Resident Evil und die Kettensägen | Gedankenspiel

Ist euch schon mal aufgefallen, dass es in den modernen Resident Evil Spielen, sprich ab Teil 4, einen Running Gag gibt der sich mit Kettensägen, in meiner Heimat liebevoll Fichtenmoped genannt, beschäftigt?

Heute möchte ich euch von den Gegnern mit Kettensägen erzählen, die seit Teil 4 durch die Spiele wuseln und jagt auf die Spielfiguren machen. Viel Spaß!


Resident Evil 4 – Dr. Salvador & die Bella Schwestern

Der Kettensägenmann ist der wahrscheinlich ikonischste reguläre Gegner in Resident Evil 4, immerhin ist auch auf einem der Cover Artworks zu sehen. Mit „richtigem“ Namen heißt dieser Feind Dr. Salvador und man kann bis zu 5 mal auf diesen Feind in Resident Evil 4 treffen, je nach Schwierigkeitsgrad. Neben einer enormen Sturheit, was das Sterben durch Kugeln sowie Granaten angeht, ist Dr. Salvador durch seine markante Kettensäge eine Gefahr, die einen One-Hit-Kill ausführt und das Leben von Leon S. Kennedy äußerst schnell beenden kann. Dr. Salvador ist ein Ganados, sprich ein Mensch der mit dem Las Plagas Typ 1 Parasiten infiziert wurde.

Neben Dr. Salvador gibt es zwei Dorffrauen, ebenfalls Ganados, die als Bella Schwestern bekannt sind. Diese „Damen“ sind wesentlich aggressiver und schneller als Salvador, was sie auch so brandgefährlich macht. Bedingt durch ihr Geschrei, wenn sie Leon entdecken sind sie wesentlich furchteinflößender als der tödliche Doktor. Man auf diese Gegner in Resident Evil 4 relativ kurz vor dem Bosskampf mit dem Bürgermeister treffen.


Resident Evil 5 – Kettensägen-Majini

In Resident Evil 5 trifft man auf insgesamt drei Kettensägen-Majini, die quasi gewöhnliche Majini sind aber dank ihres „Fichtenmopeds“ einen One-Hit-Kill ausführen können. Ein Majini ist ein Mensch, der mit Las Plagas Typ 2 infiziert wurde und die in der afrikanischen Stadt Kijuju auftauchen.

Wir haben es hier also mit der afrikanischen Variante von Dr. Salvador beziehungsweise den Bella Schwestern zu tun und besonders die zweite Begegnung kann für einige Stressmomente sorgen.


Resident Evil 6 – Ubistvo

Okay jetzt wirds abgedreht, weil Resident Evil 6 äußerst gern eskaliert, was die Mutationen angeht und wie ich zu Resident Evil 6 stehe, könnt ihr hier nachlesen.

In Resident Evil 6 wird der C-Virus eingeführt, der äußerst stark mutiert und mit Genen von Insekten sowie Eidechsen kombiniert wurde. Jetzt stellt euch einen Menschen vor der mit dem C-Virus inifizert wurde und richtig abgefahren mutiert ist. Die Erscheinungsform ist humanoid, allerdings sind Herz, Wirbelsäule und Brustkorb im rechten Arm, wodurch dieser zu einer Art organischer Kettensäge mutiert. Die Kettensäge wird vom Herz angetrieben, was auch die essenzielle Schwachstelle dieses Mutanten ist.

Kurzer Fun-Fact am Rande: Ubistvo bedeutet Mord auf Deutsch.


Resident Evil 7: Biohazard – Das Duell

Weg von den abgedrehten Mutationen und dem Kampf um das Schicksal der gesamten Welt und hin zum Anwesen der dezent mutierten Familie Baker. Dies ist der Schauplatz von Resident Evil 7 und auf seiner Flucht aus diesem Haus muss ich Protagonist Ethan Winters mit den Mitgliedern der Familie Baker messen. Besonders Familienoberhaupt Jack macht unserem Helden das Leben schwer. Neben einigen vorherigen Begegnungen entwickelt sich Resident Evil 7 zur Vollendung des Kettensägenmassakers und ein ebenso episches wie grausiges Duell steht ins Haus.

Bewaffnet mit Kettensägen gehen Ethan und Jack aufeinander los, was in einer unterhaltsamen aber auch blutigen Auseinandersetzung mündet.

Dieser Bosskampf sticht allgemein aus den Bosskämpfen der Resident Evil heraus, ist aber auch ein hervorragender Beweis für den neu gewählten Ansatz der Reihe.


Das wars soweit zu dieser Thematik. Ich finde diesen Running Gag seit Teil 4 eigentlich sehr interessant und er passt auch sehr gut zum edlen Trash der Resident Evil Spiele. Ich bin gespannt ob das Thema Kettensäge im kommenden Resident Evil 8 nochmal aufgegriffen wird und wie es dann umgesetzt wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Resident Evil 7 oder eine neue Hoffnung?! | Review

Mit Resident Evil 7: Biohazard besinnt sich Capcom auf seine Wurzeln zurück. Ob diese Rückkehr geglückt erfahrt ihr jetzt!



Man schlüpft in die Rolle von Ethan Winters, dem ersten Protagonisten der Reihe welcher über keine militärische Ausbildung verfügt jedoch talentiert im Umgang mit Schusswaffen ist.
Ethan sucht seine Frau Mia die vor einigen Jahren spurlos verschwunden ist aber nun eine Botschaft an Ethan geschickt hat. Mit dem Wissen das seine Frau noch lebt macht sich unser Held auf die Suche nach ihr. Dabei führt ihn die Spur in die Sümpfe von Louisiana.
An seinem Zielort entdeckt er ein altes „Spukhaus“ und gerät an die Familie Baker. Diese nimmt Ethan gefangen & foltert ihn (ein bisschen). Ethan kann sich befreien und will vom Land der Bakers fliehen. Dies ist leichter gesagt als getan denn die Bakers verfügen über seltsame Fähigkeiten & scheine schier unbesiegbar.

Die Inszenierung der Geschichte ist sehr spannend und bietet ein klassisches Resident Evil-Szenario. Dabei wechselt das Setting von klassischem Grusel(wusel) zu hartem psychedelischen Splatter. Das mag zu beginn etwas befremdlich sein jedoch gewöhnt man sich relativ schnell an diese Wechsel.

 

Die Geschichte selbst erzählt sich hauptsächlich durch das lesen zwischen den Zeilen (durch Tagebücher, Berichte, etc.) da die Dialoge nicht gut geschrieben sind.


Beim Gameplay beschreitet Entwickler Capcom einen neuen Weg und macht RE 7 zu einem „Ego-Shooter“. Ich halte die Ego-Perspektive für eine sehr gute Idee da so die Immersion verstärkt wird tief in den Horror einzutauchen. In Kombination mit der Tatsache das man nie Ethans Gesicht sieht, ergibt das eine gelungene Mischung.
Den Schwierigkeitsgrad würde ich als gemäßigt bezeichnen. Es gibt gerade zu Beginn einige knifflige Stellen jedoch gibt es im Spiel genügend Ressourcen um alles zu überstehen. Natürlich unter der Voraussetzung das man gut haushalten kann & das etwas schwammige Zielsystem meistert, was aber möglich ist.
Was mir sehr gefallen hat ist die Rückbesinnung auf alte Spielmechaniken. So spielt das Finden & kombinieren von Gegenständen, ein schönes Crafting-System für Munition & Heilgegenstände, das Nutzen diverser Schlüssel & der Survival-Aspekt wieder eine größere Rolle. Was mir daran gefällt ist die Möglichkeit der Flucht, weil nicht jeder Kampf ausgetragen werden muss.
Dabei kommt einem die eher dumme K.I. der Feinde zu Hilfe. Es gibt im großen & ganzen Spiel nur 4 Arten von Feinden die jedoch alle ein eigenes Schema haben um beseitigt zu werden.

Was mich eher belustigt als stört ist die Möglichkeit gewisse Feinde in Räumen einzusperren da diese keine Türen öffnen können auch wenn sie es versuchen.


Grafisch ist RE 7 so eine Sache. Auf den ersten Blick sieht das Spiel fantastisch aus. Die Setzung von Licht & Schatten ist hervorragend gelungen & trägt zur Gruselatmosphäre bei.
Auf den zweiten Blick erkennt man einige Kleinigkeiten die nicht so schön sind. Schwammige Texturen (besonders an Türen), billig wirkende Animationen (Feuer & Insekten) & 2D Gras.
Dem gegenüber stehen schöne Charaktermodelle, ein abartiges (und kreatives) Gegnerdesign sowie schön gestaltete Innenbereiche. Hier sei besonders das Haupthaus erwähnt welches viele nette Details bietet. Bis auf die Türen.
Bei der Grafik bin ich wirklich gespalten. Auf der einen Seite mag ich sie & freue mich über nette Details, z. B. Hautuhreinheiten im Gesicht von Papa Baker, andererseits stören die matschigen Texturen.

Grafik mag nicht alles sein aber besonders bei einem Horrorspiel ist sie wichtig um das Grauen zu vermitteln. Man muss jedoch sagen das die grafische Gestaltung durchaus gelungen ist bis auf die oben genannten Ausnahmen.


War die deutsche Synchronisation im sechsten Resident Evil noch eher durchwachsen so weiß sie im siebten Teil schon mehr zu gefallen.
Es gibt zwar nur wenige Dialoge im Spiel, Ethan sagt meistens nur „Mia“, „Fuck“ & „Leck mich am Arsch“ aber diese machen Spaß zuzuhören dank guter Sprecher aber die Dialoge treiben erst gegen Ende des Spiels die Handlung wirklich voran.

Ein Lob geht an den Soundtrack. Dieser vermittelt Spannung & unterstreicht gleichzeitig die Schockmomente über die Resident Evil 7 auch verfügt. Es ist sehr wirksam eine Tür zu öffnen, ein Mitglied der Bakers zu sehen & das mit einem akustischen Effekt (z. B. mit einem Streichinstrument) zu untermalen.


Resident Evil 7 mag seine Probleme haben ist aber im Kern ein solides & äußerst unterhaltsames Horrorspiel. Der neue Weg der Reihe, gewürzt mit der Rückbesinnung auf klassische Elemente, gefällt mir sehr und ich bin gespannt wie sich die Reihe jetzt entwickeln wird.

Ich freue mich schon auf den DLC „Not a Hero“ und werde mich dazu äußern.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung:
Handlung:  • • • •
Gameplay: • • • • •
Grafik & Technik: • • • •
Soundtrack: • • • • •
Wertung: 18 von 20 Punkten.
Note: Empfehlenswert!
Release: 24.01.2017
Plattformen: Playstation 4, Xbox One, PC
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
USK: ab 18 Jahre