Hitman 2 | Review

Name: Hitman 2
Publisher: Warner Bros. Games
Plattform: Playstation 4, Windows, Xbox One
Release: 2018
Genre: Stealth, Shooter

Stealth Spiele, ein Genre was sich seit Jahren in der Totenstarre befindet und nur unregelmäßig wiederaufersteht. Das Hitman Franchise gehört zu den letzten wackeren Vertretern dieses Genres. Über den 2016 erschienenen Ableger habe ich bereits letztens geschrieben. Heute geht es mir um Hitman 2, nicht zu verwechseln mit Hitman 2: Silent Assassin.

Kernfakten zum Spiel

Name: Hitman 2

Publisher: Warner Bros. Games

Plattform: Playstation 4, Windows, Xbox One

Release: 2018

Genre: Stealth, Shooter


Handlung: 47 Vergangenheit und ein Krieg im Schatten

Die Handlung knüpft direkt an den Vorgänger an. 47 und seine Vorgesetzte, Diana Burnwood, jagen immer noch den Shadow Client um ihn & seine Miliz auszuschalten. Dabei erhält das Duo unerwartete Hilfe. Als die Identität des Shadow Client ans Licht kommt und ein Geheimnis aus der Vergangenheit von 47 ans Licht kommt verändert sich alles …

Okay das klingt jetzt spannender als es wirklich ist. Ja die Handlung von Hitman 2 ist besser, als die des Vorgängers und jede Mission ist mit interessanten Nebengeschichten durchzogen, die den Wiederspielwelt erhöhen, aber eine steil ansteigende Spannungskurve wie in älteren Teilen sucht man immer noch vergebens. Da die Handlung jedoch einen dritten Teil in Aussicht stellt besteht Hoffnung auf einen wirklich spannenden Agenten-Thriller.

Gameplay: Die wahre Stärke von Hitman 2

Hatte Hitman (2016) bereits ein sehr solides Gameplay wurde dieses im zweiten Teil noch weiter verfeinert und verbessert. Die einzelnen Missionen bieten nun sogenannte Storymissionen. Je nach Anzahl der Zielpersonen gibt es zwei bis sechs Arten auf die man die Missionen abschließen kann. Dabei werden Minigeschichten erzählt, durch die man die Ziele etwas besser kennenlernt und kreative Wege findet um die Mission abzuschließen.

Die Gebiete sind erneut sandbox-artig aufgebaut und laden zum erkunden sowie entdecken ein. Selbstverständlich bleibt die Mission eines rabiaten Vorgehens möglich aber Schießereien führen nur im seltensten Fall zum Erfolg. Meine Highlights in den Gebieten waren Mumbai und Santa Fortuna, weil dort die meisten Missionenziele, kreativsten Wege und viele Möglichkeiten waren.

Wie man bereits erahnen kann ist Hitman 2 ein Shooter mit Steahlth-Elementen, allerdings stehen neben Schusswaffen auch sehr viele Nahkampfwaffen zur Verfügung um Ziele sowie Feinde lautlos auszuschalten. Außerdem spielt das Wechseln von Verkleidungen eine große Rolle um unerkannt durch die Gebiete zu wandeln.

Je nach Art des Vorgehens, der Anzahl an beendeten Herausforderugen und gefunden Infogegenständen, bekommt man am Ende eine bessere oder schlechtere Bewertung nach der sich die Punktzahl und die Freischaltungen (Gegenstände, Startpunkte, usw.) richten.

Grafik & Sound: Ein solides Gerüst

Optisch ist Hitman 2 kein Überflieger, gefällt aber mit weitläufigen Gebieten, die detailliert sind und durch eine realistische Simulation glänzen. Besonders das Level „Mumbai“ vermittelt glaubhaft eine lebendige Großstadt. Abseits der Areale können sich auch ein Großteil der Figuren sehen lassen, die detailiert gestaltet wurden. Sehr schade ist die minimalistische Darstellung der Zwischensequenzen, die so einen eigenen Charme hat aber im Seriendurschnitt stark abfällt wenn man die Inszenierung von Filmszenen in älteren Teilen der Serie bedenkt.

Die englischsprachige Vertonung ist äußerst hochwertig, wenngleich das Fehlen von 47 deutscher Stimme, gesprochen von Torsten Michaels, die Nostalgie vermissen lässt. Trotzdem macht David Bateson einen sehr guten Job und verleiht 47 etwas geheimnisvolles sowie bedrohliches. Was den Soundtrack angeht liefert Hitman 2 keine Glanzleistung ab und nutzt Musik nur um Kämpfe besser zu inszenieren.

Fazit

Alles in allem ist Hitman 2 ein sehr gutes Schleichspiel, dass mit hohem Wiederspielwert glänzt und den Spieler motiviert die Missionen mehrmals zu spielen um alle Minigeschichten zu spielen sowie Herausforderungen zu meistern, die kreatives denken vorraussetzen und dieses belohnen. Das Gameplay ist ganz klar die größte Stärke des Spiels und die Handlung fügt sich diesem Aspekt, was den Spannungsbogen minimiert aber den Spieler nicht aus dem Fluss rausreist.

Wer also ein gutes Stealth-Spiel sucht kann bei Hitman 2 ruhigen Gewissens zugreifen und ich vergebe die Wertung spielenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Was Hitman (2016) kann und nicht kann! | Gedankenspiel

Name: Hitman: Definitive Edition
Publisher: Warner Bros. Games
Plattform: Playstation 4, Windows, Xbox One
Release: 2018
Genre: Stealth, Shooter

Kernfakten zum Spiel

Name: Hitman: Definitive Edition

Publisher: Warner Bros. Games

Plattform: Playstation 4, Windows, Xbox One

Release: 2018

Genre: Stealth, Shooter


Ich mag die Hitman Spiele, was einen ganz simplen Grund hat. Es gibt keine große Konkurrenz für dieses Franchise, da das Genre der Stealth-Games, also Schleichspiele, beinah ausgestorben ist und andere Reihen wie Thief/Dark Project nur mehr ein Schatten ihrer selbst sind.

Der dänische Entwickler I O Interactive hat es jedoch geschafft die Qualität der Serie über Jahre hinweg auf einem durchaus respektablem Niveau zu halten, wenngleich die Handlung immer einen gewissen Trashfaktor hatte und nicht immer spannend und/oder optimal erzählt wurde. Besonders Hitman: Contracts, der dritte Teil, hatte eine kaum vorhandene Story und recycelte zum Teil die ersten beiden Titel (Codename: 47 und Silent Assassins).

Heute geht es mir um den 2016 erschienen Ableger, mit dem simplen Titel Hitman, bevor ich mich in den nächsten Tagen mit der Fortsetzung Hitman 2 beschäftige. Spoiler: Hitman 2 ist ein gutes Spiel!

Um Verwirrung zu vermeiden, kommt nun eine Auflistung aller bisher erschienen Titel dieser Serie:

  • Hitman: Codename 47 (2000)
  • Hitman 2: Silent Assassin (2002)
  • Hitman: Contracts (2004)
  • Hitman: Blood Money (2006)
  • Hitman: Absolution (2012) – bester Teil ❤️
  • Hitman (2016) – Das Episodenspiel
  • Hitman 2 (2018) – Die Fortsetzung zu Hitman

Was kann also Hitman (2016) und was nicht?

Fangen wir mit dem schwächsten Punkt an und zwar der Handlung. Eine stringente Geschichte ist durchaus vorhanden, wird aber durch das Konzept des Episodenspiels mit wenig Spannung vermittelt und dient eher als Mittel zum Zweck um die einzelnen Schauplätze vorzustellen. Wenn man andere Ableger der Serie bedenkt, kann man diese Schwäche durchaus verschmerzen wobei eine spannende Handlung nach dem grandiosen fünften Teil wünschenswert gewesen wäre. Man muss dem Spiel fairerweise zugestehen, dass eine umfangreiche Geschichte dem Gameplay massiv im Weg stehen würde. Daher ist der Kompromiss, mit einem Briefing am Anfang der Mission über den Schauplatz sowie eine kurze Backstory über die Ziele, akzeptabel.

Worum geht es in Hitman (2016)? Der Spieler übernimmt die Rolle des elitären Auftragsmörders 47, der im Auftrag der Agentur ICA überall auf der Welt Attentate ausführt. Im Kern beschäftigt sich Hitman (2016) mit einem Schattenkrieg zwischen mächtigen Organisationen und die ICA, besonders 47 und seine Chefin Diana Burnwood, wird mitten ins Geschehen hineingezogen. Der ominöse Shadow Client spielt dabei eine tragende Rolle in diesem Konflikt, was aber leider nicht wirklich klar wird, weil die Handlung, wie bereits erwähnt, suboptimal erzählt wird und der Fokus klar auf dem Gameplay liegt.

Hitman (2016) ist ein Third-Person-Shooter mit starken Stealth-Elementen, sprich das lautlose Eliminieren der Ziele liegt ganz klar im Fokus. Dabei wird dem Spieler in jeder Mission ein großes Gebiet zur Verfügung gestellt, in dem man sich Sandbox-artig austoben kann, um die Missionsziele zu erfüllen. Brachiale Gewalt ist zwar möglich, führt, aber selten zum Erfolg da die Feinde zahlreich sind und den Spieler schnell in die Ecke drängen. Lautloses Vorgehen ist wesentlich zielführender und wesentlich unterhaltsamer, da die Möglichkeiten vielfach sind und man öfters kreativ werden muss um das oder die Ziele zu erreichen.

Will man die Ziele vergiften? Durch Unfälle eliminieren oder in einem Moment der Einsamkeit (zb auf der Toilette) erwischen? Viele Methoden stehen zur Auswahl aber auch das Verkleiden, um bestimmte Bereiche zu betreten, ist ebenso wichtig wie das Sammeln von Informationen, um beispielsweise Gewohnheiten der Ziele zu erfahren.

Einen zusätzlichen Reiz stellen die zahlreichen Herausforderungen dar. Man muss entweder einen bestimmten Gegenstand finden, eine bestimmte Verkleidung tragen oder die Zielperson(en) auf eine vorgegebene Art ausschalten.

Was das Gameplay angeht, nutzt Hitman (2016) die Stärken der Vorgänger und erweitert diese sinnvoll um den Missionen einen höheren Wiederspielwert zu geben sowie möglichst viele Freiheiten in der Struktur zu geben.

Technisch weiß Hitman (2016) ebenfalls zu gefallen und punktet durch vielfältige Schauplätze die detailliert gestaltet wurden. Besonders das italienische Küstenstädtchen ist wunderschön und besticht durch kräftige Farben!

Zusammengefasst kann Hitman (2016) durch ein hervorragendes Gameplay punkten, dass dem Spieler sehr viele Freiheiten gewährt und die Möglichkeit gibt eigene Aufträge zu erstellen, um weitere Herausforderungen zu bieten. Leider geht das fantastische Gameplay auf Kosten der Handlung, die zwar vorhanden ist, aber leider eine untergeordnete Stellung einnimmt.

Das waren soweit meine Gedanken zu Hitman von 2016. In nächsten Tagen werde ich mich mit Hitman 2 befassen, was Gott sei Dank als komplettes Spiel erschienen ist und das grausige Episodenformat weglässt

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!