Dragon Ball und die Last des Spannungsbogens | Gedankenspiel

Ich glaube wir sind uns alle einig, wenn ich den Manga Dragon Ball zu Recht einen Kultstatus verleihe und seine Relevanz für das Medium Manga sowohl im Westen als auch im Shonen Genre lobend hervorhebe. So sehr ich die Geschichte, Welt und Figuren von Dragon Ball mag, so gibt es auch ein paar gravierende Probleme innerhalb der Handlung, die im zweiten Drittel wirklich zum tragen kommen.

Um mein Problem zu erläutern müssen wir zuerst klären worum es in Dragon Ball primär geht und wie die Geschichte erzählt wird! Ich werde allerdings nur einen groben Überblick geben, da das Behandeln der einzelnen Sagas den Rahmen sprengen würde.

In Dragon Ball reist der junge Son-Goku um die Welt, wodurch er an seinen Fähigkeiten in den Kampfkünsten feilt und immer stärker wird. Am Ende einer Saga (Story Arc) nimmt Son-Goku am großen Kampfsportturnier Tenkaichi Budokai teil, wird jedoch von einem stärkeren Rivalen besiegt. Im großen Finale der ersten Hälfte von Dragon Ball besiegt Son-Goku seine Rivalen Tenchinhan und Piccolo wodurch er zum stärksten Kämpfer der Erde.

Die zweite Hälfte der Handlung wird im Anime mit „Z“ betitelt, was im Manga jedoch wegfällt. An dieser Stelle ist der beinah radikale Wechsel der Ausrichtung anzumerken. Während die erste Hälfte eine überdrehte Martial Arts Komödie in einer Welt war, die sich kaum ernst genommen hat, ist die zweite Hälfte eine Aneinanderreihung gigantischer Schlachten mit immer weiter ausufernden Kraftstufen und Transformationen.

Zurück zur Handlung. Am Ende von Dragon Ball ist Son-Goku also der stärkste Kämpfer der Erde. Daher ist es logisch Feinde aus dem Weltall zu etablieren. Zuerst kommen die Aliens (Radditz, Vegeta & Nappa) auf die Erde während die Z-Kämpfer (so der Name der Gruppe um Son-Goku) zur Erde reist, um sich dem schrecklichen Tyrannen Freezer zu stellen und die Gefallenen nach der Schlacht gegen Vegeta und Nappa wiederzubeleben. Am Ende der Namek-Saga besiegt Son-Goku den Weltraumtyrannen und opfert sich dabei. Ein klassischer Heldentod aber Son-Goku hat es allen bewiesen. Er ist der stärkste Krieger im Universum. Hier wäre ein perfekter Punkt gewesen die Handlung zu beenden aber nein. Die Show muss weitergehen. Was kann man also als nächsten Feind etablieren? Selbstverständlich Cyborgs und Cell der Wunderkäfer.

Son-Goku ist auf einem Level, auf dem er Planeten zerstören kann. Wie sollen also Cyborgs eine Chance gegen ihn haben? Die Problematik liegt nicht im wie oder warum, sondern an der krampfhaften Fortsetzung der Reihe. Mit der Namek-Saga wurde der Höhepunkt der Handlung  und Spannung erreicht. Alles was danach kommt, wirkt fast schon erzwungen und es tut sich ein weiteres Problem auf. Mit der Cyborg/Cell-Saga sollte Son-Goku als Held von seinem Sohn Son-Gohan abgelöst werden, was allerdings nur semi-konsequent durchgezogen wurde. Ja Son-Gohan hat Cell besiegt, aber in der finalen Saga gegen den Dämon Boo musste erneut Son Goku den Tag retten.

Zusammengefasst ist Dragon Ball zu Recht ein Kultmanga, der allerdings an einige Probleme in puncto Spannungskurve und Storytelling aufweist. Dennoch darf man die Relevanz dieses Werks nicht unterschätzen und die Nostalgie von Dragon Ball lässt über viele aber nicht alle Schwächen hinwegsehen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Dragon Ball Super: Broly | Review

Titel: Dragon Ball Super: Broly
Originaltitel: ドラゴンボール ブロリー
Regie: Tatsuya Nagamine, Naohiro Shintani, Kazuo Ogura
Laufzeit: 100 Minuten
Genre: Anime
Erscheinungsjahr: 2018

Ich liebe Dragon Ball, trotz seiner massiven Schwächen in der zweiten Hälfte, auch als Dragon Ball Z bekannt. Mit Dragon Ball Super hat Akira Toriyama bewiesen, dass er mehr aus seinem Universum machen als nur Kämpfer die sich zur nächsten Stufe schreiben. Meine beiden Rezensionen zu den anderen modernen Dragon Ball Filmen verlinke ich euch unter den Kernfakten!

Kernfakten zum Film

Titel: Dragon Ball Super: Broly

Originaltitel: ドラゴンボール ブロリー

Regie: Tatsuya Nagamine, Naohiro Shintani, Kazuo Ogura

Laufzeit: 100 Minuten

Genre: Anime

Erscheinungsjahr: 2018


Die restlichen Dragon Ball Film Rezensionen:

Weitere Dragon Ball Beiträge:


Handlung: Drei Krieger, ein Schicksal

41 Jahre vor dem Beginn des Films wird Freezer als neuer Großkönig im Weltall vorgestellt, dem sich auch das Kriegervolk der Sayajins unterwirft. Jahrelang verläuft das Bündnis zwischen den Sayajin und Freezer gut bis der Tyrann eines Tages den Entschluss fasst alle Sayajin und ihren Planeten zu vernichten. Diesen Genozid überleben nur Son Goku, der auf die Erde geschickt wird, Broly und sein Vater Paragus, ersterer wurde auf einen fernen Planeten verbannt sowie Prinz Vegeta mit seinen getreuen, unter ihnen Nappa und Radditz.

Die eigentliche Handlung setzt nach dem Tournament of Power an und behandelt Freezers perfiden Plan die Dragonballs zu sammeln, um sich einen Wunsch zu erfüllen, auf diesen Punkt gehe ich später etwas genauer ein. Nebenbei möchte er sich an Son Goku für die Niederlagen gegen ihn rächen. Um seine stark dezimierte Armee wiederaufzubauen schickt Freezer seine Anhänger auf die Suche nach mächtigen Kriegern. So werden Broly und Paragus von einem lebensfeindlichen Planeten gerettet auf dem sie fast 40 Jahre gelebt haben. Paragus hasst Vegeta für die Verbannung seines Sohns, daher schließen sie sich Freezer an dessen Plan eigentlich ganz simpel ist: Zur Erde reisen. Die Dragonballs holen. Broly auf Vegeta und Son Goku loslassen und beide Sayajin töten.

So simpel ist es, dann doch nicht wie man in der anschließenden Schlacht sieht. Broly entpuppt sich als schier unbesiegbarer Berserker, der immer stärker und stärker wird …

Meine Meinung zum Film

Eine Tugend des Films, die mit Kampf der Götter und Resurrection ‚F‘ eingeführt wurde, ist die Rückbesinnung auf das klassische Dragon Ball. Somit steht das Training der eigenen Fähigkeiten, das Erkennen des in einem schlummernden Potenzial und richtig skurrile Motivationen für die Bösewichte im Vordergrund. Sowohl Freezer als auch Bulma wollen die Dragonballs aus so bescheuerten Gründen sammeln, dass es schon wieder unterhaltsam ist.

Abseits dieses Aspekts tut einiges, um seine Figuren zu entwickeln. Besonders Broly bekommt mehr Persönlichkeit spendiert als er in seinen alten drei Filmen zusammen bekommen hat. Im Endeffekt ist er der brutale Berserker aus den alten Filmen, aber seine grundlegende Persönlichkeit ist anders und der schwachsinnige Grund „Er hasst Son Goku, weil dieser als Kind so viel geweint hat“ wurde zum Glück gestrichen. Paragus wurde ebenfalls etwas umgeschrieben und auch Bardock zeigt sich wesentlich menschlicher als in seinen alten Filmen.

Neben des ganzen erzählerischen Aspekten und Kniffen verfügt Dragon Ball Super: Broly über eine gigantische Inszenierung, die dem Franchise absolut gerecht wird. CGI und Zeichentrick gehen fast fließend ineinander über und Broly ist eine einzige Effektschlacht der mit seiner grünen Aura dem Film Shape of Warer in puncto Farbgebung Konkurrenz macht. Die Animationsqualität ist äußerst hochwertig, aber ca. in der Mitte des Films bricht die Qualität etwas ein aber das bessert sich schnell wieder.

Worin der Film allerdings all seine Vorgänger, mit Ausnahme des Freezer Themas aus Resurrection ‚F‘, überbietet, ist der Soundtrack. Passend zu imposanten Inszenierung kommt der Soundtrack ebenso epochal des Weges und passt sich perfekt den einzelnen Situationen an.

Fazit

Alles in allem ist Dragon Ball Super: Broly ein sehr guter Film die Stärken der beiden direkten Vorgänger ausbaut und mit Broly einen neuen Rivalen für Goku & Vegeta etabliert. In seinen 100 Minuten Laufzeit balanciert der Film hervorragend zwischen der Handlung und der Action aber ohne einen dieser Aspekte zu vernachlässigen. Wer Dragon Ball mag, kommt an diesem Film sowieso nicht vorbei aber auch Einsteiger können einen Blick werfen, da zu Beginn sehr Information für Neulinge etabliert wird.

Von mir bekommt Dragon Ball Super: Broly die Wertung sehenswert und gemessen am Dragon Ball Standard die Wertung absolut sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wootbox Dezember 2018 | Gedankenspiel

Die Instagram Community hat die Bilder von der aktuellen Wootbox bereits vor einigen Tagen bekommen aber euch wollte ich nicht aussen vor lassen! 😊

Mein Highlight ist, wie immer, das hochwertige T-Shirt! 😍

Der N64 „Stressball“ ist auch sehr praktisch und der Dragon Ball macht sich super im Regal!

Dragon Ball FighterZ | Review [Playstation 4

Name: Dragon Ball FighterZ
Entwickler: Arc System Works
Publisher: Bandai Namco
Release: 26.01.2018
Plattformen: PS4, Xbox One

Nachdem die letzten Dragon Ball Spiele eine 3D Optik hatten und vom reinen Prügelspiel weggingen, wird es Zeit für ein klassisches 2D (in diesem Fall 2,5D) Beat em‘up um die Z-Kämpfer. Also haben sich Bandai Namco und Arc System Works zusammengetan, um zu den Wurzeln zurückzukehren. Somit heiße ich euch herzlich willkommen zu meiner Dragon Ball FighterZ Review!


Die Geschichte ist zwischen der Future Trunks Saga 2 und der Universums Turnier Saga angesiedelt was bedeutet wir befinden uns in Dragon Ball Super. Dabei gliedert sich die Story in drei Handlungsbögen, die verschiedene Perspektiven verfolgen und somit die gesamte Geschichte erzählen. Man kann mit den Strang um Son-Goku & co, die Hauptgeschichte recht zügig abschließen, jedoch sind die beiden Nebenstränge ebenfalls spielenswert um alles zu erfahren.

Als überall auf der Erde eine Armee von Super-Cyborgs auftaucht, die das Aussehen sowie die Stärke von Z-Kämpfern & Schurken haben müssen die Helden ihre Kräfte vereinen, um diese Bedrohung zu bezwingen. Als Krone dieses Übels tritt mit C-21 eine neue mächtige Schurkin auf den Plan.

Dabei muss ich den Humor, der im alten Dragon Ball bereits vorhanden war und im neuen Dragon Ball, also ab Kampf der Götter, wieder eingeführt wurde. So ist C-21 im Endeffekt eine verfressene, weibliche Version des Dämonen Boo. Ihr Naschsucht ist ihre große Motivation, denn damit sie stärker wird, muss sie ihre Feinde essen, die sie in Süßigkeiten verwandelt. Neben dieser eigentümlichen Schurkenmotivation gibt es zahlreiche Querverweise auf den Manga, den Anime & den Filmen. Außerdem ist die Interaktion zwischen Figuren großteils auf Humor getrimmt. Hier sei besonders das Duo Nappa & Freezer erwähnt, welches Comedy-Gold ist.


Technisch ist Dragon Ball FighterZ hervorragend gemacht. FighterZ ist ein 2,5D Spiel, was bedeutet das die Ansicht wie bei einem typischen 2D angelegt ist jedoch 3D Elemente enthalten sind.

Wie funktioniert das im Detail? Nun das werde ich jetzt so simpel wie möglich zu erklären. Die Arenen sind als 2D Gebiete, ähnlich wie in Street Fighter, sprich ohne Tiefe, angelegt enthalten jedoch 3D Elemente. Die Figuren werden mit einer niedrigeren Bildrate dargestellt, wodurch sie ebenfalls wie 2D Sprites wirken aber dank einer ansteigenden Bildrate eindrucksvolle Spezialangriffe vom Stapel lassen können.

Was die Präsentation angeht, ist Dragon Ball FighterZ dem Anime so nah, wie noch kein anderes Dragon Ball Spiel zuvor. Die Figuren, die Attacken und selbst die Mimiken sind dem Anime fast 1:1 entnommen. Ebenso sehen die Arenen hervorragend aus und sind dem Dragon Ball Universum perfekt entnommen. Loben muss man auch das Design der Figuren deren, dem Anime getreue, Gestaltung in diversen Farbvarianten angepasst werden.


Apropos Figuren. Die Charakterauswahl ist der Aspekt, bei dem die Fangemeinde gespalten ist. Im Vergleich zu anderen Dragon Ball Prügelspielen, wie Tenkaichi Budokai 2 & 3, ist die Auswahl mit 24 Kämpfern, überschaubar aber eine kleine Auswahl an Kämpfern, die sich unterschiedlich spielen ist mir lieber als 150 Kämpfer, die sich fast alle gleich spielen. Ein Beispiel; Zu den 24 Recken zählt der Schurke Captain Ginyu und als Spezialattacken steht ihm seine Truppe, die Ginyu-Force zur Seite, was ich als sehr clever erachte. Gleiches gilt für ähnliche Teams innerhalb des Dragon Ball Universums.

Was ich etwas schade finde, ist das Fehlen von diversen Verwandlungsformen der Charaktere, wobei ich mir die Frage stelle ob es wirklich sinnvoll ist wenn wir alle Formen von Figuren wie Son-Goku, Freezer, Cell oder Vegeta im Spiel haben. Wenn ich darüber nachdenke, ist wie bei der Charakterauswahl, weniger erneut mehr.

Langsam muss ich wohl über das Gameplay schreiben. Dragon Ball FighterZ gehört zu den Prügelspielen, die leicht zu erlenen aber äußerst schwer zu meistern sind. Im Kampf treten zwei Dreierteams gegeneinander an, um sich gegeneinander in den Staub zu prügeln. Dabei steht der Nahkampf, aufgrund der kleinen Arenen, im Fokus. KI Attacken können ebenfalls eingesetzt werden ebenso wie Spezialattacken die sehr abwechslungsreich ausfallen. An dieser Stelle ein Tipp für Anfänger; spielt unbedingt das Tutorial, da dort die wichtigsten Grundlagen sehr ausführlich erklärt werden.

Neben dem Storymodus & dem Tutorial gibt es noch einen Arcademodus, einen Shop, diverse Onlinemodi sowie die Möglichkeit von lokalen Kämpfen. Verpackt werden all diese Modi in einer wirklich knuffigen Begegnungslobby.


Alles in allem ist Dragon Ball FighterZ ein hervorragendes Prügelspiel mit überraschend fairem Balancing der Figuren, einem fordernden Gameplay und wunderschöner Optik. Wer ein Fan von Dragon Ball ist, kommt bei diesem Spiel definitiv auf seine (oder ihre) Kosten. Gleiches gilt für Fans von anspruchsvollen Prügelspielen. Ich vergebe für Dragon Ball FighterZ ein wohlverdientes spielenswert, da sich jeglicher Frust der am Anfang entsteht, bald in Ehrgeiz verwandelt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!