Aller guten Dinge sind drei? | John Wick: Kapitel 3 | Review

Titel: John Wick: Kapitel 3
Originaltitel: John Wick – Chapter 3 – Parbellum
Regie: Chad Stahelski
Laufzeit: 132 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Seit geraumer Zeit gehöre ich auch zu den coolen Leuten, die alle drei John Wick Filme gesehen haben. Meine anfängliche Befürchtung gegenüber dem dritten Teil, meist die Schwächsten einer Filmreihe, hat sich bereits als unbegründet herausgestellt, als der Abspann lief, aber lasst mich weiter ausholen …


Weiterführende Beiträge zu den Vorgängern

John Wick

John Wick Kapitel 2


Nachdem John der russischen Mafia massive Personalprobleme (siehe Joh Wick 1) bereitet hat und ein Mitlglied der Hohen Kammer im Continental Hotel ermorderte, ist er auf der Flucht. Wegen seines Verbrechens exkommuniziert, mit einem Kopfgeld von 14 Millionen Dollar und ohne Unterstützung versucht sich John von seinen Verletzungen zu erholen und aus New York zu fliehen. In Marokko versucht er den Ältesten, der über der Hohen Kammer steht, zu finden und sein Leben ein wenig zu verlängern, um sich die Liebe an seine verstorbene Frau zu bewahren.

Zur gleichen Zeit ist in New York eine Richterin der Kammer eingetroffen, welche über Winston (Besitzer des Continental Hotels), der Direktorin eines Musikteathers und den Bowery King richtet, da alle drei John unterstützt haben …


John Wick Kapitel 3 baut nicht nur die etablierte Welt der beiden Vorgängerfilme weiter aus, sondern bildet eine nahtlose Fortsetzung an Kapitel 2. Die Handlung des Films an sich ist wesentlich simpler als im Vorgänger, erreicht jedoch ein ähnliches hohes Tempo, wie im ersten Teil der Reihe. Tempo ist auch das Stichwort, da sich Expositionsmassaker mit den zahlreichen Actionszenen, die hervoragend sind, abwechseln.

Generell lebt der dritte John Wick Film von seiner Action und der simplen Frage, wie man die vorangegange Szene noch überbieten will. Nun der Film schafft es mit Bravur, sich mit jedem Schlagabtausch/Schusswechsel zu steigern und dabei verdammt cool zu sein!

Interessant ist auch die Ästhetik der Actionszenen, die durch eine große Varianz glänzen, sei es nun beim Schauplatz, den verwendeten Waffen, oder den räumlichen Gegebenheiten. Nichts wirkt recycelt, sondern immer auf die Situatuon von John zugeschnitten. Je weiter die Handlung voranschreitet, umso roher werden die Kämpfe, verlieren sich jedoch nie in stupider Gewaltdarstellung. Dazu kommt ein gewisser Unterhaltungswert durch die hervorragende Choreografie und die teils genutzte Überinszenierung.

Abseits der Action ist auch die Besetzung gewohnt stark und besonders Keanu Reeves trägt den Film durch seine Rolle als Titel-Anti-Held John Wick. Auch Halle Berry als Neuzugang Sofia weiß als Gegenpart zu John zu überzeugen. Weiters kehren Laurence Fishburne als Bowery King, Ian McShane als Winston und Lance Reddick in ihre altbekannten Rollen zurück, welche stark ausgebaut wurden.


Zusammengefasst ist John Wick: Kapitel 3 eine äußerst solide Fortsetzung der Reihe und ein hervorragender vorläufiger Höhepunkt. Die Action funktioniert tadellos, ist manchmal überstilisiert, aber immer unterhaltsam und der Cast weiß ebenso zu überzeugen, wie die Handlung, welche grundlegend simpel, aber spanned ist.

Ich vergebe für John Wick: Kapitel 3 die Wertung sehenswert und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Was John Wick so genial macht! | Gedankenspiel

John Wick ist inziwschen ein Markenname geworden, der nicht nur für populäre Memes, sondern auch für hochwertige Actionfilme spricht.

John Wick ist inzwischen ein Markenname geworden, der nicht nur für populäre Memes, sondern auch für hochwertige Actionfilme spricht. Heute möchte ich mich rein auf den ersten John Wick von 2014 konzentrieren, der zu den besten Filmen gehört, die ich in den letzten fünf Jahren gesehen habe!

Teil 2 & 3 werden eigene ausführlich Beiträge erhalten.

Zuerst ein paar trockene Fakten. John Wick erschien im Jahr 2014 unter der Regie von Chad Stahelski und David Leitch. Erstgenannter inszenierte auch John Wick Kapitel 2 & 3 während Leitch für Deadpool 2, Atomic Blonde sowie Hobbs & Shaw verantwortlich ist. Die beiden Regisseure sind auch als Stuntman aktiv, was bedeutet, dass diese Herren viel Ahnung von Action haben und somit eine hervorragende Grundlage für einen Actionkracher sind.

In der titelgebenden Hauptrolle sehen wir Keanu Reeves, der bereits bei der Matrix-Trilogie mit beiden Regisseuren zusammengearbeitet hat.

Man merkt also, dass der Film eine solide Basis für einen tollen Film bietet aber nicht nur die Besetzung oder die Regie, sondern auch die Handlung gehört zu den Stärken des Films.

John Wick ist ein ehemaliger Auftragsmörder, der seinen Job an den Nagel hing als er sich in eine Frau verliebte. Um in Frieden in den Ruhestand gehen zu können erfüllte er für seinen ehemaligen Boss Viggo eine schier unmögliche Mission, die seine bis heute bestehende Machtposition festigte.

Zu Beginn des Films verstirbt John Wicks Frau an einer ungenannten Krankheit und hinterlässt John postum einen Welpen, damit er den Verlust verkraften aber auch etwas lieben kann. Eines Nachts wird er von drei Gangmitgliedern der russischen Mafia überfallen. Die drei stehlen John Wicks Auto und misshandeln seinen Hund so schwer, dass dieser stirbt. John Wick sinnt auf Rache, da er das letzte Geschenk seiner verstorbenen Frau verloren hat …

Eine der größten Stärken von John Wick liegt in der Erzählung. Der Prolog des Films startet sehr emotional und bindet somit den Zuseher schnell an den Hauptcharakter. Dazu kommt kurz darauf eine massive Gewalteinwirkung auf den Protagonisten, was die Bindung noch weiter verstärkt. Hier muss ich eine Brücke zum ersten Robocop Film schlagen, der ebenfalls dank massiver Gewalteinwirkung zu Beginn des Films den Zuseher an den Protagonisten bindet.

Allerdings steht die Handlung niemals der Action im Weg, sondern bildet mit dieser eine harmonische Einheit. Wie zu erwarten ist gehört John Wick dem Genre des Actionfilms an und bietet in puncto Performance ein sehenswertes Spektakel. Dabei wird der Protagonist als schier unbesiegbare Kampfmaschine dargestellt, der jedoch auch oft einstecken muss während er seine Schellen verteilt. Interessanterweise ist der Gewaltgrad des Films erstaunlich niedrig, obwohl der Body-Count jeden Horrorfilm neidisch werden lässt. Mit Gewaltgrad beziehe ich mich in diesem Fall auf das umherspritzen von Blut. Da gibt es wesentlich übertriebenere Filme wie Polar.

Ein weiteres Lob verdient die starke Besetzung des Films. Keanu Reeves als Protagonist überzeugt auf ganzer Linie und das, was er tut, wird nicht aus der Liebe zum Töten gemacht, sondern es ist simple Rache. In weiteren Rollen sieht man Ian Mcshane als Hotelbesitzer (und große Instanz in der Unterwelt) Winston, Alfie Allen als Auslöser der Handlung Iosef Tarasov und Lance Reddick als Hotelmanager Charon. Den Cast dominiert aber ganz Keanu Reeves.

Alles in allem ist John Wick ein hervorragender Actionfilm und einer der besten (für mich persönlich der Beste) Ableger dieses Genres der letzten Jahre. Die simple Prämisse überzeugt gemeinsam mit der emotionalen Bindung zu Beginn des Films und harmoniert hervorragend mit der Action, während gleichzeitig eine faszinierende Welt erschaffen wird mit Regeln, die streng eingehalten werden müssen. Qualitativ überzeugt der Film auf ganzer Linie, was auch am hervorragenden Tempo liegt. Für mich ist John Wick absolut sehenswert und ich freue mich auf darauf mich mit dem zweiten Film auseinanderzusetzen.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!