Yakuza goes Hausmann 1 | Review

Titel: Yakuza goes Hausmann
Autor: Kousuke Oono
Zeichner: Kousuke Oono
Bände: 2+

Langsam aber sicher wird mein Mangajahr 2020 immer besser und besser. Nach Doubt, Prophecy, Poison City und My Roommate ist a Cat 01 hat mich auch der Comedy Manga Yakuza goes Hausmann in seinen Bann gezogen, der durch seinen seltsamen Humor glänzt!


Kernfakten

Titel: Yakuza goes Hausmann
Autor: Kousuke Oono
Zeichner: Kousuke Oono
Bände: 2+


Einst war Tatsu als „Immortal Tatsu“ in der japanischen Unterwelt gefürchtet. Nachdem er in einer Nacht 10 Clans ohne Waffen ausradiert hat ist er untergetaucht. Diese Tage liegen schon lange hinter ihm. Nun ist er Vollzeit-Hausmann und kümmert sich mit beinah krankhafter Präzision um sein Heim während seine Frau arbeiten geht. Als ein ehemaliger Gefährte per Zufall auf ihn trifft will er dessen Schüler werden. Der Weg des Hausmanns ist der Weg des Yakuza … ?


Die große Stärke von Yakuza goes Hausmann liegt klar im absurden Humor, der einerseits aus dem Bild des starken Mannes in Kombination mit der klassischen Haushaltsführung sowie der zeremoniellen Ernsthaftigkeit der Yakuza besteht. Besonders bei letzteren werden viele bekannte Klischees durch den Kakao gezogen, was an eine Comedy Variante der Yakuza Spiele erinnert, die ebenfalls einiges an Absurditäten bieten.

Daneben sind die Mini-Abenteuer von Immortal Tatsu sehr unterhaltsam und geben neben einem in sein Privat/Eheleben auch einen kleinen Einblick in die japanische Kultur. Solche Kleinigkeiten steigern die Qualität eines Manga immer!

Nicht nur erzählerisch, sondern auch optisch weiß Yakuza goes Hausmann zu überzeugen. Die Kombination aus Slapstick-Einlagen, völlig normalen Haushaltsaktivitäten in Kombination mit der stoischen, beinah schon krankhaften, Präzision des Ex-Yakuza lassen viele normale Szenen absurd und äußerst unterhaltsam werden. Wenn Tatsu dann auch noch seinen Schüler bekommt erreicht die Absurdität einen neuen Gipfel.


Zusammengefasst ist Yakuza goes Hausmann ein überraschend lustiger und hochwetiger Manga, dessen bodenständige Handlung einen angenehmen Kontrast zum absurden Humor bildet und dabei äußerst erfrischend wirkt. Wer einen etwas anderen Comedy-Manga sucht wird mit Yakuza goes Hausmann viel Freude haben aber auch Fans des großartigen Yakuza-Franchise können bedenkenlos zugreifen, da der Manga einen ähnlich abgedrehten Humor bietet. Ich vergebe für Yakuza goes Hausmann 01 ein verdientes lesenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

Uzumaki – Spiral into Horror 01 | Review

Name: Uzumaki 1: Spiral into Horror
Verlag: Carlsen Manga!
Erscheinungstermin: 1. Oktober 2013

Eigentlich wollte ich mir die Horrormangas von Junji Ito bis zum Oktober aufsparen, da das thematisch sehr gut passt, allerdings habe ich bei meinem letzten Thaliabesuch die drei Bände von Uzumaki gesehen und musste sie mir einfach kaufen. Viel Spaß also mit meiner Rezension zu Band 1!

Kernfakten zum Manga

Name: Uzumaki – Spiral into Horror

Autor: Junji Itō

Zeichner: Junji Itō

Genre: Horror, Mystery

Verlag: Carlsen Manga!

Seiten: 212

Erschienen: 1. Oktober 2013

Affiliate Link zu Amazon:


Im kleinen japanischen Städtchen Kurouzo gehen seltsame Dinge vor sich. Immer wieder verlieren Menschen den Verstand, drehen komplett durch und sterben einen grausigen Tod. Alle Opfer haben eine Besessenheit nach Spiralen gemeinsam, die groteske Züge annimmt.

Kirie & Shuchi, zwei Schüler aus Kurouzo, stehen im Mittelpunkt der Handlung und werden Zeuge des Horrors, der das beschauliche Städtchen heimsucht. Die Spiralen scheinen überall zu sein.

Die Rahmenhandlung, der schleichende geistige Verfall von Kurouzos Bewohnern, wird durch verschiedene Geschichten vermittelt, die unterschiedlich groteske Formen annehmen. Die Wahl von zwei Protagonisten, welche als Zeugen den Horror miterleben halte ich für eine gute Idee, um dem Leser zwei Figuren für eine persönliche Bindung zu geben.


Der Zeichenstil setzt auf Realismus, was die Menschen sowie das Stadtbild angeht, wird allerdings mit einer großen Portion Surrealismus gepaart. Man merkt allgemein einen düsteren Stil, der sich in jeder Geschichte zum Finale zuspitzt.

Die Darstellung des Horrors nimmt mal grausigere und mal abstraktere Formen an. Besonders die Höhepunkte der einzelnen Geschichten nehmen morbide Züge an, was ganz typisch für einen Junji Ito Manga ist.

Ein großes Lob muss ich an dieser Stelle noch an das „Böse“ an sich aussprechen, welches zwar allgegenwärtig ist aber trotzdem unheimlich bleibt, weil nichts wirklich erklärt wird. Die Vorkommnisse hängen mit den Spiralen zusammen aber wie oder warum bleibt noch unklar.


Zusammengefasst bildet Uzumaki 01 einen gelungenen Einstieg in Junji Ito‘s Horrorfantasie um Wahnsinn und Spiralen. Die Geschichten können unabhängig voneinander existieren, fügen sich aber wunderbar in die Gesamthandlung ein und machen Lust auf mehr. Was den Stil angeht, setzt Junji Ito auf seine Stärken des grotesken Horrors und schafft eine Mischung aus Faszination sowie Ekel. Ich vergebe daher ein verdientes lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!