Der letzte Boss in Dark Souls Remastered | Gedankenspiel

Am Ende meiner beschwerlichen Reise um die letzte Flamme neu zu entfachen (oder erlöschen zu lassen) erwartete ich einen epischen Bosskampf aber ich bekam einen Kampf, wie ich ihn noch nie bestritten habe.

Ich betrat das Innere des Ofens der ersten Flamme und sah ein Leuchtfeuer sowie eine edle Gestalt. Fürst Gwyn, Bezwinger der Drachen und Begründer des Zeitalters des Feuers sowie Herrscher von Anor Londo trat mir gegenüber. Keine Zwischensequenz, keine epische Kampfmusik und kein Dialog. Nur eine traurige Harfenmelodie unterstrich unseren Kampf.

Gwyn war ein mächtiger, schneller Schwertkämpfer, dem ich kaum etwas entgegenzusetzen hatte. Mit kraftvollen & schnellen Hieben überwand er meine Abwehr und erschlug mich. Dank meines Fluchs des Unlebens kehrte ich aber zurück und stellte mich erneut dem großen Gwyn, was ebenso erfolglos war wie mein erster Versuch. Neben seinen mächtigen Nahkampfattacken wusste Gwyn auch um den Einsatz von Magie.

Nach vielen Niederlagen wurde mir klar, dass ich meine Strategie ändern musste. Ich verzichtete auf meine schwere Rüstung und zog eine leichte aber feuerfeste Rüstung an. Den Schild legte ich beiseite um meine treue Schwarzritterhellebarde (+5) mit beiden Händen führen zu können. Es dauerte lange aber mit der Zeit lernte ich die Bewegungen von Gwyn besser kennen, wich ihnen gekonnter aus und dann schaffte ich es schließlich. Fürst Gwyn fiel und dann wurde es still. Ich hatte das Ende meiner Reise erreicht aber nun hatte ich die Wahl. Entfache ich die erste Flamme neu und verlängere das Zeitalter des Feuers oder begründe das Zeitalter der Dunkelheit?

Ich entschied mich dazu das Zeitalter des Feuers zu verlängern und den Fluch der Untoten zurückzuhalten.

Somit endete meine Reise mit meinem Opfer, aber ein neues Abenteuer bahnte sich in der fernen Zukunft an …

Meine restlichen Beiträge zu Dark Souls Remastered:

5 Tipps für Dark Souls Remastered | Gedankenspiel

Im heutigen Beitrag will ich aber nicht über die Erfahrung an sich sprechen sondern 5 Tipps mit euch teilen, dank denen ich relativ frustfrei durch Dark Souls Remastered geschlendert bin!

Wie ich ein paar Mal erwähnt habe spiele ich zur Zeit intensiv Dark Souls Remastered und dieses Spiel ist einfach der Wahnsinn. Das meine ich im positiven Sinne!

Im heutigen Beitrag will ich aber nicht über die Erfahrung an sich sprechen, sondern 5 Tipps mit euch teilen, dank denen ich relativ frustfrei durch Dark Souls Remastered geschlendert bin!


1. Schilde sind Freunde!

Es dürfte sehr verlockend sein mit einem Zweihänder brachial durch die Gegnerhorden zu hacken, bis kein Stein mehr auf dem anderen steht und das kann man, dank der Möglichkeit der zweihändigen Waffenführung, auch machen aber ich würde immer empfehlen mindestens einen aufgewerteten Schild mitzunehmen. In meinem aktuellen Durchlauf verwende ich einen Ritterschild +9 sowie einen Wappenschild +4 und habe kaum Probleme die feindlichen Attacken abzuwehren. Selbst wenn ihr mit einem Speer kämpft, nicht den Schild vergessen denn Bosse wie Wendelin machen euch sonst das Leben schwer.

2. Vorbereitung ist alles!

Die Welt von Dark Souls 1 ist relativ offen und spätestens ab dem Boss Glockenturm Gargoyle könnte ihr die Welt frei erkunden, dennoch ist Vorsicht geboten, da der Anspruch des Spiels bekanntermaßen relativ hoch ist. Vorbereitung ist also das A und O für kommende Exkursionen. So solltet ihr regelmäßig eure Estos-Flakons (Heiltränke) am Feuerband Schrein aufwerten und eure Waffen/Rüstungen beim Schmied aufbessern. Außerdem solltet ihr eine Distanzwaffe (Bogen oder Armbrust) mitnehmen.

Außerdem habe ich immer folgende Items im Gepäck:

  • Heimkehrknochen für eine schnelle Flucht zum letzten Leuchtfeuer.
  • Menschlichkeit um Verbündete zu rufen und Leuchtfeuer aufzuwerten.
  • Violettes Moos gegen Vergiftungen.
  • Rotes Moos gegen Blutungen.
  • Wanderfluch um gegen Geister zu kämpfen.

3. Nicht gierig werden!

Was meine ich damit? Nun Dark Souls basiert zum Teil auf Ressourcenmanagment und die grüne Ausdaueranzeige ist extrem wichtig, da ihr die Ausdauer nicht nur zum Blocken, sondern auch zum Ausweichen benötigt. Im Kampf solltet ihr die grüne Anzeige immer im Auge behalten, um nicht schutzlos den Attacken der Gegner ausgeliefert zu sein. Daher gilt die Devise Schild hoch, 2 bis 3 Treffer landen und sofort wieder zurückziehen! Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die meisten Bosse mit Geschick in 5 bis 15 Minuten erledigt sind.

4. Das Geschenk

Wenn ihr euren Charakter erstellt, könnt ihr euch ein Geschenk aussuchen. Im Regelfall sind das Verbrauchsgegenstände, die den Einstieg minimal erleichtern. Meine Empfehlung ist der Generalschlüssel, der euch viele Türen in der Spielwelt öffnet, für die ihr eigene Schlüssel brauchen würdet. Somit ist die Spielwelt zu beginn noch offener als normal, wird an manchen Stellen schwerer und anderen wieder leichter. Mir hat der Schlüssel auf jeden Fall geholfen. Besonders das Gebiet Schandstadt wurde für mich wesentlich leichter.

5. Gebt nicht auf!

Dark Souls und die Souls like Spiele sind schwer, darüber brauchen wir nicht diskutieren aber Dark Souls Remastered ist zu keiner Zeit unfair. Im Startgebiet bekommt ihr alles vermittelt was ihr braucht, um das Abenteuer zu bestehen, nur das Verfeinern der Spielmechaniken liegt an euch! Man muss leidensfähig sein aber auch Lernbereitschaft mitbringen, um die Reise erfolgreich beenden zu können. Wenn ihr aufmerksam die Spielmechaniken erforscht, bereit seid, im Internet nach Komplettlösungen zu suchen, was den Schwierigkeitsgrad nur minimal senkt und die Spielerfahrung kaum schmälert, werdet ihr faszinierendes Spielerlebnis haben.


Das waren soweit 5 Tipps von mir für Dark Souls Remastered. Ich hoffe sie können dem einen oder anderen helfen. Dieses Thema kann von euch gern in den Kommentaren erweitert werden. Ich freue mich auf eure Tipps!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Van Helsing (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Name: Van Helsing
Staffeln: 2
Episoden: 23 in 2 Staffeln
Sender: Netflix
Genre: Fantasy, Drama, Horror

Endlich schaffe ich es, die Liste mit Serien abzuarbeiten, die seit Monaten wuchert. Heute geht es mir um die erste Staffel der Dark-Fantasy Serie Van Helsing!

An dieser Stelle eine kleine Spoilerwarnung! (Gravierende Plotpunkte werden nicht verraten.)


Vanessa, eine Nachfahrin des legendären Abraham van Helsing, erwacht aus einem dreijährigen Koma inmitten einer postapokalyptischen Welt. Vampire haben die Kontrolle über die Erde übernommen und herrschen mit grausamer Hand über die Menschheit. Es regt sich jedoch Widerstand von mehreren Seiten. Vanessa nimmt als letzte Hoffnung für die Menschheit den Kampf gegen die Vampire auf.

Ich wusste anfangs nicht, was ich von Van Helsing halten sollte. Zu Beginn wirkt die Serie extrem gehetzt, es werden viele Figuren etabliert und das Szenario wird grob vorgestellt, aber mit dem Fortlaufen der Folgen wird das Bild langsam klarer. Wir lernen die Ursache der Vampir-Herrschaft kennen, die Figuren werden mehr als nur Namen und langsam nimmt die Dystopie eine feste Form an. Kurz zusammengefasst braucht die Geschichte etwas bis sie in Fahrt kommt, aber sobald der Funke übergesprungen ist, gefällt die Handlung sehr.


Ähnlich wie die Handlung, brauchen auch die Figuren etwas, um in Fahrt zu kommen. Die beiden klaren Hauptrollen sind Johnathan Scarfe als der Marine Axel und Kelly Overton als Vanessa Van Helsing.

Erstgenannter macht seinen Job sehr gut und weckt schnell Symapthie beim Zuseher, da wir von diesem Charakter sehr viel erfahren. Sein langes Leben in der Isolation hat ihn gezeichnet, aber er glaubt an Vanessa und ihre Mission. Kelly Overton spielt zu Beginn etwas hölzern und wirkt unnahbar, was sich jedoch sehr schnell legt. Im weiteren Verlauf der Handlung entwickelt sich Vanessa zur Heldin der Menschheit, jedoch bleibt sie immer noch menschlich.

Die Antagonisten sind im Kern die Vampire, wobei hier besonders Dimitri, der Anführer der Vampire & Julius, ebenfalls ein mächtiger Blutsauger, zu erwähnen ist. Wie der Rest des Casts liefern auch die beiden Obervampire, gespielt von Paul Johansson (Dimitri) & Aleks Paunovic (Julius), ein solides Schauspiel ab.

Die Würze liegt in den Konflikten und der allgemeinen Chemie zwischen den Figuren. Konflikte unter den Menschen, aber auch unter den Figuren zeigen eine gewisse Brüchigkeit in der grausamen Herrschaft der Vampire. Die Konflikte unter den menschlichen Protagonist wirft die Frage auf, wie viel Menschlichkeit sich der Mensch in dieser Welt noch erlauben darf.


Zusammengefasst ist Van Helsing eine gelungene Serie mit dystopischen & Dark-Fantasy Elementen, die eine interessante Alternative zu anderen post-apokalyptischen Serien wie The Walking Dead oder Z Nation bildet. Während der Anfang etwas zäh ist, wird die erste Staffel sehr gut und bekommt eine stetige Spannungskurve. In Kombination mit dem hervorragenden Drehbuch und der guten Besetzung bekommt Van Helsing Staffel 1 das Prädikat sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!