Immortals – Krieg der Götter | Review

Titel: Immortals
Originaltitel: Krieg der Götter
Regie: Tarsem Singh
Laufzeit: 110 Minuten
Release: 2011

Nach Kampf der Titanen (2010) kommt nicht Zorn der Titanen, sondern Immortals aka Krieg der Götter. Der Film hat durch seine Thematik (ein kruder Mix aus mehreren griechischen Mythen) mein Interesse geweckt und Netflix sei Dank habe ich ihn nun gesehen.

Ähnlich wie bei Kampf der Titanen (2010) habe ich keinen guten Film erwartet und auch nicht bekommen aber trotzdem hat Immortals einige Stärken, die man nicht von der Hand weisen kann. Dafür muss ich aber etwas ausholen!


Kernfakten aus der Antike

Titel: Immortals
Originaltitel: Krieg der Götter
Regie: Tarsem Singh
Laufzeit: 110 Minuten
Release: 2011


Wir schreiben das Jahr 1228 vor Christus. Hyperion, der grausame König von Heraklion, will sich an den Göttern für eine unterlassene Hilfe in der Vergangenheit rächen und die Titanen entfesseln. Dazu sucht er nach dem Epeiros-Bogen, mit dem er die Titanen aus deren Gefängnis im Berg Tartaros befreien kann.

Die Olympianer wissen von Hyperions Plan aber laut einem alten Gesetz dürfen sich die Götter nicht in die Geschicke der Menschen einmischen. Zeus wählt den jungen Mensch Theseus aus, um als sein Champion die Welt zu retten. In Gestalt eines alten Mannes bildet Zeus somit unerkannt den angehenden Helden aus.

Als Hyperion die Heimat von Theseus attackiert und dessen Mutter tötet, schwört der junge Held bittere Rache am grausamen König. Zusammen mit einem Orakel und einem Krieger flieht er aus der Sklaverei Hyperions, um sich auf eine schwere Quest zu geben deren Ziel die Rettung der Welt ist …


Immortals (ich bevorzuge den englischen Titel) ist kein guter Film. Die Charaktere sind zu platt und persönlichkeitslos, die Handlung zu klischeebeladen und die Stärken des Films werden einfach nicht genug genutzt. Was Immortals wirklich gut macht ist die Action!

Wenn Theseus gegen die Schergen von Hyperion kämpft oder die Olympianer in Zeitlupe gegen die Titanen kämpft schöpft der Film sein Potential aus und liefert geniale Schlachten ab. Dabei wird sehr viel Wert auf die Inszenierung gesetzt und eine gewisse Ästhetik geschaffen, die stark an 300 erinnert. Ergänzend dazu muss man gewisse Designentscheidungen loben. Die Olympianer sehen in ihren goldenen Rüstungen imposant aus, wenngleich die Schauspieler etwas zu „schmächtig“ wirken für Götter aber auch die Titanen sehen echt creepy aus, wenngleich mein Bild von der griechischen Titanen etwas imposanter ist.

Was den Cast angeht stiehlt Hauptdarsteller Henry Cavill allen anderen die Show und glänzt neben seiner Performance durch das markante Spiel mit der Mimik. Auch wenn er 2011 noch nicht so ein Monster war wie heute wirkt Cavill schon imposant.

Über die Nähe zur griechischen Mythologie möchte ich ehrlich gesagt nicht viele Worte verlieren, ausser das der Film sich verschiedene Mythen nimmt und einen wilden Mix macht, welcher der Handlung absolut nicht gut tut und viele Details eher überflüssig macht. Da wäre ein Fokus auf die Action, ähnlich wie in Kampf der Titanen (2010) besser gewesen und man hätte mehr Monster aus der griechischen Mythologie verheizen können.


Am Ende des Tages ist Immortals aka Krieg der Götter ein stumpfer Action-Fantasy-Film mit einem kruden Mic aus diversen griechischen Mythen, der in vielen Punkten nicht überzeugt aber dafür Action bietet, von der man zu wenig sieht, und hat einen tollen Hauptdarsteller hat.

Dem Film hätte ein Fokus auf die Action und die Äthsetik der Kämpf gut getan aber dies wurde leider versäumt und das schmälert den Gesamteindruck. Somit vergebe ich für Immortals aka Krieg der Götter ein bedingt sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrat!

Der Marsianer – Rettet Mark Watney | Review

Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney
Originaltitel: The Martian
Regie: Ridley Scott
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2015

Ridley Scott ist einer der besten Filmemacher aller Zeiten. Egal ob Alien, Gladiator, Legende, Blade Runner, Alles Geld der Welt, oder Thelma & Louise, Scott schafft es immer wieder, bildgewaltige Filme zu erschaffen, aber auch einprägsame Figuren zu kreieren.

Heute geht es mir um Der Marsianer – Rettet Mark Watney, der auf Anhieb in meine Top 15 Science-Fiction Filme gekommen ist!


Kernfakten vom Mars:

Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney
Originaltitel: The Martian
Regie: Ridley Scott
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2015


Handlung von der Marsianer spielt auf zwei Ebenen. Einerseits wird das Schicksal von Mark Watney beschrieben, der im Zuge des Abbruchs der Marsmission „Ares III“ auf dem Planeten, für tot gehalten, zurückgelassen wird und andererseits arbeitet die NASA an einem tollkühnen Projekt, den Astronauten zu retten, als sie erkennen das Mark Watney noch am Leben ist.

Während die NASA also an verschiedenen Konzepten für die Rettung arbeitet und sich vor einer PR Krise schützen will, muss Mark auf dem Mars seine Ressourcen, vor allem die Lebensmittel, aufstocken und sein Wissen als Botaniker nutzen, um auf dem roten Planeten etwas anzubauen.

Jedoch drängt die Zeit, da die Ressourcen von Mark dennoch knapp sind und der Mars nicht lebensfreundlich ist …


Eine der größten Stärken von der Marsianer ist es, eine eigentlich sehr ruhige Handling äußerst spannend zu erzählen und dabei auf die ansonsten genretypische Epik des Genres zu verzichten. Der Film baut seine Spannung auf der simplen Prämisse und dem allgegenwärtigen Zeitdruck auf, was über die gesamte Laufzeit hinweg großartig funktioniert. Die Charaktere, allen voran Hauptfigur Mark Watney, sind großartig geschrieben und man fiebert einerseits mit den Figuren auf der Erde mit aber auch mit Mark, in dessem Überlebenskampf auf dem roten Planeten. Man muss aber auch Matt Damon loben, welcher eine grandiose Performance abliefert und es schafft, den Zuseher mit viel Charme an sich zu binden und mit ihm mitzufiebern, wenn er beispielsweise Kartoffeln auf dem Mars anbaut, oder in seinen Videotagebüchern lapidar über seine Situation beziehungsweise den Fortschritt seines Plans berichtet.

Der Marsianer – Rettet Mark Watney ist neben den bereits genannten Stärken ein sehr intelligenter Blockbuster, der äußerst plausibel wirkt und eine realistische Note birgt, was sich eigentlich mit dem Science-Fiction Genre beißt, aber im Regelfall ein Zeichen für die hervorragenden Genrevertreter ist.

Weiters bietet der Film gewaltige Bilder, die den Realismus weiter unterstreichen und man meinen könnte, es wäre tatsächlich auf dem Mars gedreht worden.


Zusammengefasst muss man Der Marsianer – Rettet Mark Watney einfach dafür loben, ein intelligent, „relasistischer“ und durchgehend spannender Science-Fiction Film zu sein, der ohne viel Pathos, die genretypische Überhöhung, oder viele Explosionen auskommt. Am Ende des Tages ist Der Marsianer – Rettet Mark Watney ein bodenständiger Film, dessen Fokus auf der Ästhetik, der Handlung, den Figuren und den starken Bildern liegt. Genau deshalb hat sich dieser Film die Wertung absolut sehenswert vollends verdient.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag.

The Old Guard (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #29]

Titel: The Old Guard
Originaltitel: The Old Guard
Regie: Gina Prince-Bythewood
Laufzeit: 125 Minuten
Release: 2020

Nach einer viel zu langen Pause geht Netflixers in die 29e Runde und eines kann ich jetzt schon versprechen. Ab 2021 kommt Netflixers wieder regelmäßiger!

Heute beschäftige ich mich mit der Comicverfilmung The Old Guard, basierend auf der gleichnamigen Graphic Novel von Greg Rucka, einem großartigen Autor!


Die Netflixers Übersichtsseite


Unsterbliche Kernfakten

Titel: The Old Guard
Originaltitel: The Old Guard
Regie: Gina Prince-Bythewood
Laufzeit: 125 Minuten
Release: 2020


Die Geschichte von The Old Guard dreht sich um die titelgebende „alte Garde“, eine Söldnereinheit deren Mitglieder einen Heilfaktor besitzen, der sie quasi unsterblich macht. Ihre Anführerin ist Andy, die bereits als Andromache von Scythia in der Antike lebte.

In Afghanistan findet die Truppe Nile Freeman, eine US-Soldatin, der die Kehle aufgeschlitzt wurde, die jedoch eine der Unsterblichen ist und sich selbst geheilt hat. Nach einigem hin und her schließt sich Nile der „alten Garde“, die sich gegen den macht- und geldgierigen Merrick zur Wehr setzen müssen. Dieser möchte das Geheimnis der „alten Garde“ lösen um mit deren Heilfaktor seine Vermögen weiterzuvermehren.

Der Kampf gegen Merricks Schergen beginnt …


Die Prämisse von The Old Guard nicht übermäßig spannend und könnte auch in einem Wolverine Deadpool Team-Up Comic stattfinden aber dennoch verfügt der Film über einige Stärken, die ihn aus der Masse der Comicverfilmungen etwas hervorheben.

Zum einen ist The Old Guard ein R-Rated Film, ähnlich wie die großen Brüder Logan & Deadpool, was diesem Netflix Original sehr zugutekommt. Die Action sowie die Choreografie der Kampfszenen sind hervorragend und wenn das gesamte Team zusammenkämpft, machen sie tatsächlich den Eindruck eines perfekt eingespielten Teams. Ergänzt wird dies durch den Einsatz von Klingen- & Schusswaffen. Auch sind die Kämpfe in The Old Guard meist roh und brutal aber nicht überstilisiert, sondern wirken wie reale Gefechte zwischen normalen Menschen und Unsterblichen, die aber Schmerz empfinden können.

Der Cast von The Old Guard verdient ebenfalls lobende Worte. Die Truppe um Charlize Theron (Andy) wirkt, wie bereits erwähnt eine eingespielte Truppe, aber auch gleichzeitig wie eine Familie, deren Mitglieder aus verschiedenen Epochen stammen. Joe (Marwan Kenzari) und Nicky (Luca Marinelli) verleihen dem Team auch etwas wärmendes, als homosexuelles Paar.

Harry Melling verkörpert den Antagonisten Merrick und wow, er schafft es perfekt ein gieriges Arschloch zu verkörpern der seine Gier hinter noblen Zielen versteckt.

Was mich zu Beginn etwas abgeschreckt hat, war die lange Laufzeit von 125 Minuten, was bei einer „neuen“ Marke immer etwas abschreckend sein kann. The Old Guard verfügt aber über ein hervorragendes Tempo und entwickelt sich über die gesamte Laufzeit hinweg sehr gut.


Zusammengefasst ist The Old Guard eine äußerst solide Comicverfilmung dessen rauer Ton und Thematik zu unterhalten wissen. Auch ohne die Comicvorlage zu kennen, kann man der Handlung problemlos folgen und als Action-Film funktioniert The Old Guard, dessen Stärken klar auf der Hand liegen.

Wer eine Comicverfilmung sucht, die abseits von Marvel & DC existiert, kann bei The Old Guard gern einen Blick riskieren. Mich hat der Film unterhalten können. Ich vergebe ein verdientes sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Justice League Dark: Apokolips War | Review

Titel: Justice League Dark: Apokolips War
Originaltitel: Justice League Dark: Apokolips War
Regie: Matt Peters & Christina Sotta
Laufzeit: 90 Minuten
Release: 2020

Die DC Universe Animated Original Movies, kurz DCAOU, sind schon ein echtes Brett und gigantisches Film-Multiversum in sich mit diversen Zeitlinien und Reihen innerhalb des großen Franchise. Ich habe bei weitem nicht alle Filme des Labels gesehen aber fast alle, die ich gesehen habe, wussten mich zu unterhalten. Oh und das DCAOU ist nicht zu verwechseln mit dem DCAU, aber den Unterschied zwischen den beiden Bezeichnungen spare ich mir für einen anderen Tag auf!

Heute geht es mir um den Film Justice League Dark: Apokolips War, dessen Zeitlinie unter anderem Justice League Dark, Constantine: City of Demons und Justice Leage vs. Teen Titans beinhaltet.


Apokalyptische Kernfakten

Titel: Justice League Dark: Apokolips War
Originaltitel: Justice League Dark: Apokolips War
Regie: Matt Peters & Christina Sotta
Laufzeit: 90 Minuten
Release: 2020


Der Film startet mit dem Treffen der Justice League und aller Alliierten. Während Superman zusammen mit der Liga einen großen Angriff auf die Welt Apokolips startet, um Darkseid zuvorzukommen die Erde zu attackieren, bilden die Teen Titans die Verteidigungslinie.

Zwei Jahre später …

Der Angriff schlug fehl und zahlreiche Helden wurden gefoltert und/oder getötet. Darkseid hat die Erde erfolgreich erobert und Liga-Mitglieder wie Batman oder Lex Luthor auf seine Seite gezogen. Superman, stark geschwächt und gebrandmarkt mit Kryptonit, sucht zusammen mit Raven erneut Verbündete, um Darkseid doch zu besiegen und die Erde zu retten. Die beiden scharen unter anderem (meinen Boy) John Constantine, Etrigan der Dämon, Damian Wayne, Lady Shiva und das Suicide Squad um sich für einen finalen Schlag.

Die entscheidende Schlacht um die Erde beginnt, aber die Chance auf den Sieg steht auf Messers Schneide …


Es ist unglaublich wie viele Figuren in Justice League Dark: Apokolips War untergebracht werden und wie viel Handlung in dem Film steckt, ohne das er überladen wirkt. Im Gegenteil wirkt Justice League Dark: Apokolips War mehr wie das Finale einer großen Odyssey, in deren Verlauf man eine große Palette an Helden kennengelernt hat und man von vielen Abschied nehmen muss. Erzählerisch bietet der Film neben einem interessanten Setting viele ebenso interessante Figuren, die auch innerhalb der 90 Minuten ein paar Entwicklungen durchlaufen, deren Anfang in vorigen Filmen liegt.

Man muss aber nicht alle vorigen Filme aus der Zeitlinie gesehen haben, um den Film zu verstehen, da der Plot simpel genug ist, um schnell verstanden werden zu können. Auch die meisten Figuren erklären sich von selbst.

Justice League Dark: Apokolips War gibt es nach aktuellem Stand nur in englischer Sprachausgabe(?), was aber kein Problem ist, da die englische Synchro unglaublich gut ist. Die Sprecher liefern alle einen grandiosen Job ab und erwecken den Eindruck zu wissen, wen oder über was sie da gerade sprechen. Meine Highlights in diesem Bereich sind John Constantine, Harley Quinn, Batman und Damian Wayne, wobei alle Sprecher einen super Job machen.

Ein weiteres Lob muss ich für die Inszenierung aber auch die Animation aussprechen, da beides in Justice League Dark: Apokolips War großartig ist. Der Film sieht hervorragend aus und hat den perfekten düsteren Look, wie man ihn von einem DC Film erwartet. Dazu kommen hochwertige Animationen, was man besonders in den Kämpfen merkt. Lobend erwähnen muss ich in diesem Fall den Kampf des Suicide Squad gegen die mutierten Paradämonen. Dieser ist nicht nur großartig animiert und inszeniert, sondern unterstreicht auch den Namen des Teams …


Alles in allem ist Justice League Dark: Apokolips War ein hervorragender Film aus dem DCAOU Label und ein würdiger Abschluss einer großen Saga. Vom Anfang über den düsteren Mittelteil bis zum bitter-süßen Finale weiß der Film zu gefallen und am Ende kann ich nur eine Empfehlung für Justice League Dark: Apokolips War aussprechen. Wer sich für Animationsfilme im DC Universum begeistern kann, sollte bei diesem Werk vorbeischauen und am besten gleich noch alle Vorgängerfilme sichten. Ich vergebe für Justice League Dark: Apokolips War ein sehenswert+ und bin gespannt, was die Zukunft bringen wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Vom „besten“ zum „schlechtesten“: Das Spider-Man Film Ranking

Bevor ich mich auf weitere Wer ist … ? Beiträge oder Spider-Man Film/Comicrezensionen stürze, ist es Zeit, mein Spider-Man Filmranking zu teilen. Dieser Beitrag soll auch zu einem offenen Diskurs über die Qualität der Spider-Man einladen und mich würde euer Ranking dazu interessieren. Wie immer gilt, es ist meine persönliche Meinung, also bitte soll sich niemand persönlich angegriffen fühlen, wenn ein Film anders platziert ist, als ihr es tun würdet.

Ich werde den Beitrag in drei Bereiche gliedern. Die „goldenen Kühe“ sind meine Top 3 Spider-Man Film. Die „echt guten“ Filme finde ich ebenfalls sehenswert und das „Schlusslicht“ ist jener Film, den ich als den schwächsten Film um den Netzschwinger ansehe. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich alle Spider-Man Verfilmungen seit der Sam Raimi Trilogie mag und in diesem Ranking nur jene Filme berücksichtige, die ich auch gesehen habe. Das wäre die Sam Raimi Trilogie, die Marc Webb Duologie, die MCU Duologie (Avengers 3 & 4 sowie Civil War zählen logischerweise nicht!) und Into the Spider-Verse. Da wir das geklärt haben, legen wir los!

Die goldenen Kühe

Into the Spider-Verse

Wer meine Rezension zu diesem Film kennt sollte nicht überrascht sein, dass Spider-Man: A new Universe oder auch Into the Spider-Verse für mich die beste Verfilmung von Spider-Man ist, die es gibt. Der Soundtrack, die Synchronsprecher, die Atmosphäre aber auch die Handlung. Für mich stimmt alles an diesem Film und es gibt keinen Spider-Man Film der an dieses Werk heranreicht. Immerhin ist Miles Morales auch der beste Spider-Man!


Into the Spider-Verse Review


Spider-Man 2

Selbst wenn mir die Marc Webb Duologie als Gesamtwerk besser gefällt als die Sam Raimi Trilogie, ist Spider-Man 2 ein grandioser Film, dessen Schauspieler ebenso zu überzeugen wissen, wie der spannende Plot. Hier holt Sam Raimi das Maximum aus seiner Spider-Man Interpretation heraus und serviert ein kleines Meisterwerk im Genre der Comicverfilmungen.


The Amazing Spider-Man (2012)

Andrew Garfield ist nicht Spider-Man. Er ist der amazing Spider-Man und liefert einer neuen Generation von Fans einen neuen Spider-Man, der leidet, liebt, lacht und lebt. Marc Webbs Interpretation von Marvels größten Helden(?) bringt frischen Wind ins Genre und kam zur perfekten Zeit, als Spider-Man im Zuge von Marvel Now wieder groß rauskam. Ein grandios inszenierter Film mit vielen starken Moment und viel Herz.


The Amazing Spider-Man (2012) Review


Die echt guten Filme

Spider-Man: Homecoming

Willkommen im MCU. Als Kind des Civil War wurde Spider-Man bereits in einem anderen Film etabliert und nun erleben wir ein Soloabenteuer mit ihm, in dem er sich seinem Vorbild Iron man gegenüber beweisen will, lernen muss, ein Held zu sein und neben den Vulture mitsamt seiner Bande kämpfen muss. Erzählerisch wie inszenatorisch funktioniert Spider-Man: Homecoming hervorragend, gehört ganz klar zu den besten MCU Filmen und war ein tolles Abenteuer nach dem schwerwiegenden Civil War.


Spider-Man: Homecoming Review


The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

Ein paar künstlerische Freiheiten, eine tolle Handlung, ein starker Cast und eine tolle Inszenierung machen The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro zu einem wirklich großartigen Spider-Man Film, der leider ohne Sequel bleibt und gewisse Längen hat.


The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro Review


Spider-Man: Far From Home

Das zweite MCU Abenteuer von Peter Parker dient als Epilog zur Infinity Saga und ist, ähnlich wie Rise of Electro, ziemlich kreativ was die Handlung, den Schurken und die Ideen angeht aber leider kommt der Film nicht ganz an die beiden vorhergenannten Werke heran. Trotzdem ein ziemlich guter Film!


Spider-Man: Far From Home Review


Spider-Man (2002)

Spider-Man von 2002 kann man eigentlich schon als Klassiker der Comicverfilmungen bezeichnen. Da dieser Film gemeinsam mit dem ersten X-Men die moderne Ära der Comicverfilmungen eingeleitet hat und Marvels Siegeszug im Medium Film begründet, ist der Einfluss auch im Jahr 2020 nicht zu unterschätzen, da sich die Frage stellt, wie das Genre heute aussehen würde, wenn die Vorgänger des MCU & DCEU nicht gewesen wären. Trotz seines etwas langsameren Tempos ein wirklich toller Film!


Das Schlusslicht

Spider-Man 3

Achja Spider-Man 3. Ein Film, der viel wollte, aber hinter seinen Möglichkeiten blieb. Grundlegend ein interessanter Film und die Idee von einem Spider-Man/Green Goblin Team-up gegen Venom und Sandman ist ziemlich spannend, wird aber keinem der Figuren gerecht. Zumindest Venom hat inzwischen seinen Solofilm bekommen und ein völlig anderes Image, als nach diesem Film.


Das war also mein Spider-Man Ranking. Mich würde interessieren, wie euer Ranking bei den Spider-Man Filmen aussieht. Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen. Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro | Review

Titel: The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
Originaltitel: The Amazing Spider-Man 2
Regie: Marc Webb
Laufzeit: 142 Minuten
Release: 2014

Nachdem letzte Woche der gute Carange ausgeholfen hat gibt es diese Woche wieder einen regulären Spider Friday. The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro genießt einen eher zweifelhaften Ruf unter den Fans der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft aber nach einer weiteren Sichtung muss ich sagen, dass der Film besser ist als ich ihn in Erinnerung habe.


Kernfakten aus New York

Titel: The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
Originaltitel: The Amazing Spider-Man 2
Regie: Marc Webb
Laufzeit: 142 Minuten
Release: 2014


The Amazing Spider-Man (2012er Film) Review


Einige Zeit nach den Ereignissen des ersten Teils führt Peter Parker immer noch sein Doppelleben als Spider-Man, hat seinen Schulabschluss in der Tasche und führt eine Beziehung mit Gwen Stacey. Das Leben ist für Peter nicht leicht, da es viel Zeit einnimmt und er gleichzeitig von Schuldgefühlen geplagt wird, da er Gwens Vater bei seinem Tod versprochen hat, sich von ihr fernzuhalten. Um seinem schwierigen Leben die Krone aufzusetzen, taucht Harry Osborn, der Sohn des kürzlich verstorbenen Norman Osborn, wieder in Peters Leben auf und der Spider-Man-Hardcore-Fan Max Dillon wird durch einen traumatischen Unfall zum Metawesen Electro. Weil Peter seinem Jugendfreund Harry den Zugang zu Spider-Mans Blut verwehrt, kommt es zum Bruch mit den beiden und Harry verfällt schließlich dem Wahnsinn, als er sich das Spinnen-Gift injiziert, welches sein Vater mit Peters Vater entwickelt hat.

Der, zum Green Goblin gewordene, Harry verbündet sich schließlich mit Electro, was in einem großen Showdown mit Spider-Man mündet, den der Netzkrabbler schließlich gewinnt, aber dabei seine große Liebe Gwen verliert. Fünf Monate nach dem Verlust von Gwen kehrt Spider-Man schließlich zurück …


Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, nimmt sich The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro einige Freiheiten im regulären Spidey-Kanon, die allerdings erfrischend wirken und den Film wie eine alternative Variante zu den Ultimate Comics, die bereits eine moderne Variante zu den Marvel Comics sind, wirken lässt. Die Freiheiten beinhalten unter anderem den Werdegang von Harry Osborn zum Green Goblin, der normalerweise seinen Vater als Superschurke beerbt.

Abseits der kreativen Freiheiten, die überraschenderweise eine Stärke des Films sind, liefert auch der Cast erneut eine großartige Performance ab. Besonders die Chemie von Andrew Garfield (Peter Pater) und Emma Stone (Gwen Stacey) ist erneut das Herzstück des Films, die dem Werk auch sehr viel Menschlichkeit aber auch Persönlichkeit einhaucht. Was die Superschurken angeht, ist ganz klar, Jamie Foxx liefert eine großartige Leistung als Max Dillon/Electro ab. Man hat Mitleid mit dem Charakter und sein Werdegang zum Schurken ist mehr als nachvollziehbar. Im Gegensatz zu Electro wirken sowohl Rhino, als auch der Green Goblin wie kleine Nebenrollen.

Neben dem Cast und der Kreativität bietet The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro erneut eine wirklich großartige Inszenierung, sowie die entsprechende Tricktechnik, welche erneut unter Beweis stellt, dass Marc Webb durchaus versteht, wie ein Spider-Man Film auszusehen hat. Leider krankt der Film etwas am Tempo, da durchaus ein paar Längen vorhanden sind. In diesem Punkt unterliegt The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro seinem Vorgänger, was sehr schade ist. 10 Minuten weniger Laufzeit und das daraus resultierende Kürzen gewisser Szenen hätten dem Tempo sehr gut getan.


Alles in allem ist The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro aber ein großartiger Film, der sich ein paar Freiheiten nimmt und angenehm erfrischend wirkt. Der Cast ist toll und die Inszenierung großartig, aber nur die diversen Längen im Film trüben den positiven Eindruck etwas. Damit ist The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro ein großartiger Film, der jedoch an seinen Vorgänger nicht heranreicht. Somit vergebe ich die Wertung lesenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Watchmen (Ultimate Cut) | Gedankenspiel [Kultfilm #7]

Titel: Watchmen – Die Wächter
Originaltitel: Watchmen
Regie: Zack Snyder
Laufzeit: 215 Minuten (Ultimate Cut)
Release: 2009

Über Watchmen möchte ich schon seit langer Zeit etwas schreiben. Leider (oder zum Glück) hat sich der Beitrag immer wieder verschoben, bis es nun ein Special zu Watchmen – Doomsday Clock gibt.

In diesem vorletzten Beitrag widme ich mich dem Film, bevor wir in einem großen Podcast über das Doomsday Clock Event sprechen!


Kultfilme Übersichtsseite


Die Handlung von Watchmen spielt in einer Parallelwelt im Jahr 1985. Einer der gravierendsten Unterschiede ist das Auftauchen der vigilanten Minutemen, sowie der Nachfolger den Watchmen. Weiters ist Richard Nixon bereits in seiner Amtszeit und die USA haben den Vietnamkrieg dank Dr. Manhatten, dem mächtigsten Wesen der Welt, gewonnen. Okay da weitere abgewandelte historische Ereignisse im Vorspann genannt werden, pausiere ich hier und konzentriere mich grob auf das Szenario, denn das Watchmen Universum ist ziemlich komplex, wie man es von DC Comics gewohnt ist.

Die ersten maskierten Helden der Welt tauchen Ende der 1930er Jahre auf und schließen sich später zu den Minutemen zusammen. Diese Helden haben keine Superkräfte, sondern sind maskierte Kreuzritter, quasi wie Batman. Bis in die 1950er Jahre werden die meisten von ihnen freiwillig und oder unfreiwillig in den Ruhestand geschickt. Jahre später bilden sich die Watchmen, die Nachfolger der Minutemen, und kämpfen erneut für Gerechtigkeit. Wegen ihrer brutalen Selbstjustiz werden die Watchmen und Vigilanten/Superhelden im allgemeinen verboten. Einzig der Comedian, welcher für die Regierung arbeitet, und Ozymandias bestehen weiterhin. Letzterer hat aus sich und den Watchmen eine Marke gemacht und verdient viel Geld mit Merchandise. So zurück zur Handlung (hoffentlich mit wenig Spoiler!).

Wir schreiben das Jahr 1985. Edward Blake aka der Comedian, ein Superheld der ersten Stunde und ein Agent der Regierung, wird in seiner Wohnung überfallen und brutal ermordet. Der Vigilant Rohrschach vermutet hinter dem Attentat auf den Comedian eine große Verschwörung, die auch auf die restlichen Superhelden abzielt und beginnt mit seinen Nachforschungen. Mit seinen ehemaligen Kollegen, Dr. Manhatten, Silk Specter II und Nightowl gestaltet sich die Zusammenarbeit schwerer als erwartet, da bis auf Dr. Manhatten alle im „Ruhestand“ sind. Letztgenannter arbeitet zusammen mit Ozymandias daran, alle Kriege der Welt zu beenden und ein Utopia zu erschaffen. Als auf Ozymandias ein Attentat verübt und Jon (Dr. Manhatten) wegen eines Skandals auf den Mars und Rohrschach in eine Falle gelockt wird, kehren Nightowl, sowie Silk Specter II in den aktiven Dienst zurück, um die Verschwörung aufzudecken. Soweit zur Handlung des Films, wobei das nur eine ganz grobe Zusammenfassung des Epos ist. Über die gigantische Laufzeit von 215 Minuten wird nicht nur eine große Geschichte erzählt, sondern auch die Figuren weiter vertieft, wobei besonders Jon Osterman (Dr. Manhatten), Rohrschach und Ozymandias im Fokus stehen, aber auch Nightowl und Silk Spectre II bekommen mehr als genug Screentime.

Eine der größten Stärken des Films ist die Inszenierung der Welt, des Szenarios und der Figuren. Man merkt ganz klar, dass Watchmen kein Superheldenfilm ist, sondern ein Thriller mit Elementen des Dramas, in einer Welt, die von ehemaligen Helden bevölkert wird, von denen einer quasi Gott geworden ist, da es niemanden gibt, der Dr. Manhatten aufhalten könnte, falls sich dieser entschließen sollte, die Welt enden zu lassen. Ich schätze das düstere, dreckige Setting von Watchmen sehr, da sich der Film stark von anderen Comicverfilmungen abhebt und auch in der heutigen Zeit höchstens mit Logan, Deadpool 2, Avengers 3 & 4 Genrekollegen mit einem ähnlich düsteren Setting aufweist. Wobei von den genannten Beispielen eigentlich nur Logan an Watchmen heranreichen kann, da besonders dieser Film mit dem Road-Movie-Drama Mix am ehesten die beklemmende Atmosphäre widerspiegeln kann. Atmosphäre ist das Stichwort, da diese bei Watchmen extrem dicht ist und die globale Stimmung mitten im, kurz vor der Eskalation stehenden, Kalten Krieg perfekt von den düsteren Figuren wiedergegeben wird.

Dies macht sich auch in den zahlreichen Actionszenen bemerkbar, die überraschend brutal ausfallen, aber die Gewalt nicht zelebrieren, sondern daraus ein ästhetisches Stilmittel machen, um die offenkundig harte Vorgehensweise der ehemaligen Watchmen gegenüber Kriminellen zu rechtfertigen. Rohrschach, der durch traumatische Erlebnis zum knallharten Vigilanten wurde, kann inzwischen nicht mehr anders, als mit äußerster Härte gegen die Kriminellen zu kämpfen. Gleichzeitig ist Dr. Manhatten durch seine Fähigkeiten völlig losgelöst von allen weltlichen Dingen und hat keine wirkliche Bindung zur Welt, bis auf seine Lebensgefährtin. Das sind aber nur zwei Beispiele für das Verhalten der Figuren und der Begründung, warum diese so kalt agieren.

Was ebenfalls für den Film spricht, ist die Demontage des Gut-Böse-Schemas und einer klaren Identifikationsfigur. Rohrschach ist der Erzähler des Films, allerdings fällt es sehr schwer, sich mit ihm, oder einer der anderen Figuren verbunden zu fühlen. Selbst die großzügige Screentime, in der die Figuren viel Tiefgang bekommen, macht es nicht leichter, sich mit einer von ihnen verbunden zu fühlen, oder sich gar mit einem von ihnen zu identifizieren. Auch gibt es in Watchmen weder Helden noch Schurken. Wie in der Realität ist niemand nur böse oder nur gut, sondern eine Mischung aus beidem. Der Dualismus wird auch in diesem Film stark thematisiert, da jede Figur auf beiden Seiten agiert, was erneut Spielraum zur Spekulation einräumt.

Ich könnte noch seitenlang über diesen Film schreiben und mich in zahllosen Details verlieren, aber da dies wohl arg übertrieben wäre, komme ich zum Fazit. Watchmen ist, egal ob im Directors, oder Ultimate Cut, schwere Filmkost, die definitiv nicht für jeden ausgelegt ist und sich klar an eine ältere Zielgruppe richtet. Dies wird besonders im Ultimate Cut klar, der einen Nebenstrang über einen morbiden Piraten-Comic enthält, der nichts zur Handlung beiträgt, aber den Comic-Trend dieser Welt widerspiegelt, sowie viele weitere Szenen massiv vertieft, was sich auf alle grundlegenden Komponenten des Films (Handlung, Setting, Figuren, Dialoge) auswirkt.

Ich kann vor Zack Snyder nur meinen Hut ziehen, da dieser Film bis heute einzigartig im Genre Comicverfilmung ist und hervorragend aufzeigt, dass man durchaus Comics so verfilmen kann, dass sie sich speziell an eine erwachsene Zuschauerschaft richten können.

Für Watchmen kann ich nur eine klare Empfehlung aussprechen und besonders für den Ultimate Cut, da dieser, trotz seiner enormen Laufzeit, ein einmaliges Erlebnis im Genre Comicverfilmung bietet, den Zuseher in eine düstere, dreckige Welt entführt und dabei ein gigantisches Epos erzählt.

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Bloodshot (Film) | Review

Titel: Bloodshot
Originaltitel: Bloodshot
Regie: Dave Wilson
Laufzeit: 110 Minuten
Release: 2020

Das Genre Comicverfilmungen hat in den letzten 20 Jahren einen gigantischen Hype erlebt. Vorangig haben Film von Marvel, aber auch DC diese Spielart der Literaturverfilmung in den Mainstream gerückt. Abseits der beiden großen Verlage kamen nur wenige Figuren ins Medium des bewegten Bildes, aber mit Bloodshot betritt ein Vertreter von Valiant Comics/Entertainment die Bühne!


Der US Soldat Ray Garrison erwacht im Hauptquartier des Unternehmens RTS und erfährt, dass ihm nach seinem Tod Nanomaschinen injiziert wurden, die ihn wiederbelebten und mit einem Heilfaktor ausgestattet haben, was ihn zu einem fast unsterblichen Supersoldaten macht. Nur mit fragmenthaften Erinnerungen ausgestattet, jagt er den Mörder seiner Frau, doch die Wahrheit hinter seinem Tod und dem seiner Frau ist anders als gedacht …


Böse Zungen können nun behaupten, Bloodshot sei ein mainstream Actionfilm, basierend auf einer alten Comicvorlage, der eine typische Rachegeschichte erzählt und das stimmt über weite Strecken auch, aber andererseits ist Bloodshot ein durchaus unterhaltsamer Science-Fiction-Actionfilm, der auf einer Metaebene Themen wie Transhumanismus, oder Manipulation behandelt. Die Frage nach dem Selbst ist für Hauptfigur Ray Garrison immer wieder essenziell, wird aber nur oberflächlich angekratzt, um sowohl der Action, als auch der seichten Haupthandlung nicht im Weg zu stehen.

Erzählerisch braucht Bloodshot seine Zeit, um in Fahrt zu kommen, wird aber ab der ersten großen Actionszene unterhaltsamer, wenn auch die Bösewichte klarer definiert werden. Fairerweise muss man aber sagen, dass diese ziemliche Stereotypen sind und sich indirekt selbst als Bösewichte entlarven.

Was Bloodshot am besten macht, sind die Actionszenen und besonders im finalen Showdon zeigt der Film inszenatorisch, was möglich ist, wenn künstlich verbesserte Menschen aufeinanderprallen und sich in ein frühes Grab schicken möchten!

Den Cast kann man als solide bezeichnen, wobei Vin Diesel den Film trägt, allerdings die gleiche Performance vom ruppigen, aber trotzdem rechtschaffenen Supermann spielt, wie in fast all seinen anderen Rollen. Mein persönliches Highlight war Lamorne Morris als der Hacker Wigans, dessen schrullige Art die Handlung auf humoristische Art auflockert.


Zusammengefasst ist Bloodshot sicherlich kein filmisches Meisterwerk, aber ein solider Actionfilm, sobald er in Fahrt kommt, mit ein paar interessanten Themenansätzen. Zu viel erwarten sollte man sich von Bloodshot nicht, ABER wenn man unvoreingenommen in den Film geht und ihn als das akzeptiert, was er ist, ein Science-Fiction-Actionfilm, hat man verdammt viel Spaß mit ihm. Trotz des Unterhaltungswerts von Bloodshot kann ich nur ein sehenswert- vergeben, da der Film einen Tick zu lange braucht, um interessant zu werden.

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Titans (Netflix Exclusive) Staffel 2 | Review

Titel: Titans
Folgen: 24
Staffeln: 2
Sender: DC Universe

Alte Titans, neue Titans, Projekt Cadmus, Connor, Trigon, Deathstroke und vieles mehr bietet die zweite Staffel von Titans und das ist einerseits gut, aber andererseits auch wieder weniger vorteilhaft!

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Dracula Staffel 1

Was in Staffel 1 geschah …

Dick Grayson, der ehemalige Sidekick Batmans, trifft auf die junge Ratchel Roth, welche von Zuhause geflohen ist und von diversen Häschern verfolgt wird. Zusammen mit Koriand’r (Starfire) und Gar Logan (Beast Boy) nimmt sich Dick der Hilfesuchenden an, erhalten dabei jedoch Unterstützung von Hawk, Dove and Jason Todd, dem aktuellen Robin. Bald kristalliert sich der Dämon Trigon als Schurke heraus, der schließlich auch auf der Erde beschworen wird …


Nach dem siegreichen Kampf gegen Trigon will Dick Grayson in San Francisco ein neues Titans Team aufbauen. Bruce Wayne unterstützt Dick, wenn dieser den rebellischen Jason Todd trainiert. Als die Gruppe, ohne Koriand’r, in San Francisco den Titans Tower bezieht und kurz darauf auf die Tochter von Deathstroke trifft, holt die alten Titans (Dick, Hawk, Dove & Donna Troy) deren schlimme Vergangenheit mit dem Söldner ein. Zur gleichen Zeit entkommt Projekt 13 aka Connor (Superboy) aus den Cadmus Laboren. Den Titans stehen viele schwere Prüfungen bevor …


In den 13 Episoden der zweiten Titans Staffel gibt es zahlreiche Handlungsstränge und viele Miniabenteuer. Allerdings lassen sich zwei rote Fäden erkennen. Zum einen gibt es die Fehde zwischen Deathstroke und den Titans, zum anderen den Weg der Buße/Selbstfindung von Dick Grayson, der den Mantel von Robin endgültig aufgegeben hat. Ergänzt werden diese beiden Hauptstränge durch viele kleine Nebenhandlungen und Flashbacks, was das Titans Universum zwar massiv vergrößert, aber auf Kosten des Erzähltempos geht. Über weite Strecken tritt Titans auf der Stelle und braucht lange, bis der Spannungsbogen wieder Fahrt aufnimmt, was zwar großartig ist, wenn es soweit ist, aber auch ziemlich ernüchternd wirkt, wenn die Serie wieder ins alte Muster fällt.

Der Cast von Titans wächst mit Staffel zwei massiv an, was zwar gut für die Abwechslung ist, aber nicht gerade förderlich für die Entwicklung der Figuren. Besonders Rachel & Beast Boy bleiben über weite Strecken ungenutzt und auch Aqualad ist nicht mehr als ein Auftritt im Flashback. Wer hingegen sehr gut etabliert/geschrieben wurde, ist Wade Wilson aka Deathstroke, dessen Fehde mit den Titans, besonders mit Dick, sehr detailliert beleuchtet wird. Als Gegenspieler funktioniert Deathstroke allerdings immer sehr gut. Ebenso ist Jason Todd in dieser Staffel der Interessantere der beiden Schützlinge Batmans, da sein Weg noch völlig offen ist und er erst lernen muss, seinen Zorn zu kanalisieren. Jedoch weiß Jason, wer er ist, was Dick besonders schwer fällt und erst zum Staffelfinale hin geklärt wird.

Wie bereits in Staffel eins ist Titans sehr actionlastig und die zahlreichen Kämpfe sind über weite Strecken auch sehr wertig choreografiert, was allerdings nicht auf das CGI zutrifft, das gern einen billigen Look aufweist und nicht stimmig wirken will, trotz Ausnahmen, wie die Fähigkeiten von Rachel oder Starfire.


Obwohl ich, besonders über die Charaktere, noch wesentlich mehr schreiben kann, fasse ich die Staffel lieber kurz und knackig zusammen. Titans Staffel 2 ist grundlegend eine solide Serie und eine sehr solide Fortsetzung, die jedoch wie eine Achterbahn wirkt und erzählerisch permanent ein auf und ab ohne klar erkennbare Richtung in den meisten Folgen ist. Mal abgesehen vom wirklich grausigen Einstieg mit dem schnell besiegten Trigon, macht Titans bis zum Einsetzen der Flashbacks viel Spaß, baut danach ab und wirkt punktuell wieder richtig gut, bis das unterhaltsame Finale einsetzt. Der Cast gefällt ebenfalls, krankt aber leider an der bereits genannten teils schwachen Entwicklung der Figuren.

Trotzdem schadet eine Sichtung von Titans Staffel zwei nicht, da die Serie, trotz ihrer Schwäche, zu gefallen weiß und immer wieder ihre starkem Momente bietet. Daher vergebe ich für Titans Staffel zwei die Wertung sehenswert- und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi, JamesVermont

Auflösung des Gewinnspiels!

Das Gewinnspiel ist vorbei und ich bedanke mich bei den Teilnehmern für die tollen Kommentare!

Der Sieg geht an Comicneuling für seinen ausgearbeiteten Kommentar!

Ich möchte mich aber auch herzlich bei Kratzii & Tempest bedanken.

Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn Gewinnspiel! [unbezahlte Werbung/Kooperation] VORBEI

Hallo meine Lieben!

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Das Gewinnspiel läuft vom 5.2.2020 bis zum 12.2.2020. Der Gewinner/die Gewinnerin wird am 12.2.2020 in einem kurzen Post bekanntgegeben.

Eine Teilnahme ist nur für User aus Österreich, Deutschland & der Schweiz möglich. Eine Wandlung des Gewinns in Bargeld o.ä. ist ausgeschlossen. Daten der Teilnehmer werden nicht an Dritte weitergegeben, diese erklären sich aber mit der Teilnahme bereit, dass ihr Username im Falle des Gewinns in einem kurzen Beitrag veröffentlicht wird. Mehr Infos zum Datenschutz auf DerStigler findet ihr hier!


Ein großes DANKESCHÖN geht an meinen Partner Genduron für die Zusammenarbeit an diesem Gewinnspiel. Es würde mich sehr freuen wenn ihr seinen Social Medias vorbeischaut oder einfach direkt in seinen tollen Laden kommt!

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Ein zweiter Blick auf Justice League (2017) | Gedankenspiel

Knapp zwei Jahre sind seit dem Release von Justice League und meiner dazugehörigen Rezension vergangen. Das DC Extended Universe hat sich weiterentwickelt und ebenso meine Meinung dazu. Heute will ich einen zweiten Blick auf Justice League werfen und für mich die Frage klären, ob der Film gut oder schlecht ist. Dazu will ich mich auf die Punkte Handlung, Helden, Schurken und Stilmittel stürzen, um so die Frage zu beantworten. Etwas Ähnliches habe ich bereits zu Suicide Squad gemacht, aber das nur am Rande.

HANDLUNG

Seit dem Tod Supermans in Dawn of Justice versinkt die Welt in tiefer Trauer. Für Batman und Wonder Woman ist jedoch keine Zeit zum Trauern, da ein Angriff bevorsteht. Steppenwolf kehrt auf die Erde zurück, um seinen vor Jahrtausenden begonnenen Kreuzzug zu beenden. Mithilfe der drei Mutterboxen auf der Erde will er den Planeten erobern. Dazu untersteht ihm ein riesiges Heer aus Paradämonen, die sich von Angst ernähren.

Batman weiß, dass er und Wonder Woman nicht genug sind. Deshalb stellt er ein Team zusammen wobei selbst die Hilfe von Aquaman, The Flash und Cyborg nicht reichen könnte. Zwei Mutterboxen kann Steppenwolf von den Atlantern und Amazonen erobern. Mithilfe der Box der Menschen will Bruce seinen gefallenen Kameraden zurückholen. Das Team braucht Superman. Die Welt braucht Superman. Mehr denn je …

Die Handlung des Justice League Films ist schnell erzählt, was aber grundlegend nicht schlecht. Anstatt sich auf einen komplexen Plot zu stürzen, wie man ihn von den DC Comics kennt, verlässt man sich auf eine altbewährte Alien-Invasion. Das ist grundlegend kein Fehler, aber die gesamte Erklärung mit den Mutterboxen wäre wesentlich stimmiger gewesen, wenn man Darkseid, Apokolips und die New Gods mit ins Boot geholt hätte. Leider hätte dies wahrscheinlich zu einer Überlastung geführt da Justice League nicht nur den Schurken Steppenwolf, sondern auch drei neue Helden etablieren muss.

Dieser Problematik hätte man mit zwei Schritten entgegenkommen können. Entweder wie im MCU die Helden in Einzelfilmen etablieren ODER eine etwas längere Laufzeit aber dafür mit kurzen Episoden mit den Herkunftsgeschichten der neuen Helden. Etwas Ähnliches wird zwar gemacht, aber ein paar mehr Details wären sinnvoll gewesen, da nicht jeder automatisch weiß wer Cyborg, The Flash oder Aquaman ist.

Erzählerisch ist Justice League kein Reinfall, erreicht aber auch keine wirklichen Tiefen und bleibt durchgehend simpel, was sehr schade ist, da besonders die DC Comics viel Potenzial für tiefgründige Plots bieten.

HELDEN

Justice League gehört zu den Team-up Filmen und etabliert das gleichnamige Team. Die beiden Headliner des Teams sind Batman und Wonder Woman. Als Neuzugänge dienen Cyborg, Aquman und The Flash, welche bereits einen Cameo in Dawn of Justice hatten. Dazu kommt ein wiederbelebter Superman.

Die Trinity (Wonder Woman, Batman, Superman) sind bereits etablierte Figuren, die Aufgabe des Films besteht also darin die neuen Figuren zu etablieren und das funktioniert solide wobei nur Barry Allen aka The Flash wirklich Tiefgang erhält. Aquaman bekommt, ähnlich wie in den New 52 Comics, ein neues bad ass Image und Cyborg ist ….. Cyborg. Leider erwischt es den Mann aus Metall (naja nicht komplett) am schlimmsten. Erschaffen aus einer Mutterbox, zumindest in den Comics, hätte dieser Charakter ins Zentrum der Handlung gerückt werden können, was auch seine Fähigkeiten noch sinnvoller macht.

Meine Highlights unter den Helden sind Batman & The Flash. Ich bin ohnehin ein Fan des älteren, abgehärteten Dark Knight des DCEU der bereits zu lange als „Held“ aktiv ist und The Flash sorgt auch für die meisten Lacher, was sehr erfischend ist in einer ernsten DC Comicverfilmung.

Im Vergleich zu Suicide Squad schafft es Justice League wesentlich besser seine Figuren zu etablieren, scheitert aber ebenfalls beim Bösewicht.

SCHURKEN

Als Oberschurke dient Steppenwolf dem weder eine Verknüpfung zu Apokolips oder seinem Neffen Darkseid gegeben wird. Es gibt zwar einen Querverweis zu den New Gods, der Steppenwolf aber eher als Azubi wirken lässt denn als General der Truppen von Apokolips. Auch seine Motive zum Erobern der Mutterboxen sind etwas fraglich, da er mit diesen drei Artefakten die Erde erobern könnte.

Meiner Meinung nach wäre es wesentlich sinnvoller gewesen Steppenwolf als Vorbote von Darkseid aufzubauen, der die Boxen für seinen Meister erobern muss, daran scheitert und dann schließlich ein Angriff von Darkseid selbst für einen kommenden Justice League Film vorbereitet wird.

Leider haben „nur“ einen wahnsinnigen Eroberer bekommen, der nie sein volles Potenzial ausschöpft.

STILMITTEL/INSZENIERUNG

Okay ich hatte bisher sehr viel zu meckern, aber nun muss ich etwas wohlwollender werden und etwas mehr Lob aussprechen. Justice League bietet einige sehr starke und gefühlvolle aber auch hervorragend inszenierte Momente, wie beispielsweise den Anfang des Films. Nach einem kurzen Prolog mit Batman blendet der Film in eine längere Szene über, die eine Welt ohne Superman, in tiefer Trauer, zeigt. All die Trauer, die Machtlosigkeit und der aufkommende Zorn werden vom Lied Everybody Knows der Sängerin Sigrid unterlegt, was perfekt zum düsteren Grundton des Films passt.

Eine andere Szene betrifft den Helden Aquaman und wie er sich nach der Rettung eines in Not geratenen Seemanns zurück ins Meer begibt. Die Szene ist zwar recht kurz zementiert jedoch Aquamans Image als Mr. Cool des DC Universums.

Ein gern genutztes Stilmittel sind Zeitlupen, was einerseits imposante Kampfszenen ermöglicht und andererseits die Geschwindigkeit der Metawesen unterstreicht, wobei The Flash und Superman beim Thema Geschwindigkeit klar dominieren. Dies wird auch in einer hervorragenden Comicrefferenz am Ende des Films deutlich, wenn ein Rennen zwischen den Speedster und dem Mann aus Stahl begonnen wird.

Leider sind die Kämpfe allgemein eher langweilig und besonders Steppenwolf wirkt arg behäbig im Kampf gegen die Helden. Selbst der Kampf in Atlantis bleibt weiter hinter seinen Möglichkeiten, wenn man bedenkt was Atlanter eigentlich alles drauf haben.

Der einzige Kampf, der wirklich was hermacht, ist das Geplänkel zwischen der Justice League und dem wiederbelebten Superman. Man bekommt hier zwar keine epische Schlacht ABER diese kleine Handgreiflichkeit zeigt wunderbar, wie stark der Mann aus Stahl im Vergleich zu seinen Kollegen ist und selbst die Halbgöttin Wonder Woman muss gegen den Kryptonier einstecken. Das ist auch ein weiterer toller Querverweis zu den Comics, da auch hier Superman das Kraft-Monster der Justice League ist und mit so ziemlich jeden Gegner fertig wird, im Kampf (sofern es natürlich kein Kind des Dark Multiverse ist).

FAZIT

Bevor ich mich aber weiter in Details verliere, stelle ich mir die eingangs erwähnte Frage „ist Justice League ein guter Film?“. Nun jein, einerseits bietet der Film viele starke Momente, besonders der Anfang sowie die Szenen mit Superman und Lois Lane, bleibt aber in vielen Belangen hinter seinen Möglichkeiten. Dies merkt man beispielsweise bereits beim Superschurken Steppenwolf, dessen dürftiger Hintergrundgeschichte und schwammiger Motivation die Erde zu erobern. Andererseits schafft es Justice League nur bedingt seine Figuren tiefgründig zu etablieren und ihnen, zumindest in Kurzform, eine Origin Story zu bieten.

Es hat dem Film einfach nicht gut von zwei Filmemachern betreut zu werden. Einerseits haben wir Zack Snyder der das Götter & Monster Prinzip von DC versteht und auf epische Inszenierung setzt (wie in Man ot Steel) aber andererseits haben wir Joss Whedon der seinen Fokus auf Pathos bereits zwei mal hervorragend inszeniert hat (Avengers & Age of Ultron) jedoch mehr von Marvel Comics als von DC versteht.

Der Film erschien einfach zu früh und unter falschen Voraussetzungen. Ein paar Jahre mehr Planung, eine stringente Richtung und ein gefestigteres Universum hätten aus Justice League eine würdige Konkurrenz zu den Avengers gemacht aber so bleibt der Film leider ein gescheiterter Versuch, was mein DC Fanherz bluten lässt …

Das war soweit meine aktuelle Meinung zu Justice League. Nun würde mich interessieren wie euch der Film gefallen hat. Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Was The Boys Staffel 1 so gut macht! | Gedankenspiel

Vor kurzem habe ich die erste Staffel von The Boys auf Amazon Prime Video beendet und ich bin ehrlich gesagt sehr begeistert von dieser Serie. Sei es nun die Handlung, die Figuren oder die angesprochenen Themen. The Boys hat durchaus das Potenzial den Blickwinkel auf Comicverfilmungen zu verändern wie es beispielsweise Deadpool 1 & 2, Logan getan oder Dredd und Hellboy versucht haben.

Heute möchte ich die Serie allerdings nicht rezensieren, das hebe ich mir für einen Podcast (Spoiler Ende) auf. Viel mehr möchte ich auf drei Punkte eingehen, die die Serie so besonders und mitunter anders macht als andere Comicverfilmungen. Zuerst jedoch ein paar trockene Fakten.

The Boys ist eine Comicverfilmung (1 Staffel mit 8 Folgen) die exklusiv auf Amazons Streamingplattform (Prime Video) zu sehen ist. Die Serie ist basiert auf den gleichnamigen Comics von Garth Ennis, der besonders für seine langen Arbeiten an The Punisher bekannt ist und diese Figur wohl am meisten geprägt hat.

Das SETTING & das HELDENBILD

The Boys ist unserer realen Welt angesiedelt aber mit dem Unterschied, dass es Superhelden gibt die Menschen beschützen, Verbrecher jagen und teil einer gigantischen Vermarktungsmaschine des Konzerns Vought. Die Helden haben Werbeverträge, enorm viel Merchandise, treten in Filmen/Serien/TV Shows auf und sind allgemein Top-Stars sondergleichen. Doch hinter der Fassade der strahlenden Helden und Promis verbirgt sich etwas Dunkleres. Viele Helden sind von ihrer Macht korrumpiert worden. Es fehlt ihnen an Empathie und der Fähigkeit zum Krisenmanagment.

Stattdessen sind viele von ihnen Arrogant, grausam, überheblich und scheren sich kaum um die Sicherheit der normal sterblichen. Kollateralschäden oder gar verstümmelte Zivilisten sind für einen Großteil der Superwesen eher lästig als tragisch. Außerdem frönen viele von ihnen teils obskuren Perversionen. Auf der anderen Seite sind viele Helden innerlich ebenso gebrochen, wie sie korrumpiert sind. Desillusionierung, Leistungsdruck, Drogensucht und ein gebrochenes soziales Leben begleiten die Helden ebenso wie ihre eigenen Laster. The Boys erschafft ein sehr interessantes Bild von Superhelden, die nach Außen hin strahlend sind aber innerlich fast vollständig verdorben oder gebrochen. Die Serie nimmt auch mehr als genug Zeit, um in die Abgründe der Helden einzutauchen und aufzuzeigen, was eigentlich alles schiefläuft.

Die GESELLSCHAFTSKRTIK

The Boys ist eine ziemlich schonungslose Serie und ebenso schonungslos wird das maßlose feiern und huldigen von Celebrities in unserer realen Welt kritisiert. Auch wenn erzählerisch mehr dahintersteckt so sind die Superwesen in erster Linie ein Produkt ihrer Umwelt. Sie sind mit unglaublicher Macht ausgestattet und werden wie Götter verehrt. Somit ist es nicht überraschend, dass so viel Macht & Einfluss zwangsläufig zur Korrumpierung führt.

Interessant ist auch der Einfluss der Helden in den diversen Bereichen. Es gibt Helden, die strenggläubige Menschen ansprechen, da sie von „Gott“ gesendet wurden oder auch Umweltaktivisten sowie sportliebende. Eigeninitiativen der Superwesen gibt es dabei kaum und werden auch nicht gern vom Superkonzern Vought.

Ein anderes Thema ist der Terrorismus und indirekt wie sich die USA ihre Feinde selbst heranzüchten. Nein die Superhelden werden keine Terroristen! Dies gehört zu den interessantesten Twists in der Staffel und zeigt, wie Vought langsam Gefahr läuft die Kontrolle über die Superwesen zu verlieren.

Die Persiflage

The Boys steckt voller bitterbösen Persiflierungen. Bestes Beispiel sind die Seven, das The Boys Äquivalent zur Justice League, nur in einer überzogenen, korrumpierten Form. Homelander, der Anführer, ist eine menschenverachtende Version von Superman, bei dem man sich gern die Frage stellt, wer ihn aufhalten sollte? Er ist quasi Gott im The Boys Universum und einmal von der Kette gelassen kann ihn niemand mehr aufhalten.

Besondere Erwähnung findet The Deep aka Kevin, eine Persiflage auf Aquaman, da dieser Held auch als erster die Verdorbenheit der Heldengemeinschaft aber im Verlauf der Staffel die meiste Tiefgründigkeit zeigt.

Ein weiteres Beispiel für die bösartigen Persiflierungen ist der Konzern Vought, der offensichtlich auf den Disney-Konzern anspielt und man merkt schon gewisse Parallelen, besonders in Bezug auf die Vermarktung der Helden.

Ich erachte The Boys für eine hervorragende und wichtige Serie, da die Herangehensweise an das Thema Superhelden äußerst interessant ist, die Figuren vielschichtig sind und ähnlich wie in Deadpool/Logan der Gewaltgrad überzeichnet hoch ist. Das Werk als Serie umzusetzen macht sich auf jeden Fall bezahlt und gerade das Genre der Comicverfilmungen braucht mehr Varianz als „nur“ die klassischen Superheldengeschichten.

Ich freue mich jetzt schon die Serie in einem kommenden Podcast genauer zu besprechen, kann aber zu diesem Zeitpunkt bereits eine klare Empfehlung aussprechen!

Das wars von meiner Seite. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Spider-Man: Far From Home (MCU) | Gedankenspiel

Titel: Spider-Man: Far From Home
Originaltitel: Spider-Man: Far From Home
Regie: Jon Watts
Laufzeit: 130 Minuten
Genre: Comicverfilmung
Erscheinungsjahr: 2019

Into the Spider-Verse ist der beste Spider-Man aller Zeiten! Hinter dieser Aussage stehe ich immer noch aber mit Far From Home hat mein Liebkind ganz schön Konkurrenz bekommen!

Wie immer in den Beiträgen zu Comicverfilmungen lassen sich leichte Spoiler schwer vermeiden aber ich werde wie immer darauf achten niemandem den Film zu versauen.


Marvelhafte Fakten zum Film:

Titel: Spider-Man: Far From Home

Originaltitel: Spider-Man: Far From Home

Regie: Jon Watts

Laufzeit: 130 Minuten

Genre: Comicverfilmung

Erscheinungsjahr: 2019


8 Monate sind seit der entscheidenden Schlacht mit Thanos und dem anschließenden „Blip“, durch den Thanos Genozid am Universum rückgängig gemacht wurde, vergangen. Der Blip hat nicht nur die fünfjährige Zeitspanne zwischen Avengers Infinity War und Endgame in 8 umgewandelt, sondern auch alle, die aufgelöst wurden wiederbelebt. Einziges Manko ist die Zeitdifferenz, da jene die „starben“ nicht alterten, aber jene die Überlebten taten es (Comicverfilmungen und Zeitreisen/schleifen, Paradoxa …. lassen wir das lieber).

In New York beginnt das neue Schuljahr und in Peter Parker’s, seines Zeichens Spider-Man, Klasse wird eine Klassenfahrt nach Europa angesetzt. Peter schmiedet einen perfiden Plan um mit seiner Flamme M. J. Watson zusammenzukommen. Erster Stop ist Venedig in Italien. Dort trifft Peter auf Nick Fury, den einstigen Chef von Shield, der seit längerer Zeit versucht die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft zu erreichen. Fury will Spider-Man für eine Mission rekrutieren um die Erde vor den Elementals, lebenden Naturgewalten, zu retten. Peter muss sich entscheiden. Will er Iron Man’s Wille fortführen und dessen Erbe antreten oder ein normales Leben führen? Aus großer Macht folgt große Verantwortung, aber am Ende kommt alles anders man denkt …

Far Form Home kommt den Comics so nah wie kaum eine MCU Verfilmung zuvor und fängt dabei den Flair der Spider-Man Comics sehr stimmig ein. Tom Hollands verleiht Peter Parker so viel Charme und verleiht dessen Probleme sowie dem inneren Konflikt sehr viel Glaubwürdigkeit. Dazu schafft es der Film gekonnt die Frage „Wer wird der nächste Iron Man?“ in die Handlung einzubinden und damit Peter weiterzuentwickeln. Er ist der Erbe von Tony Stark, steht aber trotzdem noch am Anfang seiner Karriere. Hier greift auch wieder die Performance von Tom Holland als Jugendlicher, der nach all den Kämpfen eine Pause will und seinen Verlust verarbeiten muss.

Mein persönliches Highlight war Jake Gyllenhaal als Quentin Beck aka Mysterio. Auch dieser gute Mann hat sichtlich Spaß an seiner Rolle als „interdimensionaler Superheld“ wobei das nur die halbe Wahrheit ist. Besonders Fans der Comics wissen was es mit diesem Charakter auf sich hat und mit welchen Tricks er arbeitet.

Kleiner Trivia am Rande: Man kann Quentin bei einer Lüge ertappen, wenn er die Bezeichnung für die MCU Erde nennt.

Loben muss ich auch die Verbindung von Mysterio zu Iron Man und die Brücke zu alten MCU Filmen, die dank dieser Figur geschlagen wird.

Abseits dieser Figuren taucht auch S.H.I.E.L.D. auf allerdings scheint diese Organisation nur mehr aus zwei Personen zu bestehen, die aber zahlreiche Kontakte und Verbündete auf der ganzen Welt unterhalten. Leider geht die Figur der Maria Hill (Cobie Smulders) erneut etwas unter als rechte Hand Nick Furys aber der sympathische, paranoide Träger der Augenklappe taucht in einer größeren Nebenrolle auf, sorgt aber auch für einige der größten Lacher des Films. Was ebenfalls etwas untergeht, ist die Beziehung zwischen Peter und M.J., was weniger an der Handlung oder der Besetzung von M.J. (Zendaya) liegt, sondern an der Charakterisierung. Klar es handelt sich hierbei nicht um DIE MJ aus den Comics aber diese eher pessimistische, sozial nicht besonders talentierte Figur, nimmt mich weniger mit als die anderen „Love Interests“ für den Wandkrabbler. Trotzdem sind beide Figuren ein süßes Paar zum Ende des Films hin.

Dafür ist die Beziehung zwischen Tante May (Marisa Tomei) und Harold „Happy“ Hogan (Jon Farveau) wesentlich sympathischer sowie mit wesentlich mehr Humor versehen. Die Darstellung Tomei’s als Peter’s „heiße“ Tante ist ohnehin ein erfrischender Aspekt des MCU.

Spider-Man: Far From Home schafft es eine harmonische Mischung aus Action, Humor und Drama zu bieten, wobei alle drei Eigenschaften sich angenehm abwechseln. Die Kämpfe zwischen den Helden und den monströsen Elementals wissen sehr zu gefallen, was auch an der optischen Abwechslung liegt. Erde, Wind, Feuer und Wasser sind die Basis für je ein Elemental.

Trivia: Die vier Elementals wurden nach den Vorbildern klassischer Spider-Man Schurken wie Sandman oder Hydro Man geschaffen.

Dazu kommen viele unterschiedliche Schauplätze, was dem Film erneut viel Abwechslung beschert. Peter ist in Italien, Österreich, Großbritannien, den Vereinigen Staaten, den Niederlanden sowie der Tschechischen Republik. Es fühlt sich aber nicht unpassend an, wenn Spider-Man die Skyline New Yorks gegen alte Kirchtürme und historische Gebäude tauscht.


Alles in allem ist Spider-Man: Far From Home eine sehr gute Comicverfilmung und ein würdiger Epilog der Infinity-Saga. Den gefallenen Helden wird gedenkt, und Spider-Man wird spürbar in Richtung „glorreichster Held der Erde“ gerückt wobei sein Weg noch sehr lange ist, aber genau da liegt die Glaubwürdigkeit. Nach den zahlreichen Kämpfen ist Peter Parker immer noch ein Teenager mit den altersbedingten Problemen und einem gigantischen Erbe. Neben dem Titelhelden bekommen alle anderen wichtigen Figuren ebenfalls viel Screentime. Seien nun Peter’s Tante, seine Mitschüler, Nick Fury oder Quentin Beck der sich das Rampenlicht mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft teilt.

Erzählerisch weiß der Film fast komplett zu überzeugen aber auch Inszenatorisch gefällt der Film sehr, dank der grandiosen Performance der Besetzung, besonders Tom Hollands physis als Spider-Man begeistert. Auch das Tempo ist sehr hoch, jedoch nimmt sich der Film ausreichend Zeit für alle Figuren ohne gehetzt oder langatmig zu wirken. Einzig die Liebesgeschichte zwischen Peter und MJ wirkt im Mittelteil weniger harmonisch, als sie zu Beginn aufgebaut beziehungsweise am Ende zum ersten Höhepunkt geführt wird.

Kann ich den Film empfehlen? Ja definitiv, da man sich hier sehr eng an die Vorlage hält aber auch das eigene Filmuniversum miteinbezieht, um ein stimmiges Gesamtpaket zu schaffen, dass als Epilog aber auch als Fortsetzung sehr funktioniert. Ich vergebe für Spider-Man: Far From Home die Wertung sehenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Horror geht weiter … | Batman Damned Band 2 | Gedankenspiel

Innerhalb kürzester Zeit habe ich Batmand Damned Band 1 & 2 verschlungen. Das ist deshalb erwähnenswert, da es zwar viele Comics gibt, die ich sehr mag und es gibt einige Reihen, die ich gern lese aber es kommt selten vor, dass ich einen Band unterhalb einer Stunde gelesen habe, da ich eher ein genießender Leser bin.

Batman Damned Band 1 hatte allerdings eine gigantische Sogwirkung und Band 2 steht dem in nichts nach.


Der Joker wurde tot aus dem Gotham River gefischt. Diesen Umstand lernten wir in Band 1 kennen. Ebenso hat sich Batman mit John Constantine verbündet, um den Mord aufzuklären, da offenkundig okkulte Mächte ihr Unwesen in Gotham City treiben und Bruce Wayne aka Batman in den Mord verstrickt ist. Wenngleich der Zusammenhang nicht ganz klar ist.

Der zweite Band knüpft nahtlos an den Ersten an und Batman immer tiefer in die Dunkelheit von Gotham City eintauchen. Parallel dazu erfährt der Leser erneut mehr über seine scheinbar nicht so glückliche Kindheit und sein bei weitem weniger strahlende Elternhaus. Immer wieder taucht die Hexe Enchantress auf, die auf eine äußerst tief greifende Art mit Bruce verbunden ist(?). Neben den Flashbacks in seine krude Kindheit und dem Mysterium um den Tod des Jokers muss sich Batman mit einer Harley Quinn herumschlagen die eine gefährliche Mischung aus Wut, Trauer & Wahnsinn in sich vereint ..


Es ist interessant, wie wenig Batman Damned Band 2 für die Haupthandlung macht, zumindest auf den ersten Blick aber der Fokus auf Batman und dessen Charakterdarstellung wird mit Sicherheit in Band 3, dem Finale, einfließen.

Weiters werden viele der aus Band 1 offenen Fragen nicht geklärt, sondern weiter angeheizt.

Optisch gefällt der Comic weiterhin sehr gut, was am unveränderten Artist liegt. Lee Bermejo’s Stil ist geradezu meisterhaft und perfekt um die düstere Atmosphäre der Geschichte zu bebildern.


Alles in allem dient Batman Damned Band 2 als Bindeglied zwischen dem Prolog und dem Finale aber diesen Job macht die Ausgabe sehr gut und bietet erneut tiefgreifende Einblicke in die kaputte, dunkle Seele von Bruce Wayne. Dazu kommt das interessante Team-up mit John Constantine (der wieder als Erzähler agiert) und Deadman. Wie auch beim ersten Band kann ich hier eine klare Empfehlung aussprechen, da die Geschichte interessant bleibt, viele Fragen offen sind und das Bild von Batman immer düsterer sowie faszinierender wird.

Somit vergebe ich die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der düstere Einstieg | Batman Damned Band 1 | Gedankenspiel

Brian Azzarello und Lee Bermejo sind ein äußerst kreatives und geniales Team, wenn es um DC Comics geht. Seien es nun Luthor oder Joker, dieses dynamische Duo steht immer für Qualität sowohl in der Handlung als auch bei der optischen Präsentation.

Mit dem DC Black Label hat der Verlag DC ein Imprint ins Leben gerufen unter dessen Banner man Geschichten veröffentlichen will, die sich rein an eine Erwachsene Leserschaft richtigen. Neben diversen Reprints (Luthor, Joker, The Dark Knight Returns, …) werden auch „Originals“ veröffentlicht wie Batman: White Knight, Superman: Year One und das heute thematisierte Comic Batman: Damned.

Die Prämisse von Batman: Damned ist schnell erklärt. Der Joker wird ermordet aufgefunden und ein schwer verletzter Batman wird von John Constantine, dem Hellblazer, verarztet. Wer hat den Clownprinz des Verbechens getötet? Wie steht Batman zu diesem Verbrechen? Was haben John Constantine, Deadman und Echantress damit zu tun? Wie fügt sich Bruce Waynes Vergangenheit in dieses Mysterium ein?

Der erste Band wirft mehr Fragen auf als vorerst geklärt werden. Es steht nur so viel fest, der Joker ist offenkundig tot und dunkle Mächte greifen in Gotham City um sich. Batman kann dieses Mysterium alleine nicht lösen und benötigt fast zwingend die Hilfe von Constantine. Schließlich ist der kettenrauchende Magier DER Experte für Okkultismus.

Trotz seiner zwei Ausgaben etabliert der erste Band bereits sehr viel für den weiteren Handlungsverlauf. Besonders die Etablierung von Bruce Waynes Kindheit mit einer offenkundig nicht ganz so intakten Familie ist sehr interessant. Weiters wird der eigentlich gebrochene Geist von Bruce beleuchtet, was einer unterschwelligen Persönlichkeitsstudie nahe kommt. Mit John Constantine als Erzähler und Nebenfigur wird ein sehr zynischer Charakter genutzt, dessen Sichtweise perfekt zur düsteren Geschichte passt.

Generell ist Batman: Damned ein spannender Genremix, der eine klassische Superheldengeschichte mit Elementen eines Psycho-Thrillers, einer Detektivgeschichte sowie Horrorelementen anreichert. Dies führt zu einer äußerst außergewöhnlichen Geschichte um die alte Fledermaus. Allerdings sorgen die verschiedenen Genres nicht für eine Überladung, sondern wirken sehr harmonisch, da sich besonders Batman für Horror- oder Mysterygeschichten perfekt eignet. Dieser Superheld ist sowieso universell einsetzbar, egal für welches Genre.

Optisch überzeugt Batman: Damned 01 auf ganzer Linie. Der Zeichenstil von Lee Bermejo gefällt durch einen realistischen Einschlag, bringt aber gleichzeitig die Mystery-/Horrorlemente perfekt zur Geltung. Besonders Deadman als Geist, der permanent von Menschen Besitz ergreift, ist äußerst unheimlich. Ebenso ist Zatanna als augenscheinliche Straßenkünstlerin sehr interessant integriert worden.

Alles in allem bildet Batman: Damned Band 1 einen hervorragenden Einstieg in eine düstersten Batman Geschichten der jüngeren Zeit, die durch eine simple aber tiefgreifende Prämisse, einen interessanten Genremix und sehr hochwertigen Zeichenstil glänzt. Wer auf der Suche nach einer ausgefallenen Geschichte um die ikonischste Fledermaus der Comicwelt ist, wird mit Batman: Damned neues Futter finden. Ich vergebe die Wertung besonders lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Shazam! (DCEU)| Gedankenspiel

Titel: Shazam!
Originaltitel: Shazam!
Regie: David F. Sandberg
Laufzeit: 132 Minuten
Genre: Comicverfilmung
Erscheinungsjahr: 2019

Letzte Woche habe ich die Frage geklärt wer Shazam! ist und heute beschäftige ich mich mit dem aktuellsten Ableger des qualitativ eher fragwürdigen DC Extended Universe!


Kernfakten zum Film

Titel: Shazam!

Originaltitel: Shazam!

Regie: David F. Sandberg

Laufzeit: 132 Minuten

Genre: Comicverfilmung

Erscheinungsjahr: 2019


Weitere Beiträge zum DCEU


Billy Batson ist ein vierzehnjähriger Junge, der ohne Eltern aufwächst und regelmäßig bei Pflegefamilien unterkommt. Eines Tages wird er vom Zauberer Shazam als Champion ausgewählt und erhält dessen Kräfte. Als frisch gebackener Held muss Billy lernen, was es heißt über immense Kräfte zu verfügen und dabei muss er sich dem sinistren Sivana entgegenstellen, der über ähnliche Kräfte verfügt. Außerdem wird Sivana von sieben Dämonen begleitet welche die sieben Todsünden repräsentieren.

Okay das war nur eine rudimentäre Zusammenfassung, da Shazam! über einige Nebenstränge verfügt die sich mit den Figuren an sich beschäftigen. Allgemein nimmt sich der Film sehr viel Zeit für seine Figuren, besonders Billy Batson/Shazam und „Superschurke“ Sivana werden stark in den Fokus gerückt. Dabei wird während des ganzen Films aber nie vergessen, dass Billy ein vierzehnjähriger Teenager ist und seine Kräfte nicht so recht zu schätzen weiß.

Die Entwicklung zum Helden nimmt fast die gesamte Laufzeit des Films, wird aber immer wieder durch humoristische Einlagen aufgelockert.Besonders wenn Billy seine Kräfte kennenlernt entfaltet der Film sein volles humoristisches Potenzial und zeigt dabei auch gleichzeitig den jugendlichen Leichtsinn des Charakters, der schon beinah in Rücksichtslosigkeit beziehungsweise Überheblichkeit ausartet.

Ein nettes Detail ist die Einführung der Captain Marvel Family (Captain Marvel ist der alte Name von Shazam), die sowohl an die klassischen Comics als auch etwas an den New 52 Reboot erinnern. Weiters quillt der Film über vor Anspielungen auf andere DC Superhelden, besonders auf Batman, Superman, Wonder Woman und Aquaman wird sehr oft angespielt. Ich halte das jedoch für eine sehr gute Idee, da die „Welt“ von Shazam! wesentlich lebendiger wirkt und Superhelden dort einen ganz anderen Stellenwert haben. Zumindest gibt es Merchandise von ihnen, was sehr nett ist.

Obwohl der Film eine starke humoristische Note aufweist, gibt es dennoch Szenen in denen man deutlich die Wurzeln von Regisseur David F. Sandberg (Annabelle: Creation & Lights Out) merkt. Obwohl im Film kaum Blut fließt, schwingt in einigen Szenen eine äußerst unheimlich Atmosphäre mit und besonders die sieben Todsünden könnten mit dem Design entweder in Devil May Cry, The Darkness oder einen Horrorfilm passen.

Was die Besetzung angeht tragen vier Schauspieler den Film. Zachary Levi als erwachsener Billy Batson (Shazam), Asher Angel als Billy Batson (Teenager), Jack Dylan Grazer als Freddie und Mark Strong als Dr. Thaddeus Sivana. Diese vier Rollen haben eine hervorragende Dynamik untereinander und besonders Dr. Sivana mag ein relativ simpler aber äußerst wirkungsvoller Superschurke sein, da bei ihm besonders viel durch sowohl die Mimik als auch die Gestik funktioniert.

Stilistisch ist Shazam! eine deutlich erkennbare Comicverfilmungen nutzt jedoch Elemente der Buddy-Komödie, einer rührenden Familiengeschichte und einer klassischen Superheldengeschichte als Billy seine Kräfte nutzen muss um sich einem plötzlich auftauchenden Superschurken entgegenzustellen, der ihm im Kern sehr ähnlich ist. An dieser Stelle eine kleine Anmerkung zum CGI, dieses sah stellenweise ein bisschen trashig aus aber dies fällt für mich in die Kategorie jammern auf hohen Niveau.

Alles in allem mag Shazam! nicht die Revolution im Genre Comicverfilmung sein ABER der Film bringt den dringend benötigten Humor ins Genre zurück. Dabei nimmt sich der Film gerade so ernst wie nötig, was bei der Thematik ohnehin eher schwer ist. Stilstisch, storytechnisch und inszenatorisch weiß der Film definitiv zu gefallen und etabliert gelungen die magische Seite des DC Universums, was weitere Möglichkeiten für die Zukunft eröffnet. Dank einer ähnlichen Mischung an unterschiedlichen Stilen wie bei Aquaman ist Shazam! für eine breitere Masse zugänglich als andere Comicverfilmungen und ich bin gespannt, was da in Zukunft noch alles passieren wird. Langsam aber sicher ist das DCEU auf dem richtigen Weg!

Von mir erhält Shazam! die Wertung sehenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Aquaman (DCEU) | Gedankenspiel

Titel: Aquaman (DCEU)
Originaltitel: Aquaman (DCEU)
Regie: James Wan
Laufzeit: 139 Minuten
Genre: Comicverfilmung
Erscheinungsjahr: 2018

Aquaman ist inzwischen ein fester Bestandteil des DCEU Filmuniversums. Nach einem ersten Auftritt in Dawn of Justice sowie einer prominenteren Rolle in Justice League, dem gescheiterten Crossover, hat der „Wassermann“ endlich seinen lang erwarteten Solofilm bekommen. Regie führte Horrormeister James Wan und der gute Mann hat gezeigt, dass er mehr kann als nur Horrorfime zu inszenieren.

Für diesen Film und alle kommenden Comicverfilmungen werde ich von klassischen Rezensionsformat absehen und mich eher auf die einzelnen Aspekte in Kombination mit meinem Comicwissen konzentrieren.

An dieser Stelle gilt eine kleine Spoilerwarnung!

Kernfakten zum Film

Titel: Aquaman (DCEU)

Originaltitel: Aquaman (DCEU)

Regie: James Wan

Laufzeit: 139 Minuten

Genre: Comicverfilmung

Erscheinungsjahr: 2018


Weitere Beiträge zum DCEU

Filme


Handlung & Figuren/Schauspieler

Aquaman erzählt mehrere Handlungsstränge und orientiert sich erzählerisch an Wonder Woman und Dawn of Justice wobei erstgenannter Film klar das primäre Vorbild ist. Der Zuseher erlebt sowohl den Streit um Atlantis Thron, den Werdegang von Arthur Curry zum richtigen Thron und den Aufstieg von Black Manta, der Nemesis von Aquaman. Wirkt der Film zu Beginn etwas gehetzt und übertrieben nimmt man sich in der Mitte mehr Zeit für die Charakterentwicklung sowohl aufseiten der Helden als auch der Schurken.

Jason Momoa verkörpert zwar einen kampferprobten Helden, der aber noch seinen Platz finden muss und eine Bestimmung zu erfüllen hat. Zuerst unfreiwillig in die Handlung hineingezogen entwickelt sich Arthur Curry/Aquaman im weiteren Verlauf zu einem richtigen Helden, weil er keine Wahl hat, aber genau das macht ihn heroisch. Als Sohn des Meeres und des Landes muss er, ganz wie in den Comics, die Brücke zwischen beiden Welten sein und den drohenden Krieg verhindern.

Als Gegenstück dient Patrick Wilson als Aquamans Halbbruder König Orm, der seine Welt (die Meere) retten möchte und sich vom tragischen König zum grausamen Eroberer entwickelt. Dazu kommt der Zwist mit Arthur und die Furcht vor dem Verlust des Throns. Orm sieht sich als der rechtmäßige Ocean Master und somit Herrscher der Weltmeere. Um alle Völker unter Wasser zu vereinen und der Oberwelt den Krieg zu bringen, geht er über Leichen.

Der „wahre“ Schurke des Films wird jedoch von Yahya Abdul-Mateen II verkörpert. David Kane ist zu Beginn ein Pirat entwickelt nach einer wenig erfreulichen Begegnung mit Aquaman einen brennenden Zorn auf den Helden und sinnt auf Rache. Seine „Motivation“ Black Manta zu werden ist die gleiche wie in den Comics und absolut nachvollziehbar. Ich vermute und hoffe auf einen weiteren Auftritt Black Mantas in kommenden Aquaman Filmen.

Den Abschluss im Kreis der relevanten Figuren bilden Mera (Amber Hear), Atlanna (Nicole Kidman) und Vulko (William Dafoe) die Aquaman in seiner Mission unterstützen beziehungsweise Atlanna ist als Aquamans Mutter dessen wichtigster Anker.

Stilmittel, CGI und Soundtrack

Aquaman baut unterschiedlichste Genreelemente in seinen Handlungssträngen, wirkt dabei jedoch nicht überladen, was mich ehrlich gesagt überrascht. So haben wir Elemente aus dem Drama sowie dem Fantasy, Science-Fiction, Action und Horrorfilm. Besonders die Horrorelemente von Aquaman sind eines der Highlights des Films und unterstreichen die Fähigkeiten von James Wan. Ein weiteres Stilmittel sind drehende Kameraaufnahme und eher längere Shots, die besonders in den teils überraschend brutalen Kämpfen eingesetzt werden. Dabei gewinnen die Gefechte eine dynamische Note und die Szenen wirken umfangreicher in der Inszenierung.

Eine positive Überraschung ist das CGI von Aquaman. Da der Film über weite Strecken unter Wasser spielt, müssen die Effekte hochwertig sein und dieser Fall tritt ein. In Kombination mit hervorragend platzierten Kamerawinkeln entstehen nicht nur beeindruckende Bilder, sondern auch eine überraschend realistische Darstellung der Völker unter Wasser. So sind auch die Bewegungen nicht mehr so lächerlich wie zu Zeiten von Aquaman. Die schnelle Fortbewegung der atlantischen Bewohner wirkt realistisch und erinnert an die hohe Geschwindigkeit der Amazonen oder der Kryptonier. Ebenso wirken die Kämpfe unter Wasser, dank dem CGI realistisch, weisen aber eine gewisse Trägheit, auf die durch das Wasser bedingt ist. Was ebenfalls positiv zu erwähnen wäre ist der Einsatz eines Filters über der Stimme, wenn die Figuren unter Wasser sprechen.

Der Soundtrack aus der Feder von Rupert Gregson-Williams passt perfekt zum Film und unterstreicht diese mysteriöse, gefährliche Welt unter Wasser.

Fazit

Zusammengefasst ist Aquaman der Beweis für DC/Warners Fähigkeit qualitativ hochwertige Solofilme, um ihre Helden zu produzieren. Im Kern behandelt der Film mehrere Handlungsstränge mit ernster Thematik, die durch etwas Humor und Augenzwinkern aufgelockert werden. Trotz mehrere Stränge sowie Genreelemente wirkt Aquaman nicht überladen und fügt sich zu einem befriedigenden Film zusammen. Aquaman schafft es gekonnt den Mikrokosmos der Comicvorlage zu etablieren und viele Elemente ins DCEU einzufügen die die Basis für kommende Filme legen. Ich kann diesen Film definitiv weiterempfehlen und bedanke mich für eure Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Spider-Man: A New Universe | Review

Titel: Spider-Man: A New Universe
Originaltitel: Spider-Man: Into the Spider-Verse
Regie: Bob Persichetti, Peter Ramsay, Rodney Rothman
Laufzeit: 117 Minuten
Genre: Animation, Comicverfilmung
Erscheinungsjahr: 2018

Auf Spider-Man: A New Universe oder Into the Spider-Verse habe ich mich seit dem ersten Trailer gefreut, da der Film nicht nur Miles Morales etabliert, sondern auch ein ganzes Multiversum, das Spider-Verse, etabliert. Wie immer bei Comicverfilmungen gilt eine kleine Spoilerwarnung!

Anmerkung zum Format: Ich habe den Film zusammen mit Felix im Format 4DX gesehen und kann es nur empfehlen. Die Immersion ist gewaltig und die Erfahrung den Film zu erleben war intensiv!

Kernfakten zum Film

Titel: Spider-Man: A New Universe

Originaltitel: Spider-Man: Into the Spider-Verse

Regie: Bob Persichetti, Peter Ramsay, Rodney Rothman

Laufzeit: 117 Minuten

Genre: Animation, Comicverfilmung

Erscheinungsjahr: 2018


Handlung: Betritt das Multiversum

Kingpin möchte mit einem Gerät zur Dimensionskopplung seine Familie, die er durch Peter Parker/Spider-Man verloren hat, seine Familie zurückzuerlangen. Dadurch werden 5 Spider-Men aus alternativen Dimensionen in die Welt von Miles Morales ,dem neuen Spider-Man dieser Erde, gezogen. Um seine Familie und Heimat zu retten muss sich Miles seiner Kräfte bewusst werden um zusammen mit den Spider-Men den Kingpin und dessen Schurken aufzuhalten.

Meine Meinung zum Film

Die Handlung von A New Universe ist schnell erzählt, wird aber viel Emotion und Tiefgang vermittelt, was auch daran liegt, das dieser Film ein wahres Fest für Comicnerds ist. Interessant ist bereits die Erde, auf der Spider-Man: A New Universe. Wir haben es nicht mit Erde-616 (der regulären Marvel-Erde) zu tun, sondern mit Erde-1610, der Heimat des Ultimate Universe. Die Motivation von Miles Morales, als Spider-Man aktiv zu werden, basiert ebenfalls auf Schuldgefühlen (wie bei Peter Parker) wenngleich aus anderen Gründen. Neben Miles Morales als Spider-Man kommen Peter Benjamin Parker (DER SPIDER-MAN) von Erde-616, Gwen Stacey (Spider-Gwen/Woman) von Erde-65, Spider-Ham von Erde-8311, Peni Parker (SP//dr) von Erde-14512 und Peter Parker (Spider-Man Noir) von Erde-90214.

Wer nun denkt, dass der Film völlig überladen sein muss irrt, da jeder Charakter der Web Warriors (Bezeichnung für die Spider-Verse Krieger aus den Comics) seine eigene Vorstellung bekommt und ähnlich wie in Guardians of the Galaxy sein bisschen Screentime bekommt, um die jeweilige Figur kennenzulernen.

Zu Beginn nimmt sich der Film Zeit, um Miles Morales vorzustellen, schwenkt danach aber gekonnt in die Action um und etabliert die Prämisse des Films. Dabei werden unterschiedlichste Storylines aus den Comics zum Teil adaptiert wie Death of Spider-Man, Edge of Spider-Verse und die jeweiligen Origin Storys. Weiters bietet der Film mit Kingpin, Green Goblin, Dr. Octopus, Tombstone, Prawler und Scorpion eine große Schurkengalerie, die durch ihre Bekanntheit (teils durch das 2018 erschienene Spider-Man Spiel) keine große Einführung brauchen.

Die Spannungskurve der simplen Handlung steigt kontinuierlich an und wird durch humoristische Einlagen, emotionale Momente sowie zahllose Anspielungen aufgelockert. Wie bereits erwähnt ist Spider-Man: A New Universe ein wahres Fest für Comicfans, was unter anderem an den zahllosen Easter Eggs aber auch am optischen Stil des Films liegt. Der Film sieht nicht nur aus wie ein verfilmter Comic, er fühlt sich auch genauso an, durch den Einsatz von Sprechblasen, den bekannte Geräuschtexten und Farbschemen.

Fazit

Zusammengefasst ist Spider-Man: A New Universe der bisher beste Spider-Man Film, nutzt seine Vorlage besser als bisher jeder andere Film um die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft. Der Film ist sowohl alte als auch junge Spider-Man Fans geeignet und schafft den Spagat aus Humor und Ernsthaftigkeit hervorragend.

Spider-Man: A New Universe hat sich die Sonderwertung besonders sehenswert definitiv verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Constantine: City of Demons | Review

Titel: Constantine: City of Demons
Originaltitel: Constantine: City of Demons
Regie: Doug Murphey
Laufzeit: 90 Minuten
Genre: Horror, Animation
Erscheinungsjahr: 2018

Eigentlich sollte im Dezember noch ein umfangreicher Beitrag zur Re-Animator Trilogie kommen. Da sich dieser Beitrag aber noch verzögert kommt heute eine kurze aber knackige Review zu Costantine: City of Demons, einer Webserie die dieses Jahr als Film zusammengefasst wurde!

Kernfakten zum Film

Titel: Constantine: City of Demons

Originaltitel: Constantine: City of Demons

Regie: Doug Murphey

Laufzeit: 90 Minuten

Genre: Horror, Animation

Erscheinungsjahr: 2018

Weitere DC Animationsfilme:


Handlung: Ein Dämonenjäger und ein Haufen bösartiger Dämonen

John Constantine, seines Zeichens Engländer, Säufer, Magier und Dämonenjäger wird von seinem alten Freund Chas Chandler aufgesucht, weil seine Tochter im Koma liegt. Da die Ärzte vor einem Rätsel stehen nimmt John eine Überprüfung vor und kommt zu dem Schluss, dass Trish von einem Dämon besessen ist, der den Hellblazer John Constantin nach Los Angeles einlädt. Der Einladung folgend begebend sich John und Chas in die Stadt der Engel, die sich als Stadt der Dämonen entpuppt. Um Trish zu retten muss John für den Peiniger von Trish fünf Dämonen ausschalten. Als ob das nicht schon genug ist, drängt sich ein furchtbarer Schatten aus der Vergangenheit von Chas und John in die Gegenwart. Der Hellblazer muss schwere Geschütze auffahren, um das Mädchen zu retten aber Magie fordert immer ihren Preis …

Meine Meinung zum Film

Ein großes Lob geht an die Charakterisierung von John Constantine aka Hellblazer der, wie bereits bei seiner Einführung in Justice League Dark, eigentlich ein totales Arschloch ist aber trotzdem das richtige tut, wenngleich die Mittel etwas fraglich sind. Außerdem muss ich die deutsche Synchronisation loben, da besonders Andi Krössing dem Hellblazer sehr viel Persönlichkeit gibt und den ruppigen Charakter hervorragend wiederspiegelt!

Die Handlung ist spannend allerdings lebt City of Demons in erster Linie von seinem Anti-Helden und der düsteren Atmosphären. Es dürfte niemanden überraschen, dass die DC Filme allgemein eher düster ausfallen aber City of Demons besitzt Züge eines Horrorfilms und geizt nicht gerade mit Gewalt sowie bunter Sprache.

Fazit

Zusammengefasst macht Constantine: City of Demons sehr viel Spaß und führt die magische Seite des DC Universums gekonnt fort. An sich wirkt der Film, im vergleich zur restliche Landschaft der Comicverfilmungen, sehr erfrischend bedingt durch das Setting, wenngleich die Handlung eher durchschnittlich ausfällt. Für Fans von rauen Anti-Helden, Dämonen, Magiern und/oder John Constantine aka Hellblazer ist City of Demons definitiv einen Blick wert. Mir als großer DC Fan hat der Film viel Spaß bereitet und die Wertung sehenswert ist definitiv verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Justice League: No Justice| Review

Titel: Justice League: No Justice
Autor: Scott Snyder, James Tynion IV, Joshua Williamson
Zeichner: Francis Manapul, Marcus To, Riley Rossmo, Jorge Jimenez
Verlag: DC
Sprache: Englisch
Seiten: 144
Erschienen: 25. September 218

Nach Dark Nights: Metal kommt das nächste Kapitel im DC Universum aus der Feder des brillanten Scott Snyder!

Kernfakten zum Comic

Titel: Justice League: No Justice
Autor: Scott Snyder, James Tynion IV, Joshua Williamson
Zeichner: Francis Manapul, Marcus To, Riley Rossmo, Jorge Jimenez
Verlag: DC
Sprache: Englisch
Seiten: 144
Erschienen: 25. September 218

Die Dark Nights: Metal Rezensionen:


Handlung: Ein größeres Universum und hungrige Götter

Nach den Ereignissen in Dark Nights: Metal wurde die Source Wall, die das bekannte Universum umgibt, zum Teil beschädigt und durch die entstandene Öffnung dringen vier gigantische Gottheiten, die Omega Titanen in das reguläre Universum ein. Mit den Titanen kommt der gigantische Hunger und somit eine neue Bedrohung. Das erste Ziel der Omega Titanen ist Colu, die Heimatwelt von Brainiac, dem vermutlich intelligentesten Wesen im Universum.

Um den drohenden Untergang seiner Welt zu verhindern, reist Braniac zu Erde und bildet vier Teams aus Mitglieder der großen Vereinigungen (Justice League, Suicide Squad, Titans & Teen Titans) sowie einigen der gefährlichsten Schurken wie Death Stroke. Zusammen mit den vier Teams reist Brainiac nach Colu, um sich dort den Omega Titanen zu stellen und seine Welt zu retten. Während die Helden der Erde auf einer fernen Welt kämpfen will Amanda Waller auf ihre Art die Erde schützen, da durch die Justice League erst der Schaden an der Source Wall entstanden ist. Doch Amanda hat die Rechnung ohne die letzten Verteidiger der Erde (Green Arrow, Supergirl & Batgirl) gemacht.

Ein neues Universum entsteht und die Helden müssen größer denken, um diese Bedrohung sowie die kommenden Prüfungen zu meistern …

Meine Meinung zum Comic

No Justice ist das nächste Kapitel in Scott Snyders Vision des DC Universum und bildet den Auftakt für die Ära New Justice, was im Klartext bedeutet, dass wir in Zukunft neue Teams wie Wonder Womans Justice League Dark oder die Justice League Odyssey sehen werden. Allerdings bedeutet dieses Event auch für andere Teams wie die Teen Titans Veränderungen, was das DC Universum frisch hält.

Der Comic an sich fühlt mehr wie ein reines, großes Justice League Abenteuer an und schlägt somit einen anderen Ton an als Dark Nights: Metal, was ein gewaltiges Batman/DC Crossover war. Die Omega Titans werden gewaltig inszeniert, sind im Grund aber bloß hungrige Naturgewalten die keine Rechtfertigung brauchen.

Ein großes Lob geht an den gewaltigen Kader der Hauptfiguren, der so ziemlich jeden Aspekt der DC Helden/Schurkengalerie abdeckt. Lex Luthor als Held ist ebenso erfrischend wie Deathstroke und Harley Quinn als Anti-Helden an der Seite von Robin, Batman und Superman. Ebenso beweist das Autorenteam um Scott Snyder, James Tynion IV und Joshua Williamson ein Händchen für ruppige aber sympathische Figuren wie den bereits erwähnten Robin (Damian Wayne) und Lobo, der ohnehin eine neue Soloserie braucht. Auch das Konzept des größeren Denkens gefällt, da die Helden und Schurken alte Denkweisen ablegen müssen, um mit Kreativität die Gefahr zu meistern.

Zeichnerisch gefällt No Justice ebenfalls und wirkt trotz der Kürze von vier Ausgaben sehr bildgewaltig und weder gehetzt noch gestreckt. Die Geschichte startet gleich mit der Action, anschließend folgt Exposition und dann geht es gleich weiter nach Colu, um die Bedrohung zu verdeutlichen. Um für Abwechslung zu sorgen, wechselt der Schauplatz Colu mit der Erde, genauer mit der Festung der Einsamkeit von Superman. Somit kommt dank Amanda Waller und Oliver Queen ein kleines bisschen Agenten-Thriller in die Szenerie. Obwohl die Bedrohung so groß ist, wirkt No Justice etwas „heller“ als Dark Nights: Metal, was stellenweise eher ins Horrorgenre umgeschlagen ist und albtraumhafte Szenarien präsentierte.

Fazit

Zusammengefasst hat mich Justice League: No Justice überrascht. Sogar sehr positiv überrascht. Während ich zu Beginn einen Filler für das nächste Event vom Schlag eines Dark Nights: Metal erwartet habe, wurde ich im Zuge der vier Ausgaben mit einem Epilog des Dark Nights Event und einem Prolog für die New Justice überrascht. No Justice erfindet das DC Universum nicht neu, stellt aber die Weichen für die nächsten Jahre und schafft faszinierende neue Konstellationen innerhalb der großen Teams. Dazu kommen einige neue Teams. Handlungmäßig wie zeichnerisch gefällt No Justice und zeigt DC’s Kompromiss aus Veränderung und Bewährtheit alter Mechaniken.

Von mir bekommt Justice League: No Justice die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Die schöne Traurigkeit in Deadpool 2 | Gedankenspiel

Deadpool und Deadpool 2 gehören zu den besten Vertretern der Comicverfilmungen, die wir in den letzten Jahren genießen durften. Durch diese Duologie wurden nicht nur R-Rated Comicverfilmungen populärer, sondern auch die Mischung aus Action und Humor wurde gekonnt auf die Leinwand gebannt. Es gab bereits vorher Comicverfilmungen, die einen härteren Ton anschlugen, siehe die Blade Trilogie, aber erst Ryan Reynolds als Deadpool schaffte es dieses Untergenre so populär zu machen. Den peinlichen Deadpool, ironischerweise auch von Ryan Reynolds verkörpert, aus X-Men: Origins Wolverine ignorieren wir lieber aber der ist inzwischen sowieso nicht mehr im Kanon.

Im heutigen Beitrag möchte ich über einen eher unterschwelligen Ton in Deadpool 2 sprechen, der zwar immer wieder angesprochen wird, aber bisher nie wirklich im Fokus stand. Ich beziehe mich in diesem Fall auf die Melancholie und Düsternis, die im Film immer wieder durchschimmert und sehr viel zur Charakterentwicklung beiträgt. An dieser Stelle spreche ich eine Spoilerwarnung für alle aus die Deadpool 2 noch nicht gesehen haben. An alle anderen gilt meine Bitte eure Meinung in den Kommentaren zu hinterlassen.

Ich werde den Beitrag in drei Punkte unterteilen, die sich allerdings überschneiden werden:

  • Deadpool & Vanessa
  • Cable
  • Russel und das Heim

Deadpool & Vanessa

Die Romanze ist untrennbar mit dem Superheldenfilm verbunden, da sie als Belohnung für den Helden am Ende seiner beschwerlichen Reise dient. In Deadpool sowie Deadpool 2 ist die Beziehung von Wade Wilson aka Deadpool und Vanessa der Antrieb für unseren Anti-Helden. Dabei ist die Beziehung so glaubhaft wie ich es noch in keiner anderen Comicverfilmung gesehen habe. Als Vanessa in Deadpool 2 stirbt, bricht für Wade die Welt zusammen und er stürzt in eine tiefe Sinnkrise. Getrieben von Schuldgefühlen will der Held seinem Leben ein Ende machen, kann dies aber durch seine Heilungskräfte nicht. Im Super Duper Cut von Deadpool 2 sieht man mehrere Versuche, wie sich Wade das Leben nehmen will. Erst die Freundschaft von Colossus und ein Gespräch mit Vanessa, in einer Art Zwischenwelt von Diesseits und Jenseits, gibt Wade die angestrebte Erlösung und er möchte Buße tun, indem er den jungen Mutanten Russel davon abhält einen kaltblütigen Mord zu begehen, was ihn und die Zukunft für immer verändern würde …

Die Szenen in denen Deadpool in seiner Depressionen sowie seinen Schuldgefühlen versinkt gehört zu den heimlichen Höhepunkten des Films. Dies gilt auch für seine durchscheinenden Tendenzen als richtiger Held, der schmutzig kämpft, um das richtige zu tun.

Cable

Cable ist ein Mutant aus der Zukunft, der in die Vergangenheit reist, im Russel zu töten, was den Tod seiner Familie verhindert. Das dies ein Paradoxon auslösen würde sei jetzt mal dahingestellt aber X-Men & Zeitreisen gehört eben zusammen.

Was Cable antreibt, ist sein Wunsch nach Rache und Schuldgefühle, weil er Russel nicht früher getötet hat. Ihm wurde alles genommen und nun lässt er von seiner Mission nicht ab, was zwangsläufig zum Konflikt mit Deadpool führt, der Russel „retten“ möchte, um seine Schuld gegenüber Vanessa zu tilgen.

Josh Brolin schafft es meisterhaft sowohl die Zielstrebigkeit als auch den inneren Schmerz von Cable glaubhaft rüber zubringen. Allein durch die Mimik verleiht der Schauspieler dem Mutanten aus der Zukunft eine eigene Ausdrucksstärke und merkliche Verzweiflung, wenn die Mission nicht so verläuft wie geplant. Dazu kommt die markante Stimme von Klaus-Dieter Klebsch, die bereits Thanos in Avengers: Infinity War so viel Wiedererkennungswert verlieh.

Russel und das Resozialisierungsheim für Mutanten

Russel ist ein vollschlanker Teenager mit der Fähigkeit Hitze in seiner Hand zu sammeln und diese in Form von Energiewellen abzugeben. Wie andere jungen Mutanten kommt auch Russel ins Essex Haus, einem Heim für Mutanten, in dem den Kindern der Umgang mit ihren Kräften ausgetrieben wird.

Durch die Folter im Heim sowie der Ablehnung durch Deadpool im Mutanten-Gefägnis „Eisbox“ schließt sich Russel mit dem hochgefährlichen Mutanten Juggernaut zusammen um sich an allen zu Rächen, die ihm wehtaten und gleichzeitig jeden fertigzumachen, der ihm blöd kommt.

Interessant finde ich die Etablierung eines Mutantenheims sowie eines eigenen Gefängnisses, was auf die kommenden Ereignisse im Film Logan beziehungsweise den geheimen Regierungsprojekten an Mutanten (Waffe Plus Programm, Waffe X, Waffe XI, …) schließen lässt. Außerdem ist der Name des Heims sehr interessant. Das „Essex House“ sehe ich als Anspielung auf den Mutanten Mr. Sinister aka Nathaniel Essex an. Mister Sinister ist übrigens kein geborener Mutant, sondern ein sogenannter Mutierter, ein künstlich erschaffener Mutant, wie Deadpool.


Ich finde es bemerkenswert, wie viel Subtext Deadpool 2 mit sich bringt, wenn man bedenkt, dass der Film an sich bereits sehr viel im Vordergrund zu erzählen hat, voller Anspielungen ist und eine Wagenladung an Figuren unterbringen muss. Deadpool 2 gehört für mich zu den Filmhighlights des Jahres 2018 und zu den besten Comicverfilmungen der letzten 10 Jahre. Ich hoffe in Zukunft kommen mehr R-Rated Comicverfilmungen, gern auch abseits des Superheldengenres, die einen starken Gegenpol zu den regulären Genrevertretern bilden.

Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Hier sind meine restlichen Beiträge zum Thema Deadpool:

Venom | Review

Titel: Venom
Originaltitel: Venom
Regie: Ruben Fleischer
Laufzeit: 113 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Comicverfilmung

Venom ist eine Comicverfilmung, basierend auf dem gleichnamigen Anti-Helden aus den Marvel Comics und der erste Film von Sony’s eigenem Filmuniversum, basierend auf die Figuren um Spider-Man. Wie immer bei aktuellen Kinofilmen werde ich große Spoiler vermeiden und an dieser Stelle gibt es noch eine kleine Ankündigung. Die liebe Mara aka Ainu89 hat mich zu einem Exkurs über Venom gebeten. Dieser Beitrag folgt in den nächsten Tagen. Kommen wir zurück zum Film!


Kernfakten zum Film

Titel: Venom

Originaltitel: Venom

Regie: Ruben Fleischer

Laufzeit: 113 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Comicverfilmung


Handlung: Die Origin-Story, die zu spät kam

Der Film eröffnet mit dem Absturz einer Rakete der Life Foundation, die während einer Mission im All vier fremde Lebensformen, sogenannte Symbionten, gefunden hat. Drei der vier Symbionten können nach dem Absturz in die Obhut der Life Foundation gebracht werden. Ein Außerirdischer verschwindet jedoch …

Eddie Brock (Tom Hardy), ein in San Francisco lebender Enthüllungsjournalist gerät mit dem Vorsitzenden der Life Foundation, Dr. Carlten Drake (Riz Ahmned), aneinander als Eddie während eines Interviews Dr. Drake mit den Gerüchten über Menschenversuche, die sein Konzern betreibt, konfrontiert. Diese Konfrontation stellt sich als Untergang für Eddies Karriere heraus jedoch erhält er Unterstützung von Dr. Dora Skirth (Jenny Slate) um der Welt das wahre Gesicht ihres Chefs zu zeigen. Eddie bricht in die Labore der Life Foundation ein, wird dort aber mit dem Symbionten Venom infiziert. Das ungleiche Duo muss zusammenarbeiten sich vor der Privatarmee der Life Foundation zu wehren und gleichzeitig Carlton Drake aufhalten, der sinistere Pläne verfolgt.

Meine Meinung zum Film

Venom ist definitiv kein kompletter Reinfall, allerdings fehlt mir der „Wow Effekt“ den Deadpool vor einigen Jahren ausgelöst hat. Was ich dem Film zugutehalten muss, ist die Beziehung zwischen Eddie Brock und dem Symbionten Venom, die klar das Highlight des Films ist und diese beiden Figuren am besten ausbaut. Beide Figuren beeinflussen sich gegenseitig in ihrem Verhalten, was auch die Grundlage für den Humor des Films begründet.

Die Handlung orientiert sich teilweise an den Geschichten  „Venom: Tödlicher Beschützer“ und „Planet der Symbionten“ und das spiegelt sich auch der Darstellung des Titelgebenden Anti-Helden wider. In diesem Film ist Venom kein Superschurke, der der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft das Leben schwer macht, sondern ein zunächst bösartiges Alien, dass zum Anti-Helden und Beschützer von San Francisco avanciert. Leider werden die Beweggründe für Venoms Wandel nur rudimentär etabliert aber das ist nichts im Vergleich zum Klischeebeladenen Bösewicht Dr. Carlten Drake, der durchaus edle Ziele verfolgt, aber diese mit derart abgedroschenen Mitteln umsetzt, dass jeder andere böse Wissenschaftler die Augen verdrehen würde. Der Film an sich fühlt sich an einigen Stellen stark geschnitten an und gewisse Szenen und Ereignisse würden logischer wirken, wenn die jeweiligen Szenen länger wären. Aus Spoilergründen werde auf die genannten Szenen nicht genauer eingehen.

Was ich allerdings loben muss, ist die Darstellung von Venom an sich. Der Charakter erinnert mich gerade zu Beginn des Films an die Finsternis aus der Image Comicserie „The Darkness“ und in seinem vollen Ausmaß wirkt das Alien sehr imposant. Ein Detail, was mir gefällt ist, die offenkundig leicht flüssige Konsistenz seiner Haut wodurch Venom sehr lebendig wirkt. Wie ein außerirdischer Organismus, der seine Gestalt verändern kann.

Fazit

Zusammengefasst ist Venom eine solide Comicverfilmung dessen größte Stärke die Beziehung zwischen Eddie und Venom ist, während die größte Schwäche in der Handlung liegt. Der Plot braucht einige Zeit um in Fahrt zu kommen und sobald Venom zum ersten mal richtig in Erscheinung ist, wird der Film wirklich gut! Außerdem etabliert der Film gleich noch ein paar Figuren um Eddie Brock/Venom wie Carnage oder She-Venom, was definitiv Potenzial für weitere Filme bietet. Tom Hardy’s Darstellung als Venom hat mir sehr gut gefallen und die Rolle als düsterer Anti-Held, der das Recht trotzdem am rechten Fleck hat, passt zum Schauspieler.

Ich vergebe für Venom die Wertung bedingt sehenswert, da der Film zwar durchaus Spaß macht, aber das Genre sich seit Venoms ersten Auftritt stark weiterentwickelt hat.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Death of Superman (Film) | Review

Titel: Death of Superman
Originaltitel: The Death of Superman
Regie: Sam Liu, Jake Castorena
Laufzeit: 81 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Zeichentrick, Comicverfilmung

Eine blühende Metropole. Ein schier unbesiegbares Monster. Der größte Held der Erde und das ultimative Opfer. So lässt sich Death of Superman am ehesten zusammenfassen.

Kernfakten zum Film

Titel: Death of Superman

Originaltitel: The Death of Superman

Regie: Sam Liu, Jake Castorena

Laufzeit: 81 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Zeichentrick, Comicverfilmung


Clark Kent aka Superman hat es nicht leicht obwohl er die Justice League anführt, der populärste Held der Erde ist und mit seiner großen Liebe Lois Lane zusammen ist. Allerdings verheimlicht Clark Kent seiner geliebten Lois das er in wirklichkeit Superman ist, was die Beziehung der beiden verkompliziert.

Eines Tages erscheint aus den Tiefen des Alls das schreckliche Monster Doomsday und begibt sich, eine Spur des Todes hinterlassend, auf den Weg nach Metropolis. Die Justice League stellt sich dem Monster entgegen jedoch verliert ein Kämpfer nach dem anderen gegen die Bestie. Zur gleichen Zeit erfährt Lois von Clark sein Geheimnis aber viel Zeit bleibt den beiden nicht denn Doomsday attackiert Metropolis und bekämpft Diana aka Wonder Woman.

Am Ende eines langen, brutalen Kampfes herrscht Stille. Doomsday ist besiegt aber der Preis ist hoch, wie der Filmtitel bereits verrät.

Was ich an der Geschichte mag ist der Fokus auf Superman und jene Probleme, die selbst ein Mann aus Stahl hat. Um seine große Liebe nicht in Gefahr zu bringen verbirgt er seine geheime Identität. Die Verschleierung, mithilfe einer Brille, weckt in mir aber den Zweifel an der Intelligenz vieler Bewohner von Metropolis. Clark Kent sieht zufällig aus wie Superman aber nur durch eine Brille schließt niemand darauf das beide Personen ein und derselbe Mann sind.


Das Kernstück des Films ist, jedoch nicht die auf Superman fokussierte Handlung sondern, die große Schlacht mit Doomsday. Während zuerst die Justice League anrückt um das Ungeheuer zu bezwingen muss am Ende, wie immer bei gigantischen Bedrohungen, Superman den Tag retten. Was auf den ersten Blick langweilig wirkt entpuppt sich auf den zweiten Blick als interessanter Schachzug.

Doomsday ist eine Tötungsmaschine kryptonischer Herkunft und wenn selbst ein Atlanter (Aquaman), eine Amazone (Wonder Woman) und ein Marsianer (Martian Manhunter) nicht ausreichen um zu siegen muss der letzte Sohn Kryptons ran. Hierbei sind die Cameos von Martian Manhunter und Carter Hall (Hawkman), als Mitglieder der Justice League, ein netter Bonus.

Der Kampf selbst ist hervorragend inszeniert und überraschend brutal. Im Vorfeld zeigt Doomsday seinen Hang nach Gewalt und Tod aber erst in der richtigen Konfrontation erreicht die Gewalt ihren Höhepunkt. Selbstverständlich ist der Film kein Splatterfest a la Hellsing aber der rohe Faustkampf steht die Schlacht dem „großen Bruder“ Dawn of Justice in nichts nach.

Abseits des Kampfes ist die Animationsqualität sehr hochwertig, wie man es von einem DC Zeichentrickfilm gewohnt ist. Die Designs der Figuren erinnern mich einerseits an DC Rebirth aber auch an The New 52, mit einem Hauch Klassik. Supermans Erzfeind Lex Luthor bekommt eine angemessene Darstellung, als ebenso zwielichtiger wie hochintelligenter Geschäftsmann, der mit seinem Projekt Kadmus an eigenen „Supermen“ bastelt.

Ein weiteres Markenzeichen ist die hochwertige deutsche Vertonung. Die Sprecher passen perfekt zu ihren Rollen und können genau die Persönlichkeiten vermitteln, die man von den Helden erwartet. Als einzige Ausnahme muss ich Aquaman nennen, dessen Sprecher leider nicht zur Figur passt. Klaus-Dieter Klebsch als Sprecher von Josh Brolin (Thanos) ist für seine markante Stimme bekannt, will aber nicht stimmig wirken, als König von Atlantis.


Death of Superman gehört definitiv zu den besten Filmen aus DC‘s Zeichentrick-Universum. Der Film besticht durch ein hohes, viel Action und einem interessanten Porträt von Clarl Kent aka Superman als Gegenpol zur brachialen Action. Langsam aber sicher schaffen die DC‘s Cartoons die Transfortmation in Filme für Erwachsene und legen das Kinder-Image eines Zeichentrickfilms ab. Ohne Zweifel gehört dieses Werk zu den brutalsten Vertretern der DC Universe Movies, was aber Sinn in Anbetracht der Gefahr durch Doomsday.

Ich vergebe für Death of Superman das Prädikat sehenswert und hoffe auf eine würdige Fortsetzung, in Form von Reign of the Supermen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ant-Man and the Wasp | Review

Titel: Ant-Man and the Wasp
Originaltitel: Ant-Man and the Wasp
Regie: Peyton Reed
Laufzeit: 118 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018 
Genre: Science-Fiction, Action

Die ausstehenden Beiträge zum MCU, welche vor mehreren Monaten angekündigt habe, werden wohl nicht mehr erscheinen aber dafür widme ich mich dem zwanzigsten Film des Marvel Cinematic Universe. Viel Spaß mit meiner Rezension zu Ant-Man and the Wasp!

Die wichtigen Vorgänger:

Kernfakten zum Film

Titel: Ant-Man and the Wasp

Originaltitel: Ant-Man and the Wasp

Regie: Peyton Reed

Laufzeit: 118 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Science-Fiction, Action


Nachdem Scott Lang aka Ant-Man es schaffte den subatomaren Raum zu verlassen (Finale von Ant-Man 1) arbeiten Hope van Dyns und ihr Vater Hank Pym an einem Tunnel um den subatomaren Raum (Quantenebene) betreten und wieder verlassen zu können, da Hanks Frau viele Jahre vor der Filmhandlung in der Quantenebene verschwunden ist.

Die eigentliche Handlung setzt nach den Ereignissen von Captain America: Civil War an. Scott Lang hat durch seinen Kampf an der Seite von Captain America das Sokovia-Abkommen gebrochen, darf seine „Strafe“ dank eines Deals in Form von zwei Jahren Hausarrest absitzen, um seine Tochter sehen zu können. Kurz vor Ende seiner Strafe hat Scott eine Vision von Hanks verschollener Frau Janet und nimmt Kontakt zu seinem ehemaligen Mentor auf. Zusammen mit Scott erhoffen sich Hank und Hope eine Rettung von Janet, die scheinbar noch am Leben ist.

Dem Trio stellt sich aber die mysteriöse Ghost entgegen die Hanks Labor, ein Gebäude das sich schrumpfen lässt (sehr praktisch) stehlen will. Ergänzend dazu stellt sich dem Trio der Hehler Sonny in den Weg, der das Labor gewinnbringend verkaufen will.

Was ich an der Handlung von Ant-Man loben muss, ist die lockere Grundstimmung und Erzählung, die bereits den ersten Teil so besonders gemacht hat. Es tut gut mal wieder ein „kleines“ Abenteuer zu sehen, bei dem es nicht um die Rettung der Erde oder des Universum geht. Die Handlung ist nicht weltbewegend und erweckt den Eindruck eines Lückenfüllers bis zum nächsten „wichtigen“ Film, passt aber sehr gut als Fortsetzung zum Civil War und schlägt die Brücke zum Infinity War. Somit entwickelt sich das MCU auch auf einer kleineren Ebene, den Solofilmen, logisch weiter.


Ebenso muss die Rückkehr des Humors in das MCU lobend erwähnt werden. Klar hatte Infinity War seine Witze aber der Grundton war wesentlich düsterer. Ant-Man and the Wasp nimmt sich gerade ernst genug, um nicht Klamauk Haft zu wirken.

Der Humor basiert auf dem Aushebeln des fixen Systems von Größenverhältnissen, was in einer Umwälzung unserer Alltagswirklichkeit resultiert oder simpler ausgedrückt; wenn große Dinge plötzlich klein werden und kleine Dinge schlagartig groß entsteht ein Witz, der im Film zwar zigfach wiederholt wird, aber keine Abnutzungserscheinungen zeigt und fast zwangsläufig zu Lachern führt. Neben dieser äußerst kreativen Form des Humors sorgt der Nebencharakter Luis (Michael Peña) dank cleverer und teils abgedrehter Dialoge für einen Gegenpol beim Humor. Der Humor ist auch gleichzeitig das beste Beispiel für die starke Technik des Films und das hohe Tempo in den Actionszenen.

Wie man es von meinem MCU-Film ist die Besetzung sehr stark und hat eine gute Chemie untereinander. Paul Rudd schlüpft erneut in die Rolle von Scott Lang aka Ant-Man, der viel Sympathie ausstrahlt und mit Luis (Michael Peña) ein äußerst witziges Duo abgibt. Evangeline Lilly kehrt als Hope van Dyne zurück und schlüpft in das Kostüm der Heldin „The Wasp„. Dankenswerterweise bekommt Michael Douglas Rolle Hank Pym eine größere Rolle.

Neu im Cast sind Laurence Fishburne als Dr. Bill Foster aka Goliath und Hannah John-Kamen als Ava Starr aka Ghost, die im Vergleich zu ihrer Comicvorlage nicht wie ein klassischer Superschurke vorkommt, sondern ein tragischer Charakter ist sowie Michelle Pfeiffer als Janet van Dyne die erste Wasp.


Zusammengefasst ist Ant-Man and the Wasp kein Meisterwerk aber ein gelungenes Abenteuer für zwischendurch, das Spaß macht und somit die Kernessenz einer Comicverfilmung sehr gut trifft, da genau dieses Genre spaß machen soll beim Zusehen. Der Film baut die Ant-Man Thematik konsequent weiter aus und funktioniert in zweierlei Hinsicht sehr gut. Zum einen als Kind des Civil War und zum anderen als Fortsetzung. Zu bemängeln wäre die etwas schwache Handlung, die kaum über das Prädikat bemüht hinausgeht.

Ich vergebe für Ant-Man and the Wasp die Wertung sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Ant-Man and the Wasp:

Loot of the Day #4 | Storytims

Ich bin ja kein großer Fan des Films Black Panther. Zumindest was die Handlung angeht aber ich sammle gern Steelbooks und andere Sondereditionen von Filmen. Darum heiße ich Black Panther in meiner Sammlung herzlich willkommen!

Falls jemand meine Review zum Film lesen will:

Black Panther | Review

Deadpool 2 | Review

Titel: Deadpool 2
Originaltitel: Deadpool 2
Laufzeit: 119 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Mit Deadpool 2 setzt 20 Century Fox, das Studio, was Wolverine getötet hat, einen Drauf und bietet mehr. Mehr Action, mehr Gewalt, Humor, mehr Mutanten, mehr Gefühl und mehr Deadpool. Reicht das aber für eine gute Fortsetzung? Nun ja und warum das so ist, sollt ihr jetzt erfahren!

An dieser Stelle eine dezente Spoilerwarnung!


Drei Jahre sind seit den Ereignissen des ersten Films vergangen. Deadpool aka Wade Wilson arbeitet inzwischen als international agierender Söldner, der Kriminelle rund um den Globus tötet. Nach einem abgebrochenen Attentat wird Wade zuhause von eben jenem nicht ermodertem Ziel, ein Drogenboss, attackiert. Dabei sterben nicht nur alle Verbrecher, sondern auch Vanessa, Deadpools große Liebe. Das stürzt unseren Anti-Helden in eine tiefe Krise, aus der ihm nur der X-Men Colossus, der strahlende Held mit russischem Akzent, helfen kann. Scheinbar. Er nimmt Deadpool als Azubi bei den X-Men auf. Bei ihrem ersten gemeinsamen Einsatz, die Deeskalation des Teenagers Russell Collins aka Firefist (er kann extrem hohe Temperaturen aus seinen Fäusten abgeben), geht natürlich alles schief und Deadpool wird gemeinsam mit Russell in die Eisbox, einem Gefängnis für Mutanten in den Bergen, gebracht.

Während der Inhaftierung der beiden wird das Gefängnis von Cable, einem kybernetisch verbesserten Mutanten aus der Zukunft, attackiert, da dieser Geselle Russell töten will. Nach einer Konfrontation zwischen Cable & Deadpool landen beide außhalb des Gefängnisses, während Russell zurückbleiben. In einer anschließenden Vision erkennt Deadpool seine Chance, den Jungen zu retten, um so seine Schuld gegenüber Vanessa, die er nicht retten konnte, wiedergutzumachen. Doch alleine hat Deadpool schlechte Chancen gegen die Gefängniswachen und Cable. Es wird Zeit für ein Team, aber nicht so geschlechterfixiert, wie die X-Men. Es wird Zeit für X-Force und den schmutzigen Kampf.

Der Plot von Deadpool 2 vereint Elemente der Comicverfilmung, des Action- & Coming of Age-Films mit einer Komödie und Drama. Daraus ergbit sich ein komplett überdrehter Plot, der allerdings für die Entwicklung der Figuren äußerst wichtig ist. Besonders Deadpool & Colossus profitieren gewaltig, was die Charakterentwicklung angeht.


Was der Schauspieler Hugh Jackman für die Rolle Wolverine war, ist Ryan Reynolds für die Figur Deadpool. Eine Rolle so perfekt besetzt, ist wirklich ein Kunststück, was der Film vorbildlich schafft. Wie bereits im Vorgänger, verkörpert Reynolds den Söldner mit der großen Klappe so gut, als ob er sich selbst spielen würde.

Neben Deadpool spielt Cable als Gegenspieler, nicht als Schurke, eine tragende Rolle und wird vom grandiosen Josh Brolin verkörpert, der sichtlich Spaß an seiner Rolle hat. Ausgestattet mit Wissen über die Zukunft, einem beeindruckenden Waffenarsenal und unbrechbaren Willen ist Cable gewillt, seine Mission zu beenden, um die Zukunft zu verändern.

Der X-Men Colossus wird zum großen Strahlemann aufgebaut, der nicht müde wird, Deadpool zu einem Teil seines Teams zu machen. Dabei sei erwähnt, dass er nicht mehr so dümmlich wirkt, wie in Teil 1, sondern klar für das Gute kämpft und quasi Eigenschaften des X-Men Leaders Cyclops annimmt.

Neben diesen drei Figuren ist die Besetzung sehr stark und etabliert einige neue Figuren, nutzt aber auch viele bekannte Charaktere aus dem Vorgänger wie Blind Al, Vanessa, den Barbesitzer Weasel, oder den indischen Taxifahrer Dopinder.

Abseits der Besetzung und Handlung funktioniert die Action des Films sehr gut und bauscht sich im Vergleich zum Vorgänger immer weiter auf. Dabei wirkt der Film wie ein komplett überzeichneter Comic, was als Treue zur Vorlage gewertet werden kann. Immerhin sind die Comics um Deadpool sind minder abgedreht. Dass der Film dabei an einigen Stellen fast schon überladen wirkt, stört jedoch nicht, da genau diese Überladenheit einen großen Teil des Films ausmacht.

Abgerundet wird das Gesamtpaket mit einem hörenswerten Soundtrack von Tyler Bates, den wir schon in Super, Shut Up Crime! hatten.


Wie in der Einleitung erwähnt, bietet Deadpool 2 mehr von allem und baut die Stärken des Vorgängers weiter aus. Es mag nicht jeder Witz zünden und ein paar Figuren hätte man streichen können, aber im Großen & Ganzen ist Deadpool 2 einer reinen Comicverfilmung so nah, wie es zuletzt nur Infinity War, Thor: Ragnarok und Wonder Woman geschafft haben. Ich vergebe für Deadpool 2 das Prädikat sehenswert und hoffe auf ein paar weitere Abenteuer mit Marvels coolsten Anti-Helden.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zum Deadpool 2:

Black Panther | Review

Titel: Black Panther
Originaltitel: Black Panther
Laufzeit: 135 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Das Marvel Cinematic Universe geht in die achtzehnte Runde und bringt mit Black Panther den ersten Solofilm um den „Man without Fear“. Kann Marvel den hohen Standard halten und fügt der Film dem Genre an sich etwas neues hinzu? Diesen Fragen will ich auf den Grund gehen.


Nach den Ereignissen in Captain America: Civil War besteigt T‘Challa/Black Panther den Thron seiner Heimat Wakanda, einem scheinbaren dritte Welt Land in Afrika, dass jedoch dank des Metalls Vibranium technologisch weit fortgeschrittener ist als irgendeine andere Nation.

Die Herrschaft über Wakanda erweist sich, als schwieriger als gedacht da verschiedene Strömungen im Land herrschen. Da Wakanda völlig isoliert ist und keinen wirklichen Kontakt zur Außenwelt hat, konnte dort ein technologisches Utopia errichtet werden. Mithilfe ihrer Technologie könnte Wakanda die Welt zu einem besseren Ort machen oder sie beherrschen.

Als Ulysses Klaue (bekannt aus Avengers: Age of Ultron) und der Ex-Soldat Erik Killmonger in einem Londoner Museum ein Artefakt aus Vibranium stehlen muss sich Black Panther der beiden Schurken annehmen und dabei verhindern, dass die Welt erfährt, was Wakanda wirklich ist.

Black Panther fällt in die Kategorie des Origin-Films und baut den Charakter des T‘Challa aus Civil War weiter aus. In dieser Funktion macht der Film einen guten Job aber Spider-Man: Homecoming, ebenfalls aus den Nachwehen des Civil War entstanden, hat gezeigt, wie man es besser machen kann. Durch die Etablierung eines Mentors, der dem Helden zur Seite steht und wenn nötig zur Besinnung bringt, hätte der Film etwas mehr Tiefgang für die Figur des Black Panther an sich mitgebracht.

Die meiner Meinung nach größte Schwachstelle des Films ist das Fehlen, von wirklichen Bezügen zum restlichen MCU. Es bringt wenig, wenn man einen Schurken & einen CIA-Agenten aus früheren Filmen sowie das bereits in Captain America 1 etablierte Vibranium in die Handlung einbindet, aber kaum auf den direkten Vorgängerfilm Civil War, in dem Black Panther an Iron Mans Seite kämpfte, eingeht. Dazu kommt das völlige fehlen von Captain America, der nach Civil War in Wakanda Asyl erhalten hat. Man muss diesen Charakter nicht aktiv in die Handlung einbinden aber zumindest eine Erwähnung des Captain und seinen Geächteten wäre nicht verkehrt gewesen. Ein Solofilm innerhalb eines großen Franchise schafft zwar eine eigene Identität, lässt aber die Zugehörigkeit, trotz Anspielungen auf Age of Ultron, zum restlichen Universum vermissen.

Was wiederum positiv zu erwähnen ist, sind die beiden Schurken des Films. Zum einen hätten wir den Waffenhändler Ulysses Klaue, der seit dem Verlust seines Arms scheinbar etwas verrückt wurde und fast schon, wie die Marvel-Version des Jokers auftritt. Umso kontrastreicher tritt der tragische Charakter Killmonger auf, dessen oberstes Ziel Gerechtigkeit ist. Gerechtigkeit für sich, für sein Volk und die Unterdrückten auf der Welt. Um dieses Ziel zu erreichen, ist er sogar bereit eine weltweite Revolution anzuzetteln und Wakanda steht auf Platz 1 seiner Liste. Leider sieht man von Killmonger viel zu wenig im Film. Er wird geschickt etabliert bekommt danach aber zu wenig Screentime. Die politischen Themen des Films werden in Killmonger vereint und mehr Screentime mit ihm hätte auch der Dynamik in der Erzählstruktur sicher gut getan.


Black Panthers größte Stärken sind ganz klar die Optik und die Inszenierung. Der Film ist eine der ausgefallensten Comicverfilmungen der letzten Jahre. Die bunten Kostüme und Stammesrituale wirken weder klischeehaft noch aufgesetzt, sondern absolut authentisch und zeigen Afrika, in diesem Fall durch Wakanda repräsentiert, von einer traditionelleren Seite. Black Panther verfügt ohnehin über eine breite Palette von äußerst bildgewaltigen Schauplätzen verfügt wie Busan, Wakanda oder die Vibranium-Mine.

Dazu kommen sehr dynamische Actionszenen die, wie die restliche Präsentation, eine eigene Note haben. Besonders die genretypische Entscheidungsschlacht am Ende des Films ist hervorragend inszeniert und spielt sich auf mehreren Ebenen. Ich muss aber auch bei den Actionszenen etwas meckern. Ein schwarzes Kostüm auf schwarzem Hintergrund sorgt in der Action nicht gerade für viel Übersicht. Es kommt zwar selten vor aber besonders bei Black Panthers erstem Kampf im Film herrscht Chaos.

Der Soundtrack ist sehr stimmig und passt perfekt zum Film, jedoch würd ich ihn unter normalen Umständen nicht hören. Dieser Umstand trifft für mich aber auf fast alle Filmsoundtracks zu.


Zusammengefasst hat Regisseur Ryan Coogler eine äußerst solide Comicverfilmung abgeliefert, die in der Präsentation zu den besten Vertretern des Genres gehört. Mein Hauptproblem liegt in der Erzählung und dem Fokus der Handlung an sich. Die politischen Themen des Films rücken nicht ganz so stark in den Vordergrund wie es wohl angedacht war aber das ist auch gut so. In erster Linie soll eine Comicverfilmung unterhalten und schwere Themen nur im Subtext bearbeiten.

Ist Black Panther der beste Film des MCU? Nein bei Gott nicht. Ein Captain America: Civil War,Thor: Ragnarokoder Guardians of the Galaxy waren bedeutend epischer, actionlastiger, dynamischer und/oder unterhaltsamer aber Black Panther hat einen Mehrwert. Durch die detaillierte Vorstellung Wakandas wird das MCU um einen Schauplatz erweitert und der technologische Fortschritt lässt Hoffnung aufkommen den kommenden Krieg gegen Thanos irgendwie zu überleben.

Trotz meiner Probleme mit dem Film vergebe ich ein sehenswert, da Black Panther zu den optisch imposantesten Comicverfilmungen zählt und zwei wirklich gute Bösewichte sowie mehrere kommende Helden/Schurken mitbringt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Black Panther:

 

Dredd | Review | Die Filmreise Challenge #63

Titel: Dredd
Originaltitel: Dredd
Laufzeit: 96 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Produktionsland: UK, Südafrika

Zu Judge Dredd habe ich kaum Bezüge. Vor vielen Jahren habe ich das Spiel für die Playstation 2 gespielt und den alten Judge Dredd Film mit Stallone habe ich auch gesehen aber die neue Adaption habe ich aufgrund schlechter Kritiken gemieden. Kürzlich habe ich ihn gesehen und ich wurde überrascht.

Außerdem nutze ich diesen Film um erneut eine Aufgabe der Filmreise Challenge (weitere Infos hier) zu absolvieren. Aufgabe #63: Schaue die Verfilmung eines Comics.


Die Zukunft. New York, Boston & Washington sind zu einem gigantischen Moloch, genannt Mega City One, verschmolzen. In dieser 800 Millionen starken Metropole herrscht eine erschreckend hohe Kriminalitätsrate. Die Staatsmacht tritt in Form der Judges auf, welche Richter, Jury und bei Bedarf Scharfrichter in einer Person sind.

Judge Dredd bekommt nach einem Einsatz eine Rekrutin namens Cassandra Anderson zugeteilt, die bei der Prüfung zum Judge knapp durchgefallen ist, wegen ihren telepathischen Fähigkeiten, sie ist ein Mutant, eine zweite Chance bekommt. Dredd soll am Ende des Tages seine Beurteilung über sie abgeben.

Judge Dredd & Anderson werden zum Wohnblock Peach Trees beordert, da dort drei gehäutete Leichen gefunden wurden. Nachdem die beiden vor Ort einen Dealer festgenommen haben geraten sie in den Konflikt mit der Verbrecherbossin Mama, die den gesamten Peach Trees Block abriegeln lässt und Jagd auf die Judges macht.

Dredd besticht durch eine simple Handlung, die sich nicht in Kleinigkeiten verstrickt, sich auf das Wesentliche konzentriert. Das Ziel, die Bestrafung von Mama, wird schnell zum Hauptziel erkoren und konsequent verfolgt.


Der Film gefällt nicht nur wegen der simplen Handlung, sondern auch aufgrund der Effekte und der allgemeinen Optik.

Dredd nutzt gern Zeitlupen, was äußerst starke Bilder erzeugt und manchmal fast surreal wirkt. Außerdem scheut der Film nicht davor zurück brutal und schonungslos zu sein. Es sei jedoch angemerkt, dass Dredd nicht übertrieben ist, sondern genug Gewalt zeigt, um sowohl die düstere Atmosphäre zu unterstreichen als auch die allgegenwärtige Gefahr für die Judges aufzuzeigen.

Mein größtes Highligt ist jedoch die Optik an sich. Ich mag die dreckige, dystopische Welt von Judge Dredd. Die gigantische Großstadt lässt jede Hoffnung auf Ruhe im Keim ersticken und die Judges sind die einzige Truppe die etwas gegen die Kriminalität tun können. Dabei finde ich ein wesentliches Detail im Film interessant. Judge Dredd stellt mit seinem Helm, der nur den Mund zeigt, die Gesichtslosigkeit der Justiz dar während Cassandra Anderson keinen Helm trägt und die gnädige Seite der Justiz ist.

Zur Darstellung des Judge Dredd muss ich Hauptdarsteller Karl Urban loben der es mit Bravour schafft den Titelhelden ohne irgendeine markante Eigenschaft. Dennoch funktioniert Judge Dredd als wortkarge, weitestgehend emotionslose & disziplinierte Hand des Gesetzes hervorragend. Er ist kein Held, kein Schurke und auch kein Antiheld. Er ist das Gesetz.


Zusammengefasst ist Dredd eine düstere, brutale, dreckige aber auch sehr gelungene Comicverfilmung die ähnlich wie Deadpool, Logan oder Blade die üblichen Konventionen des Genres über Bord wirft und anders ist. Mit Judge Dredd betritt ein Charakter die Bühne, den man nicht lieben muss, der aber das Richtige tut. Sowohl die Optik als auch die Effekte wissen zu gefallen und die logische Folge ist ein wohlverdientes sehenswert, wer eine Art von Comicverfilmung sucht, wird hier fündig werden!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Captain America: The First Avenger | Review

Titel: Captain America: The First Avenger
Originaltitel: Captain America: The First Avenger
Laufzeit: 124 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Langsam aber sich nähern wir uns dem großen Infinity War. In dieser kommenden Comicverfilmung betritt Thanos endlich die Bühne aber bevor es soweit möchte ich noch auf die MCU Filme eingehen die ich bisher nicht reviewt habe. Captain America: The Frist Avenger ist der fünfte Film des Marvel Cinematic Universe und erzählt die Herkunftsgeschichte von Steve Rogers aka Captain America.


Wir schreiben das Jahr 1942. Soldaten der Organisation Hydra, Teil des Dritten Reiches, dringen in die Stadt Tønsberg ein. In einen Kloster findet Johann Schmidt (Red Skull), der Oberbefehlshaber von Hydra, den Teserakt, eine Waffe der Götter. Der Wissenschaftler Armin Zola schafft es die Energie des wüfelförmigen Teserakts zu bändigen und für die Entwicklung mächtiger Waffen zu nutzen.

Im Jahr 1943 möchte Steve Rogers, seines Zeichens Patriot aber leider Schwächlich, wie sein bester Freund Bucky, der spätere Winter Soldier, der U.S. Armee beitreten um gegen die Tyrannei in Europa zu kämpfen. Leider wird er wegen seiner körperlichen Verfassung immer wieder abgewiesen jedoch wird so der aus Deutschland emigrierte Professor Erskin auf ihn Aufmerksam. Er ermöglicht Steve den Eintritt in die Armee, sucht jedoch heimlich eine Testperson für ein geheimes Regierungsexperiment. Steve qualifiziert sich durch seinen Mut & seinen für jenes Experiment welches aus ihm den Supersoldaten macht der später als Captain America bekannt sein sollte. Professor Erskin verstirbt durch ein Attentat des Experiments was Steve zum einzigen seiner Art werden lässt.< strong>Während Steve anfangs noch als Werbemaskottchen für die Army benutzt wird etabliert er sich nach einem unerlaubten Kampfeinsatz als die Geheimwaffe gegen Hydra & den Red Skull.

Um die Welt vor der letzten Geheimwaffe Hydras zu retten ist Steve sich zu opfern um den Red Skull, die Waffe & den Teserakt zu eliminieren. Diese Aktion sollte sich jedoch als langer Kälteschlaf für Steve Rogers erweisen.


Ich stehe Captain America: The First Avenger gespalten gegenüber. Positiv muss die Wahl der Schauspieler erwähnen, die alle einen hervorragenden Job und ihre Figuren glaubhaft verkörpern. Besonders Chris Evans passt perfekt für die Rolle des Captain America. Steve Rogers ist patriotisch wie sonst was aber er steht auch für Mut, Treue & Hartnäckigkeit ein. Es sind diese Eigenschaften, zusammen mit seiner geradlinigkeit, die Steve zu einem idealen Teamführer machen. Man folgt ihm gern & freiwillig in jede Schlacht.

Was mir sauer aufstößt ist die Darstellung des Weltkrieges. Ich kaufe es dem Film nicht dass wir uns im größten Krieg der Menschheitsgeschichte befinden. Mir kommt es eher wie die Marvel-Version von Call of Duty vor, in der die Amerikaner jede Schlacht gewinnen. Selbst der scheinbare Tod von Bucky weckt kaum Emotionen weil die Figur etwas im Vordergrund stehen müssen um an der Seite von Captain America zu glänzen. Gleiches gilt für die gesamte Spezialeinheit von Captain America. Der Wonder Woman Film von 2017 zeigt wesentlich wie eine Comicverfilmung in einem Weltkrieg auszusehen hat.

Wo Helden sind, sind auch Schurken und in diesem Film miemt Hugo Weaving (Matrix, Herr der Ringe) den Oberschurken Red Skull. An sich ist die Figur der typische böse Nazi der die Welt erobern möchte weil er böse ist. Interessant ist jedoch der Umstand, dass Red Skull als erster MCU Charakter einen Infinitystein benutzt. Hinter dem Teserakt verbirgt sich der Raum-Stein mit dem Portale geöffnet werden können. Red Skull weiß das der Teserakt unglaublich mächtig ist jedoch verkennt er dessen Potential und baut bloß Waffen damit. Ein Fehler den auch S.H.I.E.L.D. viele Jahrzehnte später machen sollte.


Alles in allem ist Captain America: The First Avenger ein klassischer Origins-Film in der Held etabliert sowie der Charakter vorgestellt wird. Wir lernen Steve Rogers Ideal, Wünsche & Hoffnungen kennen. Außerdem wird in diesem Film ein junger Howard Stark vorgestellt der maßgeblich an der Entwicklung von Captain Americas Schild beteiligt ist. Die Genretypische Romanze wird von einer starken Frau, Peggy Carter (Haley Atwell), verkörpert die auf sich selbst aufpassen kann und nicht gerettet werden muss. Mein wirklicher Kritikpunkt ist die etwas zu heitere Atmosphäre. Filme wie Wonder Woman oder Dunkirk haben hier klar die Nase vorn. Dennoch ist Captain America: The First Avenger unterhaltsames Popcornkino.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Captain America: Civil War | Review

Titel: The First Avenger: Civil War
Originaltitel: Captain America: Civil War
Laufzeit: 148 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Die MCU Filme um Captain America hatten es nie leicht, wenn es um den Titel geht und ich weigere mich, „The first Avenger“ als Titel zu nehmen, außer im ersten Film. Da wir das nun geklärt haben, heiße ich euch zu meiner Review zu Captain America: Civil War, oder „könnte doch fast ein Avengers-Film sein“, willkommen.

Der Film erschien 2016, stellt den dritten Teil der Captain America Filme dar und ist wichtig für die weitere Entwicklung des Marvel Cinematic Universe.


Die Avengers sind die mächtigsten Helden der Erde und haben bereits mehrmals die Welt gerettet. Bei einer Mission, um den Terroristen & Schurken Crossbones unschädlich zu machen, werden durch einen unglücklichen Zwischenfall mehrere Zivilisten getötet. Scarlett Witch, die für den Zwischenfall verantwortlich ist, macht sich schwere Vorwürfe und löst eine weltweite Debatte über die Konsequenzen der letzten Ereignisse (Avengers 1, Avengers 2 & Captain America 2) aus. General Ross, inzwischen Außenminister der USA, legt dem Team unter Captain America eine UN Vereinbarung dar, die es nicht mehr als Privatorganisation agieren lässt, sondern unter die Kontrolle eines Gremiums bringt.

Tony Stark aka Iron Man ist für dieses „Gesetz“, während Captain America dagegen ist. Die Spannungen innerhalb der Avengers steigen. Als dem Winter Soldier aka Bucky Barnes (Captain Americas bester Freund) ein Attentat auf die UNO City in Wien nachgewiesen wird, eskaliert die Situation völlig. Captain America, Steve Rogers, ist von Buckys Unschuld überzeugt und stellt sich gegen das UN Gesetz. Zusammen mit seiner Truppe(Ant-Man, Hawkeye, Falcon, Winter Soldier & Scarlett Witch) stellt sich Captain America seinem ehemaligen Gefährten Iron Man und dessen Team (War Machine, Vision, Spider-Man, Black Panther & Black Widow) entgegen.

Nebenbei gibt es einen Nebenplot mit Oberschurke Zemo, der den Konflikt immer weiter anheizt, um Rache für den Tod seiner Familie, auf Grund der Schlacht in Avengers 2, zu nehmen.


Civil War fühlt sich mehr wie ein Avengers Film statt wie ein Solofilm an. Das liegt zum einen an der umfassenden Handlung und zum anderen an der gewaltigen Anzahl an Helden. Neben bereits bekannten Figuren wie Ant-Man, Winter Soldier, Hawkeye, Falcon & Black Widow bekommt das MCU mit Zemo, Spider-Man & Black Panther Zuwachs.

Crossbones taucht zwar auch auf, wird aber zu schnell verheizt. Ich halte Captain America: Civil War für den bisher wichtigsten Film des MCU, da zwei sehr wichtige Fragen gestellt werden. Wer übernimmt die Verantwortung für die Taten der Superhelden? Wer kontrolliert diese Überwesen? Vision & Scarlett Witch sind die besten Beispiele. Ersterer verfügt über schier grenzenlose Macht und stellt sich auf Iron Mans Seite, denn die Metawesen müssen kontrolliert werden. Die Gefahr einer privaten Organisation mit solcher Macht ist nicht abzuschätzen. Scarlett Witch verfügt ebenso über gewaltige Kräfte, lässt sich jedoch nicht erneut einsperren & kontrollieren wie damals von Hydra. Daher kämpft sie an der Seite von Captain America der in dem UNO Aufsichtsrat der Avengers die gleiche Bedrohung erkennt wie in S.H.I.E.L.D. als es von Hydra kontrolliert wurde. Was ist, wenn die Avengers helfen wollen, aber nicht dürfen, oder wenn die Avengers Missionen bekommen, die sie nicht wollen?

Neben der sehr spannenden Thematik, ist auch die Stimmung des Films sehenswert. Fängt alles noch „heroisch“ mit dem Kampf gegen Crossbones an, wird der Film später immer düsterer. Die Spaltung des Teams wird immer tiefgreifender. Aus Freunden werden Feinde. Die Avengers zerbrechen und der einzige Sieger ist der rachsüchtige Zemo. Er kann die Avengers nicht töten, aber die Helden können sich gegenseitig töten.

Das Highlight des Films ist ganz klar der Showdown der Avengers-Teams auf dem Flughafen von Leipzig. Diese Stelle markiert den endgültigen Bruch zwischen den ehemaligen Freunden Tony Stark & Steve Rogers. In dieser Szene steckt sehr viel Symbolkraft, da das alte Marvel Cinematic Universe hiermit zu Ende ist. Alle haben sich für eine Seite entschieden und sind bereit zu kämpfen.
An dieser Stelle muss ich rückwirkend den Auftritt, sowie die Einführung von Spider-Man loben. Tony Stark dient als sein Mentor und erklärt ihm, dass es seine Aufgabe sei, seine Macht dafür einzusetzen, schlimme Dinge zu verhindern. Somit wird auf Onkel Ben verzichtet, aber ein neuer Ansatz gewählt.


Es muss nun aber auch Platz für Kritik sein. Captain America: Civil War ist zu lang. Dies merkt man ganz simpel an der Spannungskurve des Films. Bis zum Showdown auf dem Flughafen baut sich die Spannung langsam auf und der Film funktioniert hervorragend. Danach kommen jedoch noch knapp 30 Minuten, die man nicht gebraucht hätte. Der Handlungsstrang um Zemo muss abgeschlossen werden, aber der Schurke hat sein Ziel erreicht. Die Avengers sind zersplittert und geschwächt. Mir ist jedoch klar, dass diese 30 Minuten nötig waren, um die Unschuld des Winter Soldiers am Tod von Black Panthers zu belegen. Allgemein muss ich anmerken, dass Civil War eigentlich keinen Bösewicht gebraucht hätte, denn der Konflikt zwischen den Helden wäre auch von allein ausgebrochen. Es ist jedoch interessant, dass Zemo kein Verbündeter von Hydra ist, sondern ein Feind dieser Organisation.


Zusammengefasst ist Captain America: Civil War der definierende Film für das Marvel Cinematic Universe. Durch die Schuldfrage in Bezug auf die Taten der Avengers wird dieses Film-Universum nachhaltig verändert. Ein großes Lob geht an die Handlung, die Kamerarbeit, die Tricktechnik sowie die hervorragende Leistung der Schauspieler die alle zur Höchstform auflaufen! Meinen wesentlichen Kritikpunkt habe ich bereits genannt. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, denn jeder Marvel-Fan muss diesen Film sehen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Captain America: Civil War Reviews:

Captain America: Civil War [2016] von 11ersFilmkritiken

 

 

Justice League (DCEU) | Review

Justice League bin ich mit gemischten Gefühlen entgegen getreten. Einerseits habe ich mich sehr auf diesen Film gefreut, aber nach Wonder Women sind meine Ansprüche an Comicverfilmungen erneut gestiegen. Was ich von Justice League halte. erfahrt ihr jetzt!

Wie immer bei aktuellen Kinofilmen möchte ich Spoiler möglichst vermeiden.

Die restlichen MCU Beiträge:


Die Erde ist in Gefahr. Ein Angriff von außen steht bevor. Der Eroberer Steppenwolf erscheint, zusammen mit seiner Armee Paradämonen, auf der Erde, um die drei Mutterboxen zu finden. Mithilfe dieser drei mächtigen Artefakte möchte sein vor tausenden Jahren begonnenes Werk, die Vernichtung der Erde, beenden.

Bruce Wayne/Batman (Ben Affleck) & Diana Prince/Wonder Woman (Gal Gadot) wissen um die kommende Bedrohung. Beiden ist klar, dass sie ein Team brauchen, um die kommende Bedrohung abzuwenden. Als Kandidaten kommen Barry Allen/The Flash (Ezra Miller), Arthur Curry/Aquaman (Jason Momoa) & Victor Stone/Cyborg (Ray Fisher) in Frage. Batman ist jedoch klar, dass sie zu wenige sind. Sie brauchen mehr. Sie brauchen einen Kryptonier.

Um überhaupt eine Chance zu haben, müssen die Helden also Superman wiederbeleben, was das Team spaltet. Einerseits wird die Macht eines Kryptioniers benötigt (obwohl mit Diana eine Halbgöttin im Team ist), aber niemand weiß, wie Superman reagieren wird, wenn man ihn von den Toten zurückholt. In einer leider viel zu kurzen Sequenz wird Superman wiederbelebt, aber dieser attackiert die Helden, da er sich an sie nicht mehr erinnert, und tötet beinahe Batman. Erst durch das Eingreifen von Lois Lane fängt sich der Mann aus Stahl wieder und fliegt mit ihr zu der Farm, wo er aufgewachsen ist. An sich ist die Szene sehr stark, aber Superman wird etwas zu schnell wieder der Alte und ist anschließend die Superwaffe gegen Steppenwolf. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass ein Kryptonier den Tag retten muss.


Justice League hat einen phantastischen Look und sieht aus wie ein verfilmter Comic. Das Spiel mit Licht & Schatten, sowie der Einsatz von Zeitlupen ist perfekt, um die Helden in Szene zu setzen und starke Bilder zu erschaffen. Weiters kommt eine hervorragende Optik in Bezug auf die Kostüme hinzu. Diese weisen sowohl klassische Elemente, als auch Eigenschaften moderner Interpretationen (New 52, Rebirth) auf. Mein Highlight unter den Designs ist jedoch Aquaman, der zum ersten mal wirklich männlich & wild aussieht. Ich hoffe, dieses Design bleibt uns erhalten.

Was mir ebenfalls gefallen hat, ist die Erzählstruktur des Films. Justice League etabliert die neuen Helden (Cyborg, Flash, Aquaman) in Szenen, die ihre Herkunft, Fähigkeiten und Persönlichkeiten sehr gut beschreiben. Dazu kommt die Introsequenz, die den Ton der Welt nach Supermans Tod angibt. Angst, Trauer, Gewalt & Hoffnungslosigkeit regieren die Erde. Die Welt braucht Helden. Ein Punkt, den Justice League besser macht als Dawn of Justice ist die Etablierung des Schurken Steppenwolf (Ciarán Hinds). Dieser taucht bereits sehr früh im Film auf und beginnt seinen Eroberungsfeldzug, was den Helden einen gewissen Zeitdruck aufhalst. Leider ist Steppenwolf eher langweilig, da er als der stereotype Eroberer dem Genre nichts neues hinzufügt aber Steppenwolf funktioniert besser als es Lex Luthor tat.

Die Chemie unter den Justice League Mitgliedern funktioniert sehr gut und man merkt, dass sich innerhalb des Teams stärkere oder schwächere Sympathien entwickeln. Für Auflockerung im Team sorgt The Flash mit seiner nerdigen Art, aber wenn es darauf ankommt, kämpft er ebenso wie alle anderen um das Schicksal der Welt. Es ist der Wille zu Überleben, der die Helden antreibt, zusammenzuarbeiten.

Außerdem freut es mich, dass Amy Adams als Lois Lane, Jeremy Irons als Alfred & J. K. Simmons als Polizeichef Gordon die Helden unterstützen dürfen.


Justice League ist nicht so gut wie Wonder Woman, aber der Film etabliert die Justice League, drei neue Helden und vergrößert das DC Filmuniversum. Die gut inszenierte Action wechselt sich mit ruhigen Szenen ab und etwas Humor lockert die ernste Stimmung angenehm auf. Leider leidet Justice League unter einem langweiligen Schurken und der offenbar gekürzten Superman-Episode. Die Spannungskurve wird durch die Schlachten, die zum finalen Kampf führen, angehoben und die Interaktion zwischen den Helden wirkt glaubhaft. Mir hat der Film ziemlich gut gefallen, da DC gezeigt hat, dass die Ära der Helden im DC Extended Universe erneut anbricht. Ich gebe dem Film das Prädikat sehenswert und den Tipp, den Film nicht mit Marvels Avengers zu vergleichen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesens uns im nächsten Beitrag!

Weitere Justice League Reviews:

Justice League: Batman bringt die Band zusammen von Das Batman-Projekt

Justice League – mehr als scharfer Aquaman? von Susis Nerd Heaven

Justice League – And Justice for All von Die Nacht der lebenden Texte

Justice League – Filmreview von giira_ookami

Zuletzt gesehen #2: Phantasm 1, Kingsman, Green Lantern | Gedankenspiel

Willkommen zur zweiten Folge von „zuletzt gesehen“ und heute habe ich einen bunten Strauß an verschiedenen Filmen für euch. Viel Spaß!


Phantasm 1 – Das Böse (1979, Horrorfilm, USA)

Beginnen wir mit einem interessanten Horror/Sci-Fi Hybrid aus dem Jahr 1979. Phantasm besticht durch einen stimmigen Soundtrack, gute Schauspieler & einem interessanten Bösewicht. Der Tall Man, gespielt von Angus Scrimm, ist ein perfektes Beispiel dafür, wenn der Bösewicht durch Mimik, Gestik & Haltung gruseln soll. Mich erinnert der Tall Man etwas an den Slenderman, nur eben wirkungsvoller.
Die Handlung ist schnell erklärt. Mike, ein Teenager, lebt nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Bruder Jody in Oregon. Auf dem örtlichen Friedhof entdeckt er zufällig die seltsamen Aktivitäten des Tall Man. Dieser hievt den Sarg eines kürzlich verstorbenen ohne Mühe in sein Auto. Niemand glaubt Mike aber als dieser einen Beweis für den Tall Man abliefern kann nehmen Mike, Jody & dessen bester Kumpel Reggie den Kampf gegen das Böse auf.
Ich habe vor der Sichtung auf Amazon noch nie von diesem Film gehört oder gelesen. Was mich überrascht hat, war die gelungene Gruselatmosphäre und das Phantasm, bis auf ein paar Szenen, ohne Blut & explizite Gewalt auskommt.
Alles in allem hat mir Phantasm 1 sehr gut gefallen, aus oben genannten Gründen.


Kingsman – The Secret Service (2014, Comicverfilmung, USA/Vereintes Königreich)

Es geht mit einer Comicverfilmung weiter. Kingsman – The Secret Service basiert auf dem Comic The Secret Service, welche unter anderem von Mark Miller geschrieben wurde. Regie führte Matthew Vaughn, der sich durch Kick-Ass (auch von Marvel) einen Namen gemacht hat.

Eggsy, ein talentiert & hochbegabter jugendlicher, der in schlechten sozialen Umständen aufwächst, wird Harald „Galahad“ Hart für die Organisation Kingsman angeworben da sein Vater bereits mit Harald zusammengearbeitet hat aber leider verstarb. Harald übergab Eggsy (voller Name Gary) eine Tapferkeitsmedaille mit einer Telefonnummer, falls er jemals Hilfe brauchen sollte. Während Eggsy zum Kingsman, einem Agenten der gleichnamigen Organisation, die weltweit und unabhängig von Regierung & Gesetz agieren, ausgebildet wird ,entwickelt der Menschenfreund Richmond Valentine einen bösartigen Masterplan. Den Plan werde ich aufgrund des Spoilers nicht verraten.
Kingsam ist ein rasanter, spannender & witziger Actionfilm der durch die kreativen Gadgets, den grandiosen Schauspielern & einer überzogenen Handlung. Meine Highlights waren Samuel L. Jackson als Oberschurke Richmond Valentine den man nicht ernst nehmen kann & Colin Firth als Agent Galahad.

Ich möchte nicht zu viel über den Film verraten, da dieser äußerst sehenswert ist und von seinen Charakteren lebt. Wer also, wie ich, Kingsman ausgelassen hat, sollte ihn auf jeden Fall nachholen. Fans von Action- und Agentenfilmen kommen definitiv auf ihre kosten!


Green Lantern (2011, Comicverfilmung, USA)

Wie fange ich über Green Lantern an. Im Vorfeld habe ich weitestgehend negative Kommentare über diesen Film gelesen und diese sind auch berechtigt aber der Film ist kein kompletter Ausfall. Fangen wir jedoch von vorne an! Green Lantern ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2011 und hätte ursprünglich ein DC Filmuniversum begründen sollen, was jedoch floppte.
Hal Jordan, gespielt vom grandiosen Ryan Reynolds, ist ein talentierter Testpilot, der als Kind den Tod seines Vaters miterlebte. Eines Tages findet Hal ein abgestürztes Raumschiff und die im Sterben liegende Green Lantern Abin Sur. Von ihm erhält Hal einen Ring und zum Green Lantern, einem Mitglied der gleichnamigen intergalaktischen Sicherheitstruppe.
Aus den Tiefen des Weltalls nähert sich eine große Gefahr namens Parallax, das diese gelbe Macht der Angst nutzt. Mithilfe seiner neuen Fähigkeiten als Green Lantern muss Hal Jordan seine Heimat vor dem gefürchteten Parallax retten.
Der Film ist ein klassischer Origin-Film, wie man sie im Genre der Comicverfilmungen häufig sieht. Leider mangelt es Hal Jordan an zu wenig Persönlichkeit & Tiefgang, um einen überzeugenden Helden zu spielen. Leider ändert auch Ryan Reynolds, der ein genialer Schauspieler ist, nur wenig daran. Dazu kommt Mark Strong als Sinestro, der zwar als Mentor eingeführt wird und sich für die Zukunft als Schurke anbietet, aber auch kaum Tiefgang mitbringt. Vom Rest des Casts möchte ich nun nicht anfangen außer das diese solide spielen. Die besten Schauspieler bringen nichts, wenn das Drehbuch mies ist.
Was mir hingegen sehr gefällt ist zum einen das Design von Parallax und zu anderen das organisch wirkende Kostüm der Green Lanterns. Dem Gegenüber stehen Effekte, die eher peinlich sind, Stichwort Rennbahn.
Zusammengefasst ist Green Lantern eine bemühte Comicverfilmung, die zwar talentierte Schauspieler hat aber unter einem schwachen Drehbuch leidet. Ich halte Green Lantern für keinen kompletten Ausfall aber nach heutigen Maßstäben spielt dieser Film doch eher im unteren Segment mit!


Das wars soweit von meiner Seite. Ich hoffe euch hat die zweite Folge von zuletzt gesehen gefallen und wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Hal Jordan and the Green Lantern Corps Vol. 1: Sinestros Law (DC Rebirth) | Review

Die Green Lantern Comics gehören zu den wichtigsten Serien innerhalb des DC Universums. Ich mag diese langen & epischen Handlungsstränge mit spürbaren Veränderungen. Sei es nun die Blackest Night Saga oder das Third Army Crossover der New 52 Kontinuität, Green Lantern garantiert, soweit es mich betrifft, immer Spannung!
Im Zuge des Rebirth Events wurden die bestehenden GL-Serien eingestellt und durch zwei neue ersetzt. Green Lanterns beschäftigt sich mit den Ringträgern auf der Erde und Hal Jordan and the Green Lantern Corps legt den Fokus auf die galaktischen Abenteuer der Lanterns.

Das kreative Team des heutigen Comics besteht aus Ethan van Sciver, der bereits als Zeichner für die Green Lantern Comics tätig war und dem Autor Robert Venditti sowie dem Künstler Rafa Sandoval.


Das Universun hat sich verändert. Oa ist verschwunden. Die Guardians sind verschwunden. Das Green Lantern Corps ist verschwunden, bis auf einen. Hal Jordan ist noch da und erstellt mithilfe von Kronas Gauntlet, dem Prototyp der G.L. Waffe, einen Ring aus purer Willenskraft. Die größte Green Lantern aller Zeiten ist zurück!
Zur gleichen Zeit wird die neue Schutzmacht im Universum vorgestellt. Sinestro und sein Yellow Lantern Corps sorgt für Ordnung in einer von Krieg gebeutelten Galaxie. Nachdem das restliche Green Lantern Corps in die bekannte Galaxie zurückgekehrt ist, entbrennt ein Kampf zwischen der grünen Macht des Willens & der gelben Macht der Angst.


Neben den hervorragenden Zeichenstil welcher äußerst detailliert ist und einige starke Bilder bietet, wie das Duell zwischen Hal Jordan & Sinestro, ist die Handlung äußerst spannend. Die drei Stränge, Hal Jordans Rückkehr, die Green Lanterns unter Guy Gardener & Sinestros Rolle als neuer Beschützer der Galaxie bauen aufeinander auf, überschneiden sich und laufen schließlich zusammen.


Zusammengefasst ist Hal Jordan and the Green Lantern Corps ein idealer Einstieg für neue & alte Leser, da zu Beginn die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst werden und anschließend zur Haupthandlung übergegangen wird. Dabei werden aktuelle Umstände immer wieder erklärt. Erwähnenswert ist das hohe Tempo der Handlung, welches jedoch nicht ausgebremst wird.  Wie bereits erwähnt ist der Zeichenstil äußerst detailliert und wartet mit vielen starken Szenen auf.

Wem ich diesen Comic nun schmackhaft kann untenstehenden Links folgen um die deutsche oder die englische Version zu kaufen:

Das wars von meiner Seite, wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Marvels The Inhumans Folge 1 & 2 | Review/Gedankenspiel

Ich war gestern mit meinem besten Freund Felix im Kino und wir haben uns das Imax exklusive Event zu Marvels The Inhumans. Bei diesem Event werden die Ersten beiden der neuesten Serie von Marvel als Premiere zwei Wochen lang in ausgewählten Kinos gezeigt. Gefilmt wurde die Serie mit Alexa Imax 65 mm Kameras. Der Start dieser Premiere am 01.09.2017.


Wer oder was sind die Inhumans? Simpel gesagt sind die Inhumans eine Rasse von Metawesen im Marvel-Universum. Diese Rasse wird von ihrem König, Black Bolt & dessen Familie beherrscht. Ähnlich wie die X-Men zeichnen sich die Inhumans durch ihre vielfältigen Fähigkeiten aus. Ihre Fähigkeiten brandmarken sie jedoch, ebenso wie die Mutanten, als Außenseiter. Dies hält die Inhumans um Black Bolt jedoch nicht davon ab, gegen das Böse zu kämpfen!


Da diese Serie sehr neu ist, möchte ich so wenig wie möglich über die Handlung verraten. Daher gibt es nur eine kurze Zusammenfassung und dann teile ich meine Eindrücke von diesem Kinobesuch mit euch.

Nach einem Militärputsch muss die Königsfamilie um Black Bolt & Medusa von ihrer Heimat, auf dem Mond der Erde, fliehen. Ihre Zuflucht ist Hawaii auf der Erde. Von dort aus stellen sich die Inhumans den Mächten des Bösen.

Als „Film“ taugt Inhumans eher wenig, was aber daran liegt, dass die beiden gezeigten Folgen nicht als Film, sondern als Premiere einer kommenden TV Serie zu verstehen sind. In dieser Rolle funktioniert Inhumans sehr gut. Es wird die Stadt Attilan, die Familie um Black Bolt sowie der Hauptschurke etabliert.

Mein Highlight war Anson Mount (The Evil Within) als Black Bolt, der König des Inhumans Volkes. Da dieser, aufgrund seiner Fähigkeiten, niemals spricht, muss Anson Mont viel Mimik & Gestik arbeiten und dieses Kunststück wurde mit Bravour geschafft.

Serinda Swan als Medusa & Iwan Rheon als Maximus wussten ebenfalls als Hauptfiguren zu gefallen. Vom Rest des Casts möchte ich noch mehr sehen, um wirklich eine Meinung zu haben


Technisch hat mich das Imax wie üblich beeindruckt, auch wenn seit Dunkirk alles wie ein kleiner Rückschritt in diesem Format wirkt. Besonders hat mir die Abmischung des Klangs gefallen. Inhumans war weder zu Laut noch zu leise. Es wurde genau die richtige Mischung gefunden.

Eine witzige Notiz am Rande. Als Felix & ich in den Saal gingen, wurde das Thema von Wonder Woman aus dem gleichnamigen Film & Dawn of Justice gespielt, was etwas out of place wirkt, wenn ein DC Musikstück vor einem Werk von Marvel gespielt wird.
Als der Abspann lief und somit die Vorstellung zu Ende war, hörte man im Kinosaal diverse Aussagen wie „was für ein mieser Film“ oder Ähnliches. Mich hat das belustigt, weil manche Leute, nicht Sinn erfassend, die Filmbeschreibung des Kinoprogramms gelesen haben. Dort stand nie etwas vom Inhumans Film, dieser wurde vor einiger Zeit von Marvel eingestellt. Die Serie ersetzt, vermutlich vorläufig, den Film.

Zusammengefasst hat sich dieser Besuch im Imax gelohnt. Wer die Erwartung, einen typischen Marvel Film zu sehen, über Bord wirft, bekommt einen Einstieg in eine sehr solide Serie serviert. Wer man diese Erwartung, trotz der verbreiteten Informationen was Inhumans ist und was im Kino gezeigt, nicht ablegen kann, wird enttäuscht sein. Ich hab die 10 € gern in diese 77 Minuten Unterhaltung gesteckt und freue mich auf den Rest von Marvels The Inhumans.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Spider-Man: Homecoming | Review

Spider-Man: Homecoming, alternativ auch als Schpeidermän bekannt, ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2017 und der nun mehr 16te Film des Marcel Cinematic Universe. Es ist außerdem eine Fortsetzung zu Civil War, der erste MCU Film mit Spider-Man als Hauptcharakter und Tom Holland als dritten Darsteller des Spider-Man in einem viertel Jahrhundert. Nun aber viel Spaß mit meiner Review!


Der Film beginnt kurz nach dem Ende des ersten Avengers Films mit den Aufräumarbeiten im beschädigten New York. Adrian Toomes, gespielt von Michael Keaton, verliert durch die Organisation Damage Control seine Arbeit. Er entwendet jedoch einiges an Material & Ausrüstung der besiegten Aliens und beginnt ein neues Geschäft.

Zusammen mit seinem Team baut er Spezialwaffen, um sie zu verkaufen und Adrian selbst wird zum Vulture, den Antagonisten des Films.
Szenenwechsel zu Peter Parker aka Spider-Man, gespielt von Tom Holland. Dieser ist Schüler an der Midtown Highschool in New York, kann jedoch die Ereignisse in Leipzig nicht vergessen. Von Tony Stark aka Iron Man, verkörpert durch Robert Downey Jr., bekam Peter ein hochmodernes Kostüm, um gegen die abtrünnigen Avengers zu kämpfen.
Nun zurück in seinem „normalen“ Leben träumt Peter von größerem als nur den kleinen Leuten zu helfen. Tony Stark rät Peter dazu den Ball flach zu halten.
Als Peter vom Geschäft mit den Alienwaffen erfährt, schlägt er den Ratschlag in den Wind und stellt sich dem mächtigen Vulture. Peter muss jedoch lernen, was es heißt, ein Held zu sein und dass es dazu mehr als bloß ein modernes Kostüm braucht.


Bei Spider-Man: Homecoming haben wir es nicht mit einem Origins-Film zu tun, da Spider-Man bereits im Civil War eingeführt wurde. Durch die Spider-Man-Filme der letzten Jahre braucht man den Werdegang & die Mutation durch den Spinnenbiss nicht erneut zu erzählen.
Stattdessen gibt es mehr Platz für Peter & dessen Mentor Tony Stark. Onkel Ben ist im Film bereits verstorben und Tony übernimmt dessen Rolle. Er lehrt den jungen Peter, was es heißt, ein Held zu sein und welche Verantwortung mit solcher Macht verbunden

Der Umstand, dass Peter Parker im Film erst 15 Jahre alt ist, aber bereits im Civil War gegen Captain America gekämpft hat, lässt den Charakter glaubhafter erscheinen. Er buhlt um Anerkennung von Stark und hofft immer auf eine weitere Mission mit den Avengers. Im Schulalltag ist Peter ein Außenseiter und mit Ned, einem weiteren Außenseiter, eng befreundet. Dieser möchte Peter helfen, als er erfährt, wer Spider-Man in Wahrheit ist.

Mein Highlight des Films war jedoch Michael Keatons Darstellung als der Schurke Vulture. Allein mit seiner Mimik weiß Keaton, sowohl Vertrauen zu erwecken, als auch eine tödliche Gefahr auszustrahlen. Dazu kommen seine Motive, welche durchaus Edel sind, aber natürlich nicht den Handel mit Alienwaffen rechtfertigen.

Am Standard der MCU Schurken würde ich den Vulture eher zu den besseren zählen, da der Charakter genug Tiefgang mitbringt, um in Erinnerung zu bleiben.


Technisch ist Spider-Man: Homecoming äußerst hochwertig und steht den restlichen MCU Filmen in nichts nach. Besonders das Kostüm der freundlichen Spinne sieht beeindruckend aus. Ausgestattet mit vielen technischen Spielereien und einer Computerstimme lässt sich ein Vergleich mit der Rüstung von Iron-Man kaum vermeiden. Die Evolution vom rot-blauen Spandexanzug zum rot-blauen Hightechkostüm ist wirklich bemerkenswert und passt sehr gut zu den Science-Fiction Elementen des MCU.

Ebenso sieht die Rüstung des Vultures äußerst futuristisch aus und steht der von Iron-Man & dem Kostüm von Spider-Man in nichts was nach.


Zusammengefasst ist Spider-Man: Homecoming einer der besten Filme um den Wandkrabbler, der je erschienen ist. Der Cast ist sehr stark und wartet mit vielen bekannten Gesichtern, besonders aus den Iron-Man Filmen, aber auch neuen Figuren wie Vulture, Shocker, Flash Thompson oder Tante May auf. Die Geschichte wählt genau den richtigen Ansatz, um bekannt aber auch frisch zu wirken. Statt der alten Entstehungsgeschichte Spider-Man’s wird Tony Stark als Mentor eine Richtung eingeschlagen. Dazu kommt das Fehlen von Gwen Stacey & Mary Jane, was aber kein Nachteil ist. Ohnehin ist die Liebesgeschichte im Film untergeordnet und spielt sich nur am Rand ab. Abgerundet mit einer grandiosen Klanguntermalung & deutschen Synchronisation liefert Marvel erneut ein gelungenes Komplettpaket ab.
Das wars von meiner Seite, wir lesen uns beim nächsten Mal und zum Glück bin ich diesesmal nicht so eskaliert wie bei DC.

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Batman v Superman: Dawn of Justice | Review

Dawn of Justice ist zweite Film des DC Extended Universe. Die Regie übernahm erneut Zack Snyder. Der Film erschien im Jahr 2016 und stellt das erste filmische Aufeinandertreffen von Batman, Superman & Wonder Woman dar. An dieser Stelle eine Spoilerwarnung!


Der Film startet im Finale von Man of Steel. Clark (Henry Carvill) & Zod (Michael Shannon) kämpfen in Metropolis um das Schicksal der Erde. Dabei nimmt die Stadt schwere Schäden. Bruce Wayne, dessen Herkunftsgeschichte jedem bekannt sein müsste, wird Zeuge der Zerstörung. Dabei stürzt ein Gebäude seiner Firma ein und fordert zahlreiche Todesopfer. Bruce macht Superman für all die Zerstörung & das Leid verantwortlich. Er beschließt dem Kryptonier Einhalt zu gebieten, da niemand weiß, ob Superman eines Tages ein Feind der Menschen wird.

Angemerkt sei an dieser Stelle dass Bruce Wayne, gespielt von Ben Affleck, ein älterer und abgehärteter Batman ist, welcher seit vielen Jahren bereits gegen das Verbrechen kämpft.
Szenenwechsel nach Afrika. Lois Lane (Amy Adams) begibt sich zu einem Kriegslager, um mit dem dortigen Warlord ein Interview zu führen. Im Lager angekommen beginnen die Söldner des Warlords zu meutern und massakrieren die Bewohner. Anschließend werden die Leichen verbrannt. Durch eine falsche Zeugenaussage soll Superman als der Mörder dargestellt werden. Jener rettete Lois aus der Geiselnahme durch den Warlord.
Ein erneuter Szenenwechsel. Lex Luthor (Jessy Eisenberg) möchte einen, im Indischen Ozean, gefundenen Brocken Kryptonit einführen lassen um eine präventiv Waffe gegen Superman entwickeln zu lassen. Trotz eines Verbots von Senatorin Finch, die nichts von Luthors Plan wissen will, lässt er das Mineral importieren.
Auf einem Galaabend, veranstaltet von Lex Luthor, kommt es zur ersten Begegnung von Clark Kent (Superman) & Bruce Wayne. Lex kennt bereits beide.

Außerdem tritt eine mysteriöse Schönheit namens Diana Prince (Wonder Woman) auf den Plan. Sie stellt ebenso wie Wayne Nachforschungen über Luthor an und stiehlt Bruce ein Datenpad, welcher jener im Serverraum von Luthors Anwesen installiert hat.
Als Batman das Kryptonit von Luhtor stiehlt, spitzen sich die Ereignisse zu. Um Superman gefügig zu machen und Batman zu töten initiiert Lex einen Kampf zwischen den beiden. Er entführt Martha, Clarks Ziehmutter und droht sie zu töten, wenn Superman nicht binnen einer Stunde den dunklen Ritter tötet.
Nach einem brutalem Kampf, in dessen Verlauf sich beide als ebenbürtig erweisen, dank Batmans Waffen aus Kryptonit, legen beide ihre Streitigkeiten bei. Dies geschieht zum einen durch Lois Lane & zum anderen durch den Umstand das die beiden Mütter unserer Helden Martha heißen

Nach einer brutalen Rettungsaktion seitens Batman, machen sich beide auf den Weg zu Lex Luthor, welcher in den Überresten des kryptonischen Raumschiffs, siehe Man of Steel, an einer neuen Waffe gebastelt hat.

Aus der Leiche von General Zod und seiner DNA erschafft Lex das schreckliche Monster Doomsday.
Zusammen mit Wonder Woman stellt sich die Trinity (Diana, Bruce & Clark) dem Monster Doomsday zur Entscheidungsschlacht.
Der Kampf ist lang, brutal, episch & sieht wunderbar aus. Die Kräfte, welche hier freigesetzt werden münden in einem gnadenlos übertriebenen Effektfeuerwerk. Zur Optik & den Effekten später mehr.
Am Ende der Schlacht herrscht Stille. Doomsday ist tot, jedoch hat auch Superman sein Leben gelassen. Nach dem Begräbnis, an dem unter anderem Lois, Martha, Bruce & Diana teilnehmen beschließen die beiden letztgenannten andere ihrer Art (eher wie Diana) zu finden.


Dawn of Justice sieht wie seine Genrekollegen Man of Steel, Wonder Woman, zu weiten Teilen auch Suicide Squad, aus wie ein filmgewordener Comic. Durch die verschiedenen Kamerawinkel, schnellen Schnitten und Spiel von Licht & Schatten wirken in vielen Szenen wie Comicpanels.

Die Choreografie der Kämpfe ist sehr gelungen und besonders Batmans rohe Faustkämpfe wirken, dank den dynamischen Kamerafahrten, imposanter als jemals zuvor.

Auffallend ist die düstere Stimmung, der Film erinnert stark an die düstere & brutale Comicverfilmung Watchmen, auch von DC & unter der Regie von Zack Snyder entstanden.


Es muss aber auch Platz für Kritik sein, da Dawn of Justice ebenso, wie sein Nachfolger Suicide Squad ein paar Probleme hat. Mein größtes Problem ist Lex Luthor. Der Schauspieler Jessy Eisenberg liefert eine solide Performance ab aber der Charakter wird eher wie eine alternative Version des Jokers dargestellt. Lex Luhtor aus dem Film hat bis auf den Namen & das Aussehen nichts mit seiner Comicvorlage zu tun.
Als nächstes kommt die Rolle von Wonder Woman im Film dran. Dass Gal Gadot die perfekte Wonder Woman ist, steht außer Frage. Ihre Rolle im Film ist jedoch zu klein, um mehr zu erzeugen als einen Ersteindruck. Sie agiert am Rand, ohne groß aufzufallen und dann mischt sie, als einzige wirklich erfolgreich, in der Schlacht gegen Doomsday mit. Mir ist bewusst, dass es immer schwer ist, in einem Film mehr als eine wichtige Figur zu etablieren jedoch schafft Marvel dieses Kunststück in jedem Film. Es wäre vermutlich besser gewesen die wirren Träume von Bruce zu streichen und etwas mehr über Diana Prince aka Wonder Woman zu erzählen.
Dem gegenübersteht, eine starke Leistung von Amy Adams als Lois Lane, die versucht Superman aus der Schusslinie zu bringen & Jeremy Irons welcher als Bruce Waynes Butler auftritt. Er unterstützt Bruce bei seiner Tätigkeit als Batman, scheut aber nicht davor zurück ihn für seine Taten zu kritisieren.

Henry Carvill schlüpft erneut in die Rolle des Mannes aus Stahl. Er möchte helfen, wo immer es möglich ist, stößt aber auch auf massive Ablehnung. Viele sehen in ihm einen Schutzengel während andere eine unberechenbare Gefahr zu erkennen glauben.
Ben Affleck bringt uns den düstersten, brutalsten & abgehärtetsten Batman, der jemals im Film zu sehen war. Mit einer fast schon fanatischen Zielstrebigkeit bekämpft er das Verbrechen und scheut nicht vor brachialer Gewalt zurück

Besonders im Kampf gegen Superman kennt er keine Gnade und hätte den Mann aus Stahl fast getötet. So nah war noch niemand an der Comicvorlage dran wie Ben Affleck.


Zusammengefasst ist Dawn of Justice ein düsteres Helden-Epos mit Schwächen im Bereich der Charaktere & der Dramaturgie. Der Film zeigt uns düstere Helden in einer düsteren & brutalen Welt. Man merkt die großen Ambitionen jedoch wollte der Film etwas zu viel. Allein die Optik ist sehr beeindruckend, schwingt sich im Finale aber in gnadenlos übertriebene Höhen auf. Ich war von der Schlacht zwischen der Trinity & Doomsday begeistert kann aber eine gewisse Reizüberflutung nicht leugnen. Untermalt wird die Epik vom Soundtrack aus der Feder von Hans Zimmer.
Kann ich Batman v Superman: Dawn of Justice empfehlen? Ja, auf jeden Fall, denn DC versucht zumindest aus dem schablonenhaften Konzept der Comicverfilmungen auszubrechen. Dass das Ergebnis nicht jedem Gefällt ist logisch.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Man of Steel | Review 

Man of Steel ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2013. Regie führte der Großartige Zack Snyder und der Film legt den Grundstein für das DC Extended Universe. Zu diesem Filmuniversum gehören auch Dawn of Justice, Suicide Squad & Wonder Woman. Viel Spaß mit meiner Review!


Der Film beginnt mit dem Ende. Krypton, Supermans Heimatwelt, steht kurz vor der Vernichtung. Jor-El (Russel Crow) möchte seinen Sohn Kal-El (Henry Carvill), den ersten auf natürlichem Weg geborene Kryptonier seit Jahrhunderten, und sein Volk retten.

Um dies zu bewerkstelligen stiehlt Jor-El den Kodex, ein Kommandoschlüssel sowie Genom aller Kryptonier, und schickt diesen zusammen mit seinem Sohn auf die Erde.
Auf der Erde angekommen wird Kal-El vom Ehepaar Martha & Jonathan aufgezogen. Sie geben ihm den Namen Clark. Im Laufe der Jahre bemerken die beiden Fähigkeiten an Clark, die nicht von dieser Welt sind.

Laut seinem Vater muss Clark diese Fähigkeiten unter allen Umständen geheim halten. Trotzdem der Bitte seines Vaters, nutzt er seine Fähigkeiten mehrmals, um Menschen zu retten.
Nach dem Tod seines Vaters, durch einen Hurrican, begibt sich Clark auf eine Weltreise, um mehr über seine Herkunft zu erfahren. Schließlich findet er ein kryptonisches Raumschiff und trifft den digitalen Geist seines echten Vaters. Dieser klärt Clark über seine Herkunft auf und bittet ihn die Brücke zwischen Kryptoniern & Menschen zu sein.

Mit seinen Fähigkeiten kann Clark so sehr viel gutes tun und ein leuchtendes Beispiel sein.
Durch die Aktivierung des Raumschiffs wird der Kryptonier Zod, der die Vernichtung seiner Welt durch eine Gefängnisstrafe überlebt hat, auf die Erde aufmerksam. Er fasst den Plan, mithilfe des Kodexes & eines Planetenwandlers seine Welt wieder zu erschaffen.
Clark entschließt sich zusammen mit dem US Militär seine Ziehheimat zu verteidigen und gegen die letzten seines Volkes zu kämpfen. Dies mündet in einer epischen Schlacht, an dessen Ende Stille herrscht. Clark Kent alias Kal-El alias Superman ist der letzte seiner Art und der Protektor der Erde.


Keine andere Comicverfilmung hat jemals so emotional & nachvollziehbar klar gemacht was es heißt übermenschliche Fähigkeiten zu besitzen. Der Film nimmt sich viel Zeit um das Dilemma von Clark zu beleuchtet. Seine Fähigkeiten liegen über allem, was ein Mensch jemals erlangen kann und er hat die Wahl seine neue Heimat zu verteidigen oder die Erde zu unterwerfen. Genauso muss man Superman porträtieren.
Der Film wird jedoch nicht nur von Superman getragen. Amy Adams schlüpft in die Rolle einer cleveren, schlagfertigen und sympathischen Lois Lane, die den Gerüchten um Superman nachgeht und es sogar schafft seine geheime Identität zu lüften.
Russel Crow spielt Jor-El, den Vater von Superman, der ein tragischer Charakter ist. Er muss seinen neugeborenen Sohn fortschicken, um ihn zu retten. Als digitaler Geist hilft er Clark viele Jahre später bis er endgültig verschwindet.

 

In der Rolle des Antagonisten General Zod sieht man Michael Shannon. Dieser spielt sehr glaubwürdig und ist nicht wirklich böse. Seine Heimat ist zerstört und sein Ziel ist es Krypton erneut zu erschaffen. Die Zerstörung der Erde ist für ihn ein notwendiges Übel. Ich finde, dass Zod einer der interessantesten Schurken im DCEU ist. Er ist nicht böse, sondern eher verzweifelt. Alles was er kannte ist zerstört und er möchte nur seine Heimat zurückhaben. Dabei kommt ihm Superman in die Quere, was ihn besonders erzürnt. Schließlich gibt es kaum noch Kryptonier und die wenigen sollten nicht gegeneinander kämpfen.


Man of Steel ist nicht nur sehr gut geschrieben, sondern auch äußerst bildgewaltig. Jede Szene besitzt eigene Ästhetik & Stärke. Wie bereits in 300 & Watchmen sieht auch Man of Steel aus wie ein Comic. Dies wird einerseits durch die Schnitte & Einstellungen bewerkstelligt und andererseits durch das Spiel mit Licht & Schatten. Das zweite Stilmittel wurde jedoch eher sparsam eingesetzt.
Die Actionszenen sind sehr rasant und schnell geschnitten. Positiv fällt auf, dass die Kämpfe nicht übertrieben wirken. In Kombination mit den langen, ruhigen Szenen entsteht ein äußerst angenehmes Gleichgewicht. Man schläft weder ein noch wird man von der Action erschlagen.


Ich halte Man of Steel für eine der besten Comicverfilmungen der letzten 20 Jahre. Der Ansatz ist sehr interessant und beschäftigt sich mit den Fragen was es heißt, ein übermenschliches Wesen zu sein und welche Verantwortungen damit auf einen zu kommt. Ein weiser Mann (Onkel Ben) sagte einmal „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“.
Ich kann diesen Film jedem weiterempfehlen und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

2 Punkte die ich nicht in die Wonder Woman eingebaut habe | Gedankenspiel

Ich mag Wonder Woman inzwischen sehr gerne. Durch die Comics des DC Rebirth Reboots und des genialen Realfilms von 2017 ist bei mir ein richtiges Fandom entstanden. Immerhin ist Diana Prince aka Wonder Woman eine starke Frau & großartige Heldin.

Im heutigen Beitrag möchte ich auf zwei Punkte eingehen die ich in meiner Review zum Realfilm ausgelassen habe, da dort sonst der Rahmen gesprengt worden wäre. Viel Spaß!
1. Wonder Woman ist der bessere Captain America!

2. Endlich hat jemand wieder richtig Bock ein Held zu sein!


Wonder Woman ist der bessere Captain America!
Diese Aussage war gleichzeitig meine Prognose zum Film. Wie man an der positiven Resonanz merkt, hat sich meine Aussage bestätigt.

Wonder Woman zeigt im Vergleich zu Captain America wie grausam der Krieg tatsächlich war. All das Leid, die Trauer, die Verzweiflung und der Zorn werden wesentlich glaubhafter dargestellt.

Marvel’s Film im Zeitalter der Weltkriege wirkt dagegen fast verspielt. Ein paar zerstörte Häuser zeugen noch lange nicht vom Schrecken des Krieges.

Dazu kommt eine wesentlich spannendere Geschichte die weniger auf Patriotismus, bei Captain America logisch, sondern auf persönliche Werte setzt. Der Kampf von Gut gegen Böse steht bei beiden Filmen im Fokus. Der Unterschied liegt jedoch in den Protagonisten selbst. Captain America will für sein Land kämpfen und den Krieg beenden während Wonder Woman den Krieg beenden und die gesamte Welt retten möchte. In beiden Filmen sind die Deutschen das Feindbild jedoch ist die Darstellung anders.
In Captain America sind die Deutschen böse das Feindbild als Nazis. In Hollywood ein beliebtes Klischee.
Die deutsche Armee in Wonder Woman ist der Hauptfeind an der Westfront aber die Konfliktparteien im Weltkrieg wurden im DC Kontext durch Ares beeinflusst. Das ist insofern spannend, weil somit die Kriegsschuld abgeändert wird.
Aus diesen Gründen ist Wonder Woman für mich der bessere Captain America.


Endlich hat jemand wieder Bock ein richtiger Held zu sein!
In vielen, fast schon allen, Comicverfilmungen der letzen Jahre sind die Helden grüblerische Personen. Ihre Aktivität als Superhelden nehmen diese Personen meistens wegen Schuldgefühlen oder anderen emotionalen Gründen auf.
Diana, Prinzessin von Themyscira, hingegen glaubt an Liebe & Göttlichkeit. Ihr Traum ist es seit Kindesbeinen an die Welt zu retten und eine Heldin zu sein. Man merkt dies besonders daran als Diana an der Westfront ankommt. Am liebsten hätte die Amazonenprinzessin jeder Personen in ihrem Sichtfeld geholfen.
Aber auf was will nun ich genau hinaus? Nun, es gehört inzwischen zum „guten“ Ton im Superheldenfilm keine strahlenden Helden, sondern viel mehr zweifelnde & zynische Anti-Helden zu zeigen die selbst nie ganz zu wissen scheinen, was gut oder böse ist. Ein Beispiel aus dem Marvel Cinematic Universe ist Thor. Dieser musste sich auch vom arroganten Prinzchen zum selbstlosen Helden, künftigen Thronfolger & Beschützer der Erde entwickeln. Selbst Helden wie Superman, Iron Man oder Captain America sind nicht mehr so strahlend wie früher.
Aus dieser Masse an düsteren, grüblerischen & zynischen Helden sticht Wonder Woman als strahlendes Licht heraus. Sie glaubt an Liebe, ist optimistisch und selbstlos. Ohne zu zögern, stürmt sie ein MG-Nest um ein besetztes Dorf voller unschuldiger zu retten, selbst wenn die eigentlich Mission gefährdet wird.
Somit wirkt Wonder Woman, der langsam aber sicher einsetzenden, Übersättigung entgegen die das Genre langsam heimsucht.
Somit endet der Nachtrag zu Wonder Woman und wir lesen uns beim nächsten Mal!

Wonder Woman (DCEU) | Review

Wonder Woman ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2017 und der vierte Film im DC Extended Universe. Gal Gadot schlüpft erneut in ihre Rolle als Amazonenprinzessin Diana. Die Regie übernahm mit Patty Jenkins, meines Wissens nach, zum ersten mal eine Frau in diesem Genre. Viel Spaß mit meiner Review zum angeblich besten DC Film seit The Dark Knight!


Der Film beginnt in der Gegenwart. Diana Prince (Gal Gadot), Wonder Woman, arbeitet als Kuratorin im Louvre. Sie erhält von ihrem Superheldenkollegen Bruce Wayne aka Batman ein Geschenk. Ein altes Foto, welches man bereits aus Dawn of Justice kennt (Diana an der Seite von mehreren Soldaten) und eine alte Uhr. In einer Rückblende erfährt man, warum sie dieses Geschenk so rührt. Ab hier setzt die eigentliche Handlung ein.
Diana ist das einzige Kind auf der Insel Themyscira, dem Königreich der Amazonen. Dieses Volk ist unsterblich und besteht ausschließlich aus Frauen unter der Führung von Königin Hippolyta (Connie Nielsen) und ihrer Schwester Antiope (Robin Wright).

Der Legende nach wurde Diana von ihrer Mutter aus Ton geformt und durch Zeus zum Leben erweckt. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit, wer mit der New 52 Kontinuität vertraut ist weiß, was ich meine. Alle anderen werden die Wahrheit im Film erfahren.
Diana wird von Antiope in der Kampfkunst unterwiesen, um eines Tages dem Kriegsgott Ares im Kampf die Stirn bieten zu können. Ares ist der Erzfeind der Amazonen und es ist die heilige Pflicht des Kriegervolkes die Welt vor ihm zu verteidigen. Dies wird damit begründet, dass Ares die Missgunst und den Krieg zu den Menschen gebracht hat. Um den Gott des Krieges erschlagen zu können, bewahren die Amazonen das Schwert Gotttöter auf.

Eines Tages landet der Spion Steve Trevor (Chris Pine) auf der Paradiesinsel und wird von Diana vor einem unrühmlichen Ende durch Ertrinken gerettet. Die Freude über die Rettung währt nur kurz als die deutsche Armee, welche Steve verfolgt, die Paradiesinsel entdeckt. Nach einer kleinen Schlacht können die Amazonen, unter Verlusten, ihre Heimat verteidigen.
Steve wird anschließend verhört und erzählt vom tobenden Krieg der alle Kriege beenden soll. Dieser große Krieg wird von Diana als das Werk von Ares vermutet. Trotz des Verbots ihrer Mutter „stiehlt“ Diana einige Schätze der Amazonen (Schwert, Schild, Lasso der Wahrheit & Rüstung) und macht sich mit Steve auf in die Welt der Menschen um den Krieg zu beenden. Ares zu töten ist ihr höchstes Ziel.

Im weiteren Verlauf der Handlung schließt sich Diana einem Spezialkommando unter Steve an. Das Ziel dieser Mission ist die Vernichtung einer geheimen Superwaffe der deutschen Armee. Entwickelt von Doktor Poison (Codename), soll diese chemische Waffe den Sieg der deutschen garantieren. Als Nebeneffekt würden jedoch Millionen Menschen sterben. Diese Katastrophe zu verhindern und Ares zu stoppen ist Dianas Ziel.


Bei Wonder Woman handelt es sich um einen „Origins“-Film, sprich wir erleben die Entstehung von Wonder Woman und ihrem Werdegang zur Heldin. Dies wird mit so viel Gefühl vermittelt wie noch nie zuvor in einer Comicverfilmung. Gal Gadot schafft es Stärke auszustrahlen aber auch genügend Emotionen zu zeigen, um glaubhaft zu wirken. Die Schrecken des Krieges erfüllen sie mit Grauen und bestärken sie nur in ihrer Mission die Welt zu retten. Dazu kommt eine gewisse Naivität, die jedoch sehr sympathisch wirkt

Chris Pine verkörpert Steve Trevor den Loveinteresst und Sidekick von Wonder Woman. Er ist ein zielstrebiger Spion der jedoch nicht zu hundert Prozent an die Mission zu glauben scheint. Der Kampf gegen Ares kümmert ihn nicht, jedoch ist die Vernichtung der chemischen Waffe sein Ziel.

Der Rest des Casts macht einen guten Job und besonders Ares ist ein interessanter Gegenspieler. Er ist nicht unbedingt böse aber durch sein, passives, mitwirken am Krieg ist sein Ziel die Vernichtung der Menschheit. Dazu wird die wahre Identität von Ares sehr geschickt verheimlicht und der Twist am Ende wird sehr gut aufgebaut.


Wonder Woman ist ein sehr bildgewaltiger Film. Die Insel der Amazonen ist ein Paradies inmitten einer Welt des Kriegs und verfügt über kräftige Farben, während der Rest der Welt eher farblos wirkt. Somit entsteht ein wirkungsvoller Kontrast.

Generell wirkt der Film mehr wie ein Comic als ein normaler Film. Mithilfe moderner Technik, dem gelungenen Spiel von Licht & Schatten sowie schnellen Schnitten wirken die Szenen fast schon wie Panels aus einem Comic.
Durch den Einsatz von Slow-Motions und den akrobatischen Leistungen Gal Gadots (Danke Computereffekte) bekommen die Kämpfe eine eigene Dynamik. Besonders im Kampf gegen Ares wird die Macht der beiden göttlichen Wesen beeindruckend dargestellt. Das ist ohnehin ein Vorteil von DC. Während bei Marvel Menschen gegen Monster kämpfen steht bei DC der Kampf von Göttern & Monstern im Vordergrund. Wer dabei welche Position einnimmt, darf jeder selbst entscheiden.

Auch scheut sich Wonder Woman nicht davor, an die Gefühle des Zusehers zu appellieren. Ich war mehr als einmal gerührt vor den teils sehr starken Szenen im Film. Wenn Diana die Grauen des Krieges in Form von flüchtenden Frauen & Kindern oder verkrüppelten Soldaten sieht, wird klargestellt, dass hier kein Platz für Liebe zu sein scheint. Dann gibt es jedoch Szenen, in denen ein kurzer Moment des Friedens herrscht, bevor der nächste Tag wieder den Krieg bringt. Unterstrichen werden die Bilder von einem grandiosen Soundtrack.


Zusammengefasst ist Wonder Woman eine grandiose Comicverfilmung, die ihrem Vorgänger, Dawn of Justice und dem Grundstein Man of Steel in Sachen Atmosphäre in nichts nachsteht. Teilweise übertrumpft Wonder Woman diese sogar. Die Geschichte wird mit viel Gefühl & Spannung erzählt, um den Zuschauer zu fesseln. Mit Gal Gadot wurde die perfekte Wonder Woman geschaffen die Stärke ausstrahlt aber auch Emotionen zeigt und an ihre Prinzipien glaubt. Dazu bleibt die Tradition des düsteren, rauen DC Comic Stils erhalten, was sie von der bunten Konkurrenz aus dem Hause Marvel Disney klar abhebt.
Wenn Man of Steel der Film mit der Ästhetik ist, Dawn of Justice die Action hat & Suicide Squad über Humor verfügt ist Wonder Woman der Film mit Gefühl.

Ich wünsche mir in Zukunft, mehr Filme in dieser Qualitätsstufe, von DC zu sehen. Das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

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Logan – The Wolverine | Review

Mit Logan erschien vor einigen Tagen der nunmehr zehnte Film des X-Men Franchises. Nicht nur wird in diesem Film Laura (aka X-23), Wolverines Tochter eingeführt, sondern es markiert auch das Ende von Hugh Jackmans Darstellung als Fanliebling Wolverine, aka Logan Howlet in einer großen Rolle.


Im Jahr 2029, ein paar Jahre nach dem Ende von Days of Future Past, gibt es kaum noch Mutanten auf der Erde. Ein stark gealterter Logan aka Wolverine, dessen Heilungskräfte langsam nachlassen, kümmert sich zusammen mit dem Mutanten Caliban, gespielt von Stephen Merchant, um den, inzwischen, an Alzheimer erkrankten Charles Xavier, gespielt von Patrick Stewart, in einem Versteck an der Grenze zu den USA. Die X-Men gibt es nicht mehr.

Als Logan von einer Frau namens Gabriela angeheuert wird sie & ein Mädchen namens Laura aka X-23, gespielt von Dafne Keen, zu einem Ort namens Eden, in North Dakota gelegen, zu eskortieren gerät Wolverine ins Kreuzfeuer einer Organisation namens Transigen und deren kybernetisch verbesserten Söldnern, den Reavers

Nach einer Auseinandersetzung mit dieser Truppe, angeführt von Donald Pierce, beschließen Wolverine & Professor X die kleine Laura nach Eden zu bringen. Während dieses Kampfes zeigt Laura ähnliche Fähigkeiten wie Wolverine, sprich Knochenkrallen mit Adamantium, ein verhalten wie eine Bestie & starke Regenerationskräfte.

An dieser Stelle möchte ich Professor X zitieren „Sie ist wie du. Fast genau wie du.


Der Film nimmt den Zuseher anschließend mit auf eine emotionale Reise. Wir lernen die Protagonisten durch gut geschriebene Dialoge besser und auf eine neue Art kennen. Logan ist eine Läuterung für Hugh Jackmans Paraderolle, denn mit diesem Film wurde uns die Umsetzung des Wolverine-Stoffes geliefert, die wir seit Jahren wollen. Der Film ist wesentlich brutaler als der Rest des Franchises, nur Deadpool kann hier noch mithalten.

Die Gewalt steht jedoch nicht im Vordergrund, sondern ist nur ein Stilmittel um die Actionszenen glaubwürdiger zu gestalten. Es macht keinen Sinn einen Film über zwei „lebende Waffen“ zu machen ohne dass diese ihre Feinde ohne Gnade töten. Es gibt jedoch ein großes aber. Weder Laura noch Wolverine sind nur Waffen, Wolverine musste auch erst lernen, was es bedeutet ein Mensch zu sein, was eine Familie ist und wie sich das wahre Leben anfühlt, mit Menschen die einen lieben. Laura kennt das alles nicht. Ihr einziger wirklicher Bezug in dieser grausamen Welt ist ihr Vater Wolverine und der ist mit dieser Rolle gar nicht zufrieden.

Auf der Reise nach Norden nimmt sich der Film viel Zeit für die Beziehung zwischen Laura & Wolverine. Als Vermittler fungiert Charles Xavier der zu Beginn per Telepathie mit Laura kommuniziert & Logan daran erinnern will was es heißt Verantwortung für andere zu übernehmen. Man sieht also, dass wir es hier auch zu einem gewissen Grad mit einem Familiendrama zu tun haben.


Eine große Stärke des Films ist, neben der facettenreichen Handlung, der weitestgehende Verzicht von CGI, was auch bei Deadpool wahre Wunder gewirkt hat. Der Fokus liegt mehr auf brachiale Actionszenen mit wenig CGI aber dafür mit viel Körperkontakt und einer starken Choreografie, besonders Laura/X-23 sei hier positiv erwähnt. Ich bin sehr angetan vom eher spärlichen Einsatz der Computertechnik & dafür mehr Einsatz von den Schauspielern selbst in den Kämpfen. So wirkt die Action nicht nur glaubwürdiger, sondern auch roher und weniger überzogen.

Die schnellen Schnitte mit der Kamera verleihen den Kämpfen zusätzliche Dynamik während die langen Einstellungen auf der Reise oder während den Dialogen den Zuseher von der Action runter holen und die Emotionen der Schauspieler bzw. ihrer Rollen glaubwürdig darstellen.


Logan – The Wolverine ist eine der besten Comicverfilmungen aller Zeiten. Wenig CGI aber ein Fokus auf physische Action. Eine starke Leistung aller Schauspieler, jeder fühlt sich wichtig an, sowie eine emotionale Handlung machen diesem Abschluss zum perfekten Ende einer langen Ära. Ich bin gespannt, was in den kommenden Jahren folgen wird und wohin sich dieses Franchise bewegt.

Ich kann diesen Film nur weiterempfehlen, endlich wurde Wolverine geläutert und uns wurde der Film geliefert den wir immer wollten.

Filmdaten

Orginaltitel: Logan

Deutscher Titel: Logan – The Wolverine

Produktionsland: USA

Orginalsprache: Englisch

Laufzeit: 138 Minuten

Regie: James Mangold

´Hier geht es zu weiteren Reviews über Logan:

Filmexe – Kritik Logan

sa1zi – Logan Kritik

 

Dr. Strange (von Patrick Stigler) | Review

Doctor Strange ist eine Comicverfilmung aus dem Jahr 2016 und basiert auf der gleichnamigen Comicserie. Weiters ist dies der vierzehnte Film des Marvel Cinetmatic Universe (einer Reihe von Comicverfilmungen) und nach dem Film von 1978 die zweite filmische Umsetzung dieses Superhelden. Zu diesem Film wird es zwei Reviews geben, einmal von mir & einmal von Felix, der schon einige Beiträge für meinen Blog verfasst hat. Viel Spaß mit der Review.

Handlung: Die Standard Superhelden-Story

Der Film beginnt mit dem bösen Magier Kaecilius (Mads Mikkelsen), welcher in einer geheimen Enklave der Magier in Nepal, verschiedene Seiten eines Buches entwendet. Er und seine Anhänger werden von der Ältesten verfolgt, können aber fliehen.

Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist anerkannter aber sehr arroganter (eigentlich ein ziemlicher Arsch) Neurochirurg. Er erleidet einen schweren Autounfall, dabei werden seine Hände so schwer verletzt, dass er seine Arbeit nicht mehr fortführen kann. Auf der Suche nach Heilung erfährt Strange von einem Patienten namens Jonathan Pangborn (Benjamin Bratt) welcher nach einer Querschnittlähmung auf wundersame Weise geheilt wurde. Durch ein Gespräch mit Pangborn erfährt Stephen von einem Ort namens Kamar-Taj, wo man Pangborn lehrte mithilfe der Kraft seines Geistes wieder laufen zu können.

Begierig auf Genesung begibt sich Stephen nach Kathmandu und wird dort von Mordo (Chiwetel Ejiofor) zur Ältesten gebracht. Nach einigem Hin und Her wird Stephen schließlich in den Orden der Magier aufgenommen und beginnt seine Ausbildung.

Der Rest des Films behandelt das Training von Stephen Strange und seinen Kampf gegen Kaecilius, seine Anhänger und das böse Wesen Dormammu (Benedict Cumberbatch).

Auch wenn das Setting mit den Magiern sehr erfrischend ist, muss man dennoch sagen, dass die Handlung eher nach dem Standard-Schema einer Comicverfilmung abläuft.

Der Held wird etabliert ebenso wie der Schurke. Der Held erleidet einen Schicksalschlag und entdeckt/erhält kurz darauf seine Kräfte. Nach einigem Training beginnt der epische Endkampf und der Held siegt über den Schurken.

Leider ist das ein Problem, was viele Comicverfilmungen haben. Klar jeder Superheld braucht seinen Origin-Film, jedoch haben Filme wie Dawn of Justice, Suicide Squad & Captain America 2 gezeigt, wie man neue Figuren in einer Filmreihe etablieren kann.

Cast: Starke Besetzung vom Helden bis zum Schurken

Eine Tradition der modernen Marvel-Filme ist die gute Leistung der Schauspieler. Mit Benedict Cumberbatch haben wir einen sehr gelungenen Doctor Strange, welcher in diesem Film seinen Weg von einem arroganten & ungläubigen Chirurgen zu einem Magier gehen muss.

Unterstützt wird er dabei von Chiwetel Ejiofor als der Magier Mordo welchen wir hoffentlich in Zukunft als Feind sehen werden und Tilda Swinton als die Älteste welche unserem Helden zwar hilft aber ein dunkles Geheimnis hat.

Mads Mikkelsen spielt einen soliden Bösewicht, da Kaecilius im Vergleich zu anderen Schurken ein relativ interessantes Motiv hat. In seiner Verblendung will er die böse Macht Dormammu beschwören, damit diese die Erde mit der dunklen Dimension verschmelzen lässt und somit ewiges Leben schenkt.

Auch der Rest des Casts weiß zu gefallen. Was noch zu erwähnen ist die Liebesgeschichte des Films. Jeder Superheldenfilm braucht so eine Geschichte aber dieses mal wird diesem Strang weniger Gewicht beigemessen als üblich. Es gibt zwar jemanden in den Stephen verliebt ist aber dies wird nur am Rande behandelt. Jedoch ist die Ärztin Christine Palmer (Rachel McAdams) für unseren Helden eine wichtige Stütze.

Effekte & Technik: Starke Technik & imposante Bilder

Also was die Technik angeht, braucht sich Doctor Strange definitiv nicht verstecken. Ich habe den Film im Imax gesehen und bei diesem Film hat mir das 3D, im Vergleich zu anderen Filmen, die ich dieses Jahr gesehen habe, am besten Gefallen. Besonders in jenen Szenen, wo die Magier mithilfe ihrer Kraft die Perspektive des Schauplatzes ändern. So wird aus unten schon mal oben & umgekehrt.

Generell ist die gesamte visuelle Präsentation sehr beeindrucken. So ist der Film um ein Vielfaches berauschender als seine Vorgänger oder andere Genrekollegen. Bestes Beispiel ist hierfür Stephens erste (ungewollte) spirituelle Reise durch das Multiversum. Im ersten Moment war ich beeindruckt, dann war ich etwas übersättigt und gerade als es fast zu viel wurde, kam die Erleichterung, als die Reise endete.

Die Actionsequenzen sind sehr dynamisch gestaltet und haben ein sehr hohes Tempo. Gerade in solchen Szenen wischt Doctor Strange mit vielen seiner Genrekollegen den Boden auf. Besonderes Lob verdient hierbei der Endkampf. Dieser hat einen sehr kreativen Twist und ist auf jeden Fall ungewöhnlich.

Synchronisation & Sound: Auf akustischer Ebene gibt es nichts zu meckern

Die Synchronisation wurde von der Film- & Fernseh-Synchron Gmbh aus Berlin übernommen und die Jungs & Mädels dieser Firma haben echt gute Arbeit geleistet. Benedict Cumberbatch, Mads Mikkelsen & Rachel McAdams haben ihre Stammsprecher erhalten aber auch die anderen Schauspieler wurden sehr gut synchronisiert.

Der Soundtrack stammt aus der Feder des Oscarträgers Michael Giacchino und der Mann hat gute Arbeit geleistet. Besonders das Hauptthema ist sehr episch und stimmt perfekt auf ein Abenteuer ein und entlässt einen am Ende des Films mit der Vorfreude auf die Rückkehr des größten Magiers der Erde.

Aber auch die restlichen Stücke im Film sind sehr gut und unterstreichen viele Szenen auf die richtige Art.

Fazit

Doctor Strange erfindet den Superheldenfilm auf jeden Fall nicht neu. Besonders die Handlung bleibt zumindest relativ weit hinter meinen Erwartungen zurück. Nach dreizehn Filmen sollte man zumindest meinen, dass die Nummer vierzehn etwas frischen Wind ins MCU bringt. Etwas mehr als „nur“ die Magier.

Aber abseits der Handlung weiß der Film in allen Aspekten zu gefallen. Fans von Comicverfilmungen sollten ihn sich auf jeden Fall ansehen da er besonders in 3D äußerst beeindruckend ist. Ich hoffe jedoch, dass der nächste Superheldenfilm der ins Kino kommt, eine etwas kreativere Geschichte erzählt. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung
Handlung: • •
Cast: • • • • •
Effekte & Technik: • • • • •
Soundtrack & Synchronisation: • • • • •
17/20 Punkten – Note: Empfehlenswert

 

Filmdaten:
Orginaltitel: Doctor Strange
Deutscher Titel: Doctor Strange
Produktionsland: USA
Orginalsprache: Englisch
Laufzeit: 115 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016

 

 

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