Ghostbusters (2016) | Review [Autor: Felix Neumaier]

Handlung: langweilige Handlung mit gelungenem Ende

 

Dr. Erin Gilbert (Kristen Wiig) und Dr. Abby Yates (Melissa McCarthy) sind Freundinnen seit Kindheitstagen, sie interessieren sich für Paranormales und haben gemeinsam ein Sachbuch über paranormale Aktivitäten verfasst. Während Abby Yates ihrem Glauben treu blieb, kehrte Erin ihrer Freundin wie auch Ihrer Theorien den Rücken. Mehrere Jahre sind vergangen und Erin Gilbert steht kurz davor, einen Lehrstuhl an der Columbia University von New York angeboten zu bekommen. Doch als plötzlich ihr Buch im Internet auftaucht droht dies, ihren Ruf als seriöse Wissenschaftlerin zu zerstören. Voller Wut konfrontiert sie Abby, die mittlerweile gemeinsam mit der witzigen wie genialen Nuklearingenieurin Holtzmann (Kate McKinnon) das Paranormale erforscht und offenbar kurz vor einem Durchbruch steht. Wie das Schicksal es so will, kommt dieser mit der Ankunft der mittlerweile skeptischen Erin. Nach einer hautnahen (und schleimigen) Begegnung mit einem Geist, glauben die drei an die größte Entdeckung ihres Lebens. Zu blöd, dass der Rest der Welt sie für Schwindler hält. Um es allen zu beweisen, müssen sie einen Geist einfangen. Dazu gründen sie das Institut für metaphysische Untersuchungen und gehen gemeinsam mit der U-Bahn-Angestellten Patty (Leslie Jones), ihres Zeichens Expertin für New Yorker Geschichte, auf Geisterjagd.

Ich hatte mir einiges erhofft von Ghostbusters jedoch ist die Handlung so langweilig erzählt dass ich mich durch die zweite Hälfte wahrhaftig durchquälen musste. Er war auch nicht wirklich witzig, manche Gags wollten einfach nicht zünden, jedoch wenn Chris Hemsworth als Kevin auftaucht wird’s witzig, allerdings hatte er leider etwas zu wenig Screen time. Am besten gefallen hat mir der final Act des Films wo er dann auch etwas in Fahrt kam.

 

Cast: nicht die beste Leistung aber OK

Die Schauspieler im Film haben gute Arbeit geleistet jedoch war es nicht gerade eine Glanzleistung da Melissa McCarthy im Film eine etwas ernstere Dame spielt und das nehme ich ihr irgendwie nicht ganz ab.

Am besten gefallen haben mir Chris Hemsworth als Kevin und Kate McKinnon als Holtzmann da die beiden die meisten Lacher hatten und das auch gut gespielt haben sie brachten etwas mehr Abwechslung in Ihre Rollen und waren nicht so eintönig wie manch andere Charaktere.

 

Effekte & Technik: schönes Bild und Geisterdesign

Ich habe den Film in 3D auf Blu Ray gesehen, sie hat ein schönes Bild einen sauberen Ton und ein gelungenes 3D. Das Besondere an dem 3D war das Frame break bei dem einige Effekte aus dem Film über die schwarzen Balken am TV ragten und so für gute Pop Outs sorgte. Das Design der Geister hat mir gut gefallen es war individuell und abwechslungsreich. Alles in allem hat mir die Technik im Film am besten gefallen.

 

Soundtrack & Synchronisation: Typisches Theme kein richtiger Soundtrack

Ein richtiger Soundtrack existiert in dem Film irgendwie überhaupt nicht und wenn dann läuft der typische Ghostbusters Titelsong welcher hier im Film neu gesungen von den Fall Out Boys verwendet wurde. Der Track hat mir zu Beginn an nicht so gefallen wurde aber besser nachdem man ihn dann ein paar Mal gehört hat.

An der deutschen Synchronisation gibt es nichts zu meckern da wurde saubere Arbeit geleistet

 

Fazit

Nach dem ersten Trailer habe ich mich richtig auf den Film gefreut, doch ich wurde leider ein kleines bisschen enttäuscht. Die Handlung ist zu langatmig, der Film ist nur selten lustig und es gibt keinen richtigen Soundtrack. Allerdings Punktet der Film in Sachen Technik und mit einem ganz guten Cast.

 

Wertung:

Handlung: • •

Cast: • • •

Effekte & Technik: • • • • •

Soundtrack & Synchronisation: • • •

Wertung: 13 von 20 Punkten

Note: Mittelmaß

 

Filmdaten:

Orginaltitel: Ghostbusters

Deutscher Titel: Ghostbusters

Produktionsland: USA

Orginalsprache: Englisch

Laufzeit: 117 Minuten

Erscheinungsjahr: 2016

Halloween Special

Herzlich willkommen zu meinem Halloween Special, wenn schon Mainstream dann richtig. Zuerst wollte ich einen Exkurs über die beiden Kategorien des Horrorgenres, im Bereich der Videospiele, schreiben. Jedoch habe ich mich entschlossen ein etwas persönlicheres Thema anzusprechen und dabei die beiden großen Bereiche meines Blogs vereinen. Heute geht es um Angst. Ich stelle euch einmal mein gruseligstes Erlebnis in einem Videospiel und einmal den Film, vor welchen ich bis heute am beängstigenden finde. Viel Spaß!

Achtung Spoiler sind möglich!


 

Die Wiege – Der gruseligste Ort der Videospielwelt

Den Anfang macht das Level „Die Wiege“ aus Thief: Deadly Shadows. Über das Spiel selbst kann man sagen, dass es eines der besten Stealthspiele aller Zeiten, welches trotz Bugs über ein gutes Gameplay, eine schöne Grafik und eine äußerst düstere & gruselige Atmosphäre bietet.

Ein Level jedoch macht mich bis heute noch fertig, und auch wenn ich Deadly Shadows bereits zehn mal oder öfters durchgespielt habe, kostet es mich immer einiges an Überwindung um dieses Level zu schaffen.

Zuerst etwas Vorgeschichte zur „Wiege“ an sich. Die Wiege, im Original „The Cradle“ war früher ein Waisenhaus. Ein Kind starb dort unter mysteriösen Umständen. Dann wurde ein Teil des Hauses zu einer Irrenanstalt. Später brannte das Gebäude ab. Die Kinder wurden gerettet jedoch nicht alle Patienten des Irrenhauses. Die vermissten wurden nie gefunden.

Der Spieler sucht die Ruine des Hauses auf um Informationen über eine Hexe zu sammeln, von denen man im Spiel zwar immer wieder hört, sie jedoch nie sieht. Wenn man das Areal der Wiege betritt, überkommt einen bereits ein beklemmendes Gefühl. Die Szenerie ist abweisend und verheißt nichts Gutes. Mit Brettern vernagelte Fenster und Türen. Man kann das Gebäude nur über den Keller betreten.

Dann durchstreift man das Gebäude auf der Suche nach irgendeinem Hinweis oder Wertgegenständen, schließlich spielt man einen Dieb. Irgendwann bewegt man sich in Richtung des Dachbodens und zum ersten mal hört man etwas. Ein Rumpeln auf dem Dachboden. Wer sich nun denkt dass man das Gebäude wieder verlassen kann täuscht sich. Die Wiege lässt einen nicht mehr los.

Das Ziel der Mission ist es die Seele eines Mädchens zu befreien, welches in der Wiege gefangen ist. Jedoch wird man dabei selbst von der Wiege gefangen genommen und muss den Fluch brechen. Während der erste Teil der Mission, bevor man das Mädchen auf dem Dachboden trifft sehr beklemmend war und man nie wusste was als nächstes passiert bricht im zweiten Teil der richtige Horror aus. Die verschollenen Insassen sind leider nicht so tot, wie man es gern hätte und dabei sogar verdammt wehrhaft. Später kann/muss man sich ihnen sogar ohne Waffen stellen, was nicht sehr klug ist.

Ich muss die Entwickler wirklich loben. „Die Wiege“ ist nicht nur das gruseligste, sondern auch eines der atmosphärischsten Level, das ich jemals in einem Videospiel durchstreift habe. Hier stimmt einfach alles. Die schauerhafte Geschichte des Hauses, die Gerüchte um die Hexe, der Aufbau des Levels vom atmosphärischen Anfang bis zum Ausbruch des Grauens. Es ist einfach so unfassbar erschreckend, wenn man durch einen Gang schleicht, das Licht flackert, aus dem Schatten ertönt ein Schrei und schon bricht ein Wahnsinniger hervor. Als Dieb hält man nicht viel aus & muss flüchten oder man kämpft und riskiert ein schnelles Ende. Es ist aber auch bereits unheimlich, wenn man die Insassen nur beobachtet. Die seltsamen Bewegungen und das Gefühl, dass sie genau wissen dass man da ist, lassen einen selbst fast verrückt werden.

Bei meinem aller ersten Durchlauf von Thief: Deadly Shadows habe ich dieses Level nicht geschafft, weil es mir schlichtweg zu gruselig war. Heute schaffe ich es zwar aber dennoch grusle ich mich jedes mal dabei und bin heilfroh, wenn ich dieses Horrorhaus wieder verlassen kann.

Weiter geht es nun mit dem Horrorfilm, welchen ich bis heute am gruseligsten finde.


 

Der Exorzist – Atmosphäre & Grauen in Höchstform

Der Exorzist von 1973. Wo fange ich am besten an?

Zum ersten mal habe ich diesen Film im zarten Alter von 12 Jahren gesehen. Ich habe in der Nacht durch das TV-Programm gezappt und bin bei der Exorzist hängen geblieben. Der erste Overkill kam mit dem Gesicht des Dämons Pazuzu und die Szene, in der das kleine Mädchen Reagan kopfüber die Treppe runter läuft und Blut kotzt. Die Folge waren viele schlaflose Nächte und extreme Angst. Übrigens habe ich den Film damals nicht fertig gesehen.

In den letzten Jahren habe ich den Film immer wieder gesehen und inzwischen auch komplett. Das Gesicht des Dämons finde ich immer noch extrem gruselig. Interessant das mich ein Film, der über 40 Jahre auf dem Buckel hat, mehr gruselt als ein neuer Film wie Annabelle. Klar bei Annabelle habe ich mich auch gegruselt aber nur beim ersten mal.

Das ist für mich die große Stärke von der Exorzist. Wirkung. Das Grauen zeigt sich nicht nur im Gesicht des Dämons, sondern auch in der Machtlosigkeit der Figuren. Das kleine Mädchen Regan ist vom Dämon besessen und er ergreift immer mehr von ihr Besitz. Ihre Mutter und ihre Bediensteten können nichts gegen diese böse Macht ausrichten und wenden sich an die Kirche, welche einem Exorzismus erst nach einer Begutachtung zustimmt.

Ebenfalls müssen die Effekte gelobt werden. Wie bereits erwähnt ist die Maske des Dämons extrem gruselig. Die Farbsetzung. Die Augen. Die Zähne. Man sieht sie zwar nicht sehr oft im Film, aber diese Momente sind extrem Angst einflößend und gehören zu den Höhepunkten des Films. Auch die Maske der besessen Regan verdient eine Erwähnung. Vom süßen Mädchen zur besessen Kreatur. Man kann mit ihr eigentlich nur Mitleid haben.

Eine weitere Szene ist jene in der sich Regan mit dem Kreuz „selbst befriedigt“. Der Satz „Lass dich von Jesus ficken“ tut dabei sein übriges. Das meine ich mit Wirkung. Gotteslästerung hat man in Filmen Horrorfilmen aber eine Szene in der sich ein kleines Mädchen, welches besessen ist, mit einem Kreuz selbst verletzt ist etwas ganz anderes. Kein Wunder, das dieser Film damals eine Diskussion auslöste.

Der Exorzist hat eine Laufzeit knapp über 2 Stunden. Dabei setzt der Film auf einen langsamen Spannungsaufbau. Während man zu beginn zwar Böses ahnt jedoch nichts passiert häufen sich im weiteren Verlauf des Films die seltsamen Vorkommnisse. Seltsame Geräusche auf dem Dachboden, eine schwarze Messe in der örtlichen Kirche (man sieht das Ergebnis in einer Szene) und das immer auffälligere Verhalten von Regan. In Kombination mit dem stimmigen Soundtrack, der das langsame Grauen in Audioform ankündigt und der dichten Atmosphäre überzeugt der Film auch auf dieser Ebene.

Der Exorzist zog einige Nachfolger nach sich, von denen ich ein paar gesehen habe. Jedoch kommt keiner dieser Filme an das „Original“ ran. Generell kam für mich bisher kein Film mit Exorzismus-Thematik an diesen Klassiker heran.


Das war mein Halloween Special. Ich hoffe, es war für den einen oder anderen interessant. Wie immer freue ich mich über Feedback. Nun müsst ihr mich entschuldigen, ich muss mich wieder Titanfall 2 und World of Final Fantasy zuwenden. Bis bald!