Ein Königreich für ein Lama | Review

Titel: Ein Königreich für ein Lama
Originaltitel: The Emperor’s New Groove
Regie: Mark Dindal
Laufzeit: 75 Minuten
Release: 2000

Ich mag Animationsfilme von Disney. Klar nicht alle sind die große Filmkunst, aber es gibt ein paar Filme, die durch Kreativität, Witz und Charme glänzen. Ein Königreich für ein Lama gehört zu diesen Filmen!


Kuzco ist der eingebildete, arrogante und über alle Maße selbstverliebte König des Inkakönigreichs, der gern mal Untertanen bestraft, wenn diese ihn beleidigen, enttäuschen oder seinen Groove zerstören. Seine rechte Hand Yzma, die er entlässt, möchte ihn aus Rache ermorden, verwandelt den jungen König jedoch in ein Lama. Durch eine Verkettung von Zufällen kommt Kuzco in das Dorf des Bauern Patcha, den er beleidigt hat, weil er dessen Heimat abreißen will, um dort ein Schwimmbad zu bauen. Zusammen mit Patcha begibt sich Kuzco auf den langen Weg zurück zum Palast, um wieder ein Mensch zu werden. Dabei erlebt Kuzco zum ersten mal in seinem Leben einen tief greifenden Wandel.


Die Disney aus der Meisterwerke Reihe, die zwischen 1997 und 2002 erschienen sind zeichnen sich durch eine enorme Kreativität aus, aber ein Königreich für ein Lama wirkt selbst für die damalige Zeit äußerst ungewöhnlich aber sehr erfrischend. Der Film bietet einen frechen, arroganten Hauptcharakter, dessen Charakterwandel im Laufe der Handlung sehr natürlich wirkt, aber erst nach vielen Prüfungen einsetzt. Ergänzend dazu ist Patcha ein gutmütiger, aber charakterstarker zweiter Protagonist, der nicht nur einen Kontrast zu Kuzco bietet, sondern auch mit diesem wunderbar harmoniert. In Kombination mit der abgedrehten Schurkin und ihrem Handlanger hat der Film etwas von einer Buddy-Komödie.

Generell bricht ein Königreich für ein Lama mit vielen bekannten Konventionen von Disney, was jedoch sehr angenehm ist und nicht wie ein Aufguss der klassischen Formel ist. Besonders die Dialoge brechen mit allen Konventionen und sprechen beispielsweise den geplanten Mord an Kuzco offen aus ohne ihn irgendwie zu umschreiben. Dazu kommen Dialoge, die wie aus dem Leben gegriffen wirken und gemeinsam mit den Slapstick-Elementen einen weiteren erfrischenden Kontrast zu den üblichen Disneyfilmen bieten.

Stilistisch sieht ein Königreich für ein Lama auch mit 20 Jahren immer noch sehr gut aus. Ähnlich wie bei Vaiana oder Mulan ist das kreativ eine willkommene Abwechslung zu den üblichen westlichen Märchenwelt.


Zusammengefasst ist ein Königreich für ein Lama ein Film bei dem nicht nur Kinder lachen, sondern auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Neben den Slapstick-Einlagen bietet der Film viele Dialoge deren Doppeldeutigkeit für ältere Zuseher äußerst unterhaltsam sind. Durch seine frische & originelle Handlung, den tollen Figuren, dem altersübergreifenden Humor sowie dem tollen Ambiente hat sich ein Königreich für ein Lama die Wertung sehenswert+ definitiv verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Vaiana – Das Paradies hat einen Haken | Review

Titel: Vaiana – Das Paradies hat einen Haken
Originaltitel: Moana
Regie: Ron Clements & John Musker
Laufzeit: 103 Minuten
Release: 2016

Man nehme ein frisches Setting, tolle Lieder, eine spannende Handlung und ein Abenteuer auf hoher See. Fertig ist ein Animationsfilm, der mich sehr zu unterhalten weiß!

Damit herzlich willkommen zu meiner Vaiana (Moana) Rezension!


Vaiana ist nicht die Tochter des Stammeshäuptlings, sondern auch dessen designierte Nachfolgerin. Zusammen mit ihrem Stamm lebt sie auf der Insel Motunui in Polynesien. Als sich die Fischer beklagen, keinen Fang mehr zu machen und das Obst sowie Gemüse verfault, erfährt Vaiana von ihrer Großmutter, dass ihre Insel von Finsternis bedroht ist, wie auch so viele andere Inseln. Von ihr erfährt Vaiana auch von der Vergangenheit ihres Stammes als Seefahrer. Sie macht sich schließlich auf den Weg, um den Halbgott Maui davon zu überzeugen, der Göttin Te Fiti ihr „Herz“, ein mächtiges Artefakt, zurückzugeben, damit ihre Heimat gerettet werden kann …


Vaiana weicht vom klassischen Konzept der Disneyfilme ab und bewegt sich in erfrischend neuen Gewässern. Das Setting in Polynesien, sowie die Nutzung der Kultur/Mythologie der dort lebenden Menschen, wirkt unverbraucht und hebt den Film aus dem gigantischen Pool der Disney Animationsfilme hervor.

Die Handlung entwickelt sich etwas gemächlich, wird jedoch ab dem zweiten Drittel sehr spannend und bekommt eine gewisse Epik, die angenehm an die klassischen Disneyfilme des letzten Jahrhunderts erinnert. Generell hat Vaiana viele Eigenschaften klassischer Disneyfilme übernommen, wie die Wohlfühl-Botschaften, die trotteligen Tierbegleiter, oder die zahlreichen Lieder. Letztere sind zwar im O-Ton besser, nerven jedoch nicht in der deutschen Lokalisierung, wie es bei anderen Animationsfilmen der Fall ist.

Gegenüber den klassischen Merkmalen besitzt Vaiana einen deutlich moderneren Anstrich, der schon mit der titelgebenden Hauptfigur Vaiana anfängt, die, ähnlich wie Mulan, einen angenehmen Kontrast zu den beinah schon wehmütigen westlichen Prinzessinen bildet. Es ist ihre Intelligenz und Hitzköpfigkeit, die den Kontrast bildet und ein unterhaltsames Zusammenspiel mit Maui bildet, der an seiner Aufgabe wenig Interesse zeigt.


Zusammengefasst ist Vaiana ein toller Animationsfilm, der durch seine Handlung, die Charaktere, die Lieder, die Atmosphäre und der tollen Botschaft zu gefallen weiß. Das Tempo des Films ist hervorragend getroffen und Vaiana entwickelt sich genau richtig, um von Anfang an ebenso unterhalsam wie spannend zu sein.

Aus all den oben genannten Gründen vergebe ich für Vaiana die Wertung sehenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Christopher Robin | Review

Titel: Christopher Robin
Originaltitel: Christopher Robin
Regie: Marc Foster
Laufzeit: 104 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Fantasy, Komödie, Drama

Gestern war ich in der Vorpremiere von Christopher Robin, dem neuesten Realfilm von Disney, der auf einem bekannten Trickfilm basiert. In diesem Fall ist die Vorlage Pu der Bär und es ist immer ein schöner, sonniger Tag, wenn Christopher Robin mit seinen Freunden spielen mag!

Kernfakten zum Film

Titel: Christopher Robin

Originaltitel: Christopher Robin

Regie: Marc Foster

Laufzeit: 104 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Fantasy, Komödie, Drama


Christopher Robin ist nicht mehr der Junge, der er einst war, sondern ein Erwachsener mit Frau und Kind. Die Erlebnisse mit seinen Kindheitsfreunden Winnie Pooh, Tigger, Ferkel I-Ah, Rabbit, Eure, Kängs und Roo sind nur mehr blasse Erinnerungen.

Inzwischen arbeitet Christopher für Winslow Enterprises und fristet ein recht eintöniges Leben unter seinem Chef Giles. Als eines Tages plötzlich Winnie Pooh bei ihm auftaucht, der seine Freunde verloren hat, begibt sich Christopher auf ein Abenteuer um den Spaß am Leben wieder zu finden und sein Familienglück zu retten.

Christopher Robin erzählt eine simple aber stimmige Geschichte über Freundschaft, Familienglück und den Spaß am Leben. Dabei wechselt sich der Humor mit rührenden Szenen ab, allerdings hat der Film, bedingt durch ein langsames Tempo, ein paar Längen in der ersten Hälfte.


Technisch verdient die Animation der Stofftiere um den kultigen Bären Winnie Pooh ein großes Lob! Das CGI ist äußerst hochwertig, erweckt die Figuren zum Leben und beißt sich dabei nicht mit dem Realaufnahmen. Interessant ist auch das Detail des Alters, da Winnie Pooh durchaus älter wirkt und die Stofftiere allgemein den Eindruck alter aber immer noch geliebter Spielzeuge erwecken.

Pooh der Bär wirkt im Gesicht emotionsloser als seine älteren Versionen, hat aber etwas von einem alten Lehrmeister, der mit seinen Lehren den Spaß am Leben und das glücklich sein an sich vermitteln will. Die anderen Bewohner des hundert morgen Waldes kommen zwar auch vor, allerdings liegt der Fokus klar auf Christopher Robin und Pooh dem Bären.

Die „realen“ Schauspieler wissen ebenfalls zu gefallen. Besonders Ewan McGregor schafft es den (zu Beginn) freudlosen Christopher Robin zu spielen, der sein inneres Kind finden muss, um sowohl sein eigenes Leben als auch das seiner Familie zu verbessern.


Alles in allem ist Christopher Robin ein Liebesbrief an die alten Disneyfans, der seine Vorlage mit Respekt behandelt und pure Nostalgie versprüht. Trotz mancher Längen in der ersten Hälfte weiß der Film als Gesamtwerk zu gefallen und verdient sich die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!