The Amazing Spider-Man (2012) | Review

Titel: The Amazing Spider-Man
Originaltitel: The Amazing Spider-Man
Regie: Marc Webb
Laufzeit: 136 Minuten
Release: 2012

Nach einer kleinen Pause kehrt der Spider-Friday auf DerStigler zurück und eigentlich wollte ich die beiden The Amazing Spider-Man Filme in einer Double Feature Review behandeln, habe mich dann dagegen entschiedenen, um mich vollends auf die einzelnen Filme zu stürzen!


Die trockenen Fakten zum Film

Titel: The Amazing Spider-Man
Originaltitel: The Amazing Spider-Man
Regie: Marc Webb
Laufzeit: 136 Minuten
Release: 2012


Nach dem Tod seiner Eltern lebt Peter Parker bei seinem Onkel und seiner Tante. In der Schule wird Peter von seinem Mitschüler Flash Thompson schikaniert und er fühlt sich zu Gwen Stacey hingezogen, die seine Gefühle zu erwidern scheint.

Eines Tages findet er im Keller eine Aktentasche seines Vaters, die eine Verbindung zu seiner Forschung bei Oscorp sowie zu Doktor Connors offenbart. Um mehr zu erfahren, schafft es Peter nach einigen Strapazen der Assistent von Connors zu werden. Während Peter durch den Biss einer genmanipulierten Spinne die Fähigkeiten bekommt, welche ihn zu Spider-Man machen, laufen die Experimente von Connors aus dem Ruder und er mutiert zur humanoiden Echse Lizard.

Während Peter den Verlust seines Onkels betrauert, der durch einen Raubüberfall stirbt, sich langsam an Gwen annähert und lernen muss, wie er seine Fähigkeiten für das Gute nutzt, will Lizard die Bewohner von New York in humanoide Reptielien, wie ihn, verwandeln.

Nach mehreren Begegnungen kommt es auf dem Dach des Oscorp-Towers zur finalen Schlacht. Spider-Man und Captain Stacey, Gwens Vater, stellen sich Lizard im finalen Kampf. Das Duo kann gewinnen, aber Captain Stacey stirbt an seinen erlittenen Wunden. Er entschuldigt sich bei Spider-Man und sagt ihm das die Stadt ihn braucht, bittet ihn aber auch sich von Gwen fernzuhalten. Es kommt zum Bruch mit Gwen, allerdings nicht ohne die Andeutung, dass er sich wohl nicht an das Versprechen halten kann …


Mein größtes Lob für The Amazing Spider-Man (2012) geht an Andrew Garfield und dessen großartige Performance, die auch nach 8 Jahren nicht an Charme aber auch an Autenzithät verloren hat. Er findet immer wieder den richtigen Ausdruck, die richtige Körperhaltung oder die richtigen Worte um glaubhaft DER Peter Parker/Spider-Man zu sein. Dazu kommt eine grandiose Chemie mit Emma Stone als Gwen Stacey, die eine starke, kluge aber auch liebevolle Partnerin für Spider-Man spielt.

Nicht nur die Haupt-, sondern auch die Nebenrollen sind hervorragend besetzt worden. Besonders Martin Sheen als Onkel Ben und Sally Field als Tante May sind sehr herzerwärmend aber auch äußerst authentisch als die treusorgende Familie für Peter.

Dem Film muss man aber auch eine virtuose Inszenierung zugutehalten. Marc Webbs Vision von Spider-Man ist hervorragend und gefällt von Anfang bis zum Ende. Die umfassende Handlung wird regelmäßig durch Kämpfe und/oder Drama aufgelockert, was dem Film ein hohes Tempo verleiht bis zum Finale. Außerdem glänzt The Amazing Spider-Man (2012) durch sehr viele starke Szenen, die erneut zeigen, dass Marc Webb sein Handwerk versteht!

Auch der Soundtrack, komponiert vom großartigen James Hornet, weiß sehr zu gefallen. Besonders das Titelthema ist ein gnadenloser Ohrwurm-Erzeuger, allerdings sorgt der Soundtrack auch für nötige Epik in vielen großartigen Szenen!


The Amazing Spider-Man (2012) ist ein grandioser Film und eine der besten Comicverfilmungen des letzten Jahrzehnts. Der Film besticht durch eine tolle Besetzung, eine meisterhafte Inszenierung und ein hohes Tempo, dass die überlange Laufzeit wie im Flug vergehen lässt. Wer sich für Spider-Man oder Comicverfilmungen begeistern kann oder einen tollen Einstieg in das Genre sucht, macht mit The Amazing Spider-Man (2012) nichts falsch. Ich vergebe für den Film die Wertung absolut sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

Superbros #10: Avengers Endgame Talk [Staffelfinale]

Herzlich willkommen zum Finale der ersten Superbros Staffel! Kurze Info: Superbros geht erst am 17.5.19 weiter!

Superbros Folge 10

Avengers: Infinity War | Review

Titel: Avengers: Infinity War
Originaltitel: Avengers: Infinity War
Laufzeit: 149 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Bevor ich zur Einleitung komme, möchte ich eine Spoilerwarnung für diesen Beitrag aussprechen. Ich möchte nach Möglichkeit nichts verraten, aber gewissen Punkte lassen sich nicht vermeiden.


Mit Avengers: Infinity War ist am 26.4 die bisher gewaltigste Comicverfilmung erschienen. Alles, was in den letzten 10 Jahren passiert ist, läuft nun zusammen und den Film hätte man auch Avengers: Thanos Rising nennen können, warum erfahrt ihr weiter unten.


Der Titan Thanos ist auf der Jagd nach den sechs Infinity Steinen, die alle für einen kosmischen Aspekt (Macht, Realität, Zeit, Geist, Seele & Raum) stehen. Wenn diese Steine zusammenkommen und von einem Wesen getragen werden können, erhält der Träger unendliche Macht. Thanos macht zusammen mit seinen Elitekriegern, der Black Order, Jagd auf die Steine, von denen sich zwei auf der Erde befinden.

Die Helden der Erde, die Guardians of the Galaxy und Thor von Asgard wollen das Ziel von Thanos vereiteln und rüsten sich für ihren bisher größten Kampf. Doch die Chancen stehen schlecht für die Helden…

Infinity War besteht, entgegen des Titels, nicht nur aus einer einzigen Schlacht, sondern fühlt sich wie ein richtiger Krieg, an mit kleinen Siegen & Niederlagen bis zur finalen Schlacht.

Dabei nimmt sich der Film sehr viel Zeit für seine Figuren, bremmst das Tempo aber nicht aus, sondern schafft so eine geniale erzählerische Dynamik. Im Fokus des Films steht Thanos, aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird. Wir erfahren einiges über seine Herkunft, seine Beweggründe und das auch der wahnsinnige Titan Gefühle hat. Hier muss ich einfach Josh Brolin loben, der Thanos mit so viel Persönlichkeit ausstattet, dass man diesen Charakter nicht hassen kann.

Neben Thanos liegt ein gewichtiger Teil des Films bei Thor, der Thanos für den Genozid an seinem Volk ermorden will, sowie Gamora die über Wissen verfügt, was den gesamten Kriegsverlauf entscheiden kann.

Infinity War gehört zu den wenigen Comicverfilmungen die sich wie ein wirklicher Comic anfühlen. Jeder neue Schauplatz fühlt sich wie eine neue Ausgabe einer Comicreihe an. Dabei wirkt der Film nicht überladen, sondern abwechslungsreich. Die Infinity Steine sind über die Galaxie verteilt, also müssen die Helden an verschiedenen Fronten kämpfen. Jeder Schauplatz wirkt völlig anders als der Vorherige und erzeugt eine eigene Grundstimmung sowie Emotion.

Was ebenfalls in Bezug auf Emotionen sehr gut funktioniert, ist die Beibehaltung des Tonfalls jeder Figur aus den Einzelfilmen. So ist unter anderem Peter Parker aka Spiderman immer noch ein Teenager, Thor der König eines Volkes ohne Heimat, Tony der verzweifelte Beschützer der Erde und Captain America der Soldat mit Ehre.

Mit über 30 Figuren hat der dritte Avengers Film eine gigantische Besetzung an Helden und Schurken, allerdings wirkt er nicht überladen, sondern jede Figur hat eine Rolle, die Sinn macht. Faszinierend ist auch das Kunststück, 4 Schurken, die Black Order, zu etablieren, keine Hintergrundgeschichte für sie zu haben, aber dem Zuseher dennoch eine kleine Truppe der interessantesten und mächtigsten Schurken zu bieten.


Technisch ist Avengers: Infinity War ein wahres Brett und zeigt, was mit moderner Filmtechnik möglich ist. Die Motion Capture Technik ist auf dem absoluten Höhepunkt und sieht hervorragend aus. Allein die gesamte Darstellung des Titanen Thanos wischt mit der Konkurrenz, in diesem Fall DC, den Boden auf.

Die Schauplätze sehen fantastisch aus und setzen neue Akzente im MCU. Dank modernem CGI & gelungener Inszenierung wirken manche Orte surreal, andere wiederum sehr real. Dazu kommt ein gelungenes Spiel mit Licht & Schatten.

Unterlegt werden die großteils bildgewaltigen Szenen mit einem bombastischen Soundtrack, der die Atmosphäre des Films perfekt unterstreicht. Garniert wird der Soundtrack mit Fanservice im Stil von Abwandlungen des Avengers Themas, sowie der Einspielung des originalen Themas aus dem Film von 2012.


Wie fasse ich das Ganze nun zusammen? Mit Avengers: Infinity War wurde Kinogeschichte geschrieben. Der Film funktioniert von Anfang bis Ende hervorragend und lässt keine Wünsche offen, außer den Wissensdrang, wie es nach dem emotional aufwühlenden Ende weitergeht.

Was Marvel mit diesem Film abgeliefert hat, ist einmalig im Genre des Superheldenfilms und erfordert sehr viel Mut, den Marvel Studios bewiesen hat und dafür verdienen alle Mitwirkenden an diesem Film meinen Respekt.

Ich vergebe für Avengers: Inifinity War die Sonderwertung besonders sehenswert, da wir so einen Hybriden aus Drama, Comicverfilmung, Katastrophenfilm & Science-Fiction-Film so schnell nicht mehr sehen werden.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Avengers: Infinity War:

Black Panther | Review

Titel: Black Panther
Originaltitel: Black Panther
Laufzeit: 135 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Das Marvel Cinematic Universe geht in die achtzehnte Runde und bringt mit Black Panther den ersten Solofilm um den „Man without Fear“. Kann Marvel den hohen Standard halten und fügt der Film dem Genre an sich etwas neues hinzu? Diesen Fragen will ich auf den Grund gehen.


Nach den Ereignissen in Captain America: Civil War besteigt T‘Challa/Black Panther den Thron seiner Heimat Wakanda, einem scheinbaren dritte Welt Land in Afrika, dass jedoch dank des Metalls Vibranium technologisch weit fortgeschrittener ist als irgendeine andere Nation.

Die Herrschaft über Wakanda erweist sich, als schwieriger als gedacht da verschiedene Strömungen im Land herrschen. Da Wakanda völlig isoliert ist und keinen wirklichen Kontakt zur Außenwelt hat, konnte dort ein technologisches Utopia errichtet werden. Mithilfe ihrer Technologie könnte Wakanda die Welt zu einem besseren Ort machen oder sie beherrschen.

Als Ulysses Klaue (bekannt aus Avengers: Age of Ultron) und der Ex-Soldat Erik Killmonger in einem Londoner Museum ein Artefakt aus Vibranium stehlen muss sich Black Panther der beiden Schurken annehmen und dabei verhindern, dass die Welt erfährt, was Wakanda wirklich ist.

Black Panther fällt in die Kategorie des Origin-Films und baut den Charakter des T‘Challa aus Civil War weiter aus. In dieser Funktion macht der Film einen guten Job aber Spider-Man: Homecoming, ebenfalls aus den Nachwehen des Civil War entstanden, hat gezeigt, wie man es besser machen kann. Durch die Etablierung eines Mentors, der dem Helden zur Seite steht und wenn nötig zur Besinnung bringt, hätte der Film etwas mehr Tiefgang für die Figur des Black Panther an sich mitgebracht.

Die meiner Meinung nach größte Schwachstelle des Films ist das Fehlen, von wirklichen Bezügen zum restlichen MCU. Es bringt wenig, wenn man einen Schurken & einen CIA-Agenten aus früheren Filmen sowie das bereits in Captain America 1 etablierte Vibranium in die Handlung einbindet, aber kaum auf den direkten Vorgängerfilm Civil War, in dem Black Panther an Iron Mans Seite kämpfte, eingeht. Dazu kommt das völlige fehlen von Captain America, der nach Civil War in Wakanda Asyl erhalten hat. Man muss diesen Charakter nicht aktiv in die Handlung einbinden aber zumindest eine Erwähnung des Captain und seinen Geächteten wäre nicht verkehrt gewesen. Ein Solofilm innerhalb eines großen Franchise schafft zwar eine eigene Identität, lässt aber die Zugehörigkeit, trotz Anspielungen auf Age of Ultron, zum restlichen Universum vermissen.

Was wiederum positiv zu erwähnen ist, sind die beiden Schurken des Films. Zum einen hätten wir den Waffenhändler Ulysses Klaue, der seit dem Verlust seines Arms scheinbar etwas verrückt wurde und fast schon, wie die Marvel-Version des Jokers auftritt. Umso kontrastreicher tritt der tragische Charakter Killmonger auf, dessen oberstes Ziel Gerechtigkeit ist. Gerechtigkeit für sich, für sein Volk und die Unterdrückten auf der Welt. Um dieses Ziel zu erreichen, ist er sogar bereit eine weltweite Revolution anzuzetteln und Wakanda steht auf Platz 1 seiner Liste. Leider sieht man von Killmonger viel zu wenig im Film. Er wird geschickt etabliert bekommt danach aber zu wenig Screentime. Die politischen Themen des Films werden in Killmonger vereint und mehr Screentime mit ihm hätte auch der Dynamik in der Erzählstruktur sicher gut getan.


Black Panthers größte Stärken sind ganz klar die Optik und die Inszenierung. Der Film ist eine der ausgefallensten Comicverfilmungen der letzten Jahre. Die bunten Kostüme und Stammesrituale wirken weder klischeehaft noch aufgesetzt, sondern absolut authentisch und zeigen Afrika, in diesem Fall durch Wakanda repräsentiert, von einer traditionelleren Seite. Black Panther verfügt ohnehin über eine breite Palette von äußerst bildgewaltigen Schauplätzen verfügt wie Busan, Wakanda oder die Vibranium-Mine.

Dazu kommen sehr dynamische Actionszenen die, wie die restliche Präsentation, eine eigene Note haben. Besonders die genretypische Entscheidungsschlacht am Ende des Films ist hervorragend inszeniert und spielt sich auf mehreren Ebenen. Ich muss aber auch bei den Actionszenen etwas meckern. Ein schwarzes Kostüm auf schwarzem Hintergrund sorgt in der Action nicht gerade für viel Übersicht. Es kommt zwar selten vor aber besonders bei Black Panthers erstem Kampf im Film herrscht Chaos.

Der Soundtrack ist sehr stimmig und passt perfekt zum Film, jedoch würd ich ihn unter normalen Umständen nicht hören. Dieser Umstand trifft für mich aber auf fast alle Filmsoundtracks zu.


Zusammengefasst hat Regisseur Ryan Coogler eine äußerst solide Comicverfilmung abgeliefert, die in der Präsentation zu den besten Vertretern des Genres gehört. Mein Hauptproblem liegt in der Erzählung und dem Fokus der Handlung an sich. Die politischen Themen des Films rücken nicht ganz so stark in den Vordergrund wie es wohl angedacht war aber das ist auch gut so. In erster Linie soll eine Comicverfilmung unterhalten und schwere Themen nur im Subtext bearbeiten.

Ist Black Panther der beste Film des MCU? Nein bei Gott nicht. Ein Captain America: Civil War,Thor: Ragnarokoder Guardians of the Galaxy waren bedeutend epischer, actionlastiger, dynamischer und/oder unterhaltsamer aber Black Panther hat einen Mehrwert. Durch die detaillierte Vorstellung Wakandas wird das MCU um einen Schauplatz erweitert und der technologische Fortschritt lässt Hoffnung aufkommen den kommenden Krieg gegen Thanos irgendwie zu überleben.

Trotz meiner Probleme mit dem Film vergebe ich ein sehenswert, da Black Panther zu den optisch imposantesten Comicverfilmungen zählt und zwei wirklich gute Bösewichte sowie mehrere kommende Helden/Schurken mitbringt.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Black Panther:

 

Captain America: The First Avenger | Review

Titel: Captain America: The First Avenger
Originaltitel: Captain America: The First Avenger
Laufzeit: 124 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Langsam aber sich nähern wir uns dem großen Infinity War. In dieser kommenden Comicverfilmung betritt Thanos endlich die Bühne aber bevor es soweit möchte ich noch auf die MCU Filme eingehen die ich bisher nicht reviewt habe. Captain America: The Frist Avenger ist der fünfte Film des Marvel Cinematic Universe und erzählt die Herkunftsgeschichte von Steve Rogers aka Captain America.


Wir schreiben das Jahr 1942. Soldaten der Organisation Hydra, Teil des Dritten Reiches, dringen in die Stadt Tønsberg ein. In einen Kloster findet Johann Schmidt (Red Skull), der Oberbefehlshaber von Hydra, den Teserakt, eine Waffe der Götter. Der Wissenschaftler Armin Zola schafft es die Energie des wüfelförmigen Teserakts zu bändigen und für die Entwicklung mächtiger Waffen zu nutzen.

Im Jahr 1943 möchte Steve Rogers, seines Zeichens Patriot aber leider Schwächlich, wie sein bester Freund Bucky, der spätere Winter Soldier, der U.S. Armee beitreten um gegen die Tyrannei in Europa zu kämpfen. Leider wird er wegen seiner körperlichen Verfassung immer wieder abgewiesen jedoch wird so der aus Deutschland emigrierte Professor Erskin auf ihn Aufmerksam. Er ermöglicht Steve den Eintritt in die Armee, sucht jedoch heimlich eine Testperson für ein geheimes Regierungsexperiment. Steve qualifiziert sich durch seinen Mut & seinen für jenes Experiment welches aus ihm den Supersoldaten macht der später als Captain America bekannt sein sollte. Professor Erskin verstirbt durch ein Attentat des Experiments was Steve zum einzigen seiner Art werden lässt.< strong>Während Steve anfangs noch als Werbemaskottchen für die Army benutzt wird etabliert er sich nach einem unerlaubten Kampfeinsatz als die Geheimwaffe gegen Hydra & den Red Skull.

Um die Welt vor der letzten Geheimwaffe Hydras zu retten ist Steve sich zu opfern um den Red Skull, die Waffe & den Teserakt zu eliminieren. Diese Aktion sollte sich jedoch als langer Kälteschlaf für Steve Rogers erweisen.


Ich stehe Captain America: The First Avenger gespalten gegenüber. Positiv muss die Wahl der Schauspieler erwähnen, die alle einen hervorragenden Job und ihre Figuren glaubhaft verkörpern. Besonders Chris Evans passt perfekt für die Rolle des Captain America. Steve Rogers ist patriotisch wie sonst was aber er steht auch für Mut, Treue & Hartnäckigkeit ein. Es sind diese Eigenschaften, zusammen mit seiner geradlinigkeit, die Steve zu einem idealen Teamführer machen. Man folgt ihm gern & freiwillig in jede Schlacht.

Was mir sauer aufstößt ist die Darstellung des Weltkrieges. Ich kaufe es dem Film nicht dass wir uns im größten Krieg der Menschheitsgeschichte befinden. Mir kommt es eher wie die Marvel-Version von Call of Duty vor, in der die Amerikaner jede Schlacht gewinnen. Selbst der scheinbare Tod von Bucky weckt kaum Emotionen weil die Figur etwas im Vordergrund stehen müssen um an der Seite von Captain America zu glänzen. Gleiches gilt für die gesamte Spezialeinheit von Captain America. Der Wonder Woman Film von 2017 zeigt wesentlich wie eine Comicverfilmung in einem Weltkrieg auszusehen hat.

Wo Helden sind, sind auch Schurken und in diesem Film miemt Hugo Weaving (Matrix, Herr der Ringe) den Oberschurken Red Skull. An sich ist die Figur der typische böse Nazi der die Welt erobern möchte weil er böse ist. Interessant ist jedoch der Umstand, dass Red Skull als erster MCU Charakter einen Infinitystein benutzt. Hinter dem Teserakt verbirgt sich der Raum-Stein mit dem Portale geöffnet werden können. Red Skull weiß das der Teserakt unglaublich mächtig ist jedoch verkennt er dessen Potential und baut bloß Waffen damit. Ein Fehler den auch S.H.I.E.L.D. viele Jahrzehnte später machen sollte.


Alles in allem ist Captain America: The First Avenger ein klassischer Origins-Film in der Held etabliert sowie der Charakter vorgestellt wird. Wir lernen Steve Rogers Ideal, Wünsche & Hoffnungen kennen. Außerdem wird in diesem Film ein junger Howard Stark vorgestellt der maßgeblich an der Entwicklung von Captain Americas Schild beteiligt ist. Die Genretypische Romanze wird von einer starken Frau, Peggy Carter (Haley Atwell), verkörpert die auf sich selbst aufpassen kann und nicht gerettet werden muss. Mein wirklicher Kritikpunkt ist die etwas zu heitere Atmosphäre. Filme wie Wonder Woman oder Dunkirk haben hier klar die Nase vorn. Dennoch ist Captain America: The First Avenger unterhaltsames Popcornkino.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Captain America: Civil War | Review

Titel: The First Avenger: Civil War
Originaltitel: Captain America: Civil War
Laufzeit: 148 Minuten
Produktionsland: USA
Genre: Comicverfilmung

Die MCU Filme um Captain America hatten es nie leicht, wenn es um den Titel geht und ich weigere mich, „The first Avenger“ als Titel zu nehmen, außer im ersten Film. Da wir das nun geklärt haben, heiße ich euch zu meiner Review zu Captain America: Civil War, oder „könnte doch fast ein Avengers-Film sein“, willkommen.

Der Film erschien 2016, stellt den dritten Teil der Captain America Filme dar und ist wichtig für die weitere Entwicklung des Marvel Cinematic Universe.


Die Avengers sind die mächtigsten Helden der Erde und haben bereits mehrmals die Welt gerettet. Bei einer Mission, um den Terroristen & Schurken Crossbones unschädlich zu machen, werden durch einen unglücklichen Zwischenfall mehrere Zivilisten getötet. Scarlett Witch, die für den Zwischenfall verantwortlich ist, macht sich schwere Vorwürfe und löst eine weltweite Debatte über die Konsequenzen der letzten Ereignisse (Avengers 1, Avengers 2 & Captain America 2) aus. General Ross, inzwischen Außenminister der USA, legt dem Team unter Captain America eine UN Vereinbarung dar, die es nicht mehr als Privatorganisation agieren lässt, sondern unter die Kontrolle eines Gremiums bringt.

Tony Stark aka Iron Man ist für dieses „Gesetz“, während Captain America dagegen ist. Die Spannungen innerhalb der Avengers steigen. Als dem Winter Soldier aka Bucky Barnes (Captain Americas bester Freund) ein Attentat auf die UNO City in Wien nachgewiesen wird, eskaliert die Situation völlig. Captain America, Steve Rogers, ist von Buckys Unschuld überzeugt und stellt sich gegen das UN Gesetz. Zusammen mit seiner Truppe(Ant-Man, Hawkeye, Falcon, Winter Soldier & Scarlett Witch) stellt sich Captain America seinem ehemaligen Gefährten Iron Man und dessen Team (War Machine, Vision, Spider-Man, Black Panther & Black Widow) entgegen.

Nebenbei gibt es einen Nebenplot mit Oberschurke Zemo, der den Konflikt immer weiter anheizt, um Rache für den Tod seiner Familie, auf Grund der Schlacht in Avengers 2, zu nehmen.


Civil War fühlt sich mehr wie ein Avengers Film statt wie ein Solofilm an. Das liegt zum einen an der umfassenden Handlung und zum anderen an der gewaltigen Anzahl an Helden. Neben bereits bekannten Figuren wie Ant-Man, Winter Soldier, Hawkeye, Falcon & Black Widow bekommt das MCU mit Zemo, Spider-Man & Black Panther Zuwachs.

Crossbones taucht zwar auch auf, wird aber zu schnell verheizt. Ich halte Captain America: Civil War für den bisher wichtigsten Film des MCU, da zwei sehr wichtige Fragen gestellt werden. Wer übernimmt die Verantwortung für die Taten der Superhelden? Wer kontrolliert diese Überwesen? Vision & Scarlett Witch sind die besten Beispiele. Ersterer verfügt über schier grenzenlose Macht und stellt sich auf Iron Mans Seite, denn die Metawesen müssen kontrolliert werden. Die Gefahr einer privaten Organisation mit solcher Macht ist nicht abzuschätzen. Scarlett Witch verfügt ebenso über gewaltige Kräfte, lässt sich jedoch nicht erneut einsperren & kontrollieren wie damals von Hydra. Daher kämpft sie an der Seite von Captain America der in dem UNO Aufsichtsrat der Avengers die gleiche Bedrohung erkennt wie in S.H.I.E.L.D. als es von Hydra kontrolliert wurde. Was ist, wenn die Avengers helfen wollen, aber nicht dürfen, oder wenn die Avengers Missionen bekommen, die sie nicht wollen?

Neben der sehr spannenden Thematik, ist auch die Stimmung des Films sehenswert. Fängt alles noch „heroisch“ mit dem Kampf gegen Crossbones an, wird der Film später immer düsterer. Die Spaltung des Teams wird immer tiefgreifender. Aus Freunden werden Feinde. Die Avengers zerbrechen und der einzige Sieger ist der rachsüchtige Zemo. Er kann die Avengers nicht töten, aber die Helden können sich gegenseitig töten.

Das Highlight des Films ist ganz klar der Showdown der Avengers-Teams auf dem Flughafen von Leipzig. Diese Stelle markiert den endgültigen Bruch zwischen den ehemaligen Freunden Tony Stark & Steve Rogers. In dieser Szene steckt sehr viel Symbolkraft, da das alte Marvel Cinematic Universe hiermit zu Ende ist. Alle haben sich für eine Seite entschieden und sind bereit zu kämpfen.
An dieser Stelle muss ich rückwirkend den Auftritt, sowie die Einführung von Spider-Man loben. Tony Stark dient als sein Mentor und erklärt ihm, dass es seine Aufgabe sei, seine Macht dafür einzusetzen, schlimme Dinge zu verhindern. Somit wird auf Onkel Ben verzichtet, aber ein neuer Ansatz gewählt.


Es muss nun aber auch Platz für Kritik sein. Captain America: Civil War ist zu lang. Dies merkt man ganz simpel an der Spannungskurve des Films. Bis zum Showdown auf dem Flughafen baut sich die Spannung langsam auf und der Film funktioniert hervorragend. Danach kommen jedoch noch knapp 30 Minuten, die man nicht gebraucht hätte. Der Handlungsstrang um Zemo muss abgeschlossen werden, aber der Schurke hat sein Ziel erreicht. Die Avengers sind zersplittert und geschwächt. Mir ist jedoch klar, dass diese 30 Minuten nötig waren, um die Unschuld des Winter Soldiers am Tod von Black Panthers zu belegen. Allgemein muss ich anmerken, dass Civil War eigentlich keinen Bösewicht gebraucht hätte, denn der Konflikt zwischen den Helden wäre auch von allein ausgebrochen. Es ist jedoch interessant, dass Zemo kein Verbündeter von Hydra ist, sondern ein Feind dieser Organisation.


Zusammengefasst ist Captain America: Civil War der definierende Film für das Marvel Cinematic Universe. Durch die Schuldfrage in Bezug auf die Taten der Avengers wird dieses Film-Universum nachhaltig verändert. Ein großes Lob geht an die Handlung, die Kamerarbeit, die Tricktechnik sowie die hervorragende Leistung der Schauspieler die alle zur Höchstform auflaufen! Meinen wesentlichen Kritikpunkt habe ich bereits genannt. Ich vergebe das Prädikat sehenswert, denn jeder Marvel-Fan muss diesen Film sehen!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Captain America: Civil War Reviews:

Captain America: Civil War [2016] von 11ersFilmkritiken

 

 

Thor: Ragnarok | Review

Mehr Komödie als Drama!

Kino: Megaplex OÖ
Format: 3D Imax
Prädikat: sehenswert, auch in 3D

Mit Thor: Ragnarok oder auch Thor: Tag der Entscheidung geht das MCU in die siebzehnte Runde. Auf diesen Film habe ich mich schon sehr lange gefreut und ob sich diese Vorfreude gelohnt hat, erfahrt ihr jetzt!
Wie immer gilt, dass ich bei neuen Filmen möglichst wenig bis gar nichts spoilern werde und nun wünsche ich euch viel Spaß!
Über Thor 1 & Thor 2 haben in folgendem Beitrag geschrieben:

Thor & Thor: The Dark Kingdom | Double Feature Review


Hela, die Göttin des Todes, erstgeborene von Odin und Schwester von Thor hat Asgard erobert, um Ragnarok, das Ende von Asgard, einzuläuten.
Thor & Loki wurden während eines Kampfes aus dem Bifröst geschleudert. Nun möchte der Gott des Donners seine Heimat aus den Klauen seiner Schwester retten.
Dazu benötigt Thor jedoch einiges an Kampfkraft und diese erhält er in Form von Hulk, Walküre & Loki.

Die Handlung mag durch diese Zusammenfassung etwas mager wirken, aber neben dem Hauptstrang wird die Geschichte mit vielen kleinen Nebensträngen gespickt. So sieht man, wie Heimdall das Volk von Asgard beschützt, oder Doctor Strange trifft auf Thor. Neben den vielen Strängen etabliert Thor: Ragnarok viele neue Figuren wie Hela, Walküre, Topaz, aber auch mythologische Wesen wie Surtur & den Fenriswolf.

Wie üblich für Marvel darf auch der Humor nicht fehlen und Thor: Ragnarok gehört zu den lustigsten Marvel Verfilmungen, seit Deadpool den Francis gejagt hat. Viele Jokes zünden und lockern die im Kern ernste Geschichte sehr gut auf. Trotz all des Humors verkommt Thor: Ragnarok nicht zum reinen Klamauk.


Die Leistung der Schauspieler ist durch die Bank weg hervorragend. Besonders das Zusammenspiel von Chris Hemsworth als Thor & Mark Rufallo als Hulk ist genial. Ebenso gefällt das Zusammenspiel von Hemsworth & Tom Hiddleston, der erneut in die Rolle des Loki schlüpft.

Mit Cate Blanchett schlüpft eine hervorragende Charakterschauspielerin und Oscarpreisträgerin in die Rolle der Todesgöttin. Ich bin überrascht, wie viel Sympathie die richtige Schauspielerin aus dieser Rolle herausholen kann. Als weiteren Gegenspieler haben wir Clancy Brown (Highlander 1) in einer Sprechrolle als Feuerriese Surtur. Interessant ist auch der Umstand, dass weder Hela noch Surtur wirklich böse sind. Beide folgen einfach ihrer Natur als Todesgöttin und Zerstörer.

In weiteren Rollen sieht man Jeff Goldblum (Jurassic Park) als exzentrischen Grandmaster, Tessa Thompson (Selma) als Walküre, Karl Urban (Herr der Ringe) als Skurge sowie Idris Elba erneut als Heimdall.


Technisch ist der dritte Thor-Film sehr stark und äußerst hochwertig produziert. Dies merkt man besonders beim Hulk, da dieser mit jedem Film immer besser & besser aussieht. Ich habe den Film in Imax 3D gesehen und muss sagen, dass das 3D sehr gut genutzt wurde.

Dazu kommt ein ansprechendes Design der Schauplätze, besonders Sakaar sieht ziemlich cool aus, obwohl das ein Müllplanet ist.
Thor: Ragnarok ist ein auch gutes Beispiel für die steigende technische Entwicklung der MCU Filme. Mit der Weiterentwicklung des CGI schafft es Disney/Marvel jedes mal aufs neue den Zuseher in eine faszinierende Welt zu entführen.

Akustisch gibt es einiges auf die Ohren. Neben synthetischen Klängen bietet Thor 3 auch orchestrale Stücke, was eine hörenswerte Mischung ergibt und Thor: Ragnarok einen ganz eigenen Soundtrack verleiht.


Zusammengefasst ist Thor: Ragnarok einer der besten MCU-Filme und eine hervorragende Comicverfilmung. Der Film schafft es, viele kleine Geschichten zu erzählen und diese zu einer großen Handlungen zusammenzuführen. Der Fokus liegt jedoch ganz klar auf dem Humor und der Film soll nur gute Laune machen. Dies schafft Thor: Tag der Entscheidung sehr gut und unterhält von Anfang bis zum Ende! Fans von übertriebenen Comicverfilmungen kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten!
Mein persönliches Highlight war jedoch die größere Rolle des Hulks, der endlich mehr ist, als nur ein dummes Monster. Auch in allen anderen Aspekten gefällt der Film und erhält von mir das Prädikat: sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Thor: Ragnarok oder Tag der Entscheidung:

Thor: Ragnarok in IMAX 3D (Taika Waititi, USA 2017) – Kurzkritik von Singende Lehrerin

Thor – Tag der Entscheidung: Jetzt wird es albern von Die Nacht der lebenden Texte

Thor: Tag der Entscheidung von theforestmaster

Thor: Tag der Entscheidung von Wessels-Filmkritik

Kino: Thor: Tag der Entscheidung von popkulturelledifferenzen

[Movie] Thor – Tag der Entscheidung von booksmiacara

Thor: Tag der Entscheidung [Kino] von luzismedienecke

Thor: Tag der Entscheidung – Eine Rezension von Stefan K.

 

Thor & Thor: The Dark Kingdom | Double Feature Review

Welcher Gott bist du noch gleich? Achja…der Gott des Donners und der Beschützer der Erde.

Bald kommt Thor: Ragnarok in die Kinos und um mich richtig auf diesen Film einzustimmen, teile ich heute meine Meinung zu den ersten beiden Thor-Filmen mit euch. Viel Spaß!
Auf Spoiler werde ich übrigens keine Rücksicht nehmen, da diese Filme schon sehr bekannt sind.


Thor (2011, USA, 114 Minuten)

Thor ist eine Comicverfilmung, mit Fantasy Elementen, aus dem Jahr 2011. Regie führte Kenneth Branagh und für das Drehbuch zeichnete sich unter anderem J. Michael Straczynski aus, der bereits die Thor-Comics betreut hat.


Thor ist der Sohn von Odin, über alle Maße Arrogant und soll seinem Vater auf den Thor von Asgard folgen. Durch einen Überfall der Frostriesen wird die Krönung verschoben und Thor reist mit seinen Gefährten, den Warriors Three, Lady Sif & Loki zur Welt der Frostriesen um Antworten zu finden. Der Besuch endet in einem Scharmützel dass nur durch den Eingriff Odins beendet werden kann. Da Thor gegen den Willen von Odin zur Welt der Frostriesen aufgebrochen ist, wird der Gott des Donners verbannt.
Seiner Kräfte beraubt landet Thor auf der Erde, wo er auf die Wissenschaftlerin Jane Foster trifft. Da auch Thors Hammer, Mjolnir, auf der Erde ist und Jane von Thor fasziniert ist, beschließt sie ihm zu helfen. Der Geheimdienst S.H.I.E.L.D. hat jedoch auch Interesse am Hammer und errichtet ein Camp um Mjolnir da nur jemand der Würdig ist den Hammer heben kann.
In der Zwischenzeit fällt Odin in den Götterschlaf und Loki wird zum König gekrönt. Loki findet außerdem heraus, das er ein Frostriese ist und verschwört sich mit deren König, um Odin zu töten. Thors Waffenbrüder & Lady Sif reisen daraufhin zur Erde, um Thor über die Situation aufzuklären und nach Asgard zurückzubringen. Da Loki dies erfährt, schickt er den mächtigen Destroyer um seine Feinde zu vernichten.
Thor opfert sich um seine neuen Freunde zu retten und erweist sich als würdig der Gott des Donners zu sein. Er bezwingt den Destroyer und reist nach Asgard um Loki zu stoppen, der im Laufe des Kampfes in die Schwärze des Alls stürzt.
Die Handlung von Thor entspricht in vielen Punkten dem klassischen Konzept der Heldenreise. Ist Thor zu Beginn ein arrogantes Prinzlein muss er Demut lernen und zum Ende seine Heimat und Freunde gegen Invasoren (Frostriesen) verteidigen. Im Vergleich zu anderen Origins-Filmen ist Thor kreativer, da unser Held zu Beginn seine Macht hat, diese dann verliert und sie sicherst wieder verdienen muss.


Der Cast von Thor ist sehr stark und wartet mit großen Namen wie Anthony Hopkins, Stellans Skarsgård, Idris Elba & Natalie Portman auf.
Positiv fällt die Performance und Authentizität der Schauspieler auf. Hopkins spielt den weisen & starken Allvater Odin, der jedoch nicht frei von Makeln ist. Natalie Portman schlüpft in die Rolle der Astrophysikerin Jane Foster (in den Comics ist sie aktuell Thor) und ist nicht nur Helferin, sondern auch die Genretypische Romanze für den Helden.
Die restlichen Asen spielen eher eine kleine Rolle, wobei Idris Elba als Torwächter Heimdall zu erwähnen wäre, da dieser die erste Verteidigungslinie von Asgard bildet. Der Umstand, dass Heimdall von einem farbigen Schauspieler gespielt wird, finde ich nicht tragisch, es gab ja viel Kritik über die Besetzung, da die Asen im MCU eine Alien-Rasse sind und keine Götter.
Das Kernstück bildet jedoch das geniale Zusammenspiel von Chris Hemsworth als Thor & Tom Hiddleston als Loki. Thor ist arrogant & selbstgefällig während Loki gierig, heimtückisch und neidisch ist. Es sind die Gegensätze, die das Zusammenspiel so interessant macht und wie wir in kommenden MCU Filmen lernen werden, hegen die beiden Brüder trotz aller Streitigkeiten eine gewisse Bruderliebe zueinander.


Thor ist ein Film mit brillanter Optik der gekonnt Fantasy & Science-Fiction kombiniert und einen ganz eigenen Stil besitzt. Asgard mutet futuristisch aber auch gleichzeitig fantasievoll, an was sich durch den ganzen Film zieht. Man merkt dies auch bei den Kostümen der Asen. Dieser Hybridlook aus mittelalterlicher Kleidung mit Sci-Fi Elementen integriert sich hervorragend.


Alles in allem mag Thor vielleicht nicht der beste Film des Marvel Cinematic Universe sein, jedoch besticht der Film durch seinen Look, seinen starken Cast und den einer wichtigen Funktion. Thor ist der erste MCU-Film, der Marvels Filmuniversum größer macht und zeigt das es außerhalb der Erde noch viel mehr gibt. Eine ähnliche Funktion erfüllen der Nachfolger Thor: The Dark Kingdom und die beiden Guardians of the Galaxy Filme.


Thor: The Dark Kingdom (2013, USA, 112 Minuten)

Thor: The Dark Kingdom ist erneut ein Sci-Fi/Fantasy Hybrid und dient als Fortsetzung zu The Avengers und dem erstem Thor Film. Regie führte dieses mal Alan Taylor.


Thor reist mit seinen Gefährten (Warriors Three & Lady Sif) durch die Neun Welten um das Chaos, was durch Lokis Angriff auf die Erde losgetreten wurde, einzudämmen. Der Gott des Donners wird als Held, der Neun Welten gefeiert jedoch hängt, sein Herz immer noch an seiner irdischen Liebe Jane Foster, die ihn sucht. Sein Wunsch als König von Asgard zu herrschen wurde ebenfalls kleiner.
Loki wurde wegen seiner Verbrechen von Odin zur ewigen Haft in den Kerkern Asgards verurteilt. Er wird immer noch von Eifersucht und der Rache an Thor & Odin angetrieben.
Auf der Erde versucht Jane Foster mit ihrem Leben weiterzukommen, obwohl sie Thor immer noch liebt. Durch ein seltsames Phänomen in London gelangt sie in eine Zwischenwelt und entfesselt dabei den Äther (einer der Infinity-Steine mit unendlicher Macht), der in sie eindringt. Heimdall bemerkt das kurze Verschwinden von Jane und informiert Thor, der zur Erde reist. Um Jane vom Äther zu befreien, nimmt er sie nach Asgard mit, was Odin nicht gefällt.
In den Tiefen des Alls erwachen derweil die Dunkelelfen aus ihrem Schlaf und wollen mithilfe des Äthers sowie der anstehenden Konvergenz das Universum, besser gesagt die Neun Welten, in ewige Dunkelheit tauchen. Malekith, König der Dunkelelfen, schmuggelt seine rechte Hand nach Asgard ein um die Verteidigungsanlagen von innen heraus zu sabotieren.

Der Plan geht auf und die Truppen Asgards müssen eine Revolte im Kerker sowie den Angriff der Dunkelelfen, die den Äther wollen, abwehren. Im Laufe der Schlacht stirbt Thors Mutter Frigga, um Jane zu retten. Odin setzt Jane unter Arrest, um Malekith im Zweikampf zu töten. Thor möchte den Kampf auf neutralen Boden verlagern und den Äther vernichten sobald dieser aus Janes Körper extrahieren. Somit stellt sich der Gott des Donners gegen den Befehl seines Vaters und bringt Jane aus Asgard fort. Unterstützung erhält er dabei Loki, der dadurch dem Kerker entkommt, den Warriors Three (okay es sind nur mehr zwei) und Lady Sif.
Während all dieser Ereignisse finden Janes Assistentin Darcy und ihr Praktikant Ian heraus dass Professor Erik Selvig, seit der Gedankenkontrolle durch Loki in The Avengers, scheinbar Geisteskrank geworden ist. Dies täuscht jedoch, da er über die bevorstehende Konvergenz informiert wurde und an einer Technik arbeitet, um sie abzuschwächen.  Bei der Konfrontation erlangt Malekith die Macht des Äthers, da dieser nicht zu vernichten ist. Loki opfert sich im Kampf gegen Malekith‘s Handlanger.

Thor & Jane gelangen durch ein Portal zurück nach London. Zusammen mit Darcy, Ian, Erik & Jane stellt sich Thor zum zweiten mal Malekith und besiegt ihn nach einer heftigen Schlacht. Die Konvergenz zieht vorbei und der Äther wird von den Asen zum Collector gebracht, da zwei Infinity-Steine an einem Ort zu gefährlich sind.
Thor verzichtet auf den Thron und will lieber als Held den Völkern der Neun Welten und besonders der Erde helfen. Odin akzeptiert Thors Entscheidung, jedoch stellt später heraus das Loki nun auf dem Thron von Asgard sitzt. Wie das passiert ist, bleibt offen.


Thor: The Dark Kingdom ist ein gelungenes Beispiel für die wachsende Komplexität des Marvel Cinematic Universe. Hatte der erste Thor Film noch einen relativ simplen Plot, wird im zweiten Film sowohl auf vergangene als auch auf zukünftige Ereignisse Bezug genommen.

Besonders die Ereignisse von The Avengers prägen die Beziehung zwischen Loki & Thor. Da Loki durch seinen Neid und seinen Zorn nicht nur auf der Erde Krieg & Leid entfesselt hat, sondern auch auf den anderen Welten ist es nachvollziehbar das Thor seinem „Bruder“ nicht vertraut. Einzig Thors Mutter Frigga sieht noch Gutes in Loki und ihr Tod lässt das dynamische Duo der nordischen Götter zusammenarbeiten.
Abseits des erneut hervorragenden Zusammenspiels von Hemsworth & Hiddleston ist der Cast wieder sehr stark. Besonders Natalie Portmans Rolle als Jane Foster hat sich in zwei Jahren von der Romanze zur Auslöserin der Handlung weiterentwickelt. Sie hilft Thor aktiv die anstehende Bedrohung zu besiegen.
Interessant finde ich auch kleine Details, wie die erste Erwähnung der Infinity-Steine, die zu den wichtigsten Plotelementen des gesamten MCU gehören. Auch Lady Sif scheint in Thor verliebt zu sein, da sich ihr Verhalten ihm gegenüber etwas verändert.


Wie auch der Vorgänger sieht Thor 2 hervorragend aus und legt einen größeren Fokus auf Science-Fiction als auf Fantasy. Leider entsteht so ein Ungleichgewicht, wenn Asgard Krieger mit Schwertern gegen Plünderer mit Laserwaffen kämpfen und umgekehrt.

Die Gestaltung der Dunkelelfen und ihrer Schiffe gefällt mir sehr gut, ebenso das Design der Schauplätze. Besonders die Dunkelwelt bildet einen starken Kontrast zum goldenen Reich Asgard.


Zusammengefasst ist Thor: The Dark Kingdom ein komplexerer Film als sein Vorgänger, verfügt über einen starken Cast, leidet aber an einem Ungleichgewicht von Science-Fiction & Fantasy Elementen. Ich vermute, dies liegt jedoch an der Entwicklung bis zu Thor: Ragnarok da dieser auch wohl noch mehr auf Science-Fiction setzt.
Ich kann auf jeden Fall beide Solofilme um Thor empfehlen. Marvel Fans kommen auf jeden Fall auf ihre kosten da diese Filme ein gelungener Mix aus Action, Abenteuer & Komik sind.
Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Reviews zu den Filmen um Thor:

Thor (Kurzkritik) – mwj
Thor: The Dark Kingdom (Kurzkritik) – mwj