#amLeben (Netflix Original) | Review [Netflixers goes Asia #4]

Titel: #amLeben
Originaltitel: #Saraitda
Regie: Cho Il-hyeong
Laufzeit: 98 Minuten
Release: 2020

Die Netflixers Sonderstaffel geht in die vierte Runde und heute beschäftige ich mich mit einem koreanischen Zombiefilm. Wie man weiß liebe ich dieses „Subgenre“ des Subgenres Zombiefilm und nach Train to Busan, Seoul Station, Kingdom Staffel 1 & 2 sowie Peninsula kommt nun #amLeben dran!


Kernfakten aus der Isolation

Titel: #amLeben
Originaltitel: #Saraitda
Regie: Cho Il-hyeong
Laufzeit: 98 Minuten
Release: 2020


Die Netflixers


Protagonist Junu, Vlogger und Streamer, verbringt sehr viel Zeit Zuhause, um seiner Arbeit nachzugehen. Während eines Livestreams wird er durch den Chat auf die Nachrichten aufmerksam, in der von Krawallen sowie dem Ausbruch eines Virus. Während Junu allein in seiner Wohnung ist, sind seine Eltern unterwegs und informieren ihren Sohn per Handy über deren Sicherheit.

Nach und nach verschlimmert Junu’s Situation immer als er gegen Infizierte kämpfen muss und erfährt, dass seine Eltern ebenfalls Opfer der Zombies wurden. Als Junu’s geringe Vorräte zuneige gehen und er über Selbstmord nachdenkt, flackert ein Licht der Hoffnung auf. Auf der gegenüberliegenden Seite des großen Wohnkomplexes flackert ein Licht in einer Wohnung auf. Eine weitere Überlebende befindet sich im Komplex und Junu fasst neuen Mut am Leben zu bleiben, um auf Rettung zu hoffen. Der Kampf, um das Leben beginnt für Junu und Yubin, die andere Überlebende …


Die zentralen Themen von #amLeben sind Isolation und Einsamkeit und genau diese Themen werden im Film konstant in den Fokus gerückt. Dazu kommt eine gewisse Hoffnungslosigkeit, welche die Atmosphäre des Films, zusätzlich zum Genre, der Prämisse und den zentralen Themen weiter verdichtet. Sehr interessant ist auch die Inszenierung des Films. #amLeben präsentiert sich nicht nur als Zombiefilm, sondern auch als ein Drama, ein Survival-Film und ein Postapokalyptischer Film.

Ein weiteres Lob geht an den Cast von #amLeben. Die Schauspieler durch die Bank weg sehr glaubhaft und man kauft ihnen ihre inneren Konflikte ab. Besonders die beiden Hauptfiguren Junu und Yubin haben eine hervorragende Chemie miteinander. Man merkt, dass der Film nicht nur spannend erzählt und großartig inszeniert, sondern auch glaubhaft geschriebene Charaktere bietet.

Mein absolutes Highlight sind allerdings die Zombies von #amLeben, die nicht richtig ekelhaft aussehen, sondern auch sehr furchteinflößend sind, wie auch in anderen koreanischen Zombiefilmen. Wobei laufende Zombies generell gruselig sind. Das hat uns auch schon Dying Light beigebracht.


Alles in allem ist #amLeben ein hervorragender Zombiefilm der eigentlich in allen Punkten zu gefallen weiß aber besonders durch die Handlung und die Thematiken glänzt. Wie alle koreanischen Zombiefilme weicht auch #amLeben von der klassischen Struktur des Zombiefilms ab und verleiht dem Werk etwas mehr Tiefgang. Wer sich für koreanische Film, Horrorfilme und/oder Zombiefilme begeistern kann, darf bei #amLeben gern einen Blick riskieren.

Ich vergebe ein verdientes sehenswert+, da für die Höchstwertung noch ein bisschen an der Spannungskurve gefehlt hat aber ich jammere wieder auf hohem Niveau.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Ein paar Gedanken zu The Grudge (2020)

Na bum, das war wohl nichts. Das 2020er Remake zu The Grudge wollte ich seit dem ersten Trailer sehen, nach knapp einem Jahr konnte ich den Film nachholen und naja das Prädikat Mittelmaß beschreibt den Film sehr gut, aber fangen wir ganz von vorne an.

Worum geht es in The Grudge (2020)?

Im Zentrum der Handlung steht die alleinerziehende Mutter Detektivin Muldoon, die im Zuge ihrer Ermittlungen mit dem titelgebenden Fluch in Verbindung. Wann immer jemand mit rasender Wut stirbt, entsteht ein tödlicher Fluch, in Form eines Geistes, der nicht ortsgebunden ist und sich an Personen, die den Ort des Geschehens aufsuchen, heften kann. Der Film erzählt auf mehreren Ebenen, wie der Fluch entstanden ist und wie sich Detektivin Muldoon mit dem Horror auseinandersetzen muss.

Die altbekannte Prämisse neu aufgewärmt. Statt Japan nun Amerika bzw einem eifersüchtigen Ehemann ein Kindsmord (okay schon wieder) und ein Film, dessen durchaus dichte Atmosphäre von billigen Jump Scares total zerbröselt wird.

Ich kann mich mit dieser Spielart des Horrors durchaus anfreunden, aber das The Grudge/Ju-On Franchise zeigt bereits intern, wie man die bekannte Prämisse besser umsetzen kann und Gewalt (teils arg grotesk) wesentlich wirkungsvoller einsetzt.

Man muss aber fairerweise sagen, dass der Film zwischen seinen Jump Scares eine sehr dichte Atmosphäre aufbaut und durchaus spannend ist, aber jedesmal, wenn die Atmosphäre ihren Höhepunkt erreicht, merkt man schmerzlich, dass ein Jump Scare gleich ins Haus steht. Das ist im Horrorgenre eine gängige Praxis, aber man kann dennoch anders Spannung und Grusel erzeugen.

Nochmal ein paar Worte zur Handlung. Diese folgt einer ähnlichen Erzählstruktur wie das restliche Franchise auf mehreren Zeitebenen. Zum Ende hin wird alles aufgelöst, was den Gesamteindruck allerdings schmälert, da so kein Raum für eigene Interpretationen bleibt und der Endtwist völlig konträr zur regulären Fluch-Thematik wirkt.

Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller gewesen, das Grundthema des Fluchs zu nehmen und daraus eine eigene Handlung zu stricken, die zwar im gleichen Universum spielt (vielleicht mit ein paar Querverweisen auf die anderen Filme?) aber ansonsten völlig losgelöst ist. The Grudge (2020) klammert sich etwas zu sehr an die Erzählmuster der alten Filme, was mit Japan als Setting funktioniert hat, aber im Remake komplett unübersichtlich wirkt.

Am Ende bleibt The Grudge (2020) ein netter Versuch, die amerikanische Linie des Grudge/Ju-On Franchise fortzuführen, der jedoch in die Mittelmäßigkeit abdriftet und am Ende nichts Neues hinzufügt, ausser einen Film, der zu verschachtelt für‘s eigene Wohl ist. Es wäre definitiv sinnvoller gewesen, das Grundthema zu nehmen und einen neuen Weg zu beschreiten, der die alten Filme ehrt, im gleichen Universum spielt und dabei seine eigene Identität aufbaut. Dann hätte der plumpe Cliffhanger am Ende des Films wohl mehr Lust auf eine Fortsetzung gemacht und wär kein Klischee.

Habe ich es also bereut, den Film zu sehen? Ne ganz sicher nicht. Ich bin froh, den Film von meiner Liste streichen zu können und auch bereits Ju-On: Origins war nicht perfekt, hat mich aber gut unterhalten.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Rückblick: Filmjahr 2020 (Kurzfassung)

Eigentlich sollte ein Podcast mit Felix zum Filmjahr 2020 kommen, aber der aktuelle Lockdown hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb gibt es hier einen kleinen kompakten Rückblick, in der Hoffnung, dass wir doch noch einen umfassenden Rückblick aufnehmen können.

Ich werde den Beitrag in drei Kategorien (Kino, Netlifx & Heimkino) gliedern und dort jeweils einen kurzen Kommentar dazu abgeben, inklusive Links zu den Rezensionen und einer kleinen Auflistung meiner Highlights.


Kino

Das Kinojahr 2020 war nicht so umfassend wie das von 2019, aber auch nicht enttäuschend. Ich hab überraschend viele Filme gesehen, von denen Titel wie 1917, Jojo Rabbit & Weathering with you extrem stark waren. Nachträge aus dem Kinojahr waren Bad Boys for Life, Ruf der Wildnis & der Spion von Nebenan. Manche dieser Filme haben bereits einen Beitrag bekommen und andere werden dazu noch einen erhalten.

Ebenso war das Kinjojahr 2020 sehr horrorlastig und ein Vertreter des Horrorgenres hat sogar den Platz meines Film des Jahres ergattet.

Meine Top 5 Kinofilme 2020 sind:

Der Unsichtbare

Guns Akimbo

Sonic the Hedgehog

⁃ 1917

Peninsula

2020 war auch das Jahr in dem Filme, die keine Blockbuster sind, bei mir sehr hoch im Kurs standen.


Netflix

Netflix bekommt auch im Rückblick einen eigenen Rückblick, da dieser Streamingdienst auch eine zwei Rubriken auf dem Blog inne hat und eine Säule von DerStigler geworden ist.

Ich habe 2020 mehr Serien als Filme von Netflix gesehen aber dafür waren die Filme fast durchgehend sehr stark und hochwertig. Dabei gab es eine angenehme Mischung aus westlichen & östlichen Filmen.

Meine Top 5 Netflix Originals 2020 sind:

The Irishman

Ich habe meinen Körper verloren

Telekinese

⁃ #amLeben

The Old Guard

Mit der schwarze Diamant & The Babysitter: Killer Queen gab es noch zwei Filme, die ich sehr mochte!


Heimkino

Abseits von aktuellen Filmen habe ich auch ältere Filme im Heimkino konsumiert. Neben ein paar großartigen Rewatches, wie Three Billboards und Outside Ebbing Missouri habe ich Filme entdeckt, die mir vorher entgangen sind.

Meine Top 5 Filme im Heimkino 2020 sind:

Whiplash

⁃ Der Marsianer

Midway

Parasite

Der Leuchtturm

The Sisters Brothers, Life of Pi, Passengers, The Hunt & Crawl gehören ebenfalls zu den Heimkinoerlebnissen, die mir sehr gefielen.

Das war soweit mein kompakter Rückblick auf das Filmjahr 2020. Ich hoffe er hat euch unterhalten und welche Filme euch begeistert haben, könnt ihr mir gern in die Kommentare schreiben.

Das war von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Happy Halloween!

Happy Halloween meine Lieben. Gruselween Vol. 2 endet mit dem heutigen Tag und das Special hat mir dieses Jahr echt viel Spaß gemacht. Im Laufe des Novembers wird eine Übersichtsseite mit allen Beiträgen erscheinen und ab 02.11.2020 geht es mit dem regulären Programm weiter.

2021 wird Masters of Horror in die zweite Runde gehen und ich freue mich jetzt schon auf dieses Special, sowie das kommende Weihnachtsspecial im Dezember.

Genießt also das Fest des Gruselns und wir haben für euch eine Liste zusammengestellt mit Filmen, die man sich definitiv geben kann an diesem Tag:

Und abseits dieser Liste findet ihr unter dem Tag Horrorfilm noch ganz viel mehr Beiträge zu diesem Thema!

Freddy vs. Jason | Kurzkommentar| Gruselween Vol. 2 #22

Titel: Freddy vs. Jason
Originaltitel: Freddy vs. Jason
Regie: Ronnie Yu
Laufzeit: 97 Minuten
Release: 2003

Erinnert ihr euch noch an die Zeit als Freddy Krueger und Jason Voorhees im angehenden Jahrtausend große Nummern im Horrorgenre waren, bevor sie nach ihren jeweiligen Reboots in der Versenkung verschwanden? Nun ich erinnere mich auch nur noch dunkel an diese Zeit, da es im Horrorgenre inzwischen ganz andere Schwergewichte gibt.

2003 erschien das Crossover beiden Schwergewichte Nightmare und Freitag der 13. mit dem schlichten Titel Freddy vs. Jason und da ich diesen Film erst kürzlich wieder genossen habe gibt es dazu einen Kurzkommentar.


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Freddy vs. Jason
Originaltitel: Freddy vs. Jason
Regie: Ronnie Yu
Laufzeit: 97 Minuten
Release: 2003


Die Handlung von Freddy vs. Jason ist herrlich simpel aber auch dadurch so unterhaltsam. Freddy Krueger schmort in der Hölle und hat seine Macht verloren. Niemand hat mehr Angst vor ihm, niemand erinnert sich mehr an ihn. Nun hat er jedoch einen Masterplan geschmiedet, um zurückzukehren. Er manipuliert den ebenfalls in der Hölle schmorenden Jason Voorhees, damit dieser wieder zum Leben erwacht und in der Elm Street zu morden beginnt, damit sich die Leute wieder an Freddy erinnern. Letztendlich geht der Plan nur bedingt auf und beide Killer gehen in der realen Welt aufeinander los während einige „normale“ Menschen, also die zweite Truppe der Hauptfiguren, versuchen die beiden Monster zu vernichten.

Man kann über die Qualität dieses Films streiten, genauso wie über die beiden Filmreihen, die das Crossover bilden, aber ach du meine Güte, was kann man mit Freddy vs. Jason Spaß haben, wenn man eine der beiden Filmreihen oder im besten Fall beide Reihen mag. Die Geschichte ist herrlich simpel. Das Werk ist eine nette Hommage an das japanische Monster-Kino und eskaliert in einen überspitzen Slaher-Film, der seine eigenen Genrekonventionen sprengt.

Kurz um ist Freddy vs. Jason ein herrlicher Spaß für Genrefans und Fans der beiden Filmreihen Nightmare und Freitag der 13., die mit diesem Werk definitiv ihren Spaß haben werden. Wer weder was mit den Filmreihen noch mit dem Genre selbst was anfangen kann, sollte sich einfach „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ansehen, da dies ein Klassiker des Horrorfilms ist.

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Peninsula | Review | Gruselween Vol. 2 #17

Titel: Peninsula
Originaltitel: Bando
Regie: Yeon Sang-ho
Laufzeit: 116 Minuten
Release: 2020

Ich bin ein großer Fan von Regisseur Yeon Sang-ho. Egal ob Train to Busan, Seoul Station oder Telekinse. Bisher konnte mich dieser Mann dreimal von seinen Fähigkeiten überzeugen und Peninsula wusste mich auch zu überzeugen trotz seiner Unterlegenheit gegenüber den Vorgängern.


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Peninsula
Originaltitel: Bando
Regie: Yeon Sang-ho
Laufzeit: 116 Minuten
Release: 2020


4 Jahre sind seit dem Ausbruch des Virus in Südkorea vergangen. Der Soldat Jung-seok lebt ein bescheidenes Leben in Hongkong, wartet auf seinen Status als Flüchtling und befindet sich allgemein in einer recht prekären Lage. Eines Tages bekommen er, sein Schwager Cheol-min und zwei weitere Exi-Koreaner das Angebot einen Geldtransporter in Seoul zu bergen und mit dem Anteil ein neues Leben zu beginnen. Sie nehmen das Angebot an und werden am Hafen von Seoul abgesetzt, der Standort des Transportes ist bekannt aber die simple Mission entwickelt sich zum Höllentrip, da nicht nur Zombies die Straßen Seouls unsicher machen. Auch gesetzlose Militärs treiben ihr Unwesen in den Straßen …

Peninsula erzählt eine allgemein simplere Geschichte als seine Vorgänger, spricht, es gibt weniger emotionalen Tiefgang und/oder Gesellschaftskritik aber dafür konzentriert sich der Film wesentlich auf die Action sowie ein höheres Tempo, was definitiv für Peninsula spricht. Generell hält sich der Film auch weniger mit der Charakterentwicklung auf und präsentiert einfach gezeichnete Figuren, von denen ein paar, beispielsweise Jung-seok, noch etwas vertieft werden aber man dabei keine unauslotbaren Tiefen erreicht.

Dafür bietet Peninsula sehr viel Action, rasante Verfolgungsjagden durch das zerstörte Seoul, unheimlich und schnelle Zombies sowie zwei herrlich irre Bösewichte, deren Motivationen simple aber nachvollziehbar sind. Zur Action lässt sich sagen, dass diese teilweise auf CGI basiert und andererseits auf organischen Effekten, was eine interessante Kombination ergibt aber auch das Bild des „koreanischen Zombies“ (schnell, aggressiv, widerstandsfähig) weiter festigt. Ein Lob geht ebenfalls an den Komponisten Mowg, der Peninsula eine starke akustische Note verleiht und besonders in emotionalen Momenten die richtigen Töne trifft.


Zusammengefasst ist Peninsula in der Handlung schwächer als seine Vorgänger aber dennoch ein rasanter Action-Horrorfilm mit Drama-Elementen, der von Minuten eins an zu unterhalten weiß und dessen hohes Tempo die Laufzeit von knapp zwei Stunden schnell zu vergehen lassen weiß. Wer sich auch nur ein bisschen für Horrorfilme, Zombiefilme und/oder Film aus Südkorea begeistern kann, sollte Peninsula eine Chance geben, da wir hier einen weiteren grundsoliden Vertreter des koreanischen Zombiefilms haben, die eigentlich immer zu unterhalten wissen. Ich vergebe ein verdientes sehenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Unknown User: Dark Web Kurzkommentar | Gruselween Vol. 2 #16

Unknown User von 2014 gehört zu den interessanteren Horrorfilmen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe und Unknown User: Dark Web gefällt mir ähnlich gut, wenngleich aus anderen Gründen. Deshalb ist es wieder Zeit für einen Kurzkommentar!

Die Handlung des Films ist recht schnell erklärt, was dem Tempo des Films guttut und von der Dummheit der Hauptfigur zeugt, also ein Horrorklischee gleich zu Beginn. Der Programmierer Matias nimmt unerlaubterweise von einem Internetcafe einen Laptop mit, der bei den Fundsachen lag. Mithilfe dieses Geräts will er eine App für die amerikanische Zeichensprache entwickeln, damit er mit seiner Freundin kommunizieren kann. Als er einen Skype-Gruppenchat mit seinen Freunden startet und die Gruppe auf die verstörenden Dateien, die auf dem Laptop gespeichert sind, stößt befinden sie sich in größter Gefahr. Der Vorbesitzer des Laptops will sein Gerät zurück und dessen Arbeitgeber werden auch auf den Umstand aufmerksam …

Eine der größten Stärken von Unknown User: Dark Web ist die Optik, da der Film sich zu 99% auf den Desktops der Hauptfiguren abspielt und die Figuren durch die Webcams gezeigt werden. Außerdem wirkt der Film sehr authentisch. Während Matias sich seiner schrecklichen Situation immer mehr bewusst wird, reden die anderen Figuren ganz normal miteinander und die drohende Gefahr baut sich schleichend immer weiter auf, bis das Grauen schließlich völlig über die Gruppe hereinbricht.

Zusammengefasst kann man sagen, dass Unknown User: Dark Web nicht so innovativ wie sein Vorgänger ist, aber eine interessante Handlung bietet, ein populäres Thema für Cyber-Gruselgeschichten bedient und eine ebenso clevere wie düstere Fortsetzung ist. Das macht durchaus einen Blick wert!

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Die Hatchet Quadrologie | Gedankenspiel | Gruselween Vol. 2 #14

Ich habe ein Herz für trashige Horrorfilme und besonders für jene, die eine bestimmte Thematik behandeln wollen. Die Hatchet Quadrologie möchte die klassischen Splatter/Slasher/Gore alten Ära hochleben lassen und das schaffen die Filme auf mehreren Ebenen.

Zuerst jedoch ein paar Kernfakten. Die Hatchet Filme (Teil 1 – 3 und Victor Crowley) erschienen im Zeitraum von 2006 bis 2017 und behandeln im Kern den Überlebenskampf von armen Teufeln gegen den übermenschlichen „Mutanten“ Victor Crowley, der im Laufe der Zeit den Jason Voorhees macht und unsterblich wird.

Dabei bilden die Filme 1 bis 3 eine Einheit und bauen zeitlich direkt aufeinander auf während der vierte Film ein zeitlich versetztes Sequel bildet. Als kreativer Kopf hinter dem Franchise steht Adam Green, der bei drei Filmen Regie führte, einen produzierte und bei allen das Drehbuch verfasste und somit seine Schöpfung stark selbst bearbeiten konnte, was man auch merkt.

Grundlegend mag die Hatchet Quadrologie nicht die hohe Filmkunst sein aber bei all dem Trash besitzen die Filme viel Charme und das liegt nicht nur an den total übertriebenen Effekten, sondern auch an den sympathischen Schauspielern und deren Klischeerollen.

Man merkt bereits, dass ich den Filmen recht wohlwollend gegenüberstehe, obwohl die Filme niemals zu meinen liebsten Genrevertreten gehören werden oder gar eine 100%e Empfehlung bekommen werden. Was man der Quadrologie zugute halten muss, ist die relativ kompakte Laufzeit pro Film, die simplen Handlungen pro Film und das recht hohe Tempo der einzelnen Filme.

Somit kann man die Hatchet Filme perfekt für einen Marathon nutzen, auch wenn der Trash mit jedem weiteren Film und besonders zum Ende hin etwas schmerzen kann.

Somit lässt sich zusammen, dass die Hatchet Quadrologie weit davon entfernt ist, die hohe Filmkunst zu sein aber dennoch sind die Filme ein äußerst interessant Ausflug in den Versuch, die klassische Ära des amerikanischen Splatter/Gore/Slash der „alten Zeit“ wiederzubeleben und dieser Versuch gelingt den Filmen sehr gut.

Wer sich also für trashige Horrorfilme begeistern kann, die eigenen Ansprüche runterschrauben kann und kein Problem mit überspitzter Gewalt hat, sollte den Filmen eine Chance geben und wer weiß? Vielleicht entwickelt sich ein ebenso unterhaltsamer Marathon, wie ich ihn hatte.

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Scary Stories to Tell in the Dark Kurzkommentar| Gruselween Vol. 2 #12

Über Scary Stories to Tell in the Dark habe ich im Vorfeld relativ viel Positives gehört und auch das Cover des Films hat mich sehr neugierig gemacht. Zum Glück gibt es den Film auf Netflix und eine Sichtung später kann ich in einem Kurzkommentar meine Meinung zum Film mit euch teilen.

Über Scary Stories to Tell in the Dark habe ich im Vorfeld relativ viel Positives gehört und auch das Cover des Films hat mich sehr neugierig gemacht. Zum Glück gibt es den Film auf Netflix und eine Sichtung später kann ich in einem Kurzkommentar meine Meinung zum Film mit euch teilen.

Worum gehts in Scary Stories to Tell in the Dark? Kurz gesagt dreht sich die Handlung um eine Gruppe von Teenagern, angeführt von einem Mädchen namens Stella, die ein mysteriöses Buch finden, welches die Gedanken von Menschen liest und gruselige Geschichten rundum deren Ängste dreht. Die Gruppe muss also das Geheimnis hinter dem Buch lösen …

Ich mag Scary Stories to Tell in the Dark, auch wenn die Rahmenhandlung nur bedingt interessant ist aber die einzelnen Gruselgeschichten machen den Film durchaus sehenswert, da diese äußerst clever geschrieben sind und den Horror auf subtile Art vermitteln, wobei auch die Themen der Gruselgeschichten variieren und durch gut platzierte Pointen zum Schockmoment führen.

Somit lässt sich zusammenfassen, dass Scary Stories to Tell in the Dark definitiv einen Blick wert ist. Der Film erfindet das Genre nicht neu, ist aber ein unterhaltsamer Gruselfilm für zwischendurch!

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Shakma| Review| Gruselween Vol. 2 #10

Titel: Shakma
Originaltitel: Shakma
Regie: Tom Logan
Laufzeit: 101 Minuten
Release: 1990

He es wird mal wieder Zeit für einen Tierhorrorfilm und da Crawl wirklich gut war, muss heute ein semi-beschissener Genrevetreter mit Kultfilm-Ruf her. Damit herzlich willkommen zu Shakma, der Film wo einen der Affe laust (oder eher zerfetzt).


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Shakma
Originaltitel: Shakma
Regie: Tom Logan
Laufzeit: 101 Minuten
Release: 1990


Unter der Leitung von Professor Sörensen trifft sich eines Abends eine Gruppe Studenten in der lokalen medizinischen Fakultät, um ein beliebtes Rollenspiel in echt nachzuspielen. Schon bald merkt die Gruppe, dass sie zusammen mit dem Pavian Shakma, der eigentlich für tot gehalten wurde, im Gebäude eingesperrt sind. Der Pavian ist extrem aggressiv, brutal und begibt sich auf die Jagd nach den Opferlämmern, die schon bald einen knallharten Überlebenskampf führen müssen …

Bevor ich zu den Punkten komme, bei denen man vom wilden Affen gebissen wird, ein paar lobende Worte. Shakma punktet durch eine relativ dichte Atmosphäre und den ungewollten Humor durch die dummen Aktionen der Schauspieler und die manchmal abstrusen Dialoge. Mit Shakma hat man ein interessantes „Monster“ und der Kampf Primat vs Primat hat schon was.

Leider verfügt der Film über eine kaum nennenswerte Spannungskurve, eine dezente Langatmigkeit sowie die miese Performance der Schauspieler, was zusammen den Gesamteindruck ziemlich runterzieht. Klar der ungewollte Humor durch die relativ dummen Protagonisten ist ein schwacher Pluspunkt, aber dies täuscht nicht darüber hinweg wie dämlich, die ausgeführten Handlungen sind. Dazu kommt eine etwas abenteuerliche deutsche Synchronisation, die perfekt zum Trash von Shakma passt.

Ich kann, aber verstehen, warum dieser Film einen gewissen Kultstatus erlangt hat und ja Shakma hat durchaus Charme, wenngleich nicht viel aber er ist vorhanden.

Alles in allem kann ich Shakma nur bedingt weiterempfehlen, da der Film nicht wirklich gut ist und äußerst zäh seine 101 Minuten Laufzeit abklopft, die man in anderer (besserer) Form bereits von anderen Genrevertretern kennt. Wer dennoch ein Herz für trashigen Horrorfilme hat, sollte einen Blick riskieren. Allen anderen sollten lieber einen besseren Film sehen.

Somit vergebe ich die Wertung bedingt sehenswert!

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Die Farbe aus dem All (2020) | Review| Gruselween Vol. 2 #6

Titel: Color Out of Space
Originaltitel: Die Farbe aus dem All (2020)
Regie: Richard Stanley
Laufzeit: 113 Minuten
Release: 2020

Achja H. P. Lovecraft und die Verfilmungen seines Werks. Im Regelfall kommt, da nur Bullshit bei raus ABER es gibt auch Ausnahmen und zu denen gehört die aktuelle Verfilmung von die Farbe aus dem All!


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Color Out of Space
Originaltitel: Die Farbe aus dem All (2020)
Regie: Richard Stanley
Laufzeit: 113 Minuten
Release: 2020


Im Zentrum der Handlung steht die Familie Gardner, die einen abgelegenen Bauernhof im ländlichen New England bezieht, um der Hektik des 21. Jahrhunderts zu entkommen. Während sich die Familie sich an ihr neues Leben gewöhnt kracht eines Abends ein Meteorit in deren Vorgarten. Das Objekt scheint mit dem Boden zu verschmelzen und die Umgebung sowie die Raum-Zeit mit einer seltsamen jenseitigen Farbe zu infizieren. Zum Leidwesen der Familie muss diese feststellen, dass die Farbe jedes Lebewesen, auch Menschen, mutieren lässt …


Die Farbe aus dem All kombiniert den klassischen, schleichenden Lovecraft-Wahnsinn mit dem Untergenre des Body-Horrors was überraschend gut funktioniert und die Eigenschaft des unbeschreiblichen Horrors, der ein markantes Merkmal von H. P. Lovecrafts Geschichten ist, ideal einfängt. Die titelgebende Farbe sorgt auch für die markante Optik des Films und der anfängliche Wahnsinn entwickelt sich zur neonfarbenen Hölle mit grotesken Monster, die jedoch eine eigentümliche Faszination aufweisen. Generell muss man dem Film eine eigene Ästhetik zusprechen, die es in der Form nur selten im Horrorgenre gibt. Die außerirdische Farbe entwickelt sich zu einer fluoreszierenden, halluzinogenen & psychedelischen Macht, die schlussendlich alles dominiert.

Abgesehen von der wirklich imposanten Bildsprache verfügt die Farbe aus dem All über einen äußerst soliden Cast. Besonders die Schauspieler der Familie Gardner, angeführt von Nicolas Cage liefern einen tollen Job ab und verkörpern glaubhaft den langsamen aber stetig stattfindenden geistigen Verfall. Interessant ist auch wie jedes Familienmitglied einen ganz persönlichen Wahn entwickelt der immer weiter voranschreitet, um schlussendlich vollends auszubrechen.

Somit lässt sich zusammenfassen , dass die Farbe aus dem All eine äußerst solide Lovecraft-Verfilmung ist, aber auch für sich genommen ein sehr guter Horrorfilm ist, dessen groteske Note auch länger im Gedächtnis bleibt. Wer sich für H. P. Lovecraft begeistern kann, Horrorfilme mit Science-Fiction Elementen und Body-Horror mag oder einfach nur einen Film mit Nicolas Cage sucht sollte der Farbe aus dem All eine Chance geben.

Ich vergebe ein verdientes sehenswert+ !

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Crawl | Review| Gruselween Vol. 2 #4

Titel: Crawl
Originaltitel: Crawl
Regie: Alexandre Aja
Laufzeit: 88 Minuten
Release: 2019

Kein Halloween Special ohne Tierhorrorfilm und deshalb geht es in Gruselween #4 um Crawl, der das Horrorgenre mit dem Katastrophenfilm verschmilzt!


Gruselwusel Kernfakten

Titel: Crawl
Originaltitel: Crawl
Regie: Alexandre Aja
Laufzeit: 88 Minuten
Release: 2019


Während der Hurrikansaison nimmt die Hochleistungsschwimmerin Haley an einem Wettbewerb teil. Ein Hurrikan der Stufe 5 ist auf Kollisionskurs mit Florida und die Bevölkerung wird, wegen einer Warnung des Bundesstaates, dazu aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Allen Warnungen und Straßensperren zum Trotz begibt sich Haley zum Haus ihres Vater, den sie telefonisch nicht erreichen kann. Im Haus findet sie ihren verletzten Vater im Keller, der dort von Alligatoren attackiert wurde. Wegen dem starken Regen und daher ansteigenden Wasserspiegel gelangen die Prädatoren in die Wohnsiedlung von Haleys Vater. Die beiden müssen nicht nur gegen den Hurrikan bestehen, sondern sich auch gegen die Alligatoren erwehren …


Eine klassische Eigenschaft des Tierhorrorfilms ist es, Logiklöcher in der Handlung, oder allgemein unlogische Elemente mit Humor zu überspielen. Dieses „Stilmittel“ fehlt in Crawl jedoch völlig. Der Film weist eine absolut ernste Atmosphäre auf, ist über weite Strecken sehr düster und konfrontiert die Hauptfiguren beinah konstant mit der doppelten Bedrohung durch Natur und Tier.

Selbst die gelegentliche Überstilisierung (Stichwort; Pistole im Rachen des Alligators) hat einen düsteren Touch und passt sich der allgemeinen Atmosphäre an. Was ebenfalls lobend erwähnt werden muss, ist die stetig ansteigende Spannungskurve, die ab dem Erreichen von Haely im Haus ihres Vaters an Fahrt aufnimmt.

Auch die Schauspieler agieren ungewöhnlich logisch, was im Horror- und speziell im Tierhorrorgenre eher selten ist. Besonders Kaya Scodelario als Protagonistin Haley verkörpert eine kluge und starke Frau, deren Überlebenswille, ebenso wie die Sorge um ihren Vater, zum emotionalen Anker für den Zuseher wird.

Neben der Atmosphäre und dem Cast sind auch die Spezialeffekte durchaus sehenswert und die Kombination aus undurchsichtigen Wasserflächen mit der potenziellen Gefahr aus der „Tiefe“ verdichtet die Atmosphäre enorm. Obwohl dieses Stilmittel viel Platz für Jump Scares bieten würde, ist Crawl sehr sparsam, was dieses Klischee angeht.


Alles in allem ist Crawl ein äußerst solider Horrorfilm und ein großartiger Tierhorrorfilm, dessen Stärken klar die Stimmung, Atmosphäre und Spannungskurve sind. Die Handlung ist angenehm simpel und das gilt auch für die generelle Prämisse des Films, aber genau hier liegt der Reiz. Manchmal braucht es keine tiefgründige Botschaft, oder großangelegte Handlung, sondern nur den Kampf von Menschen gegen Tier und Natur ums Überleben.

Somit hat sich Crawl die Wertung sehenswert+ definitiv verdient.

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Horns (Film) | Review

Titel: Horns
Originaltitel: Horns
Regie: Alexandre Aja
Laufzeit: 120 Minuten
Release: 2013

Stephen King ist seit Jahrzeiten ein großer Name in der Literatur, aber auch sein Sohn Joseph Hillstrom King, Pseudonym Joe Hill, erfreut sich großer Popularität und was passiert, wenn literarische Werke populär werden? Richtig, sie werden verfilmt und Horns basiert auf dem gleichnamigen Roman. Kurzum heute geht es um Horns, der unter der Regie von Alexandre Aja entstand, dessen Werk ich wiederum sehr mag und damit schließt sich der Kreis, aber auch das Vorwort!


Gehörnte Kernfakten

Titel: Horns
Originaltitel: Horns
Regie: Alexandre Aja
Laufzeit: 120 Minuten
Release: 2013


Für Ignatius „Ig“ Perrish läuft es im Moment nicht optimal. Seine Freundin Merrin wird tot im Wald gefunden und er wird verdächtigt, der Mörder zu sein. Von seiner Unschuld ist kaum jemand, selbst aus seinem engsten Umfeld, überzeugt und er wird auf Schritt und Tritt von Reportern verfolgt. Eines Tages erwacht Ig mit Hörnern, die ihm aus dem Kopf wachsen. Von diesem Moment an erzählen ihm die Leute ihre dunkelsten Geheimnisse, sehnlichsten Wünsche und Sünden. Mit seiner neuen Gabe will Ig den Mörder von Merrin finden und taucht dabei in die Abgründe der menschlichen Seele hinab, stößt aber auch auf mehr, als er erwartet …

Horns vereint die Genres Drama und Horror zu einem dunklen Mix, der zu Beginn durch eine Prise schwarzen Humor aufgelockert wird, aber im Verlauf des Films einen immer dunkleren Ton anschlägt. Die Handlung entwickelt sich langsam aber stetig zu einem emotionalen Finale, das die Ab- und Beweggründe der Hauptfiguren mehrmals auf den Kopf stellt und durch einen soliden Twist zu unterhalten weiß. Zwar erfindet Horns mit seinem Plottwist im Finale das Genre nicht neu und man kann bereits im Vorfeld erahnen, wer der Mörder ist, aber die Inszenierung, in Kombination mit Merrins Hintergrundgeschichte, ergeben ein stimmiges Bild.

Effektechnisch gehört Horns zu den zahmeren Filmen von Alexandre Aja, was weniger Splatter/Gore, aber dafür eine dichte Dark-Fantasy Atmosphäre bedeutet. Dabei lässt sich auch hier ein Wandel vom etwas helleren ersten Akt bis zum düsteren finalen Akt erkennen.

Mit Horns beweist Daniel Radcliff, dass er zu weit mehr fähig ist, als nur Harry Potter zu verkörpern. Es ist die Performance von Radcliff, die den Film prägt und einen großen Teil der Atmosphäre erzeugt. Die Mischung aus Schuldbewusstsein, Verletzlichkeit, emotionaler Nackheit und dem Drang nach der Wahrheitsfindung machen die Darstellung von Ig Perrish durch Radcliff so besonders.

Alles in allem ist Horns ein interessanter Dark-Fantasy-Horror-Drama Hybrid, dessen größte Stärken die Atmosphäre und die Performance von Daniel Radcliff sind. Alleine schon wegen seines Genremix ist Horns, aber auch den beiden vorhin genannten Stärken und der interessanten Handlung kann man diesem Film eine Chance geben. Ich vergebe für Horns die Wertung sehenswert!

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Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

Vampire Hunter D: Bloodlust | Review

Titel: Vampire Hunter D: Bloodlust
Originaltitel: Banpaia Hantā Dī: Buraddorasuto
Regie: Yoshiaki Kawajiri
Laufzeit: 105 Minuten
Release: 2000

Eigentlich wollte ich die Anime-Offensive 2020 mit einem Netflix Anime zurückkehren lassen, habe mich dann aber für den großartigen Vampire Hunter D: Bloodlust entschieden, der auf dem dritten Roman der Vampire Hunter D Reihe basiert.


Blutsaugende Kernfakten

Titel: Vampire Hunter D: Bloodlust
Originaltitel: Banpaia Hantā Dī: Buraddorasuto
Regie: Yoshiaki Kawajiri
Laufzeit: 105 Minuten
Release: 2000


In einer dystopischen Zukunft stehen die Vampire, nach einer langen Herrschaft, am Rande der Vernichtung. Baron Meier Link, ein als wenig blutdürstig geltender Vampir, entführt die junge Charlotte. Während ihr Vater den Dhampir D mit der Rettung seiner Tochter beauftragt heuert ihr Bruder weitere Söldner an. Schließlich stellt sich heraus, dass Charlotte garnicht entführt wurde, sondern freiwillig mit ihrem Geliebten fortging. D und Leila schließen einen Pakt, dass derjenige der länger, lebt Blumen auf das Grab des Anderen legen soll. Als das Liebespaar die Burg Chaythe erreicht läuft den Söldnern die Zeit davon und eine weitere Partei schaltet sich ein …


Ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht, dass der Genremix aus Western, viktorianischer Vampirgeschichte und Endzeitszenario so gut funktioniert. Der Film wirkt durch diese Mischung aus verschiedenen Genres weder abstrus noch überladen, sondern bietet eine stimmige Welt, die man auch für ihre Kreativität loben muss. Die Handlung selbst setzt im Genre des Vampir-Horrors zwar keine neuen Akzente, funktioniert aber gut genug um über die gesamte Laufzeit hinweg bei Laune zu halten.

Für das Jahr 2000 ist Vampire Hunter D: Bloodlust erstaunlich gut animiert aber auch inszeniert, selbst im Vergleich mit der Konkurrenz aus der Zeit. Die Atmosphäre schwankt von schaurigem Grusel über brachiale Action bis hin zum bildgewaltigen Abenteuer in einer düsteren Welt. Besonders zum Schluss hin nimmt der Horroranteil zu und erinnert beinah an eine alternative Variante von Castlevania.

Ebenfalls überraschend ist die hochwertige deutsche Synchronisation des Films, welche durch bekannte Sprecher wie Oliver Stritzel oder Christine Stichler glänzt. Grad für das Jahr 2000 ist eine hochwertige deutsche Synchronisation für einen Anime, der nicht vom Studio Ghibli ist, nicht selbstverständlich und äußerst löblich.

Auch der Stil von Vampire Hunter D: Bloodlust verdient eine Erwähnung, da der Film im Look alter Anime der 80er Jahre gehalten ist, diesen aber mit modernen Elementen vermischt, was für eine optische Abwechslung sorgt.


Zusammengefasst ist Vampire Hunter D: Bloodlust kein Meilenstein des Anime und keine Revolution im Vampirhorror ABER dafür ein solider Film, der verschiedene Genres nimmt und aus diesen einen spannenden Mix macht. Die Handlung wirkt manchmal nicht rund aber das Setting, die Synchro sowie die gesamte optische Präsentation wissen zu gefallen und der Genremix rundet das Komplettpaket ab. Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen Anime der frühen 2000er ist und Vampire mag, kann bei Vampire Hunter D: Bloodlust bedenkenlos reinschaun. Ich vergebe ein verdientes sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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One Cut of the Dead | Gedankenspiel

Titel: One Cut of the Dead
Originaltitel: カメラを止めるな!
Regie: Shin’ichirô Ueda
Laufzeit: 96 Minuten
Release: 2017

Ich LIEBE das Zombiegenre. Ja es gibt viel Trash im Genre aber auch so manche Perle und One Cut of the Dead gehört definitiv zu den Perlen aber auch zu den Überraschungshits des Genres!

Anm.: Um One Cut of the Dead vernünftig beschreiben zu können, lässt sich so mancher kleiner Spoiler nicht vermeiden, aber ich werde mein Bestes tun, um niemanden das Filmerlebnis im Vorfeld zu vermiesen!


Kernfakten of the Dead

Titel: One Cut of the Dead
Originaltitel: カメラを止めるな!
Regie: Shin’ichirô Ueda
Laufzeit: 96 Minuten
Release: 2017


Die Handlung von One Cut of the Dead spielt auf zwei Ebenen. Im ersten Drittel erlebt der Zuseher, in Form eines One-Shots, die Dreharbeiten für einen Zombiefilm, der katastrophal verläuft und zu allem Überfluss offenkundig von echten Zombies gestürmt wird.

Die beiden nächsten Drittel beschäftigen sich mit den Figuren der Filmcrew, wie sie zusammenfinden, wie das Projekt entsteht und was tatsächlich während der Dreharbeiten passiert ist.

Ich muss One Cut of the Dead für seine äußerst originelle Handlung loben, die nicht nur clever erzählt wird, sondern auch einige Twists bietet und bis zum Ende hin für Aha-Momente sorgt. Während ich zu Beginn stark an der Qualität von One Cut of the Dead gezweifelt habe war ich am Ende von der Originalität des Films komplett überzeugt aber auch begeistert wie man an das Medium Film, sowie das Genre Zombiefilm als auch an den Stil einer Pseudodoku bzw. eines Making Of‘s herangehen kann.

Dazu kommt eine großartige Performance der Besetzung die verschiedene Aspekte beleuchtet wie den völlig überforderten Regisseur, die „untalentierte“ Schauspielerin oder den alkoholkranken Nebendarsteller. Die große Bandbreite an Figuren, in Kombination mit der cleveren Handlung führt zu allerlei absurden Situationen, was One Cut of the Dead eine ganz eigene Komik verleiht.

Zusammengefasst lässt sich One Cut of the Dead als ziemlicher unterhaltsamer Zombiefilm beschreiben, der sich auf kreative Art mit dem Genre auseinandersetzt aber auch andere Stilmittel clever bedient. Für mich war der Film definitiv ein Überraschungshit und ich kann ihn definitiv weiterempfehlen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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The Purge – Election Year | Review

Titel: The Purge: Election Year
Originaltitel: The Purge: Election Year
Regie: James DeMonaco
Laufzeit: 109 Minuten

Die The Purge Quadrologie geht in die finale Runde und die Reihe hat sich mit dem zweiten & dritten Film echt gut entwickelt!


Mehr von The Purge:


Im Zentrum der Handlung steht die Senatorin Charlie Roan, eine Überlebende einer vorigen Purge, welche sich zur Wahl für die Präsidentin der Vereinigten Staaten hat aufstellen lassen. Ihr Ziel ist es die Purge abzuschaffen, gegen die bereits massiv protestiert wird. Als die jährliche Purge (siehe die andere Rezensionen, um was es bei der geht) anbricht, verbleibt Senatorin Roan in ihrem Haus, zusammen mit ihrem Sicherheitschef Leo (aus The Purge: Anarchy) und dessen Leuten.

Sie wird allerdings von Anhängern der Purge verraten und muss mit Leo flüchten, da ihr diese nach dem Leben trachten und in ihr eine Gefahr für das „neue“ Amerika sehen. Zur gleichen Zeit haben Joe und sein Marcos alle Hände voll zu tun ihren Laden vor purgenden Teenager zu verteidigen. Joe, Marcos, Charlie & Leo müssen, unterstützt von Laney und Dawn, die Nacht überstehen, gegen mordlüsterne Purger und schließlich gegen die politischen Gegner von Charlie antreten …


The Purge: Election Year setzt auf eine Mischung aus Polit-Thriller & Survival-Horror-Thriller, was überraschend gut harmoniert und sehr spannend inszeniert ist. Die Sozialkritik des Films wird sehr gut in den Part des Polit-Thrillers verarbeitet und die internen Machtkämpfe in den politischen Rängen der USA, um die Zukunft des Landes, sind sehr interessant.

Mein Highlight des Films sind aber alle Stellen an denen auf das Politische oder das Sozialkritische ge******en wird und die pure anarchistische Action abgeht. Wenn der Wahnsinn all jener die purgen wollen hervorbricht und der pure Überlebenskampf eintritt. Genau dann entfaltet der Film sein volles Potenzial und wird richtig unterhaltsam. Dies wird auch durch den tollen Cast unterstrichen der, wie im Vorgänger, eine tolle Performance abliefert!


Zusammengefasst ist The Purge: Election Year ein unterhaltsamer Genremix aus Polit-Thriller & Survival-Horror-Thriller, der spannende Charaktere bietet und dank der stetig ansteigenden Spannungskurve zu unterhalten weiß!

Ich vergebe für The Purge: Election Year ein verdientes sehenswert und freue mich, dass diese Reihe auf einer positiven Note endet!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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The Purge – Anarchy | Review

Titel: The Purge: Anarchy
Originaltitel: The Purge: Anarchy
Regie: James DeMonaco
Laufzeit: 103 Minuten

Die The Purge Quadrologie geht in die dritte Runde. Nach einer viel zu langen Pause wohlgemerkt aber gut Ding braucht Weile!


Die andere The Purge Rezensionen:


Ein Jahr ist seit den Ereignissen des ersten Teils vergangen und erneut steht die Purge vor der Tür. Bei diesem jährlichen Ereignis sind für eine Nacht von 19 bis 7 Uhr alle Verbrechen, inklusive Mord erlaubt. Dadurch soll die Kriminalitätsrate & Arbeitslosenzahl gesenkt werden.

Im Zentrum der Handlung stehen Eva, Cali, Liz, Shane & Leo die, bis auf Leo, unfreiwillig an der Purge teilnehmen und keinen sicheren Hafen erreichen konnten beziehungsweise ihr Heim verlassen haben. Während Leo auf einem persönlichen Rachefeldzug ist schließen sich die anderen an, um zu überleben. Dabei muss die ungleiche Truppe sich mit vielfältigen Gefahren der Purge auseinandersetzen und die Nacht ist lang …


The Purge: Anarchy verzichtet auf die sozialkritischen Elemente des ersten Films und wirkt mehr, wie ein Survival-Horror-Thriller, der ab dem Beginn der Purge sehr gut unterhält, allerdings keiner festen Rahmenhandlung folgt. Vielmehr steht das Überleben der Truppe im Fokus, aber Leos Rachestory dient als ein Anker für die allgemeine Handlung.

Der Titel Anarchy ist Programm und statt Home-Invasion-Horror und aufgesetzter Sozialkritiker bekommt man knapp 90 Minuten pure Survival-Action mit Menschen, welche die Sau von der Kette lassen und inzwischen total von der Purge verblendet sind. Ergänzt wird dies durch ein paar moralische Konflikte deren Glaubhaftigkeit vom Cast ermöglicht wird. Dieser ist auch ziemlich gut gewählt und es macht Spaß der mit der Truppe mitzufiebern, wie sie die Nacht überstehen wollen.


Zusammengefasst ist The Purge: Anarchy sicherlich keine große Filmkunst aber ein verdammt unterhaltsamer Surivival-Horror-Thriller, der seinen Titel zum Programm macht und dabei überraschend gut zu unterhalten weiß!

Wenn ich einen The Purge empfehlen müsste, wäre es definitiv The Purge: Anarchy, da dieser Film alles kombiniert, was ich an The Purge mag!

Somit hat sich The Purge: Anarchy ein sehenswert verdient und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag.


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Der Schacht (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #23]

Titel: Der Schacht
Originaltitel: El Hoyo
Regie: Galder Gaztelu-Urrutia
Laufzeit: 94 Minuten

Nachdem unser Hirn im letzten Film auf kleiner Flamme weich gekocht wurde, wird es heute nicht nur tiefgründiger, sondern auch philosophischer mit einer gesunden Portion Horror.


Die Netflixers Übersichtsseite


„Es gibt drei Arten von Leuten: die von oben; die von unten; die, die fallen.“

– Trimagasi: erste Worte im Film

Goreng hat sich freiwillig in den Schacht einweisen lassen, ein Gefängnis mit über 300 Ebenen. Nach sechs Monaten im Schacht soll er einen anerkannten Abschluss erhalten. Er erwacht auf der Ebene 48 mit seinem Zellennachbarn Trimagasi, der ihm widerwillig erste Informationen über das Gefängnis und den Alltag gibt. Je zwei Insassen sind für einen Monat auf einer Ebene und laden danach auf einer anderen. Von Ebene 1 bis 333 ist alles möglich. Im Boden jeder Ebene ist ein großes Loch. Einmal pro Tag wird ein Lift herabgelassen, auf dem sich erlesene Speisen befinden. Pro Ebene haben die Insassen zwei Minuten Zeit um zu essen. Je weiter der Lift nach unten fährt, umso weniger haben die Insassen zu essen. Goreng muss also nicht nur mit dem harten Alltag im Schacht klarkommen, sondern auch einen Sinn sowie Funken Menschlichkeit im Schacht finden …


Der Schacht ist ein sehr interessanter Film. Auf den ersten Blick will das Werk in die Kerbe von Cube schlagen, setzt den Fokus aber auf eine Allegorie auf den Kapitalismus, mit einem Klassensystem (Ober- und Unterschicht) sowie einer scharfen Kritik an sozialer Ungleichheit, mit dem daraus resultierenden Verlust von Menschlichkeit. Wer Oben ist, hat mehr und alle die darunter sind, sind weniger wert. Ein Dialog hat keinen Sinn. Gleichzeitig erfahren alle Insassen, sofern sie Überleben, das gleiche Schicksal mit der sozialen Ungerechtigkeit, sobald die Ebenen getauscht werden.

Ob sich dahinter ein soziales Experiment verbirgt, ist unklar, da der Film sehr wenig verrät, zumindest in den ersten beiden Akten. Im Finale werden dann doch ein paar Informationen mehr offenbart, die dem Film etwas die Dynamik sowie die Mystik nehmen. Schließlich ist es immer am spannendsten wenn man selbst Interpretationen zum Besten geben kann und sich Gedanken über die Hintergründe machen kann/muss.

Die verwendeten Themen heben sich klar vom typischen Einheitsbrei des Genres ab und lassen sehr viel Raum für Interpretation aber auch davon abgesehen bietet der Schacht eine dichte Atmosphäre und menschliche Abgründe, welche die Figuren im Gefängnis, zumindest die paar mit denen Goreng interagiert, interessant wirken lassen.

Einen großen Reiz übt das Gefängnis aus, welches in seiner Struktur endlos wirkt und beinah wie der Weg zum Himmel (nach oben), in die Hölle (nach unten) und mit dem Fegefeuer in der Mitte wirkt.


Der Schacht ist ein interessanter aber auch komplizierter Film, der auf den ersten Blick wie ein Verschnitt des Klassiker Cube wirkt, aber auf den zweiten Blick so viel mehr zeigt und zu bieten hat. Die sozialkritischen Themen werden clever verpackt und gleichzeitig offenkundig genutzt, um allen Zusehern in Nuancen den Tiefgang zu präsentieren aber nur denen, die etwas über den Film nachdenken, das volle Potenzial des Tiefgangs eröffnen. Leider verliert sich der Film zum Ende hin etwas zu sehr in Gewalt und verrät auch ein paar Details zu viel für das eigene Wohl.

Trotzdem vergebe ich für Der Schacht ein verdientes sehenswert- !

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Hagazussa – Der Hexenfluch | Review

Titel: Hagazussa – Der Hexenfluch
Originaltitel: Hagazussa – Der Hexenfluch
Regie: Lukas Feigelfeld
Laufzeit: 102 Minuten

Mit Hagazussa – Der Hexenfluch bekam ich von der lieben @ninigamy eine (Anti)Filmempfehlung. An dieser Stelle danke, der Beitrag ist dir gewidmet und der Film war anders als erwartet!


Die österreichischen Alpen während des 15. Jahrhunderts. Albrun, eine zehnjährige Ziegenhirtin lebt alleine mit ihrer Mutter in der Abgeschiedenheit einer Berghütte. Nachdem ihre Mutter stirbt, lebt sie für 20 Jahre allein. Als Erwachsene lebt sie vom Verkauf von Milch, wird aber im nahen Dorf als Hexe beschimpft. Eines Tages bekommt sie den Schädel ihrer Mutter und ab dann beginnt sie Stimmen sowie Bewegungen wahrzunehmen …


Hagazussa – Der Hexenfluch ist weniger ein Horrorfilm, sondern schlägt sehr stark ins Mysterygenre. Eine Besonderheit des Films ist das fast völlige Fehlen von Dialogen, was dem Film eine starke Bildsprache verleiht, aber gleichzeitig auch schwer zugänglich macht, was leider zu einem großen Problem führt. Der Film ist sehr sperrig und trotz der Laufzeit von 102 Minuten schafft es der Film nur schwer Spannung aufzubauen.

Dem Gegenüber steht eine sehr dichte Atmosphäre, die in Nuancen an Midsommar, Hereditary und The Lodge aber niemals eine intensive Spannungskurve erschafft wie es die drei genannten Beispiele schaffen.


Alles in allem mag Hagazussa – Der Hexenfluch kein Totalausfall sein und durch diverse Stärken glänzen aber leider schafft es der Film kaum Spannung aufzubauen trotz der dichten Atmosphäre und der interessanten Prämisse. Wer einen Mysteryfilm sucht der sich im Genre, im Bezug auf das Setting, etwas abhebt, kann bei Hagazussa – Der Hexenfluch einen Blick riskieren aber die Sperrigkeit des Films macht eine Empfehlung sehr schwer. Daher kann ich für Hagazussa – Der Hexenfluch nur ein bedingt sehenswert vergeben.

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Wer ist … Ashley „Ash“ Williams? | Gedankenspiel [Wer ist … ? #18]

Wer ist … ? geht in die achtzehnte Runde und heute gehen wir weg von den Comics, Videospielen und Manga und widmen uns dem coolsten Anti-Helden des Horrorgenres. Ash aus The Evil Dead!


Wer ist … ? Übersichtsseite


Ash hatte seinen ersten Auftritt im 1982 erschienen Kultfilm Tanz der Teufel/The Evil Dead und dort ist die Hauptfigur. Außerdem war er der Protagonist in Evil Dead II, Armee der Finsternis und Ash vs Evil Dead Staffel 1 bis 3.

Seit der Nacht in der Hütte (und der zweiten Nacht – siehe Evil Dead II Review), in welcher seine Freunde durch versehentlich beschworene Dämonen getötet wurden, kämpft Ash gegen die Mächte der Finsternis, ist jedoch eher ein unfreiwilliger Kämpfer für das Gute. Dies hat sich besonders während seiner Zeit im Mittelalter geäußert, als er dort mehr unfreiwillig als freiwillig zur Hoffnung der Menschheit im Kampf gegen die Untoten sowie Dämonen wurde.

30 Jahre nach den Ereignissen von Armee der Finsternis lebt Ash ein friedliches Leben ohne Dämonen aber dafür mit Sex, Drogen und Alkohol. Sein Frieden endete jedoch als er in seinem Drogenrausch aus Versehen einen Dämon aus dem Buch der Toten (Necronomicon – Dreh und Angelpunkt der Handlung) beschwört. Dieses dumme Ereignis mündet in einem gigantischen Road-Trip, in dem es um die Rettung der Welt vor den Dämonen geht …

Es überrascht mich ehrlich gesagt nicht, dass Ash so populär ist und eine der wenigen Ikonen aus dem Horror-Genre ist, die rein menschlich ist. Da die Figur über Jahrzehnte hinweg vom gleichen (großartigen) Schauspieler verkörpert wurde, besitzt Ash einen enormen Wiedererkennungswert.

Ergänzt wird dies durch eine raue, sympathische Art mit der Ash nicht nur Menschen davon überzeugen kann ihn nicht zu töten, sondern auch den Dämonen zeigt, wo der Hammer (oder die Kettensäge) hängt. Mit markanten Sprüchen, meistens Bonmots wie Groovy!, seiner Schrotflinte und der Kettensäge als Handprothese gehört Ash zu markantesten Persönlichkeiten im Horrorgenre neben Jason Voorhees, Michael Myers oder Freddy Krueger.

Die Performance von Burce Campbell, der Schauspieler von Ash, die Qualität der Evil Dead Filme sowie der abstruse Humor von Ash vs Evil Dead sorgen dafür, dass ich nicht nur ein großer Fan von Ash bin, sondern auch das Evil Dead Franchise verehre, fast so sehr wie das Alien Franchise.

Wer also noch nie was von Ash gehört hat, hat nun ein paar grundlegende Informationen und sollte sich nun die Filme ansehen aber auch der Serie eine Chance geben. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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47 Meters Down: Uncaged | Review

Titel: 47 Meters Down: Uncaged
Originaltitel: 47 Meters Down: Uncaged
Regie: Johannes Roberts
Laufzeit: 89 Minuten
Release: 2019

47 Meters Down ist einer der besten Vetreter des Hai-Horrorfilms, okay das ist keine Überraschung, wenn man den Rest des Subgenres betrachtet. Daher waren auch meine Erwartungen an das stand alone Sequel 47 Meters Down: Uncaged! entsprechend…

Ob sich die Sichtung gelohnt hat, erfahrt ihr jetzt!


The Shallows Review

Meg (Film) Review

Meg (Roman) Review


47 Meters Down: Uncaged Nicole, Sasha, Alexa und Mia begeben sich auf einen Höhlentauchgang in eine versunkene Stadt der Maya. Der Trip entwickelt sich zum Horror, als das Quartett in das Jagdgebiet von Weißen Haien gerät, für die sie das perfekte Fressen sind. Mit sinkendem Sauerstoff beginnt ein Kampf ums überleben. War 47 Meters Down ein spannender Survival-Thriller mit Horrorelementen, wirkt Uncaged etwas zu reißerisch für‘s eigene Wohl. Ein großes Lob verdient die dichte Atmosphäre des Films, auch wegen der entstehenden klaustrophobischen Stimmung, welcher die vier Hauptfiguren ausgesetzt sind. Leider setzt Uncaged etwas zu oft auf formelhafte Jump Scares, was der Atmosphäre des Films langfristig nicht gut tut und die Gefahr des Höhlentauchens in den Hintergrund rückt. Hier wäre eine harmonischere Mischung aus den Gefahren des Höhlentauchens, den Haien, sowie dem immer knapper werdenden Sauerstoff hilfreicher gewesen. Was definitiv ein Lob verdient, ist das Tempo, mit dem die Handlung erzählt wird. Die Handlung schreitet zügig voran und hält sich nur selten mit ausbremsenden Details auf. Zum Ende hin nimmt die Action etwas überhand und eine Spitze jagt die andere, was etwas zu over the top ist. Zusammengefasst ist 47 Meters Down: Uncaged ein solider Hai-Horrorfilm, der es jedoch nicht schafft, die dichte Atmosphäre des Vorgängers, oder gar dessen Nervenkitzel zu erreichen. Trotz dieser Schwächen ist 47 Meters Down: Uncaged qualitativ hochwertiger als viele andere Genrekollegen, die nur durch puren Trash glänzen. Somit vergebe ich für 47 Meters Down: Uncaged die Wertung sehenswert!

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The Lodge | Review

Titel: The Lodge
Originaltitel: The Lodge
Regie: Veronika Franz & Severin Fiala
Laufzeit: 112 Minuten
Release: 2019

The Lodge gehört zu den Filmen, die weit oben auf meiner Watchlist 2020 standen. Entstanden unter der Regie von zwei österreichischen RegiesseurInnen, bei Studio Hammer produziert und im Genre des Psycho-Horrors angesiedelt, muss mir The Lodge ja gefallen, oder etwa nicht?


Die beiden Geschwister Aiden und Mia leiden sehr unter dem Tod ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Grace, der neuen Freundin/Verlobten ihres Vaters Richard, stehen sie sehr ablehnend gegenüber. Um die Beziehung zwischen seinen Kindern und Grace zu verbessern, möchte er mit ihnen Weihnachten in der Familienlodge verbringen. Dort angekommen scheint die Situation zwischen den Dreien langsam aufzutauen, aber als mysteriöse Ereignisse einsetzen und Richard, aus beruflichen Gründen, weg muss, droht die Stimmung zu kippen. Grace innere Dämonen scheinen zu erwachen und ihre Vergangenheit droht sie einzuholen …


The Lodge schlägt in eine ähnliche Kerbe wie Hereditary oder Midsommar, ist jedoch im Psycho-Horror verwurzelt und verzichtet dabei auf übernatürliche Elemente. Vielmehr stehen die Themen Glaube, emotionale wie psychische Isolation, physische Isolation und Misstrauen im Fokus, was sich auch auf die Atmosphäre des Films auswirkt. The Lodge ist einer jener Filme, die relativ wenig verraten, und durch das Erzeugen einer beklemmenden Atmosphäre, sowie dem Auslösen eines Unwohlseins beim Zuseher suggerieren, dass etwas gehörig im Argen liegt.

Langsam aber sicher schaukelt sich die Situation immer weiter auf und immer mehr droht die Stimmung in der Lodge zu kippen, was in einem abrupten wie offenen Ende müdet. Es bleibt dem Zuseher überlassen, wer zum Schluss für die Sünden büßen muss …

Abseits eines starken & cleveren Drehbuchs verfügt The Lodge über einen tollen Cast, der es durchgehend schafft, die psychische Abdriftung der Figuren glaubhaft zu spielen, besonders Riley Keough liefert eine tolle Performance als Grace ab.

Ein nettes Detail von The Lodge ist die Bildsprache des Films, mit der viele Situationen in Form eines Puppenhauses grob angedeutet werden.


Alles in allem ist The Lodge ein sehr intensiver Psycho-Horror-Thriller, dessen ganzer Aufbau bzw. die Atmosphäre ein gewisses Unbehagen beim Zuseher auslöst, bis sich die Situation komplett entlädt. Man sieht den Untergang kommen, weiß jedoch nicht, wann er über die Hauptfiguren hereinbricht. Dazu kommen clever gesetzte Schockmomente, die den trügerischen Frieden des Films komplett zerfetzen. Ich vergebe für The Lodge ein klares sehenswert und warte geduldig auf den nächsten intensiven Horrorfilm!

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Der Unsichtbare (2020) | Review

Titel: Der Unsichtbare
Originaltitel: The Invisible Man
Regie: Leigh Whannell
Laufzeit: 125 Minuten
Release: 2020

Das Studio Blumhouse Productions unter Jason Blum verdient meinen vollsten Respekt, auch wenn ich nicht mit allen Produktionen was anfangen kann. Es ist eine Kunst, aus kostengünstigen Filmen den maximalen Profit herauszuholen. Der Unsichtbare, das „stand alone Reboot“ des Darkverse, fällt genau in diese Kerbe. 7 Millionen Dollar an Kosten und ein Einspielergebnis von über 100 Millionen Dollar … das nennt man profitabel!


Eines Nachts flüchtet Cecilia vor ihrem Ehemann Adrian, einem genialen Wissenschaftler, mit dem sie in einer gewalttätigen Beziehung lebt. Die Flucht gelingt dank ihrer Schwester Alice & ihres Jugendfreunds James. Kurz darauf erhält Cecilia die Nachricht von Adrians Suizid. Er hinterlässt ihr ein großes Vermögen, sofern sie keine Straftat begeht und sie nicht für unzurechnungsfähig erklärt wird. Ihr Glück vom neuen Leben verwandelt sich schnell in die pure Hölle, als sie etwas, oder jemand verfolgt … jemand Unsichtbares …


Als der Abspann einsetzte, verspürte ich Verwunderung, Begeisterung und etwas Wehmut. Einerseits war ich äußerst positiv überrascht, wie gut der Unsichtbare im Vergleich zu seinen indirekten Vorgängern ist und gleichzeitig ist es schade, dass die Lizenzen von Dracula & der Mumie so gefloppt sind.

Der Unsichtbare ist ein großartiger Horrorfilm und ein mehr als würdiges Remake, das in erster Linie von seiner dichten, stellenweise beinah erdrückenden, Atmosphäre lebt und eine ebenso simple, wie spannende Handlung in sich birgt. Diese wartet zum Ende hin mit einigen Twists auf und setzt auf eine Mischung aus psychologischem Terror, Thriller- Elementen, sowie klassischen Horrorfilm Mechanismen, wie Jump Scares. Letztere sind jedoch weniger plump, als in anderen Filmen, sondern verstärken die Surrealität mancher Szenen, wenn sich die Frage stellt, ob Cecilia verrückt ist, oder wirklich verfolgt wird.

Ein weiteres Lob muss ich an den Cast von der Unsichtbare vergeben, wobei Elisabeth Moss als Cecilia Kass den Film trägt und dem Zuseher als Identifikationsfigur, Anker und gleichzeitig tragische Protagonistin dient. Der restliche Cast weiß ebenfalls zu gefallen und verstärkt die dichte Atmosphäre des Films nur noch weiter.


Zusammengefasst ist der Unsichtbare ein spannender, teils gruseliger, teils mitreißender Horrorfilm, der zeigt, wie man einen Klassiker der Universal Studios modern interpretieren kann und gleichzeitig etwas Neues schafft, während das Alte geehrt wird!

Wer auf der Suche nach einem gelungenen Horrorfilm der klassischen Konventionen mit einem eigenen Charme verbindet und dabei mehr als nur plumpen Horror bietet wird mit der Unsichtbare viel Spaß haben. Ich vergebe für den Film die Wertung absolut sehenswert, da hier gezeigt wird wie moderne Universal Horrorfilme sein müssen!


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The Dead Don‘t Die | Review

Titel: The Dead Don‘t Die
Originaltitel: The Dead Don‘t Die
Regie: Jim Jarmusch
Laufzeit: 105 Minuten
Release: 2019

Zombiefilme sind cool! Naja über diese Aussage lässt sich streiten, da das Genre über die modernden Untoten ziemlich übersättigt ist und man wirklich gute Filme lange suchen muss. Ist The Dead Don‘t Die einer dieser Filme? Nun dafür muss ich weiter ausholen!


Im kleinen Städtchen Centerville gehen seltsame Dinge vor sich. Alle Haustiere sind verschwunden, es wird nicht mehr dunkel und zu allem Überfluss erheben sich die Toten aus ihren Gräbern. Die Polzei von Centerville bestehend aus Cliff, Ronnie und Mindy muss sich mit der schrulligen Bestatterin Zelda zusammentun, um die Bedrohung durch die Untoten aufzuhalten …

Kommentiert das Geschehen von Einsiedler-Bob der das kommende Unheil zu spüren scheint.


The Dead Don‘t Die ist ein interessanter Zombiefilm, dessen Thematik grundlegend den Filmen Romero‘s ähnelt. Er fügt dem Konzept von sich sozialisierenden Zombies nichts Neues hinzu und macht aus den Untoten quasi verwesende Pokemon, die nur ein Wort sagen können und das ist etwas, was sie begehren, abgesehen von Hirn, sowie Menschenfleisch.

Die beiden männlichen Hauptdarsteller Bill Murray und Adam Driver schaffen es gekonnt, emotional ebenso neutrale Charaktere zu spielen, wie es auch die Unoten sind. Egal wie schlimm, abgedreht, oder seltsam die Situation auch wird, die beiden Cops bleiben in jeder Situation gelassen, beinahe gelangweilt. Emotionen, wenngleich auch nur bedingt viele, kommen von den weiblichen Figuren Zelda (Tilda Swinton) und Mindy (Chloë Sevigny), die als erfrischende Gegenparts agieren und für so manche Spannungsspitze sorgen. Die Nebenfiguren wissen ebenfalls zu gefallen und verkörpern diverse Stereotypen des Genres.

Wie bereits erwähnt bestehen Paralellen zu den Romero-Zombiefilmen und selbst wenn The Dead Don‘t Die dem Genre nichts neues hinzufügen kann, ist die Kritik an der Konsumgesellschaft und deren mangelnde Nachhaltigkeit eine unterschwellige Botschaft des Films, was The Dead Don‘t Die schließlich über den Klee hebt.


Zusammengefasst ist The Dead Don‘t Die ein solider Zombiefilm mit humoristischen und gesellschaftskritischen Elementen, dessen Spannungskurve manchmal Spitzen erreicht, aber im Allgemeinen ebenso ruhig und aufgeregt bleibt, wie die männlichen Hauptfiguren. Was wie eine Schwäche klingt, entpuppt sich als eigenwilliger Reiz der The Dead Don‘t Die zu einem Sehenswerteren des alt-ehrwürdigen Zombiefilms macht!

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Double Feature: Flatliners & Flatliners (2017) | Review

Titel: Flatiners
Laufzeit: 115 Minuten
Regie: Joel Schumacher
Release: 1990

Titel: Flatliners
Laufzeit: 110 Minuten
Regie: Niels Arden Oplev
Release: 2017

Nach einer viel zu langen Pause kehren die Double Feature Review‘s zurück. Mein Versuch für dieses Format wird es sein, jedem Beitrag eine eigene Identität zu verpassen. Den Anfang der Wiederbelebung machen Flatliners von 1990 und das gleichnamige Remake von 2017!


Double Feature Review Übersichtsseite


Titel: Flatiners
Laufzeit: 115 Minuten
Regie: Joel Schumacher
Release: 1990


Der Medizinstudent Nelson Wright versucht einige seiner Kommilitionen für ein Experiment, das sich mit künstlichen Nahtoderfahrungen beschäftigt, zu gewinnen. Trotz kleinerer Komplikationen kann er Dave, Joe, Randy und Rachel für das Experiment gewinnen, wobei besonders Letzere an Nahtoderfahrungen interessiert ist. Im Zuge ihrer Experimente leiden die Studenten an immer stärker werdenden Tagträumen und Visionen, die sie mit Ereignissen und Sünden aus ihrer Vergangenheit konfrontieren. Dazu kommt eine „Sucht“ nach immer länger werdenden Todeszuständen. Zuerst eine Minute, dann zwei, dann drei …


Titel: Flatliners
Laufzeit: 110 Minuten
Regie: Niels Arden Oplev
Release: 2017


Eine Gruppe Medizinstundenten, rund um Courtney Holmes, möchte herausfinden, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Dazu startet die Gruppe (Courtney, Marlo, Sophia & Jamie) eine Reihe an Experimenten, die sich mit künstlichen Nahtoderfahrungen beschäftigt. Obwohl die Gruppe es so schafft, ihr Bewusstsein zu erweitern, werden sie gleichzeitig von Visionen, Tagträumen und Alpträumen, die immer plastischere Formen annehmen, heimgesucht…


Es ist faszinierend, wie man in 27 Jahren, die zwischen Original und Remake liegen, nichts lernt, was Dramaturgie, Ästhetik, oder Atmosphäre angeht. Flatliners von 1990 ist ein spannender und äußerst ästhetischer Mystery-Film, der sich mit dem Konzept von Schuld und Sühne beschäftigt, dieses aber auch gekonnt thematisiert und aufzeigt, wie hart der Weg zur Erlösung sein kann. Das Remake verfolgt einen ähnlichen Ansatz, verkommt aber zu schnell zu einem Horrorfilm mit leichten Drama-Elementen, der es auf Dauer nicht schafft, die Suche nach der Erlösung spannend zu halten. Ein weiterer Vorteil des Remakes ist der Look der Schauplätze, die alle düster und schummrig wirken, aber auch der Cast weiß durch talentierte Schauspieler wie Kevin Bacon, Julia Roberts und Kiefer Sutherland zu begeistern.

Das Remake verfügt zwar über eine Vielzahl an sympathischen Schauspieler, jedoch können deren Rollen durch das durchwachsene Drehbuch nie ihr volles Potenzial ausschöpfen, sondern bleiben eher oberflächliche Stereotypen.

Auch der Soundtrack ist im Original wesentlich stimmungsvoller und bedeutend epischer als im Remake. Dies merkt man besonders im Finale, wenn es im 1990er Film einiges auf die Ohren gibt, das Remake aber leider auch in diesem Punkt auf der Stelle tritt …


Zusammengefasst sind die Flatliners Filme ein gutes Beispiel dafür, wenn das Remake dem Original um ein Vielfaches unterliegt. Flatliners von 1990 ist ein spannendes Mystery-Drama, das über die gesamte Laufzeit zu fesseln weiß und seine Kernthemen spannend vermittelt, während das Remake gute Ansätze verfolgt, aber schnell an Verworrenheit, Spannungslosigkeit und dem Abdriften in den Sumpf auf generischen Horrorfilmen krankt.

Kurz gesagt; Original hui, Remake pfui. Somit vergebe ich für Flatliners (1990) die Wertung sehenswert, während Flatliners (2017) die Wertung bedingt sehenswert erhält.

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3 from Hell | Review

Titel: 3 from Hell
Originaltitel: 3 from Hell
Regie: Rob Zombie
Laufzeit: 115 Minuten
Release: 2019

Ein Film auf meiner Watchlist, den ich aber beinah vergessen hatte, weil niemand davon spricht, ist 3 from Hell. Dabei handelt es sich um das zweite Sequel zu Haus der 1000 Leichen.

Ob aller gute Dinge drei sind, oder 3 from Hell doch kein höllischer Spaß ist, erfahrt ihr jetzt!


Mehr Beiträge zu Rob Zombie

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31 Review


Seit den Ereignissen von Haus der 1000 Leichen und The Devil‘s Rejects sind 10 Jahre vergangen. Trotz ihrer zahlreichen Schusswunden haben die drei letzten Mitglieder der Firefly Familie, Otis, Baby & Captain Spaulding überlebt, warten aber im Gefängnis auf ihre Todesstrafe. Diese wird auch an Spaulding vollstreckt, allerdings gelingt Otis mit dem Mithäftling Winslow die Flucht. Beide fassen den Plan, Baby ebenfalls zu befreien, was gelingt und schließlich flüchten die Drei nach Mexiko …


3 from Hell ist kein reiner Horrorfilm, sondern mehr ein eigenwilliger Genremix aus Horrorfilm, Thriller und Roadmovie, was überraschend gut harmoniert. Interessant ist auch die Charakterisierung der Hauptfiguren, sprich den Mitgliedern der Familie Firefly. Im ersten Teil war die Familie eine Ansammlung kranker Irrer mit einer Vorliebe für‘s Töten. Der zweite Film machte aus den Jägern die Gejagten und verlieh den Figuren einen gewissen Tiefgang. In 3 from Hell bekommt die Entwicklung ein weiteres Kapitel und macht aus den Killern fast schon tragische Soziopathen mit einer (un)gesunden Portion Menschenverachtung, deren Wunsch darin besteht, irgendwo in Mexiko ein friedliches Leben von Alkohol und Sex zu führen, weit weg von ihren Häschern.

Erzählerisch geht 3 from Hell somit den Weg von The Devil‘s Rejects weiter und erzählt einen etwas anderen Plot über die Serienmörder.

Abseits der Handlung merkt man auch wie der Gewaltgrad etwas zugunsten der Erzählung zurückgeschraubt wurde, die Farbe rot aber immer noch sehr präsent ist, was auch sein muss!

Die wohl eigenwilligste Eigenschaft von 3 from Hell und den Protagonisten ist die Sympathie, die man für die drei während des Films entwickelt. Obwohl sie grausam und menschenverachtend sind, das Foltern lieben, aber auch vor einem Mord nicht zurückschrecken, kommt man nicht drumherum, die Figuren auf eine ganz krude Art sympathisch zu finden. Dies liegt an der tollen Performance von Bill Moseley als Otis, Sherry Moon Zombie als Baby & Jeff Daniel Philips als Winslow, die den Figuren genug Tiefgang verleihen, um sie auch als Menschen zu sehen und nicht nur als Monster.


Zusammengefasst ist 3 from Hell tatsächlich ein höllischer Spaß bedingt durch die Inszenierung, die Handlung, sowie die drei Hauptfiguren. Auf eine krude Art & Weise macht es Spaß, die drei auf ihrer vermeintlich letzten Odyssey zu begleiten. Wer sich für Rob Zombie Filme begeistern kann, wird mit 3 from Hell definitiv seinen Spaß haben, was dem Film ein verdientes sehenswert einbringt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Wounds (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #15]

Titel: Wounds
Originaltitel: Wounds
Regie: Babak Anvari
Laufzeit: 94 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

2020 wird wahrscheinlich das beste Jahr für die Netflixers, auch wenn qualitativ sehr hochwertige Filme etwas rar sind. Wounds spielt im Mittelfeld und warum das so ist, erfahrt ihr jetzt.

Die Netflixers Überischtsseite

Will arbeitet als Barkeeper in einer versifften Bar in New Orleans. Eines Abends entbrennt in der Bar eine Schlägerei und eine Gruppe Collegestudenten verlässt das Lokal bevor die Polizei eintrifft. Will findet beim Aufräumen ein Handy. Was sich am Anfang als Nichtigkeit darstellt, lässt Will immer mehr in eine Spirale aus surrealem Horror gleiten, welche die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwinden lässt …

Wounds hat eine interessante Prämisse, die ähnlich wie Hellraiser einen religiösen Ton anschlägt, aber nicht die ästhetische Qualität des Kultfilms, sowie eine spannende Handlung hat. Auch atmosphärisch weiß der Film zu gefallen, ABER Wounds braucht nach der geschickt inszenierten Einleitung irrsinnig lange, um in Fahrt zu kommen. Während sich im ersten Drittel eine dichte Atmosphäre aufbaut, dümpelt diese im zweiten Akt vor sich hin und nimmt erst im Finale wieder richtig Fahrt auf.

Zum Schluss hin wird Wounds schön psychodelisch und nimmt den Zuseher tiefer mit in den im Film mehrmals erwähnten Tunnel, was in einem aprubten, aber nicht völlig aufgelösten Finale mündet. Somit macht Wounds mehr richtig, als zahllose Genrekollegen.

Auch die Besetzung gefällt mit Armie Hammer, Dakota Johnson und Zazie Beetz in gewichtigen Rollen. Besonders die beiden Erstgenannten harmonieren perfekt als liebloses Paar, dem es etwas an gesunder Empathie fehlt.

Zusammengefasst ist Wounds kein schlechter Film, sondern bietet viele nette Details, besonders in Bezug auf den Horror, aber leider ist das Tempo die Krux des Films. Etwas mehr Tempo hätte dem Film definitiv nicht geschadet, um das Potenzial vollends auszuschöpfen. Somit vergebe ich für Wounds die Wertung sehenswert- und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Countdown | Review

Titel: Countdown
Originaltitel: Countdown
Regie: Justin Dec
Laufzeit: 90 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Ein Kriegsfilm, eine Anti-Kriegsfilm Satire, ein Anime und jetzt ein Horrorfilm. Mein Kinojahr 2020 wechselt sich angenehm ab!

Warum Countdown, trotz seiner Mittelmäßigkeit, eine Sichtung wert ist, erfahrt ihr jetzt!


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Quinn ist eine frischgebackene Krankenschwester, hat aber ausser familiären Problemen auch noch ganz andere Sorgen. Als sie und ihre Kollegen sich eine App heruntergeladen haben, die sagt, wann du stirbst, hat sie laut der Applikation nur noch drei Tage zu leben. Zu allem Überfluss wird Quinn von einer seltsamen Gestalt heimgesucht. Als sie per Zufall Matt kennenlernt, der eine ähnlich kurze restliche Lebenszeit hat, beginnen sie Nachforschungen anzustellen, finden dabei aber mehr, als sie möchten.
Countdown erfindet das Genre nicht, aber das muss der Film auch gar nicht, da alle Zutaten für einen soliden Horrorfilm vorhanden sind. Die Handlung ist grundlegend spannend, hat wenig Crinch und bietet eine interessante Thematik, welche sich aber nicht zu ernst nimmt. Leider wird durch die Exposition für‘s eigene Wohl erneut zu viel verraten und der erwähnte Crinch setzt genau an diesen Stellen ein.
Dem Gegenüber muss man einen sympathischen Cast erwähnen, der sowohl Humor in den Film bringt, aber das Drama mit der ablaufenden Lebenszeit glaubhaft mimt. Effekttechnisch merkt man Countdown leider sein relativ kleines Budget an, wobei der Film die begrenzten Ressourcen wirklich gelungen nutzt. Der genretypische Dämon ist interessant gestaltet, wirkt aber leider weniger unheimlich, als es möglich wär. Dafür weiß der Film seine langsam aufgebauten Schockmomente ideal zu nutzen und den Zuseher ein ums andere mal zu gruseln.
Alles in allem ist Countdown ein durschnittlicher Horrorfilm für das Mainstream-Kino, der sich nicht allzuweit von bekannten Konventionen weg traut, aber grundlegend kein Ausreißer nach unten. Kurz und knapp ein durchschnittlicher Horrorfilm, mit einer durchaus interessanten Prämisse und einer gesunden Prise Humor. Somit verdient sich Countdown die Wertung sehenswert!

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Cargo (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #12]

Cargo gehört zu den vielen Filmen, die seit Ewigkeiten auf meiner „Review‘s zum Schreiben“ Liste vergammeln. Endlich hat mich aber die Motivation gepackt, den Film von seinem Leid zu erlösen!

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In der australischen Wildnis breitet sich eine tödliche Seuche aus. Andy, seine Frau und deren Tochter Rosie flüchten auf einem Hausboot, welches jedoch bald aufgegeben werden muss, da Andy‘s Frau mit der Seuche infiziert wird. Während der weiteren Flucht in einem Auto baut Andy wegen einem Zombie einen Unfall und wird durch seine, inzwischen infizierte, Frau gebissen.

Andy bleiben noch 48 Stunden, bis er sich verwandelt. Sein Ziel ist klar, er will einen neuen Beschützer für Rosie, sowie einen sicheren Ort für sie suchen …

Cargo geht weg vom klassischen Zombiehorror und wählt einen wesentlich stärkeren Fokus auf den Hauptcharakter, was nicht nur erfrischend wirkt, sondern auch das Familiendrama ins Zentrum der Handlung setzt. Ergänzt wird der erfrischende Ansatz durch das grandiose Schauspiel von Martin Freeman, dem die Rolle des sterbenden Familienvaters, der einen sicheren Hafen für seine Tochter sucht, hervorragend steht.

Durch die ungewöhnliche Herangehensweise an das Zombiegenre lässt sich auch die großteils fehlende Gewalt verschmerzen, da das Drama wesentlich intensiver wirkt, als jeder Splatter, aber auch die Grausamkeit des Menschen, wenn die Zivilisation zerfällt, trägt viel zu einer dichten Atmosphäre bei.

Zusammengefasst ist Cargo kein Film, der das Zombiegenre neu erfindet, ABER trotzdem ein intensives Horrordrama, welches über die gesamte Laufzeit hinweg gefällt und besonders Martin Freemans Schauspiel weiß zu gefallen!

Daher vergebe ich für Cargo die Wertung sehenswert!

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Eli (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #10]

Herzlich willkommen zur (quasi) zweiten Staffel der Netflixers, dem Format, in dem allein oder in Zukunft (wirklich) über Filme des Streamingdienstes Netflix spreche/schreibe. Den Anfang für diese Staffel macht der Horror-Thriller von 2019. Viel Spaß!

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Im Zentrum der Handlung steht Eli, ein Junge der schwer krank ist und massive allergische Schocks erleidet, sobald er ins Freie geht. Um seiner ebenso seltenen wie schrecklichen Krankheit Herr zu werden, suchen seine Eltern mit ihm eine spezielle Klinik auf, die sehr vielversprechend wirkt. Schon bald wird Eli jedoch Zeuge paranormaler Phänome …

Was man Eli zugute halten muss, ist die unheimliche Atmosphäre und die gut platzierten Schockmomente. Das liegt auch daran, dass über weite Strecken des Films nicht klar ist, was eigentlich in der Privatklinik los ist. Der Twist zum Schluss hin ist interessant, wenngleich er das Genre nicht neu erfindet.

Ein Problem des Films ist das Tempo. Sobald die Handlung in Fahrt kommt, wird kurz darauf die Handbremse angezogen und er plätschert wieder vor sich hin bis zur nächsten Spitze. Das macht einen eigentlich sehr interessanten Film relativ zäh und raubt auch einen Teil der gruseligen Atmosphäre, die zu den großen Stärken des Films gehört.

Alles in allem ist Eli kein außergewöhnlicher aber solider Horrorfilm, der durch seine dichte Atmosphäre glänzt, an der das Setting, der Cast, sowie die wohlplatzierten Schocker beteiligt sind. Andererseits hat der Film ziemliche Probleme mit dem Tempo, sowie der dadurch immer wieder brechenden Spannungskurve, wobei der Twist am Ende einiges rausholt.

Ich vergebe für Eli die Wertung sehenswert-, denn für einen Filmabend mit Freunden, oder alleiniges Gruseln taugt der Film auf jeden Fall!

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Brightburn | Review

Also auf Brightburn (Son of Darkness) habe ich mich bereits seit dem ersten Trailer gesehen und passend zum Halloween habe ich den Film endlich gesehen!

Eins vorweg; man merkt deutlich das James Gunn an diesem Film mitgewirkt hat, da er bereits öfters bewiesen hat wie man „Superheldenfilme“ außerhalb des Mainstreams machen kann!

Das Ehepaar Tori & Kyle Breyers wünscht sich ein Kind aber bisher blieb den beiden dies verwehrt. Eines Nachts stürzt ein Raumschiff in der Nähe ihres Farmhauses ab. Die beiden nehmen das dort gefundene Baby auf und nennen es Brandon. Er wird wie ihr leiblicher Sohn erzogen.

Zehn Jahre später sendet das Raumschiff, welches vom Ehepaar Breyers in der Scheune versteckt wird, Signale aus die Brandon wahrnimmt und anziehen. Dabei wird irgendwas in Brandon verändert und er entdeckt übermenschliche Fähigkeiten an sich, was ihn psychisch immer weiter abdriften lässt. Brandon will gutes tun, aber er ist unberechenbar …

Klären wir gleich das Offensichtlichste zu Beginn. Brightburn (Son of Darkness) orientiert sich stark an der Superman Origin, wandelt diese jedoch in einen Horrorfilm um und nutzt logischerweise keine Querverweise zum Mann aus Stahl von DC. Diese Grundidee, einen Horrorfilm der lose auf einem weltbekannten Superhelden basiert, finde ich seit der ersten Ankündigung äußerst erfrischend. Allerdings würde Brightburn auch ohne diese Inspiration ein solider Supernatural-Science-Fiction-Horrorfilm sein.

Eine der Stärken von Brightburn ist die fehlende Exposition warum Brandon auf der Erde ist und was seine Mission beziehungsweise, ob er überhaupt eine hat. In Bezug auf die Prämisse wäre zu viel Exposition auch kontraproduktiv.

Auch wenn der Film nicht sein volles Potenzial an Horror/Terror ausschöpft wird eine unheimliche Atmosphäre erschaffen, was in erster Linie am Brandon Darsteller Jackson A. Dunn liegt, der einen völlig kalten sowie unnahbaren Metamenschen spielt, aus dem man nur schwer bis überhaupt nicht schlau wird. Auch der Rest des Casts gefällt wobei der Fokus des Films klar auf der Familie Breyer liegt, was jedoch am sinnvollsten ist.

Dank einer überschaubaren Laufzeit von 90 Minuten hat Brightburn ein angenehm hohes Tempo, allerdings hätte auch eine längere Laufzeit nicht geschadet, da dies die Atmosphäre und Charakterentwicklung weiter gefördert hätte. Besonders Brandon/Brightburn hätte gern noch mehr Einblicke in seine Gedankenwelt erhalten können und somit eine tiefere Entwicklung zum Monster durchleben können.

Zusammengefasst ist Brightburn ein äußerst solider Supernatural-Science-Fiction-Horrorfilm, der eine interessante Interpretation einer bekannten Geschichte bietet und dabei den Weg zum Horrorfilm einschlägt. Der Film hat ein angenehm hohes Tempo und weiß grundlegend zu unterhalten, schafft es allerdings nicht sein volles Potenzial auszuschöpfen. Ich vergebe für Brightburn (Son of Darkness) die Wertung sehenswert, da wir hier einen ebenso unterhaltsamen wie erfrischenden Horrorfilm bekommen, der sich traut zumindest teilweise vom Mainstream abzuweichen.

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Mein Alien Fandom | Gedankenspiel [Halloween Special 2019]

Zum Abschluss meines großen Halloween Specials 2019 widme ich mich einem Franchise, dass mich bereits seit vielen Jahren zu begeistern weiß. Dieser Beitrag wird nicht mein seit langem geplantes Alien Special ersetzen ABER euch einen Überblick darüber warum dieses Franchise so mag, trotz gewisser Schwächen. Dieser Beitrag wird sich in die Kategorien Filme, Videospiele & Comics einteilen.

Die Alien Filme

Ich weiß gar nicht mehr wann ich zum ersten mal einen Alien-Film gesehen habe. Es muss aber mindestens 14 Jahre zurückliegen, dass ich zum ersten mit dem Franchise in Kontakt gekommen bin.

Die klassische Filmreihe (Alien bis Alien: Die Wiedergeburt) begeistert mich seit je her während die Origin Filmreihe (Prometheus und Alien: Convenant) mir nur bedingt gefallen aber auch zu viel von der Mystik der Xenomporhs, den Aliens des Franchise, nehmen. Besonders Aliens: Die Rückkehr, der zweite Hauptfilm, gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen überhaupt und ist auch mein Liebling unter den James Cameron Filmen.

Die Crossover Alien vs. Predator wissen zu unterhalten, wobei ich nur den zweiten Teil mit dem Untertitel Requiem empfehlen würde. Während Teil 1 durch grausiges CGI glänzt, ist Teil 2 Teenie-Slasher ohne wirkliche Identität.

Eine Besonderheit des Alien Franchise ist die Abwechslung in den Genres der einzelnen Filme. Vom reinen Actionfilm über Military-Science-Fiction bis hin zum Drama und einem Teenie-Slasher ist in dieser Film alles dabei was Herz begehrt.

Die Alien Videospiele

Mit den Videospielen des Franchise kam ich nur dreimal in Berührung. Mein Highlight unter den Videospielen ist Alien: Isolation, welches auch als Bindeglied zwischen Film 1 & 2 dient. Das Spiel macht auch einen wesentlich besseren Job als die gesamte Vorgeschichten-Filmreihe und ich finde es schade, dass die Kernreihe momentan nicht mehr fortgesetzt wird.

Ein weiteres Videospiel, dass ich gespielt habe war Alien: Colonial Marines, dass nach Teil 2 angesiedelt ist und somit als Bindeglied zwischen dem zweiten und dritten Film spielt. Das Spiel ist ein recht plumper Ego-Shooter ohne wirklichen Tiefgang, der zwar optisch in der Tradition des Franchise steht, aber ansonsten nicht viel zu bieten hat.

Zum Abschluss habe ich als Kind sehr gern den Light-Gun-Shooter in der Spielehalle des Kinos in meiner Heimatstadt gespielt und im Endeffekt ist das Spiel genau wie Colonial Marines, nur als Aracde-Automat.

Die Alien Comics

Dieses Segment ist für mich noch am ehesten Neuland, da ich bisher nur den Comic Alien: Salvation gelesen habe, der mich jedoch auf ganzer Linie begeistert hat. Ich habe noch einen Omnibusband mit den klassischen Alien-Comics, den ich beizeiten lesen werde. Es ist jedoch toll wie dieses Franchise immer wieder durch Comics aber auch Romane und Hörbücher erweitert wird. Das Universum des Alien Franchise ist gigantisch und steckt voller Geheimnisse. Die Comics repräsentieren dies am besten.


Alles in allem hat das Alien Franchise einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und allein schon der Xenomorph gehört für mich zu den faszinierendsten Filmmonstern aller Zeiten. Ich hoffe inständig auf einen fünften Film der Hauptreihe oder eine Fortsetzung als Videospiel, da dieses Franchise einfach nicht untergehen darf. Für Fans von Science-Fiction Werken ist dieses Franchise ohnehin ein muss und wer noch nie mit der Reihe in Berührung kam, sollte dies tunlichst nachholen.

Ich wünsche euch nun ein wunderbares Gruselween 2019 und wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!

5 gute Horrorfilme für ein gelungenes Gruselween! | Gedankenspiel

Passend zu Halloween empfehlen ich & Rene von 11ersfilmkritiken jeweils fünf Horrorfilme. Seinen Beitrag findet ihr hier!

Wie immer für solche Listen gilt, dass es meine Liste ist und selbstverständlich gibt es unzählige gute Horrorfilme, die man für Halloween sichten kann, aber wir üblich hat jeder seine eigenen Vorlieben. Falls ein Film sehenswerte Fortsetzungen hat, werde ich diesen auf einen Platz packen. Da wir das nun geklärt haben starten wir mit der Liste!

#5: Tanz der Teufel & das Evil Dead Franchise

1978 fing es mit dem Kurzfilm Within the Woods an und drei Jahre später erschien mit Tanz der Teufel einer der besten Horrorfilme aller Zeiten, der seiner Ära um Jahre vorausging, dank toller visueller Kniffe (wenn man schmale Budget bedenkt) und einiger revolutionärer Elemente.

Die Handlung um Ash, seine Freunde und das Buch der Toten sollte bereits bekannt sein aber wer Interesse hat, kann hier mehr lesen!

Ich bin ein riesiger Fan von Tanz der Teufel und dem gesamten Franchise. Egal ob Evil Dead 2 oder Armee der Finsternis. Die Ur-Trilogie ist bis heute sehenswert und das Reboot/Sequel ist ein wunderbar blutiger Horrorspaß. Dazu kommt eine verdammt unterhaltsame Serie mit drei Staffeln, die die Filme würdig fortsetzt.

Tanz der Teufel Review

Tanz der Teufel 2 Review

#4: An American Werewolf in London

Ein zeitloser Klassiker und meiner Meinung nach der beste Werwolfsfilm aller Zeiten, der nicht altert und jedesmal aufs neue sehenswert ist!

Mehr kann man dazu nicht sagen. Ein absoluter Pflichtfilm für Horrorfans!

#3: The Conjuring & das Conjuring-Universe

Das (wahrscheinlich) beste moderne Horrorfilm-Universum und eine Reihe an Filmen die vor Kreativität nur so strotzt. Dank insgesamt vier Linien findet sich im Conjuring Universum für jeden Geschmack etwas. Egal ob es nun die Annabelle Trilogie, die Hauptserie oder ein weiteres Spin-off ist. Die Conjuring Filme und ihre Ableger wissen definitiv zu unterhalten!

Conjruing Gedankenspiel

Annabelle Gedankenspiel

Annabelle Creation Review

Annabelle Comes Home Review

Annabelle Comes Home (englische) Review

The Nun

Lloronas Fluch

#2: High Tension & die neue französische Härte

Wie bereits erwähnt sind französische Horrorfilme sehr speziell aber auch sehr unterhaltsam, wenn man mit einen wirklich hohen Gewaltgrad sowie einer dichten Atmosphäre leben kann. Im Besonderen kann ich hier High Tension empfehlen, der sehr spannend ist und bis zum Ende hin fesselt.

Ergänzend zu diesem Film gibt es einen Haufen weiterer gelungener moderner Horrorfilme aus Frankreich wie Martyrs, Frontiers, Inside oder Raw.

Raw Review

#1: Der Exorzist (1973)

Über 40 Jahre alt und meiner Meinung nach immer noch der beste Horrorfilm aller Zeiten. Der Exorzist weiß trotz seines Alters immer noch zu überzeugen und arbeitet mit einer gewissen schonungslosigkeit, die moderne Filme aus diesem Subgenre nicht mehr haben.

Ein weiter Pflichtfilm und definitiver Kultfilm, der seinen Status mehr als verdient!

Das waren fünf Filmempfehlungen für Halloween von mir. Schreibt mir doch mal in die Kommentare welche Film ihr euch gern zu Halloween anseht!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Texas Chainsaw Massacre: Die Rückkehr | Review [Masters of Horror(?) #12]

Lange Zeit habe ich darauf gewartet den vierten Teil der klassischen The Texas Chainsaw Massacre Filmreihe zu sehen und obwohl ich die Sichtung nicht bereue, war der Film sehr speziell.

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Auf dem Heimweg von ihrem Abschlussball nehmen Jenny, Sean, Barry und Heather eine Abkürzung durch einen dunklen Wald (Klischee #1 & #2). Plötzlich wird das Auto der Gruppe von einem Jeep angefahren. Der Fahrer scheint bewusst. Während Sean bei der Unfallstelle bleibt suchen Jenny, Barry und Heather Hilfe. Das Grauen nimmt langsam seinen Lauf und die Gruppe gerät Stück für Stück in die Fänge der Sawyer-Familie bestehend aus Vilmer, Darla, W.E. (der Typ mit gefühlt 1000 Zitaten im Kopf), Leatherface und Grandpa (den man gleich wieder vergessen kann). Ein grausamer Kampf ums überleben beginnt …

Okay Texas Chainsaw Massacre – Die Rückkehr oder auch The next Generation ist bei Gott kein guter Film, könnte aber auch viel schlechter sein. Ja der Film ist über weite Strecken eine einzige Crinch Compilation, aber es gibt auch gute Aspekte, wie die deutsche Synchronisation, welche zwischen herrlichem Trash und durchaus überzeugender Arbeit schwankt. Außerdem muss ich Matthew McConaughey loben, der einen geradezu genialen Psychopathen verkörpert und zur Höchstform aufläuft.

Was aber auf keine Kuhhaut geht, ist die Darstellung von Leatherface. Keine Ahnung was diese Interpretation darstellen soll, aber dem gnadenlosen Kettensägenmörder der vorigen Filme wird diese Darstellung nicht gerecht, auch wenn die Darstellung als Transe irgendwie ulkig wirkt, aber bis auf ein penetrantes und nervtötendes Geschrei bietet die Figur in diesem Film nichts.

Mir kommt Texas Chainsaw Massacre – Die Rückkehr wie eine groteske Komödie vor, allerdings ohne irgendeinen nennenswerten Witz. Ich kann den Film nicht mal als Edeltrash bezeichnen, weil mir bis auf die bereits erwähnten positiven Punkte nichts an dem Film zusagt.

Alles in allem ist Texas Chainsaw Massacre – Die Rückkehr der schlechteste Ableger der Filmreihe den ich bisher gesehen habe und unterbietet sogar den miesen zweiten Teil der klassischen Serie um Längen. Der Film ist eine wahre Crinch Compilation des Horrorfilms mit wenigen Stärken, vielen Schwächen und null Charme. Bis auf einen Matthew McConaughey, der wirklich gut spielt, kann ich dem Film nur sehr wenig abgewinnen.

Daher vergebe ich ein wohlverdientes nicht sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Die seltsame Ästhetik des Body-Horrors| Gedankenspiel [Masters of Horror #11]

Was haben Resident Evil, Silent Hill, Dead Space, der Zombiefilm und Werke wie The Thing oder Die Fliege gemeinsam? Sie alle (und viele mehr) nutzen den Body-Horror als Stilmittel.

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Beim Body-Horror handelt es sich um ein Stilmittel aber auch Subgenre des Horrorfilms bei dem die destruktive Veränderung des (meistens) menschlichen Körpers im Fokus steht. Egal ob Verstümmelungen, Mutationen, Metamorphosen oder starke Deformationen. Dieses Stilmittel ist ebenso vielfältig, wie das Horrorgenre abwechslungsreich ist.

Es ist faszinierend wie der Body-Horror dargestellt wird. Im Regelfall handelt es sich um einen schmerzhaften Prozess der über längere Zeit gehen kann oder zügig und besonders schmerzhaft voranschreitet. Ein Beispiel hierfür wäre der Kultfilm An American Werewolf in London (Anm. einer meiner absoluten Lieblingsfilme! 🖤). Die Gestaltwandlung des Protagonisten wird in einer langen, schmerzhaften Szene dargestellt ist aber inszenatorisch wie handwerklich wie ästhetisch die Krone des Werwolf-Films. Dabei wird ohne Blut oder Gore eine starke Nutzung des Body-Horrors präsentiert, aber noch bildgewaltigere Beispiele sind Die Fliege, Das Ding aus einer anderen Welt und Videodrome, die den Body-Horror mit anderen Ausrichtungen des Horrors kombinieren aber besonders die Veränderung des menschlichen Körpers wird in diesen Beispielen so explizit, schockierend aber auch faszinierend ästhetisch dargestellt.

Aber nicht nur im Medium Film, sondern auch in der Literatur und besonders in den bebilderten Medien Comic sowie Manga gibt es reichlich Beispiele für Body-Horror. Das beste Beispiel für die Manga wäre Junji Ito, der gern mit grotesken Bildern der destruktiven Veränderung menschlicher Körper fröhnt. Spiral & Gyo sind zwei hervorragende Werke die zeigen welch ekelerregender, aber schrecklich faszinierender Body-Horror in Bildern gebannt werden kann. Dabei muss man beiden Werken aber auch dem Gesamtwerk Ito‘s eine ganz eigene Ästhetik zuschreiben, die in dieser Form unerreicht ist.

Im Bereich der Comics gibt es zwar viele Graphic Novels aus dem Horrorgenre, aber mit groteskem Body-Horror hält man sich hier eher zurück. The Walking Dead mit seiner sich wandelnden Darstellung der Untoten, sprich dem fortschreitenden Verwesungsgrad, ist ein gutes Beispiel.

Auch bei den Videospielen gibt es Beispiele für Body-Horror. Besonders die Resident Evil & Dead Space Spiele werfen dem Spieler gern grotesk mutierte Menschen (aber auch Tiere) vor deren Veränderung nicht nur schmerzhaft, sondern auch wirklich ekelhaft aussehen. Mein Lieblingsbeispiel aus dem Segment Videospiele ist William Birkin aus Resident Evil 2, der sich einen Virus spritze, nachdem er von seinem Arbeitgeber verraten wurde. Birkin ist auch das beste Beispiel was für Mutationen die Viren der Umbrella Corp. verursachen können.

Besonders im Remake wird das Leiden von Dr. Birkin sehr plastisch dargestellt und für einen Endboss bekommt man ziemlich viel Mitleid für den leidenden Mutanten.

Was will ich mit diesem Beitrag also aussagen? Nun simpel ausgedrückt will ich meine Liebe zum Body-Horror mit diesen Zeilen zum Ausdruck bringen, denn die eigenwillige Ästhetik, die dieses Stilmittel des Horrors hervorbringt, erzeugt auch einen ganz eigenen Reiz, den nicht jeder nachvollziehen kann, aber dem man sich auch nicht entziehen kann, sofern man sich darauf einlässt.

Wie steht ihr zum Thema Body-Horror? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen.

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28 Days & Weeks later | Double Review [Masters of Horror #10]

Zu Beginn der 2000er Jahre startete eine neue Welle an europäischen Horrorfilmen, von denen viele in eine kreativere Kerbe schlugen als die Konkurrenz aus den USA. 28 Days Later gehört zu den wenigen Filmen die das Zombiegenre weiter verzweigt haben und den Infiziertenfilm erschaffen haben. Eigentlich hätte aus diesem britischen Horrorfilm eine Trilogie werden sollen aber leider kam das Franchise „nur“ auf zwei Filme sowie ein paar Comics. Heute geht es mir um die beiden Filme, die jeder für sich genommen sehenswert sind und eigene Erkennungsmerkmale mitbringen.

Masters of Horror Übersichtsseite

Im Prolog sieht man eine Gruppe Umweltaktivisten, die in ein Labor einbricht, um die dort gehaltenen Schimpansen zu befreien, an denen Tierversuche durchgeführt werden. Selbst auf die Warnung des dortigen Wissenschaftlers, dass die Tiere mit „Wut“ infiziert seien stoßen auf taube Ohren. Die Öffnung des Käfigs entpuppt sich als tödlicher Fehler, denn einer der Schimpansen attackiert die Truppe und der Virus breitet sich rasend schnell aus …

28 Tage später erwacht Jim in einem Londoner Krankenhaus dem Koma. Er findet eine völlig verlassene Metropole vor. Geschwächt irrt er durch die Stadt und sucht Zuflucht in einer Kirche, als die Dämmerung anbricht. Dort trifft er erstmals auf eine Gruppe Infizierte, vor denen er davonläuft. Auf seiner Flucht wird er von Selena und Mark, welche ihm die nach der Ankunft in deren Versteck über die Situation aufklären. Zusammen mit den beiden begibt sich Jim zu seinem Elternhaus. Als er dort vom friedlichen Tod seiner Eltern erfährt, wird die Truppe erneut attackiert und Mark stirbt durch Selena, weil er gebissen wurde. Nach einer weiteren Flucht kommen die Beiden schließlich bei Frank und dessen Tochter Hannah unter. Nach einigen Tagen beschließt die Gruppe nach Manchester zu gehen, um dort dem sich wiederholenden Funkspruch des Militärs zu nachzugehen. Als die Truppe Manchester erreicht sehen sie die Stadt in Flammen stehen. Kurz darauf wird Frank infiziert und von einem Militärtrupp „erlöst“. Die Gruppe wird schließlich zu einem gesicherten Anwesen gebracht, dass unter dem Kommando von Major Henry West steht. Auch dieser Ort erweist sich als kein sicherer Hafen, da die versprochene „Heilung“ des Virus in einer sexuellen Misshandlung von Selena und Hannah münden würde. Als sich die Spannungen zwischen der Gruppe und dem Militär zuspitzen erreicht auch das Virus die Zuflucht ….

Soweit zur Handlung des ersten Films. Jetzt kommt die Fortsetzung und dann gehen wir ins Detail!

Einige Zeit sind seit dem Ausbruch des Virus vergangen. Don und seine Frau haben sich mit einigen anderen Überlebenden in einem dürftig befestigten Cottage inmitten der „Todeszone“ des Wut Virus verschanzt. Als die Gruppe wider besseren Wissens einen Jungen von außen einlässt wird das Cottage von Infizierten attackiert und überrannt. Don ist der scheinbar einzige Überlebende und flüchtet mit einem Motorboot.

28 Wochen später ….

London wurde inzwischen von einer NATO Truppe besetzt und der Wiederaufbau hat begonnen, nachdem Großbritannien für infektionsfrei erklärt wurde. Die Kinder Andy und Tammy werden nach District 1 gebracht, eine Sicherheitszone mit Strom, Wasser und ganz wichtig Sicherheit. Dort treffen die beiden auch auf ihren Vater wieder, der als Verwalter des Districts arbeitet. Kurze Zeit nach der Familienzusammenführung kehrt Don’s Frau Alice zurück, wird jedoch unter Quarantäne gestellt. Alice entpuppt sich als Wirt des Virus und infiziert unabsichtlich Don. Es dauert nicht lange, bis das Virus ausbricht und das totale Chaos seinen Lauf nimmt.

Die Soldaten rufen den Notstand aus, verlieren aber immer mehr die Kontrolle. Zusammen mit dem Scharfschützen Doyle und der Sanitäterin Scarlett treten Andy und Tammy die Flucht an, verfolgt von ihrem Vater und zahlreichen Infizierten. Erneut bricht das Virus in London aus und das Militär selbst muss bis ans Äußerste gehen, um die Gefahr einzudämmen …

Die 28 Days Duologie zeichnet sich durch eine äußerst düstere und sehr bedrückende Atmosphäre aus, was zwar im Horrorgenre nichts neues ist aber beide Filme schaffen es die Hoffnungslosigkeit der Katastrophe so glaubhaft aber auch düster darzustellen wie kaum ein anderer Genrevertreter des Infiziertenfilms. Dazu kommt eine neue Interpretation der „Zombie Apokalypse“, da hier keine Untoten, sondern lebendige Wesen jagt auf Menschen machen. Ebenso wird die „Infizierung“ oftmals sehr drastisch dargestellt, wenn der Wut Virus über das Erbrechen von Blut dargestellt wird.

Interessant ist auch der Fokus der beiden Filme. 28 Days Later und 28 Weeks Later sind Vertreter des Infiziertenfilms, aber das Erstlingswerk geht mehr in Richtung Drama/Thriller, während der zweite Film ein Familiendrama mit Actionelementen ist und wesentlich schonungsloser ist, was die Darstellung der Gewalt angeht. In Anbetracht des Szenarios wirkt die Gewalt aber nicht übertrieben, sondern nachvollziehbar, da schließlich auch das Virus „Wut“ heißt und die Infizierten äußerst brutal agieren.

Neben einer hervorragenden Inszenierung sowie Schaffung einer dichten Atmosphäre ist auch die Besetzung beider Filme sehr stark. 28 Days Later glänzt mit Namen wie Cillian Murphy (Batman – Nolan Trilogie), Brendan Gleeson (Mr. Mercedes) und Dr. Who Darsteller Christopher Eccleston.

28 Weeks Later’s Besetzung gefällt mit Schauspielern wie Jeremy Renner (MCU), Idris Elba (MCU), und Rose Byrne (X-Men Filme), was mich positiv überrascht hat. Die Besetzungen beider Filme haben eine äußerst glaubhafte Performance gemeinsam und agieren nachvollziehbar, wenn man das Setting berücksichtigt.

Zusammengefasst sind 28 Days Later und 28 Weeks Later zwei sehenswerte Horrorfilme, welche durch die genutzten Stilmittel, der dichten Atmosphäre, dem Cast aber auch dem Szenario gefallen. Auch wenn 28 Weeks Later ein wesentlich höheres Tempo hat, bevorzuge ich persönlich 28 Days Later wegen der dichten, erdrückenden Endzeit-Atmosphäre.

Beide Filme sind hervorragende Vertreter des Infiziertenfilms, die sich auf mehreren Ebenen vom Mainstream des Horrorkinos abheben und Pflichtfilme für Genrefans sind.

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Im Hohen Gras | Review [All Hail to the King #15/ Die Netflixers #9/ Masters of Horror(?) #8]

Willkommen zu einem ganz besonderen Beitrag. Im Hohen Gras ist eine tolle Kurzgeschichte von Stephen King & Joe Hill aber auch eine interessante Filmumsetzung der Geschichte. Da dies aber auch ein Netflix Original ist, ist diese Rezension ein Crossover der Formate Netflixers, All Hail to the King und Masters of Horror!

Weiterführende Übersichtsseiten:

Masters of Horror

All Hail to the King

Die Geschwister Becky & Cal sind auf dem Weg nach San Diego, da Becky ihr Baby abtreiben möchte. Als die beiden bei einer alten Kirche halten für eine Pause hören sie aus einem nahen hohen Grasfeld Hilferufe. Ein Junge namens Toben hat sich im hohen Gras verirrt und kommt nicht mehr raus. Die Geschwister machen sich auf die Suche nach dem Jungen ins hohe Gras, merken aber schon bald das hier irgendwas nicht stimmt. Das Gras lässt einen nicht mehr frei …

Ich mag das Konzept und besonders die Mystik, welche im Film aufgebaut wird. Dazu kommt der Umstand, dass zwar viel erklärt wird im Laufe der Handlung aber dies eher Stück für Stück und nicht in einem großen Twist. Leider hat der Film ein Problem mit der Spannungskurve und in seiner Erzählstruktur, da das Werk wegen der eher kurzen Vorlage zum Schluss hin arg gestreckt wird.

Trotz eines interessanten Aufbaus im Hintergrund, schafft es der Film nicht sein volles Potenzial auszuschöpfen und wird knapp nach der Hälfte langatmig, was es schwer macht, bis zum trotzdem gut inszenierten Finale durchzuhalten.

Dem Gegenüber steht ein toller Cast und eine dichte Atmosphäre die besonders in der ersten Hälfte des Films sehr zu unterhalten weiß aber leider an der bereits erwähnten Langatmigkeit krankt. Was die Besetzung angeht, gibt es zwar niemanden den man besonders loben kann, aber es sticht auch niemand nach unten hin aus.

Alles in allem ist im hohen Gras eine solide Stephen King Verfilmung, die leider an diversen Problemen krankt, aber kein totaler Ausfall ist. Eine kürzere Laufzeit hätte dem Film definitiv gutgetan und der Langatmigkeit entgegengewirkt. Trotz allem verwendet der einige nette Details und baut eine dichte Atmosphäre auf, was die Wertung lesenswert- rechtfertigt!

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Die Until Dawn Erfahrung | Gedankenspiel [Masters of Horror #7]

Ich bin ein großer Fan von B-Movies und Until Dawn ist, ebenso wie Man of Medan, eine Zelebrierung des B-Movie/Teeny-Slasher Genres. Wie bereits im Man of Medan Beitrag erwähnt gehört Until Dawn zu meinen liebsten Playstation 4 Spielen und halte diesen Teil für außergewöhnlich im Genre des interaktiven Films. Was dieses Spiel so hervorhebt, erzähle ich euch jetzt!

Zuerst noch ein paar trockene Fakten und Trivias. Until Dawn wurde im Jahr 2012 für die Playstation 3 als Spiel mit Fokus auf die Move-Steuerung angekündigt, danach wurde es jedoch schnell ruhig um den Titel. Relativ überraschend wurde das Spiel schließlich für die Playstation 4 angekündigt ohne Bewegungssterung. Als Entwickler zeigt sich Supermassive Games verantwortlich, die auch Hidden Agenda und Man of Medan entwickelt haben. Die verwendete Engine ist die Umbra3, welche auch für Killzone: Shadow Fall verwendet wurde.

Im Jahr 2014 treffen sich die Freunde Sam, Josh, seine Zwillingsschwestern Hannah und Beth, Jessica, Emily, Matt, Ashley sowie Chris zu ihrem alljährlichen Winterausflug in der Berghütte in den Blackwood Pines auf Mount Washington. Wegen eines grausamen Streichs kommt es zu einer Tragödie in deren Zuge die Schwestern Hannah und Beth spurlos verschwinden.

Ein Jahr später trifft die restliche Truppe erneut zusammen, da Josh seine Clique in die Berghütte eingeladen hat. Die anfangs idyllische Atmosphäre weicht immer weiter einer düsteren Atmosphäre. Scheinbar ist die Gruppe nicht allein in den Blackwood Pines. Etwas Böses treibt sein Unwesen auf diesem Berg und fordert Opfer …

Until Dawn kombiniert das Genre des Teenie-Slashers mit paranormalem Horror und legt dabei einen großen Fokus auf die Interaktion zwischen den Hauptfiguren. Storytechnisch ist Until Dawn ebenso wie der geistige Nachfolger Man of Medan eine Zelebrierung der klassischen B-Movies und verwendet auch mehrere Stereotypen des Horrorgenres wie die Schlampe, die Zicke, den Sportler oder den (etwas) nerdigen Streber. Fast schon konträr ist der Bruch mit anderen gängigen Klischees wie dem Tod des Afroamerikaners als ersten aus der Gruppe oder der genretypischen Sexszene.

Das Hauptmerkmal von Until Dawn ist das Gameplay, dass den Schmetterlingseffekt thematisiert. Dieser Effekt besagt das kleinste Aktionen bereits Reaktionen ungeahnten Ausmaßes annehmen können. Mit dieser Eigenschaft gehört Until Dawn zu den verzweigtesten Videospielen der modernen Zeit und übertrumpft sogar die Quantic Dream Spiele, welche ja bereits für ihren enorm hohen Wiederspielwert und der verwinkelten Spielstruktur bekannt sind.

Im Endeffekt handelt sich bei Until Dawn um einen Genremix aus Surival Horror, interaktiven Film und Action-Adventure, in dem man abwechselnd verschiedene Charaktere steuert, deren Primärziel das Überleben ist. Jede Aktion des Spielers beeinflusst den weiteren Spielverlauf, was Abwechslung beschert und dank verschiedener Enden zu mehreren, unterschiedlichen Spielverläufen motiviert. Selbstverständlich gibt es ein paar Sammelaufgaben die einerseits die Spielwelt vertiefen und andererseits den Spielverlauf marginal beeinflussen.

Das Gameplay gehört zu den größten Stärken von Until Dawn und weiß den Spieler zu motivieren unterschiedliche Lösungsansätze zu probieren, um möglichst alle Hauptfiguren am Leben zu erhalten.

Optisch war Until Dawn im Jahr 2016 eine Offenbarung und zeigte die Möglichkeiten der aktuellen Konsolengeneration. Details des „Urspiels“ für die Playstation 3 waren noch erkennbar, wurden jedoch technisch massiv aufgebessert. So wurden die Charaktermodelle durch hochwertiges Motion Capturing mit namhaften Schauspielern wie Rami Malek und Hayden Panettiere erschaffen, was auch gleichzeitig eine realistische Darstellung von Emotionen ermöglicht. Weiters ist das Schauspiel der Hauptfiguren äußerst hochwertig und hebt die Qualität des Genremix noch weiter heraus. Nicht nur optisch, sondern auch inszenatorisch gehört Until Dawn zu den besten interaktiven Filmen. Nach einem Prolog der die Grundprämisse skizziert und die Hauptfiguren grob etabliert folgt das Hauptspiel, in dem die Figuren vertieft werden und sich der Horror langsam auf drei Ebenen aufbaut. Until Dawn baut seinen Horror auf einer physischen, einer psychologischen und einer paranormalen Ebene auf die sich im Verlauf des Spiels immer mehr vermischen und mit diversen Jump Scares garniert werden. Durch die weite Verzweigtheit der Entscheidungen des Spielers ändert sich auch der Spielverlauf mit jedem Durchgang und dann gibt es noch den Psychologen. Wie im aktuellen Man of Medan gibt es eine externe Figur, die mit dem Spieler direkt interagiert und seine Handlungen analysiert. Dieses Feature ist auch nach 4 Jahren immer noch genial und vertieft die Spielerfahrung ungemein erweitert.

Zusammengefasst ist Until Dawn eine einmalige Erfahrung, dank eines interessanten Genremix, sowohl auf erzählerischer als auch auf spielerischer Ebene. Wie jeder interaktive Film baut, auch Until Dawn auf eine eigene Identität, die klar erkennbar ist und durch die Nutzung verschiedener Elemente sowie Mechaniken, von denen einige bis heute Einzigartig beziehungsweise herausragend sind, erschaffen wird. Auch nach vier Durchläufen habe ich immer noch nicht alles im Spiel gesehen und es ist wirklich gigantisch, wie umfangreich dieser Titel ist. Der Wiederspielwert ist enorm und das Schmetterlingseffekt-System zeigt auf, wie verwinkelt ein Horrorspiel sein kann. Was Until Dawn aber auch so hervorhebt, ist die Mischung aus Film und Videospiel, da kaum ein interaktiver Film so viel Gameplay bietet und abseits der Quick-Time-Events viel Spielraum zu erkunden bietet, um die unterschiedlichen Schauplätze zu erkunden. Selbstverständlich ist dies auch perfekt für die Entwickler, um Grafik-Muskeln spielen zu lassen und zu zeigen, wie atmosphärisch man ein Spiel präsentieren kann.

Für mich ist Until Dawn nicht nur ein besonders spielenswertes Videospiel, sondern auch ein Aushängeschild der PS4 in puncto Qualität sowie ein moderner Klassiker des Horrorgenres aber auch des interaktiven Films. Daher verzeiht man auch gern kleinere technische Fehler in der Optiker oder gelegentliche Freezes. Wer eine Playstation 4 hat, sollte Until Dawn auf jeden Fall spielen!

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Operation: Overlord (Film) | Review [Masters of Horror(?) #5]

Ein Film, der mich seit dem ersten Trailer abgeschreckt hat, ist Operation: Overlord, basierend auf dem gleichnamigen Comic. Vor einigen Tagen habe ich den Film dank Amazon Prime gesehen und dieser Genremix hat mich echt überrascht.

Der Film spielt im Jahr 1944. Am Abend vor der Operation Overlord, der großen Landungsmission, im Zweiten Weltkrieg, wird das Flugzeug eines Vorkommandos hinter den feindlichen Linien abgeschossen. Die vier Überlebenden des Absturzes begeben sich in ein nahegelegenes Dorf, um ihre Mission, einen Funkturm zerstören, nachzukommen. Als die Truppe das Dorf erreicht findet sie ein geheimes Labor in dem die Nazis an Supersoldaten experimentieren. Ein knallharter Überlebenskampf im Feindesland beginnt …

Operation: Overlord ist wahrscheinlich der hochwertigste B-Movie aller Zeiten. Die Geschichte liegt irgendwo zwischen Wolfenstein und Resident Evil, was bedeutet, dass die Handlung ebenso trashig, wie unterhaltsam ist und zu unterhalten weiß.

Was man dem Film zugutehalten muss ist der Irrsinn, den Operation: Overlord wie ein Aushängeschild vor sich her trägt. Das eigentlich ernste Setting des Zweiten Weltkriegs wird durch den Zombie-Body-Horror angenehm aufgelockert und was eigentlich kontraproduktiv sein sollte trägt zu einer eigenwilligen Atmosphäre bei, die durchaus spannende Momente bietet. An manchen Stellen ist Operation: Overlord auch durchaus gruselig, wobei die Action klar im Fokus steht.

Der Cast weiß ebenfalls zu gefallen und besonders Pilou Asbaek als Hauptsturmführer Wafner liefert eine solide Performance ab, die das Feindbild der Nazis so glaubhaft darstellt, dass das Wolfenstein Franchise stolz wär.

Wie bereits erwähnt setzt Operation: Overlord auch auf Body-Horror und dieser wird äußerst plastisch in Szene gesetzt. Dazu entsteht auch ein gewisser Ekelfaktor, was die Qualität der Effekte nochmals unterstreicht.

Alles in allem hat mich Operation: Overlord positiv überrascht, wenngleich der Film das Aushängeschild des modernen B-Movies ist. Edeltrash wechselt sich mit Qualität ab und ergibt einen Film, der zu unterhalten weiß aber auch gleichzeitig seinen Irrsinn stolz vor sich her trägt.

Ich vergebe für Operation: Overlord die Wertung sehenswert-, da der Film für eine spezielle Zielgruppe zu empfehlen ist, die sich mit Werken wie Resident Evil oder Wolfenstein besonders anfreunden können.

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Warum Resident Evil nicht sterben kann! | Gedankenspiel [Masters of Horror #4]

Achja Resident Evil, die wohl ikonischste und langlebigste Serie unter den Horrorspielen. Seit über 20 Jahren „beglückt“ uns Capcom mit unterhaltsamen Spielen, die ein gigantisches Universum erschufen, aber eine eigentlich trashige und sehr klischeebehaftete Rahmenhandlung erzählen.

Warum kann diese Reihe aber, trotz teils schlechter, teils fragwürdiger, Spiele einfach nicht sterben? Nun dies lässt sich simpel beantworten und liegt der große Vorteil von Resident Evil in den Eigenschaften Variation, Evolution und Neuinterpretation. Um dies zu erläutern, muss ein Umstand klar sein; die Kernreihe des Franchise besteht aus Trilogien, die im Laufe der Zeit erweitert wurde.

Hier sei auch angemerkt, dass die Trilogien inkl. erweiternde Spiele immer einen anderen Fokus gesetzt haben.

Die klassische Trilogie umfasst Resident Evil 1, 2, 3 und wurde mit Code Veronica & Zero weiter vertieft. Hier liegt der Fokus mehr auf dem Survival-Horror und Rätsel Aspekt während Teil 3 schon etwas action-lastiger wurde.

Danach kam die Action-Horror Trilogie mit den Teilen 4, 5 & 6 wobei Teil 4 immer noch starke Elemente der klassischen Teile beinhaltet, während Teil 5 & 6 die Action in den Fokus rückten. Auch wenn ich von dieser Entwicklung überhaupt kein Fan bin, ist es die logische Entwicklung der Reihe. Die Spin-off’s Revelations 1 & 2 waren ebenfalls actionreicher, während das Resident Evil 2 Remake den momentanen Höhepunkt der Serie darstellt, weil das beste aus beiden Trilogien übernommen wurde.

Aktuell befindet sich die Serie in der „narrativen“ Trilogie, die mit dem Backwood-Survival-Horror-Spiel Resident Evil 7 begründet wurde. Wie sich diese Trilogie in Zukunft entwickeln wird, ist ungewiss aber ich bin ein großer Fan der Ego-Perspektive und der Rückkehr klassischer Elemente wie dem Ressourcenmanagement oder dem knappen Inventar.

Neben der Kernreihe gibt es eine Vielzahl an Ablegern, die teils völlig andere Richtungen einschlagen oder gleich zu Deviraten, die jedoch heute keine Bewandtnis haben. Die Outbreak Spiele gingen mehr in Richtung Action-Adventure und versuchten Horror, Action und Adventure-Elemente zu kombinieren, was auch sehr solide funktionierte, dank vieler Hauptfiguren mit unterschiedlichen Fähigkeiten.

Eine völlig andere Richtung schlugen die Light Gun-Shooter Reihen Umbrella Chronicles und Survivor ein, welche eher an Arcade-Spiele wie House of the Dead angelehnt sind. Operation Racoon City war der klägliche Versuch eines Third-Person-Shooters und Umbrella Corps war/ist ein Online-Shooter, über den jedoch niemand spricht, was mich überhaupt nicht überrascht.

Dazu kommen einige Handheld Spiele und unzählige Ports sowie Remastered (seltener Remakes) damit auch wirklich jeder in den Genuss der wichtigsten Teile kommen kann.


Die Resident Evil Spielereihe bietet eine große Spielepalette in unterschiedlichen Genres mit und unterschiedlichen Fokussen. Wann immer ein Konzept nicht mehr wirklich funktioniert hat, wurde die Reihe weiterentwickelt oder hat sich selbst neu erfunden. Selbstverständlich haben nicht alle Experimente funktioniert ABER eines hat uns Capcom mit Resident Evil (und seinen zahlreichen Deviraten) gezeigt: Vielfalt und Abwechslung sind etwas Gutes, da besonders das Horrorgenre spielerisch wie erzählerisch öfters Gefahr läuft in eine gewisse Monotonie abzurutschen. Auch wenn nicht jedes Resident Evil ein Meisterwerk ist, so gibt es einige herausragende Titel in dieser Reihe und einen gewissen Charme versprüht jedes Resident Evil, ganz gleich wie trashig es am Ende des Tages ist.

Ich kenne keine andere Spieleserie, die es geschafft hat sich immer wieder neuzuerfinden und dabei gleichzeitig öfters neu erfindet. Ich bin gespannt, wie sich das Franchise in den kommenden Jahren entwickeln wird und ob es Capcom weiterhin gelingen wird die Serie vom Abrutschen in die Bedeutungslosigkeit zu bewahren.

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Bei Interesse verlinke ich euch weitere Beiträge zum Thema Resident Evil sowie den angesprochenen Deviraten:

Resident Evil 0 Review

Resisent Evil 1 (Remake) Review

Resident Evil 2 Remake Review

Resident Evil 4 Review

Resident Evil 6 Trauma

Resident Evil 7 Review

Exkurs: Resident Evil Devirate

Die Man of Medan Erfahrung | Gedankenspiel [Masters of Horror #3]

Until Dawn ist eines meiner liebsten Videospiele der Playstation 4 Ära. Kein Wunder also, dass meine Erwartungen zu Man of Medan, dem aktuellen Projekt des Studios Supermassive Games dementsprechend groß waren. Warum Man of Medan in gewissen Punkten seinen geistigen Vorgänger übertrifft, aber ihm auch gleichzeitig unterliegt, will ich heute erklären.

Selbstverständlich könnt ihr mir eure Meinungen und Sichtweisen zu diesem interaktiven Film in die Kommentare schreiben.


Man of Medan ist der erste Teil der The Dark Pictures Anthologieserie, einer Reihe von Videospielen des Entwicklers Supermassive Games, die interaktive Gruselgeschichten erzählen aber dabei unabhängig voneinander sind.


Vier Amerikaner, die beiden Brüder Alex & Brad, Julia (Alex Freundin) und ihr Bruder Conrad machen einen Tauchausflug in den Südpazifik. Auf dem gemieteten Boot The Duke of Milan steht die Gruppe unter dem „Kommando“ von Félicité DuBois. Als die Truppe mit ein paar einheimischen Fischern aneinandergrät werden die 5 jungen Erwachsenen und die Fischer im Zuge eines Sturms an das Geisterschiff „Ourang Medan“ gespült. Die schlimmsten Alpträume der Truppe werden auf dem Schiff wahr und die fünf Hauptfiguren müssen einen Weg runter vom Schiff finden, überleben und gleichzeitig die „Entführer“ überwinden.

Ein harter Kampf beginnt bei dem die Grenzen zwischen Realität und Horrorvisionen immer weiter verschwimmen …


Erzählerisch baut Man of Medan eine extrem dichte Atmosphäre auf, die Until Dawn in nichts nachsteht, und setzt dank der engen Gänge des Schiffs auf eine gewisse Isolation. Die Hauptfiguren und somit auch der Spieler können dem Schrecken des Schiffs nur schwer entkommen. Im späteren Verlauf verschwimmen auch die Grenzen zwischen Realität und den paranormalen Erscheinen, was Man of Medan eine starke Surrealität einbringt. Atmosphärisch und erzählerisch weiß Man of Medan über weite Strecken definitiv zu gefallen!

Dem Gegenüber steht der Umstand, dass man den Twist, sprich, was es mit dem Horror aufsich hat, relativ früh erahnen kann. Hier hätten die Autoren gern den Spieler mehr im dunklen lassen können, um selbst die Antworten finden zu können, was aber auch nicht wirklich nötig gewesen wäre. Zu viel Exposition in einer Gruselgeschichte raubt dem Werk einen Teil oder die komplette Mystik. In Man of Medan geschieht dies nur teilweise danke mehrere Kniffe, die auch bereits im geistigen Vorgänger gab.

Da hätten wir den Kurator, der sich als übergeordneter, externer Erzähler zu Wort meldet und den Spieler in kryptischen Botschaften über sein Spielverhalten informiert. Zur Handlung trägt diese Figur nur indirekt etwas bei, aber ähnlich wie der Psychologe in Until Dawn regt auch diese Figur zum Hinterfragen der Aktionen des Spielers an.


Ein weiterer Kniff liegt im Gameplay. Der Schmetterlingseffekt aus Until Dawn wurde übernommen aber an das neue Spiel angepasst und aufgeteilt. Nun wird die Handlung sowohl von Aktionen als auch von Eigenschaften der Hauptfiguren beeinflusst, wobei die Aktionen mehr Gewicht haben als die Eigenschaften. Ergänzend dazu kann man schicke Gemälde finden die Vorahnungen auf mögliche Ereignisse gewähren. In meinem Durchlauf ist keine einzige Vorahnung eingetroffen, was mich zur nächsten Stärke des Spiels bringt: Wiederspielwert. Wie so ziemlich alle Vertreter des interaktiven Films/FMV Genres bietet auch Man of Medan einen hohen Grad an Wiederspielbarkeit und lädt zu mehreren Durchläufen mit unterschiedlicher Spielweise ein. Somit bietet das Spiel neben einer Langzeitmotivation, als Kontrast zur recht kurzen Spielzeit, auch eine gewisse Motivation für Achievmentjäger.

Was Man of Medan jedoch über den Klee hebt, sind die drei Spielmodi. Man kann das Spiel ganz klassisch allein Spielen oder zu zweit in einem Online-Coop ODER zu fünft im Filmabend-Modus. Im letztgenannten Modus können bis zu fünf Personen eine Figur wählen und das Gamepad wird dann entsprechend herumgereicht, was ich für eine unfassbar gute Idee halte. Es ist auch dieser Modus der mich an Hidden Agenda, auch von Supermassive Games, erinnert.

Der hohe Wiederspielwert, in Kombination mit den unterschiedlichen Spielmodi macht den größten Reiz an Man of Medan aus und dank der kurzen Spielzeit bleibt auch die Langzeitmotivation erhalten.


Wenn es um die Technik von Man of Medan geht, muss ich allerdings etwas nörgeln, wenngleich es auf hohem Niveau ist. Die optische Inszenierung in Kombination mit der Soundkulisse funktioniert hervorragend, was durch die bereits erwähnte Isolation gesteigert wird.

Allerdings ist die Darstellung des Wassers nicht immer hübsch geglückt, man muss jedoch einräumen, dass die Darstellung des flüssigen Elements für jeden Entwickler ein großes Problem darstellen kann. Was jedoch sehr gefällt sind die menschlichen Figuren und die Monster, die mit ziemlicher Sicherheit durch hochwertiges Motion Capturing dargestellt werden.


Alles in allem ist Man of Medan eine gelungene Erfahrung und ein weiterer gelungener Vertreter des interaktiven Films. Das Spiel kommt nicht ganz an die Klasse seines Vorgängers heran, weißt jedoch bei gewissen Aspekten einen besseren oder weiterentwickelten Einsatz auf.

Ich kann das Spiel auf jeden Fall weiterempfehlen und freue mich darauf in Kürze Until Dawn näher beleuchten zu können.

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Ein Blick auf den Zombiefilm | Gedankenspiel [Masters of Horror #2]

Ein ebenso altes wie ehrwürdiges wie trashiges Subgrenre des Horrorfilms ist der Zombiefilm. Diese Art des Horrorfilms arbeitet mit einer Urangst der Menschheit und dem Tod/Zerfall des menschlichen Körpers sowie der Rückkehr der Verstorbenen in den Kreis der Lebenden. In Kombination mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen wird diese schrecklich, faszinierende Angst immer wieder neu aufgearbeitet. Im heutigen Beitrag möchte ich euch in die Geschichte dieses alten Subgenres mitnehmen und die diversen Untergruppen näherbringen.


Lasst uns zuerst die beiden grundlegenden Ausrichtungen des Horrorfilms beleuchtet und wie sich der Zombiefilm einfügt. Primär arbeiten Horrorfilme mit zwei Arten der Bedrohung:

  1. Der Horror endet mit dem biologischen Tod der Bedrohung: Dies betrifft beispielsweise Tierhorrorfilme oder Hybriden mit Thriller-Elementen.
  2. Der Horror beginnt mit dem biologischen Tod der Bedrohung: Dies betrifft Filme mit metaphysischem Ansatz wie The Grudge oder Poltergeist.

Der Zombiefilm lässt sich primär in die zweite Sparte einordnen, da besonders in frühen Zombiefilmen die Untoten durch schwarze Magie erschaffen wurden. Allerdings wurde mit der Einführung des Zombievirus quasi ein weiteres Subgenre geschaffen, und zwar der Infiziertenfilm.

Ganz simpel ausgedrückt:

Der Zombiefilm beginnt im Regelfall mit dem biologischen Tod der Bedrohung und die Zombies werden entweder durch einen Virus oder durch Magie geschaffen. Zweiteres trifft auch auf den Mumienfilm zu.


Somit haben wir geklärt was es mit dem Zombiefilm auf sich hat. Nun werfen wir einen Blick auf die sehr lange Geschichte dieses Subgenres. Für eine bessere Übersicht werden die Geschichte in Jahrzehnte einteilen!

1900 bis 1910er Jahre

Der erste „Zombiefilm“ ist auch gleichzeitig die erste Verfilmung eines Klassikers der Welt/Schauerliteratur. Frankenstein, basierend auf dem gleichnamigen Buch von Mary Shelley, ist ein 13 minütiger Film aus dem Jahr 1910. Der Film galt Jahrzehnte lang als verschollen, ein Sammler erstand 1950 eine Kopie des Films, jedoch wurde deren Existenz erst in den 70er Jahren bekannt und weitere 30 Jahre sollte es dauern, bis der Film öffentlich zugänglich wurde.

1920er Jahre

Die 20er Jahre waren die Glanzzeit des deutschen Impressionismus. In diesen schwarz-weiß Stummfilmen wurden Horror- und Science-Fiction-Elemente miteinander verschmolzen, was tote Körper zu Opfern unkontrollierbarer Wissenschaft werden ließ. Somit wird quasi an Frankenstein angeknüpft aber gleichzeitig mit sozialkritischen Themen experimentiert. Besonders Metropolis von Fritz Lang hat diese Ära stark beeinflusst und viele Elemente/Stilmittel/Kniffe etabliert die sowohl Science-Fiction als auch Horrorfilme auf Jahrzehnte beeinflusst haben. Somit wird vom klassischen Zombie abgewichen und eher eine Art „Terminator“-ähnliche Kreatur erschaffen.

Diese Ära des Zombiefilms ist mitunter eine der spannendsten, da man hier eine der wohl faszinierendsten Interpretation des Untoten geschaffen hat und gleichzeitig den Weg für andere große Filmgenres inklusive Nebengenres gelegt hat. Auch die Caligari Film dürfen nicht unerwähnt bleiben wegen des Einflusses und der ebenfalls spanenden Interpretation.

1930er Jahre

Weg von den ganzen Wissenschaftlern und hin zu einer weiteren speziellen Interpretation des Zombiefilms. In den 30er Jahren wurde das erste mal ein eher traditionelles Bild des Zombies dargestellt, indem bekannte Klischees der Vodoo Religion verwendet wurden. In dieser Zeit entstanden Filme wie White Zombie oder Ich folgte einem Zombie.

1940er Jahre

Als der Zweite Weltkrieg die Welt in Brand steckte erschienen kaum Horrorfilme, da die Realität des Krieges der wahre Horror war.

1950er Jahre

In den 50er Jahren wurden dem Genre keine neuen Akzente hinzugefügt …

1960er Jahre

… was sich bis in die späten 60er fortsetzte, dann ändert sich jedoch alles. 1968 erschien The Night of the Living Dead von George A. Romero. Dieser Film etablierte den Zombiefilm wie man ihn heute kennt. Der Zombie wurde zu einem Synonym für menschenfressenden Untoten, der im Regelfall nur dann getötet werden kann, wenn man das Gehirn irreparabel beschädigt.

1970er Jahre

Nach dem gigantischen Hype von Night of the Living Dead wurden Zombies grundlegend verändert. Die Untoten entstanden nur mehr selten durch Magie, sondern öfters durch atomare Katastrophen, biologische/chemische Unfälle oder durch menschliches Versagen.

Im Jahr 1978 entstand George A. Romeros Klassiker Zombie (Dawn of the Dead), der einen gigantischen Boom um das Subgenre Zombiefilm auslöste, aber leider der letzte genredefinierende Film von Meister Romero sein sollte.

1980er Jahre

Die 80er Jahre waren zahlreichen Horrorkomödien und/oder grotesken Zombiefilmen geprägt. Durch den exzessiven Einsatz von Splatter/Gore Szenen wurden die Filme ebenso trashig, wie sie gnadenlos überzeichnet wurden. Populäre Filme aus dieser Ära waren unter anderem Großangriff der Zombies, Ein Zombie hing am Glockenseil und Re-Animator.

Neben Filmen aus den USA waren auch spanische, mexikanische und italienische Genrevertreter häufig gesehen.

1990er Jahre

In den 90er Jahren ging das Interesse am Zombiefilm langsam aber stetig zurück. Peter Jackson (Herr der Ringe, Der Hobbit) legte mit seiner Splatter-Horror-Zombie-Komödie Brain Dead den Grundstein für eine Generation an überzeichneten Horrorkomödien.

2000er Jahre

Die 2000er richteten erneut den Fokus des Genres aus. In den Vordergrund rückten realitätsnahe Szenarien und 28 Days Later spaltete das Genre in zwei Zweige. Den Zombiefilm mit Untoten und den Infiziertenfilm mit lebenden „Zombies“. Letztgenannter Zweig erhielt mit Werken wie den [REC] Filmen und Rammbock mehr Tiefgang während die Resident Evil Reihe, Return of the Living Dead und diverse Einzelfilme den klassischen Zombiefilm bedienten.

Fido, I am Legend und Land of the Dead beschäftigten sich mit der Entwicklung einer eigenen Zivilisation der Zombies, die sich neben der unsrigen entwickelt mit eigenen Regeln und Hierarchien. Auch wenn keiner dieser Film das Genre veränderte wurde mehr Tiefgang etabliert als zuvor. Man bewegte sich im letzten Jahrzehnt weiter weg vom klassischen Gore, um weitaus mehr Tiefgang im Genre zu etablieren.

2010er Jahre

In den 2010er Jahren entstanden viele trashige Mockbuster, diverse Fortsetzungen großer Reihen und Remakes klassischer Zombiefilme aber auch TV-Serien mit Zombies wurden sehr populär. Hier seien Kingdom, The Walking Dead und Z Nation erwähnt, die quasi die Speerspitze des Genres stellen.

Mit Cabin in the Woods, Warm Bodies, The Dark, Maggie, Evil Dead (Remake/Reboot/Sequel des zeitlosen Klassikers von Sam Raimi), Train to Busan, Seoul Station und World War Z erschienen einige sehr gute sowie äußerst kreative Genrevertreter, die zwar das Genre nicht neu erfinden sich aber erfolgreich dem Trash entgegenstellen.


Langsam näher wir uns dem Ende des Beitrags. Der Zombiefilm gehört zu den interessantesten Subgenres des Horrorfilms und dieser Beitrag soll quasi als grober Überblick für dieses gigantische Subgenre dienen. Es gibt noch so viel mehr Werke, die man beleuchten kann, die eine Erwähnung verdienen oder schlichtweg Kultstatus erreicht haben, aber dies würde den begrenzten Rahmen eines solchen Beitrags sprengen. Trotz vieler mittelmäßiger bis mieser Filme kann man gerade dieser Gattung des Horrorfilms eine eigene, faszinierende Ästhetik nicht absprechen, da man in kaum einem anderen Subgenre des Horrorfilms so sehr mit der Art sowie mit dem Aussehen der Bedrohung spielen kann.

Ich hoffe, dieser Beitrag war, interessant für euch und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Gibt es ein Horrorgenre in Videospielen? | Gedankenspiel [Masters of Horror #1]

Herzlich willkommen zum ersten Beitrag des Masters of Horror Halloween Special auf meinem Blog. Im Zuge dieses Specials will ich den Fokus im Oktober stärker auf Beiträge legen, die sich mit dem Horrorgenre und dessen zahlreichen Ausrichtungen beschäftigen.

Am Anfang will ich gleich eine Frage in den Raum werfen, die mit ziemlicher Sicherheit für Kontroversen sorgen kann.

Sowohl im Film als auch in der Literatur gibt es bestimmte Stilmittel und Eigenschaften, die das Horrorgenre klar abgrenzen. Sei es nun auf akustischer, optischer oder schriftlicher Ebene.

Bei den Videospielen sieht die Sache etwas anders aus, da wir des hier mit einem interaktiven Medium zu tun haben. Es gibt aber keine wirklich klar definierten Spielmechaniken, die für ein Horrorgenre sprechen, da selbst das bekannte Ressourcenmanagement in anderen Genres zum tragen. Das Horrorgenre soll grundlegend Horror, also eine gesteigerte Form der Angst, beim Zuseher hervorrufen aber dies wirkt sich auf jeden anders wie beim Horror/Gruselfilm.

Gibt es also ein Horrorgenre in Videospielen? JA gibt es, aber die Kunst dieser Form des Genres liegt in der Kombination der Eigenschaften des Horrorfilms beziehungsweise der Schauerliteratur mit Spielmechaniken aus anderen Genres. Ob das Spiel dann Angst verursacht oder nicht liegt in erster beim Team des Entwicklers und dessen Fähigkeit den Horror in Videospielform zu bannen. Ein paar gute Beispiele für „aktiven“ Horror, sprich der Spieler interagiert mit der Spielwelt, kämpft gegen Monster und muss mit seinen Ressourcen haushalten, sind Resident Evil (Action-Adventure mit Rätseln), Silent Hill (Action-Adventure mit Rätseln), Dead Space (Third-Person-Shooter), Castlevania (Plattformer) und Alien Isolation (Stealth-Adventure).

Es gibt, aber auch passive Horrorspiele bei denen der Spieler aus der Ego-Perspektive die Spielwelt erkunden aber selten Interaktionen durchführen muss oder gar Kämpfe bestreitet beziehungsweise mit Ressourcen sparsam umgehen muss. In diese Sparte fallen auch die horrorlastigen Walking Simulatoren. Gute Beispiele wären Layers of Fear, The Park und Slender the eight pages. Einen besonderen Fall nehmen VR Spiele in diesem Genre ein, da die dortige Immersion am intensivsten für den Spieler ist. Schließlich ist man mitten im Geschehen. Aus persönlicher Erfahrung kann ich hier das Paranormal Activity Spiel empfehlen, dass mich ziemlich fertig gemacht hat.

Außerdem gibt es dann noch das Genre des interaktiven Films mit Until Dawn und Man of Medan aber diese Spiele wird nochmal eigens im Detail besprochen werden!

Man merkt also, ja es gibt ein Horrorgenre in Videospielen, besonders die Kategorie Survival-Horror, sprich die Kombination eines Adventures mit Ressourcenmanagement und einem gruseligen Setting, mit den wohl populärsten sowie wichtigsten Spielen dieser Gattung ist unentbehrlich für diese Entwicklung des Genres. Es somit die Kunst die klassischen Horrorelemente zu nehmen und sie harmonisch mit einem vorgefertigten Spielprinzip zu kombinieren. Dies kann mitunter für etwas Monotonie sorgen, aber dieses Problem kennt auch der Horrorfilm gut genug!

Was ist eure Meinung zu diesem Thema? Gibt es ein Horrorgenre? Was macht ein gutes Horrorspiel für euch aus? Legt ihr mehr Wert auf die Handlung/Inszenierung oder das Gameplay oder seid ihr so wie ich ein Fan des gesunden Mittelwegs? Lasst es mich gern wissen!

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Lloronas Fluch | Review

Titel: Lloronas Fluch
Originaltitel: The Curse of La Llorona
Regie: Michael Chaves
Laufzeit: 94 Minuten
Genre: Horror
Erscheinungsjahr: 2019

Lloronas Fluch hat eine interessante kleine Hintergrundgeschichte. Ursprünglich als völlig regulärer Mainstream Horrorfilm angekündigt entpuppt sich das Machwerk nach dem Release als Teil des Conjuring Franchise heraus und stellt den sechsten von bisher sieben erschienen Filmen dar.


Kernfakten zum Film

Titel: Lloronas Fluch

Originaltitel: The Curse of La Llorona

Regie: Michael Chaves

Laufzeit: 94 Minuten

Genre: Horror

Erscheinungsjahr: 2019


Weitere Conjuring Beiträge:


Der Film startet im Jahr 1673. Eine Frau namens Llorona ertränkt ihre beiden Söhne in einem Fluss, um ihren untreuen Ehemann zu bestrafen und um ihn dessen teuersten Besitz zu nehmen. Als sie erkennt, was sie getan hat, begeht sie Selbstmord und ihr Geist irrt daraufhin umher, um „Ersatz“ für ihre Kinder zu finden …

300 Jahre später im Jahr 1973 wird die Familienbetreuerin Anna Tate-Garcia zu Patricia Alvarez geschickt, da deren Kinder nicht zur Schule gegangen sind. Patricia ist davon überzeugt ein Weinen zu hören und das sowohl sie als auch ihre Kinder von Llorona heimgesucht werden. Da das Einsperren von Kindern in einem Regelfall selten gut aufgenommen wird werden Patricias Söhne in eine christliche Einrichtung gebracht. In der Nacht werden die beiden Kinder von Llorona heimgesucht und ertränkt.

Durch einen dummen Zufall entdeckt Anna’s Sohn Chris unweit des Todesortes der beiden Kinder die weinende Llorona und wird von ihr berührt, was in einer Art Brandmal mündet. Nachdem auch Anna und Sam (die Tochter von Anna) den weinenden Geist gesehen haben werden die drei von Llorona heimgesucht …


Böse Zungen können behauptet, dass Lloronas Fluch ein generischer Verteter des Conjuring Universums ist und das stimmt auch, bis zu einem bestimmten Grad ABER der Film besticht durch ein erfrischendes Setting sowie eine äußerst solide Inszenierung. Die Nutzung einer mexikanischen Legende halte ich für eine sehr gute und erfrischende Idee, um mit den üblichen Thematiken zu brechen.

Leider nutzt der Film seine Vorlage nur in der ersten Hälfte wirklich gut und verfällt in der zweiten Hälfte den gern genutzten Horrorfilmmechanismen, sprich dem Einbauen zahlreicher Jump Scares und gruseliger Gesichter. Dies ist eigentlich auch kein großes Problem aber so leiden die Handlung sowie die Atmosphäre unter dem Gewicht der lauten Schreckmomente.

Für ein Regiesebüt macht Lloronas Fluch trotzdem vieles richtig und wird über weite Strecken sehr gut inszeniert. Hier verdient auch der Cast Lob, der sich glaubwürdig verhält und besonders Linda Cardellini glaubt man die Rolle der besorgten Mutter. Schön ist auch die Verknüpfung zum restlichen Franchise, die nicht gezwungen wirkt, sondern eher als angenehme Überraschung des Weges kommt.


Zusammengefasst ist Lloronas Fluch ein ebenso solider wie generischer Horrorfilm, der als Ableger des Conjuring Franchise funktioniert, aber auch gleichzeitig genug Eigenständigkeit mitbringt, um nicht sofort ins Abseits zu geraten. Trotz seiner kleineren Schnitzer in der zweiten Hälfte verdient der Film viel Lob für sein Setting und die verarbeitete Sage. Wer also einen soliden Horrorfilm für zwischendurch sucht, der sich traut vom regulären „Dämonenhorror“ wegzugehen findet in Lloronas Fluch neues Futter.

Ich vergebe für Lloronas Fluch die Wertung sehenswert- und bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Cujo (1983) Review [All hail to the King! #13]

Titel: Cujo
Originaltitel: Cujo
Regie: Lewis Teague
Laufzeit: 91 Minuten
Genre: Tierhorror
Erscheinungsjahr: 1983

Da melde ich mich kurz aus dem Urlaub mit einer weiteren Ausgabe des Stephing King Specials!

Ich mag ja Genrevertreter des Tierhorrors sehr gern, auch wenn diese Filme sehr oft Müll sind aber Cujo war ein wirklich interessanter Film!


Kernfakten zum Film:

Titel: Cujo

Originaltitel: Cujo

Regie: Lewis Teague

Laufzeit: 91 Minuten

Genre: Tierhorror

Erscheinungsjahr: 1983


Mehr zu Stephen King auf DerStigler

Filme:

IT Part 1

Der dunkle Turm

Thinner – Der Fluch

Friedhof der Kuscheltiere (2019)

Das Spiel

1922

Bücher:

Sie

Der Talisman

Das Bild

Sprengstoff

Menschenjagd

Todesmarsch


Die Handlung des Films setzt sich aus zwei überschneidenden Strängen zusammen.

Cujo ist ein friedlicher Bernhardiner, der während der Jagd auf ein Kaninchen durch eine Fledermaus mit Tollwut infiziert wird. Nach und nach wird aus dem liebenswürdigen Hund eine reißende, todbringende Bestie.

Strang zwei behandelt die Familien Camber und Trenton. Während Joe Cambers Frau im Lotto gewonnen hat, ihrem Mann eine Maschien für seine Werkstatt kauft, während sie einen Ausflug machen will. Die Familie Trenton befindet sich in einer Krise, als Vic Trenton von der Affäre seiner Frau erfährt. Als das Auto der Familie Trenton wieder Probleme bereitet fährt Donna mit ihrem Sohn Tad zu Chambers Werkstatt, findet diese aber leer vor. Cujo hat bereits seine ersten Opfer gefordert und nun müssen sich Donna sowie Tad dem kranken Hund stellen. Ein brutaler Überlebenskampf beginnt …


Cujo bietet sowohl eine interessante Geschichte als auch eine dichte, spannende Atmosphäre. Der Film setzt weniger auf groteske Gewalt oder einen möglichst hohen Bodycount, sondern auf den psychologischen Aspekt der Bedrohung durch Cujo. Gefangen in ihrem Auto bei brütender Hitze müssen Donna und ihr Tad sich der permanenten Bedrohung stellen und sich den regelmäßigen Angriffen Cujos erwehren. Dazu kommt der Faktor Zeit, wenn die Protagonistin nicht in die Offensive geht werden sowohl sie als auch ihr Sohn einen langsamen Hitzetod sterben.

Lobend erwähnen muss ich auch das Make-up der für den Film verwendeten Hunde. Die „Verwandlung“ Cujos vom liebenswerten Hund zur blutrünstigen Bestie wird optisch hervorragend umgesetzt und mit fortschreiten der Handlung verändert sich das Aussehen schleichend aber kontinuierlich.

Fun Fact: Der Film verfügt über eine hervorragende Nachbearbeitung, da die Geschichte an heißen Tagen spielt aber die Dreharbeiten unter starkem Regen litten.

Neben der Inszenierung und optischen Kniffen gefällt auch die Besetzung des Films, von der zwar niemand besonders heraussticht es aber auch keine Ausreißer nach unten gibt.


Alles in allem ist Cujo nicht nur eine äußerst unterhaltsame Stephen King Verfilmung, sondern auch ein sehr guter Tierhorrorfilm. Die größte Stärke ist die Nutzung psychologischen Horrors und dabei auf die üblichen Eigenschaften des Tierhorrorfilms zu verzichten. Wer sich für Verfilmungen des Altmeisters King begeistern kann oder generell Tierhorrorfilme mag, kann bedenkenlos reinschauen und sich für 93 Minuten unterhalten lassen.

Ich vergebe für Cujo die Wertung sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Aurora (Netflix Original) | Review | Die Netflixers – A Superbros Original #6

Titel: Aurora
Originaltitel: Aurora
Regie: Yam Laranas
Laufzeit: 98 Minuten
Genre: Horror, Thriller, Mystery
Erscheinungsjahr: 2018

Aufgrund einer relativ schweren Verletzung und Zeitmangel ist es mir momentan nicht möglich ins Kino zu gehen, um aktuelle Filme zu rezensieren. Dafür kann ich aber die Netflix Originals erkunden und für das Netflixer Format meinen Horizont erweitern. Heute geht es mir um den philippinischen Thriller Aurora von 2018, weil Filme aus Asien fast immer interessant sind!


Kernfakten zum Film

Titel: Aurora

Originaltitel: Aurora

Regie: Yam Laranas

Laufzeit: 98 Minuten

Genre: Horror, Thriller, Mystery

Erscheinungsjahr: 2018


Weitere Netflixer Beiträge

#1: Open House

#2: Sabrina

#3: The Highwaymen

#4: Errementari

#5: Die Wandernde Erde


Handlung: Ein Schiffsunglück und die Folgen

Die Hostelbesitzerin Leana lebt mit ihrer Schwester auf einer kleinen Insel ein friedliches Leben. Dies ändert sich jedoch als die Aurora, ein Schiff, in der Nähe ihrer Insel auf tragische weise Schiffbruch erleidet und viele Menschenleben fordert.

Ab da an kann Leana bedingt durch ihre Gabe die verstorbenen Passagiere des Schiffs sehen, was regelmäßig furchtbare Ereignisse auslöst. Leana muss bis an ihre Grenzen und darüber hinaus gehen, um ihre Schwester zu beschützen …


Ich erkenne die Bemühungen des Films eine ebenso gruselige, wie emotionale Geistergeschichte erzählen zu wollen. Leider schlägt dieses Vorhaben zum Teil fehl, was an der kaum vorhandenen Spannungskurve liegt. Die Handlung des Films entwickelt sich sehr interessant, aber leider fehlt der Geschichte der nötige Biss, um wirklich zu fesseln.

Das liegt auch am völlig verqueren Einsatz der Musik. Aurora hat einen tollen Soundtrack, der aber eher in ein Fantasy Epos passen würde als in einen Horror-Mystery-Thriller. Leider verlieren durch solch epische Klanguntermalungen die Geister ihre Unheimlichkeit, was schade ist, da die Inszenierung der Geisterscheinungen zu gefallen weiß und besonders der Twist am Ende dem Film schließlich ein bisschen Atmosphäre zuspricht.

Trotz allem ist dies aber nur ein schwacher Trost, da der Film viel von seinem Potenzial nicht nutzt.


Zusammengefasst ist Aurora ein kompletter Ausfall, sondern viel mehr ein Versuch das Horror-Thriller-Mystery alternativ anzupacken und eine Geistergeschichte ohne plumpe Jump Scares zu erzählen. Leider kommt die eigentlich interessante Geschichte, trotz guter Ansätze, ohne wirkliche Spannungskurve aus was mich zur Wertung bedingt sehenswert- bringt, da es definitiv bessere und spannendere Gruselfilme gibt!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Puls (2016) Review [All hail to the King! #12]

Titel: Puls
Originaltitel: Cell
Regie: Tod Williams
Laufzeit: 98 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Horror

Hallo Kinder!

Das Stephen King Special geht in die inzwischen dreizehnte Runde und bevor ich mich ein paar Serien, basierend auf King-Werken stürze, möchte ich mich einem äußerst interessanten Vertreter des Infiziertenfilms widmen. Pulse (OT: Cell) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King und kombiniert die Genres Horror, Science-Fiction und bis zu einem gewissen grad Infiziertenfilm wobei ein Techno-Virus weit außerhalb der Norm ist.


Kernfkaten des Grauens

Titel: Puls

Originaltitel: Cell

Regie: Tod Williams

Laufzeit: 98 Minuten

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Horror


Link zur Übersichtseite des Specials:


Handlung: Der Wahnsinn aus dem Smartphone

Clayton „Clay“ Ridell ist ein desillusionierter Künstler, der vor einem Jahr seine Familie verlassen hat, in der Hoffnung eine Graphic Novel zu veröffentlichen. Am Flughafen von Boston hofft er einen Flug zu bekommen, um wieder mit seiner Familie zusammenzukommen. Nachdem der Akku seines Smartphones den Dienst verweigert und er ein Münztelefon benutzt wird plötzlich ein seltsames Signal (später der Puls genannt) weltweit über mobile Netzwerke gesendet. Jeder der ein Smartphone benutzt verwandelt sich in eine rasende, gemeingefährliche Bestie und verliert den Verstand.

Mit knapper Not kann sich Clay vom Flughafen retten und schließt sich mit dem Zugführer und Vietnamveteran Tom zusammen. Später schließen sich Alice und Jordan der Gruppe an. Neben dem Überlebensziel im Kampf gegen die „Phoner“ möchte Clay nach New England reisen, um seine Familie zu finden. Dabei erfährt die Gruppe vom mysteriösen König des Internets (Raggedy Man) …


Die Thematik von Pulse ist im Kern sehr spannend und auf dem Papier, klingt das wirklich großartig, aber leider ist der Film so generisch wie nur irgendmöglich und kommt als beinah plumper Zombie/Infiziertenfilm mit Science-Fiction Elementen des Weges.

Der Einstieg des Films ist sehr gelungen und geht recht schnell in das Chaos und den Horror der „Phoner Krise“ über, allerdings flacht die Spannungskurve bis zu Mitte des Films wieder etwas ab. Mir gefällt die Idee, dass sich die Phoner entwickeln können und die Situation für die Gruppe immer gefährlicher wird, aber der Film schafft es nur bedingt eine emotionale Bindung zwischen den Figuren und dem Zuseher aufzubauen. Im krassen Gegensatz zu den eigentlich interessanten Figuren der King-Werke haben wir hier eine recht platte Truppe, trotz einer starken Besetzung mit Namen wie Samuel L. Jackson und John Cusack.


Am Ende des Tages ist Puls ein mittelmäßiger Film und eine mittelmäßige Stephen King Verfilmung, die sich aus dem Einheitsbrei des Genres nur durch die Prämisse mit den Smartphones hervorhebt. Ich schätze selbst Genrefrans werden ihre Probleme haben den Film vollständig zu genießen. Wenn man allerdings das Hirn ausschaltet und sich einfach nur berieseln lässt wird ein man paar gute Szenen bekommen und eine trotz aller Schwächen interessante Aufarbeitung des Infiziertenfilms.

Ich vergebe für Puls die Wertung bedingt sehenswert!

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Heilstätten oder der göttliche Crinch | Review

Titel: Heilstätten
Originaltitel: Heilstätten
Regie: Michael David Pate
Laufzeit: 89 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Horror

Wow … okay ich mag ja trashige Horrorfilme, aber selbst für mich gibt es Grenzen. Ich wusste bereits im Vorfeld, dass Heilstätten kein guter Film ist, aber ich hatte ziemlich eine ähnliche unterhaltsame Gurke wie den trashigen Grave Encounters Film erwartet. Fehlanzeige, dieser Film unterbietet sogar Grave Encounters und seinen grausigen Nachfolger …


Kernfkaten des Grauens

Titel: Heilstätten

Originaltitel: Heilstätten

Regie: Michael David Pate

Laufzeit: 89 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Horror


Die Handlung ist schnell erklärt. Eine Gruppe Youtuber möchte die ultimative Challenge bestreiten und eine Nacht in den Beelitz-Heilstätten verbringen. Dort wurden, während der NS-Zeit grause Verbrechen begangen und seither gilt das Gelände als verflucht.

Als die Nacht anbricht beginnt der Horror für die jugendlichen Internetstars …


Die Prämisse von Heilstätten ist eigentlich ganz interessant und passt perfekt in die Kategorie der „Verlassenen Krankenhaus/Nervenheilanstalt“ Horrorfilme aber leider hebt sich Heilstätten nicht aus der breiten Masse heraus und ist fast 1:1 der gleiche Film wie Grave Encounters, nur mit dem Unterschied, dass die offenkundige Vorlage ein paar bessere Jump Scares zu bieten hatte.

Loben muss ich die Leistung der Schauspieler, die durchaus glaubhaft reagieren, trotz oder vielleicht wegen der Tatsache, dass ein Großteil der Dialoge improvisiert sind. Dazu kommen einige tolle Aufnahmen des Schauplatzes, was der Atmosphäre durchaus guttut, aber leider nicht dazu beiträgt eine dichte oder gar spannende Atmosphäre aufzubauen. Ich erkenne durchaus die Mühen einen gruseligen Horrorfilm zu erschaffen aber leider ohne wirkliches Merkmal, um aus dem Einheitsbrei herauszustechen oder einem Händchen für eine Atmosphäre, die nicht nur durch ein Jump Scare Feuerwerk zerstört wird.


Zusammengefasst ist Heilstätten ein total generischer Horrorfilm, der sich nicht aus dem Einheitsbrei durch irgendwas hervorhebt und dank der nicht vorhandenen Spannung teil des Bodensatzes ist. Ein paar nette Details müssen erwähnt werden aber alles in allem sehe ich keinen Grund diesen Film wirklich zu empfehlen.

Daher vergebe ich für Heilstätten die Wertung bedingt sehenswert –, da der Film in die gleiche Kerbe schlägt wie alle anderen „Asylum“-Horrorfilme aber ohne besonderen Merkmal.

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The Void oder wow, das ist ganz schön eklig!| Review

Titel: The Void

Originaltitel: The Void

Regie: Steven Kostanski & Jeremy Gillespie

Laufzeit: 90 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Horror

Ich mag ja Horrorfilme sehr gern und neben Tierhorrorfilmen sind Genrevertreter mit paranormalen Elementen eine meiner Liebschaften!

The Void steht seit längeren auf meiner Liste, weil mich der Film auf den ersten Blick an Hellraiser mit Lovecraft Einschlägen erinnert. Auf den zweiten Blick hat sich daran nicht viel geändert, aber trotzdem ist der Film äußerst unterhaltsam!


Kernfakten zum Film

Titel: The Void

Originaltitel: The Void

Regie: Steven Kostanski & Jeremy Gillespie

Laufzeit: 90 Minuten

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Horror


Handlung: Ein Krankenhaus in die Hölle

James flieht aus einem Farmhaus in die Wälder vor zwei Männern, die gerade seine offensichtliche Freundin ermordet haben. Deputy Daniel Carter findet den verletzen James und bringt ihn ins nächstgelegene Krankenhaus. Dort befinden sich Dr. Powell, die Schwestern Beverly, Allison und Kim sowie die Patienten Cliff, Maggie und ihr Großvater Ben. Als Beverly plötzlich durchdreht, sich selbst teilweise häutet und Cliff ermordet eskaliert die Situation. Mysteriöse Kultanhänger umstellen das Krankenhaus und groteske Monster attackieren die Menschen. Die Hölle bricht über die Gruppe herein …. aber scheinbar ist dies schlimmer.

Meine Meinung zum Film

Okay trotz der zeitweiligen Problematik mit der Übersicht, da immer wieder zu viel passiert, macht The Void einiges richtig. So ist die Atmosphäre des Films sehr dicht. Groteske Gewalt wechselt sich regelmäßig mit unheimlich Lovecraft-artigen Szenen ab, die eine mysteriöse Note im Film etablieren. Leider wird zum Schluss hin einiges aufgelöst aber gewisse Details bleiben auch nach dem grotesk-ausufernden Finale im dunklen.

Eine Lanze muss ich für die plastischen Effekte brechen, die zwischen ekelerregend und morbid-faszinierend liegen. Besonders im finalen Akt haben sich die Macher einiges einfallen lassen, um dem Zuschauer möglichst abstrakte Monster zu bieten. Die Kreaturen würden übrigens auch in einem Silent Hill ideal Platz finden.

Der Cast ist solide. Nicht herausragend aber man glaubt den Schauspielern das Entsetzen, welches ihnen oft ins Gesicht geschrieben steht.

Fazit

Am Ende des Tages ist The Void ein äußerst solider Horrorfilm, der das Genre zwar nicht neu erfindet aber mit gelungenen Effekten und einer grandiosen Atmosphäre unterhält. The Void mag kein Pflichtfilm ist aber für Genrefans definitiv einen Blick wert. Damit verdient sich der Film das Prädikat sehenswert!

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Monstrum (2018) | Review

Titel: Mostrum
Originaltitel: Mulgoe
Regie: Hee Jong-ho
Laufzeit: 105 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Fantasy-Horror

Südkoreanische Filmemacher verfolgen scheinbar den Trend unterschiedlichste Genre miteinander kombinieren zu wollen. Sei es nun ein Monsterfilm mit Familiendrama wie The Host oder die gesellschaftskritisch-dramatische Zombie-Apokalypse der Duologie Seoul Station und Train to Bussan.

Monstrum schlägt in eine ähnliche Kerbe wie die von mir geliebte Serie Kingdom und kombiniert mittelalterliche Intrigen mit Horrorelementen, erreicht aber nicht die Qualität der Serie aber lasst mich ins Detail gehen …


Kernfakten zum Film

Titel: Mostrum

Originaltitel: Mulgoe

Regie: Hee Jong-ho

Laufzeit: 105 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Fantasy-Horror


Handlung: Es war einmal im Kaiserreich Korea

Dreizehn Jahre vor Beginn der Filmhandlung wütet die Pest in einem Dorf und der König lässt alle Bewohner töten. Der Soldat Yun-kyum möchte einem Mädchen das Leben retten, fällt dabei in Ungnade und zieht mit seinem jüngeren Bruder das Mädchen im Exil auf.

Wir schreiben das Jahr 1527 n. Chr. im Kaisereich Korea während der Joseon-Dynastie. Im Volk geht das Gerücht um, dass ein Monster, genannt Monstrum, sein unwesen, Menschen tötet und die Pest verbreitet. König Jungjong vermutet hinter Monstrum eine Intrige von Minister Sim Woon. Er entsendet den Soldaten Hur um Yun-kyum zurückzubringen, da er seinen besten Mann benötigt, um Fall zu lösen. Yun-kyum, sein Bruder Sung-han, deren Mündel Myung und der Soldat Hur begeben sich auf die Quest das Mysterium, um Monstrum zu klären und werden dabei in die Intrigen des königlichen Hofes gezogen …

Meine Meinung zum Film

Zuerst muss ich das Setting des Films loben. Korea zur Zeit der Joseon-Dynastie wirkt immer noch sehr erfrischend und ich halte es für eine sehr gute Idee, wenn Korea etwas mehr von Kultur und Geschichte im Medium Film präsentieren will, da allein die Kostüme wirklich klasse sind. Auch gefällt die hervorragende Leistung der Schauspieler, die durch eine wertige deutsche Vertonung unterstrichen wird.

Allerdings krankt der Film bei den Themen Spannung & Tempo, obwohl die grundlegende Prämisse äußerst interessant ist. Leider schafft es der Film nur selten eine kontinuierliche Spannungskurve zu erzeugen, da die Mischung aus Horror-Fantasy und Mittelalter-Thriller über die relativ kurze Laufzeit etwas zu überladen wirkt. Dadurch bremst sich der Film etwas zu stark aus.

Fazit

Alles in allem ist Monstrum ein solider Fantasy-Horror-Thriller mit starker Besetzung, interessantem Szenario und einer wertigen deutschen Lokalisierung. Leider mangelt es dem Film zu sehr an Spannung, um bis zum Ende hin zu unterhalten. Hier wäre eher ein Fokus auf das Monster an sich unterhaltsamer gewesen!

Ich vergebe für Monstrum die Wertung bedingt sehenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!