Resident Evil 4 | Review 

Resident Evil 4, die goldene Kuh von Capcom, der Liebling der Fans und ein Spiel über das ich schon sehr lange schreiben möchte. Da ich euch nun schon länger mit Resident Evil verschont habe, wird es Zeit dieses Thema aus der Urne zu kratzen!


Resident Evil 4 ist ein actionlastiges Horrorspiel, welches für zahlreiche Konsolen erschienen ist. Das Spiel wurde für so viele Systeme veröffentlicht, dass ich um eine Liste nicht herumkomme:

  • 2005: Gamecube & Playstation 2
  • 2007: Windows, Wii
  • 2008: Mobiltelefone
  • 2011: Xbox 360, Playstation 3
  • 2014: PC (schon wieder)
  • 2015: Wii U
  • 2016: PS4, Xbox One

Wenn man diese Liste so betrachtet wäre aber noch mehr gegangen. Immerhin gibt es noch die PSP, die PS Vita, den Nintendo 3DS bzw. New 3DS und die Nintendo Switch.


Wie in jedem Resident Evil gibt es auch im vierten Teil eine Handlung. Leon S. Kennedy, der wissenschaftlich erwiesene coolste Held des gesamten Franchise, arbeitet nach dem Racoon City Vorfall (Resident Evil 2) für die US-Regierung. Er wird nach Spanien geschickt, um die Tochter des Präsidenten aus den Klauen der religiösen Sekte „Los Illuminados“ zu befreien. Wie man sich denken kann, ist die Mission bei weitem schwerer als sie klingt, da mit dem Las Plagas Parasiten eine völlig neue Bedrohung auf Leon zu kommt.


Wie bereits erwähnt, setzt Resident Evil 4 mehr auf Action als seine Vorgänger. Als Grundgerüst dient das Genre der Third-Person-Shooter. Man verfolgt Leon mit einer festen Schulterkamera und muss sich regelmäßige gegen einzelne Gegner oder gleich größere Gegnergruppen erwehren.
Dabei sei zu erwähnen, dass jeder Gegnertyp ein eigenes Bewegungs- & Angriffsmuster hat. Somit bewehrt sich die alte Taktik mit dem Kopfschuss nicht mehr. Im Gegenzug steht Leon ein sehr großes Waffenarsenal zur Verfügung. Einige findet Leon unterwegs, aber die meisten muss man beim Händler kaufen. Achja der Händler, eine Kultfigur obwohl er nichts relevantes macht außer Leon mit Waffen, Waffenupgrades, Inventarfeldern & Heilgegenständen zu versorgen. Weiters kauft er die Schätze, die man im Spielverlauf findet, auf.
Neben all der Action gibt es auch ein paar Rätsel zu lösen, wobei dieses Spielelement stark in den Hintergrund gerückt ist. Was aber Gott sei Dank fallen gelassen wurde, ist die Suche nach Schlüsseln mit Symbolen für die passende Türe.
Man merkt bei Resident Evil 4 bereits den Weg in eine neue Richtung, wobei die Gruselatmosphäre immer noch vorhanden ist und gewisse Gegner einfach unheimlich sind wie die Regeneratoren. Dazu kommt ein Wechsel von Tag & Nacht, vom Spiel vorgegeben, wodurch sich die Geschichte wie langer Albtraum anfühlt, der nicht in ein paar Stunden vorbei ist.
Es lässt sich jedoch nicht verbergen, dass die Steuerung von Leon etwas Staub angesetzt hat. Die Wurzeln in der alten Tanksteuerung sind spürbar und gerade das Umdrehen ist bei Weitem weniger geschmeidig als in Resident Evil 5 oder 6.


Optisch hat mir die Version für den Gamecube immer am besten gefallen. Dort waren zum einen die Farben etwas kräftiger und zum anderen war der Gamecube seiner Zeit der Konkurrenz überlegen, was die Technik angeht. Ergo war der Detailgrad etwas höher als auf der PS2.
Wobei sich bei den verschiedenen Ports kaum etwas verändert als bei die Auflösung. Trotz des Alters von 12 Jahren kann man Resident Evil 4 immer noch ansehen, ohne blutende Augen zu bekommen. Gut gealtert sind die Charaktermodelle, während die Umgebungen etwas Staub angesetzt haben und an einigen Stellen eher altbacken wirken als zeitlos.


Alles in allem ist Resident Evil 4 ein in Würde gealtertes Spiel und macht auch nach heutigen Maßstäben vieles richtig in den Bereichen Dramaturgie/Inszenierung (Stichwort Bosskämpfe), Abwechslung (verschiedene Gebiete zum erkunden) und Motivation für den Spieler (Beispiel: Schätze zum sammeln).

Leider markiert Resident Evil 4 auch den Punkt, an dem die Serie zu straucheln beginnt. Die Wurzeln sind zwar noch klar erkennbar, jedoch wrd sich bis Teil 6 viel verändern aber davon ein anderes mal!
Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Hier geht es zu weiteren Beiträgen zum Thema Resident Evil:

 

The Darkness 2 (Singleplayer) | Review [PS3]

The Darkness II ist ein Ego-Shooter von Digital Extremes (Bioshock & Unreal Tournament), der 2012 für PS3, Xbox 360 & PC erschienen ist. Das Spiel basiert auf den gleichnamigen Comics von Garth Ennis, die beim Image Verlag erschienen sind.


Jackie Estacado, der Träger der Finsternis (manifestierte Dunkelheit), ist in den zwei Jahren nach den Ereignissen des ersten Teils zum Don der Franchetti Familie aufgestiegen. Eine mysteriöse Gruppierung, genannt die Bruderschaft, unter der Führung eines Mannes namens Victor, macht Jagd auf Jackie & die Finsternis.
Dabei schreckt die Bruderschaft auch nicht davor seine Verwandten zu töten und das Hauptquartier seiner Familie zu attackieren. Jackie schwört grausame Rache, entfesselt seine Macht und macht Jagd auf die Bruderschaft.
Aufgelockert wird das Gemetzel durch ruhige Szenen in einer Irrenanstalt, in Jackies Geist führt er Dialoge mit den Mitstreitern unseres Anti-Helden.

 


The Darkness II ist ein klassischer Ego-Shooter. Das bedeutet, man hat ein überschaubares Arsenal an Schusswaffen zur Verfügung um die zahlreichen Feinde in ein frühes Grab zu schicken. Aufgewertet wird das Gameplay durch die Fähigkeiten der Finsternis. So kann man die eigene Feuerkraft verstärken, einen Schwarm bissiger Insekten beschwören oder brutale Hinrichtungen mit den Tentakeln der Finsternis ausführen. Für jeden Kill und für jedes gesammelte Relikt (Artefakte mit coolen Hintergrundgeschichten) erhält man Erfahrungspunkte. Diese kann man im Skillbaum ausgeben, um neue Fertigkeiten zu lernen beziehungsweise zu verbessern.


Das Spiel nutzt eine Comicoptik, genannt cel shading, die ich sehr mag, aber auch furchtbar altert. The Darkness 2 ist nicht hässlich, im Vergleich zum Vorgänger sieht es immer noch sehr gut aus, aber im Laufe der Jahre hat sich dennoch Staub angesammelt.
Ein Vorteil der Comicgrafik ist die detailliertere Darstellung von Gewalt, was in Bezug auf die Comicvorlage ein benötigtes Stilmittel ist.

 


Zusammengefasst, ist The Darkness 2 ein kurzweiliger aber solider Shooter mit einer simplen Geschichte, einem gelungenen Gameplay, einer leicht angestaubten Grafik & guter deutscher Vertonung. Auch wenn mein Fazit nicht so übermäßig positiv klingt, hatte ich mit The Darkness 2 sehr viel Spaß und würde es jederzeit weiterempfehlen, wenn mal jemand einen kurzweiligen Shooter sucht.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag

White Day: a Labyrinth named school| Review [PS4]

Zeit für Gruselwusel und einen Ausflug nach Süd-Korea. White Day: a Labyrinth named school erschien ursprünglich im Jahr 2001 und wurde 2015 als Remake für mobile Geräte (iOS & Android) erneut veröffentlicht. Im aktuellen Jahr, sprich 2017, wurde das Spiel für PS4 & Windows neu aufgelegt. Klingt fast, als ob Capcom das Spiel gemacht und recycelt hätte, wobei White Day manchmal an Resident Evil erinnert.


Süd Korea, im fernen Jahr 2001 (das ist wirklich schon lange aus..). Lee Hui-min, der Protagonist & spielbare Charakter, ist neu an der örtlichen Highschool. Um seinem Schwarm, Han So-young, eine White Day Überraschung (was der White Day ist wird am Ende der Review erklärt) zu machen, schleicht er sich Abends in die Schule. Kaum hat unser Held des Abends die Schule betreten, ist er in ihr gefangen und muss sich gegen paranormale Phänomene sowie sehr aggressive Hausmeister zur Wehr setzen. Unterstützung erhält er von einigen Mitschülern, die ebenfalls in der Schule eingeschlossen sind


White Day ist ein klassisches Survival-Horror Spiel. Das bedeutet, man sammelt Gegenstände, kombiniert diese um abwechslungsreiche Rätsel zu lösen und muss mit den raren Ressourcen sparen, um zu überleben. Außerdem kann man in der Spielwelt dutzende Dokumente finden. Diese liefern Informationen zur Spielwelt, ermöglichen den Spielfortschritt oder schalten Gegenstände frei. Ein beliebtes Motiv von Horrorspielen ist das Sammeln von Schlüsseln und in White Day darf man das auch ausgiebig tun. Ich halte es in diesem Spiel jedoch für sinnvoll, Schlüssel zu suchen. Immerhin erscheint es mir logisch, dass in einer Schule die Türen abgeschlossen werden in der Nacht



Optisch ist White Day etwas durchwachsen. Im Vergleich zum Original von 2001 (siehe Bild) sieht man einen gewaltigen Fortschritt aber man ist im Jahr 2017 einfach besseres gewohnt im Bereich Textur, Modells & Detailgrad. Wenn man jedoch vom Grafikhurenpferd absteigt, entdeckt man ein sehr atmosphärisches Spiel. Das Spiel von Licht & Schatten funktioniert wunderbar und erzeugt eine unheimliche Atmosphäre. Ein gutes Beispiel für die Atmosphäre findet sich im ersten Akt des Spiels. Man streift durch die dunklen Gänge der Schule, auf der Such nach einem Schlüssel, während der Hausmeister durch das Gebäude streift. Wird man entdeckt, bleibt entweder die Flucht oder das unrühmliche Ende durch den Baseballschläger.


Zusammengefasst ist White Day: a Labyrinth named School ein cleveres Horrorspiel mit interessanten Gameplaymechaniken, guten Rätseln & einer dichten Atmosphäre. Die Geschichte um eine von Geistern geplagte Schule sticht minimal aus dem Genre heraus und die Grafik wirkt sehr altbacken aber beides kann man verschmerzen. Das Spiel führt einen zurück in die Ära der klassischen Survival-Horror-Spiel und bildet eine Alternative zum westlichen Outlast Franchise.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!
Exkurs White Day:
Der White Day bezeichnet den 14en März in Korea & Japan. An diesem Tag revanchieren sich die Männer, die am Valentinstag (14er Februar) beschenkt wurden, ebenfalls mit Geschenken. Der Tag wurde 1977 durch einen Konditor ins Leben gerufen. Als Geschenk dient Schokolade, Süßwaren oder andere Kleinigkeiten.  Als Ergänzung gibt es noch den schwarzen Tag am 14en April. Wer am Valentinstag & White Day leer ausging isst an diesem Tag zum Trost Jajangmyeon, ein Nudelgericht. 

Little Nightmares | Review

Little Nightmares ist ein Plattformer mit Horrorelementen & Puzzleeinlagen aus dem Jahr 2017. Das Spiel erschien für PS4, Xbox One und Windows PC. Die Entwicklung übernahm das schwedische Studio Tarsier während Bandai Namco den Vertrieb & die Veröffentlichung übernahm.


Der Spieler schlüpft in die Rolle von Six, einem 30 Zentimeter großen Mädchen, dass nur einen gelben Regenmantel trägt.
Six ist im sogenannten Schlund gefangen. Der Schlund ist eine Art Gefängnis mitten in einem riesigen Ozean. Als unsere Heldin in den unteren Ebenen des Schlunds erwacht, beginnt sie den Aufstieg, um aus dieser Hölle zu entkommen.

 

Little Nightmares ist in fünf Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel spielt in einem eigenen Abschnitt. Six kann durch diese Level laufen, schleichen, klettern & springen. Dabei muss der Spieler mal mehr, mal weniger komplexe Rätsel lösen und dem grotesken Personal ausweichen. Eine Besonderheit an diesem Spiel is auch in den Hintergrund eintauchen zu können. Bei vielen anderen 2D Spielen ist das nicht der Fall.

 

Die Grafik ist hervorragend. Little Nightmares sieht fantastisch aus, nutzt sehr gut das Spiel mit Licht & Schatten und hat relativ abwechslungsreiche Level. Der Fokus der Farben liegt auf Kälte & Dunkelheit, was den Schlund als genau die Hölle darstellt, die er ist.
Oftmals bewegt man sich in völliger Dunkelheit oder in schummrigen Licht. Den einzigen Gegenstand den Six bei sich trägt, ist ein Feuerzeug um etwas Licht zu spenden.
Als ob das alles nicht schon gruselig genug wäre, setzt der Soundtrack dem ganzen die Krone auf. Die Misstöne klingen nicht gut und erzeugen ein Gefühl des Unwohlseins. Die Klanguntermalung erinnert mich etwas an Silent Hill.

 

Bei all dem Lob muss auch Platz für Kritik sein. Das Gameplay ist eine gelungene Mischung aus Geschick & Rätsel aber leider ist die Steuerung etwas unpräzise. So werden manche Sprünge & Griffe nicht richtig erkannt, was zu einem tödlichen Sturz führt. Auch ist balancieren auf Balken eine Qual, wenn man ohne ersichtlichen Grund abstürzt. An der Steuerung hätte noch etwas geschraubt werden müssen damit die Eingaben immer korrekt erkannt werden.
Am Ende ist Little Nightmares ein gelungener Plattformer mit einer großartigen Gruselatmosphäre, der nur in der Steuerung etwas unrund ist. Dennoch ist der Schlund ein empfehlenswertes Ausflugsziel für interessierte Gamer!

Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Weitere Beiträge zum Thema

Little Nightmares Review von Die Gaming Eule

 

 

Meine Meinung zu Outlast 1 & Whistleblower! | Gedankenspiel

Ein Franchise zu dem ich mich noch nicht geäußert habe ist Outlast. Das ist insofern interessant, weil ich den ersten Teil & das DLC bereits seit einigen Jahren kenne, aber immer Aussen vor gelassen habe, selbst in einem Horrorspiele Exkurs. Warum das so ist, weiß ich selber nicht genau, denn eigentlich mag ich diese beiden Spiele recht und sie erfüllen für mich alle Voraussetzungen, die ein gutes Horrorspiel braucht.
In kürze erscheint Outlast 2 oder es ist bereits erschienen, je nachdem wann dieser Beitrag veröffentlicht wird. Bevor ich auf das Spiel selbst eingehe noch ein paar obligatorische Fakten. Outlast wurde vom Studio Red Barrels und 2013 veröffentlich. Ein Jahr später erschien der DLC Whistleblower. Beide Titel sind First-Person-Survival-Horror Spiele.
In Outlast spielt man den Journalisten Miles Upshur der die seltsamen Vorkommnisse im Mount Massive Asylum untersucht. Dabei stößt er das Tor zur Hölle auf, in übertragenen Sinn. Überall sind Leichen. Entflohene Patienten treiben ihr Unwesen und schlachten jeden ab, der „normal“ ist.
Die Atmosphäre ist grandios und misst sich leicht mit Genreperlen wie Alien: Isolation, Silent Hill 1 & 2, White Night oder dem Resident Evil 1 Remake.
Der Spieler selbst hat keine Möglichkeit sich zu verteidigen. Man kann sich nur verstecken, umherschleichen & hoffen nicht entdeckt zu werden. Der einzige Gegenstand, den man bei sich trägt, ist eine Videokamera, durch die man das Geschehen sieht. Optional (okay zwingend) kann man eine Nachtsicht da zuschalten um im Dunklen zu sehen. Man sollte jedoch mit seiner Nachtsicht sparsam umgehen da diese Funktion die Leistung der Batterien, in der Kamera, frisst. Überall in der Spielwelt kann man Batterien finden, dennoch ist sparsam leben die Devise, um nicht im Dunklen zu tappen.

Seine dichte Atmosphäre erzeugt Outlast durch drei Faktoren:
– Der gezielte Einsatz von Jump-Scares und anschließender Flucht vor dem Feind da der Spieler keine Waffen zur Verteidigung oder zum Angriff hat.

– Das Spiel mit Licht & Schatten. In den dunklen Gängen des Asylums sieht man die Hand vor Augen nicht. Einzig die Nachtsicht hilft. Da man jedoch nie weiß was im Schatten lauert, stellt man sich die Frage, ob man die Nachtsicht wirklich nutzen will.

Outlast nutzt die Geräuschkulisse auf clevere Weise. Hintergrundgeräusche suggerieren dem Spieler das Gefühl, niemals alleine zu sein. Irgendwo ist immer Jemand oder doch nicht?
Durch diese Faktoren wird die Paranoia des Spielers intensiviert und zumindest mir ging es so, dass ich mich beim spielen auch im Zimmer umgesehen habe. So etwas schafften & schaffen bis heute nur ganz wenige Gruselspiele.
Alle Elemente die Outlast so gut macht werden auch im DLC Whistleblower verwendet. Bevor ich mich also wiederhole, fasse ich meine Meinung kurz zusammen. Outloast: Whistleblower erzählt eine andere Sichtweise der Geschichte um das Asylum, erweitert das Outlast-Universum jedoch sinnvoll.
Ich mag das Outlast-Franchise, auch wenn ich die Spiele erst für mich wiederentdeckt habe in Vorbereitung auf Outlast 2. Jetzt muss mich das neue Spiel von Red Barrels nur noch begeistern. Ein entsprechender Beitrag wird kommen.
Somit entlasse ich euch für heute. Wir lesen uns beim nächsten Mal!