Project Power (Netflix Original) | Review [Netflixers – A Superbros Original #27]

Titel: Project Power
Originaltitel: Project Power
Regie: Henry Joost & Ariel Schulman
Laufzeit: 114 Minuten
Release: 2020

Alternative Geschichten über Superhelden werden immer populärer. Egal ob es um Figuren von namhaften Verlagen (Deadpool, Deadpool 2, Logan, …), „Nischenbereichen“ (Bloodshot, Brightburn), oder jenen, die komplett von der „Norm“ abweichen (The Boys, Code 8, Telekinese), geht. Im Laufe der letzten Jahre wurde diese Art Film immer populärer, oder kurz gesagt; in Netflixers Ausagbe 28 geht es um Project Power!


Die Netflixers


Power Kernfakten

Titel: Project Power
Originaltitel: Project Power
Regie: Henry Joost & Ariel Schulman
Laufzeit: 114 Minuten
Release: 2020


Im New Orleans der nahen Zukunft wird eine neuartige Droge in Umlauf gebracht. Die Dealer erhalten sie kostenlos zum Verkaufe und ihre Wirkung ist gigantisch. Für 5 Minuten erhält der Nutzer eine Superkraft, kann aber auch daran sterben …

Frank Shaver, ein Officer beim NOPD, wird vom Dienst suspendiert, als er bei einem Bankraub eine Power Pille nimmt, um gegen den Verbrecher eine Chance zu haben. Er erhält einen abschließenden Tipp, dass hinter der Droge möglicherweise eine Regierungsbehörde steckt. Die Dealerin Robbin gerät ins Visier des mysteriösen Art, welcher die Leute hinter der Droge zur Strecke bringen will. Nach einigem hin und her nehmen Art, Robin, sowie Frank die Organisation hinter Power ins Visier. Dabei stellt sich heraus, dass das Unterfangen für Art sehr persönlich ist …


Grundlegend muss man Project Power seinen recht hohen Unterhaltungswert zugute halten. Neben Elementen des klassischen Superheldenfilms (große Macht = große Verantwortung) werden die Genres Thrillers, Gesellschaftskritik sowie Drama angeschnitten allerdings geht Project Power selten in die Tiefe und bleibt äußerst geradlinig. Trotzdem nimmt sich der Film Zeit um seine Figuren zu entwickeln, besonders die drei Hauptfiguren und deren Chemie untereinander macht einen großen Teil des Reizes aus.

Ergänzend dazu verfügt Project Power über viele Actionen, in denen es ordentlich knallt und so manche Superkraft ansehnlich in Szene gesetzt wird. Bei den Kräften verlässt man sich auf die Standardfähigkeiten, aber so manche Ideen, wie eine kugelsichere Haut, sind reizvoll.

Die Besetzung des Films ist gelungen gewählt und besonders die drei Hauptfiguren, welche klar voneinander unterschieden werden können, aber auch über individuelle Fähigkeiten verfügen, um das Unterfangen zu unterstützen, bilden ein sympathisches Trio. Einzig die Bösewichte wirken etwas arg farblos und teilweise klischeebehaftet, aber hier merkt man klar den Fokus auf den drei Hauptfiguren.


Alles in in allem ist Project Power kein Meisterwerk, aber sehr unterhaltsames Popcorn-Kino für Fans von Action-Filmen, Superheldenfilmen und/oder Thrillern, die auch etwas Tiefgang geboten bekommen und so manchen cleveren, leicht ethisch-philosophischen, Gedanken in der Handlung erzählt kriegen, aber ohne zu viel nachdenken zu müssen, was dem Tempo des Films zugute kommt. Dazu kommt eine ordentliche Ladung Action und drei sympathische Hauptfiguren.

Somit bekommt Project Power von mir ein verdientes sehenswert, da der Film alles bietet, was man für einen gelungenen abendfüllenden Film braucht und keinen Meilenstein im Genre erwartet.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


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Blutiger Trip (Netflix Original) Staffel 1 | Review

Titel: Blutiger Trip
Folgen: 6
Staffeln: 1
Sender: Netflix

Ich bin ja ein Fan von Anthologieserien und zufällig bin ich auf eine schwedische Serie namens Blutiger Trip gestoßen, die äußerst interessant ist!


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In sechs Episoden werden sechs kurze Geschichten erzählt in denen die jeweiligen Hauptfiguren einen neuen Lebensabschnitt beschreiten und dabei Stück für Stück ihrem Untergang entgegengehen. Thematisch ist die Serie trotz ihrer Kürze (das ist die Würze) sehr abwechslungsreich und beschäftigt sich mit heidnischen Ritualen, gnadenlosen Wissenschaftler, psychisch Kranken sowie paranormalen Erscheinungen. Da die Folgen nur zwischen 25 und 40 Minuten lang sind, ist das Tempo recht hoch und auch die Spannungskurve zieht regelmäßig zügig an. Wirklich gruselig werden die einzelnen Folgen zwar nicht aber der Unterhaltungswert ist recht hoch und die Neugier auf die weiteren Ideen der Autoren ist ebenso hoch.

Interessant ist auch die „Rahmenhandlung“ der Serie, die auch das Intro bildet und die Protagonisten zeigt, wie sie in einem Bus sitzen, was auch gleichzeitig deren Weg in den Abgrund symbolisiert.

Zusammengefasst ist Blutiger Trip eine ebenso interessante wie unterhaltsame Anthologieserie aus Schweden, die durch ihre Abwechslung glänzt und durch die sechs Folgen durchgehend zu unterhalten weiß. Ich vergebe für Blutiger Trip die Wertung sehenswert und hoffe in Zukunft auf ein paar weitere Serien im Anthologie-Format.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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Troja – Untergang einer Stadt (Netflix Exclusive) S1/E2: Bedingungen | Review

Name: Troja – Untergang einer Stadt
Staffeln: 1
Episoden: 8 in 1 Staffel
Sender: BBC One (UK) – Netflix (WW)
Genre: Fantasy

Troja – Fall einer Stadt, die Serienadaption des populären griechischen Mythos, geht in die zweite Runde. Wie bereits im letzten Beitrag spreche ich an dieser Stelle eine Spoilerwarnung aus.

Troja – Untergang einer Stadt Folge 1


In Folge 1 lernten wir Paris, in Wirklichkeit Alexander von Troja, kennen der nach einem glücklichen Zufall in seine Heimatstadt Troja zurückkehrt. Allerdings bringt Alexander großes Unheil über Troja als er, bedingt durch eine Weissagung der Göttin Aphrodite, die wunderschöne Helena aus Sparta entführt. Durch diese Tat beleidigt, sinnen die Könige Griechenlands auf Rache.

Die Ankunft von Alexander & Helena in Troja stört das politische Gleichgewicht des antiken Griechenlands massiv. König Agamemnon, Bruder des spartanischen Königs, schwört Rache für die Schmach und stellt ein gewaltiges Heer auf die Beine. Unter den Kriegern befinden sich berühmte Kämpfer wie Odysseus von Ithaka oder der fast unverwundbare Achilles. Nach gescheiterten Friedensverhandlungen kommt es zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Armeen. Der lange, blutige trojanische Krieg hat begonnen.


Folge 2 führt den Trojanern die schweren Folgen von Alexanders Tat vor Augen und etabliert dabei viele neue Figuren. Besonders bekannte Namen aus der griechischen Mythologie wie Achilles oder Odysseus werden etabliert und bekommen in späteren Folgen bestimmt mehr Screentime.

Vom Tempo her ist auch diese Folge etwas langsamer und setzt den Fokus eher auf das Ausarbeiten der Figuren, was ganz passabel funktioniert.

Die deutsche Lokalisierung schwankt weiterhin zwischen sehr gut & dezent was trashig, was zwar Charme versprüht aber nicht sein muss.

Erwähnenswert ist die Schlacht am Ende der Episode als Trojaner & Griechen aufeinanderprallen. Begleitet wird die Schlacht von Hera und Athene die ihre Herose für die Schlacht segnen. Das sieht tatsächlich beeindruckend aus und hat eine gewisse Ästhetik, die ich sonst meistens vermisst habe.


Zusammengefasst macht Folge 2 einiges besser als die erste Episode und der Fokus wird genau richtig auf den kommenden Krieg sowie den persönlichen Schicksalen gelegt. Es besteht weiterhin Luft nach oben aber Troja nutzt mit Folge 2 das Quellenmarterial bereits besser. Ich vergebe für Folge 2 das Prädikat sehenswertund hoffe das die Qualität weiterhin gesteigert wird!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!