Deadpool Heft 1 & 2 [Fresh Start] | Review

Deadpool und Cable kehren zurück, aber nicht als Team, sondern Back to Back in den neuen Comics des Söldners mit der großen Klappe!

In der heutigen Rezension schauen wir uns die Hefte Deadpool (2018) 1 & 2, sowie Cable 150 & 151 an. An dieser Stelle erspare ich euch eine lange Erklärung mit den Nummerierungen. Kurz gesagt; Cable ist ein Legacy Held und das ist die Nummerierung seiner alten Serie!


Deadpool 1 & 2

Wade Wilson aka Deadpool ist zurück im Geschäft als Söldner, wird jedoch von fast allen Superhelden verhaftet. Damit jedoch ALLE wissen, dass der Söldner mit der großen Klappe zurück ist, muss ein epischer Auftritt her. Glücklicherweise wird die Erde von einem Celestial bedroht und nur Deadpool hat die einzige Waffe gegen dieses Ungetüm … sehr zum Leidwesen der Avengers!

Cable 150 & 151

Eine der unsterblichen Externals wurde ermordert und Cable begibt sich auf die Suche nach dem (oder den) Mörder(n). Zusammen mit Longshot, Doop & Shatterstar sucht Cable andere Externals auf, die eher unfreiwillig als freiwillig dem „Time Cop“ des Marvel Universums helfen …


Deadpool 1 & 2 sind lustig, vulgär, gewaltätig und verdammt ich liebe es. Beide Ausgaben erinnern angenehm an die Deadpool Verfilmungen und nutzen das Wissen von Deadpool, dass er selbst eine Comicfigur ist. Dies führt zu einigen Brüchen mit der vierten Wand, sowie zahlreichen Metawitzen, die auch über die Marvel Comics hinausgehen, während die Handlung aber äußerst unterhaltsam ist. Auch auf der optischen Ebene weiß die neue Deadpool-Serie zu gefallen und zwar durch einen simplen Zeichenstil, der jedoch angenehm fürs Auge ist.

Mit den Cable Ausgaben erhalten die Hefte einen angenehmen Kontrast, da die Nr. 150 & 151 in Richtung Kriminalgeschichte gehen und recht bodenständig aufgebaut sind, obwohl es um den Mord an unsterblichen Personen geht. Auch diese Ausgaben gefallen optisch durch einen relativ simplen Stil, der die Atmosphäre der Handlung gekonnt widerspiegelt.


Zusammengefasst bilden die ersten beiden Deadpool Hefte nicht nur einen tollen Einstieg in die Welt des Söldners mit der großen Klappe, sondern auch in die neuen Abenteuer von Cable. Beide Serien glänzen durch simple, aber spannende Handlungen, sowie ansprechende Zeichenstile. Somit vergebe ich für Deadpool Heft 1 & 2 je die Wertung lesenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, MrKritzi, JamesVermont

Wer ist … Deadpool? | Gedankenspiel [Wer ist … #5] + GEWINNSPIEL

Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Wer ist … ? und an dieser Stelle ein großes danke an all meine treuen Follower! Es wird Zeit euch etwas für eure lange Treue zurückzugeben. An dieser Stelle gilt mein Dank der Firma Elbenwald, die mich beim Gewinnspiel, auf das ich am Ende des Beitrags eingehe, unterstützt haben. Jetzt widmen wir uns zuerst Deadpool dem Söldner mit der großen Klappe!
Deadpool, mit bürgerlichen Namen Wade Wilson, hatte seinen ersten Auftritt in The New Mutants #98 von 1991 und ist eine Parodie auf Deathstroke von DC Comics. In seinem ersten Auftritt wurde Deadpool vom Schurken Tolliver angeheuert um Cable und die New Mutants zu töten. Hier merkt man die Parodie auf Deathstroke da dieser ebenfalls die Teen Titans (ein Team junger Helden) ausschalten möchte.
Wade Wilson ist kein Mutant, sondern ein Mutierter, sprich ein Mensch der seine Fähigkeiten auf künstlichem Weg erhalten hat, ähnlich wie Mr. Sinnister. Deadpool war vor seiner Zeit als Held/Anti-Held/Nervensäge bei den Special Forces, danach ein Söldner und dann bei Weapon X, nachdem er am Krebs erkrankt war. Im Zuge der Experimente von Weapon X erhielt Deadpool Selbstheilungskräfte, die von Wolverine abgeleitet sind und diese sogar übertreffen. Allerdings entstanden seine Fähigkeiten, als er an Krebs erkrankte, wodurch der Krebs quasi seine Selbstheilung wurde und seine haut furchtbar vernarben ließ. Im Zuge, dessen wurde Deadpool verrückt und spricht seitdem mit den Stimmen in seinem Kopf. Außerdem führt er eine Beziehung mit „Death„, der weiblichen Personifizierung des Todes im Marvel Universum und wurde von Thanos mit dem Fluch der Unsterblichkeit belegt, der ebenfalls in „Death„ verliebt ist und Deadpool so von ihr trennen will. Kleiner Fun Fact am Rande: Thanos wollte im Infinity War Comic das Universum vernichten um, endlich seiner Liebe vereint zu sein. Im ersten Avengers Film von 2012 wurde in einer Post Credit Szene genau diese Motivation angedeutet.

Nach seinen ersten Auftritten in New Mutants und anderen Serien wie Avengers, Heroes for Hire oder Daredevil erhielt Deadpool eine eigene Serie, geschrieben von Joe Kelly, die heute als Deadpool Classic Kultstatus genießt. In der Joe Kelly Serie wurde auch das Konzept des Brechens mit der vierten Wand eingeführt, da sich bewusst ist das er nur eine Comicfigur ist und so mit dem Leser interagieren kann. Kleiner Fun Fact am Rande: Das Brechen mit der vierten Wand wird auch in den Deadpool Realfilmen und dem Deadpool Videospiel aufgegriffen. Im Jahr 2004 erhielt Deadpool eine weitere Kultserie zusammen mit dem Mutanten Cable. Deadpool & Cable, geschrieben von Fabian Nicieza, lief 50 Ausgaben lang und vereinte Action, Humor sowie Serienübergreifende Geschichten. So traf das dynamische Duo, ehemals verfeindet jetzt sogar fast Freunde, auf Dr. Doom, The Fantastic Four, Captain America, Winter Soldier und Apocalypse.

2008 startete nicht eine neue Deadpool Serie, geschrieben von Daniel Way, sondern auch die Secret Invasion begann in der die Helden der Erde durch Kämpfer der Alienrasse Skrull ersetzt werden. Dank Deadpool und Norman Osborn konnte die Invasion abgewehrt werden, was das Vertrauen in die Avengers und S.H.I.E.L.D. erschütterte. Dadurch konnte Norman Osborn seine eigene Organisation H.A.M.M.E.R., sein eigenes Avengers Team und seine Inkarnation der Thunderbolts (Marvels Sucide Squad  etablieren. Die Dark Reign begann und Deadpool stand auf Normans Osborns Abschussliste. Im Zuge, der Daniel Way Serie kämpfte Deadpool nicht nur gegen Norman Osborns Dark Reign an, sondern auch gegen Vampire, Hit-Monkey und traf auf zahlreiche Helden wie Hulk, Spider-Man, Captain America und die X-Men.

Im Zuge des Marvel Now Reboots erhielt auch Deadpool eine neue Serie, die ihn wieder mit allerhand Figuren interagieren und abgedrehte Abenteuer erleben ließ. Diese Serie wurde von Gerry Duggan und Brian Posehn geschrieben. Weiters war Deadpool ein Mitglied der neuen Thunderbolts und übernimmt prominente Rollen in den großen Storylines “AXIS“ und „Original Sin„. Im Zuge von „AXIS„ wird er schließlich als Zenpool ein Mitglied der Avengers. Als schließlich die Erden 616 (reguläres Marvel Universum) und 1616 (Ultimate Universum) in der Secret Wars Saga miteinander kollidieren stirbt Deadpool in Frieden, im Wissen das alle anderen mit ihm sterben werden.

Acht Monate nach dem Secret Wars und der Wiederherstellung der Erde arbeitet Deadpool für Steve Rogers aka Captain America. Durch eine gute Tat wurde Deadpool eine Mitgliedschaft im Avengers Unity Squad, kurz A.U.S., angeboten und Wade Wilsons aka Deadpools Popularität stieg in bis Dato ungekannte Höhen. Nachdem Steve Rogers von einem faschistischen Doppelgänger ersetzt, was schlussendlich zum Tode von Agent Phil Coulson zum Beginn von Secret Empire führte. Aus blinder Loyalität zu Captain America schließt sich Deadpool seinen Avengers und Hydra an. Der Krieg zwischen Hydra und den Rebellen kostet zwei Freunden von Deadpool das Leben, die Liebe seiner Tochter und allen Ruhm, den er erlangt hat. Im aktuellen Marvel Imprint Fresh Restart / Legacy wird Deadpool wegen seiner Taten von anderen Helden gejagt, um Gerechtigkeit zu erfahren.

Soweit zum Werdegang von Deadpool, dem wohl aktuell populärsten Werdegang von Deadpool. Ich finde den Wandel der Figur, von einer Parodie zu einem eigenständigen Charakter, faszinierend da das Konzept des Söldners Deadpool sehr flexibel einsetzbar ist und dem Charakter die Möglichkeit mit vielen anderen Figuren zu interagieren. Dank der Unsterblichkeit von Wade Wilson kann man die irrsinnigsten Kämpfe veranstalten wie Deadpool vs. Carange oder Deadpool vs. Thanos.

Obwohl ich mich inzwischen mehr auf der DC Seite des Zauns sehe, gehört Deadpool zu den letzten Marvelhelden von denen ich mir Comics kaufen würde und die mich immer noch interessieren, was an der Kreativität dieser Figur und der unterschiedlichen Ausrichtungen der einzelnen Serien um ihn liegt. Dazu kommen viele Miniserien wie Deadpools Art of War oder Deadpool kills the Marvel Universe, die abseits des Mainstreams liegen.


Kommen wir nun zum eingemachten. Inzwischen folgen über 180 Personen meinem Blog (E-Mail Follower dazugerechnet) und heute möchte ich euch etwas zurückgeben, um mich für die Treue zu bedanken. Durch die freundliche Unterstützung der Firma Elbenwald verlose ich ein kleines Deadpool Fanpaket, bestehend aus einem T-Shirt, einer Tasse und einem Sportbag.

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Das könnt ihr gewinnen!

Was müsst ihr tun um teilzunehmen?

Ganz simpel. Ihr müsst meinem Blog folgen um Teilzunehmen.

Wie könnt ihr gewinnen?

Schreibt in die Kommentare was euch an Marvel/Deadpool am meisten gefällt und warum. Der kreativste beziehungsweise am besten formulierte Kommentar gewinnt. Das Gewinnspiel läuft von heute, dem 6.11 bis zum 27.11 und der Gewinner oder die Gewinnerin wird danach in einem kurzen Beitrag bekannt geben und von mir per Mail kontaktiert. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass dieses Gewinnspiel weder durch persönliche Beziehungen oder möglichen Verwandtschaftsgrad zu den Teilnehmer/innen beeinflusst wird. Hier zählt rein die Ausarbeitung des Kommentars!

Das wars soweit von meiner Seite. Ich freue mich auf eure rege Teilnahme, bedanke mich sowohl bei Elbenwald für die Kooperation als auch bei meinen treuen Leser/innen und wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Weitere Beiträge zu Deadpool:

Deadpools Art of War | Review

Nachdem ich nun einige DC Comics vorgestellt habe, widmen wir uns mal wieder dem ewigen Konkurrenten Marvel.
Bei Deadpools Art of War handelt es sich um eine vierteilige Geschichte aus der Feder des großartigen Peter David. Für die künstlerische Gestaltung zeichnen sich Scott Koblish & Val Staples aus.


Die Kunst des Krieges (habe ich tatsächlich gelesen) ist Teil der Weltliteratur und seit Jahrhunderten ein wichtiges Werk für erfolgreiche Kriegsführung.

Es wird Zeit für eine Kunst des Krieges und wer versteht mehr vom Krieg als Deadpool, der Söldner mit der großen Klappe. Um sein neues Werk zu vermarkten, braucht er jedoch einen Krieg. Was sich bietet sich also besser an als einen Krieg zwischen den Asen Loki & Thor anzuzetteln? Einen Krieg zu entfachen, ist jedoch leichter als einen zu kontrollieren, wie Deadpool bald feststellen muss.


Der Zeichenstil von Deadpools Art of War sticht aus der Masse deutlich heraus und erinnert mich etwas an die alten Comics aus dem Mad Magazine.
Das Design der Figuren gefällt mir außerordentlich gut und Deadpool in einem nordischen Kostüm ist schon irgendwie cool. Dazu kommt ein klassischer Loki wie man ihn aus den 60ern kennt und eine ansprechende Gestaltung der anderen nordischen Asen (Thor, Odin, etc.).
Was mich freut sind die Passagen aus Kunst des Krieges, die immer wieder im Off zitiert, natürlich mit passenden Bildern unterlegt.


Alles in allem ist Deadpools Art of War ein unterhaltsamer Comic, der aus der Norm ausbricht und Weltliteratur mit dem abgefahrenen Humor von Deadpool kombiniert. Wer den Söldner mit der großen klappe mag kommt definitiv auf seine kosten.
Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

In Kooperation mit dem Amazon Partnerprogramm:

Deadpool: Die Kunst des Krieges

Deadpool’s Art of War

Deadpool kills the Marvel Universe | Review

Deadpool gehört zu den lustigsten, aber auch tödlichsten Figuren des Marvel Universums. Durch seinen Selbstheilungsfaktor ist er fast unsterblich, jedoch wird er von den meisten Helden & Schurken nicht ernst genommen, sondern eher als Ärgernis betrachtet. Doch was passiert, wenn der Witz vorbei ist und Deadpool ernst macht? Das finden wir in dieser kurzen Review zu Deadpool kills the Marvel Universe von Cullen Bunn & Dalibor Talajic.


Die Geschichte beginnt mit einem Monolog des Watchers über die verschiedenen Parallelwelten. Bevor wir jedoch vor Langeweile einschlafen, wechselt die Szene zum Baxter Building, wo Deadpool gerade die Fantastic 4 tötet. Da ich diese vier Pappnasen noch nie leiden konnte, ist dieser Umstand sogar erfreulich.

So beginnt ein Amoklauf durch das gesamte Marvel Universum. Egal ob Superschurken oder die mächtigsten Helden der Welt, niemand ist vor Deadpool sicher. Der Witz ist vorbei & Deadpool macht ernst.

 

Eigentlich hat dieser Comic die simpelste Geschichte, die ich jemals gelesen habe. Das Spannende ist jedoch die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Deadpool ist sich bewusst, dass er nur eine Comicfigur ist. In seinem Kopf herrschen mehrere Stimmen, mit denen er immer wieder Monologe führt. Seine Beweggründe. jeden zu töten, erscheinen nachvollziehbar und verändern das Bild von Deadpool nicht ins Negative.


Den Zeichenstil empfinde ich als gelungen. Die Figuren sehen genauso oder zumindest weitestgehend aus wie in ihren Stammserien. Bei einem anderen Zeichner ist das nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Das einzige Manko liegt meiner Meinung nach bei Deadpool ohne Maske. Hier bevorzuge ich einfach die Daniel Way Comics (jaja das war „nur“ der Autor) was die Optik von Deadpool angeht.


Zusammengefasst ist Deadpool kills the Marvel Universe einer der besten Comics um den Söldner mit der großen Klappe. Es wird ein interessantes Bild von Deadpool gezeichnet, wenn eine neue Stimme auf den Plan tritt und der Witz vorbei ist. Als ausgebildeter Söldner/Attentäter ist Deadpool die beste Wahl für die hier vorliegende Geschichte.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal!