Um ein Schnurrhaar (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #26]

Titel: Um ein Schnurrhaar
Originaltitel: Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu
Regie: Junichi Sato & Tomotaka Shibayama
Laufzeit: 104 Minuten
Release: 2020

Nach einer kleinen Pause meldet sich das Netflixers Format zurück. Katzen und Anime sind zwei Dinge, die ich sehr mag, ABER die Kombination konnte mich bisher wenig überzeugen. Dennoch habe ich mich auf um ein Schnurrhaar oder auch Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu gefreut, der zwar nicht perfekt ist, aber ein paar nette Ideen bietet.


Katzenartige Kernfakten

Titel: Um ein Schnurrhaar
Originaltitel: Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu
Regie: Junichi Sato & Tomotaka Shibayama
Laufzeit: 104 Minuten
Release: 2020


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Anime Offensive 2020


Für die extrovertierte Miyo ist das Leben nicht leicht. Ihre Eltern befinden sich in der Scheidung und sie soll entscheiden bei wem sie leben soll, ihre große Liebe Hinode erwidert ihre Gefühle nicht und da sie sich auch noch in eine Katze verwandeln kann hängt ihr eine mysteriöse Nekomata im Nacken. Der Deal der dicken Katze ist simpel. In ihrer Katzenform bekommt Miyo die Zuneigung von Hinode, die sie so dringend will, und wenn sie dafür ihre Menschenform dauerhaft aufgibt ist sie mit ihrem Geliebten vereint. Als die Grenzen zwischen den Daseinsformen immer weiter verschwimmen entwickeln sich für Miyo ungeahnte Folgen …

Die Prämisse von um ein Schnurrhaar mit dem Wechsel zwischen zwei Daseinsformen ist sehr spannend und gehört zu den großen Stärken des Films. Besonders die Begegnungen mit der „großen Katze“ inszenieren eine ebenso mysteriöse wie unheimliche Atmosphäre, welche auch einen Teil des Spannungsbogens ausmacht, der aber leider erst im letzten Drittel wirklich Fahrt aufnimmt. Über weite Strecken der Handlung plätschert der Film nur so vor sich hin, baut zwar den Charakter von Miyo konsequent aus, bietet aber keine nennenswerten Plotpunkte, die es nicht schon in anderen Genrekollegen gab.

Was man dem Film zugutehalten muss, sind eine wunderschöne optische Präsentation und hochwertiger Zeichenstil. Beides macht den Film äußerst wohltuend für das Auge und bessert den Gesamteindruck deutlich auf.


Somit lässt sich zusammenfassend sagen, dass um ein Schnurrhaar kein Totalausfall ist und durchaus Stärken bietet, die eine Sichtung lohnenswert machen, können aber dem Film fehlt das gewisse Etwas um sich aus der großen Masse an modernen Anime hervorheben zu können. Stilistisch ist der Film definitiv gelungen, bietet einen etwas wirren aber interessanten Genremix aus Romance, Coming of Age & Mystery, sowie einige nette Plotpunkte aber erzählerisch bleibt der Film leider etwas auf der Strecke, wobei das letzte Drittel wieder einiges rausholt.

Somit bekommt um ein Schnurrhaar oder auch Nakitai Watashi wa Neko wo Kaburu die Wertung sehenswert– !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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The Irishman (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #13]

Titel: The Irishman
Originaltitel: The Irishman
Regie: Martin Scorsese
Laufzeit: 209 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Oje ein Film von Martin Scorsese … da braucht man einiges an Sitzfleisch. Warum mich die 209 Minuten von The Irishman nicht gelangweilt, sondern bis zum Ende hin unterhalten haben, erfahrt ihr jetzt!

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Die Handlung des Films wird als Rückblende erzählt. Frank Sheeran, genannt Frank der Ire, blickt aut drei Jahrzehnte zurück, in denen er für die Bufalino-Familie als Auftragsmörder tätig war, mit dem Gewerkschaftsboss James Riddle „Jimmy“ Hoffa zusammengearbeitet hat und immer tiefer in die Welt des organisierten Verbechens eintaucht. Ein langes Leben im Dienste der Mafia hat jedoch seinen Preis, den man erst im hohen Alter zahlt …

MMO The Irishman erstreckt sich über drei Jahrzehnte, was es schwer macht, die Handlung nachzuerzählen, aber der Film bewegt sich so anmutig durch die verschiedenen Epochen, dass so der Reiz entsteht, das Leben von Frank Sheeran zu verfolgen. Vom kleinen LKW Fahrer bis zum hoch angesehenen Mitglied der Mafia begleitet man Frank zu wichtigen Stationen seines Lebens und lernt gleichzeitig viele Personen kennen, mit denen der Ire zu tun hat. Dies wäre auch mein einziger Kritikpunkt am Film, da die große Anzahl an Charakteren etwas der Übersicht schadet und nicht alle gleich eindrucksvoll sind.

Ebenfalls erwähnenswert ist die Atmosphäre und Stilisierung des Films. The Irishman zeigt recht schonungslos und unromantisiert das Leben als Mitglied der Mafia, was durch das grandiose Schauspiel von Robert De Niro weiter intensiviert wird. Normalerweise wollen Hauptfiguren in Filmen über die Mafia Arbeit und Familie trennen, allerdings hat Frank bis auf seine Tochter die eigene Familie überhaupt nicht auf dem Schirm, was die Atmosphäre des Films anders gestaltet, als die der Genrekollegen.

Abseits von Robert De Niro sieht man Al Pacino in der Rolle des Gewerkschaftschefs Jimmy Hoffa und Joe Pesci als Russell Bufalino. Obwohl der Film mehr Figuren bietet, sind es diese drei Charaktere, welchen die Handlung tragen und vorantreiben.

Zusammengefasst ist The Irishman ein qualitativ sehr hochwertiges Werk von Altmeister Scorsese, das ein interessantes, unromantisiertes Bild über das Leben in der Mafia zeichnet, aber gleichzeitig den Zuseher auf eine Reise durch drei Epochen in der Geschichte der USA mitnimmt. Meinen einzigen Kritikpunkt, die teils schwere Übersicht wegen den vielen Figuren, habe ich bereits genannt. Ich kann diesen Film sehr empfehlen, da man hier auf eine lange Reise durch verschiedene Jahrzehnte geführt wird und mit dem entsprechenden Sitzfleisch sollte man diese Reise auch genießen können. Mich hat der Film über seine ganze Laufzeit hinweg unterhalten!

Somit vergebe ich ein verdientes Sehenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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