Assassins Creed Brotherhood | Review

Name: Assassins Creed Brotherhood
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release: 2010/11/16
Plattformen: PS3/4, Xbox 360/One, PC

Assassins Creed Brotherhood ist der zweite Teil der Ezio-Trilogie, begonnen mit Assassins Creed 2, sowie der erste Teil der „geheimen“ französischen Werte Trilogie, fortgesetzt mit Assassins Creed Liberation (Liberation – Freiheit) und Assassins Creed Unity (Einheit/Gleichheit).

Das Spiel erschien im Jahr 2010 für PS3, Xbox 360 & 2011 für den PC sowie 2016 für PS4 & Xbox One im Zuge der Ezio-Collection.

Da die Handlung an Assassins Creed 2 anknüpft empfehle ich euch einen Blick in die entsprechende Review:


Nach den Ereignissen in Assassins Creed 2 gerät Ezio und der Assassinen-Orden ins Visier der päpstlichen Armee und der Familie Borgia, die sowohl den Papst als auch den General der Armee stellt. Nach der verheerenden Schlacht um Monteriggioni, bei der Ezios Onkel Mario stirbt und der Edensplitter (ein mächtiges Artefakt) an die Templer geht, erwacht der verletzte Ezio in Rom, was von Borgia beherrscht wird. Zusammen mit seinen Ordensbrüdern, darunter La Volpe & Niccolò Machiavelli, begibt sich Ezio auf seine nächste schwere Mission. Er muss die Borgia ausschalten, den Edensplitter (in diesem Fall der Edenapfel) in seine Gewalt bringen und Rom befreien. Dabei findet er neue Verbündete aber auch neue Feinde und wird schließlich der Großmeister des Ordens.

In der Gegenwart verlassen Desmond & seine Gefährten ihr Versteck aus dem Vorgänger und flüchten nach Monteriggioni, in die alte Villa der Audiores um mithilfe des Animus den Standort des Edenapfels zu erfahren.

Erzählerisch knüpft Brotherhood an seinen Vorgänger an, bleibt jedoch dem Motiv der Rachegeschichte treu. Wie in der Reihe üblich wird ein stetig steigender Spannungsbogen installiert, der gegen Ende des Spiels wieder etwas abfällt. Dies ist jedoch der phasenweise frustrierenden Missionsstruktur geschuldet, aber dazu später mehr.


Spielerisch hat sich wenig verändert. Das Gameplay besteht immer noch aus abwechslungsreichen Missionen mit einigen wirklich bescheuerten Gimmicks, dem Bestreiten von Kämpfen, Überwinden von Hindernissen mit parkurartigen Bewegungen und dem Lösen von Rätseln.

Mein Problem mit dem Gameplay ist das stellenweise schwammig funktionierende Klettern in Kombination mit Missionen, in denen man unter keinen Umständen entdeckt werden darf, da sonst das Game Over wartet. Der Frust hält sich dank fairen Checkpoints in Grenzen, muss aber definitiv nicht sein. Ein weiteres Problem sind Verfolgungsmissionen. In sehr seltenen Fällen dreht sich die zu verfogende Figur plötzlich um und läuft direkt in den Spieler rein. Wie auch bei den Stealthmissionem wäre eine etwas längere Phase, um einer Entdeckung zu entgehen, wünschenswert gewesen.

Eine hervorragende Neuerung in Brotherhood ist die Befreiung Roms und der Aufbau einer Assassinengilde. Jeder Bezirk der ewigen Stadt wird von einem Borgia Turm, samt Hauptmann, kontrolliert. Sobald der Turm erobert und der Hauptmann tot ist, ist der jeweilige Bezirk frei und kann mit dem Einkommen des Spielers wieder aufgebaut werden. So können verschiedene Dienstleister (Händler, Banken, ..), aber auch Fraktionsgebäude renoviert werden, was Vorteile bringt. Mit jeder Renoveriung steigt das Einkommen der Stadt und somit des Spielers. Mit dem Geld können dann Rüstungen, Waffen und vieles mehr erworben werden. Im Zuge der Erkundung Roms können Bürger angeworben werden, die dann zu Assassinen ausgebildet werden, den Spieler im Kampf unterstützen, oder auf Missionen geschickt werden können.


Optisch sieht das Spiel immer noch schick aus und steht seinem Vorgänger in nichts nach. Rom bietet viel zu entdecken und die Stadt wirkt wesentlich lebendiger als alle Städte des Vorgängers zusammen.

Akustisch werden zwar keine neuen Akzente gesetzt, aber der hohe Standard des Vorgängers bleibt erhalten.


Zusammengefasst ist Assassins Creed Brotherhood eine würdige Fortsetzung bei der die Stärken, die Schwächen des Spiels überwiegen. Das Gameplay wurde sinnvoll erweitert und besonders der Wiederaufbau Roms macht sehr viel Spaß. Ich vergebe für Assassins Creed Brotherhood ein klares spielenswert, muss jedoch anmerken, dass die Hauptgeschichte etwas kurz ist, dies jedoch durch Nebenquests ausgeglichen wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Assassins Creed 2 | Review [Playstation 4]

Name: Assassins Creed 2
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release: 2009/10/16
Plattformen: PS3/4, Xbox 360/One, PC

Neben Final Fantasy, Resident Evil, dem MCU & dem DCEU gehört Assassins Creed zu den Themen mit denen ich euch gerne quäle.

Assassins Creed 2 ist ein Action-Adventure mit Semi-offener Spielwelt und erschien ursprünglich 2009 für PS3, Xbox 360 & den PC. Im Zuge der Ezio-Collection, die drei Spiele enthielt, wurde das Spiel für die PS4 & Xbox One erneut veröffentlicht.


In Assassins Creed 2 verfolgt man das Leben des jungen florentinischen Adeligen Ezio Auditore de Firenze, der sich nach der Ermordung seines Vater und seines Bruders, dem Orden der Assassinen (zunächst unbewusst) anschließt und zu Beginn verschiedene Attentate verübt. Schließlich kommt Ezio einer gewaltigen Verschwörung auf die Schliche, die die Zukunft der gesamten Menschheit beenflussen könnte. Zusammen mit dem Orden der Assassinen kämpft Ezio gegen den schier übermächtigen Orden der Templer.

Daneben entwickelt Ezio eine enge Freundschaft zum Erfinder Leonardo da Vinci und da die Handlung über mehrere Jahre spielt, erlebt man sehr gut die Wandlung von Ezio vom jungen Mann zum Erwachsenen.

Neben dieser Haupthandlung in der Toskana der Renaissance spielt man einen Strang in der Gegenwart mit Desmond Miles, dessen genetische Vorfahren, wie bereits im ersten Teil, entscheidend für den Krieg zwischen Templern & Assassinen sind. Dazu wird er an die Maschine Animus angeschlossen, mit der der Benutzer die Erinnerungen seiner Vorfahren rekonstruieren kann.


Wie bereits erwähnt, spielt Assassins Creed in der Toskana, was bedeutet, dass der Spieler zahlreiche Orte besuchen & erkunden darf. Florenz, Forli, Venedig & San Gimignano sind nur ein paar Schauplätze der Geschichte.

Eine der größten Stärken von Assassins Creed ist die realistische Simulation von lebendigen Städten. Teil 2 steht dem restlichen Franchise in Nichts nach und lässt den Spieler in seine lebendige Spielwelt, mit den hunderten NPC‘s und deren Tagesabläufe, eintauchen.

Man mag Assassins Creed 2 sein Alter von inzwischen 9 Jahren amerken, aber trotzdem wirkt das gesamte Spiel immer noch imposant genug, um jeden Aussichtspunkt erklimmen zu wollen und mehr von der Toskana zu sehen.

Neben der gelungenen optischen Präsentation punktet Assassins Creed mit einem sehr atmosphärischen Soundtrack, der sich wunderbar im Hintergrund abspielt und die jeweilige Szenen hervorragent untermalt.


Wie eingangs erwähnt gehört Assassins Creed 2 dem Genre des Action-Adventures. Das bedeutet, der Fokus liegt auf dem Erkunden der Spielwelt, dem Bewältigen von Kämpfen und dem Absolvieren von abwechslungsreichen Missionen. So ist nicht jede Attentatsmission gleich und erfordert diverse Schritte, um das Ziel zu eliminieren.

Abseits der Hauptgeschichte, ist sie vollgepackt mit Nebenaufgaben, die den Spieler stundenlang beschäftigen. Hier wurde auch die Open-World-Formel von Ubisoft richtig etabliert, welche danach über Jahre hinweg in fast jedem Open-World-Spiel enthalten war.

Was mich am Kampfsystem stört, ist die Kontertaste. Mit einer einzigen Aktion wird jeder Kampf zum Kinderspiel, da man nur auf den richtigen Momente warten muss, um den Gegner mit einem gezielten Konter zu eliminieren. Das macht die Sekundärwaffen (außer das Wurfmesser) ziemlich überflüssig.


Zusammengefasst ist Assassins Creed 2 jenes Spiel, das bereits Teil 1 hätte sein sollen. Die Handlung ist wesentlich besser geschrieben, das Gameplay wurde verfeinert und sowohl technisch, als auch optisch wurde das Spielkonzept auf eine neue Stufe gehoben. Von mir bekommt Assassins Creed 2 das Prädikat spielenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Assassins Creed Origins | Review [PS4]

Name: Assassins Creed Origins
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Plattform: PC, PS4, Xbox One
Release: 27.10.2017

Nach Wolfenstein 2 & Super Mario Odyssey habe ich endlich die Zeit gefunden, mich ausgiebig mit Assassins Creed Origins zu beschäftigen. Bei diesem Spiel handelt es um den neunten Teil der Hauptreihe. Entstanden ist das neue „Assassinen“-Epos unter der Entwicklung von Ubisoft Montreal, die bereits viele Vorgänger entwickelt habe.

Der Release war am 27.10.17 für PC, PS4 & Xbox One. Nintendo Switch Besitzer gingen leider leer aus.


Die Geschichte setzt im ptolemäischen Ägypten an, zur Zeit des Pharaos Ptolemaios II. Der Spieler folgt dem Medjau Bayek aus der Region Siwa. Bayek verfolgt die Mörder seines Sohnes und möchte seine Landsleute beschützen. Interessant ist die Erzählstruktur. Anstatt wie in früheren Teilen der Serie den Verlust des Protagonisten als Ausgangspunkt zu setzen, beginnt die Handlung bereits nach dem Verlust und mit dem ersten Opfer von Bayek. Die ersten Ziele von Bayek entpuppen sich als kleiner Teil eines viel größeren Ordens, der die Kontrolle über Ägypten erlangen möchte. Zusammen mit seinen Verbündeten stellt sich Bayek dem Orden und bekommt hoffentlich Rache für seinen Sohn. Dieser Konflikt dient als Basis für den immerwährenden Krieg zwischen den späteren Templern & Assassinen. Die Geschichte ist zwar wieder eine Rachestory aber das Setting ist sehr erfrischend und die Erzählstruktur erlaubt ein langsames Tempo mit stetig steigender Spannungskurve.


Das Gameplay von Assassins Creed Origins lässt sich ganz leicht beschreiben: Aus einem Open-World-Action-Adventure wurde ein Open-World-Action-RPG. So wurde der Kampf nicht nur taktischer, sondern auch dynamischer & somit anspruchsvoller. Dem Spieler steht eine breite Palette an Nah- und Fernkampfwaffen zur Verfügung, die unterschiedliche Effekte aufweisen, sowie unterschiedliche Stile erlauben. Egal ob Schwert & Schild, Zweihandwaffen oder schnelle Doppelschwerter, für jeden ist was dabei. Neu ist ebenfalls ein Talentbaum & Stufenaufstieg.

Erfahrungspunkte erhält man durch die Jagd, den Kampf und dem erfüllen von Missionen. Letztere Möglichkeit wirft die meisten Erfahrungspunkte ab, jedoch stellt dieses Spielelement auch ein kleines Problem dar. Je weiter man im Spiel voranschreitet umso schwieriger werden die Hauptmissionen in der Regel. Ergo muss man Nebenquests absolvieren, um eine reelle Chance zu haben. Die Spielererfahrung wird durch die zahlreichen Nebenmissionen zwar vertieft aber es bremst einen schon irgendwie aus, wenn man zwei Hauptquests hintereinander lösen kann aber für die nächste Mission erst mal fünf Level aufsteigen muss. Das ist jedoch mein einziges wirkliches Problem mit Assassins Creed Origins. Loben muss ich noch die Stealthelemente erwähnen, die sehr gut funktionieren und zusammen mit dem Kampf zu Pferd eine willkommene Alternative zum normalen Kampf bieten. Außerdem funktioniert die Steuerung der Boote & Schiffe nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung sehr gut.


Ägypten ist ein Land, welches zu weiten Teilen aus Wüsten besteht. Trotz dieses Umstandes schafft es Ubisoft, die Schönheit dieses Landes in einer virtuellen Welt festzuhalten. Von trostlosen Wüsten, über kleine Siedlungen, bis hin zu den großen Metropolen des alten Ägyptens. Die Tradition von lebendigen & realistischen Spielwelten wird auch in Assassins Creed Origins fortgesetzt.
Leider ist AC Origins, wie jedes Open-World-Spiel, nicht komplett frei von Fehlern. So überlagern sich manchmal Tonspuren oder Figuren/Tiere sind nicht dort, wo sie eigentlich hingehören. Mein kuriosestes Ereignis waren Reihen unter Wasser aber dies ist die Ausnahme statt der Regel. Akustisch fällt das Spiel durch hervorragende Sprecher, wie Felix Spieß in der Rolle von Protagonist sowie einem stimmigen Soundtrack auf.


Zusammengefasst ist Assassins Creed Origins eine hervorragende Neuausrichtung der Serie und zeigt wunderbar, wie gut eine kreative Pause einer alten Spieleserie tun kann. Meine wesentlichen Pluspunkte & Kritikpunkte habe ich bereits in der Review genannt. Ich würde Assassins Creed Origins als Teil sowohl für Fans, als auch Neueinsteiger bezeichnen und vergebe daher das Prädikat spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Assassins Creed Origins Beiträge:

Gespielt: Assassins Creed Origins (XBox One) von Couchgeflüster

Angespielt: Assassins Creed Origins von Spieleduo

Spiel Review: Assassin’s Creed Origins von House of Animanga

Links zu Amazon:

Assassin’s Creed Origins – [PlayStation 4]

Assassin’s Creed Origins – Gold Edition – [PlayStation 4]

Assassin’s Creed Origins – [Xbox One]

Assassin’s Creed Origins – Gold Edition – [Xbox One]

Assassin’s Creed Origins – [PC]