Super – Shut Up, Crime! | Review

Titel: Super, Shut Up Crime!
Originaltitel: Super
Laufzeit: 92 Minuten
Erscheinungsjahr: 2010
Produktionsland: USA

Im Jahr 2018 sind Superheldenfilme aus dem modernen Kino nicht mehr wegzudenken. Das sah im Jahr 2010, als die X-Men strauchelten, das MCU gerade im entstehen war und DC mit Batman glänzte, noch etwas anders aus.

Mit Super – Shut Up, Crime! hat James Gunn (Guardians of the Galaxy Vol. 1 & Vol. 2) einen ersten Schritt ins Superheldengenre gewagt und einen Film mit Humor & Herz erschaffen. Auf einen Vergleich mit Kick-Ass werde ich verzichten weil ich diese Filme nie komplett gesehen habe.


Frank ist ein Außenseiter dessen bisheriges Leben von Spott, Ernidriegungen, Mobbing und fehlendem Selbstwertgefühl geprägt war. Es gibt jedoch zwei perfekte Momente in seinem Leben. Zum einen die Hochzeit mit der schönen Sarah und zum anderen als er einem Polizisten half einen Verbrecher zu schnappen.

Eines Tages verlässt Sarah jedoch Frank für den charismatischen Strip-Club Besitzer Jacques, der nebenbei auch noch mit Drogen handelt wodurch er die ehemalige Drogensüchtige Sarah leicht unter seinen Einfluss bringen kann.

Frank verfällt in eine tiefe Deprission und kann diese erst durch eine Vision von Gott sowie dem heiligen Rächer (einr Serienfigur innerhalb des Films) ablegen. Er beschließt ein Held zu werden und erhält dabei, zu beginn ungewollt, Hilfe von der Comic-Verkäuferin Libby, die schließlich sein Side-Kick wird. Unter den Codenamen der blutrote Blitz (Frank) und Blitzie (Libby) nehmen die beiden den Kampf gegen das Verbrechen auf, mit dem Endziel Sarah aus den Fängen des bösen Jacques zu befreien.


Super – Shut Up, Crime! verwendet alle Elemente einer Comicverfilmung und garniert diese mit sehr schwarzem Humor. Frank benutzt, inspiriert durch Helden ohne Superkräfte (Iron Man, Batman, …), eine Rohrzange als Waffe, was jedoch eher an den Punisher erinnert da Frank äußerst brutal vorgeht. Die Gewalt ist jedoch massiv überspitzt und wird als Stilmittel eingesetzt, da ein Hieb mit einer Rohrzange eher selten unblutig endet.

Abseits der Gewalt hat der Film sehr viel Herz, was an den faszinierenden Figuren liegt, die eine gewisse Sympathie erzeugen. Selbst wenn sie wie im Fall von Michael Rooker (Schläger Abe) kaum Text haben. Man erfährt viel über Franks (Rainn Wilson) Gefühlswelt und er will ein Held sein, rächt sich aber gleichzeitig an Verbrechern für sein schlechtes Leben. Besonders Jacques, gespielt von Kevin Bacon, macht als Bösewicht eine große Figur und wird schnell zur Nemesis von Frank. Ellen Page schlüpft in die Rolle von Libby und möchte Frank unterstützung, vermutlich teils aus Bewunderung, teils als Fluchtversuch aus ihrem Leben.

Interessant ist auch der Wandel der beiden Hauptfiguren. Frank entwickelt sich von einem Loser zu einem Helden, gewinnt trotz Rückschlägen selbstvertrauen und gibt alles um seine geliebte Sarah zu befreien. Dabei werden keine Gefagenen gemacht und sein Hass auf das Verbrechen würde den Punisher (alias Frank Castle) stolz machen. Hier muss auch Rainn Wilsons grandiose Darbietung gelobt werden, die von viel Menschlichkeit geprägt ist.

Libby wird von einer grauen Maus, schnell zu einer psychpatischen Kämpferin für das Gute und muss dementsprechend von Frank in ihre Schranken verwiesen werden. Das erinnert mich am Jason Todd aka Robin aka Red Hood der ebenfalls brutal agierte und von Batman ermahnt wurde. Dabei schafft es Ellen Page glaubhaft die graue Maus aus dem Comicbuchladen und die manische Kämpferin der Gerechtigkeit zu spielen.

Unterlegt wird dieses bitterböse, humoristische Drama von einem stimmigen Soundtrack des großartigen Komponisten Tyler Bates.


Zusammengefasst ist Super – Shut Up, Crime! kein Meilenstein der Kinogeschichte und will es auch garnicht sein. Dieser Idipendentfilm ist mehr eine bitterböse Satire auf das Genre der Superhelden an sich, hat jedoch eine eigene Identität und dank der starken Besetzung viel Charme. Ich vergebe für Super – Shut Up, Crime! das Prädikat sehenswert, wer Kick-Ass nicht kennt schaut halt diesen Film.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

The End of the F***ing World Staffel 1 (Netflix Original) | Review

Name: The End of the F***ing World
Staffeln: 1
Episoden: 8
Sender: Netflix
Genre: Dramedy

Die Review zu American Horror Story Staffel 2 muss noch etwas warten, da mir von Felix die Serie The End of the F***ing World empfohlen wurde. Danke dafür und nun viel Spaß mit meiner kurzen, spoilerfreien Review!


James ist siebzehn Jahre alt und glaubt, ein Psychopath zu sein. Als er auf die rebellische Alyssa trifft, brechen beide aus ihrem tristen und im Falle von Alyssa lieblosen Leben aus, um einen Neuanfang zu starten. Somit treten die beiden eine Kette von Ereignissen los, in deren Verlauf auch die Polizei eingeschalten wird und das Paar tiefgreifende Veränderungen durchmacht.

Die Rahmenhandlung von The End of the F***ing World ist simpel, jedoch liegt der Reiz in den faszinierenden Figuren, den abwechslungsreichen Themen, der Folgen, sowie der gelungenen Mischung aus Drama und schwarzem Humor.


Der Cast von The End of the F***ing World gefällt, wobei die beiden Hauptdarsteller Alex Lawther (James) & Jessica Barden den Rest der Besetzung an die Wand spielen. Dies liegt unter anderem an dem gekonnten Einsatz von Mimik und Gestik. Außerdem muss ich die Dialoge loben, die sehr gut ins Deutsche übersetzt wurden, was besonders bei britischen Serien nicht selbstverständlich ist. Ich blicke in deine Richtung Dr. Who.


The End of the F***ing World ist eine jener Serien, über die man nicht zu viel verraten will. Man muss sie selbst erleben und sich auf sie einlassen, denn gerade zu Beginn wirkt The End of the F***ing World sehr unnahbar, was sich jedoch nach der ersten Folge stark bessert. Mir hat diese Serie sehr gut gefallen und ich hoffe auf eine bald erscheinende zweite Staffel. The End of the F***ing World bekommt von mir das Prädikat sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!