Ant-Man and the Wasp | Review

Titel: Ant-Man and the Wasp
Originaltitel: Ant-Man and the Wasp
Regie: Peyton Reed
Laufzeit: 118 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018 
Genre: Science-Fiction, Action

Die ausstehenden Beiträge zum MCU, welche vor mehreren Monaten angekündigt habe, werden wohl nicht mehr erscheinen aber dafür widme ich mich dem zwanzigsten Film des Marvel Cinematic Universe. Viel Spaß mit meiner Rezension zu Ant-Man and the Wasp!

Die wichtigen Vorgänger:

Kernfakten zum Film

Titel: Ant-Man and the Wasp

Originaltitel: Ant-Man and the Wasp

Regie: Peyton Reed

Laufzeit: 118 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Science-Fiction, Action


Nachdem Scott Lang aka Ant-Man es schaffte den subatomaren Raum zu verlassen (Finale von Ant-Man 1) arbeiten Hope van Dyns und ihr Vater Hank Pym an einem Tunnel um den subatomaren Raum (Quantenebene) betreten und wieder verlassen zu können, da Hanks Frau viele Jahre vor der Filmhandlung in der Quantenebene verschwunden ist.

Die eigentliche Handlung setzt nach den Ereignissen von Captain America: Civil War an. Scott Lang hat durch seinen Kampf an der Seite von Captain America das Sokovia-Abkommen gebrochen, darf seine „Strafe“ dank eines Deals in Form von zwei Jahren Hausarrest absitzen, um seine Tochter sehen zu können. Kurz vor Ende seiner Strafe hat Scott eine Vision von Hanks verschollener Frau Janet und nimmt Kontakt zu seinem ehemaligen Mentor auf. Zusammen mit Scott erhoffen sich Hank und Hope eine Rettung von Janet, die scheinbar noch am Leben ist.

Dem Trio stellt sich aber die mysteriöse Ghost entgegen die Hanks Labor, ein Gebäude das sich schrumpfen lässt (sehr praktisch) stehlen will. Ergänzend dazu stellt sich dem Trio der Hehler Sonny in den Weg, der das Labor gewinnbringend verkaufen will.

Was ich an der Handlung von Ant-Man loben muss, ist die lockere Grundstimmung und Erzählung, die bereits den ersten Teil so besonders gemacht hat. Es tut gut mal wieder ein „kleines“ Abenteuer zu sehen, bei dem es nicht um die Rettung der Erde oder des Universum geht. Die Handlung ist nicht weltbewegend und erweckt den Eindruck eines Lückenfüllers bis zum nächsten „wichtigen“ Film, passt aber sehr gut als Fortsetzung zum Civil War und schlägt die Brücke zum Infinity War. Somit entwickelt sich das MCU auch auf einer kleineren Ebene, den Solofilmen, logisch weiter.


Ebenso muss die Rückkehr des Humors in das MCU lobend erwähnt werden. Klar hatte Infinity War seine Witze aber der Grundton war wesentlich düsterer. Ant-Man and the Wasp nimmt sich gerade ernst genug, um nicht Klamauk Haft zu wirken.

Der Humor basiert auf dem Aushebeln des fixen Systems von Größenverhältnissen, was in einer Umwälzung unserer Alltagswirklichkeit resultiert oder simpler ausgedrückt; wenn große Dinge plötzlich klein werden und kleine Dinge schlagartig groß entsteht ein Witz, der im Film zwar zigfach wiederholt wird, aber keine Abnutzungserscheinungen zeigt und fast zwangsläufig zu Lachern führt. Neben dieser äußerst kreativen Form des Humors sorgt der Nebencharakter Luis (Michael Peña) dank cleverer und teils abgedrehter Dialoge für einen Gegenpol beim Humor. Der Humor ist auch gleichzeitig das beste Beispiel für die starke Technik des Films und das hohe Tempo in den Actionszenen.

Wie man es von meinem MCU-Film ist die Besetzung sehr stark und hat eine gute Chemie untereinander. Paul Rudd schlüpft erneut in die Rolle von Scott Lang aka Ant-Man, der viel Sympathie ausstrahlt und mit Luis (Michael Peña) ein äußerst witziges Duo abgibt. Evangeline Lilly kehrt als Hope van Dyne zurück und schlüpft in das Kostüm der Heldin „The Wasp„. Dankenswerterweise bekommt Michael Douglas Rolle Hank Pym eine größere Rolle.

Neu im Cast sind Laurence Fishburne als Dr. Bill Foster aka Goliath und Hannah John-Kamen als Ava Starr aka Ghost, die im Vergleich zu ihrer Comicvorlage nicht wie ein klassischer Superschurke vorkommt, sondern ein tragischer Charakter ist sowie Michelle Pfeiffer als Janet van Dyne die erste Wasp.


Zusammengefasst ist Ant-Man and the Wasp kein Meisterwerk aber ein gelungenes Abenteuer für zwischendurch, das Spaß macht und somit die Kernessenz einer Comicverfilmung sehr gut trifft, da genau dieses Genre spaß machen soll beim Zusehen. Der Film baut die Ant-Man Thematik konsequent weiter aus und funktioniert in zweierlei Hinsicht sehr gut. Zum einen als Kind des Civil War und zum anderen als Fortsetzung. Zu bemängeln wäre die etwas schwache Handlung, die kaum über das Prädikat bemüht hinausgeht.

Ich vergebe für Ant-Man and the Wasp die Wertung sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Ant-Man and the Wasp:

Ant-Man (2015)| Review

Titel: Ant-Man
Original Titel: Ant-Man
Laufzeit: 117 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Mit Ant-Man endete im Jahr 2015 die zweite Phase des Marvel Cinematic Universe. Ich habe diesen Film lange Zeit abgelehnt, weil mir ein Superheld mit Ameisen als Thema zu albern ist. Inzwischen habe ich den Film mehrmals gesehen und er gehört zu meinen Lieblingen unter den Comicverfilmungen. Warum das so ist, erfahrt ihr jetzt.

An dieser Stelle noch eine kleine Spoilerwarnung!


Scott Lang, seines Zeichens Elektroingenieur, wird aus einer langjährigen Haftstrafe entlassen. Wegen seines Strafregisters bleibt ihm jedoch ein legaler Neuanfang verwehrt. Seine Ex-Frau Maggie und ihr neuer Mann, der Polizist Paxton, verweigern Scott jeglichen Kontakt mit seiner kleinen Tochter, weil er keinen Unterhalt zahlt. Scott kommt bei seinem Freund und ehemaligen Zellengenossen Luis unter, welcher ihn, unter verbalem Widerstand, für einen neuen Einbruch rekrutiert.

Scott soll in das Anwesen eines alten Mannes einbrechen, in dessen Safe angeblich eine lohnende Beute wartet. Diese entpuppt sich als etwas, das wie ein alter Motoradanzug aussieht. Als Scott den Anzug am nächsten Tag anzieht und testet, aktiviert er eine Funktion, mit der er sich auf die Größe einer Ameise schrumpfen kann. Von diesem Erlebnis etwas, etwas viel, traumatisiert, bringt Scott den Anzug zurück und wird prompt von der Polizei verhaftet. Mithilfe von Hank Pym, dem Erfinder des Anzugs, kann Scott aus dem Gefängnis fliehen. Hank bietet Scott die Chance, sich in den Augen seiner Tochter zu rehabilitieren und wird im Umgang mit dem Anzug trainiert. Das Ziel von Hank Pym ist das Sabotieren des Yellojacket-Projekts, bevor der sinistere Geschäftsmann Darren Cross eine mächtige Waffe daraus entwickeln kann. Mit diesem Anzug sollen sich Soldaten schrumpfen können und übermenschliche Stärke erhalten, nach dem Prinzip einer Ameise eben.

Die Mission gelingt, jedoch bricht Cross in das Haus von Paxton ein und nimmt Scotts Tochter Cassie als Geisel. Es kommt zum finalen Kampf zwischen Ant-Man und Darren Cross, der nun Yellowjacket ist. Der Kampf wird im Kinderzimmer von Cassie ausgetragen was im ersten Moment dämlich klingt, jedoch unfassbar kreativ ist, da beide Kämpfer in geschrumpfter Form gegeneinander kämpfen. So werden aus Bauklötzen gefährliche Geschosse und ein Spielzeugzug zur tödlichen Gefahr. Dabei wird immer zur Sicht von Cassie gewechselt, die nur zwei Winzlinge kämpfen sieht, was den Kampf äußerst unterhaltsam werden lässt. Natürlich gewinnt Ant-Man und bekommt das, was er sich so sehr wünscht, Kontakt mit seiner Tochter. Außerdem äußert Paxton ihm gegenüber seinen Respekt und lässt die belastenden Beweise gegen ihn verschwinden.

Die Handlung von Ant-Man mag ernst klingen, jedoch gehört dieser Film zu den lustigsten Vertretern des Marvel Cinematic Universe, was auch notwendig ist, da der vorige Film Age of Ultron war und dieser Teil der Vorbereitung zum Civil War ist.


Der Star des Films ist eindeutig Paul Rudd als Scott Lang/Ant-Man. Disney hat ein Händchen für die Besetzung ihrer Helden. Rudd verkörpert Ant-Man äußerst charmant. Man muss ihn einfach gern haben, da er trotz etwas eigenartiger Moralvorstellungen kein schlechter Mensch ist. Die restliche Besetzung auf der Seite der Guten ist ebenfalls hervorragend. Michael Douglas (Hank Pym) gehört ohnehin zu ganz großen Hollywoods und überzeugt auf ganzer Linie. Evangeline Lily als Hope van Dyne (die kommende Wasp) und Michael Pena als Luis gefallen ebenfalls.

Cory Stoll spielt den Bösewicht Darren Cross/Yellowjacket, der mit der Technologie, die ursprünglich von Hank Pym entwickelt wurde, das große Geld möchte und aus dem Anzug eine gefährliche Waffe entwickeln möchte. Seine Motivation ist pure Geldgier, gepaart mit einer Abneigung gegen Hank Pym, den Cross sogar aus seiner Firma gedrängt hat. So würde er selbst mit Hydra ins Geschäft kommen.

Eine Besonderheit des Ant-Man Films ist die Etablierung von gleich zwei Figuren, die in den Comics das Kostüm des Ant-Man getragen haben, was auch im Film suggeriert wird. Historisch ist Hank Pym der erste Ant-Man, der in den Comics auch die Identitäten von Goliath, Yellowjacket & Giant-Man. Scott Lang ist der Nachfolger während mit Hope van Dyne die Figur der Wasp, einer Superheldin mit ähnlichen Fähigkeiten wie Ant-Man, eingeführt wird.


Alles in allem ist Ant-Man der MCU-Film mit dem der Humor in das Franchise zurückgekehrt ist, nachdem in Age of Ultron die Avengers neu aufgestellt wurden. Der Cast ist sehr stark und besonders Paul Rudd ist sehr sympathisch. Technisch ist der Film ebenfalls gelungen und der Humor ist ein cleveres, wenn nicht sogar notwendiges Stilmittel, denn die Thematik mit Ameisen kann man nur schwer ernst nehmen. Egal wie man es dreht & wendet. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, da Ant-Man sicher nicht der beste, aber einer der kreativsten MCU-Filme ist.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Captain America: Civil War | Review

Titel: The First Avenger: Civil War
Originaltitel: Captain America: Civil War
Laufzeit: 148 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Die MCU Filme um Captain America hatten es nie leicht, wenn es um den Titel geht und ich weigere mich, „The first Avenger“ als Titel zu nehmen, außer im ersten Film. Da wir das nun geklärt haben, heiße ich euch zu meiner Review zu Captain America: Civil War, oder „könnte doch fast ein Avengers-Film sein“, willkommen.

Der Film erschien 2016, stellt den dritten Teil der Captain America Filme dar und ist wichtig für die weitere Entwicklung des Marvel Cinematic Universe.


Die Avengers sind die mächtigsten Helden der Erde und haben bereits mehrmals die Welt gerettet. Bei einer Mission, um den Terroristen & Schurken Crossbones unschädlich zu machen, werden durch einen unglücklichen Zwischenfall mehrere Zivilisten getötet. Scarlett Witch, die für den Zwischenfall verantwortlich ist, macht sich schwere Vorwürfe und löst eine weltweite Debatte über die Konsequenzen der letzten Ereignisse (Avengers 1, Avengers 2 & Captain America 2) aus. General Ross, inzwischen Außenminister der USA, legt dem Team unter Captain America eine UN Vereinbarung dar, die es nicht mehr als Privatorganisation agieren lässt, sondern unter die Kontrolle eines Gremiums bringt.

Tony Stark aka Iron Man ist für dieses „Gesetz“, während Captain America dagegen ist. Die Spannungen innerhalb der Avengers steigen. Als dem Winter Soldier aka Bucky Barnes (Captain Americas bester Freund) ein Attentat auf die UNO City in Wien nachgewiesen wird, eskaliert die Situation völlig. Captain America, Steve Rogers, ist von Buckys Unschuld überzeugt und stellt sich gegen das UN Gesetz. Zusammen mit seiner Truppe(Ant-Man, Hawkeye, Falcon, Winter Soldier & Scarlett Witch) stellt sich Captain America seinem ehemaligen Gefährten Iron Man und dessen Team (War Machine, Vision, Spider-Man, Black Panther & Black Widow) entgegen.

Nebenbei gibt es einen Nebenplot mit Oberschurke Zemo, der den Konflikt immer weiter anheizt, um Rache für den Tod seiner Familie, auf Grund der Schlacht in Avengers 2, zu nehmen.


Civil War fühlt sich mehr wie ein Avengers Film statt wie ein Solofilm an. Das liegt zum einen an der umfassenden Handlung und zum anderen an der gewaltigen Anzahl an Helden. Neben bereits bekannten Figuren wie Ant-Man, Winter Soldier, Hawkeye, Falcon & Black Widow bekommt das MCU mit Zemo, Spider-Man & Black Panther Zuwachs.

Crossbones taucht zwar auch auf, wird aber zu schnell verheizt. Ich halte Captain America: Civil War für den bisher wichtigsten Film des MCU, da zwei sehr wichtige Fragen gestellt werden. Wer übernimmt die Verantwortung für die Taten der Superhelden? Wer kontrolliert diese Überwesen? Vision & Scarlett Witch sind die besten Beispiele. Ersterer verfügt über schier grenzenlose Macht und stellt sich auf Iron Mans Seite, denn die Metawesen müssen kontrolliert werden. Die Gefahr einer privaten Organisation mit solcher Macht ist nicht abzuschätzen. Scarlett Witch verfügt ebenso über gewaltige Kräfte, lässt sich jedoch nicht erneut einsperren & kontrollieren wie damals von Hydra. Daher kämpft sie an der Seite von Captain America der in dem UNO Aufsichtsrat der Avengers die gleiche Bedrohung erkennt wie in S.H.I.E.L.D. als es von Hydra kontrolliert wurde. Was ist, wenn die Avengers helfen wollen, aber nicht dürfen, oder wenn die Avengers Missionen bekommen, die sie nicht wollen?

Neben der sehr spannenden Thematik, ist auch die Stimmung des Films sehenswert. Fängt alles noch „heroisch“ mit dem Kampf gegen Crossbones an, wird der Film später immer düsterer. Die Spaltung des Teams wird immer tiefgreifender. Aus Freunden werden Feinde. Die Avengers zerbrechen und der einzige Sieger ist der rachsüchtige Zemo. Er kann die Avengers nicht töten, aber die Helden können sich gegenseitig töten.

Das Highlight des Films ist ganz klar der Showdown der Avengers-Teams auf dem Flughafen von Leipzig. Diese Stelle markiert den endgültigen Bruch zwischen den ehemaligen Freunden Tony Stark & Steve Rogers. In dieser Szene steckt sehr viel Symbolkraft, da das alte Marvel Cinematic Universe hiermit zu Ende ist. Alle haben sich für eine Seite entschieden und sind bereit zu kämpfen.
An dieser Stelle muss ich rückwirkend den Auftritt, sowie die Einführung von Spider-Man loben. Tony Stark dient als sein Mentor und erklärt ihm, dass es seine Aufgabe sei, seine Macht dafür einzusetzen, schlimme Dinge zu verhindern. Somit wird auf Onkel Ben verzichtet, aber ein neuer Ansatz gewählt.


Es muss nun aber auch Platz für Kritik sein. Captain America: Civil War ist zu lang. Dies merkt man ganz simpel an der Spannungskurve des Films. Bis zum Showdown auf dem Flughafen baut sich die Spannung langsam auf und der Film funktioniert hervorragend. Danach kommen jedoch noch knapp 30 Minuten, die man nicht gebraucht hätte. Der Handlungsstrang um Zemo muss abgeschlossen werden, aber der Schurke hat sein Ziel erreicht. Die Avengers sind zersplittert und geschwächt. Mir ist jedoch klar, dass diese 30 Minuten nötig waren, um die Unschuld des Winter Soldiers am Tod von Black Panthers zu belegen. Allgemein muss ich anmerken, dass Civil War eigentlich keinen Bösewicht gebraucht hätte, denn der Konflikt zwischen den Helden wäre auch von allein ausgebrochen. Es ist jedoch interessant, dass Zemo kein Verbündeter von Hydra ist, sondern ein Feind dieser Organisation.


Zusammengefasst ist Captain America: Civil War der definierende Film für das Marvel Cinematic Universe. Durch die Schuldfrage in Bezug auf die Taten der Avengers wird dieses Film-Universum nachhaltig verändert. Ein großes Lob geht an die Handlung, die Kamerarbeit, die Tricktechnik sowie die hervorragende Leistung der Schauspieler die alle zur Höchstform auflaufen! Meinen wesentlichen Kritikpunkt habe ich bereits genannt. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, denn jeder Marvel-Fan muss diesen Film sehen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Captain America: Civil War Reviews:

Captain America: Civil War [2016] von 11ersFilmkritiken