Deadpool vs. Black Panther: Für eine Handvoll Vibranium | Review [Gastbeitrag]

Titel: Deadpool vs. Black Panther: Für eine Handvoll Vibranium
Autor: Daniel Kibblesmith
Zeichner: Ricardo Lopez Ortiz
Seiten: 132
Verlag: Panini Deutschland/Marvel

Deadpool macht sich auf die Reise nach Wakanda um Vibranium zu besorgen und dabei kommt es zum Showdown mit Black Panther.


Kernfakten aus Wakanda

Titel: Deadpool vs. Black Panther: Für eine Handvoll Vibranium
Autor: Daniel Kibblesmith
Zeichner: Ricardo Lopez Ortiz
Seiten: 132
Verlag: Panini Deutschland/Marvel


Ein kurzer Einblick in die Story:


Zu Beginn sieht man König T’Challa aka Black Panther als bodenständigen und gütigen Herrscher im Kontakt mit seinem Volk. Danach kommt sofort der Blick auf Deadpool, der in einem Schulbus voll mit Kindern sitzt verfolgt vom Wrecker. Man sieht wie Deadpool es schafft den Wrecker zu besiegen und gleichzeitig den Bus ohne verletzte Schüler zu stoppen. Was er jedoch nicht sieht, ist, dass der Bus beim stoppen den allseits beliebten Willie Lumpkin, seines Zeichens der nette Briefträger von nebenan, schwer verletzt.

(c) Marvel Comics


Im Krankenhaus erfährt Deadpool das nur eine kleine Dosis an Vibranium Willie retten kann. Somit macht sich Deadpool auf nach Wakanda, verkleidet sich als Elefant um ins Land zu kommen und erlebt dort so einiges mit Black Panther, verliert wieder mal einige Körperteile und wird sogar noch in eine medizinische Forschung inkludiert. Mehr werde ich auch nicht spoilern um allen Lesern nicht den Spaß an der Story zu vermiesen.

Mein Fazit dazu ist, dass ich nun schon ein paar Deadpool vs Stories gelesen habe und diese ist definitiv eine der besten daraus. Der Humor sitzt perfekt und macht richtig Spaß und auch die Storyline hält einem immer auf Spannung. Da ich das ganze auf Englisch gelesen habe, kann ich nur bedingt sagen ob der Humor auch im deutschen so gut zündet, aber ich denke schon. Den einzigen richtigen Kritikpunkt den ich habe, sind die Zeichnung bzw der Zeichenstil, welcher ganz einfach gar nicht mein Fall ist.

(c) Marvel Comics


Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!


Vielen Dank an @nerd.ics für diesen tollen Gastbeitrag! Schaut doch mal bei seinem Instagram vorbei!

(c) Marvel Comics

Avengers #2 & #3 (Neustart) | Review

Titel: Avengers #2 & #3
Autor: Jason Aaron
Zeichner: Ed McGuinness
Verlag: Marvel
Ära: Neustart

Die mächtigsten Helden der Welt kehren zurück, um erneut eine Bedrohung globalen Ausmaßes abzuwehren, deren Ursprung uralt ist!

Was bisher geschah …

Als tote Celestials vom Himmel stürzen, eine Celestial Leiche unter Wakanda verschwindet und Loki erneut für Ärger sorgt müssen sich die drei großen Avengers Thor, Captain America & Iron Man ein weiteres mal zusammenschließen aber als das letzte Heer zusammen mit Loki auftaucht, muss Verstärkung her, in Form neuer Avengers!

Link zu Avengers Heft 1 Review

Während She-Hulk, Ghost Rider, Dr. Strange & Black Panther gegen mutierte Insekten kämpfen stellen sich Iron Man, Captain America, Thor sowie Captain Marvel dem Letzten Heer. Loki erklärt daraufhin den Zweck seiner Mission, die Reinigung der Erde, und kann eine Teleportation in die Sonne gekonnt abwehren. Zusammen mit dem entführten Captain America begibt sich Loki mit seinen Alliierten an einen sicheren Ort und klärt Steve Roger über seine Motive aber auch sein Ziel auf. Dabei wird eine Brücke zum Handlungsstrang vor 1 Million Jahren geschlagen.

Als nathlose Fortsetzung setzt Avengers Heft 2 direkt and die vorige Ausgabe an und vertieft die kosmische Bedrohung für die Erde. Weiters werden die Ministrängen der neuen Avengers zusammengeführt, was zu einem neuen Team führt, welches zu überzeugen weiß.

Dazu kommt eine Besinnung auf Civil War 2, da der Hass zwischen Iron Man und Captain Marvel immer noch deutlich vorhanden ist. Ergänzend dazu wird die Storyline der Gegenwart mit dem Handlungsstrang vor 1 Million Jahren verschmolzen.

Aber nicht nur erzählerisch, sondern auch optisch sind die Ausgaben #2 & #3 beeindruckend und gefallen durch eine epische Inszenierung.

Alles in allem macht auch das zweite Avengers Heft mit den Ausgaben #2 & #3 einen äußerst soliden Job und steht dem ersten Heft in nichts nach!

Ich vergebe ein klar verdientes lesenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Avengers free Comicbook Day Issue & #1 | Review

Erneut steht die Erde am Abgrund und nur die mächtigsten Helden des blauen Planeten können ihre Welt beschützten. Star Autor Jason Aaron führt die Marvel Trinity (Iron Man, Thor, Captain America) erneut zusammen dich gegen eine Bedrohung göttlichen Ausmaßes müssen andere Geschütze aufgefahren werden ….

Die Avengers gibt es nicht mehr. Nach den Ereignissen der letzten Jahre (Civil War 2, Secret Empire, usw.) hat sich das Team aufgelöst. Als jedoch tief unter Wakands ein Celestial verschwindet und Black Panther sowohl Dr. Strange als auch Odin um Rat fragt wird eine Bedrohung klar, die eine Million Jahre alt ist.

Tote Celestials stürzen auf die Erde und eine gigantische Gefahr bedroht den blauen Planeten. Das letzte Heer ist erschienen und somit eine göttliche Gefahr. Ein neues Team muss sich dieser neuen (alten) Bedrohung aber gottgleiche Wesen sterben schwer …

Drei klassische Avengers müssen sich einer Bedrohung gigantischen Ausmaßes stellen und werden Hilfe brauchen. Ein neues Avengers Team muss aufgestellt werden!

Eine ebenso simple wie klassische Prämisse, die jedoch einen Mittelweg zwischen altbekannten und neuen Pfaden beschreitet. Die Welt hat sich verändert und niemand konnte sich dem Wandel entziehen. Umso nostalgischer ist es, wenn sich drei Ur-Avengers zusammenschließen, um das alte Team neuaufleben zu lassen. Dazu bekommt jedes weitere kommende Teammitglied etwas Screentime und gegen Ende des Comics steht der Roster.

Abgesehen davon finde ich die Einbindung von Göttern (Odin, Loki) und Celestials ziemlich toll aber erfrischend, da man hier einen ähnlichen Weg wie die Justice League von DC beschreitet und auf eine Epik setzt, wie sie mächtigsten Helden der Welt verdient haben.

Ergänzt wird die Geschichte durch einen Seitenstrang der 1 Million Jahre von Chr. spielt und quasi die ersten Avengers im Kampf gegen einen Celestial zeigt. Dies ist jedoch kein Filler und spielt direkt in die erste Ausgabe rein.

Das Heft gefällt jedoch nicht nur auf erzählerischer, sondern auch optischer Ebene, dank eines sehr ansprechenden Zeichenstils, der die verschiedenen Emotionen des Comics gelungen einfängt. Weiters werden sowohl der Strang in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart ebenso harmonisch kombiniert, wie die unterschiedlichen Schauplätze des Comics.

Zusammengefasst bilden das free comic book day issue und die Ausgabe #1 einen gelungenen Einstieg in die neue Avengers Serie. Die Prämisse ist simpel, die Gefahr episch und das Team ist erfrischend. In Nuancen wird die Götter & Monster Thematik von DC aufgegriffen aber mit dem typischen Marvel Flair kombiniert. Daraus ergibt sich eine tolle Mischung, die Lust auf mehr macht!

Somit bekommt Avengers Heft 1 ein wohl verdientes lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Loot of the Day #4 | Storytims

Ich bin ja kein großer Fan des Films Black Panther. Zumindest was die Handlung angeht aber ich sammle gern Steelbooks und andere Sondereditionen von Filmen. Darum heiße ich Black Panther in meiner Sammlung herzlich willkommen!

Falls jemand meine Review zum Film lesen will:

Black Panther | Review

Das Filmjahr 2018, ein Rückblick auf die erste Jahreshälfte | Storytime

2018 gehört zu den stärksten Filmjahren, die ich bisher aktiv verfolgt habe. Es sind viele sehr gute und einige grandiose Filme erschienen, die mit Sicherheit einen Platz unter den modernen Klassikern verdient haben. In diesem Beitrag will ich kurz auf ein paar denkwürdige Filme eingehen und die entsprechenden Beiträge verlinken. Dabei werde ich die Filme nach Genres einteilen.


Thriller (gesehen: 6)

Alles Geld der Geld – Wertung: sehenswert

Mit Alles Geld der Welt kehrt Ridley Scott zur alten Form zurück und inszeniert eine spannende Geschichte, basierend auf wahren Begebenheiten, die sich langsam aufbaut und die von den Hauptfiguren getragen wird.

Wind River – Wertung: sehenswert

Weniger pompös wie Alles Geld der Welt und eher unter dem Radar ist Wind River erschienen aber hinter diesem Film verbirgt sich ein sehr spannender Thriller mit starker Besetzung, dichter Atmosphäre und genialem Höhepunkt.

Game Night: sehenswert

Äußerst unterhaltsamer und spannender Thriller der durch so manchen Twist überrascht.

A Beautiful Day – Wertung: besonders sehenswert

Ein modernes Meisterwerk mit interessanten Stilmitteln, einem grandiosen Hauptdarsteller und einer simplen aber spannenden Handlung.

Gringo – Wertung: bedingt sehenswert

Grundlegend ein solider Film allerdings wollte der Funke bei mir nicht überspringen und ein paar Minuten Laufzeit weniger hätten nicht geschadet.

Zu Red Sparrow werde ich mich in einem anderen Beitrag äußern.


Horror (gesehen: 10)

Insidious 4 – Wertung: bedingt sehenswert

Mittelmäßiger Horrorfilm mit Elementen des Fantasygenres und mein erster Film des aktuellen Kinojahres aber genau der Film den ich immer vergessen.

The Ritual – Wertung: bedingt sehenswert

Mittelmäßiger Horrorfilm mit interessanten Ansätzen aber keiner Nachhaltigkeit um lange im Gedächtnis zu bleiben.

Die letzte Party deines Lebens – Wertung: sehenswert

Gelungener Horror-Thriller aus Österreich, der etwas an Freitag der 13te erinnert und durch eine spannende Handlung glänzt.

Winchester – Wertung: sehenswert

Solider Horrorfilm, der leider etwas unter dem Radar erschienen ist aber durch ein interessantes Konzept punktet.

A Quiet Place – Wertung: besonders sehenswert

Künstlerisch wertvoller und hervorragend gemachter Horrorfilm. Die Stille als Stilmittel funktioniert hervorragend und fesselt bis zum Schluss!

The Heretics – Wertung: sehenswert

Solider Horrorfilm mit starkem Finale und echt grausigem Boddyhorror.

Hereditary – Wertung: sehenswert

Ähnlich hervorragend wie A Quiet Place aber mit einem etwas vorhersehbareren Plottwist.

Zu Day of the Dead: Bloodline, Verónica und Wahrheit oder Pflicht werde ich mich in einem anderen Beitrag äußern.


Drama/Historienfilm (gesehen: 4)

Three Billboards outside Ebbing, Missouri – Wertung: sehenswert

Mitreißendes Drama mit spannender Handlung, bissigem Humor und einer grandiosen Besetzung.

Darkest Hour – Wertung: sehenswert

Hervorragend inszeniertes Historiendrama mit starker Besetzung, starken Bildern und einem zur höchstform auflaufenden Gary Oldman.

Arthur & Claire – Wertung: sehenswert

Charmanter Film mit Lokalheld Josef Hader, der in seine Paraderolle dem „Grantscherm“ schlüpft und eine interessante Reise auf der Suche nach dem Sinn des Lebens antritt.

Die Verlegerin – Wertung: sehenswert

Grundlegend solider Film von Altmeister Steven Spielberg, der allerdings gegen die Konkurrenz etwas abfällt.


Comicverfilmung/Cartoon/Anime (gesehen: 7)

Black Panther – Wertung: sehenswert

Bildgewaltiger MCU Film mit etwas dünner Handlung aber hochwertigen Effekten und starker Technik.

Avengers: Infinity War – Wertung: absolut sehenswert

Der bisher wichtigste MCU Film und die bisher gewaltigste Comicverfilmung.

Deadpool 2 – Wertung: sehenswert

Zu diesem Film braucht man nicht viel sagen!

Batman: Gotham by Gaslight – Wertung: sehenswert

Spannender Animationsfilm und gelungene Verfilmung eines kultigen DC Comics.

Batman Ninja – Wertung: sehenswert

Überladende Handlung aber äußerst ausgefallener Stil und die Animation ist sehr hochwertig.

Godzilla: Planet der Monster – Wertung: sehenswert

Wer Godzilla mag kommt um diesen Film nicht herum. Die Handlung ist interessant und der ganze Stil sehr ansprechend.

Luis und die Aliens – Wertung: bedingt sehenswert

Mittelmäßiger Animationsfilm den man nicht unbedingt sehen muss.


Der ganze Rest

Greatest Showman – Wertung: sehenswert

Wunderschöner Musikfilm mit starker Besetzung, solider Handlung und tollem Soundtrack.

Shape of Water – Wertung: sehenswert

Ein wunderschönes Märchen und interessanter Genremix. Der beste Fantasyfilm des Jahres.

Full Metal Alchemist – Wertung: sehenswert

Wer weder den Manga noch den Anime kennt, kann hier einen Blick riskieren, da der erste Handlungsbogen zusammengefasst wird.

Der Sex Pakt – Wertung: sehenswert

Äußerst unterhaltsame Komödie die durch etwas derberen Humor und eine starke Besetzung glänzt.

Tomb Raider – Wertung: sehenswert

Solider Actionfilm der die Vorlage gelungen adaptiert und die Handlung etwas sinnvoller anpasst im Bezug auf eine Fortsetzung.

Game Over, Man! – Wertung: sehenswert

Äußerst unterhaltsamer Netflix Original Film, der durch etwas abgedrehten Humor und drei sympathische Hauptfiguren glänzt.

Rampage – Wertung: sehenswert

Solider, bildgewaltiger und actiongeladener Sommerblockbuster, der überraschend viel aus der Videospielvorlage rausholt.

Pacific Rim: Uprising – Wertung: bedingt sehenswert

In allen Punkten schwächer als sein Vorgänger, was mich schockiert, da sich ein Monsterfilm quasi von selbst erzählen kann.

Jurassic World: Das gefallene Königreich – Wertung: bedingt sehenswert

Schlechter als sein Vorgänger in der Handlung dafür mit minimal besserer Inszenierung gewisser Szenen aber im Endeffekt ein mittelmäßiger Blockbuster.


Das war mein kurzer, eigentlich echt langer, Rückblick über das erste Halbjahr 2018. Danke an alle die bis hierher durchgehalten haben. Welche Filme haben euch 2018 gefallen oder nicht gefallen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Monatsrückblick: Februar 2018 | Storytime

Der kürzeste Monat des Jahres ist vorbei und es wird wieder Zeit für einen Rückblick.

Der Februar ist eigentlich immer der Monat, in dem mir das Bloggen interessanterweise immer am schwersten fällt. Dennoch habe ich es wieder geschafft jeden Tag einen Beitrag zu schreiben, ohne wirklich an Qualität eingebüßt zu haben. Zumindest glaube ich das.

Was hat sich im Februar so getan? Nun eigentlich gibt es nur zwei erwähnenswerte Dinge. Zum einen habe ich mir mein drittes Tattoo stechen lassen und zum anderen war ich sechs mal im Kino, was mein neuer persönlicher Rekord ist.

Mein filmisches Highlight des Monats war Wind River, den ich im Vorfeld für einen spannenden Thriller gehalten habe, der sich aber als sehr intensive Erfahrung entpuppt hat. Außerdem hat mich das Historiendrama Darkest Hour sehr begeistert!

Meine größte Enttäuschung war (leider) der MCU-Film Black Panther, der es einfach nicht schaffte mich zu begeistern wie seine Vorgänger.

Ich habe auch einige Serien gesehen. Neben Altered Carbon, die ich noch beenden muss, habe ich Devilman Crybaby, Santa Clarita Diet und Atypical beendet. Die entsprechenden Reviews sind alle verlinkt. Der Rest wird bei Zeiten folgen.

Natürlich durften auch die Videospiele im Februar nicht fehlen. Mit Dragon Ball FighterZ und Shadow of the Colossus sind meine zwei bisherigen Highlights erschienen. Last Day of June hat mich sehr berührt und ist ein hervorragendes Adventure.

Aktuell bin ich auf der PS4 mit Kingdom Come Deliverane und auf der Nintendo Switch mit Bayonetta 1 & 2 beschäftigt.

Der Backlog ist aber auch gesteckt voll!

Im Februar war ich sehr lesefaul, was sich aber bald wieder ändern soll.

Das war soweit die Zusammenfassung des Februars 2018 und wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Black Panther | Review

Titel: Black Panther
Originaltitel: Black Panther
Laufzeit: 135 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Das Marvel Cinematic Universe geht in die achtzehnte Runde und bringt mit Black Panther den ersten Solofilm um den „Man without Fear“. Kann Marvel den hohen Standard halten und fügt der Film dem Genre an sich etwas neues hinzu? Diesen Fragen will ich auf den Grund gehen.


Nach den Ereignissen in Captain America: Civil War besteigt T‘Challa/Black Panther den Thron seiner Heimat Wakanda, einem scheinbaren dritte Welt Land in Afrika, dass jedoch dank des Metalls Vibranium technologisch weit fortgeschrittener ist als irgendeine andere Nation.

Die Herrschaft über Wakanda erweist sich, als schwieriger als gedacht da verschiedene Strömungen im Land herrschen. Da Wakanda völlig isoliert ist und keinen wirklichen Kontakt zur Außenwelt hat, konnte dort ein technologisches Utopia errichtet werden. Mithilfe ihrer Technologie könnte Wakanda die Welt zu einem besseren Ort machen oder sie beherrschen.

Als Ulysses Klaue (bekannt aus Avengers: Age of Ultron) und der Ex-Soldat Erik Killmonger in einem Londoner Museum ein Artefakt aus Vibranium stehlen muss sich Black Panther der beiden Schurken annehmen und dabei verhindern, dass die Welt erfährt, was Wakanda wirklich ist.

Black Panther fällt in die Kategorie des Origin-Films und baut den Charakter des T‘Challa aus Civil War weiter aus. In dieser Funktion macht der Film einen guten Job aber Spider-Man: Homecoming, ebenfalls aus den Nachwehen des Civil War entstanden, hat gezeigt, wie man es besser machen kann. Durch die Etablierung eines Mentors, der dem Helden zur Seite steht und wenn nötig zur Besinnung bringt, hätte der Film etwas mehr Tiefgang für die Figur des Black Panther an sich mitgebracht.

Die meiner Meinung nach größte Schwachstelle des Films ist das Fehlen, von wirklichen Bezügen zum restlichen MCU. Es bringt wenig, wenn man einen Schurken & einen CIA-Agenten aus früheren Filmen sowie das bereits in Captain America 1 etablierte Vibranium in die Handlung einbindet, aber kaum auf den direkten Vorgängerfilm Civil War, in dem Black Panther an Iron Mans Seite kämpfte, eingeht. Dazu kommt das völlige fehlen von Captain America, der nach Civil War in Wakanda Asyl erhalten hat. Man muss diesen Charakter nicht aktiv in die Handlung einbinden aber zumindest eine Erwähnung des Captain und seinen Geächteten wäre nicht verkehrt gewesen. Ein Solofilm innerhalb eines großen Franchise schafft zwar eine eigene Identität, lässt aber die Zugehörigkeit, trotz Anspielungen auf Age of Ultron, zum restlichen Universum vermissen.

Was wiederum positiv zu erwähnen ist, sind die beiden Schurken des Films. Zum einen hätten wir den Waffenhändler Ulysses Klaue, der seit dem Verlust seines Arms scheinbar etwas verrückt wurde und fast schon, wie die Marvel-Version des Jokers auftritt. Umso kontrastreicher tritt der tragische Charakter Killmonger auf, dessen oberstes Ziel Gerechtigkeit ist. Gerechtigkeit für sich, für sein Volk und die Unterdrückten auf der Welt. Um dieses Ziel zu erreichen, ist er sogar bereit eine weltweite Revolution anzuzetteln und Wakanda steht auf Platz 1 seiner Liste. Leider sieht man von Killmonger viel zu wenig im Film. Er wird geschickt etabliert bekommt danach aber zu wenig Screentime. Die politischen Themen des Films werden in Killmonger vereint und mehr Screentime mit ihm hätte auch der Dynamik in der Erzählstruktur sicher gut getan.


Black Panthers größte Stärken sind ganz klar die Optik und die Inszenierung. Der Film ist eine der ausgefallensten Comicverfilmungen der letzten Jahre. Die bunten Kostüme und Stammesrituale wirken weder klischeehaft noch aufgesetzt, sondern absolut authentisch und zeigen Afrika, in diesem Fall durch Wakanda repräsentiert, von einer traditionelleren Seite. Black Panther verfügt ohnehin über eine breite Palette von äußerst bildgewaltigen Schauplätzen verfügt wie Busan, Wakanda oder die Vibranium-Mine.

Dazu kommen sehr dynamische Actionszenen die, wie die restliche Präsentation, eine eigene Note haben. Besonders die genretypische Entscheidungsschlacht am Ende des Films ist hervorragend inszeniert und spielt sich auf mehreren Ebenen. Ich muss aber auch bei den Actionszenen etwas meckern. Ein schwarzes Kostüm auf schwarzem Hintergrund sorgt in der Action nicht gerade für viel Übersicht. Es kommt zwar selten vor aber besonders bei Black Panthers erstem Kampf im Film herrscht Chaos.

Der Soundtrack ist sehr stimmig und passt perfekt zum Film, jedoch würd ich ihn unter normalen Umständen nicht hören. Dieser Umstand trifft für mich aber auf fast alle Filmsoundtracks zu.


Zusammengefasst hat Regisseur Ryan Coogler eine äußerst solide Comicverfilmung abgeliefert, die in der Präsentation zu den besten Vertretern des Genres gehört. Mein Hauptproblem liegt in der Erzählung und dem Fokus der Handlung an sich. Die politischen Themen des Films rücken nicht ganz so stark in den Vordergrund wie es wohl angedacht war aber das ist auch gut so. In erster Linie soll eine Comicverfilmung unterhalten und schwere Themen nur im Subtext bearbeiten.

Ist Black Panther der beste Film des MCU? Nein bei Gott nicht. Ein Captain America: Civil War,Thor: Ragnarokoder Guardians of the Galaxy waren bedeutend epischer, actionlastiger, dynamischer und/oder unterhaltsamer aber Black Panther hat einen Mehrwert. Durch die detaillierte Vorstellung Wakandas wird das MCU um einen Schauplatz erweitert und der technologische Fortschritt lässt Hoffnung aufkommen den kommenden Krieg gegen Thanos irgendwie zu überleben.

Trotz meiner Probleme mit dem Film vergebe ich ein sehenswert, da Black Panther zu den optisch imposantesten Comicverfilmungen zählt und zwei wirklich gute Bösewichte sowie mehrere kommende Helden/Schurken mitbringt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Black Panther:

 

Captain America: Civil War | Review

Titel: The First Avenger: Civil War
Originaltitel: Captain America: Civil War
Laufzeit: 148 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Die MCU Filme um Captain America hatten es nie leicht, wenn es um den Titel geht und ich weigere mich, „The first Avenger“ als Titel zu nehmen, außer im ersten Film. Da wir das nun geklärt haben, heiße ich euch zu meiner Review zu Captain America: Civil War, oder „könnte doch fast ein Avengers-Film sein“, willkommen.

Der Film erschien 2016, stellt den dritten Teil der Captain America Filme dar und ist wichtig für die weitere Entwicklung des Marvel Cinematic Universe.


Die Avengers sind die mächtigsten Helden der Erde und haben bereits mehrmals die Welt gerettet. Bei einer Mission, um den Terroristen & Schurken Crossbones unschädlich zu machen, werden durch einen unglücklichen Zwischenfall mehrere Zivilisten getötet. Scarlett Witch, die für den Zwischenfall verantwortlich ist, macht sich schwere Vorwürfe und löst eine weltweite Debatte über die Konsequenzen der letzten Ereignisse (Avengers 1, Avengers 2 & Captain America 2) aus. General Ross, inzwischen Außenminister der USA, legt dem Team unter Captain America eine UN Vereinbarung dar, die es nicht mehr als Privatorganisation agieren lässt, sondern unter die Kontrolle eines Gremiums bringt.

Tony Stark aka Iron Man ist für dieses „Gesetz“, während Captain America dagegen ist. Die Spannungen innerhalb der Avengers steigen. Als dem Winter Soldier aka Bucky Barnes (Captain Americas bester Freund) ein Attentat auf die UNO City in Wien nachgewiesen wird, eskaliert die Situation völlig. Captain America, Steve Rogers, ist von Buckys Unschuld überzeugt und stellt sich gegen das UN Gesetz. Zusammen mit seiner Truppe(Ant-Man, Hawkeye, Falcon, Winter Soldier & Scarlett Witch) stellt sich Captain America seinem ehemaligen Gefährten Iron Man und dessen Team (War Machine, Vision, Spider-Man, Black Panther & Black Widow) entgegen.

Nebenbei gibt es einen Nebenplot mit Oberschurke Zemo, der den Konflikt immer weiter anheizt, um Rache für den Tod seiner Familie, auf Grund der Schlacht in Avengers 2, zu nehmen.


Civil War fühlt sich mehr wie ein Avengers Film statt wie ein Solofilm an. Das liegt zum einen an der umfassenden Handlung und zum anderen an der gewaltigen Anzahl an Helden. Neben bereits bekannten Figuren wie Ant-Man, Winter Soldier, Hawkeye, Falcon & Black Widow bekommt das MCU mit Zemo, Spider-Man & Black Panther Zuwachs.

Crossbones taucht zwar auch auf, wird aber zu schnell verheizt. Ich halte Captain America: Civil War für den bisher wichtigsten Film des MCU, da zwei sehr wichtige Fragen gestellt werden. Wer übernimmt die Verantwortung für die Taten der Superhelden? Wer kontrolliert diese Überwesen? Vision & Scarlett Witch sind die besten Beispiele. Ersterer verfügt über schier grenzenlose Macht und stellt sich auf Iron Mans Seite, denn die Metawesen müssen kontrolliert werden. Die Gefahr einer privaten Organisation mit solcher Macht ist nicht abzuschätzen. Scarlett Witch verfügt ebenso über gewaltige Kräfte, lässt sich jedoch nicht erneut einsperren & kontrollieren wie damals von Hydra. Daher kämpft sie an der Seite von Captain America der in dem UNO Aufsichtsrat der Avengers die gleiche Bedrohung erkennt wie in S.H.I.E.L.D. als es von Hydra kontrolliert wurde. Was ist, wenn die Avengers helfen wollen, aber nicht dürfen, oder wenn die Avengers Missionen bekommen, die sie nicht wollen?

Neben der sehr spannenden Thematik, ist auch die Stimmung des Films sehenswert. Fängt alles noch „heroisch“ mit dem Kampf gegen Crossbones an, wird der Film später immer düsterer. Die Spaltung des Teams wird immer tiefgreifender. Aus Freunden werden Feinde. Die Avengers zerbrechen und der einzige Sieger ist der rachsüchtige Zemo. Er kann die Avengers nicht töten, aber die Helden können sich gegenseitig töten.

Das Highlight des Films ist ganz klar der Showdown der Avengers-Teams auf dem Flughafen von Leipzig. Diese Stelle markiert den endgültigen Bruch zwischen den ehemaligen Freunden Tony Stark & Steve Rogers. In dieser Szene steckt sehr viel Symbolkraft, da das alte Marvel Cinematic Universe hiermit zu Ende ist. Alle haben sich für eine Seite entschieden und sind bereit zu kämpfen.
An dieser Stelle muss ich rückwirkend den Auftritt, sowie die Einführung von Spider-Man loben. Tony Stark dient als sein Mentor und erklärt ihm, dass es seine Aufgabe sei, seine Macht dafür einzusetzen, schlimme Dinge zu verhindern. Somit wird auf Onkel Ben verzichtet, aber ein neuer Ansatz gewählt.


Es muss nun aber auch Platz für Kritik sein. Captain America: Civil War ist zu lang. Dies merkt man ganz simpel an der Spannungskurve des Films. Bis zum Showdown auf dem Flughafen baut sich die Spannung langsam auf und der Film funktioniert hervorragend. Danach kommen jedoch noch knapp 30 Minuten, die man nicht gebraucht hätte. Der Handlungsstrang um Zemo muss abgeschlossen werden, aber der Schurke hat sein Ziel erreicht. Die Avengers sind zersplittert und geschwächt. Mir ist jedoch klar, dass diese 30 Minuten nötig waren, um die Unschuld des Winter Soldiers am Tod von Black Panthers zu belegen. Allgemein muss ich anmerken, dass Civil War eigentlich keinen Bösewicht gebraucht hätte, denn der Konflikt zwischen den Helden wäre auch von allein ausgebrochen. Es ist jedoch interessant, dass Zemo kein Verbündeter von Hydra ist, sondern ein Feind dieser Organisation.


Zusammengefasst ist Captain America: Civil War der definierende Film für das Marvel Cinematic Universe. Durch die Schuldfrage in Bezug auf die Taten der Avengers wird dieses Film-Universum nachhaltig verändert. Ein großes Lob geht an die Handlung, die Kamerarbeit, die Tricktechnik sowie die hervorragende Leistung der Schauspieler die alle zur Höchstform auflaufen! Meinen wesentlichen Kritikpunkt habe ich bereits genannt. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, denn jeder Marvel-Fan muss diesen Film sehen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Captain America: Civil War Reviews:

Captain America: Civil War [2016] von 11ersFilmkritiken