Aquaman/Suicide Squad: Sink Atlantis! | Review

Titel: Aquaman
Autor: Dan Abnett, Rob Williams
Zeichner: Jose Luis, Joe Bennet
Verlag: DC
Sprache: Englisch
Seiten: 104
Erschienen: 06. Februar 2019

Auf das Crossover Sink Atlantis! in dem Aquaman auf das Suicide Squad aka Task Force X trifft, habe ich mich schon länger gefreut. Über Instagram habe ich bereits eine kompakte Rezensionen veröffentlicht, aber nun möchte ich etwas detaillierter werden!


Kernfakten zum Comic

Titel: Aquaman
Autor: Dan Abnett, Rob Williams
Zeichner: Jose Luis, Joe Bennet
Verlag: DC
Sprache: Englisch
Seiten: 104
Erschienen: 06. Februar 2019


Handlung: Atlantis erhebt sich

Atlantis ist aus den Tiefen des Meeres an die Oberfläche gestiegen und liegt als neue Nation zwischen den USA und Europa. Arthur Curry aka Aquaman hat seine Krone abgelegt und Mera regiert nun über Atlantis, dass einer ungewissen Zukunft entgegenblickt. Die Narben des Bürgerkriegs (Aquman Vol. 5/6) sind noch frisch und das Verhältnis zur US-Regierung ist äußerst angespannt, aufgrund Aqumans vergangener Taten.

Als Amanda Waller das Suicide Squad (bestehend aus Killer Croc, Deadshot, Harley Quinn sowie den Neuzugängen Lord Satanis und Master Jailer) entsendet um Atlantis wieder zu versenken muss Aquaman alles daran um seine Heimat und seine Geliebte Mera zu schützen. Selbstverständlich verfolgt Waller einen geheimen Plan, wie sie es immer tut. Das Suicide Squad und Aquaman befinden sich auf Kollisionskurs …

Meine Meinung zum Comic

Die Geschichte des Crossovers ist im Kern simpel, wird aber spannend erzählt, da hier zwei kreative Teams die Handlung aus zwei Sichtweisen erzählen.

Gleiches gilt auch für die beiden Zeichenstile des Comics, die sich äußerst stimmig ergänzen. Besonders die Figuren sehen hervorragend aus und Aqauman mit Bart und langen Haaren hat etwas leicht animalisches an sich.

Dank Querverweisen zu anderen Ausgaben der Aquaman Rebirth beziehungsweise Suicide Squad Rebirth Serie und Dark Nights: Metal fügt sich Sink Atlantis! harmonisch den Verlauf der DC Comics ein und bleibt dem Kanon treu.

Fazit

Alles in allem ist Sink Atlantis! ein gelungenes Crossover, dass gleich mehrere Aufgaben erfüllt. Einerseits fühlt sich der Comic wie das nächste Kapitel in den Serien Aquaman und Suicide Squad an. Andererseits baut der Comic genug Querverweise ein, um treue Leser beide Serien zu belohnen und neue Leser an eine der beiden Reihen heranzuführen. Das Crossover ist ohnehin so aufgebaut, dass man mit wenig bis keinem Vorwissen auch seinen Spaß damit haben kann.

Ich vergebe für Aquaman / Sucice Squad: Sink Atlantis die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Aquaman (DCEU) | Gedankenspiel

Titel: Aquaman (DCEU)
Originaltitel: Aquaman (DCEU)
Regie: James Wan
Laufzeit: 139 Minuten
Genre: Comicverfilmung
Erscheinungsjahr: 2018

Aquaman ist inzwischen ein fester Bestandteil des DCEU Filmuniversums. Nach einem ersten Auftritt in Dawn of Justice sowie einer prominenteren Rolle in Justice League, dem gescheiterten Crossover, hat der „Wassermann“ endlich seinen lang erwarteten Solofilm bekommen. Regie führte Horrormeister James Wan und der gute Mann hat gezeigt, dass er mehr kann als nur Horrorfime zu inszenieren.

Für diesen Film und alle kommenden Comicverfilmungen werde ich von klassischen Rezensionsformat absehen und mich eher auf die einzelnen Aspekte in Kombination mit meinem Comicwissen konzentrieren.

An dieser Stelle gilt eine kleine Spoilerwarnung!

Kernfakten zum Film

Titel: Aquaman (DCEU)

Originaltitel: Aquaman (DCEU)

Regie: James Wan

Laufzeit: 139 Minuten

Genre: Comicverfilmung

Erscheinungsjahr: 2018


Weitere Beiträge zum DCEU

Filme


Handlung & Figuren/Schauspieler

Aquaman erzählt mehrere Handlungsstränge und orientiert sich erzählerisch an Wonder Woman und Dawn of Justice wobei erstgenannter Film klar das primäre Vorbild ist. Der Zuseher erlebt sowohl den Streit um Atlantis Thron, den Werdegang von Arthur Curry zum richtigen Thron und den Aufstieg von Black Manta, der Nemesis von Aquaman. Wirkt der Film zu Beginn etwas gehetzt und übertrieben nimmt man sich in der Mitte mehr Zeit für die Charakterentwicklung sowohl aufseiten der Helden als auch der Schurken.

Jason Momoa verkörpert zwar einen kampferprobten Helden, der aber noch seinen Platz finden muss und eine Bestimmung zu erfüllen hat. Zuerst unfreiwillig in die Handlung hineingezogen entwickelt sich Arthur Curry/Aquaman im weiteren Verlauf zu einem richtigen Helden, weil er keine Wahl hat, aber genau das macht ihn heroisch. Als Sohn des Meeres und des Landes muss er, ganz wie in den Comics, die Brücke zwischen beiden Welten sein und den drohenden Krieg verhindern.

Als Gegenstück dient Patrick Wilson als Aquamans Halbbruder König Orm, der seine Welt (die Meere) retten möchte und sich vom tragischen König zum grausamen Eroberer entwickelt. Dazu kommt der Zwist mit Arthur und die Furcht vor dem Verlust des Throns. Orm sieht sich als der rechtmäßige Ocean Master und somit Herrscher der Weltmeere. Um alle Völker unter Wasser zu vereinen und der Oberwelt den Krieg zu bringen, geht er über Leichen.

Der „wahre“ Schurke des Films wird jedoch von Yahya Abdul-Mateen II verkörpert. David Kane ist zu Beginn ein Pirat entwickelt nach einer wenig erfreulichen Begegnung mit Aquaman einen brennenden Zorn auf den Helden und sinnt auf Rache. Seine „Motivation“ Black Manta zu werden ist die gleiche wie in den Comics und absolut nachvollziehbar. Ich vermute und hoffe auf einen weiteren Auftritt Black Mantas in kommenden Aquaman Filmen.

Den Abschluss im Kreis der relevanten Figuren bilden Mera (Amber Hear), Atlanna (Nicole Kidman) und Vulko (William Dafoe) die Aquaman in seiner Mission unterstützen beziehungsweise Atlanna ist als Aquamans Mutter dessen wichtigster Anker.

Stilmittel, CGI und Soundtrack

Aquaman baut unterschiedlichste Genreelemente in seinen Handlungssträngen, wirkt dabei jedoch nicht überladen, was mich ehrlich gesagt überrascht. So haben wir Elemente aus dem Drama sowie dem Fantasy, Science-Fiction, Action und Horrorfilm. Besonders die Horrorelemente von Aquaman sind eines der Highlights des Films und unterstreichen die Fähigkeiten von James Wan. Ein weiteres Stilmittel sind drehende Kameraaufnahme und eher längere Shots, die besonders in den teils überraschend brutalen Kämpfen eingesetzt werden. Dabei gewinnen die Gefechte eine dynamische Note und die Szenen wirken umfangreicher in der Inszenierung.

Eine positive Überraschung ist das CGI von Aquaman. Da der Film über weite Strecken unter Wasser spielt, müssen die Effekte hochwertig sein und dieser Fall tritt ein. In Kombination mit hervorragend platzierten Kamerawinkeln entstehen nicht nur beeindruckende Bilder, sondern auch eine überraschend realistische Darstellung der Völker unter Wasser. So sind auch die Bewegungen nicht mehr so lächerlich wie zu Zeiten von Aquaman. Die schnelle Fortbewegung der atlantischen Bewohner wirkt realistisch und erinnert an die hohe Geschwindigkeit der Amazonen oder der Kryptonier. Ebenso wirken die Kämpfe unter Wasser, dank dem CGI realistisch, weisen aber eine gewisse Trägheit, auf die durch das Wasser bedingt ist. Was ebenfalls positiv zu erwähnen wäre ist der Einsatz eines Filters über der Stimme, wenn die Figuren unter Wasser sprechen.

Der Soundtrack aus der Feder von Rupert Gregson-Williams passt perfekt zum Film und unterstreicht diese mysteriöse, gefährliche Welt unter Wasser.

Fazit

Zusammengefasst ist Aquaman der Beweis für DC/Warners Fähigkeit qualitativ hochwertige Solofilme, um ihre Helden zu produzieren. Im Kern behandelt der Film mehrere Handlungsstränge mit ernster Thematik, die durch etwas Humor und Augenzwinkern aufgelockert werden. Trotz mehrere Stränge sowie Genreelemente wirkt Aquaman nicht überladen und fügt sich zu einem befriedigenden Film zusammen. Aquaman schafft es gekonnt den Mikrokosmos der Comicvorlage zu etablieren und viele Elemente ins DCEU einzufügen die die Basis für kommende Filme legen. Ich kann diesen Film definitiv weiterempfehlen und bedanke mich für eure Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Death of Superman (Film) | Review

Titel: Death of Superman
Originaltitel: The Death of Superman
Regie: Sam Liu, Jake Castorena
Laufzeit: 81 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Zeichentrick, Comicverfilmung

Eine blühende Metropole. Ein schier unbesiegbares Monster. Der größte Held der Erde und das ultimative Opfer. So lässt sich Death of Superman am ehesten zusammenfassen.

Kernfakten zum Film

Titel: Death of Superman

Originaltitel: The Death of Superman

Regie: Sam Liu, Jake Castorena

Laufzeit: 81 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Zeichentrick, Comicverfilmung


Clark Kent aka Superman hat es nicht leicht obwohl er die Justice League anführt, der populärste Held der Erde ist und mit seiner großen Liebe Lois Lane zusammen ist. Allerdings verheimlicht Clark Kent seiner geliebten Lois das er in wirklichkeit Superman ist, was die Beziehung der beiden verkompliziert.

Eines Tages erscheint aus den Tiefen des Alls das schreckliche Monster Doomsday und begibt sich, eine Spur des Todes hinterlassend, auf den Weg nach Metropolis. Die Justice League stellt sich dem Monster entgegen jedoch verliert ein Kämpfer nach dem anderen gegen die Bestie. Zur gleichen Zeit erfährt Lois von Clark sein Geheimnis aber viel Zeit bleibt den beiden nicht denn Doomsday attackiert Metropolis und bekämpft Diana aka Wonder Woman.

Am Ende eines langen, brutalen Kampfes herrscht Stille. Doomsday ist besiegt aber der Preis ist hoch, wie der Filmtitel bereits verrät.

Was ich an der Geschichte mag ist der Fokus auf Superman und jene Probleme, die selbst ein Mann aus Stahl hat. Um seine große Liebe nicht in Gefahr zu bringen verbirgt er seine geheime Identität. Die Verschleierung, mithilfe einer Brille, weckt in mir aber den Zweifel an der Intelligenz vieler Bewohner von Metropolis. Clark Kent sieht zufällig aus wie Superman aber nur durch eine Brille schließt niemand darauf das beide Personen ein und derselbe Mann sind.


Das Kernstück des Films ist, jedoch nicht die auf Superman fokussierte Handlung sondern, die große Schlacht mit Doomsday. Während zuerst die Justice League anrückt um das Ungeheuer zu bezwingen muss am Ende, wie immer bei gigantischen Bedrohungen, Superman den Tag retten. Was auf den ersten Blick langweilig wirkt entpuppt sich auf den zweiten Blick als interessanter Schachzug.

Doomsday ist eine Tötungsmaschine kryptonischer Herkunft und wenn selbst ein Atlanter (Aquaman), eine Amazone (Wonder Woman) und ein Marsianer (Martian Manhunter) nicht ausreichen um zu siegen muss der letzte Sohn Kryptons ran. Hierbei sind die Cameos von Martian Manhunter und Carter Hall (Hawkman), als Mitglieder der Justice League, ein netter Bonus.

Der Kampf selbst ist hervorragend inszeniert und überraschend brutal. Im Vorfeld zeigt Doomsday seinen Hang nach Gewalt und Tod aber erst in der richtigen Konfrontation erreicht die Gewalt ihren Höhepunkt. Selbstverständlich ist der Film kein Splatterfest a la Hellsing aber der rohe Faustkampf steht die Schlacht dem „großen Bruder“ Dawn of Justice in nichts nach.

Abseits des Kampfes ist die Animationsqualität sehr hochwertig, wie man es von einem DC Zeichentrickfilm gewohnt ist. Die Designs der Figuren erinnern mich einerseits an DC Rebirth aber auch an The New 52, mit einem Hauch Klassik. Supermans Erzfeind Lex Luthor bekommt eine angemessene Darstellung, als ebenso zwielichtiger wie hochintelligenter Geschäftsmann, der mit seinem Projekt Kadmus an eigenen „Supermen“ bastelt.

Ein weiteres Markenzeichen ist die hochwertige deutsche Vertonung. Die Sprecher passen perfekt zu ihren Rollen und können genau die Persönlichkeiten vermitteln, die man von den Helden erwartet. Als einzige Ausnahme muss ich Aquaman nennen, dessen Sprecher leider nicht zur Figur passt. Klaus-Dieter Klebsch als Sprecher von Josh Brolin (Thanos) ist für seine markante Stimme bekannt, will aber nicht stimmig wirken, als König von Atlantis.


Death of Superman gehört definitiv zu den besten Filmen aus DC‘s Zeichentrick-Universum. Der Film besticht durch ein hohes, viel Action und einem interessanten Porträt von Clarl Kent aka Superman als Gegenpol zur brachialen Action. Langsam aber sicher schaffen die DC‘s Cartoons die Transfortmation in Filme für Erwachsene und legen das Kinder-Image eines Zeichentrickfilms ab. Ohne Zweifel gehört dieses Werk zu den brutalsten Vertretern der DC Universe Movies, was aber Sinn in Anbetracht der Gefahr durch Doomsday.

Ich vergebe für Death of Superman das Prädikat sehenswert und hoffe auf eine würdige Fortsetzung, in Form von Reign of the Supermen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Dark Nights: Metal: Dark Knights Rising | Review

Name: Dark Nights: Metal: Dark Knights Rising
Verlag: DC Comics
Erscheinungstermin: 26. Juni 2018

Das Multiversum ist gerettet. Barbatos und seine Heerscharen sind besiegt aber nun stellt sich eine Frage. Wer sind die Dark Knights und was ist ihre Geschichte? Genaus das will ich euch in meiner heutigen Rezension erzählen!

Kernfakten zum Comic

Titel: Dark Nights: Metal: Dark Knights Rising

Autor: Scott Snyder, Grant Morrison, James Tynion IV, Joshua Williamson, Frank Tieri, Sam Humphries, Dan Abnett, Peter J. Tomasi

Zeichner: Carmine Di Giandomenico, Riccardo Federici, Ethan van Sciver, Philip Tan, Tyler Kirkham, Francis Manapul, Tony S. Daniel, Danny Miki, Riley Rossmo, Howard Porter, Jorge Jimenez, Doug Mahnke, Jaime Mendoza

Koloristen: Ivan Plascencia, Rain Beredo, Jasom Wright, Dean White, Arif Prianto, Tomey Morey, Hi-Fi, Alejandro Sanchez, Wil Qunintana

Verlag: DC Comics

Sprache: Englisch

Seiten: 216

Erschienen: 26.06.2018

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Dark Knights Rising beschäftigt sich mit den Geschichten der sieben albtraumhaften Versionen von Batman aka Bruce Wayne und wie diese in die Dunkelheit fallen. Als übergeordnete Rahmenhandlung dient die Rekrutierung der Batmen durch den Batman der lacht, welcher eine Mischung aus Bruce Wayne und dem Joker ist.

Was sechs der sieben Batman gemeinsam haben ist ein gravierender Verlust neben der zwangsläufigen Ermordung der Eltern. Dabei werden auch die Fähigkeiten der Dark Knights entsprechend vorgestellt. Interessant ist hierbei besonders Dawnbreaker, der entstand als Bruce Wayne kurz nach der Ermordung seiner Eltern den Power Ring einer Green Lantern erhielt. Er schaffte es die Sperre für tödliche Gewalt aufzuheben und Dunkelheit in den Ring fließen zu lassen, was es ihm ermöglicht, schreckliche Monster zu beschwören. Ein anderes Beispiel ist Red Death, der eine Mischung aus Batman und The Flash ist, was ihn zu einer gespaltenen Persönlichkeit macht.

Es ist ohnehin interessant, dass die Dark Knights eigentlich nicht rein böse sind, sondern ihre Welten verloren haben und in Barbatos eine Chance sehen ihre Welten zurückzubekommen. Einfach gesagt, um ihre Welten vor dem Bösen zu retten sind die Batmen schließlich in die Dunkelheit gefallen. Als einzige Ausnahme sticht der Batman der Lacht heraus, der das pure Böse verkörpert und das schlimmste ist, was Bruce Wayne jemals passieren kann.


Auf der zeichnerischen Ebene besticht Dark Knights Rising durch verschiedene Zeichenstile, da an jedem Issue ein anderes Team gearbeitet hat. Mir haben alle Stile sehr zugesagt allerdings ist die Dawnbreaker Geschichte am bildgewaltigsten dank der dunklen Kräfte des Lantern Rings, während die Murder Machine Geschichte künstlerisch sehr wertvoll ist weil sie wie eine feine Bleistiftzeichnung wirkt.

Gleiches gilt auch für die verschiedenen Autoren, die an den gesammelten Issues mitgewirkt haben. So haben unter anderem Grant Morrison und Dan Abnett die Geschichten für diesen Band geschrieben, was sich in der hohen Qualität widerspiegelt.


Zusammengefasst ist Dark Nights: Metal: Dark Knights Rising die perfekte Ergänzung zum Hauptevent, da die Dark Knights aka Nightmare Batmen mehr Persönlichkeit und Tiefgang erhalten. Die verschiedenen Zeichenstile sind sehr hochwertig und grundlegend ist für jeden Geschmack etwas dabei, da die einzelnen Geschichten sehr gelungen inszeniert sind. Ich vergebe für Dark Nights: Metal: Dark Knights Rising die Wertung lesenswert!

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Aquaman Vol. 1: The Drowing (DC Rebirth) | Review

Name: Aquaman Vol. 1: The Drowing
Verlag: DC Comics
Erscheinungstermin: 17. Januar 2017

Achja Aquaman. Dieser Held hatte es in den letzten Jahren durch wenig vorteilhafte Darstellungen nicht gerade leicht ABER dank dem New 52 und dem DCEU hat der aquamarine Superheld seine Renaissance erlebt und im Vergleich zu Marvels Namor the Submariner (so ein Lappen im Badehöschen) hat Arthur Curry aka Aquaman bereits größere Auftritte in Film & Fernsehen absolviert.

Heute geht es mir den ersten Band der neuen Aquaman Serie unter dem Imprint DC Rebirth. Der Paperback umfasst den Rebirth One-Shot sowie die Ausgaben 1 – 6.


Lange Zeit war die Situation zwischen dem Königreich Atlantis unter dem Meer und den Menschen der Oberfläche angespannt. Arthur Curry, der Aquaman und König von Atlantis, will beide Völker näher zusammenbringen und lädt zu einer Gala in einem atlantischen Außenposten an der Oberfläche ein. Die Gala wird allerdings unterbrochen als Black Manta, die Nemesis von Aquaman, angreift um dem Helden mit dem blonden Haar alles zu nehmen, was er liebt. Sein Volk, seine Krone, seinen Frieden und seine geliebte Mera. Der Kampf endet zugunsten von Aquaman, hat jedoch weitreichende Konsequenzen, da die Armee von Atlantis nicht für die Sicherheit der Besucher sorgen konnte.

Als scheinbar ein atlantischer Angriff auf ein US-Kriegsschiff stattfindet, stellt sich Aquaman, zusammen mit Mera und seinem Volk, gegen die Gesetze der USA und selbst die Justice League um die Wahrheit hinter dieser offenkundigen Verschwörung herauszufinden.


Aquaman Vol. 1 geht mehr in Richtung Politthriller, als es bei anderen DC Serien der Fall ist, vergisst dabei aber sich Zeit für seinen Protagonisten zu nehmen. Ein äußerst interessanter Punkt ist der Umstand, dass Aquaman selbst im DC Universum als Sonderling gilt, im Vergleich zum Rest seines Teams. Er ist weder populär noch eine Ikone, sondern der Fisch-Typ. Dies macht sich in der kurzen Konfrontation mit Superman bemerkbar, als Arthur seinen Freund mit eben jenem Umstand konfrontiert.

Neben diesem politisch-persönlichen Hauptstrang gibt es einen Nebenstrang mit Black Manta. Man erfährt den Grund für seinen Hass auf Aquaman aber auch sein Schicksal nach der Niederlage. Er wird von der Organisation N.E.M.O. befreit und als möglicher Rekrut mitgenommen. In den folgenden Handlungsbögen wird diese Organisation mit hoher Wahrscheinlichkeit noch eine große Rolle spielen.

Der Stil des Comics weiß zu gefallen, wobei die Gesichter nicht immer ganz gelungen sind. Aquaman sieht mehr als einmal etwas dümmlich aus und auch Superman wurde nicht optimal getroffen. Loben muss ich dafür so manche bildgewaltige Szene sowie die rohen und brutalen Kämpfe.


Alles in allem ist Aquaman Vol. 1 eine Mischung aus Politthriller und Superheldengeschichte, die Aquaman zwischen zwei Welten wirft, da er zum Teil Mensch, zum Teil Atlanter aber zu 100% der Anführer einer eigenen Nation ist. In Kombination mit seinem persönlichen Konflikt wird der Grundstein für potenziell spannende Story Arcs in der Zukunft gelegt. Dazu kommt ein ansprechender Stil, mit eher sub-optimalen Mimiken, was mich aber zu meiner Wertung lesenswertführt, da Arthur Curry aka Aquaman durchaus interessante Seiten hat.

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Justice League (DCEU) | Review

Justice League bin ich mit gemischten Gefühlen entgegen getreten. Einerseits habe ich mich sehr auf diesen Film gefreut, aber nach Wonder Women sind meine Ansprüche an Comicverfilmungen erneut gestiegen. Was ich von Justice League halte. erfahrt ihr jetzt!

Wie immer bei aktuellen Kinofilmen möchte ich Spoiler möglichst vermeiden.

Die restlichen MCU Beiträge:


Die Erde ist in Gefahr. Ein Angriff von außen steht bevor. Der Eroberer Steppenwolf erscheint, zusammen mit seiner Armee Paradämonen, auf der Erde, um die drei Mutterboxen zu finden. Mithilfe dieser drei mächtigen Artefakte möchte sein vor tausenden Jahren begonnenes Werk, die Vernichtung der Erde, beenden.

Bruce Wayne/Batman (Ben Affleck) & Diana Prince/Wonder Woman (Gal Gadot) wissen um die kommende Bedrohung. Beiden ist klar, dass sie ein Team brauchen, um die kommende Bedrohung abzuwenden. Als Kandidaten kommen Barry Allen/The Flash (Ezra Miller), Arthur Curry/Aquaman (Jason Momoa) & Victor Stone/Cyborg (Ray Fisher) in Frage. Batman ist jedoch klar, dass sie zu wenige sind. Sie brauchen mehr. Sie brauchen einen Kryptonier.

Um überhaupt eine Chance zu haben, müssen die Helden also Superman wiederbeleben, was das Team spaltet. Einerseits wird die Macht eines Kryptioniers benötigt (obwohl mit Diana eine Halbgöttin im Team ist), aber niemand weiß, wie Superman reagieren wird, wenn man ihn von den Toten zurückholt. In einer leider viel zu kurzen Sequenz wird Superman wiederbelebt, aber dieser attackiert die Helden, da er sich an sie nicht mehr erinnert, und tötet beinahe Batman. Erst durch das Eingreifen von Lois Lane fängt sich der Mann aus Stahl wieder und fliegt mit ihr zu der Farm, wo er aufgewachsen ist. An sich ist die Szene sehr stark, aber Superman wird etwas zu schnell wieder der Alte und ist anschließend die Superwaffe gegen Steppenwolf. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass ein Kryptonier den Tag retten muss.


Justice League hat einen phantastischen Look und sieht aus wie ein verfilmter Comic. Das Spiel mit Licht & Schatten, sowie der Einsatz von Zeitlupen ist perfekt, um die Helden in Szene zu setzen und starke Bilder zu erschaffen. Weiters kommt eine hervorragende Optik in Bezug auf die Kostüme hinzu. Diese weisen sowohl klassische Elemente, als auch Eigenschaften moderner Interpretationen (New 52, Rebirth) auf. Mein Highlight unter den Designs ist jedoch Aquaman, der zum ersten mal wirklich männlich & wild aussieht. Ich hoffe, dieses Design bleibt uns erhalten.

Was mir ebenfalls gefallen hat, ist die Erzählstruktur des Films. Justice League etabliert die neuen Helden (Cyborg, Flash, Aquaman) in Szenen, die ihre Herkunft, Fähigkeiten und Persönlichkeiten sehr gut beschreiben. Dazu kommt die Introsequenz, die den Ton der Welt nach Supermans Tod angibt. Angst, Trauer, Gewalt & Hoffnungslosigkeit regieren die Erde. Die Welt braucht Helden. Ein Punkt, den Justice League besser macht als Dawn of Justice ist die Etablierung des Schurken Steppenwolf (Ciarán Hinds). Dieser taucht bereits sehr früh im Film auf und beginnt seinen Eroberungsfeldzug, was den Helden einen gewissen Zeitdruck aufhalst. Leider ist Steppenwolf eher langweilig, da er als der stereotype Eroberer dem Genre nichts neues hinzufügt aber Steppenwolf funktioniert besser als es Lex Luthor tat.

Die Chemie unter den Justice League Mitgliedern funktioniert sehr gut und man merkt, dass sich innerhalb des Teams stärkere oder schwächere Sympathien entwickeln. Für Auflockerung im Team sorgt The Flash mit seiner nerdigen Art, aber wenn es darauf ankommt, kämpft er ebenso wie alle anderen um das Schicksal der Welt. Es ist der Wille zu Überleben, der die Helden antreibt, zusammenzuarbeiten.

Außerdem freut es mich, dass Amy Adams als Lois Lane, Jeremy Irons als Alfred & J. K. Simmons als Polizeichef Gordon die Helden unterstützen dürfen.


Justice League ist nicht so gut wie Wonder Woman, aber der Film etabliert die Justice League, drei neue Helden und vergrößert das DC Filmuniversum. Die gut inszenierte Action wechselt sich mit ruhigen Szenen ab und etwas Humor lockert die ernste Stimmung angenehm auf. Leider leidet Justice League unter einem langweiligen Schurken und der offenbar gekürzten Superman-Episode. Die Spannungskurve wird durch die Schlachten, die zum finalen Kampf führen, angehoben und die Interaktion zwischen den Helden wirkt glaubhaft. Mir hat der Film ziemlich gut gefallen, da DC gezeigt hat, dass die Ära der Helden im DC Extended Universe erneut anbricht. Ich gebe dem Film das Prädikat sehenswert und den Tipp, den Film nicht mit Marvels Avengers zu vergleichen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesens uns im nächsten Beitrag!

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