The Greatest Showman | Review

Titel: Greatest Showman
Originaltitel: The Greatest Showman
Laufzeit: 105 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: USA

Ein Filmgenre, mit dem ich bisher kaum in Kontakt gekommen bin, ist der Musicalfim, was den simplen Grund hat, dass ich kaum Interesse solchen Filmen habe. Eine Ausnahme bildet The Greatest Showman, der auch ein Biografiefilm über den Zirkuspionier P. T. Barnum ist.


P. T. Barnum, ein Schneidersohn aus bescheidenen Verhältnissen, verliert seine Arbeit hat aber eine Idee. Er eröffnet in New York ein Museum mit ausgestopften Tieren & Wachsfiguren. Der erhoffte Erfolg bleibt aus, jedoch kommt von seinen Töchtern der richtige Input. Er stellt nur tote Dinge aus. Wenn er die Menschen beeindrucken & bezaubern will braucht er lebende Attraktionen. In diesem Fall heuert er einen kleinwüchsigen Mann & eine bärtige Frau an. Barnum versucht eine völlig neuartige Show auf die Beine zu stellen, um die Massen zu begeistern. Neben Kuriositäten sind auch Tänzer und Akrobaten vertreten. Barnums Show trifft jedoch nicht nur auf Zuspruch bei der Bevölkerung.

The Greatest Showman erzählt eine Geschichte mit positiven Botschaften, bunten Träumen und ist leicht verdaulich. Daran ist auch nichts verwerflich, jedoch hätte etwas mehr Drama nicht geschadet. So werden die dunklen Seiten Barnums zwar etwas angekratzt aber er bleibt dennoch immer der liebende Familienvater & Träumer aus ärmlichen Verhältnissen. Einfach gesagt; The Greatest Showman erzählt eine keusche, familienfreundliche Geschichte ohne Sex oder Flüche, die darauf ausgelegt ist den Zuseher nicht zu erschrecken. Übergossen wird das ganze mit einer dicken Schicht Kitsch.


Auch wenn der Film in der Erzählung & Handlung etwas zu viel Zuckerguss einsetzt, gibt es zwei wirklich lobenswerte Punkte. Die Lieder des Films sind hervorragend und garantieren fast alle gnadenlose Ohrwürmer. Besonders This is me, The greatest Show & A Million Dreams haben mir sehr gut gefallen.

Neben dem hervorragenden Soundtrack sieht The Greatest Showman einfach hervorragend aus. Die Shows, eher Tanzeinlagen, punkten mit einer hervorragenden Choreografie und begeistern durch die ausgefallenen Kostüme. Allgemein werden viele verschiedene Sets verwendet was der Abwechslung sehr gut tut und vielen Szenen, zum Beispiel wenn Barnum und seine Truppe am Hofe von Queen Victoria zu Gast ist, eine eigene Identität.

Was mir bei den Tanzeinlagen etwas gefehlt hat waren Akrobaten. Die Show von Barnum wird öfters als Zirkus bezeichnet und da wären Akrobaten kein Fehler gewesen. Ich meckere jedoch wieder auf hohem Niveau.


Alles in allem ist The Greatest Showman ein bunter Traum mit Gesang, schillernden Kostümen und durch die Bank weg positiven Botschaften. Ob man diesen Film mag hängt ganz davon ab, ob man etwas mit Musicalfilmen anfangen kann oder nicht. Mir hat der Film sehr gut gefallen aber eine uneingeschränkte Empfehlung spreche ich wegen den Schwächen in der Handlung nicht. Daher vergebe ich ein bedingt sehenswert, bin auf eure Meinung gespannt und verabschiede mich für heute.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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Die dunkelste Stunde | Review

Titel: Die dunkelste Stunde
Originaltitel: Darkest Hour Laufzeit: 126 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: UK

Ich mag Historienfilme, besonders jene aus dem vereinten Königreich. Bei Die dunkelste Stunde handelt es sich um ein autobiografisches Historiendrama, welches die ersten Wochen von Winston Churchills Regierungszeit behandelt.


Europa im Jahr 1940. Aufgrund der anfänglichen Misserfolge der Alliierten steuert das Kabinett Großbritanniens auf eine schwerwiegende Krise zu. Der konservative Premierminister Neville Chamberlain wird für die Misserfolge verantwortlich gemacht und muss abdanken.

Während die meisten Konservativen Lord Halifex als Chamberlains Nachfolger ansehen, akzeptiert die Opposition nur den umstrittenen ersten Lord der Admiralität Winston Churchill.

Als Churchill das Amt des Premierministers übernimmt, steht er vom ersten Tag an vor schier unüberwindbaren Herausforderungen. An der Westfront werden binnen kürzester Zeit die Beneluxstaaten überrannt, die französische Armee wird vernichtend geschlagen und die britische Armee sitzt in Dünnkirchen fest (siehe dazu meine Review zu Dunkirk). Während Halifex auf Friedensverhandlungen pocht, ist für Churchill klar, dass es mit Hitler keinen Frieden geben kann. Es muss ein heldenhafter Widerstand entfacht werden, um Europa vor dem Untergang zu bewahren.


Die dunkelste Stunde gefällt durch die starke Besetzung, aus der besonders Gary Oldman in seiner Rolle als Winston Churchill hervorsticht. Oldman schafft es sowohl den sturen, weitsichtigen Staatsmann als auch den besorgten Bürger zu spielen. In weiteren Rollen sieht man beispielsweise Stephen Dillane (Game of Thrones) als Lord Halifax oder Lily James als Churchills Assistentin Elizabeth Layton.

Allgemein zeichnet sich der Cast durch ein authentisches Schauspiel sowie gelungener Gestik & Mimik aus. Die ernste Grundstimmung wird durch gelegentlichen Humor, in erster Linie wegen Churchills verschrobener Art, aufgelockert.


Was ebenfalls positiv auffällt, ist die Inszenierung des Films. Wie bereits bei Dunkirk hält sich der Film nicht mit langen Erklärungen auf. Die Geschichte ergibt sich aus der zu Beginn in ein paar kurzen Sätzen erklärten Prämisse. Die restliche Handlung wird durch die Figuren selbst getragen, was durch die starke Besetzung hervorragend funktioniert.

Abgerundet wird die gesamte Präsentation durch den hörenswerten Soundtrack von Dario Marianelli, der bereits öfters mit Regisseur Joe Wright zusammengearbeitet hat.


Zusammengefasst ist Die dunkelste Stunde ein weiterer gelungener Historienfilm aus Großbritannien der mit starker Besetzung, hervorragender Inszenierung und einem hörenswerten Soundtrack auftrumpft. Ich vergebe ein Wohlverdientes sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!