Pinocchio (2019) | Review

Titel: Pinocchio (2019)
Originaltitel: Pinocchio (2019)
Regie: Matteo Garrone
Laufzeit: 124 Minuten
Release: 2019

Auf Pinocchio (2019) bin ich durch Trailer aufmerksam geworden, mit denen man quasi in den sozialen Netzwerken überflutet wurde. Da mich die Vorschauen grundlegend angesprochen haben, wollte ich dem Film eine Chance geben und ob sich Pinocchio (2019) lohnt, erfahrt ihr jetzt!


Kernfakten aus Holz

Titel: Pinocchio (2019)
Originaltitel: Pinocchio (2019)
Regie: Matteo Garrone
Laufzeit: 124 Minuten
Release: 2019


Der einsame und in Armut lebende Geppetto wird durch ein fahrendes Puppentheater dazu inspiriert, selbst eine Puppe zu schnitzen. Er bearbeitet einen Holzstamm mit seltsam belebten Eigenschaften und als der Stamm langsam die Form eines Jungen annimmt, erwacht die Puppe schließlich zum leben. Geppetto nennt seine Schöpfung Pinocchio. Als Pinocchio zur Schule gehen soll, büchst er aus und wird vom fahrenden Puppentheater mitgenommen.

Der Besitzer des Theaters lässt ihn jedoch frei, mit der Aufgabe, ein paar Goldstücke zu seinem Vater zu bringen, damit dieser nicht immer in Armut leben muss. So beginnt für Pinocchio eine gewaltige Odyssey, während sich Geppetto in schier endloser Trauer auf die Suche nach seinem Sohn macht und dafür sogar einen Ozean überqueren will, um ihn in Amerika zu suchen …


Pinocchio (2019) erzählt die Geschichte um die flunkernde Puppe nicht neu, tut dies jedoch mit sehr viel Charme und Herz. Die Reise von Pinocchio nach Hause und das Lernen, dass jede Tat Konsequenzen mit sich bringt, kann bis zum Ende unterhalten, aber auch die Liebe zwischen Vater und Sohn gehört zu den größten Stärken des Films. Hier muss ich Roberto Benigni loben, der dem Charakter des Geppetto viel Persönlichkeit und Herz verleiht. Man nimmt ihm den verarmten Tischler, dessen größter Schatz sein eigener Sohn ist und für den er alles tun würde, selbst bis ans Ende der Welt reisen, einfach ab.

Abseits davon bietet Pinocchio (2019) eine Vielzahl an interessanten Figuren, die alle durchgehend interessant und einprägsam sind. Besonders die Märchenfiguren glänzen durch einen eigenwillig nüchternen Stil. Damit meine ich, dass sie so real wie möglich aussehen, aber dennoch einen Touch Fantasy besitzen, um klar als solche Figuren erkannt zu werden.

Ebenfalls lobend muss man die Schauplätze erwähnen, welche keinen Märchenlook aufweisen, sondern durchgehend realistisch sind und manchmal ein unheimliches Flair aufkommen lassen. Das passt auch ideal zum wechselnden Ton des Films, der von hell bis dunkel reicht.


Alles in allem ist Pinocchio (2019) ein schöner Märchenfilm, der abseits von Disney entstanden ist und sich traut, auch die dunklen Töne europäischer Märchen zu streifen. Die bekannte Botschaft des Märchens wird schön auf den Film übertragen und trotz seiner Laufzeit von knapp über 2 Stunden kommt keine Langeweile auf. Ganz im Gegenteil weiß Pinocchio (2019) sehr zu gefallen und gehört zu meinen Fantasy-Highligts 2020. Ich vergebe für Pinocchio (2019) die Wertung sehenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Monstrum (2018) | Review

Titel: Mostrum
Originaltitel: Mulgoe
Regie: Hee Jong-ho
Laufzeit: 105 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Fantasy-Horror

Südkoreanische Filmemacher verfolgen scheinbar den Trend unterschiedlichste Genre miteinander kombinieren zu wollen. Sei es nun ein Monsterfilm mit Familiendrama wie The Host oder die gesellschaftskritisch-dramatische Zombie-Apokalypse der Duologie Seoul Station und Train to Bussan.

Monstrum schlägt in eine ähnliche Kerbe wie die von mir geliebte Serie Kingdom und kombiniert mittelalterliche Intrigen mit Horrorelementen, erreicht aber nicht die Qualität der Serie aber lasst mich ins Detail gehen …


Kernfakten zum Film

Titel: Mostrum

Originaltitel: Mulgoe

Regie: Hee Jong-ho

Laufzeit: 105 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Fantasy-Horror


Handlung: Es war einmal im Kaiserreich Korea

Dreizehn Jahre vor Beginn der Filmhandlung wütet die Pest in einem Dorf und der König lässt alle Bewohner töten. Der Soldat Yun-kyum möchte einem Mädchen das Leben retten, fällt dabei in Ungnade und zieht mit seinem jüngeren Bruder das Mädchen im Exil auf.

Wir schreiben das Jahr 1527 n. Chr. im Kaisereich Korea während der Joseon-Dynastie. Im Volk geht das Gerücht um, dass ein Monster, genannt Monstrum, sein unwesen, Menschen tötet und die Pest verbreitet. König Jungjong vermutet hinter Monstrum eine Intrige von Minister Sim Woon. Er entsendet den Soldaten Hur um Yun-kyum zurückzubringen, da er seinen besten Mann benötigt, um Fall zu lösen. Yun-kyum, sein Bruder Sung-han, deren Mündel Myung und der Soldat Hur begeben sich auf die Quest das Mysterium, um Monstrum zu klären und werden dabei in die Intrigen des königlichen Hofes gezogen …

Meine Meinung zum Film

Zuerst muss ich das Setting des Films loben. Korea zur Zeit der Joseon-Dynastie wirkt immer noch sehr erfrischend und ich halte es für eine sehr gute Idee, wenn Korea etwas mehr von Kultur und Geschichte im Medium Film präsentieren will, da allein die Kostüme wirklich klasse sind. Auch gefällt die hervorragende Leistung der Schauspieler, die durch eine wertige deutsche Vertonung unterstrichen wird.

Allerdings krankt der Film bei den Themen Spannung & Tempo, obwohl die grundlegende Prämisse äußerst interessant ist. Leider schafft es der Film nur selten eine kontinuierliche Spannungskurve zu erzeugen, da die Mischung aus Horror-Fantasy und Mittelalter-Thriller über die relativ kurze Laufzeit etwas zu überladen wirkt. Dadurch bremst sich der Film etwas zu stark aus.

Fazit

Alles in allem ist Monstrum ein solider Fantasy-Horror-Thriller mit starker Besetzung, interessantem Szenario und einer wertigen deutschen Lokalisierung. Leider mangelt es dem Film zu sehr an Spannung, um bis zum Ende hin zu unterhalten. Hier wäre eher ein Fokus auf das Monster an sich unterhaltsamer gewesen!

Ich vergebe für Monstrum die Wertung bedingt sehenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Mogli – Legende des Dschungels (Netflix Exclusiv) | Review

Titel: Mogli – Legende des Dschungles
Originaltitel: Mogli – Legend of the Jungle
Regie: Andy Serkis
Laufzeit: 104 Minuten
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2018

Wenn Disney klassische Erzählungen verfilmen kann, dann muss das für Warner auch möglich sein! So oder so ähnlich muss der Gedankengang zur Dschungelbuch Verfilmung Mogli – Legende des Dschungels gewesen sein. Viel Spaß mit meiner kurzen Rezension!

Kurze Anmerkung: Um Spoiler zu vermeiden, obwohl die Geschichte der Dschungelbuchfilme bekannt sein sollte, werde ich die Handlung nur grob beschreiben.

Kernfakten zum Film

Titel: Mogli – Legende des Dschungles

Originaltitel: Mogli – Legend of the Jungle

Regie: Andy Serkis

Laufzeit: 104 Minuten

Genre: Fantasy

Erscheinungsjahr: 2018


Handlung: Das Kind des Dschungels

Mogli, ein Menschenkind, wächst nach der Ermordung seiner Eltern durch den Tiger Shere Khan bei einem Rudel Wölfe unter der Führung von Akela auf. Er genießt den Schutz des Rudels vor dem Tiger und bekommt die Regeln des Dschungels vom Bären Baloo sowie von Bagheera beigebracht.

Als Mogli älter wird muss er seinen Platz in der Welt finden, da er weder in den Dschungel noch direkt zu den Menschen gehört und die Konfrontation mit Shere Khan bleibt nicht aus.

Meine Meinung zum Film

Mogli – Legende des Dschungels ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Animationsqualität der Tiere, mit den menschlichen Zügen, was mich entfernt an Prinzessin Mononoke erinnert, sehr hochwertig trotz so manch grotesker Gestaltung, hier sei die Hyäne Tabaqui erwähnt. Andererseits ist der Anfang des Films sehr stark, erzeugt Spannung und etabliert gelungen die wichtigsten Figuren fällt aber im letzten Drittel stark ab und hinterlässt offene Fragen. Zum Beispiel warum die Affen für Shere Khan arbeiten und deren König Lui nicht existent ist. Ebenso zeigt die Geschichte zum Schluss hin eine kleine Identitätskrise, da Mogli im Finale eher an Tarzan erinnert. Loben muss ich allerdings die Atmosphäre, die die Gefahren des Dschungels glaubhaft widerspiegelt und kurz die Wichtigkeit der harmonischen Existenz von Menschen und Natur aufgreift.

Fazit

Mogli – Legende des Dschungels ist kein schlechter Film, erfindet aber das Rad nicht neu und leidet besonders im letzten Drittel an einer abbauenden Handlung/Spannungskurve. Eine Frage die sich stellt, ist der Grund für die Existenz des Films, da wir bereits eine Realverfilmung des Dschungelbuchs von Disney bekommen haben, wenngleich ich den düsteren Ton des 2018er Films sehr begrüße. Alles in allem ist Mogli kein schlechter Film aber auch kein Pflichttitel. Das führt mich zur Wertung bedingt sehenswert, wobei ich mit dem Film durchaus Spaß hatte!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers | Review

Titel: Shape of Water – Das Flüstern des Wassers
Originaltitel: The Shape of Water
Laufzeit: 123 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: USA

Als ich das erste mal von Shape of Water gehört habe, hat mich der Film überhaupt nicht interessiert. Dies änderte sich erst, als ich einen Trailer gesehen & erfahren habe, wer nun an diesem Projekt beteiligt ist. Hier ist also meine Review zu Guillermo Del Torrors modernem Märchen Shape of Water – Das Flüstern des Wassers.


Baltimore, USA, in den 1960er Jahren. Die stumme Elsa arbeitet als Reinigungskraft im geheimen Forschungslabor Occam Aerospace Research Center. Ihre einzigen Freunde sind ihr homosexueller Nachbar Giles & die resolute Arbeitskollegin Zelda.

Als eines Tages eine seltsame Kreatur, halb Mensch, halb Amphibier aus dem Amazonas ins Labor gebracht wird, wird Elsas Leben komplett auf den Kopf gestellt. Zeitgleich treten der Wissenschafter Dr. Hofstetler und der energische Sicherheitschef Strickland in ihr Leben.

Im Laufe der Handlung entwickelt Elsa eine enge Bindung zur Kreatur, die über gewöhnliche Zuneigung hinausgeht, doch ein Monster will alles zerstören …

Shape of Water ist ein Fantasyfilm, dessen Geschichte jedoch Elemente eines Märchens und eines Monsterfilms mitnimmt und so einen faszinierenden Mix erschafft der Herz hat. Die Liebesgeschichte zwischen Elsa & de Wesen ist trotz des fantasievollen Setting die glaubhafteste Romanze, die ich seit langer Zeit in einem Film gesehen.


Die Präsentation von Shape of Water ist grandios und so detailverliebt wie kaum ein anderer moderner Fantasyfilm. Der ganze Film steckt voller faszinierender Details. So herrscht im gesamten Film die Farbe grün vor, wenn auch meist nur im Hintergrund. Durch den gekonnten Einsatz von Licht & Schatten entsteht eine ganz eigene Atmosphäre und spätestens wenn der Regen einsetzt bekommt der Film seine eigene Ästhetik.

Ebenso muss man den Einsatz der Musik, die perfekt zu den 60er Jahren passt, loben. In Kombination mit den Musicaleinlagen erinnert Shape of Water fast schon an einen klassischen Disney-Film, was etwas Positives ist.

Mein Highlight war das „Wesen“, sowohl im Design, als auch im Schauspiel. Optisch sieht das Wesen äußerst beeindruckend aus und erinnert sicherlich nicht nur zufällig an den Kiemenmann aus „Der Schrecken vom Amazonas“, schließlich teilen sich beide Kreaturen den gleichen Lebensraum. Was mich überrascht, ist, wie viel Herz & Menschlichkeit aus einem Wesen herausgeholt werden kann, das nicht sprechen kann.

Das Wesen ist jedoch nur ein Teil einer Gruppe an faszinierenden Figuren, die von hervorragenden Schauspielern verkörpert werden. Sally Hawkins verkörpert die einsame & stumme Elsa, im Prolog liebevoll „Prinzessin ohne Stimme“ genannt, die im Wesen ihren Seelenpartner findet, was so herzerwärmend ist, wie in kaum einer anderen Liebesgeschichte.

Michael Shannon schlüpft in die Rolle des großen „Bösewichts“, der das Wesen tot sehen & Elsa sein Eigen nennen will. Seit seiner Rolle als General Zod, siehe Man of Steel, hat Shannon bewiesen, dass er Antagonisten verkörpern kann, die eine gewisse Ausstrahlung haben.


Zusammengefasst ist Shape of Water ein spannendes, mitreißendes & bildgewaltiges modernes Märchen über Liebe und Andersartigkeit. Der Film hat so viel Herz wie kaum ein anderes Fantasyfilm der letzten Jahre und nimmt den Zuseher mit auf eine emotionale Reise, die man so schnell nicht wieder vergessen wird. Ich vergebe daher ein sehenswert. Shape of Water hat die 4 Oscars verdient.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Shape of Water:

Bright (Netflix Original) | Review

Titel: Bright
Originaltitel: Bright
Laufzeit: 117 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Action/Fantasyfilm

Bright ist ein exklusiv für Netflix produzierter Hybrid aus Action & Fantasyfilm, auf den ich mich schon sehr lange gefreut habe. Ob sich diese Vorfreude ausgezahlt hat, erfahrt ihr jetzt.


In einer alternativen Welt leben Menschen, Elfen & Orks in zwar oberflächlicher, jedoch friedlicher Gesellschaft zusammen. Probleme wie Rassismus und Diskriminierung stehen jedoch an der Tagesordnung. Besonders die Orks haben es aufgrund einer 2000 Jahre alten Tragödie nicht leicht. Ward, ein afroamerikanischer Polizist, muss zusammen mit seinem Partner Jakoby, dem ersten Ork-Cop, Schichten absolvieren, obwohl er Vorurteile hat.

Bei einem scheinbaren Routineeinsatz nimmt das ungleiche Duo eine junge Elfin namens Tikka in Gewahrsam, die einen unglaublich mächtigen Zauberstab in ihren Besitz hat. Da dieser Stab Wünsche erfüllt, geraten die Polizisten und Tikka ins Kreuzfeuer diverser Gruppierungen, die alle den Stab haben wollen.


Bright spielt sehr effektiv mit dem Thema Rassismus, wobei dieses Thema nur im ersten Drittel des Films wirklich zum Tragen kommt. Die Darstellung der Armenviertel, bevölkert von Orks und der Elfenstadt, mit goldenen Leitplanken und himmelschreiender Dekadenz geben viel Spielraum zur Spekulation, was den Zustand dieser Gesellschaft angeht. Ein interessanter Punkt ist der Rollentausch von Afroamerikanern, den Opfern des Rassismus und den Orks, die nun diese Stellung innehaben. Hier muss ich Will Smith loben, der einen Afroamerikaner mit rassistischem Einschlag spielt.

Die Besetzung ist im Allgemeinen sehr gut, wobei Will Smith als Ward und Jodel Edgerton als Ork Jakoby ganz klar das glänzende Team des Films sind. Ebenso muss ich die Maske loben, besonders die Orks sehen wirklich cool aus.


Alles in allem ist Bright ein interessanter Genremix mit starken Ansätzen, die jedoch im Laufe des Films nicht weiter verfolgt werden. Besonders die Themen Rassismus & Polizeibrutalität hätten meiner Meinung nach noch stärker hervorgehoben werden können. Da inzwischen Bright 2 angekündigt wurde, hoffe ich im kommenden Film auf eine Vertiefung der Themen. Ich vergebe für Bright das Prädikat sehenswert, da der Film sehr solide ist und dank starken Hauptdarstellern, eingängiger Musik und wertigen Effekten ein gelungenes Gesamtpaket ist.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Reviews zu Bright

Zuletzt gesehen #5: Rings & The Last Witch Hunter | Gedankenspiel

Herzlich willkommen zur ersten Folge von „Zuletzt gesehen“ im neuen Jahr. Heute geht es mir um Filme, die richtig gut hätten sein können, aber an verschiedenen Problemen krankten. Viel Spaß!


Rings 

Bei Rings handelt es sich um den dritten Teil der amerikanischen Ring-Filme, die als Remake der japanischen Ringu angesehen werden, welche wiederum auf dem japanischen Roman The Ring und dessen Nachfolgern basieren. Außerdem gibt es noch die koreanische Verfilmung The Ring Virus. Die japanischen Ring-Filme kenn ich (noch) nicht, aber die beiden ersten amerikanischen Filme habe ich gesehen und die sind meiner Meinung nach ganz okay. Kommen wir nun also zu Rings.

Der dritte Teil spielt 13 Jahre nach Ring, den Zusammenhang müsst ihr selbst suchen und handelt von Julia die sich um ihren Freund Holt sorgt der auf dem College das ebenso legendäre wie mysteriöse wie tödliche Video erforscht. Als Julia den Fluch auf sich nimmt, um Holt zu retten, macht das Paar eine erstaunliche Entdeckung.

Das Beste an Rings ist der clevere Titel, denn durch das S wird das Vorhandensein von vielen Killervideos verdeutlicht. Was jedoch nicht funktioniert, ist der fehlende Spannungsbogen und die, selbst für das Ringu Franchise, abstruse Handlung mit einem Video im Video.

Zusammengefasst ist Rings kein kompletter Ausfall, aber hat die Reihe diesen Film unbedingt gebraucht? Wenn man mich fragt, dann nicht. Rings bringt dem Franchise nichts Neues und ist im Endeffekt nicht mehr als der klägliche Versuch, eine alte Horrorreihe für die aktuelle Generation an Filmfans zurückzubringen. Es fehlt der billige Charme der japanischen Filme und die durchgehend düstere Atmosphäre der alten amerikanischen Teile.


The Last Witch Hunter

Im fernen Jahr 2010 stand The Last Witch Hunter auf der sogenannten Black List Hollywoods, die die beliebtesten unverfilmten Skripte enthält. Im Jahr 2015 erschien The Last Witch Hunter unter der Regie von Breck Eisner mit Vin Diesel in der Hauptrolle.

Im Zentrum steht der unsterbliche Hexenjäger Kaulder, der im Namen der Organisation Axt & Kreuz für den Erhalt des Waffenstillstands zwischen Menschen und Hexen als eine Art Gesetzeshüter fungiert. Als der Belial die Hexenkönigin, Kaulders Erzfeindin und der Grund für seine Unsterblichkeit, wiederbeleben möchte, muss der Hexenjäger mit Glatze alles aufbieten, um die Welt zu retten.

The Last Witch Hunter hat ein hervorragendes Word-Building, welches mich positiv an Werke wie Hellblazer, oder die Blade-Filme erinnert. Diese zweite, magische Gesellschaft im Schatten übt einen großen Reiz aus und ich hätte gern viel mehr über diese  Welt erfahren. Leider krankt The Last Witch Hunter neben dem hölzernen Schauspiel aller Beteiligten an einer zu kurzen Laufzeit, um den Zuseher wirklich in den Bann zu ziehen. The Last Witch Hunter hätte als Serie mit ein bis zwei Staffeln wesentlich besser funktioniert, da man sich so mehr auf die Figur des Kaulder, die Hexen und die Welt selbst hätte konzentrieren können. Das geplante Sequel wird es vermutlich nie geben, da der Film ein kommerzieller Misserfolg war.

Im Vergleich zu Rings schafft es The Last Witch Hunter, Spannung zu erzeugen und kann durch starke Bilder und eine interessante Welt überzeugen, wobei man von Letzterem wesentlich mehr hätte sehen müssen. Vielleicht kommt irgendwann eine Serienadaption, die das komplette Potential von The Last Witch Hunter ausschöpft.


Das war die fünfte Folge von „Zuletzt gesehen“ und wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

Jumanji: Willkommen im Dschungel| Review

Titel: Jumanji: Willkommen im Dschungel
Originaltitel: Jumanji: Welcome to the Jungle
Laufzeit: 119 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Abenteuer/Fantasyfilm

Ich habe den ersten Jumanji Film nicht gesehen, kenne jedoch den Roman, aber dennoch habe ich mir Jumanji: Willkommen im Dschungel Ende Dezember angesehen und hier ist meine Meinung dazu!


Vier Schüler, die unterschiedlicher nicht sein könnten & gängige Klischees (Streberin, Sportler, Nerd & It-Girl) bedienen, werden zum Nachsitzen verdonnert. Im Zuge ihrer Strafe soll die Gruppe im Keller der Schule aufräumen. Dabei stolpern die 4 über ein mysteriöses Videospiel. Nachdem jeder eine Spielfigur ausgewählt hat, landet die Gruppe im Spiel. Um zurück in die reale Welt zu gelangen, muss die Gruppe das Spiel durchspielen und lernen, was Teamwork und Freundschaft bedeuten.

Die Handlung von Jumanji mag recht simpel gestrickt sein, aber für einen Abenteuerfilm geht sie vollkommen in Ordnung.


Die Besetzung ist ebenso charmant wie klischeehaft. Während die Persönlichkeiten der jungen Schauspieler mit ins Spiel transferiert werden, verfügen die ausgewählten Figuren über individuelle Stärken & Schwächen, außer Dwayne Johnson, der den unbesiegbaren Helden mimt, aber ohne seine Kameraden auch nicht gewinnen könnte. Auf die Figuren und ihre Eigenschaften möchte ich, aus Spoilergründen, nicht zu sehr ins Detail gehen, da sonst ein großer Teil des Humors verloren gehen würde.

Was ich jedoch erwähnen muss, ist die Chemie zwischen den Figuren, die zuerst nicht miteinander klarkommen, aber immer mehr zu einem Team werden. Außerdem wird viel Elementen aus Videospielen & Referenzen auf Sony (die den Film produziert haben) gespielt. Alleine schon im Zimmer von Hauptcharakter Spencer sind mehr Easter Eggs versteckt, als man auf den ersten Blick sehen kann.


Zusammengefasst ist Jumanji: Willkommen im Dschungel typisches Popcornkino für zwischendurch. Hirn ausschalten, lachen & in knapp 2 Stunden ist das Abenteuer auch schon wieder vorbei. Ich gebe Jumanji: Welcome to the Jungle das Prädikat bedingt sehenswert,da der Film unterhält, aber nicht im Gedächtnis bleiben wird.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zum Jumanji: Welcome to the Jungle: