Die starken Frauen der Phase 4 | MCU Gedankenspiel

Seit Avengers Endgame habe ich mich nicht mehr mit dem MCU beschäftigt und alle dazu geplanten Beiträge sind in der Versenkung verschwunden. Zum Glück (oder Unglück?) hatten wir 2020 eine MCU Zwangspause und erst dieses Jahr ist das Marvel Cinematic Universe so richtig angelaufen, aber nicht im Kino, sondern auf der Streamingplattform Disney+.

Mit WandaVision wurde der erste Stein zum kommenden Spider-Man: No Way Home und Dr. Strange 2 gelegt, während The Falcon and the Winter Soldier die Sam Wilson/Bucky Barnes/Captain America Storyline fortgesetzt hat.

Wohin die Reise mit Loki geht, ist noch offen, aber die Serie hat mit Episode 2 eine Figur eingeführt, welche eine Besonderheit der vierten Phase aufzeigt. Eins vorweg; es gab vor Phase 4 bereits starke Frauenfiguren im MCU und viele Heldinnen, die bis Infinity War oder m Endgame an der Front standen, aber mit dem Beginn von WandaVision wurden neue Figuren eingeführt, oder bestehende verändert.

Bevor ihr aber weiterlest, spreche ich eine SPOILERWARNUNG für alle aus, die weder WandaVision noch The Falcon and the Winter Soldier gesehen haben. Für die jeweilige „Rezi“ verweise ich auf den SuperBroZ Podcast!

Was ist also neu? Nun Phase 4 setzt nach Avengers Endgame und Spider-Man Far From Home an, was bedeutet, dass wir einige Jahre nach dem Genozid von Thanos stehen und der Umkehrung des „Blips“ durch die Infinity Steine. Personen, die starben, sind Jahre später zurückgekommen und leben nun in einer völlig neuen Welt neben Menschen, die sich eine lange Zeit mit dem Verlust auseinandersetzen mussten.

Welche neuen oder veränderten Heldinnen bzw. Anti-Heldinnen, oder Schurkinnen bietet Phase 4?

Wanda Maximoff (die spätere Scarlet Witch) kommt über den Tod ihres Geliebten, dem Android Vision, nicht hinweg und erschafft in der Stadt Westview ihre eigene „Traumwelt“ (bezugnehmend auf ihre Fähigkeiten als Infinity Kind kann sie die Realität manipulieren … unter anderem) in der Vision noch lebt und sie Kinder mit ihm hat. Während die Traumwelt von außen durch S.W.O.R.D. beobachtet (und später attackiert) wird, kommt es im Inneren zum Konflikt zwischen Wanda und der mächtigen Hexe Agatha. Simultan dazu bekommt Monica Rambeau ihre Kräfte als Photon, was sie zu einer neuen Heldin auf Captain Marvel Niveau macht(?). Somit bietet WandaVision gleich drei starke Frauen, von denen eine Figur zur Anti-Heldin „umgebaut“ wird, eine Schurkin auftaucht und eine neue mächtige Heldin die Bühne betritt.

Karli Morgenthau ist quasi die Gegenspielerin in The Falcon and the Winter Soldier, tritt jedoch für eine edle Sache ein, auch wenn ihre Methoden äußerst fragwürdig sind. Als Kämpferin gegen ein System, das sich nur schwerfällig an die neue Welt anpasst, kämpft sie gegen das Team um Sam Wilson (mit dem sie keine Feindschaft verbindet) und gegen den neuen Captain America John Walker. Letzterer entwickelt wegen seinem Patriotismus und dem Tod seines Waffenbruders einen tiefen Hass gegenüber Karli und ihrer Gruppe den Flag-Smashers. Von den neuen Figuren empfand ich Karli als interessant, aber gleichzeitig etwas langweilig, was schlichtweg an dem genial geschriebenen John Walker liegt, welcher in der Serie allen die Show stiehlt. Abseits von Karli kehrt die ehemalige S.H.I.E.L.D. Sharon Carter zurück, welche in der finalen Episode zu einer der mächtigsten Personen im Hintergrund aufsteigt. In Zukunft könnte es zwischen ihr und der mysteriösen Valentina Allegra de Fontaine zu einer Konfrontation kommen.

Die letzte weibliche Figur im Bunde taucht in Folge 2 der Serie Loki auf und ist eine weibliche Version des Gottes des Schabernacks. Sehr viel kann man zu diesem Charakter noch nicht sagen, ausser dass von ihr wohl eine größere Bedrohung ausgeht. Mehr erfährt man wohl in Loki Folge 3.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Marvel Cinematic Universe mit seinen Serien sehr viel richtig gemacht hat und die Serien es hervorragend schaffen, neue Figuren einzuführen, oder bestehende Figure auszubauen.

Ich bin gespannt, was noch alles auf uns zukommt. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

WandaVision (MCU) Ersteindruck | Superbros | Podcast

In der ersten 2021er Folge von Superbros sprechen wir über unseren Eindruck zur ersten MCU Serie WandaVision. Phase 4 wird gewaltig werden. Achtung Spoiler möglich aber wenn, dann nur sanfte Spoiler.


WandaVision Ersteindruck | Superbros | Podcast

Andere Rückblicke zum Jahr 2020:

Rückblick: Filmjahr 2020 (Kurzfassung)

Rückblick: Spielejahr 2020 (Kurzfassung)

Serienrückblick 2020: Das durchwachsene Jahr

2020 (allgemeiner Rückblick) und 2021 (Pläne & Ausblick)!

Rückblick: Comicjahr 2020

Superbros #10: Avengers Endgame Talk [Staffelfinale]

Herzlich willkommen zum Finale der ersten Superbros Staffel! Kurze Info: Superbros geht erst am 17.5.19 weiter!

Superbros Folge 10

Wer sind Carol Danvers, die Kree und die Skrull? | Wer ist … #7 | Gedankenspiel

Herzlich willkommen zu einer besonderen Ausgabe von Wer ist … ?, denn heute stelle ich euch nicht nur eine einzelne Figur, sondern auch noch zwei Alienrassen aus dem Marvel-Universum vor. Dieser Beitrag dient quasi als Vorbereitung für den kommenden Captain Marvel und ein großes DANKE an Mara für diesen tollen Einfall!

Da wir es heute mit drei großen Themen haben werde ich ein bisschen kürzer fassen und euch drei etwas kompaktere Zusammenfassungen liefern.


Wer ist … ?

Eine kurze Info vorweg, ich werde die Bandbreite an Themen für dieses Format ausweiten, somit werden wir in Zukunft auch Figuren aus Videospielen sehen!


Wer ist also Carol Danvers?

Carol Susan Jane Danvers ist eine ehemalige Offizierin der US Aiforce, die bei ihrem ersten Auftritt (Marvel Super-Heroes #13 – 1968) eine Kollegin des Superhelden Mar-Vell war. Im Laufe ihrer Karriere trug sie die Pseudonyme Ms. Marvel, Captain Marvel, Binary und Warbird. Im Zuge einiger schwerer Verletzungen rettete Captain Mar-Vell ihr das Leben und durch die Technologie der Kree wurde sie quasi ein Mensch-Kree hybrid, was ihr ungeheure Fähigkeiten verlieh. Sie ist in der Lage zu fliegen, hat übermenschliche Stärke, Geschwindigkeit und Ausdauer. Weiters kann sie Energie absorbieren und beispielsweise als Energiestrahlen abgeben.

Im Laufe ihrer langen Karriere erlebte Carol unzählige Abenteuer und war unter anderem in folgenden Teams: Guardians of the Galaxy, Avengers (New & Mighty Avengers), Alpha Flight, X-Men, S.H.I.E.L.D. und vielen mehr. Dank ihrer unzähligen Kämpfe, z. B. gegen Magneto, die Dark Avengers, die Skrull und Kang der Eroberer, trägt Carol berechtigterweise die Werbe-Titel „Earth mightiest female hero“ und „Mightiest Avenger„, da sie besonders in jüngerer Zeit ihre Kampfkraft und Führungsqualitäten unter Beweis gestellt hat.

Eine ihrer prominentesten Rollen erlebte Captain Marvel neben der Secret Invasion im Civil War II, der zwischen Iron Man und Carol ausgetragen wurde. In diesem Crossover möchte Carol den Inhuman Ulysses dahingehend benutzen, um Personen zu identifizieren, die zukünftig Verbrechen begehen und sie somit frühzeitig aus dem Verkehr ziehen.

Leider lässt sich anders als bei Deadpool, der eine wesentlich stringentere Karriere hat, die Geschichte von Carol Danvers nur gröber zusammenfassen, da sie dank einiger Reboots und über 50 Jahren schon einiges auf dem Buckel hat. Daher finde ich es gut, wenn im kommenden Realfilm die Ursprungsgeschichte der mächtigsten Heldin der Erde beleuchtet wird und dabei sowohl die Kree als auch die Skrull näher beleuchtet werden.


Wer sind die Kree?

Bereits im MCU Film Guardians of the Galaxy lernten wir die Kree kennen, im Speziellen zwei Angehörige dieser Spezies nämlich Ronan der Ankläger und Korath.

Die Kree (Erster Auftritt: Fantastic Four #65 – 08.1967) stammen vom Planeten Hala, der inzwischen zerstört ist und ähneln den Menschen im Erscheinungsbild bis auf die blaue Haut. Weiters verfügen Kree über eine höhere Stärke als Menschen und benötigen eine höhere Stickstoffkonzentration zum Atmen. Da die Erde im Vergleich zu Hala eine geringere Schwerkraft und weniger Stickstoff aufweist, sind die Kree auf der Erde und ähnlichen Welten sowohl stärker als auch schneller als Menschen.

Ähnlich wie bei den Menschen sind auch bei den Kree einige „Meta-Wesen“ entstanden und ähnlich wie bei Menschen ist die Entstehung durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst worden. Zu diesen Faktoren zählen natürliche Mutation, genetische Verbesserung oder Kybernetisierung mit Prothesen.

Die Kultur, der Kree ist von Nationalismus, Imperialismus und Militarismus geprägt, was zwingend zu Konflikten mit anderen Rassen und Reichen führt. Mit knapp 1000 Welten hat das Kree Imperium eine manierliche Größe und verfügt über Außenposten in der ganzen Galaxie.

Bei den Kree muss ich an eine Art imperialistische Variante der Kryptonier denken, aber der Vergleich bezieht sich im Endeffekt auf einige biologische Attribute.


Wer sind die Skrull?

Die Skrull sind eine Rasse von Gestaltwandlern, die ursprünglich vom Planeten Skrullos und später von Tarnax IV (zerstört) stammen.

In zwei großen Events spielen die Skrulls eine herausragende Rolle, und zwar der Kree – Skrull Krieg und die Secret Invasion. Natürlich tauchen die Skrull auch in anderen kosmischen Events aber die beiden erstgenannten sind besonders wichtig, da man dort zum einen sehr viel über die Skrull erfährt und die Secret Invasion nicht nur das Skrull Imperium massiv schwächte, sondern auch in das Event Chaos War führte.

Die Skrulls sind grünhäutige humanoide Reptilien, deren besonders Fähigkeit es ist sich in organische Lebewesen (z. B. Menschen) und anorganische Dinge (z. B. eine Lampe) zu verwandeln, was sie zu Meistern der Spionage und Infiltration macht. Trotz ihrerer perfekten „Kopier“-Fähigkeit können die Skrull jedoch nicht die Charaktereigenschaften ihrer „Opfer“ kopieren. Ihre Fähigkeit des Gestaltwandelns haben die Skrull schließlich soweit verbessert, dass sie nicht aufspürbar waren, sobald sie sich in eine Person oder einen Gegenstand verwandelt haben.

Alles in allem ist das Konzept der Skrull sehr interessant und ich bin gespannt wie die Fähigkeiten dieser Aliens in Captain Marvel und weiteren MCU Filmen dargestellt wird!


Ich hoffe, dieser Überblick war für euch interessant und ihr habt nun ein paar grundlegende Informationen für den kommenden Captain Marvel Film, wenn das MCU erneut vergrößert wird!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zum MCU:

Stan Lee – Ein Nachruf | Gedankenspiel

Letzte Woche verstarb eine wahre Legende. Stan „The Man“ Lee (1922 – 2018) war ein US-amerikanischer Comicautor und -redakteur, der den Marvel Verlag zu wahrer Größe verhalf und zusammen mit Zeichnern wie Steve Dikto und Jack Kirby eine ganze Reihe von Superhelden kreierte.

Zu seinen Schöpfungen gehören unter anderem Spider-Man (mit Steve Dikto), Dr. Strange (mit Steve Dikto), Daredevil (mit Bill Everett), Hulk, Iron Man, Thor und die X-Men. Außerdem erschuf er mein persönliches Hassteam, die Fantastic Four. Ein Markenzeichen von Stan Lee war es den Helden persönliche Probleme und Fehler. Durch Makel wie Wutausbrüche, Melancholie, Gier oder finanzielle Nöte waren die Marvel Helden der ersten Generation glaubhafter als die „perfekten″ Helden von DC.

Stan Lee’s Karriere beginnt in den 1950er Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Stan bei den Streitkräften dient und Slogans, Anleitungen, Trainingsfilme und manchmal Cartoons verfasste.

Anfang der 1950er Jahre gerieten Comics zunehmend in ein schlechtes Licht und wurden für den Verfall der Jugend verantwortlich gemacht. Dies führte zu einer Selbstzensur und anschließen zum berühmt berüchtigten Comics Code, was zum Rückgang der Superheldencomics führte. Im Jahr 1952 waren Batman, Superman und Wonder Woman die einzigen regelmäßig erscheinenden Comics. In den späteren 50er Jahren belebte DC das Genre wieder mit der Justice League of America und Flash wieder, was zu Stan Lee’s Auftrag, ein eigenes Team zu erschaffen, führte. Das Ergebnis waren die Fantastic Four, welche bis heute präsent sind und erst kürzlich eine neue Serie bekommen haben.

Somit war der Grundstein für Stan Lee’s steil nach oben verlaufende Karriere gelegt. Er erschuf die oben genannten Figuren, war in den 60er Jahren Autor der meisten Serien, antwortete auf Fanbriefe und erfand eine neue Form des Comictextens. Beim Marvel-style of comic scripting Verfahren wurde von Stan Lee nur eine Zusammenfassung der Handlung erstellt. Der Zeichner baute die Zusammenfassung auf die geforderte Seitenzahl aus, Lee fügte anschließend Dialoge und Texte ein. So wurden die Zeichner auch zu Co-Autoren, was sicherlich gut für das Teamwork war, aber Lee auch Kritik einbrachte, da ihm immer wieder vorgeworfen wurde die Zeichner auszunutzen.

In späteren Jahren war Stann Lee das Aushängeschild des Marvel Verlags, trat bei Conventions auf, hielt Lesungen und nahm an Podiumsdiskussionen teil. Anfang der 80er Jahre zog Lee nach Kalifornien um die TV- und Filmproduktionen von Marvel zu fördern. Die berühmten Cameo Auftritte von Lee waren geboren und er war als ausführender Produzent vieler Marvel Comicverfilmungen tätig. In den nächsten Jahren arbeitete Stan Lee viel für Film & TV, auch außerhalb der Superhelden, erhielt 2011 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und wurde 2018 in die Science Fiction and Fantasy Hall of Fame aufgenommen. Am 12.11.2018 endet leider die Geschichte von Stan Lee und ich verneige mich vor einer der wichtigsten Personen des Mediums Comic.

Was Stan Lee geleistet hat ist ebenso imposant wie seine lange Karriere. Er ist eine Legende und hat Marvel Comics maßgeblich geprägt, was nicht nur für den Verlag gut ist, sondern auch der Konkurrenz DC einen Rivalen entgegenstellte. Allerdings hat Stan Lee auch Comics für DC geschrieben. Am Ende kann ich mich nur bedanken für alle Helden, die er erschaffen hat, für all die Arbeit im Medium Comic an sich und wie er Marvel zu wahrer Größe verholfen hat.

Excelsior!

Wootbox November 2018 | Gedankenspiel

Gestern kam meine Wootbox an, danke für die schnelle Lieferung! Das Thema der aktuellen Box ist Legacy, was ich auf alt ehrwürdige Franchise ummünze und um die geht es auch in der Box.

Das „Highlight“ der Box bildet wie üblich das wertige T-Shirt und auf diesem sieht man Alexios, einen der Protagonisten aus Assassins Creed Odyssey. Die Iron Man Figur kommt mit drei Knopfbatterien im Lieferumfang mit denen die Figur leuchtet. Weiters befindet sich in der Box ein Schlüsselanhänger von Cappy, dem Hutgeist und Helfer von Mario in Super Mario Odyssey.

Zum Thema altehrwürdig gehört auch ganz klar die Sammelfigur des siebten Doctors aus der britischen Kultserie Dr. Who. Der Pin, eines der Wootbox Markenzeichen zeigt dieses mal Spyro den Drachen, der im November auf die Playstation 4 zurückkehrt.

Alles in allem ist auch diese Wootbox wieder ihr Geld wert und besticht durch wertige Goodies. Besonders das T-Shirt und die Iron Man Figuren gefallen mir sehr!

Ant-Man and the Wasp | Review

Titel: Ant-Man and the Wasp
Originaltitel: Ant-Man and the Wasp
Regie: Peyton Reed
Laufzeit: 118 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018 
Genre: Science-Fiction, Action

Die ausstehenden Beiträge zum MCU, welche vor mehreren Monaten angekündigt habe, werden wohl nicht mehr erscheinen aber dafür widme ich mich dem zwanzigsten Film des Marvel Cinematic Universe. Viel Spaß mit meiner Rezension zu Ant-Man and the Wasp!

Die wichtigen Vorgänger:

Kernfakten zum Film

Titel: Ant-Man and the Wasp

Originaltitel: Ant-Man and the Wasp

Regie: Peyton Reed

Laufzeit: 118 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Science-Fiction, Action


Nachdem Scott Lang aka Ant-Man es schaffte den subatomaren Raum zu verlassen (Finale von Ant-Man 1) arbeiten Hope van Dyns und ihr Vater Hank Pym an einem Tunnel um den subatomaren Raum (Quantenebene) betreten und wieder verlassen zu können, da Hanks Frau viele Jahre vor der Filmhandlung in der Quantenebene verschwunden ist.

Die eigentliche Handlung setzt nach den Ereignissen von Captain America: Civil War an. Scott Lang hat durch seinen Kampf an der Seite von Captain America das Sokovia-Abkommen gebrochen, darf seine „Strafe“ dank eines Deals in Form von zwei Jahren Hausarrest absitzen, um seine Tochter sehen zu können. Kurz vor Ende seiner Strafe hat Scott eine Vision von Hanks verschollener Frau Janet und nimmt Kontakt zu seinem ehemaligen Mentor auf. Zusammen mit Scott erhoffen sich Hank und Hope eine Rettung von Janet, die scheinbar noch am Leben ist.

Dem Trio stellt sich aber die mysteriöse Ghost entgegen die Hanks Labor, ein Gebäude das sich schrumpfen lässt (sehr praktisch) stehlen will. Ergänzend dazu stellt sich dem Trio der Hehler Sonny in den Weg, der das Labor gewinnbringend verkaufen will.

Was ich an der Handlung von Ant-Man loben muss, ist die lockere Grundstimmung und Erzählung, die bereits den ersten Teil so besonders gemacht hat. Es tut gut mal wieder ein „kleines“ Abenteuer zu sehen, bei dem es nicht um die Rettung der Erde oder des Universum geht. Die Handlung ist nicht weltbewegend und erweckt den Eindruck eines Lückenfüllers bis zum nächsten „wichtigen“ Film, passt aber sehr gut als Fortsetzung zum Civil War und schlägt die Brücke zum Infinity War. Somit entwickelt sich das MCU auch auf einer kleineren Ebene, den Solofilmen, logisch weiter.


Ebenso muss die Rückkehr des Humors in das MCU lobend erwähnt werden. Klar hatte Infinity War seine Witze aber der Grundton war wesentlich düsterer. Ant-Man and the Wasp nimmt sich gerade ernst genug, um nicht Klamauk Haft zu wirken.

Der Humor basiert auf dem Aushebeln des fixen Systems von Größenverhältnissen, was in einer Umwälzung unserer Alltagswirklichkeit resultiert oder simpler ausgedrückt; wenn große Dinge plötzlich klein werden und kleine Dinge schlagartig groß entsteht ein Witz, der im Film zwar zigfach wiederholt wird, aber keine Abnutzungserscheinungen zeigt und fast zwangsläufig zu Lachern führt. Neben dieser äußerst kreativen Form des Humors sorgt der Nebencharakter Luis (Michael Peña) dank cleverer und teils abgedrehter Dialoge für einen Gegenpol beim Humor. Der Humor ist auch gleichzeitig das beste Beispiel für die starke Technik des Films und das hohe Tempo in den Actionszenen.

Wie man es von meinem MCU-Film ist die Besetzung sehr stark und hat eine gute Chemie untereinander. Paul Rudd schlüpft erneut in die Rolle von Scott Lang aka Ant-Man, der viel Sympathie ausstrahlt und mit Luis (Michael Peña) ein äußerst witziges Duo abgibt. Evangeline Lilly kehrt als Hope van Dyne zurück und schlüpft in das Kostüm der Heldin „The Wasp„. Dankenswerterweise bekommt Michael Douglas Rolle Hank Pym eine größere Rolle.

Neu im Cast sind Laurence Fishburne als Dr. Bill Foster aka Goliath und Hannah John-Kamen als Ava Starr aka Ghost, die im Vergleich zu ihrer Comicvorlage nicht wie ein klassischer Superschurke vorkommt, sondern ein tragischer Charakter ist sowie Michelle Pfeiffer als Janet van Dyne die erste Wasp.


Zusammengefasst ist Ant-Man and the Wasp kein Meisterwerk aber ein gelungenes Abenteuer für zwischendurch, das Spaß macht und somit die Kernessenz einer Comicverfilmung sehr gut trifft, da genau dieses Genre spaß machen soll beim Zusehen. Der Film baut die Ant-Man Thematik konsequent weiter aus und funktioniert in zweierlei Hinsicht sehr gut. Zum einen als Kind des Civil War und zum anderen als Fortsetzung. Zu bemängeln wäre die etwas schwache Handlung, die kaum über das Prädikat bemüht hinausgeht.

Ich vergebe für Ant-Man and the Wasp die Wertung sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Ant-Man and the Wasp:

Loot of the Day #4 | Storytims

Ich bin ja kein großer Fan des Films Black Panther. Zumindest was die Handlung angeht aber ich sammle gern Steelbooks und andere Sondereditionen von Filmen. Darum heiße ich Black Panther in meiner Sammlung herzlich willkommen!

Falls jemand meine Review zum Film lesen will:

Black Panther | Review

Die Jurassic Quadrologie und ein paar Infos mehr! | Gedankenspiel

Am 07.06.2018 soll Jurassic World: Das gefallene Königreich in die Kinos kommen. Diesem Film stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits erwarte ich einen technisch hervorragenden Film, allerdings berfüchte ich dramaturgische Schwächen, weil mich der Trailer nicht wissen lässt, wohin sich die Handlung bewegen wird.

Bevor das gefallene Königreich in die Kinos kommt, möchte ich auf dem Blog alle vier Vorgängerfilme in einzelnen Beiträgen besprechen. Ich hoffe, dieses Miniprojekt umsetzen zu können, aber da ich Dinosaurier und Jurassic Filme sehr mag, bin ich guter Dinge.

Noch ein paar Worte zu anderen angekündigten Projekten. Die restlichen MCU Filme werden alle noch besprochen. Allerdings können diese Beiträge vor Juni nicht erscheinen, weil der Aufwand größer ist als erwartet.

Die vor langer Zeit angekündigten Projekte zum Alien/Predator & Ghost in the Shell Franchise kommen, allerdings muss mich für so eine gewaltige Aufgabe die Muse küssen. Daher kann ich nicht sagen, wann diese Projekte starten werden.

Womit man mit Sicherheit nicht mehr rechnen braucht, sind Spiele Reviews, die ich vor mehr als 5 Monaten angekündigt habe, wie beispielsweise Titanfall 2 oder Recore. Die Pile of Shame Reihe wird auf jeden Fall umgesetzt, wenn ich mal eines der Spiele aus dem Beitrag nachgeholt habe. Ich schaue dich an Mario & Rabbids.

Was ist mit Projekten, die aktuell laufen, wie All Hail to the King & 16 Bit Wahnsinn? Zu All Hail to the King habe ich bereits was in der Rückhand, man darf also gespannt bleiben & 16 Bit Wahnsinn wird fortgesetzt, wenn ich einen neuen würdigen Kandidaten gefunden habe.

Das waren soweit meine Gedanken zu den größeren Projekten für den Blog. Kleine Sachen, die ich in meinem Archiv habe, werden in regelmäßigen Abständen (besonders Film & Buch Reviews) nachgeholt, wenn nichts anderes ansteht.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Avengers: Infinity War | Review

Titel: Avengers: Infinity War
Originaltitel: Avengers: Infinity War
Laufzeit: 149 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Bevor ich zur Einleitung komme, möchte ich eine Spoilerwarnung für diesen Beitrag aussprechen. Ich möchte nach Möglichkeit nichts verraten, aber gewissen Punkte lassen sich nicht vermeiden.


Mit Avengers: Infinity War ist am 26.4 die bisher gewaltigste Comicverfilmung erschienen. Alles, was in den letzten 10 Jahren passiert ist, läuft nun zusammen und den Film hätte man auch Avengers: Thanos Rising nennen können, warum erfahrt ihr weiter unten.


Der Titan Thanos ist auf der Jagd nach den sechs Infinity Steinen, die alle für einen kosmischen Aspekt (Macht, Realität, Zeit, Geist, Seele & Raum) stehen. Wenn diese Steine zusammenkommen und von einem Wesen getragen werden können, erhält der Träger unendliche Macht. Thanos macht zusammen mit seinen Elitekriegern, der Black Order, Jagd auf die Steine, von denen sich zwei auf der Erde befinden.

Die Helden der Erde, die Guardians of the Galaxy und Thor von Asgard wollen das Ziel von Thanos vereiteln und rüsten sich für ihren bisher größten Kampf. Doch die Chancen stehen schlecht für die Helden…

Infinity War besteht, entgegen des Titels, nicht nur aus einer einzigen Schlacht, sondern fühlt sich wie ein richtiger Krieg, an mit kleinen Siegen & Niederlagen bis zur finalen Schlacht.

Dabei nimmt sich der Film sehr viel Zeit für seine Figuren, bremmst das Tempo aber nicht aus, sondern schafft so eine geniale erzählerische Dynamik. Im Fokus des Films steht Thanos, aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird. Wir erfahren einiges über seine Herkunft, seine Beweggründe und das auch der wahnsinnige Titan Gefühle hat. Hier muss ich einfach Josh Brolin loben, der Thanos mit so viel Persönlichkeit ausstattet, dass man diesen Charakter nicht hassen kann.

Neben Thanos liegt ein gewichtiger Teil des Films bei Thor, der Thanos für den Genozid an seinem Volk ermorden will, sowie Gamora die über Wissen verfügt, was den gesamten Kriegsverlauf entscheiden kann.

Infinity War gehört zu den wenigen Comicverfilmungen die sich wie ein wirklicher Comic anfühlen. Jeder neue Schauplatz fühlt sich wie eine neue Ausgabe einer Comicreihe an. Dabei wirkt der Film nicht überladen, sondern abwechslungsreich. Die Infinity Steine sind über die Galaxie verteilt, also müssen die Helden an verschiedenen Fronten kämpfen. Jeder Schauplatz wirkt völlig anders als der Vorherige und erzeugt eine eigene Grundstimmung sowie Emotion.

Was ebenfalls in Bezug auf Emotionen sehr gut funktioniert, ist die Beibehaltung des Tonfalls jeder Figur aus den Einzelfilmen. So ist unter anderem Peter Parker aka Spiderman immer noch ein Teenager, Thor der König eines Volkes ohne Heimat, Tony der verzweifelte Beschützer der Erde und Captain America der Soldat mit Ehre.

Mit über 30 Figuren hat der dritte Avengers Film eine gigantische Besetzung an Helden und Schurken, allerdings wirkt er nicht überladen, sondern jede Figur hat eine Rolle, die Sinn macht. Faszinierend ist auch das Kunststück, 4 Schurken, die Black Order, zu etablieren, keine Hintergrundgeschichte für sie zu haben, aber dem Zuseher dennoch eine kleine Truppe der interessantesten und mächtigsten Schurken zu bieten.


Technisch ist Avengers: Infinity War ein wahres Brett und zeigt, was mit moderner Filmtechnik möglich ist. Die Motion Capture Technik ist auf dem absoluten Höhepunkt und sieht hervorragend aus. Allein die gesamte Darstellung des Titanen Thanos wischt mit der Konkurrenz, in diesem Fall DC, den Boden auf.

Die Schauplätze sehen fantastisch aus und setzen neue Akzente im MCU. Dank modernem CGI & gelungener Inszenierung wirken manche Orte surreal, andere wiederum sehr real. Dazu kommt ein gelungenes Spiel mit Licht & Schatten.

Unterlegt werden die großteils bildgewaltigen Szenen mit einem bombastischen Soundtrack, der die Atmosphäre des Films perfekt unterstreicht. Garniert wird der Soundtrack mit Fanservice im Stil von Abwandlungen des Avengers Themas, sowie der Einspielung des originalen Themas aus dem Film von 2012.


Wie fasse ich das Ganze nun zusammen? Mit Avengers: Infinity War wurde Kinogeschichte geschrieben. Der Film funktioniert von Anfang bis Ende hervorragend und lässt keine Wünsche offen, außer den Wissensdrang, wie es nach dem emotional aufwühlenden Ende weitergeht.

Was Marvel mit diesem Film abgeliefert hat, ist einmalig im Genre des Superheldenfilms und erfordert sehr viel Mut, den Marvel Studios bewiesen hat und dafür verdienen alle Mitwirkenden an diesem Film meinen Respekt.

Ich vergebe für Avengers: Inifinity War die Sonderwertung besonders sehenswert, da wir so einen Hybriden aus Drama, Comicverfilmung, Katastrophenfilm & Science-Fiction-Film so schnell nicht mehr sehen werden.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Avengers: Infinity War:

Black Panther | Review

Titel: Black Panther
Originaltitel: Black Panther
Laufzeit: 135 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Das Marvel Cinematic Universe geht in die achtzehnte Runde und bringt mit Black Panther den ersten Solofilm um den „Man without Fear“. Kann Marvel den hohen Standard halten und fügt der Film dem Genre an sich etwas neues hinzu? Diesen Fragen will ich auf den Grund gehen.


Nach den Ereignissen in Captain America: Civil War besteigt T‘Challa/Black Panther den Thron seiner Heimat Wakanda, einem scheinbaren dritte Welt Land in Afrika, dass jedoch dank des Metalls Vibranium technologisch weit fortgeschrittener ist als irgendeine andere Nation.

Die Herrschaft über Wakanda erweist sich, als schwieriger als gedacht da verschiedene Strömungen im Land herrschen. Da Wakanda völlig isoliert ist und keinen wirklichen Kontakt zur Außenwelt hat, konnte dort ein technologisches Utopia errichtet werden. Mithilfe ihrer Technologie könnte Wakanda die Welt zu einem besseren Ort machen oder sie beherrschen.

Als Ulysses Klaue (bekannt aus Avengers: Age of Ultron) und der Ex-Soldat Erik Killmonger in einem Londoner Museum ein Artefakt aus Vibranium stehlen muss sich Black Panther der beiden Schurken annehmen und dabei verhindern, dass die Welt erfährt, was Wakanda wirklich ist.

Black Panther fällt in die Kategorie des Origin-Films und baut den Charakter des T‘Challa aus Civil War weiter aus. In dieser Funktion macht der Film einen guten Job aber Spider-Man: Homecoming, ebenfalls aus den Nachwehen des Civil War entstanden, hat gezeigt, wie man es besser machen kann. Durch die Etablierung eines Mentors, der dem Helden zur Seite steht und wenn nötig zur Besinnung bringt, hätte der Film etwas mehr Tiefgang für die Figur des Black Panther an sich mitgebracht.

Die meiner Meinung nach größte Schwachstelle des Films ist das Fehlen, von wirklichen Bezügen zum restlichen MCU. Es bringt wenig, wenn man einen Schurken & einen CIA-Agenten aus früheren Filmen sowie das bereits in Captain America 1 etablierte Vibranium in die Handlung einbindet, aber kaum auf den direkten Vorgängerfilm Civil War, in dem Black Panther an Iron Mans Seite kämpfte, eingeht. Dazu kommt das völlige fehlen von Captain America, der nach Civil War in Wakanda Asyl erhalten hat. Man muss diesen Charakter nicht aktiv in die Handlung einbinden aber zumindest eine Erwähnung des Captain und seinen Geächteten wäre nicht verkehrt gewesen. Ein Solofilm innerhalb eines großen Franchise schafft zwar eine eigene Identität, lässt aber die Zugehörigkeit, trotz Anspielungen auf Age of Ultron, zum restlichen Universum vermissen.

Was wiederum positiv zu erwähnen ist, sind die beiden Schurken des Films. Zum einen hätten wir den Waffenhändler Ulysses Klaue, der seit dem Verlust seines Arms scheinbar etwas verrückt wurde und fast schon, wie die Marvel-Version des Jokers auftritt. Umso kontrastreicher tritt der tragische Charakter Killmonger auf, dessen oberstes Ziel Gerechtigkeit ist. Gerechtigkeit für sich, für sein Volk und die Unterdrückten auf der Welt. Um dieses Ziel zu erreichen, ist er sogar bereit eine weltweite Revolution anzuzetteln und Wakanda steht auf Platz 1 seiner Liste. Leider sieht man von Killmonger viel zu wenig im Film. Er wird geschickt etabliert bekommt danach aber zu wenig Screentime. Die politischen Themen des Films werden in Killmonger vereint und mehr Screentime mit ihm hätte auch der Dynamik in der Erzählstruktur sicher gut getan.


Black Panthers größte Stärken sind ganz klar die Optik und die Inszenierung. Der Film ist eine der ausgefallensten Comicverfilmungen der letzten Jahre. Die bunten Kostüme und Stammesrituale wirken weder klischeehaft noch aufgesetzt, sondern absolut authentisch und zeigen Afrika, in diesem Fall durch Wakanda repräsentiert, von einer traditionelleren Seite. Black Panther verfügt ohnehin über eine breite Palette von äußerst bildgewaltigen Schauplätzen verfügt wie Busan, Wakanda oder die Vibranium-Mine.

Dazu kommen sehr dynamische Actionszenen die, wie die restliche Präsentation, eine eigene Note haben. Besonders die genretypische Entscheidungsschlacht am Ende des Films ist hervorragend inszeniert und spielt sich auf mehreren Ebenen. Ich muss aber auch bei den Actionszenen etwas meckern. Ein schwarzes Kostüm auf schwarzem Hintergrund sorgt in der Action nicht gerade für viel Übersicht. Es kommt zwar selten vor aber besonders bei Black Panthers erstem Kampf im Film herrscht Chaos.

Der Soundtrack ist sehr stimmig und passt perfekt zum Film, jedoch würd ich ihn unter normalen Umständen nicht hören. Dieser Umstand trifft für mich aber auf fast alle Filmsoundtracks zu.


Zusammengefasst hat Regisseur Ryan Coogler eine äußerst solide Comicverfilmung abgeliefert, die in der Präsentation zu den besten Vertretern des Genres gehört. Mein Hauptproblem liegt in der Erzählung und dem Fokus der Handlung an sich. Die politischen Themen des Films rücken nicht ganz so stark in den Vordergrund wie es wohl angedacht war aber das ist auch gut so. In erster Linie soll eine Comicverfilmung unterhalten und schwere Themen nur im Subtext bearbeiten.

Ist Black Panther der beste Film des MCU? Nein bei Gott nicht. Ein Captain America: Civil War,Thor: Ragnarokoder Guardians of the Galaxy waren bedeutend epischer, actionlastiger, dynamischer und/oder unterhaltsamer aber Black Panther hat einen Mehrwert. Durch die detaillierte Vorstellung Wakandas wird das MCU um einen Schauplatz erweitert und der technologische Fortschritt lässt Hoffnung aufkommen den kommenden Krieg gegen Thanos irgendwie zu überleben.

Trotz meiner Probleme mit dem Film vergebe ich ein sehenswert, da Black Panther zu den optisch imposantesten Comicverfilmungen zählt und zwei wirklich gute Bösewichte sowie mehrere kommende Helden/Schurken mitbringt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Black Panther:

 

Ant-Man (2015)| Review

Titel: Ant-Man
Original Titel: Ant-Man
Laufzeit: 117 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Mit Ant-Man endete im Jahr 2015 die zweite Phase des Marvel Cinematic Universe. Ich habe diesen Film lange Zeit abgelehnt, weil mir ein Superheld mit Ameisen als Thema zu albern ist. Inzwischen habe ich den Film mehrmals gesehen und er gehört zu meinen Lieblingen unter den Comicverfilmungen. Warum das so ist, erfahrt ihr jetzt.

An dieser Stelle noch eine kleine Spoilerwarnung!


Scott Lang, seines Zeichens Elektroingenieur, wird aus einer langjährigen Haftstrafe entlassen. Wegen seines Strafregisters bleibt ihm jedoch ein legaler Neuanfang verwehrt. Seine Ex-Frau Maggie und ihr neuer Mann, der Polizist Paxton, verweigern Scott jeglichen Kontakt mit seiner kleinen Tochter, weil er keinen Unterhalt zahlt. Scott kommt bei seinem Freund und ehemaligen Zellengenossen Luis unter, welcher ihn, unter verbalem Widerstand, für einen neuen Einbruch rekrutiert.

Scott soll in das Anwesen eines alten Mannes einbrechen, in dessen Safe angeblich eine lohnende Beute wartet. Diese entpuppt sich als etwas, das wie ein alter Motoradanzug aussieht. Als Scott den Anzug am nächsten Tag anzieht und testet, aktiviert er eine Funktion, mit der er sich auf die Größe einer Ameise schrumpfen kann. Von diesem Erlebnis etwas, etwas viel, traumatisiert, bringt Scott den Anzug zurück und wird prompt von der Polizei verhaftet. Mithilfe von Hank Pym, dem Erfinder des Anzugs, kann Scott aus dem Gefängnis fliehen. Hank bietet Scott die Chance, sich in den Augen seiner Tochter zu rehabilitieren und wird im Umgang mit dem Anzug trainiert. Das Ziel von Hank Pym ist das Sabotieren des Yellojacket-Projekts, bevor der sinistere Geschäftsmann Darren Cross eine mächtige Waffe daraus entwickeln kann. Mit diesem Anzug sollen sich Soldaten schrumpfen können und übermenschliche Stärke erhalten, nach dem Prinzip einer Ameise eben.

Die Mission gelingt, jedoch bricht Cross in das Haus von Paxton ein und nimmt Scotts Tochter Cassie als Geisel. Es kommt zum finalen Kampf zwischen Ant-Man und Darren Cross, der nun Yellowjacket ist. Der Kampf wird im Kinderzimmer von Cassie ausgetragen was im ersten Moment dämlich klingt, jedoch unfassbar kreativ ist, da beide Kämpfer in geschrumpfter Form gegeneinander kämpfen. So werden aus Bauklötzen gefährliche Geschosse und ein Spielzeugzug zur tödlichen Gefahr. Dabei wird immer zur Sicht von Cassie gewechselt, die nur zwei Winzlinge kämpfen sieht, was den Kampf äußerst unterhaltsam werden lässt. Natürlich gewinnt Ant-Man und bekommt das, was er sich so sehr wünscht, Kontakt mit seiner Tochter. Außerdem äußert Paxton ihm gegenüber seinen Respekt und lässt die belastenden Beweise gegen ihn verschwinden.

Die Handlung von Ant-Man mag ernst klingen, jedoch gehört dieser Film zu den lustigsten Vertretern des Marvel Cinematic Universe, was auch notwendig ist, da der vorige Film Age of Ultron war und dieser Teil der Vorbereitung zum Civil War ist.


Der Star des Films ist eindeutig Paul Rudd als Scott Lang/Ant-Man. Disney hat ein Händchen für die Besetzung ihrer Helden. Rudd verkörpert Ant-Man äußerst charmant. Man muss ihn einfach gern haben, da er trotz etwas eigenartiger Moralvorstellungen kein schlechter Mensch ist. Die restliche Besetzung auf der Seite der Guten ist ebenfalls hervorragend. Michael Douglas (Hank Pym) gehört ohnehin zu ganz großen Hollywoods und überzeugt auf ganzer Linie. Evangeline Lily als Hope van Dyne (die kommende Wasp) und Michael Pena als Luis gefallen ebenfalls.

Cory Stoll spielt den Bösewicht Darren Cross/Yellowjacket, der mit der Technologie, die ursprünglich von Hank Pym entwickelt wurde, das große Geld möchte und aus dem Anzug eine gefährliche Waffe entwickeln möchte. Seine Motivation ist pure Geldgier, gepaart mit einer Abneigung gegen Hank Pym, den Cross sogar aus seiner Firma gedrängt hat. So würde er selbst mit Hydra ins Geschäft kommen.

Eine Besonderheit des Ant-Man Films ist die Etablierung von gleich zwei Figuren, die in den Comics das Kostüm des Ant-Man getragen haben, was auch im Film suggeriert wird. Historisch ist Hank Pym der erste Ant-Man, der in den Comics auch die Identitäten von Goliath, Yellowjacket & Giant-Man. Scott Lang ist der Nachfolger während mit Hope van Dyne die Figur der Wasp, einer Superheldin mit ähnlichen Fähigkeiten wie Ant-Man, eingeführt wird.


Alles in allem ist Ant-Man der MCU-Film mit dem der Humor in das Franchise zurückgekehrt ist, nachdem in Age of Ultron die Avengers neu aufgestellt wurden. Der Cast ist sehr stark und besonders Paul Rudd ist sehr sympathisch. Technisch ist der Film ebenfalls gelungen und der Humor ist ein cleveres, wenn nicht sogar notwendiges Stilmittel, denn die Thematik mit Ameisen kann man nur schwer ernst nehmen. Egal wie man es dreht & wendet. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, da Ant-Man sicher nicht der beste, aber einer der kreativsten MCU-Filme ist.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Captain America: The First Avenger | Review

Titel: Captain America: The First Avenger
Originaltitel: Captain America: The First Avenger
Laufzeit: 124 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Langsam aber sich nähern wir uns dem großen Infinity War. In dieser kommenden Comicverfilmung betritt Thanos endlich die Bühne aber bevor es soweit möchte ich noch auf die MCU Filme eingehen die ich bisher nicht reviewt habe. Captain America: The Frist Avenger ist der fünfte Film des Marvel Cinematic Universe und erzählt die Herkunftsgeschichte von Steve Rogers aka Captain America.


Wir schreiben das Jahr 1942. Soldaten der Organisation Hydra, Teil des Dritten Reiches, dringen in die Stadt Tønsberg ein. In einen Kloster findet Johann Schmidt (Red Skull), der Oberbefehlshaber von Hydra, den Teserakt, eine Waffe der Götter. Der Wissenschaftler Armin Zola schafft es die Energie des wüfelförmigen Teserakts zu bändigen und für die Entwicklung mächtiger Waffen zu nutzen.

Im Jahr 1943 möchte Steve Rogers, seines Zeichens Patriot aber leider Schwächlich, wie sein bester Freund Bucky, der spätere Winter Soldier, der U.S. Armee beitreten um gegen die Tyrannei in Europa zu kämpfen. Leider wird er wegen seiner körperlichen Verfassung immer wieder abgewiesen jedoch wird so der aus Deutschland emigrierte Professor Erskin auf ihn Aufmerksam. Er ermöglicht Steve den Eintritt in die Armee, sucht jedoch heimlich eine Testperson für ein geheimes Regierungsexperiment. Steve qualifiziert sich durch seinen Mut & seinen für jenes Experiment welches aus ihm den Supersoldaten macht der später als Captain America bekannt sein sollte. Professor Erskin verstirbt durch ein Attentat des Experiments was Steve zum einzigen seiner Art werden lässt.< strong>Während Steve anfangs noch als Werbemaskottchen für die Army benutzt wird etabliert er sich nach einem unerlaubten Kampfeinsatz als die Geheimwaffe gegen Hydra & den Red Skull.

Um die Welt vor der letzten Geheimwaffe Hydras zu retten ist Steve sich zu opfern um den Red Skull, die Waffe & den Teserakt zu eliminieren. Diese Aktion sollte sich jedoch als langer Kälteschlaf für Steve Rogers erweisen.


Ich stehe Captain America: The First Avenger gespalten gegenüber. Positiv muss die Wahl der Schauspieler erwähnen, die alle einen hervorragenden Job und ihre Figuren glaubhaft verkörpern. Besonders Chris Evans passt perfekt für die Rolle des Captain America. Steve Rogers ist patriotisch wie sonst was aber er steht auch für Mut, Treue & Hartnäckigkeit ein. Es sind diese Eigenschaften, zusammen mit seiner geradlinigkeit, die Steve zu einem idealen Teamführer machen. Man folgt ihm gern & freiwillig in jede Schlacht.

Was mir sauer aufstößt ist die Darstellung des Weltkrieges. Ich kaufe es dem Film nicht dass wir uns im größten Krieg der Menschheitsgeschichte befinden. Mir kommt es eher wie die Marvel-Version von Call of Duty vor, in der die Amerikaner jede Schlacht gewinnen. Selbst der scheinbare Tod von Bucky weckt kaum Emotionen weil die Figur etwas im Vordergrund stehen müssen um an der Seite von Captain America zu glänzen. Gleiches gilt für die gesamte Spezialeinheit von Captain America. Der Wonder Woman Film von 2017 zeigt wesentlich wie eine Comicverfilmung in einem Weltkrieg auszusehen hat.

Wo Helden sind, sind auch Schurken und in diesem Film miemt Hugo Weaving (Matrix, Herr der Ringe) den Oberschurken Red Skull. An sich ist die Figur der typische böse Nazi der die Welt erobern möchte weil er böse ist. Interessant ist jedoch der Umstand, dass Red Skull als erster MCU Charakter einen Infinitystein benutzt. Hinter dem Teserakt verbirgt sich der Raum-Stein mit dem Portale geöffnet werden können. Red Skull weiß das der Teserakt unglaublich mächtig ist jedoch verkennt er dessen Potential und baut bloß Waffen damit. Ein Fehler den auch S.H.I.E.L.D. viele Jahrzehnte später machen sollte.


Alles in allem ist Captain America: The First Avenger ein klassischer Origins-Film in der Held etabliert sowie der Charakter vorgestellt wird. Wir lernen Steve Rogers Ideal, Wünsche & Hoffnungen kennen. Außerdem wird in diesem Film ein junger Howard Stark vorgestellt der maßgeblich an der Entwicklung von Captain Americas Schild beteiligt ist. Die Genretypische Romanze wird von einer starken Frau, Peggy Carter (Haley Atwell), verkörpert die auf sich selbst aufpassen kann und nicht gerettet werden muss. Mein wirklicher Kritikpunkt ist die etwas zu heitere Atmosphäre. Filme wie Wonder Woman oder Dunkirk haben hier klar die Nase vorn. Dennoch ist Captain America: The First Avenger unterhaltsames Popcornkino.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Captain America: Civil War | Review

Titel: The First Avenger: Civil War
Originaltitel: Captain America: Civil War
Laufzeit: 148 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Die MCU Filme um Captain America hatten es nie leicht, wenn es um den Titel geht und ich weigere mich, „The first Avenger“ als Titel zu nehmen, außer im ersten Film. Da wir das nun geklärt haben, heiße ich euch zu meiner Review zu Captain America: Civil War, oder „könnte doch fast ein Avengers-Film sein“, willkommen.

Der Film erschien 2016, stellt den dritten Teil der Captain America Filme dar und ist wichtig für die weitere Entwicklung des Marvel Cinematic Universe.


Die Avengers sind die mächtigsten Helden der Erde und haben bereits mehrmals die Welt gerettet. Bei einer Mission, um den Terroristen & Schurken Crossbones unschädlich zu machen, werden durch einen unglücklichen Zwischenfall mehrere Zivilisten getötet. Scarlett Witch, die für den Zwischenfall verantwortlich ist, macht sich schwere Vorwürfe und löst eine weltweite Debatte über die Konsequenzen der letzten Ereignisse (Avengers 1, Avengers 2 & Captain America 2) aus. General Ross, inzwischen Außenminister der USA, legt dem Team unter Captain America eine UN Vereinbarung dar, die es nicht mehr als Privatorganisation agieren lässt, sondern unter die Kontrolle eines Gremiums bringt.

Tony Stark aka Iron Man ist für dieses „Gesetz“, während Captain America dagegen ist. Die Spannungen innerhalb der Avengers steigen. Als dem Winter Soldier aka Bucky Barnes (Captain Americas bester Freund) ein Attentat auf die UNO City in Wien nachgewiesen wird, eskaliert die Situation völlig. Captain America, Steve Rogers, ist von Buckys Unschuld überzeugt und stellt sich gegen das UN Gesetz. Zusammen mit seiner Truppe(Ant-Man, Hawkeye, Falcon, Winter Soldier & Scarlett Witch) stellt sich Captain America seinem ehemaligen Gefährten Iron Man und dessen Team (War Machine, Vision, Spider-Man, Black Panther & Black Widow) entgegen.

Nebenbei gibt es einen Nebenplot mit Oberschurke Zemo, der den Konflikt immer weiter anheizt, um Rache für den Tod seiner Familie, auf Grund der Schlacht in Avengers 2, zu nehmen.


Civil War fühlt sich mehr wie ein Avengers Film statt wie ein Solofilm an. Das liegt zum einen an der umfassenden Handlung und zum anderen an der gewaltigen Anzahl an Helden. Neben bereits bekannten Figuren wie Ant-Man, Winter Soldier, Hawkeye, Falcon & Black Widow bekommt das MCU mit Zemo, Spider-Man & Black Panther Zuwachs.

Crossbones taucht zwar auch auf, wird aber zu schnell verheizt. Ich halte Captain America: Civil War für den bisher wichtigsten Film des MCU, da zwei sehr wichtige Fragen gestellt werden. Wer übernimmt die Verantwortung für die Taten der Superhelden? Wer kontrolliert diese Überwesen? Vision & Scarlett Witch sind die besten Beispiele. Ersterer verfügt über schier grenzenlose Macht und stellt sich auf Iron Mans Seite, denn die Metawesen müssen kontrolliert werden. Die Gefahr einer privaten Organisation mit solcher Macht ist nicht abzuschätzen. Scarlett Witch verfügt ebenso über gewaltige Kräfte, lässt sich jedoch nicht erneut einsperren & kontrollieren wie damals von Hydra. Daher kämpft sie an der Seite von Captain America der in dem UNO Aufsichtsrat der Avengers die gleiche Bedrohung erkennt wie in S.H.I.E.L.D. als es von Hydra kontrolliert wurde. Was ist, wenn die Avengers helfen wollen, aber nicht dürfen, oder wenn die Avengers Missionen bekommen, die sie nicht wollen?

Neben der sehr spannenden Thematik, ist auch die Stimmung des Films sehenswert. Fängt alles noch „heroisch“ mit dem Kampf gegen Crossbones an, wird der Film später immer düsterer. Die Spaltung des Teams wird immer tiefgreifender. Aus Freunden werden Feinde. Die Avengers zerbrechen und der einzige Sieger ist der rachsüchtige Zemo. Er kann die Avengers nicht töten, aber die Helden können sich gegenseitig töten.

Das Highlight des Films ist ganz klar der Showdown der Avengers-Teams auf dem Flughafen von Leipzig. Diese Stelle markiert den endgültigen Bruch zwischen den ehemaligen Freunden Tony Stark & Steve Rogers. In dieser Szene steckt sehr viel Symbolkraft, da das alte Marvel Cinematic Universe hiermit zu Ende ist. Alle haben sich für eine Seite entschieden und sind bereit zu kämpfen.
An dieser Stelle muss ich rückwirkend den Auftritt, sowie die Einführung von Spider-Man loben. Tony Stark dient als sein Mentor und erklärt ihm, dass es seine Aufgabe sei, seine Macht dafür einzusetzen, schlimme Dinge zu verhindern. Somit wird auf Onkel Ben verzichtet, aber ein neuer Ansatz gewählt.


Es muss nun aber auch Platz für Kritik sein. Captain America: Civil War ist zu lang. Dies merkt man ganz simpel an der Spannungskurve des Films. Bis zum Showdown auf dem Flughafen baut sich die Spannung langsam auf und der Film funktioniert hervorragend. Danach kommen jedoch noch knapp 30 Minuten, die man nicht gebraucht hätte. Der Handlungsstrang um Zemo muss abgeschlossen werden, aber der Schurke hat sein Ziel erreicht. Die Avengers sind zersplittert und geschwächt. Mir ist jedoch klar, dass diese 30 Minuten nötig waren, um die Unschuld des Winter Soldiers am Tod von Black Panthers zu belegen. Allgemein muss ich anmerken, dass Civil War eigentlich keinen Bösewicht gebraucht hätte, denn der Konflikt zwischen den Helden wäre auch von allein ausgebrochen. Es ist jedoch interessant, dass Zemo kein Verbündeter von Hydra ist, sondern ein Feind dieser Organisation.


Zusammengefasst ist Captain America: Civil War der definierende Film für das Marvel Cinematic Universe. Durch die Schuldfrage in Bezug auf die Taten der Avengers wird dieses Film-Universum nachhaltig verändert. Ein großes Lob geht an die Handlung, die Kamerarbeit, die Tricktechnik sowie die hervorragende Leistung der Schauspieler die alle zur Höchstform auflaufen! Meinen wesentlichen Kritikpunkt habe ich bereits genannt. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, denn jeder Marvel-Fan muss diesen Film sehen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Captain America: Civil War Reviews:

Captain America: Civil War [2016] von 11ersFilmkritiken

 

 

Thor: Ragnarok | Review

Mehr Komödie als Drama!

Kino: Megaplex OÖ
Format: 3D Imax
Prädikat: sehenswert, auch in 3D

Mit Thor: Ragnarok oder auch Thor: Tag der Entscheidung geht das MCU in die siebzehnte Runde. Auf diesen Film habe ich mich schon sehr lange gefreut und ob sich diese Vorfreude gelohnt hat, erfahrt ihr jetzt!
Wie immer gilt, dass ich bei neuen Filmen möglichst wenig bis gar nichts spoilern werde und nun wünsche ich euch viel Spaß!
Über Thor 1 & Thor 2 haben in folgendem Beitrag geschrieben:

Thor & Thor: The Dark Kingdom | Double Feature Review


Hela, die Göttin des Todes, erstgeborene von Odin und Schwester von Thor hat Asgard erobert, um Ragnarok, das Ende von Asgard, einzuläuten.
Thor & Loki wurden während eines Kampfes aus dem Bifröst geschleudert. Nun möchte der Gott des Donners seine Heimat aus den Klauen seiner Schwester retten.
Dazu benötigt Thor jedoch einiges an Kampfkraft und diese erhält er in Form von Hulk, Walküre & Loki.

Die Handlung mag durch diese Zusammenfassung etwas mager wirken, aber neben dem Hauptstrang wird die Geschichte mit vielen kleinen Nebensträngen gespickt. So sieht man, wie Heimdall das Volk von Asgard beschützt, oder Doctor Strange trifft auf Thor. Neben den vielen Strängen etabliert Thor: Ragnarok viele neue Figuren wie Hela, Walküre, Topaz, aber auch mythologische Wesen wie Surtur & den Fenriswolf.

Wie üblich für Marvel darf auch der Humor nicht fehlen und Thor: Ragnarok gehört zu den lustigsten Marvel Verfilmungen, seit Deadpool den Francis gejagt hat. Viele Jokes zünden und lockern die im Kern ernste Geschichte sehr gut auf. Trotz all des Humors verkommt Thor: Ragnarok nicht zum reinen Klamauk.


Die Leistung der Schauspieler ist durch die Bank weg hervorragend. Besonders das Zusammenspiel von Chris Hemsworth als Thor & Mark Rufallo als Hulk ist genial. Ebenso gefällt das Zusammenspiel von Hemsworth & Tom Hiddleston, der erneut in die Rolle des Loki schlüpft.

Mit Cate Blanchett schlüpft eine hervorragende Charakterschauspielerin und Oscarpreisträgerin in die Rolle der Todesgöttin. Ich bin überrascht, wie viel Sympathie die richtige Schauspielerin aus dieser Rolle herausholen kann. Als weiteren Gegenspieler haben wir Clancy Brown (Highlander 1) in einer Sprechrolle als Feuerriese Surtur. Interessant ist auch der Umstand, dass weder Hela noch Surtur wirklich böse sind. Beide folgen einfach ihrer Natur als Todesgöttin und Zerstörer.

In weiteren Rollen sieht man Jeff Goldblum (Jurassic Park) als exzentrischen Grandmaster, Tessa Thompson (Selma) als Walküre, Karl Urban (Herr der Ringe) als Skurge sowie Idris Elba erneut als Heimdall.


Technisch ist der dritte Thor-Film sehr stark und äußerst hochwertig produziert. Dies merkt man besonders beim Hulk, da dieser mit jedem Film immer besser & besser aussieht. Ich habe den Film in Imax 3D gesehen und muss sagen, dass das 3D sehr gut genutzt wurde.

Dazu kommt ein ansprechendes Design der Schauplätze, besonders Sakaar sieht ziemlich cool aus, obwohl das ein Müllplanet ist.
Thor: Ragnarok ist ein auch gutes Beispiel für die steigende technische Entwicklung der MCU Filme. Mit der Weiterentwicklung des CGI schafft es Disney/Marvel jedes mal aufs neue den Zuseher in eine faszinierende Welt zu entführen.

Akustisch gibt es einiges auf die Ohren. Neben synthetischen Klängen bietet Thor 3 auch orchestrale Stücke, was eine hörenswerte Mischung ergibt und Thor: Ragnarok einen ganz eigenen Soundtrack verleiht.


Zusammengefasst ist Thor: Ragnarok einer der besten MCU-Filme und eine hervorragende Comicverfilmung. Der Film schafft es, viele kleine Geschichten zu erzählen und diese zu einer großen Handlungen zusammenzuführen. Der Fokus liegt jedoch ganz klar auf dem Humor und der Film soll nur gute Laune machen. Dies schafft Thor: Tag der Entscheidung sehr gut und unterhält von Anfang bis zum Ende! Fans von übertriebenen Comicverfilmungen kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten!
Mein persönliches Highlight war jedoch die größere Rolle des Hulks, der endlich mehr ist, als nur ein dummes Monster. Auch in allen anderen Aspekten gefällt der Film und erhält von mir das Prädikat: sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Thor: Ragnarok oder Tag der Entscheidung:

Thor: Ragnarok in IMAX 3D (Taika Waititi, USA 2017) – Kurzkritik von Singende Lehrerin

Thor – Tag der Entscheidung: Jetzt wird es albern von Die Nacht der lebenden Texte

Thor: Tag der Entscheidung von theforestmaster

Thor: Tag der Entscheidung von Wessels-Filmkritik

Kino: Thor: Tag der Entscheidung von popkulturelledifferenzen

[Movie] Thor – Tag der Entscheidung von booksmiacara

Thor: Tag der Entscheidung [Kino] von luzismedienecke

Thor: Tag der Entscheidung – Eine Rezension von Stefan K.

 

Thor & Thor: The Dark Kingdom | Double Feature Review

Welcher Gott bist du noch gleich? Achja…der Gott des Donners und der Beschützer der Erde.

Bald kommt Thor: Ragnarok in die Kinos und um mich richtig auf diesen Film einzustimmen, teile ich heute meine Meinung zu den ersten beiden Thor-Filmen mit euch. Viel Spaß!
Auf Spoiler werde ich übrigens keine Rücksicht nehmen, da diese Filme schon sehr bekannt sind.


Thor (2011, USA, 114 Minuten)

Thor ist eine Comicverfilmung, mit Fantasy Elementen, aus dem Jahr 2011. Regie führte Kenneth Branagh und für das Drehbuch zeichnete sich unter anderem J. Michael Straczynski aus, der bereits die Thor-Comics betreut hat.


Thor ist der Sohn von Odin, über alle Maße Arrogant und soll seinem Vater auf den Thor von Asgard folgen. Durch einen Überfall der Frostriesen wird die Krönung verschoben und Thor reist mit seinen Gefährten, den Warriors Three, Lady Sif & Loki zur Welt der Frostriesen um Antworten zu finden. Der Besuch endet in einem Scharmützel dass nur durch den Eingriff Odins beendet werden kann. Da Thor gegen den Willen von Odin zur Welt der Frostriesen aufgebrochen ist, wird der Gott des Donners verbannt.
Seiner Kräfte beraubt landet Thor auf der Erde, wo er auf die Wissenschaftlerin Jane Foster trifft. Da auch Thors Hammer, Mjolnir, auf der Erde ist und Jane von Thor fasziniert ist, beschließt sie ihm zu helfen. Der Geheimdienst S.H.I.E.L.D. hat jedoch auch Interesse am Hammer und errichtet ein Camp um Mjolnir da nur jemand der Würdig ist den Hammer heben kann.
In der Zwischenzeit fällt Odin in den Götterschlaf und Loki wird zum König gekrönt. Loki findet außerdem heraus, das er ein Frostriese ist und verschwört sich mit deren König, um Odin zu töten. Thors Waffenbrüder & Lady Sif reisen daraufhin zur Erde, um Thor über die Situation aufzuklären und nach Asgard zurückzubringen. Da Loki dies erfährt, schickt er den mächtigen Destroyer um seine Feinde zu vernichten.
Thor opfert sich um seine neuen Freunde zu retten und erweist sich als würdig der Gott des Donners zu sein. Er bezwingt den Destroyer und reist nach Asgard um Loki zu stoppen, der im Laufe des Kampfes in die Schwärze des Alls stürzt.
Die Handlung von Thor entspricht in vielen Punkten dem klassischen Konzept der Heldenreise. Ist Thor zu Beginn ein arrogantes Prinzlein muss er Demut lernen und zum Ende seine Heimat und Freunde gegen Invasoren (Frostriesen) verteidigen. Im Vergleich zu anderen Origins-Filmen ist Thor kreativer, da unser Held zu Beginn seine Macht hat, diese dann verliert und sie sicherst wieder verdienen muss.


Der Cast von Thor ist sehr stark und wartet mit großen Namen wie Anthony Hopkins, Stellans Skarsgård, Idris Elba & Natalie Portman auf.
Positiv fällt die Performance und Authentizität der Schauspieler auf. Hopkins spielt den weisen & starken Allvater Odin, der jedoch nicht frei von Makeln ist. Natalie Portman schlüpft in die Rolle der Astrophysikerin Jane Foster (in den Comics ist sie aktuell Thor) und ist nicht nur Helferin, sondern auch die Genretypische Romanze für den Helden.
Die restlichen Asen spielen eher eine kleine Rolle, wobei Idris Elba als Torwächter Heimdall zu erwähnen wäre, da dieser die erste Verteidigungslinie von Asgard bildet. Der Umstand, dass Heimdall von einem farbigen Schauspieler gespielt wird, finde ich nicht tragisch, es gab ja viel Kritik über die Besetzung, da die Asen im MCU eine Alien-Rasse sind und keine Götter.
Das Kernstück bildet jedoch das geniale Zusammenspiel von Chris Hemsworth als Thor & Tom Hiddleston als Loki. Thor ist arrogant & selbstgefällig während Loki gierig, heimtückisch und neidisch ist. Es sind die Gegensätze, die das Zusammenspiel so interessant macht und wie wir in kommenden MCU Filmen lernen werden, hegen die beiden Brüder trotz aller Streitigkeiten eine gewisse Bruderliebe zueinander.


Thor ist ein Film mit brillanter Optik der gekonnt Fantasy & Science-Fiction kombiniert und einen ganz eigenen Stil besitzt. Asgard mutet futuristisch aber auch gleichzeitig fantasievoll, an was sich durch den ganzen Film zieht. Man merkt dies auch bei den Kostümen der Asen. Dieser Hybridlook aus mittelalterlicher Kleidung mit Sci-Fi Elementen integriert sich hervorragend.


Alles in allem mag Thor vielleicht nicht der beste Film des Marvel Cinematic Universe sein, jedoch besticht der Film durch seinen Look, seinen starken Cast und den einer wichtigen Funktion. Thor ist der erste MCU-Film, der Marvels Filmuniversum größer macht und zeigt das es außerhalb der Erde noch viel mehr gibt. Eine ähnliche Funktion erfüllen der Nachfolger Thor: The Dark Kingdom und die beiden Guardians of the Galaxy Filme.


Thor: The Dark Kingdom (2013, USA, 112 Minuten)

Thor: The Dark Kingdom ist erneut ein Sci-Fi/Fantasy Hybrid und dient als Fortsetzung zu The Avengers und dem erstem Thor Film. Regie führte dieses mal Alan Taylor.


Thor reist mit seinen Gefährten (Warriors Three & Lady Sif) durch die Neun Welten um das Chaos, was durch Lokis Angriff auf die Erde losgetreten wurde, einzudämmen. Der Gott des Donners wird als Held, der Neun Welten gefeiert jedoch hängt, sein Herz immer noch an seiner irdischen Liebe Jane Foster, die ihn sucht. Sein Wunsch als König von Asgard zu herrschen wurde ebenfalls kleiner.
Loki wurde wegen seiner Verbrechen von Odin zur ewigen Haft in den Kerkern Asgards verurteilt. Er wird immer noch von Eifersucht und der Rache an Thor & Odin angetrieben.
Auf der Erde versucht Jane Foster mit ihrem Leben weiterzukommen, obwohl sie Thor immer noch liebt. Durch ein seltsames Phänomen in London gelangt sie in eine Zwischenwelt und entfesselt dabei den Äther (einer der Infinity-Steine mit unendlicher Macht), der in sie eindringt. Heimdall bemerkt das kurze Verschwinden von Jane und informiert Thor, der zur Erde reist. Um Jane vom Äther zu befreien, nimmt er sie nach Asgard mit, was Odin nicht gefällt.
In den Tiefen des Alls erwachen derweil die Dunkelelfen aus ihrem Schlaf und wollen mithilfe des Äthers sowie der anstehenden Konvergenz das Universum, besser gesagt die Neun Welten, in ewige Dunkelheit tauchen. Malekith, König der Dunkelelfen, schmuggelt seine rechte Hand nach Asgard ein um die Verteidigungsanlagen von innen heraus zu sabotieren.

Der Plan geht auf und die Truppen Asgards müssen eine Revolte im Kerker sowie den Angriff der Dunkelelfen, die den Äther wollen, abwehren. Im Laufe der Schlacht stirbt Thors Mutter Frigga, um Jane zu retten. Odin setzt Jane unter Arrest, um Malekith im Zweikampf zu töten. Thor möchte den Kampf auf neutralen Boden verlagern und den Äther vernichten sobald dieser aus Janes Körper extrahieren. Somit stellt sich der Gott des Donners gegen den Befehl seines Vaters und bringt Jane aus Asgard fort. Unterstützung erhält er dabei Loki, der dadurch dem Kerker entkommt, den Warriors Three (okay es sind nur mehr zwei) und Lady Sif.
Während all dieser Ereignisse finden Janes Assistentin Darcy und ihr Praktikant Ian heraus dass Professor Erik Selvig, seit der Gedankenkontrolle durch Loki in The Avengers, scheinbar Geisteskrank geworden ist. Dies täuscht jedoch, da er über die bevorstehende Konvergenz informiert wurde und an einer Technik arbeitet, um sie abzuschwächen.  Bei der Konfrontation erlangt Malekith die Macht des Äthers, da dieser nicht zu vernichten ist. Loki opfert sich im Kampf gegen Malekith‘s Handlanger.

Thor & Jane gelangen durch ein Portal zurück nach London. Zusammen mit Darcy, Ian, Erik & Jane stellt sich Thor zum zweiten mal Malekith und besiegt ihn nach einer heftigen Schlacht. Die Konvergenz zieht vorbei und der Äther wird von den Asen zum Collector gebracht, da zwei Infinity-Steine an einem Ort zu gefährlich sind.
Thor verzichtet auf den Thron und will lieber als Held den Völkern der Neun Welten und besonders der Erde helfen. Odin akzeptiert Thors Entscheidung, jedoch stellt später heraus das Loki nun auf dem Thron von Asgard sitzt. Wie das passiert ist, bleibt offen.


Thor: The Dark Kingdom ist ein gelungenes Beispiel für die wachsende Komplexität des Marvel Cinematic Universe. Hatte der erste Thor Film noch einen relativ simplen Plot, wird im zweiten Film sowohl auf vergangene als auch auf zukünftige Ereignisse Bezug genommen.

Besonders die Ereignisse von The Avengers prägen die Beziehung zwischen Loki & Thor. Da Loki durch seinen Neid und seinen Zorn nicht nur auf der Erde Krieg & Leid entfesselt hat, sondern auch auf den anderen Welten ist es nachvollziehbar das Thor seinem „Bruder“ nicht vertraut. Einzig Thors Mutter Frigga sieht noch Gutes in Loki und ihr Tod lässt das dynamische Duo der nordischen Götter zusammenarbeiten.
Abseits des erneut hervorragenden Zusammenspiels von Hemsworth & Hiddleston ist der Cast wieder sehr stark. Besonders Natalie Portmans Rolle als Jane Foster hat sich in zwei Jahren von der Romanze zur Auslöserin der Handlung weiterentwickelt. Sie hilft Thor aktiv die anstehende Bedrohung zu besiegen.
Interessant finde ich auch kleine Details, wie die erste Erwähnung der Infinity-Steine, die zu den wichtigsten Plotelementen des gesamten MCU gehören. Auch Lady Sif scheint in Thor verliebt zu sein, da sich ihr Verhalten ihm gegenüber etwas verändert.


Wie auch der Vorgänger sieht Thor 2 hervorragend aus und legt einen größeren Fokus auf Science-Fiction als auf Fantasy. Leider entsteht so ein Ungleichgewicht, wenn Asgard Krieger mit Schwertern gegen Plünderer mit Laserwaffen kämpfen und umgekehrt.

Die Gestaltung der Dunkelelfen und ihrer Schiffe gefällt mir sehr gut, ebenso das Design der Schauplätze. Besonders die Dunkelwelt bildet einen starken Kontrast zum goldenen Reich Asgard.


Zusammengefasst ist Thor: The Dark Kingdom ein komplexerer Film als sein Vorgänger, verfügt über einen starken Cast, leidet aber an einem Ungleichgewicht von Science-Fiction & Fantasy Elementen. Ich vermute, dies liegt jedoch an der Entwicklung bis zu Thor: Ragnarok da dieser auch wohl noch mehr auf Science-Fiction setzt.
Ich kann auf jeden Fall beide Solofilme um Thor empfehlen. Marvel Fans kommen auf jeden Fall auf ihre kosten da diese Filme ein gelungener Mix aus Action, Abenteuer & Komik sind.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Reviews zu den Filmen um Thor:

Thor (Kurzkritik) – mwj
Thor: The Dark Kingdom (Kurzkritik) – mwj

Marvels The Inhumans Folge 1 & 2 | Review/Gedankenspiel

Ich war gestern mit meinem besten Freund Felix im Kino und wir haben uns das Imax exklusive Event zu Marvels The Inhumans. Bei diesem Event werden die Ersten beiden der neuesten Serie von Marvel als Premiere zwei Wochen lang in ausgewählten Kinos gezeigt. Gefilmt wurde die Serie mit Alexa Imax 65 mm Kameras. Der Start dieser Premiere am 01.09.2017.


Wer oder was sind die Inhumans? Simpel gesagt sind die Inhumans eine Rasse von Metawesen im Marvel-Universum. Diese Rasse wird von ihrem König, Black Bolt & dessen Familie beherrscht. Ähnlich wie die X-Men zeichnen sich die Inhumans durch ihre vielfältigen Fähigkeiten aus. Ihre Fähigkeiten brandmarken sie jedoch, ebenso wie die Mutanten, als Außenseiter. Dies hält die Inhumans um Black Bolt jedoch nicht davon ab, gegen das Böse zu kämpfen!


Da diese Serie sehr neu ist, möchte ich so wenig wie möglich über die Handlung verraten. Daher gibt es nur eine kurze Zusammenfassung und dann teile ich meine Eindrücke von diesem Kinobesuch mit euch.

Nach einem Militärputsch muss die Königsfamilie um Black Bolt & Medusa von ihrer Heimat, auf dem Mond der Erde, fliehen. Ihre Zuflucht ist Hawaii auf der Erde. Von dort aus stellen sich die Inhumans den Mächten des Bösen.

Als „Film“ taugt Inhumans eher wenig, was aber daran liegt, dass die beiden gezeigten Folgen nicht als Film, sondern als Premiere einer kommenden TV Serie zu verstehen sind. In dieser Rolle funktioniert Inhumans sehr gut. Es wird die Stadt Attilan, die Familie um Black Bolt sowie der Hauptschurke etabliert.

Mein Highlight war Anson Mount (The Evil Within) als Black Bolt, der König des Inhumans Volkes. Da dieser, aufgrund seiner Fähigkeiten, niemals spricht, muss Anson Mont viel Mimik & Gestik arbeiten und dieses Kunststück wurde mit Bravour geschafft.

Serinda Swan als Medusa & Iwan Rheon als Maximus wussten ebenfalls als Hauptfiguren zu gefallen. Vom Rest des Casts möchte ich noch mehr sehen, um wirklich eine Meinung zu haben


Technisch hat mich das Imax wie üblich beeindruckt, auch wenn seit Dunkirk alles wie ein kleiner Rückschritt in diesem Format wirkt. Besonders hat mir die Abmischung des Klangs gefallen. Inhumans war weder zu Laut noch zu leise. Es wurde genau die richtige Mischung gefunden.

Eine witzige Notiz am Rande. Als Felix & ich in den Saal gingen, wurde das Thema von Wonder Woman aus dem gleichnamigen Film & Dawn of Justice gespielt, was etwas out of place wirkt, wenn ein DC Musikstück vor einem Werk von Marvel gespielt wird.
Als der Abspann lief und somit die Vorstellung zu Ende war, hörte man im Kinosaal diverse Aussagen wie „was für ein mieser Film“ oder Ähnliches. Mich hat das belustigt, weil manche Leute, nicht Sinn erfassend, die Filmbeschreibung des Kinoprogramms gelesen haben. Dort stand nie etwas vom Inhumans Film, dieser wurde vor einiger Zeit von Marvel eingestellt. Die Serie ersetzt, vermutlich vorläufig, den Film.

Zusammengefasst hat sich dieser Besuch im Imax gelohnt. Wer die Erwartung, einen typischen Marvel Film zu sehen, über Bord wirft, bekommt einen Einstieg in eine sehr solide Serie serviert. Wer man diese Erwartung, trotz der verbreiteten Informationen was Inhumans ist und was im Kino gezeigt, nicht ablegen kann, wird enttäuscht sein. Ich hab die 10 € gern in diese 77 Minuten Unterhaltung gesteckt und freue mich auf den Rest von Marvels The Inhumans.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Jessica Jones Staffel 1 (Netflix Original) |Review

Auf die Empfehlung der Userin Tempest hin, grüße & dank an dich, habe ich mir die erste Staffel von Marvel’s Jessica Jones angesehen. Diese Serie ist Teil eines Miniuniversums innerhalb des großen Marvel Cinematic Universe und wird, zusammen mit Luke Cage, Iron Fist & Daredevil, zur Crossover Serie Defenders zusammenlaufen.
Thematisch ist Marvel’s Jessica Jones eine Comicverfilmung & eine Crime Noir Geschichte. Für eine Verfilmung von Marvel fällt die düstere Atmosphäre, die erwachsenen Themen und die „bunte“ Sprache auf. Dazu später mehr.


Jessica Jones (Krysten Ritter), eine ehemalige Superheldin, betreibt eine Privatkanzlei in New York City. Ihre Fähigkeiten sind übermenschliche Stärke sowie eine verstärkte Sprungkraft (zum Fliegen reicht es nicht). 
Jessica’s Karriere als Superheldin endete, als sie auf den Superschurken Kilgrave (gespielt von Doctor Who Darsteller David Tennant) traf. Dieser besitzt die Fähigkeit, Menschen seinen Willen aufzuzwingen und ließ Jessica einst einen Mord begehen. 
Zu Beginn der Serie soll Jessica für das Ehepaar Shlothman das Verschwinden ihrer Tochter aufklären. Als sich herausstellt, dass Kilgrave hinter dem Verschwinden steckt, muss sich Jessica ihrem alten Peiniger stellen, der grausame Rache an unserer Ex-Heldin nehmen will, weil sie ihn einst zum sterben zurückließ.

 

Das ist natürlich nur eine grobe Zusammenfassung, der spannenden Geschichte voller emotionaler Abgründe, Gewalt, düsterer Helden & grausamer Schurken.

 


Jessica Jones ist eine gebrochene & alkoholkranke Ex-Heldin, die soziale Kontakte meidet und sich schwere Vorwürfe durch ihre Tat als Kilgraves „Sklavin“ macht. Als jedoch ihr Nemesis wieder auftaucht, schwört Jessica ihn zur Strecke zu bringen. Unterstützung erhält sie dabei, unter anderem, von Luke Cage (den beleuchten wir in der Review zu seiner eigenen Serie), ihrer Stiefschwester Trish Walker (Rachael Taylor), der skrupellosen Anwältin Jery Hogath (Carrie-Ann Moss), dem Junkie Malcom (Eka Darville) sowie dem Polizisten Will Simpson (Wil Traval).

Jeder der Hauptfiguren aus der Gruppe um Jessica ist hervorragend geschrieben, bringt eigene Handlungsstränge mit, die sich sehr gut in die Hauptgeschichte einfügen und ist glaubhaft. Dieses Merkmal trifft, ohnehin, auf alle Figuren in Marvel’s Jessica Jones zu. Das liegt nicht nur an hochwertigen Drehbüchern, sondern auch an talentierten Schauspielern.

 

Talentiert führt mich zu Kilgrave, dem Superschurken & Erzfeind von Jessica Jones. Als Ergebnis grausamer Experimente, kann er seinen Willen anderen Menschen aufzwingen. Somit ist er äußerst gefährlich, da er selbst kaum Gewalt ausübt. Die Drecksarbeit erledigen seine Marionetten für ihn. Kilgrave ist kein Telepath im klassischen Sinne, wie zB Professor X, da er seine Kräfte kontrolliert aber keine geistige Verbindung aufbaut bzw. aufbauen kann. Seine fanatische Liebe, die zeitweise absurde bis krankhafte Ausmaße annimmt, zu Jessica sind sein größter Antrieb das Leben unserer Ex-Heldin zur Hölle zu machen.
Marvel’s Jessica Jones ist die erste Serie des Marvel Cinematic Universe, kurz MCU , die ich gesehen habe und ich war positiv überrascht. Die Atmosphäre ist düsterer, die Figuren nicht so strahlend, die Themen sind Erwachsener (Mord, Vergewaltigung, Sexualität, …) & der gesamte Aufbau der Serie ist für ein erwachsenes Publikum ausgelegt. 

 


Zusammengefasst ist Marvel’s Jessica Jones eine spannende & düstere Crime Noir Serie die schwere Themen glaubhaft erzählt aber ohne zu übertreiben. Mit Luke Cage & Jessica Jones werden zwei neue Helden ins MCU eingeführt, die man hoffentlich, in Zukunft als Avengers sehen wird.  Der Schurke Kilgrave gehört zu den besten & tiefgründigsten Bösewichten des MCU. Wer ein Fan von Kriminalgeschichten, Comicverfilmungen oder Psycho-Thrillern ist, kommt mit dieser Serie voll auf seine oder ihre Kosten.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns beim nächsten Mal!