Monstrum (2018) | Review

Titel: Mostrum
Originaltitel: Mulgoe
Regie: Hee Jong-ho
Laufzeit: 105 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Fantasy-Horror

Südkoreanische Filmemacher verfolgen scheinbar den Trend unterschiedlichste Genre miteinander kombinieren zu wollen. Sei es nun ein Monsterfilm mit Familiendrama wie The Host oder die gesellschaftskritisch-dramatische Zombie-Apokalypse der Duologie Seoul Station und Train to Bussan.

Monstrum schlägt in eine ähnliche Kerbe wie die von mir geliebte Serie Kingdom und kombiniert mittelalterliche Intrigen mit Horrorelementen, erreicht aber nicht die Qualität der Serie aber lasst mich ins Detail gehen …


Kernfakten zum Film

Titel: Mostrum

Originaltitel: Mulgoe

Regie: Hee Jong-ho

Laufzeit: 105 Minuten

Erscheinungsjahr: 2018

Genre: Fantasy-Horror


Handlung: Es war einmal im Kaiserreich Korea

Dreizehn Jahre vor Beginn der Filmhandlung wütet die Pest in einem Dorf und der König lässt alle Bewohner töten. Der Soldat Yun-kyum möchte einem Mädchen das Leben retten, fällt dabei in Ungnade und zieht mit seinem jüngeren Bruder das Mädchen im Exil auf.

Wir schreiben das Jahr 1527 n. Chr. im Kaisereich Korea während der Joseon-Dynastie. Im Volk geht das Gerücht um, dass ein Monster, genannt Monstrum, sein unwesen, Menschen tötet und die Pest verbreitet. König Jungjong vermutet hinter Monstrum eine Intrige von Minister Sim Woon. Er entsendet den Soldaten Hur um Yun-kyum zurückzubringen, da er seinen besten Mann benötigt, um Fall zu lösen. Yun-kyum, sein Bruder Sung-han, deren Mündel Myung und der Soldat Hur begeben sich auf die Quest das Mysterium, um Monstrum zu klären und werden dabei in die Intrigen des königlichen Hofes gezogen …

Meine Meinung zum Film

Zuerst muss ich das Setting des Films loben. Korea zur Zeit der Joseon-Dynastie wirkt immer noch sehr erfrischend und ich halte es für eine sehr gute Idee, wenn Korea etwas mehr von Kultur und Geschichte im Medium Film präsentieren will, da allein die Kostüme wirklich klasse sind. Auch gefällt die hervorragende Leistung der Schauspieler, die durch eine wertige deutsche Vertonung unterstrichen wird.

Allerdings krankt der Film bei den Themen Spannung & Tempo, obwohl die grundlegende Prämisse äußerst interessant ist. Leider schafft es der Film nur selten eine kontinuierliche Spannungskurve zu erzeugen, da die Mischung aus Horror-Fantasy und Mittelalter-Thriller über die relativ kurze Laufzeit etwas zu überladen wirkt. Dadurch bremst sich der Film etwas zu stark aus.

Fazit

Alles in allem ist Monstrum ein solider Fantasy-Horror-Thriller mit starker Besetzung, interessantem Szenario und einer wertigen deutschen Lokalisierung. Leider mangelt es dem Film zu sehr an Spannung, um bis zum Ende hin zu unterhalten. Hier wäre eher ein Fokus auf das Monster an sich unterhaltsamer gewesen!

Ich vergebe für Monstrum die Wertung bedingt sehenswert. Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Jurassic World | Review

Titel: Jurassic World
Originaltitel: Jurassic World
Laufzeit: 124 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015
Produktionsland: USA

Mit Jurassic World: Das gefallene Königreich geht der Dinosaurier-Epos in die fünfte Runde aber bevor ich mich um diesen Film kümmere wird es Zeit mich dem Film anzunehmen, der die Jurassic Reihe zurück an die Spitze der Nahrungskette gebracht hat. Damit herzlich willkommen zu meiner Jurassic World Rezension!


22 Jahre sind seit den Ereignissen von Jurassic Park vergangen. Ganz im Sinne des inzwischen verstorbenen John Hammond, dem Gründer des ersten Parks, wurde im Süden der Isla Nubla ein neuer, riesiger Park namens Jurassic World erschaffen. Der Park floriert und alles scheint perfekt. Doch hinter den Kulissen bahnt sich erneut eine tödliche Gefahr, in Form eines speziell gezüchteten Dinosauriers, an.

Jurassic World orientiert sich sehr stark am ersten Jurassic Park, was nicht falsch ist da wesentliche Plotpunkte & Themen neu interpretiert werden damit sie dem aktuellen Zeitgeist entsprechen. Im Fokus der Handlung stehen zwei Pärchen. Zum einen die Geschwister Mitchell, die den Park dank ihrer Tante Claire als VIP‘s besuchen können und zum anderen eben Tante Claire sowie dem Wildhüter/Raptorentrainer Owen. Die Handlung wird aus den Perspektiven dieser Personen geschildert und wie die vier den Überlebenskampf gegen amoklaufenden Indominus Rex zu meistern versuchen.

Was Jurassic World nicht gebraucht hätte, wäre ein menschlicher Bösewicht neben dem monströsen Dinosaurier allerdings wird dieser Nebenstrang wohl in der Fortsetzung wirklich relevant.


Sowohl technisch als auch erzählerisch setzt Jurassic World auf die alten Stärken der Reihe und setzt die Handlung mit einem hohen Tempo um, ohne dabei gehetzt zu wirken. Die Dinos sehen fantastisch aus und besonders der Mosasaurier kann als das technische Brett angesehen werden.

Außerdem werden sowohl die Raptoren als auch der T-Rex in eine neue Rolle gesteckt, was mich zu einem Punkt führt, der mich an Jurassic World ein bisschen stört. Der Film ist superinszeniert hat aber auch viel Kitsch zu bieten, den man nicht bräuchte, da Jurassic World ruhig noch mehr in Richtung Monsterfilm hätte gehen können, als er es ohnehin tut.

Die Besetzung des Films ist sehr solide wobei ganz Chris Pratt als Star-Lord, ich meine natürlich Owen Grady, den Cast dominiert und seine Kollegen übertrumpft. Jake Johnson erzeugt ebenfalls Sympathie als eine Art „Dr. Ian Malcolm“ bekommt aber leider zu wenig Screentime um seine schrullige Rolle auszuweiten.

Der Soundtrack besteht aus klassischen Stücken, neu arrangiert und eigenen Kompositionen, die dem Erstling in nichts nachstehen.


Mit Jurassic World kehrt die Reihe imposant zurück und ist in etwa auf Augenhöhe mit dem ersten Teil, hat allerdings auch die gleichen Stärken sowie Schwächen. Dennoch ist die Orientierung am ersten Teil sehr clever und der Film legt dennoch den Grundstein für eine eigene Trilogie, die hoffentlich nicht das gleiche Schicksal wie Jurassic Park 1 – 3 erleiden wird. Ich vergebe für Jurassic World die Wertung sehenswert.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Kino Doublefeature #2: Rampage & A Quiet Place | Review

Titel: Rampage – Big Meets Bigger
Originaltitel: Rampage
Laufzeit: 108 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Titel: A Quiet Place
Originaltitel: A Quiet Place
Laufzeit: 90 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Herzlich willkommen zu einem weiteren Kino Doublefeature und wie beim letzten Mal gehen die Filme vom Grundton weit auseinander. So haben wir zum einen den Monsterfilm/Videospielverfilmungs Hybriden Rampage und zum anderen den Horror-Thriller A Quiet Place.

Kino Doublefeature #1

Viel Spaß!


Rampage (Big Meets Bigger)

Jedes Kinojahr braucht seine Videospielverfilmungen und nach Tomb Raider (2018) geht mt Rampage dieses Genre in die zweite Runde. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Arcade-Spiel von 1983 und setzt im Wesentlichen das Grundprinzip (zerstören von Gebäuden) gekonnt um.


Primatologe Davis Okoye hat so seine Probleme im Umgang mit seinen Mitmenschen, aber zum hochintelligenten Gorilla George, ein Albino, verbindet ihn eine unerschütterliche Freundschaft. Als jedoch ein illegales Genexperiment ausser Kontrolle gerät und neben einem Wolf, sowie einem Alligator auch George infiziert ist, muss sich Davis mit der ehemaligen Genforscherin Kate Caldwell und dem Regierungsbeamten Agent Russel zusammenschließen, um eine Bedrohung globalen Ausmaßes zu verhindern. Davis möchte auch George retten, der einst sein Freund war.

Rampage erzählt eine äußerst unterhaltsame Geschichte, die allerdings kaum Tiefgang bekommt und im Wesentlichen seicht bleibt. Das ist allerdings nicht schlimm, da zu viel Handlung die Action des Films ausbremsen würde.


Technisch gefällt Rampage auf jeden Fall. Das CGI ist hochwertig und die Animationen der Monster, besonders des Gorillas, sehen sehr realistisch aus. Dazu kommt ein ziemlich cooles Design, was allerdings nur beim Alligator wirklich zur Geltung kommt, da dieses Monster perfekt in einen Godzilla Film passen würde.

Die Besetzung schafft es, Sympathie zu erzeugen und wird klar von den Schauspielern Dwayne Johnson als Davis und Jeffrey Dean Morgan als Agent Russel angeführt.


Zusammengefasst ist Rampage ein unterhaltsamer, kurzweiliger Monsterfilm mit guter Besetzung und starker Technik, der allerdings langfristig nicht im Gedächnis bleiben wird. Am Ende ist Rampage simples Popcornkino, dem ich die Bewertung bedingt sehenswert gebe.


A Quiet Place

Auf A Quiet Place habe ich mich seit dem ersten Trailer gefreut. Die Mischung aus Horror-Thriller und dystopischer Endzeit trifft genau meinen Geschmack!


Nach einer Alieninvasion muss sich die fünfköpfige Familie Abbott in einer neuen Welt durchschlagen. Um zu überleben, muss man sich komplett lautlos verhalten, da die Aliens auf jedes Geräusch reagieren und absolut tödliche Bestien sind. Interessant ist der Umstand, dass die Handlung nicht mit einem gesprochenen Prolog anfängt, sondern den Zuseher direkt ins Geschehen wirft und somit sofort mit der Prämisse des Films konfrontiert.

Ebenso wird der Zuseher mit Fragen über das Überleben in dieser Welt konfrontiert, oder dem simplen Problem, wie kann man ein Baby in einer Welt großziehen, die absolute Stille fordert, um zu überleben? Daraus ergibt sich ein spannendes und intensives Drama da es per se keine Handlung wie in anderen Horrorfilmen gibt. Der Zuseher verfolgt das Überleben der Familie Abbott und deren Probleme sowohl mit den Aliens als auch die Konflikte untereinander.


Neben dieser clever geschriebenen Geschichte spielt A Quiet Place gleich mit zwei Sinnen. Zum einen auf der optischen Ebene, wie jeder Film und zum anderen auf der Akustischen, da die Stille ganz klar das übergreifende Thema des Films ist. Ein Mitglied der Familie Abbott ist taub und genau dieses Problem weiß der Film zu nutzen. Auf jede stille Szene folgt ohrenbetäubender Lärm, der den Zuseher komplett rausreißt und förmlich fesselt. Jedes Geräusch erzeugt Unbehagen und sobald die Aliens mit ihrem grotesken Design (H.R. Giger wäre stolz) auftauchen, bricht die Hölle herein.

Dabei wird der gesamte Film von einer mysteriösen, bedrückenden, fast schon melancholischen Atmosphäre begleitet.

Ein großes Lob geht an die Besetzung, die durch den akuten Mangel an Dialog sich auf das Grundkonzept des Schauspiels, Mimik & Gestik verlassen muss und diese Übung gelingt sowohl den erwachsenen, als auch den jugendlichen Schauspielern hervorragend. Über die Zeichensprache und die Gesichtsausdrücke wird so viel Gefühl vermittelt, wie es per Sprache kaum zu überbieten wäre.


A Quiet Place gehört definitiv zu den besten Filmen, die ich dieses Jahr bisher gesehen habe und ist eines der intensivsten Filmerlebnisse, das ich dieses Jahr bisher hatte. Der Film strotzt voller guter Ideen und interessanten Stilmitteln. Selbst genreübliche Jump Scares werden so clever genutzt, wie es kaum ein anderer Horrorfilm kann. Ich vergebe für A Quiet Place das Prädikat besonders sehenswert!

A Quiet Place Kritik von Audio/visuell

A Quiet Place Review von K4tze

A Quiet Place Review von Schauwerte

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Pacific Rim: Uprising | Review

Titel: Pacific Rim: Uprising
Originaltitel: Pacific Rim: Uprising
Laufzeit: 111 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Produktionsland: USA

Ich liebe den ersten Pacific Rim Film aus dem Jahr 2013. Mit bildgewaltiger Action, dem Vermischen verschiedener Genres, einem treibenden Soundtrack und einer abgeschlossenen Geschichte hat Guillermo Del Torro damals einen würdigen westlichen Vertreter des Kaiju-Films erschaffen.

Da allerdings eine Fortsetzung nach dem Ende des Erstlings eher widersprüchlich wirkte, bin ich Pacific Rim: Uprising mit gemischten Gefühlen entgegen getreten. Pacific Rim: Uprising ist klar ein Sequel, hat aber auch Elemente einer Neuauflage.


10 Jahre sind seit dem Ende des verheerenden Kaiju-Krieges, der zahlreiche Helden, aber auch zahllose Opfer forderte, vergangen. Die Erde befindet sich immer noch im Wiederaufbau und das Jaeger-Programm der Pan Pacific Defense Corps hat sich zu einer der mächtigsten Verteidungskräfte des Planeten gemausert, um einer möglichen Rückkehr durch die Kaijus, oder einer neuen Bedrohung etwas entgegensetzen zu können.

Um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, wird Jake Pentecost, Sohn des legendären Kaiju-Kriegshelden Stacker Pentecost, von seiner Ziehschwester Mako Mori erneut für das Corps verpflichtet. Zusammen mit der talentierten Amara Namani kommen beide gerade rechtzeitig zum Jaeger-Programm, denn eine neue Gefahr bahnt sich ungesehen heran und der Feind ist bereits unter den Menschen.

Pacific Rim: Uprising hat Probleme, wenn es darum geht, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. In der ersten Hälfte des Films wird die Exposition durchgeboxt, was allerdings auf Kosten des Tempos geht. Die Action wird erst im großen Finale wirklich fokussiert und dort liegt die große Stärke des Films.


Während sich der Vorgänger wie ein wirklicher Krieg anfühlte, erweckt Uprising den Eindruck einer bloßen Keilerei zwischen Robotern & Robotern sowie Robotern & Kaijus.

Es fehlt die gewisse Ästhetik, mit der der erste Pacific Rim seine Schauplätze, Monster und Kämpfe in Szene gesetzt hat.

Loben muss ich allerdings die Besetzung. John Boyega liefert eine solide Performance als Jake Pentecost ab und muss in gewaltige Fußstapfen treten, was zwar nicht neu ist, aber die Rolle des Jake wirkt erfrischend anders. Überrascht wurde ich von der Newcommerin Cailee Spaeny in der Rolle von Amara Namani. Wirkt sie zu Beginn wie ein nerviger Sidekick, entwickelt sie sich zur interessanten zweiten Hauptrolle, die eine würdige Nachfolgerin zu Mako Mori, einer Heldin des ersten Teils, wird.

Mein Highlight sind allerdings die beiden etwas verrückten aber liebenswert nerdigen Wissenschaftler Dr. Newton Geiszler (Charlie Day) und Dr. Hermann Gottlieb (Burn Gorman). Beide haben die beste Chemie miteinander und sorgen für die Lacher im Film, wobei der Grundton von Uprising generell positiver eingestellt und ihre Rollen im Vorgänger wesentlich kontrastreicher zur Stimmung wirken.

Was mir an Pacifc Rim: Uprising unter anderem fehlt, ist ein treibender Soundtrack, der die Dynamik der Kämpfe und die Spannungskurve anhebt.


Zusammengefasst wirkt Pacific Rim: Uprising wie ein erzwungenes Sequel und genau das ist der Film auch. Die Handlung wirkt nicht rund und wirft mehr Fragen auf, als für eine Fortsetzung gut ist. Der Film will nicht wirklich in Fahrt kommen, in Bezug auf Spannung & Action steht eine solide Besetzung mit guter Leistung. Dennoch werde ich den ersten Teil immer bevorzugen, da so ziemlich alles richtig gemacht wurde, um einen soliden Kaiju-Film zu produzieren.

Ich vergebe für Pacific Rim: Uprising das Prädikat bedingt sehenswert, denn mehr als einen kurzweiligen Science-Fiction Film, der nicht in die Fußstapfen seines Vorgängers treten kann, haben wir hier nicht.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

Weitere Beiträge zu Pacific Rim: Uprising

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers | Review

Titel: Shape of Water – Das Flüstern des Wassers
Originaltitel: The Shape of Water
Laufzeit: 123 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: USA

Als ich das erste mal von Shape of Water gehört habe, hat mich der Film überhaupt nicht interessiert. Dies änderte sich erst, als ich einen Trailer gesehen & erfahren habe, wer nun an diesem Projekt beteiligt ist. Hier ist also meine Review zu Guillermo Del Torrors modernem Märchen Shape of Water – Das Flüstern des Wassers.


Baltimore, USA, in den 1960er Jahren. Die stumme Elsa arbeitet als Reinigungskraft im geheimen Forschungslabor Occam Aerospace Research Center. Ihre einzigen Freunde sind ihr homosexueller Nachbar Giles & die resolute Arbeitskollegin Zelda.

Als eines Tages eine seltsame Kreatur, halb Mensch, halb Amphibier aus dem Amazonas ins Labor gebracht wird, wird Elsas Leben komplett auf den Kopf gestellt. Zeitgleich treten der Wissenschafter Dr. Hofstetler und der energische Sicherheitschef Strickland in ihr Leben.

Im Laufe der Handlung entwickelt Elsa eine enge Bindung zur Kreatur, die über gewöhnliche Zuneigung hinausgeht, doch ein Monster will alles zerstören …

Shape of Water ist ein Fantasyfilm, dessen Geschichte jedoch Elemente eines Märchens und eines Monsterfilms mitnimmt und so einen faszinierenden Mix erschafft der Herz hat. Die Liebesgeschichte zwischen Elsa & de Wesen ist trotz des fantasievollen Setting die glaubhafteste Romanze, die ich seit langer Zeit in einem Film gesehen.


Die Präsentation von Shape of Water ist grandios und so detailverliebt wie kaum ein anderer moderner Fantasyfilm. Der ganze Film steckt voller faszinierender Details. So herrscht im gesamten Film die Farbe grün vor, wenn auch meist nur im Hintergrund. Durch den gekonnten Einsatz von Licht & Schatten entsteht eine ganz eigene Atmosphäre und spätestens wenn der Regen einsetzt bekommt der Film seine eigene Ästhetik.

Ebenso muss man den Einsatz der Musik, die perfekt zu den 60er Jahren passt, loben. In Kombination mit den Musicaleinlagen erinnert Shape of Water fast schon an einen klassischen Disney-Film, was etwas Positives ist.

Mein Highlight war das „Wesen“, sowohl im Design, als auch im Schauspiel. Optisch sieht das Wesen äußerst beeindruckend aus und erinnert sicherlich nicht nur zufällig an den Kiemenmann aus „Der Schrecken vom Amazonas“, schließlich teilen sich beide Kreaturen den gleichen Lebensraum. Was mich überrascht, ist, wie viel Herz & Menschlichkeit aus einem Wesen herausgeholt werden kann, das nicht sprechen kann.

Das Wesen ist jedoch nur ein Teil einer Gruppe an faszinierenden Figuren, die von hervorragenden Schauspielern verkörpert werden. Sally Hawkins verkörpert die einsame & stumme Elsa, im Prolog liebevoll „Prinzessin ohne Stimme“ genannt, die im Wesen ihren Seelenpartner findet, was so herzerwärmend ist, wie in kaum einer anderen Liebesgeschichte.

Michael Shannon schlüpft in die Rolle des großen „Bösewichts“, der das Wesen tot sehen & Elsa sein Eigen nennen will. Seit seiner Rolle als General Zod, siehe Man of Steel, hat Shannon bewiesen, dass er Antagonisten verkörpern kann, die eine gewisse Ausstrahlung haben.


Zusammengefasst ist Shape of Water ein spannendes, mitreißendes & bildgewaltiges modernes Märchen über Liebe und Andersartigkeit. Der Film hat so viel Herz wie kaum ein anderes Fantasyfilm der letzten Jahre und nimmt den Zuseher mit auf eine emotionale Reise, die man so schnell nicht wieder vergessen wird. Ich vergebe daher ein sehenswert. Shape of Water hat die 4 Oscars verdient.

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Weitere Beiträge zu Shape of Water:

Godzilla: Planet der Monster | Review | Die Filmreise Challenge #3

Titel: Godzilla: Planet der Monster
Originaltitel: 怪獣惑星
Laufzeit: 88 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: Japan

Ein neues Jahr, ein neuer Film um das sowohl kultigste als auch gigantischste Filmmonster aller Zeiten. Godzilla: Planet der Monster ist der insgesamt 32. Film des Franchise und der erste Anime des Franchise.

Ich mag Godzilla und ich mag Animes. Also gleich zwei Gründe um diesen Film zu sehen beziehungsweise ihn vorzustellen. Außerdem nutze ich die Gelegenheit meinen ersten Beitrag aus der Filmreise Challenge (weitere Infos hier) zu verfassen. In diesem Fall ist es folgende Aufgabe: #3 Schaue drei asiatische Filme aus drei verschiedenen Ländern. In diesem Fall Japan.


Gegen Ende des 20. Jahrhunderts tauchen immer wieder gigantische Monster, genannt Kaijus, auf und verwüsten die Erde. Die Krönung dieser Bedrohungen ist der König der Monster, Godzilla. Selbst mit der Unterstützung zweier außerirdischer Rassen ist es der Menschheit nicht möglich, Godzilla zu besiegen. Somit bleibt nur mehr der Exodus, die Flucht zu den Sternen. Nach 20 Jahren im All entpuppt sich ein möglicher neuer Planet als unbewohnbar und somit plädiert der Soldat Haruo für eine Rückeroberung der Erde von den Monstern denn auch die Ressourcen werden langsam knapp.

Das Raumschiff kehrt daraufhin durch ein schwarzes Loch zur Erde zurück, was zur Folge hat, dass nicht 20, sondern 20 000 Jahre vergangen sind. Die Menschheit muss nun in einer lebensfeindlichen Umgebung um ihre Zukunft, gegen die neue Tierwelt und Godzilla kämpfen. Die finale Schlacht mündet in einem Plottwist.


Optisch sieht Planet der Monster hervorragend aus und besticht mit einer Mischung aus Computeranimation und Animelook, was den Film an ein Videospiel erinnern lässt. Das namensgebende Monster Godzilla sieht gigantisch aus und übertrifft das Design aus Shin Godzilla und Godzilla von 2014 bei Weitem. Der Strahl der alten Echse gefällt ebenso wie das markante Brüllen.

Neben dem Monster mag ich auch das Design der Menschen sehr. So erinnert mich Hauptcharakter Haruo an Marth aus Fire Emblem, was positiv ist.

Godzilla: Planet der Monster versteht es, eine gelungene Mischung aus Drama & Action zu finden. Die Prämisse ist simpel und der Zorn der Menschen verständlich, immerhin wollen diese in ihre Heimat zurück, müssen dafür jedoch einen Gott erschlagen. Besonders der Sprecher von Haruo legt so viel Zorn und gleichzeitig Verzweiflung in seine Stimme, wie ich es selten in einer deutschen Animelokalisierung gehört habe.


Alles in allem ist Godzilla: Planet der Monster ein gelungener Anime, der die alt ehrwürdige atomare Echse gekonnt in eine neue Optik bringt und aus dem üblichen Raster eines Godzilla-Films ausbricht. Der stärkere Fokus auf Science-Fiction und das dystopische Szenario wirken frisch. Mein einziges Problem ist der gemeine Cliffhanger am Schluss, der Lust auf die Fortsetzung macht. Trotzdem gebe ich Godzilla: Planet der Monster ein verdientes sehenswert. Genrefans kommen auf jeden Fall auf ihre kosten!

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Pulgasari | Review

Titel: Pulgasari
Original Titel: 불가사리
Laufzeit: 95 Minuten
Produktionsland: Nordkorea Genre: Monsterfilm

Ich liebe das Genre der Kaiju-Filme. Es ist diese Mischung aus Trash, gelungener Action/Inszenierung und die Kreativität, die mich an dieses Genre fesselt. Für den heutigen Film begeben wir uns nach Nordkorea, denn natürlich braucht auch dieses Land einen eigenen Monsterfilm. Viel Spaß also mit meiner Review zu Pulgasari.


Im Korea des 14. Jahrhunderts kämpfen Rebellen gegen ihren König. Der Schmied Takse gerät zusammen mit den Anführern der Rebellen in Gefangenschaft, wobei der Schmied verstirbt. Vor seinem Tod formt er aus Reis die Figur Pulgasari. Seine Tochter erhält die Figur als Andenken, jedoch erwacht Pulgasari zum Leben, als er in Kontakt mit Blut kommt. Durch den Konsum von Metall wächst Pulgasari immer weiter heran und wird zu einem Riesenmonster.


Im Vergleich zu Genrekollegen wie Godzilla, ist Pulgasari kein klassisches Monster, sondern tritt viel mehr als eine Art Rachegeist auf. Das Volk wird im Film von einem tyrannischen König geknechtet, bis sich die Bauern hinter Pulgasari sammeln um eine Revolution zu führen. Mir ist klar, dass der Film als Propaganda für das Regime in Nordkorea dienen soll, jedoch ist die Botschaft einer Revolution gegen den tyrannischen Herrscher wohl keine Idee in einer Diktatur.

Qualitativ hat mich Pulgasari überrascht. Die Effekte sehen für die damalige Zeit sehr gut aus und wissen zu gefallen. Das ist jedoch nicht überraschend, denn schließlich zeichnet sich das Studio Toho (Shin GodzillaAttack on Titan Part 1Attack on Titan Part 2) für die Effekte aus. Außerdem schlüpft der japanische Godzilla Schauspieler Kenpachiro Satusma in die Rolle des titelgebenden Monsters.


Zusammengefasst ist Pulgasari kein Film, den man unbedingt gesehen haben soll, jedoch werden Fans von Monsterfilmen auf ihre Kosten kommen, da der Film einen eigenen Charme hat. Ich vergebe das Prädikat sehenswert und das unkreative Standardfazit; Fans des Genres greifen zu, alle anderen riskieren einen schüchternen Blick.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag wieder!