Twin Mirror | Gedankenspiel [Playstation 4]

Twin Mirror ist ein Spiel, dem ich semi-interessiert entgegengeblickt habe, da es von Dontnod entwickelt wurde und dieses Studio grundlegend weiß, wie man gute Geschichten erzählt. Über die restlichen Eigenschaften ihrer Spiele lässt sich streiten.

Mich hat Twin Mirror von Anfang an in seinen Bann gezogen, was simpel daran liegt, dass das Spiel neben seiner recht schicken Optik auch eine interessante Handlung bietet, sowie einen interessanten Kniff im Gameplay hat.

Aber eins nach dem anderen. Worum gehts überhaupt in Twin Mirror? Protagonist ist Samuel (genannt Sam), der nach Jahren der Abwesenheit in seine Heimat zurückkehrt, um seinem verstorbenen besten Freund die letzte Ehre zu erweisen. Als er am nächsten Tag mit einem blutigen Hemd inklusive Filmriss in seinem Hotelzimmer aufwacht, muss Sam herausfinden, was letzte Nacht geschehen ist und ob Nick wirklich durch einen Unfall verstorben ist.

Erzählerisch schlägt Twin Mirror ins Genre des Thrillers mit Psychoelementen & einem Persönlichkeitsdrama, also sind (fast) alle Plotelemente vorhanden, die man von einem Dontnod Spiel kennt. Dennoch fühlt sich Twin Mirror nicht ausgelutscht an, sondern eher altbekannt mit einem neuen Touch. Ein Lob muss ich für die Charakterentwicklung aussprechen, die durchaus gelungen ist. Besonders das Beziehungsdreieck Sam, Anna & Nick trägt einen gewichtigen Teil der Handlung und bildet auch den emotionalen Ankerpunkt für den Spieler.

Abseits davon kann man, wie bei Dontnod Adventures üblich, die kleinen Geschichten der Nebenfiguren entdecken, wenn man die Umgebung sorgfältig durchsucht und dies ist auch die Überleitung zum Gameplay.

Twin Mirror ist ein Adventure, aber eines der dialoglastigen Sorte, bei der man auch die Umgebung untersuchen muss, um die Dontnod-Variante von Rätseln zu lösen. In diesem Fall ist es das Rekonstruieren bzw. erstellen von Ereignissen/Abläufen. Dies wird im „Gedankenpalast“ getan, der spielerisch und optisch das Herzstück von Twin Mirror ist. Neben diesem Aspekt stützt sich das Spiel auf multible Enden und dem Finden von Sammlerstücken, die Erinnerungen bei Sam hervorrufen und die Spielwelt vertiefen.

Das Gameplay von Twin Mirror würde ich grundlegend als sauber, aber auch als nüchtern bezeichnen, da durchaus gute Ansätze hat, aber diese zu keinem Zeit vertieft. So entsteht der eben beschriebene Eindruck, was sehr schade ist, da der Entwickler durchaus die Fähigkeit für starkes Gameplay bietet, wie Vampyr, Remember und die Life is Strange Spiele bewiesen haben. In jedem der Genannten stand ebenfalls eine Spielmechanik im Vordergrund und diese wurde möglichst vertieft bzw. ausgereizt.

Somit hinterlässt das Gameplay leider einen etwas faden Nachgeschmack, da hier definitiv Potenzial vorhanden gewesen wäre, den Gedankenpalast noch weiter zu vertiefen.

Ein Aspekt. der Twin Mirror relativ weit über die restlichen Dontnod Spiele hebt, besonders über Life is Strange 1 & 2, ist die Optik. Das Spiel sieht sehr schick aus in den Maßstäben des Studios und besonders die Charaktermodelle, sowie die Inszenierung der Zwischensequenzen ist handwerklich sehr gut. Nur die Mimiken wirken manchmal etwas hölzern, was besonders bei der dezent monotonen Synchronisation schmerzt.

Der bisherige Zwischenstand ist also, dass ich Twin Mirror grundlegend positiv gegenüberstehe, aber so manches Problem mit dem Spiel habe.

Wie sieht es eigentlich mit dem technischen Aspekt aus?

Nun Twin Mirror läuft grundlegend flüssig und ist großteils von Bugs befreit, ausser bei meinem ersten Anspielen, als ich dreimal so hart aus dem Spiel geworfen wurde, dass ich sogar von der Playstation abgemeldet wurde. Von Zeit zu Zeit treten jedoch kleine Probleme in der Wiedergabe von Texturen auf, die dann nachgeladen werden. Sieht nicht schön aus, zerstört aber auch die Erfahrung nicht.

Zusammengefasst ist Twin Mirror ein äußerst solides Adventure mit ein paar Stärken und einigen Schwächen. Die Handlung, aber auch die Inszenierung sind klar die großen Stärken des Spiels, während alles andere etwas schwächelt. Dies macht Twin Mirror aber nicht zu einem schlechten Spiel, sondern zu einer soliden, wenngleich nicht perfekten Erfahrung. Ich hatte durchaus meinen Spaß, aber mehr als ein Durchlauf wird es wohl nicht werden, da dafür zu wenig Ansporn besteht.

Wer sich allerdings für die Story-Adventures von Dontnod begeistern kann, wird auch mit Twin Mirror Spaß haben. Deshalb eine Empfehlung mit Vorbehalt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

The Dark Pictures Anthology: Little Hope | Gedankenspiel [Playstation 4]

Titel: The Dark Pictures Anthology: Little Hope
Entwickler: Supermassive Games
Publisher: Bandai Namco
Plattform: PC, PS4, Xbox One
Release: 2020

Achja die Dark Pictures Anthology. Zum ersten Teil dieser Serie gibt es bereits ein paar Beiträge auf diesem Blog, die ich euch unter den Kernfakten verlinken werde. Mit Man of Medan hatte ich ja so meine Problemchen, was nicht heißt, dass ich das Spiel nicht mag, aber man merkt dem Titel durchaus sein kleineres Budget an als zu Zeiten von Until Dawn.

Darum solls mir heute aber nicht gehen. Nein ich teile meinen ersten Eindruck zum Nachfolger Little Hope mit euch, natürlich spoilerfrei und sobald ich einen zweiten Blick auf dieses Spiel im Koop werfen konnte kommt eine entsprechende Ergänzung.

Eins noch vorweg. Man braucht den Vorgänger nicht gespielt haben, um die Handlung zu verstehen. Die Dark Pictures Spiele stehen völlig für sich!


Hoffnungslose Kernfakten

Titel: The Dark Pictures Anthology: Little Hope
Entwickler: Supermassive Games
Publisher: Bandai Namco
Plattform: PC, PS4, Xbox One
Release: 2020


Die Beiträge zu Man of Medan:


(c) Bandai Namco Entertainment/Supermassive Games

Im Zentrum der Handlung von Little Hope stehen Andrew, Angela, Taylor, Daniel und deren Professor John, die nach einem Busunfall in der Kleinstadt Little Hope stranden. Schnell wird die Gruppe mit paranormalen Ereignissen konfrontiert und begegnet regelmäßig Ebenbildern aus der Ära der Hexenverfolgung.

Was ist in Little Hope geschehen? Wer sind die Ebenbilder? Was hat es mit den paranormalen Ereignissen auf sich und wo zur Hölle ist der Busfahrer? All diese Fragen fließen in den interessanten Plot von Little Hope ein und auch, wenn man den Twist am Ende bereits sehr früh erahnen kann ist er wesentlich besser inszeniert als im geistigen Vorgänger.

Generell hat Little Hope ein interessantes Setting und nutzt dieses auch besser. Der Spieler erhält viele Möglichkeiten in die Spielwelt einzutauchen und die Geschichte Little Hopes zu erkunden. In Kombination mit der Handlung entsteht so eine dichtere Atmosphäre und ein wesentlich positiveres Gesamtbild, was die Handlung, die Atmosphäre und das Setting betrifft.


Bei den Figuren muss man lobend erwähnen, dass sie wesentlich vielschichtiger wirken als in Man of Medan. Ähnlich wie im Magnum Opus Until Dawn teilen sich die Figuren klarer in Arschlöcher und „nette“ Charaktere auf, bringen jedoch Hintergrundgeschichten, sowie mehrere Charakterzüge mit, um sie besser zu verstehen.

Die Figuren von Little Hope sind also besser geschrieben und glaubhafter, was man bereits nach dem ersten Durchgang merkt aber bei mehreren Durchgängen wohl erst das komplette Potenzial entfaltet.

(c) Bandai Namco Entertainment/Supermassive Games

Wie man es von mir gewohnt ist, muss auch Platz für Kritik sein!

Bei Little Hope handelt es sich grundlegend um einen interaktiven Film und Filme beinhalten Schnitte zwischen den Szenen (außer der geniale 1917) aber was bei Little Hope passiert ist, geht meist auf keine Kuhhaut. Viele Szenen sind extrem schnell geschnitten und wirken eher verwirrend als dynamisch. Sobald der Abspann einsetzt, merkt man, dass dies in manchen Szenen durchaus Sinn ergibt, um die Twists vorzubereiten, aber meisten haben mich die harten Schnitte eher gestört.

Auch die relativ langen Ladezeiten waren teils unangenehm, aber bei diesem Genre kann man sowas noch eher verzeihen, wenn man die gigantische Datenmenge bedenkt.

Am schlimmsten war für mich jedoch die wirklich ekelhafte deutsche Lokalisierung. Sie ist nicht fehlerbehaftet aber die Sprecher erwecken meist den Eindruck nicht zu wissen, wen oder über was sie gerade sprechen. Die einzige Ausnahme bildet der Kurator, der als Metafigur durch das Spiel führt und ähnlich wie der Psychologe in Until Dawn die Vierte Wand durchbricht und den Spieler direkt anspricht.


Das sind soweit meine Gedanken zu Little Hope, die sich nach dem ersten Durchlauf angesammelt haben. Meiner Meinung nach hat das Spiel ähnliche Stärken und Schwächen wie sein geistiger Vorgänger, nutzt aber sein Setting wesentlich, um eine tatsächliche Horrorgeschichte mit psychologischem Twist zu erzählen.

Ich freue mich bereits auf die nächsten Durchgänge, von denen mindestens einer mit Ninigamy sein wird und hoffe das Spiel für euch interessant beschrieben zu haben.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Detention| Review [Playstation 4]| Gruselween Vol. 2 #5

Titel: Detention
Entwickler: Red Candle Games
Publisher: Red Candle Games
Genre: Horror-Adventure
Plattform: PC, PS4, Nintendo Switch
Release: 2017/18

Über Detention will ich schon eine halbe Ewigkeit schreiben. Als jemand mit einem starken Faible für den asiatischen Kontinent und deren Kulturen ist das taiwanesische Horrorspiel Detention quasi für mich entwickelt worden.


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Detention
Entwickler: Red Candle Games
Publisher: Red Candle Games
Genre: Horror-Adventure
Plattform: PC, PS4, Nintendo Switch
Release: 2017/18


Taiwan in den 1960er Jahren zur Zeit des Weißen Terrors. Der Schüler Wei Chung Ting schläft während des Unterrichts ein und erwacht während einem Sturm im verlassenen Klassenzimmer. Kurz darauf trifft er auf die Senior-Schülerin Fang Ray Shin und versucht mit ihr das Schuldgelände zu verlassen, was sich als unmöglich erweist. Sie beschließen den Sturm in der Schule abzuwarten. Wei begibt sich auf die Suche nach einem Telefon und Ray erwacht im Auditorium, wo sie Wei’s Leiche findet. Die Schule hat sich in einen Alptraum verwandelt. Auf der Suche nach der Wahrheit über die Schule erkundet Ray das Gebäude und muss sich den bösen Geistern stellen, welche in diesem Gemäuer hausen …

Erzählerisch ist Detention extrem dicht und bietet eine interessante Geschichte in einem äußerst erfrischenden Setting. Der klassische asiatische Schul-Horror mag nicht die größte Innovation sein, aber die Verwendung von chinesischer Mythologie und das teils groteske Monsterdesign heben das Spiel durchaus hervor. Dazu kommt das bereits erwähnte interessante Setting in Taiwan in den 1960er Jahren, was definitiv ungewöhnlich ist, aber einen überraschenden Tiefgang ermöglicht, ähnlich wie beim Manga re:member (Japan) und White Day: A Labyrinth named School (Südkorea).

Spielerisch ist Detention ein 2D-Sidescroll-Horror-Adventure, was nach wenig klingt, aber sehr zu unterhalten weiß, wenn man für dieses Genre empfänglich ist. Primär bewegt man sich durch die einzelnen Abschnitte der Schule, untersucht Gegenstände, löst Rätsel und weicht mal mehr, mal weniger grotesken Monstern aus. Wie auch beim Gameplay machen die Optik und der Soundtrack auf den ersten Blick nicht viel her, aber Detention verströmt eine ganz eigene Atmosphäre, die im Laufe des Spiels immer dichter wird und einen ganz eigenen Horror entwickelt.

Alles in allem ist Detention ein kleines, aber äußerst unterhaltsames Horror-Adventure, das in erster Linie durch sein kreatives Setting und die umfassende Handlung gefällt. Wer sich für 2D-Spiele, Horror-Adventures und/oder Gruselgeschichten in Schulen begeistern kann, sollte Detention definitiv eine Chance geben. Ich vergebe für Detention die Wertung spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy (Singleplayer) | Review [Playstation 4]

Titel: Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy
Entwickler: Raven Software, Vicarious Visions (Xbox), Aspyr Media (Switch, PS4
Publisher: LucasArts, Aspyr Media, Activision
Release: 2003/2020
Plattform: PC, Xbox, Nintendo Switch, PS4

Mein Star Wars Fandom hat jahrelang gelitten aber seit Star Wars Jedi: Fallen Order, der Sichtung von The Clone Wars mit Chris, sowie den Ports von Jedi Outcast und dem heute thematisierten Jedi Academy gibt es Hoffnung auf eine Aussöhnung mit dem Franchise.

Anm.: Obwohl Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy zu meinen absoluten Lieblingsspielen gehört werde ich mein Bestes geben einen neutralen Blick auf das Spiel zu werfen und es auch entsprechend zu bewerten.


Kernfakten aus einer weit entferten Galaxie

Titel: Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy
Entwickler: Raven Software, Vicarious Visions (Xbox), Aspyr Media (Switch, PS4)
Publisher: LucasArts, Aspyr Media, Activision
Release: 2003/2020
Plattform: PC, Xbox, Nintendo Switch, PS4


Anders als in den Vorgänger steuert der Spieler nicht den Jedi Kyle Katarn, sondern Jaden Korr, einen selbsterstellten Charakter (Spezies & Geschlecht frei wählbar), welcher zusammen mit Rosh Penin als Schüler im Jedi-Praxeum auf Yavin IV aufgenommen wird. Friedlich die Schulbank drücken ist jedoch nicht, da der Sith-Kult um Marka Ragnos damit beginnt die Macht aus diversen Orten zu entziehen, an denen die Präsenz der Macht sehr stark ist, und alle Meister mit ihren Schülern damit beauftragt werden den Kult zu stoppen.

Jaden und Rosh werden Kyle Katarn als Schüler zugewiesen und für Jaden beginnt, neben der Ausbildung zum Jedi, eine lange Reise in deren Verlauf er auch die Verlockungen der dunklen Seite kennenlernt ...

Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy mag erzählerisch kein Meisterwerk sein, nutzt aber durch den „Konflikt“ mit dem Kult zahlreiche Schauplätze, was der Dynamik zugutekommt und den Spieler auf viele verschiedene, mal mehr mal weniger, bekannte Welten schickt. Da der Charakter vom Spieler selbst erstellt wird, ist die Immersion intensiver als in anderen Star Wars Spielen und es macht sehr viel Spaß seinen eigenen Machtnutzer zu basteln.

Das führt mich zum Gameplay, welches grundlegend sehr gut funktioniert. Entwickler Raven Software beweist erneut ein Händchen für unterhaltsame Ego-Shooter und kombiniert diese mit Third-Peron Lichtschwertkämpfen. Beides sorgt für ein sehr unterhaltsames Gameplay und die Sprengwaffen beziehungsweise verschiedenen Sprengwaffen sorgen für einen spaßigen, zügigen Spielfluss. Dazu kommen große Level, die zum Entdecken einladen und optisch durchaus abwechslungsreich aber leider nicht mehr zeitgemäß sind.

Generell merkt man dem Spiel sein Alter bei der Technik an, aber es ist bedeutend besser gealtert, als andere Genrekollegen aus der Zeit. Akustisch weiß das Spiel immer noch zu überzeugen mit ambientischen Musikstücken, die perfekt zu den einzelnen Leveln/Missionstypen passen.

Einzig am Speichersystem muss ich Kritik anbringen, da die automatischen Checkpoints suboptimal verteilt und mehr Frust erzeugen als nötig ist. Manuelles Speichern, und zwar häufig ist eine Tugend in diesem Spiel.


Zusammengefasst ist Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy nicht das beste Star Wars Spiel aller Zeiten aber ein äußerst unterhaltsame Abenteuer in einer weit, weit entfernten Galaxie mit unterhaltsamen Gameplay, einer soliden Geschichte inklusive Auswahl zwischen Heller und Dunkler Seite sowie einem gewissen Wiederspielwert. Technisch ist das Spiel nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber der Port auf die PS4 ist sehr gelungen und zeigt auf wie gut das Spiel auch heute noch funktioniert!

Somit Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy von mir die Wertung spielenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered | Review [Playstation 4]

Titel: Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered
Entwickler: Naughty Dog/Bluepoint Games
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2015

Achja Uncharted (<3). Kaum ein Franchise aus dem Pool an Playstation Exklusivtiteln fühlt sich so sehr wie eine Reihe guter Filme an, die man immer wieder sehen kann. Die Reihe habe ich bereits mehrmals auf dem Blog behandelt, aber ich hatte wieder lust mich mit den Spielen auseinanderzusetzen und sie einzeln zu beleuchtet.

Den Anfang macht demnach der erste Teil Drake‘s Schicksal oder auch Drake’s Fortune!


Kernfakten aus El Dorado

Titel: Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered
Entwickler: Naughty Dog/Bluepoint Games
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Release: 2015


Nathan Drake, laut eigener Aussage ein Nachfahre des Seefahrer/Entdeckers/Freibeuters/Vizeadmirals und erstem englischen Weltumsegler Sir Francis Drake, birgt zusammen mit der Reporterin Elena den Sarg von Francis Drake aus dem Meer. Bis auf ein Tagebuch ist der Sarg allerdings leer. Das Buch enthält Hinweise auf den Standort der legendären Stadt El Dorado.

Zusammen mit seinem langjährigen Freund Victor Sullivan (kurz Sully) begibt sich Drake auf die Suche nach El Dorado. Als sich herausstellt, dass es sich bei der goldenen Stadt in Wirklichkeit um eine riesige goldene Statue handelt, und das Duo den genauen Standort der Statue ermitteln kann werden sie von Verbrechern, unter dem Kommando Gabriel Roman, überrascht. Sully wird augenscheinlich ermordet, die Karte mit der Standort El Dorados wird gestohlen und Drake muss die Flucht antreten. Zusammen mit der Elena, die sich an Drakes Fersen geheftet hat, macht er sich auf die Suche nach El Dorado.

Erzählerisch schlägt der erste Uncharted in das klassische Genre der Abenteuergeschichte, ähnlich wie die Tomb Raider und Indiana Jones Spiele, kombiniert diese mit übernatürlichen Elementen aber auch Action und Humor kommen nicht zu kurz. Die größte Stärke der Handlung sind die Figuren. Besonders Nathan Drake, eigentlich nur ein Typ mit weißem Shirt und ohne prägnantes Merkmal, ist ein herrlich erfrischender Protagonist, der mit Witz, Charme und Hirn ein klarer Sympathieträger ist.

Allerdings sind auch Victor Sullivan und Elena Fisher äußerst sympathisch, sowie eine großartige Ergänzung zum Hauptcharakter. Selbst die Schurken besitzen eine gewisse Sympathie, da sie so herrlich als Arschlöcher geschrieben wurde. Man merkt dem Spiel klar an, dass es von der großartigen Amy Hennig geschrieben wurde, die schon lange ihr Talent bewiesen mit ihren Arbeiten an den Legacy of Kain Spielen.

Spielerisch wirkt Uncharted: Drake’s Schicksal Remastered wie das Kind von der Spielereihen Tomb Raider und Gears of War. Einerseits sind Rätsel- und Kletterpassagen ein essentieller Bestandteil des Spielerelebnis aber brachiale Feuergefechte lockern das Spiel auf.

Das Klettern wurde bewusst simpel und unterhaltsam konzipiert. So hangelt man sich an klar erkennbaren Vorsprüngen. Dies sorgt nicht nur für ein angenehmes Spieltempo, sondern auch für das richtige Gefühl in einer Abenteuergeschichte zu sein. Ergänzend dazu gibt es einige Rätsel zu lösen, deren Anspruch schwankt, und Schätze kann man für das Freischalten von Extras auch noch sammeln. Selbstverständlich wird in Uncharted auch gekämpft und in den offensichtlich platzierten „Arenen“ knallt es dann auch ordentlich. Dem Spieler steht ein großes Waffenarsenal zur Verfügung, mit dem sich die zahlreichen Feinde effektiv bekämpfen lassen. Sehr wichtig für den Kampf ist das Deckungssystem um dem steten Kugelhagel zu entgehen. Die KI der Feinde schwankt je nach Schwierigkeitsgrad, ist aber allgemein sehr klug.

Optisch hat das Uncharted: Drake’s Schicksal inzwischen Staub angesetzt aber das aufpolierte Remastered von Bluepoint Games sieht auch nach heutigen Maßstäben ganz okay aus. Die farbenfrohen und abwechslungsreichen Umgebungen sind äußerst angenehm für das Auge, aber das Highlight des Spiels sind immer noch die Charaktermodelle, die auch heute noch sehr schon modelliert sind!


Abschließend lässt sich zusammen das Uncharted: Drake’s Schicksal ein hervorragend inszeniertes Abenteuer ist, dass zwar noch so manche Plumpheit (Stichwort: offensichtliche Kampfareale) im Design hat aber durch eine starke Handlung, sympathische Figuren, eine hochwertige deutsche Lokalisierung und sauberes Gameplay glänzt. Rundum ein tolles Erlebnis und ein definitiv spielenswertes Abenteuer!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Das ist Kunst! | Gris | Gedankenspiel [Playstation 4]

Titel: Gris
Entwickler: Nomada Studio
Publisher: Devovler Digital
Plattform: PC, PS4, Nintendo Switch, Mobile
Release: 2019

Kennt ihr diese Situation? Ihr hört von einem Videospiel und wollt es unbedingt spielt, aber der Preis schreckt euch ab. Dann wartet ihr bis es im Sale (und seid so schusselig wie ich um zwei Angebote zu übersehen!), um es euch endlich zu gönnen. So ging es mir mit dem Videospiel Gris und wow … das war eine Erfahrung, wie man sie nur ganz selten macht!


Künstlerische Kernfakten

Titel: Gris
Entwickler: Nomada Studio
Publisher: Devovler Digital
Plattform: PC, PS4, Nintendo Switch, Mobile
Release: 2019


Gris erzählt keine Handlung. Genauer gesagt gibt es in diesem Spiel überhaupt keine Sprache oder Schrift, außer bei den wenigen Tutorials. Dennoch wird dem Spieler eine Geschichte präsentiert, die in Form einer Reise inszeniert wird. Das Abenteuer startet mit der titelgebenden Protagonistin Gris, die in den Händen einer bröckelnden Statue erwacht. Sie möchte aber ihr versagt die Stimme, wodurch die Statue zerbricht und Gris in eine mysteriöse Welt stürzt.

(c) Devolver Digital/Nomada Studio

Gris Aufgabe besteht darin die Welt zu bereisen, Sterne (in Form von Lichtern) zu sammeln und die Farben ihrer Welt wiederherzustellen. Es ist lobenswert wie so eine simple Geschichte so bildgewaltig inszeniert werden kann, obwohl die Grafik eher auf einen minimalistischen Stil setzt.

Genau hier liegt die größte Stärke von Gris!

(c) Devolver Digital/Nomada Studio

Die Vermischung aus minimalistischer Kunst, mit einem wunderschönen Farbenspiel und einem Soundtrack, der viele Triple A Spiele in den Schatten stellt machen aus Gris viel mehr als ein Videospiel. Gris ist eine wunderbare Erfahrung, die es schafft mit einer minimalistischen Basis und einem facettenreichen Soundtrack, nicht nur vollbringt gigantische Bilder zu erzeugen, deren Kraft es auch mit Triple A Titeln aufnehmen kann, sondern auch Emotionen im Spieler auslösen kann. Die einzelnen Musikstücke greifen fließend ineinander und erzeugen Emotionen, deren Bandbreite sich nur schwer beschreiben, lässt wenn man selbst noch nicht in diese Welt eingetaucht ist.

Zentrale Themen sind unter anderem Trauer und Verlust aber auch gleichzeitig Wut und Hoffnung, dass die Farben wiederkehren werden. Das Spiel schafft es so viel zu vermitteln aber gleichzeitig fast alles dem Spieler zu überlassen, da das eigene Empfinden und die eigene Interpretation teil der Spielerfahrung ist.

(c) Devolver Digital/Nomada Studio

Gris schafft es aber auch spielerisch zu überzeugen durch den Mix aus Plattformer- & Rätselspiel. Beides baut aufeinander auf und regt zum steten nachdenken an, wobei das kryptisch ist, jedoch nie unfair wird. Man muss aber auch fairerweise eingestehen, dass die einzelnen Gebiete eher selten in den Aufgabenstellungen variieren und in erster Linie durch die thematischen Fokusse (Wald, Wüste, Höhle/unter Wasser, …) glänzen.

(c) Devolver Digital/Nomada Studio

Gris ist eine wunderbare Erfahrung, die man eigentlich nicht verpassen sollte, da selten ein Spiel so viel aus so wenig macht. Die minimalistische Technik, in Verbindung mit dem wunderschönen Soundtrack, ermöglicht eine bildgewaltige Inszenierung die Emotionen auslöst und gleichzeitig zum weiterspielen motiviert, um zu erfahren, wie die Reise von Gris enden wird. Ich kann Gris aus ganzem Herzen empfehlen, selten hat mich ein Indiespiel so sehr begeistert!

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Call of Duty: WW II (Singleplayer) | Review

Titel: Call of Duty: WWII
Entwickler: Sledgehammer Games & Raven Software
Publisher: Activision
Release: 2017
Plattformen: PC, PS4, Xbox One

Ich bin nicht der größte Call of Duty Fan unter der Sonne, aber im aktuellen PS Plus Angebot ist Call of Duty: WW II kostenfrei enthalten, daher habe ich dem Singelplayer mal eine Chance gegeben und im Verlgeich zum Modern Warfare Remake konnte ich es ohne Bugs auch tatsächlich durchspielen!


Die kernigen Kernfakten

Titel: Call of Duty: WWII
Entwickler: Sledgehammer Games & Raven Software
Publisher: Activision
Release: 2017
Plattformen: PC, PS4, Xbox One


In Call of Duty: WWII schlüpft man in die Rolle des fiktiven Soldaten Red Daniels, der im Zweiten Weltkrieg an der Westfront mit seinem Squad aus der 1st Infantry Division kämpft. Beginnend mit dem großen D-Day nimmt Daniels an verschiedensten Missionen und Schlachten teil, wie der Befreiung von Paris, der Schlacht von Aachen, oder dem Kampf an der Brücke von Remagen, bis er das wahre Ausmaß des Grauens in einem KZ Außenlager erkennt.

Erzählerisch mag Call of Duty: WW II kein Meisterwerk sein, bietet aber eine solide Handlung mit einer Inszenierung, die zwar nur selten über das Mittelmaß hinauskommt, aber immer wieder starke Bilder bietet. Die Charaktere bleiben über die gesamte Handlung relativ flach, harmonieren aber trotzdem sehr gut miteinander, was an den gut geschriebenen Dialogen liegt.

Fairerweise muss man sagen, dass die Call of Duty Reihe eher sekundär von der Handlung lebt, sondern vom Gameplay und das funktioniert sehr gut. Die Engine von CoD ist seit Teil 1 dafür ausgelegt, Grabenkämpfe darzustellen und die bilden einen großen Fokus im Spiel. Egal ob in Schützengräben, engen Häuserschluchten, oder Gängen in die Häusern. Die Kämpfe auf engstem Raum funktionieren sehr gut und die KI der Gegner zeugt auch von einer gewissen Grundintelligenz.

Die Waffen fühlen sich okay an, sind allerdings weniger wuchtig, als in anderen Shootern. Als Kernstück des Gameplays funktioniert das Squad-System, bei dem der Spieler per Tastendruck Medipacks, Granaten, Munition, einen Möserangriff, oder Feindmarkierungen erhalten kann und somit den Kämpfen eine gewisse taktische Tiefe verleiht. Mittendrin gibts es immer wieder Abwechslung mit Panzer- & Flugzeugabschnitten.

Optisch wie akustisch und technisch ist Call of Duty: WW II ebenfalls sehr solide und neben den Zwischensequenzen ist die Insziernung der meisten Missionen ein kleines Highlight. Die deutsche Lokalisierung ist ebenfalls gelungen, während es nur wenige technische Mängel gibt, was mich persönlich sehr überrascht hat.

Zusammengefasst ist Call of Duty: WW II kein schlechtes Spiel, aber auch kein gutes Spiel. Es ist im soliden Mittelfeld des Genres üc und bietet einen Zweiten Weltkriegsshooter, der im Singleplayer durchaus zu unterhalten weiß und für ein paar Stunden kurzweiligen Spielspaß bietet!

Daher vergebe ich für Call of Duty: WW II die Wertung spielenswert-!

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Ein erster Eindruck zu Maneater 🦈 | Gedankenspiel

Es gibt nur wenige Spiele, auf die ich seit der ersten Ankündigung warte und wer meine Liebe zum Hai-Horror kennt, kann sich bereits denken, wie weit oben Maneater auf meiner Most Wanted 2020 Liste steht!

Seit gestern besitze ich das Spiel und nach einer ersten Session will ich kurz und knackig meine ersten Eindrücke mit euch teilen. Das ist also bei weitem keine vollständige Rezension.

Zuerst ein paar trockene Fakten. Das Spiel wurde von Tripwire Interactive entwickelt, die keine Unbekannten sind, sondern vor allem für die Killing Floor Spiele bekannt sind. Als Publisher fungiert Deep Silver aka wann kommt Dead Island 2?. Okay die Frage sollte man inzwischen THQ Nordic oder dem Mutterkonzern stellen.

In Maneater spielt man einen Baby-Bullenhai, dessen Mutter von den Menschen getötet wurde. Um Rache zu nehmen und zu wachsen, muss man fressen. Damit sammelt man nicht nur Ressourcen für die „Upgrades“ (wie geil ist das bitte?!), sondern auf Punkte die Stufenaufstiege, mit denen man größer und stärker wird. Für mich überraschend startet das Spiel nicht im Ozean, sondern in einer Sumpf/Mangrovenlandschaft. Dort macht man die ersten Schritte, um sich (nach dem Tutorial) mehr mit dem Gameplay vertraut zu machen.

Dieses ist etwas ungewöhnlich, weil die Kamera neben der Blickrichtung auch die Schwimmrichtung beeinflusst, aber das geht nach ein paar Minuten gut von der Hand und macht verdammt viel Spaß!

Allgemein funktioniert das Spiel hervorragend, was die Steuerung angeht und der Kampf gegen andere Räuber fühlt sich hervorragend an, während die Jagd auf Beutetiere sehr befriedigend ist. Außerdem gibt es mehrere Steuerungs-Schemata und die Möglichkeit der Kameraanpassung, falls einem die Standardeinstellung nicht zusagt.

Optisch sieht Maneater soweit wie ich bisher gespielt habe sehr gut aus und die einzelnen Fische sowie andere Fluss- & Meeresbewohner sehen toll aus. Auch die deutsche Lokalisierung ist gelungen, besonders der Sprecher aus dem Off hat eine unterhaltsame Stimme, irgendwie permanent sarkastisch klingt. Ich mag das. Auch akustisch klingt das Spiel solide.

Alles in allem ist mein erster Eindruck sehr positiv und ich bin gespannt wie sich das Spiel weiterhin entwickelt. Allein für die Kreativität einen Hai zu spielen lohnt sich ein Blick, aber auch abseits davon hat Maneater viele interessante Ideen zu bieten, was etwas frischen Wind in das Rollenspiel Genre bringt. Achja zum Ende noch ein Lob von mir als Tierliebhaber; die Nutzung eines Bullenhais ist sehr clever, da dieser Prädator in Süß- & Salzwasser leben kann!

Ein Blick oder zwei auf Maneater schaden nicht und sobald ich das Spiel durch habe kommt eine entsprechende Rezension.

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Klein aber sehr fein! | Trine Enchanted Edition | Review [Playstation 4]

Titel: Trine Enchanted Edition
Entwickler: Frozenbyte
Publisher: Nobilis
Plattform: PC, PS3/4, Wii U, Nintendo Switch

Mit Trine Enchanted Edition habe ich ein kleines, aber überraschend gutes Action-RPG, inklusive tollen Genremix, abgeschlossen!


Mehr Spielerezensionen:

Captain Toad: Treasure Tracker

Rage 2

Concrete Genie

Shadow of the Colossus

Final Fantasy VII Remake Part A

Final Fantasy VII Remake Part B


Die Handlung von Trine ist eigentlich komplett nebensächlich, aber dennoch unterhaltsam. Per Zufall treffen ein Dieb, ein Magier und ein Krieger bei einer Schatzkiste aufeinander. Diese drei verschmelzen durch das Artefakt Trine zu einem Wesen und müssen nun die beiden anderen Fragmente des Artefakts finden, sowie das Königreich vor der Bedrohung durch die Untoten retten. Mit dieser simplen Motivation springt, klettert, kämpft und zaubert sich nun durch 15 Level von links nach rechts und erfreut sich am hervorragenden Gameplay von Trine. Dieses kombiniert Puzzle-Rätsel mit Jump ‘n Run und Action-RPG Elementen, was überraschend harmonisch funktioniert, aber dies liegt auch an der harmonischen Ergänzung der Fähigkeiten der drei Helden. Während der Magier Plattformen & Würfel erschaffen kann, sowie Telekinese einsetzt, kann die Diebin einen Enterhaken einsetzen und aus der Distanz kämpfen, während der Krieg ein Mann für‘s Grobe ist und über mehr Stärke verfügt.

In jedem Level kann man extra Erfahrungspunkte sammeln, muss zwischen den drei Figuren wechseln und die mal komplexeren, mal simpleren, mal schwereren Rätsel/Geschicklichkeitspassagen meistern. Allgemein ist das Spiel sehr fair im Anspruch und frustriert nur selten. Die Erfahrungspunkte münden in Skillpunkten, mit denen die Fähigkeiten der Figuren verbessert werden können.

Eine weitere große Stärke ist die Möglichkeit, jeden Level grundlegend auch nur mit einer Figur zu meistern, was den Reiz der Herausforderung steigert. Es gibt auch einen Coop-Modus, aber mangels zweitem Mitspieler, kann ich dazu leider nichts dazu sagen. Was jedoch Erwähnung finden muss, ist die geniale Physik-Engine des Spiels, welche den Anspruch steigert und zum fröhlichen Experimentieren einlädt.

Ebenfalls lobenswert ist die Optik, die das Spiel zu einem abwechslungsreichen Augenschmaus macht und über den regelmäßigen Blur in manchen Levels hinwegsehen lässt. Der Soundtrack fügt sich mit den abenteuerlichen Noten perfekt im Hintergrund ein, während die deutschen Texte des Erzählers stimmig sind, aber die Dialoge zwischen den drei Figuren eher belanglos erscheinen.


Zusammengefasst ist Trine Enchanted Edition ein hervorragend kleines Action-Adventure-Puzzle-Jump ‘n Run für zwischendurch, das ein großartiges Gameplay bietet und alle anderen Aspekte des Spiels darum versammelt. Ich kann das Spiel definitiv empfehlen und vergebe für Trine Enchanted Edition ein verdientes spielenswert!

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To the Moon [Nintendo Switch] | Review | 16 Bit Wahnsinn #7

Titel: To the Moon
Entwickler: Freebird Games
Publisher: Freebird Games
Plattform: PC, OS X, Linux, Android, iOS, Nintendo Switch

Der 16 Bit Wahnsinn geht in die siebte Runde und endlich konnte ich ein Spiel nachholen, welches ich seit fast einem Jahrzehnt auf der „Must have“-Liste habe. To the Moon übt seit langer Zeit bereits eine gewisse Faszination auf mich aus und der Durchlauf hat sich gelohnt!


16 Bit Wahnsinn Übersichtsseite


Die beiden Angestellten der Sigmund Corp., Dr. Eva Rosalene und Dr. Neil Watts, erhalten den Auftrag den letzten Wunsch von John Wyles zu erfüllen. Er will zum Mond. Um diesen Auftrag zu erfüllen hat der Arbeitgeber der Doktoren ein Gerät entwickelt mit dem der Wunsch beziehungsweise die Erinnerung künstlich aufgebaut und eingepflanzt werden kann. So begeben sich Eva & Neil auf eine emotionale Reise in das vergangene Leben von John Wyles und mehr als sie gedacht haben …

To the Moon lebt von der Handlung und baut diese in fünf Akten auf. Dabei weißt die Geschichte viele Facetten auf und ist mal traurig, mal lustig, mal rührend, mal erschütternd aber immer mit viel Herz erzählt sowie inszeniert. Was das Spiel in der Handlung & Erzählung bietet, fehlt ihm dafür beim Gameplay, welches sehr simpel ausgeführt ist und in erster Linie aus dem Erkunden der Spielgebiete besteht, um so Hinweise zu entdecken, welche wiederum zum nächsten Abschnitt führen. Dabei wollen kleinere Rätsel gelöst werden, die jedoch sehr simpel sind!

Optisch begeistert To the Moon durch die 16 Bit Grafik und zeigt, was die RPG Maker Engine zu bieten hat, wenn man etwas Mühe in sein Projekt steckt. Der Stil ist es auch, der To the Moon etwas zeitloses verleiht und das Spiel auch nach fast 10 Jahren immer noch angenehm für das Auge macht.

Neben der Handlung ist der Soundtrack, aus der Feder von Kan Gao, eines der großen Highlights von To the Moon. Die musikalische Untermalung des Spiels trägt sehr viel zur Atmosphäre bei und verstärkt die vermittelten Emotionen um ein vielfaches. Besonders das Stück To the Moon ist absolut hörenswert und kann, wie auch der restliche Soundtrack, problemlos außerhalb des Spiels angehört werden!

Kurz und knapp zusammengefasst ist To the Moon ein ebenso liebevolles wie hervorragendes erzähltes Abenteuer, dass durch seine Handlung sowie den Soundtrack gefällt. Dem Gegenüber steht ein seichtes Gameplay aber eine sehr schicke 16 Bit Optik. To the Moon hat sich dennoch ein spielenswert verdient und ist für jeden Fan von Story Adventures geeignet!

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Danke Capcom! | Resident Evil 3 (Remake) | Review [PS4]

Titel: Resident Evil 3
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2020

Nach 5 Stunden, 24 Minuten und 29 Sekunden lief der Abspann an. Das Resident Evil 3 Remake hat mich bereits in der Demo zu unterhalten gewusst und das fertige Spiel war ein echtes Erlebnis!


Mehr zum Thema Resident Evil findet ihr hier!


Während des Racoon City Vorfalls, dem Ausbrauch des T-Virus in der Stadt Racoon City (zeitlich vor und während Teil 2), muss Jill Valentine, ein ehemaliges Mitglied der Sondereinheit S.T.A.R.S., die Flucht ergreifen, um nicht von den Infizierten gefressen zu werden. Auf der Flucht vor dem schrecklichen Nemesis, ein Supermutant, der Jill verfolgt, verbündet sich unsere Heldin mit Carlos Olivera, einem Mitglied von Umbrellas Spezialeinheit. Zusammen stellen sich beide dem Überlebenskampf und dem zahllosen Schrecken, den die Hölle, die Racoon City wurde, zu bieten hat. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Erzählerisch und inszenatorisch wirkt das Resident Evil 3 Remake aus James Cameron’s Feder. Die Handlung bietet, ebenso wie das Gameplay, ein sehr hohes Tempo, wodurch das Spiel nie gestreckt wirkt. Jill Valentine ist eine hervorragend geschriebene Powerfrau, die einerseits knallhart ist, aber gleichzeitig menschlich wirkt und einen starken Gerechtigkeitssinn hat. Wie Carlos selbst erwähnt, ist sie mutiger als er, wobei er ziemlich taff ist und sich perfekt mit ihr ergänzt. Aus Spoilergründen werde ich nicht detailliert auf den zweiten Bösewicht neben Nemesis eingehen, aber den hätte es grundlegend nicht gebraucht. Der seelenlose Supermutant reicht bereits als wichtiger Plotpunkt.


Das Resident Evil 3 Remake vereint die Kernelemente des Resident Evil Franchise und steckt diese in ein modernes Gewand, wie es bereits das Remake des zweitens Teils war. Resident Evil 3 ist actionlastiger als sein Vorgänger, aber die Mischung aus Kampf, Ressourcenmanagment, sowie dem Lösen simpler Rätsel funktioniert hervorragend. Nemesis ist im Endeffekt die präsentere Form von Mr. X und ein wesentliches Spielelement. Sobald er auftaucht, sind Flucht und/oder Kampf angesagt, wobei während der Erkundung der dunklen Straßen Nemesis ruhig noch prominenter hätte sein können.

Abseits des regulären Spiels gibt es Herausforderungen, die Punkte vergeben, mit denen man sich nach dem Spiel Kostüme, Waffen, oder unterstützende Gegenstände kaufen kann. Ergänzend dazu kann man Waffenmodifikationen suchen, oder Figuren, ähnlich den Sammelgegenständen aus älteren Teilen, abschießen. Zweitgenannte Aufgabe ist Teil der Herausforderungen.


Optisch gefällt das Resident Evil 3 Remake sehr und besticht in erster Linie durch die hervorragende Setzung von Licht & Schatten, welche die Atmosphäre äußerst stimmig in Szene setzt. Die Mischung aus Horror & Action sorgt für einen Kontrast zum Vorgänger, die einen geringeren Gruselfaktor zu bieten hat, aber dennoch dicht genug ist, um Spannung zu erzeugen.

Es gibt im Spiel aber nicht nur was auf die Augen, sondern auch einiges auf die Ohren. Die deutsche, japanische & englische Sprachausgabe sind hervorragend, wobei ich das Spiel auf Englisch durchgespielt habe.

Der Soundtrack ist in diesem Teil mehr als nur ambientische Hintergrundmusik und trägt gern zur treibenden Atmosphäre bei.


Zusammengefasst ist das Resident Evil 3 Remake nicht eine weitere Rückkehr des Horrors, wie das 2er Remake, sondern viel mehr die Evolution davon. Viele Stärken des Vorgängers wurden übernommen und durch mehr Action, sowie ein höheres Tempo ergänzt. Dazu kommt einer der besten Schurken aller Zeiten, dessen Design von gewaltig bis eklig reicht. Trotz seiner relativ kurzen Spielzeit war es eine grandiose Erfahrung und neben dem Multiplayer (gesonderte Review folgt) bietet das Remake genug Material für weitere Durchläufe. Über so manche kleinere Schwächen im technischen Bereich, wie Gegner, die alles machen, nur nicht kämpfen, sieht man gern hinweg, da das Spiel als Komplettpaket sehr gut funktioniert.

Ich kann das Resident Evil 3 Remake sehr empfehlen, da Einsteiger wie Neulinge ein unterhaltsames Abenteuer in der Stadt der Verdammnis bekommen, das wunderschön anzusehen ist, viel Action und etwas Gruselwusel bietet, aber auch eines zeigt. Resident Evil sitzt auf dem Thron des Survival-Horror Genres!

Somit vergebe ich für das Resident Evil 3 Remake die Wertung absolut spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Sniper Elite 4 (Singleplayer) | Review [Playstation 4]

Titel: Sniper Elite 4
Entwickler: Rebellion Developments
Publisher: Rebellion Developments
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2017

Sniper Elite 4 kurz zusammengefasst, ein Sanbox-Third-Person-Stealth-Shooter mit einem starken Fokus auf den Einsatz des Scharfschützengewehrs. Fehlen eigentlich nur noch Abschnitte mit Fahrzeugen, aber das wäre wohl zu viel geworden.

Der aktuellste Ableger der Hauptreihe aus dem Hause Rebellion bietet neben viel Mehrspieler-Content und einem Wellen-Modus auch eine interessante Singleplayerkampagne und die sehen wir uns heute an!


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Italien im Jahr 1943. Um die Ladnung der Alliierten in Italien zu ermöglichen und die Bedrohung durch eine experimentelle Waffe zu stoppen, wird Karl Fairburne, der elitärste aller Scharfschützen, entsandt, um in einer Reihe gefährlicher Missionen die Bedrohung durch die Waffe abzuwenden, ranghohe Mitglieder der Wehrmacht zu eliminieren und dabei den Widerstand gegen das Nazi Regime zu unterstützen.

Lasst mich ehrlich sein, die Handlung von Sniper Elite 4 ist auf dem Papier sehr interessant und wird auch in den Zwischensequenzen vor und nach jeder Mission vorangetrieben. Allerdings ist sie im Endeffekt nur ein Mittel zum Zweck, damit Karl in den 8 Missionen auch was Sinnvolles zu tun hat. Ergo, das Gameplay steht klar im Fokus des Spiels und die Handlung dient nur zum world building innerhalb von Sniper Elite 4.

In 8 Missionen mit einem, oder mehreren Hauptzielen, sowie einigen Sekundärzielen, steht es dem Spieler grundlegend frei, die Art des Vorgehens zu wählen. Man kann sich durch die Missionen schleichen, aber ebenso offene Schusswechsel mit den Feinden provozieren, Fallen stellen und einiges mehr. Durch dieses Sandbox-Gameplay, sowie den unterschiedlich beschaffenen Missionsgeländen, ist der Wiederspielwert enorm hoch und klar eine der größten Stärken von Sniper Elite 4. Es ist ungemein befriedigend, Hinterhalte für die Feinde zu stellen, oder ganz simpel auf leisen Pfaden durch die Missionen zu schleichen, aber auch brachiale Gewalt kann manchmal zum Ziel führen, birgt jedoch gewisse Risiken.

Die K.I. der Feinde ist stark abhängig vom Schwierigkeitsgrad und erst ab schwer kommt die taktische Komponente von Sniper Elite 4 wirklich heraus. In diesem Schwierigkeitsgrad suchen Feinde zuerst einzeln und kurz darauf in Gruppen nach dem Spieler, sobald sich dieser zu auffällig verhält. Ebenso führen sie Sturmangriffe aus, „graben“ sich in Deckungen ein, wechseln die Position, oder versuchen, den Spieler zu umzingeln, wenn sich dieser in einem zu offenen Versteck aufhält.

Dazu kommen verschiedene Klassen an Feinden, die sich primär zwar alle gleich verhalten, aber sekundär eigene Manöver ausführen. Offiziere rufen Verstärkung und bilden Trupps, ebenso wie Funker. Andere fordern Artillerieschläge an, oder arbeiten ebenfalls mit Scharfschützengewehren.

Karl ist allerdings alles andere als wehrlos. Ihm stehen verschiedene Scharfschützengewehre, Pistolen und Sekundärwaffen zur Verfügung. Dieses Arsenal wird durch allerhand Sprengstoff ergänzt und wenn alle Stricke reißen, kann Karl auf eine kleine Palette an Nahkampfangriffen zurückgreifen.

Optisch besticht Sniper Elite 4 vorallem durch die Abwechslung der einzelnen Gebiete. Von Wäldern über Städte und Küstenabschnitte bis hin zu Bunkeranlagen ist alles dabei, was angenehm ins Auge sticht. Besonders alle Abschnitte, in denen man sich viel in der Natur befindet, sehen hervorragend aus und gefallen auch durch ein harmonisches Licht & Schatten Spiel. Die Charaktermodelle sehen etwas zweckmäßiger aus und besonders die Gegner sind eine einzige Klonarmee. Zumindest alle Figuren mit Namen unterscheiden sich ausreichend im Aussehen, damit sie bequem auseinandergehalten werden können.

Der Soundtrack von Sniper Elite 4 reicht von ambientischen Hintergrundklängen bis hin zu treibenden Themen, je nach Situation für den Spieler. Wo jedoch der Soundtrack punktet, bleibt die deutsche Synchronisation hinter den Erwartungen und glänzt durch einen gewissen Trashfaktor.

Zusammengefasst bietet Sniper Elite 4 eine solide Singleplayerkampagne, deren Fokus klar auf dem Gameplay, sowie der Freiheit für den Spieler liegt aber auch optisch für genug Abwechslung sorgt um den Spieler bei Laune zu halten. Neben den Hauptzielen und Nebenzielen bietet die Kampagne diverse Herausforderungen und Sammelaufgaben, was das präzise Erkunden fördert und den Fokus auf das Gameplay weiter unterstreicht.

Wer sich auf das offene taktisch-offensive Gameplay einlassen kann, wird in den 8 Missionen sehr gut unterhalten und auf höheren Schwierigkeitsgraden eine angemessene Herausforderung bekommen, die jedoch nie unfair wird, sondern vom Vorgehen des Spielers abhängig ist.

Somit erhält der Singleplayer von Sniper Elite 4 die Wertung spielenswert, da das Gameplay über viele Schwächen hinwegsehen lässt.

Das war von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Eine nautische, emotionale Reise! | Sea of Solitude | Review [Playstation 4]

Titel: Sea of Solitude
Entwickler: Jo-Mei Games
Publisher: EA
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Relase: 2019

Ich bin ja Besitzer eines EA Access Abo’s und endlich habe ich diese kleine Investition genutzt und Sea of Solitude durchgespielt. Es handelt sich hierbei um ein kleines, emotionales Abenteuer auf hoher See aus Deutschland!


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Kay erwacht auf meinem Boot, mitten auf einem namenlosen Ozean treibend, und unter ihr befindet sich eine versunkene Stadt. Sie begibt sich auf eine Reise, um herauszufinden, wo sie ist, warum sie hier ist und was es mit den Monstern auf sich hat. Dabei muss sie sich ihren inneren Dämonen und Problemen der Vergangenheit stellen …

Sea of Solitude mag erzählerisch kein Meilenstein sein, nimmt den Spieler aber mit auf eine emotionale Reise in die Vergangenheit der Protagonistin Kay und all der Probleme ihrer Mitmenschen, die sie immer ignoriert, oder nicht mitbekommen hat. Dabei werden Themen wie emotionale Isolation, Mobbing und Eheprobleme, sowie existenzielle Krisen behandelt, allerdings mit der Hoffnung, dass alles und jeder wieder gut wird.


Spielerisch ist Sea of Solitude dem Genre Adventure zuzuordnen. Der Spieler erkundet verschiedene Orte der recht offenen Spielwelt und erfährt dabei immer mehr über Kay‘s Vergangenheit, hilft ihr, diese zu bewältigen und gleichzeitig die Zukunft zu gestalten.

Obwohl das Erkunden der Welt im Fokus steht, bleiben die Gameplayelemente recht übersichtlich, da man ausser Springen und Leuchtsignale abfeuern, für die Orientierung und Vertreibung der Schatten, nicht viel macht. Leider verfügt das Spiel auch über nur wenige Rätsel und die paar sind auch keine wirkliche Herausforderung.

Abseits der Handlung gibts es in der Welt von Sea of Solitude, bis auf zwei Sammelaufgaben, nichts zu tun, aber das ist nur bedingt schlimm, da die Spielwelt andere Stärken zu bieten hat.


Zu diesen Stärken gehört die Inszenierung und optische Gestaltung der Welt. Hier erinnert Sea of Solitude stark an Shadow of the Colossus, eine offene Spielwelt mit einigen handlungsrelevanten Orten und jeder Menge Einsamkeit. In diesem Fall ist Einsamkeit jedoch nicht durch die Einfallslosigkeit der Entwickler bedingt, sondern ein Stilmittel, welches sich in das Szenario und die Handlung einfügt.

Da Wasser einen gigantischen Bestandteil der Spielwelt ausmacht, ist die Farbe blau vorherrschend, was die Tiefe der Handlung nochmals unterstreicht, da man nicht weiß, was unter der Oberfläche schlummert, ähnlich wie es sich mit menschlichen Emotionen verhält, über die wenig gesprochen wird.

Atmosphärisch ist die Einsamkeit die zentrale Emotion von Sea of Solitude. Sie wird durch die oben erwähnten Themen mal vertieft, mal in den Hintergrund gerückt, jedoch ist sie immer präsent.

Sea of Solitude arbeitet mit einer Mischung aus Soundtrack, ambientischen Klängen und der tollen Leistung der Synchronsprecher, was akustisch eine ganz eigene Harmonie ergibt und ebenso zur Atmosphäre beiträgt, wie die restlichen Stärken des Spiels.


Zusammengefasst ist Sea of Solitude weniger ein Spiel, sondern mehr eine emotionale Reise in die Abgründe und Vergangenheit der Protagonistin Kay, deren düsterer Ton allerdings von einer Prise Hoffnung auf die Wiederherstellung des Idealzustands begleitet wird. Auch wenn das Spiel weniger Gameplay bietet, als möglich ist, besitzt es mehr Tiefgang als die meisten anderen emotionlastigen Adventures auf dem Markt. Wer ein Spiel sucht, das durch seine Atmosphäre und Handlung besticht, wird bei Sea of Solitude auf jeden Fall fündig werden!

Ich vergebe für das Spiel die Wertung spielenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Die Evolution des Survival-Horrors! | The Evil Within | Gedankenspiel/Review

Titel. The Evil Within
Entwickler: Tango Gameworks
Publisher: Bethesta Softworks
Plattform: PC, PS3/4, Xbox 360/One
Release: 2014

Shinji Mikami ist wohl der wichtigste Name für das Survival-Horror Genre. Mit Resident Evil (1996) hob er das Genre in den Mainstream, 2005 startete er mit Resident Evil 4 die Revolution und 2014 leitete er mit The Evil Within die Evolution des Genres ein, indem er Action-Horror mit Survival-Horror kombinierte und dies so harmonisch tat, wie es davor niemanden gelang.

Damit herzlich willkommen zu The Evil Within, der Evolution des Survival-Horrors und einem Spiel, dass ich jahrelang einfach nicht zu schätzen wusste, obwohl es so viele Dinge richtig macht!

Anm.: In diesem Beitrag konzentriere ich mich rein auf das Grundspiel ohne Erweiterungen.

Anm. 2: Ich finde es so schade, dass der Originaltitel PsychoBreak nicht bei uns Verwendung gefunden hat. Dieser ist doch wesentlich griffiger als The Evil Within.


Hauptcharakter des Spiels ist Detective Sebastian Castellanos, der zusammen mit seinen Partnern Kidman & Joseph, einen grausamen Massenmord in einem Sanatorium untersuchen muss. Kaum im Sanatorium angekommen, wird Sebastian von einer mysteriösen Gestalt mit Kapuze attackiert, was ihm eine Gefangennahme in einem Schlachthaus einbringt. Kaum ist Sebastian aus dem Schlachthaus/Sanatorium entkommen, erwartet ihn und seine Gefährten ein Trip durch die Hölle und den Wahnsinn des Geistes. Während Sebastians Odyssey wird immer mehr Licht ins Dunkel gebracht, was hinter dem Grauen steckt, in das er geraten ist …

Erzählerisch kombiniert The Evil Within Elemente aus Silent Hill & Resident Evil, was quasi das Beste aus dem Survival-Horror Genre bietet. Die Handlung mag zu Beginn konfus und ohne roten Faden wirken, entwickelt sich aber zum Schluss hin hervorragend, dank clever gesetzten Twists, die Licht ins Dunkel bringen, aber gleichzeitig neue Fragen aufwerfen, allerdings wird zum Ende hin (fast) alles, was es mit dem Grauen auf sich hat, enthüllt.

Ähnlich wie in Silent Hill und Resident Evil bleibt der Plot über das gesamte Spiel präsent, wird durch diverse Schriftstücke erweitert und kontinuierlich vorangetrieben, bremst aber nie das Gameplay aus.


Spielerisch kehrt Shinji Mikami mit The Evil Within zu den Wurzeln des Survival-Horror-Genres zurück und orientiert sich an Resident Evil 1 bis 4. Im Zentrum steht der Kampf ums Überleben, das clevere Verwalten von Ressourcen, das Lösen von Rätseln und dem zeitweiligen Kampf gegen Bosse.

Somit rückt die Action, obwohl sie immer noch präsent ist, in den Hintergrund und sorgt für ein langsameres Spieltempo. Auch besteht die Möglichkeit viele der Gegner einfach zu umrunden, um kostbare Munition zu sparen oder Feinde mit Schleichangriffen auszuschalten. Die Bosse sind ebenfalls eine Erwähnung wert, da sie sich in der Inszenierung aber auch in der Art des Kampfes angenehm voneinander abheben.

Manche Bosse wollen im direkten Kampf mit brachialer Waffengewalt bezwungen werden, andere benötigen eine bestimmte Taktik und vor einigen muss man flüchten!

Um am Puls der Zeit zu sein, verfügt The Evil Within über einen Skilltree, mit dem das Inventar, die Waffen und die Eigenschaften von Sebastian verbessert werden können, damit er dem allgegenwärtigen Grauen länger standhalten kann. Waffen ist auch ein passendes Stichwort, da das Arsenal von Sebastian zwar recht überschaubar, aber vielfältig genug ist, um in der jeder Situation wehrhaft zu sein. Im Detail besteht das Arsenal aus einem Revolver, einer Schrotflinte, einem Scharfschützengewehr und der ikonischen Qualenarmbrust mit diversen Bolzen. Sekundär stehen Sebastian sein Kampfmesser, Handgranaten und Streichhölzer zum endgültigen Eliminieren der regulären Gegner zur Verfügung.

Ein paar Waffen mehr können durch das Erfüllen diverser Bedingungen freigeschaltet werden .


Optisch wirkt The Evil Within leider etwas altbacken, obwohl der grafische Stil viel zur Atmosphäre beiträgt und den Eindruck eines alten Horrorfilms erweckt. Dazu kommen diverse grafische Effekte, die diesen Eindruck verstärken und gleichzeitig dem Spiel einen surrealen Touch geben. Auf optischer Ebene wirkt The Evil Within ebenfalls wie eine Mischung aus Resident Evil und Silent Hill, da die Schauplätze stark an Resident Evil erinnern, jedoch die surreale Note einem Silent Hill gleicht.

Auf akustischer Ebene gefällt The Evil Within auf jeden Fall. Seien es nun die ambientische Hintergrundmusik, treibende Themen im Kampf, oder das ikonische Claire de Lune, das erklingt wenn sich Sebastian in die Zwischenwelt zurückzieht um zu speichern oder wenn der Skilltree verbessert werden soll. Das Musikstück Claire de Lune entfaltet auch eine tröstende Wirkung, die im krassen Kontrast zum allgenwärtigen Horror im Spiel steht.


Ist The Evil Within also die Entwicklung des Survival-Horror-Genres? Ja absolut, das Spiel schafft es, moderne Eigenschaften mit klassischen Tugenden des Genres zu kombinieren und so eine moderne Interpretation eines klassischen Videospielgenres zu erschaffen. Bis auf die optische Komponente vermag The Evil Within in allen Punkten vollends zu gefallen, was dem Spiel ein verdientes spielenswert+ einbringt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Welch künstlerisches Abenteuer! | Concrete Genie | Review [Playstation 4]

Mit Concrete Genie habe ich den ersten Titel meines Spielejahrs 2020 abgeschlossen und dieses Werk hat es wirklich in sich!

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Die Stadt Denska versinkt in Trostlosigkeit und Dunkelheit. Diverse schlimme Ereignisse in der Vergangenheit haben die Kleinstadt verkommen und verwaisen lassen. Ash, ein Teenager mit künstlerischem Talent, erkundet immer wieder die Stadt und muss sich mit einer Gang Rowdies herumschlagen. Vom Dschinn Luna, die er selbst gezeichnet hat, erhält Ash einen magischen Pinsel, mit dem er Zeichnungen lebendig werden lässt. Somit begibt sich Ash auf die Quest, um Denska wieder lebenswert zu machen und die Dunkelheit zu vertreiben.

Es braucht oft keine epische Handlung, oder eine lange Heldenreise, um zu begeistern. Ash ist ein liebenswerter Protagonist mit gutem Herzen, der ein kleines, aber zum Ende hin großes Abenteuer erlebt. Erzählerisch baut Concrete Genie auf eine geradlinige Handlung, die jedoch harte Themen (Einsamkeit, Armut, Alkoholismus) respektvoll behandelt und in keinster Weise plakativ wirkt. Viel mehr ist diese Erzählform Teil der Charakterentwicklung der Rowdies, die zu Beginn wie Arschlöcher wirken, aber traurige Hintergrundgeschichten haben. Zum Ende hin werden auch Freundschaft & Frieden in die Handlung eingebracht, was einen angenehmen Kontrast erzeugt.

Der Kontrast spiegelt sich auch im Gameplay wieder. Concrete Genie ist ein klassisches Third-Person-Adventure, legt jedoch viel wert auf den künstlerischen Aspekt der Handlung. Ash wird durch eine triste Welt, mit drei Gebieten, gesteuert, die offen sind und weitgehend mit Farbe verschönert werden können. Durch das Erkunden der Welt kann man Seiten aus Ash‘s Skizzenbuch finden und somit die Auswahl an Motiven massiv vergrößern. Weiters besteht die Möglichkeit, Dschinns zu beschwören, die eines von drei Elementen (Feuer, Wind, Donner) haben und für die simplen Rätsel benötigt werden.

Neben dem Adventure-Aspekt mit der künstlerischen Aktivität wird Concrete Genie im letzten Akt zu einem Uncharted-Splatoon Mix, sprich, man muss mit dem Pinsel die Schatten-Dschinns besiegen, um die Finsternis zu vertreiben. Trotz meiner anfänglichen Skepsis, funktioniert das Kampfsystem hervorragend und ergänzt das Spiel zum Finale hin hervorragend!

Man merkt auch hier greift der Kontrast harmonisch!

Auch wenn die Handlung toll geschrieben ist und das Gameplay unterhält, ist die Grafik das eigentliche Highlight von Concrete Genie, denn das Spiel sieht in den Zwischensequenzen wie ein Stop-Motion-Animationsfilm aus!

Neben dieser grandiosen optischen Eigenschaft (Stop-Motion hat immer Charme) weiß auch die Spielwelt zu gefallen, da das Thema Kontrast erneut greift. Während das Spiel braun, grau und tristlos erscheint, obliegt es dem Spieler, wortwörtlich Farbe in selbiges zu bringen, um die Spielwelt zu gestalten. Neben den optionalen Flächen, sowie Reklameschilder zum Bemalen, gibt es diverse Aufgaben der Dschinns.

Allerdings glänzt Concrete Genie auch durch eine hochwertige deutsche Vertonung, sowie einen ambientischen Soundtrack, der perfekt zum Szenarion passt!

Wie soll ich dieses Spiel zusammenfassen, ohne mich in Superlativen zu verlieren? Concrete Genie ist ein kleines, aber äußerst hochwertiges Adventure, das in allen Punkten zu gefallen weiß und sogar etwas Endgame Content bietet. Mich hat das Spiel zu 100% abgeholt und bis zum Ende hin begeistert. Obwohl das Spiel kein bombastischer Triple A Titel ist, braucht es sich vor den großen Produktionen des vergangenen Spielejahres nicht verstecken. Wer eine PS4 besitzt, sollte bei diesem kleinen Adventure definitiv zugreifen und Denska wieder mit Farbe verschönern.

Somit hat sich Concrete Genie ein besonders spielenswert redlich verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Falls euch diese Rezension gefallen hat und ihr dem Blog etwas unter die Arme greifen wollt beziehungsweise das Spiel erwerben wollt, könnt ihr ihn über den unten angeführten Amazon Link kaufen, oder etwas anderes erwerben. Für euch entstehen keine weiteren Kosten, aber ich erhalte eine kleine Provision.

[ Concrete Genie – PS4 ]


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Simpel aber doch unterhaltsam!| Rage 2 | Review

Ich habe eine Schwäche für total übertriebene Shooter. Am besten noch ein extravagantes Setting (oder einfach die Postapokalypse) und schon bin ich zufrieden. Rage 2 gehörte zu den Spielen, welche ich bei Release links aus mangelndem Interesse liegen ließ.

In der zweiten Jahreshälfte habe ich mir das Spiel jedoch geholt und den Kauf definitiv NICHT bereut!

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Rage 2 spielt auf einem dystopischen Planeten, der von Mutanten bevölkert wird, nachdem ein Asteroid einschlug. Der Spieler übernimmt die Rolle von Walker, dem letzten Ranger, nachdem seine Organisation von der Obrigkeit, einem Mutanten-Regime, attackiert wurde. Mit dem Auftrag, die Obrigkeit mithilfe von Projekt Dagger zu besiegen macht sich Walker auf die Suche nach Verbündeten …

Die Handlung von Rage 2 passt auf einen übergroßen Bierdeckel, aber das macht auch nichts, denn das Spiel macht genau das richtig, was viele andere Actionspiele gern verpatzen. Im Zentrum steht das Gameplay und die Handlung ist unterhaltsames Beiwerk, wobei die Story um faschistische Mutanten, irre Millionäre und einen moralisch etwas fragwürdigen Hauptcharakter im Kern zu gefallen weiß.

Wie man es sich bereits denken kann, ist Rage 2 ein Ego-Shooter, okay das Spiel ist von Avalanche Studios & id Software, also muss es ein Shooter sein, der jedoch ein paar Kniffe mehr bietet, als der Einheitsbrei des Genres. Dem Spieler steht ein relativ großes Waffenrad mit konventionellen, sowie abgefahrenen Schießeisen zur Verfügung und ergänzend dazu gibt es ein paar nette Sekundärwaffen, wie einen todbringenden Boomerang. Ergänzend dazu gibt es einige praktische Sekundärfähigkeiten, wie den Dash, eine Schockwelle, oder den Defibrilator für eine zweite Chance im Kampf.

Wenn Festtagsstimmung herrscht, kann man den Overdrive nutzen, um Gesundheit zu regenieren und mehr Schaden zuzufügen.

Da Rage 2 ein Open World Game ist, muss man oft weitere Distanzen überwinden. Um diese zu schaffen, steht dem Spieler ein großer Fuhrpark zur Verfügung, von denen viele Modelle auch über Waffen verfügen.

Obwohl die Handlung, wie bereits erwähnt, recht simpel ist, greift sie untergeordnet ins Gameplay ein. Das im Zentrum stehende Projekt Dagger ermöglicht dem Spieler Upgrades für verschiedene Bereiche wie den Fuhrpark, das Movement oder die Waffennutzung. Dazu kommt die Möglichkeit von Upgrades für die Waffen & Sekundärfähigkeiten, was dem Spieler eine gewisse Individualisierung erlaubt. Somit hat man auch einen Grund, die Spielwelt zu erkunden, feindliche Basen einzunehmen, Archen zu suchen und jeden Winkel nach Ressourcen abzuklappern.

An dieser Stelle mein einziger Kritikpunkt an einem sonst grandiosen Gameplay. Das Spiel ist etwas zu leicht für‘s eigene Wohl und selbst auf den höheren Schwierigkeitsgraden lassen sich alle Situation mit regelmäßigen Upgrades relativ simpel lösen.

Was ich allerdings wirklich kritisieren muss, ist die grausige Menüführung, da jeder Tastendruck gern ein paar Sekunden braucht, um erkannt zu werden. Dazu kommt eine schlechte Übersicht, wo welche Skillbäume zu finden sind, aber im Gegenzug sieht die Karte der Spielwelt toll aus und lädt zum Entdecken ein.

Optisch ist Rage 2 kein Überflieger und besticht in erster Linie durch ein weiß-grün-braunes Ödland, das aber zumindest ein paar nette Details bietet und erahnen lässt, welche schöne Welt dies mal war. Beim Gegnerdesign gibt es relativ wenig Abwechslung, wobei man die Feinde eigentlich nicht auseinanderhalten muss … simpel auf alles schießen, was einen angreift, reicht aus. Einzig die Truppen der Obrigkeit erfreuen Fans des Body-Horrors mit ganz schön ekligen Designs. Was hingegen sehr gut ist, ist der Soundtrack, der den Wahnsinn von Rage 2 perfekt unterstreicht und angenehm an Doom, sowie andere klassische Shooter erinnert!

Alles in allem ist Rage 2 der Shooter mit dem besten Gameplay 2019 und liefert bereits einen gewissen Vorgeschmack auf das kommende Doom Eternal. Der positive Eindruck wird die kleineren technischen Macken, sowie der etwas dünnen Handlung, ein zumindest für mich verschmerzbarer Kritikpunkt, getrübt, aber unterm Strich bleibt Rage 2 ein sehr solider Shooter, der sich ein spielenswert redlich verdient hat!

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Rage 2 – PS4

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Der Adventskalender auf DerStigler | Tür 3: Das beste Stealth Spiel …

Ist für mich Thief: Deadly Shadows, der dritte Dark Project Teil, obwohl ich die Hitman Spiele sehr gern habe. Dabei ist es weder die Handlung, welche wunderbare Charaktere bietet, noch das Gameplay mit seinen Missionen, die einen hohen Wiederspielwert haben, sondern die Atmosphäre des Spiels. Selten bin ich so sehr in eine Spielwelt gesogen worden und habe ich mich so häufig vor den dunklen Geheimnissen jener Welt gefürchtet. Die Stadt ist hervorragend in Szene gesetzt und jeder Stadtteil wirkt düster, unheimlich, geheimnisvoll, was natürlich auch der Nacht geschuldet ist. Als Dieb ist man schließlich selten tagsüber unterwegs. Dazu kommt eine äußerst düstere Mythologie von einer Hexe, die Kinder stiehlt. Man hört von ihr immer wieder und wenn man sie schlussendlich trifft, werden die Straßen der Stadt mit Blut getränkt …

Den Climax in puncto Atmosphäre bietet für mich das ehemalige Waisen/Irrenhaus bzw. die Wiege, welche man im Laufe des Spiels besuchen muss. Eine so dichte und gruselige Atmosphäre habe ich bisher in keinem anderen Spiel erlebt. Außerdem ist die Struktur der Mission äußerst gelungen und je tiefer man ins Gebäude vordringt, umso schlimmer wird alles.

Aus diesem umfassenden Grund, der Atmosphäre, ist Thief: Deadly Shadows ist für mich das beste Stealth-Spiel aller Zeiten und übertrumpft andere Genrevertreter mit mehr Stärken um Längen. Schließlich ist es die intensive Narrative, die dieses Spiel so sehr hervorhebt.

Das war also Türchen Nummer drei des Adventskalenders. Wir lesen uns morgen wieder, wenn es taktischer wird!

Ein Fazit zu Astral Chain | Gedankenspiel

Huch das hat aber ganz schön lange gedauert. Eigentlich hätte ich Astral Chain bereits vor einer Woche beenden wollen, aber aus diversen Gründen hat sich der Durchgang verlängert. Sei‘s drum, endlich habe ich dieses großartige Abenteuer beenden dürften und wie im Podcast erwähnt kommt nun mein Fazit zu Astral Chain.

Kurz gesagt: Das Spiel ist großartig, aber ich sollte diese Meinung wohl auch begründen.

Die unbestreitbar größte Stärke von Astral Chain liegt im Gameplay. Über die elf Kapitel des Spiels hinweg implementiert der Entwickler Platinum Games laufend neue Elemente und sorgt so dafür, dass der Spielfluss mit jedem Kapitel frisch bleibt. Mal bekommt man einen gigantischen Bosskampf, mal muss man Polizeiarbeit leisten und Indizien/Hinweise sammeln und mal bekommt man einen saftigen Stealthpart serviert. Dem Spiel mangelt es einfach nicht an Abwechslung und abseits dieser Beispiele wird dem Spieler genug geboten, um bei Laune zu bleiben.

Dazu kommt ein schnelles, forderndes aber auch gleichzeitig unfassbar unterhaltsames Kampfsystem, in welchem dem Spieler/der Spielerin viel Freiheit eingeräumt wird und dank den Legions sind viele verschiedene Kampfstile möglich. Besonders in den zum Schluss hin gigantischen Bossen läuft das Kampfsystem zur Höchstform auf und hier liegt eine weitere Stärke von Astral Chain, die optische Inszenierung.

Platinum Games hat wirklich ein Händchen dafür opulente Spielwelten zu erschaffen und Astral Chain bietet dabei keine Ausnahme. Es ist interessant wie faszinierend eine Spielwelt sein kann, die entweder aus einer Betonhölle von Großstadt oder einer Dimension mit massivem rot stich, besteht. Am Setting sieht man sich nicht ab, da die Schauplätze innerhalb der relativ überschaubaren Spielwelt oft rotieren und voller kleiner Details, wie beispielsweise Nebenmissionen, stecken. Das Gameplay in Kombination mit der hervorragenden Inszenierung/optischen Darstellung verzeiht auch die zugebenermaßen dünne Handlung, welche zum Schluss hin eine gewisse Epik erhält aber definitiv nicht zu den wichtigsten Aspekten des Spiels gehört.

Trotz der vielen Elemente, die Astral Chain unter einen Hut bringt, wirkt das Spiel nicht überladen, auch wenn gewisse Elemente untergehen wie das Skill-System für die Legions. Bis Kapitel 10 habe ich völlig vergessen, dass es die Möglichkeit gibt seine beschwörbaren Begleiter aufzuwerten mit roter Materie, die man im Spiel sammelt.

Ein weiteres Lob muss ich für den Soundtrack aussprechen der eine Mischung aus orchestralen & elektronischen Musikstücken bietet, aber auch die englische Synchronisation ist sehr hochwertig. Beides harmoniert perfekt mit der optischen Inszenierung und ergibt so ein stimmiges Gesamtbild.

Abschließend kann ich Astral Chain nur als wirklich tolles Spiel bezeichnen und bisherigen Climax der Spieleentwicklung von Platinum Games ansehen. Viele Elemente, die bereits andere Produktionen des Studios so gut gemacht, haben werden hier ebenfalls verwendet und durch neue Mechaniken ersetzt. Als Besitzer einer Nintendo Switch kommt man an Astral Chain nicht herum, da man selten ein so stimmiges Gesamtbild als Videospiel präsentiert bekommt.

Daher vergebe ich für Astral Chain die Wertung spielenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Alles andere als ein Traumurlaub! | Far Cry 3 Classic Edition Review | Playstation 4

Vor einiger Zeit habe ich mich bereits positiv über die Far Cry 3 Classic Edition geäußert und inzwischen habe ich das Spiel erfolgreich beendet. Ich hätte ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass Far Cry 3 mir so viel Spaß machen würde, da ich diesen Teil jahrelang vehement abgelehnt habe aber ohne einen konkreten Grund nennen zu können. Vielleicht war ich früher einfach zu edgie und mochte populäre Spiele aus Prinzip nicht, aber inzwischen ist mein Blick auf Videospiele und mein Geschmack wesentlich gereifter. Darum solls heute auch nicht gehen. Wir geben uns in den alptraumhaften Traumurlaub von Far Cry 3!

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Eigentlich wollte Jason Brody mit seinen Brüdern Riley und Grant sowie seinen Freunden Oliver, Daisy, Keith und Liza auf der tropischen Insel Rook Island Urlaub machen aber wie so oft kommt alles anders als geplant. Die Gruppe wird von Piraten unter der Führung von Vaas gefangen genommen. Jason und sein Grant können aus der Gefangenschaft fliehen aber dabei lässt Grant sein Leben und Jason wird von Dennis, einem Mitglied des Stammes Rakyat, gefunden. Um seine Freunde aus den Händen der Piraten zu befreien, verbündet sich Jason mit den Rakyat, was ihm Zugriff auf Waffen sowie Unterstützung gewährt. Jason muss ein wahrer Krieger der Rakyat werden, denn Vaas und sein Verbündeter, der Sklavenhändler Hoyt, kennen absolut keine Gnade. So beginnt der brutale Kampf um das Leben von Jasons Freunde …

Vaas, einer der beiden Gegenspieler!

Erzählerisch ist Far Cry 3 trotz seines Alters auch mit dem Classic Edition für die aktuellen Konsolen immer noch die Speerspitze der Serie. Dies liegt an einem ganz simplen Umstand. Jason Brody ist der einzige Far Cry Protagonist, der über eine Persönlichkeit und eine Charakterentwicklung verfügt. Vom unerfahrenen Touristen zum kaltblütigen Krieger, der vor Mord nicht zurückschreckt, gehört Jasons Weg zu den besten Geschichten aus Ubisofts Portfolio und ist gleichzeitig eine der tiefgreifendsten Charakterentwicklungen aus Ubisofts Spieleschmieden. Dabei verlässt man sich auf ein bewährtes Konzept bei Ubisoft und packt Jasons Weg in eine Rachestory, was auch bei Assassins Creed im zweifelsfall immer gut funktioniert.

Außerdem fühlt sich die Handlung sehr authentisch an, was die Entwicklung Jasons vom unerfahrenen Touristen zum kaltblütigen Krieger angeht. Dazu kommen tolle Gegenspieler mit Tiefgang, wenngleich das die einzigen Figuren neben Jason sind, die wirklich Persönlichkeit haben. Leider wirkt der Rest der Nebenfiguren zwar interessant aber langfristig zu oberflächlich, um im Gedächtnis zu bleiben.

Genug von der Handlung und hin zum Gameplay. Far Cry 3 (Classic Edition) ist ein Ego-Shooter mit einer Open World, sowie einem Skillbaum und freier Vorgehensweise im Kampf. Der Kern des Gameplays teilt sich in zwei Pfade auf. Einerseits erfüllt man Mission der Hauptquest, Nebenmissionen oder spezifische Missionen (Jagd, Attentat, Lieferung) und andererseits befreit man Außenposten und Funktürme, was in noch mehr freischaltbaren Aufgaben mündet, sowie die Karte der Spielwelt weiter aufdeckt.

Durch absolvierte Aufgaben erhält man EXP, die in Stufenaufstiege und somit Fertigkeitspunkten münden, welche in drei Skillbäumen verteilt werden können. Um die „laufenden Kosten“ des Abenteuerurlaubs decken zu können, kann Geld von Feinden (durch Plündern) erhalten oder Beutegut verkaufen. Das hart verdiente Geld sollte auch nur Munition und Waffenupgrades verwendet werden, da neue Waffen durch befreite Funktürme freigeschaltet werden.

Weiters gibt es ein Crafting-System für größere Munitionstaschen, was jedoch simpel ist und durch das Jagen von Tieren sowie der weiteren Verarbeitung von Fellen vonstattengeht.

Abseits von all diesen Möglichkeiten kann man zu Fuß oder motorisiert die Insel erkunden, Tiere jagen, Pflanzen sammeln und diverse Sammelaufgaben erfüllen.

Optisch wie akustisch weiß Far Cry 3 (Classic Edition) trotz seines Alters immer noch zu gefallen und wie bereits an anderer Stelle erwähnt bietet das Spiel viele nette Details, die äußerst angenehm für das Auge sind. Die deutsche Synchronisation ist äußerst hochwertig und die wichtigsten Figuren wurden handverlesen vertont, was nur leicht durch die fehlende Lippensynchronisation getrübt wird. Besonders Gerrit Schmidt-Foß liefert eine grandiose Performance als Jason Brody ab und verleiht der Figur durch seine Stimme viel Persönlichkeit!

Zusammengefasst ist Far Cry 3 (Classic Edition) ein hervorragendes Spiel und erzählerisch der beste Teil der Reihe. Trotz seines Alters gefallen die einzelnen Mechaniken des Spiels sehr und dank einer großen Handlungsfreiheit im Kampf wird dem Spieler viel Abwechslung aber auch Spielspaß geboten. Kleinere technische Mankos wie gelegentliche Bugs oder fehlende Lippensynchronisation trüben das Gesamtbild etwas, sind, aber verschmerzbar, wenn man beispielsweise den im gleichen Jahr erschienen Assassins Creed 3 Port bedenkt.

Kann ich Far Cry 3 (Classic Edition) also empfehlen? Auf jeden Fall! Das Spiel ist hervorragend und motiviert ungemein den Pfad von Jason Brody bis zum bitteren Ende zu folgenden.

Ich vergebe für Far Cry 3 Classic Edition die Wertung spielenswert+ und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein würdiges Erbe? | Bloodstained: Ritual of the Night | Gedankenspiel

Die Metroidvania’s dieser Welt bilden schon ein tolles Videospielgenre. Im Endeffekt handelt es sich dabei um ein Adventure, in dem der Spieler einen großen Komplex erkundet und durch neue Fähigkeiten in neue Bereiche vordringt oder vorher unerreichbare Orte in alten Gebieten betritt. Als Urväter dieses Genre gelten Metroid von Nintendo und Castlevania von Konami. Daher ist der Genrename auch ein Kofferwort aus beiden Serien.

Bis heute gibt es immer wieder Vertreter des Genres, auch wenn die beiden Urväter etwas ins Abseits gefallen sind, trotz diverser Remakes und/oder Wiederveröffentlichungen. Koji Igarashi, der Produzent der Castlevania Spiele, will es nochmal wissen und hat mit Bloodstained: Ritual of the Night den geistigen Erben seiner „Schöpfung“ veröffentlicht!

Ist dieses Spiel ein würdiger Nachfolger zu Castlevania? Irgendwie ja und irgendwie nein aber lasst mich weiter ausholen!


In Bloodstained: Ritual of the Night schlüpft der Spieler in die Rolle von Miriam, eine Waise, die von der Alchemisten-Gilde aufgenommen wurde und Experimenten unterzogen wurde. Sie ist in der Lage die kristallisierten Mächte von Dämonen, genannt Scherben, aufzunehmen und für sich zu nutzen. Diese Fähigkeit fordert als Preis aber stückchenweise ihre Menschlichkeit.

Als die Erde von einer Dämonenarmee, angeführt von ihrem ehemaligen Gefährten Gabel, bedroht wird, macht sich Miriam auf die beschwerliche Quest, um ihren ehemaligen Gefährten zu stoppen.

Dies war nur eine recht rudimentäre Zusammenfassung einer ungewöhnlich umfangreichen Handlung für dieses Genre. Ganz in der Tradition von Klassikern wie Symphonie of the Night wird eine epische Geschichte erzählt, die aber genretypisch nicht dem Gameplay im Weg steht und sich in dieses einfügt.


Bloodstained ist ein etwas umfangreicheres Metroidvania, allerdings bleibt die Grundformel des Genres klar erkennbar. Man steuert die Protagonistin durch das riesige Schloss, erforscht die einzelnen Abschnitte, besiegt Bosse und erlangt neue Fähigkeiten durch die man weitere Bereiche des Schlosses erkunden kann und sich die Formel wiederholt. Da Bloodstained jedoch in der Tradition klassischer Metroidvanias steht, fehlen moderne Annehmlichkeiten wie eine Markierung des nächsten Zielorts.

Man muss Gesprächen mit den Verbündeten lauschen während man deren Dienste (Händler, Alchemist) in Anspruch nimmt und dadurch Hinweise auf den nächsten Zielort findet. Das mag für manche lästig sein aber ich mag das Fehlen dieses Features, da so der Faktor des Erkundens wesentlich stärker fokussiert wird. Die Gespräche vertiefen aber auch die Spielwelt und liefern regelmäßig ergänzende Informationen zur Handlung.

Ein Kernelement des Gameplays ist der Kampf gegen die Dämonen. Dabei steht dem Spieler/der Spielerin ein breites Waffenarsenal zur Verfügung, was unterschiedliche Stile zulässt und dem nicht nur Abwechslung, sondern auch Tiefgang verschafft. Es gibt beispielsweise Klingenwaffen, Stangenwaffen und Schusswaffen aber auch magische Angriffe, seien es nun Beschwörungen, elementare Zauber oder Unterstützungsfähigkeiten. Das führt mich zum umfassenden Zaubersystem von Bloodstained. Man erhält Zauber im Spiel in Form von Scherben, die Gegner hinterlassen und die in diverse Kategorien eingeteilt werden wie offensive/defensive Fähigkeiten oder Zauber die außerhalb des Kampfes nützlich sind, um weitere Gebiete zu erreichen. Man merkt, auch hier greift die Formel der Metroidvania.

Waffen sowie Rüstungen findet man ebenso wie Geld und Ressourcen in Truhen oder durch das Besiegen von Feinden. Alternativ kann man bessere Ausrüstung beim Händler erwerben oder durch den Alchemisten Gegenstände selbst herstellen/verbessern. Dieses System ist ziemlich komplex und lädt zum famen gewisser Ressourcen ein, um bestimmte Gegenstände und/oder Ausrüstungen zu erhalten. Weiters kann man in der Spielwelt immer wieder Upgrades finden die beispielsweise die Lebensleiste erhöhen. Dazu kommen auch rudimentäre RPG Elemente wie Stufenaufstiege.

Das Gameplay ist sehr umfassend und gewährt dem Spieler/der Spielerin viel Freiheit innerhalb der Grenzen des Spielers. Dank dem großen Waffenarsenal kommen verschiedene zustand die, in Kombination mit den unterschiedlichen Zaubern, die taktische Komponente des Spiels erhöhen. Bloodstained wirft der Protagonistin immer wieder Bosse in den Weg, die unterschiedlicher Taktiken bedürfen, um besiegt zu werden. Das Spiel mag nicht übermäßig schwer aber dennoch fordernd sein und Ressourcenmanagement ist ebenso wichtig wie das Studieren der Bosse, um aus den Schlachten hervorzugehen.


Während Bloodstained spielerisch wie erzählerisch gefällt ist die technische Seite des Spiels eher schwächer ausgeführt. Alles was ich hier beschreibe, gilt nur für die Nintendo Switch Version. Ich gebe kein Gewähr wie es auf anderen Plattformen aussieht!

Optisch ist Bloodstained: Ritual of the Night ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist der Artstyle des Spiels grandios und die Spielt sieht ebenso schick wie abwechslungsreich. Andererseits macht das Spiel an einigen Stellen einen abgespeckten Eindruck und gewisse Models der Monster wirken wie unsauber ausgeschnitten, nur um dann etwas unsauber eingefügt zu werden. Auch die Bildrate schwankt relativ stark und je mehr auf dem Bildschirm los ist, umso schlimmer wird es. Es ist spannend wie kontrastreich die Optik des Spiels ist, im Bezug auf die Qualität.

Was jedoch tadellos ist, ist der Soundtrack von Bloodstained der in Nuancen an Castlevania erinnert, aber genug Charakter bietet, um eine eigene Identität zu bilden.


Ist Bloodstained: Ritual of the Night ein würdiges Erbe der klassischen Castlevania Spiele? Kurz und knapp; JA, denn die Grundformel der Metroidvaniaspiele wurde vorbildlich umgesetzt. Gameplay und Handlung stehen sich nicht im Weg, sondern harmonieren miteinander, was einen sehr guten Eindruck hinterlässt uns über so manchen technischen Schönheitsfehler hinweg blicken lässt. Wer Interesse an einem herausfordernden Metroidvania hat, sollte Bloodstained: Ritual of the Night definitiv eine Chance geben.

Somit gebe ich dem Spiel ein wohlverdientes spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Die Until Dawn Erfahrung | Gedankenspiel [Masters of Horror #7]

Ich bin ein großer Fan von B-Movies und Until Dawn ist, ebenso wie Man of Medan, eine Zelebrierung des B-Movie/Teeny-Slasher Genres. Wie bereits im Man of Medan Beitrag erwähnt gehört Until Dawn zu meinen liebsten Playstation 4 Spielen und halte diesen Teil für außergewöhnlich im Genre des interaktiven Films. Was dieses Spiel so hervorhebt, erzähle ich euch jetzt!

Zuerst noch ein paar trockene Fakten und Trivias. Until Dawn wurde im Jahr 2012 für die Playstation 3 als Spiel mit Fokus auf die Move-Steuerung angekündigt, danach wurde es jedoch schnell ruhig um den Titel. Relativ überraschend wurde das Spiel schließlich für die Playstation 4 angekündigt ohne Bewegungssterung. Als Entwickler zeigt sich Supermassive Games verantwortlich, die auch Hidden Agenda und Man of Medan entwickelt haben. Die verwendete Engine ist die Umbra3, welche auch für Killzone: Shadow Fall verwendet wurde.

Im Jahr 2014 treffen sich die Freunde Sam, Josh, seine Zwillingsschwestern Hannah und Beth, Jessica, Emily, Matt, Ashley sowie Chris zu ihrem alljährlichen Winterausflug in der Berghütte in den Blackwood Pines auf Mount Washington. Wegen eines grausamen Streichs kommt es zu einer Tragödie in deren Zuge die Schwestern Hannah und Beth spurlos verschwinden.

Ein Jahr später trifft die restliche Truppe erneut zusammen, da Josh seine Clique in die Berghütte eingeladen hat. Die anfangs idyllische Atmosphäre weicht immer weiter einer düsteren Atmosphäre. Scheinbar ist die Gruppe nicht allein in den Blackwood Pines. Etwas Böses treibt sein Unwesen auf diesem Berg und fordert Opfer …

Until Dawn kombiniert das Genre des Teenie-Slashers mit paranormalem Horror und legt dabei einen großen Fokus auf die Interaktion zwischen den Hauptfiguren. Storytechnisch ist Until Dawn ebenso wie der geistige Nachfolger Man of Medan eine Zelebrierung der klassischen B-Movies und verwendet auch mehrere Stereotypen des Horrorgenres wie die Schlampe, die Zicke, den Sportler oder den (etwas) nerdigen Streber. Fast schon konträr ist der Bruch mit anderen gängigen Klischees wie dem Tod des Afroamerikaners als ersten aus der Gruppe oder der genretypischen Sexszene.

Das Hauptmerkmal von Until Dawn ist das Gameplay, dass den Schmetterlingseffekt thematisiert. Dieser Effekt besagt das kleinste Aktionen bereits Reaktionen ungeahnten Ausmaßes annehmen können. Mit dieser Eigenschaft gehört Until Dawn zu den verzweigtesten Videospielen der modernen Zeit und übertrumpft sogar die Quantic Dream Spiele, welche ja bereits für ihren enorm hohen Wiederspielwert und der verwinkelten Spielstruktur bekannt sind.

Im Endeffekt handelt sich bei Until Dawn um einen Genremix aus Surival Horror, interaktiven Film und Action-Adventure, in dem man abwechselnd verschiedene Charaktere steuert, deren Primärziel das Überleben ist. Jede Aktion des Spielers beeinflusst den weiteren Spielverlauf, was Abwechslung beschert und dank verschiedener Enden zu mehreren, unterschiedlichen Spielverläufen motiviert. Selbstverständlich gibt es ein paar Sammelaufgaben die einerseits die Spielwelt vertiefen und andererseits den Spielverlauf marginal beeinflussen.

Das Gameplay gehört zu den größten Stärken von Until Dawn und weiß den Spieler zu motivieren unterschiedliche Lösungsansätze zu probieren, um möglichst alle Hauptfiguren am Leben zu erhalten.

Optisch war Until Dawn im Jahr 2016 eine Offenbarung und zeigte die Möglichkeiten der aktuellen Konsolengeneration. Details des „Urspiels“ für die Playstation 3 waren noch erkennbar, wurden jedoch technisch massiv aufgebessert. So wurden die Charaktermodelle durch hochwertiges Motion Capturing mit namhaften Schauspielern wie Rami Malek und Hayden Panettiere erschaffen, was auch gleichzeitig eine realistische Darstellung von Emotionen ermöglicht. Weiters ist das Schauspiel der Hauptfiguren äußerst hochwertig und hebt die Qualität des Genremix noch weiter heraus. Nicht nur optisch, sondern auch inszenatorisch gehört Until Dawn zu den besten interaktiven Filmen. Nach einem Prolog der die Grundprämisse skizziert und die Hauptfiguren grob etabliert folgt das Hauptspiel, in dem die Figuren vertieft werden und sich der Horror langsam auf drei Ebenen aufbaut. Until Dawn baut seinen Horror auf einer physischen, einer psychologischen und einer paranormalen Ebene auf die sich im Verlauf des Spiels immer mehr vermischen und mit diversen Jump Scares garniert werden. Durch die weite Verzweigtheit der Entscheidungen des Spielers ändert sich auch der Spielverlauf mit jedem Durchgang und dann gibt es noch den Psychologen. Wie im aktuellen Man of Medan gibt es eine externe Figur, die mit dem Spieler direkt interagiert und seine Handlungen analysiert. Dieses Feature ist auch nach 4 Jahren immer noch genial und vertieft die Spielerfahrung ungemein erweitert.

Zusammengefasst ist Until Dawn eine einmalige Erfahrung, dank eines interessanten Genremix, sowohl auf erzählerischer als auch auf spielerischer Ebene. Wie jeder interaktive Film baut, auch Until Dawn auf eine eigene Identität, die klar erkennbar ist und durch die Nutzung verschiedener Elemente sowie Mechaniken, von denen einige bis heute Einzigartig beziehungsweise herausragend sind, erschaffen wird. Auch nach vier Durchläufen habe ich immer noch nicht alles im Spiel gesehen und es ist wirklich gigantisch, wie umfangreich dieser Titel ist. Der Wiederspielwert ist enorm und das Schmetterlingseffekt-System zeigt auf, wie verwinkelt ein Horrorspiel sein kann. Was Until Dawn aber auch so hervorhebt, ist die Mischung aus Film und Videospiel, da kaum ein interaktiver Film so viel Gameplay bietet und abseits der Quick-Time-Events viel Spielraum zu erkunden bietet, um die unterschiedlichen Schauplätze zu erkunden. Selbstverständlich ist dies auch perfekt für die Entwickler, um Grafik-Muskeln spielen zu lassen und zu zeigen, wie atmosphärisch man ein Spiel präsentieren kann.

Für mich ist Until Dawn nicht nur ein besonders spielenswertes Videospiel, sondern auch ein Aushängeschild der PS4 in puncto Qualität sowie ein moderner Klassiker des Horrorgenres aber auch des interaktiven Films. Daher verzeiht man auch gern kleinere technische Fehler in der Optiker oder gelegentliche Freezes. Wer eine Playstation 4 hat, sollte Until Dawn auf jeden Fall spielen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Die Man of Medan Erfahrung | Gedankenspiel [Masters of Horror #3]

Until Dawn ist eines meiner liebsten Videospiele der Playstation 4 Ära. Kein Wunder also, dass meine Erwartungen zu Man of Medan, dem aktuellen Projekt des Studios Supermassive Games dementsprechend groß waren. Warum Man of Medan in gewissen Punkten seinen geistigen Vorgänger übertrifft, aber ihm auch gleichzeitig unterliegt, will ich heute erklären.

Selbstverständlich könnt ihr mir eure Meinungen und Sichtweisen zu diesem interaktiven Film in die Kommentare schreiben.


Man of Medan ist der erste Teil der The Dark Pictures Anthologieserie, einer Reihe von Videospielen des Entwicklers Supermassive Games, die interaktive Gruselgeschichten erzählen aber dabei unabhängig voneinander sind.


Vier Amerikaner, die beiden Brüder Alex & Brad, Julia (Alex Freundin) und ihr Bruder Conrad machen einen Tauchausflug in den Südpazifik. Auf dem gemieteten Boot The Duke of Milan steht die Gruppe unter dem „Kommando“ von Félicité DuBois. Als die Truppe mit ein paar einheimischen Fischern aneinandergrät werden die 5 jungen Erwachsenen und die Fischer im Zuge eines Sturms an das Geisterschiff „Ourang Medan“ gespült. Die schlimmsten Alpträume der Truppe werden auf dem Schiff wahr und die fünf Hauptfiguren müssen einen Weg runter vom Schiff finden, überleben und gleichzeitig die „Entführer“ überwinden.

Ein harter Kampf beginnt bei dem die Grenzen zwischen Realität und Horrorvisionen immer weiter verschwimmen …


Erzählerisch baut Man of Medan eine extrem dichte Atmosphäre auf, die Until Dawn in nichts nachsteht, und setzt dank der engen Gänge des Schiffs auf eine gewisse Isolation. Die Hauptfiguren und somit auch der Spieler können dem Schrecken des Schiffs nur schwer entkommen. Im späteren Verlauf verschwimmen auch die Grenzen zwischen Realität und den paranormalen Erscheinen, was Man of Medan eine starke Surrealität einbringt. Atmosphärisch und erzählerisch weiß Man of Medan über weite Strecken definitiv zu gefallen!

Dem Gegenüber steht der Umstand, dass man den Twist, sprich, was es mit dem Horror aufsich hat, relativ früh erahnen kann. Hier hätten die Autoren gern den Spieler mehr im dunklen lassen können, um selbst die Antworten finden zu können, was aber auch nicht wirklich nötig gewesen wäre. Zu viel Exposition in einer Gruselgeschichte raubt dem Werk einen Teil oder die komplette Mystik. In Man of Medan geschieht dies nur teilweise danke mehrere Kniffe, die auch bereits im geistigen Vorgänger gab.

Da hätten wir den Kurator, der sich als übergeordneter, externer Erzähler zu Wort meldet und den Spieler in kryptischen Botschaften über sein Spielverhalten informiert. Zur Handlung trägt diese Figur nur indirekt etwas bei, aber ähnlich wie der Psychologe in Until Dawn regt auch diese Figur zum Hinterfragen der Aktionen des Spielers an.


Ein weiterer Kniff liegt im Gameplay. Der Schmetterlingseffekt aus Until Dawn wurde übernommen aber an das neue Spiel angepasst und aufgeteilt. Nun wird die Handlung sowohl von Aktionen als auch von Eigenschaften der Hauptfiguren beeinflusst, wobei die Aktionen mehr Gewicht haben als die Eigenschaften. Ergänzend dazu kann man schicke Gemälde finden die Vorahnungen auf mögliche Ereignisse gewähren. In meinem Durchlauf ist keine einzige Vorahnung eingetroffen, was mich zur nächsten Stärke des Spiels bringt: Wiederspielwert. Wie so ziemlich alle Vertreter des interaktiven Films/FMV Genres bietet auch Man of Medan einen hohen Grad an Wiederspielbarkeit und lädt zu mehreren Durchläufen mit unterschiedlicher Spielweise ein. Somit bietet das Spiel neben einer Langzeitmotivation, als Kontrast zur recht kurzen Spielzeit, auch eine gewisse Motivation für Achievmentjäger.

Was Man of Medan jedoch über den Klee hebt, sind die drei Spielmodi. Man kann das Spiel ganz klassisch allein Spielen oder zu zweit in einem Online-Coop ODER zu fünft im Filmabend-Modus. Im letztgenannten Modus können bis zu fünf Personen eine Figur wählen und das Gamepad wird dann entsprechend herumgereicht, was ich für eine unfassbar gute Idee halte. Es ist auch dieser Modus der mich an Hidden Agenda, auch von Supermassive Games, erinnert.

Der hohe Wiederspielwert, in Kombination mit den unterschiedlichen Spielmodi macht den größten Reiz an Man of Medan aus und dank der kurzen Spielzeit bleibt auch die Langzeitmotivation erhalten.


Wenn es um die Technik von Man of Medan geht, muss ich allerdings etwas nörgeln, wenngleich es auf hohem Niveau ist. Die optische Inszenierung in Kombination mit der Soundkulisse funktioniert hervorragend, was durch die bereits erwähnte Isolation gesteigert wird.

Allerdings ist die Darstellung des Wassers nicht immer hübsch geglückt, man muss jedoch einräumen, dass die Darstellung des flüssigen Elements für jeden Entwickler ein großes Problem darstellen kann. Was jedoch sehr gefällt sind die menschlichen Figuren und die Monster, die mit ziemlicher Sicherheit durch hochwertiges Motion Capturing dargestellt werden.


Alles in allem ist Man of Medan eine gelungene Erfahrung und ein weiterer gelungener Vertreter des interaktiven Films. Das Spiel kommt nicht ganz an die Klasse seines Vorgängers heran, weißt jedoch bei gewissen Aspekten einen besseren oder weiterentwickelten Einsatz auf.

Ich kann das Spiel auf jeden Fall weiterempfehlen und freue mich darauf in Kürze Until Dawn näher beleuchten zu können.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Für die Freiheit! | Assassins Creed 3 Remastered | Review | Playstation 4

Name: Assassins Creed 3 Remastered
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Plattformen: Playstation 4, Xbox One, PC, Nintendo Switch
Release: 2019

Na das hat aber ganz schön gedauert …

Aufgrund massiver Terminkollisionen und mangelnder Zeit bin ich in den letzten Wochen kaum dazu gekommen ein größeres Spiel durchzuspielen. Glücklicherweise ist diese Zeit nun vorbei und ich kann mich wieder umfangreicheren Titeln widmen, wie meinen geschätzten Assassins Creed Spielen!


Kernfakten zum Spiel

Name: Assassins Creed 3 Remastered

Entwickler: Ubisoft Montreal

Publisher: Ubisoft

Plattformen: Playstation 4, Xbox One, PC, Nintendo Switch

Release: 2019


Handlung: Freiheit, Rache, Familie & Schicksal

Die Geschichte von Assassins Creed 3 (im folgenden als AC 3 abgekürzt) wird auf zwei Zeitebenen erzählt.

In der Gegenwart verfolgen wir die Geschichte von Desmond Miles weiter, der mit seinen Gefährten zu einem Tempel der sogenannten ersten Zivilisation reist, um das Ende der Welt zu verhindern. Da er einen Schlüssel für den Tempel benötigt verfolgt er mithilfe des Animus die Geschichte seiner Vorfahren Connor (Ratonhnhaké:ton), halb Brite – bald Mowhak und dessen Vater Haytham Kenway, Mitglied des Templer-Ordens und Sohn von Edward Kenway, einem Assassinen während der Hochzeit der Piraterie (Assassins Creed 4: Black Flag).

Zu Beginn steuert man Haytham Kenway und erlebt den Aufstieg der Templer in den Dreizehn Kolonien (den Vorläufern der USA) während man nach einem Zeitsprung als Connor für die Assassinen in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eingreift und gegen die Templer kämpft.

Erzählerisch sowie inszenatorisch gehört Assassins Creed 3 zu den besten Teilen der Reihe und vereint alle Stärken der Ezio-Saga (AC 2, Brotherhood & Revelations), schließt aber gleichzeitig den Handlungsbogen um Desmond Miles in der Gegenwart ab. Die Themen Rache, Verrat und Familie prägen die Geschichte massiv und sind Bestandteil der vielen Jahre, über die sich die Handlung spannt. Ein Kniff, der später in Assassins Creed Rogue erneut aufgegriffen wird, ist die doppelte Sichtweise der Erzählung. Man lernt sowohl die Templer als auch die Assassinen kennen, wodurch die Einseitigkeit aus Vorgängern (Assassinen nur gut, Templer nur böse) ausgehebelt wird.


Gameplay: Klettern, Springen, Kämpfen, Meucheln

AC 3 ist ein Action-Adventure mit offener Spielwelt, die bis zum Zenit mit Aktivitäten gefüllt ist. Dem Spieler stehen insgesamt 4 Gebiete zur Verfügung. Neben den beiden Städten Boston und New York kann man das Grenzland, ein weiträumiges Gebiet, erforschen sowie per Schiff die Ostküste erkunden, um diverse Missionen zu erfüllen.

Während man die Spielwelt erforscht kann man diverse Nebenmissionen absolvieren, Tiere jagen, Sammelgegenstände sammeln oder seine Siedlung ausbauen. Grad letzteres erhöht die Möglichkeiten des Endgames, nach der Hauptstory, zusammen mit dem Aufbau des Assassinen-Ordens massiv. Gerade die erweiterte Wirtschaftssimulation ist eine hervorragende Neuerung gegenüber den Vorgängern Brotherhood und Revelations.

Ein großer Fokus liegt auf dem Kampf und dieses System basiert im Endeffekt auf Kontermanövern, was einfach klingt, aber Zeit braucht, um erlernt zu werden. Dem Spieler steht ein großes Sortiment an Primär- und Sekundärwaffen zur Verfügung, die eine gewisse Individualisierung des Kampfstils erlauben.

Spielerisch gehört AC 3 definitiv zu den besten Teilen der Reihe, da einiges verfeinert wurde. Einzig das „maritime“ Gameplay, sprich alles, was mit Schiffen zu tun hat, steckt bei diesem Teil noch in den Kinderschuhen und wird erst später zur Vollendung gebracht!


Grafik (Technik) & Soundtrack: Nicht unfehlbar

Ein Markenzeichen der Assassins Spiele ist der Umstand, dass diese Reihe immer in Würde altert und auch Teil 3 macht da keinen Unterschied. Das Spiel sieht optisch immer noch ansehnlich aus, besonders im Bezug auf die Inszenierung der Kämpfe sowie Schlachten aber auch die Charaktermodelle wissen zu gefallen.

Ich muss aber auch etwas nörgeln. Obwohl mir das AC 3 Remastered ebenso viel Spaß macht, wie das Originalspiel so ist die 2019er Fassung von Bugs und kleineren Krankheiten geplagt, die das Spielerlebnis zwar nicht zerstören aber einen etwas unsauberen Eindruck erzeugen. Dazu kommen gelegentliche Probleme bei der Erkennung der eingegebenen Manöver, wenn man zum Beispiel klettert.

Dem Gegenüber steht eine äußerst hochwertige deutsche Synchronisation sowie ein epischer Soundtrack, der perfekt zum Szenario und der erzählten Geschichte passt!


Fazit

Zusammengefasst ist auch Assassins Creed 3 Remastered ein sehr solides Videospiel mit minimalen Schönheitsfehlern. Das Gameplay ist immer noch unterhaltend sowie abwechslungsreich und die Geschichte(n) fesselt(n) auch nach all diesen Jahren immer noch. Wer auf der Suche nach einem soliden Action-Adventure mit offener Spielwelt ist, kann hier bedenkenlos zugreifen. Sowohl Veteranen als auch Neueinsteiger kommen hier auf ihre Kosten!

Ich vergebe für Assassins Creed 3 Remastered die Wertung spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Tembo the Badass Elephant [PS4] | Review [english review #4]

Name: Tembo the Badass Elephant
Developer: Game Freak
Publisher: Sega
Platform: PS4, Xbox One, PC
Genre: Plattformer
Release: 2015

I like plattformer games and i like elephants. Two good reasons to play Tembo the Badass Elephant, developed from Game Freak Inc. and published by Sega.

Core facts about the game

  • Name: Tembo the Badass Elephant
  • Developer: Game Freak
  • Publisher: Sega
  • Platform: PS4, Xbox One, PC
  • Genre: Plattformer
  • Release: 2015

Synopsis

Evil forcses, called Phatom, are attacking the peacefull metropole Shell City. The military force has no chance and only Tembo, a badass elephant who reminds a little bit on Rambo, can safe the city. Okay the story sounds like a B-Movie and yeah it would be perfect for that but it’s okay. A plattformer doesn’t need a epic story because the gameplay is much more important!

Gameplay

Tembo the Badass Elephant is 2D platform side-scrolling game in which the players explores three different zones with each three level and one enemy base, followed by an enemy boss stage. Once all the three zones are completed a forth zone with two levels and the final boss stage will be aviable.

The major goal of every level is to reach the end of the area and defeat/destroy as much of the enemy forces as possible. Rescuing innocent citizens and collecting peanuts for extra lifes (collecting 300 peanuts for one extra life).

Also Tembo can perform many moves to reach the end of every level. He can jump, smashing objects with his tusks, dashing, punching and stomping with his body to destroy structures, enemies and enemy vehicles like tanks. The tough elephant can store water on his trunk to put out fires or shortcut electrical traps.

Graphic and Sound

The title features a cute, beautiful cartoon/comic art style which is the perfect choice for this kind of game. All level looks very good and are different enough to stay in mind. While stomping with the body, tromping or crushing enemies and vehicles the game is using onomatopoeia for the noises. This gimmick fits perfect to the comic look of the game.

Also the game has a nice soundtrack which fits very well to the scenario of the game and the action gameplay.

Conclusion

All in all Tembo the Badass Elephant is a funny, little platformer game with a great gameplay, a balanced difficulty and also a beautiful art style. Unfortunately there are to less very good platformer on the PS4 but luckily Tembo is a good representative of the genre. I give Tembo the Badass Elephant the rating worth playing.

We will read/hear us in the next post. Have a good game!

What makes Dying Light so great? | Mind Game #1/Review #2

Dying Light is a first person open world survival horror action-adventure video game developed by Techland and published by Warner Bros. Interactive Entertainment. At first wow this is what I call a huge genre mix. I’m just missing fun-racer and economy simulation game then it would be perfect.

In my Gaming Story #2 a few days ago I wrote about my favorite online coop experiences and Dying Light was mentioned there. Today I will share my thoughts why Dying Light is a great game and the perfect legacy for Dead Island which is also awesome. I will put my thoughts into the categories plot, gameplay, graphic and sound. Let us begin!

Oh wait … I will just write about Dying Light and not about The Following, a Dying Light 1.5.

Plot

Dying Light is set in the city of Harran where a mysterious viral outbreak turns most of the innocent citizens into very aggressive zombie-like creatures. Players assume the role of Kyle Crane, an undercover agent sent to infiltrate the quarantine zone of Harran during his mission to find the rogue agent Kadir “Rais” Suleiman. After his arrive in Harran he is attacked by infected citizens and has to help other survivors while he come’s step by step closer to Rais.

The plot of Dying Light fits very well to the “zombie-apocalypse” scenario and mixes this genre with an agent-thriller and a adventure story. Also the characters are very interesting. Rais is a great villain and it’s to hunt/fight him during the game. Main character Kyle has enough personality to be interesting and that is very important because of the first person sight. There are many other interesting characters next to Kyle & Rais which gives the play side-quests, information’s or help him at missions.

A great details is the symbiosis of gameplay and side-quests. While finish more quests the level and main attributes are getting better and that means more skills. More skills is more fun to explore Harran and fight the creatures.

Gameplay

The gameplay is the heart of the Dying Light. Kyle has three main attributes (Power, Agility & Survival) and training this entire three is very important. Engaging in battle gives “Power Points”, while performing parkour movement, running and climbing helps to get “Agility Points” and finish quest help to earn “Survival Points”.  If the player earns experience, the can spend skill points on one of the three skills tree and upgrade Kyle with new skills.

Besides the earning of skill points has Dying Light a big focus at the survival part. The game contains a dynamic day and night cycle. During the day the player can look for supplies, sending back to safe zones, explore the city and more. The infected are slowly and dumb but when the sun goes down will the horror begin …

At the night the infected are more dangerous. Have better senses, can sprint, jump and climb to hunt the player down. The player can use traps and distractions to lower their numbers or using sound to lure them. Another opinion is using ultraviolet light to slow them down. Also there are not just “normal” infected at night. Mighty monsters called Volatile leave their hide outs to hunt.

With over 100 different weapons, three skills trees, awesome parkour movement and different types of enemies has Dying Light one of the best gameplay of all survival horror games and thanks to some gimmicks it’s amazing to explore the city of Harran.

Graphic & Sound

Dying Light looks very beautiful and has a very impressing open-world. The player can visit many differently places such as sea side district, the old town or old tunnels filled with death. Also there is an amazing creature art style which try’s to be more just an ordinary video game with zombies. It reminds me a little bit at Left 4 Dead but much more beautiful and sometimes more disgusting.

There is also a good soundtrack besides the graphics and art style. Especially the main theme fits perfect to the dark atmosphere of the game and create horror feeling. Also there is very good play of light and shadow which makes Dying Light very terrific but it’s exciting to explore dark tunnels or just walking threw the streets of this dead city. Everywhere can hide something awesome or just a infected citizens who wants kill the player.

Conclusion

All in all Dyling Light is a great game with many good ideas and it is the evolution of the Dead Island games. It’s awesome, funny and sometimes terrific to explore the City of Harran. Train the playable character, fight with the infected or just run away from using fancy parkour skills. Also it’s great to be outside in the night and fight the infected creatures. Dying Light is the perfect game for everyone who horror, open-world, survival or action-adventure games!

We will read/hear us in the next post. Have a good game!

Abzû [PS4]| Review [english review #1]

Name: Abzû
Developer: Giant Squid Studios
Publisher: 505 Games
Platform: PS4, Xbox One, Switch, PC 
Genre: Adventure
Release: 2016 (PS4, PC, Xbox One), 2018 (Switch)

The mysterious depths of the sea have a special place in my heart and mind since i’m child. Luckily i found Abzû, a little adventure set in the ocean!


Core facts about the game

Name: Abzû

Developer: Giant Squid Studios

Publisher: 505 Games

Platform: PS4, Xbox One, Switch, PC

Genre: Adventure

Release: 2016 (PS4, PC, Xbox One), 2018 (Switch)


Synopsis

Set in vasted ocean the player takes on the role of a female diver exploring the ocean and bring back the life with magical springs. The narrative of the game is told wordlessly and based on Sumerian myths and the concept of the cosmics ocean. The story of Abzû is based on the myths of the ocean goddes Tiamat and the fresh water god Abzu. The latter also served as the patron saint of the title. Main themes in the game are the creating of life and exploring the world benath the surface.

Gameplay

The player explores the ocean, finds secrets and learn more about ancient technology in the ocean. Following a linear way the play will unlock new areas and has to solve some item-based riddels to visit a new area.

The player directs the diver using complete analogue control and can grab onto bodies of larger marine animals and ride on them. Each area sports hidden collectibales for the diver to find.

Graphic & Soundtrack

Abzû has a amazing art style with different colours to create a world under water that shows how diverse the ocean is. Areas near the surface have lighter colours and areas in dept of the sea have a dark color scheme. Matching the beautiful graphics, Abzû has a very cohorent soundtrack that perfectly emphasizes the peaceful & mysterious atmosphere the ocean.

Conclusion

All in all, Abzû is a lot of fun and a very entertaining adventure. The game scores through the beautiful look, the relaxed soundtrack and the excellent atmosphere. Especially the mysterious essence of the ocean is perfectly captured. Likewise, the gameplay entertains. I forgive Abzû the evaluation worth playing.

We read in the next post! Have a good game!

Viviette [Switch] | Review [16 Bit Wahnsinn #5]

Name: Viviette 
Entwickler: DYA Games
Publisher: DYA Games
Plattform: PC, Nintendo Switch
Genre: Horror
Release: 2018

Nach einer viel zu langen Pause meldet sich auch die Serie 16 Bit Wahnsinn zurück. Dieses Mal jedoch mit keinem Retrospiel aber ich wollte auch Spiele in diesem zeitlosen Look präsentieren!

Heute geht es mir um das kleine aber feine Horrorspiel Viviette!


Kernfakten zum Spiel

Name: Viviette

Entwickler: DYA Games

Publisher: DYA Games

Plattform: PC, Nintendo Switch

Genre: Horror

Release: 2018


Die restlichen 16 Bit Wahnsinn Beiträge:


In Viviette schlüpft man in die Rolle eines jungen Mannes, der die mysteriöse Neuville Villa nach seiner Schwester durchforstet. Das düstere Gemäuer wird jedoch von düsteren Geheimnissen und einer unheimlichen Präsenz heimgesucht, die die Schwester des Protagonisten in ein grausames Monster verwandelt. Ein Horrortrip für den Protagonisten (Spieler) beginnt …

Neben seiner außerordentlich liebevollen 16 Bit Optik, die erstaunlicherweise eine äußerst dichte Atomsphäre erzeugt, gefällt Viviette durch seine eher unkonventionelle Herangehensweise an die Rätsel. Während man die Villa erkundet wird man viele verschlossene Türen finden, für die eigene Schlüssel benötigt werden (Hallo Resident Evil 1 & Zero). Diese Schlüssel erhält man durch das Lösen von Rätseln. Soweit entspricht alles der Norm, aber der Kniff liegt im Fehlen von offensichtlichen Hinweisen auf die Rätsel. Der Spieler muss sich selbst darüber Gedanken machen, wie man alle Türen im Spiel öffnet um somit weiter voranzuschreiten. Es gibt zwar dezente Hinweise auf die Lösungen der Rätsel, aber selbst die sind sehr kryptisch verpackt, was den Anspruch des Spiels angenehm erhöht.

Ich muss aber auch etwas nörgeln. So gut mir die Atmosphäre und der Umstand eines zufällig umherstreifenden Monsters gefällt, so lässt ist auch das mit dem Auftauchen des Monsters verbundene Backtracking. Immer wieder muss man Rätsel abbrechen oder komplexere Umwege nehmen, um einem unrühmlichen Tod zu entkommen.

Loben muss ich aber die dichte Atmosphäre, die durch die liebevolle Grafik und dem hervorragenden Sound erschaffen wird. Besonders optisch holt Viviette einiges aus der 16 Bit Optik heraus und kombiniert dies mit einem atmosphärischen Soundtrack, der auch den einen oder anderen Jump Scare auslöst.

Alles in allem ist Viviette ein hervorragendes kleines Horrorspiel, welches kurzweiligen Rätselspaß in einer dichten Atmosphäre bietet und nur an einem nervigen Gegner krankt. Wer auf der Suche nach einem kurzweiligen Horrorspiel ist, sollte Viviette eine Chance geben.

Von mir bekommt Viviette die Wertung spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Superbros #7: Kingdom Hearts 3 & DmC – Devil May Cry | Podcast

Herzlich willkommen zur siebten Folge der Superbros. Mit dem heutigen Beitrag endet die Kingdom Hearts Beitragsreihe von Felix.

Superbros Folge 7

Superbros #1
Superbros #2
Superbros #3
Superbros #4
Superbros #5
Superbros #6

Ein höllischer Spaß! | Devil May Cry 5 | Review | Playstation 4

Name: Devil May Cry 5
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom 
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2019
Genre: Action Adventure, Hack and Slash
Setting: Dark Fantasy, Horror

2019 ist ein hervorragendes Jahr für Capcom. Zwei hervorragende Spiele (Onimusha Warlords & Resident Evil 2) und ein Cameo in einem MCU Film (Captain Marvel) haben bewiesen, dass dieses Jahr dem Kulstudio aus Japan gehört.

Wie wir alle wissen ist Devil May Cry ein Devirat von Resident Evil, wer’s nicht weiß klickt bitte auf den Link, aber das teuflisch gute Schnetzeln von Dämonen bietet genug eigene Identität für eine eigene Serie inklusive Reboot.

Heute geht es mir jedoch um den aktuellsten Ableger, der zeigt warum die Serie immer noch so cool ist!


Kernfakten zum Spiel

Name: Devil May Cry 5

Entwickler: Capcom

Publisher: Capcom

Plattform: PS4, Xbox One, PC

Release: 2019

Genre: Action Adventure, Hack and Slash

Setting: Dark Fantasy, Horror


Handlung: Die Hölle auf Erden

Es sind nun schon viele Jahre vergangen, seit die Dämonen die Welt der Menschen attackiert haben. Doch nun steht eine neue Invasion bevor und Dante, Nero sowie der mysteriöse V müssen es mit dem Dämonenkönig Urizen aufnehmen, dessen gigantische Armee über die hilflosen Menschen herfällt.

Selbstverständlich ist dies nur die Rahmenhandlung und jeder der dreit Protagonisten hat seine Geschichte, die jedoch alle miteinander verknüpft sind und sich regelmäßig überschneiden. Außerdem bekommen die drei Damen Trish, Lady und Nicoletta ihre kleinen Nebengeschichten spendiert.

Dazu kommt ein interessanter Twist im letzten Akt des Spiels, der Devil May Cry 5 mit den Teilen 3 & 4 verknüpft. Man kann diesen Twist zwar relativ früh erahnen, aber dennoch wird er geschickt eingeführt, das Finale noch epischer zu machen!

Gameplay: Fetziges Gameplay für fetziges Kombos mit Stil

Wie man es von Devil May Cry gewohnt ist, steht das Gameplay klar im Fokus und bildet das Herz des Spiels. Dies macht sich auch bereits darin bemerkbar, dass längere Zwischensequenzen in denen die Handlung vorangetrieben wird, fast ausschließlich zwischen den Missionen stattfinden, um einen ebenso flüssigen wie schnellen Spielverlauf zu gewährleisten.

Mit Dante, Nero & V bietet die Serie erstmals drei spielbare Protagonisten über die man teils wählbar, teils vorgegeben, die Kontrolle erhält. Alle drei Figuren steuern sich komplett unterschiedlich im Kampf, was für Abwechslung sorgt. Dante setzt auf eine Vielfalt aus Schuss- sowie Hieb/Stichwaffen, Nero kombiniert Schwert & Revolver mit den wechselbaren Devil Breaker Armprothesen und V beschwört im Kampf bis zu drei Dämonen, die statt ihm kämpfen, weil er körperlich zu schwach ist.

Abseits des Kampfes können Secrets in den Teils sehr umfangreichen Levels gefunden, die sowohl die Lebensanzeige erhöhen können (alle 4 Fragenmente ein Lebensbalken/Devil Trigger Balken) als auch den Devil Trigger erhöhen mit dem die Protagonisten ihre volle Macht entfesseln können. Die Währung des Spiels sind rote Orbs mit denen Fähigkeiten, Gegenstände, Devil Breaker und Wiederbeleber gekauft werden können. Alle gesammelten Kugeln landen in einem gemeinsamen Pool von dem aus die drei Protagonisten individuell aufgerüstet werden können. Hier muss ich aber auch meinen einzigen Kritikpunkt anbringen.

Devil May Cry 5 verfügt über Mikrotransaktionen mit denen man Upgrades für die Lebensenergie und rote Kugeln für Fähigkeiten mit Echtgeld kaufen kann. Ich finde das absolut unnötig und bitte daher jeden auf die Mikrotransaktionen zu verzichten und sich Fähigkeiten & Upgrades selbst zu erarbeiten!

Grafik & Sound: Der Höhepunkt der Serie

Soundtechnisch punktet Devil May Cry 5 mit einem der besten Soundtracks des aktuellen Spielejahres. Besonders der Song Devil Trigger avanciert zum garantierten Ohrwurm und passt perfekt zu den schnellen kämpfen des Spiels. Auch die englische Synchronisation ist hervorragend und steht den Vorgängern in nichts nach!

Optisch gefällt das Spiel durch äußerst detaillierte Charaktermodelle, die dank Capcoms aktueller RE Engine richtung Fotorealismus tendieren. Zum Fotorealismus ergibt sich ein angenehmer Kontrast durch die Darstellung der Dämonen deren Grundmotive einerseits europäische Vorlagen (z.B. Ritter) vermuten lassen und andererseits von Insekten beziehungsweise Fledermäusen inspiriert wurde. Vom technischen Aspekt her gibt es grundlegend nichts zu bemängeln. Das Spiel läuft stabil mit flüssigen 60 FPS auf allen Plattformen, was dem Spielfluss nur dienlich ist, da Tempo ein zentraler Faktor von Devil May Cry 5 ist.

Fazit

Zusammengefasst führt Devil May Cry 5 die hohe Qualität des Franchise fort und besticht durch ein hervorragendes Gameplay sowie eine starke technische Komponente. Auch der Soundtrack, die Synchronisation sowie die Handlung verdienen ein Lob. Einzig die Mikrotransaktionen trüben den positiven Eindruck des Spiels etwas, da diese dem Prinzip des mehrmaligen Durchspielens im Weg steht.

Abseits davon überzeugt das Spiel definitiv und beweist erneut die hohe Qualität der modernen Capcom Spiele!

Von mir bekommt Devil May Cry 5 die Wertung spielenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Superbros #6: Kingdom Hearts Ableger Part 2 & Avatar – Die Legende von Korra | Podcast

Herzlich willkommen zu Folge 6 der Superbros. Heute widmen wir uns sowohl den nächsten Kingdom Hearts Spielen als auch der zweiten Avatar Serie!

Superbros Folge 6

Die restlichen Superbros Folgen:


Sipe/
https://derstigler.com/2019/02/15/superbros-1-kingdom-hearts-1-5-remix-birdbox-podcast/

https://derstigler.com/2019/02/22/superbros-2-kingdom-hearts-chain-of-memories-kingdom-hearts-358-2-days-frankenstein-by-junji-ito-podcast/


https://derstigler.com/2019/03/01/superbros-3-filme-auf-die-wir-uns-2019-erste-jahreshaelfte-freuen-podcast/


https://derstigler.com/2019/03/08/superbros-4-oscars-2019-weitere-filme-auf-die-wir-uns-2019-freuen-podcast/


https://derstigler.com/2019/03/15/superbros-5-kingdom-hearts-2-5-und-avatar-der-herr-der-elemente-podcast/

Der steinige Pfad der Rache! | The Hong Kong Massacre | Review | PS4

Name: The Hong Kong Massacre
Entwickler: VRESKI
Publisher: VRESKI
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2019
Genre: Top-Down-Shooter

Man nehme das Setting von Sleeping Dogs, die Bullet Time von Max Payne und das Gameplay von Hotline Miami um einen ebenso interessanten wie bockschweren Tod-Down-Shooter zu erhalten!

Kernfakten zum Spiel

Name: The Hong Kong Massacre

Entwickler: VRESKI

Publisher: VRESKI

Plattform: PS4, Xbox One, PC

Release: 2019

Genre: Top-Down-Shooter


Handlung: Der blutige Pfad der Rache

Hongkong im Jahr 1992. Ein ehemaliger Polizist will den Mord an seinem Kollegen sühnen und begibt sich auf einen blutigen Rachepfad, um das organisierte Verbrecher auszumerzen. In 5 Kapiteln nimmt man nun Rache an den Mördern und avanciert zum chinesischen Punisher.

Okay die Handlung des Spiels passt auf einen Bierdeckel, aber The Hong Kong Massacre nimmt alte Actionfilme, besonders jene des Hongkong-Genres, als Vorlage und diese Werke kamen auch mit einer eher dürftigen Handlung aus. Die große Stärke von The Hong Kong Massacre liegt ohnehin im Gameplay.

Gameplay: Ein gelungener Mix

The Hong Kong Massacre spielt sich wie eine Mischung aus Hotline Miami und Max Payne, wobei die entliehenen Elemente nicht vollends übernommen wurden. Aus Max Payne wurden beispielsweise die Bullet-Time (Zeitlupe) und die Ausweichrollen übernommen, was den Kämpfen eine gewisse taktische Note verleiht und einen winzigen Vorteil gegenüber den Feinden verschafft. Wenngleich die Bullet-Time nur einen kurzen Zeitraum zur Verfügung und sich dann innerhalb weniger Sekunden wieder auflädt.

Von Hotline Miami wurde die Konzeption als Top-Down-Shooter übernommen, was bei dem hohen Schwierigkeitsgrad aber auch eine gute Wahl ist, da man so leichter die Übersicht behalten kann oder es zumindest versucht. Sobald mehr als drei Gegner auf dem Bildschirm sind, wird es schwierig, die Kontrolle und Übersicht zu behalten. Andererseits entsteht so ein gewisser Reiz, da die Herausforderung entsprechend gesteigert wird.

Herausforderung ist das Stichwort, denn pro Level, mit Ausnahme der Bosslevel, gibt es drei Herausforderungen, die zwar immer gleich sind, aber mit Sternen belohnt werden. Wozu braucht man die Sterne? Damit werden die vier Waffen des Spiels (Pistole, Schrotflinte, Sturmgewehre und SMG) aufgewertet, was eine gewisse Erleichterung darstellt.

Grafik & Sound: Schicke Optik, passender Sound

The Hong Kong Massacre sieht ziemlich schick aus und besticht in erster Linie durch die abwechslungsreichen Level. Im Laufe der fünf Kapitel besucht man unterschiedlichste Orte, die allesamt von Verbrechern bewohnt werden und offenbar eine Klonarmee vom Planeten Kamino sind.

Der Soundtrack gefällt ebenfalls und ist sehr abwechslungsreich. Die dunkle Elektromusik wechselt sich mit melancholischen Stücken ab und passt perfekt in die grausame Spielwelt.

Fazit

Zusammengefasst muss ich ein Lob an das Entwicklerduo hinter VRESKI aussprechen. Die beiden Entwickler haben ein qualitativ ebenso wertiges wie bockschweres Spiel programmiert für das man zwar Nerven aus Stahl braucht, aber viel Spaß haben kann, sofern man sich darauf einlässt und die eigene Frustgrenze anheben kann. Auch Bugs kommen nur sehr selten vor und allgemein ist das Spiel äußerst hochwertig!

Wer also einen herausfordernden, manchmal frustrierenden aber trotzdem unterhaltsamen Top-Down-Shooter in der Tradition von Hotline Miami sucht sollte The Hong Kong Massacre eine Chance geben. Leute mit einer eher geringen Frustrationsgrenze sollten dieses Spiel ignorieren!

Ich vergebe für The Hong Kong Massacre die Wertung spielenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Resident Evil im feudalen Japan! | Onimusha: Warlords Review | Playstation 4

Kernfakten zum Spiel
Name: Onimusha Warlords
Entwickler: Capcom, NeoBards Entertainment
Publisher: Capcom
Plattform: PS4, Xbox One, PC, Switch
Release: 2019
Genre: Action-Adventure, Horror

Seit 2 Jahren gehört der Januar immer den japanischen Entwicklern und Capcom steht an vorderster Front. 2017 erschien Resident Evil: 7 Biohazard und 2018 erschien Monster Hunter World. Für 2019 haut Capcom richtig auf die Kacke und veröffentlicht das lang erwartete Resident Evil 2 Remake und das Remastered von Onimusha: Warlords. Um letztgenanntes Spiel geht es heute!

Kernfakten zum Spiel

Name: Onimusha: Warlords

Entwickler: Capcom, NeoBards Entertainment

Publisher: Capcom

Plattform: PS4, Xbox One, PC, Switch

Release: 2019

Genre: Action-Adventure, Horror


Kleiner Exkurs: Das Onimusha Franchise ist, ebenso wie zum Beispiel Devil May Cry, ein Devirat von Capcom. Sprich die Spielstruktur von Onimusha Warlords orientiert sich stark am klassischen Resident Evil, erhält aber durch das Setting und das Kampfsystem eine völlig eigene Identität. Wer mehr wissen will, kann hier stoppen und meinen Exkurs zu den Resident Evil Deviraten lesen.

Exkurs: Die Devirate von Resident Evil | Gedankenspiel


Handlung: Ein Samurai, eine Burg und ein Haufen Dämonen

Der Samurai Samanosuke und die Kunoichi Kaede erhalten den Auftrag Prinzessin Yuki zu retten, deren Schloss von einer Armee bestehend aus Dämonen attackiert wird. Im Kampf mit einem mächtigen Dämon wird Samanosuke schwer verletzt, erhält in einer Zwischenwelt jedoch den Seelen-Panzerhandschuh, mit denen er die Seelen der Dämonen absorbieren kann. Zusammen mit Kaede erkundet er die Burg jedoch wird das Duo in eine wesentlich größere Bedrohung, die mit Oda Nobunaga zusammenhängt, gezogen.

Wie in den klassischen Resident Evil Spielen ist auch die Handlung von Onimusha: Warlords eigentlich nur dazu da um den Protagonisten einen Grund zu geben um das Schloss zu erkunden. Durch das Setting im feudalen Japan wirkt das Spiel trotz des Alters immer noch frisch!

Gameplay: Harmonische Dreifaltigkeit

Die drei Grundtugenden der geistigen Vorlage werden auch in Onimusha: Warlords umgesetzt. So besteht der Fokus des Gameplays aus dem Erkunden des Schlosses während man Dämonen bekämpft und relativ simple Rätsel löst. Mit den gefundenen Ressourcen, wie Heilgegenstände oder Munition für die Sekundärwaffen, muss man sparsam umgehen, da diese entsprechend selten verteilt.

Samanosuke verwendet im Kampf drei Klingenwaffen, zwischen denen man in der PS4 Version jederzeit wechseln kann, was den Kampf etwas dynamischer gestaltet. Die drei Klingenwaffen werden von drei Sphären beeinflusst die je auf einem Element basieren (Feuer, Wind, Blitz) und durch gesammelte Seelen aufgewertet werden können. Was ich an diesen „Levelsystem“ loben muss ist die sichtbare Entwicklung der Waffen mit jedem Stufenanstieg.

Abseits des Hauptspiels kann man, als Samanosuke in die Dämonendimension reisen, um sich durch 20 Ebenen zu kämpfen, an anderen Ende man die stärkste Waffe des Spiels erhalten kann. Diese Nebenaufgabe stellt auch die größte Herausforderung des Spiels dar und das führt mich zu meinem größten Kritikpunkt, nicht die kurze Spielzeit, sondern der zahme Schwierigkeitsgrad. Ich habe kein Problem, wenn ein Spiel leicht zugänglich, ist aber bis auf die Dämonendimension sowie den Endboss hatte ich keine gröberen Schwierigkeiten.

Grafik & Sound: In Würde gealtert

Für die Optik gewinnt Onimusha: Warlords heute keinen Preis mehr aber trotz seines Alters von über 15 Jahren sieht das Spiel dank der Frischzellenkur immer noch annehmbar aus. Besonders die vorberechneten Hintergründe sind sehr atmosphärisch und so manche Kulisse, besonders jene unter freiem Himmel, sieht fantastisch aus!

Ein weiteres Lob geht an das Design der Figuren & Gegner. Die namhaften Figuren sind sehr detailliert, hier und da wird sogar mit der Mimik gespielt, was ein nettes aber nicht selbstverständliches Detail ist! Wie der Titel verrät, kämpft man gegen Dämonen und Capcom beweist wie bei anderen Reihen wie Devil May Cry oder Resident Evil einiges an Kreativität um dem Spieler möglichst abwechslungsreiche Gegner zu spendieren, da die Spielwelt an sich weniger Freiheiten bietet.

Der Soundtrack schwankt zwischen abenteuerlich-heroisch und unheimlich-mysteriös was sehr gut zum Schauplatz passt. Auch die Synchronisation gefällt aber die deutschen Untertitel passen mehr als einmal nicht wirklich zum gesprochenen.

Fazit

Zusammengefasst ist Onimusha: Warlords auch nach über 15 Jahren immer noch ein gutes Spiel, dass in Würde gealtert ist und durch sein zugängliches Gameplay glänzt. Die Spielzeit ist mit 4 bis 5 Stunden etwas kurz, unterhält aber lange genug den Abspann zu erreichen und ist kurz genug um nicht gestreckt zu wirken. Optisch wie akustisch weiß das Spiel ebenso zu gefallen. Somit vergebe ich für Onimusha: Warlords die Wertung spielenswert. Dieses Resident Evil Devirat sollte man nicht verpassen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Voll auf die Zwölf! | Resident Evil 7: Zoes Ende Review | Playstation 4

Name: Resident Evil 7: Zoes Ende/End of Zoe
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Plattform: PS4, Xbox One, PC
Release: 2017
Genre: Survival-Horror

Um euch und mich auf die kommende Resident Evil 2 Rezension einzustimmen habe ich das Resident Evil 7 DLC Zoes Ende gespielt. Quasi den Epilog zum Epilog Not a Hero.

Kernfakten zum Spiel

Name: Resident Evil 7: Zoes Ende/End of Zoe

Entwickler: Capcom

Publisher: Capcom

Plattform: PS4, Xbox One, PC

Release: 2017

Genre: Survival-Horror


Hier gehts zu den anderen Resident Evil 7 Beiträgen:


Der DLC Zoes Ende setzt kurz nach den Ereignissen von Resident Evil 7 und Not a Hero an. Zoe Baker, eine Verbündete aus dem Hauptspiel erkrankt an einer Typ E Infizierung, die sie mit einer Art Kristall überzieht. Ihr Onkel Joe Baker macht es sich zur Aufgabe Zoe zu retten und muss sich dabei mit üblen Mutanten herumschlagen.

Herumschlagen ist dabei das Stichwort, mit dem man das Gameplay am besten beschreibt. Wisst ihr, Joe ist kein Mann vieler Worte. Er lässt eher die Fäuste sprechen und Schusswaffen sind was für Weicheier. Mit bloßen Fäusten bekämpft ihr die aus dem Hauptspiel bekannten Mutanten und nutzt gelegentlich Wurfspeere sowie Sprengsätze. Selbstverständlich ist alles Handarbeit und teil des klassischen Ressourcenmanagements. Da sich der Nahkampf ohnehin extrem befriedigend anfühlt, sollte man sich die Zweitwaffen entweder für den Boss oder die Alligatoren aufsparen. Heilgegenstände sind serientypsich fast unbezahlbar und sollten nur im Notfall genutzt werden. Eine Kleinigkeit die das Spiel erweitert ist das Sammeln von Puppen die Joe’s Kampfkraft um 1% oder 5% erhöhen.

Auch wenn mir der DLC sehr viel Spaß gemacht hat, muss ich auch etwas Kritik anbringen. Trotz des flüssigen Spielflusses und des unterhaltsamen Gameplays ist die Laufzeit des DLC ein absoluter Witz. Länger als zwei Stunden sollte man nicht brauchen, um dem Bossgegner ordentlich aufs Fressbrett zu geben (einen Keks für die Person die diese Anspielung versteht!)! Für ein DLC, dass im Vergleich zu Not a Hero Geld kostet, ist die Laufzeit ein Witz.

Trotz der kurzen Laufzeit hatte ich meinen Spaß mit End of Zoe und kann ich dieses DLC zwar empfehlen, würde es aber nicht einzeln kaufen, sondern im Zuge des Season Pass erwerben oder gleich zur Gold Edition greifen, die das komplette Resident Evil 7 Paket beinhaltet.

Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Schwarze Ritter und das Musou Genre! | Berserk and the Band of the Hawk Review | Playstation 4

Name: Berserk and the Band of the Hawk
Entwickler: Omega Force
Publisher: Koei Tecmo
Plattform: PS4, PS Vita
Release: 2017
Genre: Musou

Endlich kann ich ein weiteres Spiel von meinem Pile of Shame streichen. Berserk übt auf mich seit längerer Zeit eine besondere Faszination aus und dieses Jahr möchte ich endlich den Berserk Manga lesen. Heute geht es mir jedoch um das Videospiel Berserk and the Band of the Hawk, welches meine Rückkehr zum Musou Genre bildet.

Kernfakten zum Spiel

Name: Berserk and the Band of the Hawk

Entwickler: Omega Force

Publisher: Koei Tecmo

Plattform: PS3, PS4, PS Vita, PC

Release: 2017

Genre: Musou


Handlung: Ein Weg des Leids und der Schmerzen

In Berserk and the Band of the Hawk oder Berserk Musou verfolgt man das Leben des Söldners Guts von seiner grausamen Jugend im hundertjährigen Krieg über sein erstes Treffen mit Griffith bis zu seiner jagd auf die dämonischen Apostel der God Hand. Dabei werden so ziemlich alle wichtigen Stationen der Mangavorlage besucht und diverse Schlüsselszenen wie die Eclipse nachgestellt.

Wie man merkt, behandle ich die Handlung des Spiels nur rudimentär, was am simplen Umstand liegt, dass die Handlung der Mangavorlage zu umfangreich ist um sie in einer Spiele Review ausführlich zu beleuchten.

Obwohl die Handlung einen relativ gewichtigen Teil des Spiels einnimmt, steht sie dem Gameplay nicht im Weg und genau das sehen wir uns jetzt an!

Gameplay: Einer gegen Tausend

Ganz in der Tradition des Musou Genres besteht der Kern des Gameplays darin gegen eine gigantische Übermacht an Feinden zu kämpfen. Was stumpf klingt entpuppt sich auf den zweiten Blick als extrem unterhaltsam und wird durch, zugegebenermaßen simple, Missionsziele aufgelockert. Eine wirkliche Herausforderung bilden die Bosskämpfe gegen die Apostel, wobei ich hier Zodd erwähnen der die härteste Schlacht bietet.

In den Schlachten selbst gibt es ein Primärziel, dass von Nebenzielen immer wieder kurzfristig abgelöst wird und meist im Besiegen von größeren Gruppen, Kommandanten oder dem Eskortieren von Verbündeten beziehungsweise Unterstützen verbündeter Hauptmänner, besteht.

Zwischen den einzelnen Missionen wird die übergreifende Handlung in Zwischensequenzen vorangetrieben, auf die ich an späterer Stelle eingehen werde.

Aber auch abseits des Storymodes mit seinen schier endlosen Schlachten gibt es Content. Neben dem Freemode, in dem man die einzelnen Kapitel mit alternativen Figuren wie Zodd oder Griffith spielen kann, gibt es den Endless Eclipse Mode in dem man auf hundert Ebenen Aufgaben erfüllen und Feinde bekämpfen muss um weitere Figuren, Gegenstände und/oder Teile des Archivs (Beheliths) freizuschalten.

Grafik & Sound: Unerwartete Qualität

Optisch hat mich Berserk and the Band of the Hawk sehr überrascht, wenn man bedenkt, dass die Spiele von Omega Force nicht gerade für ihre grafische Schönheit bekannt sind. Dennoch sind besonders Zwischensequenzen und Charaktermodelle (zumindest die Hauptfiguren/schurken) sehr detailliert. Natürlich sind die feindlichen Heere eine einzige Klonarmee in bester Star Wars/Musou Tradition und auch die Umgebungen sind spärlich detailliert, jedoch punkten zweitgenannte durch relativ viel Abwechslung. So bewegt man Guts, den Black Swordman durch Wüsten, Städte, Wälder, Höhlen, Festungen und sogar durch die Hölle der God Hand.

Kurioserweise empfand ich die CGI Sequenzen sowohl wertiger als auch imposanter als die Szenen des Animes, was allerdings an der mäßigen Qualität der Animationsszenen sowie der starken Zensur des Animes lag.

Der Soundtrack ist jetzt keine Meisterleistung, passt sich aber ideal der düsteren Stimmung des Spiels an und unterstreicht die Schlachten ideal, wobei Geräuschkulisse den größeren Anteil einnimmt. Mein einziger Kritikpunkt wäre die Stelle im Hexenwald, als die Gruppe auf Golems trifft und die Musik in ein eher humoristisch/mysteriöses Thema umschlägt, was einen krassen Kontrast zum restlichen Spiel bildet.

Fazit

Mir ist bewusst, dass das Musou Genre in unseren Breitengraden nicht gerade populär ist und sich viele Leute ein Souls like Rollenspiel mit Berserk Lizenz wünschen, aber Berserk Musou ist die ideale Umsetzung der Mangavorlage. Sich mit Guts durch hunderte Feinde zu kämpfen und sie binnen Sekunden zu Fall zu bringen fühlt sich unglaublich befriedigend. Weiters wird die Handlung umfassend adaptiert und die großen Story Arcs werden behandelt. Optisch wie spielerisch gefällt Berserk and the Band of the Hawk ebenfalls.

Daher hat sich das Spiel die Wertung spielenswert auf jeden Fall verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Exkurs: Touhou Spiele für die PS4 | Gedankenspiel

Name: Touhou Genso Wanderer
Entwickler: Aqua Soft
Publisher: NIS America
Plattform: PS4, PS Vita
Release: 2015
Genre: Roguelike RPG

Name: Touhou Double Focus
Entwickler: Aqua Soft
Publisher: NIS America
Plattform: PS4, PS Vita
Release: 2017
Genre: Metroidvania

Name: Touhou Genso Rondo: Bullet Ballet 
Entwickler: Mediascape, CUBETYPE
Publisher: NIS America
Plattform: PS4
Release: 2016
Genre: Bullet-Hell

Herzlich willkommen zu diesem kleinen Exkurs über drei Spiele aus dem Touhou Franchise, einer großen Spieleserie aus dem fernen Nippon. Da ich mich in letzter Zeit intensiver mit der japanischen Spielelandschaft, abseits der großen Publisher wie Sony, Nintendo oder Square Enix, beschäftige bieten sich die drei heutigen Spiele perfekt an. Namentlich geht es um Touhou Genso Wanderer, Touhou Double Focus und Touhou Genso Rondo: Bullet Ballet.

Obwohl alle drei Spiele dem gleichen Franchise angehören fallen sie in drei unterschiedliche Genres. Somit stelle ich heute ein Rogue-like, ein Metroidvania und ein Bullet Hell vor. Ich wünsche euch also viel Spaß!

Danke an die InstagrammerInnen Avilinn, Geekycouplegoals, Simsalabim_gaming und _peggys_gamerworld_ für das Interesse an diesem Thema!


Touhou Double Focus


Name: Touhou Double Focus

Entwickler: Aqua Soft

Publisher: NIS America

Plattform: PS4, PS Vita

Release: 2017

Genre: Metroidvania


Den Anfang macht das unfassbar putzige Metroidvania Touhou Double Focus. Mit den Metroidvania Spielen habe ich bisher sehr positive Erfahrungen gemacht und trotz des simplen Aufbaus verfügt besonders dieses Genre über einen erstaunlichen Tiefgang und Komplexität.

Erklärung Metroidvania:

Metroidvania ist ein Untergenre des Action-Adventures und bezieht sich auf Kernelemente der Spieleserien Castlevania sowie Metroid. Im Kern geht es darum, dass der Spieler einen großen zusammenhängenden Komplex erforscht und durch neue Fähigkeiten neue Gebiete erkunden kann beziehungsweise in bekannten Gebieten kleinere Geheimnisse entdecken kann.

In Double Focus übernimmt der Spieler, ganz dem Titel entsprechend, die Rollen von zwei weiblichen Figuren. Aya Shameimaru und Momiji Inubashiri werden durch ein magisches Buch in die Buchwelt gesaugt. Das Ziel für die beiden Heldinnen ist klar; aus der Buchwelt entkommen und dabei diese faszinierende Welt erkunden.

Obwohl Metroidvania Spiele nicht gerade für ihre umfangreiche Handlung bekannt sind verfügt Double Focus über viel Dialog, der die Welt lebendig wirken lässt und die grundlegende Geschichte vertieft.

Der Fokus von Double Focus (haha) liegt wie im Genre üblich auf dem Gameplay und das funktioniert nicht nur einwandfrei, sondern auch besser als in anderen Genrevertretern. Sowohl Aya als auch Momiji verfügen über eigene Grundfähigkeiten, die mit 3 verschiedenen Skill-Sets ergänzt werden, die das Erkunden der unterschiedlichen Gebiete erleichtert. Eine ausgewogene Mischung aus erkunden, kämpfen, kleinere Rätsel sowie Nebenmissionen sorgen für viel Abwechslung und motivieren zum Erforschen dieser Welt. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad angenehm hoch, frustriert aber nicht übermäßig. Mit etwas Übung lassen sich die Bosse ohne größere Probleme meistern.

Ein weiteres Lob geht an die bunte und putzige Optik von Double Focus, die perfekt die japanischen Wurzeln des Spiels widerspieglt. Viele kräftige Farben, knuffige Artworks und dieser altbekannte japanische Charme in Knuddeloptik heben Touhou Double Focus aus dem Pool an Metroidvanias heraus.

Zusammengefasst ist Touhou Double Focus ein gelungenes Metroidvania, besonders der Einsatz von zwei Figuren erhöht das taktische Element enorm und regt die Entdeckerlust noch mehr an. Was auch daran liegt, dass sich beide Figuren in den Basismaövern unterscheiden. In Ergänzung mit der simplen aber interessanten Handlung, den kleinen Nebenquest und der putzigen Präsentation entsteht so ein grundsolides Spiel und ganz klar mein bisheriges Highlight aus dem Touhou Franchise.


Touhou Genso Wanderer


Name: Touhou Genso Wanderer

Entwickler: Aqua Soft

Publisher: NIS America

Plattform: PS4, PS Vita

Release: 2015

Genre: Rogue-like RPG


Das nächste Spiel ist Touhou Genso Wanderer ein Rogue-like RPG und Zugleich ein Vertreter eines Genres, mit dem ich bisher kaum in Kontakt geraten bin.

Erklärung Rogue-like:

Rogue-like ist ein Untergenre des Rollenspiels und zeichnet sich durch bestimmte Merkmale aus. Zu diesen Eigenschaften zählen die fehlende Möglichkeit einen Spielstand im Falle eines virtuellen Todes zu laden (Perma-Death), eine rundenbasierte Spielweise sowie Karten die auf Kacheln oder Texten basieren.

Genso Wanderer spielt in der Welt Gensokyo und verfolgt die Abenteuer der jungen Hakurei-Schrein-Priesterin Reimu, die in der genannten Fantasywelt einen Vorfall aufklären muss. Dabei trifft sie (und somit der Spieler) auf unterschiedlichste Figuren aus dem Touhou Project-Universum, das offenbar ganz schön groß ist. Eins vorweg, Genso Wanderer ist kein Spiel für Lesemuffel, da die gesamte Handlung mit sehr viel Text vermittelt wird was einerseits ermüdend wirken kann, aber andererseits zum eher minimalistischen Konzept des Genres passt.

Die Kämpfe laufen per se Rundenweise ab, indem der Spiele die Figur durch die auf Kacheln basierten Karten bewegt, kämpft, Items sammelt und den Weg zur nächsten Etage sucht. Eine gewisse Herausforderung ist gegeben und taktisches denken ist ebenfalls kein Nachteil, da man durch unbedachtes Vorgehen schnell in die Enge getrieben oder umzingelt wird, was schnell zum Tod führen kann. Dank oder gerade wegen dem Perma-Death wird vom Spieler etwas Ressourcenmanagment verlangt, um dem im weiteren Spielverlauf ansteigenden Schwierigkeitsgrad gewachsen zu sein.

Optisch bleibt Genso Wanderer dem Genre treu und verlässt sich auf einen minimalistischen, wenngleich auch sehr putzigen, Stil. Wie in Double Foucs ist die Optik in diesem Spiel eher auf süß getrimmt und somit einen faszinierenden Kontrast zur Gefahr, die eigentlich von den Gegnern ausgeht. Die Gebiete weisen eine dezente Komplexität auf, die durch die verzweigten Gänge zustande kommen kann und den Spieler sowohl zum Entdecken einlädt als auch zur vorsichtigen Vorgehensweise ermahnt.

Alles in allem ist Touhou Genso Wanderer ein solides Rogue-like RPG mit Tiefgang im Gameplay, einer interessanten Spielwelt und angenehm hohen Schwierigkeitsgrad wie ich ihn seit Dark Souls Remastered vermisst habe.


Touhou Genso Rondo Bullet Ballet


Name: Touhou Genso Rondo: Bullet Ballet

Entwickler: Mediascape, CUBETYPE

Publisher: NIS America

Plattform: PS4

Release: 2016

Genre: Bullet Hell


Zum Abschluss kommt das Spiel, zu dem ich leider den geringsten Zugang gefunden habe. Touhou Genso Rondo Bullet Ballet ist ein Bullet Hell und Prügelspiel im Touhou Universum, man sollte also nicht an Epilepsie leiden, wenn man dieses Spiel in die Konsole einlegt, denn auf dem Bildschirm ist einiges los.

Erklärung Bullet Hell:

Bullet Hell oder auch Danmaku ist ein Subgenre des Shoot‘em ups und stammt aus Japan. Das Markenzeichen des Genres ist die Unterlegenheit des Spielers im Vergleich zu einer feindlichen Übermacht, in Form des Kreuzfeuers.

Danmaku bedeutet auf Deutsch Kreuzfeuer und so beschreibt man das Kampfsystem von Bullet Ballet am besten. Zwei Figuren, logischerweise aus dem Touhou Universum, stellen sich in einer runden Arena gegenüber und müssen den Kontrahenten entweder mit Nah- oder Distanzangriffen besiegen. Besonders auf der Distanz wird das Spiel zu einer wahren Kugelhölle, wenn die Projektile von beiden Figuren gefühlt 99% der Arena ausmachen. Dabei spielt sich jede Figur anders, was für ein ausgewogenes Balancing der Figuren sorgt. Interessant ist die Ästhetik der Kämpfe, die tatsächlich wie ein Tanz wirkt.

Optisch gefällt das Spiel durch den Einsatz von kräftigen Farben, aber die Comicoptik der beiden vorher genannten Spiele ist dennoch zeitloser und ansprechender.

Abseits des Kampfsystems, welches überraschend komplex werden kann, kommt Bullet Ballet mit einigen Spielmodis des Weges. Neben einem Storymodus für jede spielbare Figur, gibt es unter anderem zwei Versus Modi und eine Highscore-Jagd.

Alles in allem kann Touhou Gendo Ronso Bullet Ballet durchaus Spaß, wenn man Bull Hell Spiele mag oder sich für Beat ’em ups begeistern kann. Ich bin mir sicher, dass sich hinter Bullet Ballet ein sehr unterhaltsames Spiel verbirgt aber auf lange konnte mich dieses Spiel nicht fesseln.


Das wars soweit mit meinen Gedanken zu diesen drei Touhou Spielen. Mir hat dieser Ausflug sehr viel Spaß gemacht und meine Faszination für japanische Spiele ist nun noch mehr gesteigert worden!

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Pokemon: Let‘s Go, Evoli | Review [Nintendo Switch]

Name: Pokemon: Let’s Go, Evoli!
Entwickler: Game Freak
Publisher: Nintendo
Plattform: Nintendo Switch
Release: 2018
Genre: RPG

Eigentlich wollte ich mir Pokemon: Let’s Go Evoli nicht kaufen und auch nicht rezensieren aber mein Kumpel Felix hat mir eine seiner Editionen zu Rezensionszwecke geliehen. Danke an dieser Stelle und jetzt kommt meine Review dazu!

Kernfakten zum Spiel

Name: Pokemon: Let’s Go, Evoli!

Entwickler: Game Freak

Publisher: Nintendo

Plattform: Nintendo Switch

Release: 2018

Genre: RPG

Weitere Beiträge zu Pokemon


Handlung: Back to the Roots

Let’s Go Evoli & Let’s Go Pikachu basieren auf der Gelben Edition und spielt somit in der Kanto Region. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Trainers, wahlweise einer Trainerin, aus dem Dorf Alabastia, der/die zu einer Reise aufbricht, um Pokemonmeister zu werden und die verschiedenen Pokemon zu entdecken.

Auf der Reise erhält der Trainer/die Trainerin Unterstützung eines freundschaftlichen Rivalen um das sinistre Team Rocket aus Kanto zu vertreiben, die Pokemon entführen, um die Weltherrschaft zu erlangen.

Okay die Handlung von Let’s Go Evoli/Let’s Go Pikachu passt auf einen Bierdeckel, was aber auf fast jedes Pokemon Spiel zutrifft. Natürlich gibt es Ausnahmen wie beispielsweise Omega Rubin/Alpha Saphir mit der Delta Episode oder Schwarz/Weiß mit deren größer angelegten Plot. In diesem Fall stört dies allerdings nicht wirklich, da die Handlung von Let’s Go zwar simpel ist, aber dafür dem Gameplay nicht im Weg steht, was eindeutig das Kernstück des Spiels ist.

Gameplay: Alt & Neu gemischt

Wie man es von Pokemon gewohnt ist sind auch die aktuellen Ableger Rollenspiele, jedoch liegt der Fokus in diesem Spiel weniger auf den Kampf mit anderen Trainern beziehungsweise wilden Pokemon, sondern auf dem Fangen zahlreicher Monster. Je mehr man von einer bestimmten Art (nehmen wir als Beispiel ein wildes Pikachu) fängt, umso höher fällt der Multiplikator aus. Weitere Faktoren für einen höheren Multiplikator ist ein gutes Timing beim Fangen oder wenn die Pokemon besonders groß oder klein sind. Dies wird durch eine farbliche Markierung dargestellt. Ein hoher Multiplikator gewährt mehr Erfahrungspunkte, was das Training des Teams, dass aus bis zu sechs Pokemon bestehen kann, massiv erleichtert. Neben dem Fangen gibt es auch die serientypischen Kämpfe, die rundenbasiert ablaufen, gegen Areanleiter und andere Trainer. Die Arealeiter stellen quasi Meilensteine in der Trainerlaufbahn des Spielers/der Spielerin dar und wenn alle acht Arenaleiter besiegt wurden darf man die Top Vier herausfordern, die quasi die Endgegner des Spiels sind.

Nach jedem Sieg über einen Areanleiter erhält man einen Orden, Tauschpokemon gehorchen bis zu einem höheren Level und man erhält eine Technik, die man einem Pokemon, sofern möglich, erlernen kann.

Weitere Neuerungen wären das Wegfallen der sogenannten VM’s und die Interaktion mit den Pokemon. Das sind spezielle Techniken die zum Beispiel das Überqueren von Wasserflächen ermöglicht oder eine Schnellreise per Flug ermöglichen. Nun werden sogenannte Geheimtechniken vom Starterpokemon (Evoli oder Pikachu) erlernt die die VM’s ersetzen.

Bei der Interaktion steht das Starterpokemon als Partner im Fokus und kann mit Beeren gefüttert werden oder per Touchscreen gestreichelt werden, was die Narrative verstärkt. Neben dem Starter kann nun auch ein zweites Pokemon aus dem Pokeball gelassen werden und dieses läuft dem Spieler hinterher. Bei ausreichender Größe kann der Spieler sogar auf dem Pokemon reiten. Eine sehr wichtige Neuerung ist die Sichtbarkeit von wilden Pokemon auf der Oberfläche, was nervige Zufallskämpfe der Vergangenheit angehören lässt.

Grafik & Soundtrack: Pure Nostalgie

Im Endeffekt hat die erste Generation mit Let’s Go Evoli/Let’s Go Pikachu ein massives grafisches Upgrade erhalten und kommt nun in aufpolierter 3D Optik des Weges. Besonders die Arenen unterscheiden sich nun stärker als jemals zuvor und wurde entsprechend des vorherrschendes Typs, zum Beispiel Wasser in Azuria City oder Pflanze in Prismania City, gestaltet. So erinnert die erstgenannte Arena an ein Schwimmbad während die Arena in Prismania City ganz im Zeichen von Blumen, Bäumen und der Natur allgemein steht. Jedoch wurde nicht nur die Arenen, sondern die Gebiete und die Spielwelt allgemein gewaltig aufgewertet und begeistern durch viele Details. Dank der nun sichtbar umherstreifenden Pokemon wirkt die Welt wesentlich lebendiger als in früheren Spielen.

Um die legendären Pokemon wie Arktos, Zapdos oder Lavados besser hervorzuheben gibt es kleine Filmsequenzen welche die Stärke dieser Vögel verdeutlichen soll. Allgemein wirken die Videosequenzen im Spiel sehr hochwertig und vertiefen die Erfahrung immens, wenn nach dem jedem Sieg in einer Arena ein High Five mit dem Starterpokemon vollzogen wird. Auch die Kämpfe sind dank der dritten Dimension wesentlich dynamischer gestaltet. Der Soundtrack ist wie man es von der Reihe gewohnt ist ebenfalls sehr hochwertig und glänzt durch die Aufarbeitung der klassischen Stücke. Hier wird auf altbewährtes gesetzt, was dem Spiel eine starke nostalgische Note verleiht.

Fazit

Alles in allem ist Pokemon Let’s Go Evoli ein grundsolides Rollenspiel, dass die alten Stärken der Serie nutzt und sie sinnvoll mit neuen Elementen kombiniert. Dank der nostalgischen Note und dem etwas geminderten Schwierigkeitsgrad ist das Spiel ideal für alte Fans und Neueinsteiger und mir als verprelltem Fan (danke Sonne und Mond) hat Let’s Go Evoli die Hoffnung zurückgegeben, dass das Pokemon Franchise sich doch nicht gegen die Wand gefahren hat.

Daher bekommt Pokemon Let’s Go Evoli die verdiente Wertung spielenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Hitman 2 | Review

Name: Hitman 2
Publisher: Warner Bros. Games
Plattform: Playstation 4, Windows, Xbox One
Release: 2018
Genre: Stealth, Shooter

Stealth Spiele, ein Genre was sich seit Jahren in der Totenstarre befindet und nur unregelmäßig wiederaufersteht. Das Hitman Franchise gehört zu den letzten wackeren Vertretern dieses Genres. Über den 2016 erschienenen Ableger habe ich bereits letztens geschrieben. Heute geht es mir um Hitman 2, nicht zu verwechseln mit Hitman 2: Silent Assassin.

Kernfakten zum Spiel

Name: Hitman 2

Publisher: Warner Bros. Games

Plattform: Playstation 4, Windows, Xbox One

Release: 2018

Genre: Stealth, Shooter


Handlung: 47 Vergangenheit und ein Krieg im Schatten

Die Handlung knüpft direkt an den Vorgänger an. 47 und seine Vorgesetzte, Diana Burnwood, jagen immer noch den Shadow Client um ihn & seine Miliz auszuschalten. Dabei erhält das Duo unerwartete Hilfe. Als die Identität des Shadow Client ans Licht kommt und ein Geheimnis aus der Vergangenheit von 47 ans Licht kommt verändert sich alles …

Okay das klingt jetzt spannender als es wirklich ist. Ja die Handlung von Hitman 2 ist besser, als die des Vorgängers und jede Mission ist mit interessanten Nebengeschichten durchzogen, die den Wiederspielwelt erhöhen, aber eine steil ansteigende Spannungskurve wie in älteren Teilen sucht man immer noch vergebens. Da die Handlung jedoch einen dritten Teil in Aussicht stellt besteht Hoffnung auf einen wirklich spannenden Agenten-Thriller.

Gameplay: Die wahre Stärke von Hitman 2

Hatte Hitman (2016) bereits ein sehr solides Gameplay wurde dieses im zweiten Teil noch weiter verfeinert und verbessert. Die einzelnen Missionen bieten nun sogenannte Storymissionen. Je nach Anzahl der Zielpersonen gibt es zwei bis sechs Arten auf die man die Missionen abschließen kann. Dabei werden Minigeschichten erzählt, durch die man die Ziele etwas besser kennenlernt und kreative Wege findet um die Mission abzuschließen.

Die Gebiete sind erneut sandbox-artig aufgebaut und laden zum erkunden sowie entdecken ein. Selbstverständlich bleibt die Mission eines rabiaten Vorgehens möglich aber Schießereien führen nur im seltensten Fall zum Erfolg. Meine Highlights in den Gebieten waren Mumbai und Santa Fortuna, weil dort die meisten Missionenziele, kreativsten Wege und viele Möglichkeiten waren.

Wie man bereits erahnen kann ist Hitman 2 ein Shooter mit Steahlth-Elementen, allerdings stehen neben Schusswaffen auch sehr viele Nahkampfwaffen zur Verfügung um Ziele sowie Feinde lautlos auszuschalten. Außerdem spielt das Wechseln von Verkleidungen eine große Rolle um unerkannt durch die Gebiete zu wandeln.

Je nach Art des Vorgehens, der Anzahl an beendeten Herausforderugen und gefunden Infogegenständen, bekommt man am Ende eine bessere oder schlechtere Bewertung nach der sich die Punktzahl und die Freischaltungen (Gegenstände, Startpunkte, usw.) richten.

Grafik & Sound: Ein solides Gerüst

Optisch ist Hitman 2 kein Überflieger, gefällt aber mit weitläufigen Gebieten, die detailliert sind und durch eine realistische Simulation glänzen. Besonders das Level „Mumbai“ vermittelt glaubhaft eine lebendige Großstadt. Abseits der Areale können sich auch ein Großteil der Figuren sehen lassen, die detailiert gestaltet wurden. Sehr schade ist die minimalistische Darstellung der Zwischensequenzen, die so einen eigenen Charme hat aber im Seriendurschnitt stark abfällt wenn man die Inszenierung von Filmszenen in älteren Teilen der Serie bedenkt.

Die englischsprachige Vertonung ist äußerst hochwertig, wenngleich das Fehlen von 47 deutscher Stimme, gesprochen von Torsten Michaels, die Nostalgie vermissen lässt. Trotzdem macht David Bateson einen sehr guten Job und verleiht 47 etwas geheimnisvolles sowie bedrohliches. Was den Soundtrack angeht liefert Hitman 2 keine Glanzleistung ab und nutzt Musik nur um Kämpfe besser zu inszenieren.

Fazit

Alles in allem ist Hitman 2 ein sehr gutes Schleichspiel, dass mit hohem Wiederspielwert glänzt und den Spieler motiviert die Missionen mehrmals zu spielen um alle Minigeschichten zu spielen sowie Herausforderungen zu meistern, die kreatives denken vorraussetzen und dieses belohnen. Das Gameplay ist ganz klar die größte Stärke des Spiels und die Handlung fügt sich diesem Aspekt, was den Spannungsbogen minimiert aber den Spieler nicht aus dem Fluss rausreist.

Wer also ein gutes Stealth-Spiel sucht kann bei Hitman 2 ruhigen Gewissens zugreifen und ich vergebe die Wertung spielenswert!

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Shadow of the Tomb Raider | Review [Playstation 4]

Name: Shadow of the Tomb Raider
Entwickler: Eidos Montreal
Publisher: Squae Enix
Plattform: Playstation 4, Xbox One, PC
Genre: Action-Adventure
Release: 14. September 2018

Mit Shadow of the Tomb Raider wird die Entwicklung der jungen Lara Croft zur toughen Abenteurerin abgeschlossen und der Entwickler Eidos Montreal fährt nochmal alle Geschütze auf, um das Abenteuer so pompös wie möglich zu inszenieren.

Name: Shadow of the Tomb Raider

Entwickler: Eidos Montreal

Publisher: Squae Enix

Plattform: Playstation 4, Xbox One, PC

Genre: Action-Adventure

Release: 14. September 2018


Handlung: Eine Apokalypse, eine Heldin und der tödliche Dschungel

Nach den Ereignissen in Rise oft he Tomb Raider macht Lara Croft Jagd auf die verschiedenen Zellen der Geheimorganisation Trinity, die für den Tod von Laras Vater verantwortlich ist. In einem alten Tempel in Mexiko findet Lara einen Dolch, sowie Andeutungen auf Paititi, die verborgene Stadt der Inka. Allerdings verursacht sie durch das Entwenden des Dolchs aus Versehen den Weltuntergang.

Um die Apokalypse zu verhindern, begibt sich Lara auf die Suche nach dem Dolch, der von Trinity erobert wurde und einem weiteren Artefakt. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen Lara und ihr treuer Gefährte Jonah den tödlichen Dschungel Südamerikas sowie die Armee von Trinity überwinden.

Die Geschichte von Shadow of the Tomb Raider ist düsterer als die der Vorgänger und fühlt sich wie der angedachte Abschluss von Lara Croft’s Werdegang zur taffen Abenteurerin an. Loben muss ich die Darstellung von Lara, die zwar eine Kampfamazone ist, aber dabei immer menschlich wirkt, leidet und mehr als einmal Dreck schlucken muss. Sie ist inzwischen abgehärteter als in den Vorgängern aber die Ereignisse setzen ihr physisch wie psychisch zu, wenn man die Schuld bedenkt, die sie auf ihren Schultern trägt.

Die Handlung wird straff erzählt, bleibt relativ geradlinig erzeugt jedoch genug Spannung, um dranzubleiben, bis sich dieses Drama auflöst.

Gameplay: Alt & Neu sinnvoll kombiniert

Eins vorweg, Shadow of the Tomb Raider erfindet das Genre des Action-Adventures nicht neu, setzt aber auf die altbewährten Mechaniken der Trilogie, die Mischung aus Kampf, Survival & Rätseleinlagen. Das Spielprinzip wird durch eine „Stealth“-Komponente erweitert, die den Kampf wesentlich taktischer erscheinen lässt. Anstatt brachialer Action, die immer noch möglich ist, kann Lara nun durch den Dschungel schleichen und gewisse Fähigkeiten erlernen, um ihre Feinde lautlos auszuschalten.

Neben dem „Stealth“-Part wurden auch die Rätseleinlagen erweitert, da diese nun mehrstufig aufgebaut sind und teils eine komplexere Struktur aufweisen. Dadurch wirken die Gräber wesentlich umfangreicher und abwechslungsreicher. Man merkt den Wechsel des Entwicklers von Crystal Dynamics zu Eidos Montreal, denn letztere haben bereits Erfahrungen im Stealth- (Thief) bzw. Rätselsektor (Blood Omen, Soul Reaver) gesammelt.

Der Survival-Anteil beschränkt sich auf ein Crafting-System für Waffen, Outfits sowie Munition. Die Ressourcen für dieses System findet man im Dschungel sowie durch dem Jagen von Tieren, was allerdings nur bei Raubtieren wie dem Jaguar als anspruchsvoll durchgeht. Abseits des Kampfes, dem Schleichen, dem Überlebenskampf und der Rätselei kann man von NPC’s Nebenmissionen annehmen, die die Spielwelt wesentlich lebendiger und glaubhafter wirken lässt. Was bekommt man für das Absolvieren dieser Missionen? Erfahrungspunkte, die man auch durch Kämpfe, Jagden, Handlungsfortschritte und dem Finden der zahlreichen Artefakte und Dokumente erhält. Diese Punkte füllen eine Anzeige durch die man pro „Aufstieg“ einen Fertigkeitspunkt erhält, den man für den mehrteiligen Fähigkeitsbaum benötigt.

Grafik & Soundtrack: Filmreife Inszenierung und wertige Klanguntermalung

Die Spielwelt von Shadow of the Tomb Raider sieht hervorragend aus und glänzt durch ein gelungenes Spiel mit Licht und Schatten sowie überraschend viel Abwechslung im Dschungel. Neben der „grünen Hölle“ erkundet man unterirdische Anlagen, alte Gräber, Städte sowie Siedlungen, überwindet tiefe Schluchten und darf so manches Tunnelsystem unter Wasser erkunden.

Der Titel Tomb Raider ist in diesem Spiel wirklich verdient, da man sich wirklich wie ein Abenteurer/Schatzjäger fühlt. Dazu kommt mit dem Maya/Inka/Azteken Setting etwas frischer Wind ins Genre und so manches mystische Element darf natürlich auch nicht fehlen.

Wenn ich etwas zu bekritteln habe ist es die Gestaltung von Lara Crofts Gesicht, welches manchmal etwas dümmlich wirkt sowie mancher Darstellungsfehler, wenn Jonah zum Beispiel durch eine Krypta stapft, aber die Beine weg sind. Makel in der optischen Präsentation, wie hässlich animiertes Feuer, treten aber selten auf und fallen in die Kategorie „Meckern auf hohem Niveau“.

Sein volles Potenzial entfaltet Shadow of the Tomb Raider in den filmreifen Videosequenzen, in denen Emotionen, Action, Licht/Schatten-Setzung und so mancher nervenaufreibender Stunt harmonisch ineinander greifen.
Unterlegt wird das Spiel mit einem wertigen Soundtrack, der jedoch von der hochwertigen deutschen Synchronisation klar übertrumpft wird.

Fazit

Zusammengefasst ist Shadow of the Tomb Raider ein würdiger Abschluss der „Werdegangs“-Trilogie um Lara Croft, die den Charakter vollends entwickelt. Das Spiel mag manchmal etwas altbacken wirken, jedoch sorgen die erweiterten Gräber sowie die neue „Stealth“-Mechanik für frischen Wind und fügen sich harmonisch in die etablierte Spielstruktur ein. Wer auf der Suche nach einem Action-Adventure mit Rätseln, Kämpfen, Überlebenskampf und waghalsigen Klettermanövern ist, darf hier bedenkenlos zugreifen.

Ich vergebe für Shadow of the Tomb Raider die Wertung spielenswert.

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Spider-Man | Review [Playstation 4]

Name: Spider-Man
Entwickler: Insomniac Games
Publisher: SIE
Plattform: Playstation 4
Genre: Open-World Action Adventure
Release: 2018

Ein gutes Videospiel mit einer Lizenz von Marvel? Ist das überhaupt möglich? Ja ist es, wie die Jungs & Mädels von Insomniac Games mit Spider-Man, dem wohl bisher gewaltigsten Spiel mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft!

Noch wichtiger ist die Frage ob Spider-Man aus dem Schatten von Rocksteady‘s Batman Arkham Spielen treten kann?

Kernfakten zum Spiel

Name: Spider-Man

Entwickler: Insomniac Games

Publisher: SIE

Plattform: Playstation 4

Genre: Open-World Action Adventure

Release: 2018


Peter Parker ist seit 8 Jahren als Spider-Man aktiv, arbeitet für Dr. Octavius und ist nicht mehr mit Mary Jane Watson zusammen. Die Geschichte beginnt imposant mit dem Sturz des Verbrecherbosses Kingpin, was allerdings nur der Auftakt für eine wesentlich größere Gefahr darstellt als die Dämonenbande unter Mr. Negative der Stadt New York und ihrem Bürgermeister, Norman Osborn, den Krieg erklärt.

Für Peter beginnt der wohl schwerste Kampf seiner Karriere, denn nicht nur Mr. Negative ist ein Feind der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft, aber Spider-Man kämpft nicht allein. Er erhält Unterstützung von Miles Morales, Mary Jane Watson und Polizeichefin Yuri.

Die Handlung beginnt mit einem grandios Inszenierten Ereignis, allerdings fällt die Spannungskurve relativ schnell ab bis zum nächsten großen Punkt in der Geschichte. Allgemein herrscht etwas zu viel Leerlauf zwischen den einzelnen Höhepunkten, was sich erst im letzten Drittel bessert als Spider-Man gegen ein ganzes Team von Superschurken bestehen muss.

Im Vergleich zu den Arkham Spielen bietet Spider-Man ein episches letztes Drittel und besonders im Finale kochen die Emotionen hoch als Peter seiner Nemesis in einem epischen Duell gegenübersteht, während bei der Konkurrenz die Handlung durchgehend gestraffter und somit spannender angelegt ist.

Trotz allem ist der Plot interessant genug um dran zu bleiben. Die wahre Stärke des Spiels liegt ohnehin in der Spielwelt an sich und dem Gameplay.


Wenn es um eine lebendige und glaubwürdige Spielwelt geht, legt Spider-Man die Latte ziemlich hoch, da Manhattan möglichst realitätsnah umgesetzt wurde und bis zum Rand mit bekannten Sehenswürdigkeiten zum Fotografieren vollgestopft ist, was auch eine Nebenbeschäftigung darstellt. Abseits der Handlung werden dem Spieler viele Aktivitäten geboten, die sich im Kern ähnlichen aber dennoch motivieren. Neben feindlichen Basen/Stützpunkten können unterschiedliche Verbrechen unterbunden werden oder man sucht die Rücksäcke aus Peter‘s Zeit als Teenager. Weiters können unterschiedliche Herausforderungen des Task Masters absolviert werden und man kann Forschungsstationen der Osborn Corp. aufsuchen. Warum macht man all diese Aktivitäten? Um Marken zu sammeln, mit denen man neue Gadgets kaufen sowie verbessern kann oder investiert die Marken in neue Anzüge, die man ebenfalls verbessern kann.

Abseits der Marken gibt es für absolvierte Missionen, Nebenmissionen und sonstige Aktivitäten Erfahrungspunkte, die in Stufenaufstiege münden und Fertigkeitspunkte gewähren, mit denen man neue Fähigkeiten erlernen kann.

Die größte Schwäche des Gameplays liegt meiner Meinung nach im Kampfsystem. Klar die Kämpfe sind schnell und actiongeladen aber dank einer fehlenden Möglichkeit zum anvisieren gehen viele Schläge ins Leere, was zu einer unnötigen Hektik führt. Die Kämpfe würden wesentlich taktischer werden, wenn man Gegner anvisieren könnten, ohne dabei das hohe Tempo zu sehr zu drosseln.

Trotz dieses relativ gewichtigen Makels greifen die einzelnen Komponenten gut genug ineinander, um für längeren Spielspaß zu sorgen.


Optisch gefällt das Spiel sehr und die Wahl einer offenen Spielwelt verdient ein Lob, da die Spiderman-Lizenz eine Open World fast schon voraussetzt um wirken zu können.
Wie bereits erwähnt sieht Manhattan hervorragend aus und besticht durch eine realistische Darstellung sowie tiefe Häuserschluchten die zum durchschwingen einladen.
Die wahre Stärke des Spiels liegt allerdings in der Inszenierung, welche besonders in den finalen Kämpfen gegen die Schurken zum Tragen kommt. Besonders die letzte Schlacht ist fast filmreif inszeniert, aber auch hier merkt man Anleihen an die Arkham-Reihe. So gibt es einige Kämpfe, die in Peters Geist stattfinden, was angenehm an die Duelle mit Scarecrow erinnert und für Abwechslung in den Kämpfen sorgt.
Außerdem setzt das Spiel auf sehr detaillierte Gesichtsanimationen und eine hochwertige Darstellung von Haaren. Außerdem muss der Soundtrack lobend erwähnt werden, der perfekt zum Spiel passt und die Action grandios unterlegt.


Alles in allem ist Spider-Man, für die Playstation 4, ein sehr gutes Action-Adventure, dass sich stark an den Batman Arkham-Spielen orientiert, was nicht verwerflich ist aber trotz allem nicht ganz an die Konkurrenz von Rocksteady ran kommt. Abgesehen davon macht das Spiel sehr viel Spaß, begeistert durch ein hervorragendes Gameplay und einer filmreifen Inszenierung. Spider-Man (2018) ist definitiv das bisher beste Spiel mit einer Marvel Lizenz und ein Pflichttitel für jeden Besitzer einer Playstation 4.

Daher bekommt Spider-Man von mir die verdiente Wertung spielenswert!

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Devil May 3 Special Edition HD | Review [Playstation 4]

Name: Devil May 3 Special Edition HD
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Plattform: PS2/3/4, Xbox 360/One, PC
Genre: Hack ‘n Slay
Release: 2006 (PS2 &PC), 2016 (PS3/Xbox 360) 2018 (PS4/X1)

Um mich auf das kommende Devil May Cry 5 einzustimmen habe ich mir alle Vorgänger und das Reboot DmC für die Playstation 4 organisiert.

Den Anfang für diese Serie macht Teil 3, der die Vorgeschichte zu Devil May Cry 1 bildet. An dieser Stelle eine kleine Spoilerwarnung in Bezug auf die Handlung.

Kernfakten zum Spiel

Name: Devil May 3 Special Edition HD

Entwickler: Capcom

Publisher: Capcom

Plattform: PS2/3/4, Xbox 360/One, PC

Genre: Hack ‘n Slay

Release: 2006 (PS2 &PC), 2016 (PS3/Xbox 360) 2018 (PS4/X1)


Devil May Cry 3 ist, wie eingangs erwähnt, ein Prequel zur Hauptserie und behandelt den Konflikt zwischen den Söhnen Spardas, sprich den Halbdämonen Dante & Vergil. Während Dante für die Menschen und somit gegen die Dämonen kämpft, will Vergil die Macht über die Unterwelt sowie unsere Welt erlangen. Um sein Ziel zu erreichen, beschwört Vergil den magischen Turm Temen-ni-gru, mit dem sich ein Portal zur Welt der Dämonen öffnen lässt und in eben jener Welt ruht die Macht von Sparda, der gegen die Dämonen rebellierte und beide Welten voneinander trennte.

Neben Vergil betritt auch Arkham, ein Verbündeter Vergils, die Bühne mit dem Ziel ein vollwertiger Dämon zu werden.

Dante muss sich also durch den gesamten magischen Turm und kämpfen um die Schurken davon abzuhalten eine Welt der Finsternis zu erschaffen. Als ob das noch nicht genug wäre mischt auch die menschliche Dämonenjägerin Lady mit, die einen Hass gegenüber Arkham hegt.

Wenn man die Dämonen weglässt kann Devil May Cry 3 durchaus als Familiendrama durchgehen mit den Elementen einer Rachegeschichte. Loben muss ich die Art wie die Handlung erzählt wird. Die gesamte Handlung ausschließlich in Videosequenzen zwischen den einzelnen Missionen erzählt, was nicht nur den Spielfluss auflockert, sondern auch das schnelle Gamepaly nicht blockiert.


Optisch ist Devil May Cry 3 alles andere, als zeitgemäß aber trotz des relativ hohen Alters von über 10 Jahren sind die Zwischensequenzen immer noch sehenswert und äußerst hochwertig inszeniert. Man merkt, dass der Fokus auf der übertriebenen Action liegt und da Punktet das Spiel massiv.

Die einzelnen Gebiete sind abwechslungsreich und werden nur durch so manchen Pixelbrei verschandelt, was aber definitiv dem Alter sowie der HD-Auflösung geschuldet ist.

Was ebenfalls sehr hochwertig ist, sind die Musik und die englische Lokalisierung. Man merkt den Sprechern definitiv an, dass sie wissen, wen und allen voran was sie sprechen. Besonders der Sprecher von Arkham überzeugt auf ganzer Linie und erinnert mich stark Albert Wesker aus Resident Evil, auch von Capcom. Egal ob ruhig oder laut, der Sprecher von Arkham wirkt immer bedrohlich.

Apropos Arkham. Eines der Markenzeichen der Serie, die imposanten Bosse, sind auch in Devil May Cry 3 vertreten. Jeder Bossgegner wird mit einer eigenen Sequenz eingeführt und bittet anschließend zu einem leichteren oder schwereren Duell.


Das führt mich zum Gameplay, dem Kernstück von Devil May Cry 3. Dank einem großen Arsenal an Hieb -, Stich- und Schusswaffen wird dem Spieler viel Raum für Kombinationen gelassen. Ergänzt wird das Arsenal durch unterschiedliche Stile, die eigene Manöver im Kampf erlauben und aufgelevelt werden können, was die Kämpfe sehr abwechslungsreich gestaltet. Meine Empfehlung liegt klar auf dem Stil „Trickster“, da man so am besten Ausweichen kann und besonders bei späteren Bossen wird diese Möglichkeit äußerst wertvoll werden.

Neben dem Kampf muss auch so manche Knobelei gelöst werden wobei der Anspruch schwankt. Gewisse Rätsel sind recht leicht und andere wieder etwas knackiger. Ein Problem ist eher die Wegfindung um einiges Missionen abzuschließen da das Ziel der jeweiligen Mission sehr kryptisch beschrieben wird. Dies wird zum Schluss hin etwas noch etwas schlimmer. Dem Gegenüber steht jedoch der freiwillige Zwang die Level intensiver zu erkunden, um Geheimnisse zu entdecken und rote Orbs zu sammeln. Diese Orbs dienen als Währung um Gegenstände, Upgrades für Waffen und neue Techniken zu erwerben.


Alles in allem ist Devil May Cry 3 ein völlig übertriebenes Hack ‘n Slay mit schnellem Gameplay, filmreifer Inszenierung und überraschend spannender Handlung. Die Komponenten Handlung, Gameplay und Spielwelt greifen, bis auf die dezenten Probleme mit der Wegfindung, sehr gut ineinander und führen zu imposanten Bosskämpfen.

Mich führt dieses Fazit zur Wertung spielenswert und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Captain Toad: Treasure Tracker | Review [Nintendo Switch]

Name: Captain Toad: Treasure Tracker
Entwickler: Nintendo EAD Tokyo
Publisher: Nintendo
Plattform: Wii U, Nintendo Switch
Genre: Rätselspiel, Plattformer
Release: 2015 (Wii U), 2018 (Switch)

Captain Toad: Treasure Tracker gehört zu meinen Lieblingsspielen für die Wii U und seit einigen Wochen ist das Spiel endlich für die Nintendo Switch verfügbar. Viel Spaß also mit meiner kurzen Rezension zu Captain Toad: Treasure Tracker, einem meiner Gegenpole zu den Dark Souls Spielen!

Kernfakten zum Spiel

Name: Captain Toad: Treasure Tracker

Entwickler: Nintendo EAD Tokyo

Publisher: Nintendo

Plattform: Wii U, Nintendo Switch

Genre: Rätselspiel, Plattformer

Release: 2015 (Wii U), 2018 (Switch)


Das Spiel eröffnet mit Captain Toad und seinem weiblichen Gegenstück Toadette, die einen Turm erklimmen um einen Powerstern zu ergattern. Allerdings erscheint Wingo, die schurkische Riesenkrähe, stiehlt den Powerstern und entführt Toadette.

Im ersten Kapitel verfolgt Captain Toad die fiese Krähe zu ihrem Nest um Toadette zu befreien während in Kapitel 2 die Rollen vertauscht werden und der Captain gerettet werden muss.

Schließlich wechseln sich in Kapitel 3 Toad und Toadette als spielbare Figuren ab um Wingo endgültig das Handwerk zu legen. Dabei muss insgesamt drei mal der Drache Draggadon überwunden werden.

Die Geschichte von Captain Toad: Treasure Tracker ist so simpel wie es nur geht ABER für ein Rätselspiel reicht der Plot völlig aus. Hierbei muss ich auch die Art der Präsentation loben, da die Handlung des Spiels ohne Text oder Sprache vermittelt wird.


Der Spieler steuert also Toad und Toadette in 3 Episoden durch eine Vielzahl an Level an deren Ende immer ein Powerstern wartet. Auf dem Weg zum Stern können auf freiwilliger Basis 3 Diamanten eingesammelt aber um ein Level abzuschließen müssen Rätsel gelöst werden, deren Anspruch von sehr simpel bis leicht herausfordernd schwanken.

Leider können die Protagonisten im Vergleich zu anderen Helden des Mario-Universums nicht springen um sich zu verteidigen aber Rüben werfen um sich die verschiedenen Gegner von Leib zu halten.

Die Level selbst sind sehr kompakt gestaltet, laden aber zum erkunden ein da die Diamanten nicht immer offensichtlich zu erreichen sind. Abseits der Stern- und Diamantenjagd kann man Extraleben und goldene Pilze finden, die 50 Münzen entsprechen. Münzen sollte man übrigens immer sammeln da bei 100 Stück ein Extraleben winkt.

Jetzt wissen wir worum es in diesem Spiel und wie das Gameplay funktioniert aber ist Captain Toad: Treasure Tracker auch für das Auge wohltuhend? Kurz und knapp ja, jedoch gehe ich ins Detail.

Die Level sind trotz ihrer kompakten Größe sehr liebevoll und detailliert gestaltet. Hinzu kommt eine gewaltige Abwechslung in den Themen der Level. Von Geisterhäusern, über Zügen bis zu Vulkanen reicht die Vielvältigkeit und dabei versprüht das Spiel sehr viel Charme, bedingt durch die bekannte Knuddeloptik von Nintendo. Alles ist bunt, putzig aber stark inszeniert wenn man die Bosse Wingo und Draggadon berücksichtigt.

Technisch läuft das Spiel ebenfalls sehr solide, was bei Exklusivtiteln von Nintendo allerdings fast schon Standard ist. Einzig auf der akustischen Ebene versagt Captain Toad: Treasure Tracker, da der Soundtrack banal im Hintergrund vor sich hin dudelt und eher zum Ton ausschalten animiert als zum anhören motiviert.


Alles in allem ist Captain Toad: Treasure Tracker das perfekte Spiel für zwischendurch, wenn man eine Pause von großen Spielen braucht. Ein Level lässt sich in 2 bis 5 Minuten schaffen und dank der realtiv hohen Levelanzahl ist das Spieltempo relativ hoch. Dem Spiel gelingt die Mischung aus Handlung, Gameplay und Levelstruktur sehr gut da die Handlung bewusst simpel bleibt, verständlich erzählt wird während das Leveldesign eine erweiterte Form der Minispiele aus Super Mario 3D World ist und das Gameplay passt sich perfekt an die Levelstruktur und richtet oftgenutzte Elemente neu an.

Ich vergebe für Captain Toad: Treasure Tracker die Wertung spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Guacamelee! Super Turbo Championship Edition | Review [Playstation 4]

Name: Guacamelee! Super Turbo Championship Edition
Entwickler: DrinkBox Studios
Publisher: DrinkBox Studios
Plattform: PS3, PS4, PS Vita, Wii U, Xbox 360, Xbox One, PC
Genre: Metroidvania Jump ’n Run
Release: 2013/2014

Nach Dark Souls Remastered wird es Zeit für einen Ausgleich. Mit Captain Toad: Treasure Tracker und Guacamelee! haben ich diesen Ausgleich gefunden!

Name: Guacamelee! Super Turbo Championship Edition

Entwickler: DrinkBox Studios

Publisher: DrinkBox Studios

Plattform: PS3, PS4, PS Vita, Wii U, Xbox 360, Xbox One, PC

Genre: Metroidvania Jump ’n Run

Release: 2013/2014


In einem kleinen Dorf in Mexiko lebt Juan, ein Agave Farmer. Eines Tages wird seine Jugendliebe, die Tochter von El Presidente, vom bösen Skelett Carlos Calaca entführt. Beim Versuch seine Herzensdame zu retten wird Juam von Calaca getötet und ins Totenreich geschickt. Dort trifft er auf die Luchadorin Tostada, dank deren Hilfe er eine Maske erhält, mit der er sich in einen mächtigen Luchador verwandelt und in die Welt der Lebenden zurückkehrt.

Juans Ziel ist klar. Er muss Calaca besiegen, um seine Angebetete zu retten, die vom Schurken im einem Ritual geopfert werden soll, durch das die Welt der Lebenden und Toten miteinander verschmolzen wird. Unterwegs muss unser mächtiger Luchador allerdings die Gefolgsmänner von Calaca überwinden.


Guacamelee! gehört dem Metroidvania Genre an, was bedeutet das die Spielwelt non linear aufgebaut ist und komplett zusammenhängt. Der Spieler erforscht diese Welt um neue Fähigkeiten zu erlangen, mit denen sich neue Wege öffnen lassen, Abkürzungen geschaffen werden oder in bekannten Gebieten geheime Orte entdeckt werden können.

Das Sortiment an Fähigkeiten ist breit gefächert und reicht von Kampfmanövern, mit denen sich auch Hindernisse aus dem Weg räumen lassen, über den klassischen Doppelsprung bis zu kreativen Fähigkeiten, wie dem Wechsel zwischen Totenwelt & dem Reich der Lebenden sowie die Verwandlung in ein Huhn.

Die Entwickler haben das Prinzip der Metroidvania Spiele verstanden, da die Spielwelt und das Gameplay sinnvoll ineinandergreifen und das Gefühl, diese Welt wirklich zu erforschen, verstärken.

Sind die Kämpfe zu Beginn noch sehr simpel steigt die Komplexität im Laufe des Spiels weiter an. Zum einen steigt die Anzahl an unterschiedlichen Gegnertypen, mit eigenen Bewegungsmustern und zum anderen müssen unterschiedliche Techniken kombiniert werden um effektiv kämpfen zu können. Neben dem Kampf spielen auch Geschicklichkeitspassagen eine große Rolle.


Die nonlineare Spielwelt von Guacamelee! besticht durch die kreative Gestaltung, da das Spiel durch das mexikanische Setting angenehm erfrischend wirkt, im Vergleich zu anderen Genrekollegen die meist Schlösser, Raumschiffe oder Militäranlagen nutzen.

Neben den unterschiedlichen Gebieten wie einer Mine, einem Wald, einer Wüste oder gar der Hölle selbst, gibt es auch kleinere Städte in denen Nebenquests absolviert werden können, deren Erfüllung diverse Boni mitsichbringen. Das Prinzip von Ausdauer- & Lebensenergieuprages entstammt grob der The Legend of Zelda Reihe, da man beispielsweise drei „Herzteile“ finden muss um mehr Lebensenergie zu bekommen. Alternativ kann man Upgrades auch beim Händler, der auch ein Speicherpunkt ist, kaufen.

Das Spiel enthält ohnehin viele Anspielungen auf die großen Reihen von Nintendo wie die Chozo Statuen, die dem Spieler neue Fähigkeiten verleihen, was wiederum eine deutliche Anspielung an die Chozoo Statuen aus Metroid ist. Neben den Anspielungen nimmt auch der Humor eine wichtige Komponente ein, da die eigentliche ernste Handlung immer wieder durch Klamauk aufgelockert aber nicht ins Lächerliche gezogen wird.


Zusammengefasst ist Guacamelee! ein äußerdt gelungener Vertreter des Metroidvania Genres, dem die Symbiose von Handlung, Gameplay und Levelstruktur vorbildlich gelingt. Mein einziger Kritikpunkt wäre die etwas kurze Spielzeit aber für 5 bis 7 Stunden wird man sehr gut unterhalten.

Ich vergebe für Guacamelee! die Wertung spielenswert und hoffe auch eine ebenso gelungene Fortsetzung in Guacamelee 2!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Donkey Kong Country: Tropical Freeze | Review [Nintendo Switch]

Name: Donkey Kong Country: Tropical Freeze
Entwickler: Retro Games
Publisher: Nintendo
Release: 04.05.2018
Plattformen: Nintendo Switch

Es hat länger gedauert als erwartet aber endlich habe ich die Switchversion von Donkey Kong Country: Tropical Freeze oder in meinem Fall Funky Kong Country: Tropical Freeze durchgespielt.


Donkey Kong feiert seinen Geburtstag mit Diddy Kong, Cranky Kong und Dixie Kong als die Kong Insel plötzlich von Wikingertieren, genannt Viehkinger, attackiert wird. König Qual, Anführer der Viehkinger, erzeugt einen Eissturm, durch dessen Macht Donkey Kong und seine Freunde auf eine weit entfernte Insel geweht werden. Das Ziel somit klar. Donkey Kong muss zu seiner Heimatinsel zurück und dabei die Viehkinger besiegen.


So springt, läuft, klettert und rollt sich der Spieler in der Rolle der coolen Affengang über sechs unterschiedliche Inseln bis zum großen Bosskampf. In der Switch Version besteht die Möglichkeit des sogenannten Funky Modus, bei dem der Spieler die Rolle von Funky Kong übernimmt und das Spiel etwas leichter wird. Funky hat fünf Herzen statt drei, kann schweben und dank seines Surfbretts so manche Stachelebene ohne Schaden überwinden.

Das Spiel wird durch diesen Modus, wie gesagt, nur etwas leichter, da DK Tropical Freeze im Allgemeinen ein sehr anspruchsvolles, wenn auch nicht unfaires Spiel ist. Die einzelnen Level bieten so manches Secret zum Entdecken, erlauben ein schnelles vorankommen oder erfordern Feingefühl um haklige Passagen zu meistern.

Technisch ist DK Tropical sehr sauber, läuft im TV- sowie im Handheldmodus äußerst stabil und sieht einfach schick aus. Die Level sind sehr farbenfroh gestaltet und variieren genretypisch im Thema.

Der Soundtrack ist ebenso hörenswert, was bei den Donkey Kong Spielen aber fast schon eine Tradition ist. Die einzelnen Themen passen sehr gut zu den Leveln/Welten des Spiels und besonders die Bosskämpfe werden ideal unterlegt.


Zusammengefasst ist Donkey Kong (Funky Kong) Country: Tropical Freeze ein grundsolider, wenn auch teils sehr fordernder, Plattformer der durch sein flüssiges Gameplay, die starke Technik und schöne Optik sowie hörenswerten Soundtrack punktet. Ich vergebe für das Spiel die Wertung spielenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Agony | Review [Playstation 4]

Name: Agony
Entwickler: Madmind Studio
Publisher: Deep Silver
Release: 2018
Plattformen: PS4, Xbox One & PC

Auf Agony war ich von Anfang an gespannt aber als das Spiel zum ersten mal verschoben wurde wuchs in mir die Skepsis. Dennoch habe ich mir das Spiel gekauft und ob sich der Trip durch die Hölle lohnt, erfahrt ihr jetzt!


Die Handlung von Agony ist relativ schnell erklärt. Der Spieler übernimmt die Kontrolle eines Märtyrers, einer verdammten Seele, der in der Hölle gelandet ist und eine Audienz mit der roten Göttin sucht, um in die Welt der lebenden zurückzukehren. Bei der roten Göttin handelt es sich um eines der Schöpfungswesen der Hölle.

Allerdings ist der Weg zur roten Göttin alles andere als leicht und das primäre Ziel, die Rückkehr ins Leben, kann durch alternative Enden leicht umgangen beziehungsweise anderes erreicht werden. Das Storytelling von Agony findet in erster Linie auf einer Subebene statt. Durch Notizen, Briefe und Gesprächsfetzen erfährt der Spieler mehr über diese Welt der Verdammnis. Hier muss ich auch das Setting loben, denn ein Spiel, welches direkt in der Hölle angesiedelt ist und handlungsmäßig dem Dark-Fantasy-Genre zuzuordnen ist, ist definitiv etwas besonderes.


Leider ist das Storytelling eines der wenigen Highlights des Spiels. Besonders auf technischer Ebene wäre bedeutend mehr drinnen gewesen. Mit dem aktuellen Patch ist es spielbar, aber in der Grundversion war Agony eine mittlere Katastrophe.

Agony kommt mit einer faszinierenden optischen Präsentation des Weges die die Hölle so ekelhaft und grauenvoll darstellt, wie ich es noch nie einem Videospiel davor gesehen habe. Alles wirkt organisch und irgendwie lebendig, als ob die Hölle der Leichnam einiges gigantischen Organismus wäre. Diese Beschreibung darf allerdings nicht über matschige Texturen, Fehler in der Kollissionsabfrage und Ruckler beziehungsweise Nachladenalken, generell ist die Ladezeit von Agony etwas zu lang, hinweg täuschen. Dank der Unreal 4 Engine funktioniert das Spiel mit Licht & Schatten sehr gut, was der Atmosphäre gut tut. Die düstere Klangkulisse trägt ebenfalls zur Atmosphäre bei.

Spielerisch ist Agony recht solide wobei nichts wirklich nach oben oder unten ausschlägt. Der Spieler steuert die Figur aus der Ich-Perspektive durch verschiedene Abschnitte in insgesamt vier Akten. Da ein Kampf gegen die Höllenbewohner keinen Erfolg bringt, ist verstecken und vorsichtig vorgehen die Devise.

Später erhält man die Möglichleit die Kontrolle über Bewohner der Hölle zu übernehmen und sich gegen die Dämonen zu wehren. Es gibt auch einen Skillbaum aber mir wären keine Signifikanten auswirkungen auf das Spiel aufgefallen.


Agony ist ein Spiel mit viel Potenzial, aber ich bewerte hier kein Potenzial, sondern ein fertiges Produkt. Das Setting und die allgemeine Präsentation verdienen großes Lob, da hier die Entwickler ihre ganze Kreativität ausgelebt haben aber leider versagt das Spiel auf der technischen Ebene und an den oben genannten Problem. So bleibt am Ende ein interessanter Ausflug in die Hölle, mit durchaus spannender Handlung aber leider vielen Problemen. Daher vergebe ich für Agony schweren Herzens die Wertung bedingt spielenswert, da die Macher durchaus eine Vision hatten, diese jedoch nicht vollends umsetzen konnten(?)?.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Detroit Become Human | Review [Playstation 4]

Name: Detroit Become Human
Entwickler: Quantic Dream
Publisher: SIE
Release: 2018
Plattformen: PS4

Die Abstimmung auf Instagram hat entschieden, dass sich die Mehrheit für Detroit Become Human anstatt für Agony entschieden hat. Danke für die rege Teilnahme!

Ich mag interaktive Filme sehr und besonders die Playstation 4 nutzt dieses Genre mit Heavy Rain & Beyond Two Souls Ports sowie dem Horrorfilm Until Dawn und den PlayLink Spielen Hidden Agenda und Planet of the Apes: Last Frontier stark aus.

Bei Detroit Become Human handelt es sich um den aktuellsten Titel aus dem Studio Quantic Dream. Das Setting ist dieses mal wesentlich futuristischer. Also begeben wir uns nach Detroit in naher Zukunft!


Wir schreiben das Jahr 2038. Dank des Konzerns Cyberlife hat sich die Welt grundlegend verändert. Androiden erleichtern das Leben der Menschen in allen belangen, sorgen aber auch für mehr Armut und den Verlust von Arbeitsplätzen. Besonders in Detroit, der Androidenstadt, ist die Lage schlimm. Die Geschichte verfolgt primär die Schicksale von drei Androiden.

Zum einen hätten wir Connor, ein Androide der geschaffen wurde, um sogenannte Abweichler aufzuspüren. Ein Abweichler ist ein Androide, der plötzlich Gefühle entwickelt und menschlich wird, also genau jene Entwicklung, die bereits in vielen anderen Science-Fiction Werken verwendet wurde. Seine Reise führt ihn auf einen Pfad der Selbstbestimmung, an dem er sich schließlich für eine Seite entscheiden muss.

Als nächstes spielt Markus, ein ehemaliger Hilfs-Androide, der durch seinen alten Besitzer jene Werte vermittelt bekommt, damit er einen freien Willen entwickelt und eine Entscheidung treffen kann. Freiheit oder Tod? Seine Reise führt ihn in die Revolution der Androiden.

Die dritte Hauptfigur im Bunde ist Kara, eine ehemalige Haushalts-Androidin, die mit dem kleinen Mädchen Alice auf der Flucht ist und sie um jeden Preis beschützen will. Kara‘s Weg führt sie zu moralischen Fragen, was sie bereit ist zu opfern um für sie das Wichtigste zu retten.

Auch wenn es anfangs nicht so aussieht, sind die drei Handlungsbögen eng miteinander verwoben und bilden die Rahmenhandlung. Anstatt, wie in anderen Videospielen, dem Spieler ein klares Ziel vorzusetzen, hängt in Detroit Become Human der Verlauf von den Handlungen des Spielers ab und jede Aktion führt zu Reaktion was den weiteren Verlauf entschieden beeinflusst.


Was will ich damit sagen? Detroit Become Human ist das bisher komplexeste Spiel des Entwicklers Quantic Dream. In jedem Kapitel gibt es mehrere Lösungswege und Detail zu entdecken, die eine ungeahnte Tragweite haben können.

Jedes Kapitel, auch Szene genannt, verfügt über ein eigenes Ablaufdiagramm mit Checkpoints, an denen der Spieler wieder einsteigen kann, um ein Detail der Handlung zu verändern. Hierbei muss ich anermerken, dass es zuerst sinnvoll ist, die Haupthandlung einmal komplett durchzuspielen bevor man die Alternativen austesten.

Quantic Dream setzt mit Detroit Become Human auf eine ausgewogene Mischung zwischen Handlung & Gameplay. Beide Elemente ergänzen sich harmonisch, um den Spieler in die Welt eintauchen zu lassen. Dazu gibt es die Möglichkeit Magazine zu sammeln beziehungsweise zu lesen, was die Spielwelt gewaltig vertieft und viel Subtext zutage fördert, da die Welt im Jahr 2038 am Abgrund steht.


Technisch setzt der Entwickler mit Detroit Become Human auf bekannte Stärken um dem Spieler eine möglichste realistische Darstellung der Welt sowie der Protagonisten, menschlich wie mechanisch, zu präsentieren. Weiters wurde sehr viel wert auf eine filmreife Inszenierung gelegt, was hervorragend funktioniert. Der Kamerawinkel kann auf Knopfdruck geändert werden, wodurch die Szenen dynamisch präsentiert werden. Allgemein legt die Präsentation, wie auch der Rest des Spiels, viel wert auf Balance. So halten sich ruhige Momente und schnelle Szenen die Waage um den Spieler das volle Ausmaß der Prämisse erleben zu lassen.

Belustigenderweise traten auch im letzten Drittel immer wieder kleinere Macken auf, wobei die extrem selten sind und kaum ins Gewicht fallen, da Detroit Become Human ein sehr solides, technisches Grundgerüst bietet.

Die Vertonung ist ebenso wie der Soundtrack gewohnt hochwertig und hier nutzt Quantic Dream eine ihrer großen Stärken. Handverlesene Sprecher, wie die deutsche Stimme von Daniel Redcliff als Connor, und eigene Stücke für jeden Handlungsstrang machen die akustische Untermalung von Detroit Become Human sehr hochwertig.


Zusammengefasst ist Detroit Become Human das wohl wichtigste PS4 exklusive Spiel im ersten Halbjahr 2018. Die Handlung nutzt bereits bekannte Elemente, zb aus I Robot, interpretiert diese aber neu und erzählt einen dramatischen Epos aus der Sicht von drei unterschiedlichen Androiden. Durch den komplexen Aufbau ist der Wiederspielwert extrem hoch und dank des Ablaufdiagramms kann man sich in jedem Kapitel leichter zurechtfinden was getan werden muss/sollte oder nicht. Auch auf technischer Ebene gibt es kaum was zu meckern, da die Spiele von Quantic Dream einen hohen Standard haben.

Detroit Become Human ist eine faszinierende Erfahrung, die jeder Besitzer einer Playstation 4 machen sollte denn so schnell werden wir wohl keinen interaktiven Film von diesem Kaliber bekommen. Daher vergebe ich für Detroit Become Human die Wertung besonders spielenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag, ich gehe jetzt Agony spielen!

Weitere Beiträge zu Detroit Become Human:

Assassin’s Creed Rogue Remastered | Review [Playstation 4]

Name: Assassin‘s Creed Rogue Remastered
Entwickler: Ubisoft Sofia
Publisher: Ubisoft
Release: 2018
Plattformen: PS4, Xbox One

Was wäre, wenn man in einem Assassin’s Creed keinen Assassinen, sondern einen Templer spielt? Diese Frage wird im Remastered des ursprünglich 2014 erschienenen Open-World- Action-Adventures beantwortet!


Ein Jahr nach den Ereignissen im Vorgänger Black Vorgänger übernimmt der Spieler die Kontrolle über einen neuen namenlosen Mitarbeiter, aus der Ich-Perspektive, bei Abstergo Entertainment um die Geschichte des gefallenen Assassinen Shay Patrick Cormac zu erkunden.

Die Handlung um Cormac spielt zur Zeit des Siebenjährigen Krieges in Nordamerika zwischen Franzosen und Briten. Shay ist zu Beginn ein Mitglied des Assassinen-Orden, wendet sich allerdings von der Bruderschaft ab, als diese in ihrem Wahn nach Edensplittern, um die Templer zu vernichten, den Tod tausender Unschuldiger beim Erdbeben von Lissabon 1755 in Kauf nehmen. Soetwas geschah bereits 1751 in Haiti. Schockiert über seine Mitschuld am Erdbeben von Lissabon und der Bessenheit der Assassinen von Nordamerika, beschließt Shay, ein weiteres Blutvergießen zu verhindern. Er stiehlt vom Assassinen Achilles ein Manuskript und verlässt den Orden, wird allerdings als Verräter gebrandmarkt.

Shay wird nach dem Sturz über eine Klippe für tot gehalten, ist jedoch am Leben und wird vom britischen General Monroe gerettet. Zum Dank schließt sich Shay den Briten und Templern im Krieg an, um die Franzosen zu besiegen. Dabei ist eine Konfrontation mit den Assassinen unvermeidbar. Die Jagd auf seine ehemaligen Brüder und Schwestern wird dabei zu Shay‘s Mission, um weiteres Blutvergießen an Unschuldigen zu verhindern.

Die Handlung von Rogue gehört zu erfrischendsten Geschichten der Reihe und bildet durch die Einbindung von Haythem Kenway (Sohn des Edward aus Teil 4 und Vater von Connor aus Teil 3) eine Einheit mit Teil 3 & 4. Außerdem wird mit diesem Teil die Kenway-Saga und die Neue Welt-Saga abgeschlossen.


Am grundlegenden Spielprinzip hat sich auch in Rogue Remastered nichts geändert. Der Spielablauf ist eine Mischung aus Action- & Stealtheinlagen, sowie maritimen Elementen. Der Spieler bewegt sich entweder durch Städte und Wälder, oder befährt den Nordatlantik mit dem eigenen Schiff, der Morrigan. Das Schiff kann mit Geld und Ressourcen aufgebessert werden, die man durch das Erfüllen von Aufgaben, dem Plündern von Versorgungslagern, oder dem Kapern von Schiffen erhält. Wie für Ubisoft Spiele der Ära 2009 – 2016 ist die Spielwelt bis zum Rand mit Nebenaufgaben vollgestopft, die den Spielen neben und nach der Rahmenhandlung für viele Stunden beschäftigen können. Ein paar Beispiele für solche Aufgaben wäre das Sammeln von Shantys, die Jagd auf wilde Tiere oder das Einnehmen von Forts. Weiters kann man in der Seekampagne Schiffe auf verschiedenste Missionen schicken, um Geld und Ressourcen zu sammeln.

Technisch krankt AC Rogue an Glitches, Schwierigkeiten mit der Kollision und Probleme bei der Eingabe von Befehlen. Interessanterweise beginnen diese Fehler erst im letzten Drittel häufiger aufzutreten während der Rest des Spiels sehr stabil läuft.

Optisch gefällt Assassin‘s Creed Rogue immer noch sehr gut, auch wenn die farbenfrohe Karibik durch den fast schon melancholischen Nordatlanik ersetzt wurde. Dennoch wirkt der hohe Norden äußerst majestätisch und als Kontrast dienen River Valley, sowie New York City.

Abgerundet wird das Gesamtpaket durch einen äußerst stimmigen Soundtrack, der die jeweilige Szene perfekt untermalt!


Zusammengefasst ist Assassin‘s Creed Rogue Remastered das beste Spiel der Reihe, was die Technik betrifft und eines der besten in Bezug auf die Handlung. Das Gameplay ist sehr solide, ebenso wie der Soundtrack und die optische Präsentation. Ich vergebe für Assassin‘s Creed Rogue Remastered das Prädikat spielenswert, da das Drama um den gefallenen Assassinen Shay Patrick Cormac zu den besten Rachegeschichten der letzten Jahre gehört!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

God of War (2018) | Review [Playstation 4]

Name: God of War
Entwickler: Santa Monica Studios
Publisher: SCE
Release: 2018
Plattformen: PS4

Nach Far Cry, Assassins Creed, Resident Evil und den Dragon Ball Prügelspielen kehrt mit God of War (2018) eine weitere große Reihe in neuem Gewand zurück. Die kreativen Männer & Frauen der Santa Monica Studios haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um aus dem Hack ‘n Slay Franchise ein Action-RPG zu machen. Das hat einerseits funktioniert, andererseits wieder nicht.


Viele Jahre sind seit der Rache von Kratos an den Göttern des Olymps vergangen. Der inzwischen ergraute, ehemalige Gott des Krieges lebt nun in Midgard, einer der neun Welten der nordischen Mythologie. Am Tag der Feuerbestattung seiner kürzlich verstorbenen (zweiten) Frau Faye begeben sich Kratos und sein Sohn Atreus auf eine Reise, um den letzten Wunsch von Faye zu erfüllen. Sie möchte, dass ihre Asche vom höchsten Gipfel verstreut wird.

Auf dieser Reise muss Kratos mit der Verantwortung, einen Sohn zu haben, der seine Zuneigung leben und dabei seine Vergangenheit verarbeiten, sowie sich mit dem Asen Baldur auseinander setzen will. Die Vater-Sohn Beziehung von Kratos und Atreus gehört zu den besten und glaubhaftesten Geschichten, die ich seit langem in einem Videospiel erlebt habe. Die Suche nach Anerkennung, der innere Zorn, sowie die tiefe Trauer über den Verlust prägen beiden Figuren, schweißen sie aber auch eng zusammen, um die kommenden Schlachten zu überstehen.

Leider liegt in der Handlung auch das größte Problem des Spiels. Das simple Ziel der Reise ist relativ schnell erreicht, wird allerdings durch ein Hindernis nach dem anderen Hindernis blockiert, wodurch das Duo viele Umwege nehmen muss um das Ziel zu erreichen. Dabei bereist man auch einige der neun Welten, wobei sich besonders Helheim wie ein Lückenfüller anfühlt.


Lückenfüller gibt es auch beim Gameplay, wobei hier nur generische Nebenquests wie Tötungs- oder Sammelaufgaben getrost ignoriert werden können. Wesentlich interessanter ist der Kampf gegen verdorbene Valküren, die in den Tiefen der Welt auf einen würdigen Gegner warten, die Befreiung von drei gewaltigen Drachen, oder die Gefallen für zwei Zwergenbrüder, die den Spieler durch ihre Schmiedekunst unterstützen, indem sie Waffen und Rüstungen verbessern beziehungsweise Ausrüstung verkaufen.

Im Kampf verlässt sich Kratos auf seine neue Waffe, eine Axt, seine Fäuste und seinen Wächterschild. Später kehren auch zwei alte Freunde von Kratos zurück. Der Kampf ist wesentlich taktischer, als in den Vorgängern und die unterschiedlichen Gegnertypen verfügen alle über eine eigene Strategie, um überwunden werden zu können. Die richige Mischung aus Angriff, Verteidung & Ausweichen will gelernt sein, um selbst die größten Brocken Midgards zu besiegen. Im Kampf wird nun auch verstärkt auf Elementar- & Betäubungsschaden geachtet, was der taktischen Komponente zugute kommt.

Kratos muss sich den Gegnerhorden jedoch nicht allein stellen. Atreus steht im tatkräftig zur Seite und verhält sich im Kampf äußerst logisch. Er attackiert von allein Feinde, hilft Kratos im Zweikampf, oder behindert die Angriffe der Feinde. Interessant ist eine sichtbare & spürbare Verbesserung von beiden Figuren im Kampf. Gegner, die zu Beginn zäh erscheinen, werden mit zunehmenden Fortschritt wie Ären auf dem Feld weggefegt. Außerdem kann man sich mit einem Skillbaum, Zaubern für Atreus und austauschbaren Runenangriffen den Alltag erleichtern.


Technisch ist das Spiel ein echtes Brett und besticht durch eine wunderschöne Grafik, die dank dem Szenario abwechslungsreiche Bilder bietet. Die Emotionen der Figuren sind zwar manchmal etwas hölzern, alle gucken gern grimmig, jedoch sehen die einzelnen Figuren hervorragend aus und sind äußerst detailliert.

Wie bei jedem großen Titel wird auch God of War (2018) von zugegeben seltenen Problemen geplant. So manche hässliche Animation springt einem ins Auge, hin & wieder überlagern sich Texturen und einmal musste das Spiel bei mir für zwei Sekunden nachladen, aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau, wenn man den hohen Detailgrad, filmreife Präsentation und bildgewaltige Inszenierung der Bosskämpfe betrachtet.

Es gibt auch was auf die Ohren. Neben dem bekannten deutschen Sprecher von Kratos wurde der Rest der „Hauptdarsteller“ in diesem nordischen Drama handverlesen vertont und hier habe ich das Gefühl, dass die Sprecher wissen, worum es geht, wenn sie sprechen. Der Soundtrack ist nicht aufdringlich, sondern sehr ambientisch und unterstreicht die epische Inszenierung äußerst gelungen.


Alles in allem ist der Wandel von God of War von einem Hack ‘n Slay zu einem Action-RPG durchaus gelungen. Besonders das Gameplay ist fordernd, aber nicht frustrierend. Durch spürbare & sichtbare Verbesserung der beiden Götter macht es viel Spaß, sich mit den Feinden zu messen. Leider wirkt die Geschichte etwas gestreckt, entlohnt dafür jedoch mit abwechslungsreichen Schausplätzen durch 6 der 9 Welten inklusive dem Weltenbaum selbst. Ich vergebe für God of War die Wertung spielenswert, da der Versuch der Santa Monica Studios geglückt ist und die gesamte Reihe, besonders Protagonist Kratos, sinnvoll weiterentwickelt wurde!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu God of War (2018):

God of War (2018) Review von Pauk’s Nerd-Seite

God of War (2018) von TheGunslinger

Far Cry 5 | Review [Playstation 4]

Name: Far Cry 5
Entwickler:
Ubisoft Montreal
Red Storm Entertainment
Ubisoft Shanghai
Ubisoft Toronto
Ubisoft Kiev
Ubisoft Bucharest(PC)
Publisher: Ubisoft
Release: 27. März 2018
Plattformen: PS4, Xbox One & PC

Mit Far Cry 5 holt Ubisoft seine nächste große Serie aus der kreativen Pause zurück und versetzt uns in die fanatisch-militarisierte Welt von Hope County im US-Bundesstaat Montana.

Kann das Spiel seine Vorgänger übertreffen und wie bei Assassins Creed Origins der Reihe eine Frischzellenkur verpassen? Finden wir es heraus!


Die Handlung von Far Cry 5 spielt im fiktiven Hope County, im nicht so fiktiven US-Bundesstaat Montana. Der Prediger Joseph Seed hat eine Sekte ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Menschheit in einen neuem Garten Eden zu führen. Daher auch der Name Edens Gate.

Der Spieler übernimmt die Rolle eines namen- & charakterlosen Polizisten, im Spiel immer wieder Deputy oder Rookie genannt, der zusammen mit einem Einsatzteam den Sektenführer Joseph, genannt der Vater, verhaften soll. Wie man sich denken kann, scheitert die Mission auf ganzer Linie, aber das Ziel ist klar: Die gefangenen Teammitglieder retten, den Vater zu Fall bringen und einen organisierten Widerstand gegen die Sekte aufbauen. Somit reist der Spieler in die 3 Gebiete von Hope County, um je einem Herold des Vaters zu besiegen. John Seed herrscht im Westen, die mysteriöse Faith Seed im Süden sowie Osten, während der militante Jacob im Norden herrscht.


Das Grundlegende Spielprinzip besteht nun aus dem Bereisen der einzelnen Gebiete, um dort die Herrschaft der Sekte zu brechen. Um dies zu bewerkstelligen, stehen dem Spieler eine breite Palette an Möglichkeiten zur Verfügung. Grundlegende Möglichkeiten wären das Zerstören von Eigentum der Sekte, Auflösung von Straßensperren, Kapern von Transporten und die Befreiung gefangener Zivilisten.

Wesentlich effektiver ist jedoch das Absolvieren von Haupt-, Neben- & Charaktermissionen, um neue Waffen, Fahrzeuge sowie Gefährten (Hilfe auf Abruf bzw Spezialisten genannt) freizuschalten. Weiter können Außenposten erobert werden, um sichere Orte in der Spielwelt zu erhalten.

Jeder dieser erfüllten Aktivitäten bringt Widerstandspunkte (WP), die den Fortschritt im jeweiligen Gebiet angibt. Je mehr sich die Linie füllt, umso enger zieht sich die Schlinge um den jeweiligen Herald zu. Hier muss lobend erwähnt werden, dass die Taten des Spielers sichtbare Auswirkungen haben und der Widerstand sichtlich stärker wird, während die Sekte an die Wand gedrängt wird. Je mehr Fortschritt, umso intensiver ist der Kontakt zwischen Herold & Spieler, was für hervorragend geschriebene Antagonisten & spannendes Storytelling spricht.

Abseits der ganzen Missionen, Außenposten, Geiselrettungen und Explosionen kann der Spieler die Seele beim Angeln oder Jagen baumeln lassen. Das ist auch ein sehr guter Weg, um Geld zu verdienen, da die Jagdbeute einen hohen Wert erzielt.

Far Cry 5 ist ganz klar den Ego-Shootern zuzuordnen und funktioniert sehr gut. Die Waffen, von denen es sehr viele gibt, fühlen sich genau richtig an und lassen sich mit Schalldämpfern, Zielfernrohren, Skins und größeren Magazinen aufrüsten. Von Pistolen über Gewehren bis zu Nahkampfwaffen und Bögen ist alles dabei, was das Herz eines Widerstandskämpfers begehrt. Im Vergleich zu den Vorgängern, steckt die Spielfigur weniger Treffer ein, was die taktische Komponente erhöht und lautloses Vorgehen, oder das Umgehen von Feinden sinnvoller macht als in den Vorgängern. Da ein Skillbaum nicht fehlen darf, kann man durch bestimmte Aktionen im Spiel sogenannte Vorteilspunkte erhalten, mit denen man verschiedene Verbesserungen für den Spieler freischalten kann.


Optisch sieht Far Cry 5 hervorragend aus und besticht durch eine schöne, malerische Spielwelt. Die drei Gebiete sind sehr beeindruckend und stecken voller Details und interessanter Orte. Was mir etwas gefehlt hat, sind Dörfer, oder zumindest mehr Ansammlungen von Häusern, wie die Ortschaft Falls End.

Die Zwischensequenzen sind perfekt in Szene gesetzt und unterscheiden sich auch im Ton stark voneinander. Je nach Gebiet schwankt der Ton zwischen Thriller, Mystik und Psychohorror. Ein paar Szenen mehr und man könnte aus den Zwischensequenzen einen ganzen Film stricken.

Natürlich dürfen auch die üblichen Bugs nicht fehlen, wie sie in fast jedem Open-World Spiel vorkommen. Allerdings sind Spielfehler in Far Cry 5 eher selten und noch seltener wirklich störend.

Es gibt auch was für die Ohren, da der Soundtrack von Far Cry 5 der Beste der gesamten Serie ist. Die musikalische Untermalung passt perfekt zum Spiel und wird durch die gelungene deutsche Synchronisation ergänzt.


Alles in allem ist Ubisoft mit Far Cry 5 das gleiche Unterfangen gelungen, wie mit Assassins Creed Origins. Das Spiel wurde von vielen Altlasten befreit und hat durch seine neue Missionsstruktur ein höheres Tempo, was auch daran liegt, dass man seinen Fortschritt wirklich sehen kann. Dazu kommt eine starke Technik, die nur manchmal Aussetzer hat und eine gelungene akustische Präsentation.

Ich vergebe für Far Cry 5 das Prädikat spielenswert. So einen guten Open-World-Ego-Shooter werden wir wohl so schnell nicht nochmal bekommen.

HALT! Jetzt habe ich doch garnichts über die Far Cry Arcade geschrieben. In diesen speziellen Aspekt von Far Cry 5 möchte/muss ich mehr Zeit investieren, um dazu eine ordentliche Meinung zu haben.

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Weitere Beiträge zu Far Cry 5

God of War 3 Remastered | Review [Playstation 4]

Name: God of War Remastered
Entwickler: Santa Monica Studios
Publisher: Sony
Release: 15. Juli 2015
Plattformen: PS4

God of War 3 ist der fünfte Teil der gleichnamigen Hack ‘n Slay Serie der Santa Monica Studios und erschien für PS3 & als Remastered für die PS4.

God of War 3 ist interessanterweise der Einzige der Reihe, den ich durchgespielt habe. In diesem Fall sogar zweimal, je einmal auf PS3 & PS4.


Teil 3 setzt da an, wo der Vorgänger endete. Kratos marschiert zusammen mit den Titanen auf den Olymp um Zeus und die verbliebenen Olympianer zu erschlagen. Zeus schart widerum Hades, Poseidon, Helios, Hercules und Hermes um sich, um den Gegenangriff zu führen. Da allerdings weder Titanen, noch Olympianer zu trauen ist, gerät Kratos zwischen die Fronten und bekämpft sowohl die Titanin Gaia als auch die letzten Götter des Olymps.

Um Zeus zu erschlagen, macht sich Kratos auf die beschwerliche Reise, um die Waffe, mit der man einen Gott töten kann, zu finden. Diese Waffe befindet sich scheinbar immer noch in der bereits geöffneten Büchse der Pandora. Kratos Ziel ist klar, er muss die Flamme des Olymps durchdringen, um zur Büchse zu gelangen, den passenden Schlüssel finden und danach Zeus mit der Waffe erschlagen, um seine Rache zu vollenden.

Was die Inszenierung angeht, gehört God of War 3 zu den besten Spielen der jüngeren Zeit, was daran liegt, dass das Spiel mehr in Richtung Film geht und die Präsentation so episch wie möglich angelegt ist. Die Filmsequenzen sehen hervorragend aus und gehen oft nahtlos ins Gameplay über, was der Dynamik sehr gut tut!


Dynamisch ist genau das richtige Stichwort, um mich dem Gameplay von God of War zuzuwenden. Hier haben wir es mit einer ausgewogenen Balance aus Kampf, Rätsel & Klettereinlagen zu tun. Im Kampf geht Kratos mit einem umfangreichen Waffenarsenal recht rabiat zur Sache und zeigt keine Gnade mit den zahlreichen Feinden. Die brachiale Gewaltdarstellung des Kampfes passt allerdings sehr gut zum Setting, da besonders die Geschichten aus den Mythologien nicht gerade zimperlich waren.

Das Imposanteste an einem Hack ‘n Slay sind meist die Bosskämpfe. Überhaupt wirken die großen Brocken in God of War immer sehenswert, egal ob Göttervater Zeus, Meeresgott Poseidon oder Titanin Gaia. Wenn eines dieser Wesen zum Kampf bittet, holt GoW 3 alles raus, was an Inszenierung, Taktik und möglichst intensiven Knöpfchengehämmere möglich ist.

Abseits des Kampfes bietet God of War 3 einige Rätsel, die vom Anspruch her variieren und manchmal will eine Geschicklichkeitseinlage gemeistert werden.


Optisch sieht God of War 3 immer noch beeindruckend aus, trotz des Alters von 8 Jahren beziehungsweise 3 Jahre (Remastered). Besonders die Videosequenzen sehen hevorragend aus, sind optimal ausgeleuchtet und grandios inszeniert.

Die Gebiete sehen immer noch sehr imposant aus und sind allenvoran sehr abwechslungsreich, neben dem Olymp bereist man unter anderem die Unterwelt, den Tartarus (Unterwelt unter der Unterwelt) und das Labyrinth.

Das Gegner- und Figurendesign ist hervorragend gelungen und zeugt von sehr viel Kreativität. Kratos Aussehen passt perfekt zu seinem, im inneren brennenden, Zorn und auch die Götter wurden gut getroffen. Bei Zeus sieht man vom ersten Anblick an die ungeheure Macht. Die Titanen wurden entsprechend ihrer Elemente als Urgewalten gestaltet, was optisch sehr gut aussieht.

Allerdings ist God of War 3 nicht nur ein Augenschmauß. Dank eines episch angelegten Soundtrack und einer sehr hochwertigen deutschen Synchronisation gibt es auch was auf die Ohren.


Zusammengefasst ist God of War 3 der bisher beste Teil der Reihe und schließt das Epos um Kratos Rache an den Göttern würdig ab. Das Spiel funktioniert in allen Aspekten sehr gut und fesselt vom Anfang bis zum bitteren Ende! Von mir erhält God of War 3 das Prädikat spielenswert und ich hoffe die Qualität bleibt im kommenden Ableger gleich, oder wird noch weiter gesteigert.

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Kirby Star Allies | Review [Nintendo Switch]

Name: Kirby Star Allies
Entwickler: Hal Laboratory
Publisher: Nintendo
Release: 16.03.18
Plattformen: Nintendo Switch

„Euer Hirn ist öde. Seid doch nicht so blöde. Wer Kirby nicht kennt, hat den besten verpennt. Ich habe nur einen Wunsch, aussehen wie Elma Gunsch.“

Mit diesem peinlichen Zitat aus der Club Nintendo heiße ich euch herzlich willkommen zu meiner Kirby Star Allies Rezension. Viel Spaß!


In den Tiefen des Alls explodiert ein dunkles Herz aus Kristall. Die Fragmente dieser Explosion, genannt Jamba Herzen, werden über verschiedene Planeten verstreut und infizieren viele Figuren, wie Meta Knight oder König Dedede, mit ihrer dunklen Macht. Als Kirby mit einem dieser Herzen in Berührung kommt, erhält er die Fähigkeit, seine Feinde in Freunde zu verwandeln. Zusammen mit einer immer wechselnden Truppe an Gefährten macht sich der rosa Gummiball auf den Weg, um das Universum zu retten und die Schurken, die die Macht der Jamba Herzen begehren, aufzuhalten.

Die überraschend komplexe Handlung wird durch Zwischensequenzen und Texte zwischen den Welten erzählt. Allerdings ist sie so inszeniert, dass der Spielfluss nicht ausgebremst wird. Außerdem ist die Geschichte in der Erzählweise simpel gehalten, damit man sie sich nicht permanent vor Augen halten muss, um dem Geschehen zu folgen.


Die großen Stärken von Kirby Star Allies liegen allerdings nicht in der Handlung oder dem Storytelling, sondern in den Bereichen Gameplay & Präsentation.

Kirby läuft von links nach rechts durch die über 40 Level, von denen einige als Zusatzlevel freischaltbar sind und findet von Zeit zu Zeit eine versteckte Abzweigung. Im Kampf nutzt Kirby seine klassischen Fähigkeiten, wie das Einsaugen von Feinde und dem Kopieren von deren Fähigkeiten, aber auch das „Befreunden“ nimmt einen wichtigen Teil ein. Bis zu drei CPU Charaktere können den Spieler begleiten, wobei deren Fähigkeiten stark varriieren und auch untereinander kombiniert werden können, was sowohl Kämpfe erleichtert, als auch für die simplen Rätsel benötigt wird.

Als weitere Neuerungen kommen Gruppenmanöver wie die Freundesbrücke, oder mein Highight, eine Art Gleiter, mit dem man Feinde abschießen kann, wie in Gradius oder R-Type.

Vom Schwierigkeitsgrad ist Kirby Star Allies hervorragend ausbalanciert. Die Herausforderung steigt angenehm an und auch die Bosse sind sehr gut schaffbar. Außerdem stehen dem Spieler mehr als genug Leben zur Verfügung, um leicht durch das Game zu kommen. Für die Kämpfe selbst ist nur minimal Taktik erforderlich. In erster Linie ist jeder Bosskampf eine wilde Massenschlacht, die, bedingt durch die farbenfrohe Präsentation, hervorragend aussieht. Hier kommen auch die verschiedenen Fähigkeiten der Hauptbosse zum Tragen, von denen drei auf Elementen basieren.


Grafisch ist Kirby Star Allies eine Augenweide und nutzt die Stärken der Switch hervorragend aus. Die allgemeine Optik ist sehr bunt und liebevoll gestaltet, was sich in abwechslungsreichen Levels, die nach Genretypischen Themen wie Wasser oder Wald ausgelegt sind und einem sehr kreativen Gegnerdesign niederschlägt. Dabei gibt es sehr viele Referenzen auf die Serie an sich, was jedoch positiv anzusehen ist, da Star Allies somit ein Gefühlt der Nostalgie auslöst.

Der Soundtrack ist serientypisch grandios und geht gut ins Ohr. Hier haben wir einen der wenigen Spielesoundtracks, den ich auch außerhalb des Spiels höre.


Zusammengefasst ist Kirby Star Allies ein clever durchdachtes, insich stimmiges Jump ’n Run, welches durch seine Spielmechaniken motiviert und im Schwierigkeitsgrad sehr angemessen ist. Die neuen Spielelemente fügen sich wunderbar ein und in Kombination mit der technischen Komponente wirkt Kirby Star Allies einfach fertig, was in der aktuellen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist. Weiters entfaltet das Spiel eine gewisse Sogwirkung, der man sich nicht so leicht entziehen kann, wenn man die Welt des rosa Balls auf zwei Füßen betreten hat. Ich vergebe für Kirby Star Allies das Prädikat spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!