Finch (Apple Original Films) | Review

Titel: Finch
Originaltitel: Finch
Regie: Miguel Sapochnik
Laufzeit: 115 Minuten
Release: 2021

Finch ist der Grund warum ich mein Apple TV Abo reaktiviert habe und das sagt wohl schon einiges aus, da dieser Streamingdienst für mich seit der Veröffentlichung das Schlusslicht unter den Anbietern dargestellt hat. Ein Blick auf das offizielle Poster hat allerdings mein Interesse geweckt und die Sichtung hat sich definitiv gelohnt!


In einer dystopischen Zukunft ist ein Großteil der Welt durch eine Sonneneruption in eine unbewohnbare Wüste geworden. Starke ultraviolette Strahlung und Temperaturen von über 65 Grad sind ebenso normal wie extreme Wetterphänomene.

Der Robotik-Ingeneur Finch lebt mit seinem Hund Goodyear in seinem unterirdischen Labor des Unternehmens für das er einst gearbeitet hat. Aufgrund einer schweren Erkrankung baut er einen Roboter, der sich um Goodyear kümmern soll, falls Finch stirbt.

Eines Tages wird St. Louis, die „Festung“ von Finch, zur möglichen Todesfalle da 15 extreme Wetterphänomene im Stadtgebiet aufeinanderprallen werden, was einen Megasturm entfesseln würde.

Also machen sich Finch, Goodyear und Jeff (so nennt sich der Roboter) auf den Weg nach Westen. San Francisco wartet …


Erzählerisch setzt Finch keine neuen Akzente, da man die Handlung und Elemente daraus bereits aus anderen Filmen wie I Robot, I am Mother oder Wall-E kennt. Das ist aber nicht wirklich schlimm, denn Finch ist ein Film mit viel Herz und im ansonsten episch angelegeten Sci-Fi- bzw Weltuntergangssetting ist das eine willkommene Abwechslung. Über weite Strecken ist der Film angenehm ruhig und verzichtet auf Actionszenen, was auch eine überraschende Stärke ist.

Finch verbindet die Genres Science-Fiction, Road Movie und in kleinem Maße Coming-of-Age miteinander, was wunderbar harmoniert und dem Film seine ebenso heitere wie traurige Atmosphäre verleiht.

Die größte Stärke des Films bildet das Trio der Hautpfiguren. Goodyear ist einfach ein Hund, bildet aber das Kernstück der Handlung, denn sein (Über)Leben gilt als höchstes Ziel für Finch und Jeff. Tom Hanks liefert als Ingeneur Finch eine großartige Performance ab und verkörpert einen Einzelgänger, der sich nichts aus Teamplay macht, aber eine enge Bindung zu Goodyear hat.

Jeff ist auf einer Metaebene der Vorläufer großer Roboter des Kinos wie C-3PO oder Wall-E. Durch sein kindliches Wesen muss Jeff noch viel über die Welt lernen und die simple Symmetrie mit dem Mensch Finch ist genial. Während sich menschliches Leben dem Ende nähert wird das maschinelle Leben langsam lebensfähig. Die Figur Jeff ist von Anfang an sympathisch und wird sehr schnell die zentralste Hauptfigur.

Während der Reise nach San Francisco präsentiert Finch wunderschöne, menschenleere Landschaften und vermittelt äußerst glaubhaft den Charakter eines Road Movies. Dadurch erhält der Film auch Eigenheiten eines Kammerspiels und die Atmosphäre von Finch wird durch diese Reise umso dichter. Der absolut hörenswerte Soundtrack tut sein übriges!


Zusammengefasst ist Finch ein absolut sehenswerter Genrehybrid dessen Schlichtheit seine größte Stärke ist. Der Film verfügt über viel Herz und selbst wenn man alles bereits woanders gesehen hat, wird dennoch von der Symmetrie der Figuren gerührt sein. Ich kann den Film ohne Bedenken weiterempfehlen, da man hier ein rundes Werk bekommt, dessen Ruhe ein angenehmer Kontrast zum normalerweise actionlastigen Science-Fiction ist.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Mortal Kombat (2021) | Review

MORTAL KOMBAT (stellt euch jetzt bitte die MK Titelmelodie vor) ist die dritte Live Action Adaption der Prügelspiel Serie für‘s Kino und ich muss gestehen, dass ich mit dem Mortal Kombat Franchise bisher kaum was anfangen konnte.

Meine Berührungspunkte mit den Spielen beschränken sich auf Teil 9 & 10 sowie den Cousins Injustice 1 & 2. Letztere haben aber auch nur das Gameplay mit der Reihe gemeinsam. Trotz dieser geringen Berührungspunkte habe ich dem Film eine Chance gegeben und ich wurde äußerst positiv überrascht!

Unsere Geschichte beginnt im 17. Jahrhundert und erählt den Höhepunkte der Fehde zwischen Bi-Han und Hanzo Hasashi, den späteren Kriegern Sub-Zero und Scorpion (später mehr dazu).

In der Gegenwart hat die Erde aka Earthrealm bereits 9 von 10 Mortal Kombat Turniere verloren. Wenn die Erde 10 Tuniere in Folge verliert wird sie von Outworld erobert. Der seelenfressende Magier Shang Tsung schickt seinen Assassinen Sub-Zero zur Erde, um eine alte Prophezeiung zu verhindern, welche das Kommen neuer Champions ankündigt, die das Tunier gewinnen könnten. Ein besonderes Drachenmal dient als Zeichen für alle neuen Champions.

Der ehemalige Profi-MMA Kämpfer Cole ist einer dieser Champions. Als er von Sub-Zero attackiert wird, rettet ihn der Söldner Jax, welcher ihm den Auftrag gibt seine Partnerin Sonya zu finden.

Nach einigen Schwierigkeiten gelangen Cole, Sonya, Jax und der zwielichtige Kano zum Tempel von Raiden, dem Schützer von Earthrealm. Dort werden sie von Raiden, Liu Kang und Kung Lao zu Champions trainiert und rüsten sich für die Schlacht gegen Champions von Outworld, welcher zu Beginn alles andere als fair verläuft. Doch durch eine Idee von Cole erzwingen die Krieger der Erde das Tunier, was Shang Tsung zu verhindert versuchte …


Mortal Kombat (2021) ist eine großartige Videospielverfilmung, setzt aber einiges an Vorwissen voraus. Besonders die Figuren aus dem MK sollte man bereits kennen, da es zwar Charakterentwicklung und Tiefgang gibt, aber dieser nicht im Fokus steht.

Im Mittelpunkt stehen die Kämpfe und das namensgebende Turnier, wobei sich der Film, trotz des vorausgesetzten Vorwissens, genug Zeit nimmt um die grundlegenden Dinge zu erklären. Dies ergibt auch die Erfindung des neuen Charakters Cole, da diesem „Neuling“ alles erklärt werden muss (oder zumindest was die Macher für wichtig hielten) ohne, dass sich die ZuseherInnen dämlich vorkommen.

Das absolute Highlight des Films ist meiner Meinung nach die Sub-Zero & Scorpion Fehde. Diese ist nicht nur der perfekte Einstieg im Film und eines der Highlights im Finale, sondern könnte etwas ausgebaut auch sein eigenes Spin-off sein. Natürlich sind auch die brutalen Kämpfe, berühmten Sätze aus den Filmen und die speziellen Angriffe aus den Videospielen mit dabei.


Mortal Kombat (2021) ist ein Liebesbrief an die Fans und abseits davon ein sehr guter Film. Akustisch wie optisch recht hochwertig, mit vielen Querverweisen auf die Vorlagen und dazu mit Humor garniert ist Mortal Kombat (2021) ein sehenswerter Film, dem leider eine gewisse Einsteigerfreundlichkeit fehlt. Gönnen kann man ihn sich aber definitiv!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Eine Woche in der Filmhölle: Dragon Ball Evolution

Herzlich Willkommen zum ersten Tag der „Filmhölle“! Ihr habt mir eine große Auswahl von euren Hassfilmen geschickt und daraus habe ich nun sieben …

Eine Woche in der Filmhölle: Dragon Ball Evolution

Danke für die Aufnahme meiner „Empfehlung“ in dieses Projekt. 🙈

Nightbooks | Review | Netflixers #33

Titel: Nightbooks
Originaltitel: Nightbooks
Regie: David Yarovesky
Laufzeit: 103 Minuten
Release: 2021

Der Oktober ist ja der Monat des Gruselns und demnach passt es auch Beiträge mit „gruseligen“ Themen zu verfassen. Nightbooks ist ein Fantasy-Horrorfilm basierend auf dem gleichnamigen Jugendbuch.

2021 unter der Regie von David Yarovesky (produziert von der Legende Sam Raimi) für Netflix erschienen zeichnet sich der Film durch die Eigenschaft des „kindgerechten Horrors“ aus. Damit meine ich die Mischung aus kindlicher Fantasie gepaart mit einer Prise Horror, der jedoch genauso hart ist, wie es Jugendliche verkraften sollten.

Worum gehts in Nightbooks? Der junge Horrorfan Alex gerät durch eine Verkettung dummer Zufälle in das Apartment der Hexe Natacha und wird von ihr als Geschichtenerzähler versklavt. Er muss ihr jeden Abend eine neue Geschichte erzählen oder die schrecklichen Konsequenzen ertragen. Im Apartment lernt er auch das Mädchen Yazmin kennen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beschließen die Beiden sich aus der Sklaverei zu befreien. Das erweist sich nicht nur schwerer als erwartet, sondern offenbar mehr als erwartet …

Ich mag Nightbooks. Der Film hat ein großartiges Tempo und entwickelt sich erzählerisch sehr gut. Vom eher traurigen Anfang über den gruseligen Mittelteil bis zum großen Finale bietet der Film nicht nur eine breite Palette an Emotionen, sondern auch eine spannende Geschichte, welche die Frage „wer bin ich?“ aufwirft und sie (für den Film) befriedigend beantwortet.

Den Cast empfinde ich als sehr sympathisch, wobei dieser schön kompakt ist. Alle drei Hauptdarsteller haben eine tolle Chemie miteinander und besonders Krysten Ritter geht in ihrer Rolle als grausame, exzentrische Hexe vollends auf. Auch die Effekte können sich sehen lassen. Besonders die „Monster“ sorgen mit dem mysteriösen Apartment, sowie der dunklen Tonalität für eine dichte Atmosphäre.

Letztere nimmt besonders zum Ende hin düstere Züge an und man merkt besonders hier die Produzentenarbeit von Horrormeister Sam Raimi.

Zusammengefasst ist Nightbooks ein toller Gruselfilm für Jung & Alt, der auch Leuten gefallen kann, welche eher weniger mit dem Horrorgenre anfangen können. Ich kann den Film definitiv weiterempfehlen und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

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Ein kurzer Kommentar zu … Das schaurige Haus

2021 ist wohl das interessanteste Filmjahr seit langer Zeit für mich. Ohne die Kinos (oder zumindest in sehr eingeschränkter Form) findet sehr viel über Streamingdienste statt. Somit konnte ich einiges Filme des letzten Jahres nachholen, unter anderem das schaurige Haus, ein Gruselfilm aus Österreich, welcher sehr gute Kritiken eingefangen hat, aber für mich eine herbe Enttäuschung war.

Okay bei Horrorfilmen habe ich ohnehin keine hohen Ansprüche mehr und auch, wenn der Film ein paar Dinge gut macht ist er einfach zu langatmig, um bis zum Ende zu unterhalten. Dabei folgt der Film relativ streng das Konzept moderner Horrorfilme, was bereits bei der Handlung anfängt. Eine Familie (Mutter und zwei Söhne) aus Deutschland zieht in ein ländliches Dorf in Kärnten, weil die Mutter dort eine neue Arbeit bekommen hat. Sie ziehen in ein altes Haus, dass der Schauplatz eines Mordes war und von Geistern heimgesucht wurde. Die beiden Söhne gehen mit neu gefundenen Freunden dem Spuk auf den Grund und decken dabei den wahren Ablauf des Verbrechens auf.

Erzählerisch durchaus interessant, wenngleich nicht neu, aber leider relativ gezogen da die Handlung keinerlei neue Akzente in Genre setzt außer dem österreichischen Dialekt aber den hört man auch in anderen (Grusel)Filmen aus der Alpenrepublik. Auch die Schauspieler liefern eine solide Performance ab aber ebenso wie die „Horror-Effekte“ ist daran leider nichts besonderes oder gruseliges. Was ich dem Film aber zugute halten muss und hier funktionieren alle Komponenten, die einzelnen an Problemchen, sehr gut zusammen, ist die Atmosphäre des Films. Diese ist von Anfang an angenehm düster, teils bedrückend und auch etwas traurig. Hier holt das schaurige Haus einiges raus, aber das rettet den Gesamteindruck nicht.

Alles in allem ist das schaurige Haus kein schlechter und hat nette Ansätze bleibt aber am Ende des Tages ist der Film recht zäh und für seine relativ lange Laufzeit, gemessen am Horrorgenre Durchschnitt, zu langatmig. Eine Empfehlung kann ich nicht wirklich aussprechen aber wer einen deutschsprachigen Gruselfilm sehen will, kann ihn auf Netflix streamen.

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Raya und der letzte Drache | Review

Titel: Raya und der letzte Drache
Originaltitel: Raya and the Last Dragon
Regie: Paul Briggs & Dean Wellins
Laufzeit: 107 Minuten
Release: 2021

Mit Raya und der letzte Drache macht Disney einiges anders, als man es bisher gewohnt war. Weg vom klassischen westlichen Fantasy. Kein Märchen, oder eine Erzählung und kein Gesang, obwohl letzteres sehr gut gepasst hätte. Trotz seiner erfrischenden Ansätze ist Raya und der letzte Drache kein Meisterwerk, aber ein weiterer Schritt in die richtige Richtung der kommenden Disney-Animationsfilme!


Kernfakten vom letzten Drachen

Titel: Raya und der letzte Drache
Originaltitel: Raya and the Last Dragon
Regie: Paul Briggs & Dean Wellins
Laufzeit: 107 Minuten
Release: 2021

500 Jahre vor Beginn der Handlung: Die Menschen des Landes Kumandra leben in Harmonie mit den Drachen, deren Magie die Natur beeinflusst. Eines Tages tauchen die finsteren Druun auf und bringen Schrecken über die Menschen indem sie sie versteinern. Die letzten Drachen bündeln ihre Kräfte und bannen die Gefahr durch die Druun, werden dadurch aber ebenfalls versteinert


6 Jahre vor Beginn der Handlung: Die Menschen leben in 5 Clans zusammen, welche die verschiedenen Gebiete von Kumandra umfassen. In der Region Herz steht der Tempel von Sisu, wo das gleichnamige Amulett ruht und das letzte Stück Drachenmagie ist. Der Vater von Raya ist der festen Überzeugung, dass alle Clans zusammenleben können und Kumandra als Nation erneut enstehen kann. Wegen eines unbedachten Fehlers von Raya zerbricht das Amulett von Sisu und die Druun kehren zurück.

Sechs Jahre später bereist Raya die Welt um die Bruchstücke von Sisu’s Amulett von den restlichen Clans zurückzufordern, um die Druun zu vertreiben und alle versteinerten Menschen zurück zu bringen. Dabei findet Raya den Drachen Sisu und zusammen mit einer Gruppe von Außenseitern begibt sich Raya auf die Quest ihre Welt zu retten …


Man merkt Raya und der letzte Drache den Willen an, mehr sein zu wollen als ein klassischer Disey-Film. Thematisch wie erzählerisch bedient sich der Film einer (für Disney) frischen Materie und geht mehr in Richtung Abenteuer/Fantasyfilm für junge Erwachsene, als ein klassischer Kinderfilm. Außerdem sieht man durchaus den Versuch düsterer und ernster sein zu wollen, was aber nicht konsequent durchgezogen wird.

Gleiches gilt für die Handlung. Diese ist wesentlich epischer angelegt, aber es mangelt an Tiefgang in der Welt und den Figuren, um sich über eine „Skizzierung“ zu erheben. Es sind viele lobenswerte Ansätze erkennbar, aber leider wird aus dem interessanten Grundmaterial nicht genug gemacht. Hier wäre wohl ein Zweiteiler besser gewesen, um die faszinierende Welt Kumandras so auszuarbeiten, wie sie es verdient hätte. Als Gegenpart zu den drei weiblichen Hauptfiguren, hätte eine storyrelevante männliche Figur nicht geschadet. Eine ähnliche Konstellation wie in Vaiana hätte dem Kader an Hauptfiguren für etwas mehr Varianz gut getan.

Okay, genug Genörgel darüber was man an der Story verbessern könnte. Eine Stärke von Raya und der letzte Drache, welche sich nicht von der Hand weisen lässt, ist der Look des Films. Die verschiedenen Regionen und Clans sind unterschiedlichen Völkern Asiens zugeordnet, was viel Abwechslung für das Auge bietet. Auch technisch ist der Film über jede Kritik erhaben und beweist die hohe Qualität von Disney’s Animationstechnik.

Im Gegensatz zu den Live-Action Remakes (bis auf Ausnahmen), kommt Raya und der letzte Drache mit einer hochwertigen deutschen Synchronisation des Weges, aber auch der Soundtrack gefällt durch epische sowie klassische Stücke. Was mir bei Raya und der letzte Drache aber fehlt, ist der EINE Song, welcher untrennbar mit dem Film verbunden ist. Ein hervorragender Soundtrack ist toll, aber jeder Disney-Film braucht meiner Meinung nach den einen prägenden Song, den man in Dauerschleife abseits des Films hört. Sowas fehlt Raya und der letzte Drache, was sehr schade ist.


Alles in allem, macht Raya und der letzte Drache viel richtig und traut sich neue Wege zu beschreiten, aber die erhoffte Weiterentwicklung der Disney-Animationsfilme bleibt leider aus. Man geht mit diesem Film einen Schritt in die richtige Richtung, aber leider nicht weit genug und das ist sehr schade. Raya und der letzte Drache hat sich ein sehenswert definitiv verdient aber der erhoffte moderne Klassiker blieb leider aus.

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The Lion King (2019) | Review

Titel: Der König der Löwen
Originaltitel: The Lion King
Regie: Jon Favreau
Laufzeit: 118 Minuten
Release: 2019

Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, muss ich euch vorwarnen. Da ich ein Disney+ Abo habe, wird es in den nächsten Wochen einige Beiträge zu den modernen Disneyfilmen, sprich den Live Action/CGI Remakes, geben. Zu König der Löwen habe ich einen relativ geringen, nostaglischen Bezug, da meine Kindheit durch Mulan geprägt wurde, aber das macht nichts. So konnte ich ohne verklärten Blick auf den 2019er Film blicken und was ich gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen!


Kernfakten aus dem Löwenrudel

Titel: Der König der Löwen
Originaltitel: The Lion King
Regie: Jon Favreau
Laufzeit: 118 Minuten
Release: 2019


Simba ist der Sohn von Mufasa, dem König des geweihten Landes und wird eines Tages dessen Königreich erben. Als der junge Löwe von seinem zwielichtigen Onkel Scar in eine Schlucht gelockt wird, mit dem Vorwand Simbas Brüllen zu finden, droht dem jungen Löwe Gefahr durch eine Herde Gnus. Dies ist Teil des finsteren Plans von Scar Simba zu töteten, um seinem Bruder Mufasa zu schaden. Dieser möchte seinem Sohn zu Hilfe eilen, kann ihn retten wird aber von Scar in den Tod „geworfen“.

Simba, in tiefer Trauer über seinen Verlust, wird von Scar fortgejagt und dieser übernimmt schlussendlich die Kontrolle über das Löwenrudel, zusammen mit den Hyänen als seinen Helfern. Das geweihte Land versinkt in Dunkelheit. Simba flüchtet sich in die Wüste und wird dort vom Erdmännchen Timon sowie dem Warzenschwein Pumbaa gerettet. Beide bringen ihn in eine Oase und lehren im die Lebensweiheit „Hakuna Matata“.

Jahre später ist Simba zu einem prächtigen Löwen herangewachsen, der sein Leben vollends genießt. Als jedoch Nala, eine Jugendfreundin Simbas, in der Oase auftaucht muss sich der junge Prinz seinem Erbe stellen …


Die Story des Film ist inzwischen über 20 Jahre alt und funktioniert damals wie heute wirklich ausgezeichnet. Neben einer tollen Abenteuergeschichte, vermittelt der König der Löwen (2019) ein paar wirklich schöne Botschaften (von denen besonders die Hakuna Matata Thematik für Erwachsene greifbar ist) und nutzt einige Elemente der Heldenreise.

Weiters ist der Look des Films äußerst ansehnlich und die Grenze zwischen CGI & Realaufnahmen, im speziellen von der Landschaft, verschwimmt gern mal. Auch bei den Tieren steht öfters die Frage im Raum, ob diese nun CGI sind oder echte Tiere. Vor allem anderen schafft es The Lion King (2019) Emotionen mit starken Bildern zu vermitteln und die Gedanken über Computereffekte beiseite zu schieben. Kurzer Schwank aus dem Off: The Lion King (2019) ist der erste Disneyfilm seit langem, bei dem ich weinen musste. So viel also zu den Emotionen.

Ein wirklich großes Lob muss ich an die SynchronspecherInnen aussprechen. Ich habe den Film im O-Ton gesehen und der gesamte Cast liefert eine grandiose Performance ab. Besonders Chiwetel Ejiofor (The Old Guard) schafft es, Scar mit seiner Stimme wohl zum größten Arsch aller Disneyschurken zu machen, aber auch die restliche Besetzung weiß, wen und über was sie sprechen. In Kombination mit dem Soundtrack gibts also einiges auf die Ohren!


Alles in allem, ist The Lion King (2019) ein hervorragendes „Remake“, welches optisch wie akustisch zu Gefallen weiß. Sowohl für nostalgische Fans, als auch für moderne Cineasten geeignet, kann man The Lion King (2019) bedenkenlos empfehlen und somit vergebe ich die verdiente Wertung sehenswert+ !

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#amLeben (Netflix Original) | Review [Netflixers goes Asia #4]

Titel: #amLeben
Originaltitel: #Saraitda
Regie: Cho Il-hyeong
Laufzeit: 98 Minuten
Release: 2020

Die Netflixers Sonderstaffel geht in die vierte Runde und heute beschäftige ich mich mit einem koreanischen Zombiefilm. Wie man weiß liebe ich dieses „Subgenre“ des Subgenres Zombiefilm und nach Train to Busan, Seoul Station, Kingdom Staffel 1 & 2 sowie Peninsula kommt nun #amLeben dran!


Kernfakten aus der Isolation

Titel: #amLeben
Originaltitel: #Saraitda
Regie: Cho Il-hyeong
Laufzeit: 98 Minuten
Release: 2020


Die Netflixers


Protagonist Junu, Vlogger und Streamer, verbringt sehr viel Zeit Zuhause, um seiner Arbeit nachzugehen. Während eines Livestreams wird er durch den Chat auf die Nachrichten aufmerksam, in der von Krawallen sowie dem Ausbruch eines Virus. Während Junu allein in seiner Wohnung ist, sind seine Eltern unterwegs und informieren ihren Sohn per Handy über deren Sicherheit.

Nach und nach verschlimmert Junu’s Situation immer als er gegen Infizierte kämpfen muss und erfährt, dass seine Eltern ebenfalls Opfer der Zombies wurden. Als Junu’s geringe Vorräte zuneige gehen und er über Selbstmord nachdenkt, flackert ein Licht der Hoffnung auf. Auf der gegenüberliegenden Seite des großen Wohnkomplexes flackert ein Licht in einer Wohnung auf. Eine weitere Überlebende befindet sich im Komplex und Junu fasst neuen Mut am Leben zu bleiben, um auf Rettung zu hoffen. Der Kampf, um das Leben beginnt für Junu und Yubin, die andere Überlebende …


Die zentralen Themen von #amLeben sind Isolation und Einsamkeit und genau diese Themen werden im Film konstant in den Fokus gerückt. Dazu kommt eine gewisse Hoffnungslosigkeit, welche die Atmosphäre des Films, zusätzlich zum Genre, der Prämisse und den zentralen Themen weiter verdichtet. Sehr interessant ist auch die Inszenierung des Films. #amLeben präsentiert sich nicht nur als Zombiefilm, sondern auch als ein Drama, ein Survival-Film und ein Postapokalyptischer Film.

Ein weiteres Lob geht an den Cast von #amLeben. Die Schauspieler durch die Bank weg sehr glaubhaft und man kauft ihnen ihre inneren Konflikte ab. Besonders die beiden Hauptfiguren Junu und Yubin haben eine hervorragende Chemie miteinander. Man merkt, dass der Film nicht nur spannend erzählt und großartig inszeniert, sondern auch glaubhaft geschriebene Charaktere bietet.

Mein absolutes Highlight sind allerdings die Zombies von #amLeben, die nicht richtig ekelhaft aussehen, sondern auch sehr furchteinflößend sind, wie auch in anderen koreanischen Zombiefilmen. Wobei laufende Zombies generell gruselig sind. Das hat uns auch schon Dying Light beigebracht.


Alles in allem ist #amLeben ein hervorragender Zombiefilm der eigentlich in allen Punkten zu gefallen weiß aber besonders durch die Handlung und die Thematiken glänzt. Wie alle koreanischen Zombiefilme weicht auch #amLeben von der klassischen Struktur des Zombiefilms ab und verleiht dem Werk etwas mehr Tiefgang. Wer sich für koreanische Film, Horrorfilme und/oder Zombiefilme begeistern kann, darf bei #amLeben gern einen Blick riskieren.

Ich vergebe ein verdientes sehenswert+, da für die Höchstwertung noch ein bisschen an der Spannungskurve gefehlt hat aber ich jammere wieder auf hohem Niveau.

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Kampf der Titanen (2010) | Review

Titel: Kampf der Titanen
Originaltitel: Clash of the Titans
Regie: Louis Leterrier
Laufzeit: 102 Minuten
Release: 2010

Ich hatte letztens wieder Lust auf stumpfe Unterhaltung und was bietet sich da besser an als ein US-amerikanischer Fantasyfilm, der auf der griechischen Mythologie basiert. Also hat sich Kampf der Titanen auf meinen Bildschirm geschlichen und mich erstaunlich gut unterhalten, trotz seiner Schwächen!


Kernfakten vom Olymp

Titel: Kampf der Titanen
Originaltitel: Clash of the Titans
Regie: Louis Leterrier
Laufzeit: 102 Minuten
Release: 2010


Das Königshaus von Argos stellt sich gegen den Glauben an die Götter und ruft die Ära der Menschen aus. Als eine Truppe Soldaten aus Argos eine Statue des Zeus zerstört, werden sie von Hades getötet. Bei diesem Ereignis stirbt die Ziehfamilie des Halbgottes Perseus. Jener wird gerettet und nach Argos gebracht. Dort erscheint Hades im Auftrag des Zeus und stellt dem Königshaus von Argos ein Ultimatum wegen ihrer Blasphemie und Hybris. In zehn Tagen wird der Kraken (war das nicht ein nordisches Monster?) die Stadt Argos vernichten, sofern die Menschen der Stadt nicht ihre Prinzessin opfern. Dabei wird Perseus als Halbgott entlarvt, der nach einigen Problemen auf eine Quest geschickt wird, den Untergang von Argos zu verhindern. Dabei wird er von einigen erfahrenen Soldaten aus Argos begleitet, ebenso wie von der Halbgöttin Io.


Kampf der Titanen war bereits 2010 kein übermäßig guter Film und im Jahr 2021 hat sich dieser Umstand nicht geändert. Trotzdem muss man dem Streifen eine interessante Prämisse zugutehalten und auch die Handlung hat durchaus ihre Stärken. Dazu kommt das Setting in Antiken Griechenland, was einfach immer (okay fast immer) cool ist.

Die Figuren sind ebenfalls interessant geschrieben, wenngleich so manches Schauspiel etwas hölzern wirkt. Faszinierend ist aber der Umstand, wie viele heute bekannte Gesichter man in diesem Film versammelt sieht. Egal ob Mads Mikkelsen (Polar), Luke Evans (Die Schöne und das Biest) oder Liam Cunningham (Game of Thrones) und viele mehr. An einem guten Cast mangelt es Kampf der Titanen von 2010 nicht!

Über die Nähe zur griechischen Mythologie lasse ich mich nicht aus, da diverse kreative Freiheiten mit dem Medium Film einhergehen. Was mich bis heute aber irritiert, ist der Kraken, den ich eher in die nordische Sagenwelt verfrachtet hätte, und das Design der Götter. Klar sie sehen imposant aus in ihren funkelnden Rüstungen, aber wirklich passend wirken sie nicht. Dies ist aber wohlgemerkt das Gemäkel eines God of War Fans, der das Design dieser Serie liebt.

Effekttechnisch ist Kampf der Titanen für sein Alter immer noch ansehnlich und besonders die Monster wissen zu gefallen. Dazu kommen äußerst sehenswerte Kämpfe!


Alles in allem ist Kanpf der Titanen kein überragender Film und will es auch nicht sein. Die verschiedenen Aspekte des Films harmonieren überraschend gut miteinander und ergeben ein solides Komplettpaket, was aus dem Film keinen Meilenstein macht, aber stumpfe Unterhaltung, der man sich gedankenlos hingeben kann. Wer sich mit Filmen, basierend auf der griechischen Mythologie, anfreunden kann und keinen Meilenstein der Filmgeschichte erwartet, kann bei Kampf der Titanen von 2010 bedenkenlos reinschauen!

Ich vergebe ein sehenswert- !

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Asterix im Land der Götter | Review

Titel: Asterix im Land der Götter
Originaltitel: Astérix: Le Domaine des dieux
Regie: Alexandre Astier, Louis Clichy
Laufzeit: 84 Minuten
Release: 2014

Ich habe schon seit meiner Kindheit keinen Asterix Film mehr gesehen aber kürzlich habe ich Asterix im Land der Götter gesichtet und warum mich der Film positiv überrascht hat, erfahrt ihr jetzt!


Römische Kernfakten

Titel: Asterix im Land der Götter
Originaltitel: Astérix: Le Domaine des dieux
Regie: Alexandre Astier, Louis Clichy
Laufzeit: 84 Minuten
Release: 2014


Ganz Gallien ist vom Imperium Roman besetzt, nun das stimmt nur zum Teil. Ein kleines Dorf leistet seit erbitterten Widerstand und um diesen endlich zu brechen, fasst Cäsar einen perfiden Plan. Vor den Toren des Dorfes soll eine Trabantenstadt für freizeithungrige Römer errichtet werden. In den Galliern soll die Lust nach Luxus und Reichtum geweckt werden und so soll der Widerstand brechen.

Der Plan scheint aufzugehen aber Asterix, Obelix, Miraculix & Troubadix lassen sich nicht so leicht vom Prunk Roms blenden …


Meine Erwartungen gegenüber Asterix im Land der Götter waren nicht besonders hoch, aber ich wurde mehr als positiv überrascht. Der Film hat eine spannende Handlung, die durch die Charaktere und den simplen (aber genialen) Plan Cäsars getragen wird. Dazu kommt ein hervorragender Dialogwitz, was den Film für eine erwachsene aber auch eine jugendliche Zielgruppe reizvoll macht.

Optisch ist Asterix im Land der Götter etwas gewöhnungsbedürftig wegen dem beinah wachsähnlichen CGI Look, aber der Film ist ein würdiger Erbe der Zeichentrickfilme aus meiner Kindheit. Die Figuren sind klar erkennbar und der Stil braucht sich auch nicht vor der großen Konkurrenz aus den USA verstecken.

Akustisch liefern die Sprecher, besonders jene von Asterix & Oberlix, eine solide Performance ab und verleihen den Figuren ihre bekannten Persönlichkeiten!


Zusammengefasst ist Asterix im Land der Götter ein solider und unterhaltsamer Animationsfilm für Jung & Alt mit einer spannenden Handlung, einem schicken Stil und einer soliden akustischen Untermalung. Der Film hebt sich aus dem Standard des Genres durch seinen Dialogwitz heraus und wer sich für die Abenteuer von Asterix & Obelix begeistern kann, kann einen Blick riskieren. Ich vergebe für Asterix im Land der Götter ein verdientes sehenswert!

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Ein paar Gedanken zu The Grudge (2020)

Na bum, das war wohl nichts. Das 2020er Remake zu The Grudge wollte ich seit dem ersten Trailer sehen, nach knapp einem Jahr konnte ich den Film nachholen und naja das Prädikat Mittelmaß beschreibt den Film sehr gut, aber fangen wir ganz von vorne an.

Worum geht es in The Grudge (2020)?

Im Zentrum der Handlung steht die alleinerziehende Mutter Detektivin Muldoon, die im Zuge ihrer Ermittlungen mit dem titelgebenden Fluch in Verbindung. Wann immer jemand mit rasender Wut stirbt, entsteht ein tödlicher Fluch, in Form eines Geistes, der nicht ortsgebunden ist und sich an Personen, die den Ort des Geschehens aufsuchen, heften kann. Der Film erzählt auf mehreren Ebenen, wie der Fluch entstanden ist und wie sich Detektivin Muldoon mit dem Horror auseinandersetzen muss.

Die altbekannte Prämisse neu aufgewärmt. Statt Japan nun Amerika bzw einem eifersüchtigen Ehemann ein Kindsmord (okay schon wieder) und ein Film, dessen durchaus dichte Atmosphäre von billigen Jump Scares total zerbröselt wird.

Ich kann mich mit dieser Spielart des Horrors durchaus anfreunden, aber das The Grudge/Ju-On Franchise zeigt bereits intern, wie man die bekannte Prämisse besser umsetzen kann und Gewalt (teils arg grotesk) wesentlich wirkungsvoller einsetzt.

Man muss aber fairerweise sagen, dass der Film zwischen seinen Jump Scares eine sehr dichte Atmosphäre aufbaut und durchaus spannend ist, aber jedesmal, wenn die Atmosphäre ihren Höhepunkt erreicht, merkt man schmerzlich, dass ein Jump Scare gleich ins Haus steht. Das ist im Horrorgenre eine gängige Praxis, aber man kann dennoch anders Spannung und Grusel erzeugen.

Nochmal ein paar Worte zur Handlung. Diese folgt einer ähnlichen Erzählstruktur wie das restliche Franchise auf mehreren Zeitebenen. Zum Ende hin wird alles aufgelöst, was den Gesamteindruck allerdings schmälert, da so kein Raum für eigene Interpretationen bleibt und der Endtwist völlig konträr zur regulären Fluch-Thematik wirkt.

Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller gewesen, das Grundthema des Fluchs zu nehmen und daraus eine eigene Handlung zu stricken, die zwar im gleichen Universum spielt (vielleicht mit ein paar Querverweisen auf die anderen Filme?) aber ansonsten völlig losgelöst ist. The Grudge (2020) klammert sich etwas zu sehr an die Erzählmuster der alten Filme, was mit Japan als Setting funktioniert hat, aber im Remake komplett unübersichtlich wirkt.

Am Ende bleibt The Grudge (2020) ein netter Versuch, die amerikanische Linie des Grudge/Ju-On Franchise fortzuführen, der jedoch in die Mittelmäßigkeit abdriftet und am Ende nichts Neues hinzufügt, ausser einen Film, der zu verschachtelt für‘s eigene Wohl ist. Es wäre definitiv sinnvoller gewesen, das Grundthema zu nehmen und einen neuen Weg zu beschreiten, der die alten Filme ehrt, im gleichen Universum spielt und dabei seine eigene Identität aufbaut. Dann hätte der plumpe Cliffhanger am Ende des Films wohl mehr Lust auf eine Fortsetzung gemacht und wär kein Klischee.

Habe ich es also bereut, den Film zu sehen? Ne ganz sicher nicht. Ich bin froh, den Film von meiner Liste streichen zu können und auch bereits Ju-On: Origins war nicht perfekt, hat mich aber gut unterhalten.

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Der Marsianer – Rettet Mark Watney | Review

Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney
Originaltitel: The Martian
Regie: Ridley Scott
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2015

Ridley Scott ist einer der besten Filmemacher aller Zeiten. Egal ob Alien, Gladiator, Legende, Blade Runner, Alles Geld der Welt, oder Thelma & Louise, Scott schafft es immer wieder, bildgewaltige Filme zu erschaffen, aber auch einprägsame Figuren zu kreieren.

Heute geht es mir um Der Marsianer – Rettet Mark Watney, der auf Anhieb in meine Top 15 Science-Fiction Filme gekommen ist!


Kernfakten vom Mars:

Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney
Originaltitel: The Martian
Regie: Ridley Scott
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2015


Handlung von der Marsianer spielt auf zwei Ebenen. Einerseits wird das Schicksal von Mark Watney beschrieben, der im Zuge des Abbruchs der Marsmission „Ares III“ auf dem Planeten, für tot gehalten, zurückgelassen wird und andererseits arbeitet die NASA an einem tollkühnen Projekt, den Astronauten zu retten, als sie erkennen das Mark Watney noch am Leben ist.

Während die NASA also an verschiedenen Konzepten für die Rettung arbeitet und sich vor einer PR Krise schützen will, muss Mark auf dem Mars seine Ressourcen, vor allem die Lebensmittel, aufstocken und sein Wissen als Botaniker nutzen, um auf dem roten Planeten etwas anzubauen.

Jedoch drängt die Zeit, da die Ressourcen von Mark dennoch knapp sind und der Mars nicht lebensfreundlich ist …


Eine der größten Stärken von der Marsianer ist es, eine eigentlich sehr ruhige Handling äußerst spannend zu erzählen und dabei auf die ansonsten genretypische Epik des Genres zu verzichten. Der Film baut seine Spannung auf der simplen Prämisse und dem allgegenwärtigen Zeitdruck auf, was über die gesamte Laufzeit hinweg großartig funktioniert. Die Charaktere, allen voran Hauptfigur Mark Watney, sind großartig geschrieben und man fiebert einerseits mit den Figuren auf der Erde mit aber auch mit Mark, in dessem Überlebenskampf auf dem roten Planeten. Man muss aber auch Matt Damon loben, welcher eine grandiose Performance abliefert und es schafft, den Zuseher mit viel Charme an sich zu binden und mit ihm mitzufiebern, wenn er beispielsweise Kartoffeln auf dem Mars anbaut, oder in seinen Videotagebüchern lapidar über seine Situation beziehungsweise den Fortschritt seines Plans berichtet.

Der Marsianer – Rettet Mark Watney ist neben den bereits genannten Stärken ein sehr intelligenter Blockbuster, der äußerst plausibel wirkt und eine realistische Note birgt, was sich eigentlich mit dem Science-Fiction Genre beißt, aber im Regelfall ein Zeichen für die hervorragenden Genrevertreter ist.

Weiters bietet der Film gewaltige Bilder, die den Realismus weiter unterstreichen und man meinen könnte, es wäre tatsächlich auf dem Mars gedreht worden.


Zusammengefasst muss man Der Marsianer – Rettet Mark Watney einfach dafür loben, ein intelligent, „relasistischer“ und durchgehend spannender Science-Fiction Film zu sein, der ohne viel Pathos, die genretypische Überhöhung, oder viele Explosionen auskommt. Am Ende des Tages ist Der Marsianer – Rettet Mark Watney ein bodenständiger Film, dessen Fokus auf der Ästhetik, der Handlung, den Figuren und den starken Bildern liegt. Genau deshalb hat sich dieser Film die Wertung absolut sehenswert vollends verdient.

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Soul (2020)| Review

Titel: Soul
Originaltitel: Soul
Regie: Peter Docter
Laufzeit: 100 Minuten
Release: 2020

Soul ist ein Film mit Herz und das überrascht auch nicht, da Pete Docter (Oben, Wall•E) Regie führte und am Drehbuch mitgewirkt hat. Also habe ich mich auf den Film gefreut und konnte ihn sehr genießen!


Kernfakten aus dem Jenseits

Titel: Soul
Originaltitel: Soul
Regie: Peter Docter
Laufzeit: 100 Minuten
Release: 2020


Joe Gardner hat sein Leben dem Jazz verschrieben. Er arbeitet als Musiklehrer in New York, hat aber schon immer davon geträumt ein berühmter und erfolgreicher Jazzmusiker zu werden. Als sein Traum plötzlich in greifbare Nähe rückt fällt er auf dem Weg zu einem Auftritt in einen Gullideckel. Dabei landet er in einer anderen Dimension.

Joes Seele wird dabei von seinem Körper getrennt. Er landet auf dem Weg zum Jenseits, von dem er jedoch entkommt und an einen Ort namens „Davorseits“ gelangt. Dort entwickeln Seelen ihre Leidenschaften und Persönlichkeiten, bevor sie als Neugeborene auf die Welt kommen. Joe lernt 22 kennen, eine Seele mit trüben Blick auf das Leben. Als beide in vertauschten Körpern (22 in Joes Körper und Joe im Körper einer Katze) beginnt für beide die Reise, ihre richtigen Körper zu erlangen und 22‘s Leidenschaft zu entdecken …


Lasst mich den offenkundigen Elefanten im Raum ansprechen. Soul ist kein Film, der sich ausschließlich an ein junges Publikum richtet. Ganz im Gegenteil ist Soul eher für ein erwachsenes Publikum ausgelegt, da viele der behandelten Thematiken und der Plot allgemein für ältere Zuseher geschrieben ist. Das zentrale, wenngleich unausgesprochene, Thema ist Joe‘s Midlife-Crisis, was sich klar vom „Glaub an deine Träume!“ Einheitsbrei abhebt.

Viel mehr steht die Suche nach dem Sinn des Lebens im Vordergrund und offenkundige Herzenswünsche treten in den Hintergrund gegenüber Dingen, die wesentlich wichtiger erscheinen. Dies merkt man besonders gegen Ende des Films, wenn Joe lernt, was wirklich ist und auch 22 eine tiefgreifende Veränderung erlebt.

Dabei muss man positiv anmerken, dass der Film keine befriedigende Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, aber dafür eine allgemeine Antwort gibt, mit der man gut leben kann und die Raum für eigene Gedanken lässt. Abgedroschene Metaphern werden ebenso vermieden, wie ein mahnender Zeigefinger. Man merkt also, dass der Film auf erzählerischer Ebene sehr viel richtig macht und neben einem Wohlfühleffekt am Ende auch gewichtige Themen anspricht, die für jeden Erwachsenen relevant sind. Auch verliert sich der Film nicht in endloser Philosophie, sondern bleibt stets stringent in seiner Erzählung und baut nebenbei einen eigenen Kosmos auf.

Stilistisch bietet Soul einen angenehmen Kontrast aus dem relastischen New York und den jenseitigen Welten. Abstrakte Konzepte kollidieren mit Realismus und ergeben, ähnlich wie bei Alles steht Kopf, eine äußerst interessante Mischung, deren künstlerischen Wert man nicht verachten sollte.

Ergänzt wird dies durch einen hörenswerten Soundtrack und eine hochwertige deutsche Synchronisation.


Zusammengefasst ist Soul ein sehr schöner, anspruchsvoller und hochwertiger Pixar Film, dessen Zielgruppe klar ein älteres Publikum ist, aber das wird sehr gut unterhalten. Natürlich ist der Film auch kinderfreundlich, man merkt aber definitiv die Fokussierung auf ältere Zuseher. Ich kann Soul definitiv empfehlen und der Film bildet einen grandiosen Abschluss für ein Filmjahr 2020, oder einen starken Start ins Jahr 2021.

Ich vergebe für Soul die Wertung sehenswert+ !

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Whiplash | Review

Titel: Whiplash
Originaltitel: Whiplash
Regie: Damien Chazelle
Laufzeit: 106 Minuten
Release: 2014

Eigentlich kann ich diese Rezension mit einem Beitrag zusammenfassen. Whiplash ist ein grandioser Film, den man unbedingt gesehen haben sollte!

Da mich dieser Film jedoch so sehr überzeugt hat, muss ich mehr ins Detail gehen.


Harte Kernfakten

Titel: Whiplash
Originaltitel: Whiplash
Regie: Damien Chazelle
Laufzeit: 106 Minuten
Release: 2014


Andrew Neiman ist ein talentierter Schlagzeuger, der das (fiktive) Shaffer Conservatory of Music in New York besucht. Eines Tages wird er von Terence Fletcher, dem Leiter der Studioband, entdeckt und zu einer Probe eingeladen. Fletcher versucht seine Schüler durch verbale Demütigung und sadistische Strenge zu Höchstleitungen zu treiben. Obwohl Andrew schnell das Prinzip von „Zuckerbrot und Peitsche“ durchschaut, lässt er sich darauf ein, was schlussendlich in einem Unfall mit fatalen Folgen endet …


Die Handlung von Whiplash mag in geschriebener Form nicht wirklich spannend klingen, aber der Schein trügt. Durch sein langsames Tempo bauscht sich der Film selbst immer mehr auf und man kann nicht andersals mit Andrew mitzufiebern, in seinem Bestreben der Beste zu werden und das ist auch gleichzeitig die Kernthematik des Films. Was ist man bereit für die eigene Karriere und Leidenschaft zu opfern? Wie weit ist man bereit zu gehen?

Diese beiden Fragen sind zentral für den Film und werden unterbewusst dem Zuseher fast über die gesamte Laufzeit gestellt. Man merkt dies auch am Hauptcharakter Andrew, dessen Ziel sich auch auf sein soziales Umfeld auswirkt.

An dieser Stelle muss ich auch die beiden Hauptdarsteller loben. Miles Teller verkörpert sympathisch und sehr authentisch den Hauptcharakter Andrew der bis an seine Grenzen und oftmals darüber hinaus geht, um sein Ziel aber auch die Anerkennung von Fletcher zu erreichen. J. K. Simmons (aka J. Jonah Jameson aus den Sam Raimi Spider-Man Filmen) spielt den sadistischen Lehrer Terence Fletcher, dessen Ziele zwar nobel sind aber seine Mittel, um diese zu erreichen, sind mehr als fragwürdig. Simmons schafft es glaubhaft einen guten Lehrer und gleichzeitig das gigantische Arschloch zu verkörpern.

Es sind Teller und Simmons, die den Film auf der schauspielerischen Ebene tragen und dafür sorgen, dass man sich an die beiden Figuren im Speziellen erinnert.


Alles in allem ist Whiplash ein grandioser Film, der absolut authentisch die Frage nach dem Preis des Erfolgs stellt und dabei mit erzählerischer Wucht auf den Zuseher einwirkt. Die relativ simple Prämisse entwickelt sich zu einem mitreißenden Musikthriller, der durch Teller und Simmons nur noch intensiver wird. Damien Chazelle beweist sein Geschick was Erzählung, Charakterdarstellung und Entwicklung angeht von Minute eins an, bis der Abspann einsetzt.

Somit ist Whiplash ein absolut sehen- und hörenswerter Film, der klug erzählt wird und seine knapp 50 Auszeichnungen verdient hat. Wer Whiplash noch nicht gesehen hat, soll dies schleunigst nachholen!

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Justice League Dark: Apokolips War | Review

Titel: Justice League Dark: Apokolips War
Originaltitel: Justice League Dark: Apokolips War
Regie: Matt Peters & Christina Sotta
Laufzeit: 90 Minuten
Release: 2020

Die DC Universe Animated Original Movies, kurz DCAOU, sind schon ein echtes Brett und gigantisches Film-Multiversum in sich mit diversen Zeitlinien und Reihen innerhalb des großen Franchise. Ich habe bei weitem nicht alle Filme des Labels gesehen aber fast alle, die ich gesehen habe, wussten mich zu unterhalten. Oh und das DCAOU ist nicht zu verwechseln mit dem DCAU, aber den Unterschied zwischen den beiden Bezeichnungen spare ich mir für einen anderen Tag auf!

Heute geht es mir um den Film Justice League Dark: Apokolips War, dessen Zeitlinie unter anderem Justice League Dark, Constantine: City of Demons und Justice Leage vs. Teen Titans beinhaltet.


Apokalyptische Kernfakten

Titel: Justice League Dark: Apokolips War
Originaltitel: Justice League Dark: Apokolips War
Regie: Matt Peters & Christina Sotta
Laufzeit: 90 Minuten
Release: 2020


Der Film startet mit dem Treffen der Justice League und aller Alliierten. Während Superman zusammen mit der Liga einen großen Angriff auf die Welt Apokolips startet, um Darkseid zuvorzukommen die Erde zu attackieren, bilden die Teen Titans die Verteidigungslinie.

Zwei Jahre später …

Der Angriff schlug fehl und zahlreiche Helden wurden gefoltert und/oder getötet. Darkseid hat die Erde erfolgreich erobert und Liga-Mitglieder wie Batman oder Lex Luthor auf seine Seite gezogen. Superman, stark geschwächt und gebrandmarkt mit Kryptonit, sucht zusammen mit Raven erneut Verbündete, um Darkseid doch zu besiegen und die Erde zu retten. Die beiden scharen unter anderem (meinen Boy) John Constantine, Etrigan der Dämon, Damian Wayne, Lady Shiva und das Suicide Squad um sich für einen finalen Schlag.

Die entscheidende Schlacht um die Erde beginnt, aber die Chance auf den Sieg steht auf Messers Schneide …


Es ist unglaublich wie viele Figuren in Justice League Dark: Apokolips War untergebracht werden und wie viel Handlung in dem Film steckt, ohne das er überladen wirkt. Im Gegenteil wirkt Justice League Dark: Apokolips War mehr wie das Finale einer großen Odyssey, in deren Verlauf man eine große Palette an Helden kennengelernt hat und man von vielen Abschied nehmen muss. Erzählerisch bietet der Film neben einem interessanten Setting viele ebenso interessante Figuren, die auch innerhalb der 90 Minuten ein paar Entwicklungen durchlaufen, deren Anfang in vorigen Filmen liegt.

Man muss aber nicht alle vorigen Filme aus der Zeitlinie gesehen haben, um den Film zu verstehen, da der Plot simpel genug ist, um schnell verstanden werden zu können. Auch die meisten Figuren erklären sich von selbst.

Justice League Dark: Apokolips War gibt es nach aktuellem Stand nur in englischer Sprachausgabe(?), was aber kein Problem ist, da die englische Synchro unglaublich gut ist. Die Sprecher liefern alle einen grandiosen Job ab und erwecken den Eindruck zu wissen, wen oder über was sie da gerade sprechen. Meine Highlights in diesem Bereich sind John Constantine, Harley Quinn, Batman und Damian Wayne, wobei alle Sprecher einen super Job machen.

Ein weiteres Lob muss ich für die Inszenierung aber auch die Animation aussprechen, da beides in Justice League Dark: Apokolips War großartig ist. Der Film sieht hervorragend aus und hat den perfekten düsteren Look, wie man ihn von einem DC Film erwartet. Dazu kommen hochwertige Animationen, was man besonders in den Kämpfen merkt. Lobend erwähnen muss ich in diesem Fall den Kampf des Suicide Squad gegen die mutierten Paradämonen. Dieser ist nicht nur großartig animiert und inszeniert, sondern unterstreicht auch den Namen des Teams …


Alles in allem ist Justice League Dark: Apokolips War ein hervorragender Film aus dem DCAOU Label und ein würdiger Abschluss einer großen Saga. Vom Anfang über den düsteren Mittelteil bis zum bitter-süßen Finale weiß der Film zu gefallen und am Ende kann ich nur eine Empfehlung für Justice League Dark: Apokolips War aussprechen. Wer sich für Animationsfilme im DC Universum begeistern kann, sollte bei diesem Werk vorbeischauen und am besten gleich noch alle Vorgängerfilme sichten. Ich vergebe für Justice League Dark: Apokolips War ein sehenswert+ und bin gespannt, was die Zukunft bringen wird.

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Ruf der Wildnis (Film) | Review

Titel: Ruf der Wildnis
Originaltitel: The Call of the Wild
Regie: Chris Sanders
Laufzeit: 100 Minuten
Release: 2020

Das Kinojahr 2020 ist nun (leider) endgültig vorbei. Inzwischen habe ich, dank den diversen großen Streamingdiensten, einige Kinofilme des aktuellen Jahres nachholen können. Neben der Spion von nebenan und Bad Boys for Life habe ich auch Ruf der Wildnis gesehen dessen weniger vorteilhafter Trailer davon ablenkt, wie schön dieser Film ist!


Wilde Kernfakten

Titel: Ruf der Wildnis
Originaltitel: The Call of the Wild
Regie: Chris Sanders
Laufzeit: 100 Minuten
Release: 2020


Zur Zeit des Goldrauschs im späten 19. Jahrhundert lebt Buck, ein großer Bernard/Scotch Collie, zufrieden mit seinem Herrchen im Bundesstaat Kalifornien. Eines Nachts wird Buck entführt und nach Yukon verschifft, wo er als Schlittenhund arbeiten soll. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verdient sich Buck den Respekt der anderen Schlittenhunde, sowie seines neuen Besitzers Perrault.

Das Leben als Schlittenhund währt nicht lange, da die Postroute durch einen Telegraphen ersetzt werden soll. Nach einem unschönen Besitzerwechsel kommt Buck zu John Thornton. Beide beschließen in die Wildnis zu gehen und über den Rand der Yukon-Karte zu reisen …


Was definitiv für Ruf der Wildnis spricht, sind die gewaltigen Landschaftsaufnahmen, die etwas durch den teils übertriebenen Einsatz von CGI getrübt werden. Dennoch hat der Look des Films einen gewissen Charme, der sich nicht von der Hand weisen lässt. Besonders der Hund Buck sieht großartig aus und harmoniert mit Hauptdarsteller Harrison Ford ähnlich gut wie der Velociraptor Blue mit Chris Pratt in Jurassic World (wow das ist mal ein Vergleich).

Erzählerisch macht Ruf der Wildnis einiges her und lässt sich grob in drei Akte unterteilen, die ein tolles Gesamtbild ergeben. In Akt 1 lernen wir Buck kennen und begleiten ihn bei seinen ersten Abenteuern. Akt 2 behandelt das Zusammenleben von Buck & Thornton und der finale Akt ist schließlich die finale Annahme des Rufs der Wildnis.

Ich mag die Handlung und Erzählweise von Ruf der Wildnis sehr. Der Film erinnert mich etwas an Alpha. Im Zentrum der Geschichte steht einerseits die Beziehung von Menschen und Hund aber auch andererseits wilde Wesen im Inneren, dass sich in der Natur Yukons frei entfalten kann. Dazu kommt eine starke emotionale Komponente, die den Film auch Tiefgang bei den Figuren verleiht.


Alles in allem mag Ruf der Wildnis nicht die beste Romanverfilmung aller Zeiten sein, ist aber ein sehr schöner Abenteuerfilm mit einer liebevollen Handlung, starken Bildern, guten Schauspielern und manchmal zu viel CGI. Mich hat der Film äußerst positiv überrascht und wer sich mit Abenteuerfilmen in der ungezähmten Natur anfreunden kann, sollte bei Ruf der Wildnis einen Blick riskieren. Ich vergebe die Wertung sehenswert- !

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Freddy vs. Jason | Kurzkommentar| Gruselween Vol. 2 #22

Titel: Freddy vs. Jason
Originaltitel: Freddy vs. Jason
Regie: Ronnie Yu
Laufzeit: 97 Minuten
Release: 2003

Erinnert ihr euch noch an die Zeit als Freddy Krueger und Jason Voorhees im angehenden Jahrtausend große Nummern im Horrorgenre waren, bevor sie nach ihren jeweiligen Reboots in der Versenkung verschwanden? Nun ich erinnere mich auch nur noch dunkel an diese Zeit, da es im Horrorgenre inzwischen ganz andere Schwergewichte gibt.

2003 erschien das Crossover beiden Schwergewichte Nightmare und Freitag der 13. mit dem schlichten Titel Freddy vs. Jason und da ich diesen Film erst kürzlich wieder genossen habe gibt es dazu einen Kurzkommentar.


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Freddy vs. Jason
Originaltitel: Freddy vs. Jason
Regie: Ronnie Yu
Laufzeit: 97 Minuten
Release: 2003


Die Handlung von Freddy vs. Jason ist herrlich simpel aber auch dadurch so unterhaltsam. Freddy Krueger schmort in der Hölle und hat seine Macht verloren. Niemand hat mehr Angst vor ihm, niemand erinnert sich mehr an ihn. Nun hat er jedoch einen Masterplan geschmiedet, um zurückzukehren. Er manipuliert den ebenfalls in der Hölle schmorenden Jason Voorhees, damit dieser wieder zum Leben erwacht und in der Elm Street zu morden beginnt, damit sich die Leute wieder an Freddy erinnern. Letztendlich geht der Plan nur bedingt auf und beide Killer gehen in der realen Welt aufeinander los während einige „normale“ Menschen, also die zweite Truppe der Hauptfiguren, versuchen die beiden Monster zu vernichten.

Man kann über die Qualität dieses Films streiten, genauso wie über die beiden Filmreihen, die das Crossover bilden, aber ach du meine Güte, was kann man mit Freddy vs. Jason Spaß haben, wenn man eine der beiden Filmreihen oder im besten Fall beide Reihen mag. Die Geschichte ist herrlich simpel. Das Werk ist eine nette Hommage an das japanische Monster-Kino und eskaliert in einen überspitzen Slaher-Film, der seine eigenen Genrekonventionen sprengt.

Kurz um ist Freddy vs. Jason ein herrlicher Spaß für Genrefans und Fans der beiden Filmreihen Nightmare und Freitag der 13., die mit diesem Werk definitiv ihren Spaß haben werden. Wer weder was mit den Filmreihen noch mit dem Genre selbst was anfangen kann, sollte sich einfach „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ansehen, da dies ein Klassiker des Horrorfilms ist.

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Peninsula | Review | Gruselween Vol. 2 #17

Titel: Peninsula
Originaltitel: Bando
Regie: Yeon Sang-ho
Laufzeit: 116 Minuten
Release: 2020

Ich bin ein großer Fan von Regisseur Yeon Sang-ho. Egal ob Train to Busan, Seoul Station oder Telekinse. Bisher konnte mich dieser Mann dreimal von seinen Fähigkeiten überzeugen und Peninsula wusste mich auch zu überzeugen trotz seiner Unterlegenheit gegenüber den Vorgängern.


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Peninsula
Originaltitel: Bando
Regie: Yeon Sang-ho
Laufzeit: 116 Minuten
Release: 2020


4 Jahre sind seit dem Ausbruch des Virus in Südkorea vergangen. Der Soldat Jung-seok lebt ein bescheidenes Leben in Hongkong, wartet auf seinen Status als Flüchtling und befindet sich allgemein in einer recht prekären Lage. Eines Tages bekommen er, sein Schwager Cheol-min und zwei weitere Exi-Koreaner das Angebot einen Geldtransporter in Seoul zu bergen und mit dem Anteil ein neues Leben zu beginnen. Sie nehmen das Angebot an und werden am Hafen von Seoul abgesetzt, der Standort des Transportes ist bekannt aber die simple Mission entwickelt sich zum Höllentrip, da nicht nur Zombies die Straßen Seouls unsicher machen. Auch gesetzlose Militärs treiben ihr Unwesen in den Straßen …

Peninsula erzählt eine allgemein simplere Geschichte als seine Vorgänger, spricht, es gibt weniger emotionalen Tiefgang und/oder Gesellschaftskritik aber dafür konzentriert sich der Film wesentlich auf die Action sowie ein höheres Tempo, was definitiv für Peninsula spricht. Generell hält sich der Film auch weniger mit der Charakterentwicklung auf und präsentiert einfach gezeichnete Figuren, von denen ein paar, beispielsweise Jung-seok, noch etwas vertieft werden aber man dabei keine unauslotbaren Tiefen erreicht.

Dafür bietet Peninsula sehr viel Action, rasante Verfolgungsjagden durch das zerstörte Seoul, unheimlich und schnelle Zombies sowie zwei herrlich irre Bösewichte, deren Motivationen simple aber nachvollziehbar sind. Zur Action lässt sich sagen, dass diese teilweise auf CGI basiert und andererseits auf organischen Effekten, was eine interessante Kombination ergibt aber auch das Bild des „koreanischen Zombies“ (schnell, aggressiv, widerstandsfähig) weiter festigt. Ein Lob geht ebenfalls an den Komponisten Mowg, der Peninsula eine starke akustische Note verleiht und besonders in emotionalen Momenten die richtigen Töne trifft.


Zusammengefasst ist Peninsula in der Handlung schwächer als seine Vorgänger aber dennoch ein rasanter Action-Horrorfilm mit Drama-Elementen, der von Minuten eins an zu unterhalten weiß und dessen hohes Tempo die Laufzeit von knapp zwei Stunden schnell zu vergehen lassen weiß. Wer sich auch nur ein bisschen für Horrorfilme, Zombiefilme und/oder Film aus Südkorea begeistern kann, sollte Peninsula eine Chance geben, da wir hier einen weiteren grundsoliden Vertreter des koreanischen Zombiefilms haben, die eigentlich immer zu unterhalten wissen. Ich vergebe ein verdientes sehenswert+ !

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Scary Stories to Tell in the Dark Kurzkommentar| Gruselween Vol. 2 #12

Über Scary Stories to Tell in the Dark habe ich im Vorfeld relativ viel Positives gehört und auch das Cover des Films hat mich sehr neugierig gemacht. Zum Glück gibt es den Film auf Netflix und eine Sichtung später kann ich in einem Kurzkommentar meine Meinung zum Film mit euch teilen.

Über Scary Stories to Tell in the Dark habe ich im Vorfeld relativ viel Positives gehört und auch das Cover des Films hat mich sehr neugierig gemacht. Zum Glück gibt es den Film auf Netflix und eine Sichtung später kann ich in einem Kurzkommentar meine Meinung zum Film mit euch teilen.

Worum gehts in Scary Stories to Tell in the Dark? Kurz gesagt dreht sich die Handlung um eine Gruppe von Teenagern, angeführt von einem Mädchen namens Stella, die ein mysteriöses Buch finden, welches die Gedanken von Menschen liest und gruselige Geschichten rundum deren Ängste dreht. Die Gruppe muss also das Geheimnis hinter dem Buch lösen …

Ich mag Scary Stories to Tell in the Dark, auch wenn die Rahmenhandlung nur bedingt interessant ist aber die einzelnen Gruselgeschichten machen den Film durchaus sehenswert, da diese äußerst clever geschrieben sind und den Horror auf subtile Art vermitteln, wobei auch die Themen der Gruselgeschichten variieren und durch gut platzierte Pointen zum Schockmoment führen.

Somit lässt sich zusammenfassen, dass Scary Stories to Tell in the Dark definitiv einen Blick wert ist. Der Film erfindet das Genre nicht neu, ist aber ein unterhaltsamer Gruselfilm für zwischendurch!

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Shakma| Review| Gruselween Vol. 2 #10

Titel: Shakma
Originaltitel: Shakma
Regie: Tom Logan
Laufzeit: 101 Minuten
Release: 1990

He es wird mal wieder Zeit für einen Tierhorrorfilm und da Crawl wirklich gut war, muss heute ein semi-beschissener Genrevetreter mit Kultfilm-Ruf her. Damit herzlich willkommen zu Shakma, der Film wo einen der Affe laust (oder eher zerfetzt).


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Shakma
Originaltitel: Shakma
Regie: Tom Logan
Laufzeit: 101 Minuten
Release: 1990


Unter der Leitung von Professor Sörensen trifft sich eines Abends eine Gruppe Studenten in der lokalen medizinischen Fakultät, um ein beliebtes Rollenspiel in echt nachzuspielen. Schon bald merkt die Gruppe, dass sie zusammen mit dem Pavian Shakma, der eigentlich für tot gehalten wurde, im Gebäude eingesperrt sind. Der Pavian ist extrem aggressiv, brutal und begibt sich auf die Jagd nach den Opferlämmern, die schon bald einen knallharten Überlebenskampf führen müssen …

Bevor ich zu den Punkten komme, bei denen man vom wilden Affen gebissen wird, ein paar lobende Worte. Shakma punktet durch eine relativ dichte Atmosphäre und den ungewollten Humor durch die dummen Aktionen der Schauspieler und die manchmal abstrusen Dialoge. Mit Shakma hat man ein interessantes „Monster“ und der Kampf Primat vs Primat hat schon was.

Leider verfügt der Film über eine kaum nennenswerte Spannungskurve, eine dezente Langatmigkeit sowie die miese Performance der Schauspieler, was zusammen den Gesamteindruck ziemlich runterzieht. Klar der ungewollte Humor durch die relativ dummen Protagonisten ist ein schwacher Pluspunkt, aber dies täuscht nicht darüber hinweg wie dämlich, die ausgeführten Handlungen sind. Dazu kommt eine etwas abenteuerliche deutsche Synchronisation, die perfekt zum Trash von Shakma passt.

Ich kann, aber verstehen, warum dieser Film einen gewissen Kultstatus erlangt hat und ja Shakma hat durchaus Charme, wenngleich nicht viel aber er ist vorhanden.

Alles in allem kann ich Shakma nur bedingt weiterempfehlen, da der Film nicht wirklich gut ist und äußerst zäh seine 101 Minuten Laufzeit abklopft, die man in anderer (besserer) Form bereits von anderen Genrevertretern kennt. Wer dennoch ein Herz für trashigen Horrorfilme hat, sollte einen Blick riskieren. Allen anderen sollten lieber einen besseren Film sehen.

Somit vergebe ich die Wertung bedingt sehenswert!

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Die Farbe aus dem All (2020) | Review| Gruselween Vol. 2 #6

Titel: Color Out of Space
Originaltitel: Die Farbe aus dem All (2020)
Regie: Richard Stanley
Laufzeit: 113 Minuten
Release: 2020

Achja H. P. Lovecraft und die Verfilmungen seines Werks. Im Regelfall kommt, da nur Bullshit bei raus ABER es gibt auch Ausnahmen und zu denen gehört die aktuelle Verfilmung von die Farbe aus dem All!


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Color Out of Space
Originaltitel: Die Farbe aus dem All (2020)
Regie: Richard Stanley
Laufzeit: 113 Minuten
Release: 2020


Im Zentrum der Handlung steht die Familie Gardner, die einen abgelegenen Bauernhof im ländlichen New England bezieht, um der Hektik des 21. Jahrhunderts zu entkommen. Während sich die Familie sich an ihr neues Leben gewöhnt kracht eines Abends ein Meteorit in deren Vorgarten. Das Objekt scheint mit dem Boden zu verschmelzen und die Umgebung sowie die Raum-Zeit mit einer seltsamen jenseitigen Farbe zu infizieren. Zum Leidwesen der Familie muss diese feststellen, dass die Farbe jedes Lebewesen, auch Menschen, mutieren lässt …


Die Farbe aus dem All kombiniert den klassischen, schleichenden Lovecraft-Wahnsinn mit dem Untergenre des Body-Horrors was überraschend gut funktioniert und die Eigenschaft des unbeschreiblichen Horrors, der ein markantes Merkmal von H. P. Lovecrafts Geschichten ist, ideal einfängt. Die titelgebende Farbe sorgt auch für die markante Optik des Films und der anfängliche Wahnsinn entwickelt sich zur neonfarbenen Hölle mit grotesken Monster, die jedoch eine eigentümliche Faszination aufweisen. Generell muss man dem Film eine eigene Ästhetik zusprechen, die es in der Form nur selten im Horrorgenre gibt. Die außerirdische Farbe entwickelt sich zu einer fluoreszierenden, halluzinogenen & psychedelischen Macht, die schlussendlich alles dominiert.

Abgesehen von der wirklich imposanten Bildsprache verfügt die Farbe aus dem All über einen äußerst soliden Cast. Besonders die Schauspieler der Familie Gardner, angeführt von Nicolas Cage liefern einen tollen Job ab und verkörpern glaubhaft den langsamen aber stetig stattfindenden geistigen Verfall. Interessant ist auch wie jedes Familienmitglied einen ganz persönlichen Wahn entwickelt der immer weiter voranschreitet, um schlussendlich vollends auszubrechen.

Somit lässt sich zusammenfassen , dass die Farbe aus dem All eine äußerst solide Lovecraft-Verfilmung ist, aber auch für sich genommen ein sehr guter Horrorfilm ist, dessen groteske Note auch länger im Gedächtnis bleibt. Wer sich für H. P. Lovecraft begeistern kann, Horrorfilme mit Science-Fiction Elementen und Body-Horror mag oder einfach nur einen Film mit Nicolas Cage sucht sollte der Farbe aus dem All eine Chance geben.

Ich vergebe ein verdientes sehenswert+ !

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Crawl | Review| Gruselween Vol. 2 #4

Titel: Crawl
Originaltitel: Crawl
Regie: Alexandre Aja
Laufzeit: 88 Minuten
Release: 2019

Kein Halloween Special ohne Tierhorrorfilm und deshalb geht es in Gruselween #4 um Crawl, der das Horrorgenre mit dem Katastrophenfilm verschmilzt!


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Crawl
Originaltitel: Crawl
Regie: Alexandre Aja
Laufzeit: 88 Minuten
Release: 2019


Während der Hurrikansaison nimmt die Hochleistungsschwimmerin Haley an einem Wettbewerb teil. Ein Hurrikan der Stufe 5 ist auf Kollisionskurs mit Florida und die Bevölkerung wird, wegen einer Warnung des Bundesstaates, dazu aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Allen Warnungen und Straßensperren zum Trotz begibt sich Haley zum Haus ihres Vater, den sie telefonisch nicht erreichen kann. Im Haus findet sie ihren verletzten Vater im Keller, der dort von Alligatoren attackiert wurde. Wegen dem starken Regen und daher ansteigenden Wasserspiegel gelangen die Prädatoren in die Wohnsiedlung von Haleys Vater. Die beiden müssen nicht nur gegen den Hurrikan bestehen, sondern sich auch gegen die Alligatoren erwehren …


Eine klassische Eigenschaft des Tierhorrorfilms ist es, Logiklöcher in der Handlung, oder allgemein unlogische Elemente mit Humor zu überspielen. Dieses „Stilmittel“ fehlt in Crawl jedoch völlig. Der Film weist eine absolut ernste Atmosphäre auf, ist über weite Strecken sehr düster und konfrontiert die Hauptfiguren beinah konstant mit der doppelten Bedrohung durch Natur und Tier.

Selbst die gelegentliche Überstilisierung (Stichwort; Pistole im Rachen des Alligators) hat einen düsteren Touch und passt sich der allgemeinen Atmosphäre an. Was ebenfalls lobend erwähnt werden muss, ist die stetig ansteigende Spannungskurve, die ab dem Erreichen von Haely im Haus ihres Vaters an Fahrt aufnimmt.

Auch die Schauspieler agieren ungewöhnlich logisch, was im Horror- und speziell im Tierhorrorgenre eher selten ist. Besonders Kaya Scodelario als Protagonistin Haley verkörpert eine kluge und starke Frau, deren Überlebenswille, ebenso wie die Sorge um ihren Vater, zum emotionalen Anker für den Zuseher wird.

Neben der Atmosphäre und dem Cast sind auch die Spezialeffekte durchaus sehenswert und die Kombination aus undurchsichtigen Wasserflächen mit der potenziellen Gefahr aus der „Tiefe“ verdichtet die Atmosphäre enorm. Obwohl dieses Stilmittel viel Platz für Jump Scares bieten würde, ist Crawl sehr sparsam, was dieses Klischee angeht.


Alles in allem ist Crawl ein äußerst solider Horrorfilm und ein großartiger Tierhorrorfilm, dessen Stärken klar die Stimmung, Atmosphäre und Spannungskurve sind. Die Handlung ist angenehm simpel und das gilt auch für die generelle Prämisse des Films, aber genau hier liegt der Reiz. Manchmal braucht es keine tiefgründige Botschaft, oder großangelegte Handlung, sondern nur den Kampf von Menschen gegen Tier und Natur ums Überleben.

Somit hat sich Crawl die Wertung sehenswert+ definitiv verdient.

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Der Leuchtturm | Review | Gruselween Vol. 2 #2

Titel: Der Leuchtturm
Originaltitel: The Lighthouse
Regie: Robert Eggers
Laufzeit: 109 Minuten
Release: 2019

Es geht weiter mit Gruselween Vol. 2 und heute beschäftige ich mich mit einem äußerst interessanten Film. Die Rede ist von der Leutchtturm und was den Film in mehreren Aspekten besonders macht erfahrt ihr jetzt!


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Der Leuchtturm
Originaltitel: The Lighthouse
Regie: Robert Eggers
Laufzeit: 109 Minuten
Release: 2019


Im späten 19. Jahrhundert treten der alteingesessene Seefahrer Tom Wake und seiner neuer Gehilfe Ephraim Winslow eine vierwöchige Schicht als Leuchtturmwärter an. Wake teilt sich selbst die Nachtschichten im Leuchtturm und den Kochdienst zu, während Ephraim alle niederen Arbeiten bekommt, wie putzen, flicken, oder Kohle für die Dampfmaschine heranschaffen.

Während Ephraims Misstrauen über den mysteriösen Tod seines Vorgängers wächst und die Isolation immer erdrückender wird, entwickelt er einen regelrechten Hass auf den tyrannischen Tom. Als ein plötzlich aufkommender mächtiger Sturm die Schicht um unbestimmte Zeit verlängert, spitzt sich die Situation zwischen den beiden Wärtern immer weiter zu und der Wahnsinn beginnt an beiden zu nagen …


Der Leuchtturm nutzt zahlreiche alte Seefahrer Legenden als Vorlage, was dem Film einen ganz eigenen Grundton gibt, und könnte gleichzeitig perfekt in der Welt von H. P. Lovecraft angesiedelt sein. Als schwarz-weiß Film verfügt der Leuchtturm bereits über einen herausstechenden Look aber auch die Atmosphäre wirkt wesentlich dichter und unheimlicher als in anderen Genrekollegen. Dieser Eindruck wird durch das Grundthema Wahnsinn, die Visionen Ephraims und dem grandiosen Schauspiel der beiden Hauptdarsteller verstärkt.

Robert Pattinson und William Dafoe liefern eine großartige Perfomance ab, haben eine perfekte Chemie miteinander und laufen zu absoluten Höchstleistungen auf wenn sie sich ihren Ekstasen hingeben. Beide verkörpern den geistigen Verfall, durch lange Isolation, äußerst glaubhaft und durch die Beobachtung des Zusehers entsteht ein eigenwillier Voyorismus, wenn man die Figuren in ihren intimsten Momenten, aber auch bei ihren Abstiegen in die menschlichen Abgründe begleitet.

Was dem Film ebenfalls zugute gehalten werden muss, ist die virtuose Kameraarbeit von Jarin Blaschke, in der einerseits das Geschehen immer vollständig im Blick gehalten, aber auch gleichzeitig der vermittelte Horror zum Ausdruck gebracht wird. Unterstrichen wird dies durch eine bohrende Soundkulisse aus natürlichen Klängen (Meeresrauschen und das Horn des Leuchtturm), was angenehm an Silent Hill erinnert, aber keine Symphonie des Grauens bildet, sondern zur geistigen Abnutzung der beiden Hauptfiguren beiträgt.


Kurz und knapp ist der Leuchtturm ein äußerst empfehlenswerter Horrorfilm, der in vielen Aspekten von den modernen Stilmitteln des Genres abweicht und auf kreative Art mit den Themen Wahnsinn, Einsamkeit, Isolation und Seefahrerlegenden umgeht. Wer sich für Horrorfilme mit psychologischem Einschlag begeistert, oder ein Fan des Lovecraft-Horrors ist, kann bei diesem Film bedenkenlos eine Sichtung durchführen. Somit vergebe ich für der Leuchtturm die Wertung absolut sehenswert!

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Ghost Stories (Netflix Original) | Review [Netflixers goes Asia #2]

Originaltitel: Ghost Stories
Titel: Ghost Stories
Regie: Karan Johar, Dibakar Banerjee Zoya Akhtar, Anurag Kashyap
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2020

In der ersten Netflixers goes Asia Ausgabe waren wir in Südkorea unterwegs. Heute machen wir einen Sprung nach Indien zum Anthologie-Horrorfilm Ghost Stories (ohne den Zusatz „Glaubst du an Geister?“)


Indische Kernfakten

Originaltitel: Ghost Stories
Titel: Ghost Stories
Regie: Karan Johar, Dibakar Banerjee Zoya Akhtar, Anurag Kashyap
Laufzeit: 144 Minuten
Release: 2020


Die Netflixers


Eine wirkliche Rahmenhandlung besitzt Ghost Stories aber dafür vier verschiedene Kurzfilme deren gemeinsames Thema die verschiedenen Spielarten des Horrors sind. Während Geschichte 1 noch eine klassische Gruselgeschichte ist wechselt die zweite Geschichte in den Surrealismus, was zwar nicht so erschreckend wirkt, aber äußerst starke Bilder vermittelt und in gewisser Weise mit dem Genre Body-Horror spielt.

In der dritten Geschichte verschlägt es einen Mann (den Namen erfahren wir nicht) in ein abgelegenes Kaff, wo er zwei Kinder trifft, die ihm erzählen, dass die Bewohner des Dorfes sich gegenseitig umgebracht haben und zu Monstern wurden. Also quasi eine Art Wendigo-Story, was mein persönliches Highlight und die spannendste der vier Geschichten ist.

Kurzfilm 4 handelt von einem arrangierten Ehepaar. Der Mann ist allerdings, ebenso wie seine Familie, etwas durchgeknallt, was eher ins Genre Komödie, denn Horror, oder Horror-Komödie fällt und ein etwas ungewöhnlicher Abschluss ist.

Obwohl ich die vier Kurzfilme grundlegend als recht gelungen empfunden habe, muss auch Platz für Kritik sein. Den Kurzfilmen fehlt, auf ihre Laufzeit gemessen, die nötige Spannungskurve des Horrorgenres um bis zum Ende zu unterhalten. Die Geschichte um die Krankenpflegerin (Film 1) und den Mann im abgelegenen Dorf (Film 3) erschaffen noch am ehesten eine gruselige Atmosphäre, aber allgemein sind die Filme etwas zu lang für‘s eigene Wohl.

Somit lässt sich zusammengefasst sagen, dass Ghost Stories ein interessanter Horror-Anthologiefilm ist, dessen größte Stärke klar die thematische Abwechslung in den vier Geschichten ist. Leider sind die Kurzfilme gern mal etwas zu lang für‘s eigene Wohl, was dann wiederum der Atmosphäre schadet. Dennoch ist Ghost Stories ein interessanter Film und definitiv einen Blick wert, wenn man einen indischen Film der anderen Art sehen will, trotz einiger Probleme.

Somit vergebe ich für Ghost Stories die Wertung sehenswert- !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Guns Akimbo | Review

Titel: Guns Akimbo
Originaltitel: Guns Akimbo
Regie: Jason Lei Howden
Laufzeit: 97 Minuten
Release: 2019

Daniel Radcliff hat sich für mich seit Jahren als Schauspieler etabliert, der eine große Performance abliefert, sofern er in etwas „extravagante“ Rollen gesteckt wird. Horns, Swiss Army Man, Imperium und Die Frau in Schwarz sind ein paar Beispiele für Filme mit ihm, die ich für großartig erachte.

Umso mehr habe ich mich auf Guns Akimbo gefreut, den zweiten Film, den ich seit COVID-19 im Kino gesehen habe. Der erste Film war Tenet, aber da folgt die Rezension noch!


Schrille Kernfakten

Titel: Guns Akimbo
Originaltitel: Guns Akimbo
Regie: Jason Lei Howden
Laufzeit: 97 Minuten
Release: 2019


Der Spieleentwickler, Nerd, Loser und SJW Miles gerät mit der Organisation SKIZM aneinander, nachdem er in deren Live-Chat getrollt hat. Er wird von SKIZM dazu gezwungen, an deren „Gladiatorenkämpfen“ teilzunehmen, die hochgradig illegal sind und per Livestream übertragen werden. Ihm werden zwei Pistolen an seine Hände geschraubt und der Deal ist simpel. Miles muss in 24 Stunden die beste SKIZM Spielerin Nix ermorden, sonst stirbt er. Als zusätzliche Motivation wird seine Ex-Freundin Nova entführt. Die Uhr tickt und die SKIZM Zuseher wollen Blut sehen …


Guns Akimbo ist laut, bunt, schrill und anstrengend, aber verdammt unterhaltsam. In der Tradition von Filmen wie Crank setzt Guns Akimbo auf ein extrem hohes Tempo und einen höheren Gewaltgrad, dessen überstilisierte Darstellung perfekt zum Setting passt.

Allgemein weist Guns Akimbo einige satirische Elemente auf, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert und den Versuch darstellt einem Film etwas Tiefgang zu verleihen, der gar nicht benötigt wird.

Was man dem Film definitiv zugute halten muss, ist die hervorragende Performance von Daniel Radcliff, der perfekt den nerdigen Charakter Miles verkörpert und dabei angenehm an Michael Cera als Scott Pilgrim erinnert, nur charismatischer. Leider merkt man dabei umso stärker, dass die restliche Besetzung im Direktvergleich etwas abfällt. Es gibt keine Totalausfälle in der Besetzung, aber man merkt klar, dass Radcliff den Film dominiert.

Wie eingangs erwähnt, hat Guns Akimbo ein hohes Tempo und schlägt einen etwas schrillen Ton an. Dies merkt man in den teils gnadenlos übertriebenen Actionszenen, deren größter Kontrast der Humor ist. Dieser ist mal vulgär, mal zynisch und mal sehr simpel gestrickt, aber äußerst passend zum Film, was gar nichts Schlechtes ist. Auch die offensichtlichen Vorbilder nutzen gern diese Art von Humor. Immer wieder wird mit Zeitlupen gearbeitet, was durchaus eine gewisse Ästhetik in die Actionszenen bringt und dem Film etwas Abwechslung verschafft.


Alles in allem mag Guns Akimbo nicht der große Actionkracher der zweiten Jahreshälfte 2020 sein, ist aber ein lauter, schriller, bunter und teils anstrengender Actionfilm, welcher über seine knackige Laufzeit von 97 Minuten zu unterhalten weiß. Selbstredend muss man für diese Spielart des Actionfilms empfänglich sein und ich gehöre definitiv zur Zielgruppe, aber auch nüchtern betrachtet ist Guns Akimbo durchaus ein solider Film. Zweifelsohne ist Daniel Radcliff und sein Schauspiel das Highlight des Films, aber, wie bei anderen Filmen mit ihm, ist das beinah schon eine konstante Eigenschaft.

Wer also schrille Actionfilme mag, sich für Daniel Radcliff begeistern kann, oder sehen will, was passiert, wenn man Hotline Miami mit Watch_Dogs mischt, sollte Guns Akimbo auf jeden Fall eine Chance geben. Ich vergebe ein verdientes sehenswert.

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Project Power (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #27]

Titel: Project Power
Originaltitel: Project Power
Regie: Henry Joost & Ariel Schulman
Laufzeit: 114 Minuten
Release: 2020

Alternative Geschichten über Superhelden werden immer populärer. Egal ob es um Figuren von namhaften Verlagen (Deadpool, Deadpool 2, Logan, …), „Nischenbereichen“ (Bloodshot, Brightburn), oder jenen, die komplett von der „Norm“ abweichen (The Boys, Code 8, Telekinese), geht. Im Laufe der letzten Jahre wurde diese Art Film immer populärer, oder kurz gesagt; in Netflixers Ausagbe 28 geht es um Project Power!


Die Netflixers


Power Kernfakten

Titel: Project Power
Originaltitel: Project Power
Regie: Henry Joost & Ariel Schulman
Laufzeit: 114 Minuten
Release: 2020


Im New Orleans der nahen Zukunft wird eine neuartige Droge in Umlauf gebracht. Die Dealer erhalten sie kostenlos zum Verkaufe und ihre Wirkung ist gigantisch. Für 5 Minuten erhält der Nutzer eine Superkraft, kann aber auch daran sterben …

Frank Shaver, ein Officer beim NOPD, wird vom Dienst suspendiert, als er bei einem Bankraub eine Power Pille nimmt, um gegen den Verbrecher eine Chance zu haben. Er erhält einen abschließenden Tipp, dass hinter der Droge möglicherweise eine Regierungsbehörde steckt. Die Dealerin Robbin gerät ins Visier des mysteriösen Art, welcher die Leute hinter der Droge zur Strecke bringen will. Nach einigem hin und her nehmen Art, Robin, sowie Frank die Organisation hinter Power ins Visier. Dabei stellt sich heraus, dass das Unterfangen für Art sehr persönlich ist …


Grundlegend muss man Project Power seinen recht hohen Unterhaltungswert zugute halten. Neben Elementen des klassischen Superheldenfilms (große Macht = große Verantwortung) werden die Genres Thrillers, Gesellschaftskritik sowie Drama angeschnitten allerdings geht Project Power selten in die Tiefe und bleibt äußerst geradlinig. Trotzdem nimmt sich der Film Zeit um seine Figuren zu entwickeln, besonders die drei Hauptfiguren und deren Chemie untereinander macht einen großen Teil des Reizes aus.

Ergänzend dazu verfügt Project Power über viele Actionen, in denen es ordentlich knallt und so manche Superkraft ansehnlich in Szene gesetzt wird. Bei den Kräften verlässt man sich auf die Standardfähigkeiten, aber so manche Ideen, wie eine kugelsichere Haut, sind reizvoll.

Die Besetzung des Films ist gelungen gewählt und besonders die drei Hauptfiguren, welche klar voneinander unterschieden werden können, aber auch über individuelle Fähigkeiten verfügen, um das Unterfangen zu unterstützen, bilden ein sympathisches Trio. Einzig die Bösewichte wirken etwas arg farblos und teilweise klischeebehaftet, aber hier merkt man klar den Fokus auf den drei Hauptfiguren.


Alles in in allem ist Project Power kein Meisterwerk, aber sehr unterhaltsames Popcorn-Kino für Fans von Action-Filmen, Superheldenfilmen und/oder Thrillern, die auch etwas Tiefgang geboten bekommen und so manchen cleveren, leicht ethisch-philosophischen, Gedanken in der Handlung erzählt kriegen, aber ohne zu viel nachdenken zu müssen, was dem Tempo des Films zugute kommt. Dazu kommt eine ordentliche Ladung Action und drei sympathische Hauptfiguren.

Somit bekommt Project Power von mir ein verdientes sehenswert, da der Film alles bietet, was man für einen gelungenen abendfüllenden Film braucht und keinen Meilenstein im Genre erwartet.

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Oben | Review

Titel: Oben
Originaltitel: Up
Regie: Pete Docter
Laufzeit: 96 Minuten
Release: 2009

Nach Artemis Fowl widme ich mich wieder einem guten Film, bevor die Anime-Offensive und Netflixers neue Ausgaben bekommen, wobei ich nicht weiß, ob letzteres wirklich besser ist.

Heute gehts auf jeden Fall um Oben von Pixar!


Fliegende Kernfakten

Titel: Oben
Originaltitel: Up
Regie: Pete Docter
Laufzeit: 96 Minuten
Release: 2009


Erzählerisch gehört Oben zu den besten Filmen aus dem Hause Pixar, was man bereits an der grandiosen Eröffnungsszene merkt. Dort präsentiert der Film ohne Text aber mit einer lieblichen Klaviermelodie und ganz viel Herz das Leben von Carl Fredricksen, der das absolute Glück, in Form seiner großen Liebe Ellie, findet, aber auch den schlimmsten Schmerz erleidet, als Ellie im Zuge einer schweren Erkrankung stirbt …

Zu Beginn des Films war Carl Fredricksen 78 Jahre alt, einsam und in einer tiefen Depression. Seine Nachbarschaft ist inzwischen stark bebaut und auch sein Haus soll weichen. Im Zuge eines Unfalls mit einem Bauarbeiter und der darauffolgenden Entmündigung soll Fredricksen in ein Altersheim umgesiedelt werden. Bevor dies jedoch passieren kann, bringt Carl sein Haus mit tausenden Ballons zum fliegen und will so seinen Traum (und den seiner Frau) erfüllen, indem er zu den Paradies Fällen reist. Aus Versehen nimmt Carl jedoch den 8-jährigen Pfadfinder Russel mit, der „einem älteren Menschen helfen“ soll, um das letzte Abzeichen seiner Pfadfindergruppe zu erhalten. Zusammen brechen die beiden in ein großes Abenteuer auf …

Wie schon eingangs erwähnt, ist Oben ein Film mit ganz viel Herz, der so charmant und liebevoll die Themen Liebe, Freundschaft, (un)erfüllte Träume und Abenteuer behandelt, wie kaum ein anderes Disney/Pixar Film. Gleichzeitig werden auch traurige Themen behandelt, was eine interessante Harmonie in der Atmosphäre ergibt. Als Kontrast dazu folgt der Film in der Mitte klassischen Merkmalen eines Abenteuerfilms, bleibt sich aber seinen Wurzeln treu, und präsentiert selbst altbekannte Genremerkmale mit viel Charme.

Somit lässt sich sagen, dass Oben auf der erzählerischen Ebene sehr clever erzählt ist und es meisterhaft schafft, eine große Bandbreite an Emotionen zu erzählen, ohne dabei in Kitsch zu verfallen.

Abseits der Handlung bietet der Film eine wunderschöne Optik, die einmal wieder beweist, warum Pixar zu den führenden Animationsstudios gehört. Trotz seines Alter von 12 Jahren sieht Oben auch heute immer noch großartig aus und besticht durch einprägsame Charaktere, egal ob Haupt-, oder Nebenfiguren. Um die restlichen Stärken zu ergänzen, bietet Oben einen wunderbaren Soundtrack, der alle Facetten des Films ideal untermalt.


Zusammengefasst ist Oben ein wunderbarer, cleverer und sehr schöner Animationsfilm, der nicht nur eine unterhaltsame Abenteuergeschichte erzählt, sondern auch viele gewichtige Themen verarbeitet. In Kombination mit dem wunderschönen Look des Films ergibt sich eine tolle Mischung, die für Jung und Alt perfekt geeignet ist. Somit hat sich Oben ein absolut sehenswert mehr als verdient!

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Horns (Film) | Review

Titel: Horns
Originaltitel: Horns
Regie: Alexandre Aja
Laufzeit: 120 Minuten
Release: 2013

Stephen King ist seit Jahrzeiten ein großer Name in der Literatur, aber auch sein Sohn Joseph Hillstrom King, Pseudonym Joe Hill, erfreut sich großer Popularität und was passiert, wenn literarische Werke populär werden? Richtig, sie werden verfilmt und Horns basiert auf dem gleichnamigen Roman. Kurzum heute geht es um Horns, der unter der Regie von Alexandre Aja entstand, dessen Werk ich wiederum sehr mag und damit schließt sich der Kreis, aber auch das Vorwort!


Gehörnte Kernfakten

Titel: Horns
Originaltitel: Horns
Regie: Alexandre Aja
Laufzeit: 120 Minuten
Release: 2013


Für Ignatius „Ig“ Perrish läuft es im Moment nicht optimal. Seine Freundin Merrin wird tot im Wald gefunden und er wird verdächtigt, der Mörder zu sein. Von seiner Unschuld ist kaum jemand, selbst aus seinem engsten Umfeld, überzeugt und er wird auf Schritt und Tritt von Reportern verfolgt. Eines Tages erwacht Ig mit Hörnern, die ihm aus dem Kopf wachsen. Von diesem Moment an erzählen ihm die Leute ihre dunkelsten Geheimnisse, sehnlichsten Wünsche und Sünden. Mit seiner neuen Gabe will Ig den Mörder von Merrin finden und taucht dabei in die Abgründe der menschlichen Seele hinab, stößt aber auch auf mehr, als er erwartet …

Horns vereint die Genres Drama und Horror zu einem dunklen Mix, der zu Beginn durch eine Prise schwarzen Humor aufgelockert wird, aber im Verlauf des Films einen immer dunkleren Ton anschlägt. Die Handlung entwickelt sich langsam aber stetig zu einem emotionalen Finale, das die Ab- und Beweggründe der Hauptfiguren mehrmals auf den Kopf stellt und durch einen soliden Twist zu unterhalten weiß. Zwar erfindet Horns mit seinem Plottwist im Finale das Genre nicht neu und man kann bereits im Vorfeld erahnen, wer der Mörder ist, aber die Inszenierung, in Kombination mit Merrins Hintergrundgeschichte, ergeben ein stimmiges Bild.

Effektechnisch gehört Horns zu den zahmeren Filmen von Alexandre Aja, was weniger Splatter/Gore, aber dafür eine dichte Dark-Fantasy Atmosphäre bedeutet. Dabei lässt sich auch hier ein Wandel vom etwas helleren ersten Akt bis zum düsteren finalen Akt erkennen.

Mit Horns beweist Daniel Radcliff, dass er zu weit mehr fähig ist, als nur Harry Potter zu verkörpern. Es ist die Performance von Radcliff, die den Film prägt und einen großen Teil der Atmosphäre erzeugt. Die Mischung aus Schuldbewusstsein, Verletzlichkeit, emotionaler Nackheit und dem Drang nach der Wahrheitsfindung machen die Darstellung von Ig Perrish durch Radcliff so besonders.

Alles in allem ist Horns ein interessanter Dark-Fantasy-Horror-Drama Hybrid, dessen größte Stärken die Atmosphäre und die Performance von Daniel Radcliff sind. Alleine schon wegen seines Genremix ist Horns, aber auch den beiden vorhin genannten Stärken und der interessanten Handlung kann man diesem Film eine Chance geben. Ich vergebe für Horns die Wertung sehenswert!

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The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro | Review

Titel: The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
Originaltitel: The Amazing Spider-Man 2
Regie: Marc Webb
Laufzeit: 142 Minuten
Release: 2014

Nachdem letzte Woche der gute Carange ausgeholfen hat gibt es diese Woche wieder einen regulären Spider Friday. The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro genießt einen eher zweifelhaften Ruf unter den Fans der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft aber nach einer weiteren Sichtung muss ich sagen, dass der Film besser ist als ich ihn in Erinnerung habe.


Kernfakten aus New York

Titel: The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
Originaltitel: The Amazing Spider-Man 2
Regie: Marc Webb
Laufzeit: 142 Minuten
Release: 2014


The Amazing Spider-Man (2012er Film) Review


Einige Zeit nach den Ereignissen des ersten Teils führt Peter Parker immer noch sein Doppelleben als Spider-Man, hat seinen Schulabschluss in der Tasche und führt eine Beziehung mit Gwen Stacey. Das Leben ist für Peter nicht leicht, da es viel Zeit einnimmt und er gleichzeitig von Schuldgefühlen geplagt wird, da er Gwens Vater bei seinem Tod versprochen hat, sich von ihr fernzuhalten. Um seinem schwierigen Leben die Krone aufzusetzen, taucht Harry Osborn, der Sohn des kürzlich verstorbenen Norman Osborn, wieder in Peters Leben auf und der Spider-Man-Hardcore-Fan Max Dillon wird durch einen traumatischen Unfall zum Metawesen Electro. Weil Peter seinem Jugendfreund Harry den Zugang zu Spider-Mans Blut verwehrt, kommt es zum Bruch mit den beiden und Harry verfällt schließlich dem Wahnsinn, als er sich das Spinnen-Gift injiziert, welches sein Vater mit Peters Vater entwickelt hat.

Der, zum Green Goblin gewordene, Harry verbündet sich schließlich mit Electro, was in einem großen Showdown mit Spider-Man mündet, den der Netzkrabbler schließlich gewinnt, aber dabei seine große Liebe Gwen verliert. Fünf Monate nach dem Verlust von Gwen kehrt Spider-Man schließlich zurück …


Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, nimmt sich The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro einige Freiheiten im regulären Spidey-Kanon, die allerdings erfrischend wirken und den Film wie eine alternative Variante zu den Ultimate Comics, die bereits eine moderne Variante zu den Marvel Comics sind, wirken lässt. Die Freiheiten beinhalten unter anderem den Werdegang von Harry Osborn zum Green Goblin, der normalerweise seinen Vater als Superschurke beerbt.

Abseits der kreativen Freiheiten, die überraschenderweise eine Stärke des Films sind, liefert auch der Cast erneut eine großartige Performance ab. Besonders die Chemie von Andrew Garfield (Peter Pater) und Emma Stone (Gwen Stacey) ist erneut das Herzstück des Films, die dem Werk auch sehr viel Menschlichkeit aber auch Persönlichkeit einhaucht. Was die Superschurken angeht, ist ganz klar, Jamie Foxx liefert eine großartige Leistung als Max Dillon/Electro ab. Man hat Mitleid mit dem Charakter und sein Werdegang zum Schurken ist mehr als nachvollziehbar. Im Gegensatz zu Electro wirken sowohl Rhino, als auch der Green Goblin wie kleine Nebenrollen.

Neben dem Cast und der Kreativität bietet The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro erneut eine wirklich großartige Inszenierung, sowie die entsprechende Tricktechnik, welche erneut unter Beweis stellt, dass Marc Webb durchaus versteht, wie ein Spider-Man Film auszusehen hat. Leider krankt der Film etwas am Tempo, da durchaus ein paar Längen vorhanden sind. In diesem Punkt unterliegt The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro seinem Vorgänger, was sehr schade ist. 10 Minuten weniger Laufzeit und das daraus resultierende Kürzen gewisser Szenen hätten dem Tempo sehr gut getan.


Alles in allem ist The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro aber ein großartiger Film, der sich ein paar Freiheiten nimmt und angenehm erfrischend wirkt. Der Cast ist toll und die Inszenierung großartig, aber nur die diversen Längen im Film trüben den positiven Eindruck etwas. Damit ist The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro ein großartiger Film, der jedoch an seinen Vorgänger nicht heranreicht. Somit vergebe ich die Wertung lesenswert+ !

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Der Spion von nebenan | Review

Titel: Der Spion von nebenan
Originaltitel: My Spy
Regie: Peter Segal
Laufzeit: 101 Minuten
Release: 2020

Ich bin ein relativ großer Fan von Actionkomödien und neben dem Genre war auch der Trailer von der Spion von nebenan ein Grund für die Sichtung. Ob die sich gelohnt hat, erfahrt ihr jetzt!


Geheime Kernfakten

Titel: Der Spion von nebenan
Originaltitel: My Spy
Regie: Peter Segal
Laufzeit: 101 Minuten
Release: 2020


JJ ist ein CIA-Agent, der nach einem verpatzten Einsatz die Aufgabe bekommt eine Familie zu überwachen, da der Bruder der verwitweten Zielperson, Victor Marquez, plant eine atomare Waffe zu bauen und sich die Pläne mutmaßlich bei der Zielperson befinden. Als JJ und seine Partnerin von der neunjährigen Sophie, die Tochter der Zielperson, aufgedeckt werden entwickelt sich die Mission komplett anders als gedacht …


Der Spion von nebenan bietet ein paar echt gute Witze und weiß öfters gut zu unterhalten, bleibt aber die meiste Zeit über eine Komödie, die sich streng an die Regeln des Genres hält, aber auch keine Neuerungen bietet. Viel mehr nutzt der Film viele bereits im Genre etablierten Mechaniken und Thematiken, um eine absolut auf massentauglich getrimmte Action-Liebeskomödie zu erschaffen. Was jetzt ziemlich negativ klingt entpuppt als okayer Film, der aber im Finale, fahrt aufnimmt und Action etabliert, die gnadenlos übertrieben ist, aber bis auf das unnötige CGI ziemlich unterhält.

Beim Cast wirkt Dave Bautista wie ein stärker tätowierter Dwayne Johnson aber ohne jemals dessen Charisma auszustrahlen, beziehungsweise dessen Charme versprühen zu können. Vielmehr wissen die Darstellerinnen Chloe Coleman, Kristen Schaal und Parisa Fitz-Henley zu unterhalten, da diese nicht nur eine tolle Chemie untereinander haben, sondern auch sehr viel zum Charme und Humors des Films beitragen.


Zusammengefasst ist der Spion von nebenan eine mittelmäßige Action-Liebeskomödie, die dem Genre nichts Neues hinzugefügt aber durch die strikte Nutzung bereits etablierter Mechanismen und Thematiken kein kompletter Ausfall ist. Der Film ist simpel gesagt absolutes Mittelmaß, was eine Empfehlung erschwert, aber für einen Filmabend mit Freunden durchaus ausreicht. Somit bekommt der Spion von nebenan ein verdientes sehenswert- und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

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Passengers | Review

Titel: Passengers
Originaltitel: Passengers
Regie: Morten Tyldum
Laufzeit: 116 Minuten
Release: 2016

Ähnlich wie Arrvial (die Rezension dazu folgt in Kürze) ist auch Passengers seit einer halben Ewigkeit auf meiner Watchlist. Endlich konnte ich diesen Film nachholen!


Kerfakten

Titel: Passengers
Originaltitel: Passengers
Regie: Morten Tyldum
Laufzeit: 116 Minuten
Release: 2016


Das Raumschiff Avalon befindet sich mit 5000 Menschen im Kälteschlaf auf dem Weg zum Planeten Homestead II. Sowohl das Schiff, als auch der Planet werden von der Homestead Company verwaltet. 30 Jahre nach dem Start von der Erde hat eine der Schlafkapseln eine Fehlfunktion und der Mechaniker Jim Preston erwacht viel zu früh aus dem Schlaf. Eine Rückkehr in die Kapsel ist nicht möglich und eine Antwort auf einen Hilferuf erhält er frühestens in 55 Jahren. Nach einem Jahr, während dem er die ganze Station für sich hatte, sich mit einem Roboter „angefreundet“ hat und sich umbringen wollte entdeckt Jim die Schlafkapsel von Aurora. Durch einen Audiolog verliebt er sich in sie und als er sie schließlich aus dem Schlaf weckt, ändert sich das Schicksal der beiden für immer …

Zuerst mal die großen Pluspunkte von Passengers. Der Film sieht hervorragend aus und weiß nicht nur mit starken Bildern, sondern auch mit einigen optisch opulten Szenen zu gefallen. So weisen alle Szenen mit dem Swimmingpool des Raumschiffs, oder dem Weltall eine äußergewöhnliche Ästhetik auf, aber auch die Aufnahmen des Raumschiffs, innen wie außen, wissen zu gefallen.

Erzählerisch fällt Passengers leider etwas ab, trotz interessanter Themen und einer perfekten Prämisse für ein emotionales Drama. Man kann den Figuren ihr Dilemma auf jeden Fall abkaufen, wenngleich das Drama leider nie sein volles Potenzial ausschöpfen kann. So wird beispielsweise aus der Einsamkeit von Jim kaum was gemacht und dieses Thema wird auch etwas zu schnell abgehackt, um die maximale Wirkung zu erzielen.

Besonders zum Finale hin merkt man Passengers mit dem Einsatz eines actionlastigen Finales eine gewisse Formelhaftigkeit an, wobei dieses eine gewisse Spannung aufbaut, aber auch einen leicht beißenden Kontrast zum restlichen Film darstellt.

Alles in allem ist Passengers kein schlechter Film. Ja er bleibt hinter seinen Möglichkeiten und holt nicht das Maximum aus sich heraus, weiß aber trotzdem über seine Laufzeit von knapp 2 Stunden zu gefallen. Wer auf der Suche nach einem Science-Fiction-Liebes-Drama ist, sollte bei Passengers mal einen Blick riskieren. Man macht mit diesem Film grundlegend nichts falsch, was mich zu einem verdienten sehenswert führt!

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The Amazing Spider-Man (2012) | Review

Titel: The Amazing Spider-Man
Originaltitel: The Amazing Spider-Man
Regie: Marc Webb
Laufzeit: 136 Minuten
Release: 2012

Nach einer kleinen Pause kehrt der Spider-Friday auf DerStigler zurück und eigentlich wollte ich die beiden The Amazing Spider-Man Filme in einer Double Feature Review behandeln, habe mich dann dagegen entschiedenen, um mich vollends auf die einzelnen Filme zu stürzen!


Die trockenen Fakten zum Film

Titel: The Amazing Spider-Man
Originaltitel: The Amazing Spider-Man
Regie: Marc Webb
Laufzeit: 136 Minuten
Release: 2012


Nach dem Tod seiner Eltern lebt Peter Parker bei seinem Onkel und seiner Tante. In der Schule wird Peter von seinem Mitschüler Flash Thompson schikaniert und er fühlt sich zu Gwen Stacey hingezogen, die seine Gefühle zu erwidern scheint.

Eines Tages findet er im Keller eine Aktentasche seines Vaters, die eine Verbindung zu seiner Forschung bei Oscorp sowie zu Doktor Connors offenbart. Um mehr zu erfahren, schafft es Peter nach einigen Strapazen der Assistent von Connors zu werden. Während Peter durch den Biss einer genmanipulierten Spinne die Fähigkeiten bekommt, welche ihn zu Spider-Man machen, laufen die Experimente von Connors aus dem Ruder und er mutiert zur humanoiden Echse Lizard.

Während Peter den Verlust seines Onkels betrauert, der durch einen Raubüberfall stirbt, sich langsam an Gwen annähert und lernen muss, wie er seine Fähigkeiten für das Gute nutzt, will Lizard die Bewohner von New York in humanoide Reptielien, wie ihn, verwandeln.

Nach mehreren Begegnungen kommt es auf dem Dach des Oscorp-Towers zur finalen Schlacht. Spider-Man und Captain Stacey, Gwens Vater, stellen sich Lizard im finalen Kampf. Das Duo kann gewinnen, aber Captain Stacey stirbt an seinen erlittenen Wunden. Er entschuldigt sich bei Spider-Man und sagt ihm das die Stadt ihn braucht, bittet ihn aber auch sich von Gwen fernzuhalten. Es kommt zum Bruch mit Gwen, allerdings nicht ohne die Andeutung, dass er sich wohl nicht an das Versprechen halten kann …


Mein größtes Lob für The Amazing Spider-Man (2012) geht an Andrew Garfield und dessen großartige Performance, die auch nach 8 Jahren nicht an Charme aber auch an Autenzithät verloren hat. Er findet immer wieder den richtigen Ausdruck, die richtige Körperhaltung oder die richtigen Worte um glaubhaft DER Peter Parker/Spider-Man zu sein. Dazu kommt eine grandiose Chemie mit Emma Stone als Gwen Stacey, die eine starke, kluge aber auch liebevolle Partnerin für Spider-Man spielt.

Nicht nur die Haupt-, sondern auch die Nebenrollen sind hervorragend besetzt worden. Besonders Martin Sheen als Onkel Ben und Sally Field als Tante May sind sehr herzerwärmend aber auch äußerst authentisch als die treusorgende Familie für Peter.

Dem Film muss man aber auch eine virtuose Inszenierung zugutehalten. Marc Webbs Vision von Spider-Man ist hervorragend und gefällt von Anfang bis zum Ende. Die umfassende Handlung wird regelmäßig durch Kämpfe und/oder Drama aufgelockert, was dem Film ein hohes Tempo verleiht bis zum Finale. Außerdem glänzt The Amazing Spider-Man (2012) durch sehr viele starke Szenen, die erneut zeigen, dass Marc Webb sein Handwerk versteht!

Auch der Soundtrack, komponiert vom großartigen James Hornet, weiß sehr zu gefallen. Besonders das Titelthema ist ein gnadenloser Ohrwurm-Erzeuger, allerdings sorgt der Soundtrack auch für nötige Epik in vielen großartigen Szenen!


The Amazing Spider-Man (2012) ist ein grandioser Film und eine der besten Comicverfilmungen des letzten Jahrzehnts. Der Film besticht durch eine tolle Besetzung, eine meisterhafte Inszenierung und ein hohes Tempo, dass die überlange Laufzeit wie im Flug vergehen lässt. Wer sich für Spider-Man oder Comicverfilmungen begeistern kann oder einen tollen Einstieg in das Genre sucht, macht mit The Amazing Spider-Man (2012) nichts falsch. Ich vergebe für den Film die Wertung absolut sehenswert!

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Das Königreich der Katzen | Review

Titel: Das Königreich der Katzen
Originaltitel: 猫の恩返し
Regie: Hiroyuki Morita
Laufzeit: 75 Minuten
Erscheinungsjahr: 2002

Mit Das Königreich der Katzen habe ich zum ersten Mal einen Ghibli Film gesehen, der mich nicht überzeugen konnte. Man merkt also, dass die Anime Offensive 2020 voller Überraschungen steckt!


Die Anime Offensive 2020


Als die siebzehnjährige Haru eine Katze vor dem Tod rettet, ändert sich ihr Leben grundlegend. Zum Dank für die Rettung des Prinzen beschließt der König des Katzenreichs, dass Haru dessen Frau werden soll. Der Teenagerin passt es natürlich gar nicht, mit einer Katze verheiratet zu werden. Um sich aus diesem Dilemma zu ziehen, soll sie sich an das Katzenbüro helfen, da der dortige „Baron“ ihr helfen kann. Als sie jedoch ins Reich der Katzen verschleppt wird, beginnt ihr Abenteuer erst richtig …


Ich muss sagen, dass mir die Prämisse vom Königreich der Katzen sehr gut gefällt und auch der Hang zum Surrealen ist äußerst unterhaltsam, aber dennoch fehlt dem Film der Reiz, sowie der Charme der großen Klassiker des Studio Ghibli. Die Handlung wirkt selbst im Vergleich zu den anderen Fantasyfilmen des Studios etwas arg absurd und entwickelt sich weniger spannend, als Genrekollegen, wie das wandelnde Schloss, oder Das Schloss im Himmel.

Optisch verfügt das Königreich der Katzen über einen etwas eigenwilligen Stil, der perfekt zum Hang zum Surrealen passt und mit der Atmosphäre des Films harmoniert. Für den Soundtrack zeichnet sich (leider) nicht Joe Hisaishi, sondern Yuji Nomi, der einen recht soliden Job abliefert, verantwortlich. Erhaben über jede Kritik ist die gewohnt hochwertige deutsche Synchronisation.


Trotz einiger Stärken mochte der Funke bei mir nicht überspringen, was unter anderem an der absurden Handlung und der sich nur sehr langsam entwickelnden Spannungskurve liegt. Die Thematik und Prämisse sind interessant, aber weder die Handlung, noch die Charaktere schaffen es, den Charme, sowie die hohe Qualität anderer großer Ghibli Produktionen zu erreichen.

Somit vergebe ich für das Königreich der Katzen, schweren Herzens, die Wertung bedingt sehenswert!

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Watchmen (Ultimate Cut) | Gedankenspiel [Kultfilm #7]

Titel: Watchmen – Die Wächter
Originaltitel: Watchmen
Regie: Zack Snyder
Laufzeit: 215 Minuten (Ultimate Cut)
Release: 2009

Über Watchmen möchte ich schon seit langer Zeit etwas schreiben. Leider (oder zum Glück) hat sich der Beitrag immer wieder verschoben, bis es nun ein Special zu Watchmen – Doomsday Clock gibt.

In diesem vorletzten Beitrag widme ich mich dem Film, bevor wir in einem großen Podcast über das Doomsday Clock Event sprechen!


Kultfilme Übersichtsseite


Die Handlung von Watchmen spielt in einer Parallelwelt im Jahr 1985. Einer der gravierendsten Unterschiede ist das Auftauchen der vigilanten Minutemen, sowie der Nachfolger den Watchmen. Weiters ist Richard Nixon bereits in seiner Amtszeit und die USA haben den Vietnamkrieg dank Dr. Manhatten, dem mächtigsten Wesen der Welt, gewonnen. Okay da weitere abgewandelte historische Ereignisse im Vorspann genannt werden, pausiere ich hier und konzentriere mich grob auf das Szenario, denn das Watchmen Universum ist ziemlich komplex, wie man es von DC Comics gewohnt ist.

Die ersten maskierten Helden der Welt tauchen Ende der 1930er Jahre auf und schließen sich später zu den Minutemen zusammen. Diese Helden haben keine Superkräfte, sondern sind maskierte Kreuzritter, quasi wie Batman. Bis in die 1950er Jahre werden die meisten von ihnen freiwillig und oder unfreiwillig in den Ruhestand geschickt. Jahre später bilden sich die Watchmen, die Nachfolger der Minutemen, und kämpfen erneut für Gerechtigkeit. Wegen ihrer brutalen Selbstjustiz werden die Watchmen und Vigilanten/Superhelden im allgemeinen verboten. Einzig der Comedian, welcher für die Regierung arbeitet, und Ozymandias bestehen weiterhin. Letzterer hat aus sich und den Watchmen eine Marke gemacht und verdient viel Geld mit Merchandise. So zurück zur Handlung (hoffentlich mit wenig Spoiler!).

Wir schreiben das Jahr 1985. Edward Blake aka der Comedian, ein Superheld der ersten Stunde und ein Agent der Regierung, wird in seiner Wohnung überfallen und brutal ermordet. Der Vigilant Rohrschach vermutet hinter dem Attentat auf den Comedian eine große Verschwörung, die auch auf die restlichen Superhelden abzielt und beginnt mit seinen Nachforschungen. Mit seinen ehemaligen Kollegen, Dr. Manhatten, Silk Specter II und Nightowl gestaltet sich die Zusammenarbeit schwerer als erwartet, da bis auf Dr. Manhatten alle im „Ruhestand“ sind. Letztgenannter arbeitet zusammen mit Ozymandias daran, alle Kriege der Welt zu beenden und ein Utopia zu erschaffen. Als auf Ozymandias ein Attentat verübt und Jon (Dr. Manhatten) wegen eines Skandals auf den Mars und Rohrschach in eine Falle gelockt wird, kehren Nightowl, sowie Silk Specter II in den aktiven Dienst zurück, um die Verschwörung aufzudecken. Soweit zur Handlung des Films, wobei das nur eine ganz grobe Zusammenfassung des Epos ist. Über die gigantische Laufzeit von 215 Minuten wird nicht nur eine große Geschichte erzählt, sondern auch die Figuren weiter vertieft, wobei besonders Jon Osterman (Dr. Manhatten), Rohrschach und Ozymandias im Fokus stehen, aber auch Nightowl und Silk Spectre II bekommen mehr als genug Screentime.

Eine der größten Stärken des Films ist die Inszenierung der Welt, des Szenarios und der Figuren. Man merkt ganz klar, dass Watchmen kein Superheldenfilm ist, sondern ein Thriller mit Elementen des Dramas, in einer Welt, die von ehemaligen Helden bevölkert wird, von denen einer quasi Gott geworden ist, da es niemanden gibt, der Dr. Manhatten aufhalten könnte, falls sich dieser entschließen sollte, die Welt enden zu lassen. Ich schätze das düstere, dreckige Setting von Watchmen sehr, da sich der Film stark von anderen Comicverfilmungen abhebt und auch in der heutigen Zeit höchstens mit Logan, Deadpool 2, Avengers 3 & 4 Genrekollegen mit einem ähnlich düsteren Setting aufweist. Wobei von den genannten Beispielen eigentlich nur Logan an Watchmen heranreichen kann, da besonders dieser Film mit dem Road-Movie-Drama Mix am ehesten die beklemmende Atmosphäre widerspiegeln kann. Atmosphäre ist das Stichwort, da diese bei Watchmen extrem dicht ist und die globale Stimmung mitten im, kurz vor der Eskalation stehenden, Kalten Krieg perfekt von den düsteren Figuren wiedergegeben wird.

Dies macht sich auch in den zahlreichen Actionszenen bemerkbar, die überraschend brutal ausfallen, aber die Gewalt nicht zelebrieren, sondern daraus ein ästhetisches Stilmittel machen, um die offenkundig harte Vorgehensweise der ehemaligen Watchmen gegenüber Kriminellen zu rechtfertigen. Rohrschach, der durch traumatische Erlebnis zum knallharten Vigilanten wurde, kann inzwischen nicht mehr anders, als mit äußerster Härte gegen die Kriminellen zu kämpfen. Gleichzeitig ist Dr. Manhatten durch seine Fähigkeiten völlig losgelöst von allen weltlichen Dingen und hat keine wirkliche Bindung zur Welt, bis auf seine Lebensgefährtin. Das sind aber nur zwei Beispiele für das Verhalten der Figuren und der Begründung, warum diese so kalt agieren.

Was ebenfalls für den Film spricht, ist die Demontage des Gut-Böse-Schemas und einer klaren Identifikationsfigur. Rohrschach ist der Erzähler des Films, allerdings fällt es sehr schwer, sich mit ihm, oder einer der anderen Figuren verbunden zu fühlen. Selbst die großzügige Screentime, in der die Figuren viel Tiefgang bekommen, macht es nicht leichter, sich mit einer von ihnen verbunden zu fühlen, oder sich gar mit einem von ihnen zu identifizieren. Auch gibt es in Watchmen weder Helden noch Schurken. Wie in der Realität ist niemand nur böse oder nur gut, sondern eine Mischung aus beidem. Der Dualismus wird auch in diesem Film stark thematisiert, da jede Figur auf beiden Seiten agiert, was erneut Spielraum zur Spekulation einräumt.

Ich könnte noch seitenlang über diesen Film schreiben und mich in zahllosen Details verlieren, aber da dies wohl arg übertrieben wäre, komme ich zum Fazit. Watchmen ist, egal ob im Directors, oder Ultimate Cut, schwere Filmkost, die definitiv nicht für jeden ausgelegt ist und sich klar an eine ältere Zielgruppe richtet. Dies wird besonders im Ultimate Cut klar, der einen Nebenstrang über einen morbiden Piraten-Comic enthält, der nichts zur Handlung beiträgt, aber den Comic-Trend dieser Welt widerspiegelt, sowie viele weitere Szenen massiv vertieft, was sich auf alle grundlegenden Komponenten des Films (Handlung, Setting, Figuren, Dialoge) auswirkt.

Ich kann vor Zack Snyder nur meinen Hut ziehen, da dieser Film bis heute einzigartig im Genre Comicverfilmung ist und hervorragend aufzeigt, dass man durchaus Comics so verfilmen kann, dass sie sich speziell an eine erwachsene Zuschauerschaft richten können.

Für Watchmen kann ich nur eine klare Empfehlung aussprechen und besonders für den Ultimate Cut, da dieser, trotz seiner enormen Laufzeit, ein einmaliges Erlebnis im Genre Comicverfilmung bietet, den Zuseher in eine düstere, dreckige Welt entführt und dabei ein gigantisches Epos erzählt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Der schwarze Diamant (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #24]

Titel: Der schwarze Diamant
Originaltitel: Uncut Gems
Regie: Benny & Josh Safdie
Laufzeit: 130 Minuten

Der schwarze Diamant ist ein Film, dessen deutscher Titel etwas irreführend ist, weil im Zentrum ein schwarzer Opal steht, daher ist der englische Titel Uncut Gems (für ungeschliffene Edelsteine) schlüssiger!


Die Netflixers Übersichtsseite


Howard ist ein jüdischer Schmuckhändler, der ein kleines Geschäft mitten im Diamantenviertel von New York betreibt. Ein Problem stellt allerdings Howards Spielsucht dar, die ihm immens hohe Schulden und Probleme mit Eintreibern bringt. Als er eines Tage eine lang ersehnte Lieferung von einem schwarzen Opal erhält, den er über Nacht verleiht, bricht sein fragiles Kartenhaus langsam zusammen …


Der schwarze Diamant lebt von seiner Handlung, die sich langsam entwickelt und der Zuseher dabei erblickt, wie der Protagonist unaufhaltsam in den Abgrund schlittert. Getragen wird der Film in erster Linie von Adam Sandler, der in diesem Werk seine (wahrscheinlich) beste Performance abliefert und einen ebenso anstrengenden, wie interessanten Charakter darstellt!

Auch die interessante Spannungskurve von Uncut Gems (der englische Titel klingt viel besser) muss erwähnt werden, da sich der Film sehr gemächlich entwickelt und auf keine bestimmte Spannungskurve hinsteuert, sondern langsam auf ein tragisches Finale hinarbeitet, dessen Ausgang im Vorfeld nicht gleich auszumachen ist, aber eine dunkle Vorahnung aufbaut.

Beim Genre bewegt sich Uncut Gems zwischen einem Drama, einer Komödie, sowie einem Krimi und ergibt so einen äußerst gelungenen Genremix, der dem Film sehr viele Facetten beschert.


Zusammengefasst ist Uncut Gems aka der schwarze Diamant ein sehr guter Film, mit der (wahrscheinlich) besten Adam Sandler Performance seiner Karriere. Erzählerisch, wie inszenatorisch ist der Film sehr gelungen und entwickelt sich in einem ganz eigenen Tempo, welches zu einem ebenso spannenden, wie dramatischen Höhepunkt führt.

Daher hat sich Uncut Gems die Wertung sehenswert verdient!


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The Purge – Election Year | Review

Titel: The Purge: Election Year
Originaltitel: The Purge: Election Year
Regie: James DeMonaco
Laufzeit: 109 Minuten

Die The Purge Quadrologie geht in die finale Runde und die Reihe hat sich mit dem zweiten & dritten Film echt gut entwickelt!


Mehr von The Purge:


Im Zentrum der Handlung steht die Senatorin Charlie Roan, eine Überlebende einer vorigen Purge, welche sich zur Wahl für die Präsidentin der Vereinigten Staaten hat aufstellen lassen. Ihr Ziel ist es die Purge abzuschaffen, gegen die bereits massiv protestiert wird. Als die jährliche Purge (siehe die andere Rezensionen, um was es bei der geht) anbricht, verbleibt Senatorin Roan in ihrem Haus, zusammen mit ihrem Sicherheitschef Leo (aus The Purge: Anarchy) und dessen Leuten.

Sie wird allerdings von Anhängern der Purge verraten und muss mit Leo flüchten, da ihr diese nach dem Leben trachten und in ihr eine Gefahr für das „neue“ Amerika sehen. Zur gleichen Zeit haben Joe und sein Marcos alle Hände voll zu tun ihren Laden vor purgenden Teenager zu verteidigen. Joe, Marcos, Charlie & Leo müssen, unterstützt von Laney und Dawn, die Nacht überstehen, gegen mordlüsterne Purger und schließlich gegen die politischen Gegner von Charlie antreten …


The Purge: Election Year setzt auf eine Mischung aus Polit-Thriller & Survival-Horror-Thriller, was überraschend gut harmoniert und sehr spannend inszeniert ist. Die Sozialkritik des Films wird sehr gut in den Part des Polit-Thrillers verarbeitet und die internen Machtkämpfe in den politischen Rängen der USA, um die Zukunft des Landes, sind sehr interessant.

Mein Highlight des Films sind aber alle Stellen an denen auf das Politische oder das Sozialkritische ge******en wird und die pure anarchistische Action abgeht. Wenn der Wahnsinn all jener die purgen wollen hervorbricht und der pure Überlebenskampf eintritt. Genau dann entfaltet der Film sein volles Potenzial und wird richtig unterhaltsam. Dies wird auch durch den tollen Cast unterstrichen der, wie im Vorgänger, eine tolle Performance abliefert!


Zusammengefasst ist The Purge: Election Year ein unterhaltsamer Genremix aus Polit-Thriller & Survival-Horror-Thriller, der spannende Charaktere bietet und dank der stetig ansteigenden Spannungskurve zu unterhalten weiß!

Ich vergebe für The Purge: Election Year ein verdientes sehenswert und freue mich, dass diese Reihe auf einer positiven Note endet!

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Flüstern des Meeres – Ocean Waves | Review

Titel: Flüstern des Meeres – Ocean Waves
Originaltitel: 海がきこえる
Regie: Tomomi Mochizuki
Laufzeit: 72 Minuten
Erscheinungsjahr: 1993

Mit Flüstern des Meeres – Ocean Waves habe ich aktiv meinen ersten Ghibli Film gesehen, an dem sowohl Hayao Miyazaki, als auch Joe Hisaishi nicht beteiligt waren, aber dennoch war Flüstern des Meeres – Ocean Waves trotz der daraus resultierenden Andersartigkeit keineswegs schlecht!


Die Anime Offensive 2020


Als die attraktive siebzehnjährige Rikako Mutō von ihrer Schule in Tokio nach Kōchi, auf die Insel Shikoku, wechselt, lernt sie die beiden langjährigen Freunde Taku Morisaki und Yutaka Matsuno kennen. Schnell wird die Freundschaft von Taku und Yukata auf die Probe gestellt, da sich eine Dreiecksbeziehung mit Rikako bildet, die durch ihre unnahbare Art das Leben der beiden alles andere als einfach macht. Während Rikako immer verschlossener wird, leidet die alte Freundschaft von Taku und Yutaka immer weiter. Dies führt schließlich zum Bruch …


Flüstern des Meeres – Ocean Waves kommt, im Gegensatz zu vielen anderen Ghibli Filmen, gänzlich ohne Fantasy Elemente aus und erzählt stattdessen ein Liebesdrama mit Coming of Age Elementen, dessen Handlung sehr bodenständig und wesentlich geerdeter ist, als in den meisten anderen Filmen dieses Genres. Das Herzstück des Films sind die drei Hauptfiguren und deren schwierige Beziehung zueinander, wobei sich der Film die Zeit nimmt, sowohl den Sympathieträger Taku, als auch die Unsympathieträgerin Rikako auszubauen.

Trotz seiner recht knappen Laufzeit, ebenfalls im Vergleich zu anderen Ghibli Filmen, kommt Flüstern des Meeres – Ocean Waves mit relativ detaillierten Figuren des Weges und verfügt über ein relativ hohes Tempo, wenngleich der erzählerische Tiefgang aus anderen Werken des Studios fehlt. Dies geht allerdings auch mit der kürzeren Laufzeit einher, oder simpler ausgedrückt: Der Film hat ein relativ hohes Tempo, ist aber bei weitem weniger spannend, als andere Werke des Studios.

Auch wenn der Film erzählerisch nicht so stark ist, verdient der Zeichenstil eine lobende Erwähnung. Dieser wirkt erfrischend anders, als die Werke von Meister Miyazaki, aber der Stil gibt Flüstern des Meeres eine ganz eigene Atmosphäre und wirkt auch recht erfrischend, wenngleich etwas weniger zeitlos. Der Soundtrack ist in diesem weniger stark, als in anderen Werken, unterstreicht jedoch das Drama um die Dreiecksbeziehung sehr gut und fügt sich angenehm in den Hintergrund ein. Auch die deutsche Lokalisierung ist gewohnt hochwertig und auch für die damalige Zeit herausragend, da gerade die 90er nicht die optimalste Zeit für deutsche Lokalisierungen im Bereich Anime waren.


Alles in allem ist Flüstern des Meeres – Ocean Waves kein Meisterwerk der jüngeren Mitarbeiter des Studio Ghibli, aber dafür ein solides Drama, um eine relativ komplexe Dreiecksbeziehung. Die Themen Liebe und Freundschaft werden geerdet vermittelt und der Film erzählt ohne Mätzchen seine bewegende Jugendgeschichte, deren Ende nochmal einiges herausholt. Selbst wenn der Film nicht den Kultstatus anderer Ghibli Filme erreicht, so weiß das Jugenddrama zu unterhalten und stellt einen angenehmen Kontrast zum restlichen Werk des Studio Ghibli dar. Somit bekommt Flüstern des Meeres – Ocean Waves von mir die Wertung sehenswert- !

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Kikis kleiner Lieferservice | Review

Titel: Kikis kleiner Lieferservice
Originaltitel: 魔女の宅急便
Regie: Hayao Miyazaki
Laufzeit: 103 Minuten
Erscheinungsjahr: 1989

Die Anime Offensive 2020 meldet sich zurück und diese Folge, sowie die beiden Nächsten werden sich erneut mit den Ghibli Filmen beschäftigen. Eine gute Gelegenheit also, Filme nachzuholen, die ich noch nicht kenne, wie Kikis kleiner Lieferservice aus dem fernen Jahr 1989, basierend auf dem gleichnamigen Kinderbuch!


Die Anime Offensive 2020


Die junge Hexe Kiki verlässt mit 13 Jahren das Haus ihrer Eltern, um in der fremden Stadt ihr Hexenjahr zu absolvieren, damit sie ihre Hexenkräfte vervollständigen kann und somit die Tradition der Hexen erfüllt. Begleitet wird sie von ihrem Kater Jiji, der ihr helfend zur Seite steht und für jede Situation den passenden trockenen Spruch parat hat!

In ihrer Stadt der Wahl angekommen, versinkt Kiki anfangs in Verzweiflung, wie sie dort Fuß fassen und wo sie leben soll. Schnell findet sie jedoch Freunde und Unterkunft in einer Bäckerei. Ermutigt von der Besitzerin, beschließt Kiki einen eigenen Lieferservice zu eröffnen. Dabei kreuzt Tombo immer wieder ihren Weg, der die Welt von Kiki kräftig durcheinbar bringen wird.


Kikis kleiner Lieferservice ist ein liebevoller Animationsfilm, der es durchgehend schafft, eine gute Laune zu erschaffen und diese geschaffene Sympathie auch in den dunklen Phasen der Hauptfigur nicht verliert. Im Endeffekt erzählt der Film eine Geschichte über Selbstständigkeit, das Erwachsen werden, die erste Liebe und dem Finden von Freunden, bleibt dabei jedoch sehr bodenständig und wirkt zu keinem Moment überladen. Dies liegt daran, dass die einzelnen Themen der Geschichte harmonisch ineinander greifen und wie ein Uhrwerk als Gesamtheit hervorragend funktionieren. Ähnlich wie andere Filme, an denen Hayao Miazaki mitgewirkt hat, kombiniert auch Kikis kleiner Lieferservice Fantasy Elemente mit technischen Errungenschaften und zeigt eine Welt, in der Hexen ebenso natürlich sind wie Flugzeuge.

Trotz seines beachtlichen Alters verfügt Kikis kleiner Lieferservice über diesen bestimmten Ghibli Stil, wie ihn auch Das Schloss im Himmel, Das wandelnde Schloss, oder auch Prinzessin Mononoke haben, der einfach zeitlos wirkt und den Film zu jeder Zeit frisch wirken lässt, ohne erkennbare Spuren des Alters. Ebenso ist der Soundtrack, erneut aus der Feder des großartigen Joe Hisaishi, äußerst hörenswert und auch die deutsche Synchronisation zeugt wieder von hoher Qualität!


Zusammengefasst ist Kikis kleiner Lieferservice ein wunderbarer Animationsfilm mit vielen wertvollen Themen, einem tollen Soundtrack und einem zeitlosen Animationsstil, der auch nach all den Jahren immer noch zu gefallen weiß. Für jung und alt geeignet ist dieser Film zurecht ein kleiner Klassiker des Studio Ghibli und eine klare Empfehlung meinerseits. Mit diesem Film macht man grundlegend nichts falsch. Damit hat sich Kikis kleiner Lieferservice ein sehenswert+ total verdient!

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Midway – Für die Freiheit | Review

Titel: Midway – Für die Freiheit
Originaltitel: Midway
Regie: Roland Emmerich
Laufzeit: 139 Minuten

Hey, endlich wieder ein Historiendrama auf dem Blog. Das hatten wir schon länger nicht mehr und dazu noch eines über den zweiten Weltkrieg. Auf Midway habe ich mich seit dem ersten Trailer gefreut, auch wenn Roland Emmerich nicht zu meinen bevorzugten Filmemachern zählt. Warum mir der Film trotzdem gut gefallen hat, erfahrt ihr jetzt!


Mehr Historienfilme

Die dunkelste Stunde

Dunkirk

Die Verlegerin

Outlaw King


Wir schreiben das Jahr 1937. Der Zweite Weltkrieg bahnt sich an, aber in Asien beginnt der Pazifikkrieg zwischen dem Kaiserreich Japan und China. Edwin T. Layton, der amerikanische Marineattache in Japan, erhält vom japanischen Admiral Yamamoto die indirekte Warnung, dass ein Kappen der Ölversorgung Japans durch die USA die radikalen Kräfte im Land stärken würde …

Drei Jahr später. Der Zweite Weltkrieg tobt in Europa und in Asien erobern die Japaner immer mehr Gebiete. Im Zuge eines Überraschungsangriff attackieren japanische Truppe den Marinestützpunkt Pearl Harbor, was die USA in den Krieg zwingt, um Asien und sich selbst vor dem japanischen Kaiserreich zu retten.


Midway schildert die Ereignisse des Pazifikkrieges vom Anfang 1937, über den Angriff auf Pearl Harbor, bis hin zur legendären Schlacht um Midway aus der Sicht verschiedener Figuren, vornehmlich dem Sturzkampfpiloten Richard Hasley Best. Dabei verzichtet der Film weitestgehend auf den Patriotismus, der eigentlich zu erwarten war, sondern schildert den Krieg recht schonungslos und zeigt die USA mehr als die Hälfte des Films mit dem Rücken zur Wand, was auch weitestgehend der Realität entspricht. Auf der anderen Seite wird auch die japanische Seite beleuchtet, die durchaus wissen, dass sie den Krieg langfristig nicht gewinnen können, wenn die USA ihr volles Potenzial entfesselt.

Ein großes Lob muss ich an den Cast aussprechen, der großteils zu überzeugen weiß und durch den die Atmosphäre des Krieges einerseits authentisch, amdererseits durch die stark inszenierten Bilder, die leider oftmals stark vom CGI geschwängert wurde, manchmal etwas überzogen wirkt. Die größte Herausforderung eines Historienfilms ist es, eine bekannte Geschichte so zu erzählen, das sie sich an historische Tatsachen hält, aber gleichzeitig spannend ist. Dieses Kusntstück schafft Midway sehr gut!

Zusammengefasst mag Midway sicher nicht das beste Historiendrama aller Zeiten sein, weiß aber seine historische Vorlage spannend zu erzählen und dabei (teilweise) interessante Charaktere zu etablieren, wobei auch ein klarer Hauptcharaker gestellt wird, der dem Zuseher als Anker dient. Die Bilder des Films sind sehr imposant, auch wenn man das CGI gut erkennt, was die Authentizität etwas leiden lässt. Ich vergebe für Midway die Wertung sehenswert!

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Das Zeichen des Teufels (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #22]

Titel: Das Zeichen des Teufels
Originaltitel: La Marca del Demonio
Regie: Diego Cohen
Laufzeit: 80 Minuten

Ich habe grundlegend kein Problem mit schlechten Horrorfilmen, aber wenn der Trash den Namen von H. P. Lovecraft und Cthullu in den Dreck stößt, mit der eigenen Scheissigkeit hört selbst bei mir der Spaß auf.

Ich habe von Das Zeichen des Teufels eigentlich nichts erwartet, aber dieser klischeebeladenen Haufen Mist hat selbst mich unterwältigt. Deshalb erzähle ich euch in Kurzform nun, was ihr hier nicht verpasst, damit wir uns wieder mit den guten Filmen beschäftigen können!


Die Netflixers Übersichtsseite


Eine Lehrerin erhält per Zufall das Necronomicon (oder dessen behinderten Cousin) von einem alten Pfarrer/Exorzisten zugeschickt. Von allen guten Geistern verlassen versteckt sie das Buch in ihrem Arbeitszimmer. Eine ihrer beiden Töchter findet das Buch. Zusammen mit ihrer Schwester und deren Freund (die Namen in dem Film sind sowieso irrelevant) lesen sie aus dem Buch vor. Eine von ihnen beschwört die Schwester von Cthullu, die von ihr Besitz ergreift. Als ob nicht wär gehen die drei feiern und die Besessene schläft nach der Sauftour über einen Tag. Großes Lob an die Elternwenn mein Kind einen Tag komatös im Bett liegen würde, würde ich ihr nicht regelmäßig was zum Essen bringen, sondern kontrollieren, ob sie vielleicht noch lebt oder einen Arzt rufen

Über kurz oder lang kommt raus, dass die Partyqueen (sie hat, beim Feiern, jemanden den Schädel fast eingeschlagen, aber das ist egal) von einem Dämon besessen ist. Also wird die Kirche um Rat gebeten. Wer hilft? Ein heroinsüchtiger Pfarrer und dessen Pennerfreund der Dämonen in sich aufnimmt. Also eine Art Miroku aus Inu Yasha in billig. Dann folgt Klischee über Klischee mit dummen Handlungen und dazwischen UND dann ist es endlich vorbei.

Das Zeichen des Teufels ist ein trashiger Horrorfilm, dessen einziges Merkmal seine eigene schlechte Qualität ist. Am besten tun wir uns alle den Gefallen und vergessen den Film nach diesem Beitrag wieder. Es kommt selten vor, dass mich ein billiger Horrorfilm so enttäuscht, aber 80 Minuten Langeweile sind irgendwo ein Kunstwerk, dass man dem Film zugutehalten muss. Wenn es auch das Einzige ist.

Somit ein klares nicht sehenswert von mir und in der nächsten Episode geht es um einen wesentlich interessanteren Film.


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Flugmodus (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #21]

Titel: Flugmodus
Originaltitel: Modo Avião
Regie: César Rodrigues
Laufzeit: 95 Minuten

Langsam aber sicher entwickelt sich die Netflixers zu einem Format für filmische Weltbummler. Wir hatten bereits Filme aus den USA, aus Japan, Frankreich und den Philippinen. Heute begeben wir uns nach Brasilien zur Romantik-Komödie Flugmodus!


Die Netflixers Übersichtsseite


Ana träumt davon eine große Designerin zu werden, ließ ihren Lebenstraum aber links liegen, um für eine berühmte Modemarke als Influencerin zu arbeiten. Ihr Leben besteht seit dem aus Fotos und Videos, um möglichst viel Follower für die Marke zu generieren. Als sie eines Tages einen mittelschweren Unfall mit ihrem Auto hat, muss sie eine digitale Detoxkur durchlaufen. Zu diesem Zweck landet sie auf dem Bauernhof ihres Großvaters und ist gezwungen sich von allen sozialen Medien fernzuhalten. Während ihres Aufenthalts lernt sie João kennen und ihr Leben ändert sich komplett. Okay räumen wir das offensichtlichste zur Seite. Flugmodus ist kein Meilenstein im Medium Film, gefällt aber durch die seichte Unterhaltung und die Thematik der Sucht nach sozialen Medien sowie der Gier nach mehr Fame und dem daraus resultierenden Zwang immer online zu sein. Selbstverständlich erlebt die Protagonistin eine Reise zur Selbstfindung und gelangt im Laufe der Handlung zur Erkenntnis, dass es so viele wichtigere Dinge als Follower gibt. Auch wenn Flugmodus eher simpler Natur ist funktioniert die Handlung überraschend gut und auch die Charaktere sind sehr sympathisch, auch wenn sie stark klischeehaft sind.

Zusammengefasst ist Flugmodus kein überragender aber solider Film, der von seinem simplen Aufbau lebt und oberflächlich das Thema „Onlinesucht“ behandelt aber in erster Linie die Klischees des Genres bedient. Ich bin dennoch, überrascht wie unterhaltsam Flugmodus ist und für diesen kurzweiligen Spaß mit einem Twist im letzten Akt gibt es ein sehenswert!

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Hagazussa – Der Hexenfluch | Review

Titel: Hagazussa – Der Hexenfluch
Originaltitel: Hagazussa – Der Hexenfluch
Regie: Lukas Feigelfeld
Laufzeit: 102 Minuten

Mit Hagazussa – Der Hexenfluch bekam ich von der lieben @ninigamy eine (Anti)Filmempfehlung. An dieser Stelle danke, der Beitrag ist dir gewidmet und der Film war anders als erwartet!


Die österreichischen Alpen während des 15. Jahrhunderts. Albrun, eine zehnjährige Ziegenhirtin lebt alleine mit ihrer Mutter in der Abgeschiedenheit einer Berghütte. Nachdem ihre Mutter stirbt, lebt sie für 20 Jahre allein. Als Erwachsene lebt sie vom Verkauf von Milch, wird aber im nahen Dorf als Hexe beschimpft. Eines Tages bekommt sie den Schädel ihrer Mutter und ab dann beginnt sie Stimmen sowie Bewegungen wahrzunehmen …


Hagazussa – Der Hexenfluch ist weniger ein Horrorfilm, sondern schlägt sehr stark ins Mysterygenre. Eine Besonderheit des Films ist das fast völlige Fehlen von Dialogen, was dem Film eine starke Bildsprache verleiht, aber gleichzeitig auch schwer zugänglich macht, was leider zu einem großen Problem führt. Der Film ist sehr sperrig und trotz der Laufzeit von 102 Minuten schafft es der Film nur schwer Spannung aufzubauen.

Dem Gegenüber steht eine sehr dichte Atmosphäre, die in Nuancen an Midsommar, Hereditary und The Lodge aber niemals eine intensive Spannungskurve erschafft wie es die drei genannten Beispiele schaffen.


Alles in allem mag Hagazussa – Der Hexenfluch kein Totalausfall sein und durch diverse Stärken glänzen aber leider schafft es der Film kaum Spannung aufzubauen trotz der dichten Atmosphäre und der interessanten Prämisse. Wer einen Mysteryfilm sucht der sich im Genre, im Bezug auf das Setting, etwas abhebt, kann bei Hagazussa – Der Hexenfluch einen Blick riskieren aber die Sperrigkeit des Films macht eine Empfehlung sehr schwer. Daher kann ich für Hagazussa – Der Hexenfluch nur ein bedingt sehenswert vergeben.

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Das wandelnde Schloss | (Audio) Review

Titel: Das wandelnde Schloss
Originaltitel: ハウルの動く城
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 119 Minuten
Release: 2004

Kernfakten:

Titel: Das wandelnde Schloss
Originaltitel: ハウルの動く城
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 119 Minuten


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47 Meters Down: Uncaged | Review

Titel: 47 Meters Down: Uncaged
Originaltitel: 47 Meters Down: Uncaged
Regie: Johannes Roberts
Laufzeit: 89 Minuten
Release: 2019

47 Meters Down ist einer der besten Vetreter des Hai-Horrorfilms, okay das ist keine Überraschung, wenn man den Rest des Subgenres betrachtet. Daher waren auch meine Erwartungen an das stand alone Sequel 47 Meters Down: Uncaged! entsprechend…

Ob sich die Sichtung gelohnt hat, erfahrt ihr jetzt!


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47 Meters Down: Uncaged Nicole, Sasha, Alexa und Mia begeben sich auf einen Höhlentauchgang in eine versunkene Stadt der Maya. Der Trip entwickelt sich zum Horror, als das Quartett in das Jagdgebiet von Weißen Haien gerät, für die sie das perfekte Fressen sind. Mit sinkendem Sauerstoff beginnt ein Kampf ums überleben. War 47 Meters Down ein spannender Survival-Thriller mit Horrorelementen, wirkt Uncaged etwas zu reißerisch für‘s eigene Wohl. Ein großes Lob verdient die dichte Atmosphäre des Films, auch wegen der entstehenden klaustrophobischen Stimmung, welcher die vier Hauptfiguren ausgesetzt sind. Leider setzt Uncaged etwas zu oft auf formelhafte Jump Scares, was der Atmosphäre des Films langfristig nicht gut tut und die Gefahr des Höhlentauchens in den Hintergrund rückt. Hier wäre eine harmonischere Mischung aus den Gefahren des Höhlentauchens, den Haien, sowie dem immer knapper werdenden Sauerstoff hilfreicher gewesen. Was definitiv ein Lob verdient, ist das Tempo, mit dem die Handlung erzählt wird. Die Handlung schreitet zügig voran und hält sich nur selten mit ausbremsenden Details auf. Zum Ende hin nimmt die Action etwas überhand und eine Spitze jagt die andere, was etwas zu over the top ist. Zusammengefasst ist 47 Meters Down: Uncaged ein solider Hai-Horrorfilm, der es jedoch nicht schafft, die dichte Atmosphäre des Vorgängers, oder gar dessen Nervenkitzel zu erreichen. Trotz dieser Schwächen ist 47 Meters Down: Uncaged qualitativ hochwertiger als viele andere Genrekollegen, die nur durch puren Trash glänzen. Somit vergebe ich für 47 Meters Down: Uncaged die Wertung sehenswert!

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The Lodge | Review

Titel: The Lodge
Originaltitel: The Lodge
Regie: Veronika Franz & Severin Fiala
Laufzeit: 112 Minuten
Release: 2019

The Lodge gehört zu den Filmen, die weit oben auf meiner Watchlist 2020 standen. Entstanden unter der Regie von zwei österreichischen RegiesseurInnen, bei Studio Hammer produziert und im Genre des Psycho-Horrors angesiedelt, muss mir The Lodge ja gefallen, oder etwa nicht?


Die beiden Geschwister Aiden und Mia leiden sehr unter dem Tod ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Grace, der neuen Freundin/Verlobten ihres Vaters Richard, stehen sie sehr ablehnend gegenüber. Um die Beziehung zwischen seinen Kindern und Grace zu verbessern, möchte er mit ihnen Weihnachten in der Familienlodge verbringen. Dort angekommen scheint die Situation zwischen den Dreien langsam aufzutauen, aber als mysteriöse Ereignisse einsetzen und Richard, aus beruflichen Gründen, weg muss, droht die Stimmung zu kippen. Grace innere Dämonen scheinen zu erwachen und ihre Vergangenheit droht sie einzuholen …


The Lodge schlägt in eine ähnliche Kerbe wie Hereditary oder Midsommar, ist jedoch im Psycho-Horror verwurzelt und verzichtet dabei auf übernatürliche Elemente. Vielmehr stehen die Themen Glaube, emotionale wie psychische Isolation, physische Isolation und Misstrauen im Fokus, was sich auch auf die Atmosphäre des Films auswirkt. The Lodge ist einer jener Filme, die relativ wenig verraten, und durch das Erzeugen einer beklemmenden Atmosphäre, sowie dem Auslösen eines Unwohlseins beim Zuseher suggerieren, dass etwas gehörig im Argen liegt.

Langsam aber sicher schaukelt sich die Situation immer weiter auf und immer mehr droht die Stimmung in der Lodge zu kippen, was in einem abrupten wie offenen Ende müdet. Es bleibt dem Zuseher überlassen, wer zum Schluss für die Sünden büßen muss …

Abseits eines starken & cleveren Drehbuchs verfügt The Lodge über einen tollen Cast, der es durchgehend schafft, die psychische Abdriftung der Figuren glaubhaft zu spielen, besonders Riley Keough liefert eine tolle Performance als Grace ab.

Ein nettes Detail von The Lodge ist die Bildsprache des Films, mit der viele Situationen in Form eines Puppenhauses grob angedeutet werden.


Alles in allem ist The Lodge ein sehr intensiver Psycho-Horror-Thriller, dessen ganzer Aufbau bzw. die Atmosphäre ein gewisses Unbehagen beim Zuseher auslöst, bis sich die Situation komplett entlädt. Man sieht den Untergang kommen, weiß jedoch nicht, wann er über die Hauptfiguren hereinbricht. Dazu kommen clever gesetzte Schockmomente, die den trügerischen Frieden des Films komplett zerfetzen. Ich vergebe für The Lodge ein klares sehenswert und warte geduldig auf den nächsten intensiven Horrorfilm!

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Der Unsichtbare (2020) | Review

Titel: Der Unsichtbare
Originaltitel: The Invisible Man
Regie: Leigh Whannell
Laufzeit: 125 Minuten
Release: 2020

Das Studio Blumhouse Productions unter Jason Blum verdient meinen vollsten Respekt, auch wenn ich nicht mit allen Produktionen was anfangen kann. Es ist eine Kunst, aus kostengünstigen Filmen den maximalen Profit herauszuholen. Der Unsichtbare, das „stand alone Reboot“ des Darkverse, fällt genau in diese Kerbe. 7 Millionen Dollar an Kosten und ein Einspielergebnis von über 100 Millionen Dollar … das nennt man profitabel!


Eines Nachts flüchtet Cecilia vor ihrem Ehemann Adrian, einem genialen Wissenschaftler, mit dem sie in einer gewalttätigen Beziehung lebt. Die Flucht gelingt dank ihrer Schwester Alice & ihres Jugendfreunds James. Kurz darauf erhält Cecilia die Nachricht von Adrians Suizid. Er hinterlässt ihr ein großes Vermögen, sofern sie keine Straftat begeht und sie nicht für unzurechnungsfähig erklärt wird. Ihr Glück vom neuen Leben verwandelt sich schnell in die pure Hölle, als sie etwas, oder jemand verfolgt … jemand Unsichtbares …


Als der Abspann einsetzte, verspürte ich Verwunderung, Begeisterung und etwas Wehmut. Einerseits war ich äußerst positiv überrascht, wie gut der Unsichtbare im Vergleich zu seinen indirekten Vorgängern ist und gleichzeitig ist es schade, dass die Lizenzen von Dracula & der Mumie so gefloppt sind.

Der Unsichtbare ist ein großartiger Horrorfilm und ein mehr als würdiges Remake, das in erster Linie von seiner dichten, stellenweise beinah erdrückenden, Atmosphäre lebt und eine ebenso simple, wie spannende Handlung in sich birgt. Diese wartet zum Ende hin mit einigen Twists auf und setzt auf eine Mischung aus psychologischem Terror, Thriller- Elementen, sowie klassischen Horrorfilm Mechanismen, wie Jump Scares. Letztere sind jedoch weniger plump, als in anderen Filmen, sondern verstärken die Surrealität mancher Szenen, wenn sich die Frage stellt, ob Cecilia verrückt ist, oder wirklich verfolgt wird.

Ein weiteres Lob muss ich an den Cast von der Unsichtbare vergeben, wobei Elisabeth Moss als Cecilia Kass den Film trägt und dem Zuseher als Identifikationsfigur, Anker und gleichzeitig tragische Protagonistin dient. Der restliche Cast weiß ebenfalls zu gefallen und verstärkt die dichte Atmosphäre des Films nur noch weiter.


Zusammengefasst ist der Unsichtbare ein spannender, teils gruseliger, teils mitreißender Horrorfilm, der zeigt, wie man einen Klassiker der Universal Studios modern interpretieren kann und gleichzeitig etwas Neues schafft, während das Alte geehrt wird!

Wer auf der Suche nach einem gelungenen Horrorfilm der klassischen Konventionen mit einem eigenen Charme verbindet und dabei mehr als nur plumpen Horror bietet wird mit der Unsichtbare viel Spaß haben. Ich vergebe für den Film die Wertung absolut sehenswert, da hier gezeigt wird wie moderne Universal Horrorfilme sein müssen!


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Das Schloss im Himmel | Review

Titel: Das Schloss im Himmel
Originaltitel: 天空の城ラピュタ
Regie: Hayao Miazaki
Laufzeit: 124 Minuten
Release: 1986

Die große Anime-Offensive geht weiter und heute stelle ich euch einen Ghibli-Film vor, den ich seit meiner Kindheit zu schätzen weiß. Das Schloss im Himmel erschien im Jahr 1986 und ist der erste offizielle Film des Studio Ghibli!


Weitere Beiträge zur Anime Offensive 2020:

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Ni No Kuni

Chihiros Reise ins Zauberland

In this Corner of the World


Sheeta ist ein Waisenkind, die allein in einer Hütte in den Bergen lebt. Von ihrer verstorbenen Mutter hat sie eine Halskette mit einem mysteriösen Edelstein als Erbe erhalten. Vom geheimnisvollen Regierungsbeamten Musca wird Sheeta in einem Luftschiff entführt, welches wiederum von Luftpiraten angegriffen wird. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Pazu, der auf der Suche nach Laputa, einer fliegenden Stadt im Himmel ist. Das Leben der beiden ändert sich auf Grund dieses Treffens für immer …


Eines der hervorstechensten Merkmale von das Schloss im Himmel ist der Zeichenstil und die optische Präsentation im Allgemeinen. Dies fängt bereits beim Intro an, welches in dunklen Sepia-Tönen gehalten ist und somit einen völligen, wenngleich nicht unangenehmen, Kontrast zum restlichen Film bildet. Dank des Einsatzes der dunklen Töne wirkt die Eröffnungsszene beinah wie ein alter Holzschnitt. Neben dem farblichen Kontrast in der Eröffnungsszene wirkt die Welt von das Schloss im Himmel äußerst lebendig, was an den detaillierten Hintergründen liegt, welche viel Leben beherbergen und somit die Welt auch glaubhaft wirken lassen.

Ebenso wird die traditionelle japanische Leserichtung, von rechts nach links, gern im Film genutzt, da viele handlungsrelevante Dinge oft in der rechten Bildschirmhälfte ablaufen, aber auch besondere Kameraeinstellungen, die Schuss-Gegenschuss Technik, oder die Paralellmontage verleihen dem Film mehr Dynmaik und bieten viele nette Details zum Entdecken.

Das Schloss im Himmel lässt sich erzählerisch dem Fantasygenre zuordnen mit Ausschlägen ins Abenteuer- und Steam-Punk-Genre, wobei das Abenteuer, sprich die Suche nach der fliegenden Stadt, immer im Fokus steht. Der Titel selbst in eine Anspielung an den Roman Gullivers Reisen, aber auch der Edelstein von Sheeta, ist eine Anspielung an den Manga Sabaku no Mao.

Das größte Lob an diesen Film, der voller Dinge steckt, die ein Lob verdienen, geht an den Soundtrack, der von Joe Hisaishi komponiert wurde. Erneut schafft es Altmeister Hisaishi der Atmosphäre des Films so viele Emotionen durch seine Musik hinzuzufügen, dass in Kombination mit der opulenten Optik eine ganz eigene Harmonie entsteht. Besonders das Titelthema der Introsequenz erzeugt auch ohne den Film bereits Bilder im Kopf und lädt dazu ein, in diese fremde Welt einzutauchen!

Für die deutsche Lokalisierung zeichnete sich FFS (Film- und Fernseh-Synchron) aus, was bereits für eine hohe Qualität spricht, da dieses Studio auf dem Gebiet der deutschen Synchronisation bereits sehr viel Expertise mitbringt.


Zusammengefasst ist das Schloss im Himmel ein grandioser Animationsfilm des Studio Ghibli, der qualitativ auch nach über 30 Jahren immer noch zu überzeugen weiß und selbst nach heutigen Maßstäben mit der Konkurrenz den Boden aufzuwischen weiß. Wer auf der Suche nach einem Abenteuerfilm für Jung und Alt ist, der einen emotional, wie optisch, wie akustisch auf eine Abenteuerreise mitnimmt, sollte bei das Schloss im Himmel definitiv einen Blick riskieren, aber auch jeder, der nur entfernt was mit Animationsfilmen anfangen kann, darf einen Blick riskieren. Dies bringt das Schloss im Himmel die verdiente Wertung absolut sehenswert ein und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Countdown | Review

Titel: Countdown
Originaltitel: Countdown
Regie: Justin Dec
Laufzeit: 90 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Ein Kriegsfilm, eine Anti-Kriegsfilm Satire, ein Anime und jetzt ein Horrorfilm. Mein Kinojahr 2020 wechselt sich angenehm ab!

Warum Countdown, trotz seiner Mittelmäßigkeit, eine Sichtung wert ist, erfahrt ihr jetzt!


Weitere Horrorfilmrezensionen

Hereditary – Das Vermächtnis

Annabelle: Creation

Annabelle Comes Home

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Quinn ist eine frischgebackene Krankenschwester, hat aber ausser familiären Problemen auch noch ganz andere Sorgen. Als sie und ihre Kollegen sich eine App heruntergeladen haben, die sagt, wann du stirbst, hat sie laut der Applikation nur noch drei Tage zu leben. Zu allem Überfluss wird Quinn von einer seltsamen Gestalt heimgesucht. Als sie per Zufall Matt kennenlernt, der eine ähnlich kurze restliche Lebenszeit hat, beginnen sie Nachforschungen anzustellen, finden dabei aber mehr, als sie möchten.
Countdown erfindet das Genre nicht, aber das muss der Film auch gar nicht, da alle Zutaten für einen soliden Horrorfilm vorhanden sind. Die Handlung ist grundlegend spannend, hat wenig Crinch und bietet eine interessante Thematik, welche sich aber nicht zu ernst nimmt. Leider wird durch die Exposition für‘s eigene Wohl erneut zu viel verraten und der erwähnte Crinch setzt genau an diesen Stellen ein.
Dem Gegenüber muss man einen sympathischen Cast erwähnen, der sowohl Humor in den Film bringt, aber das Drama mit der ablaufenden Lebenszeit glaubhaft mimt. Effekttechnisch merkt man Countdown leider sein relativ kleines Budget an, wobei der Film die begrenzten Ressourcen wirklich gelungen nutzt. Der genretypische Dämon ist interessant gestaltet, wirkt aber leider weniger unheimlich, als es möglich wär. Dafür weiß der Film seine langsam aufgebauten Schockmomente ideal zu nutzen und den Zuseher ein ums andere mal zu gruseln.
Alles in allem ist Countdown ein durschnittlicher Horrorfilm für das Mainstream-Kino, der sich nicht allzuweit von bekannten Konventionen weg traut, aber grundlegend kein Ausreißer nach unten. Kurz und knapp ein durchschnittlicher Horrorfilm, mit einer durchaus interessanten Prämisse und einer gesunden Prise Humor. Somit verdient sich Countdown die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Berserk: Golden Age Arc III – The Advent | Review

Die Eclipse steht kurz bevor …

Berserk: Golden Age Arc III: The Advent ist ein großartiger Film. Damit ist eigentlich alles wichtige gesagt und die Rezension ist vorbei. Ich vermute allerdings, dass ich etwas ins Detail gehen sollte, warum der dritte Golden Age Film so gut ist.

Mehr zu Berserk:

Berserk: Golden Age Arc I Review

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Berserk and the Band of the Hawk Review

Was bisher geschah …

Der junge Söldner Guts zieht von einer Schlacht zur nächsten und lebt als Söldner in den ewigen Kämpfen im hundertjährigen Krieg der Midlands. Sein ganzes Leben ist von Gewalt und Leid bestimmt, allerdings ändert sich dies als er Teil der Kompanie der Falken unter Griffith wird und zum ersten mal Freunde hat. Die Falken erringen immer mehr Ruhm im Krieg um Midland und bekommen sogar die Chance, in den Adel erhoben zu werden. Um in den Augen von Griffith gleichwertig zu werden, entschließt sich Guts dazu, die Falken zu verlassen. In seiner anschließenden Trauer beginnt Griffith, eine verbotene Affäre mit der Kronprinzessin von Midland, was den Zorn des Königs erweckt. Die Falken werden als Verbrecher gejagt und Griffith schwer gefoltert …

Knapp ein Jahr nach dem Fall der Falken sind Kjaska und ihre Männer auf der Flucht. Als sie von Attentätern attackiert werden greift Guts ins Gefecht ein und rettet seine ehemaligen Kameraden. Sie beschließen Griffith zu befreien und dringen dafür ins Gefängnis von Midland ein. Die Mission glückt und die Falken können den Klauen des Königs entkommen. Griffith ist schwer geschunden und gebrochen. Dazu kommt seine Begierde für Kjaska und der Hass auf Guts, weil er ihn verlassen hat. Eines schicksalhaften Tages flüchtet Griffith aus dem Lager der Falken und findet seinen verlorenen roten Behelith wieder, den er aktiviert. Die Eclipse bricht an. Griffith, Guts, Kjaska und fast alle Mitglieder der Falken werden in eine andere Dimension gebracht, in der das Opferfest stattfinden soll. Im Austausch für die Opferung all seiner Kameraden erhält Griffith die Chance, ein Teil der God Hand, den fünf dämonischen Erzengeln Gottes, zu werden. Er nimmt das Angebot an und ein Massaker beginnt, das nur ein schwer verletzter Guts, sowie eine geistig gebrochene Kjaska überleben. Eine neue Ära bricht an …

Golden Age Arc III ist der Climax der Filmreihe und führt die Handlung zu einem irrsinnig epischen Höhepunkt, der optisch nicht nur das Highlight des Films, sondern auch der Filmreihe ist. Man merkt, wie die Handlung mit jedem Film düsterer wurde und auch die Atmosphäre erreicht einen schaurigen Höhepunkt. Das Highlight des Films ist klar die Eclipse und diese nimmt auch fast zwei Drittel des Films ein. Hier zeigt auch das Animationsteam was es wirklich auf dem Kasten hat und präsentiert eine groteske Hölle, in der, neben zahllosen Dämonen, auch die Erzengel der God Hand ihr Unwesen treiben.

Es ist auch dieser Film der die bekannte Dualität von Berserk einführt. Es gibt fünf Erzengel, die von Gott gesandt werden, jedoch sind dies fünf Dämonen. Man kann sich nun fragen, was für ein Gott in der Welt von Berserk existiert und was seine Intension sein soll. Das Design der God Hand und deren gesamte Inszenierung ist ebenfalls ein Highlight von Berserk, da hier auch erneut das Seinen Genre in seiner ganzen Pracht zelebriert wird. Was ebenfalls neue Höhen erreicht ist der Gewaltgrad. Berserk Golden Age Arc III ist einer der blutigsten Anime, die ich jemals gesehen habe und hier beweist man erneut Vorlagentreue, aber auch eine enorm hohe Qualität in puncto Animation, Inszenierung und Farbgestaltung. Dazu kommt ein gemeiner Cliffhanger, der durchaus den nächsten Arc anteast.

Berserk: Golden Age Arc III – The Advent ist ein hervorragender Anime und ein würdiges Finale für den Golden Age Arc, der alle Stärken der beiden Vorgängerfilme zu einem würdigen Höhepunkt führt. Erzählerisch wie Inszenatorisch gibt es nichts zu meckern. Auch die deutsche Lokalisierung bleibt hochwertig und der Soundtrack ist stimmig. Nun bleibt mir nur ein verdientes sehenswert+ zu vergeben und mich für die Aufmerksamkeit zu bedanken. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Sabrina (Netflix Orignal) | Review | Die Netflixers – A Superbros Original #2

Titel: Sabrina 
Originaltitel: Sabrina
Regie: Rocky Soraya
Laufzeit: 113 Minuten
Genre: Horror
Erscheinungsjahr: 2018

Ich habe ein Fable für trashige Filme, Horrorfilme und Filme aus Asien. Zum Glück vereint Sabrina, der dritte Teil der Doll-Reihe, all diese Eigenschaften in sich!

Kernfakten zum Film

Titel: Sabrina

Originaltitel: Sabrina

Regie: Rocky Soraya

Laufzeit: 113 Minuten

Genre: Horror

Erscheinungsjahr: 2018


Handlung: Standards aus der Hölle

Nach dem Tod ihrer Mutter lebt die kleine Vanya bei ihrem Onkel Aiden und dessen Frau Maira. Vanya kann ihren Verlust nur schwer verkraften und ist in einer depressiven Phase, bekommt jedoch von ihrem Onkel eine Sabrina Puppe geschenkt. Nachdem Vanya das Spiel Charlie’s Pencil gespielt und somit ihre Mutter beschworen hat ereignen sich übernatürliche Ereignisse. Offenbar wurde ein Dämon beschworen, der nun in der Puppe haust und Mairs tyrannisiert. Es steckt jedoch mehr dahinter …

Meine Meinung zum Film

Sabrina verwendet so ziemlich jedes Klischee des „Puppen-Dämonen-Horrors“, dass man sich vorstellen kann und wirkt schablonenhaft, hat aber gewisse Momente und Vorzüge die den Film vor einer totalen Katastrophe retten. So sieht die Maske des Dämons nicht schlecht aus und vermittelt sowohl etwas dämonisches als auch sehr böses. Weiters verzichtet der Film eher auf plumpe Jump Scares und baut seine „Schockmomente“ langsam im Hintergrund auf. Leider ist der Film etwas zu lange fürs eigene Wohl und besonders die letzten 20 Minuten beziehungsweise einige Flashbacks hätte man durchaus streichen können, um dem Film etwas Mystik zu lassen. Zu viel Erklärung hat in diesem Fall der Spannung geschadet.

Die Performance der Schauspieler schwankt zwischen amateurhaft, nicht nachvollziehbar und ganz okay.

Fazit

Zusammengefasst ist Sabrina ein absolut durchschnittlicher Horrorfilm, der nicht wirklich gut aber auch nicht wirklich schlecht. Hier standardisierte Genrekost geboten, die unterhält, aber weit davon entfernt ist wirklich zu begeistern.

Daher bekommt Sabrina von mir die Wertung bedingt sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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