Mein Assassins Creed Fandom | Storytime

Im Zuge des Release von Assassins Creed 3 & Liberation Remastered habe ich mich erneut auf mehreren Ebenen mit dem Assassins Creed Franchise auseinandergesetzt. Dabei habe festgestellt, dass ich eine äußerst emotionale Bindung zu dieser Spielereihe habe. Im Zuge dieser erfreulichen Erkenntnis habe ich mir Gedanken über meine Liebe zu diesen Spielen gemacht und genau darum soll es heute gehen!


Die Geschichte beginnt vor vielen, vielen Jahren als ich noch ein überzeugter Anhänger der Xbox war und eine Xbox 360 mein Eigen nannte. Das muss vor mindestens 10 Jahren gewesen sein. Wie damals, zu Xbox 360 Zeiten, üblich war auch das erste Assassins Creed Teil meiner Sammlung, aber bis heute bin ich mit diesem Spiel, trotz des erfrischenden Settings zur Zeit der Kreuzzüge nie wirklich warm geworden und auch Assassins Creed 2 konnte mich nur bedingt fesseln. Beide Spiele habe ich damals nach etwas mehr als einem Drittel abgebrochen. Ich wusste um die Existenz der Spiele, hatte aber kaum Interesse an der Reihe.

Als ich dann schließlich wieder zu Sony zurückkehrte und mir eine PS3 zulegte, habe ich mir im Vorfeld des Releases von Assassins Crees IV: Black Flag die sogenannte Assassins Creed Anthology gekauft. In dieser Sammlungen waren die Teile 1, 2, 3, Brotherhood und Revelations. Ab dann wurde alles anders. Ich hatte in meiner PS3 Zeit eine Phase, in der ich ein Spiel nach dem anderen konsequent durchgespielt habe und das übermäßig schnell. Diese Phase dauerte ca. ein Jahr und in dieser Zeit habe ich bis auf den Erstling alle anderen AC Teile durchgespielt. Meine Fanliebe entflammte wie ein Leuchtfeuer und ich versank in der Welt von Assassins Creed. Dank den kreativen und unterschiedlichen Settings, den Rachegeschichten, den etwas generischen Hauptfiguren und der lebendigen Spielwelt lernte ich diese Reihe lieben.

Black Flag festigte trotz der zähen Handlung die Liebe dank des hervorragenden Gameplays. Mein absoluter Höhepunkt der Reihe bildet allerdings Assassins Creed Rogue. Erstmals lernte man die andere Seite kennen und spielte einen Templer, sprich einen vermeintlich Bösen. Dank der interessanten Geschichte und dem neuen Blickwinkel wurde frischer Wind in die Reihe gebracht, was dringend nötig war.

Die Nachfolger Unity und Syndicate überzeugten zwar mit dem Setting aber das Gameplay wurde immer generischer während der technische Zustand zu wünschen übrig ließ. Fairerweise muss man sagen, dass Unity wesentlich maroder war als Syndicate.

Mit Assassins Creed Origins hat sich die Serie zum Teil selbst neu erfunden. Weg vom Action Adventure und hin zum Action-RPG mit Open World, was definitiv erfrischend war und der Reihe neue Möglichkeiten bot. Auch wenn ich zu Beginn einige Probleme mit dem Spiel hatte, sind die Erinnerungen daran grundlegend sehr positiv. Der aktuellste Teil Odyssey konnte mich allerdings nicht überzeugen dank eines äußerst zähen Gameplays und mitlevendeln Gegnern. Besonders zweiteres empfinde ich als große Sünde im Spieledesign, da die Belohnung für das stundenlange aufleveln sowie das Gefühl von Macht fast komplett verloren geht.

Neben den Spielen habe ich auch den Assassins Creed Kinofilm gesehen, der Großteils sein eigenes Ding macht aber kein kompletter Reinfall ist. Vielmehr ist der Versuch das komplexe Assassins Creed Universum zu verfilmen bereits lobenswert.

Alles in allem verhält sich mein Assassins Creed Fandom wie meine Liebe zu Resident Evil. Auch wenn ich viel an diesem Franchise auszusetzen habe, so halte ich der Reihe trotzdem die Stange und warte gespannt auf jeden neuen Teil. Ich bin gespannt, wie sich Assassins Creed in Zukunft entwickeln wird und ob es der Reihe ähnlich wie Resident Evil gelingt sich immer wieder neu zu erfinden.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Assassins Creed Brotherhood | Review

Name: Assassins Creed Brotherhood
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release: 2010/11/16
Plattformen: PS3/4, Xbox 360/One, PC

Assassins Creed Brotherhood ist der zweite Teil der Ezio-Trilogie, begonnen mit Assassins Creed 2, sowie der erste Teil der „geheimen“ französischen Werte Trilogie, fortgesetzt mit Assassins Creed Liberation (Liberation – Freiheit) und Assassins Creed Unity (Einheit/Gleichheit).

Das Spiel erschien im Jahr 2010 für PS3, Xbox 360 & 2011 für den PC sowie 2016 für PS4 & Xbox One im Zuge der Ezio-Collection.

Da die Handlung an Assassins Creed 2 anknüpft empfehle ich euch einen Blick in die entsprechende Review:


Nach den Ereignissen in Assassins Creed 2 gerät Ezio und der Assassinen-Orden ins Visier der päpstlichen Armee und der Familie Borgia, die sowohl den Papst als auch den General der Armee stellt. Nach der verheerenden Schlacht um Monteriggioni, bei der Ezios Onkel Mario stirbt und der Edensplitter (ein mächtiges Artefakt) an die Templer geht, erwacht der verletzte Ezio in Rom, was von Borgia beherrscht wird. Zusammen mit seinen Ordensbrüdern, darunter La Volpe & Niccolò Machiavelli, begibt sich Ezio auf seine nächste schwere Mission. Er muss die Borgia ausschalten, den Edensplitter (in diesem Fall der Edenapfel) in seine Gewalt bringen und Rom befreien. Dabei findet er neue Verbündete aber auch neue Feinde und wird schließlich der Großmeister des Ordens.

In der Gegenwart verlassen Desmond & seine Gefährten ihr Versteck aus dem Vorgänger und flüchten nach Monteriggioni, in die alte Villa der Audiores um mithilfe des Animus den Standort des Edenapfels zu erfahren.

Erzählerisch knüpft Brotherhood an seinen Vorgänger an, bleibt jedoch dem Motiv der Rachegeschichte treu. Wie in der Reihe üblich wird ein stetig steigender Spannungsbogen installiert, der gegen Ende des Spiels wieder etwas abfällt. Dies ist jedoch der phasenweise frustrierenden Missionsstruktur geschuldet, aber dazu später mehr.


Spielerisch hat sich wenig verändert. Das Gameplay besteht immer noch aus abwechslungsreichen Missionen mit einigen wirklich bescheuerten Gimmicks, dem Bestreiten von Kämpfen, Überwinden von Hindernissen mit parkurartigen Bewegungen und dem Lösen von Rätseln.

Mein Problem mit dem Gameplay ist das stellenweise schwammig funktionierende Klettern in Kombination mit Missionen, in denen man unter keinen Umständen entdeckt werden darf, da sonst das Game Over wartet. Der Frust hält sich dank fairen Checkpoints in Grenzen, muss aber definitiv nicht sein. Ein weiteres Problem sind Verfolgungsmissionen. In sehr seltenen Fällen dreht sich die zu verfogende Figur plötzlich um und läuft direkt in den Spieler rein. Wie auch bei den Stealthmissionem wäre eine etwas längere Phase, um einer Entdeckung zu entgehen, wünschenswert gewesen.

Eine hervorragende Neuerung in Brotherhood ist die Befreiung Roms und der Aufbau einer Assassinengilde. Jeder Bezirk der ewigen Stadt wird von einem Borgia Turm, samt Hauptmann, kontrolliert. Sobald der Turm erobert und der Hauptmann tot ist, ist der jeweilige Bezirk frei und kann mit dem Einkommen des Spielers wieder aufgebaut werden. So können verschiedene Dienstleister (Händler, Banken, ..), aber auch Fraktionsgebäude renoviert werden, was Vorteile bringt. Mit jeder Renoveriung steigt das Einkommen der Stadt und somit des Spielers. Mit dem Geld können dann Rüstungen, Waffen und vieles mehr erworben werden. Im Zuge der Erkundung Roms können Bürger angeworben werden, die dann zu Assassinen ausgebildet werden, den Spieler im Kampf unterstützen, oder auf Missionen geschickt werden können.


Optisch sieht das Spiel immer noch schick aus und steht seinem Vorgänger in nichts nach. Rom bietet viel zu entdecken und die Stadt wirkt wesentlich lebendiger als alle Städte des Vorgängers zusammen.

Akustisch werden zwar keine neuen Akzente gesetzt, aber der hohe Standard des Vorgängers bleibt erhalten.


Zusammengefasst ist Assassins Creed Brotherhood eine würdige Fortsetzung bei der die Stärken, die Schwächen des Spiels überwiegen. Das Gameplay wurde sinnvoll erweitert und besonders der Wiederaufbau Roms macht sehr viel Spaß. Ich vergebe für Assassins Creed Brotherhood ein klares spielenswert, muss jedoch anmerken, dass die Hauptgeschichte etwas kurz ist, dies jedoch durch Nebenquests ausgeglichen wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!