Nerd.Ics liest … In Batgirls Schatten | Review

Titel: In Batgirls Schatten
Autor: Sarah Kuhn
Zeichner: Nicole Goux
Seiten: 208
Verlag: DC / PaninInk Deutschland

Ich habe bis jetzt zwei Titel aus der PaniniInk Reihe gelesen und beide haben mich nicht enttäuscht. Jetzt kommt Titel Nummer 3 an die Reihe mit „In Batgirls Schatten“ bekommen wir eine sehr persönliche und facettenreiche Geschichte über eine junge chinesisch-stämmige Amerikanerin und ihrem Umgang mit dem Alltag, wie sie die Sprache lernt, Freunde findet und zu einer jungen Superheldin wird.

Cassandra Cain, eine chinesisch-stämmige Amerikanerin, wird von ihrem Vater zu einer Killerin ausgebildet. Jedoch ändert sich für sie alles während eines Auftrages. Wir sehen eine junge Dame, die neue Freunde findet, die Sprache lernen muss und versucht eine Superheldin zu werden.


Schattenhafte Kernfakten

Titel: In Batgirls Schatten
Autor: Sarah Kuhn
Zeichner: Nicole Goux
Seiten: 208
Verlag: DC / PaniniInk Deutschland


(c) Panini Comics/PaniniInk

Cassandra Cain, von ihrem Vater zur Killerin ausgebildet, ist unterwegs ihren nächsten Auftragsmord auszuführen, nur läuft dieses Mal nicht alles nach Plan. Das Opfer winselt kurz vor seinem nahenden Tod das Wort „Tochter“, welches Cassandra als eines der wenigen Worte kennt und bei ihr eine emotionale Regung auslöst, sie dazu bringt den Mord nicht auszuführen, davonzulaufen und auf der Straße zu leben. Auf der Suche nach Essen wird sie von einer älteren japanischen Dame namens Jackie in deren Lokal zum Essen eingeladen und freundet sich mit ihr an. Jedoch beim ersten näheren Kontakt flüchtet Cassandra sofort und landet in der örtlichen Bibliothek in der Barbara Gordon Jugendliche im Schreiben unterrichtet.

Casssandra lauscht heimlich den Kursen und lernt dabei immer mehr die Sprache kennen und macht sich schlussendlich im Kurs bemerkbar und freundet sich auch mit Barbara an. Währenddessen sucht eine Serie von Mafia Morden Gotham City heim und es stellt sich schnell heraus das es sich um die Bande von Cassandras Vater handelt. Cassandra beschließt sich auf die Spuren von Batgirl zu begeben, erlebt ihre erste Liebe und schließt wichtige Freundschaften. Wie es in der Story weitergeht, könnt ihr gerne im Band nachlesen.

(c) Panini Comics/PaniniInk

Auch mein nunmehr dritter Band aus der PaniniInk Reihe hat mich nicht enttäuscht und überzeugt wieder mit einer tollen Autorin, wunderschönen und vor allem passenden Zeichnungen und einer genialen „Coming of age“ Story, welche auch wieder einen soziopolitischen Aspekt einbaut und zeigt wie schwer es vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund und schlechten Sprachkenntnissen haben können.

Ich habe es schon über die anderen Bände gesagt und ich werde es auch hier wieder erwähnen, dass diese Serie garantiert nicht nur etwas für jugendliche Leser ist, sondern auch die älteren Semester definitiv einen Blick reinwerfen können. Eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite.


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Nerd.Ics liest … Harley Quinn – Breaking Glass | Review

Titel: Harley Quinn – Breaking Glass! Jetzt Krachts!
Autor: Mariko Tamaki
Zeichner: Steve Pugh
Seiten: 208
Verlag: DC

Harley Quinn mal ganz anders! Eine Coming-of-age Story mit Highschool Alltag, Rebellion und einem etwas anderen Joker!


Gläserne Kernfakten

Titel: Harley Quinn – Breaking Glass! Jetzt Krachts!
Autor: Mariko Tamaki
Zeichner: Steve Pugh
Seiten: 208
Verlag: DC


Harleen Quinzel zieht nach Gotham City, um bei ihrer Großmutter zu leben. Jedoch als sie dort ankommt, findet sie eine leere Wohnung vor und wird von einer Dragqueen namens Mama, welche sie über den Tod ihrer Großmutter informiert, aufgenommen. Harleen geht locker durchs Leben, muss natürlich an die Highschool gehen und alles deutet auf eine ganz normale Highschool Teenie Story hin, wie wir sie alle aus gefühlt tausenden Filmen aus den frühen 2000ern kennen.
Doch dann freundet sich Harleen mit der rebellischen Ivy an und eine Freundschaft entsteht. Der Charakter Ivy ist für mich der spannendste in diesem Comic, da ich finde, dass gerade bei dem Charakter eine wunderbare Vorbildfunktion bzw ein großer „Lernfaktor“ für Jugendliche drinnen ist.

(c) DC Comics/PaniniInk

Denn schlussendlich sollen die Comics der PaniniInk Reihe ja junge Erwachsene ansprechen. Ivy hinterfragt das System, ist feministisch aufgeschlossen, protestiert gegen die aktuell laufende Stadterneuerung und geigt Typen wie dem Leiter des Filmklubs John Kayne mal ordentlich die Meinung. Wenn ich mir vorstelle, dass junge Erwachsene so einen Comic lesen, finde ich es toll, wenn man ihnen zeigt, dass es auch einen anderen Weg gibt, als immer nur ohne Widerstand mit dem Strom zu schwimmen.

Doch nun weiter in der Story, die eingangs erwähnte Mama, betreibt ein Lokal namens „Mama’s“, in welchem Dragqueens auftreten. Selbiges ist auch von der in Gotham laufenden Gentrifizierung betroffen, was Harleen endgültig auf die Barrikaden treibt, da es ja ihr neues Zuhause ist.
Ich möchte hier auch nicht mehr weiter spoilern, da jeder selber rausfinden soll, wie es mit Harleen weitergeht und warum ich den Joker in diesem Comic mal herzhaft erfrischend anders finde.

(c) DC Comics/PaniniInk

Als Fazit muss ich sagen, der Comic hat mich richtig umgehauen und ich finde es toll, dass sich Bestsellerautoren wie Mariko Tamaki mit solchen Themen in Comics einbringen lässt. Junge Erwachsene auf diese Art mit Themen wie Feminismus, Gentrifizierung, oder auch Toleranz und Respekt gegenüber anderen sexuellen Orientierungen zu „bilden“, finde ich unheimlich toll.

Ganz klare Leseempfehlung! Ein Comic, den jeder in seinem Regal stehen haben sollte!


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Wonder Woman: Warbringer – Im Angesicht des Krieges ⚔️ | Review [Rezensionsexemplar]

Titel: Wonder Woman: Warbringer – Im Angesicht des Krieges
Autor: Louise Simonson
Zeichner: Kit Seaton
Seiten: 212
Verlag: Panini/PaniniInk

Diana wird eines Tages als Wonder Woman die Welt retten und zu den großen drei gehören, aber in Warbringer erleben wir eine junge Diana, die noch lernen muss, was es bedeutet, eine Heldin zu sein!

Vielen Dank an Panini Comics für das Rezensionsexemplar von Wonder Woman: Warbringer – Im Angesicht des Krieges!


Kriegerische Kernfakten

Titel: Wonder Woman: Warbringer – Im Angesicht des Krieges
Autor: Louise Simonson
Zeichner: Kit Seaton
Seiten: 212
Verlag: Panini/PaniniInk


Diana, Tochter der Amazonenkönigin Hippolyta, lebt auf der Paradiesinsel Themyscira und möchte sich den anderen Amazonen beweisen, da sie anders ist, als sie. Im Zuge eines Wettlaufs bietet sich Diana die Chance, sich zu beweisen, allerdings schlägt sie sie aus, um eine Sterbliche zu retten. Da es Sterblichen nicht gestattet ist, Themyscira zu betreten und dies der Insel aber auch ihren Bewohnern großes Unheil bringt riskiert muss sich Diana entscheiden. Sie riskiert die Verbannung aus ihrer Heimat und hilft der Sterblichen. Als sich jedoch herausstellt, dass Diana einer Kriegsbringerin, einer Nachfahrin Helenas von Troja, hilft, muss sie nicht nur ihre Heimat, sondern auch die ganze Welt retten …


Warbringer ist eine Art Mischung aus dem Wonder Woman Film und einer Coming-of-Age Geschichte. Man erlebt in dieser Graphic Novel keine gestandene Diana, sondern eine junge und unerfahrene Kriegerin, die ihren Platz in der Gesellschaft der Amazonen sucht, aber auch gleichzeitig eine Heldin sein möchte. Um einen globalen Krieg zu stoppen, verlässt sie, ähnlich wie im DCEU Film, ihre Heimat, aber, anstatt einen Gott zu stoppen, sucht sie nach einer Heilung für ihre Freundin.

Erzählerisch schlägt Warbringer bisher am stärksten in die Kerbe der klassischen DC Comics und kombiniert geschickt die mythologischen Elemente der Wonder Woman Comics mit den Elementen der Geschichten, wie sie für PaniniINk prägend sind. Leider schafft es die Handlung nicht, durchgehend zu überzeugend, aber über kleinere Durchhänger kann man hinwegsehen, da die Geschichte an sich interessant genug ist.

Optisch erinnert auch diese Graphic Novel an eine Mischung aus klassischem Comic und Manga, was erneut sehr wohltuend fürs Auge ist. Weiter kann man durch diesen Stil ideal die Emotionen der Figuren einfangen, was der Handlung und Inszenierung sehr gut tut.


Abschließend lässt sich sagen, dass Wonder Woman: Warbringer – Im Angesicht des Krieges eine interessante Handlung bietet, optisch durch einen ansprechenden Stil bietet, aber auch ein paar Längen in der Handlung hat. Dennoch ist mein Gesamteindruck zu Wonder Woman: Warbringer – Im Angesicht des Krieges äußerst positiv und die Graphic Novel hat sich die Wertung lesenswert definitiv verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Under the Moon: Eine Catwoman-Geschichte 🐈🌕 | Review [Rezensionsexemplar]

Titel: Under the Moon – Eine Catwoman Geschichte
Autor: Lauren Myracle
Zeichner: Isaac Goodhart
Seiten: 228
Verlag: Panini/PaniniInk

Meiner Meinung nach ist das PaniniInk Imprint eine großartige Idee und eine wunderbare Ergänzung für das Superhelden-Portfolio von Panini. Geschichten über bekannte DC Figuren für Jugendliche zu erzählen, funktioniert sehr gut und unterhält immens!

Nach Teen Titans: Raven beschäftige ich mich heute mit Under the Moon, in der Selina Kyle aka Catwoman debütiert. Danke an Panini für das Rezensionsexemplar!


Katzenhafte Kernfakten

Titel: Under the Moon – Eine Catwoman Geschichte
Autor: Lauren Myracle
Zeichner: Isaac Goodhart
Seiten: 228
Verlag: Panini/PaniniInk


15 Jahre lang hat Selina die wechselnden Affären ihrer Mutter und die Grausamkeit der Männer ertragen. Als Selinas Mutter jedoch Dernell anschleppt, der schlimmer ist, als alle Männer zuvor und bringt ein Zwischenfall mit der Katze von Selina das Fass zum überlaufen, und die Teenagerin reißt von Zuhause aus!

Selian lernt schnell, wie man in den Straßen von Gotham überlebt und als sie Teil einer Diebesbande wird, verändert das nicht nur ihr Leben dauerhaft …


Wie in einem guten Roman nimmt sich Under the Moon viel Zeit, um die Figuren, besonders Selina Kyle, zu etablieren und auszubauen, was passend ist, da die Graphic Novel auf einem Roman basiert. Die Handlung ist dem Teenager-Drama zuzuordnen, verfällt allerdings nicht in die typischen Klischees des Genres, sondern etnwickelt sich schnell zu einer Geschichte über die Selbstfindung und die Wichtigkeit sozialer Kontakte. Familie und Freundschaft sind ebenfalls wichtige Themen in der Geschichte, aber die Komplexität von Vertrauen ist relevant. Mit Selina Kyle aka Catgirl (spätere Catwoman) wird eine Figur genutzt, deren Eigenschaft perfekt zur Katze, ihrem Seelentier passen. Sie ist stark, unabhängig und gewitzt, braucht aber auch eine helfende Hand, wenn es sein muss.

Neben der Geschichte von Selina Kyle und den Verknüpfungen mit der Diebesbande und Bruce Wayne wird ein Subplot über eine Mordserie erzählt, die zwar unheimliche Elemente in die Handlung integriert, aber das wäre eigentlich gar nicht nötig, da das Comig-of-Age-Teenager-Drama interessant genug inszeniert wird, um bis zum Ende zu unterhalten.

Abseits der Handlung ist Under the Moon sehr schick inszeniert und präsentiert. Der Stil hat einen leichten Blaustich, was der Handlung eine dezente Kälte hinzufügt, und erinnert entfernt an asiatische Comics, kombiniert mit westlichen Elementen. Kurzum passt die Optik perfekt zur erzählten Geschichte und ist ein angenehmer Kontrast.

(C) Panini Comics/PaniniInk/DC Comics

Alles in allem ist Under the Moon: Eine Catwoman-Geschichte eine tolle Graphic Novel, in der nicht nur eine schöne Geschichte, deren Themen sehr wertvoll sind, erzählt wird, sondern auch optisch alles richtig gemacht wurde. Es ist die harmonische Kombination aus Erzählung und Optik, die ein interessantes Bild von Selina Kyle erschafft und ein Coming-of-Age-Teenager-Drama mit einer Superheldengeschichte kombiniert. Ich vergebe für Under the Moon: Eine Catwoman-Geschichte ein verdientes lesenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!