Jojo Rabbit | Review

Titel: Jojo Rabbit
Originaltitel: Jojo Rabbit
Regie: Taika Waititi
Laufzeit: 108 Minuten
Erscheinungsjahr: 2019

Bevor ich den ersten Trailer zu Jojo Rabbit gesehen habe, hatte mich der Film kaum interessiert, aber nach Sichtung des Trailers und anschließend des Films war mein Hype schier grenzenlos.

Ob sich eine Sichtung des Films lohnt, erfahrt ihr jetzt!


Das dritte Reich in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs.

Der zehnjährige Johannes „Jojo“ Betzler ist ein begeistertes Mitglied der Hitlerjugend. Sein Vater kämpft in Italien und seine Schwester ist erst kürzlich verstorben. Er lebt mit seiner Mutter zusammen und wird von dieser nach einem Unfall in einem Trainingscamp gepflegt. Als Jojo schließlich herausfindet, dass seine Mutter eine Jüdin in ihrem Haus versteckt, ist die Welt von Johannes auf den Kopf gestellt. Zu dumm, dass ihm bei seinem Dilemma nur sein imaginärer Freund Adolf Hitler zu Seite steht. Als er sich mit Elsa, so der Name des jüdischen Mädchens, langsam anfreundet, verzwickt sich seine Lage immer mehr …


Okay, räumen wir das Offensichtliche gleich aus dem Weg. Jojo Rabbit ist ein satirischer Anti-Kriegsfilm, der allerdings zur klugen Art Satire gehört. Die Themen Nationalsozialismus, Extremismus und Antisemitismus werden geschickt auf die Schippe genommen, aber ohne infantil, beleidigend, oder herunterspielend zu wirken. Viel mehr zeichnet der Film ein völlig überstiliertes Bild der lähmenden Massenkultur der Nazis, was man alleine schon in der Eröffnungssequenz merkt, welche zwar den Führerkult behandelt, aber gleichzeitig völlig übertrieben wirkt. Dies ist in Anbetracht der historischen Ereignisse ein beinah bizarrer Kontrast.

Dem Humor des Films selbst merkt man auch die Handschrift Taika Waititis an, der selbst jüdische Wurzeln hat, und versatzstücke des jüdischen Humors in Jojo Rabbit verbaut hat. Auch wenn der Film gern mal eine etwas härtere Gangart bei den Witzen einlegt sind diese niemals beleidigend oder schlagen gar über die Stränge. Allein die Beschreibungen der diversen Figuren von Juden triefen vor Zynismus und sind gleichzeitig heillos überzogen.

Abseits des Humors, der das prägende Element des Films ist, sind Besetzung und Inszenierung hervorragend. Besonders Letztgenannte verleiht dem Film sehr viel Abwechslung im Grundton. Neben den humoristischen Einlagen ist Jojo Rabbit immer noch ein Anti-Kriegsfilm und dies merkt man besonders in der zweiten Hälfte, wenn sich Drama & Humor abwechseln.

Der Cast des Films lässt sich mit großartig am besten beschreiben. Sei es nun Taika Waititi als Adolf Hitler, Roman Griffin Davis als Jojo Betzler, oder Thomason McKenzie als Elsa. Jeder spielt glaubhaft und mit einer gewissen Prise Überzogenheit, während die Figuren auch ernst gemimt werden, sofern es die Situation erfordert.


Zusammengefasst, Jojo Rabbit ist eine bösartige Satire, die jedoch davon absieht, jemanden zu beleidigen, aber auch gleichzeitig nicht davor zurückschreckt, eine etwas härtere Gangart von Humor zu schalten. Abseits des Humors, den man allerdings mögen muss, ist Jojo Rabbit ein hervorragender Anti-Kriegsfilm, der durch viele Faktoren glänzt und ein harmonisches Gesamtbild abgibt. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt wären gewisse Witze, die ein paar Mal zu oft verwendet wurden und somit den Film manchmal etwas zu repetitiv wirken lassen.

Dennoch ist Jojo Rabbit ein wirklich gelungener Film, dessen Humor zwar nicht jedermanns Geschmack trifft, trotzdem kann ich für selbigen eine Empfehlung aussprechen, was die Wertung sehenswert+ rechtfertigt!

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Z Nation Staffel 5 | Review

Wir haben das Ende der Straße erreicht. Mit Z Nation Staffel 5 endet eine der besten, trashigsten, emotionalsten und unterhaltsamsten Serien, die ich jemals gesehen habe!

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Recap Staffel 1 bis 5:

Drei Jahre sind seit dem Ausbruch der Zombieapokalypse vergangen. In einem der letzten intakten Labore wird fieberhaft an einem Gegenmittel gearbeitet. Der Häftling Murphy trägt die Heilung für das Virus in sich und wird wegen der Zerstörung des Labors und somit aller dortigen Forschungen zur letzten Hoffnung der Menschheit. Eine Gruppe von Soldaten, die kurz nach Handlungsbeginn von einer Gruppe Überlbender abgelöst wird, soll Murphy nach Kalifornien bringen, da dort ein weiteres Labor ist.

Die Gruppe, im Kern bestehend aus Murphy, Lt. Roberta, Tommy 10k, Doc und Addy (die Besetzung wechselt im Laufe der Serie manchmal), macht sich auf den beschwerlichen Weg nach Kalifornien. Dabei wird das Team per Funk von Citizen Z unterstützt und muss gegen zahlreiche Gefahren ankämpfen, den „Dritten Weltkrieg“ überleben, sich mit den Menschen der scheinbaren Utopie Zona herumschlagen und gegen ein Drogenkartell kämpfen. Murphy wird dabei immer mehr klar, wie wichtig er für die Menschen wird und ernennt sich selbst zum Messias, der die Menschen in eine glorreiche Zukunft führen wird.

Durch all diese Abenteuer wächst die Gruppe immer mehr zusammen und nach Murphys Rückkehr zum Team machen sie sich auf den Weg, um die biologische Waffe „Schwarzer Regenbogen“ zu stoppen. Als dies nicht geschafft wird, beginnt erneut eine Ära für die Menschen …

Z Nation Staffel 1

Z Nation Staffel 2

Z Nation Staffel 3

Z Nation Staffel 4

Die Welt hat sich verändert seit der schwarze Regenbogen die Zombieplage eigentlich hätte ausrotten sollen. Anstatt die Untoten zu töten wurde ihr Bewusstsein reaktiviert. Somit wurden aus vielen Zombies sogenannte Talker, sprich Zombies mit Bewusstsein. Um nicht wieder zu Bestien zu werden, essen die Talker „Kekse“ mit geheimen Zutaten. Gleichzeitig entsteht eine neue Nation, Newmerica, in der Menschen und Talker friedlich miteinander zusammenleben sollen. Als jedoch an einem Wahltag ein Terroranschlag verübt wird entbrennt ein Konflikt zwischen Menschen und Talkern, in dessen Zuge auch der Vorrat an Keksen gefährlich schwindet. Das Team der ehemaligen Operation Bisswunde, Doc, Roberta, Tommy 10k und Murphy macht sich mit neuen Verbündeten auf, um das Geheimnis hinter den Keksen zu lüften und die Entstehung von Newmerica doch noch erfolgreich zu ermöglichen …

Das größte Problem aller Zombie-Serien ist der würdige Abschluss. Wie soll man eine Prämisse wie die Zombie-Apokalypse zufriedenstellend beenden? In dem das Ende der Welt niemals ein Ende findet, aber etwas neues erschaffen wird und genau das macht die fünfte Staffel von Z Nation. Zum letzten Mal rückt das Team zu einer gefährlichen Mission aus, mit neuen aber auch alten Gefährten, was den Nostalgiefaktor nochmal nach oben treibt.

Loben muss ich die Staffel für die erneute Kreativität und den allgegenwärtigen Irrsinn. Die Ideen mit Zombies, die über ein Bewusstsein verfügen, mag nicht neu sein, aber eine Nation, in der beide „Spezies“ zusammenleben und das Bewusstsein an eine Art Medikament gekoppelt ist, bedarf einer gewissen Kreativität. Dazu kommen immer wieder absurde Einlagen, oder teils irrsinnger Humor, der jedoch auch den Charme der Serie ausmacht.

Ebenfalls loben muss man die Besetzung. Besonders Kellita Smitha (Robert Warren), Keith Allan (Murphy), Nat Zang (Tommy 10k) und Russel Hodgkindson (Doc) liefern eine tolle Performance ab, die sie auch gleichzeitig zu den Aushängeschildern der Serie macht.

Zusammengefasst bildet Z Nation Staffel 5 einen sehr unterhaltsamen Abschluss der trashig-dramatisch-unterhaltsamen Zombieserie, die erneut durch eine Mischung aus Horror, Trash, Humor und einer etwas tiefgründigen Story zu begeistern weiß. Dazu kommt ein gemeiner Cliffhanger, der Lust auf mehr macht, aber wir haben hier das Ende des Weges erreicht. Mit Z Nation Staffel 5 endet eine der besten und abgedrehtesten Zombieserien überhaupt, aber es war unterhaltsam, dem Team bis zum Ende zu folgen.

Daher vergebe ich für Z Nation Staffel 5 die Wertung sehenswert+!

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Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter

Christopher Robin | Review

Titel: Christopher Robin
Originaltitel: Christopher Robin
Regie: Marc Foster
Laufzeit: 104 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Fantasy, Komödie, Drama

Gestern war ich in der Vorpremiere von Christopher Robin, dem neuesten Realfilm von Disney, der auf einem bekannten Trickfilm basiert. In diesem Fall ist die Vorlage Pu der Bär und es ist immer ein schöner, sonniger Tag, wenn Christopher Robin mit seinen Freunden spielen mag!

Kernfakten zum Film

Titel: Christopher Robin

Originaltitel: Christopher Robin

Regie: Marc Foster

Laufzeit: 104 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Fantasy, Komödie, Drama


Christopher Robin ist nicht mehr der Junge, der er einst war, sondern ein Erwachsener mit Frau und Kind. Die Erlebnisse mit seinen Kindheitsfreunden Winnie Pooh, Tigger, Ferkel I-Ah, Rabbit, Eure, Kängs und Roo sind nur mehr blasse Erinnerungen.

Inzwischen arbeitet Christopher für Winslow Enterprises und fristet ein recht eintöniges Leben unter seinem Chef Giles. Als eines Tages plötzlich Winnie Pooh bei ihm auftaucht, der seine Freunde verloren hat, begibt sich Christopher auf ein Abenteuer um den Spaß am Leben wieder zu finden und sein Familienglück zu retten.

Christopher Robin erzählt eine simple aber stimmige Geschichte über Freundschaft, Familienglück und den Spaß am Leben. Dabei wechselt sich der Humor mit rührenden Szenen ab, allerdings hat der Film, bedingt durch ein langsames Tempo, ein paar Längen in der ersten Hälfte.


Technisch verdient die Animation der Stofftiere um den kultigen Bären Winnie Pooh ein großes Lob! Das CGI ist äußerst hochwertig, erweckt die Figuren zum Leben und beißt sich dabei nicht mit dem Realaufnahmen. Interessant ist auch das Detail des Alters, da Winnie Pooh durchaus älter wirkt und die Stofftiere allgemein den Eindruck alter aber immer noch geliebter Spielzeuge erwecken.

Pooh der Bär wirkt im Gesicht emotionsloser als seine älteren Versionen, hat aber etwas von einem alten Lehrmeister, der mit seinen Lehren den Spaß am Leben und das glücklich sein an sich vermitteln will. Die anderen Bewohner des hundert morgen Waldes kommen zwar auch vor, allerdings liegt der Fokus klar auf Christopher Robin und Pooh dem Bären.

Die „realen“ Schauspieler wissen ebenfalls zu gefallen. Besonders Ewan McGregor schafft es den (zu Beginn) freudlosen Christopher Robin zu spielen, der sein inneres Kind finden muss, um sowohl sein eigenes Leben als auch das seiner Familie zu verbessern.


Alles in allem ist Christopher Robin ein Liebesbrief an die alten Disneyfans, der seine Vorlage mit Respekt behandelt und pure Nostalgie versprüht. Trotz mancher Längen in der ersten Hälfte weiß der Film als Gesamtwerk zu gefallen und verdient sich die Wertung sehenswert!

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Super – Shut Up, Crime! | Review

Titel: Super, Shut Up Crime!
Originaltitel: Super
Laufzeit: 92 Minuten
Erscheinungsjahr: 2010
Produktionsland: USA

Im Jahr 2018 sind Superheldenfilme aus dem modernen Kino nicht mehr wegzudenken. Das sah im Jahr 2010, als die X-Men strauchelten, das MCU gerade im entstehen war und DC mit Batman glänzte, noch etwas anders aus.

Mit Super – Shut Up, Crime! hat James Gunn (Guardians of the Galaxy Vol. 1 & Vol. 2) einen ersten Schritt ins Superheldengenre gewagt und einen Film mit Humor & Herz erschaffen. Auf einen Vergleich mit Kick-Ass werde ich verzichten weil ich diese Filme nie komplett gesehen habe.


Frank ist ein Außenseiter dessen bisheriges Leben von Spott, Ernidriegungen, Mobbing und fehlendem Selbstwertgefühl geprägt war. Es gibt jedoch zwei perfekte Momente in seinem Leben. Zum einen die Hochzeit mit der schönen Sarah und zum anderen als er einem Polizisten half einen Verbrecher zu schnappen.

Eines Tages verlässt Sarah jedoch Frank für den charismatischen Strip-Club Besitzer Jacques, der nebenbei auch noch mit Drogen handelt wodurch er die ehemalige Drogensüchtige Sarah leicht unter seinen Einfluss bringen kann.

Frank verfällt in eine tiefe Deprission und kann diese erst durch eine Vision von Gott sowie dem heiligen Rächer (einr Serienfigur innerhalb des Films) ablegen. Er beschließt ein Held zu werden und erhält dabei, zu beginn ungewollt, Hilfe von der Comic-Verkäuferin Libby, die schließlich sein Side-Kick wird. Unter den Codenamen der blutrote Blitz (Frank) und Blitzie (Libby) nehmen die beiden den Kampf gegen das Verbrechen auf, mit dem Endziel Sarah aus den Fängen des bösen Jacques zu befreien.


Super – Shut Up, Crime! verwendet alle Elemente einer Comicverfilmung und garniert diese mit sehr schwarzem Humor. Frank benutzt, inspiriert durch Helden ohne Superkräfte (Iron Man, Batman, …), eine Rohrzange als Waffe, was jedoch eher an den Punisher erinnert da Frank äußerst brutal vorgeht. Die Gewalt ist jedoch massiv überspitzt und wird als Stilmittel eingesetzt, da ein Hieb mit einer Rohrzange eher selten unblutig endet.

Abseits der Gewalt hat der Film sehr viel Herz, was an den faszinierenden Figuren liegt, die eine gewisse Sympathie erzeugen. Selbst wenn sie wie im Fall von Michael Rooker (Schläger Abe) kaum Text haben. Man erfährt viel über Franks (Rainn Wilson) Gefühlswelt und er will ein Held sein, rächt sich aber gleichzeitig an Verbrechern für sein schlechtes Leben. Besonders Jacques, gespielt von Kevin Bacon, macht als Bösewicht eine große Figur und wird schnell zur Nemesis von Frank. Ellen Page schlüpft in die Rolle von Libby und möchte Frank unterstützung, vermutlich teils aus Bewunderung, teils als Fluchtversuch aus ihrem Leben.

Interessant ist auch der Wandel der beiden Hauptfiguren. Frank entwickelt sich von einem Loser zu einem Helden, gewinnt trotz Rückschlägen selbstvertrauen und gibt alles um seine geliebte Sarah zu befreien. Dabei werden keine Gefagenen gemacht und sein Hass auf das Verbrechen würde den Punisher (alias Frank Castle) stolz machen. Hier muss auch Rainn Wilsons grandiose Darbietung gelobt werden, die von viel Menschlichkeit geprägt ist.

Libby wird von einer grauen Maus, schnell zu einer psychpatischen Kämpferin für das Gute und muss dementsprechend von Frank in ihre Schranken verwiesen werden. Das erinnert mich am Jason Todd aka Robin aka Red Hood der ebenfalls brutal agierte und von Batman ermahnt wurde. Dabei schafft es Ellen Page glaubhaft die graue Maus aus dem Comicbuchladen und die manische Kämpferin der Gerechtigkeit zu spielen.

Unterlegt wird dieses bitterböse, humoristische Drama von einem stimmigen Soundtrack des großartigen Komponisten Tyler Bates.


Zusammengefasst ist Super – Shut Up, Crime! kein Meilenstein der Kinogeschichte und will es auch garnicht sein. Dieser Idipendentfilm ist mehr eine bitterböse Satire auf das Genre der Superhelden an sich, hat jedoch eine eigene Identität und dank der starken Besetzung viel Charme. Ich vergebe für Super – Shut Up, Crime! das Prädikat sehenswert, wer Kick-Ass nicht kennt schaut halt diesen Film.

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Der Sex Pakt | Review

Titel: Der Sex Pakt
Originaltitel: Blockers
Laufzeit: 102 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Stars der WWE, Wrestler, in großen Produktionen aus Hollywood einzusetzen, ist längst keine Seltenheit mehr. Siehe dazu Guardians of the Galaxy Vol. 1 & 2 (Dave Bautista) oder Jumanji: Welcome to the Jungle (Dwane Johnson).

Wer meinen Blog verfolgt, wird merken das Komödien eher selten vertreten sind. Um diesem Missstand entgegen zu wirken, teile ich heute meine Meinung zu Der Sex Pakt mit euch, denn ein Film, in dem es um Sex geht, muss ja gut sein. Oder?


Julie, Sam & Kayla sind bereits seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Als der Abschlussball ins Haus steht, schließen die drei Mädchen einen Pakt, der besagt, dass das Trio im Laufe des Abends ihre Jungfräulichkeit verliert.

Per Zufall erfahren Julies Mutter Lisa, Sams Vater Hunter und Kaylas Vater Mitchell vom namensgebenden Sex Pakt, was natürlich von der elterlichen Truppe verhindert werden „muss“.

Die Handlung von der Sex Pakt ist eine Mischung aus Teenager-Komödie mit kleinen Coming of Age Elementen und sehr vielen sexuellen Witzen, wobei der Humor allgemein eher derber angelegt ist, aber auf die jeweiligen Situationen ideal eingeht.

Die Besetzung des Films ist durch die Bank weg sehr sympathisch und sowohl die drei Freundinnen als auch die drei Elternteile ergänzen sich hervorragend. Dabei vergisst der Film bei all den Witzen und irren Situationen nicht seine Figuren, im Bereich einer Komödie, auszuarbeiten. Die grundlegende Prämisse, der Verlust der Jungfräulichkeit, ist nichts neues wird allerdings sehr gut umgesetzt und Themen wie Sexualität oder Erwachsenwerden fügen sich schleichend ins Gesamtbild ein.


Alles in allem funktioniert der Sex Pakt hervorragend. Die Geschichte entwickelt sich in einem angenhmen Tempo, ist mal lustig und dann wieder etwas ernster. Was die Besetzung angeht, kann man ebenfalls nicht meckern, da jeder seine Rolle so ernst wie nötig nimmt. Daher vergebe ich für der Sex Pakt das Prädikat sehenswert, da dieser Film zeigt das auch Teenager-Sex-Komödie gelungen inszeniert sein können.

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Game Night | Review

Titel: Game Night
Originaltitel: Game Night
Laufzeit: 100 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Huch schon wieder ein Thriller? Nun dieses mal haben wir es mit einem Vertreter zu tun, der auch humoristische Elemente enthält.

Diese Review ist meiner guten Freundin Sarah Schuh gewidmet, da wir diesen Film an ihrem Geburtstag gesehen haben!


Die passionierten Spieler Max & Annie, ihres Zeichens glücklich verheiratet, veranstalten regelmäßig Spieleabende mit ihren Freunden. Als Max erfolgreicher, aber äußerst eingebildeter Bruder Brooks auftaucht und die Truppe zu einem Spieleabend in seinem Haus einlädt, natürlich wird Max von seinem Bruder etwas gedemütigt, ist die Stimmung des passionierten Spielerpaares etwas gedrückt.

An besagtem Spieleabend in Brooks offenbart dieser sein Programm. Er hat ein interaktives Rollenspiel am Start, dessen Gewinner sein Auto, eine Corvette Stingray, erhält. Dazu wird eine Entführung vorgetäuscht und anhand von Rätseln muss der Fall aufgelöst werden.

Doch alles kommt anders als gedacht und aus einem Spieleabend wird ernst.


Game Night kommt mit einer interessanten Prämisse des Weges, die zwar nicht übermäßig tiefgründig, aber durch diverse Wendungen und viel Witz, der oft zündet, ergänzt wird und einfach erfrischend wirkt, spannend ist.

Die Besetzung ist durch die Bank weg sehr sympatisch und weist eine gute Chemie untereinander auf. Dazu kommt ein hohes Erzähltempo und die richtige Menge an Action zwischen den Dialogen.

Ein großes Lob muss ich an gewisse Kamerafahrten aussprechen, durch die die Szenen an Brettspiele erinnern. Nun muss ich auch etwas meckern. Das Ende war mir einen Tick zu lang und der Spannungsbogen wurde etwas überspannt. Klar der letzte Twist war gut, aber dennoch hat es mich nicht mehr so mitgerissen.


Zusammengefasst ist Game Night ein gelungener Thriller mit humoristischen Einlagen, der eine gewisse Charackterentwicklung in der Handlung mitbringt und ganz klar mit seiner sympatischen Besetzung punktet. Ich vergebe für Game Night das Prädikat sehenswert. Wer eine Komödie sucht die über weite Strecken auf debilen Humor verzichtet und eher auf Situationskomik baut, wird hier fündig.

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Weitere Beiträge zu Game Night:

Santa Clarita Diet (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Name: Santa Clarita Diet
Staffeln: 1+
Episoden: 10 in 1+ Staffeln
Sender: Netflix
Genre: Horror

Ich kann mich von Netflix nicht trennen. Die Auswahl an interessanten Serien nimmt nicht ab und dank meines Kumpels Felix bin ich über eine sehr ausgefallene Serie gestoßen, die im Untergenre der Horror-Komödie angesiedelt ist. Somit viel Spaß mit meiner Review zur ersten Staffel von Santa Clarita Diet!


Familie Hammond, bestehend aus Joel & Sheila (vom Beruf Makler) sowie deren Tochter Abby, lebt in der Stadt Santa Clarita in Kalifornien. Das Leben der Familie wird plötzlich auf den Kopf gestellt als Sheila sich in einen Zombie verwandelt, anfangs verpacktes Fleisch isst aber nachdem sie einen Menschen verzehrt hat, nur mehr Menschenfleisch essen kann. Das Ehepaar muss sich dabei mit neugierigen Nachbarn und Kulturellen Normen herumschlagen. Dabei kommen sie dem scheinbar mystischen oder medizinischen Ursprung des Problems näher.

Obwohl die Serie dem Horrorgenre zuzuordnen ist, wird die eigentlich ernste Situation durch skurrile Situationen und abgedrehten Humor sehr aufgelockert. Erst in den letzten zwei Folgen macht sich ein ernsterer Unterton bemerkbar.


Die größte Stärke der Serie ist die Besetzung und deren hervorragende Chemie untereinander. Besonders Drew Barrymore als Sheila und Timothy Olyphant schaffen es wie ein richtiges Ehepaar zu wirken. Beide spielen liebenswerte aber schrullige Personen, die mit diesem Problem auf unterschiedliche Art umgehen. Ergänzt wird das Duo durch Liv Hewson als Abby Hammond und Skyler Gisondo als Nerd Erick Bemsis.

Die vier Hauptfiguren haben eine gute Dynamik untereinander die sich auch auf das Zusammenspiel mit den Nebenfiguren auswirkt.

Santa Clarita Diet kommt mit einer ausgewogenen Mischung aus Humor & Ekelhorror daher, was mich insofern belustigt da Horrorkomödien oftmals ekliger sind als reine Horrorfilme.


Alles in allem ist Santa Clarita Diet eine interessante Serie, die die Themen Zombie & Unleben kreativ aufarbeitet und einen sehr skurrilen Humor aufweist. Ich vergebe das Prädikat sehenswert und hoffe das die kommende Staffel 2 eine gleichbleibend hohe Qualität aufweist.

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The End of the F***ing World Staffel 1 (Netflix Original) | Review

Name: The End of the F***ing World
Staffeln: 1
Episoden: 8
Sender: Netflix
Genre: Dramedy

Die Review zu American Horror Story Staffel 2 muss noch etwas warten, da mir von Felix die Serie The End of the F***ing World empfohlen wurde. Danke dafür und nun viel Spaß mit meiner kurzen, spoilerfreien Review!


James ist siebzehn Jahre alt und glaubt, ein Psychopath zu sein. Als er auf die rebellische Alyssa trifft, brechen beide aus ihrem tristen und im Falle von Alyssa lieblosen Leben aus, um einen Neuanfang zu starten. Somit treten die beiden eine Kette von Ereignissen los, in deren Verlauf auch die Polizei eingeschalten wird und das Paar tiefgreifende Veränderungen durchmacht.

Die Rahmenhandlung von The End of the F***ing World ist simpel, jedoch liegt der Reiz in den faszinierenden Figuren, den abwechslungsreichen Themen, der Folgen, sowie der gelungenen Mischung aus Drama und schwarzem Humor.


Der Cast von The End of the F***ing World gefällt, wobei die beiden Hauptdarsteller Alex Lawther (James) & Jessica Barden den Rest der Besetzung an die Wand spielen. Dies liegt unter anderem an dem gekonnten Einsatz von Mimik und Gestik. Außerdem muss ich die Dialoge loben, die sehr gut ins Deutsche übersetzt wurden, was besonders bei britischen Serien nicht selbstverständlich ist. Ich blicke in deine Richtung Dr. Who.


The End of the F***ing World ist eine jener Serien, über die man nicht zu viel verraten will. Man muss sie selbst erleben und sich auf sie einlassen, denn gerade zu Beginn wirkt The End of the F***ing World sehr unnahbar, was sich jedoch nach der ersten Folge stark bessert. Mir hat diese Serie sehr gut gefallen und ich hoffe auf eine bald erscheinende zweite Staffel. The End of the F***ing World bekommt von mir das Prädikat sehenswert!

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Swiss Army Man | Review

Ich bin ein Fan von Daniel Radcliffe, auch wenn Harry Potter seine bisher markanteste Rolle war, so mag, ich jene Filme nach der H.P.-Ära inzwischen etwas lieber. Schließlich haben mir Filme wie die Frau in Schwarz, Imperium & Horns gezeigt, dass der gute Herr Radcliffe mehr kann, als nur einen Zauberlehrling spielen. Das sollte er auch mit dem heute thematisierten Film erneut beweisen können.


Eins vorweg, Swiss Army Man ist kein Film für die breite Masse & ganz klar kein Film bei dem man das Hirn ausschalten & sich berieseln lassen kann.

Aber eins nach dem anderen. Worum geht es eigentlich in Swiss Army Man?
Der schiffbrüchige Hank (gespielt von Paul Dano) möchte sich auf einer einsamen Insel das Leben nehmen.
Bevor es jedoch dazu kommt, erblickt Hank eine angespülte, regelmäßig flatulierende (furzen) Leiche, gespielt von Daniel Radcliffe. Er benutzt sie zuerst als Jet-Ski, um von der Insel zu fliehen, und trägt sie anschließend durch die Wildnis in der Hoffnung auf Zivilisation zu stoßen

Im Laufe des Trips durch die Wildnis beginnt Manny, so wurde die Leiche von Hank benannt, zu sprechen. Es entsteht eine Freundschaft zwischen Hank & Manny. Im Laufe ihrer zahlreichen Gespräche erklärt Hank, dem nicht ganz so toten, Manny wie die Gesellschaft funktioniert, was man tun darf & was nicht und was es seiner Meinung nach bedeutet am Leben zu sein.

Genau da liegt die große Stärke von Swiss Army Man. Die Dialoge wurden mit viel Herz & so clever geschrieben, wie ich es nur selten in einem Film erlebt habe. Mannys Fragen über die Gesellschaft, das Verhalten im Alltag und seinen Mitmenschen gegenüber, die Tatsache das man nicht (immer) sagen sollte, was man denkt, obwohl so viele Probleme damit gelöst werden können, regen zum Nachdenken an.


Noch ein paar Worte zu den Protagonisten selbst. Hank ist ein junger Mann, der vom Leben enttäuscht wurde und davon gelaufen ist, um sich das Leben zu nehmen. Sein einziger Wertgegenstand ist sein Handy mit dem Bild einer hübschen Frau, die mit ihm immer im Bus mitgefahren ist. Was es damit auf sich hat, werde ich an dieser Stelle verschweigen. Ihr wisst schon, Spoileralarm.

Manny ist eine Leiche, ich weiß sehr schockierend, welche zurück ins Leben findet & über besondere Fähigkeiten verfügt. Der Titel des Films „Swiss Army Man“ ist eine Zusammensetzung der Bezeichnung für ein Schweizer Taschenmesser & dem englischen Wort für Mann. Bei Manny handelt sich also um ein menschliches Schweizer Taschenmesser. Seine Fähigkeiten umfassen z.B. eine Funktion als Kompass oder als ziemlich ekelhafter Trinkwasserspender.

Beide Schauspieler haben eine gute Chemie miteinander. Paul Dano spielt einen enttäuschten aber liebenswerten Mann, der in die Rolle des „Lehrers“ schlüpft während Daniel Radcliffe den „Schüler“ spielt und die Welt erklärt bekommt. Garniert wird das ganze mit einem recht derben Humor jedoch ist es nie zu viel sondern genau an der Grenze zur Anrüchigkeit.


Zusammengefasst ist Swiss Army Man eine sehr emotionale, groteske Komödie mit philosophischen als auch dramatischen Themen. Gute geschriebene Dialoge, Schauspieler mit Herz und ein stimmungsvoller Soundtrack machen diesen Film zu einem wahren Juwel des Independent Films. Ich kann jedem empfehlen, diesem Streifen eine Chance zu geben.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal!

Persönliche Note: Sehr Gut!

Filmdaten

Orginaltitel: Swiss Army Man

Deutscher Titel: Swiss Army Man

Produktionsland: USA

Orginalsprache: Englisch

Laufzeit: 97 Minuten

Regie: daniels – Daniel Kwan & Daniel Scheinert

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„Swiss Army Man“ – Filmrezension

Kritik: Indie, Indie, Indie – Swiss Army Man