Mein Einstieg in die Welt der Marvel-Comics – ein erster (Fehl-)Versuch | Gastbeitrag von Ainu89

Vielen Dank an die liebe Mara aka Ainu89 für diesen tollen Gastbeitrag!

Es ist schon eine Weile her, da war DerStigler so nett und hat mir aus seiner beeindruckenden Comicsammlung ein paar Schmankerln herausgesucht – an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön dafür. Anlass war meine große Begeisterung für das Marvel Cinematic Universe, kurz MCU, beziehungsweise Comicverfilmungen im allgemeinen, und der Start unseres gemeinsamen Specials „Comics sind mehr als Bilderbücher für Kinder“. Schlicht, ich wollte einfach gerne mal herausfinden, ob die gedruckte Welt von Marvel mich vielleicht genauso in ihren Bann ziehen könnte, wie es die Bewegtbilder tun. Die Auswahl, die mir DerStigler daraufhin zu Verfügung gestellt hat, kann man durchaus als vielfältig und abwechslungsreich beschreiben, also ideal geeignet für ein erstes zaghaftes Beschnuppern der Materie. Von den „X-Men“ in allen möglichen Konstellationen, über „Spider-Man“, den „neuen“ „Captain America“, bis hin zu „Deadpool“, von allem war etwas dabei – bei „Deadpool“ konnte ich mich sogar durch eine vierbändige Complete-Collection lesen. 

Und ich muss gleich mal vorweg sagen, dass mich die Geschichten teilweise wirklich mitgerissen haben, sodass ich am liebsten sofort das nächste Heft gelesen hätte – hier ist also nicht der Grund dafür zu finden, dass ich in der Überschrift von einem Fehlversuch spreche. Auch an den unterschiedlichen Zeichenstilen habe ich nichts auszusetzen, obwohl mir manche deutlich besser gefallen haben als andere. Mein Problem mit dem Einstieg lag tatsächlich dort verankert, wo ich es immer befürchtet hatte: beim Aufbau. Man muss sich das nur einmal vorstellen, den Comicverlag Marvel gibt es bereits seit dem Jahr 1939, also seit 81 Jahren. In dieser Zeit wurden dank sehr kreativer Köpfe unzählige Helden, Antihelden, Schurken und alles, was es so dazwischen gibt, erfunden und auf Papier gebannt. Schon früh kam man dabei auf die Idee, dass sich mit Crossovern der einzelnen Comicfiguren untereinander wunderbar nicht ganz so bekannte, oder überhaupt neue Charaktere bei den Lesern promoten und etablieren lassen. Außerdem musste man einsehen, dass man nur schwer, selbst vom noch so gewillten Leser, verlangen kann, bei einer Serie immer wieder bei Heft #1 aus dem Jahre Schnee anzufangen – bei „Captain America“ müsste man dafür tatsächlich bis ins Jahr 1939 zurückgehen. Reboots und Neustarts waren somit unumgänglich, wollte man seine beliebtesten Figuren nicht in den Ruhestand schicken. Und genau hier treten einem als Einsteiger die Schweißperlen auf die Stirn. Wo soll man anfangen? Welches Event sollte man auf jeden Fall gelesen haben? Gibt es Storylines, die man kennen sollte, bevor man mit dem Neustart beginnt? 

Viele Fans des Verlags antworten auf diese leicht überfordert vorgebrachten Bedenken dann gelassen: „Kein Stress, fang einfach mal bei irgendeinem Helden an, der dir gefällt, und dann siehst du eh, ob es was für sich ist“. Als jemand, der genau das gemacht hat, kann ich euch jetzt sagen, bei mir geht diese Taktik offenbar nicht wirklich auf. Ständig hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass mir wichtige Informationen, die Figuren und ihre Beziehungen zueinander betreffend, fehlen. Es ist schon verständlich, dass man nicht immer wieder ganz bei Null anfangen kann, beziehungsweise das auch gar nicht muss, aber wenn man dann plötzlich erfährt, dass Wolverine und Storm offensichtlich ein Paar sind (oder waren), dann ist das zumindest für mich schon eine Info, zu der ich gerne etwas mehr Kontext hätte. Die Complete-Collection von „Deadpool“ machte die Sache für mich sogar noch deutlicher. Nachdem hier wirklich nur die Hefte der „Deadpool“-Reihe zusammengestellt wurden, nicht aber die Events, bei denen er involviert war als solche, kam es immer wieder dazu, dass eigentlich sehr spannende Geschichten einfach nicht weitergeführt wurden, da sie zu einem Crossover zählten und der nächste Teil wahrscheinlich in einem der „X-Men“ Comics zu finden gewesen wäre, oder vielleicht auch woanders. Das ist nämlich ein weiteres Manko, nie kann man im Heft herausfinden, wo die Geschichte denn weitergeht – oder ich war einfach nur zu blind, um diese Information zu finden. Will ich also zum Beispiel gerne den Rest des „Secret Invasion“-Events lesen, auf das ich einen kleinen Vorgeschmack in einem der „Deadpool“-Comics der Complete-Collection erhalten habe, muss ich erst ins Internet gehen und dort zu recherchieren beginnen, welche Hefte von welchen Superhelden denn jetzt eigentlich Teile dieser Geschichte enthalten. 

Vielleicht lassen sich meine Probleme mit dieser Art der Strukturierung aber auch einfach mit meinem Background zu dem Thema „Comics“ erklären. Als ich noch wirklich klein war, gab es in unserem Haushalt nämlich nur zwei „echte“ Comicreihen: „Lucky Luke“ und „Asterix“. Hier stellte sich nicht die Frage, welches Heft man sich jetzt kaufen sollte, beziehungsweise in welcher Reihenfolge man die einzelnen Hefte lesen muss – jedes Heft enthielt eine abgeschlossene Geschichte und die wichtigsten Charaktere wurden, sofern notwendig, zu Beginn eines jeden Heftes immer wieder vorgestellt. Neben diesen zwei klassischen Comicreihen beherbergten die heimischen Bücherregale vor allem das: Bücher. In meinen Teenager-Jahren entdeckte ich dann, bedingt durch den damaligen Boom im Free-TV, die Welt der Animes, und in weiterer Folge auch die der Mangas für mich. Und auch hier stellt sich nie die Frage: „Wo fange ich nur an?“. Selbst bei endlos scheinenden Serien wie „One Piece“ oder „Dragon Ball“ sind diese Fragen ganz leicht zu beantworten, nämlich bei Heft #1. Natürlich gibt es auch hier immer wieder Ableger oder Spin-Offs, aber auch diese fangen, ebenso wie die Hauptreihe, immer bei #1 an und werden dann fortlaufend nummeriert. Noch später entdeckte ich dann die Graphic Novels für mich, quasi bebilderte Romane, die ebenso eine angeschlossene, meist etwas umfangreichere Geschichte erzählen und somit nicht einmal einer Nummerierung bedürfen. Ich bin es also gewohnt, dass ich meine Geschichten, wenn schon nicht an einem Stück, so doch wenigstens in einer geordneten und nachvollziehbaren Art und Weise konsumieren kann, ohne mich erst groß im Internet informieren zu müssen, welches Heft aus welcher Reihe ich mir nun als nächstes kaufen müsste, beziehungsweise darum bangen muss, ob es besagtes Heft überhaupt noch zu erwerben gibt. 

Zusammengefasst lässt sich somit sagen, dass mein erster Versuch in die Comicwelt von Marvel hineinzufinden, trotz eigentlich spannender Geschichten und gefälligem Art-Design, nicht wirklich als geglückt bezeichnet werden kann. Vielleicht, oder besser gesagt wahrscheinlich, werde ich es zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal versuchen, dann aber doch eher mit einem zusammengestellten Event zum Einstieg. Einstweilen bleibe ich doch lieber bei meinen Graphic Novels und Mangas.

Iron Man Band 2: Identitätskrise (Marvel Neustart) | Review

Das Leben von Tony Stark ist nicht leicht und sein visionäres Projekt steht am Abgrund …

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Tony Stark befand sich für lange Zeit im Koma, hat sich jedoch selbst neu erfunden und ist in einem neuen Körper zurückgekehrt. Mit seiner neuen Firma Stark Unlimited will er die Welt verbessern. Sein Herzensprojekt ist die virtuelle Realität eSCAPE. Allerdings ist ein Maulwurf seiner Firma und auch die Konkurrenz schläft nicht. Zu allem Überfluss ist Tonys Bruder Arno auch wieder aktiv [Iron Man Band 1 Review]

Endlich ist es soweit! Das neue Projekt von Stark Unlimited eSCAPE geht an den Start und schlägt ein wie eine Bombe. Allerdings wird das virtuelle Wunderland von vielen Problemen geplagt und zu allem Überfluss setzt der sinistre Controller seinen finsteren Plan in die Tat um. Er infiziert eSCAPE und absobiert die Energie der „korrumpierten“ User. Iron Man und seine Verbündeten müssen sowohl in der realen als auch in der virtuellen Welt kämpfen, während sich Controllers Chaos global ausbreitet …

Iron Man Band 2 ist Fanservice in reinform! Die Geschichte, erzählt als überspitzter Techno-Thriller, steckt voller herrlicher Klischees, bleibt aber bodenständig trotz der globalen Gefahr durch den nerdigen Controller. Ergänzt wird die Handlung durch zahlreiche Referenzen auf die Gamingszene und die klassischen Iron Man Comics, als der eiserne Held noch gegen Kommunisten und Industriespione gekämpft hat.

Dies schlägt sich auch im Zeichenstil nieder, der zwischen dem Modern Age und dem Silver/Bronze Age schwankt, was äußerst angenehm für das Auge ist und zum Thema der virtuellen Realität passt, da so dem Zeichner ohnehin keine Grenzen gesetzt sind.

Zusammengefasst ist Iron Man Band 2 eine tolle Fortsetzung, die Tony Starks Einstieg in sein neues Leben gelungen abschließt, aber gleichzeitig viele Fragen und diverse Probleme für die Zukunft aufwirft. Der Zeichenstil ist eine harmonische Kombination aus Modern Age und Silver/Bronze Age Comics, was den Band durchgehend frisch hält und für Abwechslung sorgt. Das Highlight bilden jedoch die zahllosen Referenzen auf klassische Iron Man Comics und Videospiele im allgemeinen.

Ich vergeben für Iron Man Band 2: Identitätskrise die Wertung lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Exkurs: Einstieg in Marvel Neustart| Gedankenspiel

Eine Zentrale Frage, die jeden beschäftigt der Comics lesen will, ist: Wo fange ich an?

Bei der Konkurrenz DC habe ich bereits etwas Ähnliches gemacht und auf Anraten der lieben Ainu89 will ich euch nun einen Exkurs geben, wie man am besten die „Neustart“-Ära der Marvel Comics einsteigt.

Mein persönlicher Einstieg in die Marvel Comics war das Auswählen von ein paar aktuellen Comics, um festzustellen, was die aktuellen kreativen Teams taugen. Hierbei kann ich keine direkte Empfehlung abgeben, weil jeder Leser andere Präferenzen hat. Was jedoch möglich ist der Einstieg mit einem Event.

An dieser Stelle kann ich Secret Empire empfehlen, da so ziemlich jeder Neustart Comic auf diesem Event basiert. Ähnlich wie bei DC Rebirth oder New 52 ist es immer am sinnvollsten mit einem Event zu beginnen welches, als Katalysator für die kommende Ära dient. Secret Empire kann man entweder in Einzelheften oder als Paperback erwerben.

An dieser Stelle die Secret Empire Rezensionen für mehr Details:

Secret Empire Heft 1

Secret Empire Heft 2

Secret Empire Heft 3

Secret Empire Heft 4

Secret Empire Heft 5

Secret Empire Heft 6

Ergänzend zu Secret Empire kann man die Miniserie Generations und den One-Shot Marvel Legacy #1 lesen, was das Wissen für die Neustart Comics vertieft. Allerdings ist es nicht zwingend nötig diese Comics zu lesen.

Sobald man den Einstieg gefunden hat wird es Zeit für die Comics und wie bereits erwähnt kann ich keine allgemeinen Empfehlungen aussprechen allerdings habe ich mit Venom by Donnie Cates und The Immortal Hulk begonnen, wobei sich beide Serie als absolute Glücksgriffe erwiesen haben, aber mehr Details dazu gibt es in den jeweiligen Reviews.

Venom by Donny Cates Vol. 1 Review

Venom by Donny Cates Vol. 2 Review

The Immortal Hulk Vol. 1

The Immortal Hulk Vol. 2

The Immortal Hulk Vol. 3

Was ebenfalls naheliegt, ist die Wahl einer klassischen Marvel-Serie und das ist meistens eine oder gleich alle drei Serien von Marvels Trinity Captain America, Thor & Iron Man, welche teils direkt auf Secret Empire aufbauen, was jedoch auch für The Immortal Hulk gilt. Ich würde ohnehin zur einem Comic raten dessen Held/Heldin bereits durch Filme oder eine Serie bekannt ist.

Thor Band 1 Review

Iron Man Band 1 Review

Der Einstieg in die Marvel Comics ist allgemein wesentlich leichter als in das viel komplexere DC Multiversum, da man sich bei Marvel meistens auf eine Dimension konzentriert und das Konzept von Parallelwelten selten exzessiv nutzt. Was bei Marvel, ebenso wie meistens bei DC, von Vorteil ist, ist die Eigenständigkeit der meisten Serien, welche zwar Querverweise auf andere Titel enthalten aber gut für sich allein stehen können. Wenn es um Team-up Serien geht, kann ich eigentlich nur zwei große Comics jedem ans Herz legen. Dies wären zum einen Avengers by Jason Aaron und andererseits die Uncanny X-Men, welche ein klassisches Mutanten-Team zurückbringen.

Avengers Heft 1 Review

Avengers Heft 2 Review

Uncanny X-Men Band 1 Review

Ich hoffe mit diesem groben Überblick dem einen oder der anderen LeserIn eine Hilfestellung für den Einstieg in die aktuellen Marvel Comics geben. Es ist oftmals nicht leicht in ein Comicuniversum reinzufinden, aber mit ein paar Anhaltspunkten wird es definitiv leichter!

Jetzt würde mich interessieren welche eure liebsten Marvel Helden sind und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Avengers #2 & #3 (Neustart) | Review

Titel: Avengers #2 & #3
Autor: Jason Aaron
Zeichner: Ed McGuinness
Verlag: Marvel
Ära: Neustart

Die mächtigsten Helden der Welt kehren zurück, um erneut eine Bedrohung globalen Ausmaßes abzuwehren, deren Ursprung uralt ist!

Was bisher geschah …

Als tote Celestials vom Himmel stürzen, eine Celestial Leiche unter Wakanda verschwindet und Loki erneut für Ärger sorgt müssen sich die drei großen Avengers Thor, Captain America & Iron Man ein weiteres mal zusammenschließen aber als das letzte Heer zusammen mit Loki auftaucht, muss Verstärkung her, in Form neuer Avengers!

Link zu Avengers Heft 1 Review

Während She-Hulk, Ghost Rider, Dr. Strange & Black Panther gegen mutierte Insekten kämpfen stellen sich Iron Man, Captain America, Thor sowie Captain Marvel dem Letzten Heer. Loki erklärt daraufhin den Zweck seiner Mission, die Reinigung der Erde, und kann eine Teleportation in die Sonne gekonnt abwehren. Zusammen mit dem entführten Captain America begibt sich Loki mit seinen Alliierten an einen sicheren Ort und klärt Steve Roger über seine Motive aber auch sein Ziel auf. Dabei wird eine Brücke zum Handlungsstrang vor 1 Million Jahren geschlagen.

Als nathlose Fortsetzung setzt Avengers Heft 2 direkt and die vorige Ausgabe an und vertieft die kosmische Bedrohung für die Erde. Weiters werden die Ministrängen der neuen Avengers zusammengeführt, was zu einem neuen Team führt, welches zu überzeugen weiß.

Dazu kommt eine Besinnung auf Civil War 2, da der Hass zwischen Iron Man und Captain Marvel immer noch deutlich vorhanden ist. Ergänzend dazu wird die Storyline der Gegenwart mit dem Handlungsstrang vor 1 Million Jahren verschmolzen.

Aber nicht nur erzählerisch, sondern auch optisch sind die Ausgaben #2 & #3 beeindruckend und gefallen durch eine epische Inszenierung.

Alles in allem macht auch das zweite Avengers Heft mit den Ausgaben #2 & #3 einen äußerst soliden Job und steht dem ersten Heft in nichts nach!

Ich vergebe ein klar verdientes lesenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Avengers free Comicbook Day Issue & #1 | Review

Erneut steht die Erde am Abgrund und nur die mächtigsten Helden des blauen Planeten können ihre Welt beschützten. Star Autor Jason Aaron führt die Marvel Trinity (Iron Man, Thor, Captain America) erneut zusammen dich gegen eine Bedrohung göttlichen Ausmaßes müssen andere Geschütze aufgefahren werden ….

Die Avengers gibt es nicht mehr. Nach den Ereignissen der letzten Jahre (Civil War 2, Secret Empire, usw.) hat sich das Team aufgelöst. Als jedoch tief unter Wakands ein Celestial verschwindet und Black Panther sowohl Dr. Strange als auch Odin um Rat fragt wird eine Bedrohung klar, die eine Million Jahre alt ist.

Tote Celestials stürzen auf die Erde und eine gigantische Gefahr bedroht den blauen Planeten. Das letzte Heer ist erschienen und somit eine göttliche Gefahr. Ein neues Team muss sich dieser neuen (alten) Bedrohung aber gottgleiche Wesen sterben schwer …

Drei klassische Avengers müssen sich einer Bedrohung gigantischen Ausmaßes stellen und werden Hilfe brauchen. Ein neues Avengers Team muss aufgestellt werden!

Eine ebenso simple wie klassische Prämisse, die jedoch einen Mittelweg zwischen altbekannten und neuen Pfaden beschreitet. Die Welt hat sich verändert und niemand konnte sich dem Wandel entziehen. Umso nostalgischer ist es, wenn sich drei Ur-Avengers zusammenschließen, um das alte Team neuaufleben zu lassen. Dazu bekommt jedes weitere kommende Teammitglied etwas Screentime und gegen Ende des Comics steht der Roster.

Abgesehen davon finde ich die Einbindung von Göttern (Odin, Loki) und Celestials ziemlich toll aber erfrischend, da man hier einen ähnlichen Weg wie die Justice League von DC beschreitet und auf eine Epik setzt, wie sie mächtigsten Helden der Welt verdient haben.

Ergänzt wird die Geschichte durch einen Seitenstrang der 1 Million Jahre von Chr. spielt und quasi die ersten Avengers im Kampf gegen einen Celestial zeigt. Dies ist jedoch kein Filler und spielt direkt in die erste Ausgabe rein.

Das Heft gefällt jedoch nicht nur auf erzählerischer, sondern auch optischer Ebene, dank eines sehr ansprechenden Zeichenstils, der die verschiedenen Emotionen des Comics gelungen einfängt. Weiters werden sowohl der Strang in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart ebenso harmonisch kombiniert, wie die unterschiedlichen Schauplätze des Comics.

Zusammengefasst bilden das free comic book day issue und die Ausgabe #1 einen gelungenen Einstieg in die neue Avengers Serie. Die Prämisse ist simpel, die Gefahr episch und das Team ist erfrischend. In Nuancen wird die Götter & Monster Thematik von DC aufgegriffen aber mit dem typischen Marvel Flair kombiniert. Daraus ergibt sich eine tolle Mischung, die Lust auf mehr macht!

Somit bekommt Avengers Heft 1 ein wohl verdientes lesenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Iron Man Band 1: Die Rückkehr der Legende | Review

Titel: Iron Man: Die Rückkehr einer Legende
Autor: Dan Slott
Zeichner: Max Dunbar, Valerio Schiti
Verlag: Marvel/Panini
Sprache: Deutsch
Seiten: 124
Erschienen: 12. Februar 2019Sprache: Deutsch
Seiten: 124
Erschienen: 12. Februar 2019

Mit Iron Man Band 1 beginnt die nächste Phase meines Marvel Fandoms und wow das war ein toller Einstieg!


Kernfakten zum Comic

Titel: Iron Man: Die Rückkehr einer Legende
Autor: Dan Slott
Zeichner: Max Dunbar, Valerio Schiti
Verlag: Marvel/Panini
Sprache: Deutsch
Seiten: 124
Erschienen: 12. Februar 2019


Iron Man ist kein Held. Er ist auch keine Person. Iron Man ist eine Idee, ein Konzept das sich immer wieder verändert und neu erfinden kann. Tony Stark hat seinen Körper Zelle für Zelle wiederhergestellt und seinen Geist, der als K.I. existierte, in seinen neuen Körper transferiert. Er hat sich quasi selbst erfunden und deshalb startet er auch mit seiner neuen Firma Stark Unlimited durch!

Zusammen mit einem neuen Team setzt Tony alles daran um sowohl Menschen als auch K.I.’s zu helfen. Als es jedoch immer wieder zu seltsamen Einbrüche bei Stark Unlimited kommt, sind alle Mitarbeiter gefragt, um das Rätsel zu lösen. Um das Chaos abzurunden, dringt ein militanter Androide in Stark’s Cyberspace ein und sorgt für massig Ärger, aber Iron Man ist nicht allein …


Im Vergleich zu anderen Comics setzt der Einstieg in die neue Iron Man Serie weniger auf eine Saga, sondern nimmt die Figuren um Tony Stark in den Fokus und kombiniert dies mit teils metaphysisch/philosophischen Elementen. Dabei werden die Abenteuer einzelnen Stark Unlimited Mitarbeiter thematisiert und mit der unglaublichen Erfahrung für Tony Stark zu arbeiten kombiniert. Besonders interessant der Strang um den weiblichen Androiden Jocasta, die sich sehr zu den Menschen hingezogen fühlt aber gleichzeitig für die Rechte der Maschinen, Roboter und K.I.’s einsetzt.

Dazu werden in Nuancen die Themen Transhumanismus, Gleichberechtigung und Rassismus behandelt. Für einen Comic sind das relativ schwerwiegende Themen, aber der Comic wirkt deshalb nicht überladen, da die Erzählweise recht bodenständig ist und in erster Linie stehen die Figuren sowie deren Minigeschichten im Vordergrund.

Optisch gefällt der Comic ebenfalls und kombiniert harmonisch Science-Fiction Elemente mit einer lockeren Atmosphäre. Viele kräftige Farben gut inszenierte Action und Humor machen den die Rückkehr Tony Starks auch auf optischer Basis zu etwas besonderem.


Alles in allem ist Iron Man Band 1: Die Rückkehr der Legende ein hervorragender Einstieg in die neue Serie um den wahrscheinlich größten Erfinder des Marvel Universums. Erzählerisch macht der Band verdammt viel Spaß und glänzt durch viele kleine Geschichten, die schließlich eine große Handlung bilden. Optisch gefällt der Band ebenfalls und strotzt nur so vor guten Ideen.

Somit hat sich Iron Man Band 1: Die Rückkehr der Legende die Wertung lesenswert+ definitiv verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Wootbox November 2018 | Gedankenspiel

Gestern kam meine Wootbox an, danke für die schnelle Lieferung! Das Thema der aktuellen Box ist Legacy, was ich auf alt ehrwürdige Franchise ummünze und um die geht es auch in der Box.

Das „Highlight“ der Box bildet wie üblich das wertige T-Shirt und auf diesem sieht man Alexios, einen der Protagonisten aus Assassins Creed Odyssey. Die Iron Man Figur kommt mit drei Knopfbatterien im Lieferumfang mit denen die Figur leuchtet. Weiters befindet sich in der Box ein Schlüsselanhänger von Cappy, dem Hutgeist und Helfer von Mario in Super Mario Odyssey.

Zum Thema altehrwürdig gehört auch ganz klar die Sammelfigur des siebten Doctors aus der britischen Kultserie Dr. Who. Der Pin, eines der Wootbox Markenzeichen zeigt dieses mal Spyro den Drachen, der im November auf die Playstation 4 zurückkehrt.

Alles in allem ist auch diese Wootbox wieder ihr Geld wert und besticht durch wertige Goodies. Besonders das T-Shirt und die Iron Man Figuren gefallen mir sehr!

Avengers: Infinity War | Review

Titel: Avengers: Infinity War
Originaltitel: Avengers: Infinity War
Laufzeit: 149 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Bevor ich zur Einleitung komme, möchte ich eine Spoilerwarnung für diesen Beitrag aussprechen. Ich möchte nach Möglichkeit nichts verraten, aber gewissen Punkte lassen sich nicht vermeiden.


Mit Avengers: Infinity War ist am 26.4 die bisher gewaltigste Comicverfilmung erschienen. Alles, was in den letzten 10 Jahren passiert ist, läuft nun zusammen und den Film hätte man auch Avengers: Thanos Rising nennen können, warum erfahrt ihr weiter unten.


Der Titan Thanos ist auf der Jagd nach den sechs Infinity Steinen, die alle für einen kosmischen Aspekt (Macht, Realität, Zeit, Geist, Seele & Raum) stehen. Wenn diese Steine zusammenkommen und von einem Wesen getragen werden können, erhält der Träger unendliche Macht. Thanos macht zusammen mit seinen Elitekriegern, der Black Order, Jagd auf die Steine, von denen sich zwei auf der Erde befinden.

Die Helden der Erde, die Guardians of the Galaxy und Thor von Asgard wollen das Ziel von Thanos vereiteln und rüsten sich für ihren bisher größten Kampf. Doch die Chancen stehen schlecht für die Helden…

Infinity War besteht, entgegen des Titels, nicht nur aus einer einzigen Schlacht, sondern fühlt sich wie ein richtiger Krieg, an mit kleinen Siegen & Niederlagen bis zur finalen Schlacht.

Dabei nimmt sich der Film sehr viel Zeit für seine Figuren, bremmst das Tempo aber nicht aus, sondern schafft so eine geniale erzählerische Dynamik. Im Fokus des Films steht Thanos, aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird. Wir erfahren einiges über seine Herkunft, seine Beweggründe und das auch der wahnsinnige Titan Gefühle hat. Hier muss ich einfach Josh Brolin loben, der Thanos mit so viel Persönlichkeit ausstattet, dass man diesen Charakter nicht hassen kann.

Neben Thanos liegt ein gewichtiger Teil des Films bei Thor, der Thanos für den Genozid an seinem Volk ermorden will, sowie Gamora die über Wissen verfügt, was den gesamten Kriegsverlauf entscheiden kann.

Infinity War gehört zu den wenigen Comicverfilmungen die sich wie ein wirklicher Comic anfühlen. Jeder neue Schauplatz fühlt sich wie eine neue Ausgabe einer Comicreihe an. Dabei wirkt der Film nicht überladen, sondern abwechslungsreich. Die Infinity Steine sind über die Galaxie verteilt, also müssen die Helden an verschiedenen Fronten kämpfen. Jeder Schauplatz wirkt völlig anders als der Vorherige und erzeugt eine eigene Grundstimmung sowie Emotion.

Was ebenfalls in Bezug auf Emotionen sehr gut funktioniert, ist die Beibehaltung des Tonfalls jeder Figur aus den Einzelfilmen. So ist unter anderem Peter Parker aka Spiderman immer noch ein Teenager, Thor der König eines Volkes ohne Heimat, Tony der verzweifelte Beschützer der Erde und Captain America der Soldat mit Ehre.

Mit über 30 Figuren hat der dritte Avengers Film eine gigantische Besetzung an Helden und Schurken, allerdings wirkt er nicht überladen, sondern jede Figur hat eine Rolle, die Sinn macht. Faszinierend ist auch das Kunststück, 4 Schurken, die Black Order, zu etablieren, keine Hintergrundgeschichte für sie zu haben, aber dem Zuseher dennoch eine kleine Truppe der interessantesten und mächtigsten Schurken zu bieten.


Technisch ist Avengers: Infinity War ein wahres Brett und zeigt, was mit moderner Filmtechnik möglich ist. Die Motion Capture Technik ist auf dem absoluten Höhepunkt und sieht hervorragend aus. Allein die gesamte Darstellung des Titanen Thanos wischt mit der Konkurrenz, in diesem Fall DC, den Boden auf.

Die Schauplätze sehen fantastisch aus und setzen neue Akzente im MCU. Dank modernem CGI & gelungener Inszenierung wirken manche Orte surreal, andere wiederum sehr real. Dazu kommt ein gelungenes Spiel mit Licht & Schatten.

Unterlegt werden die großteils bildgewaltigen Szenen mit einem bombastischen Soundtrack, der die Atmosphäre des Films perfekt unterstreicht. Garniert wird der Soundtrack mit Fanservice im Stil von Abwandlungen des Avengers Themas, sowie der Einspielung des originalen Themas aus dem Film von 2012.


Wie fasse ich das Ganze nun zusammen? Mit Avengers: Infinity War wurde Kinogeschichte geschrieben. Der Film funktioniert von Anfang bis Ende hervorragend und lässt keine Wünsche offen, außer den Wissensdrang, wie es nach dem emotional aufwühlenden Ende weitergeht.

Was Marvel mit diesem Film abgeliefert hat, ist einmalig im Genre des Superheldenfilms und erfordert sehr viel Mut, den Marvel Studios bewiesen hat und dafür verdienen alle Mitwirkenden an diesem Film meinen Respekt.

Ich vergebe für Avengers: Inifinity War die Sonderwertung besonders sehenswert, da wir so einen Hybriden aus Drama, Comicverfilmung, Katastrophenfilm & Science-Fiction-Film so schnell nicht mehr sehen werden.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Avengers: Infinity War:

Captain America: Civil War | Review

Titel: The First Avenger: Civil War
Originaltitel: Captain America: Civil War
Laufzeit: 148 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Die MCU Filme um Captain America hatten es nie leicht, wenn es um den Titel geht und ich weigere mich, „The first Avenger“ als Titel zu nehmen, außer im ersten Film. Da wir das nun geklärt haben, heiße ich euch zu meiner Review zu Captain America: Civil War, oder „könnte doch fast ein Avengers-Film sein“, willkommen.

Der Film erschien 2016, stellt den dritten Teil der Captain America Filme dar und ist wichtig für die weitere Entwicklung des Marvel Cinematic Universe.


Die Avengers sind die mächtigsten Helden der Erde und haben bereits mehrmals die Welt gerettet. Bei einer Mission, um den Terroristen & Schurken Crossbones unschädlich zu machen, werden durch einen unglücklichen Zwischenfall mehrere Zivilisten getötet. Scarlett Witch, die für den Zwischenfall verantwortlich ist, macht sich schwere Vorwürfe und löst eine weltweite Debatte über die Konsequenzen der letzten Ereignisse (Avengers 1, Avengers 2 & Captain America 2) aus. General Ross, inzwischen Außenminister der USA, legt dem Team unter Captain America eine UN Vereinbarung dar, die es nicht mehr als Privatorganisation agieren lässt, sondern unter die Kontrolle eines Gremiums bringt.

Tony Stark aka Iron Man ist für dieses „Gesetz“, während Captain America dagegen ist. Die Spannungen innerhalb der Avengers steigen. Als dem Winter Soldier aka Bucky Barnes (Captain Americas bester Freund) ein Attentat auf die UNO City in Wien nachgewiesen wird, eskaliert die Situation völlig. Captain America, Steve Rogers, ist von Buckys Unschuld überzeugt und stellt sich gegen das UN Gesetz. Zusammen mit seiner Truppe(Ant-Man, Hawkeye, Falcon, Winter Soldier & Scarlett Witch) stellt sich Captain America seinem ehemaligen Gefährten Iron Man und dessen Team (War Machine, Vision, Spider-Man, Black Panther & Black Widow) entgegen.

Nebenbei gibt es einen Nebenplot mit Oberschurke Zemo, der den Konflikt immer weiter anheizt, um Rache für den Tod seiner Familie, auf Grund der Schlacht in Avengers 2, zu nehmen.


Civil War fühlt sich mehr wie ein Avengers Film statt wie ein Solofilm an. Das liegt zum einen an der umfassenden Handlung und zum anderen an der gewaltigen Anzahl an Helden. Neben bereits bekannten Figuren wie Ant-Man, Winter Soldier, Hawkeye, Falcon & Black Widow bekommt das MCU mit Zemo, Spider-Man & Black Panther Zuwachs.

Crossbones taucht zwar auch auf, wird aber zu schnell verheizt. Ich halte Captain America: Civil War für den bisher wichtigsten Film des MCU, da zwei sehr wichtige Fragen gestellt werden. Wer übernimmt die Verantwortung für die Taten der Superhelden? Wer kontrolliert diese Überwesen? Vision & Scarlett Witch sind die besten Beispiele. Ersterer verfügt über schier grenzenlose Macht und stellt sich auf Iron Mans Seite, denn die Metawesen müssen kontrolliert werden. Die Gefahr einer privaten Organisation mit solcher Macht ist nicht abzuschätzen. Scarlett Witch verfügt ebenso über gewaltige Kräfte, lässt sich jedoch nicht erneut einsperren & kontrollieren wie damals von Hydra. Daher kämpft sie an der Seite von Captain America der in dem UNO Aufsichtsrat der Avengers die gleiche Bedrohung erkennt wie in S.H.I.E.L.D. als es von Hydra kontrolliert wurde. Was ist, wenn die Avengers helfen wollen, aber nicht dürfen, oder wenn die Avengers Missionen bekommen, die sie nicht wollen?

Neben der sehr spannenden Thematik, ist auch die Stimmung des Films sehenswert. Fängt alles noch „heroisch“ mit dem Kampf gegen Crossbones an, wird der Film später immer düsterer. Die Spaltung des Teams wird immer tiefgreifender. Aus Freunden werden Feinde. Die Avengers zerbrechen und der einzige Sieger ist der rachsüchtige Zemo. Er kann die Avengers nicht töten, aber die Helden können sich gegenseitig töten.

Das Highlight des Films ist ganz klar der Showdown der Avengers-Teams auf dem Flughafen von Leipzig. Diese Stelle markiert den endgültigen Bruch zwischen den ehemaligen Freunden Tony Stark & Steve Rogers. In dieser Szene steckt sehr viel Symbolkraft, da das alte Marvel Cinematic Universe hiermit zu Ende ist. Alle haben sich für eine Seite entschieden und sind bereit zu kämpfen.
An dieser Stelle muss ich rückwirkend den Auftritt, sowie die Einführung von Spider-Man loben. Tony Stark dient als sein Mentor und erklärt ihm, dass es seine Aufgabe sei, seine Macht dafür einzusetzen, schlimme Dinge zu verhindern. Somit wird auf Onkel Ben verzichtet, aber ein neuer Ansatz gewählt.


Es muss nun aber auch Platz für Kritik sein. Captain America: Civil War ist zu lang. Dies merkt man ganz simpel an der Spannungskurve des Films. Bis zum Showdown auf dem Flughafen baut sich die Spannung langsam auf und der Film funktioniert hervorragend. Danach kommen jedoch noch knapp 30 Minuten, die man nicht gebraucht hätte. Der Handlungsstrang um Zemo muss abgeschlossen werden, aber der Schurke hat sein Ziel erreicht. Die Avengers sind zersplittert und geschwächt. Mir ist jedoch klar, dass diese 30 Minuten nötig waren, um die Unschuld des Winter Soldiers am Tod von Black Panthers zu belegen. Allgemein muss ich anmerken, dass Civil War eigentlich keinen Bösewicht gebraucht hätte, denn der Konflikt zwischen den Helden wäre auch von allein ausgebrochen. Es ist jedoch interessant, dass Zemo kein Verbündeter von Hydra ist, sondern ein Feind dieser Organisation.


Zusammengefasst ist Captain America: Civil War der definierende Film für das Marvel Cinematic Universe. Durch die Schuldfrage in Bezug auf die Taten der Avengers wird dieses Film-Universum nachhaltig verändert. Ein großes Lob geht an die Handlung, die Kamerarbeit, die Tricktechnik sowie die hervorragende Leistung der Schauspieler die alle zur Höchstform auflaufen! Meinen wesentlichen Kritikpunkt habe ich bereits genannt. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, denn jeder Marvel-Fan muss diesen Film sehen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Captain America: Civil War Reviews:

Captain America: Civil War [2016] von 11ersFilmkritiken

 

 

Marvel’s moderne Generation |Gedankenspiel

Marvel Comics hat sich verändert. Mit Marvel Now! und All-new All-Different wurde ein neues Universum geschaffen, welches sich der modernen Zeit angepasst hat. Viele alte Konzepte wurden über Bord geworfen und durch Events wie Secret Wars wurde das komplette Marvel-Universum gekippt.

 

Dabei vollzog sich in den letzten Jahren ein Wandel bei den Helden. Die Welt wurde modern und so wurden auch die Helden modern. Moderne Inkarnationen traten auf den Plan und prägten ein neues Bild von altbekannten Figuren.

So wurde Jane Foster, eine Begleitfigur aus den Thor-Comics, zur Göttin des Donners leidet jedoch an Krebs.
Laura Kinney übernahm das Kostüm ihres Vaters Logan und wurde zu Wolverine. Sie ist, wie er, eine Waffe, hat aber die Chance einen anderen Weg zu gehen und ihre Klauen als Heldin zu nutzen.

Miles Morales ist der neue Spider-Man und tritt zusammen mit Peter Parker auf. Peter übernimmt dabei eine Mentorenrolle um Miles das Mantra „Aus großer Macht, folgt große Verantwortung“ beizubringen. Dabei spielt auch die unterschiedliche Auffassung dieses Mantras, aus zwei Perspektiven, eine wichtige Rolle.

Kamala Khan ist die neue Ms. Marvel und meiner Meinung, das Aushängeschild dieser neuen Generation an modernen Superhelden. Kamala ist die erste Amerikanerin mit pakistanischen Wurzeln, die als Superheldin auftritt. Ihr großes Idol, Carol Danvers, tritt nun als Captain Marvel auf. Die beiden haben eine Lehrer-Schüler-Beziehung, jedoch steht Kamala für das Erwachsen werden und ein großer Teil dieser Erfahrung besteht darin zu akzeptieren, dass die Idole nicht so strahlend sind wie man immer glauben will.

Amadeus Cho als Hulk, Kate Bishop als Hawkeye, die jungen Jean Grey & Cyclops, Riri Williams als Iron Man und Sam Wilson als Captain America. Es liegt nun an dieser neuen Generation, ihre Idole/Mentoren zu übertreffen und als glorreiche Helden in die Geschichte einzugehen. Auch wenn die alte Generation niemals zur Gänze verschwinden wird, was auch Schade wäre, bekommen die jungen nun ihre Chance um eine neue Ära einzuleiten.

Im November dieses Jahres erscheint, meines Wissens nach, ein Anthologie-Band mit dem Titel Marvel Generations der sich mit dieser Thematik befasst. Sobald ich mich damit befasst habe, wird es auch einen entsprechenden Beitrag geben.

Bis dahin seit offen für neues und wir lesen uns beim nächsten Mal!