Exkurs: 7 moderne Horrorspiele oder der vielfältige Schrecken |Gedankenspiel

Es wird mal wieder Zeit für Gruselwusel. Heute stelle ich euch sieben moderne Horrorspiele, aus den Jahren 2012 bis 2017, vor die ich für spielenswert erachte und euch vielleicht so den einen oder anderen Geheimtipp zeigen kann. Viel Spaß!

Wenn ihr andere Horrorspiele kennt die ihr empfehlen könnt dann bitte in die Kommentare damit.


 

Dying Light (Techland/WB Games/2015/PS4,X1,PC)

Dying Light ist der geistige Nachfolger zu Dead Island und besticht durch seine große Open-World, der ansehnlichen Grafik, dem dynamischen Parkoursystem sowie einer breiten Palette an Feinden. Leider trüben Grafikfehler, Bugs, eine eher unspektakuläre Handlung (okay im Vergleich zu Dead Island ist sie episch) sowie eher simple Sidequests den Spielspaß etwas.

Dafür gibt es jedoch eine große Erweiterung welche ein großes neues Gebiet integriert und zum Erkunden einlädt. Leider entpuppt sich dieses Gebiet als reichlich unspektakulär hat aber seinen ganz eigenen unheimlichen Charme.


 

White Night (OSome Studio/Activision/2015/PS4, X1/PC)

Eine dunkle Nacht, ein verlassenes Herrenhaus, ruhelose Geister und ein kontrastreicher Grafikstil, unter diesen Voraussetzungen klingt White Night nach dem perfekten Horrorspiel für mich und was soll ich sagen genau das ist es. Die Handlung selbst mag etwas dürftig sein mit „entkomme aus dem unheimlichen Haus“ aber durch das Lesen von Büchern, Notizen und anderen Schriftstücken wird einem Stück für Stück die Hintergrundgeschichte erzählt welche als klassische Gruselgeschichte bezeichnet werden kann. Das Gameplay ist eher langsam und besteht hauptsächlich aus dem Lösen von Rätseln. Das wichtigste Element ist jedoch das Licht um sich vor den Schatten des Hauses zu schützen.


Neverending Nightmare(Infinitap Games/2014/PS4, PS Vita, Linux, Ouya, PC)

Bei diesem Spiel handelt es sich mehr um eine Erfahrung denn ein wirkliches Spiel. Man durchstreift in der Rolle von Thomas Swift dessen niemals endende Alpträume, welche am Anfang nur unheimlich sind jedoch im weiteren Verlaufen immer bizarrer und abstrakter werden. Das Spiel setzt auf eine ähnlich kontrastreiche Grafik wie schon White Night jedoch in einer anderen Ausführung. War bei White Night der Schwarz-Weiß im Vordergrund so ist es hier das Fehlen von Farbe außer bei Licht, Blut und anderen wichtigen Objekten. Bizarr und verstörend, so lässt sich dieses Machwerk am besten beschreiben.


Layers of Fear (Bloober Team/Aspyr Media/2016/PS4, X1, PC)

Schon wieder ein Horrorspiel in einem alten Herrenhaus, was jedoch niemanden überraschen sollte wenn man meine Beiträge zum Thema Horror liest. In der Rolle eines Malers erkundet man ein heruntergekommenes Haus um ein Porträt fertigzustellen. Dabei sammelt man die verschiedenen Materialien, welche alles andere als normal sind und erfährt so mehr über die Geschichte des Hauses, den Maler und dem Grauen dass hier herrscht.
Eine dichte Atmosphäre, paranormale Ereignisse und grausiger Höhepunkt machen Layers of Fear zu einem der besten Horrorspiele die ich je gespielt habe.

Ich kann auch das DLC empfehlen in dem man in die Rolle der Tochter des Malers schlüpft und noch mehr über die Familie erfährt.


 

Alien: Isolation (Creative Assembly/Sega/2014/PS3, PS3, X360, X1, PC)

Alien: Isolation ist eines der ersten Spiele die ich mir für die PS4 gekauft habe und von diesem Start Line-up ist es das einzige was sich immer noch in meiner Sammlung befindet. Da ich da Alien-Franchise liebe, hatte ich hohe Erwartungen an diesen Titel. Ich wurde nicht enttäuscht. Eine dichte Atmosphäre, die Verfolgung durch das Alien (dass sich KI gesteuert durch das Raumschiff bewegt), eine gute Synchronisation und jede Menge Schockmomente machen Alien: Isolation zu einem der besten Horrorspiele der jüngeren Zeit.


 

The walking Dead by Telltale (Telltale Games/2012/fast alle aktuellen Plattformen)

Die The walking Dead-Serie von Telltale umfasst inzwischen drei Staffeln und ein Spin-off über den Charakter Michonne. Diese Adventure-Serie behandelt jedoch nicht die Handlung der Comics sondern erzählt eine eigene Geschichte um das junge Mädchen Clementine und ihren Überlebenskampf. Ich habe noch nie ein Adventure gespielt dass eine so dichte Atmosphäre hat wie dieses hier. Leider leidet darunter das Gameplay welches sich auf das marginale beeinflussen von Dialogen und gelegentlichen Quick-Time-Events.
Nichts desto trotz ist The walking Dead eine spielenswerte Horror-Adventure-Reihe.


 

Emily wants to Play (Shawn Hitchcock/SKH Apps/2015,2016/PS4, X1, IOS/Android/PC/VR)

Ein verlassenes Haus (schon wieder), ein paar Puppen, eine schaurige Nacht und ein Mädchen. Emily wants to play sieht nach nicht viel aus entpuppt sich jedoch als ein sehr effektives Horrorspiel mit vielen Jump-Scares, dass ist zwar eine billige Methode um eine gruselige Atmosphäre zu erschaffen aber das Spiel weiß auch Licht & Schatten effektiv zu nutzen. In erster Linie setzt Emily wants to play jedoch auf Jump-Scares. Wer mehr wissen will folgt diesem Link.


Einen Sonderplatz nimmt Resident Evil 7 ein welches die Resident Evil Videospielreihe zurückgebracht hat und zeigt wie man ein sehr gutes Horrospiel macht. Unter diesem Link könnt ihr mehr dazu lesen und auch unterm diesem Link gibt es Informationen zu Resident Evil 7.

Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal!

Emily wants to Play – Ersteindruck | Gedankenspiel

Ich bin ein großer Fan von Horror- bzw. Gruselspielen, das dürfte niemanden wundern, wenn man meine letzten Reviews betrachtet. Leider ist das Genre der Horrorspiele vom klassischen Überlebenshorror in den Actionhorror gerückt. Spiele wie Dead Space 1, Dyling Light, Resident Evil 4 & 5 funktionieren sehr gut aber dafür geht oftmals der Gruselfaktor verloren.

Dafür gibt es wieder Spiele wie Layers of Fear, White Night und Emily wants to play, um welches es heute geht, die einem zeigen, wie man ohne Action & Splatter richtig gruseln kann.

Also wie bereits erwähnt geht es heute um Emily wants to play & im Titel steht es auch. Ich hab mir dieses kleine Spiel um 5,99€ im PSN gekauft und habe nicht wirklich was erwartet. Nach den ersten paar Spielsitzungen war ich auch etwas enttäuscht bis ich das Haus, in dem man sich befindet, etwas genauer unter die Lupe genommen habe und den Sinn hinter dem „Spiel“ verstanden habe oder es zumindest glaube.

In Emily wants to play gelangt ihr als Pizzabote in ein gruseliges Haus (ich glaube, es steht nicht im Wald) und erlebt dort den wahren Horror. Ab Mitternacht beginnt das Spiel und man wird von Emily & ihren 3 Spielgefährten gejagt. Diese sind im Einzelnen: Kiki die schwarz-weiße Puppe, die man so lange anstarren muss, bis sie verschwindet, Mr. Tatter der Clown, bei dem man stehen bleiben sollte und Chester, vor dem man davonlaufen sollte, solange man die Chance hat.

Das Spiel ist dabei so aufgebaut, dass man durchhalten muss, bis die Sonne aufgeht. Jede Stunde ist dabei eine Runde und dauert 6 bis 7 Minuten. Während dieser Zeit sollte man nach Möglichkeit immer im Licht und in Bewegung bleiben. Im Internet gibt es Anleitungen wie man die Nacht am besten übersteht jedoch ist meine Empfehlungen die ersten Runden ohne Anleitung zu spielen um sich die Überraschung nicht zu versauen.

Die Jump-Scares sind von gut gesetzt über bösartig bis zu heftig weit gefächert. Der Horror des Spiels basiert jedoch nicht nur auf den Jump-Scares, die Atmosphäre im Haus ist sehr unheimlich und man die Puppen gleich zu Beginn jedoch machen diese nichts. Puppen eben.

Grafisch & Soundtechnisch gibt’s für so ein kleines Spiel nichts zu meckern. Wer ein Heimkinosystem hat, kann sich auf einige heftige Schockmomente gefasst machen. Gameplay ist relativ wenig vorhanden, jedoch braucht man nicht viel um sich dem Horror zu stellen.

Ich kann Emily wants to play weiterempfehlen. Es ist ein spaßiges kleines Spiel für wenig Geld und wer sich gern vor Puppen gruselt ist hier gut aufgehoben.