Ein kurzer Kommentar zu … Das schaurige Haus

2021 ist wohl das interessanteste Filmjahr seit langer Zeit für mich. Ohne die Kinos (oder zumindest in sehr eingeschränkter Form) findet sehr viel über Streamingdienste statt. Somit konnte ich einiges Filme des letzten Jahres nachholen, unter anderem das schaurige Haus, ein Gruselfilm aus Österreich, welcher sehr gute Kritiken eingefangen hat, aber für mich eine herbe Enttäuschung war.

Okay bei Horrorfilmen habe ich ohnehin keine hohen Ansprüche mehr und auch, wenn der Film ein paar Dinge gut macht ist er einfach zu langatmig, um bis zum Ende zu unterhalten. Dabei folgt der Film relativ streng das Konzept moderner Horrorfilme, was bereits bei der Handlung anfängt. Eine Familie (Mutter und zwei Söhne) aus Deutschland zieht in ein ländliches Dorf in Kärnten, weil die Mutter dort eine neue Arbeit bekommen hat. Sie ziehen in ein altes Haus, dass der Schauplatz eines Mordes war und von Geistern heimgesucht wurde. Die beiden Söhne gehen mit neu gefundenen Freunden dem Spuk auf den Grund und decken dabei den wahren Ablauf des Verbrechens auf.

Erzählerisch durchaus interessant, wenngleich nicht neu, aber leider relativ gezogen da die Handlung keinerlei neue Akzente in Genre setzt außer dem österreichischen Dialekt aber den hört man auch in anderen (Grusel)Filmen aus der Alpenrepublik. Auch die Schauspieler liefern eine solide Performance ab aber ebenso wie die „Horror-Effekte“ ist daran leider nichts besonderes oder gruseliges. Was ich dem Film aber zugute halten muss und hier funktionieren alle Komponenten, die einzelnen an Problemchen, sehr gut zusammen, ist die Atmosphäre des Films. Diese ist von Anfang an angenehm düster, teils bedrückend und auch etwas traurig. Hier holt das schaurige Haus einiges raus, aber das rettet den Gesamteindruck nicht.

Alles in allem ist das schaurige Haus kein schlechter und hat nette Ansätze bleibt aber am Ende des Tages ist der Film recht zäh und für seine relativ lange Laufzeit, gemessen am Horrorgenre Durchschnitt, zu langatmig. Eine Empfehlung kann ich nicht wirklich aussprechen aber wer einen deutschsprachigen Gruselfilm sehen will, kann ihn auf Netflix streamen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … Mandy

Zwei Genres, die sehr gut zusammenpassen sind Horror & Fantasy. Entweder als Dark Fantasy zusammen gemischt oder einzeln mit den jeweiligen Elementen aus dem anderen Genre funktioniert der Mix eigentlich sehr gut. In der ersten Jahreshälfte 2021 habe ich den Mandy von 2018 nachgeholt und das war ein echt wilder Ritt, was bereits bei der Prämisse anfängt.

Im fernen Jahr 1983 lebt der Holzfäller Red mit seiner Frau Mandy in einer abgeschiedenen Hütte. Eines Tages wird Mandy von Jeremiah, dem gestörten Anführer einer Endzeitsekte, entdeckte und dieser will die Frau für sich haben. Also der Irre ein paar dämonenhafte Biker, die völlig unter Drogen stehen, zum Haus des Pärchens um Mandy zu entführen. Es läuft nicht alles wie geplant, Mandy wird bei lebendigem Leib verbrannt und Red begibt sich auf einen blutigen Rachefeldzug gegen die Sekte und die Biker.

Mandy ist eine verdammt ambitionierte Hommage an die Ära des Videotheken-Horrors (1980er), wo man sich stumpfe und brutale Filme noch in der Videothek ausgeliehen hat. Allerdings ist der Film sehr hochwertig produziert und zelebriert durchgehend eine eigene Ästhetik, welche die „alten Vibes“ der 80er Jahre Horrorfilme neu aufleben lässt und dabei seine Märchenhaftigkeit auf Händen trägt. Irgendwo zwischen Horrorfilm-Hommage der 80er Jahre, düsterem Fantasyfilm & Barbarenfilm angesiedelt findet Mandy seinen eigenen Platz in der modernen Filmlandschaft.

Ich kann den Film definitiv empfehlen, da man so einen wilden Genremix nur sehr selten finden wird!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein kurzer Kommentar zu … Batman: Imperfekt

Ich mag Batman und was ich auch mag sind Geschichten die sich mit der Anfangszeit des dunklen Ritters beschäftigen. Batman: Imperfekt, im Original Batman: Tenses, erschien zwischen Oktober & November 2003 in zwei Ausgaben.

Erzählerisch handelt die Geschichte einerseits von Bruce Wayne und dessen Reformen innerhalb seines Konzerns, sowie von Ted Krosby, der den Reformen innerhalb Wayne Enterprises zum Opfer fällt, seinen Job verliert und anschließend auf die schiefe Bahn gerät. Dabei entwickelt er psychopathische Tendenzen und wird von Visionen geplagt. Während eines Mordes wird er von Batman gestellt.

Ich mag die Handlung von Batman: Imperfekt (Tenses), was am simplen Umstand des erfrischenden Settings liegt. Keine Superschurken, keine gigantischen Bedrohungen und keine Schlachten um Gothams Seele. Nur ein bemitleidenswerter Typ, der aber im Verlauf der Handlung immer abstoßender wird, und Bruce Wayne, dessen Taten auch Konsequenzen haben.

Dazu kommt ein äußerst eigener Zeichenstil, der mich entfernt an die Batman Animationsserie erinnert, aber gleichzeitig völlig eigen ist und sich nicht verstecken braucht gegenüber anderen Werken aus der Zeit.

Kurz gesagt ein sehr lesenswerter Comic!

Das war‘s von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nerd.Ics liest … Miles Morales 4: Gejagt

(c) Panini Comics

Unser aller Liebling aus Broocklyn ist zurück. Miles Morales geht in die 4. Runde und wir bekommen wie immer eine geballte Ladung an Action gepaart mit einem unheimlich sympathischen Superhelden.

Kernfakten:

Titel: Miles Morales 4: Gejagt
Autor: Saladin Ahmed
Zeichner: Carmen Carnero, Marcelo Ferreira, Cory Smith,
Seiten: 140
Sprache: Deutsch
Verlag: Marvel / Panini Comics

(c) Panini Comics

Was macht Miles Morales eigentlich so sympathisch? Wer das wissen will braucht eigentlich nur das erste Heft dieses Bandes lesen. Wir bekommen zwei Stories, eine die am Tag spielt und eine die in der Nacht spielt. Vor allem der erste Teil zeigt Miles in Höchstform. Frisch gebackener großer Bruder, kommt Miles seinen Pflichten nach und geht mit seiner Schwester im Park spazieren. Im Park angekommen wird auf eine aufgeschreckte Frau aufmerksam, welche ihm erklärt das jemand im Kanal verschüttet sei und noch keine Einsatzkräfte da seien. Miles wäre nciht er selbst, wenn er nicht sofort in sein Superheldenkostüm springen würde, die kleine Schwester mit Netz an die Brust geschnallt und runter in den Kanal springen würde.
Er rettet den Mann, kämpft noch gegen einen Alligator und alles wird wieder gut. Aber genau diese Story, die Sprüche von Miles und die Art wie er sich verhält sind genau der Grund warum so eine große Fanbase hinter Miles Morales steht.
Aber jetzt mal ein bisschen mehr vom Inhalt dieses Bandes. Wie oben erwähnt ist Heft 1 in diesem Band zweigeteilt und im „Nacht“ Teil sehen wir Prowler alias Onkel Aaron wie er in eine Labor einbricht um eine Auftragsarbeit zu erledigen. Im letzten Band haben wir ja gesehen das Aaron wieder ins Verbechergeschäft einsteigen musste und derzeit einige Jobs für Ultimatum erledigt. Nachdem er den Einbruch erledigt hat, liefert er seine Beute persönlich bei seinem Auftraggeber ab, welcher ihn in Gespräch verwickelt in dem Ultimatum seine Pläne zum Teil verrät und das er rausgefunden hat das Aaron die gleiche Energiesigantur wie Spider-Man hat.
Währenddessen schwingt sich Miles gemütlich durch die Stadt, rettet ein paar Menschen und trifft dann plötzlich auf eine Taskforce namens „Cradle“, welche Kamalas Gesetz durchsetzen soll und alle Teenie-Superhelden festnehmen soll. Miles widersetzt sich dem ganzen und kann entkommen.
Wie es mit Onkel Aaron weitergeht und auch mit Cradle und der Jagd nach Miles, könnt ihr dann selber gerne im Band nachlesen.

(c) Panini Comics

Es ist halt schon etwas unfair wenn ich eine Rezension zu einem Miles Morales Band schreiben soll und dabei noch objektiv bleiben muss. Ich mag den Charakater, ich mag das Setting in dem der Comic spielt und ich mag auch die Inhalte die hier geboten werden. Es ist einfach eine rundum gute Story welche vor allem gegen Ende des Bandes in totaller Action eskaliert und sogar Captain America in die Story „zwingt“. Wir bekommen ein paar sehr dramatische Wendungen und gerade das krasse Ende machen ordentlich Laune für die nächsten Band.
Kurz gesagt holt euch den Band und wenn ihr Einsteiger seid greift getrost zu, nehmt aber dabei auch die ersten drei Bände mit und ihr werdet es nicht bereuen!

Danke an Panini Comics für das Rezensionsexemplar!

Nerd.Ics liest … Spider-Man: Cadaverous

Titel: Spider-Man: Cadaverous
Autor: J. J. Abrams, Henry Abrams,
Zeichner: Sara Pichelli,
Seiten:  140
Verlag: Marvel / Panini Deutschland

Eine Vater-Sohn Story mit sehr viel Tiefgang, einer Teenager-Lovestory und geballter Spidey-Action.

Kernfakten:

Titel: Spider-Man: Cadaverous
Autor: J. J. Abrams, Henry Abrams,
Zeichner: Sara Pichelli,
Seiten: 140
Verlag: Marvel / Panini Deutschland

Vater und Sohn Abrams wagen sich an eine Spidey Alternativstory ran und spannenderweise ist die Vater-Sohn Beziehung auch ein großes Thema dieses Comics. Aber mehr dazu jetzt bei einem kurzen Überblick über den Inhalt.

(c) Panini Comics

Wir werden mitten in die Handlung geworfen und sehen ein vom Kampf gebeuteltes New York und einen ebenfalls vom Kampf gebeutelten Peter Parker, welcher von Mary Jane gefunden wird. Der Schurke Cadaverous hat offensichtlich New York angegriffen und Spidey hat sich ihm selbstlos entgegengeworfen. Während Peter und Mary quatschen greift Cadaverous erneut mit seinen Helfern an und Mary Jane wird tödlich verletzt, fällt in den Fluss runter, Peter kann sie zwar noch auffangen, aber schon im nächsten Panel, welches ihr Begräbnis zeigt, sehen wir das jede Hilfe zu spät war.

Was wir bei der Beerdigung auch sehen, ist ein kleiner rothaariger Junge, der eindeutig wie der Sohn von Mary Jane und Peter aussieht. Wir springen 12 Jahre weiter und sehen denselben Jungen als Teenager wie er seinen Alltag an einer Highschool begeht und dabei schon mal den Schul-Bully ordentlich vermöbelt. Sein Name ist Ben und er hat überdurchschnittliche Kräfte für einen Teenager. Nach der Prügelei und einer Standpauke vom Direktor wird er von seinem extra eingeflogenen Vater Peter Parker abgeholt. Wir erfahren das er eigentlich bei seiner Tante aufwächst und Peter damals nach dem Tod von Mary Jane abgehauen ist, um als Journalist in Krisengebieten zu arbeiten und auch das er beim Kampf mit Cadaverous eine Hand verloren hat.

Ben lernt beim Nachsitzen die rebellische Ito Faye kennen, verliebt sich in sie und zieht mit ihr verkleidet zum sprayen durch die Stadt. Da er kein Kostüm hatte, nahm er sich auf die schnelle, dass alte Spidey Kostüm seines Vaters und erregt sofort die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, da Spidey ja für mehr als 12 Jahre nicht mehr gesehen wurde. Wer wissen will, wie das Vater-Sohn-Verhältnis sich weiterentwickelt, welcher alte Schurke wieder auftaucht und ob Ben am Ende das Herz des Mädchens gewinnt, muss dann selber im Band nachlesen.

(c) Panini Comics

Mein Fazit kann hier eigentlich kurz und knapp ausfallen. Wir bekommen genau das, was im Infotext steht, nämlich eine wunderbare Alternativ-Story zum eigentlichen Spider-Man Kanon, eine Story mit einem unheimlich komplexen und gut geschriebenen Vater-Sohn Konflikt und immer noch genug Action, damit auch die Action-Fans auf ihre Kosten kommen.

Ein Band, den man auch getrost einem Einsteiger in die Hand drücken kann oder auch jemanden, der wenig mit Comics am Hut hat, da es einfach eine super solide Story ist, bei der man auch noch den wunderschönen Zeichenstil von Sara Pichelli hervorheben muss. Der Comic ist einfach wunderschön gezeichnet.

Raya und der letzte Drache | Review

Titel: Raya und der letzte Drache
Originaltitel: Raya and the Last Dragon
Regie: Paul Briggs & Dean Wellins
Laufzeit: 107 Minuten
Release: 2021

Mit Raya und der letzte Drache macht Disney einiges anders, als man es bisher gewohnt war. Weg vom klassischen westlichen Fantasy. Kein Märchen, oder eine Erzählung und kein Gesang, obwohl letzteres sehr gut gepasst hätte. Trotz seiner erfrischenden Ansätze ist Raya und der letzte Drache kein Meisterwerk, aber ein weiterer Schritt in die richtige Richtung der kommenden Disney-Animationsfilme!


Kernfakten vom letzten Drachen

Titel: Raya und der letzte Drache
Originaltitel: Raya and the Last Dragon
Regie: Paul Briggs & Dean Wellins
Laufzeit: 107 Minuten
Release: 2021

500 Jahre vor Beginn der Handlung: Die Menschen des Landes Kumandra leben in Harmonie mit den Drachen, deren Magie die Natur beeinflusst. Eines Tages tauchen die finsteren Druun auf und bringen Schrecken über die Menschen indem sie sie versteinern. Die letzten Drachen bündeln ihre Kräfte und bannen die Gefahr durch die Druun, werden dadurch aber ebenfalls versteinert


6 Jahre vor Beginn der Handlung: Die Menschen leben in 5 Clans zusammen, welche die verschiedenen Gebiete von Kumandra umfassen. In der Region Herz steht der Tempel von Sisu, wo das gleichnamige Amulett ruht und das letzte Stück Drachenmagie ist. Der Vater von Raya ist der festen Überzeugung, dass alle Clans zusammenleben können und Kumandra als Nation erneut enstehen kann. Wegen eines unbedachten Fehlers von Raya zerbricht das Amulett von Sisu und die Druun kehren zurück.

Sechs Jahre später bereist Raya die Welt um die Bruchstücke von Sisu’s Amulett von den restlichen Clans zurückzufordern, um die Druun zu vertreiben und alle versteinerten Menschen zurück zu bringen. Dabei findet Raya den Drachen Sisu und zusammen mit einer Gruppe von Außenseitern begibt sich Raya auf die Quest ihre Welt zu retten …


Man merkt Raya und der letzte Drache den Willen an, mehr sein zu wollen als ein klassischer Disey-Film. Thematisch wie erzählerisch bedient sich der Film einer (für Disney) frischen Materie und geht mehr in Richtung Abenteuer/Fantasyfilm für junge Erwachsene, als ein klassischer Kinderfilm. Außerdem sieht man durchaus den Versuch düsterer und ernster sein zu wollen, was aber nicht konsequent durchgezogen wird.

Gleiches gilt für die Handlung. Diese ist wesentlich epischer angelegt, aber es mangelt an Tiefgang in der Welt und den Figuren, um sich über eine „Skizzierung“ zu erheben. Es sind viele lobenswerte Ansätze erkennbar, aber leider wird aus dem interessanten Grundmaterial nicht genug gemacht. Hier wäre wohl ein Zweiteiler besser gewesen, um die faszinierende Welt Kumandras so auszuarbeiten, wie sie es verdient hätte. Als Gegenpart zu den drei weiblichen Hauptfiguren, hätte eine storyrelevante männliche Figur nicht geschadet. Eine ähnliche Konstellation wie in Vaiana hätte dem Kader an Hauptfiguren für etwas mehr Varianz gut getan.

Okay, genug Genörgel darüber was man an der Story verbessern könnte. Eine Stärke von Raya und der letzte Drache, welche sich nicht von der Hand weisen lässt, ist der Look des Films. Die verschiedenen Regionen und Clans sind unterschiedlichen Völkern Asiens zugeordnet, was viel Abwechslung für das Auge bietet. Auch technisch ist der Film über jede Kritik erhaben und beweist die hohe Qualität von Disney’s Animationstechnik.

Im Gegensatz zu den Live-Action Remakes (bis auf Ausnahmen), kommt Raya und der letzte Drache mit einer hochwertigen deutschen Synchronisation des Weges, aber auch der Soundtrack gefällt durch epische sowie klassische Stücke. Was mir bei Raya und der letzte Drache aber fehlt, ist der EINE Song, welcher untrennbar mit dem Film verbunden ist. Ein hervorragender Soundtrack ist toll, aber jeder Disney-Film braucht meiner Meinung nach den einen prägenden Song, den man in Dauerschleife abseits des Films hört. Sowas fehlt Raya und der letzte Drache, was sehr schade ist.


Alles in allem, macht Raya und der letzte Drache viel richtig und traut sich neue Wege zu beschreiten, aber die erhoffte Weiterentwicklung der Disney-Animationsfilme bleibt leider aus. Man geht mit diesem Film einen Schritt in die richtige Richtung, aber leider nicht weit genug und das ist sehr schade. Raya und der letzte Drache hat sich ein sehenswert definitiv verdient aber der erhoffte moderne Klassiker blieb leider aus.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Fire Punch 05 | Review

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 208
Verlag: Kaze Manga

Die Schlacht um Behemdorg ist vorbei. Das Treffen mit der Eishexe ist überstanden und die Flucht ist geglückt. Es wird Zeit für einen Neuanfang mit Agni als Gott und Erlöser(?!).


Feurige Kernfakten

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 208
Verlag: Kaze Manga


Die letzten Bände:


Unter der Führung von Agni und Togata leben die Flüchtlinge aus Behemdorg in einer Siedlung. Für Agni beginnt ein neues Leben, da die Menschen ihn als Gott verehren, um von seiner Wärme vor der kalten Welt beschützt zu werden.

Der Frieden währt nicht lange, da Bat-Man davon überzeugt ist, dass Togata ein Mann ist. Togata will sich aus dem Staub machen, wird aber von Agni, der Stur wie ein Esel ist, verfolgt. Nach einem tagelangen hin und her mit vielen Diskussionen kann Agni schließlich davon überzeugen zurückzukommen. Im Lager angekommen erwartet Agni & Togata das Grauen …


Im fünften Fire Punch Band werden sowohl das Thema Sexualität als auch Führerschaft, in Kombination mit Personenkult/Göttlichkeit und Verantwortung, behandelt. So wird einerseits die Figur von Togata enorm vertieft aber auch Agni bekommt eine vollkommen neue Rolle in der kalten Welt. Vom flammenden Rächer zum Befreier der Sklaven bishin zum Gott hat Agni bisher eine starke Wandlung durchgemacht.

Abseits davon zeigt der fünfte Band die Themenvielfalt von Fire Punch auf, da jeder Handlungsbogen bisher ein anderes Kernthema hatte. Als kleiner Ausblick in die Zukunft kann ich versprechen, dass der Manga noch mehr Tiefgang erhält.

Optisch ist der Band wieder geerdeter und verzichtet auf bildgewaltig inszenierte Action aber dafür gibt es einige ausdrucksstarke Bilder.


Kurz und knapp führt Fire Punch mit Band 5 die Serie gewohnt hochwertig weiter, was definitiv Lust auf mehr macht. Somit hat sich Fire Punch Band 5 ein lesenswert+ verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Batman/The Flash: Der Preis | Review [Heroes in Crisis]

Titel: Batman/Flash: Der Preis
Autor: Joshua Williamson
Zeichner: Guillem March, Rafa Sandoval
Seiten: 100
Verlag: DC/Panini

Was ist man bereit zu bezahlen, um die Maske zu tragen? Was kostet es, ein Kostüm zu tragen? Was muss geopfert werden, um ein Cape zu tragen? Was ist der Preis, ein Held zu sein?

Diese Frage stellen sich Batman und The Flash wohl mehr als alle anderen Mitglieder der Justice League. Um die Hintergründe eines Anschlags zu ermitteln, verbünden sich der dunkle Ritter und der schnellste Mensch der Welt erneut trotz ihrer Differenzen!


Kernfakten aus der besten Detektei der Welt

Titel: Batman/Flash: Der Preis
Autor: Joshua Williamson
Zeichner: Guillem March, Rafa Sandoval
Seiten: 100
Verlag: DC/Panini


Anm.: Dieser Band ist ein Sequel zu Heroes in Crisis und der ersten Batman Rebirth Storyline. Nachfolgend sind alle Rezis dazu verlinkt + das erste Batman/Flash Crossover:


Gotham Girl, ein Schützling von Batman, attackiert das Flash Museum in Central City. Batman & Flash arbeiten zusammen, um den Fall zu lösen, aber als sich eine Spur zum Sanctuary. Der Ort an dem Wally West, der Protegé von Flash kürzlich emordet wurde …

Die Rahmenhandlung des Batman/Flash Crossovers mag etwas dünn klingen, aber die unterschwellige Botschaft ist extrem stark. Auf der Hauptebene eine Detektivgeschichte, aber auf den sekundären Ebenen ein Drama, welches nicht nur den Konflikt zwischen Batman & Flash behandelt, sondern auch eine kritische Stimme gegenüber den kostümierten Helden erhebt.

Besonders Batman muss einiges einstecken, wenn er damit konfrontiert wird, immer wieder jugendliche in den Tod zu schicken für seine Mission. Weiters wird der Zwist zwischen Batman & Flash weiter vertieft, was wohl in Zukunft noch eine Rolle spielen könnte.

Optisch ist der Band absolut auf der Höhe der Zeit und bietet neben optisch ansprechenden Zeichnungen einige sehr starke Bilder. Auch inszenatorisch macht der Band alles richtig und bietet ein ums andere mal verdammt starke Panels.


Alles in allem ist Batman/The Flash: Der Preis ein gelungenes Heroes in Crisis Sequel und baut dazu einen spannenden Handlungsbogen auf, der hoffentlich auf ein Batman vs Flash Crossover hinarbeitet. Neben der Rahmenhandlung bietet der Band ein paar spannende Nebenstränge und besonders die Frage nach dem Preis für ein Leben als Held verleiht Batman/The Flash: Der Preis einiges an Tiefgang.

Ich vergebe für Batman/The Flash: Der Preis ein lesenswert+ und hoffe auf mehr Crossover mit den besten Detektiven der Erde.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Band!

The Spectacular Spider-Man | Gedankenspiel

Nach einer viel zu langen Pause geht der Spider-Friday endlich weiter simultan zu Nerd.Ics Formaten und meinen Comicrezensionen. Einen kleinen Vorgeschmack auf das geniale Line-up für die 2021 Rezensionen habt ihr bereits mit dem zweiten Symbiote Spider-Man Band bekommen und es freut mich sehr, das Format mit diesem Band wiedereinzuführen!

Ich bin seit geraumer Zeit ein Fan von Chip Zdarsky, was unter anderem an Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens liegt und der spektakuläre Spider-Man steht seit längerer Zeit auf meiner Leseliste. Als ich den Band von meiner Freundin zu Weihnachten erhalten habe, war die Freude groß und neben diesem Band, der quasi als Einstieg in die Serie dient, werde ich die Fortsetzungsbände 1 & 2 in je einem Beitrag behandeln.

Auf Band 3 werde ich vorläufig verzichten, weil dieser nicht mehr von Chip Zdarsky geschrieben wurde und eine eigene Tie-in Story zum Spider-Geddon Event bildet. Vielleicht in ferner Zukunft …

Worum geht es im The Spectacular Spider-Man Sammelband?

Peter Parkers Schwester(?!) deckt eine Verschwörung innerhalb von S.H.I.E.L.D. auf und gerät dadurch ins Visier des Geheimdienstes, aber auch Spider-Man gerät ins Visier der Behörden. Von allen Seiten gejagt muss sich Peter mit der Polizei sowie dem FBI herumschlagen, während er als Spider-Man gegen Vulture, Iron Heart, Kingping und am schlimmsten … gegen Tinkerer ins Feld ziehen. Um das Chaos abzurunden, mischt sich J. Jonah Jameson ins Geschehen ein und führt ein Interview mit Spider-Man, in dessen Verlauf einiges ans Licht kommt.

Damit sich Peter und seine Schwester aber nicht allein mit den Schurken messen müssen, helfen die Fackel und Ant-Man aus!

Der Sammelband erzählt eine recht klassische Geschichte mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft und erneut beweist Autor Chip Zdarsky sein Talent für spannende Handlungsbögen. Besonders interessant ist die Darstellung von Peter, der fast schon wie ein Arschloch rüberkommt und noch mehr fiese Sprüche durchklopft als sonst. Hier bekommt im Speziellen sein Kumpel die Fackel einiges ab.

Trotzdem wirkt Peter nicht unsympathisch, sondern wie ein Held dem einfach zu viel Scheiss in den letzten Jahren passiert ist und wer ist leidensfähiger als Spider-Man? Also mal abgesehen von Batman, aber der ist bei einem anderen Verlag zuhause.

Abseits der interessanten Rahmenhandlung bietet der Band viel Raum für seine Figuren und arbeitet diese entsprechend aus. Neben den Schurken, die mehr Tiefgang bekommen, bekommt J. Jonah Jameson, die Nemesis von Spider-Man, sehr viel Zeit. Dabei wird die Figur enorm vertieft und der gute J.J.J. bekommt eine richtig tragische Seite.

Der Band macht aber nicht nur erzählerisch sehr viel Spaß. Zeichner Adam Kubert liefert von Panel eins weg eine ebenso saubere wie hochwertige Arbeit ab, die keinen Raum für Kritik bietet und sich harmonisch mit der Handlung zu einem hochwertigen Gesamtbild zusammenfügt.

Emotionen werden ebenso gekonnt dargestellt wie schnelle Action und längere Dialogszenen. Allgemein erweckt der The Spectacular Spider-Man Sammelband den Eindruck, dass die Storyline durch das Potenzial für eine Verfilmung hätte.


Zusammengefasst ist der The Spectacular Spider-Man Sammelband mit Chip Zdarsky’s Legacy Serie ein wahres Fest für Spidey-Fans aber auch Neulinge können zugreifen, da die Serie zwar auf vorige Comics aufbaut, jedoch einsteigerfreundlich genug ist, um nicht zu überfordern. Kann ich den Band also empfehlen? JA absolut!

The Spectacular Spider-Man aus der Feder des Chip Zdarsky ist absolut lesenswert und gehört neben Geschichte eines Lebens und Daredevil zu seinen besten Arbeiten. Wer also auf der Suche nach einer größeren Serie mit Spider-Man ist, die auch noch ein Sequel bietet, kann bei Peter Parker: Der spektakuläre Spider-Man: Gefährliche Familienbande (so der volle deutsche Titel) bedenkenlos zugreifen.

Somit vergebe ich nochmals ein absolut lesenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Fire Punch 04 | Review

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 200
Verlag: Kaze Manga

Nach der verheerenden Schlacht von Behemdorg ist Agni und seinen Gefährten keine Ruhe vergönnt, da überall Gefahren lauern …

Anm.: Ab diesem Band werde ich keinen detaillierten Recap mehr angeben, sondern die vorigen Bände verlinken. Somit müsst ihr nicht immer dasselbe lesen!


Feurige Kernfakten

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 200
Verlag: Kaze Manga


Die vorigen Bände

Fire Punch 01

Fire Punch 02

Fire Punch 03


Agni steht der Eishexe gegenüber. Der Person, die die Welt mit Eis überzogen hat. Er muss sie schnell töten, bevor die Welt noch kälter wird …

Während Agni sich mit der Eishexe misst, fliehen Togata, Bat-Man und die restlichen Anhänger Agnis mit den Sklaven aus Behemdorg. Jedoch sind die restlichen Soldaten aus dem verbrannten Behemdorg der fliehenden Kolonne auf den Fersen. Die Flucht scheint, unmöglich als weitere Verbündete auftauchen!


Der vierte Band beendet die „Behemdorg“-Saga und konfrontiert den Helden (aber auch den Leser) mit der bisher großaufgebauten Gegenspielerin. Wie man es von Fire Punch aber bisher gewohnt ist, ist nichts, wie es scheint und die Eishexe ist komplett anders als erwartet. In zwei großen Dialogen werden die Motive und Beweggründe der Hexe erklärt, bei denen selbst ich als langjähriger Mangaleser staunen musste. Vergesst Cell, Freezer, Aizen, Griffith und Obito Uchiha. Die Eishexe hat den irrsten Plan aller Zeiten und ohne zu viel zu spoilern, es hat mit Star Wars zu tun (KEIN WITZ!).

Simultan zu den beiden interessanten Dialogen mit der Eishexe wird eine spannende Verfolgungsjagd präsentiert, die einem Mad Max: Fury Road würdig ist und erneut aufzeigt, wie gekonnt Mangaka Tatsuki Fujimoto Action mit spannendem Storytelling kombinieren kann, aber gleichzeitig optisch auf ganzer Linie zu überzeugen weiß.


Auch wenn ihr es wohl langsam nicht mehr lesen könnt ABER Fire Punch Band 4 ist eine hervorragende Fortsetzung und nutzt alle Stärken der vorigen Bände, um erneut von Seite 1 an zu unterhalten. Dazu kommen wieder clever angesetzte Twists, die dem Manga eine neue Note verleihen und aufzeigen, wie ANDERS Fire Punch eigentlich ist. Daher gibts von mir eine lesenswert+ und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Batman: Under the Hood | Review [DC Comics Graphic Novel Collection]

Titel: Batman: Under the Hood
Autor: Judd Winck
Zeichner: Dough Mahnke & Paul Lee
Verlag: Eaglemoss

Wie man weiß, ist mein Red Hood Fandom gewaltig und mein Lieblingsanimationsfilm von DC ist „Batman: Under the Red Hood“. Endlich habe ich mir den Band Under the Hood rangeschafft und wow … DC Mitte der 2000er war anders wild, aber lasst mich etwas ausholen!


Kernfakten under the Hood

Titel: Batman: Under the Hood
Autor: Judd Winck
Zeichner: Dough Mahnke & Paul Lee
Verlag: Eaglemoss


Wir befinden uns in der Zeit nach „War Games“ und Gotham City hat sich verändert. Im Zuge eines brutalen Bandenkriegs ist Black Mask zum neuen Boss der Unterwelt von Gotham aufgestiegen und herrscht mit eiserner Faust. Batman arbeitet allein und wird von Schuldgefühlen geplagt. Dick Grayson kuriert seine Verletzung am Bein. Barbara Gordon aka Oracle hat Gotham City verlassen. Während Black Mask die Unterwelt beherrscht, taucht ein neuer maskierter Vigilant auf. Red Hood hat Black Mask den Krieg erklärt.

Zuerst stiehlt er seine Ladungen, attackiert seine Drogendealer und geht schließlich dazu über Waffenlieferungen direkt zu zerstören. Während Black Mask sich mit Red Hood herumschlägt, sind Batman und Nightwing dem neuen Vigilanten auf der Spur. Batman vermutet hinter Red Hood einen Schatten aus seiner Vergangenheit, da er sehr gut trainiert ist und sein Stil dem des dunklen Ritters ähnelt … wer steckt hinter Red Hood?

(c) DC Comics

Da wir das Jahr 2021 schreiben, ist die Antwort auf die abschließende Frage im oberen Absatz bereits bekannt. Zumindest für Kenner der DC Comics aber Neulinge oder Gelegenheitsleser bekommen eine spannende Geschichte vorgesetzt, in der man über weite Strecken nur erahnen, wer hinter der Maske steckt aber auch regelmäßige Leser von Comics kommen hier auf ihre Kosten, da die DC Comics von Mitte der 2000er noch etwas anders wild waren. Man bekommt hier einen spannenden Thriller vorgesetzt, der in den Nachwehen eines großen Events angesiedelt ist und die Folgen davon auch ohne „War Games“ gelesen zu haben, sind klar spürbar, werden aber auch entsprechend wiederholt.

Aber nicht nur erzählerisch, sondern auch optisch weiß der Band zu überzeugen. Der Stil von Batman: Under the Hood ist düster, aber nicht so düster wie beispielsweise in Batman R.I.P. , was eine optisch ansprechende Mischung ergibt.


Zusammengefasst ist Batman: Under the Hood eine starke Geschichte aus dem 2000er Batman Kosmos, die einerseits als eine Art Epilog zu War Games dient, aber gleichzeitig für sich steht und einen neuen Charakter in die Bat-Family einführt. Auch optisch kann der Band überzeugen und durch seine Einsteigerfreundlichkeit hat sich Batman: Under the Hood ein lesenswert+ definitiv verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nerd.Ics liest … Undiscovered Country Vol 1: Destiny

Snyder und Soule erschaffen eine Zukunftsdystopie unserer Erde, die vor allem durch das Schreiben und Worldbuilding zweier großer Autoren besticht und so eine unheimlich faszinierende und spannende Story ist.

Kernfakten:

Titel: Undiscovered Country Vol 1: Destiny
Autor: Scott Snyder, Charles Soule
Zeichner: Giuseppe Camuncoli
Seiten: 176
Verlag: Image Comics

Ich hab mich wieder mal an eine Story von Image Comics ran gewagt und mich diesmal für ein sehr vielversprechendes Autoren-Duo mit großen Namen entschieden. Zum einen Scott Snyder, dessen Batman Run eins meiner großen Projekte ist, welches ich hoffentlich bald abschließen kann und zum anderen Charles Soule, dessen Daredevil Run neulich bei mir am Lesestapel gelandet ist und gelesen werden will. Tolle Voraussetzungen, welche durch einen unheimlich spannend klingenden Klappentext abgerundet wurden.

(c) Image Comics

Worum geht’s in „Undiscovered Country“? Wir befinden uns in einer dystopischen Zukunft die, meiner Meinung nach ca 30 Jahre in der Zukunft liegen müsste, und wir sehen einen Helikopter gefüllt mit einigen Menschen auf dem Weg in die USA. Klingt auf den ersten Blick nicht gerade besonders, aber wir erfahren sofort, dass dies die erste Reise von Menschen in die USA seit 30 Jahren ist, da sich das Land voll und ganz von der Außenwelt abgeschottet hat. Warum und Wieso erfahren wir nicht wirklich und auch das wie wird nur kurz angeschnitten, aber es gibt große Mauern rund um das Land und diverse Verteidigungslinien, die das Eindringen verhindern.
Was ist nun aber der Zweck dieser Reise? Hierfür gibt es immer wieder Rückblenden, die uns zum einen das Team der Reisenden vorstellen und zum anderen auch Hintergründe über die Reise erklären und die erste Rückblende wirft uns eine Woche zurück nach Athen in Griechenland, welches in der Zone der Euro-Afrikanischen Allianz liegt. Zur Erklärung die Welt außerhalb der USA hat sich in zwei Großreiche aufgeteilt, auf der einen Seite die „Euro-Afrikanische Allianz“ und auf der anderen Seite die „Pan Asia“ Zone.
Aber nun zurück zur Rückblende, wir sehen Charlotte Graves, welche als Ärztin einen Patienten betreut, der am sogenannten SKY-Virus leidet und auch da erfahren wir die nächste wichtige Information, und zwar dass es ein Virus gibt welches droht die ganze Menschheit zu vernichten. In dem Moment taucht Pavel Bukowski, ein Veteran, auf und bittet Charlotte mitzukommen, da es eine wichtige Mission gäbe, an der sie teilnehmen sollte.
Wir werden wieder in die Gegenwart geworfen und sehen den Hubschrauber, der nun in amerikanisches Staatsgebiet eindringt und genau in dem Moment angegriffen wird und mitten im Nirgendwo notlanden muss.
Was ist aber nun der eigentliche Grund, warum eine Gruppe nach über 30 Jahren zum ersten mal in die USA reist und sich dieser Gefahr stellt? Die Antwort ist, die Welt hat eine Videobotschaft von einem Mann namens Dr Samuel Elgin aus den USA empfangen, welcher die Welt einladet in die USA zu kommen, da man ein Heilmittel für SKY habe und es mit der Welt teilen wolle.
Es stellt sich aber schnell raus, dass dies nicht so einfach ist, da die Vereinigten Staaten nicht mehr vereint sind, sondern es mehrere Gruppen gibt, die untereinander kämpfen und eine dieser Gruppen, welche angeführt wird vom „Destiny Man“ greift den Hubschrauber und daraufhin auch die Gruppe an. Die Gruppe kann sich, bis auf ihren Piloten, mit Hilfe eines Fremden in eine Höhle retten. Dieser Fremde stellt sich schnell als Dr Elgin raus und hier wird ihnen nun die genauere Situation der USA und auch, warum sie hier sind, erklärt.
Wie sich die Story entwickelt könnt ihr dann wie immer im Band selber nachlesen.

(c) Image Comics

Als allererstes kann ich alle beruhigen, so kompliziert, wie es in meiner Zusammenfassung zum Teil klingt, ist es überhaupt nicht, da Snyder und Soule es perfekt schaffen, diese Welt und die Story einem richtig gut näherzubringen und man merkt das gerade an dem Punkt, zwei Könner am Werk sind.

Zur Story kann ich nur sagen, man hat nach dem Band das Gefühl, einen Roman gelesen zu haben, jedoch fühlt man sich überhaupt nicht geschafft. Ganz im Gegenteil, man ist hungrig auf Band 2 und will wissen, wie die Story weitergeht. Natürlich ist es kein Zufall, dass im Jahr 2020 eine Story rauskommt, in der sich die USA mit Hilfe von Mauern 30 Jahre lang von der Außenwelt abgeschottet hat und dass es ein Virus gibt, welches die ganze Menschheit bedroht, Trump und Corona lassen grüßen.
Ich hatte unheimlich großen Lesespaß, wollte unbedingt mehr von dieser Welt sehen und bin jetzt schon in großer Vorfreude auf Band 2, welcher im März auf Englisch erscheinen wird und im Sommer dann auf Deutsch.

Für alle, die sich, so wie ich, an das englische Paperback ranwagen, sei gesagt, das Englisch ist nicht unbedingt geeignet für Anfänger, aber mit ein paar gefestigten Basics bekommt man den Band schon hin.
Da der Band eine Nummer 1 ist, ist er natürlich absolut einsteigerfreundlich und bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung, da die Welt und die Story einfach so stark sind.

The Lion King (2019) | Review

Titel: Der König der Löwen
Originaltitel: The Lion King
Regie: Jon Favreau
Laufzeit: 118 Minuten
Release: 2019

Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, muss ich euch vorwarnen. Da ich ein Disney+ Abo habe, wird es in den nächsten Wochen einige Beiträge zu den modernen Disneyfilmen, sprich den Live Action/CGI Remakes, geben. Zu König der Löwen habe ich einen relativ geringen, nostaglischen Bezug, da meine Kindheit durch Mulan geprägt wurde, aber das macht nichts. So konnte ich ohne verklärten Blick auf den 2019er Film blicken und was ich gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen!


Kernfakten aus dem Löwenrudel

Titel: Der König der Löwen
Originaltitel: The Lion King
Regie: Jon Favreau
Laufzeit: 118 Minuten
Release: 2019


Simba ist der Sohn von Mufasa, dem König des geweihten Landes und wird eines Tages dessen Königreich erben. Als der junge Löwe von seinem zwielichtigen Onkel Scar in eine Schlucht gelockt wird, mit dem Vorwand Simbas Brüllen zu finden, droht dem jungen Löwe Gefahr durch eine Herde Gnus. Dies ist Teil des finsteren Plans von Scar Simba zu töteten, um seinem Bruder Mufasa zu schaden. Dieser möchte seinem Sohn zu Hilfe eilen, kann ihn retten wird aber von Scar in den Tod „geworfen“.

Simba, in tiefer Trauer über seinen Verlust, wird von Scar fortgejagt und dieser übernimmt schlussendlich die Kontrolle über das Löwenrudel, zusammen mit den Hyänen als seinen Helfern. Das geweihte Land versinkt in Dunkelheit. Simba flüchtet sich in die Wüste und wird dort vom Erdmännchen Timon sowie dem Warzenschwein Pumbaa gerettet. Beide bringen ihn in eine Oase und lehren im die Lebensweiheit „Hakuna Matata“.

Jahre später ist Simba zu einem prächtigen Löwen herangewachsen, der sein Leben vollends genießt. Als jedoch Nala, eine Jugendfreundin Simbas, in der Oase auftaucht muss sich der junge Prinz seinem Erbe stellen …


Die Story des Film ist inzwischen über 20 Jahre alt und funktioniert damals wie heute wirklich ausgezeichnet. Neben einer tollen Abenteuergeschichte, vermittelt der König der Löwen (2019) ein paar wirklich schöne Botschaften (von denen besonders die Hakuna Matata Thematik für Erwachsene greifbar ist) und nutzt einige Elemente der Heldenreise.

Weiters ist der Look des Films äußerst ansehnlich und die Grenze zwischen CGI & Realaufnahmen, im speziellen von der Landschaft, verschwimmt gern mal. Auch bei den Tieren steht öfters die Frage im Raum, ob diese nun CGI sind oder echte Tiere. Vor allem anderen schafft es The Lion King (2019) Emotionen mit starken Bildern zu vermitteln und die Gedanken über Computereffekte beiseite zu schieben. Kurzer Schwank aus dem Off: The Lion King (2019) ist der erste Disneyfilm seit langem, bei dem ich weinen musste. So viel also zu den Emotionen.

Ein wirklich großes Lob muss ich an die SynchronspecherInnen aussprechen. Ich habe den Film im O-Ton gesehen und der gesamte Cast liefert eine grandiose Performance ab. Besonders Chiwetel Ejiofor (The Old Guard) schafft es, Scar mit seiner Stimme wohl zum größten Arsch aller Disneyschurken zu machen, aber auch die restliche Besetzung weiß, wen und über was sie sprechen. In Kombination mit dem Soundtrack gibts also einiges auf die Ohren!


Alles in allem, ist The Lion King (2019) ein hervorragendes „Remake“, welches optisch wie akustisch zu Gefallen weiß. Sowohl für nostalgische Fans, als auch für moderne Cineasten geeignet, kann man The Lion King (2019) bedenkenlos empfehlen und somit vergebe ich die verdiente Wertung sehenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Fire Punch 03 | Review

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 208
Verlag: Kaze Manga

Fire Punch geht in die dritte Runde und jetzt geht‘s richtig los!


Feurige Kernfakten

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 208
Verlag: Kaze Manga


Kurzfassung der letzten Ereignisse:

In einer Welt, die mit Eis überzogen wurde, gibt es sogenannte Gesegnete. Dies sind Menschen mit besonderen Kräften. Agni und seine Schwester besitzen den Segen der Regeneration. Als ihr Dorf von Doma und seinen Männern besucht wird, sterben alle Menschen bis auf Agni durch die Flammen von Doma. Brennend, unter permanenten Schmerzen stehend und sich durchgehend heilend, macht sich Agni jahrelang auf die Suche nach Doma. Als er ihn endlich findet, wird er von Domas Verbündeten übermannt, enthauptet und soll ins Meer geworfen werden. Nun betritt Togata die Bühne und will mit Agni einen Film drehen …

Band 1

Band 2


Unter dem Vorwand ihn zu Doma zu bringen lockt Togata den auf Rache sinnenden Agni zurück nach Behemdorg. Dort wartet jedoch eine tödliche Falle auf den feurigen Rächer. Zum Tode verurteilte Gesegnete, mit gewaltigen Kräften, sollen Agni erneut köpfen, oder sie werden alle ermordet. Entgegen Togatas Vermutungen besinnt sich Agni auf seine Menschlichkeit und beginnt während des Marschs ins Stadtgebiet von Behemdorg die dortigen Sklaven zu befreien. In der Stadt selbst entbrennt eine gewaltige Schlacht zwischen Agni und den verurteilten Gesegneten, was zur vollständigen Vernichtung der Stadt durch Agnis Feuer führt, das nicht erlischt bis es alles gefressen hat. Die Sklaven flüchten mit unerwarteter Hilfe von Außen, während sich Agni der Eishexe stellt …


Man möchte meinen mit Band 3 beginnt ein völlig anderer Manga. Fire Punch 3 treibt den Zeichenstil und die Inszenierung in ungekannte Höhen, was jeden Battle-Shonen und andere Seinen Manga wie Berserk oder One-Punch-Man in den Schatten stellt. Die Beschreibung „Köpfe einschlagen“ ist hier noch nett ausgedrückt. Selten hat man im Medium Manga solche brutalen Kämpfe erlebt, in denen sich die Kontrahenten wortwörtlich zerfetzen.

Abseits der Kämpfe ist der Band allgemein sehr hochwertig gezeichnet und großartig inszeniert. Dazu wird der Charakter von Agni erneut vertieft und um ein paar Facetten erweitert. Gleiches gilt auch für die Figur von Togata, welche noch rätselhafter wird.


Zusammengefasst ist Fire Punch Band 3 eine grandiose Fortsetzung, welche die beiden Vorgängerbände in den Schatten stellt und besonders durch den actionlastigen Mittelteil glänzt. Dazu wird die Handlung sinnvoll weitergeführt und diese macht Hunger auf mehr!

Somit hat sich Fire Punch Band 3 die Wertung absolut lesenswert verdient. Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Captain Marvel BD 4 & Dr. Doom BD 1| Comic-Gequatsche #15| Audio-Gedankenspiel

Bevor wir uns wieder einer DC Folge widmen sprechen wir über Captain Marvel BD 4 & Dr. Doom BD 1!


Captain Marvel BD 4 & Dr. Doom BD 1

Die restlichen Comic-Gequatsche:


Mehr zu Captain Marvel

Wonder Woman Dead Earth Band 4 | Review + Fazit

Titel: Wonder Woman Dead Earth
Autor: Daniel Warren Johnson
Zeichner: Mike Spencer
Seiten: 52
Verlag: Panini

Das war also Wonder Woman Dead Earth. Die postapokalyptische Saga von Daniel Warren Johnson und Mike Spencer geht zu Ende. Bevor ich zur Rezi komme, muss ich einen peinlichen Fehler berichtigen, der sich seit Band 1 durch die Rezensionen zog und mir erst jetzt aufgefallen ist. Die Geschichte wurde von Johnson geschrieben und von Mike Spencer gezeichnet. Ich habe allerdings immer nur Johnson in beiden Bereichen genannt. Das tut mir leid und darf eigentlich nicht passieren!

Jetzt wo das geklärt ist, kümmere ich mich um den finalen Band der Dead Earth Saga und komme dann zum Fazit!


Kernfakten aus der Apokalypse

Titel: Wonder Woman Dead Earth
Autor: Daniel Warren Johnson
Zeichner: Mike Spencer
Seiten: 52
Verlag: Panini


Was bisher geschah …

Diana aka Wonder Woman erwacht in einer postapokalyptischen Welt. Die Helden sind längst tot, schreckliche Monster treiben ihr Unwesen und die letzten Menschen verschanzen sich in Festungen. Nach einer Konfrontation mit Cheetah beschließt Wonder Woman den Grund für den Untergang der Welt zu enthüllen. Zusammen mit einigen Menschen begibt sie sich auf die Reise in ihre Heimat. Dort erfährt sie vom Atomkrieg der Menschen gegen die Amazonen und wie diese in Mutanten verwandelt wurden. Blind vor Zorn verlässt sie die Menschen und reist zur Festung der Einsamkeit. Auch dort findet sie nur den Tod, aber es besteht Hoffnung. Nachdem sie die komplette Wahrheit über den Untergang erfahren hat, rüstet sie sich für den finalen Kampf …

Rezensionen zu Band 1 bis 3

Band 1

Band 2 & Band 3


Die Menschen auf Wonder Womans Rückkehr hoffend, rüsten sich zur finalen Schlacht gegen die mutierten Amazonen. Es entbrennt eine gigantische Schlacht, die zu Beginn ausgeglichen wirkt, aber als Wonder Woman eingreift sich zugunsten der Menschen wendet. Als Diana ihre volle Stärke zurückerhält, kann sie die Monster vernichtend schlagen. Zurück bleibt eine tote Welt, die von Wonder Woman gerettet werden will. Die letzte Heldin kehrt zurück …

(C) DC Comics/Panini Comics

Recht viel Handlung bietet der letzte Band von Dead Earth nicht, aber das ist nicht schlimm, da Band 4 andere Stärken hat. Zum einen das Maximum der stilistischen Arbeit von Mike Spencer und zum anderen eine gigantische Inszenierung, welche sich mit gewaltig & episch am besten beschreiben lässt.

Gleichzeitig werden, trotz der dünnen Handlung im finalen Band, alle Handlungsstränge abgeschlossen aber es bleibt noch etwas Platz für ein Sequel. Ein cleverer Zug!


Alles in allem bildet Dead Earth einen befriedigenden Abschluss der Serie und lässt gleichzeitig Raum für ein mögliches Sequel. Mir hat der Band sehr gut gefallen, was auch am extrem hohen Tempo lag. Es werden starke Bilder geboten und die Kernhandlung wird ebenfalls abgeschlossen. Somit hat sich Wonder Woman Dead Earth Band 4 ein lesenswert definitiv verdient!

Zur gesamten Reihe muss ich abschließend sagen, dass ich mit einer positiven Meinung zurückgelassen wurde. Am Anfang mag Wonder Woman Dead Earth gewöhnungsbedürftig sein aber mit jedem Band wird der Zeichenstil ansprechender und die Handlung nimmt ordentlich an Fahrt auf. Somit bleibt Wonder Woman Dead Earth eine kurze aber nicht kurzweilige Serie, die ich definitiv empfehlen kann!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Star: Birth of a Dragon | Review

Titel: Star: Birth of a Dragon
Autor: Kelly Thompson
Zeichner: Javier Pina
Seiten: 111
Verlag: Marvel

Ich bin ein großer Fan der aktuellen Captain Marvel Serie, siehe dazu meine Rezensionen und die Podcasts (unten Verlinkt). Als ich erfahren habe, dass der Charakter Star aus den ersten beiden Bänden eine Miniserie bekommt war mein Interesse sofort geweckt!

Also habe ich mir den Band Star: Birth of a Dragon gekauft und in einem Rutsch gelesen!


Kernfakten

Titel: Star: Birth of a Dragon
Autor: Kelly Thompson
Zeichner: Javier Pina
Seiten: 111
Verlag: Marvel


Mehr zu Captain Marvel


Ripley Ryan begann als herausragende Reporterin und wurde zu Star der neuen Heldin von New York. In Wirklichkeit war sie nur das Ergebnis eines Experiments von Dr. Minerva, um Kree-Mensch Supersoldaten zu erschaffen. Gewillt ihr eigenes Schicksal zu erfüllen, kämpfte sie gegen Captain Marvel und verlor …

Gebrochen und kraftlos im Raft wird Ripley vom Realitätsstein als Trägerin ausgewählt. Mit den gewaltigen Kräften eines Infinity-Steins ausgestattet, strebt sie ihre Freiheit an, aber die Steine ziehen Blicke auf sich. Von Helden und Schurken …


Star: Birth of a Dragon ist in erster Linie eine „Originstory“ und diese Funktion erfüllt der Comic hervorragend. Die Story ist simpel, aber spannend, sehr actionlastig und bindet einige interessante Figuren ein wie Captain Marvel, Scarlet Witch und die Black Order.

Auch wenn die Handlung eher simpel ist und im Endeffekt die Figur von Star vertieft, gibt es Details, welche für die Zukunft wohl relevant sein können. So ist ein Aufenthaltsort eines Infinity-Steins bekannt und die mögliche Rückkehr von Thanos wird ebenfalls angedeutet.

Optisch bietet der Band eine schicke optische Präsentation und schwankt trotz seines düsteren Grundtons zwischen Dark Fantasy und klassischer Superheldenooptik. Besonders die Miniepisode mit Wanda war optisch sehr beeindruckend, ebenso wie der Kampf gegen die Black Order.


Alles in allem ist Star: Birth of a Dragon eine tolle Miniserie, die nicht nur den aktuellen Captain Marvel Run ergänzt, sondern auch eine Eigenständigkeit mitbringt, welche den Charakter Star klar aus der Captain Marvel Serie herausschält.

Wer sich also für Kelly Thompsons Arbeit an Captain Marvel begeistern kann und ein gelungenes Spin-off lesen will, kann bei Star: Birth of a Dragon bedenkenlos zugreifen. Mein einziger Kritikpunkt wäre die Kürze der Serie, da ich ruhig mehr von Star lesen will.

Ich vergebe für Star: Birth of a Dragon ein verdientes lesenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Immortals – Krieg der Götter | Review

Titel: Immortals
Originaltitel: Krieg der Götter
Regie: Tarsem Singh
Laufzeit: 110 Minuten
Release: 2011

Nach Kampf der Titanen (2010) kommt nicht Zorn der Titanen, sondern Immortals aka Krieg der Götter. Der Film hat durch seine Thematik (ein kruder Mix aus mehreren griechischen Mythen) mein Interesse geweckt und Netflix sei Dank habe ich ihn nun gesehen.

Ähnlich wie bei Kampf der Titanen (2010) habe ich keinen guten Film erwartet und auch nicht bekommen aber trotzdem hat Immortals einige Stärken, die man nicht von der Hand weisen kann. Dafür muss ich aber etwas ausholen!


Kernfakten aus der Antike

Titel: Immortals
Originaltitel: Krieg der Götter
Regie: Tarsem Singh
Laufzeit: 110 Minuten
Release: 2011


Wir schreiben das Jahr 1228 vor Christus. Hyperion, der grausame König von Heraklion, will sich an den Göttern für eine unterlassene Hilfe in der Vergangenheit rächen und die Titanen entfesseln. Dazu sucht er nach dem Epeiros-Bogen, mit dem er die Titanen aus deren Gefängnis im Berg Tartaros befreien kann.

Die Olympianer wissen von Hyperions Plan aber laut einem alten Gesetz dürfen sich die Götter nicht in die Geschicke der Menschen einmischen. Zeus wählt den jungen Mensch Theseus aus, um als sein Champion die Welt zu retten. In Gestalt eines alten Mannes bildet Zeus somit unerkannt den angehenden Helden aus.

Als Hyperion die Heimat von Theseus attackiert und dessen Mutter tötet, schwört der junge Held bittere Rache am grausamen König. Zusammen mit einem Orakel und einem Krieger flieht er aus der Sklaverei Hyperions, um sich auf eine schwere Quest zu geben deren Ziel die Rettung der Welt ist …


Immortals (ich bevorzuge den englischen Titel) ist kein guter Film. Die Charaktere sind zu platt und persönlichkeitslos, die Handlung zu klischeebeladen und die Stärken des Films werden einfach nicht genug genutzt. Was Immortals wirklich gut macht ist die Action!

Wenn Theseus gegen die Schergen von Hyperion kämpft oder die Olympianer in Zeitlupe gegen die Titanen kämpft schöpft der Film sein Potential aus und liefert geniale Schlachten ab. Dabei wird sehr viel Wert auf die Inszenierung gesetzt und eine gewisse Ästhetik geschaffen, die stark an 300 erinnert. Ergänzend dazu muss man gewisse Designentscheidungen loben. Die Olympianer sehen in ihren goldenen Rüstungen imposant aus, wenngleich die Schauspieler etwas zu „schmächtig“ wirken für Götter aber auch die Titanen sehen echt creepy aus, wenngleich mein Bild von der griechischen Titanen etwas imposanter ist.

Was den Cast angeht stiehlt Hauptdarsteller Henry Cavill allen anderen die Show und glänzt neben seiner Performance durch das markante Spiel mit der Mimik. Auch wenn er 2011 noch nicht so ein Monster war wie heute wirkt Cavill schon imposant.

Über die Nähe zur griechischen Mythologie möchte ich ehrlich gesagt nicht viele Worte verlieren, ausser das der Film sich verschiedene Mythen nimmt und einen wilden Mix macht, welcher der Handlung absolut nicht gut tut und viele Details eher überflüssig macht. Da wäre ein Fokus auf die Action, ähnlich wie in Kampf der Titanen (2010) besser gewesen und man hätte mehr Monster aus der griechischen Mythologie verheizen können.


Am Ende des Tages ist Immortals aka Krieg der Götter ein stumpfer Action-Fantasy-Film mit einem kruden Mic aus diversen griechischen Mythen, der in vielen Punkten nicht überzeugt aber dafür Action bietet, von der man zu wenig sieht, und hat einen tollen Hauptdarsteller hat.

Dem Film hätte ein Fokus auf die Action und die Äthsetik der Kämpf gut getan aber dies wurde leider versäumt und das schmälert den Gesamteindruck. Somit vergebe ich für Immortals aka Krieg der Götter ein bedingt sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrat!

Fire Punch 02 | Review

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 208
Verlag: Kaze Manga

Der Rachefeldzug von Agni geht weiter und endlich steht unser flammender „Held“ seinem Nemesis gegenüber … !


Feurige Kernfakten,

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 208
Verlag: Kaze Manga


Kurzfassung der vergangenen Ereignisse:

In einer Welt, die mit Eis überzogen wurde, gibt es sogenannte Gesegnete. Dies sind Menschen mit besonderen Kräften. Agni und seine Schwester besitzen den Segen der Regeneration. Als ihr Dorf von Doma und seinen Männern besucht wird, sterben alle Menschen bis auf Agni durch die Flammen von Doma. Brennend, unter permanenten Schmerzen stehend und sich durchgehend heilend, macht sich Agni jahrelang auf die Suche nach Doma … die brennende Rache und den Zorn vor Augen.

Fire Punch 01 | Review


Agni steht endlich Doma gegenüber. Dieser ist jedoch nicht mehr der Mann, der er einst war. Geistig verwirrt und um Vergebung bittend steht er Agni gegenüber. Bevor er jedoch seiner Rache nachkommen kann wird Agni von seinen Feinden enthauptet. Der Plan von Agnis Feinden ist simpel. Den brennenden Kopf, der für die Heilung zuständig ist, ins Meer werfen und ihn dort für immer liegen lassen. Bevor dieser Plan in die Tat umgesetzt werden kann taucht jemand neues auf. Togata betritt die Bühne und schreibt Agnis Rachefeldzug neu …


Fire Punch 02 schließt erzählerisch den ersten Handlungsbogen und startet gleichzeitig den zweiten Teil, dessen Irrsinn neue Dimensionen erreicht. Mit Togata wird eine interessante Figur eingeführt, deren Motive noch im dunklen liegen, aber ihre Grundmotivation, einen Film mit/über Agni zu drehen, passt perfekt in das verrückte Konzept von Fire Punch. Allgemein vertieft der Band ein paar der bereits etablierten Figuren und konfrontiert den Leser beinah permanent wie krank die Welt, seit Beginn der neuen Eiszeit, geworden ist.

Optisch überflügelt Band 2 seinen Vorgänger und besonders die Kämpfe besitzen eine eigene Dynamik und Härte, was perfekt zum Setting des Manga passt.


Zusammengefasst ist Fire Punch 02 eine solide Fortsetzung, die alle Stärken des ersten Bands nutzt, und diese weiter ausbaut. Optisch äußerst ansprechend gezeichnet und erzählerisch sehr ansprechend geschrieben, macht der Band sehr viel Spaß. Daher hat sich Fire Punch 02 ein lesenswert mehr als verdient!

Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

NERD.ICS LIEST … WOLVERINE DER BESTE: BLUTGERICHT

Wolverine prügelt sich in gewohnter Manier durch einige Schauplätze und Stories und unterhält dabei sehr gut. Die Sprüche sitzen und die Action rundet alles perfekt ab.

Kernfakten:

Titel: Wolverine der Beste: Blutgericht
Autor: Benjamin Percy
Zeichner: Viktor Bogdanovic, Adam Kubert,
Seiten: 172
Verlag: Marvel / Panini Deutschland

Da ich derzeit eigentlich versuche, alle laufenden X-Men Serien in chronologischer Reihenfolge zu lesen, hab ich lange überlegt, mir diesen Band zu holen. Aber ein Wolverine Comic lockt dann doch ganz einfach zu stark und ich kann auch gleich vorwegnehmen, das ich beim Lesen auch die Tatsache, dass man bei diesem Band bedenken muss, dass zwischen den jeweiligen Heften noch einiges in den anderen Serien passiert und dadurch an ein, oder zwei Punkten ein paar Zeitsprünge drinnen sind, gekonnt ausgeblendet habe.

(c) Panini Comics

Wir werden zu Beginn sofort mitten in die Story geschmissen und man sieht einen ziemlich ramponierten Wolverine, der über den Leichen anderer X-Men kniet und sich scheinbar an nichts mehr erinnern kann.
Danach beginnt die eigentliche Story und es wird mit Hilfe von Rückblenden erklärt, was passiert ist. Die X-Men handeln von Krakoa aus mit Heilpflanzen für die ganze Welt und selbigen Handel wickelt die Hellfire Trading Company ab. Weiters wird auch mit Pollen gehandelt und hier setzt nun die Story ein, da immer wieder Lieferungen von Pollen auf unerklärliche Weise verschwinden und dann aber am Schwarzmarkt wieder auftauchen und illegal verkauft werden.
Wir springen zu einem dieser Orte, an dem ein Diebstahl erfolgte und sehen einen CIA Ermittler namens Jeff Bannister. Am Tatort sind einige Leichen, bei denen Selbsttötung festgestellt wurde, was noch mehr Fragen aufwirft.
Die X-Men reisen daraufhin nach Russland und treffen dort auf eine „Verehrer-Religion“ den „Orden X“, die Mitglieder nehmen beim Anblick der X-Men Drogen ein, verwandeln sich zu einer Art Monster und greifen selbige an. Was natürlich noch mehr Fragen aufwirft. Wolverine unternimmt seine eigenen Ermittlungen in Russland und parallel dazu beginnt auch Jeff Bannister mit seinen Ermittlungen.
Heft 2 springt dann zu einem ganz neuen Story-Arc, und zwar kommt Omega Red nach Krakoa, um sich dort als X-Men niederzulassen, aber Wolverine begrüßt ihn gleich mal ordentlich und er wird eingesperrt. Wolverine springt durch das Portal, durch welches Omega Red auf die Insel kam, landet in Paris, findet ein Auto voller Leichen und kehrt nach Krakoa zurück. Dort angekommen verhört er Omega Red, welcher ihm sagt, er sei unschuldig und die Erklärung für die ganze Situation würde er in bzw. unterhalb von Paris finden. Wolverine findet raus, dass Vampire hinter der ganzen Sache stecken und ein altbekannter Bösewicht betritt die Story.
Mehr könnt ihr dann wie immer im Band nachlesen.

(c) Panini Comics

Wie schon eingangs erwähnt, hab ich für mich beim Lesen ausgeblendet, dass diese 6 Hefte eigentlich in eine viel umfangreichere Story gehören und somit werde ich bei meinem Fazit darauf auch nicht weiter eingehen.
Man muss ganz klar sagen, dass dieser Band vor allem davon lebt, dass Wolverine ganz einfach ein Charakter ist, der super unterhaltet und somit machen eigentlich alle Stories aus diesem Band sehr viel Laune, haben mich immer mal zum Schmunzeln gebracht, aber auch in Sachen Action sehr viel geboten. Das Storytelling und die Schreibweise von Benjamin Percy ist sehr stark und hat ja auch schon in der einen oder anderen X-Men Serie überzeugt und hinzu kommt noch ein wunderschöner Zeichenstil der Wolverine perfekt in Szene setzt.
Ich weiß nicht, ob ich den Band als einsteigerfreundlich bezeichnen würde, da man hier trotzdem als Einsteiger vermutlich überfordert ist mit den vielen Schauplatzwechseln und dem ganzen Background der X-Men und wo sie gerade stehen. Hierzu sollte man vielleicht vorher zumindest House of X/Powers of X gelesen haben bzw. in die eine, oder andere chronologisch davor handelnde Serie reinschauen.
Alles in allem wurde ich sehr solide unterhalten und freue mich definitiv auf mehr in Sachen Wolverine.

NERD.ICS LIEST … SUPERGIRL: EINFACH SUPER

Ein weiteres Feuerwerk aus dem PaninInk Imprint, das mit einem genialen Kreativteam glänzt und eine sehr bewegende Story beinhaltet.

Kernfakten:

Titel: Supergirl: Einfach Super
Autor: Mariko Tamaki
Zeichner: Joelle Jones
Seiten: 208
Verlag: PaninInk/DCInk

Letztes Jahr war für mich „Harley Quinn Breaking Glass“ einer der besten Comics überhaupt und ich bin ein richtiger Fan vom PaninInk Imprint geworden. Als ich dann erfuhr, dass Autorin Mariko Tamaki, welche ich unheimlich schätze, sich mit Joelle Jones zu einem Team vereint hat und an einem DCInk Band arbeitet, war mir klar, dass ich das Ding unbedingt haben muss.

(c) Panini Comics

Beginnen wir zuerst mal mit einem kurzen Einblick in die Story. Nach ein paar dramatischen Panels mit einer Art Komet, der auf der Erde einschlägt, kommen wir dann sogleich in eine typische amerikanische High-School, wo wir die drei Freundinnen Kara Danvers, Dolly Granger und Jennifer Bard antreffen. Kara wirkt wie eine ganz normale High-School Schülerin, ist, wie die anderen beiden auch, im Lauf Team der Schule und lebt bei ihren Eltern auf einer Farm am Land. Dolly ist die Rebellin in der Gruppe, immer ein bisschen Provokation im Spiel, aber eigentlich auch ein von Grund auf netter Mensch. Die Dritte im Bunde Jen ist Leistungssportlerin, möchte ein College-Stipendium als Läuferin bekommen, lebt sehr gesund, was sie den anderen beiden auch gerne mal aufs Auge drückt und ist sehr ehrgeizig. Die drei Mädels bekommen von ihrer Sportlehrerin auch Smartwatches zur Trainingsunterstützung angeboten, welche sie immer tragen müssen.
Wir erfahren, dass Kara eine Vergangenheit hat, über die in der Familie gerne geschwiegen wird, da sie nicht irdischen Ursprungs ist, sondern mit einer Raumkapsel vor ein paar Jahren ankam. Die Familie nahm sie auf und natürlich hat sie auch, wie sich jeder denken kann, spezielle Superkräfte.
Es wird uns auch die Stimmung innerhalb der Familie zu diesem Thema sehr gut nähergebracht und das, was ich an den PaninInk Comics so schätze, kommt wieder zum Tragen, nämlich dass wir auch sehr persönliche Einblicke in das Leben der SuperheldInnen bekommen und auch wie sie ihren Alltag bewältigen als junge Erwachsene.
Dann kommt endlich der große Tag und es findet ein Leichtathletik Wettbewerb in der Stadt statt, bei dem auch Scouts von diversen Colleges Vorort sind. Was wiederum für Jen die große Chance ist, sich zu beweisen. Doch dann kommt alles anders und während dem Laufwettbewerb setzt ein schweres Erdbeben ein, bei dem alle drei Freundinnen in große Gefahr geraten, jedoch Kara mit ihren Superkräften zuerst Dolly und dann auch Jen versucht zu retten. Bei Dolly gelingt ihr das, jedoch bei Jen versagen plötzlich ihre Kräfte und das Schlimmstmögliche tritt ein, Jen stürzt ab und stirbt.
Ich möchte hier meine Zusammenfassung beenden und wie immer könnt ihr gerne im Band lesen, wie es weitergeht.

(c) Panini Comics

Was soll man hier noch großartig als Fazit schreiben? Wir haben ein Imprint, das, bis auf ein oder zwei Ausnahmen, eigentlich immer abliefert, ein Kreativteam, von dem ich bisher nur Gutes gelesen habe und eine Storyline, die sehr stark ist.
Vor allem der Part kurz nach Jen’s Tod war für mich am bewegendsten, da er sich mit einem unheimlich schwierigen Thema auseinandersetzt und zeigt, wie die Figuren mit dem Tod einer geliebten Person umgehen. Gerade hier hat die Autorin gezeigt, wie stark ihr Schreibstil eigentlich ist.
Den einzigen Kritikpunkt, den ich eventuell haben würde ist, das in der zweiten Hälfte des Bandes vielleicht nicht alle Details der Story ganz schlüssig bzw logisch für mich sind, was aber dem Band nicht wirklich schadet, sondern nur etwas ist, das einem bei einem so starken Titel, bei dem eigentlich alles überzeugt, auffällt, da es sonst nichts zu meckern gibt.
Es sei noch erwähnt, dass Joelle Jones nicht nur eine tolle Autorin, sondern, wie man in diesem Band perfekt sieht, auch eine wahnsinnig begabte Zeichnerin ist.
Wie immer bei PaninInk ist das ganze einsteigerfreundlich, da man keinerlei Vorkenntnisse braucht und die Story komplett losgelöst vom eigentlich Kanon ist.

NERD.ICS LIEST … AVENGERS BD. 3: KRIEG DER VAMPIRE

Es wird munter drauf losgepfählt und mit Kreuzen hantiert, da die Avengers auf Vampirjagd gehen und ein großer Konflikt innerhalb der Welt der Vampire ausbricht. Action, Action, Action und genug Inhalt, um den Band Lesenswert zu machen.

Kernfakten:

Titel: Avengers – Krieg der Vampire
Autor: Jason Aaron
Zeichner: David Marquez, Andrea Sorrentino,
Seiten: 116
Verlag: Marvel / Panini Deutschland

Es ist nunmehr Paperback Nummer 3 aus dem Avengers Run von Jason Aaron erschienen und als ich den Titel des Bandes sah, war ich etwas skeptisch, da ich nicht unbedingt großen Bock auf eine Vampir-Story hatte.

(c) Panini Comics

Aber beginnen wir mal von ganz vorne und da ist zuerst in Heft 13 eine Einzelstory über die erste Iron Fist Fan Fei und wie sie den Drachen ihrer Heimatstadt besiegt hat. Eine ganz unterhaltsame Story, die auch irgendwie Lust auf ein oder zwei Hefte mehr gemacht hätte, aber vielleicht kommt da ja im Verlaufe des Runs noch etwas dazu.

Nach dem sehr unterhaltsamen ersten Heft geht’s ab in eine vier Hefte andauernde Vampirjagd, welche damit beginnt, dass Schloss Dracula in Transsylvanien brennt und der Hausherr auf der Flucht ist. Gleichzeitig erfahren wir, dass Blade aus der Gefangenschaft befreit wurde und sich den Avengers angeschlossen hat.
Aber was war der Grund für den Brand im Schloss und die Flucht von Dracula? Eine neue Fraktion unter den Vampiren, namens Legion of the unliving“ hat sich gegen Dracula erhoben und versucht ihn zu stürzen. Diese Gruppe wird angeführt von dem mysteriösen Shadow Colonel und noch ein paar anderen sehr zwielichtigen Vampiren.

Wir werden auch mitten in Blade‘s Befreiungsaktion seitens der Avengers geworfen und sehen, dass alle Avengers im Kampf gegen Vampire festsitzen und sich Blade sogar auf dem Flugzeug der Avengers rumprügeln muss. Eins der heftigsten Panels zeigt Captain America mit seinem Schild in einer Hand und einem Kreuz in der anderen bewaffnet und wenn man den Kontext nicht wüsste, könnte man meinen, er ruft zu einem „heiligen Krieg“ auf.

Roberto Reyes alias Ghost Rider, der ja auch derzeit ein Teil der Avengers ist, spielt mit seinen Flammen natürlich eine tragende Rolle im Kampf gegen die Vampire, wird jedoch auch von diversen Selbstzweifeln und einer anderen Macht, die ihn ins Dunkle ziehen will, geplagt.
Den Avengers gelingt es dann, den Shadow Colonel kurzzeitig festzunehmen und zu verhören, während gleichzeitig an der russischen Grenze, ein sehr stark gealterter, Graf Dracula auf die russischen Avengers, die sogenannte Winter Guard, trifft und um politisches Asyl bittet. Wie es dann weiter geht, könnt ihr gerne im Band nachlesen.

(c) Panini Comics

Nach meinen anfänglichen Vorbehalten gegenüber einer Vampirjagd, muss ich sagen, in dem Band bekommt man genau das geboten, was man zum einen von einer Avengers Story erwartet und zum anderen auch bei dem Titel erwarten kann. Vor allem das Auftreten von Blade lockert das Teamgefüge unheimlich auf und macht richtig Spaß. Auch die kleinen Twists in der Story bringen Spannung rein und vor allem beim Twist ganz zum Schluss fragt man sich, ob das Ganze eine Fortsetzung bzw eine weitere Bedeutung für die Marvel Welt bekommt.
Alles in allem wieder ein sehr solider, actionreicher Avengers Band, der mich definitiv dazu bringt, weiterhin die Serie zu verfolgen und mich schon auf Band 4 zu freuen.

Der Band ist eigentlich auch einsteigerfreundlich, da er wieder mit einem neuen Story Arc beginnt und man außer den Basics, welche, wie immer, perfekt im Vorwort erklärt werden, nichts wissen muss, um den Band zu lesen.

David Marquez rundet mit seinem sehr schönen und zu den Avengers passenden Zeichenstil den ganzen Band perfekt ab.


Vielen Dank an @nerd.ics für diesen tollen Beitrag! Schaut doch mal bei seinem Instagram vorbei!

#amLeben (Netflix Original) | Review [Netflixers goes Asia #4]

Titel: #amLeben
Originaltitel: #Saraitda
Regie: Cho Il-hyeong
Laufzeit: 98 Minuten
Release: 2020

Die Netflixers Sonderstaffel geht in die vierte Runde und heute beschäftige ich mich mit einem koreanischen Zombiefilm. Wie man weiß liebe ich dieses „Subgenre“ des Subgenres Zombiefilm und nach Train to Busan, Seoul Station, Kingdom Staffel 1 & 2 sowie Peninsula kommt nun #amLeben dran!


Kernfakten aus der Isolation

Titel: #amLeben
Originaltitel: #Saraitda
Regie: Cho Il-hyeong
Laufzeit: 98 Minuten
Release: 2020


Die Netflixers


Protagonist Junu, Vlogger und Streamer, verbringt sehr viel Zeit Zuhause, um seiner Arbeit nachzugehen. Während eines Livestreams wird er durch den Chat auf die Nachrichten aufmerksam, in der von Krawallen sowie dem Ausbruch eines Virus. Während Junu allein in seiner Wohnung ist, sind seine Eltern unterwegs und informieren ihren Sohn per Handy über deren Sicherheit.

Nach und nach verschlimmert Junu’s Situation immer als er gegen Infizierte kämpfen muss und erfährt, dass seine Eltern ebenfalls Opfer der Zombies wurden. Als Junu’s geringe Vorräte zuneige gehen und er über Selbstmord nachdenkt, flackert ein Licht der Hoffnung auf. Auf der gegenüberliegenden Seite des großen Wohnkomplexes flackert ein Licht in einer Wohnung auf. Eine weitere Überlebende befindet sich im Komplex und Junu fasst neuen Mut am Leben zu bleiben, um auf Rettung zu hoffen. Der Kampf, um das Leben beginnt für Junu und Yubin, die andere Überlebende …


Die zentralen Themen von #amLeben sind Isolation und Einsamkeit und genau diese Themen werden im Film konstant in den Fokus gerückt. Dazu kommt eine gewisse Hoffnungslosigkeit, welche die Atmosphäre des Films, zusätzlich zum Genre, der Prämisse und den zentralen Themen weiter verdichtet. Sehr interessant ist auch die Inszenierung des Films. #amLeben präsentiert sich nicht nur als Zombiefilm, sondern auch als ein Drama, ein Survival-Film und ein Postapokalyptischer Film.

Ein weiteres Lob geht an den Cast von #amLeben. Die Schauspieler durch die Bank weg sehr glaubhaft und man kauft ihnen ihre inneren Konflikte ab. Besonders die beiden Hauptfiguren Junu und Yubin haben eine hervorragende Chemie miteinander. Man merkt, dass der Film nicht nur spannend erzählt und großartig inszeniert, sondern auch glaubhaft geschriebene Charaktere bietet.

Mein absolutes Highlight sind allerdings die Zombies von #amLeben, die nicht richtig ekelhaft aussehen, sondern auch sehr furchteinflößend sind, wie auch in anderen koreanischen Zombiefilmen. Wobei laufende Zombies generell gruselig sind. Das hat uns auch schon Dying Light beigebracht.


Alles in allem ist #amLeben ein hervorragender Zombiefilm der eigentlich in allen Punkten zu gefallen weiß aber besonders durch die Handlung und die Thematiken glänzt. Wie alle koreanischen Zombiefilme weicht auch #amLeben von der klassischen Struktur des Zombiefilms ab und verleiht dem Werk etwas mehr Tiefgang. Wer sich für koreanische Film, Horrorfilme und/oder Zombiefilme begeistern kann, darf bei #amLeben gern einen Blick riskieren.

Ich vergebe ein verdientes sehenswert+, da für die Höchstwertung noch ein bisschen an der Spannungskurve gefehlt hat aber ich jammere wieder auf hohem Niveau.

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Fire Punch 01 | Review

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 208
Verlag: Kaze Manga

2021 ist das Jahr, in dem ich mich wieder mehr mit dem Thema Manga beschäftigen will. Deshalb startet heute der Manga Monday und es freut mich sehr, dieses „Format“ mit der großartigen Serie Fire Punch starten zu können!


Feurige Kernfakten

Titel: Fire Punch
Autor: Tatsuki Fujimoto
Zeichner: Tatsuki Fujimoto
Seiten: 208
Verlag: Kaze Manga


In der Welt von Fire Punch gibt es Metawesen, die „Gesegnete“ genannt werden. Dies sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Protagonist ist Agni mit dem Segen der Regeneration (also er ist Deadpool & Wolverine kombiniert), der mitansehen muss, wie sein Dorf niedergebrannt wird. Er selbst kann durch seine Fähigkeiten nicht sterben und begibt sich als brennender Mensch auf eine lange Odyssey, um den Mörder zu finden. Dabei muss er der eisigen Kälte trotzen, da die „Eishexe“ die gesamte Welt in Schnee gehüllt hat, aber auch andere Gefahren lauern auf Agnis Weg …


Irgendwo zwischen Attack on Titan und Berserk. Das war mein erster Gedanke, während ich den Manga gelesen habe. Einerseits das gnadenlose World Building aus Attack on Titan, andererseits die pure Härte von Berserk. So kann man Fire Punch am besten beschreiben. Der Manga ist ziemlich schonungslos in der Inszenierung und das passt hervorragend zum Setting. Dazu wird auch die Verkommenheit der Welt äußerst gnadenlos dargestellt. Ohne spoilern zu wollen … die Bezeichnung „perverses Schwein“ trifft sehr oft zu.

Nicht nur erzählerisch, sondern auch optisch bietet Fire Punch sehr viele interessante Akzente. Dazu gehört einerseits die Darstellung von Agnis als lebende Fackel, aber auch die Darstellung der Personen, mit ihren beinah toten Gesichtern, trägt viel zur Atmosphäre bei. Gleiches trifft auch auf die eisige Welt zu, deren nüchterner Stil perfekt zur allgegenwärtigen Kälte passt.


Alles in allem bildet Fire Punch 01 einen idealen Einstieg in das Shonen-Drama rund um Rache, eisige Kälte & menschliche Abgründe. Ich bin bereits gespannt, wie die Serie weitergehen wird und welchen Herausforderungen sich Agnis noch stellen wird. Ich vergebe für den Band ein verdientes lesenswert!

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NERD.ICS LIEST … KING DEADPOOL VOL.1: HAIL TO THE KING

Deadpool wird plötzlich König der Monster, bekommt einen Baby-Hai an seine Seite gestellt und darf es mit einem der legendären Jäger des Marvel Universums aufnehmen. Dumme Sprüche, Action und ordentlich viel Blut sind wie immer das Motto bei Deadpool.

Kernfakten:

Titel: King Deadpool 1: Hail to the king
Autor: Kelly Thompson
Zeichner: Chris Bachalo, Gerardo Sandoval, Kevin Libranda,
Seiten: 144
Verlag: Marvel

Da ich ja derzeit eine massive Marvel-Phase, mit allem was so dazugehört, habe, war es irgendwie klar, dass ich auch in die neue Deadpool Serie reinschauen werde. Was in diesem Fall meine erste Deadpool Serie ist, die ich von Beginn an verfolgen werde und da sie noch dazu von der großartigen Kelly Thompson geschrieben wird, sollte einem Feuerwerk aus Humor und Action nichts mehr im Wege stehen.

(c) Marvel

Warum wird Deadpool eigentlich zum König? Das fragen sich vermutlich einige da draußen. Nun ja Deadpool bekommt den Auftrag nach Staten Island zu fahren und dort den König der Monster zu töten. Deadpool lässt sich nicht zweimal bitten und fährt an seinem Geburtstag auf die Insel und beginnt sogleich mit dem Kampf gegen den Monsterkönig, welcher natürlich nicht gerade amused darüber ist. Mitten im Kampf, als es nicht gerade rosig um Deadpool aussieht, kommt ihm die Monsterjägerin Elsa Bloodstone zu Hilfe und beiden schaffen es schlussendlich durch Deadpools Hand, im wahrsten Sinn des Wortes, den Monster König zu töten.

Daraufhin erscheint ein Vogel ähnliches Monster namens Bellus und erklärt Deadpool zum König der Monster, da, wer den König tötet, sofort selbst zum König wird. Man kann sich schon denken das dabei nichts gutes rauskommen kann, Deadpool nimmt das Amt zuerst sogar, für seine Umstände, relativ ernst, jedoch kommt sein gewohnter Schwachsinn nicht zu kurz.


Mittendrin taucht auch noch Gwenpool auf, welche ihm einen „Baby-Land-Shark“ namens Jeff kurzerhand überlässt. So viel sei schon mal verraten, Jeff ist für mich eine der, wenn nicht sogar DIE, beste Figur in diesem Band. Der Humor und auch die Einbindung der Figur in die Story ist einfach nur großartig.
Nachdem Gwenpool die Insel wieder verlassen hat, verschwindet auch Bellus spurlos und ein  alter Bekannter stellt sich als Übeltäter raus und es sollte ein, drei Hefte andauernder, Kampf folgen.
Mehr möchte ich zu diesem Story-Arc nicht schreiben und es sei noch erwähnt, das zwei großartige kurze Stories als Heft 5 und 6 in diesem Band enthalten sind.

(C) Marvel

Als Fazit muss ich vielleicht gleich vorne Weg sagen, dass ich ganz froh bin das die oben erwähnten beiden kurzen Stories auch noch in den Band gepackt wurden, da bei dem ersten längeren Story-Arc der Funke nicht ganz überspringen wollte bei mir, wobei der Humor richtig gut war und vor allem Jeff als Figur mich einfach zu oft zum Schmunzeln gebracht hat. Andererseits sind meine Erwartungen an einen Deadpool Comic auch das er mich zuallererst mal zum Schmunzeln bringt und dann noch eine gute unterhaltsame Story hat.
Wie gesagt Heft 5 und vor allem Heft 6 überzeugten mich sehr und haben mega gut unterhalten.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich der Zeichenstil von Chris Bachalo in den ersten vier Heften, welcher mir ganz einfach nicht so gut gefallen hat, aber dafür war in Heft 5 und 6 der Zeichenstil um so schöner. Der Comic ist, da es sich um eine Nummer 1 handelt, natürlich unheimlich einsteigerfreundlich und kann somit jedem empfohlen werden der bei Deadpool einsteigen möchte.

Zum Zeitpunkt meiner Rezension war noch kein Releasedatum für die deutsche Version dieses Bandes bekannt, jedoch sollte der Band im Laufe des Jahres vermutlich hierzulande auf Deutsch erscheinen bzw muss man auch schauen ob Panini Deadpool wieder in Heftform bringen wird. Für alle die zum englischen Paperback greifen, sei noch gesagt das Englisch ist sehr leicht zu lesen und man versteht auch den Humor mit ein paar Englisch-Basics sehr gut.


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Io (Netflix Original) | Review [Netflixers #32]

Titel: Io
Originaltitel: Io
Regie: Jonathan Helpert
Laufzeit: 96 Minuten
Release: 2019

Die Netflixers gehen in Runde 32 und für die heutige Ausgabe habe ich mir den Science-Fiction-Postapokalys-Fantasy Hybrid-Film Io ausgewählt. Warum habe ich diesen Film ausgewählt? Nun ich mag Genre-Hybriden und Io ist mein Lieblingsmond des Jupiter!


Kernfakten von Jupiter

Titel: Io
Originaltitel: Io
Regie: Jonathan Helpert
Laufzeit: 96 Minuten
Release: 2019


Die Netflixers


Im Zuge einer Klimakatastrophe sind ein Großteil zahlreiche Menschen sowie alle Vögel & Meerestiere an toxischer Luft gestorben. Die Erde steht kurz vor der Unbewohnbarkeit. Mithilfe von 100 Raumschiffen wurden viele Überlebende zu einer Raumstation in der Umlaufbahn des Jupitermondes Io gebracht, von wo aus die Reise zu einer neuen Welt beginnen soll.

Sam Walden ist eine der letzten Überlebenden auf der Erde und führt die Arbeit ihres Vaters, ein Verfahren zur Reinigung der Atmosphäre zu entwickeln, fort. Ihr Freund Elon, ein Überlebender auf der Io Station bittet sie, mit dem letzten Shuttle zu ihm zu kommen. Eines Tages trifft Micah, ein weiterer Überlebender in der Enklave der Familie Walden ein, auf der Suche nach Sams Vater.

Einige Zeit später beschließen die beiden mit dem letzten Shuttle die Erde wirklich zu verlassen, um Sam die Last der Arbeit ihres Vaters zu nehmen …


Io ist ein interessanter Film. Klar die Prämisse sowie das Setting sind nicht neu und bereits im Genre etabliert aber die Thematik Klimakatastrophen geht immer und ist in den letzten Jahren immer „wichtiger“ geworden, wenn man auch auf unsere Welt blickt.

Abseits davon lebt der Film von seiner ruhigen Atmosphäre und dem langsamen Tempo. Es gibt keine aufregende Action, sondern viele ruhige Momente in denen die beiden Hauptfiguren ihren Gedanken nachgehen oder sich austauschen. Ebenso bleibt der Film in der Erzählung der bodenständig und baut nur ein paar Twists ein für die Spannung oder einen kleineren Aha-Effekt.

Was ich an Io loben muss, sind die ruhigen aber starken Bilder, welche leider zu selten vorkommen und wenn dann zu kurz, um vollends zu wirken. Egal ob Szenen mit dem Ballon von Micah oder Blicke auf Io, es sind diese Aufnahmen die eine ruhige Stärke ausstrahlen.


Alles in allem ist Io ein gelungener, ruhiger Science-Fiction, den man sich durchaus ansehen kann und der einige Stärken aber leider sein volles Potenzial nie ausschöpft. Ich mag den Film und den Cast, sowie den ruhigen Minimalismus mit den dennoch starken Bildern aber gegen andere Genrekollegen wie beispielsweise I am Mother hat Io keine Chance.

Trotzdem ist Io ein netter Film für zwischendurch, den man sehen kann. Ich vergebe ein sehenswert- !

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Symbiote Spider-Man: Kein Entkommen | Review

Titel: Symbiote Spider-Man: Kein Entkommen
Autor: Peter David
Zeichner: Greg Land
Seiten: 124
Verlag: Marvel

Man nehme die Ära des schwarzen Kostüms, erzählt darin neue Geschichten und passt die Werke an moderne Standards an. Fertig ist Symbiote Spider-Man und was bereits im ersten Band großartig funktioniert hat, klappt auch ein zweites Mal!


Symbiotische Kernfakten

Titel: Symbiote Spider-Man: Kein Entkommen
Autor: Peter David
Zeichner: Greg Land
Seiten: 124
Verlag: Marvel


Spider-Man befindet sich mitten in einem Kampf mit Kraven dem Jäger als etwas Seltsames passiert. Die gesamte Realität scheint mit einem Mal völlig verändert worden zu sein. Aus Feinden wurden Verbündete und verstorbene Personen aus Peters Leben weilen wieder unter den Lebenden. Auch wenn diese verzerrte Realität gar nicht so schlecht ist, braucht Peter Rat und den hat Dr. Strange aber als Spider-Man erfährt, dass der Oberste Zauberer vom Hobgoblin gestürzt wurde, beginnt ein Abenteuer, um die bekannte Realität wieder zu richten …

(c) Marvel/Panini Comics

Zuerst muss ich das Tempo von Symbiote Spider-Man: Kein Entkommen loben, da dieses sehr hoch ist und die Handlung nie ins stocken gerät oder gehetzt wird. Man nimmt sich viel Zeit, um mit diversen alternativen Rollen von bekannten Figuren zu spielen und gleichzeitig die „Magie-Bubble“ von Dr. Strange in die Handlung miteinzubauen.

Spannend sind auch diverse Details wie das alternative Wesen von Spider-Mans Kostüm und wie dieses die Kontrolle übernimmt, um den Wirt zu schützen. Ebenso Kraven der Jäger als eine Art Robin für Spider-Man oder eine alternative Black Cat. Viele der Details machen Lust auf mehr und zeigen auf, warum Symbiote Spider-Man so gut funktioniert.

(c) Marvel/Panini Comics

Optisch kann der Band auch überzeugen und liefert neben starken Panels, äußerst schicke Zeichnungen der Figuren und dynamische Kämpfe ab, aber auch große Seitenpanels sind wohltuhend für‘s Auge.


Zusammengefasst ist Symbiote Spider-Man: Kein Entkommen ein grandioser Comic mit Witz, Charme, Spannung und einem bildgewaltigen Zeichenstil. In so ziemlich allen Belangen besser als der erste Teil, hat sich Symbiote Spider-Man: Kein Entkommen ein absolut lesenswert verdient!

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Kampf der Titanen (2010) | Review

Titel: Kampf der Titanen
Originaltitel: Clash of the Titans
Regie: Louis Leterrier
Laufzeit: 102 Minuten
Release: 2010

Ich hatte letztens wieder Lust auf stumpfe Unterhaltung und was bietet sich da besser an als ein US-amerikanischer Fantasyfilm, der auf der griechischen Mythologie basiert. Also hat sich Kampf der Titanen auf meinen Bildschirm geschlichen und mich erstaunlich gut unterhalten, trotz seiner Schwächen!


Kernfakten vom Olymp

Titel: Kampf der Titanen
Originaltitel: Clash of the Titans
Regie: Louis Leterrier
Laufzeit: 102 Minuten
Release: 2010


Das Königshaus von Argos stellt sich gegen den Glauben an die Götter und ruft die Ära der Menschen aus. Als eine Truppe Soldaten aus Argos eine Statue des Zeus zerstört, werden sie von Hades getötet. Bei diesem Ereignis stirbt die Ziehfamilie des Halbgottes Perseus. Jener wird gerettet und nach Argos gebracht. Dort erscheint Hades im Auftrag des Zeus und stellt dem Königshaus von Argos ein Ultimatum wegen ihrer Blasphemie und Hybris. In zehn Tagen wird der Kraken (war das nicht ein nordisches Monster?) die Stadt Argos vernichten, sofern die Menschen der Stadt nicht ihre Prinzessin opfern. Dabei wird Perseus als Halbgott entlarvt, der nach einigen Problemen auf eine Quest geschickt wird, den Untergang von Argos zu verhindern. Dabei wird er von einigen erfahrenen Soldaten aus Argos begleitet, ebenso wie von der Halbgöttin Io.


Kampf der Titanen war bereits 2010 kein übermäßig guter Film und im Jahr 2021 hat sich dieser Umstand nicht geändert. Trotzdem muss man dem Streifen eine interessante Prämisse zugutehalten und auch die Handlung hat durchaus ihre Stärken. Dazu kommt das Setting in Antiken Griechenland, was einfach immer (okay fast immer) cool ist.

Die Figuren sind ebenfalls interessant geschrieben, wenngleich so manches Schauspiel etwas hölzern wirkt. Faszinierend ist aber der Umstand, wie viele heute bekannte Gesichter man in diesem Film versammelt sieht. Egal ob Mads Mikkelsen (Polar), Luke Evans (Die Schöne und das Biest) oder Liam Cunningham (Game of Thrones) und viele mehr. An einem guten Cast mangelt es Kampf der Titanen von 2010 nicht!

Über die Nähe zur griechischen Mythologie lasse ich mich nicht aus, da diverse kreative Freiheiten mit dem Medium Film einhergehen. Was mich bis heute aber irritiert, ist der Kraken, den ich eher in die nordische Sagenwelt verfrachtet hätte, und das Design der Götter. Klar sie sehen imposant aus in ihren funkelnden Rüstungen, aber wirklich passend wirken sie nicht. Dies ist aber wohlgemerkt das Gemäkel eines God of War Fans, der das Design dieser Serie liebt.

Effekttechnisch ist Kampf der Titanen für sein Alter immer noch ansehnlich und besonders die Monster wissen zu gefallen. Dazu kommen äußerst sehenswerte Kämpfe!


Alles in allem ist Kanpf der Titanen kein überragender Film und will es auch nicht sein. Die verschiedenen Aspekte des Films harmonieren überraschend gut miteinander und ergeben ein solides Komplettpaket, was aus dem Film keinen Meilenstein macht, aber stumpfe Unterhaltung, der man sich gedankenlos hingeben kann. Wer sich mit Filmen, basierend auf der griechischen Mythologie, anfreunden kann und keinen Meilenstein der Filmgeschichte erwartet, kann bei Kampf der Titanen von 2010 bedenkenlos reinschauen!

Ich vergebe ein sehenswert- !

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NERD.ICS LIEST … ABSOLUTE CARNAGE VS. DEADPOOL | Review

Ich glaube als Beschreibungstext reicht hier vollkommen zu sagen, das Deadpool gegen Carnage und die ganze Symbionten Brut kämpfen muss. Dumme Sprüche und viel Blut sind vorprogrammiert.

Kernfakten:

Titel: Absolute Carnage vs Deadpool
Autor: Frank Tieri, Emily Ryan Lerner,
Zeichner: Marcelo Ferreira, Roberto Poggi,
Seiten:  112
Verlag: Marvel

Ich habe Absolute Carnage letztes Jahr so hart abgefeiert und dann sehe ich neulich das am US-Markt ein Sequel dazu rausgekommen ist und noch dazu ein „klassisches“ Deadpool vs auch noch. Mehr brauchte ich nicht um zum einen zu wissen, dass ich den Band haben muss und zum anderen das es ein Fest sein wird.

(c) Marvel

Aber zuerst mal zur Story und da geht’s gleich von Anfang an so richtig ab. Wir sehen Spiderman und Deadpool auf der Flucht vor einer größeren Menge an Schurken und man fragt sich sofort, was geht denn hier ab? Ganz einfach Deadpool wollte seinem Freund Spidey eine Freude machen und eine Überraschungsparty schmeißen und da er nicht wusste, wie Spideys richtige Identität ist, wusste er auch nicht, wer seine Freunde sind, und lud kurzerhand alle möglichen Feinde von ihm ein.

Alleine dieser Beginn hatte mich schon voll und ganz und ich kam aus dem schmunzeln nicht mehr raus.
Als die ganze Sache irgendwie geregelt wurde und die beiden davonkamen, war Spiderman natürlich stinksauer auf Deadpool und kündigte ihm die Freundschaft auf, bzw. stellte an ihn die Bedingung er solle in Therapie gehen und das ganze bei John Jameson in der Ravencroft Anstalt und alle aufmerksamen Absolute Carnage Leser wissen schon, das da doch etwas war. Deadpool geht unbewaffnet in die Anstalt und trifft dort auf einen Großteil der Brut von Carnage und muss sich unbewaffnet gegen eine Horde an Symbionten zur wehr setzen. Ich sage nur, es wird sehr blutig und die Deadpool Witze sitzen alle perfekt.


Mehr könnt ihr dann gerne im Band nachlesen. Vielleicht noch als kleine Anmerkung zur Story im englischen Paperback war noch ein Tie-in Heft zu Absolute Carnage mit Captain Marvel enthalten, welches ihr jedoch auch in den deutschen Absolute Carnage Bänden findet.

(c) Marvel

Wo soll ich bei meinem Fazit nur anfangen? Was hier an dummen Witzen und an blutigem Gemetzel geboten wird, ist kaum noch zu übertreffen. Ich kann es eigentlich nur schwer in Worte fassen und sag nur das diese Story vermutlich jetzt schon einen festen Platz in meinem Top Storys für dieses Jahr hat.
Der Zeichenstil ist nicht ganz so dunkel und düster wie im Hauptevent, was aber auch perfekt passt, da ja auch Deadpool dabei ist und auch ein bisschen der „Deadpool Comic Stil“ mit einfließt, was ich aber als sehr gelungen empfinden, da es ja auch durch die Witze und dummen Sprüche etwas „lockerer“ wirkt als das Hauptevent.


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Asterix im Land der Götter | Review

Titel: Asterix im Land der Götter
Originaltitel: Astérix: Le Domaine des dieux
Regie: Alexandre Astier, Louis Clichy
Laufzeit: 84 Minuten
Release: 2014

Ich habe schon seit meiner Kindheit keinen Asterix Film mehr gesehen aber kürzlich habe ich Asterix im Land der Götter gesichtet und warum mich der Film positiv überrascht hat, erfahrt ihr jetzt!


Römische Kernfakten

Titel: Asterix im Land der Götter
Originaltitel: Astérix: Le Domaine des dieux
Regie: Alexandre Astier, Louis Clichy
Laufzeit: 84 Minuten
Release: 2014


Ganz Gallien ist vom Imperium Roman besetzt, nun das stimmt nur zum Teil. Ein kleines Dorf leistet seit erbitterten Widerstand und um diesen endlich zu brechen, fasst Cäsar einen perfiden Plan. Vor den Toren des Dorfes soll eine Trabantenstadt für freizeithungrige Römer errichtet werden. In den Galliern soll die Lust nach Luxus und Reichtum geweckt werden und so soll der Widerstand brechen.

Der Plan scheint aufzugehen aber Asterix, Obelix, Miraculix & Troubadix lassen sich nicht so leicht vom Prunk Roms blenden …


Meine Erwartungen gegenüber Asterix im Land der Götter waren nicht besonders hoch, aber ich wurde mehr als positiv überrascht. Der Film hat eine spannende Handlung, die durch die Charaktere und den simplen (aber genialen) Plan Cäsars getragen wird. Dazu kommt ein hervorragender Dialogwitz, was den Film für eine erwachsene aber auch eine jugendliche Zielgruppe reizvoll macht.

Optisch ist Asterix im Land der Götter etwas gewöhnungsbedürftig wegen dem beinah wachsähnlichen CGI Look, aber der Film ist ein würdiger Erbe der Zeichentrickfilme aus meiner Kindheit. Die Figuren sind klar erkennbar und der Stil braucht sich auch nicht vor der großen Konkurrenz aus den USA verstecken.

Akustisch liefern die Sprecher, besonders jene von Asterix & Oberlix, eine solide Performance ab und verleihen den Figuren ihre bekannten Persönlichkeiten!


Zusammengefasst ist Asterix im Land der Götter ein solider und unterhaltsamer Animationsfilm für Jung & Alt mit einer spannenden Handlung, einem schicken Stil und einer soliden akustischen Untermalung. Der Film hebt sich aus dem Standard des Genres durch seinen Dialogwitz heraus und wer sich für die Abenteuer von Asterix & Obelix begeistern kann, kann einen Blick riskieren. Ich vergebe für Asterix im Land der Götter ein verdientes sehenswert!

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Guardians of the Galaxy Band 3: Götter im Weltall | Review

Titel: Guardians of the Galaxy Band 3: Götter im Weltall
Autor: Al Ewing
Zeichner: Juann Cabal, Chris Sprouse, Belén Ortega & Nina Vakueva
Seiten: 120
Verlag: Panini

Die Guardians of the Galaxy starten mit einer neuen Serie voll durch. Neuer Autor, neuer Zeichner, aber eine forlaufende Nummerierung … ? Naja seis drum, die Guardians haben einen Haufen Probleme!


Kernfakten of the Galaxy

Titel: Guardians of the Galaxy Band 3: Götter im Weltall
Autor: Al Ewing
Zeichner: Juann Cabal, Chris Sprouse, Belén Ortega & Nina Vakueva
Seiten: 120
Verlag: Panini


Für eine Übersicht der vorigen Ereignisse empfehle ich meine Beiträge zu Band 1 & 2:

Guardians of the Galaxy by Donny Cates BD1

Guardians of the Galaxy by Donny Cates BD 2

Guardians of the Galaxy by Donny Cates Nachtrag


Nach ihren letzten Abenteuern gönnen sich die geschundenen Guardians eine Pause von all den Kämpfen. Der Friede wärt nur kurz, denn Nova ruft die Guardians, Marvel Boy, Moondragon & Phyla zusammen, um die wiedergeborenen Götter des Olymps zu stoppen. Zeus und seine Kinder überfallen im Blutrausch Planeten, was zu deren Vernichtung führt. Star-Lord & Rocket schließen sich Novas Team und starten einen Angriff auf Neu Olymp, der in einem Drama endet.

Einige Zeit später sind die Guardians gespalten, wegen einer Auseinandersetzung zwischen Gamora & Rocket über das Schicksal von Star-Lord …


Der dritte (erste) Guardians Band ist erzählerisch ein grundsolides Sequel zur vorherigen Serie, aber auch ein starker Einstieg in die neuen Abenteuer der galaktischen Wächter. Allerdings ist die erste Hälfte des Bands mit dem Strang um die Olympianer stärker als die zweite Hälfte mit den antropomorphen Tieren.

Optisch macht „Götter im Weltall“ ebenfalls einen sehr guten Eindruck, auch wenn ich Peter Quills (Star-Lords) Frisur etwas unpassend für den Charakter finde und ja, an Kleinigkeiten kann man sich bei hoher Qualität gern aufhängen. Was ich an der optischen Präsentation weiters loben muss, ist die Gestaltung der antropomorphen Tiere. Die Figuren machen mit ihrem Zoomania-ähnlichen Design wett, was ihnen an Spannung fehlt.


Alles in allem ist Guardians of the Galaxy Band 3: Götter im Weltall ein solider Einstieg und ein solides Sequel zugleich, dass das vergrößtere Team-up der Guardians gekonnt nutzt, aber auch eine spannende Handlung erzählt, die die erste Hälfte des Bands einnimmt.

Ich kann den Band empfehlen, da er sowohl für Veteranen, als auch für Neueinsteiger geeignet ist. Trotzdem ist noch Luft nach oben da und ich hoffe der nächste Band zieht noch mehr an!

Somit erhält Guardians of the Galaxy Band 3: Götter im Weltall die Wertung lesenswert– !

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Space Force (Netflix Original) Staffel 1 | Review [Netflixers #31]

Titel: Space Force
Originaltitel: Space Force
Folgen: 10+
Staffeln: 1+

Eine neue Folge Netflixers und eine neue Serien-Review aber keine Sorge, beim nächsten Mal geht es mit einem Film weiter. Space Force hatte ich schon sehr lange auf der Liste und ich bin froh diese Serie Ende 2020 von der Liste streichen zu können, während ich mich auf Staffel 2 freue!


Kernfakten on the moon

Titel: Space Force
Originaltitel: Space Force
Folgen: 10+
Staffeln: 1+


Die Netflixers


Mark Naird, seines Zeichens ehemaliger Air-Force-General, bekommt die Aufgabe die 2019 neue gegründete Space Force aufzubauen, um wieder Menschen auf den Mond zu bringen. Dabei arbeitet er mit einem Team Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Adrian Mallory zusammen, was nicht immer reibungslos abläuft und simultan dazu muss der Präsident vom Erfolg der Space Force überzeugt werden, während die PR ebenfalls stimmen muss. Allerdings wollen nicht nur die Amerikaner auf den Mond …

Space Force folgt der klassischen Sitcom-Struktur und präsentiert pro Folge ein neues „Abenteuer“ für das ungleiche Paar Mark & Adrian, die sich mehr als einmal in die Haare kriegen, wegen ihrer unterschiedlichen Ansichten. Dabei schlägt die Serie auch gern mal ins Family-Sitcom Genre, was das Szenario etwas auflockert.

Es gibt zwei Gründe um Space Force zu sichten:

  1. Die Serie ist die Fabel vom hysterischen Affen und dessen hilflosen Helfern. Alle Mitarbeiter der Space Force agieren in Angst vor den völlig unberechenbaren Launen ihres Geldgebers, dem Präsidenten der USA, bei dem es sich offenkundig um Donald Trump handelt. Das Hochleistungspersonal hat das große Ziel vor Augen, muss sich aber beinah permanent mit kleinen Zielen zufriedengeben, wie einem Schimpansen im All.
  2. Das Zusammenspiel von Steve Carell als Mark Naird und John Malkovich als Adrian Mallory ist das humoristische Glanzstück der Serie. Beide Schauspielern liefern eine großartige Performance ab wobei die Figur des Naird erst durch Meister Malkovich zur Höchstform aufläuft, in puncto Humor & Sympathie.

Alles in allem ist Space Force eine unterhaltsame Sitcom, mit einer interessanten Thematik, deren volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft wurde, aber ein solider Grundstock wurde gelegt. Wer eine kurze Sitcom sucht, die den Irrsinn Amerikas zum Teil widerspiegelt kann Space Force eine Chance geben.

Ich freue mich auf Staffel 2 und vergebe für Space Force Staffel 1 die Wertung sehenswert- !

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Twin Mirror | Gedankenspiel [Playstation 4]

Twin Mirror ist ein Spiel, dem ich semi-interessiert entgegengeblickt habe, da es von Dontnod entwickelt wurde und dieses Studio grundlegend weiß, wie man gute Geschichten erzählt. Über die restlichen Eigenschaften ihrer Spiele lässt sich streiten.

Mich hat Twin Mirror von Anfang an in seinen Bann gezogen, was simpel daran liegt, dass das Spiel neben seiner recht schicken Optik auch eine interessante Handlung bietet, sowie einen interessanten Kniff im Gameplay hat.

Aber eins nach dem anderen. Worum gehts überhaupt in Twin Mirror? Protagonist ist Samuel (genannt Sam), der nach Jahren der Abwesenheit in seine Heimat zurückkehrt, um seinem verstorbenen besten Freund die letzte Ehre zu erweisen. Als er am nächsten Tag mit einem blutigen Hemd inklusive Filmriss in seinem Hotelzimmer aufwacht, muss Sam herausfinden, was letzte Nacht geschehen ist und ob Nick wirklich durch einen Unfall verstorben ist.

Erzählerisch schlägt Twin Mirror ins Genre des Thrillers mit Psychoelementen & einem Persönlichkeitsdrama, also sind (fast) alle Plotelemente vorhanden, die man von einem Dontnod Spiel kennt. Dennoch fühlt sich Twin Mirror nicht ausgelutscht an, sondern eher altbekannt mit einem neuen Touch. Ein Lob muss ich für die Charakterentwicklung aussprechen, die durchaus gelungen ist. Besonders das Beziehungsdreieck Sam, Anna & Nick trägt einen gewichtigen Teil der Handlung und bildet auch den emotionalen Ankerpunkt für den Spieler.

Abseits davon kann man, wie bei Dontnod Adventures üblich, die kleinen Geschichten der Nebenfiguren entdecken, wenn man die Umgebung sorgfältig durchsucht und dies ist auch die Überleitung zum Gameplay.

Twin Mirror ist ein Adventure, aber eines der dialoglastigen Sorte, bei der man auch die Umgebung untersuchen muss, um die Dontnod-Variante von Rätseln zu lösen. In diesem Fall ist es das Rekonstruieren bzw. erstellen von Ereignissen/Abläufen. Dies wird im „Gedankenpalast“ getan, der spielerisch und optisch das Herzstück von Twin Mirror ist. Neben diesem Aspekt stützt sich das Spiel auf multible Enden und dem Finden von Sammlerstücken, die Erinnerungen bei Sam hervorrufen und die Spielwelt vertiefen.

Das Gameplay von Twin Mirror würde ich grundlegend als sauber, aber auch als nüchtern bezeichnen, da durchaus gute Ansätze hat, aber diese zu keinem Zeit vertieft. So entsteht der eben beschriebene Eindruck, was sehr schade ist, da der Entwickler durchaus die Fähigkeit für starkes Gameplay bietet, wie Vampyr, Remember und die Life is Strange Spiele bewiesen haben. In jedem der Genannten stand ebenfalls eine Spielmechanik im Vordergrund und diese wurde möglichst vertieft bzw. ausgereizt.

Somit hinterlässt das Gameplay leider einen etwas faden Nachgeschmack, da hier definitiv Potenzial vorhanden gewesen wäre, den Gedankenpalast noch weiter zu vertiefen.

Ein Aspekt. der Twin Mirror relativ weit über die restlichen Dontnod Spiele hebt, besonders über Life is Strange 1 & 2, ist die Optik. Das Spiel sieht sehr schick aus in den Maßstäben des Studios und besonders die Charaktermodelle, sowie die Inszenierung der Zwischensequenzen ist handwerklich sehr gut. Nur die Mimiken wirken manchmal etwas hölzern, was besonders bei der dezent monotonen Synchronisation schmerzt.

Der bisherige Zwischenstand ist also, dass ich Twin Mirror grundlegend positiv gegenüberstehe, aber so manches Problem mit dem Spiel habe.

Wie sieht es eigentlich mit dem technischen Aspekt aus?

Nun Twin Mirror läuft grundlegend flüssig und ist großteils von Bugs befreit, ausser bei meinem ersten Anspielen, als ich dreimal so hart aus dem Spiel geworfen wurde, dass ich sogar von der Playstation abgemeldet wurde. Von Zeit zu Zeit treten jedoch kleine Probleme in der Wiedergabe von Texturen auf, die dann nachgeladen werden. Sieht nicht schön aus, zerstört aber auch die Erfahrung nicht.

Zusammengefasst ist Twin Mirror ein äußerst solides Adventure mit ein paar Stärken und einigen Schwächen. Die Handlung, aber auch die Inszenierung sind klar die großen Stärken des Spiels, während alles andere etwas schwächelt. Dies macht Twin Mirror aber nicht zu einem schlechten Spiel, sondern zu einer soliden, wenngleich nicht perfekten Erfahrung. Ich hatte durchaus meinen Spaß, aber mehr als ein Durchlauf wird es wohl nicht werden, da dafür zu wenig Ansporn besteht.

Wer sich allerdings für die Story-Adventures von Dontnod begeistern kann, wird auch mit Twin Mirror Spaß haben. Deshalb eine Empfehlung mit Vorbehalt!

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Ein paar Gedanken zu The Grudge (2020)

Na bum, das war wohl nichts. Das 2020er Remake zu The Grudge wollte ich seit dem ersten Trailer sehen, nach knapp einem Jahr konnte ich den Film nachholen und naja das Prädikat Mittelmaß beschreibt den Film sehr gut, aber fangen wir ganz von vorne an.

Worum geht es in The Grudge (2020)?

Im Zentrum der Handlung steht die alleinerziehende Mutter Detektivin Muldoon, die im Zuge ihrer Ermittlungen mit dem titelgebenden Fluch in Verbindung. Wann immer jemand mit rasender Wut stirbt, entsteht ein tödlicher Fluch, in Form eines Geistes, der nicht ortsgebunden ist und sich an Personen, die den Ort des Geschehens aufsuchen, heften kann. Der Film erzählt auf mehreren Ebenen, wie der Fluch entstanden ist und wie sich Detektivin Muldoon mit dem Horror auseinandersetzen muss.

Die altbekannte Prämisse neu aufgewärmt. Statt Japan nun Amerika bzw einem eifersüchtigen Ehemann ein Kindsmord (okay schon wieder) und ein Film, dessen durchaus dichte Atmosphäre von billigen Jump Scares total zerbröselt wird.

Ich kann mich mit dieser Spielart des Horrors durchaus anfreunden, aber das The Grudge/Ju-On Franchise zeigt bereits intern, wie man die bekannte Prämisse besser umsetzen kann und Gewalt (teils arg grotesk) wesentlich wirkungsvoller einsetzt.

Man muss aber fairerweise sagen, dass der Film zwischen seinen Jump Scares eine sehr dichte Atmosphäre aufbaut und durchaus spannend ist, aber jedesmal, wenn die Atmosphäre ihren Höhepunkt erreicht, merkt man schmerzlich, dass ein Jump Scare gleich ins Haus steht. Das ist im Horrorgenre eine gängige Praxis, aber man kann dennoch anders Spannung und Grusel erzeugen.

Nochmal ein paar Worte zur Handlung. Diese folgt einer ähnlichen Erzählstruktur wie das restliche Franchise auf mehreren Zeitebenen. Zum Ende hin wird alles aufgelöst, was den Gesamteindruck allerdings schmälert, da so kein Raum für eigene Interpretationen bleibt und der Endtwist völlig konträr zur regulären Fluch-Thematik wirkt.

Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller gewesen, das Grundthema des Fluchs zu nehmen und daraus eine eigene Handlung zu stricken, die zwar im gleichen Universum spielt (vielleicht mit ein paar Querverweisen auf die anderen Filme?) aber ansonsten völlig losgelöst ist. The Grudge (2020) klammert sich etwas zu sehr an die Erzählmuster der alten Filme, was mit Japan als Setting funktioniert hat, aber im Remake komplett unübersichtlich wirkt.

Am Ende bleibt The Grudge (2020) ein netter Versuch, die amerikanische Linie des Grudge/Ju-On Franchise fortzuführen, der jedoch in die Mittelmäßigkeit abdriftet und am Ende nichts Neues hinzufügt, ausser einen Film, der zu verschachtelt für‘s eigene Wohl ist. Es wäre definitiv sinnvoller gewesen, das Grundthema zu nehmen und einen neuen Weg zu beschreiten, der die alten Filme ehrt, im gleichen Universum spielt und dabei seine eigene Identität aufbaut. Dann hätte der plumpe Cliffhanger am Ende des Films wohl mehr Lust auf eine Fortsetzung gemacht und wär kein Klischee.

Habe ich es also bereut, den Film zu sehen? Ne ganz sicher nicht. Ich bin froh, den Film von meiner Liste streichen zu können und auch bereits Ju-On: Origins war nicht perfekt, hat mich aber gut unterhalten.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein Blick auf ein paar Deadpool Comics!

Wie verpackt man am besten mehrere Rezensionen zu einer Comicfigur in einem Beitrag ohne ihn völlig zu überladen und sich zu verzetteln? Richtig man strickt daraus einen Exkurs/(Multi)Kurzrezensionsbeitrag.

Wie man sich vielleicht erinnert habe ich vor einigen Monaten die ersten beiden Deadpool Hefte rezensiert, was ziemlich toll war, weil es dort auch eine Serie über Cable gab. Leider habe ich die Heftserie irgendwann aus den Augen verloren ABER Panini hat die Skottie Young Serie in drei schmackhaften Paperbacks veröffentlicht und simultan dazu habe ich mit der aktuellen US Serie King Deadpool begonnen.

In diesem Beitrag werfe ich also einen Blick auf Deadpool Band 1 bis 3, teile meine Gedanken dazu mit euch und warum man die 2018er Serie vom Söldner mit der großen Klappe einfach lieben muss!



Deadpool Band 1: Alles auf Anfang


Deadpool hat Schwierigkeiten wieder als Söldner Fuß zu fassen und über die Runden zu kommen. Zum Glück ist gerade ein Celestial auf dem Weg zur Erde, um diese zu zerstören und der Einzige der den Koloss töten kann ist Deadpool.

Also macht sich Deadpool auf den Weg, mit der rettenden Waffe und hilft den Avengers beim Kampf, sehr zum leidwesen der Rächer.

Doch kaum ist die Gefahr erwartet den Söldner mit der großen Klappe ein irres Abenteuer in Weirdwold …

Deadpool Band 1: Alles auf Anfang ist der ideale Einstieg in die Neustart Serie von Deadpool und das kreative Team Skottie Young und Nic Klein zeigen wie man mit Witz, Charme und irren Ideen die Welt von Deadpool (neu) erfinden kann.

Kurz um ein sehr starker Band und hervorragender Einstieg!



Deadpool Band 2: Kalte Rache


Band 1 war irre aber was ist mit dem zweiten Sammelband? Nun der ist auch irre. Deadpool mischt sich in den Rivalitätskampf zwischen zwei Vergnügungsparks ein, sucht sein Herz (zusammen mit Jessica Jones) und muss sich der grausamen Rache eines Jungen mit Batman-artiger Hintergrundgeschichte (weil Querverweise) stellen.

Oh und er trifft auf den Weihnachtsmann, was ebenfalls herrlicher Unsinn ist!

Der zweite Deadpool Band übertrifft den Erstling was den Humor und die, für Deadpool Comics typischen, Anspielungen angeht sogar noch erzählt aber einige spannende Geschichten, die sich auch stilistisch angenehm unterscheiden. Dies ist im Regelfall ziemlich unvorteilhaft bei Comics aber bei Deadpool funktioniert auch das.

Alles in allem ein sehr starker Band und eine würdige Fortsetzung.



Deadpool Band 3: Der Stoff, aus dem Albträume sind


Aller guten Dinge sind drei!

Im finalen dritten Vand kämpft Deadpool im War of the Realms in Austrialen gegen Trolle, trifft erneut auf Weasel und tritt in die Dienste von Nightmare!?

Mein Highlight aus dem Band waren die War of the Realms Ausgaben in Australien und der Subplot um Deadpools Tochter, der bereits früher begonnen wurde. Beides ist erzählerisch und humoristisch sehr hochwertig aber auch die Storyline mit Nightmare war sehr unterhaltsam.

Alles in allem ist der dritte Band ein würdiger Abschluss der 2018er Serie von Deadpool, die jedoch Hunger auf mehr macht. Um King Deadpool kümmere ich mich aber ein amderesmal!


Zusammengefasst ist die 2018er Deadpool Serie perfekt für Einsteiger und Veteranen. Das kreative Team um Skottie Young hat häufig bewiesen, dass sie großartige Ideen für irre Storylines mit starken Bildern und einem ebenso irren wie grotesken Humor kombinieren können.

Mir hat die Serie sehr gut gefallen und ich kann sie auch uneingeschränkt weiterempfehlen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Blood of Zeus (Netflix Original) Staffel 1 | Review [Netflixers #30]

Titel: Blood of Zeus
Originaltitel: Blood of Zeus
Folgen: 8
Staffeln: 1
Release: 2020

Huch was ist da los? Eigentlich werden im Netflixers Format nur Netflix Original Filme besprochen, aber wir haben beschlossen, ab Folge 30 auch Netflix Original Serien zu behandeln. Den Anfang dieser „dritten“ Staffel von Netflixers macht die Animationsserie Blood of Zeus!


Kernfakten vom Olymp

Titel: Blood of Zeus
Originaltitel: Blood of Zeus
Folgen: 8
Staffeln: 1
Release: 2020


Im Zentrum der Handlung von Blood of Zeus steht der Halbgott Heron, dessen Schicksal es ist, den Olymp und die Welt vor einer kombinierten Gefahr aus Giganten sowie Dämonen zu retten. Abseits des Hauptstrangs wird der Zwist zwischen den Olympianern, im Kern Zeus gegen Hera, sowie der Werdegang des Dämonenanführers Seraphim behandelt.

Diese drei Stränge überlappen sich regelmäßig und bilden, zusammen mit einigen Flashbacks, eine ebenso spannende wie dramatische Geschichte. Den Autoren ist es hervorragend gelungen, verschiedene Elemente der griechischen Mythologie zu kombinieren und das Quellmaterial sinnvoll zu nutzen.

Optisch zeichnet sich Blood of Zeus durch einen düsteren Stil aus, der etwas an die Castlevania Serie erinnert, nur mit noch düsteren Akzenten. Dies passt auch sehr gut zum Setting und der Handlung.

Allerdings kann Blood of Zeus nicht nur optisch, sondern auch akustisch überzeugen. Neben einem Soundtrack, der perfekt zum Epos der Thematik passt, liefern die Synchronsprecher eine grandiose Arbeit ab und wissen durchgehend zu überzeugen. Egal ob Mensch, Dämon oder Gott, die Sprecher wissen, wen sie sprechen und über was gesprochen wird.


Alles in allem ist Blood of Zeus eine hochwertige Animationsserie, die klar auf ein älteres Publikum abzielt und diese Zielgruppe schonungslos bedient. Die Story weiß definitiv zu gefallen, ebenso wie das Setting und der Look. Wer also ein Abenteuer in der griechischen Mythologie sucht und sich bereits mit God of War vergnügt hat, sollte Blood of Zeus definitiv eine Chance geben.

Mich konnte die Serie sehr gut unterhalten und ich hoffe auf eine zweite Staffel!

Somit vergebe ich ein verdientes sehenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag.

Der Marsianer – Rettet Mark Watney | Review

Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney
Originaltitel: The Martian
Regie: Ridley Scott
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2015

Ridley Scott ist einer der besten Filmemacher aller Zeiten. Egal ob Alien, Gladiator, Legende, Blade Runner, Alles Geld der Welt, oder Thelma & Louise, Scott schafft es immer wieder, bildgewaltige Filme zu erschaffen, aber auch einprägsame Figuren zu kreieren.

Heute geht es mir um Der Marsianer – Rettet Mark Watney, der auf Anhieb in meine Top 15 Science-Fiction Filme gekommen ist!


Kernfakten vom Mars:

Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney
Originaltitel: The Martian
Regie: Ridley Scott
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2015


Handlung von der Marsianer spielt auf zwei Ebenen. Einerseits wird das Schicksal von Mark Watney beschrieben, der im Zuge des Abbruchs der Marsmission „Ares III“ auf dem Planeten, für tot gehalten, zurückgelassen wird und andererseits arbeitet die NASA an einem tollkühnen Projekt, den Astronauten zu retten, als sie erkennen das Mark Watney noch am Leben ist.

Während die NASA also an verschiedenen Konzepten für die Rettung arbeitet und sich vor einer PR Krise schützen will, muss Mark auf dem Mars seine Ressourcen, vor allem die Lebensmittel, aufstocken und sein Wissen als Botaniker nutzen, um auf dem roten Planeten etwas anzubauen.

Jedoch drängt die Zeit, da die Ressourcen von Mark dennoch knapp sind und der Mars nicht lebensfreundlich ist …


Eine der größten Stärken von der Marsianer ist es, eine eigentlich sehr ruhige Handling äußerst spannend zu erzählen und dabei auf die ansonsten genretypische Epik des Genres zu verzichten. Der Film baut seine Spannung auf der simplen Prämisse und dem allgegenwärtigen Zeitdruck auf, was über die gesamte Laufzeit hinweg großartig funktioniert. Die Charaktere, allen voran Hauptfigur Mark Watney, sind großartig geschrieben und man fiebert einerseits mit den Figuren auf der Erde mit aber auch mit Mark, in dessem Überlebenskampf auf dem roten Planeten. Man muss aber auch Matt Damon loben, welcher eine grandiose Performance abliefert und es schafft, den Zuseher mit viel Charme an sich zu binden und mit ihm mitzufiebern, wenn er beispielsweise Kartoffeln auf dem Mars anbaut, oder in seinen Videotagebüchern lapidar über seine Situation beziehungsweise den Fortschritt seines Plans berichtet.

Der Marsianer – Rettet Mark Watney ist neben den bereits genannten Stärken ein sehr intelligenter Blockbuster, der äußerst plausibel wirkt und eine realistische Note birgt, was sich eigentlich mit dem Science-Fiction Genre beißt, aber im Regelfall ein Zeichen für die hervorragenden Genrevertreter ist.

Weiters bietet der Film gewaltige Bilder, die den Realismus weiter unterstreichen und man meinen könnte, es wäre tatsächlich auf dem Mars gedreht worden.


Zusammengefasst muss man Der Marsianer – Rettet Mark Watney einfach dafür loben, ein intelligent, „relasistischer“ und durchgehend spannender Science-Fiction Film zu sein, der ohne viel Pathos, die genretypische Überhöhung, oder viele Explosionen auskommt. Am Ende des Tages ist Der Marsianer – Rettet Mark Watney ein bodenständiger Film, dessen Fokus auf der Ästhetik, der Handlung, den Figuren und den starken Bildern liegt. Genau deshalb hat sich dieser Film die Wertung absolut sehenswert vollends verdient.

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Soul (2020)| Review

Titel: Soul
Originaltitel: Soul
Regie: Peter Docter
Laufzeit: 100 Minuten
Release: 2020

Soul ist ein Film mit Herz und das überrascht auch nicht, da Pete Docter (Oben, Wall•E) Regie führte und am Drehbuch mitgewirkt hat. Also habe ich mich auf den Film gefreut und konnte ihn sehr genießen!


Kernfakten aus dem Jenseits

Titel: Soul
Originaltitel: Soul
Regie: Peter Docter
Laufzeit: 100 Minuten
Release: 2020


Joe Gardner hat sein Leben dem Jazz verschrieben. Er arbeitet als Musiklehrer in New York, hat aber schon immer davon geträumt ein berühmter und erfolgreicher Jazzmusiker zu werden. Als sein Traum plötzlich in greifbare Nähe rückt fällt er auf dem Weg zu einem Auftritt in einen Gullideckel. Dabei landet er in einer anderen Dimension.

Joes Seele wird dabei von seinem Körper getrennt. Er landet auf dem Weg zum Jenseits, von dem er jedoch entkommt und an einen Ort namens „Davorseits“ gelangt. Dort entwickeln Seelen ihre Leidenschaften und Persönlichkeiten, bevor sie als Neugeborene auf die Welt kommen. Joe lernt 22 kennen, eine Seele mit trüben Blick auf das Leben. Als beide in vertauschten Körpern (22 in Joes Körper und Joe im Körper einer Katze) beginnt für beide die Reise, ihre richtigen Körper zu erlangen und 22‘s Leidenschaft zu entdecken …


Lasst mich den offenkundigen Elefanten im Raum ansprechen. Soul ist kein Film, der sich ausschließlich an ein junges Publikum richtet. Ganz im Gegenteil ist Soul eher für ein erwachsenes Publikum ausgelegt, da viele der behandelten Thematiken und der Plot allgemein für ältere Zuseher geschrieben ist. Das zentrale, wenngleich unausgesprochene, Thema ist Joe‘s Midlife-Crisis, was sich klar vom „Glaub an deine Träume!“ Einheitsbrei abhebt.

Viel mehr steht die Suche nach dem Sinn des Lebens im Vordergrund und offenkundige Herzenswünsche treten in den Hintergrund gegenüber Dingen, die wesentlich wichtiger erscheinen. Dies merkt man besonders gegen Ende des Films, wenn Joe lernt, was wirklich ist und auch 22 eine tiefgreifende Veränderung erlebt.

Dabei muss man positiv anmerken, dass der Film keine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, aber dafür eine allgemeine Antwort gibt, mit der man gut leben kann und die Raum für eigene Gedanken lässt. Abgedroschene Metaphern werden ebenso vermieden, wie ein mahnender Zeigefinger. Man merkt also, dass der Film auf erzählerischer Ebene sehr viel richtig macht und neben einem Wohlfühleffekt am Ende auch gewichtige Themen anspricht, die für jeden Erwachsenen relevant sind. Auch verliert sich der Film nicht in endloser Philosophie, sondern bleibt stets stringent in seiner Erzählung und baut nebenbei einen eigenen Kosmos auf.

Stilistisch bietet Soul einen angenehmen Kontrast aus dem relastischen New York und den jenseitigen Welten. Abstrakte Konzepte kollidieren mit Realismus und ergeben, ähnlich wie bei Alles steht Kopf, eine äußerst interessante Mischung, deren künstlerischen Wert man nicht verachten sollte.

Ergänzt wird dies durch einen hörenswerten Soundtrack und eine hochwertige deutsche Synchronisation.


Zusammengefasst ist Soul ein sehr schöner, anspruchsvoller und hochwertiger Pixar Film, dessen Zielgruppe klar ein älteres Publikum ist, aber das wird sehr gut unterhalten. Natürlich ist der Film auch kinderfreundlich, man merkt aber definitiv die Fokussierung auf ältere Zuseher. Ich kann Soul definitiv empfehlen und der Film bildet einen grandiosen Abschluss für ein Filmjahr 2020, oder einen starken Start ins Jahr 2021.

Ich vergebe für Soul die Wertung sehenswert+ !

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Nerd.Ics liest … X-Men/Fantastic Four: Das verlorene Kind | Review

Titel: X-Men / Fantastic Four: Das verlorene Kind
Autor: Chip Zdarsky
Zeichner: Terry Dodson
Seiten: 116
Verlag: Marvel / Panini Deutschland

Die Fantastic Four greifen Krakoa an und ein actionreiches Abenteuer beginnt. Franklin Richards ist in einer Krise und verliert seine Kräfte und jeder will ihm helfen, nur niemand scheint ihn zu verstehen.


Kernfakten:

Titel: X-Men / Fantastic Four: Das verlorene Kind
Autor: Chip Zdarsky
Zeichner: Terry Dodson
Seiten: 116
Verlag: Marvel / Panini Deutschland


Drei Argumente haben mich dazu gebracht, mir diesen Band zu besorgen. Erstens wurde er von Chip Zdarsky geschrieben und da ich ja unheimlich abfeiere, was er derzeit mit Daredevil abzieht, war das Argument Nummer eins. Zweitens sind Patrick und ich zur Zeit voll im „Dawn of X“ Lesestoff drinnen und lesen aktuell alle Serien, die zu den X-Men rauskommen, chronologisch und da gehört in manchen Listen auch dieser Band zum Kanon. Drittens hab ich noch nie etwas von den Fantastic Four gelesen und mir gedacht, ich fange mal mit einem Band an, wo auch mir vertraute Charaktere dabei sind.

(c) Panini Comics

Franklin Richards, Sohn von Mr. Fantastic aka Reed Richards und Susann Storm, wurde mit dem Mutantengen geboren und befindet sich in einer persönlichen Krise, da seine Kräfte von Tag zu Tag schwächer werden, jedoch sein Vater die Ursache nicht rausfinden kann, oder zumindest nicht zugeben will, die Ursache gefunden zu haben.


Gleichzeitig beginnt auf der Insel Krakoa die Mutantennation immer mehr zu wachsen und streckt ihre Fühler in die ganze Welt aus. Man knüpft Beziehungen zu vielen Staaten und möchte auch sämtliche Mutanten in die neue Nation „heimholen“. So ist natürlich auch Kitty Pryde ein Teil dieser Nation, jedoch kann sie nicht durch die für Mutanten geschaffenen Portale nach Krakoa kommen, sondern nur auf dem See- bzw Luftweg. Sie ist Anführerin der Marauders, einer Art Mutantenpiraten Gruppe. (Mehr dazu könnt ihr in der Marauders Serie nachlesen.)

Professor X beordert Kitty zu sich, wo sie von Franklin Richards erfährt und auch Magneto und Professor X planen, nach New York zu reisen und Franklin nach Krakoa holen wollen, da sie glauben, ihm helfen zu können.
In New York angekommen, weigern sich die F4 natürlich Franklin freizugeben. Er und seine Schwester Valeria schleichen sich an Bord von Kitty’s Schiff und wollen so nach Krakoa flüchten. Als ihre Eltern die Flucht bemerken, gehen sie von einer Entführung aus und machen sich auf den Weg, um Krakoa anzugreifen und ein erbitterter Kampf bricht aus. Was weder die X-Men auf Krakoa, noch die F4 wissen, ist, dass das Schiff von Kitty zu einem Notruf von Mutanten geeilt ist und dort auf einen alten Bekannten trifft, welcher Mutanten kidnapped.

Mehr wird, wie immer, nicht von meiner Seite gespoilert.

(c) Panini Comics

Zuerst war ich etwas skeptisch bei einem Paperback, das nur 4 Hefte umfasst und knapp über 100 Seiten zählt, jedoch muss ich sagen, dass sich die Story viel umfangreicher und abwechslungsreicher als 4 Hefte anfühlt. Das Tempo der Story ist sehr hoch, was aber zum actiongeladenen Inhalt perfekt passt. Das Ganze wird durch einen wunderbaren Zeichenstil abgerundet und Chip Zdarsky hat mich in Sachen Stry wieder einmal nicht enttäuscht. Das Ganze endet mit einem Mini-Cliffhanger bzw mit einem Ende, das auf mehr verweist und somit bin ich schon mal gespannt, wie sich die ganze Story in dem umfangreichen X-Men Cosmos, der sich derzeit aufbaut, einbindet.

Ob der Band einsteigerfreundlich ist, kann ich wohl am besten mit einem „Jain“ beantworten, denn zum einen ist es natürlich eine unabhängige losgelöste Story, aber zum anderen sollte man zumindest ein bisschen was von den X-Men gelesen haben bzw wissen, wie da der Stand derzeit ist.


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Mehr zu den aktuellen X-Men:

Comic-Gequatsche #2

Nerd.Ics liest … Green Lantern: Die Bestimmung | Review

Titel: Green Lantern – Die Bestimmung
Autor: Minh Le
Zeichner: Andie Tong
Seiten: 144
Verlag: DC / Panini Kids

Tai Pham, ein Mitglied einer vietnamesischen Migrantenfamilie, entdeckt das Geheimnis seiner Großmutter und wird zum jüngsten Mitglied des Green Lantern Corps.


Grüne Kernfakten

Titel: Green Lantern – Die Bestimmung
Autor: Minh Le
Zeichner: Andie Tong
Seiten: 144
Verlag: DC / Panini Kids


Als unheimlich großer Fan der DCink Bände dachte ich mir, ich schaue auch mal in einen Band rein den DC für Ihre jüngste Zielgruppe gedacht hat. Und zwar geht es um den Band „Green Lantern – Die Bestimmung“ aus der DC Kids bzw Panini Kids Reihe und ich kann schon mal sagen es ist faszinierend was für gute Comics DC für junge Leser rausbringt.

(c) Panini Kids

Aber nun mal zur Story, der 13-jährige Tai Pham wächst in Coast City in einer typischen vietnamesischen Migrantenfamilie auf. Seine Großmutter Ba leitet einen kleinen Asiamarkt mit Restaurant dabei. Der Laden wird im Stadtviertel von allen geliebt und seine Großmutter gilt, als große Wohltäterin welche stets Familien, die neu ins Land kommen geholfen hat und so nebenbei sieht man auch schon ihren grünen Ring an ihrer Hand. Eines Tages ist Tai bei seiner Großmutter im Laden, als (wieder einmal) ein Ziegelstein durch die Scheibe geschmissen wird und Tai, welcher gerne zeichnet, hat durch eine Zeichnung das Kennzeichen des Wagens notiert. Später am Abend wird dann der Vorfall auch von der Familie nochmal beim Abendessen aufgearbeitet und darüber diskutiert.

Tai wird mitten in der Nacht durch einen Albtraum geweckt und bemerkt, dass der grüne Ring neben ihm liegt. Also bringt er ihn seiner Großmutter zurück, welche ihm sagt, das der Ring jemand neues zu seinem Herr erwählt hat und Tai ihn an sich nehmen soll. Als Tai am nächsten Tag wach wird, sagen ihm seine Eltern das seine Großmutter in der Nacht gestorben ist.

Darauf folgt das Begräbnis mit vielen Menschen die Tai erzählen was seine Großmutter alles für sie und das Stadtviertel getan hat und unter anderem erscheint auch der mysteriöse Millionär Xander Griffin am Begräbnis.
Tai beschäftigt sich nun mehr mit seinem Ring und kommt sehr schnell dahinter, dass er nun zum Green Lantern Corps gehört und dort Mitglied ist. Nun beginnt auch schon sein Training und er erfährt mehr über die Feinde der Erde und das er nun einer der Beschützer der Erde ist.
Wie es in der Story weitergeht könnt ihr dann natürlich wie immer im Band nachlesen.

(c) Panini Kids

Ich bin immer wieder fasziniert wie DC Themen wie Integration oder aber auch Gentrifizierung in Comics für Kinder und Jugendliche einbaut ohne dabei irgendwie steif oder langweilig zu wirken. Auch dieser Band zeigt wieder das man gesellschaftspolitisch wichtige Themen und gute Comic Storys sehr gut unter einen Hut bringen kann.

Ob der Band wirklich wie auf der Rückseite beschrieben für 8-jährige geeignet ist, bin ich mir nicht sicher, aber einem 11 oder 12-jährigen würde ich diesen Comic sofort geben und wäre froh, wenn er sowas hochwertiges zu lesen bekommt. Aber, wie auch bei den Ink Sachen, können hier auch Erwachsene beruhigt zugreifen und bekommen eine wunderbare Superheldenstory mit zum Teil sehr tiefgründigem Inhalt.

Der Band braucht keinerlei Vorkenntnisse, ist somit natürlich perfekt für Einsteiger und bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung.


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Superman/Shazam: Erster Donner | Review

Titel: Superman/Shazam: Erster Donner
Autor: Judd Winick
Zeichner: Joshua Middleton
Verlag: DC/Eaglemoss

Während das Zusammentreffen von Shazam! & Superman im DCEU Film nur ein Cameo am Ende war, ist das in den Comics völlig normal. Heute stelle ich euch den Band Erster Donner (OV: First Thunder) vor, in dem das erste Treffen von Shazam! und Superman thematisiert wird.


Übermenschliche Kernfakten

Titel: Superman/Shazam: Erster Donner
Autor: Judd Winick
Zeichner: Joshua Middleton
Verlag: DC/Eaglemoss


(c) Panini Comics/DC Comics/Eaglemoss

Während Superman in Metropolis einen Kult daran hindern muss die historischen Museen der Stadt zu plündern, kämpft Shazam! in Fawcett City gegen riesige Kampfroboter. Als der Kult jedoch nach Fawcett City kommt, müssen der Veteran Superman und der junge Held Shazam! ihre Kräfte bündeln.

In den Schatten schmieden Dr. Sivanas & Lex Luthor jedoch weitere Ränke …


Das markanteste Merkmal von Erster Donner ist der Zeichenstil, der an eine Mischung aus traditionellem westlichem Comic erinnert, aber einen Einschlag des Manga hat. Man muss sich etwas an diesen Stil gewöhnen, da besonders die Figuren stellenweise wirklich komisch aussehen aber dafür auch sehr starke Panels durch den Stil möglich werden.

Erzählerisch wäre die Miniserie perfekt für eine Verfilmung, da die Handlung sehr simpel ist, aber durchaus Spannung bietet, eine Charakterentwicklung für Billy Batson aka Shazam! beinhaltet und Supermans Abneigung gegenüber Magie thematisiert.

(c) Panini Comics/DC Comics/Eaglemoss

Zusammengefasst ist Superman/Shazam: Erster Donner ein hervorragendes kleines Crossover mit einer simplen aber spannenden Story, einem etwas gewöhnungsbedürftigen aber generell ansehnlichen Stil und dieser gewissen Prise Drama, die Shazam! Geschichten immer haben da die Person hinter dem Helden ein Kind ist.

Ich vergebe für Superman/Shazam: Erster Donner ein verdientes lesenswert!

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Nerd.Ics liest … Gotham High: Alle für keinen | Review

Titel: Gotham High: Alle für keinen
Autor: Melissa de la Cruz
Zeichner: Thomas Pitilli
Seiten: 208
Verlag: DC / PanninInk / Panini Deutschland

Anm.: Leider kommt diese Rezension mit etwas Verspätung. Tut mir leid!


An der Gotham High werden Teenager entführt, Dreiecksbeziehungen sind an der Tagesordnung und an Partys mangelt es auch nicht.


Kernfakten von der Gotham High

Titel: Gotham High: Alle für keinen
Autor: Melissa de la Cruz
Zeichner: Thomas Pitilli
Seiten: 208
Verlag: DC / PanninInk / Panini Deutschland


Gotham High ist nunmehr schon mein 5er Band aus der Panini Ink Reihe, rund um die Coming of age Stories, aus dem DC Universum, welche Großteils von Bestseller Autor*innen geschrieben werden.
Ich bin ein großer Fan der Reihe und somit war ich total gespannt was dieses Highschool Drama zu bieten haben wird.

(c) Panini Ink

Der junge Milliardärs Erbe Bruce Wayne fliegt von seinem Upperclass Internat und muss auf die für jeden zugängliche Gotham High gehen. Soweit alles noch so wie wir es kennen, jedoch ist es nicht der typische junge Bruce Wayne wie wir ihn aus klassischen Batman Stories kennen, sondern Martha, seine Mutter, hieß ursprünglich mal Ma-sha und kommt aus Hongkong, was Bruce zur Hälfte chinesisch und zur anderen Hälfte amerikanisch macht. Das sollte jedoch nicht das einzig bleiben das sich in dieser DC Story etwas verändert. Ich kann schon mal versprechen es wurde ein sehr hohes Augenmerk auf Diversität gelegt, so ist zum Beispiel Alfred, eigentlich sein Onkel aus Hongkong, welcher mit seinem Mann, John, verheiratet ist oder ein anderes Beispiel dafür ist Selina Garcia Kyle, welche im Haus nebenan aufgewachsen ist und Latino Wurzeln hat.

Bleiben wir vielleicht gleich bei Selina, da sie der zweite Teil des Dreiecks dieses Comics ist. Ihre Mutter ist bei einem Unfall verstorben, welcher von ihrem Vater verursacht wurde, welcher wiederum seitdem ans Bett gefesselt ist und keinerlei Erinnerungen hat. Selina lebt mit ihrer Familie an der Existenzgrenze und wartet darauf 21 zu werden, um auf ihren Treuhandfonds zugreifen zu können, welcher wiederum dafür sorgen sollte das ihr Vater in ständige und professionelle Behandlung kommt.

Der dritte Teil der Dreiecksbeziehung ist Jack Napier und auch er ist etwas anders als in den klassischen Comics. Lebt in den Tag, skatet gerne und dreht das eine oder andere kleinere krumme Ding ab und kennt sich sehr gut in der kriminellen Szene von Gotham aus. Außerdem ist er im Fotoclub an der Schule und schwer verliebt in Selina.

Eines Tages wird Bruce von einem Jungen namens Harvey Dent in der Schule auf seinen schönen Mantel angesprochen und Bruce lässt Harvey den Mantel anprobieren und genau in diesem Moment trifft Bruce ein Dartpfeil und er wird Ohnmächtig. Als er im Krankenhaus aufwacht, findet er raus das er betäubt wurde und gleichzeitig Harvey entführt wurde und eine Lösegeldforderung für ihn eingegangen ist. Bruce Wayne wäre nicht der der er ist, wenn er sich nicht sofort auf Spurensuche machen würde und alle Indizien dazu überprüft. Er analysiert das Gift, inspiziert den Tatort und kommt, nachdem Harvey schwer verletzt freigelassen wird, zu dem Schluss das es sich um eine Verwechslung gehandelt hat und eigentlich er das Ziel der Entführung war.

Er beschließt selber Lockvogel zu spielen und schmeißt eine große Hausparty bei sich daheim. Was jedoch auf dieser Party passiert und wer die Entführer sind, könnt ihr im Band nachlesen.

(c) Panini Ink

Ich möchte gleich mal Vorweg sagen das ich, wie schon eingangs erwähnt, ein großer Fan der Panini Ink Reihe bin und alle Bände, die ich gelesen habe sehr gut gefunden habe, und deswegen die folgende leichte Kritik auf sehr hohem Niveau ist.

Grundsätzlich unterhält mich auch dieser Band sehr gut und macht Spaß beim Lesen, jedoch finde ich ihn in manchen Punkten vielleicht nicht ganz so stark und tiefgründig, wie zum Beispiel „Under the moon“ oder „Breaking Glass“. Auch die Diversität mit einem homosexuellen verheirateten Alfred, einer afroamerikanischen Barbara Gordon oder eben Bruce mit chinesischen Wurzeln ist zum einen unheimlich toll, dass sie in einem Comic für junge Erwachsene vorkommt, jedoch finde ich auch hier das man das ganze vielleicht etwas subtiler und weniger aufgesetzt hätte einbauen können.

Aber trotzdem bekommt der Band von mir eine Leseempfehlung für alle Fans der Reihe, aber auch für Leute die gerne mal einen Blick in die Panini Ink Reihe wagen wollen.


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Mehr von Panini Ink

The Old Guard (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #29]

Titel: The Old Guard
Originaltitel: The Old Guard
Regie: Gina Prince-Bythewood
Laufzeit: 125 Minuten
Release: 2020

Nach einer viel zu langen Pause geht Netflixers in die 29e Runde und eines kann ich jetzt schon versprechen. Ab 2021 kommt Netflixers wieder regelmäßiger!

Heute beschäftige ich mich mit der Comicverfilmung The Old Guard, basierend auf der gleichnamigen Graphic Novel von Greg Rucka, einem großartigen Autor!


Die Netflixers Übersichtsseite


Unsterbliche Kernfakten

Titel: The Old Guard
Originaltitel: The Old Guard
Regie: Gina Prince-Bythewood
Laufzeit: 125 Minuten
Release: 2020


Die Geschichte von The Old Guard dreht sich um die titelgebende „alte Garde“, eine Söldnereinheit deren Mitglieder einen Heilfaktor besitzen, der sie quasi unsterblich macht. Ihre Anführerin ist Andy, die bereits als Andromache von Scythia in der Antike lebte.

In Afghanistan findet die Truppe Nile Freeman, eine US-Soldatin, der die Kehle aufgeschlitzt wurde, die jedoch eine der Unsterblichen ist und sich selbst geheilt hat. Nach einigem hin und her schließt sich Nile der „alten Garde“, die sich gegen den macht- und geldgierigen Merrick zur Wehr setzen müssen. Dieser möchte das Geheimnis der „alten Garde“ lösen um mit deren Heilfaktor seine Vermögen weiterzuvermehren.

Der Kampf gegen Merricks Schergen beginnt …


Die Prämisse von The Old Guard nicht übermäßig spannend und könnte auch in einem Wolverine Deadpool Team-Up Comic stattfinden aber dennoch verfügt der Film über einige Stärken, die ihn aus der Masse der Comicverfilmungen etwas hervorheben.

Zum einen ist The Old Guard ein R-Rated Film, ähnlich wie die großen Brüder Logan & Deadpool, was diesem Netflix Original sehr zugutekommt. Die Action sowie die Choreografie der Kampfszenen sind hervorragend und wenn das gesamte Team zusammenkämpft, machen sie tatsächlich den Eindruck eines perfekt eingespielten Teams. Ergänzt wird dies durch den Einsatz von Klingen- & Schusswaffen. Auch sind die Kämpfe in The Old Guard meist roh und brutal aber nicht überstilisiert, sondern wirken wie reale Gefechte zwischen normalen Menschen und Unsterblichen, die aber Schmerz empfinden können.

Der Cast von The Old Guard verdient ebenfalls lobende Worte. Die Truppe um Charlize Theron (Andy) wirkt, wie bereits erwähnt eine eingespielte Truppe, aber auch gleichzeitig wie eine Familie, deren Mitglieder aus verschiedenen Epochen stammen. Joe (Marwan Kenzari) und Nicky (Luca Marinelli) verleihen dem Team auch etwas wärmendes, als homosexuelles Paar.

Harry Melling verkörpert den Antagonisten Merrick und wow, er schafft es perfekt ein gieriges Arschloch zu verkörpern der seine Gier hinter noblen Zielen versteckt.

Was mich zu Beginn etwas abgeschreckt hat, war die lange Laufzeit von 125 Minuten, was bei einer „neuen“ Marke immer etwas abschreckend sein kann. The Old Guard verfügt aber über ein hervorragendes Tempo und entwickelt sich über die gesamte Laufzeit hinweg sehr gut.


Zusammengefasst ist The Old Guard eine äußerst solide Comicverfilmung dessen rauer Ton und Thematik zu unterhalten wissen. Auch ohne die Comicvorlage zu kennen, kann man der Handlung problemlos folgen und als Action-Film funktioniert The Old Guard, dessen Stärken klar auf der Hand liegen.

Wer eine Comicverfilmung sucht, die abseits von Marvel & DC existiert, kann bei The Old Guard gern einen Blick riskieren. Mich hat der Film unterhalten können. Ich vergebe ein verdientes sehenswert!

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Whiplash | Review

Titel: Whiplash
Originaltitel: Whiplash
Regie: Damien Chazelle
Laufzeit: 106 Minuten
Release: 2014

Eigentlich kann ich diese Rezension mit einem Beitrag zusammenfassen. Whiplash ist ein grandioser Film, den man unbedingt gesehen haben sollte!

Da mich dieser Film jedoch so sehr überzeugt hat, muss ich mehr ins Detail gehen.


Harte Kernfakten

Titel: Whiplash
Originaltitel: Whiplash
Regie: Damien Chazelle
Laufzeit: 106 Minuten
Release: 2014


Andrew Neiman ist ein talentierter Schlagzeuger, der das (fiktive) Shaffer Conservatory of Music in New York besucht. Eines Tages wird er von Terence Fletcher, dem Leiter der Studioband, entdeckt und zu einer Probe eingeladen. Fletcher versucht seine Schüler durch verbale Demütigung und sadistische Strenge zu Höchstleitungen zu treiben. Obwohl Andrew schnell das Prinzip von „Zuckerbrot und Peitsche“ durchschaut, lässt er sich darauf ein, was schlussendlich in einem Unfall mit fatalen Folgen endet …


Die Handlung von Whiplash mag in geschriebener Form nicht wirklich spannend klingen, aber der Schein trügt. Durch sein langsames Tempo bauscht sich der Film selbst immer mehr auf und man kann nicht andersals mit Andrew mitzufiebern, in seinem Bestreben der Beste zu werden und das ist auch gleichzeitig die Kernthematik des Films. Was ist man bereit für die eigene Karriere und Leidenschaft zu opfern? Wie weit ist man bereit zu gehen?

Diese beiden Fragen sind zentral für den Film und werden unterbewusst dem Zuseher fast über die gesamte Laufzeit gestellt. Man merkt dies auch am Hauptcharakter Andrew, dessen Ziel sich auch auf sein soziales Umfeld auswirkt.

An dieser Stelle muss ich auch die beiden Hauptdarsteller loben. Miles Teller verkörpert sympathisch und sehr authentisch den Hauptcharakter Andrew der bis an seine Grenzen und oftmals darüber hinaus geht, um sein Ziel aber auch die Anerkennung von Fletcher zu erreichen. J. K. Simmons (aka J. Jonah Jameson aus den Sam Raimi Spider-Man Filmen) spielt den sadistischen Lehrer Terence Fletcher, dessen Ziele zwar nobel sind aber seine Mittel, um diese zu erreichen, sind mehr als fragwürdig. Simmons schafft es glaubhaft einen guten Lehrer und gleichzeitig das gigantische Arschloch zu verkörpern.

Es sind Teller und Simmons, die den Film auf der schauspielerischen Ebene tragen und dafür sorgen, dass man sich an die beiden Figuren im Speziellen erinnert.


Alles in allem ist Whiplash ein grandioser Film, der absolut authentisch die Frage nach dem Preis des Erfolgs stellt und dabei mit erzählerischer Wucht auf den Zuseher einwirkt. Die relativ simple Prämisse entwickelt sich zu einem mitreißenden Musikthriller, der durch Teller und Simmons nur noch intensiver wird. Damien Chazelle beweist sein Geschick was Erzählung, Charakterdarstellung und Entwicklung angeht von Minute eins an, bis der Abspann einsetzt.

Somit ist Whiplash ein absolut sehen- und hörenswerter Film, der klug erzählt wird und seine knapp 50 Auszeichnungen verdient hat. Wer Whiplash noch nicht gesehen hat, soll dies schleunigst nachholen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nerd.Ics liest … Catwoman Bd. 3: Die Masken der Katze | Review

Titel: Catwoman Bd. 3: Die Masken der Katze
Autor: Joelle Jones
Zeichner: Joelle Jones, Fernando Blanco, Geraldo Borges, Aneke, Inaki Miranda,
Seiten: 148
Verlag: DC / Panini Deutschland

Catwoman goes Zombie-Apokalypse!


Katzenhafte Kernfakten

Titel: Catwoman Bd. 3: Die Masken der Katze
Autor: Joelle Jones
Zeichner: Joelle Jones, Fernando Blanco, Geraldo Borges, Aneke, Inaki Miranda,
Seiten: 148
Verlag: DC / Panini Deutschland


Band 3 schließt nahtlos an den Vorgänger an und wir sehen Selina Kyle alias Catwoman auf der Jagd nach Raina Creelwelche, die sich wiederum auf der Suche nach ewiger Jugend befindet und sich bei ihren Versuchen, eine ganze Zombie Armee um sich schart, inklusive ihrem Sohn Adam. Auf dieser Suche kam sie an eine gewisse Dosis an „Wasser“ aus Ra’s al Ghul’s Lazarusgrube welches ihr ewiges Leben verschaffen sollte. Dabei wird sie wie schon erwähnt von Selina verfolgt, diese befindet sich ebenfalls in der Höhle mit der Grube und wird dort, nach einer Konfrontation von Raina Creel zurückgelassen.

Selina kam schon in Band 1 in dem kleinen kalifornischen Städtchen Villa Hermosa an, da sie, nachdem sie ihre Beziehung zu Bruce Wayne beendete, aus Gotham flüchtete und einer der Gründe, warum sie gerade in diese Stadt kam, war ihre im Rollstuhl sitzende Schwester Maggie. Selina kam bei Linda und Carlos in einem Pfandleihhaus unter, wo sie später dann auch Maggie versteckte.

Aber nun zurück in die Höhle zu Selina. Als sie zu sich kommt, erscheint ihr wie schon in die diversen anderen DC Serien, die im Zeichen des Jahrs des Schurken stehen, Lex Luthor in einem Hologramm und bietet auch ihr ein Geschäft an. Sie soll sich entscheiden ob sie bleibt und zu einer Heldin wird oder ob sie als Schurkin nach Gotham zurückkehren soll. Ohne groß zu spoilern, sie entscheidet sich natürlich für die erste Option.

Nachdem man einige Rückblenden auf ihre Vergangenheit sieht, kommt die Story wieder zu Raina Creel zurück, welche ihre Jagd nach ewigem Leben und ihrer Jugend weiter vorantreibt und immer mehr Menschen in ihrem Umfeld in Zombies verwandelt.

(c) Panini Comics

Ob Selina Raina aufhalten kann und ob sie zu einer Heldin wird, dürft ihr dann in dem fulminanten sehr actionlastigen Finale des Bandes nachlesen.


Ich könnte es hier ganz kurz machen und einfach sagen, dass mir die Serie und die Arbeit von Joelle Jones von Anfang an unheimlich gut gefallen hat und auch der finale Band nicht zu wünschen übrig lässt. Das Tempo, mit dem Joelle Jones die Story im dritten Band vorantreibt, ist der Hammer und baut so viel Spannung für das Finale auf, welches dann total überzeugt und perfekt zu dem Run passt meiner Meinung nach.

Einzig der Zeichenstil ist an manchen Stellen nicht ganz so stark, wie der Inhalt des Bandes, aber bei einem so starken Run kann man auch darüber hinwegsehen.

Allen Einsteigern kann ich nur empfehlen holt euch Band drei, aber vergesst nicht zuvor Band 1 und 2 zu kaufen und zu lesen. Ihr werdet es nicht bereuen.

Bleibt nur mehr abschließend zu sagen, dass man gerne mehr solcher Runs rausbringen darf und es soll ja noch ein vierter Band mit Tie-in’s und Kurzgeschichten zu dem Run kommen!

Also meine absolute Leseempfehlung für Catwoman Band 1-3!


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Superman: Das erste Jahr BD3 | Kurzkommentar

Titel: Superman – Das erste Jahr BD3
Autor: Frank Miller
Zeichner: John Romita Jr.
Seiten: 76
Verlag: Panini

Vor diesem Beitrag habe ich mich ehrlich gesagt lange gedrückt und damit meine ich wirklich lange gedrückt, was einen ganz simplen Grund hat. Ich mag Superman: Das erste Jahr nicht wirklich, aber wenn man sich Band 1 kauft und rezensiert und denselben Fehler mit Band 2 macht, muss Band 3 auch drankommen.


Titel: Superman – Das erste Jahr BD3
Autor: Frank Miller
Zeichner: John Romita Jr.
Seiten: 76
Verlag: Panini


Rezensionen zu Band 1 & 2


Nach seinem Abenteuer in Atlantis (siehe Band 2) beginnt für Clark Kent die letzte Etappe auf dem Weg zum Held Superman. In der Millionenstadt Metropolis trifft Clark auf Lois Lane, findet neue Freunde wie Jimmy Olson und erlebt mit Lex Luthor seine erste richtige Herausforderung. Auch ein Treffen mit dem Rest der kommenden Trinity bleibt nicht aus …

Band 3 ist weniger langatmig und eigenwillig als der zweite Band, aber da die Messlatte ohnehin nicht sehr hoch lag, ist das keine große Kunst. Thematisch ist der Abschluss des Werdegangs vom DRK Superman recht interessant, fügt dem Charakter aber keine Facetten hinzu, die man nicht bereits aus anderen Inkarnationen des Mannes aus Stahl kennt. Optisch macht der Band immer wieder was her und gefällt durch einige großartige Panels oder komplette Seiten, die sehr ansprechend Inszeniert wurden.

Alles in allem ist Superman: Das erste Jahr Band 3 ein mäßiger Abschluss der Origin um den DKR Superman, die eher wieder an die Stärken des ersten Bands anknüpft und dankenswerterweise die seltsame Atlantis Episode vergessen lässt. Somit endet die Serie auf keiner übermäßig positiven Note und eine wirkliche Empfehlung kann ich für die Serie abschließend nicht aussprechen, auch wenn Großmeister Frank Miller die Feder geschwungen hat.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wonder Woman: Dead Earth BD 2 & 3 | Review

Titel: Wonder Woman: Dead Earth BD 2
Autor: Daniel Warren Johnson
Zeichner: Daniel Warren Johnson
Seiten: 52
Verlag: Panini

Titel: Wonder Woman: Dead Earth BD3
Autor: Daniel Warren Johnson
Zeichner: Daniel Warren Johnson
Seiten: 52
Verlag: Panini

Nach einer zu langen Pause gibt es wieder eine Rezension zu Wonder Woman: Dead Earth aber dieses Mal werde ich zwei Bände rezensieren, da diese ineinandergreifen und ich vermeiden will, diese Reihe nochmals aus den Augen zu verlieren!


Kernfakten aus der Dystopie

Titel: Wonder Woman: Dead Earth BD 2
Autor: Daniel Warren Johnson
Zeichner: Daniel Warren Johnson
Seiten: 52
Verlag: Panini

Titel: Wonder Woman: Dead Earth BD3
Autor: Daniel Warren Johnson
Zeichner: Daniel Warren Johnson
Seiten: 52
Verlag: Panini


Was bisher geschah …

Nach einem jahrelangen Kälteschlaf erwacht Diana in einer postapokalyptischen Welt. Alle Helden und Schurken sind offenkundig tot. Schreckliche Mutanten überfallen die letzten Menschen. Um herauszufinden was mit der Welt geschehen ist, schließt sich Diana aka Wonder Woman einer Gruppe Jäger aus einer der letzten Siedlungen an …

Wonder Woman: Dead Earth Band 1


Wonder Woman und ihre Gefährten brechen nach Themyscira auf, um im Reich der Amazonen Antworten und Hilfe zu erhalten. Die Reise ist jedoch gefährlich und erfordert viele Opfer. Als die Gruppe die alte Heimat von Wonder Woman erreicht finden sie keine Hoffnung, sondern nur Tod und Zerstörung. Die Amazonen wurden durch den nuklearen Holocaust in grausige Mutanten verwandelt und schuld daran sind … die Menschen.

In Zorn und Trauer verlässt Wonder Woman zusammen mit Cheetah die Gruppe auf einem Pegasus und reist nach Norden zur Festung der Einsamkeit …

Dort wo Superman einst residierte und tausende um seine Hilfe bettelten, bevor sie starben, findet Wonder Woman nicht nur einen toten Mann aus Stahl, sondern auch den Grund für das Ende der Welt. Bevor sie an der Wahrheit zerbrechen kann, findet sie mit alten Gefährten zusammen und rüstet sich, mithilfe eines Superman Roboters, für den finalen Kampf gegen die mutierten Amazonen.

(c) Panini Comics

Was als simple Geschichte über die Postapokalypse begann, hat sich mit Band 2 & 3 zu einer epischen Saga um die Suche nach der Wahrheit, Schuld aber auch Vergebung entwickelt. Erzählerisch nimmt Wonder Woman: Dead Earth mit den Bänden 2 und 3 ordentlich Fahrt auf und kann durchgehen überzeugen.

Optisch entwickelt sich der Zeichenstil auch weiter und erlaubt es die Hoffnungslosigkeit der Situation stark in Szene zu setzen. Ein ums andere Mal liefert Daniel Warren Johnson großartige Bilder ab, die nicht nur eine starke Symbolkraft innerhalb der Geschichte aufweisen, sondern auch für sich genommen einfach großartig sind.

(c) Panini Comics

Alles in allem sind Wonder Woman: Dead Earth Band 2 & 3 großartige Fortsetzungen des Erstlings, die in allen Punkten überzeugen können und Lust auf das große Finale machen. Wer noch nie etwas von Wonder Woman gelesen hat, kann mit dieser Miniserie bedenkenlos einsteigen und Fans des DC Black Labels müssen bei dieser ohnehin zugreifen. Einzeln hat Band 2 & 3 je ein lesenswert+ verdient und zusammen verdienen sich beide Bände ihr absolut lesenswert.

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Nerd.Ics liest … Aquaman: Held von Atlantis Bd. 3: Der Erbe des Throns | Review

Titel: Aquaman Held von Atlantis Bd. 3: Der Erbe des Throns
Autor: Kelly Sue DeConnick, Kyle Higgins, Vita Ayala
Zeichner: Victor Ibanez
Seiten: 180
Verlag: DC / Panini Deutschland

Pure Aquaman Action im Kampf gegen Black Manta, bei der Mera und Arthur auch wieder „zusammenfinden“.


Aquatische Kernfakten

Titel: Aquaman Held von Atlantis Bd. 3: Der Erbe des Throns
Autor: Kelly Sue DeConnick, Kyle Higgins, Vita Ayala
Zeichner: Victor Ibanez
Seiten: 180
Verlag: DC / Panini Deutschland


Ausgangssituation von Band 3 ist, dass Amnesty Bay in großer Gefahr schwebt, da Aquamans Erzfeind Black Manta im Zuge des „Jahr des Schurken“ Events es auf Aquaman abgesehen hat und ihn in Amnesty Bay angreifen will bzw. auch angreift. Gleichzeitig taucht der Gründer von Amnesty Bay Tristram Maurer nach über 200 Jahren wieder auf und erzählt Aquaman das Amnesty Bay ihn gerufen hat und das er die Fähigkeit hat mit seinen Gedanken bzw. der Wut von anderen Menschen Monster herbeirufen kann.

Mera wiederum ist schwanger und gleichzeitig für Aquamans vermeintlichen Tod bzw. sein Verschwinden verantwortlich, macht sich jedoch auf den Weg um ihm im Kampf gegen Black Manta beizustehen.

Und der vierte Held im Kampf gegen Black Manta ist Aqualad, welcher seines Zeichens der Sohn von Black Manta ist, aber sich zum Ziel gesetzt hat nur gutes zu tun und der Welt zu als Held zu helfen.

(c) Panini Ink

Nun sind alle Helden vereint und das große Gemetzel kann losgehen. Es entbrennt eine epische Schlacht vor und in Amnesty Bay, welche mit toller Action in Szene gesetzt wird und richtig Laune macht beim Lesen. Im Finale des Kampfes vereinen sich Mera und Aqualad und schaffen gemeinsam den entscheidenden Faktor um Black Manta’s Kampfroboter namens Mecha Manta, welcher eine modifizierte Version der Persönlichkeit von Black Manta’s Vater einprogrammiert hat, zu besiegen.
Die hochschwangere Mera bricht danach entkräftet zusammen und wird in ein Unterwasserspital in Atlantis gebracht und fällt ins Koma.

Mehr wird wie immer nicht gespoilert, jedoch sei noch angemerkt, dass das letzte Heft im Band ein Annual ist und eine abgeschlossene Story beinhaltet, welche aber richtig Laune macht.


Ich war richtig gespannt auf die Fortsetzung der Serie, da ich schon Band 1 und 2 unheimlich abgefeiert habe und ich wurde nicht enttäuscht. Die Serie macht weiterhin Spaß, bietet einiges an Action, aber auch genug Tiefgang in der Story, um sie inhaltlich interessant zu halten.

Der Zeichenstil ist schon wieder in den Vorgängerbänden der Hammer und inszeniert die Story richtig gut. Für Einsteiger würde ich den Band nur bedingt empfehlen, da es definitiv wichtig ist zu wissen, was in den ersten beiden Bänden passiert ist.

(c) Panini Comics

Alles in allem muss ich sagen, was Kelly Sue DeConnick hier an Aquaman macht, ist echt sehr lesenswert und bekommt eine absolute Leseempfehlung von mir und ich freue mich jetzt schon auf 2021 und die Fortsetzung dieser ongoing.


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The Dark Pictures Anthology: Little Hope | Gedankenspiel [Playstation 4]

Titel: The Dark Pictures Anthology: Little Hope
Entwickler: Supermassive Games
Publisher: Bandai Namco
Plattform: PC, PS4, Xbox One
Release: 2020

Achja die Dark Pictures Anthology. Zum ersten Teil dieser Serie gibt es bereits ein paar Beiträge auf diesem Blog, die ich euch unter den Kernfakten verlinken werde. Mit Man of Medan hatte ich ja so meine Problemchen, was nicht heißt, dass ich das Spiel nicht mag, aber man merkt dem Titel durchaus sein kleineres Budget an als zu Zeiten von Until Dawn.

Darum solls mir heute aber nicht gehen. Nein ich teile meinen ersten Eindruck zum Nachfolger Little Hope mit euch, natürlich spoilerfrei und sobald ich einen zweiten Blick auf dieses Spiel im Koop werfen konnte kommt eine entsprechende Ergänzung.

Eins noch vorweg. Man braucht den Vorgänger nicht gespielt haben, um die Handlung zu verstehen. Die Dark Pictures Spiele stehen völlig für sich!


Hoffnungslose Kernfakten

Titel: The Dark Pictures Anthology: Little Hope
Entwickler: Supermassive Games
Publisher: Bandai Namco
Plattform: PC, PS4, Xbox One
Release: 2020


Die Beiträge zu Man of Medan:


(c) Bandai Namco Entertainment/Supermassive Games

Im Zentrum der Handlung von Little Hope stehen Andrew, Angela, Taylor, Daniel und deren Professor John, die nach einem Busunfall in der Kleinstadt Little Hope stranden. Schnell wird die Gruppe mit paranormalen Ereignissen konfrontiert und begegnet regelmäßig Ebenbildern aus der Ära der Hexenverfolgung.

Was ist in Little Hope geschehen? Wer sind die Ebenbilder? Was hat es mit den paranormalen Ereignissen auf sich und wo zur Hölle ist der Busfahrer? All diese Fragen fließen in den interessanten Plot von Little Hope ein und auch, wenn man den Twist am Ende bereits sehr früh erahnen kann ist er wesentlich besser inszeniert als im geistigen Vorgänger.

Generell hat Little Hope ein interessantes Setting und nutzt dieses auch besser. Der Spieler erhält viele Möglichkeiten in die Spielwelt einzutauchen und die Geschichte Little Hopes zu erkunden. In Kombination mit der Handlung entsteht so eine dichtere Atmosphäre und ein wesentlich positiveres Gesamtbild, was die Handlung, die Atmosphäre und das Setting betrifft.


Bei den Figuren muss man lobend erwähnen, dass sie wesentlich vielschichtiger wirken als in Man of Medan. Ähnlich wie im Magnum Opus Until Dawn teilen sich die Figuren klarer in Arschlöcher und „nette“ Charaktere auf, bringen jedoch Hintergrundgeschichten, sowie mehrere Charakterzüge mit, um sie besser zu verstehen.

Die Figuren von Little Hope sind also besser geschrieben und glaubhafter, was man bereits nach dem ersten Durchgang merkt aber bei mehreren Durchgängen wohl erst das komplette Potenzial entfaltet.

(c) Bandai Namco Entertainment/Supermassive Games

Wie man es von mir gewohnt ist, muss auch Platz für Kritik sein!

Bei Little Hope handelt es sich grundlegend um einen interaktiven Film und Filme beinhalten Schnitte zwischen den Szenen (außer der geniale 1917) aber was bei Little Hope passiert ist, geht meist auf keine Kuhhaut. Viele Szenen sind extrem schnell geschnitten und wirken eher verwirrend als dynamisch. Sobald der Abspann einsetzt, merkt man, dass dies in manchen Szenen durchaus Sinn ergibt, um die Twists vorzubereiten, aber meisten haben mich die harten Schnitte eher gestört.

Auch die relativ langen Ladezeiten waren teils unangenehm, aber bei diesem Genre kann man sowas noch eher verzeihen, wenn man die gigantische Datenmenge bedenkt.

Am schlimmsten war für mich jedoch die wirklich ekelhafte deutsche Lokalisierung. Sie ist nicht fehlerbehaftet aber die Sprecher erwecken meist den Eindruck nicht zu wissen, wen oder über was sie gerade sprechen. Die einzige Ausnahme bildet der Kurator, der als Metafigur durch das Spiel führt und ähnlich wie der Psychologe in Until Dawn die Vierte Wand durchbricht und den Spieler direkt anspricht.


Das sind soweit meine Gedanken zu Little Hope, die sich nach dem ersten Durchlauf angesammelt haben. Meiner Meinung nach hat das Spiel ähnliche Stärken und Schwächen wie sein geistiger Vorgänger, nutzt aber sein Setting wesentlich, um eine tatsächliche Horrorgeschichte mit psychologischem Twist zu erzählen.

Ich freue mich bereits auf die nächsten Durchgänge, von denen mindestens einer mit Ninigamy sein wird und hoffe das Spiel für euch interessant beschrieben zu haben.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Nerd.Ics liest … Daredevil BD 1 – 4 | Review

Titel: Daredevil 1-4
Autor: Chip Zdarsky
Zeichner: Marco Checchetto, Lalit Kumar Sharma, Francesco Mobli, Jorge Fornes,
Seiten:
Verlag: Marvel

Daredevil wie er leibt und lebt. Eine großartige Serie nicht nur für alle Daredevil Fans, sondern auch für alle anderen. Superhelden Story zwar auf Streetlevel, aber inhaltlich auf allerhöchstem Niveau!


Harte Kernfakten

Titel: Daredevil 1-4
Autor: Chip Zdarsky
Zeichner: Marco Checchetto, Lalit Kumar Sharma, Francesco Mobli, Jorge Fornes,
Seiten:
Verlag: Marvel


Daredevil ist im Grunde einer der zwei oder drei Superhelden, der mich dazu gebracht hat mit Comic lesen, anzufangen. Ich habe die erste Staffel von der Netflix Serie total abgefeiert und wollte unbedingt mehr über den Helden lesen. Also war mir auch klar, dass ich in die aktuelle Serie reinschauen möchte. Was sich aber als nicht ganz so leicht rausstellen sollte, da im deutschsprachigen Raum die aktuelle Ongoing nicht veröffentlicht wird. Geschrieben wird das ganze aktuell von Chip Zdarsky, ein Autor, mit dem ich bisher nur wenig in Kontakt gekommen bin, jedoch jemand der sehr hoch gelobt wird für seine Stories. Also schleunigst Paperback Nummer 1 geholt und los gings.


(c) Marvel Comics

Ich werde hier nur ganz kurz die Story anreißen, da ich nicht den Inhalt von 4 Paperbacks spoilern möchte.

Matt Murdock alias Daredevil war Bürgermeister von New York und wurde danach wieder von einem Lkw angefahren. Hier steigt die Story ein und zeigt einen Matt Murdock, der ziemlich ziellos durchs Leben streift, sehr vieles hinterfragt, bemerkt das seine Sinne und Kräfte nicht mehr voll da sind und auch Fehler macht. Wodurch er auch die Sinnhaftigkeit seines Daseins als Daredevil ganz stark anzweifelt. Wir sehen immer wieder Rückblenden in seine Kindheit wo er zum Beispiel in der Kirche am Beichten ist oder andere Dinge erlebt.

In der Gegenwart wird er dann durch einen laufenden Raub alarmiert, eilt zum Tatort und vereitelt den Überfall. Jedoch passiert ihm dabei etwas was ihm sonst als Daredevil nur selten passiert, nämlich kommt einer der Einbrecher dabei ums Leben, was zum einen seinen Zweifel noch stärker werden lässt und zum anderen ruft es die New Yorker Polizei auf den Plan. In diesem Fall in Form des neu in die Stadt gekommenen Detective Cole North. Außerdem steigt auch der Kingpin, derzeit Bürgermeister von New York, in das Geschehen ein und sieht seine Chance Daredevil ein für allemal hinter Gitter zu bringen. Das Ganze geht, dann so weit das Daredevil in einer der nächsten Nächte von der Polizei gestellt wird, er sich mit Cole prügelt und dann schlussendlich in Handschellen abgeführt wird. Doch genau in diesem Moment kommt ein alter Bekannter ins Geschehen und befreit Daredevil in, für ihn typischer Manier, aus der Gewalt der Polizei. Kein anderer als Frank Castle, alter Bekannter von Daredevil, aka Punisher befreit ihn und nimmt ihn aber gleichzeitig gefangen. Matt erwacht genau in dieser Situation als Gefangener des Punisher und ein langer Dialog, zwischen den beiden beginnt, welcher jedoch in einen Kampf mündet, welchen Daredevil gewinnt und sich das Punisher T-Shirt überstreift und somit als rachsüchtiger Daredevil durch New York streift.

Soweit mal ein bisschen die Story der ersten Hälfte von Paperback Nummer 1 angeteasert und ihr merkt schon in der Serie, ist ordentlich viel Action drinnen, aber auch das, für Daredevil typische, Selbstzweifeln und dieses auf und ab als Superheld. Es tauchen im Laufe der ersten 4 Paperbacks noch sehr viele alte und neue Bekannte auf, die Story nimmt unheimlich viele, zum Teil sehr überraschende, Wendungen, der Kingpin spielt wieder eine große Rolle, diverse New Yorker Mafiafamilien bekriegen sich und das ganze mündet in einer epischen Schlacht um Hells Kitchen in Paperback Nummer 4.


Als Fazit müsste ich eigentlich nicht viel schreiben, da die Serie für mich schon fast an Perfektion grenzt und definitiv eins meiner absoluten Highlights bisher ist. Ich bin ein großer Daredevil Fan und wurde gerade in dieser Serien darin total bestätigt. Chip Zdarsky schafft es eine Story zu schaffen mit einem unheimlich hohen Tempo, aber gleichzeitig super viel Inhalten und Wendungen, die oft unvorhersehbar sind und somit auch dazu motivieren immer weiterzulesen.

Vielleicht ein paar Worte zur Sprache für alle die eventuell am Überlegen sind in die Serie einzusteigen. Mein Englisch ist keineswegs perfekt und ich hatte zu keinem Zeitpunkt Probleme das geschriebene zu verstehen und somit kann ich auch hier nur jedem empfehlen in die Serie einzusteigen und da die Serie ja mit einer Nummer 1 beginnt, ist sie meiner Meinung nach auch unheimlich Einsteigerfreundlich.

Der Comic wird von mehreren Zeichnern gezeichnet, jedoch war der Zeichenstil immer perfekt auf den Punkt, hat den Comic super begleitet und passt für mich perfekt zu einem Daredevil Comic.

Ihr merkt schon, ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr raus und kann dem Comic nur eine absolute Leseempfehlung geben und möchte vielleicht auch noch anmerken, das ich es sehr schade finde das so eine Serie nicht im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wird, da ich in letzter Zeit auch einiges von Marvel auf Deutsch gelesen habe, das in keinster Weise an diese Serie rankommt.


Vielen Dank an @nerd.ics für diesen tollen Beitrag! Schaut doch mal bei seinem Instagram vorbei!