es natürlich gar nicht, mit einer Katze verheiratet zu werden. Um sich aus diesem Dilemma zu ziehen, soll sie sich an das Katzenbüro helfen, da der dortige „Baron“ ihr helfen kann. Als sie jedoch ins Reich der Katzen verschleppt wird, beginnt ihr Abenteuer erst richtig …


Ich muss sagen, dass mir die Prämisse vom Königreich der Katzen sehr gut gefällt und auch der Hang zum Surrealen ist äußerst unterhaltsam, aber dennoch fehlt dem Film der Reiz, sowie der Charme der großen Klassiker des Studio Ghibli. Die Handlung wirkt selbst im Vergleich zu den anderen Fantasyfilmen des Studios etwas arg absurd und entwickelt sich weniger spannend, als Genrekollegen, wie das wandelnde Schloss, oder Das Schloss im Himmel.

Optisch verfügt das Königreich der Katzen über einen etwas eigenwilligen Stil, der perfekt zum Hang zum Surrealen passt und mit der Atmosphäre des Films harmoniert. Für den Soundtrack zeichnet sich (leider) nicht Joe Hisaishi, sondern Yuji Nomi, der einen recht soliden Job abliefert, verantwortlich. Erhaben über jede Kritik ist die gewohnt hochwertige deutsche Synchronisation.


Trotz einiger Stärken mochte der Funke bei mir nicht überspringen, was unter anderem an der absurden Handlung und der sich nur sehr langsam entwickelnden Spannungskurve liegt. Die Thematik und Prämisse sind interessant, aber weder die Handlung, noch die Charaktere schaffen es, den Charme, sowie die hohe Qualität anderer großer Ghibli Produktionen zu erreichen.

Somit vergebe ich für das Königreich der Katzen, schweren Herzens, die Wertung bedingt sehenswert!

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Flüstern des Meeres – Ocean Waves | Review

Titel: Flüstern des Meeres – Ocean Waves
Originaltitel: 海がきこえる
Regie: Tomomi Mochizuki
Laufzeit: 72 Minuten
Erscheinungsjahr: 1993

Mit Flüstern des Meeres – Ocean Waves habe ich aktiv meinen ersten Ghibli Film gesehen, an dem sowohl Hayao Miyazaki, als auch Joe Hisaishi nicht beteiligt waren, aber dennoch war Flüstern des Meeres – Ocean Waves trotz der daraus resultierenden Andersartigkeit keineswegs schlecht!


Die Anime Offensive 2020


Als die attraktive siebzehnjährige Rikako Mutō von ihrer Schule in Tokio nach Kōchi, auf die Insel Shikoku, wechselt, lernt sie die beiden langjährigen Freunde Taku Morisaki und Yutaka Matsuno kennen. Schnell wird die Freundschaft von Taku und Yukata auf die Probe gestellt, da sich eine Dreiecksbeziehung mit Rikako bildet, die durch ihre unnahbare Art das Leben der beiden alles andere als einfach macht. Während Rikako immer verschlossener wird, leidet die alte Freundschaft von Taku und Yutaka immer weiter. Dies führt schließlich zum Bruch …


Flüstern des Meeres – Ocean Waves kommt, im Gegensatz zu vielen anderen Ghibli Filmen, gänzlich ohne Fantasy Elemente aus und erzählt stattdessen ein Liebesdrama mit Coming of Age Elementen, dessen Handlung sehr bodenständig und wesentlich geerdeter ist, als in den meisten anderen Filmen dieses Genres. Das Herzstück des Films sind die drei Hauptfiguren und deren schwierige Beziehung zueinander, wobei sich der Film die Zeit nimmt, sowohl den Sympathieträger Taku, als auch die Unsympathieträgerin Rikako auszubauen.

Trotz seiner recht knappen Laufzeit, ebenfalls im Vergleich zu anderen Ghibli Filmen, kommt Flüstern des Meeres – Ocean Waves mit relativ detaillierten Figuren des Weges und verfügt über ein relativ hohes Tempo, wenngleich der erzählerische Tiefgang aus anderen Werken des Studios fehlt. Dies geht allerdings auch mit der kürzeren Laufzeit einher, oder simpler ausgedrückt: Der Film hat ein relativ hohes Tempo, ist aber bei weitem weniger spannend, als andere Werke des Studios.

Auch wenn der Film erzählerisch nicht so stark ist, verdient der Zeichenstil eine lobende Erwähnung. Dieser wirkt erfrischend anders, als die Werke von Meister Miyazaki, aber der Stil gibt Flüstern des Meeres eine ganz eigene Atmosphäre und wirkt auch recht erfrischend, wenngleich etwas weniger zeitlos. Der Soundtrack ist in diesem weniger stark, als in anderen Werken, unterstreicht jedoch das Drama um die Dreiecksbeziehung sehr gut und fügt sich angenehm in den Hintergrund ein. Auch die deutsche Lokalisierung ist gewohnt hochwertig und auch für die damalige Zeit herausragend, da gerade die 90er nicht die optimalste Zeit für deutsche Lokalisierungen im Bereich Anime waren.


Alles in allem ist Flüstern des Meeres – Ocean Waves kein Meisterwerk der jüngeren Mitarbeiter des Studio Ghibli, aber dafür ein solides Drama, um eine relativ komplexe Dreiecksbeziehung. Die Themen Liebe und Freundschaft werden geerdet vermittelt und der Film erzählt ohne Mätzchen seine bewegende Jugendgeschichte, deren Ende nochmal einiges herausholt. Selbst wenn der Film nicht den Kultstatus anderer Ghibli Filme erreicht, so weiß das Jugenddrama zu unterhalten und stellt einen angenehmen Kontrast zum restlichen Werk des Studio Ghibli dar. Somit bekommt Flüstern des Meeres – Ocean Waves von mir die Wertung sehenswert- !

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Kikis kleiner Lieferservice | Review

Titel: Kikis kleiner Lieferservice
Originaltitel: 魔女の宅急便
Regie: Hayao Miyazaki
Laufzeit: 103 Minuten
Erscheinungsjahr: 1989

Die Anime Offensive 2020 meldet sich zurück und diese Folge, sowie die beiden Nächsten werden sich erneut mit den Ghibli Filmen beschäftigen. Eine gute Gelegenheit also, Filme nachzuholen, die ich noch nicht kenne, wie Kikis kleiner Lieferservice aus dem fernen Jahr 1989, basierend auf dem gleichnamigen Kinderbuch!


Die Anime Offensive 2020


Die junge Hexe Kiki verlässt mit 13 Jahren das Haus ihrer Eltern, um in der fremden Stadt ihr Hexenjahr zu absolvieren, damit sie ihre Hexenkräfte vervollständigen kann und somit die Tradition der Hexen erfüllt. Begleitet wird sie von ihrem Kater Jiji, der ihr helfend zur Seite steht und für jede Situation den passenden trockenen Spruch parat hat!

In ihrer Stadt der Wahl angekommen, versinkt Kiki anfangs in Verzweiflung, wie sie dort Fuß fassen und wo sie leben soll. Schnell findet sie jedoch Freunde und Unterkunft in einer Bäckerei. Ermutigt von der Besitzerin, beschließt Kiki einen eigenen Lieferservice zu eröffnen. Dabei kreuzt Tombo immer wieder ihren Weg, der die Welt von Kiki kräftig durcheinbar bringen wird.


Kikis kleiner Lieferservice ist ein liebevoller Animationsfilm, der es durchgehend schafft, eine gute Laune zu erschaffen und diese geschaffene Sympathie auch in den dunklen Phasen der Hauptfigur nicht verliert. Im Endeffekt erzählt der Film eine Geschichte über Selbstständigkeit, das Erwachsen werden, die erste Liebe und dem Finden von Freunden, bleibt dabei jedoch sehr bodenständig und wirkt zu keinem Moment überladen. Dies liegt daran, dass die einzelnen Themen der Geschichte harmonisch ineinander greifen und wie ein Uhrwerk als Gesamtheit hervorragend funktionieren. Ähnlich wie andere Filme, an denen Hayao Miazaki mitgewirkt hat, kombiniert auch Kikis kleiner Lieferservice Fantasy Elemente mit technischen Errungenschaften und zeigt eine Welt, in der Hexen ebenso natürlich sind wie Flugzeuge.

Trotz seines beachtlichen Alters verfügt Kikis kleiner Lieferservice über diesen bestimmten Ghibli Stil, wie ihn auch Das Schloss im Himmel, Das wandelnde Schloss, oder auch Prinzessin Mononoke haben, der einfach zeitlos wirkt und den Film zu jeder Zeit frisch wirken lässt, ohne erkennbare Spuren des Alters. Ebenso ist der Soundtrack, erneut aus der Feder des großartigen Joe Hisaishi, äußerst hörenswert und auch die deutsche Synchronisation zeugt wieder von hoher Qualität!


Zusammengefasst ist Kikis kleiner Lieferservice ein wunderbarer Animationsfilm mit vielen wertvollen Themen, einem tollen Soundtrack und einem zeitlosen Animationsstil, der auch nach all den Jahren immer noch zu gefallen weiß. Für jung und alt geeignet ist dieser Film zurecht ein kleiner Klassiker des Studio Ghibli und eine klare Empfehlung meinerseits. Mit diesem Film macht man grundlegend nichts falsch. Damit hat sich Kikis kleiner Lieferservice ein sehenswert+ total verdient!

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Mein Nachbar Totoro | Gedankenspiel [Kultfilm #6]

Titel: Mein Nachbar Totoro
Originaltitel: となりのトトロ
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 86 Minuten
Release: 1988

Eigentlich könnte ich fast alle Filme von Studio Ghibli in dieses Format packen aber ich will mich im Endeffekt, auf die drei beschränken, die wohl den größten Impakt ausgelöst haben. Dies wären Chihiros Reise ins Zauberland, Nausicaä aus dem Tal der Winde und der heute thematisierte Mein Nachbar Totoro aus dem fernen Jahr 1988.


Kultfilm Übersichtsseite


Professor Tatsuo Kusabake zieht im Jahr 1958 mit seinen beiden Töchtern, Satsuki und Mei, aufs Land damit die Familie bei der Mutter der Kinder sein kann, die sich in einem Krankenhaus erholt. Nachdem sich die Familie eingelebt hat lernen die beiden Geschwister nacheinander den Waldgeist Totoro kennen und entdecken Rußmännchen (kleine Kamingeister) im Haus. Als die Familie nach einiger Zeit ein Telegramm erreicht, dass die Mutter doch nicht wie geplant das Krankenhaus verlassen darf, bricht für die Geschwister ihre Welt zusammen und Mei möchte ihre Mutter mit besonderem Gemüse, dass jeden der es isst, schnell wieder gesund werden lässt, besuchen. Alleine macht sie sich auf dem Weg ins Krankenhaus und Satsuki bittet Totoro um Hilfe, damit sie ihre Schwester wieder finden kann …


Vor seiner Veröffentlichung als finanzielles Risiko angesehen erwies sich Mein Nachbar Totoro kurz nach seiner Premiere bereits als sehr erfolgreich und hat sich bis heute einen sehr guten Ruf aufgebaut, dem der viel mehr als gerecht wird. Mein Nachbar Totoro ist der klassische japanische Kinderfilm schlecht hin und hat, wie so viele andere Werke von Studio Ghibli einen zeitlosen Stil, der ihn für so ziemlich jede Generation von Zusehern zugänglich macht. Durch seine geradlinige Erzählung, seiner gefühlvollen Schilderung der kindlichen Erlebniswelt und den herzerweichenden Figuren ist Mein Nachbar Totoro nicht nur für Kinder, sondern für Leute jeder Altersgruppe geeignet die entwaffnende, liebevolle Atmosphäre des Films die eigenen Kindheitstage wieder aufleben lässt.

Mein Nachbar Totoro schafft es gekonnt eine reale und eine fantastische Welt zu kombinieren und dabei japanische Traditionen einfließen zu lassen, was ein tiefgreifenderes Verständnis für die japanische Kultur ermöglicht aber auch das ländliche Leben in Japan beleuchtet.

Diese liebevolle und gleichzeitig friedliche Atmosphäre wird durch einen ebenso liebevollen, wie wunderschönen Soundtrack unterstrichen für den sich der großartige Joe Hisaishi auszeichnet, dessen vielfältiges Werk prägend ist für eine lange Ära in der Studio Ghibli Filmografie.


Am Ende des Tages Mein Nachbar Totoro vielleicht etwas untergehen im Vergleich zu den großen, epischen Werken wie Chihiros Reise ins Zauberland, Prinzession Mononoke, Das wandelnde Schloss oder das Schloss im Himmel aber manchmal reicht es bereits aus, wenn man keine epische, aber dafür eine herzerweichende Geschichte über zwei Geschwister erzählt, deren größter Wunsch es ist, dass ihre Mutter bald wieder gesund wird und sie von einem freundlichen Waldgeist Hilfe bekommen. Die Stärken von Mein Nachbar Totoro liegen klar auf der Hand und man merkt sehr deutlich, wie viel Liebe in diesem Film steckt der, wie auch seine „Kollegen“, generations- und altersübergreifend für jede Zielgruppe geeignet ist. Mein Nachbar Totoro ist das perfekte Beispiel dafür wie zeitlos ein Kinderfilm sein kann, der auch gleichermaßen eine lehrreiche Funktion einnimmt und spielerisch die japanische Kultur, Lebensweise und die Shinto-Religion näher bringt.

Ich kann diesen Film jedem empfehlen der oder die Interesse an einem klassischen japanischen Kinderfilm hat, der zwar Zuckerguss bietet, aber dabei gleichzeitig so unfassbar liebenswert ist.

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Das wandelnde Schloss | (Audio) Review

Titel: Das wandelnde Schloss
Originaltitel: ハウルの動く城
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 119 Minuten
Release: 2004

Kernfakten:

Titel: Das wandelnde Schloss
Originaltitel: ハウルの動く城
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 119 Minuten


Anime Offensive 2020



Weitere Anime Reviews

Prinzessin Mononoke

Der Junge und das Biest

B – The Beginning

Devilman Crybaby


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Das Schloss im Himmel | Review

Titel: Das Schloss im Himmel
Originaltitel: 天空の城ラピュタ
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 124 Minuten
Release: 1986

Die große Anime-Offensive geht weiter und heute stelle ich euch einen Ghibli-Film vor, den ich seit meiner Kindheit zu schätzen weiß. Das Schloss im Himmel erschien im Jahr 1986 und ist der erste offizielle Film des Studio Ghibli!


Weitere Beiträge zur Anime Offensive 2020:

Tokyo Ghoul Staffel 1

Ni No Kuni

Chihiros Reise ins Zauberland

In this Corner of the World


Sheeta ist ein Waisenkind, die allein in einer Hütte in den Bergen lebt. Von ihrer verstorbenen Mutter hat sie eine Halskette mit einem mysteriösen Edelstein als Erbe erhalten. Vom geheimnisvollen Regierungsbeamten Musca wird Sheeta in einem Luftschiff entführt, welches wiederum von Luftpiraten angegriffen wird. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Pazu, der auf der Suche nach Laputa, einer fliegenden Stadt im Himmel ist. Das Leben der beiden ändert sich auf Grund dieses Treffens für immer …


Eines der hervorstechensten Merkmale von das Schloss im Himmel ist der Zeichenstil und die optische Präsentation im Allgemeinen. Dies fängt bereits beim Intro an, welches in dunklen Sepia-Tönen gehalten ist und somit einen völligen, wenngleich nicht unangenehmen, Kontrast zum restlichen Film bildet. Dank des Einsatzes der dunklen Töne wirkt die Eröffnungsszene beinah wie ein alter Holzschnitt. Neben dem farblichen Kontrast in der Eröffnungsszene wirkt die Welt von das Schloss im Himmel äußerst lebendig, was an den detaillierten Hintergründen liegt, welche viel Leben beherbergen und somit die Welt auch glaubhaft wirken lassen.

Ebenso wird die traditionelle japanische Leserichtung, von rechts nach links, gern im Film genutzt, da viele handlungsrelevante Dinge oft in der rechten Bildschirmhälfte ablaufen, aber auch besondere Kameraeinstellungen, die Schuss-Gegenschuss Technik, oder die Paralellmontage verleihen dem Film mehr Dynmaik und bieten viele nette Details zum Entdecken.

Das Schloss im Himmel lässt sich erzählerisch dem Fantasygenre zuordnen mit Ausschlägen ins Abenteuer- und Steam-Punk-Genre, wobei das Abenteuer, sprich die Suche nach der fliegenden Stadt, immer im Fokus steht. Der Titel selbst in eine Anspielung an den Roman Gullivers Reisen, aber auch der Edelstein von Sheeta, ist eine Anspielung an den Manga Sabaku no Mao.

Das größte Lob an diesen Film, der voller Dinge steckt, die ein Lob verdienen, geht an den Soundtrack, der von Joe Hisaishi komponiert wurde. Erneut schafft es Altmeister Hisaishi der Atmosphäre des Films so viele Emotionen durch seine Musik hinzuzufügen, dass in Kombination mit der opulenten Optik eine ganz eigene Harmonie entsteht. Besonders das Titelthema der Introsequenz erzeugt auch ohne den Film bereits Bilder im Kopf und lädt dazu ein, in diese fremde Welt einzutauchen!

Für die deutsche Lokalisierung zeichnete sich FFS (Film- und Fernseh-Synchron) aus, was bereits für eine hohe Qualität spricht, da dieses Studio auf dem Gebiet der deutschen Synchronisation bereits sehr viel Expertise mitbringt.


Zusammengefasst ist das Schloss im Himmel ein grandioser Animationsfilm des Studio Ghibli, der qualitativ auch nach über 30 Jahren immer noch zu überzeugen weiß und selbst nach heutigen Maßstäben mit der Konkurrenz den Boden aufzuwischen weiß. Wer auf der Suche nach einem Abenteuerfilm für Jung und Alt ist, der einen emotional, wie optisch, wie akustisch auf eine Abenteuerreise mitnimmt, sollte bei das Schloss im Himmel definitiv einen Blick riskieren, aber auch jeder, der nur entfernt was mit Animationsfilmen anfangen kann, darf einen Blick riskieren. Dies bringt das Schloss im Himmel die verdiente Wertung absolut sehenswert ein und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

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Chihiros Reise ins Zauberland | Gedankenspiel [Kultfilm #5]

Titel: Chihiros Reise ins Zauberland
Originaltitel: 千と千尋の神隠し
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 125 Minuten
Release: 2001

Nach einer (erneuten) viel zu langen Pause meldet sich das Format Kultfilm zurück, dafür aber mit einigen Kandidaten in Planung. Heute geht es um den wohl besten Anime aller Zeiten und eines der Aushängeschilder des legendendären Studio Ghibli.

Chihiros Reise ins Zauberland erschien im Jahr 2001 und gilt bis heute als einer der besten Animes aller Zeiten. Zugleich ist er der am höchsten ausgezeichnete Anime aller Zeiten, sowie auf Platz 2 der japanischen Animationsfilme nach Your Name.


Kultfilm Übersichtsseite!

Anime Offensive 2020


Im Zentrum der Handlung steht die 10 jährige Chihiro, welche mit ihren Eltern in eine andere Stadt zieht. Auf dem Weg verfahren sie sich und entdecken einen alten, verlassenen Vergnügungspark. Sie beginnen den Ort zu Dritt zu erkunden und während Chihiros Eltern unerlaubterweise in einem Restaurant wie Schweine essen, trifft unsere Protagonistin auf den mysteriösen Haku, der sie dazu antreibt, den Ort vor Einbruch der Dunkelheit zu verlassen. Chihiros Eltern haben sich jedoch in Schweine verwandelt und auf ihrer Flucht kommt sie ins Badehaus der Hexe Yubaba, welche selbiges für die Götter und Wesen des Shinto betreibt. Mit Hilfe der beiden Mitarbeiter Kamaji und Lin erhält Chihiro eine Anstellung im Badehaus, verliert jedoch ihren Namen an die Hexe. Unter dem neuen Namen Sen muss Chihiro einen Weg finden, die Macht der Hexe über sie zu brechen, ihre Eltern zu retten, Haku zu befreien und gleichzeitig ihren eigenen Namen nicht zu vergessen …


Chihiros Reise ins Zauberland ist ein wunderschönes Märchen, das den Zuseher tief in die Welt der japanischen Phantastik entführt und dabei stark mit der japanischen Mythologie spielt, was aber nicht befremdlich für westliche Sehgewohnheiten wirkt. Der Film hat sogar diverse Anleihen an Alice im Wunderland. Ein junges Mädchen gerät durch einen Tunnel (Hasenbau) in ein Wunderland und muss sich mit den dortigen Bewohnern auseinandersetzen, die sowohl freundlich, als auch bösartig sein können.

Neben den japanischen Fabelwesen werden auch Elemente etabliert, die man gern in westlichen Märchen findet, wie gute Feen (Hexe), eine böse Hexe, einen „verwunschenen“ Prinzen (Haku) oder Naturgeister, wobei letztere in Form der Rußmännchen absoluten Kultstatus erreicht haben und unter anderem meine Brust als Tattoo zieren.

Auf der optischen Ebene beeindruckt Chihiros Reise ins Zauberland durch den zeitlosen Stil der Ghilbi Filme, wie ihn auch Prinzessin Mononoke, das Schloss im Himmel, das wandelnde Schloss oder mein Nachbar Totoro haben. Es ist dieser bestimmte Look, der Chihiros Reise ins Zauberland klar als Anime auszeichnet, sich aber keinem festen Genre zuschreiben lässt und auch nicht altert, ähnlich wie es bei anderen großen Anime Klassikern, beispielsweise Akira, der Fall ist. Die fehlende Nutzung von CGI tut dem Film sehr gut und zeigt, wie viel Detailliebe man in ein Werk stecken kann, das völlig per Hand gezeichnet wurde und solche Filme wesentlich langsamer altern, als die Genrekollegen mit CGI Techniken.

In diesem Zusammenhang imponieren auch viele der groß inszenierten Szenen, wie der Auftritt des Flussgottes, oder Hakus Kampf mit den Papiermännchen. Auch die Darstellung von Leben im Hintergrund, wie die Arbeiter des Badehauses, welche ihrer Arbeit nachgehen, oder die im Heizraum herumhuschenden Rußmännchen sind nur ein paar Beispiele für den gigantischen Detailreichtum des Films.

Aber nicht nur erzählerisch und optisch, sondern auch akustisch gefällt Chihiros Reise ins Zauberland. Der Soundtrack, komponiert von Joe Hisaishi, unterstreicht die unterschiedlichen Stimmungen des Films perfekt und fügt sich immer äußerst wohltuhend in jede Szene ein, was die Einprägsamkeit vieler Szenen nur noch weiter intensiviert. Man kann die hohe Qualität des Soundtracks auch damit beschreiben, dass man ihn ohne den Film hören kann und er trotz allem Bilder im Kopf erzeugt, seien es nun Erinnerungen zum Film, oder anderer Art.

Eine kleine Randnotiz ist die hochwertige deutsche Synchronisation von Chihiros Reise ins Zauberland, was bei den Produktionen dieses Studios jedoch absolut normal ist und quasi zur Standardausführung gehört.


Am Ende des Tages ist Chihiros Reise ins Zauberland ein zeitloser Anime und ein wunderschönes Märchen, welches von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen genossen werden kann, da der Film eine für alle Altersgruppen taugliche Geschichte über Liebe, Selbstfindung, Familie und den Glauben an sich selbst erzählt, diese jedoch mit zahlreichen Fantasy/Märchen/Mythologischen Elementen kombiniert, was schlussendlich zu einem harmonischen Gesamtbild führt. Ich kann diesen uneingeschränkt jedem empfehlen, der/die auch nur das leiseste Interesse an Zeichentrickfilmen hat.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und hoffe, euch hat dieser Beitrag aus der Kultfilm-Reihe gefallen, welche nun (wirklich!) regelmäßiger folgen werden!

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NiNoKuni (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #16]

Titel: NiNoKuni
Originaltitel: NiNoKuni
Regie: Yoshiyuki Momose
Laufzeit: 106 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Das Ni No Kuni Franchise ist wirklich interessant. Statt einer Reihe fortlaufender Abenteuer mit derselben Gruppe werden verschiedene Abenteuer in verschiedenen Zeiten mit unterschiedlichen Gruppen erzählt. Somit wird eine lebendige Welt mit einer großartigen Lore erschaffen. Neben drei (vier) Spiel wurde von Olm Inc. ein Anime gemacht, um den es heute geht!


Die Netflixers Übersichtsseite


Um das Leben ihrer gemeinsamen Freundin Kotona zu retten, reisen Haru und Yuu, Freunde seit Kindheitstagen, in eine magische Paralellwelt, um die dortige Prinzessin zu retten. Schnell wird den beiden Freunden klar, dass beide Welten miteinander verbunden sind und diese Bindungen komplexer sind als angenommen …


Liebe, Freundschaft & die Reise zwischen zwei Welten. So lässt sich NiNoKuni am besten beschreiben und ich muss dem Film zugute halten, dass die Handlung äußerst bodenständig bleibt, sprich die Quest der beiden Protagonisten bleibt über die gesamte Handlung, verändert sich nicht großartig, bekommt zum Schluss hin aber einen interessanten Twist, der mich entfernt an Your Name. oder Weathering with you erinnert.

Stilistisch erinnert NiNoKuni nicht nur an die beiden JRPG‘s, kein Wunder wirkte der Regisseur nicht nur an beiden Spielen mit, sondern auch den Filmen von Studio Ghibli. Auch der zweite Umstand überrascht mich nicht, da der Stil von Ni No Kuni von ehemaligen Mitarbeitern des legenderen Animationsstudios entworfen wurde.

Somit bekommt der Film auch eine nostalgische Note, da NiNoKuni sowohl an das Schloss im Himmel, als auch in Nuancen an das wandelnde Schloss erinnert. Ergänzend dazu sind die Hintergründe oftmals sehr detailliert und dadurch wirkt es auch recht lebendig, was leider viel zu selten gemacht wird.

Die deutsche Lokalisierung ist grundlegend solide, aber auch kein Ausreißer nach unten. Viele der Sprecher machen einen guten Job, jedoch wirken manche so, als ob sie nicht ganz wüssten, wer, oder über was sie da sprechen. Daher ist eine Sichtung in der OmU Variante, wie üblich, eine gute Alternative.


Zusammengefasst ist NiNoKuni ein solider Anime und Fantasyfilm, der auf optischer Ebene an die Ghibli Klassiker erinnert, allerdings sein eigenes Ding macht und sich gelungen zu Ni No Kuni: Wrath of the White Witch und Ni No Kuni 2: Revenant Kingdom gesellt. Wer einen Anime für Zwischendurch sucht, wird mit NiNoKuni durchaus Spaß haben.

Ich vergebe für NiNoKuni die Wertung sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Berserk: Golden Age Arc III – The Advent | Review

Die Eclipse steht kurz bevor …

Berserk: Golden Age Arc III: The Advent ist ein großartiger Film. Damit ist eigentlich alles wichtige gesagt und die Rezension ist vorbei. Ich vermute allerdings, dass ich etwas ins Detail gehen sollte, warum der dritte Golden Age Film so gut ist.

Mehr zu Berserk:

Berserk: Golden Age Arc I Review

Berserk: Golden Age Arc II Review

Berserk and the Band of the Hawk Review

Was bisher geschah …

Der junge Söldner Guts zieht von einer Schlacht zur nächsten und lebt als Söldner in den ewigen Kämpfen im hundertjährigen Krieg der Midlands. Sein ganzes Leben ist von Gewalt und Leid bestimmt, allerdings ändert sich dies als er Teil der Kompanie der Falken unter Griffith wird und zum ersten mal Freunde hat. Die Falken erringen immer mehr Ruhm im Krieg um Midland und bekommen sogar die Chance, in den Adel erhoben zu werden. Um in den Augen von Griffith gleichwertig zu werden, entschließt sich Guts dazu, die Falken zu verlassen. In seiner anschließenden Trauer beginnt Griffith, eine verbotene Affäre mit der Kronprinzessin von Midland, was den Zorn des Königs erweckt. Die Falken werden als Verbrecher gejagt und Griffith schwer gefoltert …

Knapp ein Jahr nach dem Fall der Falken sind Kjaska und ihre Männer auf der Flucht. Als sie von Attentätern attackiert werden greift Guts ins Gefecht ein und rettet seine ehemaligen Kameraden. Sie beschließen Griffith zu befreien und dringen dafür ins Gefängnis von Midland ein. Die Mission glückt und die Falken können den Klauen des Königs entkommen. Griffith ist schwer geschunden und gebrochen. Dazu kommt seine Begierde für Kjaska und der Hass auf Guts, weil er ihn verlassen hat. Eines schicksalhaften Tages flüchtet Griffith aus dem Lager der Falken und findet seinen verlorenen roten Behelith wieder, den er aktiviert. Die Eclipse bricht an. Griffith, Guts, Kjaska und fast alle Mitglieder der Falken werden in eine andere Dimension gebracht, in der das Opferfest stattfinden soll. Im Austausch für die Opferung all seiner Kameraden erhält Griffith die Chance, ein Teil der God Hand, den fünf dämonischen Erzengeln Gottes, zu werden. Er nimmt das Angebot an und ein Massaker beginnt, das nur ein schwer verletzter Guts, sowie eine geistig gebrochene Kjaska überleben. Eine neue Ära bricht an …

Golden Age Arc III ist der Climax der Filmreihe und führt die Handlung zu einem irrsinnig epischen Höhepunkt, der optisch nicht nur das Highlight des Films, sondern auch der Filmreihe ist. Man merkt, wie die Handlung mit jedem Film düsterer wurde und auch die Atmosphäre erreicht einen schaurigen Höhepunkt. Das Highlight des Films ist klar die Eclipse und diese nimmt auch fast zwei Drittel des Films ein. Hier zeigt auch das Animationsteam was es wirklich auf dem Kasten hat und präsentiert eine groteske Hölle, in der, neben zahllosen Dämonen, auch die Erzengel der God Hand ihr Unwesen treiben.

Es ist auch dieser Film der die bekannte Dualität von Berserk einführt. Es gibt fünf Erzengel, die von Gott gesandt werden, jedoch sind dies fünf Dämonen. Man kann sich nun fragen, was für ein Gott in der Welt von Berserk existiert und was seine Intension sein soll. Das Design der God Hand und deren gesamte Inszenierung ist ebenfalls ein Highlight von Berserk, da hier auch erneut das Seinen Genre in seiner ganzen Pracht zelebriert wird. Was ebenfalls neue Höhen erreicht ist der Gewaltgrad. Berserk Golden Age Arc III ist einer der blutigsten Anime, die ich jemals gesehen habe und hier beweist man erneut Vorlagentreue, aber auch eine enorm hohe Qualität in puncto Animation, Inszenierung und Farbgestaltung. Dazu kommt ein gemeiner Cliffhanger, der durchaus den nächsten Arc anteast.

Berserk: Golden Age Arc III – The Advent ist ein hervorragender Anime und ein würdiges Finale für den Golden Age Arc, der alle Stärken der beiden Vorgängerfilme zu einem würdigen Höhepunkt führt. Erzählerisch wie Inszenatorisch gibt es nichts zu meckern. Auch die deutsche Lokalisierung bleibt hochwertig und der Soundtrack ist stimmig. Nun bleibt mir nur ein verdientes sehenswert+ zu vergeben und mich für die Aufmerksamkeit zu bedanken. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Akira | Gedankenspiel [Kultfilm #2]

Herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe meines Formats Kultfilm, in dem ich mich mit einem analytischen Blick auf Kultfilme stürze. Heute geht es um Akira. An dieser Stelle spreche ich eine Spoilerwarnung aus.

Die bisherigen Kultfilme:


Akira ist ein Animefilm aus dem Jahr 1988. Die Regie übernahm Katsuhiro Otomo, der auch für die Mangavorlage verantwortlich war. Der Film gilt weithin als Klassiker des Animes und hatte viel zur steigenden Popularität von Animes sowie Mangas in der westlichen Welt beigetragen.

Es gibt einige Aspekte, in denen der Film aus den Animes der heutigen Zeit heraussticht und bis heute erwähnenswert ist. Da hätten wir die Handlung die auf drei Ebenen erzählt welche im Laufe des Films zusammenlaufen aber unterschiedlich stark ausgeprägt werden. Man kann den Film in zwei Hälften teilen, wo alle drei Stränge präsent sind.

In der ersten Filmhälfte kommt das sogenannte „world building“ zum tragen. Dabei werden Szenen gezeigt, die mit der eigentlichen kaum etwas zu tun haben aber aufzeigen, wie diese dystopische Welt funktioniert. Daneben laufen die Stränge um Tetsuo und Kaneda, die beide Mitlgieder der gleichen Motoradgang sind. Tetsuo trifft beim Kampf mit einer rivalisierenden Gang einen kleinen sowie altaussehenden Mann der wiederum aus einem Militärlabor geflohen ist. Tetsuo und der Mann (Takashi) werden vom anrückenden Militär gefangen genommen, während Kaneda seinen Freund retten will.

In der zweiten Hälfte des Films wird das „world building“ nach hinten gerückt und die Tetsuo/Kaneda Stränge vertieft. Hier wird der Fokus besonders auf Tetsuo gelegt, der übermenschliche Fähigkeiten entwickelt, dabei jedoch seine Menschlichkeit nach und nach verliert. Sein Werdegang zum Superschurken wird immer wieder von Visionen und Albträumen begleitet, die den Verlust des Körpers beziehungsweise dessen groteske Veränderung thematisieren. Der Body-Horror wird als effektives Stilmittel genutzt und nimmt zum Schluss gigantische Ausmaße an!

Ein weiterer interessanter Handlungspunkt ist Akira. Es wird nie ganz klar wer oder was Akira ist, allerdings scheint Tetsuo zum nächsten Akira werden zu können. Ich vermute, dass Akira eine Art metaphysische Macht ist, denn Akira war für die Explosion in Tokyo 1988 (31 Jahre vor der Filmhandlung) verantwortlich, was wiederum zum dritten Weltkrieg und der Wiedergeburt von Tokio als Neo-Tokyo geführt hat. Das Erscheinen von Tetsuo, der seine Mächte entwickelt, deuten auf eine Rückkehr Akiras und der erneuten Zerstörung sowie Wiederauferstehung Neo-Tokios hin.

Schließlich sieht ein Teil der Bevölkerung des Molochs Neo-Tokyo in Akira eine Art Gott beziehungsweise Heilsbringer, während die großteils korrupte Regierung in Akira (Tetsuo) ein gescheitertes Experiment sieht. Diese Gegensätzlichkeit und Vielschichtigkeit lädt zu reichhalten Spekulationen sowie Diskussionen über die Handlung des Films ein.

Abseits des komplexen Konstrukts der Handlung zeichnet sich Akira durch eine hochwertige Qualität in puncto Animation aus. Statt dem günstigeren Light Animation Verfahrens, wo nur wenige Teile des Bildes animiert sind und Animationsfolien wiederverwendet werden, fanden bei der Produktion von Akira knapp 160 000 Folien Verwendung. Das macht sich in einer deutlich höheren Animationsqualität, als bei anderen zeitgenössischen Werken, bemerkbar.

Ebenso ist der Soundtrack sehr faszinierend und besonders prägend für diesen Film. Neben der Nutzung klassischer Stücke arbeitet Akira mit einem Chor, was bildgewaltige Szenen besonders episch und imposant unterlegt. Der Soundtrack macht sich selbst noch eindrucksvoller, da an gewissen Punkten sämtliche Geräusche verstummen und die dann einsetzende Musik den Zuseher fast erschlägt.

Nutzen Science-Fiction-Filme in der Regel elektronische Musik um actionreiche Szenen zu unterstreichen kommen in Akira neben den Chören und einer Mischung aus europäischer, asiatischer sowie afrikanischer Musik eine markante Trommelmelodie zu Einsatz. Dieses Thema, bestehend aus einem schnellen Trommelrhythmus wird extrem eigentümlich im Kontext des Films, unterstreicht aber auch gleichzeitig die Besonderheit von Akira.


Lasst mich zusammenfassen. Akira gehört zu den wohl wichtigsten Animationsfilmen, die es gibt und besticht durch eine Vielzahl an Themen, Interpretationsmöglichkeiten und Stilmitteln. Wer ein Fan von Animes beziehungsweise Animationsfilmen ist, muss Akira definitiv gesehen haben, gleiches gilt auch für Fans von dystopischen Zukunftsvisionen. Dieser Beitrag soll auch nur als grober Überblick dienen, da dieser Film bedeutend mehr zu bieten hat als nur die Aspekte, die ihn für mich so besonders machen.

Ich werde mir wohl in den nächsten Monaten den Manga Akira zu Gemüte führen, da die Vorlage noch um ein vielfaches komplexer ausfallen soll.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Prinzessin Mononoke | Review

Titel: Prinzessin Mononoke
Originaltitel: もののけ姫
Regie: Hayao Miyazaki
Laufzeit: 128 Minuten
Erscheinungsjahr: 1997

Ich liebe die Filme des japanischen Studios Ghibli. Besonders die älteren Filme haben einen beträchtlichen Teil meiner Kindheit und Jugend ausgemacht sowie meine Liebe für Animes zementiert. Prinzessin Mononoke gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, was auch ein kleines Tattoo beweist.

Kernfakten zum Film

Titel: Prinzessin Mononoke

Originaltitel: もののけ姫

Regie: Hayao Miyazaki

Laufzeit: 128 Minuten

Erscheinungsjahr: 1997

Genre: Anime, Fantasy

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Die Handlung spielt im mittelalterlichen Japan und verfolgt die Reise des Prinzen Ashitaka, der sein Dorf sowie Volk für immer verlassen muss, als er von einem Dämon verflucht wird. Der Dämon war in seinem anderen Leben ein mächtiger Keiler, der durch eine Eisenkugel zu jenem Ungetüm wurde, dass durch Ashitaka erlöst wurde. Im Leib des Keilers wird eben jene Kugel gefunden, die weit im Westen hergestellt wurde.

Also begibt sich der junge Prinz Emishiprinz Ashitaka auf die weite Reise nach Westen und findet schließlich eine Eisenhütte, deren Bewohner den Wald abholzen, um die wertvollen Erze darunter abzubauen. Auf der Suche nach Heilung gerät Ashitaka zwischen die Fronten eines Krieges den die Menschen der Eisenhütte gegen die Götter des Waldes (Wölfe, Wildschweine) führen.

Der Kern der Geschichte befasst sich mit der Notwendigkeit einer friedlichen Koexistenz zwischen Mensch und Natur. Der Mensch kann ohne die Natur nicht überleben und die katastrophalen Taten sorgen fast dafür, dass beide Konfliktparteien vernichtet werden. Dabei wird die Handlung in erster Linie durch die Aktionen der Hauptfiguren getragen, während die Rahmenhandlung nur als Motivation für den Aufbruch des Helden dient.

Allerdings setzt der Film, trotz der durchaus gewaltigen vorhandenen Kämpfe (ein beliebtes Stilmittel im Anime), weniger auf eine steil ansteigende Spannungskurve sondern mehr auf seine Botschaft des friedlichen Zusammenlebens und der Sinnlosigkeit des Krieges, da Gewalt nur Gegengewalt erzeugt die in endlosen Kämpfen mündet.


Prinzessin Mononoke gefällt durch eine bildgewaltige Inszenierung, die sich in wunderschönen Panoramen niederschlägt, die natürlich pompös mit Musik unterlegt werden und einem westlichen Fantasyfilm in nichts nachsteht. Dem gegenüber stehen äußerst atmosphärische Orte, wie das Herz des Waldes.

Die Kämpfe sind schnell, hart, teils brutal und sehr hochwertig animiert, was auch für die Figuren gilt. Trotz des respektablen Alters von 21 Jahren beeindruckt Prinzessin Mononoke auf künstlerischer Ebene nach wie vor und zeigt, wie Qualität die Zeit überdauern kann.

Neben einem atmosphärischen Soundtrack wurde auch die deutsche Lokalisierung hochwertig vertont, was man am Beispiel Alexander Brem (Mafia 2 und 3) der den Protaginisten Ashitaka spricht, sieht.


Alles in allem ist Prinzessin Mononoke ein hervorragender Film des Studio Ghibli und gleichzeitig einer der beeindruckensten Animes der späten 90er. Die Frage, ob ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Natur möglich ist, trägt den Film und bekommt im letzten Drittel des Film eine hohe Bedeutung. Wer diesen Film noch nie gesehen hat, darf das gerne nachholen, sofern Interesse an Animes mit eher schwerer Handlung besteht und alle anderen können mir gern die Meinung zu diesem Film in den Kommentaren hinterlassen!

Ich vergebe für Prinzessin Mononoke das Prädikat sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Gyo – Der Tod aus dem Meer | Review | Die Filmreise Challenge #64

Titel: Gyo – Der Tod aus dem Meer
Originaltitel: Gyo
Laufzeit: 70 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Produktionsland: Japan

Es wird Zeit mich erneut der Filmreise Challenge (weitere Infos hier) zu widmen. Heute geht es mir um die Aufgabe 64: Schaue die Verfilmung eines Mangas. Die Auswahl in diesem Bereich ist sehr groß, dennoch habe ich mich für Gyo – Der Tod aus dem Meer entschieden.

Den gleichnamigen Manga habe ich bereits vor einiger Zeit vorgestellt. Wer mehr wissen will folgt diesem Link: Gyo | Review


Die drei Freundinnen Kaori, Aki & Erika (seltsamer Name für eine Japanerin) machen Urlaub am Meer. Eines Tages erhebt sich die maritime Fauna und erklärt mit einer grotesken Armee auf Stelzenbeinen der Menschheit den Krieg. Als sich die Meeresbewohner auch Tokio nähern, macht sich Kaori auf die Suche nach ihrem Verlobten.

Die Geschichte bleibt im Kern die gleiche wie im Manga, jedoch wurden einige Figuren und deren Rollen abgeändert. War es im Manga die Rolle des Mannes seine Freundin zu suchen, so ist es im Film genau umgekehrt. Außerdem sind die beiden Figuren Aki & Erika neu. Ich finde diese neuen Figuren interessant, da beide Damen je ein Klischee des Horrorgenres bedienen. Während Aki das etwas übergewichtige Mauerblümchen ist, fällt Erika ganz klar in die Kategorie Schlampe aber beide Figuren ergänzen die Handlung sinnvoll als Protagonisten eines zweiten Handlungsstrangs.


Was die Animation angeht, gehört Gyo zur Gruppe der wertigeren Animes. Das Tempo ist recht hoch und Langeweile kommt eher selten auf, was auch an der gestrafften Laufzeit liegt.

Negativ fällt das CGI auf, welches sich mit dem Zeichenstil des Films beißt und die meiner Meinung nach fehlende groteske Note, wie sie im Manga vorhanden war. Ja der Film hat einige Ekelszenen aber so abartige Ausmaße wie der Manga erreicht die Verfilmung leider nie.

Positiv hat mich die deutsche Übersetzung überrascht. Es ist nicht Selbtverständlich dass Animes hochwertig in deutscher Sprache lokalisiert werden aber in Gyo hauchen die Sprecher den Figuren ideal Leben ein und geben ihnen Persönlichkeit.


Alles in allem ist Gyo ein solider Anime, der besonders für die Leute geeignet ist, denen der Manga zu grotesk ist. Die Geschichte geht als alternative Erzählung durch und sowohl Animation als auch Synchronisation gehen in Ordnung oder einfach gesagt; Gyo ist ein sehenswerter Anime sowohl für Fans des Mangas als auch Personen, die dieses Werk noch nicht kennen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Godzilla: Planet der Monster | Review | Die Filmreise Challenge #3

Titel: Godzilla: Planet der Monster
Originaltitel: 怪獣惑星
Laufzeit: 88 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: Japan

Ein neues Jahr, ein neuer Film um das sowohl kultigste als auch gigantischste Filmmonster aller Zeiten. Godzilla: Planet der Monster ist der insgesamt 32. Film des Franchise und der erste Anime des Franchise.

Ich mag Godzilla und ich mag Animes. Also gleich zwei Gründe um diesen Film zu sehen beziehungsweise ihn vorzustellen. Außerdem nutze ich die Gelegenheit meinen ersten Beitrag aus der Filmreise Challenge (weitere Infos hier) zu verfassen. In diesem Fall ist es folgende Aufgabe: #3 Schaue drei asiatische Filme aus drei verschiedenen Ländern. In diesem Fall Japan.


Gegen Ende des 20. Jahrhunderts tauchen immer wieder gigantische Monster, genannt Kaijus, auf und verwüsten die Erde. Die Krönung dieser Bedrohungen ist der König der Monster, Godzilla. Selbst mit der Unterstützung zweier außerirdischer Rassen ist es der Menschheit nicht möglich, Godzilla zu besiegen. Somit bleibt nur mehr der Exodus, die Flucht zu den Sternen. Nach 20 Jahren im All entpuppt sich ein möglicher neuer Planet als unbewohnbar und somit plädiert der Soldat Haruo für eine Rückeroberung der Erde von den Monstern denn auch die Ressourcen werden langsam knapp.

Das Raumschiff kehrt daraufhin durch ein schwarzes Loch zur Erde zurück, was zur Folge hat, dass nicht 20, sondern 20 000 Jahre vergangen sind. Die Menschheit muss nun in einer lebensfeindlichen Umgebung um ihre Zukunft, gegen die neue Tierwelt und Godzilla kämpfen. Die finale Schlacht mündet in einem Plottwist.


Optisch sieht Planet der Monster hervorragend aus und besticht mit einer Mischung aus Computeranimation und Animelook, was den Film an ein Videospiel erinnern lässt. Das namensgebende Monster Godzilla sieht gigantisch aus und übertrifft das Design aus Shin Godzilla und Godzilla von 2014 bei Weitem. Der Strahl der alten Echse gefällt ebenso wie das markante Brüllen.

Neben dem Monster mag ich auch das Design der Menschen sehr. So erinnert mich Hauptcharakter Haruo an Marth aus Fire Emblem, was positiv ist.

Godzilla: Planet der Monster versteht es, eine gelungene Mischung aus Drama & Action zu finden. Die Prämisse ist simpel und der Zorn der Menschen verständlich, immerhin wollen diese in ihre Heimat zurück, müssen dafür jedoch einen Gott erschlagen. Besonders der Sprecher von Haruo legt so viel Zorn und gleichzeitig Verzweiflung in seine Stimme, wie ich es selten in einer deutschen Animelokalisierung gehört habe.


Alles in allem ist Godzilla: Planet der Monster ein gelungener Anime, der die alt ehrwürdige atomare Echse gekonnt in eine neue Optik bringt und aus dem üblichen Raster eines Godzilla-Films ausbricht. Der stärkere Fokus auf Science-Fiction und das dystopische Szenario wirken frisch. Mein einziges Problem ist der gemeine Cliffhanger am Schluss, der Lust auf die Fortsetzung macht. Trotzdem gebe ich Godzilla: Planet der Monster ein verdientes sehenswert. Genrefans kommen auf jeden Fall auf ihre kosten!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!