Nerd.Ics liest … Bitch Planet 1 & 2 | Review

Titel: Bitch Planet 1: Extraordinary Machine / Bitch Planet 2: President Bitch
Autor: Kelly Sue Deconnick
Zeichner: Valentine De Landro
Seiten: 136 / 144
Verlag: Image Comics

Harter Stoff mit einer brutalen, aber sehr sehr wichtigen Message!


Harte Kernfakten

Titel: Bitch Planet 1: Extraordinary Machine / Bitch Planet 2: President Bitch
Autor: Kelly Sue Deconnick
Zeichner: Valentine De Landro
Seiten: 136 / 144
Verlag: Image Comics


Man stelle sich folgendes vor: Frauen werden verurteilt aufgrund ihres Aussehens, ihrer sexuellen Orientierung, ihres nicht konformen Verhaltens, oder weil sie ganz einfach nicht die klassische Hausfrau sein wollen. Ihr fragt euch jetzt, warum ich euch darum bitte, euch etwas vorzustellen, das größtenteils der Alltag in unserer Gesellschaft ist? Nun ja, in „Bitch Planet“ trifft das Wort „verurteilt“ im wahrsten Sinne des Wortes zu. „Bitch Planet“ spielt in einer alternativen Zukunft und dreht sich um ein Frauengefängnis auf einem anderen Planeten. Das Regime verfrachtet alle verurteilten Frauen in ein Transportshuttle, welches sie in ein Hochsicherheitsgefängnis im Weltall bringt.

(c) Image Comics

Genau hier steigt Band 1 ein. Man sieht, wie eine neue Gruppe von Häftlingen ankommt und sämtliche Aufnahmerituale durchläuft. Es wird sofort klar, dass Gewalt von Wachen gegenüber Insassinnen an der Tagesordnung steht und es wird im zweiten Band sogar mal die Aussage gemacht, nachdem eine Insassin gestorben ist, dass dies nichts Ungewöhnliches sei, da hier ja täglich Häftlinge sterben.

Kurz nach Ankunft wird ein Aufstand angezettelt, bei dem eine Insassin von Wachen getötet wird, der Mord jedoch einer der Protagonistinnen, Kamau Kogo, angehängt wird. Sie kommt in Einzelhaft und wird diversen Befragungen unterzogen.
Währenddessen sehen wir in einem weiteren Handlungsstrang, was auf der Erde passiert und wir erfahren ein bisschen was über das herrschende System und dass es eine Sportart gibt, welche dem American Football sehr ähnlich sein soll und welche weltweit verfolgt wird, jedoch nicht mehr die Einschaltquoten bringt, die sie eigentlich haben sollte.
Nun kommt die geniale Idee, es wird ein Team bestehend aus Insassinnen aus dem Gefängnis aufgestellt, eine Arena auf dem Planeten gebaut und das größte Sportevent aller Zeiten veranstaltet. Ob es dazu kommen wird und wie es mit den Protagonistinnen weitergeht, möchte ich hier nicht spoilern.

(c) Image Comics

Mein Fazit dazu ist, dass es definitiv kein Comic für schwache Nerven ist. Man bekommt sehr viel rohe Gewalt und Brutalität geliefert, welche, meiner Meinung nach, aber voll und ganz angebracht ist, da man diese Thematik und diese Message nicht anders rüberbringen kann. Message ist das richtige Stichwort, ein Comic der, überspitzt natürlich, ganz klar zeigt wie oberflächlich unsere Gesellschaft noch immer ist. Der Comic hält unserer Gesellschaft ganz klar den Spiegel vor die Nase und das mit einer erfrischenden brutalen Ehrlichkeit. George Orwell wäre vermutlich stolz auf so einen Comic.
Vielleicht noch eine kleine Anmerkung zu den Zeichnungen und der Aufmachung der beiden Paperbacks. Ich mag den Zeichenstil unheimlich gerne und vor allem fand ich auch genial, was so zwischen den Heften an „Werbung“ und andere Dinge eingestreut wurde.

Die Serie ist, meines Wissens, nach Band 2 eingestellt worden und nur in Englisch erschienen, jedoch sprachlich nicht die ganz große Hürde. Der Comic ist vermutlich nicht für jede Person geeignet, aber bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung, weil er bei mir einfach einen Nerv getroffen hat.


Vielen Dank an @nerd.ics für diesen tollen Beitrag! Schaut doch mal bei seinem Instagram vorbei!

Nerds mit Akzent Folge 3 ist da!

Es ist soweit; die dritte Nerds mit Akzent Folge ist da und wir schweifen mal wieder zu weit vom Thema ab!

Nerds mit Akzent Folge 3

Wir quatschen über Lesehighlights im März, durchblättern die Panini Vorschau 91 und geben eine Vorschau auf den kommenden Doomsday Clock Podcast!

Mehr zu Doosmday Clock – Watchmen findet ihr hier!

Comics sind mehr als nur Bilderbücher für Kinder – Ein Fazit! | Gedankenspiel

Heute endet das Comic Special auf meinem Blog und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, über all diese unterschiedlichen Comics sowie die Branche an sich zu schreiben.

Allerdings enden deswegen nicht die Comic Rezension. Viel mehr war dieses Special der Startschuss für etwas viel Größeres, weil das Medium Comic so vielfältig ist, werden auch viele weitere Rezensionen folgen. Besonders die Helden von DC und die von mir ausgewählten Marvel Comics werden in den kommenden Wochen behandelt werden aber auch Image sowie Vertigo werden nicht zu kurz kommen!

Wie zu Beginn des Specials angekündigt wird das Thema Manga in einem eigenen Special behandelt werden, welches voraussichtlich Anfang 2019 starten wird!

Ich hoffe ich konnte euch einen Einblick in das vielfältige Medium Comic zu geben und euch verstehen zu lassen, warum Comics mehr sind als Bilderbücher für Kinder. Ein großer Dank geht an Ainu89 und Tempest, die mich unterstützt haben und dieses Special so aktiv und interessant mitgestaltet haben!

Das wars soweit von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Der Comic Code – Selbstzensur einer Branche | Gedankenspiel

Wie bereits angekündigt wird es heute etwas historisch und eigentlich wollte ich über den Image Verlag und dessen Einfluss in den 90er Jahre schreiben aber interessanter ist der Comic Code, der von den 1950er Jahren bis 2011 bestand hatte.

Was ist also der Comic Code?

Der Comic Code ist eine Liste von Vorgaben, die von der Comics Magazin Association of America, im Rahmen der Selbstkontrolle erstellt wurde. Ergo stellt der Comic Code, kurz C.C., faktisch eine Selbstzensur der Comicindustrie dar.

Wie enstandt der Comic Code?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die Zeit um einige Jahrzehnte zurückdrehen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden immer mehr Comics für Erwachsene veröffentlicht die Gewalt, Sex oder Horror behandelten. Politiker, Elternverbände und Lehrer protestierten gegen Comics auf Kundgebungen gegen Comics und deren angeblich schädliche Einwirkung auf Kinder bzw. heranwachsende, die als einzige Zielgruppe für Comics angesehen wurden.

Berühmtheit erlangte in dieser Debatte der Psychiater Fredric Werthman, der einen direkten Zusammenhang zwischen jugendliche Straftätern und Comics sah, nachdem er eine solche Gruppe befragt hatte und stellte eine Beobachtung an. Da allerdings fast jeder Jugendliche in die Zielgruppe für Comics fällt und die Kriminalität in diesem Zeitraum sank, ist diese Beobachtung eher zweifelhaft zu sehen. Dieses Thema Wertham einige Zeit später in seinem kontroversen Besteller Seduction of the Innocent (Verführung der Unschuldigen) auf und brandmarkte Comicverleger als Verbündete des Teufels. Der Roman avancierte zum Besteller, polarisierte und wurde kontrovers diskutiert.

Infolge dieses Buchs und um die Schlussfolgerungen zu verifizieren wurde unter Senator Estes Kefauver das Subkomitee des amerikanischen Senats zur Untersuchung von Jugendkriminalität in den USA gegründet, das zwei seiner Anhörungen im Jahr 1954 live im Fernsehen übertragen ließ. Kefauver befragte Mitarbeiter von Comicverlagen, unter ihnen Bill Gaines, der mit seinen Geschichten aus der Gruft (Horror, Gewalt) Comics berühmt wurde. Gaines war zwar in der Lage auf alle Fragen des Senators zu antworten, brachte jedoch durch seine süffisante Art sich selbst und seine Branche ins Misskredit gegenüber dem Staat und dem Volk. Durch die Ausstrahlung dieser Befragung wurde erneut eine Protestwelle erzeugt, in deren Folge gewisse Comics aus dem Sortiment der Händler verschwanden und mancherorts Comics öffentlich verbrannt wurden. Der Schrei nach staatlicher Zensur wurde immer lauter.

Die Ära der Zensur und die Folgen der Anhörung

Vor der Veröffentlichung musste jeder Comic durch die CCA (Comic Code Authoroty) geprüft werden. Themen wie Sex, Gewalt, Drogen oder Flüche durften nicht mehr vorkommen. Nacktheit war ebenso verboten wie Terror/Horror als Teil der Namensgebung. Wenn ein Comic die Prüfung positiv abschloss erhielt das Werk ein Siegel und durfte verkauft werden. Fehlte dieses Kennzeichen einer positiven Prüfung, hatte der Comic kaum eine Chance in den Verkauf zu gelangen. In einigen Städten stand der Verkauf ungeprüfter Comics sogar unter Straft.

Die ideellen sowie wirtschaftlichen Folgen für die Comicindustrie waren verheerend. Durch die Restriktion waren Zeichner wie Autoren stark eingeschränkt, mussten auf die erwachsene Zielgruppe verzichten und sich auf ein jugendliches Publikum fixieren. Horror/Krimicomics waren somit (vorläufig) am Ende.

Auf wirtschaftlicher Ebene führte der Comic Code zum Konkurs zahlreicher Verlage und die Auflage von Comics sank rapide. Bill Gaines musste viele Reihen seines Verlags, u. a. Geschichten aus der Gruft, einstellen.

Licht am Horizont – Die Lockerung des Codes

Im Jahre 1971 schrieb Stan Lee für das US-Gesundheitsministeriums 3 Ausgaben von The Amazing Spider-Man (#96 – #98) um auf die Gefahren/Folgen von Drogenkonsum hinzuweisen. Da diese Ausgaben unmöglich das Prüfsiegel der CCA bekommen konnten, wurden die Hefte mit der Zustimmung des Gesundheitsministeriums ohne Prüfsiegel direkt von Marvel veröffentlicht. Somit mussten die Kriterien des Comic Code angepasst werden um weiterhin handlungsfähig sein zu können.

Mitte der 80er begannen Kleinverlage ihre Comics ohne Prüfung durch die CCA zu veröffentlichen, indem alle Comics im Selbstverlag erschienen und direkt an den Endkunden ausgeliefert wurden. Somit wurde die CCA geschickt umgegangen und weitere Anpassungen wurden am Comic Code vorgenommen. In dieser Zeit erschien bei DC die legendäre The Dark Knight Returns, die explizit für Erwachsene konzipiert war. Außerdem wurden neue Vertriebswege (Buchhandlungen, Direktvertrieb) erschlossen, was die Prüfung immer weiter obsolet machte.

Das Ende des Comic Codes

In den 90er Jahren nahm die Bedeutung des Comic Codes immer weiter ab, bedingt durch die Anpassungen und Lockerungen. Verlage wie Vertigo oder Epic Comics reichten ihre Comics nicht mehr zur Prüfung ein, wählten den Weg des Direktvertriebs und ignorierten sowohl die Voragen des Codes als auch die Prüfung. Bis zum Jahr 2011 verabschiedeten sich Marvel, DC, Archie und Bongo Comics vom Comic Code was dieses Kapitel der Comicgeschichte nach vielen Jahrzehnten schließlich beendete.

Obwohl der Comic Code sicherlich nicht gerade vorteilhaft für die Comicindustrie war ist es faszinierend, dass dieses Medium trotz massiver Zensur nicht totzukriegen ist und unsere geliebten Helden bis heute bestehen konnten. Trotz der kindlichen Ausrichtung in den 50er bis 70er wurde der Ton in den 80er/90er Jahren wieder düsterer und die Helden mussten/müssen sich wirklichen bedrohungen stellen.

Somit endet mein Exkurs über dieses spannende Kapitel der Comicgeschichte und ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wytches (Comic) | Review

Titel: Wytches
Autor: Scott Snyder
Zeichner: Jock
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 144
Erschienen: 7. Juli 2015

2018 ist eindeutig mein Jahr um ein Fan von Scott Snyder zu werden. Nach den gelungenen Dark Nights: Metal Comics und Justice League: No Justice liegt All-Star Batman auf meinem Lesestapel. Im Zuge meines (unseres) Comic Specials habe ich nach Horror Graphic Novels gesucht. Auch hier hat Mr. Snyder ausgeholfen.

Kernfakten zum Comic

Titel: Wytches
Autor: Scott Snyder
Zeichner: Jock
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 144
Erschienen: 7. Juli 2015

Kram von Scott Snyder:


Handlung: Zwischen Horror und Familiendrama

Sailor Rooks, die Tochter der Familie Rooks hat es wirklich nicht leicht. An ihrer alten Schule wurde sie grundlos, aber gnadenlos, gemobbt. Nachdem die Peinigerin von Sailor spurlos verschwunden ist, zieht die Familie Rooks in einen neuen Ort, Litchfield New Hampshire, um von vorn anzufangen.

Doch in den Wäldern um das beschauliche Örtchen Litchfield lauert etwas Unheimliches und unsagbar böses, dass nur darauf wartet das zerbrechliche Familienidyll zu zerstören und die Krallen nach Sailor auszustrecken. Für die Familie Rooks beginnt eine psychische wie physische Reise durch die Hölle, denn die Hexen sind hungrig …

Meine Meinung zum Comic

Wytches erfindet das Horrorgenre nicht neu erzählt aber eine spannende Geschichte und wirft ein anderen Licht auf die Thematik Hexen, besonders auf die Darstellung der Kreaturen. Ergänzend zum Horror mit den Wald- und Höhlenbewohnern kommt eine große Portion persönlicher Dramen, familiärer Probleme sowie Surrealismus um die Handlung abzurunden.

Etwas Kritik muss ich an der Erzählstruktur anbringen, da die Handlung manchmal etwas zu hektisch erzählt wird und so manche Aktion der Protagonisten überstürzt wirkt.

Ein Lob verdient allerdings die Arbeit des Zeichners Jock, die perfekt zur düsteren Handlung passt und allgemein die Atmosphäre gelungen widerspiegelt. Dazu die Darstellung der Hexen wirkt grotesk und abnormal während die Emotionen der menschlichen Figuren glaubhaft dargestellt werden. Außerdem wird viel mit Farben sowie Schatten gespielt, um alles fremdartig wirken zu lassen und den Surrealismus zu steigern.


Fazit

Alles in allem ist Wytches eine solide Horror Graphic Novel, die in erster Linie von ihrem Zeichenstil und dem von Anfang an implementieren Horror lebt. Autor Scott Snyder hat ein Händchen für Geschichten mit unheimlichen Elementen und schlägt gern in dezent psychedelischen Horror um, der die ProtagonistInnen an den Rand der Belastbarkeit treibt. Zeichner Jock setzt die Geschichte von Snyder in einprägsame Bilder um, die die düstere Geschichte nochmal deutlich hervorheben.

Wer eine kleine Horrorserie für zwischendurch sucht kann bei Wytches gern zugreifen!
Ich vergebe die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag.

Chew Vol. 1: Taster‘s Choice | Review

Titel: Chew Vol. 1: Taster’s Choice
Autor: John Layman
Zeichner: Rob Guillory
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 128 
Erschienen: 8. Dezember 2009

Herzlich willkommen zu einer weiteren Comic Review. Heute begeben wir uns ins Thrillergenre und es wird köstlich werden! Okay die Witze lassen wir lieber bleiben.

Kernfakten zum Comic

Titel: Chew Vol. 1: Taster’s Choice
Autor: John Layman
Zeichner: Rob Guillory
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 128
Erschienen: 8. Dezember 2009


Handlung: Essen um Verbrechen zu klären

In einer Welt, in der die Vogelgrippe über 100 Millionen Menschen dahingerafft hat, lebt ein talentierter Detektiv mit dem Namen Tony Chu. Tony ist ein Cibopathiker, was bedeutet das er psychische Eindrücke von allem bekommt, was er isst. Er wird von der Special Crimes Division der FDA, einer der mächtigsten Strafverfolgungsbehörden der Welt, rekrutiert um die skurrilsten Verbrechen aufzuklären. Das bedeutet auch das so manche Leiche angeknabbert werden muss, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen.

Meine Meinung zum Comic

Das Konzept von Chew ist etwas skurril aber sehr interessant und wird sinnvoll mit dem Krimi/Thrillergenre vermischt, was sehr erfrischend wirkt. Weiters wird neben der Handlung auch sehr subtiles World Building betrieben, da das Verbot von Hühnerfleisch sinnvoll in die Handlung integriert wird. Die Vorstellung einer Pandemie der Vogelgrippe wirkt heutzutage zwar nicht mehr so erschreckend wie zum Zeitpunkt der Erscheinung, funktioniert aber als schlüssiges Plotelement.

Die Fähigkeit der Cibopathie ist interessant und sorgt für viele Gags, die die eigentlich ernsten Mordfälle angenehm auflockern. Allgemein wirkt der Zeichenstil wesentlich fröhlicher als bei anderen Comics, die ich im Zuge dieses Specials vorgestellt aber habe, das täuscht nicht über das Genre und so manch blutige Sauerei hinweg.

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Fazit

Alles in allem bildet Chew Vol. 1: Taster’s Choice einen gelungenen Einstieg in diese verrückte Saga um Essen, Verbrechen, die aufgeklärt werden wollen und skurrile Fähigkeiten. Die Mischung aus Humor und Ernst, Hellen Momenten und ernsten düsteren Themen machen den großen Reiz dieses Comics aus und wer einen unterhaltsamen Thriller sucht, kann ruhig einen oder mehrere Blicke riskieren!

Ich vergebe für Chew Vol. 1: Taster’s Choice die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag.

Monstress Vol. 1: Awakening| Review

Titel: Monstress Vol. 1: Awakening
Autor: Majorie Liu
Zeichner: Sana Takeda
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 192
Erschienen: 19. Juli 216

Herzlich willkommen zur nächsten Review über einen Comic für ein eher erwachsenes Publikum. Heute entführe ich euch in die fremde Welt von Monstress!

Kernfakten zum Comic

Titel: Monstress Vol. 1: Awakening
Autor: Majorie Liu
Zeichner: Sana Takeda
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 192
Erschienen: 19. Juli 216


Handlung: Von Hexen und Monstern

Die Geschichte folgt der jugendlichen Maika Halfwolf, die ein gottähnliches Monster in sich trägt und so in einen Konflikt zwischen Menschen, Hexen und Tiermenschen gerät. Auf ihrer Suche nach Antworten auf ihre rätselhafte Vergangenheit sowie dem Monster in ihr muss sie viele Gefahren bestehen wobei die größte Gefahr von Maika und dem hungrigen Monster in ihr ausgeht …

Monstress Cover
Maika und das Monster in ihr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Meinung zum Comic

Monstress Vol. 1 schafft das Kunstück eine großangelegte Handlung zu beginnen und dabei eine faszinierende Welt zu etablieren ohne überladen zu wirken. Die Welt wirkt allgemein stark asiatisch angehaucht aber mit westlichen Elementen des Steam-Punks vermischt, was einerseits fremdartig, andererseits vertraut und sehr erfrischend wirkt.

Ebenso sind die Konflikte zwischen den fünf Rassen dieser Welt sehr interessant, da sich die Menschen, besonders die magisch begabten Cumaea (Hexen), durch Rassismus und grausamen Experimenten an Arcanics (magische Wesen wie Tiermenschen) offen als die am meisten negativ behaftete Rasse etablieren. Für mich ist die Tatsache, dass die Katzen, die älteste Rasse dieser Welt sind ein absolutes Highlight und das ihnen ein gewisses Misstrauen entgegengebracht wird kann ich als Katzenbesitzer zum Teil nachvollziehen.

Neben der Welt und der Handlung verfügt Monstress über einen wunderschönen Zeichenstil, der sowohl an einen westlichen Comic als auch an einen japanischen Manga erinnert. Auch hier entsteht eine Mischung aus Vertrautheit, Fremdartigkeit und Erfrischung, die in dieser Form bisher einzigartig für einen Comic ist. Ich wurde beim lesen des Comics mehrmals an das Playstation 2 Rollenspiel Arc – Twilight of the Spirits erinnert, welches ebenfalls einen Konflikt zwischen Menschen und Mischwesen behandelt.

Außerdem sind die behandelten Themen sehr interessant. Neben Magie, Rassen und Freundschaft werden Folter, Mord, Rassismus und Sklaverei thematisiert.

Fazit

Alles in allem erzählt Monstress Vol. 1: Awakening eine spannende Geschichte, spielt in einer faszinierenden Welt und behandelt sowohl leichte als auch schwerwiegendere Themen. Dazu kommt ein fantastischer Zeichenstil der das beste aus Comics und Mangas vereint.

Ich vergebe für Monstress Vol. 1: Awakening die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Lazarus Vol. 1: Family | Review

Titel: Lazarus Vol. 1: Family
Autor: Greg Rucka
Zeichner: Michael Lark, Stefano Gaudiano, Brian Level
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 96
Erschienen: 22. Oktober 2013

Lazarus gehört zu den Comicserien, die mich seit Jahren beschäftigen und es hat auch nur 3 Jahre gedauert, bis ich mir den ersten Band gekauft habe. Ich kann gleichen sagen, dass ich den Kauf nicht bereut habe und umso freue ich mich mit diesem Band das nächste Special auf diesem Blog einzuläuten!

Kernfakten zum Comic

Titel: Lazarus Vol. 1: Family
Autor: Greg Rucka
Zeichner: Michael Lark, Stefano Gaudiano, Brian Level
Verlag: Image Comics
Sprache: Englisch
Seiten: 96
Erschienen: 22. Oktober 2013


Handlung: Schöne neue, dystopische Welt

In naher Zukunft steht das Wort Regierung nur mehr für ein kurioses Konzept. Grenzen und Länder gibt es keine mehr. Ressourcen sind knapp und ein paar wenige aber sehr mächtige Familien herrschen über diese dystopische Welt beziehungsweise über das Gebiet der ehemaligen nordamerikanischen Staaten. Jede dieser Familie hat einen Wächter. Eine Person die alles tut, um die schutzbefohlene Familie vor Feinden und Gefahren zu bewahren. Diese Personen nennt man Lazarus.

Forever, genannt Eve, ist der Lazarus der Familie und wird auf eine Mission in das Gebiet einer anderen geschickt, nachdem ein Lagerhaus der Familie Carlyle überfallen wurde. Eve gerät dabei ins Visier einer Verschwörung, da innerhalb der Familie Zwietracht herrscht.

Meine Meinung

Wer meinen Blog bereits länger verfolgt wird, wissen wie sehr ich für Dystopien schwärme und Lazarus trifft genau meine Schwäche. Der Leser wird schnell in die Handlung geworfen und lange Erklärungen bleiben aus, weil sich die Welt anschließend quasi von selbst und durch die zahlreichen Dialoge vorstellt. Außerdem beginnt der Comic sofort mit einer Kampfszene, was dem Leser klarmachen soll wie grausam und gefährlich diese Welt ist. Die Protagonistin Forever (Eve) wirkt zu Beginn sehr steril, wie eine Maschine eben aber innerhalb von 4 Ausgaben (Issues) lernt man eine menschliche Seite an Eve kennen, die durchaus Mitgefühl besitzt.

Der Zeichenstil passt perfekt zum dystopischen Setting und setzt auf einen eher düsteren Ziel, um den maroden Zustand der Welt zu unterstreichen. Mit Schattierungen werden die Gesichter der Figuren markant dargestellt, was Gesichtsausdrücke und somit Emotionen intensiviert. Auch schreckt Lazarus nicht davor zurück Gewalt zu zeigen, jedoch steht die Handlung deutlich über der Action.

Fazit

Alles in allem ist Lazarus Vol. 1 ein solider Einstieg in diese dystopische Welt. Sowohl die Handlung als auch die optische Gestaltung wissen zu gefallen ebenso ist die Protagonistin Forever (Eve) sehr interessant. Wer auf der Suche nach einem Comic ist, der sich abseits des regulären Comic-Mainstream bewegt, darf bei Lazarus gerne zugreifen!

Von mir bekommt Lazarus Vol. 1: Family die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Comics sind mehr als Bilderbücher für Kinder! | Gedankenspiel [Ankündigung]

Mit diesem etwas reißerischen Titel heiße ich euch zu einem weiteren Special auf meinem Blog willkommen. Der restliche November steht bei mir im Zeichen der Comics und warum gerade dieses Medium mehr ist als nur Kinderkram ist. Zu diesem Zweck habe ich mir unter anderem Comics des Image Verlags besorgt, der dafür bekannt ist, Comics/Graphic Novels zu publizieren die außerhalb der bekannten Konventionen liegen. Weiters habe ich mich mit diversen DC Comics beschäftigt die ebenfalls eher für erwachsene Leser ausgelegt sind.

Da so ein Special allerdings extrem umfangreich ist, habe ich mir tatkräftige Unterstützung in Form meiner lieben Kolleginnen/Freundinnen Ainu89 und Tempest, die auf ihren Blogs ebenfalls den Grundgedanken warum Comics nicht nur für Kinder sind vertreten werden. An dieser Stelle gleich ein großes Danke für eure Mitarbeit! ❤️

Für meinen Teil werde ich in diesem Special „nur“ westliche Comics behandeln, da das Thema Manga mindestens genauso umfassend ist und ich diesen eigenen Kosmos gesondert behandeln werde.

Außerdem wird es wieder eine Übersichtsseite auf meinem Blog geben, in dem alle Beiträge zu diesem Special gesammelt werden.

Das war’s eigentlich von meiner Seite. Ich freue mich auf die kommenden Tage und Beiträge und hoffe auf reges Feedback von eurer Seite!

Neue Comics oder auch meine Eskalation in der Buchhandlung | Gedankenspiel [Loot of the Day #15)

Am Freitag war ich in der Buchhandlung meines Vertrauens um ein paar Bestellungen abzuholen. Neben dem Roman Anansi Boys und dem ersten Band des Mangas Abe Sada habe ich mir folgende Comics besorgt:

  • Chew Vol. 1
  • Lazarus Vol. 1
  • Postal Vol. 1
  • Outcast Vol. 1
  • Black Magick Vol. 1
  • Redlands Vol. 1
  • Monstress Vol. 1
  • Descenders Vol. 1
  • Wytches Vol. 1

Neben unterschiedlichsten Genres haben alle Neuzugänge in meiner Comicsammlung eine Gemeinsamkeit. Sie sind alle vom Image Verlag, der eher alternative Comics veröffentlicht und weg vom klassischen Superhelden geht. Freut euch also auf Abwechslung im Bereich Comic Review, da ich den Image Verlag als Gegenpol zu DC nutzen möchte!