Gyo – Der Tod aus dem Meer | Review | Die Filmreise Challenge #64

Titel: Gyo – Der Tod aus dem Meer
Originaltitel: Gyo
Laufzeit: 70 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Produktionsland: Japan

Es wird Zeit mich erneut der Filmreise Challenge (weitere Infos hier) zu widmen. Heute geht es mir um die Aufgabe 64: Schaue die Verfilmung eines Mangas. Die Auswahl in diesem Bereich ist sehr groß, dennoch habe ich mich für Gyo – Der Tod aus dem Meer entschieden.

Den gleichnamigen Manga habe ich bereits vor einiger Zeit vorgestellt. Wer mehr wissen will folgt diesem Link: Gyo | Review


Die drei Freundinnen Kaori, Aki & Erika (seltsamer Name für eine Japanerin) machen Urlaub am Meer. Eines Tages erhebt sich die maritime Fauna und erklärt mit einer grotesken Armee auf Stelzenbeinen der Menschheit den Krieg. Als sich die Meeresbewohner auch Tokio nähern, macht sich Kaori auf die Suche nach ihrem Verlobten.

Die Geschichte bleibt im Kern die gleiche wie im Manga, jedoch wurden einige Figuren und deren Rollen abgeändert. War es im Manga die Rolle des Mannes seine Freundin zu suchen, so ist es im Film genau umgekehrt. Außerdem sind die beiden Figuren Aki & Erika neu. Ich finde diese neuen Figuren interessant, da beide Damen je ein Klischee des Horrorgenres bedienen. Während Aki das etwas übergewichtige Mauerblümchen ist, fällt Erika ganz klar in die Kategorie Schlampe aber beide Figuren ergänzen die Handlung sinnvoll als Protagonisten eines zweiten Handlungsstrangs.


Was die Animation angeht, gehört Gyo zur Gruppe der wertigeren Animes. Das Tempo ist recht hoch und Langeweile kommt eher selten auf, was auch an der gestrafften Laufzeit liegt.

Negativ fällt das CGI auf, welches sich mit dem Zeichenstil des Films beißt und die meiner Meinung nach fehlende groteske Note, wie sie im Manga vorhanden war. Ja der Film hat einige Ekelszenen aber so abartige Ausmaße wie der Manga erreicht die Verfilmung leider nie.

Positiv hat mich die deutsche Übersetzung überrascht. Es ist nicht Selbtverständlich dass Animes hochwertig in deutscher Sprache lokalisiert werden aber in Gyo hauchen die Sprecher den Figuren ideal Leben ein und geben ihnen Persönlichkeit.


Alles in allem ist Gyo ein solider Anime, der besonders für die Leute geeignet ist, denen der Manga zu grotesk ist. Die Geschichte geht als alternative Erzählung durch und sowohl Animation als auch Synchronisation gehen in Ordnung oder einfach gesagt; Gyo ist ein sehenswerter Anime sowohl für Fans des Mangas als auch Personen, die dieses Werk noch nicht kennen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Gyo | Review

Titel: Gyo
Verlag: Viz
Genre: Horror
Release: 21. April 2015

Eigentlich wollte ich mich auf das Werk „All you need is kill“ stürzen, jedoch wird dieser Manga, beziehungsweise die Light Novel, auf Grund des zähen Schreibstiös, vertagt. Heute geht es mir um den Horrormanga Gyo von Junji Ito!

Kurze Info am Rande. Ich habe den Sammelband gelesen und nutzt diesen als Basis für die Review.


Das Paar Tadashi & Kaori verbringt einen Tauchurlaub auf Okinawa. Kaori hat einen hyper sensiblen Geruchssinn und als das Paar einen Fisch mit Beinen trifft, nimmt das Grauen seinen Anfang. Angewidert von dem ekelhaften Gestank des Fisches bittet Kaori ihren Freund, die Abnormität zu beseitigen, was dieser auch tut.

Am nächsten Tag strömen tausende Meeresbewohner mit Beinen an Land und sorgen für Chaos. Tadashi & Kaori reisen nach Tokyo zurück wo sie sich sicher fühlen. Als die groteske Armee schließlich Tokyo, danach ganz Japan und schließlich den gesamten Globus attackiert, wird den Protagonisten, sowie dem Leser das volle Ausmaß der Bedrohung klar. Der Todesgestank senkt sich auf die Erde herab und infiziert Mensch & Tier.

Gyo gehört zu den kreativsten Horrorgeschichten, die ich jemals gelesen habe. Der Autor Junji Ito versteht es, interessante Figuren zu erschaffen und den Horror zu beschreiben, ohne ihn zu entmystifizieren. Es gibt Erklärungen, woher diese „Wesen“ kommen, aber mehr als Theorien scheinen alle Erklärungen nicht zu sein denn es gibt keine Belege. Eines ist jedoch klar, der Tod kommt aus dem Meer. Dazu kommt eine scheinbare Immunität vor der Todesseuche, die jedes Lebewesen grotesk verzerrt und ein offenes Ende.


Gyo ist eine Horrorgeschichte, wobei der Fokus auf dem Bodyhorror liegt. Bei dieser besonders ekelhaften Form des Horror steht die groteske Veränderung des Körper im Mittelpunkt. Junji Ito, sowohl Autor, als auch Zeichner, hat sich sehr detailliert ausgetobt, um den Ekel möglichst plastisch darzustellen. Es gab mehr als eine Stelle, die sich eingebrannt hat und etwas auf den Magen schlug. Genau darin liegt aber auch der Reiz, denn mit jedem Kapitel steigt die Neugier, welche kranken Ideen der Mangaka nun für den Leser bereithält.


Zusammengefasst ist Gyo eine kurze aber interessante Serie, da in 19 Kapiteln eine derart abgedrehte Horrorgeschichte erzählt wird, wie ich sie selten gelesen habe. Der Erzählstil ist sehr flüssig, nimmt sich Zeit, die Figuren zu entwickeln und entwickelt den Schrecken immer weiter. Die Zeichnungen sind sehr detailliert, was für einen hohen Ekelfaktor sorgt. Ich gebe Gyo das Prädikat lesenswert, jedoch sollte man einen eher stabilen Magen mitbringen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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