Yu-Gi-Oh! – Die heiligen Karten | Review

Heute machen wir einen Ausflug auf dem Game Boy Advance und ich präsentiere euch ein kleines Spiel zu einer Lizenz, von der ich seit gut zehn Jahren nichts mehr gehört habe. Ich meine natürlich Yu-Gi-Oh. Viel Spaß!


Der Spieler übernimmt die Rolle eines namenlosen Nebencharakters, nennen wir ihn einfach mal Lee, da der Name frei wählbar ist, aus dem Freundeskreis um Yugi Muto. Ziel des Spiels ist der Sieg im großen Battle City Turnier, was auch in der Serie die beste Staffel war, in der fiktiven Stadt Domino City.
Dazu streift man durch die Stadt und besiegt die üblichen Verdächtigen in Duel Monsters Duellen (der seltsame Bruder von Magic the Gathering). Neben namenlosen NPC’s trifft man auch auf bekannte Gesichter aus der Serie wie Rex oder Bakura.
Die Duelle selbst laufen nach dem bekannten Yu-Gi-Oh Regelwerk ab, leiden aber unter einer eigenwilligen Übersetzung. Nichts was das Spiel an sich negativ beeinflusst aber etwas seltsam, wenn aus dem Elfenschwertkämpfer der keltische Krieger wird.


Der Schwierigkeitsgrad steigt langsam an und gerade im Finale muss das Deck stark genug sein, um mithalten zu können.

Mit jedem Sieg steigt die Kapazität des Decks und somit können besser Karten integriert werden. Meine Empfehlung ist es mit der Währung Domino, langsam frage ich mich, warum wir Duel Monsters spielen und nicht Domino, gute Einzelkarten zu erwerben und so das Deck anzupassen.

 

Optisch wie Akustisch werden die Fähigkeiten des GBA optimal genutzt, um weder Augen- noch Ohrenkrebs zu erzeugen.

 


Aus heutiger Sicht kann ich nicht verstehen wie Leute hunderte Euro in physische Karten investieren können, wenn man mit dem Kauf eines einzigen Moduls das komplette Duel Monsters Paket bekommen kann. Mir macht Yu-Gi-Oh! – Die heiligen Karten immer wieder Spaß und trotz einer kurzen Spielzeit wird man wunderbar unterhalten. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!

Meine Meinung zu 1-2 Switch [Autor: Felix Neumaier] | Gedankenspiel

Das Spielprinzip in 1-2 Switch ist ganz einfach. 1-2 Switch ist für die Nintendo Switch, was Wii Sports für die Wii und Nintendo Land für die Wii U war. Eine Minispielsammlung als Präsentation für die technischen Möglichkeiten der neuen Konsole. Genauer gesagt, für die Fähigkeiten der Joy-Cons. Denn die stehen bei 1-2 Switch im Mittelpunkt. Zwei, manchmal auch mehr, Spieler battlen sich damit in insgesamt 28 mehr oder weniger kuriosen Minispielen. Da wollen zum Beispiel Schatztruhen aus Ketten befreit, Safes geknackt oder Gorilla Bewegungen im Rhythmus absolviert werden. Das alles dauert jeweils meist nicht länger als zwei Minuten, wenn überhaupt. Das Menü, in dem man durch die Spiele scrollt, sieht zwar nett aus, allerdings hätte ich es mir etwas übersichtlicher gewünscht. Zu jedem Spiel gibt es ein hübsch gemachtes und ausführliches Vorstellungsvideo, das man sich jederzeit angucken kann. Doch keine Sorge, die meisten der 28 Minigames funktionieren recht einfach, sodass man schon nach dem ersten Versuch den Dreh raus hat.

Die Steuerung und die Features haben mir sehr gut gefallen. Hier möchte ich besonders die HD-Rumble Funktion hervorheben. Am Anfang dachte ich mir, dass das niemals funktionieren könnte, doch ich wurde eines Besseren belehrt worden. Dieses Feature hat mich wirklich umgehauen, weil es einfach sehr gut funktioniert. Weniger toll ist dagegen die Bewegungssteuerung bei hektischen und schnellen Spielen. Beim virtuellen Rasieren zum Beispiel reagiert der Controller nur verzögert auf meine Bewegungen und beim Baseball ist es schwierig zu schätzen, wann wir den Schläger genau schwingen müssen. Hier habe ich oft den Eindruck, Fuchteln sei effektiver als präzise Bewegungen.

 Man kann mit 1-2 Switch absolut viel Spaß haben. Jeder der das Spiel bei mir zu Hause ausprobiert hat, hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Besonders witzig wird es allerdings erst, wenn man das Minispiel Wettessen zockt. Es ist ebenso witzig wie bizarr ein virtuelles Baby, mit der Konsole in der Hand, in den Schlaf zu wiegen, oder zu versuchen, wilde Tanzbewegungen des anderen zu kopieren. Und auch auf Partys dürfte das Spiel besonders gut ankommen, vorausgesetzt, es ist keine zu laute Feier, denn bei vielen Spielen muss man auch auf einen bestimmten Ton achten, zum Beispiel auf das „Feuer!“ beim Minispiel Revolverhelden.

Mangels Spielmodi, Schwierigkeitsgraden und Highscore-Listen ist aber bereits nach wenigen Runden die Motivation dahin. Meistens einigt man sich auf eine oder zwei Runden als Revanche. Man wechselt dann allerdings direkt zum nächsten Spiel und fragt sich irgendwann, ob da noch etwas kommt. Nur kommt eben nichts mehr.

Als kleines Fazit möchte ich sagen, dass das Spiel auch kostenlos der Konsole hätte beiliegen können. Denn als Vollpreistitel, empfinde ich das was hier geliefert wurde, als kleines Manko.

 

Exkurs: Rob Zombies Horrorfilme | Gedankenspiel

Aloha! Dieser Beitrag ist eine Fortsetzung zur 31 Review, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe. Heute bespreche ich kurz die Horrorfilme von Rob Zombie. Folgende Filme werden heute vorgestellt:


* Haus der 1000 Leichen

* Devils Reject

* Halloween 1

* Halloween 2

* The Lords of Salem

31 werde ich an dieser Stelle nur verlinken, da eine doppelte Besprechung keinen Sinn macht und nun viel Spaß mit diesem Exkurs!


 

 

Haus der 1000 Leichen – 2003/LZ: 88 Min. (NTSC), 83 Min. (PAL Cut), 85 Min. (PAL Uncut)/Indiziert


Der erste
Rob Zombie Film, den ich gesehen habe, und ich schaue ihn echt gerne. Nüchtern betrachtet ist der Film nicht wirklich gut, hat aber einen ganzen eigenen & seltsamen Charme. Für den Film sprechen der Soundtrack, die solide Leistung der Schauspieler & die teilweise echt coolen Effekte. Negativ fallen die etwas abstruse Handlung, eine Gruppe von jungen Leuten wird abgeschlachtet, sowie der allgemein präsente Trashfaktor auf.


 

The Devil’s Rejects – 2005/LZ: 109 Min./FSK 18

Das ist die direkte Fortsetzung zu Haus der 1000 Leichen. War der Vorgänger noch einigermaßen lustig, so haben wir es hier mit einem ernsten & sehr brutalen Horrorfilm zu tun. Interessant ist der Rollentausch des Films. So wird die Mörderfamilie Firefly zu den Opfern, mit zweifelhaften Methoden und aus dem Sheriff der gnadenlose Jäger. Die Leistung der Schauspieler überzeugt & allgemein wirkt dieser Film um einiges hochwertiger. Schade, dass mit dem Ende des Films ein dritter Teil unmöglich wird, sofern es kein Prequel ist.


 

Halloween 1 – 2007/LZ: 105 Min. (Uncut Kinoversion)/116 Min. (Directors Cut)/110 Min. (Blu-Ray)/FSK: Keine Jugendfreigabe bzw. Indiziert)

Jetzt wird es schwierig, da ich bei
Halloween gespalten bin. Es gibt 2 Versionen (3 mit der Kinoversion die ich nicht kenne) von diesem Film und so habe ich zwei Meinungen zu diesem Film, beide sind aber eher negativ. Zum einen gibt es die normale Uncut Version, bei der wir es mit einem blutigen Slasher zu tun haben welcher den Geist des Originals weit verfehlt.

Zum anderen gibt es den Directors Cut, den ich zutiefst verabscheue und das hat einen, für mich, guten Grund. Ich hasse Vergewaltigungen in Horrorfilmen. Ja es gibt ein eigenes Genre dafür, Rape & Revenge Film, aber da weiß ich, was mich erwartet. In einem Teenie-Slasher Film will ich so was nicht sehen.


 

Halloween 2 – 2009 – LZ: 101 Min. (Kinofassung), 112 Min. (FSK Fassung), 114 Min. (SPIO/JK Fassung), 115 Min. (uncut) FSK: Keine Jungendfreigabe bzw. Indiziert

Hierbei handelt es sich um die direkte Fortsetzung von Halloween 1. Leider wurde der Film nicht besser, sondern schlechter. Die unheimliche Atmosphäre der ersten Teile konnte nicht erreicht werden dafür gibt es noch mehr brutale Morde & stumpfe Gewalt. Das wir es hier mit einem stumpfen Slasherfilm zu tun haben ist noch verschmerzbar, aber zwei Aspekte an diesem Film stören mich gewaltig.


1. Michael Myers spricht. Das wohl größte Sakrileg des gesamten Franchise & eine sehr dumme Entscheidung, was die Atmosphäre angeht. Michael ist der schwarze Mann ohne Gesicht & Stimme. Wenn das böse spricht, verliert es einen Teil seiner Macht.

2. Ich habe es schon angemerkt. Man sieht Michael ohne Maske, was ihn nun komplett uninteressant & nicht mehr gruselig macht.

In Kombination mit einer angedeuteten Vergewaltigung bilden Halloween 1 & 2 den Bodensatz der Rob Zombie Filme.


 

The Lords of Salem – 2012/LZ: 101 Minuten/FSK 16


Nachdem ich über die letzten Filme nur gemeckert habe, wird es nun wieder positiver. Bei
Lords of Salem handelt es sich um einen Horrorfilm mit Hexen-Thematik, was schon relativ kreativ ist. Handlungsort ist die Stadt Salem in den USA, welche durch die Hexenprozesse traurige Bekanntheit erlangte und auch der Handlungsort des Videospiels Murdered Soul Suspect ist.
Der Film setzt auf ein gemächliches Tempo und lässt das Grauen sich langsam entfalten. Dabei verschwimmt die Grenze zwischen Realität & Wahnsinn für die Protagonistin immer weiter bis zum grausigen, psychedelischen Höhepunkt. Dabei wird auf die genretypischen Jump-Scares verzichtet und mehr auf Atmosphäre, die Leistung der Schauspieler und dem Spiel mit Kameraschnitten sowie Effekten gearbeitet.


Zusammengefasst ist die Filmografie der Rob Zombie Horrorfilme zwar durchwachsen aber großteils sehenswert. Bis auf Halloween 1 & 2 kann ich jeden der vorgestellten Filme empfehlen. Es sei noch angemerkt, dass Rob Zombie an weiteren Filmen mitgewirkt hat, jedoch würde es den Rahmen sprengen diese vorzustellen und schließlich ging es heute um die R.B. Horrorfilme.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal wieder!

Die Hölle – Inferno | Review

Ich mag spannende Thriller & ich mag moderne Filme aus meiner Heimat Österreich. Also führt kein Weg an „Die Hölle – Inferno“ vorbei & nun kommt meine Review zu diesem Film.


Die junge, unnahbare und äußerst wortkarge türkischstämmige Özge Dogruol (Violetta Schurawlow) lebt in Wien. Tagsüber trainiert sie Thai boxen, im Club ihres Ex-Freundes und arbeitet nachts als Taxifahrerin. Weiters kümmert sie sich um die Beziehungsprobleme ihrer Cousine Ranya (Verena Altenberger), welche ihren Mann Samir (Robert Palfrader) regelmäßig betrügt obwohl sie ihn liebt. Ja das ergibt Sinn oder auch nicht.


Eines Tages beobachtet Özge aus einem Fenster in ihrer Wohnung einen grausamen Mord in der Wohnung gegenüber. Sie ist der festen Überzeugung vom Mörder gesehen worden zu sein jedoch schenkt ihr die Polizei keinen Glauben. Dies stellt sich bald als Fehler heraus denn der Mörder hat sie tatsächlich gesehen und beginnt die Jagd auf Özge.

Die Geschichte ist sehr spannend inszeniert wartet mit ein paar Wendungen auf und bekommt im späteren Verlauf Elemente einer Lovestory sowie eines Familiendramas. Aufgelockert wird das ganze durch etwas Humor. Manchmal mag die Geschichte dadurch etwas unentschlossen wirken was die Ausrichtung angeht aber das Gesamtbild ist sehr stimmig.


Die Hölle verfügt über eine starke und handverlesene Besetzung, von der Hauptrolle bis zur Nebenrolle wurde darauf geachtet genau den richtigen Schauspieler zu finden.

Violetta Schurawlow spielt eine anfangs sehr unsympathische junge Taxifahrerin mit der man kaum Mitleid haben kann. Im laufe des Films zeigt sich jedoch das sie ein gutes Herz hat und nach einer Konfrontation mit dem Mörder, diesen selbst zur Strecke bringen will. Dabei muss sie auf die Tochter ihrer Cousine aufpassen die sie sehr liebt.

Tobias Moretti spielt den Wiener Kommissar Christian Steiner, der wie ein richtiges Arschloch auftritt aber ein gutes Herz hat. In der Rolle des Karl Steiner sieht man Friedrich von Thun der authentisch einen an Demenz erkrankten alten Mann spielt.
Das sind jedoch nur ein paar Beispiele für die hervorragende Leistung der Besetzung von der ich positiv überrascht war.


Die Hölle gehört zu der Sorte von Thrillern die ein hohes Tempo haben aber dem Zuseher auch Verschnaufpausen geben um die Charaktere besser kennen zu lernen. Dabei wird nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch das Großstadt-Gefühl sehr glaubhaft dargestellt.

Wenn man von den Autokennzeichen und dem Stadtbild absieht könnte man durchaus vermuten das der Film aus Hollywood kommt jedoch in Wien spielt. Die Hölle ist dunkel-glitzernd und zeigt sowohl die hellen als auch die dunklen Seiten der Großstadt Wien.

In den actionlastigen Szenen sorgen schnelle Schnitte aus verschiedenen Blickwinkeln für ein hohes Tempo während in den ruhigen Sequenzen lange Szenenbilder für den Ausgleich sorgen.


Da die Originalsprache des Films Deutsch ist verfügt die Hölle natürlich über keine Synchronisation. Jedoch nutzt der Film den wiener Dialekt in zwei Ausführungen. Einmal gesprochen durch geborene Wiener und dann durch türkischstämmige Wiener.

Dadurch bekommt die Hölle einen ganz eigenen Charme den man durch eine deutsche Lokalisierung niemals erreichen kann. Sätze wie „Homs dir ins Hirn gschissen?“ können nicht glaubwürdig durch eine Synchronisation wirken.

Der Soundtrack des Films ist sehr stimmungsvoll und passt sich ideal den verschiedenen Szenen im Film an. Von ruhigen Stücken in emotionalen Momenten über treibende Stücke die den Puls nach oben schnellen lassen sollen ist alles dabei. Kombiniert mit der starken Kameraarbeit erzielt der Film somit ein hohes Tempo.


Die Hölle ist für mich ein früher Überraschungshit des Filmjahres 2017. Eine spannende Handlung, fein gezeichnete Charaktere, hervorragende Schauspieler sowie ein ganz eigener Charme machen diesen Film zu einem äußerst empfehlenswerten Psycho-Thriller.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung:

Handlung: • • • •

Cast: • • • • •

Effekte & Technik: • • • • •

Soundtrack & Synchronisation: • • • • •

Wertung: 19 von 20 Punkten

Note: Empfehlenswert

Filmdaten:

Originaltitel: Die Hölle – Inferno

Deutscher Titel: Die Hölle – Inferno

Produktionsland: Österreich

Originalsprache: Deutsch

Laufzeit: 94 Minuten

Erscheinungsjahr: 2017

Don’t Breathe | Review

Ich vermute es ist meinen Lesern inzwischen bekannt das ich ein Fan des Horrorgenres bin. Egal ob es nun Filme, Videospiele, Graphic Novels oder Romane/Kurzgeschichten sind, wenn man sich gruseln kann macht es mir Spaß. Darum geht es heute um Don’t Breathe einen Horrorfilm aus dem Jahr 2016 und eins vorweg; ich mag diesen Streifen.


Die Handlung dreht sich um die drei Kleinkriminellen Rocky (Jane Levy), Alex (Dylan Minnette) & Money (Daniel Zovatto) welche in Detroit leben. Ihren Lebensunterhalt verdient die Gruppe mit Einbrüchen und dem anschließenden Verkauf der Beute. Sie erhalten einen Tipp, wonach sich im Haus eines blinden Veteranen (Stephen Lang) eine Geldsumme in Höhe von 300 000 Dollar befinden soll. Nach einigem hin und her beschließt die Gruppe den Raub durchzuführen.

Im Haus angekommen wird zuerst der Hund des blinden betäubt, die Alarmanlage deaktiviert und der Veteran mit Chloroform außer Gefecht gesetzt. Danach beginnt die Gruppe mit dem Durchsuchen des Hauses. Als Money das Kellerschloss aufbricht, erscheint plötzlich der blinde Mann im Raum. Money richtet die Pistole auf ihn wird jedoch gekonnt entwaffnet und erschossen. Ab diesem Zeitpunkt beginnt der Horror und das Duo, bestehend aus Rocky und Alex, muss nun einen Weg aus dem, wieder alarmgesicherten, Haus finden.

Die Handlung mag simpel sein ist jedoch für einen Horrorfilm sehr spannend erzählt und wartet mit ein paar guten Twists auf. Wer sich auf die Handlung einlässt wird einige male feststellen wie sich die Meinung über die Figuren ändern kann und wird.


Die Leistung der drei Protagonisten ist sehr gut und äußerst glaubhaft. Besonders Hauptdarstellerin Jane Levy als Rocky weiß zu gefallen da sie sich mit ihrer kleinen Schwester ein neues Leben in Kalifornien aufbauen möchte und die Diebin mit dem Herz am rechten Fleck darstellt.

Ihre beiden Freunde wollen sich ebenfalls ein neues Leben aufbauen wobei Dylan Minnette den eher vorsichtigen Typ und Daniel Zovatto den Draufgänger darstellt.

Stephen Lang spielt den Mörder/das Monster/das Opfer des Films. Zu beginn als scheinbar hilfloser Mann mit Sehbehinderung dargestellt zeigt sich sehr schnell das Norman Nordstrom, so heißt der Blinde, sich durchaus verteidigen kann und sehr gefährlich ist. Er mag zwar nichts sehen aber seine anderen Sinne sind umso geschärfter.

Der Film arbeitet grundlegend nur mit vier Figuren im Fokus und das funktioniert wirklich ausgezeichnet da man einerseits den Figuren mehr tiefe verleihen kann und andererseits der Deathcount nicht in übertriebene Höhen steigt. Mein einziger Kritikpunkt wäre die Darstellung des Veteranen der meiner Meinung nach ein paar mal zu oft in die Szene platzt, obwohl er außer Gefecht gesetzt wurde.


Die größten Stärken von Don’t Breathe sind die Kameraarbeit und die Effekte. Viele, teils harte, Schnitte sorgen für ein relativ hohes Tempo und viel Spannung. Es gibt kaum Verschnaufpausen da der Film die Spannungskurve immer weiter nach oben getrieben wird bis zur finalen Konfrontation.

Bei den Effekten sei besonders die „Nachsicht“ zu erwähnen. Als das, dynamische, Duo im Keller des Hauses ist und der Strom abgestellt wird tappen die Figuren sprichwörtlich im dunklen. Symbolisiert wird diese Szene durch einen weißen Schleier auf dem Bild. Die beiden sehen das was der blinde Mann sieht. Nichts aber der Vorteil des Veteranen sind seine geschärften Sinne und seine militärische Ausbildung.

Was noch erwähnt werden muss ist die Spannung welcher der Film erzeugt. Zum einen wird dies durch die Flucht im Haus erzeugt und zum anderen durch Aufnahmen der verlassenen Teile von Detroit. Die generelle Stimmung des Films ist also eher pessimistisch.


Ich kann Don’t Breathe sehr empfehlen. Der Film hat ein hohes Tempo, ist sehr spannend hat gute Schauspieler und wirkt als einer der wenigen Horrorfilme sehr glaubwürdig. Dazu kommen gute Effekte, ein stimmiger Soundtrack und eine sehr gute Kameraarbeit. Wer Horrorfilme mag kommt um Don’t Breathe nicht herum.

Das war’s von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten mal.

Wertung:

Handlung: • • • •

Cast: • • • • •

Effekte & Technik: • • • • •

Soundtrack & Synchronisation: • • • •

Wertung: 18 von 20 Punkten

Note: Empfehlenswert!

 

Filmdaten:

Originaltitel: Don’t Breathe

Deutscher Titel: Don’t Breathe

Produktionsland: USA

Originalsprache: Englisch

Laufzeit: 88 Minuten

Erscheinungsjahr: 2016